{"id":55577,"date":"2019-10-14T09:13:44","date_gmt":"2019-10-14T07:13:44","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55577"},"modified":"2019-10-14T09:49:18","modified_gmt":"2019-10-14T07:49:18","slug":"hinweise-des-tages-3470","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55577","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/TR)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55577#h01\">Was die heutige SPD von ihrem ersten Kanzler lernen kann<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55577#h02\">BKA warnte vor rechten Anschl&auml;gen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55577#h03\">USA werfen T&uuml;rkei Beschuss eigener Truppen vor<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55577#h04\">Scheuer r&auml;umt weitere Gespr&auml;chstermine mit Mautfirmen ein<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55577#h05\">Schrumpfen in Sch&ouml;nheit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55577#h06\">Ausbau der Windenergie sinkt um 80 Prozent<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55577#h07\">Investorenklagen: &bdquo;Keine Privilegien f&uuml;r Konzerne&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55577#h08\">Bei der Geldw&auml;sche mit Immobilien sind die Berliner Clans kleine Fische<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55577#h09\">Berliner Mietendeckel Koalition ringt um Minimalkonsens &ndash; und vertagt sich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55577#h10\">Kein Wunder, dass der &Auml;rger &uuml;ber Manager zunimmt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55577#h11\">&bdquo;Wir brauchen eine gesetzliche Rentenversicherung f&uuml;r alle&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55577#h12\">&ldquo;Was jetzt auf dem Spiel steht&rdquo; &ndash; Michail Gorbatschows Aufruf f&uuml;r Frieden und Freiheit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55577#h13\">Amerikas Notenbank f&uuml;rchtet den n&auml;chsten Lehman-Moment<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55577#h14\">Streik bei General Motors\/USA<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55577#h15\">IWF provoziert Volksaufstand in Ecuador<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55577#h16\">&bdquo;Bolsonaro spricht nicht f&uuml;r uns&ldquo; <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55577#h17\">&bdquo;Sprayer-Oma&ldquo;: 73-J&auml;hrige soll Strafe zahlen, weil sie Nazi-Parolen &uuml;berspr&uuml;hte<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Was die heutige SPD von ihrem ersten Kanzler lernen kann<\/strong><br>\nAllgemein ist bekannt, dass die SPD gegenw&auml;rtig und schon seit l&auml;ngerer Zeit in einer Krise steckt. Doch das war nicht immer so. Im Oktober 1969 feierte die Partei ihren wohl gr&ouml;&szlig;ten Erfolg: Die Sozialdemokraten stellten zum ersten Mal den Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland.<br>\nWilly Brandt, der einstige Regierende B&uuml;rgermeister West-Berlins und dann Bundesau&szlig;enminister, war durchaus umstritten, als er am 21. Oktober 1969 zum Regierungschef gew&auml;hlt wurde. SPD und FDP bildeten eine Koalition und verf&uuml;gten &uuml;ber eine knappe Mehrheit von zw&ouml;lf Sitzen im Bundestag. &bdquo;Es war keine stabile Regierung&ldquo;, sagt Bernd Rother, der Historiker der Bundeskanzler-Willy-Brandt-Stiftung: &bdquo;Aber es war eine mutige.&ldquo;<br>\nDie Regierung Brandt stand f&uuml;r demokratischen Aufbruch und Ver&auml;nderung. Seine &bdquo;Neue Ostpolitik&ldquo; ist in die Geschichte eingegangen. Dabei ger&auml;t jedoch die reformerische Innenpolitik manchmal in den Hintergrund. &bdquo;Wir wollen mehr Demokratie wagen&ldquo; war der Leitspruch seiner Kanzlerschaft.<br>\nDie sozialliberale Koalition senkte das Wahlalter von 21 auf 18 Jahre und setzte Reformen in Bildungs-, Sozial- und Rechtspolitik durch. Sie f&uuml;hrte neben Leistungsverbesserungen bei Kranken-, Unfall- und Rentenversicherung auch das Bildungsf&ouml;rderungsgesetz ein, besser bekannt als BAf&ouml;G. Chancengleichheit war Brandt wichtig; Kinder einkommensschwacher Familien sollten finanziell unterst&uuml;tzt werden. Zudem steigerte sein Kabinett die allgemeinen Ausgaben f&uuml;r Bildung. (&hellip;)<br>\nSchon im Wahlkampf 1969 hatte Brandt die Umwelt besch&auml;ftigt &ndash; lange bevor Begriffe wie Umweltschutz oder Umweltpolitik g&auml;ngig wurden, stellte dieses Thema einen Teil seiner Kampagne dar. (&hellip;) Mit Brandt begann das umweltpolitischen Denken Deutschlands &ndash; es ist daher nicht &uuml;bertrieben, den vierten Bundeskanzler als Avantgardisten der Umweltpolitik zu bezeichnen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/geschichte\/article201706588\/Willy-Brandt-1969-Was-die-heutige-SPD-von-ihrem-ersten-Kanzler-lernen-kann.html%20\">Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Ein bemerkenswert informativer Artikel in der &bdquo;Welt&ldquo;.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>BKA warnte vor rechten Anschl&auml;gen<\/strong><br>\nDas Bundeskriminalamt hat bereits vor einem Jahr vor einem rechtsextremen Anschlag wie in Halle gewarnt. Laut einer internen Lageeinsch&auml;tzung vom 5. Juni 2018 gebe es in Deutschland eine &ldquo;hohe&rdquo; Gef&auml;hrdungslage, wonach man &ldquo;jederzeit&rdquo; mit einem Anschlag eines selbstradikalisierten Einzelt&auml;ters rechnen m&uuml;sse, berichtet die &ldquo;Bild am Sonntag&rdquo;.<br>\nAuch der Verfassungsschutz wies nach Angaben der Zeitung in den vergangenen zwei Jahren auf die Gefahr einer rechtsradikalen Attacke hin, die dem Beispiel des Norwegers Anders Behring Breivik folgen k&ouml;nnte. Die Beh&ouml;rde wiederholte ihre Warnung demnach nach den Anschl&auml;gen auf Moscheen im neuseel&auml;ndischen Christchurch im M&auml;rz 2019.<br>\nWie das Blatt weiter berichtet, forderten die Sicherheitsbeh&ouml;rden in der Vergangenheit immer wieder mehr Personal. Vor allem die Bundesl&auml;nder h&auml;tten ihre Verfassungsschutz&auml;mter aber nur zaghaft aufgestockt. Beispielsweise habe der Berliner Verfassungsschutz f&uuml;r den Doppelhaushalt 2018\/19 mehr als 140 neue Stellen angefordert, jedoch nur zehn bekommen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/politik\/BKA-warnte-vor-rechten-Anschlaegen-article21327270.html%20\">n-tv<\/a>\n<p><strong>Dazu: &bdquo;Wir haben davor gewarnt, dass es jederzeit passieren kann&ldquo;<\/strong><br>\nStephan Kramer ist selbst Jude. Im Interview spricht er &uuml;ber den Angriff in Halle und die geistige Brandstiftung der &bdquo;Neuen Rechten&ldquo;.<br>\nHerr Kramer, ist j&uuml;disches Leben in Deutschland noch sicher?<br>\nWas hei&szlig;t f&uuml;r Sie sicher? J&uuml;dinnen und Juden auch in Deutschland haben Angst und machen sich Sorgen. Dass dies berechtigt ist, zeigt die neue Eskalationsstufe mit dem Anschlag in Halle. Aber schon vorher sind auch gewaltt&auml;tige Angriffe gegen Juden immer h&auml;ufiger auf der Tagesordnung gewesen. Doch wir werden uns nicht vertreiben lassen.<br>\nHat Sie der m&ouml;rderische Angriff in Halle &uuml;berrascht?<br>\n&Uuml;berrascht ja, weil niemand &ndash; au&szlig;er dem T&auml;ter &ndash; wusste, wann und wo er konkret zuschlagen w&uuml;rde. Vor allem die Brutalit&auml;t der Tatausf&uuml;hrung ist schockierend. Grunds&auml;tzlich ist die Tat aber nichts &Uuml;berraschendes. Der Modus Operandi ist nach den Anschl&auml;gen von Anders Breivik in Oslo, Brenton Tarrant in Christchurch und Patrick Crusius in El Paso, um nur einige Angriffe zu nennen, nicht neu. Wir haben davor gewarnt, dass es jederzeit auch in Deutschland passieren kann.<br>\nDer T&auml;ter Stephan Balliet hat Teile seiner Waffen offenbar mit einem 3-D-Drucker hergestellt. Und er &uuml;bertrug mit einer Helmkamera seine Tat live ins Internet. Erleben wir in Deutschland gerade eine Modernisierung des rechtsextremistischen Terrors?<br>\nRechtsextremer Terror existiert seit den 60er Jahren in Deutschland. Einige Beh&ouml;rdenvertreter haben die Gefahr in den vergangenen Jahren allerdings teilweise anders eingesch&auml;tzt und leider heruntergespielt. Seit einigen Monaten sind wir da aber auf gleicher H&ouml;he in der Bewertung. Der heutige Terrorismus w&auml;re ohne das Internet und seine globale Vernetzung nicht denkbar. Das gilt f&uuml;r die Rekrutierung, die Durchf&uuml;hrung der Anschl&auml;ge sowie die gegenseitige Motivation und Reflektion der T&auml;ter. Insofern geht der rechtsextremistische Terror nicht nur mit der Zeit, sondern ist mit der Beschleunigung von Hass im Internet auch ein Ergebnis unserer Zeit.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/thueringens-verfassungsschutz-chef-wir-haben-davor-gewarnt-dass-es-jederzeit-passieren-kann\/25109964.html%20\">Der Tagespiegel<\/a><\/p>\n<p><strong>Dazu: Deutschland extrem &ndash; Extremismus von links und rechts<\/strong><br>\nSie bek&auml;mpfen das demokratische Deutschland, wollen eine andere Republik. Extremisten von links und rechts fordern den Rechtsstaat heraus. (&hellip;)<br>\nIhre Gewalt kann jeden treffen. In der Dokumentation &ldquo;Deutschland extrem&rdquo; kommen Rechts- wie Linksextremisten zu Wort und erkl&auml;ren ihre Motive und ihre Haltung zum Staat und zur Gewalt. Was treibt sie an, wie weit sind sie bereit, f&uuml;r ihre Ziele zu gehen? Die Doku bietet einen tiefen Einblick in die Strategien von NPD und Jungen Nationalisten sowie der rechtsextremen Identit&auml;ren Bewegung.<br>\nHambacher Forst und Marxistisch-Leninistischen Partei Deutschland<br>\nDie linken Aktivisten im Hambacher Forst haben ebenso Rede und Antwort gestanden wie Kader der Marxistisch-Leninistischen Partei Deutschlands. Das Fazit: Beide Seiten sind stolz darauf, in Opposition zu unserer demokratischen Grundordnung zu stehen. Und sie halten teilweise auch den Einsatz von Gewalt zur Umsetzung ihrer Ziele f&uuml;r legitim.<br>\nGegen&uuml;berstellung und Gemeinsamkeiten<br>\nGemeinsam ist Linken und Rechten der Kampf gegen universelle Menschen- und B&uuml;rgerrechte. Wissenschaftler, Ermittlungsbeh&ouml;rden und Verfassungssch&uuml;tzer entdecken auch inhaltlich frappierend viele &Auml;hnlichkeiten: sei es im Auftreten, in der k&auml;mpferischen Haltung gegen die Demokratien und selbst bei den Feindbildern. Die Globalisierung, liberale Geister, Demokraten, supranationale Unternehmen oder die Vereinigten Staaten von Amerika und ihre B&uuml;rger sind gemeinsame Feinde. &ldquo;Deutschland extrem&rdquo; stellt die beiden Extremismen gegen&uuml;ber.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zdf.de\/dokumentation\/zdfinfo-doku\/deutschland-extrem-extremismus-von-links-und-rechts-102.html%20\">ZDF<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers R.T.:<\/strong> ich bin entsetzt, wie sehr rechte Propaganda und Sch&ouml;nrederei von Morden durch die Rechte nun wieder relativiert wird. Durch ein &ouml;ffentlich-rechtliches Medium <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>USA werfen T&uuml;rkei Beschuss eigener Truppen vor<\/strong><br>\nIm Streit &uuml;ber den Einmarsch der T&uuml;rkei in Syrien haben die USA ihrem Nato-Partner den Beschuss amerikanischer Truppen vorgeworfen. Die Einheiten seien am Freitagabend (Ortszeit) im syrischen Grenzgebiet zur T&uuml;rkei unter Artilleriebeschuss geraten, teilte das US-Verteidigungsministerium mit. Zwar sei der Vorfall nahe des Grenzorts Kobane glimpflich ausgegangen. Gleichwohl schickte das Pentagon eine neuerliche Warnung an die Adresse Ankaras. Zuvor hatte die T&uuml;rkei angek&uuml;ndigt, die Milit&auml;roffensive gegen die Kurdenmilizen in Nordsyrien trotz Sanktionsdrohungen der USA unbeirrt&nbsp;fortzusetzen.<br>\nDer Artilleriebeschuss habe &ldquo;wenige hundert Meter&rdquo; entfernt von den US-Truppen zu einer Explosion gef&uuml;hrt, teilte das Pentagon mit. Demnach wurden keine Soldaten get&ouml;tet oder verletzt. Der Vorfall habe sich aber in einer Gegend ereignet, &ldquo;von der die T&uuml;rken wissen, dass dort US-Streitkr&auml;fte pr&auml;sent sind&rdquo;. (&hellip;) Das t&uuml;rkische Verteidigungsministerium wies den Vorwurf zur&uuml;ck, dass auf Truppen der Amerikaner oder des Milit&auml;rb&uuml;ndnisses gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) geschossen worden sei. Vielmehr seien t&uuml;rkische Grenzposten von H&uuml;geln aus unter Beschuss genommen worden, die etwa einen Kilometer von einem US-Beobachtungsposten entfernt l&auml;gen. &ldquo;Als Akt der Selbstverteidigung&rdquo; sei das Gegenfeuer er&ouml;ffnet worden auf die Stellungen der &ldquo;Terroristen&rdquo; &ndash; womit die t&uuml;rkische Regierung in der Regel kurdische Milizen meint. Dabei seien aber &ldquo;alle Vorsichtsma&szlig;nahmen ergriffen&rdquo; und keine US-Kr&auml;fte beschossen worden. Nach R&uuml;ckmeldungen seitens der USA sei das Feuer schlie&szlig;lich &ldquo;vorsichtshalber&rdquo; eingestellt&nbsp;worden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/tuerkei-syrien-usa-1.4638018%20\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><strong>Dazu: US-Soldaten geraten unter t&uuml;rkisches Feuer<\/strong><br>\nDie USA dringen auf einen Abbruch der Offensive und drohen der Regierung in Ankara harte Strafma&szlig;nahmen an. &ldquo;Wenn wir m&uuml;ssen, k&ouml;nnen wir die t&uuml;rkische Wirtschaft stilllegen&rdquo;, warnte US-Finanzminister Steven Mnuchin. Die USA bereiteten &ldquo;sehr harte Sanktionen&rdquo; vor, die &ldquo;jede Person mit Verbindungen zur t&uuml;rkischen Regierung&rdquo; und auch Finanzinstitute treffen k&ouml;nnten. &ldquo;Ich hoffe, dass wir sie nicht anwenden m&uuml;ssen.&rdquo; Die T&uuml;rkei d&uuml;rfe zudem keinesfalls erlauben, dass auch nur ein einziger IS-Gefangener im t&uuml;rkischen Einmarschgebiet entkomme. US-Verteidigungsminister Mark Esper verurteilte das &ldquo;einseitige&rdquo; Vorgehen der T&uuml;rkei, das der Beziehung zwischen den beiden L&auml;ndern &ldquo;dramatischen Schaden&rdquo; zuf&uuml;ge. Auch die EU-Staaten haben ein Ende der Offensive gefordert. (&hellip;) US-Verteidigungsminister Esper wies Vorw&uuml;rfe zur&uuml;ck, Trump habe der T&uuml;rkei mit dem Abzug von US-Soldaten kurz vor dem Start der Offensive gr&uuml;nes Licht gegeben und die kurdischen Verb&uuml;ndeten im Stich gelassen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/politik\/US-Soldaten-geraten-unter-tuerkisches-Feuer-article21326413.html%20\">n-tv<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Es w&auml;re nicht der erste Krieg, in dem eigene Truppen bzw. die von Verb&uuml;ndeten beschossen worden w&auml;ren &ndash; Stichwort friendly fire oder <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Eigenbeschuss\">Eigenbeschuss<\/a>. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Scheuer r&auml;umt weitere Gespr&auml;chstermine mit Mautfirmen ein<\/strong><br>\nBundesverkehrsminister Andreas Scheuer hat dem Bundestag offenbar nicht nur verheimlicht, dass es zwei Geheimtreffen seines Ressorts mit den Managern des Betreiberkonsortiums f&uuml;r die gescheiterte Pkw-Maut gab. Scheuer musste am Dienstag f&uuml;nf weitere Gespr&auml;che der Ministeriumsspitze mit Vertretern der Firmen CTS Eventim und Kapsch einr&auml;umen.<br>\nAnlass war eine Frist der Gr&uuml;nen, die in der Maut-Aff&auml;re Aufkl&auml;rung und einen Untersuchungsausschuss fordern. Zuerst hatte die &ldquo;S&uuml;ddeutsche Zeitung&rdquo; &uuml;ber die zus&auml;tzlichen Gespr&auml;chstermine berichtet.<br>\nWie aus einem Schreiben von Verkehrsstaatssekret&auml;r Steffen Bilger an die Gr&uuml;nenpolitiker Stephan K&uuml;hn und Sven-Christian Kindler hervorgeht, fanden die bislang unbekannten hochkar&auml;tigen Treffen zwischen dem 3. Oktober 2018 und dem 23. Mai 2019 statt. Das Dokument, aus dem die &ldquo;S&uuml;ddeutsche Zeitung&rdquo; zitiert, liegt dem SPIEGEL vor.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/andreas-scheuer-verkehrsminister-raeumt-weitere-maut-gespraeche-ein-a-1290605.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><strong>Dazu: Geheimtreffen mit Mautfirmen war wom&ouml;glich rechtswidrig<\/strong><br>\nVerkehrsminister Scheuer traf sich nach SPIEGEL-Informationen am 3. Oktober 2018 mit der sp&auml;teren Maut-Betreiberfirma Kapsch am Berliner Flughafen zum Gespr&auml;ch &ndash; w&auml;hrend das Bewerbungsverfahren f&uuml;r das Projekt noch lief. (&hellip;)<br>\nDer Vergaberechtler Norbert Dippel, der lange Zeit bei einem bundeseigenen Unternehmen gearbeitet hat, sieht in dem diskreten Treffen einen m&ouml;glichen Versto&szlig; gegen das Vergaberecht.<br>\n&ldquo;Grunds&auml;tzlich findet in einem laufenden Vergabeverfahren die Kommunikation ausschlie&szlig;lich zwischen der Vergabestelle des Ministeriums und den Bieterunternehmen statt. Derartige Parallelgespr&auml;che bergen immer die Gefahr, dass au&szlig;erhalb des Vergabeverfahrens angebotsrelevante Informationen ausgetauscht werden&rdquo;, sagt Dippel.<br>\n&ldquo;Aus Sicht des Auftraggebers w&auml;re dies ein Versto&szlig; gegen den Gleichbehandlungsgrundsatz. Aus Sicht des Unternehmens k&ouml;nnte dies als rechtswidriger Versuch gewertet werden, sich vertrauliche Informationen zu beschaffen&rdquo;, f&auml;hrt Dippel fort.<br>\nEin weiterer Vergaberechtler, mit dem der SPIEGEL gesprochen hat, teilt die Bedenken. Er wollte anonym bleiben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/andreas-scheuer-treffen-mit-mautfirmen-verstoss-gegen-vergaberecht-a-1291200.html\">Spiegel Online<\/a><\/p>\n<p><strong>Dazu: Scheuer r&auml;umt explodierende Beraterkosten ein<\/strong><br>\nVerkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) r&auml;umt ein, dass die Beraterkosten f&uuml;r die Reform der Fernstra&szlig;enverwaltung und den Aufbau der Bundesautobahn GmbH mehr als das Dreifache der urspr&uuml;nglichen Planungen ausmachen. Bis 2021 w&uuml;rden sich die Kosten auf 86 Millionen Euro belaufen, sagte Scheuer der &bdquo;Passauer Neuen Presse&ldquo; (Freitag).<br>\nUrspr&uuml;nglich war das Ministerium von 24 Millionen Euro ausgegangen. Inzwischen seien drei der vier Rahmenvertr&auml;ge f&uuml;r die Beratung einvernehmlich beendet worden, hei&szlig;t es im Ministerium. Ein besseres Controlling sei bereits eingef&uuml;hrt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/reform-der-autobahnverwaltung-scheuer-raeumt-explodierende-beraterkosten-ein\/25108742.html%20\">Der Tagesspiegel<\/a><\/p>\n<p><strong>Und: Rechnungshof kritisiert Korruptionsbek&auml;mpfung in Verkehrsministerium<\/strong><br>\nDer Rechnungshof wirft dem Ministerium vor, nicht genug gegen m&ouml;gliche Korruption zu unternehmen. Au&szlig;erdem w&uuml;rde der Bundestag nicht ausreichend informiert werden. (&hellip;)<br>\nDer&nbsp;Rechnungshof&nbsp;verlangt laut Welt eine &ldquo;deutlich verbesserte Umsetzung&rdquo; der ma&szlig;geblichen Richtlinien zur Korruptionsbek&auml;mpfung im Verkehrsministerium. Denn gerade in diesem Ministerium mit seinem hohen Investitionsaufkommen komme &ldquo;der Vorbeugung gegen Korruption besondere Bedeutung zu&rdquo;, schreiben die Rechnungspr&uuml;fer.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2019-10\/rechnungshof-korruptionsbekaempfung-verkehrsministerium-andreas-scheuer%20\">Zeit Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.M.:<\/strong> Andreas Scheuer in der Spur von Ursula von der Leyen<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Herr Scheuer sollte nun selbst erkennen, dass er als Bundesminister ungeeignet ist. Erinnert sei daran, dass es bei der Maut-Diskussion <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37613\">nicht um die CSU, sondern um k&uuml;nftige Privatisierungen in gro&szlig;em Ma&szlig;sta<\/a> geht.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Schrumpfen in Sch&ouml;nheit<\/strong><br>\nDie Gr&uuml;nen fordern daher, dass ab sofort fl&auml;chendeckend ein CO2-Preis von 40 Euro pro Tonne gelten soll. 2021 soll er schon bei 60 Euro liegen und danach weiter steigen. Dieses Konzept ist zweifellos besser als die Groko-Beschl&uuml;sse, die ab 2021 nur 10 Euro vorsehen &ndash; was den Dieselpreis um ganze 3 Cent erh&ouml;hen w&uuml;rde. Ein SUV-Fahrer w&uuml;rde das gar nicht merken. (&hellip;)<br>\nDer zentrale Denkfehler f&auml;llt zun&auml;chst gar nicht auf, weil das gr&uuml;ne Konzept sehr fair w&auml;re: Es soll ein &bdquo;Energiegeld&ldquo; f&uuml;r alle geben. Der Staat w&uuml;rde seine CO2-Einnahmen wieder an die B&uuml;rger*innen auszahlen &ndash; als eine Art Kopfpauschale. Jeder w&uuml;rde dieselbe Summe bekommen. Vor allem die &Auml;rmeren h&auml;tten hinterher mehr Geld als vorher, denn sie verbrauchen besonders wenig Energie, w&uuml;rden aber genauso viel Energiegeld erhalten wie alle anderen.<br>\nEs ist l&auml;ngst &uuml;berf&auml;llig, die Armen st&auml;rker zu unterst&uuml;tzen. Aber es ist auch abwegig, diese soziale Verbesserung als &ouml;kologische Revolution zu preisen. Denn zuvor einkommensschwache Menschen w&uuml;rden die Zusatzeinnahmen nutzen, um sich langgehegte W&uuml;nsche zu erf&uuml;llen. Sie w&uuml;rden auch mal in Urlaub fahren, auch ins Restaurant gehen, sich auch neue Kleider g&ouml;nnen. Dieser Zusatzkonsum w&auml;re nur verst&auml;ndlich und gerecht, aber kein Umweltschutzprogramm.<br>\nDie Gr&uuml;nen verwechseln also Betriebs- und Volkswirtschaft: Ein h&ouml;herer CO2-Preis h&auml;tte zwar &bdquo;Lenkungswirkung&ldquo; &ndash; aber nur beim einzelnen Produkt. Die Gesamtwirtschaft w&uuml;rde weiter in die Klimakatastrophe gesteuert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Abschied-vom-Wachstum\/!5629125\/%20\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bitte lesen bzw. sehen Sie dazu auch <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55332\">Es ist kontraproduktiv, Wachstum zu verteufeln &ndash; auch und gerade im Rahmen der Klimadebatte<\/a>. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Ausbau der Windenergie sinkt um 80 Prozent<\/strong><br>\nDie Krise der deutschen Windindustrie versch&auml;rft sich. Bis Ende September lag der Ausbau nach SPIEGEL-Informationen weit unter dem Durchschnitt. Eine Besserung der Lage ist kaum in Sicht. (&hellip;) Die Flaute d&uuml;rfte sich fortsetzen: Denn auch die Genehmigungen f&uuml;r neue Anlagen sind laut der Analyse im Vergleich zum F&uuml;nfjahresdurchschnitt um 47 Prozent eingebrochen. Insgesamt wurden demnach bis Ende September nur 304 neue Anlagen mit einer Leistung von 1162 Megawatt zugelassen.  Die Zahl der Genehmigungen ist zudem bereits seit 2017 stark r&uuml;ckl&auml;ufig. Da von der Zulassung bis zum Bau einer Windturbine oft mehrere Jahre vergehen, d&uuml;rfte der Ausbau der Windenergie auf Sicht eher niedrig bleiben.<br>\nDer stockende Ausbau steht im Widerspruch zu den Pl&auml;nen der Bundesregierung, bis 2030 mindestens 65 Prozent des deutschen Stromverbrauchs durch erneuerbare Energien zu decken &ndash; vor allem durch Windenergie an Land, der bislang wichtigsten &Ouml;kostromquelle. Laut dem Klimaschutzprogramm, das am Mittwoch im Kabinett verabschiedet wurde, will die Bundesregierung die installierte Leistung der Windenergie bis 2030 um 14 bis 18 Gigawatt steigern. Mit der derzeitigen Ausbaustrategie ist das laut Quentin kaum zu schaffen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/windenergie-krise-ausbau-sinkt-um-80-prozent-a-1290933.html%20\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Dazu passt unser Hinweis auf die aktuellste Ausgabe der ZDF-&ldquo;Anstalt&ldquo;: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55403\">Skript (=&bdquo;Buch&ldquo;) und Link zur Anstalt-Sendung &bdquo;Klimagipfel&ldquo;<\/a>. Es wird auch erkl&auml;rt, warum der Ausbau der Windenergie so stark gesunken ist &ndash; sehenswert und nachlesbar.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Investorenklagen: &bdquo;Keine Privilegien f&uuml;r Konzerne&ldquo;<\/strong><br>\nDie EU will einen Gerichtshof f&uuml;r Investorenklagen. Das w&uuml;rde die Klageprivilegien der Konzerne festigen, sagt Pia Eberhardt von der NGO CEO.<br>\ntaz: Frau Eberhardt, ab Montag ber&auml;t die UN-Handelskommission &uuml;ber die Reform der Schiedsgerichte, vor denen Investoren Staaten wegen politischer Entscheidungen auf Schadenersatz verklagen k&ouml;nnen. Ist das ein sp&auml;ter Erfolg der Stopp-TTIP-Bewegung, die diese Klageprivilegien f&uuml;r Konzerne in die &Ouml;ffentlichkeit getragen hat?<br>\nPia Eberhardt: Ja. Dass die Verhandlungen stattfinden, ist dem Druck der Stra&szlig;e und der Debatte in der &Ouml;ffentlichkeit und den Parlamenten zu verdanken. Es zeichnet sich aber ab, dass sie in die falsche Richtung gehen.<br>\nAls Reaktion auf die Proteste hat der damalige SPD-Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel einen internationalen Investitionsgerichtshof vorgeschlagen. Die EU hat sich den Vorschlag zu eigen gemacht. W&auml;re das eine gute L&ouml;sung?<br>\nDas ist ein Wolf im Schafspelz. Der Vorschlag bedeutet zum bestehenden Schiedsgerichtssystem einige Verbesserungen, aber es ist eine Festschreibung der Paralleljustiz f&uuml;r Konzerne. Das System, das sich dahinter verbirgt, ist das gleiche, gegen das die Menschen zu Hunderttausenden auf die Stra&szlig;e gegangen sind. Es gibt auch damit Angriffe auf Umweltgesetze oder verbraucherpolitische Ma&szlig;nahmen. Wie die Chancen f&uuml;r diesen Vorschlag aussehen, ist schwer einzusch&auml;tzen. Die USA und Japan zum Beispiel lehnen ihn ab.<br>\nWas w&auml;re eine bessere Alternative?<br>\nDie Alternative ist das Ende der Parallelgerichtsbarkeit. In Europa haben wir die unabh&auml;ngigsten Gerichte der Welt. Vor die m&uuml;ssen Sie und ich ziehen, wenn wir ein Problem haben mit einer staatlichen Regulierung. Warum sollten wir die m&auml;chtigsten Akteure unserer Gesellschaft, reiche Investoren, aus dieser Rechtsordnung herausnehmen und ihnen Sonderklagerechte geben?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Expertin-ueber-Schiedsgerichtsreform\/!5632528\/%20\">taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Bei der Geldw&auml;sche mit Immobilien sind die Berliner Clans kleine Fische<\/strong><br>\nUnd deshalb ist der Immobilienmarkt bisher ein sicherer Hafen f&uuml;r Geld aus undurchsichtigen Quellen. Das hat mit dem freien Kapitalverkehr zu tun, der auf den globalisierten M&auml;rkten gew&auml;hrt wird, mit dem Bankgeheimnis und zwar insbesondere in Steueroasen. Bei der Jagd auf Hinterm&auml;nner mutma&szlig;licher Geldw&auml;sche scheitern Ermittler des Bundeskriminalamtes meistens, weil der &bdquo;wirtschaftlich Berechtigte&ldquo; sich hinter verschachtelten Netzwerken wechselnder Firmen und Strohm&auml;nnern verbergen kann. Die &bdquo;B&uuml;rgerbewegung Finanzwende&ldquo; sagt, es habe ein Mittel dagegen gefunden &ndash; und fordert vom Bund, dieses in ihr Gesetz zur ohnehin f&auml;lligen Umsetzung europ&auml;ischer Geldw&auml;scherichtlinien aufzunehmen.<br>\nDer Vorschlag der Initiative ist einfach, aber wirkungsvoll: L&auml;sst sich der &bdquo;wirtschaftlich Berechtigte&ldquo; einer Immobilie oder Immobilien-Firma nicht auffinden, f&auml;llt das Haus ins Gemeineigentum der Kommune. &bdquo;Das senkt den Druck auf die Immobilienpreise und stoppt Kriminelle&ldquo;, sagt Michael Findeisen. (&hellip;)<br>\n100 Milliarden Euro im Jahr mindestens werden in Deutschland so in den legalen Warenkreislauf eingeschleust. Das steht in einem Gutachten f&uuml;r das Bundesfinanzministerium aus dem Jahr 2015. Mit den gegenw&auml;rtigen Rechtsmitteln ist dem Problem nicht beizukommen. Findeisen: &bdquo;Die 600 Verurteilten wegen Geldw&auml;sche im Jahr sind kleine Fische mit l&auml;cherlichen Betr&auml;gen, die die M&ouml;glichkeiten der Verschleierung gar nicht nutzen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/neue-gesetze-gefordert-bei-der-geldwaesche-mit-immobilien-sind-die-berliner-clans-kleine-fische\/25104978.html%20\">Der Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Zum Thema Geldw&auml;sche lesen Sie bitte auch <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55562#h08\">Zur Vorstellung des Bundeslagebilds OK 2018: Wer Kriminalit&auml;t nicht misst, kann Kriminalit&auml;t auch nicht feststellen<\/a>. Der Bund deutscher Kriminalbeamter warnt indes: <a href=\"https:\/\/www.bdk.de\/der-bdk\/aktuelles\/novelle-des-geldwaeschegesetzes-heute-im-kabinett-massive-sicherheitslucken-befurchtet\">Novelle des Geldw&auml;schegesetzes &ndash; Massive Sicherheitsl&uuml;cken bef&uuml;rchtet<\/a>. Daraus ein Zitat:<\/em><\/p>\n<p><em>&bdquo;Eines der gr&ouml;&szlig;ten Probleme der neuen Einheit (gemeint ist die Financial Intelligence Unit, FIU; C:R:) soll nun durch datenschutzrechtlich bedrohliche Eingriffe in die polizeilichen Informationssysteme angegangen werden. Die neue FIU, die bewusst nicht als Polizei- sondern Verwaltungseinheit ohne hoheitliche Befugnisse ausgestaltet worden war, soll Zugang zu den kritischen Dateien der Kriminalpolizeien bekommen. Aus guten Gr&uuml;nden hatten sich die polizeilichen Gremien des Bundes und der L&auml;nder schon vor zwei Jahren gegen solche Vorst&ouml;&szlig;e positioniert. Der Grund ist simpel. Die Polizei ist in verdeckten Ermittlungsverfahren, die sich gegen die Organisierte Kriminalit&auml;t richten, zwingend drauf angewiesen, dass diese Verfahren m&ouml;glichst gut abgeschottet werden. (&hellip;)<\/em><\/p>\n<p><em>Die L&auml;nderpolizeien m&uuml;ssen in die Analyse eingehender Meldungen wieder einbezogen werden. Eine Verankerung der FIU beim Zoll ist hierzu kein Widerspruch. Aufgrund der f&ouml;deralen IT-Infrastruktur bei den Polizeien ist derzeit keine andere L&ouml;sung denkbar.&rdquo;<\/em><\/p>\n<p><em>Ist es eigentlich vorstellbar, dass der amtierende Bundestagspr&auml;sident, Wolfgang Sch&auml;uble (CDU), der als Bundesfinanzminister die entscheidenden Ver&auml;nderungen zu verantworten hatte, von den Konsequenzen keine Ahnung hatte? Das d&uuml;rfte kaum der Fall sein, denn zuvor war Herr Sch&auml;uble auch Bundesinnenminister.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Berliner Mietendeckel Koalition ringt um Minimalkonsens &ndash; und vertagt sich<\/strong><br>\nAn einem Ende der Skala stehen Teile der SPD um Regierungschef Michael M&uuml;ller. Sie wollen die aktuellen Mieten f&uuml;r f&uuml;nf Jahre einfrieren, den Vermietern dabei aber einen j&auml;hrlichen Zuschlag in H&ouml;he des Inflationsausgleichs genehmigen. Am anderen Ende stehen die Linken, die Obergrenzen formulieren und eine Absenkung wollen, falls die Miete 30 Prozent des Haushaltseinkommens &uuml;berschreitet.<br>\nDazwischen bewegen sich unter anderem die Gr&uuml;nen. Gr&uuml;nen-Fraktionschefin Gebel sprach von einem &bdquo;L&ouml;sungskorridor&ldquo;, den man nun auf der Suche nach einer rechtssicheren Gesetzesvorlage beschreiten wolle. Schlie&szlig;lich, so sagte sie, &bdquo;schreiben wir Geschichte &ndash; im Guten wie im Schlechten&ldquo;. Gut w&auml;re es, wenn ein Gesetz gel&auml;nge, dass den Mietern nicht nur wirksam helfen w&uuml;rde, sondern auch gerichtsfest sei. Jede Alternative w&auml;re dagegen schlecht.<br>\nLinken-Fraktionschefin Bluhm wurde inhaltlich konkreter. Die SPD habe signalisiert, dass sie nicht mehr so deutlich gegen eine Absenkung besonders hoher Mieten sei, wie es vorher aussah, sagte sie der Berliner Zeitung. (&hellip;)<br>\nTats&auml;chlich stehen ohnehin alle Varianten unter rechtlichem Vorbehalt. Mit dem Gesetz betr&auml;te das Land Berlin juristisches Neuland, Gr&uuml;nen-Politikerin Gebel sprach sogar von &bdquo;Eroberung des Neulands&ldquo;. Unter anderem ist umstritten, ob ein Land &uuml;berhaupt so ein Gesetz erlassen d&uuml;rfe. Normenkontrollklagen sind angek&uuml;ndigt. Skeptiker f&uuml;rchten mehrj&auml;hrige Rechtsunsicherheit. (&hellip;)<br>\nDa passt es ins Bild, dass die Linken in j&uuml;ngeren &Auml;u&szlig;erungen sozialdemokratischer Spitzenpolitiker eine &bdquo;Rolle r&uuml;ckw&auml;rts&ldquo; erkennen. Dass zuletzt Innensenator Andreas Geisel (SPD) verfassungsrechtliche Bedenken gegen eine Absenkung vorbrachte, &bdquo;erf&uuml;llt mich wirklich mit gro&szlig;em Unverst&auml;ndnis&ldquo;, hatte Linken-Fraktionschefin Carola Bluhm der Berliner Zeitung vor der Sitzung gesagt.<br>\nEinen Versto&szlig; gegen das Grundgesetz k&ouml;nne sie nicht erkennen. Schlie&szlig;lich werde dabei die ebenfalls grundgesetzlich verankerte Sozialverpflichtung des Eigentums v&ouml;llig ausgeblendet. Diesem Argument gegen&uuml;ber zeigte sich auch die SPD offen. Tats&auml;chlich gibt es bereits Absenkungstatbest&auml;nde, wie etwa bei der Mietpreisbremse oder dem Verbot von Wuchermieten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/berlin\/berliner-mietendeckel--koalition-ringt-um-minimalkonsens---und-vertagt-sich--33302680%20\">Berliner Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.M.:<\/strong> Offenbar bet&auml;tigt sich die Berliner SPD beim&nbsp;Mietendeckel als Bremser bei der geplanten Senkung&nbsp;zu hoher Bestandsmieten. Die angeblichen &ldquo;verfassungsrechtlichen Bedenken&rdquo; von SPD-Innensenator Andreas&nbsp;Geisel (Eingriff in die Eigentumsrechte) konterte&nbsp;Bausenatorin&nbsp;Katrin Lompscher (Linke) j&uuml;ngst mit dem Hinweis, Geisel haben keinen Bezug genommen auf die j&uuml;ngste Rechtssprechung am Bundesverfassungsgerichts (BVG) zur Mietpreisbremse: &ldquo;Das Gericht hat klar formuliert, warum es nicht so ist, dass sich ein Vermieter darauf verlassen kann, dass sich das Recht nicht &auml;ndert&rdquo;, so O-Ton Lompscher. <\/em><\/p>\n<p><em>Hinzu kommt: Viele Mieten wurden in der Vergangenenheit vom Vermieter rechtswidrig erh&ouml;ht, insbesondere nach Modernisierungen und\/oder bei Neuvermietungen &ndash;&nbsp;ohne das sich Mieter dagegen rechtlich wehrten. (&hellip;) <\/em><\/p>\n<p><em>Aber diese Mini-Reform w&uuml;rde bedeuten: Das&nbsp;rechtswidrige bis kriminelle Handeln von dreisten Vermietern, die strafrechtlich ohnehin nichts zu bef&uuml;rchten haben (eine L&uuml;cke im Gesetz),&nbsp;wird von rot-rot-gr&uuml;n belohnt. Die SPD will offenbar nicht mal diesen Mini-Schritt machen, die Vorstellungen der Gr&uuml;nen bleibt bei gemeinen Zeitungslesern diffus.&nbsp; <\/em><\/p>\n<p><em>Fazit: Wer mehr (soziale) Gerechtigkeit und bezahlbare Mieten will, wer den Rechtsstaat st&auml;rken will, muss auch Bestandsmieter mit hohen Mieten, die rechtswidrig zustande gekommen sind, entlasten und damit sch&uuml;tzen: Eine m&ouml;gliche Senkung an die&nbsp;diskutierte&nbsp;30 Prozent Regel ist viel zu wenig. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Kein Wunder, dass der &Auml;rger &uuml;ber Manager zunimmt<\/strong><br>\nDie &bdquo;Synergien&ldquo; der Innogy-&Uuml;bernahme haben ihren Preis: Wenigstens 5000 Mitarbeiter will der Eon-Vorstand nach Hause schicken. Sozialvertr&auml;glich, wie das so sch&ouml;n hei&szlig;t, mit Altersteilzeit oder Vorruhestand.<br>\nWie das genau aussehen soll, muss jetzt mit Betriebsr&auml;ten und Gewerkschaft ausgehandelt werden. Nach Hause gehen werden auch der Innogy-Vorstandschef Uwe Tigges und drei Vorstandsmitglieder.<br>\nSie freilich haben mit Hilfe des Aufsichtsrates rechtzeitig vorgesorgt: Wenige Wochen nachdem Eon und RWE im M&auml;rz vorigen Jahres ihren Deal f&uuml;r die Zerschlagung und Aufteilung von Innogy bekanntgegeben hatten, gab es einen ordentlichen Nachschlag f&uuml;r die Vertragslaufzeiten. F&uuml;r drei Ex-Vorst&auml;nde wurden die Kontrakte bis Ende M&auml;rz 2022 verl&auml;ngert, f&uuml;r Tigges und den Personalchef bis zum Fr&uuml;hjahr 2021.<br>\nIn Verbindung mit einer Change-of-Control-Klausel winken nun Millionenbetr&auml;ge. &bdquo;Sozialvertr&auml;glich&ldquo; sind die allerdings nicht. Schon gar nicht im Ruhrgebiet.<br>\nHier hat gerade erst Thyssen-Krupp f&uuml;r Schlagzeilen gesorgt, weil binnen eines Jahres gleich zwei Vorstandschefs Millionen zum Abschied mitbekamen, w&auml;hrend gleichzeitig 6000 Jobs wegfallen sollen. Kein Wunder, dass der &Auml;rger &uuml;ber die Selbstbedienungsmentalit&auml;t in der Managerkaste zunimmt. Und &uuml;ber das Versagen von Aufsichtsr&auml;ten, die t&uuml;chtig mitmachen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/unternehmen\/kein-wunder-dass-der-aerger-ueber-die-manager-waechst-16428880.html%20\">Frankfurter Allgemeine<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.K.:<\/strong> Dass ausgerechnet die faz unausgewogene Manager-Praxis und Gehaltsgestaltung kritisiert, ist doch an Heuchelei kaum zu &uuml;berbieten. Stattdessen w&auml;re ein Analyse &uuml;ber die Rolle strategischer Investoren in Bezug auf aktuelle und zuk&uuml;nftige Gesch&auml;ftspraktiken sinnvoll gewesen. Aber dabei kann man sich nat&uuml;rlich die Finger verbrennen. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>&bdquo;Wir brauchen eine gesetzliche Rentenversicherung f&uuml;r alle &ndash; auch Abgeordnete sollen einzahlen!&ldquo;<\/strong><br>\n&bdquo;Die f&uuml;r Baden-W&uuml;rttemberg geplante Neuregelung ist inakzeptabel, weil die Abgeordneten sich auf diese Weise weiterhin der solidarischen gesetzlichen Rentenversicherung entziehen&ldquo;, sagt VdK-Pr&auml;sidentin Verena Bentele. Die Landtagsabgeordneten aus Baden-W&uuml;rttemberg wollen ab Dezember 2019 dem Versorgungswerk der Landtage von NRW und Brandenburg beitreten. Der Sozialverband VdK Deutschland lehnt dieses Vorhaben ab.<br>\nIn seiner Kampagne #Rentef&uuml;ralle fordert der VdK, dass es keine Ausnahmen bei der Altersvorsorge geben soll. &bdquo;Mit dem Beitritt zum Versorgungswerk sagt eine weitere wichtige Berufsgruppe mit Vorbildfunktion &sbquo;Nein&lsquo; zu einer solidarischen Alterssicherung&ldquo;, kritisiert die VdK-Pr&auml;sidentin. &bdquo;Das gesetzliche Rentensystem muss langfristig zu einer Erwerbst&auml;tigenversicherung ausgebaut werden. Wenn alle ihren fairen Beitrag leisten, ist die gesetzliche Rente auch in Zukunft finanziert.&ldquo;<br>\nIm Mai diesen Jahres startete der Sozialverband VdK seine Kampagne #Rentef&uuml;ralle. Mehr Informationen dazu auf unserer Kampagnenwebsite.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.vdk.de\/deutschland\/pages\/presse\/pressemitteilung\/77862\/wir_brauchen_eine_gesetzliche_rentenversicherung_fuer_alle_auch_abgeordnete_sollen_einzahlen%20\">VdK<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>&ldquo;Was jetzt auf dem Spiel steht&rdquo; &ndash; Michail Gorbatschows Aufruf f&uuml;r Frieden und Freiheit<\/strong><br>\nDass der Prophet in seinem Vaterlande nichts gilt, das steht bereits in der Bibel. Michail Gorbatschow k&ouml;nnte ein Lied davon singen. Immer noch kreidet ihm die Mehrheit der Bev&ouml;lkerung Russlands den Untergang des Sowjetreichs an, obwohl Gorbatschow bis zum Schluss f&uuml;r einen neuen Unionsvertrag gek&auml;mpft hat und es Boris Jelzin war, der Anfang Dezember 1991 auf einer wei&szlig;russischen Datscha zusammen mit den Parteichefs der ukrainischen und der belarussischen Sowjetrepubliken der UdSSR den Garaus machte. Aber die Mehrheit der Russen rechnet anders. Die Versorgung der Bev&ouml;lkerung mit Lebensmitteln und notwendigen Dingen des t&auml;glichen Bedarfs wurde unter Gorbatschow kontinuierlich schlechter, die Schlangen vor den sp&auml;rlich ausgestatteten Gesch&auml;ften immer l&auml;nger &ndash; und Glasnost konnte man nicht essen! (&hellip;)<br>\nAber auch im Westen, nicht zuletzt in Deutschland, ist es in den letzten Jahren um den fr&uuml;her hier allseits geliebten Gorbi merklich ruhiger geworden. Sp&auml;testens seitdem deutlich wurde, dass der erste und letzte Pr&auml;sident der Sowjetunion im Neuen Ost-West-Konflikt Ansichten vertritt, die keineswegs mit dem hiesigen Medienmainstream kompatibel sind.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/meinung\/93468-was-jetzt-auf-spiel-steht-gorbatschow-neues-buch\/\">RT<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Amerikas Notenbank f&uuml;rchtet den n&auml;chsten Lehman-Moment<\/strong><br>\nEs war ein Lehman-Moment. Das, was bisher im &Uuml;berfluss schien, fehlte pl&ouml;tzlich: Liquidit&auml;t. So gab es vor einigen Wochen nachts turbulente Szenen an dem US-Geldmarkt, wo sich vor allem Banken gegenseitig mit Cash aushelfen. Der entsprechende Zins schoss vor&uuml;bergehend von zwei auf zehn Prozent in die H&ouml;he. Erinnerungen an die Finanzkrise wurden wach. Nach der Pleite der Investmentbank Lehman Brothers hatten sich die Banken so stark gegenseitig misstraut, dass sie sich gar kein Geld mehr liehen und die US-Notenbank eingreifen musste.<br>\nDas tat sie auch diesmal. &Uuml;ber spezielle Wertpapiergesch&auml;fte stellte sie den Gesch&auml;ftsbanken mehr als 120 Milliarden Dollar zur Verf&uuml;gung. Und nun machte Fed-Chef Jerome Powell ungewohnt deutlich klar, dass weitere Aktionen folgen w&uuml;rden. Er betonte die unerwarteten und sehr starken Turbulenzen auf dem Geldmarkt. Um gegenzusteuern, will er offenbar kurz laufende US-Staatspapiere kaufen, und ist damit auch bereit, sein Portfolio wieder zu vergr&ouml;&szlig;ern.<br>\nEs sei klar, dass ohne ausreichende Reserven im Bankensystem sogar gew&ouml;hnliche Schwankungen auf dem Geldmarkt zu extremen Ausschl&auml;gen bei den Zinsen f&uuml;hren w&uuml;rden, sagte Powell. Falls n&ouml;tig, werde die Fed ihren geldpolitischen Werkzeugkasten &bdquo;aggressiv nutzen&ldquo;. Sein Stellvertreter Richard Clarida hatte bereits angek&uuml;ndigt, dass das Thema Bilanzausweitung im Oktober zur Sprache kommen werde. Offenbar ist die Notenbank nun wieder vollst&auml;ndig in den Krisenmodus zur&uuml;ckgekehrt.<br>\nEs w&auml;re eine Rolle r&uuml;ckw&auml;rts. Nachdem die Fed durch ihre Anleihekaufprogramme des sogenannten Quantitative Easing (QE) ihr Portfolio auf rund 4,5 Billionen Dollar aufgebl&auml;ht hatte, hatten sie es in den vergangenen zwei Jahren immerhin auf rund 3,8 Billionen Dollar reduziert. Doch Ende Juli wurde entschieden, den Abbau vorzeitig abzubrechen, nun k&ouml;nnten sogar die Verk&auml;ufe r&uuml;ckg&auml;ngig gemacht werden.<br>\nPowell gab sich jedoch alle M&uuml;he zu betonen, dass es sich bei den geplanten Anleihek&auml;ufen um kein neues QE-Programm handele oder dass sich die geldpolitische Ausrichtung ge&auml;ndert habe. Die Ank&auml;ufe seien &bdquo;nur technischer&ldquo; Natur.<br>\nAllerdings wird vor dem Hintergrund des Zollkonflikts und der mauen Weltwirtschaft auch eine baldige weitere Zinssenkung immer wahrscheinlicher. Die Zentralbank werde &bdquo;angemessen handeln&ldquo;, um das Wachstum zu st&uuml;tzen, sagte Powell. (&hellip;)<br>\nDie Fed f&auml;hrt einen zusehends lockereren Kurs, da die weltgr&ouml;&szlig;te Volkswirtschaft im Sog des Zollkonflikts bereits deutlich an Schwung verloren hat. Konjunkturbarometer deuten auf eine weitere Abk&uuml;hlung hin: Demnach schrumpft die Industrie so stark wie seit 2009 nicht mehr.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/finanzen\/article201632696\/Fed-Amerikas-Notenbank-fuerchtet-den-naechsten-Lehman-Moment.html%20\">Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Mit &bdquo;Zollkonflikt&ldquo; sind wohl die Auseinandersetzungen der USA mit China und der EU gemeint. Es scheint als sei die US-Wirtschaft doch nicht so stark wie es auch US-Pr&auml;sident Trump stets betont. Zu bef&uuml;rchten ist, dass die Schw&auml;che der US-Wirtschaft in naher Zukunft sich auch hierzulande bemerkbar machen wird. Das Leugnen einer Rezession auch in Deutschland d&uuml;rfte dann noch schwerer fallen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>GM Strike Continues for Fourth Week Despite Hardship for Autoworkers<\/strong><br>\nGREG WILPERT: The General Motors UAW strike has entered its fourth week now, and according to insider reports, there are still some major sticking points in the contract negotiations. Meanwhile, striking workers are feeling the hardships of a strike income that is only a fraction of what they normally make, $250 per week compared to an average salary of $1,200 per week. The strike has shut down 30 GM factories across the United States as well as Canada and Mexico, where parts shortages have led to shutdowns. According to some estimates, 150,000 workers are idle; including part-timers, temporary workers, and full-time employees. This week for the first time, union and company negotiators were up almost all night Wednesday to Thursday to hammer out the last sticking points, which involved job security and the union&rsquo;s demand to reopen factories in the United States.<br>\nJoining me now to discuss the state of the GM strike and what it means for workers is Sean Crawford. He&rsquo;s a fourth generation union member and auto worker who works at the Flint Truck Assembly. Thanks for joining us today, Sean. (&hellip;)<br>\nGREG WILPERT: Now, unionization in the United States is actually at an all-time low. Compared to the early 1980s, it was around 20% of the workforce, and now it&rsquo;s about half that at 10%. how do you see this strike impacting the state of unions and of organizing in the United States at the moment?<br>\nSEAN CRAWFORD: Well, you just have to look at history. Say for example if you go back to the &rsquo;36, &rsquo;37 Flint sit-down strike, after we won union recognition here in Flint, it set off a wave of sit-down strikes across the country and even across the world, and that was a momentous event. People want to see wins for other working people, and it can be extremely inspirational for other members of the working class, not just in the auto industry, but many industries. It doesn&rsquo;t matter if you&rsquo;re a teacher or a professor or a nurse or a fast food worker. Everyone who trades their time for money, everyone who is a working class person deserves it. And I think a big success could really inspire a lot of people to join and fight for their own rights as working people. (&hellip;)<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/therealnews.com\/stories\/gm-strike-fourth-week-autoworker-hardship%20\">The Real News<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers W.K.:<\/strong> Unter dem Aspekt &ldquo;L&uuml;ckenpresse&rdquo; findet man in den Mainstream Medien so gut wie keine Informationen &uuml;ber den Streik von 150.000 Mitarbeitern seit 4 Wochen bei General Motors. Gerade unter dem Aspekt des Strukturwandels zur Elektro-Mobilit&auml;t wird das ein Thema sein welches uns alle angeht.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>IWF provoziert Volksaufstand in Ecuador<\/strong><br>\nEcuador erlebt derzeit einen Sozialaufstand gegen eine neoliberale Kahlschlagpolitik, wie ihn Lateinamerika seit Jahren nicht mehr erlebt hat. W&auml;hrend Hunderttausende gegen Pr&auml;sident Len&iacute;n Moreno auf die Stra&szlig;en gehen, zeichnen die mehrheitlich von der Regierung kontrollierten oder die ihr nahestehenden Medien ein komplett anderes Bild. Es gebe keine legitimen Proteste, hei&szlig;t es da, und: Die Demonstrationen seien von Venezuela aus gesteuert. Dieses Narrativ der Regierung pr&auml;gt auch die internationale Berichterstattung. Die Bundesregierung, bei Venezuela auf Pressefreiheit und oppositionelle Rechte bedacht, schweigt trotz zunehmender Repression.<br>\nUrsache f&uuml;r die schwere Krise sind Zugest&auml;ndnisse der Regierung von Pr&auml;sident Len&iacute;n Moreno an den Internationalen W&auml;hrungsfonds (IWF). Nach der Streichung von staatlichen Subventionen auf Treibstoff und weiteren K&uuml;rzungsma&szlig;nahmen kam es zu landesweiten Protesten, in deren Verlauf mehrere Menschen starben und hunderte Personen festgenommen wurden.<br>\nAngeheizt werden die Proteste durch eine allgemeine wirtschaftliche Krise des Landes. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) Ecuadors ist im zweiten Quartal dieses Jahres nur um 0,3 Prozent gestiegen. Zugleich besteht die Regierung Moreno auf ein Sparprogramm in H&ouml;he von 1,5 Milliarden US-Dollar. Dieses Strukturanpassungsprogramm, das in Ecuador als &ldquo;el paquetazo&rdquo; bekannt wurde, ist Teil einer Vereinbarung mit dem IWF, der im Gegenzug Kredite in H&ouml;he von gut 4,2 Milliarden US-Dollar gew&auml;hrt hat. (&hellip;)<br>\nWeil die Medien in Ecuador massiv unter Druck stehen, sind keine verl&auml;sslichen Informationen &uuml;ber die Bilanz der Armee- und Polizeieins&auml;tze verf&uuml;gbar. &Uuml;ber soziale Netzwerke kursierte Ende dieser Woche eine Aufstellung, nach der sieben Menschen get&ouml;tet wurden, darunter ein Neugeborenes. Die Nachricht einer &ldquo;Ecuadorianischen Koordination f&uuml;r Gegeninformation&rdquo; spricht weiterhin von 95 Schwerverletzten und &uuml;ber mehr als 500 Leichtverletzte. Von 83 Personen sei der Verbleib nach ihrer Festnahme unbekannt, unter ihnen 47 Minderj&auml;hrige. Mehr als 800 Personen seien festgenommen worden, sie w&uuml;rden in Einrichtungen von Polizei und Milit&auml;r festgehalten. Die Zahlen &uuml;ber Todesopfer decken sich mit Angaben des Indigenen-Dachverbandes Conaie, der zudem eine Reihe von Bildern von Verletzten w&auml;hrend der Proteste ver&ouml;ffentlichte.<br>\nNicht nur die unmittelbare Ausrufung des Ausnahmezustandes und Militarisierung des Landes per Pr&auml;sidialdekret tr&auml;gt den Charakterzug eines totalit&auml;ren Staates. Seit Beginn der Proteste geht die Regierung Moreno zunehmend auch gegen die unabh&auml;ngigen Medien des Landes vor. Schon vor Wochen musste das Onlineportal Ecuador Inmediato unter dem Druck von Klagen der Regierung nach 15 Jahren schlie&szlig;en. Kommunikationsminister Andr&eacute;s Michelena hatte nach Angaben von Sendeleiter Direktor Francisco Herrerea Ar&aacute;uz gut zwei Dutzend Klagen gegen die Redaktion angestrengt, Ecuador Inmediato f&uuml;hrt die Arbeit seither &uuml;ber Twitter fort.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/IWF-provoziert-Volksaufstand-in-Ecuador-4553665.html?seite=all%20\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bitte lesen Sie dazu auch <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55472\">Generalstreik in Ecuador &ndash; Nach IWF-Kreditschock tobt der Volksaufstand und Regierung fl&uuml;chtet von Quito nach Guayaquil<\/a>. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>&bdquo;Bolsonaro spricht nicht f&uuml;r uns&ldquo;<\/strong><br>\ntaz: Frau Borar&iacute;, Brasiliens Pr&auml;sident Jair Bolsonaro hat bei der UN-Vollversammlung in New York angek&uuml;ndigt, keine weiteren indigenen Schutzgebiete ausweisen zu wollen. Was bedeutet das?<br>\nV&acirc;ndria Borar&iacute;: Wir k&auml;mpfen seit 10 Jahren daf&uuml;r, dass unser Gebiet offiziell ausgewiesen wird, damit wir selbst dar&uuml;ber bestimmen k&ouml;nnen. Die Regierung blockiert den Prozess, obwohl der brasilianische Staat laut Verfassung zur Ausweisung verpflichtet ist. Aber es gibt Interessen an unserem Land. Dort liegt der ganze Reichtum, den Amazonien zu bieten hat: Holz, Edelmetalle, Wasser, sch&ouml;ne Sandstr&auml;nde.<br>\nBolsonaro hat auch gesagt, dass die indigenen V&ouml;lker Brasiliens ein ebenso gutes Leben haben wollen, wie der Rest der Brasilianer:innen.  Er kann nicht f&uuml;r uns sprechen. Bolsonaro will, dass wir so leben, dass es zu seinen Ausbeutungspl&auml;nen passt. Er stellt uns Indigene als Feinde dar, als diejenigen, die den Fortschritt bremsen. Wir d&uuml;rfen aber selbst entscheiden, wer Zugang zu unserem Gebiet hat und wer nicht. Das hei&szlig;t auch, dass wir Projekten der Regierung kollektiv zustimmen m&uuml;ssen. Aber die heutige Regierung verletzt dieses Recht, indem sie Konzerne widerrechtlich auf indigenen Gebieten ansiedelt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Indigena-warnt-vor-Praesidenten\/!5628763\/\">taz<\/a>\n<p><strong>Dazu: Abholzung im Amazonas verdoppelt sich innerhalb eines Jahres fast<\/strong><br>\nDie Vernichtung des Regenwaldes im brasilianischen Amazonasgebiet nimmt rasant zu: Die Entwaldung sei in den vergangenen neun Monaten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 93 Prozent gestiegen, teilte das brasilianische Institut f&uuml;r Weltraumforschung (Inpe) mit. Demnach k&ouml;nnte in diesem Jahr erstmals die Schwelle einer j&auml;hrlichen Verringerung der Waldfl&auml;che um insgesamt 10.000 Quadratkilometer erreicht werden.<br>\nLaut dem Inpe wurden<br>\nvon Januar bis September 2019 mehr als 7800 Quadratkilometer entwaldet,<br>\nim Vorjahreszeitraum waren es gut 4000 Quadratkilometer.<br>\nAuch bei der Zahl der Br&auml;nde im Regenwald sei nach der Auswertung von Satellitenbildern ein Anstieg zu verzeichnen, teilte Inpe mit. Dem Institut zufolge gab es zwischen Januar und September im Amazonasgebiet 66.750 Br&auml;nde und damit fast so viele wie im gesamten Jahr 2018.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wissenschaft\/natur\/brasilien-entwaldung-im-amazonas-verdoppelt-sich-fast-a-1291252.html%20\">Spiegel Online<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Sprayer-Oma: 73-J&auml;hrige soll Strafe zahlen, weil sie Nazi-Parolen mit Herz &uuml;berspr&uuml;hte<\/strong><br>\nDie&nbsp;73-j&auml;hrige Aktivistin Irmela Mensah-Schramm &uuml;berspr&uuml;ht rechtsextreme Symbole in deutschen St&auml;dten&nbsp;seit 30 Jahren mit Herzchen. Jetzt droht ihr eine Geldstrafe wegen Sachbesch&auml;digung &ndash; doch zahlreiche Menschen schlagen sich auf ihre Seite.<br>\nSeit 30 Jahren zieht die als &ldquo;Sprayer-Oma&rdquo; bekannte Aktivistin Irmela Mensah-Schramm mit einer Spraydose bewaffnet durch Deutschland. Die 73-j&auml;hrige Aktivistin will, im wahrsten Sinne des Wortes,&nbsp;Liebe verspr&uuml;hen und Deutschland symbolisch von Rechtsextremismus befreien. Nazi-Symbole und Parolen &uuml;berspr&uuml;ht sie mit roten Herzchen. Genau aus diesem Grund wurde die Berlinerin vom Amtsgericht Eisenach jetzt wegen Sachbesch&auml;digung verklagt. Im vergangenen Dezember hatte Mensah-Schramm den&nbsp;Schriftzug &ldquo;NS-Zone&rdquo; in eine&nbsp;Herz-Zone verwandelt &ndash; indem sie die Buchstaben NS mit einem Herz &uuml;berspr&uuml;ht hatte. Laut dem Gericht Eisenach handelt es sich dabei um Sachbesch&auml;digung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.msn.com\/de-de\/nachrichten\/panorama\/sprayer-oma-73-j%c3%a4hrige-soll-strafe-zahlen-weil-sie-nazi-parolen-mit-herz-%c3%bcberspr%c3%bchte-%e2%80%93-twitter-steht-hinter-ihr\/ar-AAIDIA0\">msn nachrichten<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/TR)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-55577","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/55577","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=55577"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/55577\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":55582,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/55577\/revisions\/55582"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=55577"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=55577"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=55577"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}