{"id":55562,"date":"2019-10-11T16:50:53","date_gmt":"2019-10-11T14:50:53","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55562"},"modified":"2019-10-11T16:42:02","modified_gmt":"2019-10-11T14:42:02","slug":"hinweise-des-tages-ii-415","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55562","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55562#h01\">Nie wieder &bdquo;nie wieder&ldquo;!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55562#h02\">Die Chronik eines friedlichen Staatsstreichs<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55562#h03\">Warum darf der NDR zur besten Sendezeit beitragsfinanzierte Arbeitgeberpropaganda senden?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55562#h04\">Ein St&auml;rkungsgesetz f&uuml;r Betriebsrenten als totes Pferd. Nahles ist weg und die &bdquo;Nahles-Rente&ldquo; auch? Keine &Uuml;berraschung bei den Ungleichgewichten im Bauplan<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55562#h05\">Jobs in Gefahr: Die gro&szlig;e Streichliste: Deutschlands Gro&szlig;konzerne bauen &uuml;ber 100.000 Stellen ab<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55562#h06\">Tarifvertr&auml;ge f&uuml;r alle<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55562#h07\">Schuldenbremse von SP&Ouml; und Gr&uuml;nen im Bundesrat zu Fall gebracht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55562#h08\">Zur Vorstellung des Bundeslagebilds OK 2018: Wer Kriminalit&auml;t nicht misst, kann Kriminalit&auml;t auch nicht feststellen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55562#h09\">Milit&auml;rkonvois gen Russland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55562#h10\">Urteile und Wertungen Vermummte in Hongkong gut, in Berlin b&ouml;se<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55562#h11\">Konstantin Wecker: Ich erkl&auml;re meine Solidarit&auml;t mit Ufuk T.<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55562#h12\">&laquo;Der runde Tisch und nicht die Guillotine war das Symbol der 89er Revolution&raquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55562#h13\">Zu guter Letzt: Greta Thunberg erh&auml;lt Friedensnobelpreis! (Stimmt zwar nicht, aber wir behaupten es trotzdem, damit sich Leute aufregen k&ouml;nnen)<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Nie wieder &bdquo;nie wieder&ldquo;!<\/strong><br>\nDer Terror in Halle war viel mehr als ein &bdquo;Alarmzeichen&ldquo;: Wir haben es mit einem Systemversagen der offenen Gesellschaft zu tun. Wir brauchen jetzt keine Demonstrationen mehr. Sondern die Durchsetzung des Rechtsstaats.[&hellip;]<br>\nDie verbale Entgleisung von AKK steht symbolisch f&uuml;r eine politische Kultur der Euphemismen. Immer weniger wird noch benannt, wie es ist. Es wird verschwiegen oder beschwichtigend verharmlost. Und wenn einige wenige Medien die Fakten doch nennen oder grausame Bilder trotzdem zeigen, dann werden vielfach nicht die Tatsachen beklagt, sondern wird derjenige beschimpft oder gar der Aufwiegelung bezichtigt, der die Realit&auml;t beschreibt. Deutschlands Politik- und Medieneliten schlafen den Schlaf der Selbstgerechten und tr&auml;umen den Wunschtraum der Political Correctness. M&ouml;chten sie nicht, dass diese Ruhe gest&ouml;rt wird? [&hellip;]<br>\nWenn der HSV-Spieler Bakery Jatta eigentlich Bakary Daffeh hei&szlig;t und zwei Jahre &auml;lter ist, als er angibt, dann ziehen sich die Ermittlungen der Polizei l&auml;nger als vier Jahre hin, und Journalisten schauen systematisch weg. Stattdessen kritisieren einige, dass dar&uuml;ber berichtet wird. Das sch&uuml;re Ausl&auml;nderfeindlichkeit. [&hellip;]<br>\nRassismus und Fremdenfeindlichkeit sind in Deutschland wieder vital. Existiert haben sie immer. Entscheidend ist, wie die Mehrheit der Bev&ouml;lkerung und ihre demokratisch gew&auml;hlte F&uuml;hrung damit umgehen. Unser Umgang wirkt derzeit wie ein Brandbeschleuniger. Die Hauptursachen daf&uuml;r sind: [&hellip;]<br>\nF&uuml;nftens. Eine mediale Elite, die Dinge zu oft eher beschw&ouml;rt und beschreibt, wie sie sein sollten, als zu beschreiben, wie die Lage ist. Die Haltung oft &uuml;ber Fakten stellt. Und so aus R&uuml;cksicht auf die gute Absicht ihre wichtigsten Wirkungsgrundlagen schw&auml;cht: Glaubw&uuml;rdigkeit und Vertrauen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/debatte\/kommentare\/plus201718856\/Terror-in-Halle-Nie-wieder-nie-wieder.html\">Matthias D&ouml;pfner auf Welt.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Leider befindet der Artikel sich hinter einer Bezahlschranke. Ausnahmsweise machen wir dennoch auf ihn aufmerksam, denn bereits die Ausz&uuml;ge zeigen, wie infam die Argumentation des Vorstandsvorsitzenden des Springer-Konzerns ist. Nicht die tagt&auml;gliche Hetze der von seinem Verlag publizierten BILD-Zeitung, sondern die &bdquo;R&uuml;cksicht&ldquo; der &bdquo;medialen Elite&ldquo; (und dies aus dem Munde des Springer-Chefs) ist also f&uuml;r den zunehmenden Rassismus und die Fremdenfeindlichkeit verantwortlich. Geradezu perfide ist, dass D&ouml;pfner sogar indirekt die Aff&auml;re um den gambischen Fu&szlig;ballspieler Baker Jatta mit dem Terroranschlag von Halle in Verbindung bringt. Die bittere Botschaft dieser Vorw&auml;rtsverteidigung soll wohl hei&szlig;en &ndash; Fremdenfeindliche mediale Hetze &aacute; la BILD verhindert rassistische und fremdenfeindliche Ausschreitungen. Ein verst&ouml;render Einblick in die Gedankenwelt des wohl m&auml;chtigsten Medienmanager Deutschlands.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Die Chronik eines friedlichen Staatsstreichs<\/strong><br>\nDas Buch &bdquo;Op&eacute;ration Macron&ldquo;: Schrieben die Medien der Milliard&auml;re das Skript zu Emmanuel Macrons Wahlerfolg?<br>\n&bdquo;So viele Wunder und Zuf&auml;lle kann es nicht geben&ldquo;: Beim Lesen solcher Worte wird man hellh&ouml;rig, raffinierter kann man eine Verschw&ouml;rungstheorie kaum verpacken. Geschrieben hat sie ein Statistiker, den man sich als eher n&uuml;chtern vorstellt: Eric Stemmelen. Einst war er Programmdirektor des &ouml;ffentlich-rechtlichen Senders &bdquo;France 2&ldquo;. Er kennt die Medien und den Umgang der Politiker mit ihnen. Stemmelen hat einige &ouml;konomische B&uuml;cher geschrieben. Sein j&uuml;ngstes Werk ist Ende Juni erschienen: &bdquo;Op&eacute;ration Macron&ldquo; (Editions du Cerisier).<br>\nEs handelt sich um eine Chronik der Pr&auml;sidentenwahl: Die Medien, so die These des Autors, haben das Drehbuch zu Emmanuel Macrons Macht&uuml;bernahme geschrieben. Sie geh&ouml;ren zehn Milliard&auml;ren, deren TV- und Radiosender einen Marktanteil von &uuml;ber f&uuml;nfzig Prozent erreichen. Bei den Tageszeitungen kontrollieren sie neunzig Prozent der Auflage. Eric Stemmelen spricht von einer &bdquo;Oligarchie&ldquo;, er stellt dem Buch ein Zitat aus Jean-Paul Sartres &bdquo;Kindheit eines Chefs&ldquo; voran.<br>\nWir haben dieses Buch eher zuf&auml;llig in der kommunistischen Zeitung &bdquo;L&rsquo;Humanit&eacute;&ldquo; entdeckt. Sie pr&auml;sentierte Stemmelens Essay fast schon als Samisdat: Im Exil, in Belgien, musste es erscheinen, mehrere Verlage in Frankreich h&auml;tten es abgelehnt, zitiert sie den Autor. Die &bdquo;Op&eacute;ration Macron&ldquo; erscheint mit einem Vorwort des Journalisten und Regisseurs Fran&ccedil;ois Ruffin, der mit &bdquo;Merci Patron&ldquo; einen ph&auml;nomenal erfolgreichen Film &uuml;ber einen der besagten Medienmilliard&auml;re Bernard Arnault, Mehrheitsaktion&auml;r des Luxusg&uuml;ter-Konzerns LVMH, drehte und als Abgeordneter des &bdquo;Unbeugsamen Frankreichs&ldquo; im Parlament sitzt. Der Verlag bezeichnet das Werk als &bdquo;Chronik eines friedlichen Staatsstreichs&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/edition.faz.net\/faz-edition\/medien\/2019-10-11\/1cd535052cc6d22ce9915c10b9d4c630\/?GEPC=s9\">FAZ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Warum darf der NDR zur besten Sendezeit beitragsfinanzierte Arbeitgeberpropaganda senden?<\/strong><br>\nPanorama vom NDR hetzt in einem aktuellen Beitrag zur Rentenpolitik sinn- und grundlos jung gegen alt und arme Rentner gegen Leute mit guter Rente auf. Erz&auml;hlt wird durchg&auml;ngig eine Geschichte nach dem Geschmack und mit den Argumenten der Arbeitgeber mit einem Arbeitgeber&ouml;konomen als einzigem Experten, der aber nicht als solcher erkennbar gemacht wird. Der Beitrag l&auml;sst Wichtiges weg, verzerrt die Fakten und stellt sie in falsche Zusammenh&auml;nge. Viel schlimmer geht es eigentlich nicht. (&hellip;)<br>\nEs wird skandalisiert, dass die Regierung, obwohl Armut also bei Alten kein Problem ist, immer wieder etwas f&uuml;r die Alten tut, etwa bei der M&uuml;tterrente und der Rente ab 63. Ein &Ouml;konom des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) darf sagen, dass das schlecht ist. (6) (7) Es wird argumentiert, und der IW-&Ouml;konom best&auml;tigt das ebenso wie die mitf&uuml;hlenden Rentner im Ostseebad, dass es den Jungen im Rentenalter sp&auml;ter viel schlechter gehen wird als den heutigen Rentnern. Man m&uuml;sse also f&uuml;r sie etwas tun, statt f&uuml;r die heutigen Rentner, die ja nicht in der Breite armutsgef&auml;hrdet seien. Das Hauptproblem sei, sind sich alle einig, dass die jungen Leute kaum noch stabile, gut bezahlte Jobs bekommen, sondern sich lange mit Praktika, Leiharbeit und Gelegenheitsjobs durchschlagen m&uuml;ssen, sodass sie keine anst&auml;ndigen Rentenanspr&uuml;che ansammeln k&ouml;nnen. Statt also den Rentnern mehr Geld zu geben, w&auml;re es richtig, Initiativen zu f&ouml;rdern, die Hauptsch&uuml;lern mit schlechten Noten oder sonstigen Problemen helfen, eine Lehrstelle zu finden. (8) (9) (10)<br>\nSo weit, so oberfl&auml;chlichst einleuchtend. Und hier die Probleme: [&hellip;]<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/norberthaering.de\/de\/27-german\/news\/1182-panorama-rente\">Norbert H&auml;ring<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Ein St&auml;rkungsgesetz f&uuml;r Betriebsrenten als totes Pferd. Nahles ist weg und die &bdquo;Nahles-Rente&ldquo; auch? Keine &Uuml;berraschung bei den Ungleichgewichten im Bauplan<\/strong><br>\nJeder, der heutzutage neben der gesetzlichen Rente Zahlungen aus einer Betriebsrente bekommt, kennt deren entlastende Funktion f&uuml;r das im Alter geschrumpfte Haushaltsbudget. Und gerade die Risikogruppen f&uuml;r Altersarmut zeichnen sich leider dadurch aus, dass bei ihnen neben den zumeist niedrigen Leistungen aus der umlagefinanzierten gesetzlichen Rentenversicherung kaum oder gar keine anderen Einkommensquellen im Alter vorhanden sind. Vor einer solchen Kulisse sind erst einmal alle Bem&uuml;hungen, mehr Arbeitnehmern den Zugang zu einer zus&auml;tzlichen betrieblichen Altersversorgung zu erm&ouml;glichen, mit Wohlwollen zu betrachten. Insofern k&ouml;nnte man r&uuml;ckblickend durchaus zu dem bereits in der Wortwahl vergifteten Fazit &bdquo;Sie war bem&uuml;ht&ldquo; kommen, wenn es um eine der letzten rentenpolitischen Vorst&ouml;&szlig;e der fr&uuml;heren Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) geht, die nach einem Ausflug an die SPD-Spitze mittlerweile die politische B&uuml;hne vollst&auml;ndig verlassen hat. Denn Nahles hat das &bdquo;Betriebsrentenst&auml;rkungsgesetz&ldquo; auf den Weg gebracht. In diesem Gesetz enthalten war und ist sogar eine weitere, eine neue Form der betrieblichen Altersvorsorge &ndash; die zwischenzeitlich als &bdquo;Nahles-Rente&ldquo; bezeichnet wird (was vor dem Hintergrund der Wahrnehmung personenbezogener Rentenvorg&auml;nger wie &bdquo;Riester-Rente&ldquo; oder &bdquo;R&uuml;rup-Rente&ldquo; nicht gerade optimistisch stimmen sollte).<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/aktuelle-sozialpolitik.de\/2019\/10\/11\/die-nahles-rente-als-totes-pferd\/\">Aktuelle Sozialpolitik<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Jobs in Gefahr: Die gro&szlig;e Streichliste: Deutschlands Gro&szlig;konzerne bauen &uuml;ber 100.000 Stellen ab<\/strong><br>\nDeutschland droht eine Rezession: Die Angst davor macht sich auf dem Arbeitsmarkt bereits bemerkbar. Zahlreiche Unternehmen haben Sparprogramme aufgelegt. Zwar soll kaum jemandem gek&uuml;ndigt werden, doch Zehntausende Stellen fallen weg.<br>\nDeutschland Exporte schrumpfen, das Bruttoinlandsprodukt (BIP) wird dieses Jahr wohl nur noch um 0,5 Prozent wachsen. Im Sommer war Deutschland sogar nur knapp einer Rezession entgangen. Die wirtschaftliche Krise zwischen Handelskrieg, Brexit-Ungewissheit und Auto-Krise schl&auml;gt sich auf die Bilanzen vieler Unternehmen durch &ndash; und viele reagieren darauf mit Sparprogrammen, die in den kommenden Jahren Arbeitspl&auml;tze vernichten. Hier eine Liste bekannter Stellenstreichungen:<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.focus.de\/finanzen\/boerse\/stellen-in-gefahr-deutschlands-grosskonzerne-bauen-bis-zu-102-000-stellen-ab_id_11225410.html\">Focus Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Tarifvertr&auml;ge f&uuml;r alle<\/strong><br>\nTarifvertr&auml;ge stehen f&uuml;r gute L&ouml;hne und Arbeitsbedingungen. Wer einen Tarifvertrag hat, bekommt bis zu ein F&uuml;nftel mehr Lohn und Gehalt, arbeitet weniger Stunden die Woche und hat mehr Urlaub. Tarifvertr&auml;ge beschr&auml;nken zudem die Lohnkonkurrenz und f&ouml;rdern so einen Qualit&auml;tswettbewerb. Die Unternehmen m&uuml;ssen ihre Wettbewerbsf&auml;higkeit vorrangig durch Innovationen und Produktivit&auml;tssteigerungen verbessern.<br>\nSeit drei Jahrzehnten verlieren die Tarifvertr&auml;ge an Bedeutung. Vor der Deutschen Einheit waren mehr als acht von zehn westdeutschen Besch&auml;ftigten durch einen Tarifvertrag gesch&uuml;tzt. Nach der Wiedervereinigung entstanden im Osten gro&szlig;e tariffreie Zonen. Gleichzeitig begannen Arbeitgeberverb&auml;nde damit Mitgliedschaften &bdquo;ohne Tarifbindung&ldquo; anzubieten. Zudem gliederten die Unternehmen verst&auml;rkt einzelne Bereiche aus, um so Tarifflucht zu begehen.<br>\nHeute kommt nur noch jeder zweite Besch&auml;ftigte in den Genuss eines Tarifvertrags. Die kollektive Lohnsetzung muss wieder gest&auml;rkt werden. Hier sind zun&auml;chst die Gewerkschaften in der Verantwortung. Sie m&uuml;ssen ihre Organisationsmacht ausbauen. Auch die Politik muss Tarifvertr&auml;ge st&auml;rken. In Frankreich, Belgien, den Niederlanden und Finnland ist dies selbstverst&auml;ndlich. Dort ist die hohe tarifliche Abdeckung &ndash; die Tarifbindung liegt zwischen 80 und 100 Prozent &ndash; staatlicher Amtshilfe geschuldet. (&hellip;)<br>\nDie gro&szlig;e Koalition muss jetzt Tarifvertr&auml;ge politisch st&uuml;tzen. Daf&uuml;r m&uuml;ssen zun&auml;chst prek&auml;re und atypische Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisse zur&uuml;ckgedr&auml;ngt werden. Zudem muss die Allgemeinverbindlichkeit von Tarifvertr&auml;gen (AVE) erleichtert werden. Dann gelten Tarifvertr&auml;ge auch f&uuml;r nicht verbandsgebundene Unternehmen. Daf&uuml;r sollte das Vetorecht der Arbeitgeber abgeschafft werden. Ferner sollten Tarifvertr&auml;ge verbindlicher gemacht werden, indem sie k&uuml;nftig kollektiv nachwirken bis ein neuer Vertrag an ihre Stelle tritt. Das sch&uuml;tzt das Tarifvertragssystem vor Unternehmensausgliederungen oder Blitzaustritten der Arbeitgeber aus der Tarifbindung. Dar&uuml;ber hinaus sollten &ouml;ffentliche Auftr&auml;ge nur an tarifgebundene Unternehmen vergeben werden. OT-Mitgliedschaften in den Arbeitgeberverb&auml;nden geh&ouml;ren abgeschafft. All dies stabilisiert das Tarifsystem von oben. Eine solche St&auml;rkung von Tarifvertr&auml;gen schafft mehr gute Arbeit und weniger Ungleichheit.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.fr.de\/wirtschaft\/gastwirtschaft\/tarifvertraege-alle-13101878.html\">Dierk Hirschel in Frankfurter Rundschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Der Autor bewirbt sich zusammen mit <a href=\"http:\/\/www.mattheishirschel.de\/\">Hilde Mattheis<\/a> um den SPD-Bundesvorsitz.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Schuldenbremse von SP&Ouml; und Gr&uuml;nen im Bundesrat zu Fall gebracht<\/strong><br>\nDer Bundesrat hat sich abermals in den Fokus ger&uuml;ckt: Nachdem die L&auml;nderkammer im Fr&uuml;hjahr in einem historischen Veto die Biomasseregelung gekippt hatte, brachte sie am Donnerstag die sogenannte Schuldenbremse zu Fall. SP&Ouml; und Gr&uuml;ne verhinderten die von &Ouml;VP, FP&Ouml; und Neos gew&uuml;nschte Verankerung jener Regelung in der Verfassung, die das Haushaltsdefizit begrenzt. Die roten und gr&uuml;nen Bundesr&auml;te verweigerten dem Plan ihre Zustimmung, womit die notwendige Verfassungsmehrheit nicht zustande kam. Zuvor hatten sie die Schuldenbremse als &ldquo;Investitionsbremse&rdquo; und &ldquo;Zukunftsbremse&rdquo; bezeichnet. &Ouml;VP und FP&Ouml; sahen das wenig &uuml;berraschend anders und warnten vor neuen Schulden.<br>\nDie Verfassungsmehrheit im Bundesrat w&auml;re n&ouml;tig gewesen, da das geplante Verfassungsgesetz den L&auml;ndern und Gemeinden fixe Obergrenzen f&uuml;r die Neuverschuldung vorschreiben w&uuml;rde. Im Bundesrat verf&uuml;gt die SP&Ouml; allein &uuml;ber die n&ouml;tige Sperrminorit&auml;t von 21 Mandaten, die Gr&uuml;nen stellen zwei Abgeordnete. Alle Bundesr&auml;te von SP&Ouml; und Gr&uuml;nen stimmten gegen die Regelung, insgesamt gab es 23 Nein- und 38 Ja-Stimmen in der 61 Sitze starken L&auml;nderkammer. Die Zweidrittelmehrheit ist damit nicht gegeben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.derstandard.at\/story\/2000109730923\/schuldenbremse-von-spoe-und-gruenen-im-bundesrat-zu-fall-gebracht\">der Standard<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Offenbar sind insbesondere die entscheidenden Mitglieder der SP&Ouml; schlauer als die der hiesigen SPD. W&auml;hrend z.B. Bundesfinanzminister und M&ouml;chtegern-SPD-Bundesvorsitzender Olaf Scholz stets seine &ldquo;schwarze Null&rdquo; (und damit auch seine volkswirtschaftliche Inkompetenz) vorf&uuml;hrt, wissen auch die SP&Ouml;-Entscheidungstr&auml;ger, dass eine Schuldenbremse &ldquo;mit weitreichenden Konsequenzen f&uuml;r zuk&uuml;nftige Generationen verbunden&rdquo; w&auml;re, &ldquo;wichtige Investitionen&rdquo; verhindern w&uuml;rde sowie &ldquo;&ouml;konomisch und &ouml;kologisch unvern&uuml;nftig&rdquo; ist.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Zur Vorstellung des Bundeslagebilds OK 2018: Wer Kriminalit&auml;t nicht misst, kann Kriminalit&auml;t auch nicht feststellen<\/strong><br>\nOnkel Horst (Seehofer) und Onkel Holger (M&uuml;nch) gaben sich alle M&uuml;he bei der Vorstellung des Bundeslagebilds OK: Damit nur ja nicht auff&auml;llt, dass sie mit leeren H&auml;nden dastehen. Die gemessenen Zahlen des (angeblichen) Schadens durch Organisierte Kriminalit&auml;t sind unglaubw&uuml;rdig gering. Bereinigt um EINEN Steuerhinterziehungsfall mit einem Schaden von 201 Millionen, verbleiben 480 Millionen, etwa so viel wie der Schaden durch geklaute Kraftwagen im Jahr. Die BKA-Zahlen lassen sich plausibel weder mit Schadenszahlen aus der allgemeinen Kriminalstatistik in Einklang bringen. Noch mit fundierten Sch&auml;tzungen der Vereinten Nationen und von Europol zum Schaden durch Organisierte Kriminalit&auml;t. &Auml;hnlich desastr&ouml;s wie bei der polizeilichen Bearbeitung der Organisierten Kriminalit&auml;t sieht es auch bei deren Zwillingsbruder, der Geldw&auml;sche, aus. Auch die ist personell, wie fachlich v&ouml;llig minderbemittelt.<br>\nK&ouml;nnte es also sein, dass politischer Wille dahintersteckt? Weil die &bdquo;Einflussnahme der Organisierten Kriminalit&auml;t auf Politik, Medien, &ouml;ffentliche Verwaltung, Justiz oder Wirtschaft&ldquo;, eines der wesentlichen Kriterien f&uuml;r OK, schon viel weiter fortgeschritten ist, als Sie und ich bisher geneigt sind anzunehmen?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/police-it.org\/wer-kriminalitaet-nicht-misst-kann-kriminalitaet-auch-nicht-feststellen\">POLICE-IT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Zum Thema Geldw&auml;sche hat der Bundesvorstand des Bundes deutscher Kriminalbeamter auf Vorschl&auml;ge der EU-Kommission <a href=\"https:\/\/www.bdk.de\/der-bdk\/aktuelles\/eu-kommission-uberlegt-grundlegende-reform-der-geldwaeschebekaempfung\">hingewiesen<\/a>: &ldquo;Sie sind Ausdruck der vielen Defizite, die die Mitgliedsstaaten bei der Verhinderung und Bek&auml;mpfung von Geldw&auml;sche und Terrorismusfinanzierung haben. <\/em><br>\n<em>Lesen Sie im Einzelnen:<\/em><\/p>\n<ul>\n<li><em>Die Supranationale Risikoanalyse (SNRA) der die Union betreffenden Risiken der Geldw&auml;sche und Terrorismusfinanzierung. <\/em><\/li>\n<li><em>Den Bericht &uuml;ber die Bewertung des Rahmens f&uuml;r die Zusammenarbeit der Financial Intelligence Units (FIUs).<\/em><\/li>\n<li><em>Den Bericht &uuml;ber die Zusammenschaltung der nationalen zentralen Kontenregister.<\/em><\/li>\n<li><em>Den Bericht &uuml;ber die Bewertung der j&uuml;ngsten mutma&szlig;lichen F&auml;lle von Geldw&auml;sche, an denen EU-Kreditinstitute beteiligt waren.<\/em><\/li>\n<li><em>Ineffektivit&auml;t oder Nichteinhaltung der rechtlichen Anforderungen an die Systeme und Kontrollen zur Bek&auml;mpfung von Geldw&auml;sche\/Terrorismusfinanzierung;<\/em><\/li>\n<li><em>Misserfolge bei der Bek&auml;mpfung von Geldw&auml;sche und Terrorismusfinanzierung;<\/em><\/li>\n<li><em>Fehlausrichtungen zwischen Risikobereitschaft und Risikomanagement bei Verpflichteten;<\/em><\/li>\n<li><em>ineffektive Beaufsichtigung der gruppenweiten Einhaltung von Pflichten zur Verhinderung von Geldw&auml;sche und Terrorismusbek&auml;mpfung.&rdquo;<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Milit&auml;rkonvois gen Russland<\/strong><br>\nF&uuml;r die kommende Woche k&uuml;ndigen die US-Streitkr&auml;fte umfangreiche Truppenverlegungen quer durch Deutschland an. Dabei handelt es sich um zwei Rotationen im Rahmen der &ldquo;Operation Atlantic Resolve&rdquo; (OAR), mit denen insgesamt mehr als 5.000 US-Soldaten und mehrere Tausend Fahrzeuge &uuml;ber verschiedene Routen zu Kriegs&uuml;bungen nach Osteuropa verlegt werden, darunter schwere Kampfpanzer und Kampfhubschrauber. Ein erheblicher Teil davon wird auf Stra&szlig;en und Schienen durch die Bundesrepublik rollen. Zwischen dem 15. und dem 17. Oktober sind Zwischenstopps in deutschen Kasernen eingeplant. Die Verlegungen sind seit 2017 Routine. Seit der Eskalation des Ukraine-Konflikts im Jahr 2014 in einer neuen Phase seiner Ostexpansion stehend, forciert der NATO-Machtblock zunehmend den offenen Konflikt mit Russland. Vor diesem Hintergrund bauen die Vereinigten Staaten ihre milit&auml;rische Pr&auml;senz in Europa wieder aus. Deutschland unterst&uuml;tzt die USA bei ihren regelm&auml;&szlig;igen Truppenverlegungen und positioniert sich als strategisch unverzichtbare Schaltzentrale.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/8072\/\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Urteile und Wertungen Vermummte in Hongkong gut, in Berlin b&ouml;se<\/strong><br>\nDerzeit gelten Demonstranten in Hongkong als die Guten, die Stadtregierung und deren Polizisten als die B&ouml;sen. Den Kopftuchzwang im Iran empfindet das ZDF als schauerlichen Angriff auf die individuelle Freiheit. Der wesentlich h&auml;rtere Kopftuchzwang in Saudi-Arabien verschwindet hinter der Meldung, dass dort der Reformwille voranschreite. In &Auml;gypten finden wir die Proteste gegen den Milit&auml;rdiktator al-Sisi derzeit wieder gut (= &bdquo;zivilgesellschaftlich&ldquo;) und vergessen bitte raschestens, wie sehr uns der Milit&auml;rputsch al-Sisis gegen den infolge des Arabischen Fr&uuml;hlings gew&auml;hlten Staatspr&auml;sidenten Mohamed Mursi 2013 erleichterte. Nat&uuml;rlich jubelten wir nicht &uuml;ber die massenhaften Todesurteile, die das neue, dem Westen verbundene Kairoer Regime f&auml;llen lie&szlig;, fragten nicht nach Folter und Gef&auml;ngnissen, sondern &uuml;bergingen all das mit Schweigen. Realpolitik erfordert eben Kompromisse.<br>\nSo weit man wei&szlig;, hat es in Hongkong trotz der tief ins Existenzielle reichenden Proteste noch keinen Toten gegeben. Das verdankt sich auch der dortigen Polizei und deren F&uuml;hrung. Diese hat sich wegen eines Schusses, der von einem schwer bedrohten Polizisten abgegeben wurde, &ouml;ffentlich entschuldigt. Wo gibt es das sonst? Doch prompt legte Marietta Slomka ihr Schluchztremolo auf und verk&uuml;ndete mit bebender Stimme: &bdquo;Erstmals wurde auch scharf geschossen.&ldquo; Was w&auml;re denn los, wenn in Frankfurt am Main zum Beispiel radikalisierte Klimak&auml;mpfer den Flughafen tagelang blockieren, die U-Bahn demolieren und die Polizei fortgesetzt mit Molotowcocktails bewerfen w&uuml;rden, gedeckt von Zehntausenden friedlichen Aktivisten? Solchen simplen &Uuml;berlegungen zum Trotz wird Angela Merkel bedr&auml;ngt, sich &ouml;ffentlich f&uuml;r die Protestierer in Hongkong stark zu machen, und Au&szlig;enminister Heiko Maas ergreift wortreich deren Partei. Bekanntlich verspottete Konrad Adenauer seinen Au&szlig;enminister Heinrich von Brentano, der unter ihm nichts zu melden hatte, als &bdquo;feierliche Null&ldquo; &ndash; auch mit einer geschw&auml;tzigen Null kommt man als Bundeskanzlerin irgendwie zurecht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik\/meinung\/kolumnen\/urteile-und-wertungen-vermummte-in-hongkong-gut--in-berlin-boese-33293566\">G&ouml;tz Aly in der Berliner Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Konstantin Wecker: Ich erkl&auml;re meine Solidarit&auml;t mit Ufuk T.<\/strong><br>\nAufmerksam gemacht wurde ich auf diese Vorf&auml;lle von meinem Mitarbeiter Holdger Platta bereits mehrmals auf HdS (siehe hier, hier, hier und hier ) und ich bin ersch&uuml;ttert und zornig seither: vor einem Jahr wollte der t&uuml;rkische ALG-II-Bezieher Ufuk T. im Mannheimer Jobcenter seinen Sachbearbeiter sprechen, weil  seit drei Wochen die Auszahlung der Hilfsgelder &uuml;berf&auml;llig war und der Hilfsbed&uuml;rftige &uuml;ber keinerlei Geld mehr verf&uuml;gte, um Nahrungsmittel einkaufen zu k&ouml;nnen. Ufuk T. wurde von einem Mitarbeiter der Beh&ouml;rde mitgeteilt, er solle in vier Tagen wiederkommen.<br>\nAls Ufuk T. auf Auszahlung eines Vorschusses bestand, wurde er mit Polizeigewalt aus dem Amtsgeb&auml;ude entfernt und in diesem Jahr vom Mannheimer Amtsgericht wegen &bdquo;Widerstandes gegen die Staatsgewalt&ldquo; zu einer Geldstrafe in der H&ouml;he von 1.550,- Euro verurteilt, obwohl es selbst den Zeugenaussagen der Polizisten zufolge derartigen Widerstand nicht gab.<br>\nNoch ist dieses Urteil nicht rechtskr&auml;ftig, weil der Beschuldigte Revision eingelegt hat, aber bis zur Stunde verhalten sich drei staatliche Instanzen &ndash;  das Jobcenter Mannheim, die Mannheimer Polizei und das Mannheimer Amtsgericht &ndash; so, als ob man es bei dem Notleidenden mit einen Straft&auml;ter zu tun h&auml;tte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/hinter-den-schlagzeilen.de\/konstantin-wecker-ich-erklaere-meine-solidaritaet-mit-ufuk-t\">Hinter den Schlagzeilen<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>&laquo;Der runde Tisch und nicht die Guillotine war das Symbol der 89er Revolution&raquo;<\/strong><br>\nDer Umbruch in Osteuropa hat viele Gesichter. Aber fast &uuml;berall blieb er gewaltlos. Das hat viel mit einer strategischen Selbstbeschr&auml;nkung der Beteiligten zu tun, sagt der Historiker Philipp Ther im Gespr&auml;ch mit Andreas Ernst.<br>\nDen Umbruch in Osteuropa von 1989 kann man in eine Reihe mit der europaweiten 1848er Revolutionen stellen, vielleicht auch mit der Kulturrevolution von 1968. Aber anders als bei diesen gibt es keine &laquo;89er Generation&raquo;, kein kollektives Bewusstsein von denen, die &laquo;dabei&raquo; waren.<br>\nDaf&uuml;r fehlte ganz einfach die Zeit. Sehr schnell wurden die Bewegungen demobilisiert, und es wurde umgestellt auf eine neue Zeit: auf parlamentarische Demokratie, eine Marktwirtschaft und eine neoliberale Reformpolitik. Das waren tiefe Einschnitte auch in die Biografien der Menschen. Sie hatten sehr schnell andere Sorgen, als sich miteinander und mit den Werten der Revolution auseinanderzusetzen. Das w&auml;re ja die Voraussetzung gewesen, um sich als Teil einer politischen Generation zu verstehen.<br>\nFehlte denn diesen Umst&uuml;rzen nicht auch eine gemeinsame Ideologie?<br>\nEs gab ein gemeinsames B&uuml;ndel an Werten: Demokratie, Menschlichkeit &ndash; im Sinne von Havel &ndash;, Solidarit&auml;t, inspiriert von der gleichnamigen Bewegung in Polen. Und nat&uuml;rlich Freiheit, wobei deren Bedeutung weit &uuml;ber das Wirtschaftliche hinauswies. Aber hinter den vier zentralen Begriffen standen unterschiedliche Weltanschauungen. Die Revolution ging nicht auf einen Generationenkonflikt zur&uuml;ck, wie die Studentenbewegung von 1968. Die Spannweite reichte vom Teenager bis zu 80-J&auml;hrigen. Aber der extreme wirtschaftliche Druck beendete viele demokratische Versuche. W&auml;hrend Belegschaften &uuml;ber die Einberufung von Betriebsr&auml;ten und Mitbestimmung verhandelten, wurden die Betriebe verkauft oder geschlossen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/international\/der-runde-tisch-nicht-die-guillotine-war-das-symbol-der-89er-revolution-ld.1513410\">NZZ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Greta Thunberg erh&auml;lt Friedensnobelpreis! (Stimmt zwar nicht, aber wir behaupten es trotzdem, damit sich Leute aufregen k&ouml;nnen)<\/strong><br>\nOslo (dpo) &ndash; Gro&szlig;e Ehre f&uuml;r Greta Thunberg! Die 16-j&auml;hrige Klimaschutz-Aktivistin aus Schweden erh&auml;lt als bislang j&uuml;ngste Person den diesj&auml;hrigen Friedensnobelpreis. Das stimmt zwar nicht, aber wir behaupten es trotzdem, damit sich Leute dar&uuml;ber aufregen k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.der-postillon.com\/2019\/10\/greta-friedensnobelpreis.html\">Der Postillon<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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