{"id":55602,"date":"2019-10-15T08:23:05","date_gmt":"2019-10-15T06:23:05","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55602"},"modified":"2019-10-25T15:40:13","modified_gmt":"2019-10-25T13:40:13","slug":"hinweise-des-tages-3471","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55602","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/TR)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55602#h01\">Albrecht M&uuml;ller im Interview: Wer Meinungen manipuliert und was dagegen hilft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55602#h02\">Oscar Lafontaine: Parteinachwuchs &ndash; Deppen der R&uuml;stungsindustrie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55602#h03\">Wahlen in Polen <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55602#h04\">&bdquo;Ich will auch mal frei leben&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55602#h05\">Syrien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55602#h06\">Die Armut im Kleinen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55602#h07\">TINA und Greta: &ldquo;Unite behind the science, but not behind neoclassical economics!&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55602#h08\">Darum vernichten Online-H&auml;ndler Retouren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55602#h09\">Deutsche Bank: Geschenke f&uuml;r Chinas M&auml;chtige <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55602#h10\">Grunderwerbsteuer? Nicht f&uuml;r Spekulanten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55602#h11\">Die Ministerin ist das gr&ouml;&szlig;te Risiko f&uuml;r die Lebensmittelsicherheit in Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55602#h12\">Wenn pl&ouml;tzlich die Abschiebung droht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55602#h13\">Der Westen &amp; Russland &ndash; zum Diskurs<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55602#h14\">Hongkong, China &amp; die Menschenrechte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55602#h15\">Jeremy Corbyn: Die alternative Thronrede der Labour-Party<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55602#h16\">Buchtipp: Gilets Jaunes &ndash; Anatomie einer ungew&ouml;hnlichen sozialen Bewegung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55602#h17\">Der gl&auml;serne Zuschauer: Amazons Fire TV trackt seine Nutzer<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Wer Meinungen manipuliert und was dagegen hilft &ndash; Albrecht M&uuml;ller mit neuem Buch<\/strong><br>\nHerr M&uuml;ller, Sie haben ein neues Buch ver&ouml;ffentlicht: &bdquo;Glaube wenig &ndash; Hinterfrage alles &ndash; Denke selbst&ldquo;. Es soll helfen, Manipulationen zu durchschauen. Was ist neu daran? Sie hatten sich ja bereits in dem Buch &bdquo;Meinungsmache&ldquo; mit dem Thema auseinandergesetzt.<br>\nAlbrecht M&uuml;ller: Es gibt verschiedene Gr&uuml;nde f&uuml;r dieses Buch. Es ist erstens eine Art Zusammenfassung dessen, was ich in den letzten 40 Jahren gedacht habe und, wenn man so will, was ich erforscht habe: Wie wir manipuliert werden, wie wir falsch informiert werden, wie wir auf Basis von ausgedachten Meinungsmachkampagnen in die Irre geleitet werden. Das ist etwas, was ich wirklich seit langer Zeit beobachte. Das aus meiner Sicht bedauerliche Fazit all dieser Beobachtungen ist, dass keine der gro&szlig;en politischen Entscheidungen der letzten Jahrzehnte ohne massiven Einfluss jener zustande gekommen ist, die &uuml;ber die Meinungsmacht verf&uuml;gen. Da hat sich in unserer Gesellschaft etwas verschoben. Es war schon immer so, dass die Eigner von gro&szlig;en Medienkonzernen die M&ouml;glichkeit hatten, Menschen zu beeinflussen. Aber so massiv und deutlich wie das heute geschieht, war es bisher nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/de.sputniknews.com\/interviews\/20191012325846018-albrecht-mueller-buch\/%20\">Sputnik<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Oscar Lafontaine: Parteinachwuchs &ndash; Deppen der R&uuml;stungsindustrie<\/strong><br>\nAuf dem Deutschlandtag der Jungen Union in Saarbr&uuml;cken wurde Annegret Kramp-Karrenbauer zwar mit stehendem Applaus empfangen, aber es herrschte keine &bdquo;Stadion-Atmosph&auml;re wie bei Merz&ldquo;. Ihre Rede wurde von vielen Delegierten gelobt, &bdquo;vor allem das Bekenntnis zu einer besseren Ausstattung der Bundeswehr und zum Zwei-Prozent-Ziel bei den Verteidigungsausgaben gef&auml;llt dem Parteinachwuchs&ldquo;, schreibt die &bdquo;Saarbr&uuml;cker Zeitung&ldquo;.<br>\nWelch eine Ver&auml;nderung. Waren in der Zeit der Entspannungspolitik vor allem die Nachwuchspolitiker der verschiedenen Parteien f&uuml;r Abr&uuml;stung und f&uuml;r eine Senkung der Milit&auml;rausgaben, so ist jetzt die Jugendorganisation der &bdquo;christlichen&ldquo; Parteien CDU\/CSU f&uuml;r eine gewaltige Aufr&uuml;stung. Sie denken wohl, Aufr&uuml;stung sei ein Beitrag zum Umweltschutz &ndash; &ldquo;weapons for future&rdquo;.<br>\nUnd das, obwohl allein die USA im vergangenen Jahr laut dem Friedensforschungsinstitut Sipri 649 Milliarden Dollar f&uuml;r R&uuml;stung ausgegeben hat, mehr als zehnmal soviel wie Russland (61,4 Milliarden). Die 29 NATO-Staaten zusammen haben insgesamt 963 Milliarden Dollar f&uuml;r Kriege und R&uuml;stung bereitgestellt, darunter Frankreich 63,8 Milliarden, und Deutschland 49,5 Milliarden. Es fehlen einem die Worte.<br>\nEine au&szlig;enpolitisch unerfahrene Verteidigungsministerin plappert der Trump-Administration kritiklos alles nach und der Parteinachwuchs der CDU\/CSU ist politisch so unbedarft und uninformiert, dass er diesen Irrsinn, die deutschen Verteidigungsausgaben um weitere rund 40 Milliarden zu erh&ouml;hen, bejubelt.<br>\nDie R&uuml;stungsindustrie in aller Welt l&auml;sst die Champagner-Korken knallen und in den Kriegen, in die die Deutschen Waffen liefern, werden jeden Tag Menschen umgebracht.<br>\nDie Deppen der R&uuml;stungsindustrie sterben nicht aus. Es ist zum Verzweifeln. Welcher Zukunft sehen wir entgegen, wenn das der politische Nachwuchs ist?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/oskarlafontaine\/photos\/a.198567656871376\/2576380209090097\/?type=3&amp;theater%20\">Oskar Lafontaine via facebook<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Wahlsieg der Rechtspopulisten in Polen <\/strong><br>\nDie rechtspopulistische PiS gewinnt eine zweite Amtszeit an der Regierung &ndash; und baut ihre Mehrheit wohl deutlich aus. Ihr Rezept f&uuml;r den Triumph: Nationales und Soziales.<br>\nDer Sieg war so vorhersehbar, dass der Sieger sich kaum zu freuen schien. &ldquo;Vor uns liegen vier weitere Jahre harte Arbeit&rdquo;, sagte Jaroslaw Kaczynski: &ldquo;Wir k&ouml;nnen noch mehr, aber das setzt voraus, dass wir genau &uuml;berlegen, was gut gelungen ist, und was schlecht.&rdquo; Zum zweiten Mal in Folge hat seine Partei &ldquo;Recht und Gerechtigkeit&rdquo; (PiS) die Parlamentswahl gewonnen, die meist sehr zuverl&auml;ssigen Exit Polls sahen die PiS bei fast 44 Prozent der Stimmen, die st&auml;rkste Oppositionspartei, die B&uuml;rgerkoalition, landet bei um die 27 Prozent. Dann kommt die Linke mit 12, die Bauernpartei mit knapp 10 und die rechtsextreme Konfederacja mit etwa 6 Prozent.<br>\nSo in etwa hatten Meinungsforscher das Ergebnis vorhergesehen. Auff&auml;llig daran ist allein die rekordhohe Wahlbeteiligung von 61 Prozent, das ist der zweith&ouml;chste Wert seit der Wende von 1989. In vielen L&auml;ndern ist es so, dass eine hohe Wahlbeteiligung rechtspopulistischen Parteien eher schadet. Aber bei PiS ist das anders, PiS-W&auml;hler sind keine Protestw&auml;hler. Zwar tut die PiS so als ob, aber in Wahrheit ist sie noch nie eine Anti-Establishment-Partei gewesen. PiS-W&auml;hler stimmen f&uuml;r ein Programm, einen programmatischen Mix, den Jaroslaw Kaczynski und seine Strategen geschickt zusammengebraut haben.<br>\nZum einen macht er die typischen nationalistischen Schutzversprechen: Schutz vor Migranten, Schutz vor Schwulen, vor Br&uuml;sseler Eliten und ihren Verb&uuml;ndeten in den polnischen Metropolen. Zum anderen hat PiS soziale Wohltaten versprochen: Kindergeld, Zuzahlungen f&uuml;r die Bauern, eine 13. Rente, h&ouml;here Mindestl&ouml;hne. Ostentativ wendet sich die Partei damit vom neoliberalen Zeitgeist ab, der die Transformation in fast allen europ&auml;ischen L&auml;ndern begleitet hat.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/polen-regierungspartei-pis-gewinnt-zweite-amtszeit-a-1291374.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Leser H.K.:<\/strong> Es ist f&uuml;r die Spiegelredaktion offensichtlich nur schwer zu ertragen, dass man mit sozialen Themen Wahlen gewinnen kann. Da helfen auch die ganzen Relativierungen zu Einkommen und Reichtum nichts. Dabei h&auml;tte man schon bei den Wahlen in Portugal einiges lernen k&ouml;nnen. Komisch, dass da keine Querfront aufgebaut wird. Kommt vielleicht noch. Die analytische Verzweiflung ist ja gro&szlig; genug.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> F&uuml;r die Spiegel-Redaktion, scheint es wirklich das Schlimmste zu sein, dass sich die PiS vom &bdquo;vom neoliberalen Zeitgeist &ldquo; abgewendet hat. Dass die Menschen in ganz Europa inzwischen von einer Ideologie und Politik, die f&uuml;r die Mehrheit nur eine best&auml;ndige Verschlechterung ihrer Lebensverh&auml;ltnisse gebracht hat, die Nase voll haben und eben die Parteien w&auml;hlen, die hier einen Kurswechsel versprechen, ist f&uuml;r Spiegel-Journalisten offenbar zu hoch und wenn linke Parteien, bis auf Ausnahmen, wie etwa in Portugal, nicht in der Lage sind soziale Themen aufzugreifen, dann werden eben die Parteien gew&auml;hlt dies dies zumindest versprechen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Polen und Homophobie: &bdquo;Ich will auch mal frei leben&ldquo;<\/strong><br>\nDie polnische Regierungspartei PiS hetzt gegen Homosexuelle. Julia Maciocha hat jahrelang dagegen gek&auml;mpft. Jetzt &uuml;berlegt sie, ihr Land zu verlassen.<br>\nIch sehe in der homophoben Rhetorik der letzten Monate vor allem eine Strategie der Regierung, von ihren eigenen Problemen abzulenken. Die PiS verabschiedet neue Sozialprogramme und bringt damit die Wirtschaft in Gefahr, es gibt zum Beispiel ein zus&auml;tzliches Kindergeld in H&ouml;he von 500 Z&#322;oty, also etwa 120 Euro. Aber niemanden scheint es zu interessieren. Stattdessen hauen viele nur auf uns ein. Wir LGBT sind meiner Ansicht nach im diesj&auml;hrigen Wahlkampf das, was die Fl&uuml;chtlinge bei der Wahl 2015 waren: Die Minderheit im Land, der alle Probleme angelastet werden.<br>\nDie ehemaligen Organisatoren der Warschauer Pride-Parade haben uns einmal gefragt, warum wir keine offenen Briefe dagegen schreiben oder anderen Protest als den Pride organisieren. Klar, es ist wichtig zu k&auml;mpfen. Aber ganz ehrlich: Wir haben einfach keine Kraft mehr. Wir sind zu wenige Leute, um etwas gegen die &Uuml;bermacht der PiS und der Kirche auszurichten.<br>\nIch habe keine Hoffnung mehr. Bei den Parlamentswahlen gibt es mit dem neuen Links-B&uuml;ndnis Lewica zwar eine Partei, die sich klar zu den Rechten f&uuml;r LGBT bekennt, aber in den aktuellen Prognosen kommt sie nur auf rund zehn bis 15 Prozent. F&uuml;r mehr als ein paar Parlamentsreden und wirkungslose Antr&auml;gen wird es also wohl nicht reichen. Die PiS hingegen wird wohl in ihre zweite Legislatur starten &ndash; mit vollkommen unklaren Folgen f&uuml;r uns.<br>\nWenn die PiS noch einmal die Wahl gewinnt, verlasse ich Polen. Und ich bin nicht der einzige LGBT-Mensch hier, der so denkt. Vergangenes Jahr habe ich Freunde von mir in Freiburg besucht und war erstaunt, wie frei sie leben k&ouml;nnen. Dort st&ouml;rt es niemanden, dass zwei Frauen zusammen sind und auch noch ein Kind adoptiert haben. Und wenn jemand homophob ist, wird das in Deutschland gesellschaftlich ge&auml;chtet.<br>\nEs war wichtig f&uuml;r mich, eine Aktivistin in Polen zu sein, aber ich will auch mal frei leben. Wenn ich die Leute nicht &uuml;berzeugen kann, warum soll ich dann hier bleiben? Die Freiheit ist f&uuml;r mich nur eine Grenze entfernt, dann bin ich in Deutschland.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/campus\/2019-10\/parlamentswahl-polen-pis-regierung-homosexualitaet-national-konservative%20\">Zeit<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.O.:<\/strong> Die Dreistigkeit die Einf&uuml;hrung eines Kindergeldes f&uuml;r sozial schwache Familien und andere Sozialprogramme in einem Atemzug als a) schlecht  f&uuml;r die polnische Wirtschaft und b) urs&auml;chlich f&uuml;r Homophobie zu bezeichnen, muss man erst einmal bringen. Da muss man schon ganz tief die neoliberale Ideologie verinnerlicht haben, damit einem so was &uuml;ber die Lippen geht. Daf&uuml;r spricht auch die Vita der Aktivistin, in der ganz im Sinne neoliberalem Mitl&auml;ufertums &ldquo;Karrierestationen&rdquo; wie eine Teilnahme an von Gro&szlig;konzernen organisierten PR-Events wie &ldquo;&ldquo;I&rsquo;m a boss&rdquo; oder &ldquo;Talents for future&rdquo; betont werden (http:\/\/en.feminoteka.pl\/our-team\/).<\/em><\/p>\n<p><em>Ich denke Julia Maciocha hat den Anliegen sexueller Minderheiten in Polen mit ihrem  &Auml;u&szlig;erungen keinen Gefallen getan. Was erwartet Sie? Dass die Mehrheit der Gesellschaft in Polen nun Minderheitenrechte besser unterst&uuml;tzt wenn Sozialstaat und Familien, die Kindergeld beziehen von ihr neoliberal beschimpft werden? So naiv kann man doch nicht sein. Bessere Wahlhelfer als solche Aktivisten  kann sich die rechtskonservative PiS wahrlich nicht w&uuml;nschen!<\/em><\/p>\n<p><em>Die &Auml;u&szlig;erungen von Maciocha sind ein praktisches, aber auch ein Paradebeispiel f&uuml;r die fatale Allianz von pseudolinker Identit&auml;tspolitik und Neoliberalismus, die Nancy Fraser <a href=\"https:\/\/www.blaetter.de\/archiv\/jahrgaenge\/2017\/februar\/fuer-eine-neue-linke-oder-das-ende-des-progressiven-neoliberalismus\">als &ldquo;progressiver Neoliberalismus&rdquo; bezeichnet<\/a><\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Unser Leser bringt es auf den Punkt. Es sollte endlich mit dem Irrglauben aufger&auml;umt werden, dass Diversit&auml;ts- und Indentit&auml;tspolitik links ist. Diese entspringt im Grunde der (neo)liberalen Ideologie, die das, seinen Nutzen egoistisch maximierende Individuum &uuml;ber alles stellt und jede solidarische und kollektive Interessenvertretung verteufelt. Den Menschen, denen ihre Alltagssorgen einfach n&auml;her sind als die individuelle Selbstentfaltung der Mitglieder der LGBT-Community, dann sogleich Homophobie vorzuwerfen &ndash; von der semantischen Unsinnigkeit dieses Begriffes einmal abgesehen &ndash;  ist mindestens ungeschickt.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Syrien:<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Kurden schlie&szlig;en einen Pakt mit Baschar al-Assad<\/strong><br>\nDie syrischen Kurden rufen Baschar al-Assad zu Hilfe. Es bedeutet das Ende ihrer Selbstverwaltung. Au&szlig;er Assad profitieren davon vor allem Russland, Iran und der &ldquo;Islamische Staat&rdquo;. Die T&uuml;rkei k&ouml;nnte das Nachsehen haben.<br>\nDas syrische Regime zeigte am Sonntagabend vermeintliche Freudenfeiern in der nordsyrischen Grenzstadt Kamischli. Ein paar Dutzend M&auml;nner, einige davon mit Maschinengewehren, jubelten vor den Kameras des Staatsfernsehens. &Uuml;berwiegend waren die Stra&szlig;en von Kamischli jedoch auf einmal gespenstisch leer, berichtete auch die Reporterin des SPIEGEL von vor Ort. Viele Menschen hatten sich in ihre H&auml;user zur&uuml;ckgezogen. Sie warteten angstvoll ab, was die j&uuml;ngste rasante Wende des Kriegs in Syrien f&uuml;r sie zu bedeuten hat.<br>\nIn Nordsyrien geht es Schlag auf Schlag: Nur sieben Tage, nachdem US-Pr&auml;sident Donald Trump der syrischen Kurdenmiliz YPG den amerikanischen R&uuml;ckhalt entzogen hat und f&uuml;nf Tage nach Beginn der t&uuml;rkischen Offensive &ouml;stlich des Euphrats implodiert die syrisch-kurdische Selbstverwaltung. Mit einem derma&szlig;en schnellen Zusammenbruch hatte kaum jemand gerechnet. Zuletzt stand knapp ein Drittel Syriens unter der Kontrolle dieser Selbstverwaltung, die aus zivilen und milit&auml;rischen Strukturen bestand. Nun ist sie in sich zusammengefallen und auf ihren Kern zur&uuml;ckgeworfen: der YPG, dem syrischen Ableger der kurdischen Arbeiterpartei PKK. Der Wettlauf darum, wer Nordostsyrien an sich rei&szlig;t, ist in vollem Gang. Inmitten der K&auml;mpfe gelang es auch bereits zahlreichen<br>\nDie YPG hatte sich angesichts der t&uuml;rkischen &Uuml;bermacht f&uuml;r das f&uuml;r sie kleinere &Uuml;bel entschieden: In einer offiziellen Stellungnahme hat die syrisch-kurdische Selbstverwaltung das Regime von Baschar al-Assad gebeten, wieder die Kontrolle zu &uuml;bernehmen. Sie versichert, dass sie niemals vorgehabt habe, sich von Damaskus loszusagen.<br>\nNoch haben die Truppen des Diktators von Damaskus die Grenzst&auml;dte nicht wieder unter Kontrolle, auch wenn die Jubelbilder im Staatsfernsehen anderes vorgaukeln wollen. Doch die syrische Armee r&uuml;ckt bereits vor in Richtung der t&uuml;rkischen Grenze.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/syrien-kurden-schliessen-einen-pakt-mit-baschar-al-assad-a-1291443.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Die Kommentatoren in den deutschen &bdquo;Qualit&auml;tsmedien&ldquo; haben angesichts des nun endg&uuml;ltigen Scheiterns des Regime Changes in Syrien hier nat&uuml;rlich Schaum vor dem Mund . Ganz vorne wieder mit dabei das &sbquo;<a href=\"https:\/\/www.zdf.de\/nachrichten\/heute-journal\/heute-journal-vom-14-oktober-2019-100.html\">heute journal<\/a>&lsquo;, das sich &uuml;berhaupt nicht mehr einkriegt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>T&uuml;rkischer Feldzug k&ouml;nnte Nato-B&uuml;ndnisfall ausl&ouml;sen<\/strong><br>\nIn Nordsyrien drohen K&auml;mpfe zwischen t&uuml;rkischen und syrischen Truppen. Luxemburgs Au&szlig;enminister Asselborn warnt: Wird die T&uuml;rkei als Nato-Mitglied angegriffen, k&ouml;nnte es zum B&uuml;ndnisfall kommen.<br>\nDie Meldungen verdichten sich, dass Soldaten des Assad-Regimes auf dem Weg zu Grenzst&auml;dten im Norden des Landes sind. Dort droht ein milit&auml;rischer Konflikt mit t&uuml;rkischen Truppen. Sie sind im Norden einmarschiert, um die dort herrschende Kurdenmiliz YPG zu vertreiben. Luxemburgs Au&szlig;enminister Jean Asselborn verfolgt diese Entwicklung mit gro&szlig;er Sorge.<br>\nEr warnt vor der M&ouml;glichkeit, dass der t&uuml;rkische Einmarsch in Nordsyrien die Nato-Staaten in den Krieg hineinzieht. &ldquo;F&uuml;r mich ist das ziemlich au&szlig;erirdisch, was dort geschieht&rdquo;, sagte Asselborn dem Bayerischen Rundfunk. Er verwies auf Vereinbarungen der syrischen Kurden mit der Regierung des syrischen Pr&auml;sidenten Baschar al-Assad.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/syrien-militaereinsatz-der-tuerkei-jean-asselborn-warnt-vor-nato-buendnisfall-a-1291431.html%20\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Das ist eine interessante &Uuml;berlegung. Was w&uuml;rde geschehen, wenn es zu K&auml;mpfen zwischen t&uuml;rkischen und syrischen Truppen k&auml;me? M&ouml;chte man &uuml;ber diese Schiene den Regime Change in Syrien doch noch zum Erfolg f&uuml;hren?<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>T&uuml;rkische Offensive in Syrien: Hoffen auf Putin<\/strong><br>\nDie EU hat die T&uuml;rkei gemahnt, auch die Nato fordert Zur&uuml;ckhaltung in Syrien. Doch die T&uuml;rkei l&auml;sst sich nicht beirren und startet die Offensive gegen kurdische Milizen im Nordosten des Landes, Und w&auml;hrend die ersten Luftangriffe erfolgen, stellt sich die Frage: Wer w&auml;re in der Lage, eine weitere Eskalation zu verhindern?<br>\nAus Sicht des t&uuml;rkischen Pr&auml;sidenten Recep Tayyip Erdogan ist ein Einmarsch in Nordsyrien nicht nur logisch, sondern notwendig, sieht er doch in der dort agierenden kurdischen YPG ein Terrornetzwerk, das es zu stoppen gilt. Zugleich hofft er, einen Gro&szlig;teil der Syrer, die in t&uuml;rkischen Lagern ausharren, wieder aussiedeln zu k&ouml;nnen. Gelingt der Streich, k&ouml;nnte er gleich mehrere Gewinne verbuchen. Doch Erdogan spielt ein gef&auml;hrliches Spiel, die Lage kann leicht eskalieren. (&hellip;)<br>\nUnd nun? Blicken alle nach Russland, m&auml;chtiger Verb&uuml;ndeter des Assad-Regimes in diesem komplizierten Stellvertreterkrieg. Erdogan liebt den russischen Pr&auml;sidenten nicht gerade, respektiert ihn aber als starken Staatslenker. Bleibt Putin besonnen und versucht, im Hintergrund m&auml;&szlig;igend einzuwirken, k&ouml;nnte er eine Eskalation verhindern.<br>\nDen Menschen in Syrien w&auml;re es zu w&uuml;nschen, denn sie sind die Leidtragenden der R&auml;nkespiele.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.noz.de\/deutschland-welt\/politik\/artikel\/1905308\/tuerkische-offensive-in-syrien-hoffen-auf-putin\">Neue Osnabr&uuml;cker Zeitung<\/a>\n<p><strong>Dazu: Modell Syrien &ndash; hoffen auf Putin?<\/strong><br>\n&bdquo;Sie werden zustimmen&ldquo;, so Putin zuversichtlich, &bdquo;dass es noch vor einigen Jahren  schwierig war, sich eine solch komplizierte diplomatischen Ausrichtung  mit Beteiligung  sehr unterschiedlicher Staaten mit sehr unterschiedlichen Emotionen zueinander vorzustellen. Aber jetzt ist das eine vollendete Tatsache und wir haben es geschafft.&ldquo; Jetzt sei die Zeit der gro&szlig;en Milit&auml;reins&auml;tze vorbei. Jetzt gehe es um politische L&ouml;sungen. Daf&uuml;r habe Russland sich f&uuml;r die Bildung eines Verfassungskonventes eingesetzt, der jetzt seine Arbeit aufgenommen habe.<br>\n&bdquo;Wir glauben&ldquo;, betonte Putin schlie&szlig;lich, &bdquo;dass die syrische Regelung ein Modell f&uuml;r die L&ouml;sung regionaler Krisen sein kann, bei denen in den allermeisten F&auml;llen diplomatische Mechanismen  zum Einsatz kommen werden.&ldquo;<br>\nUnd jetzt? Nach der t&uuml;rkischen Offensive?<br>\nMan m&ouml;chte Putin tats&auml;chlich zustimmen. Hat er sich doch als globaler Krisenmanager in den letzten Jahren tats&auml;chlich so profiliert, dass heute keine internationale Entscheidung an ihm, an Russland vorbeikommt, auch wenn von seinen westlichen &sbquo;Partnern&lsquo; im selben Atemzug gegen ihn als angeblicher &bdquo;Diktator&ldquo;, &bdquo;Aggressor&ldquo; u. &auml;. agitiert wird.<br>\nDie Frage aber ist dennoch: Kann Putin, kann Russland das &bdquo;Modell Syrien&ldquo; halten, nachdem die USA das B&uuml;ndnis mit den Kurden verlassen und der T&uuml;rkei damit den Weg f&uuml;r ihre Invasion in die Selbstverwaltungsgebiete der Kurden im Norden Syriens freigemacht haben?  Und wenn, dann zu welchem Preis? (&hellip;)<br>\nPutin, Russland als Schutzmacht Syriens, kann und wird nach Lage der Dinge f&uuml;r diese neue Konstellation eintreten und sie machtpolitisch garantieren, indem es der Einverleibung der selbstverwalteten Gebiete in den syrischen Staat zustimmt. Angesichts der Grundpositionen Putins, f&uuml;r den &bdquo;Terrorismus&ldquo; und &bdquo;Separatismus&ldquo; gleicherma&szlig;en unter das Verdikt der &bdquo;Regellosigkeit&ldquo;  fallen, welche die regionale  und tendenziell globale Stabilit&auml;t bedrohen, spricht so leider alles daf&uuml;r, dass die &bdquo;Hoffnung auf Putin&ldquo;, der man nur allzu gern zustimmen m&ouml;chte, auf  &sbquo;Rojava&lsquo; als Bauernopfer  im Namen der Erhaltung der Stabilit&auml;t zusammenschnurrt.<br>\nDie Kurden und alle diejenigen nicht kurdischen Kr&auml;fte, die mit der kurdischen Bev&ouml;lkerung zusammen mitten im B&uuml;rgerkriegschaos, im Zentrum terroristischer Brutalit&auml;t, und einem um sie herum tobenden Stellvertreterkrieg der globalen M&auml;chte, den Ansatz zu einer selbstverwalteten, emanzipatorischen, zudem noch wesentlich von Frauen getragenen Gesellschaft gewagt haben, werden sich unter den Schutz dieser von Russland garantierten Stabilit&auml;t, das hei&szlig;t, des heute herrschenden Credos vom einheitlichen Nationalstaat begeben m&uuml;ssen &ndash; um nicht erneut Opfer des Terrorismus zu werden, sei es von unten oder von oben. Darin liegt eine Chance f&uuml;r sie, denn Stabilit&auml;t ist besser als Krieg. Das eigentliche Modell aber, auf dem ihre Hoffnung und die all derer liegt, die den Zukunftskeim dieses Experimentes erkannt haben, ist nicht diese Stabilit&auml;t, sondern deren &Uuml;berwindung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/kai-ehlers.de\/2019\/10\/modell-syrien-hoffen-auf-putin\/\">Kai Ehlers<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Die Armut im Kleinen<\/strong><br>\nDen sogenannten Wirtschaftsnobelpreis bekommen in diesem Jahr drei ArmutsforscherInnen. Ihre Methoden haben leider Grenzen.<br>\nDer sogenannte Nobelpreis f&uuml;r &Ouml;konomie ist ber&uuml;hmt-ber&uuml;chtigt. Er ist kein &bdquo;echter&ldquo; Nobelpreis, sondern wurde 1969 von der schwedischen Reichsbank erfunden, um neoliberale Theorien aufzuwerten. Nicht immer, aber oft wurde haarstr&auml;ubender Unsinn pr&auml;miert.<br>\nDer sogenannte Nobelpreis f&uuml;r &Ouml;konomie ist ber&uuml;hmt-ber&uuml;chtigt. Er ist kein &bdquo;echter&ldquo; Nobelpreis, sondern wurde 1969 von der schwedischen Reichsbank erfunden, um neoliberale Theorien aufzuwerten. Nicht immer, aber oft wurde haarstr&auml;ubender Unsinn pr&auml;miert.<br>\nIn diesem Jahr gehen die Nobelpreise in Ordnung &ndash; wenn man akzeptiert, dass sowieso nur Mainstream-&Ouml;konomen eine Chance haben, die von den richtigen US-Universit&auml;ten stammen und die richtigen Doktorv&auml;ter hatten. Der Nobelpreis f&uuml;r Wirtschaft ist ein Zitationskartell.<br>\nAusgezeichnet wurden diesmal die Franz&ouml;sin Esther Duflo, ihr indischer Ehemann Abhijit Banerjee sowie der Amerikaner Michael Kremer. Duflo und Banerjee lehren am MIT, Kremer in Harvard. Alle drei Preistr&auml;gerInnen arbeiten am gleichen Projekt: In armen L&auml;ndern des globalen S&uuml;dens f&uuml;hren sie aufwendige Experimente mit Versuchspersonen durch, um zu ermitteln, wie sich Entwicklungshilfe optimieren l&auml;sst.<br>\nSo konnten die drei &Ouml;konomInnen zeigen, dass Mikrokredite wenig bringen oder dass die Impfrate indischer Kinder steigt, wenn man ihren Eltern ein Kilo Linsen verspricht. Allerdings klingen viele Erkenntnisse banal, die nun den Nobelpreis begr&uuml;nden sollen. Unter anderem wurden Duflo und Banerjee pr&auml;miert, weil sie in einem Projekt in Indien herausgefunden h&auml;tten, dass &bdquo;Sch&uuml;ler umso schlechter lernen, je weniger ihr Vorwissen zu den Anforderungen des Lehrers passt&ldquo;. &Uuml;bersetzt: Es bringt nichts, Kinder zu &uuml;berfordern. Die meisten P&auml;dagogen d&uuml;rften das l&auml;ngst wissen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Nobelpreis-fuer-Oekonomie\/!5629936\/\">Ulrike Herrmann in der taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Ulrike Herrmann wei&szlig;t zu recht darauf hin, dass der sogenannte &bdquo;Wirtschaftsnobelpreis&ldquo; in der Vergangenheit oft genug zur Durchsetzung der neoliberalen Ideologie benutzt wurde. &Ouml;konomen die Kritik am neoliberalen Mainstream &uuml;ben wird man also auch in Zukunft unter den Preistr&auml;gern nicht finden.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>TINA und Greta: &ldquo;Unite behind the science, but not behind neoclassical economics!&ldquo;<\/strong><br>\nOffener Brief an Nikolaus Piper (S&uuml;ddeutsche Zeitung) von Tobias Kr&ouml;ll (Scientists for Future, T&uuml;bingen)<br>\nSehr geehrter Herr Piper,<br>\nViele wirtschaftliche Zusammenh&auml;nge werden tats&auml;chlich &ndash; vor allem von &Ouml;konomen der modernen, bzw. neoklassischen &ouml;konomischen Theorie &ndash; unn&ouml;tig mittels mathematischer Formeln verkompliziert, so dass Laien hochachtungsvoll vor den scheinbar alternativlosen &bdquo;wissenschaftlichen Fakten&ldquo; verstummen. Ein herausragendes Beispiel ist die Glorifizierung und Rechtfertigung bedingungslosen globalen Freihandels mittels des weltfremden Ricardo-Theorems, dessen Variablen genau so gew&auml;hlt wurden, dass das gew&uuml;nschte Ergebnis herauskommt.  Das Ricardo-Theorem ist eine der wichtigsten S&auml;ulen einer Wirtschaftspolitik, die von Gegner*innen mit dem politischen Schlagwort TINA-Prinzip charakterisiert wird. Laut Wikipedia wird damit &raquo;ein Standpunkt bezeichnet, der geltend macht, dass es zu einer auf den Markt, insbesondere auf die Wettbewerbsf&auml;higkeit, ausgerichteten Politik keine Alternative gebe. TINA ist dabei eine Abk&uuml;rzung, basierend auf den Anfangsbuchstaben der englischen Aussage &bdquo;there is no alternative&ldquo;, &bdquo;Es gibt keine Alternative&ldquo;. &hellip;.<br>\nDa der Kapitalismus (&bdquo;seit der industriellen Revolution&ldquo;) offensichtlich eine wesentliche Ursache des Klimawandels ist &ndash;wie sich aus Ihrem Buch schlie&szlig;en l&auml;sst &ndash;  finde ich es durchaus &uuml;berlegenswert, ein anderes Wirtschaftssystem anzustreben, wie es auch Greta Thunberg fordert und dazu Grundwerte nennt: z.B. Kooperation statt Konkurrenz, faires Teilen der Ressourcen, Konzentration auf Gerechtigkeit und eine Abkehr von dem im Kapitalismus &uuml;blichen Lebensstil, wie Sie es in obigem Zitat bez&uuml;glich der ernst zu nehmenden &bdquo;unbequemen Nachrichten&ldquo; geschrieben haben. Thunberg weiter: &raquo;Wir m&uuml;ssen anfangen, innerhalb der Grenzen des Planeten zu leben, uns auf Gerechtigkeit zu konzentrieren und zum Wohle aller lebenden Spezies ein paar Schritte zur&uuml;ck machen. Wir m&uuml;ssen die Biosph&auml;re sch&uuml;tzen. Die Luft, Die Meere, Die W&auml;lder. Den Boden&laquo;. Die FFF-Parolen zeigten, wie sehr der antikapitalistische Zeitgeist die junge Generation erfasst habe, schreiben Sie. Zu Ihrer Information: das mit dem brennenden Kapitalismus ist ein Wortspiel hinsichtlich der angestrebten F&ouml;rderung von Braunkohle im Hambacher Forst und nicht w&ouml;rtlich zu nehmen. Die notwendige &Auml;nderung des Lebensstils &bdquo;sehr vieler Menschen&ldquo;, die Sie erw&auml;hnen, l&auml;sst sich meines Erachtens nur durch eine radikale Abkehr vom bisherigen Wirtschaftssystem und seiner zugrundeliegenden wirtschaftsliberalen &bdquo;Wissenschaft&ldquo; umsetzen. Greta Thunbergs Forderung &bdquo;Unite behind the science&ldquo; (vereint hinter der Wissenschaft) ben&ouml;tigt deshalb die Erg&auml;nzung &bdquo;aber nicht hinter der neoklassischen Wirtschaftswissenschaft&ldquo;! Auch Greta Thunberg forderte in Ihrer Br&uuml;sseler Rede dieses Jahr eine neue Denkweise in den Wirtschaftswissenschaften (&raquo;We need new economics&laquo;).<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.alternative-wirtschaftspolitik.de\/de\/article\/10656291.tina-und-greta-unite-behind-the-science-but-not-behind-neoclassical-economics.html%20\">Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Darum vernichten Online-H&auml;ndler Retouren<\/strong><br>\nWie kann es sein, dass so viele Waren einfach im M&uuml;ll landen? Im Fr&uuml;hjahr hatte der &ldquo;Retourentacho&rdquo; von Wissenschaftlern der Uni Bamberg eine Diskussion ausgel&ouml;st. Eine weitere Studie der Uni zeigt nun, aus welchen Gr&uuml;nden Retouren vernichtet werden.<br>\nGerade die Vernichtung neuwertiger Waren ruft viel Unverst&auml;ndnis hervor: Warum kann ein Produkt nicht weiterverkauft werden, wenn es doch eigentlich v&ouml;llig in Ordnung ist? Eine Studie der &ldquo;Forschungsgruppe Retourenmanagement&rdquo; der Universit&auml;t Bamberg hatte eine Debatte zum nachhaltigen Umgang mit Versandretouren ausgel&ouml;st. Denn vier Prozent der zur&uuml;ckgesandten Ware wird entsorgt, das entspricht etwa 20 Millionen Artikeln pro Jahr. Im Fokus dabei: gro&szlig;e Online-H&auml;ndler wie Amazon oder Otto. Umweltverb&auml;nde hatten Kritik ge&uuml;bt und Bundesumweltministerin Schulze hatte angek&uuml;ndigt, eine&rdquo;Obhutspflicht&rdquo; einf&uuml;hren, welche die H&auml;ndler in Sachen Nachhaltigkeit in die Pflicht nehmen soll. Umgesetzt wurde diese Regelung bislang nicht.<br>\nNun haben die Forscher der Uni Bamberg nochmal zu den Ursachen der Vernichtung von Retouren nachgebohrt. Vorneweg: In der Gesamtbetrachtung ist die Vernichtung von Retouren die Ausnahme, nicht die Regel. Aber manchmal kommen H&auml;ndler um die Vernichtung von Waren nicht herum. Bei etwas mehr als der H&auml;lfte der Retouren (53 %) ist eine Wiederaufbereitung technisch nicht m&ouml;glich, das sind etwa 10 Millionen Artikel. Das kann auch daran liegen, dass etwa Kleidung kaputt oder ein Elektronikprodukt defekt ist. Dennoch: Es findet Ressourcenverschwendung statt, die nicht stattfinden m&uuml;sste. Die Gr&uuml;nde daf&uuml;r sind unterschiedlich. &hellip;.<br>\nDazu kommen f&uuml;r die H&auml;ndler weitere Gr&uuml;nde, v.a. aus Wirtschaftlichkeit, die etwaigen Nachhaltigkeitsbestrebungen im Weg stehen: zu geringer Warenwert oder fehlende Lagerkapazit&auml;ten.<br>\nEtwa eine Million Artikel werden aber von H&auml;ndlern unn&ouml;tigerweise vernichtet &ndash; weil sie es m&uuml;ssen: Einige Marken- und Patentinhaber geben dies den H&auml;ndlern vor. &ldquo;Da sich diese Artikel meist in einem sehr guten Zustand befinden, handelt es sich hierbei um eine offensichtliche Ressourcenverschwendung&ldquo;, sagt Asdecker, Leiter der Forschungsgruppe Retourenmanagement.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.br.de\/nachrichten\/netzwelt\/darum-vernichten-onlinle-haendler-retouren,ReOHj4p%20\">Bayerischer Rundfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Die Problematik liegt aber doch im ausufernden Onlinehandel selbst begr&uuml;ndet, der den Konsum und die Ressourcenverschwendung immer weiter anheizt, wenn heute alles sofort per Mausklick bestellt und auch einfach kostenlos wieder zur&uuml;ckgeschickt werden kann.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Deutsche Bank: Geschenke f&uuml;r Chinas M&auml;chtige <\/strong><br>\nUm in China erfolgreich zu sein, setzte die Deutschen Bank offenbar jahrelang auf ein fragw&uuml;rdiges System aus Geschenken, Gef&auml;lligkeiten und Geldzahlungen. Das zeigen interne Unterlagen, die WDR, SZ und &ldquo;New York Times&rdquo; auswerten konnten.<br>\nDie vertraulichen Dokumente f&uuml;llen viele Seiten: Anwaltsgutachten, E-Mails, Niederschriften von Interviews. Die Deutsche Bank gab sie selbst in Auftrag, um m&ouml;gliche Korruption in den eigenen Reihen aufzudecken, zu einem Zeitpunkt, als die amerikanische B&ouml;rsenaufsicht wegen des Chinagesch&auml;fts schon ermittelte.<br>\nEs geht in den Unterlagen oftmals um die Frage, ob sich die gr&ouml;&szlig;te deutsche Bank mit korrupten Praktiken zwischen 2002 und 2014 in China Auftr&auml;ge gesichert hat. Das Ergebnis der Untersuchung, die WDR, &ldquo;S&uuml;ddeutscher Zeitung&rdquo; und &ldquo;New York Times&rdquo; vorliegt, zeichnet das Bild eines zumindest h&ouml;chst zweifelhaften Gesch&auml;ftsgebarens der Deutschen Bank auf dem chinesischen Markt.<br>\nEin wesentlicher Teil der Untersuchung befasst sich mit dem damaligen Chairman der Deutschen Bank China, Lee Zhang, der intern &ldquo;Mister China&rdquo; genannt wurde. Er war offenbar intern bekannt daf&uuml;r, dass er mit Geschenken an einflussreiche Landsleute nicht sparte: Eine lange Liste von Geschenken an Manager von staatseigenen Betrieben oder auch hochrangigen Chinesen aus dem politischen Betrieb des Landes wurde intern erstellt, als die Bank begann, das Verhalten von Lee Zhang aufzuarbeiten. &hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/investigativ\/wdr\/deutsche-bank-china-101.html\">Tagesschau<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Grunderwerbsteuer? Nicht f&uuml;r Spekulanten<\/strong><br>\nMit sogenannten Share Deals vermeiden Immobilienspekulanten jedes Jahr Hunderte Millionen Euro Steuern. Die Regierung will das Schlupfloch nun zwar schlie&szlig;en &ndash; doch findige Anw&auml;lte haben l&auml;ngst ein neues entdeckt.<br>\nWirtschaftskanzleien wie die deutschen Dependancen der US-Soziet&auml;t McDermott Will &amp; Emery leben auch davon, dass sie ihren Klienten Investitionsmodelle ma&szlig;schneidern, die ausk&ouml;mmliche Renditen sichern und Steuerzahlungen vermeiden. Bei Immobiliengesch&auml;ften ist das derzeit noch legal m&ouml;glich, indem das zum Verkauf stehende Grundst&uuml;ck oder Geb&auml;ude einfach in einen Firmenmantel gesteckt wird, und anschlie&szlig;end nicht die Immobilien, sondern die Gesellschaftsanteile den Besitzer wechseln.<br>\nShare Deals werden solche Gesch&auml;fte genannt, und die sind unter bestimmten Bedingungen von der Grunderwerbsteuer befreit. Clever konstruiert lassen sich so bei Transaktionen mit einem Volumen von mehreren Hundert Millionen leicht zweistellige Millionenbetr&auml;ge sparen.<br>\nDas geht den Finanzministern der L&auml;nder schon seit L&auml;ngerem gegen den Strich, doch der Bund zierte sich &uuml;ber Jahre, das Steuerschlupfloch zu schlie&szlig;en. Erst Finanzminister Olaf Scholz (SPD) hat jetzt einen Gesetzentwurf auf den Weg gebracht, der Share Deals deutlich erschweren soll.<br>\nDoch wom&ouml;glich wird das Gesetz seine Wirkung verfehlen. Denn Berater, wie die von der Kanzlei McDermott, arbeiten l&auml;ngst an Alternativen, solche Gesetzesversch&auml;rfungen ganz legal auszuhebeln. &ldquo;Viele Kanzleien haben sich bereits auf die Situation eingestellt und ihre Mandanten entsprechend vorsorglich beraten&rdquo;, sagte ein McDermott-Advokat bereits im Mai der Wirtschaftanwalts-Plattform Juve.<br>\nUnd das ideale Modell hat die Branche auch schon gefunden. Es nennt sich Unit-Deal. Dabei wird die zu verkaufende Immobilie in einen Fonds gesteckt, der von einem Treuh&auml;nder verwaltet wird.<br>\nUnd dieses Konstrukt wird wohl auch nach der Gesetzes&auml;nderung steuerbefreit bleiben. Zu diesem Schluss kommt ein bisher unver&ouml;ffentlichtes Gutachten des juristischen Dienstes des Bundestags, das dem SPIEGEL vorliegt. &ldquo;Diese Gesetzes&auml;nderung ist jedoch nicht geeignet, etwaige Steuervermeidungen durch Unit Deals zu verhindern&rdquo;, hei&szlig;t es in der Stellungnahme der Parlamentsjuristen. Knackpunkt ist laut Bundestagsgutachten die Treuhand-Konstruktion im Fondsmodell. Dadurch w&auml;re auch jede &ldquo;entgeltpflichtige &Uuml;bertragung von Anteilen&rdquo; steuerbefreit.<br>\n&ldquo;Es ist ungerecht, dass die junge Familie Grunderwerbsteuer beim Hauskauf zahlen muss, w&auml;hrend gro&szlig;e Immobilienkonzerne sich darum dr&uuml;cken k&ouml;nnen&rdquo;, sagt Lisa Paus, finanzpolitische Sprecherin der Gr&uuml;nen-Bundestagsfraktion. Hinzu komme, &ldquo;dass sich der schnelle Weiterverkauf von Immobilien nur mit Steuerfreiheit lohnt&rdquo;. Damit, so die Gr&uuml;nen-Politikerin, seien Steuerschlupfl&ouml;cher wie &uuml;ber die Unit-Deals &ldquo;der Brandbeschleuniger f&uuml;r die Spekulation mit Immobilien und den &uuml;berhitzten Wohnungsmarkt&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/share-deals-neues-steuerschlupfloch-fuer-immobiliengeschaefte-a-1291144.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> &Auml;hnlich dem Cum-Ex Steuerbetrug wei&szlig; die Politik offenbar schon des l&auml;ngeren von der Problematik, r&uuml;hrte aber bis jetzt keinen Finger, d.h. Steuerbetrug und Steuervermeidung werden in Deutschland politisch gedeckt.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Die Ministerin ist das gr&ouml;&szlig;te Risiko f&uuml;r die Lebensmittelsicherheit in Deutschland<\/strong><br>\nZu den &Auml;u&szlig;erungen von Bundesern&auml;hrungsministerin Julia Kl&ouml;ckner zum Thema Lebensmittelskandale\/Lebensmittelkontrollen in der Bild-Zeitung vom 12.10. erkl&auml;rt Martin R&uuml;cker, Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der Verbraucherorganisation foodwatch:<br>\n&ldquo;Indem Frau Kl&ouml;ckner allein an die Bundesl&auml;nder appelliert, unternimmt sie einen ebenso plumpen wie billigen Versuch, von der eigenen Verantwortung abzulenken. Doch es ist wie im echten Leben: Wenn die Ministerin mit dem Zeigefinger auf andere zeigt, sind drei Finger auf sie selbst gerichtet. Es gibt nur deshalb immer wieder neue Skandale, weil die immer gleichen, l&auml;ngst bekannten Schwachstellen und Gesetzesl&uuml;cken im europ&auml;ischen und deutschen Lebensmittelrecht nicht beseitigt werden. Frau Kl&ouml;ckner hat in ihrer gesamten Amtszeit dar&uuml;ber kein Wort verloren und hat keinerlei Initiative ergriffen. Mit dieser Haltung ist die Ministerin das gr&ouml;&szlig;te Risiko f&uuml;r die Lebensmittelsicherheit in Deutschland.<br>\nFakt ist: Erst im Mai hat Kl&ouml;ckners Ministerium einen Entwurf f&uuml;r eine neue Verwaltungsvorschrift vorgelegt, durch die den Lebensmittelkontrollbeh&ouml;rden weniger Betriebskontrollen als bisher vorgeschrieben w&auml;ren &ndash; eine eklatante Schw&auml;chung der Kontrollen. Denn jeder wei&szlig;, dass von der Zahl der vorgegebenen Kontrollen auch der Personalschl&uuml;ssel abh&auml;ngt. Frau Kl&ouml;ckners Pl&auml;ne, wenn sie nicht endlich vom Tisch genommen werden, w&uuml;rden also nicht f&uuml;r mehr, sondern f&uuml;r weniger Kontrolleure sorgen. Es ist daher wohlfeil, wenn die Ministerin bei den L&auml;ndern jetzt ausreichend Personal und ausreichende Kontrollen anmahnt.<br>\nFakt ist: Was im Listerien-Fall um die Firma Wilke bei der Information der &Ouml;ffentlichkeit schiefging, geht zum gr&ouml;&szlig;ten Teil auf L&uuml;cken in den Bundesgesetzen zur&uuml;ck. Beh&ouml;rden k&ouml;nnten schon l&auml;ngst per Bundesgesetz dazu verpflichtet werden, alle bekannten Namen von betroffenen Produkten, Marken und Verkaufsstellen unverz&uuml;glich &ouml;ffentlich zu machen &ndash; sie sind es bisher nicht. Die Handelsunternehmen und andere Essensabgabestellen k&ouml;nnten schon l&auml;ngst dazu verpflichtet sein, ihre Kunden &uuml;ber R&uuml;ckrufe von Lebensmittelherstellern zu informieren, wenn sie deren Produkte verkauft haben &ndash; sie sind es bisher nicht. Die L&uuml;cken sind seit Jahren bekannt, Frau Kl&ouml;ckner hat nichts dazu getan, sie schlie&szlig;en.<br>\nFakt ist: Die konsequente Ver&ouml;ffentlichung aller amtlichen Kontrollergebnisse sorgt in anderen L&auml;ndern nachweislich zu besserer Hygiene in den Lebensmittelbetrieben &ndash; dauerhafte Hygienes&uuml;nder werden so auf Spur gebracht und Skandale verhindert. Entgegen dem Versprechen f&uuml;r mehr Transparenz im Koalitionsvertrag hat das Kl&ouml;ckner-Ministerium den L&auml;ndern jedoch bei der j&uuml;ngsten Verbraucherschutzministerkonferenz erkl&auml;rt, in dieser Legislaturperiode keine Gesetzesinitiative vorlegen zu wollen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/scharf-links.de\/43.0.html?&amp;tx_ttnews[tt_news]=71278&amp;tx_ttnews[backPid]=56&amp;cHash=0cc27fe945%20%20\">scharf-links<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Wenn pl&ouml;tzlich die Abschiebung droht<\/strong><br>\nAn die Integrations-Kanzlerin hat die Integrations-Unternehmerin inzwischen geschrieben. Auf eine Antwort wartet sie bis heute vergebens. Falls die Politik ihr aus dem laufenden Betrieb einen ihrer Fl&uuml;chtlinge abschiebt, koste das ihre Firma &bdquo;247.000 Euro&ldquo;, berichtet die Vaude-Chefin. Anderen Unternehmern gehe es genauso.<br>\nDeshalb haben sie sich zusammengetan: 170 Unternehmen in Bayern und Baden-W&uuml;rttemberg, die nun ein Bleiberecht f&uuml;r &bdquo;ihre&ldquo; Gefl&uuml;chteten fordern. Logistik-Dienstleister, Autoh&auml;ndler, Bierbrauer. Alle gemeinsam stehen f&uuml;r einen Jahresumsatz von mehr als 50 Milliarden Euro und besch&auml;ftigen mehr als 550.000 Mitarbeiter, davon 2500 Fl&uuml;chtlinge. &hellip;<br>\nVon den 44.000 Gefl&uuml;chteten, die gerade eine Ausbildung in Deutschland absolvieren, tut dies jeder zweite im Handwerk. In den mittelst&auml;ndischen Unternehmen herrscht Arbeitskr&auml;ftemangel, der nicht immer ein Mangel an Fachkr&auml;ften ist. Oft genug fehlen auch Menschen, die Lust haben, einfachere T&auml;tigkeiten zu &uuml;bernehmen.<br>\nInzwischen klagen die Handwerkskammern, wie auch Familienunternehmen wie Vaude, &uuml;ber mangelnde Rechtssicherheit und verlangen f&uuml;r die, in die sie nicht nur Mitmenschlichkeit investiert haben, sondern meistens auch viel Geld, eine langfristige Bleibe-Perspektive.<br>\nAntje von Dewitz erz&auml;hlt, jedes zehnte Unternehmen erw&auml;ge inzwischen, aufgrund des Arbeitskr&auml;ftemangels seine Produktion ins Ausland zu verlagern, den Umgang mit ihrem Humankapital, wenn man dieses Wort an dieser Stelle mit Blick auf Gefl&uuml;chtete einmal verwenden darf, empfinden sie als fahrl&auml;ssig. Die Politik, unter Druck gesetzt von der AfD, habe, so von Dewitz, kein Verst&auml;ndnis f&uuml;r die Bed&uuml;rfnisse von Unternehmen mehr.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.focus.de\/politik\/deutschland\/angespitzt\/angespitzt-kolumne-von-ulrich-reitz-der-dreifache-migrations-verrat-der-bundesregierung-am-deutschen-mittelstand_id_11233738.html\">Focus<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Eigentlich geht es dem Unternehmerlager nur darum, dass die industrielle Reservearmee gro&szlig; genug bleibt, damit der deutsche Niedriglohnsektoren auch der beste bleibt, &ldquo; &hellip; den es in Europa gibt.&ldquo; Umso sch&ouml;ner, wenn man dies hinter einer humanit&auml;ren Fassade verstecken kann, aber nicht ohne doch zu drohen: Entweder der Zustrom billiger Arbeitskr&auml;fte bleibt erhalten oder man verlagert die Arbeitspl&auml;tze gleich in Billiglohnl&auml;nder. Gegenvorschlag: Wie w&auml;re es darauf zu verzichten, auch noch den letzten Cent Profit herauszuquetschen und statt dessen zu beginnen, auch den in &bdquo;einfacheren T&auml;tigkeiten&ldquo; arbeitenden Menschen anst&auml;ndige L&ouml;hne zu zahlen? Was ja den Unternehmen auch wiederum helfen w&uuml;rde, denn dann k&ouml;nnten sich die Arbeitnehmer vielleicht auch die Produkte kaufen, die sie herstellen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Der Westen &amp; Russland &ndash; zum Diskurs<\/strong><br>\nIn der aktuellen Ausgabe der vom Londoner Institut f&uuml;r strategische Studien herausgegebenen Zeitschrift Survival findet sich ein Beitrag mit dem Titel &bdquo;Decisive Response: A New Nuclear Strategy for NATO&ldquo; (&bdquo;Entschlossene Reaktion: Eine neue Nuklearstrategie f&uuml;r die NATO&ldquo;). Darin erinnern Hans Binnendijk, fr&uuml;her unter anderem leitender Mitarbeiter im Nationalen Sicherheitsrat der USA, und David Gompert, ein ehemaliger stellvertretender US-Au&szlig;enminister, daran, warum die NATO im Kalten Krieg milit&auml;risch auf taktische Kernwaffen angewiesen war &ndash; wegen der konventionellen St&auml;rke, ja &Uuml;berlegenheit der Sowjets in Zentraleuropa, wegen deren &bdquo;F&auml;higkeit [&hellip;] zu einer gewaltigen mechanisierten Offensive gegen die NATO&ldquo;. Daher drohte diese mit dem Ersteinsatz taktischer Kernwaffen, &bdquo;wenn konventionelle Verteidigung versagen w&uuml;rde&ldquo;, um dann so lange zu eskalieren, &bdquo;bis die Sowjets ihre Aggression beendeten&ldquo;. Das war die NATO-Nuklearstrategie der so genannten Flexible Response.<br>\nInzwischen hat sich das milit&auml;rische Kr&auml;fteverh&auml;ltnis grundlegend gewandelt, was auch den Autoren nicht verborgen geblieben ist: Sehr zutreffend konstatieren sie, dass Russlands &bdquo;schwache Wirtschaft bewirkt hat, dass es milit&auml;risch weit hinter die NATO zur&uuml;ckgefallen ist&ldquo;. Russlands Verteidigungsausgaben betragen &bdquo;ein Zehntel der NATO-Ausgaben [&hellip;]. Mehr noch, Russland kann bei digitaler Technologie, die derzeit der Hauptfaktor zur Erh&ouml;hung der milit&auml;rischen St&auml;rke ist, nicht mit dem Westen mithalten.&ldquo; &Uuml;berdies seien &bdquo;die USA Russland &uuml;berlegen bei der Abwehr ballistischer Raketen, weltweiter Spionage, &Uuml;berwachung und Aufkl&auml;rung, im Hinblick auf schnelle konventionelle globale Schl&auml;ge und Anti-Satelliten-Kapazit&auml;ten&ldquo;.<br>\nWer nun im Umkehrschluss allerdings meinte, damit d&uuml;rfte sich die Abh&auml;ngigkeit der NATO von taktischen Kernwaffen f&uuml;r den Fall eines milit&auml;rischen Konfliktes mit Russland drastisch verringert haben, der wird &ndash; und das ist das eigentliche Anliegen des Beitrages &ndash; umgehend eines Besseren belehrt. Denn nun ist es gerade die ausgemachte milit&auml;rische Schw&auml;che Russlands, derentwegen die NATO (nach Anzahl und Einsatzm&ouml;glichkeiten) gen&uuml;gend taktische Kernwaffen in und f&uuml;r Europa vorhalten muss. Wegen seiner Schw&auml;che n&auml;mlich k&ouml;nnte Russland versucht sein, bei einem Griff nach dem Baltikum die Drohung mit atomarem Ersteinsatz als Mittel zu benutzen, um die NATO von ernsthafter Gegenwehr abzuhalten. Mit anderen Worten, hier denen von Binnendijk und Gomper. &bdquo;Warum braucht die NATO noch Kernwaffen? [&hellip;] schlicht und ergreifend, um Russland vom nuklearen Ersteinsatz abzuschrecken.&ldquo;<br>\nZynisch zuspitzt: Ob stark oder schwach, v&ouml;llig egal &ndash; solange die Russen einfach nur existieren, muss die NATO sie nuklear in Schach halten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/das-blaettchen.de\/2019\/10\/der-westen-russland-zum-diskurs-34-49867.html%20\">Das Bl&auml;ttchen<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Hongkong, China &amp; die Menschenrechte<\/strong><br>\nDieses Statement des Anwalts und Chinaexperten Rolf Geffken rechnet ab mit dem durch westliche Medien verbreiteten Vorurteilen in Bezug auf die Volksrepublik China und Hongkong. Menschenrechte werden seit Jahrzehnten in Hongkong verletzt aber es sind vor allem die sozialen Grundrechte, die die Tycoons Hongkong seit der britischen Kolonialherrschaft verletzen. Vom Stopp des Auslieferungsgesetzes hingegen profitieren vor allem die aus der Volksrepublik China geflohenen Wirtschaftskriminellen.<br>\nDas &ldquo;Theater&rdquo; um den &ldquo;Protagonisten&rdquo; Joshua Wong wurde nach Erstellung des Videos noch getoppt durch die Kampagne der BILD-Zeitung, die an einem Tag vermeldete, &ldquo;Chinas Schergen&rdquo; h&auml;tten ihm die Ausreise zum Fest der BILD in Berlin verweigert, um dann am anderen Tag zu vermelden, er nehme an dem Fest bereits teil.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=QnYzC3_DnQQ%20\">weltnetzTV via youtube<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Jeremy Corbyn: Die alternative Thronrede der Labour-Party<\/strong><br>\nErneuerung und Transformation Britanniens<br>\nAm Montag erleben wir eine Farce. Johnsons konservative Regierung legt mit Pomp und Gloria dem Parlament eine Agenda vor, die sie nicht umzusetzen gedenkt und die sie auch nicht umsetzen kann. Denn diese Regierung wird keine Gesetze im Parlament durchbringen.<br>\nZur parlamentarischen Mehrheit fehlen ihr 45 Stimmen. Sie hat bisher alle Abstimmungen im Unterhaus verloren. Und sie strebt Neuwahlen an, durch die die Sitzungsperiode, die jetzt von der K&ouml;nigin er&ouml;ffnet wird, umgehend wieder beendet wird. Eine Thronrede direkt vor einer Parlamentswahl zu veranlassen, ist ein zynischer Trick.<br>\nJohnson instrumentalisiert die K&ouml;nigin als Sprachrohr f&uuml;r das Wahlprogramm der Konservativen Partei. Es ist noch nicht lange her, als Johnson so tat, als wolle er keine Wahl. Jetzt tut er so, als w&auml;re es die Labour Party, die keine Neuwahlen will. Das erfordert eine direkte Antwort: Premierminister, Sie haben das Vertrauen in ihre Gesetzestreue verspielt. Wir k&ouml;nnen Ihnen nicht trauen, dass Sie die Zeit eines Wahlkampfes nicht dazu nutzen, um unser Land mit einem Brexit ohne Vertrag &uuml;ber die Klinge springen zu lassen, was unsere Wirtschaft zerst&ouml;ren, Arbeitspl&auml;tze und Industrien vernichten, einen Mangel an Medikamenten und Lebensmitteln verursachen und den Frieden in Nordirland gef&auml;hrden wird.<br>\nEs ist ganz einfach: Setzen Sie das Gesetz um, nehmen Sie den No-Deal-Brexit vom Tisch und lassen Sie uns dann die vorgezogenen Wahlen durchf&uuml;hren. Wir sind dazu bereit und sehen dem gern entgegen. Dass wir bisher noch nicht zugestimmt haben, hat einen einzigen Grund: Sie sind f&uuml;r uns nicht glaubw&uuml;rdig.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sozialismus.de\/kommentare_analysen\/detail\/artikel\/erneuerung-und-transformation-britanniens\/\">Sozialismus.deAktuell<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Buchtipp: Gilets Jaunes &ndash; Anatomie einer ungew&ouml;hnlichen sozialen Bewegung<\/strong><br>\nDie franz&ouml;sischen Gelbwesten sind anders als die herk&ouml;mmlichen sozialen Bewegungen. Sie kamen &uuml;berraschend f&uuml;r alle anderen politischen Kr&auml;fte, einschlie&szlig;lich der franz&ouml;sischen Linken. Auch ihre Aktionsformen und internen Strukturen unterscheiden sich in vielerlei von klassischen Protestbewegungen. Insgesamt sind sie Ausdruck der sozialen und politischen Krise des neoliberalen Kapitalismus. Dementsprechend wird die Bewegung auch massiv bek&auml;mpft, u.a. durch polizeiliche Repression und durch Diffamierung seitens staatstragender Politiker und Medien. Doch die Mehrheit der Bev&ouml;lkerung sympathisiert trotz alldem mit ihren Zielen. Der Band vereinigt Beitr&auml;ge deutscher und franz&ouml;sischer Autorinnen und Autoren. Analysiert werden die soziale Zusammensetzung der Bewegung, ihr politisches Selbstverst&auml;ndnis, ihre Programmatik und ihre Aktionsformen. Die Reaktionen der Regierung und der anderen Akteure werden ebenso beleuchtet wie der Vorwurf, von rechts unterwandert oder gar antisemitisch zu sein. Schlie&szlig;lich werden die strategischen Probleme der Bewegung und ihre Chancen thematisiert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.papyrossa.de\/neuerscheinung-36\">Papy Rosa Verlag<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Dieser Sammelband versammelt Beitr&auml;ge franz&ouml;sischer Aktivisten und Sozialwissenschaftler zu den Gelbwesten und hilft, das in den deutschen &ldquo;Qualit&auml;tsmedien&rdquo; verzerrt und abwertend wiedergebene Bild der sozialen Proteste in Frankreich zu korrigieren. Gerade  auch Teilen der Linken und Gr&uuml;nen,  die den Widerstand gegen die neoliberale Agenda Macrons leichtfertig als rechts und nationalistisch abqualifizierten, sei die Lekt&uuml;re besonders empfohlen. Andere Leserinnen und Leser finden interessante Hintergrundinformationen zu den Gelbwesten-Protesten vor allem aus franz&ouml;sischer Sicht.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Der gl&auml;serne Zuschauer: Amazons Fire TV trackt seine Nutzer<\/strong><br>\nForscher der Universit&auml;t Princeton haben herausgefunden, dass die Streamingboxen von Amazon und Roku die Erstellung umfangreicher Nutzerprofile erlauben und teils sensible Daten an Drittfirmen senden.<br>\nWas Nutzer wann schauen, ist f&uuml;r viele Firmen dank der Offenherzigkeit der Systeme von Amazon und Roku, dem Hersteller des Streaming-Sticks von Sky, nahezu transparent. Das zeigt eine Untersuchung der Universit&auml;t Princeton, bei der deren Forscher &uuml;ber 2.000 Streaming-Kan&auml;le der beiden Anbieter untersucht haben und deren Titel vielsagend &bdquo;Watching you watch&ldquo; lautet. Die Studie steht als PDF in englischer Sprache an dieser Stelle bereit.<br>\nSo konnte bei 89 Prozent der Kan&auml;le des Amazon Fire TV, sowie bei 69 Prozent der Kan&auml;le auf Roku eine Kommunikation mit bekannten Trackern, vor allem von Google und Facebook, nachgewiesen werden. Zus&auml;tzlich kommuniziert das Fire TV umfangreich mit Amazons eigener Werbeplattform.<br>\nDamit ist es den Empf&auml;ngern der so bereitgestellten Daten sehr einfach m&ouml;glich, detaillierte Profile zu den Sehgewohnheiten einzelner Nutzer zu erstellen und so das Werbe-Targeting passgenau zu betreiben. Bis zu 60 Tracker wurden dabei durch manche Kan&auml;le angesprochen.<br>\nUnter der den &uuml;bermittelten Informationen fanden die Forscher teils nicht nur den Standort der Boxen, sondern auch die Ger&auml;tenummer und MAC-Adresse, sowie die Titel der Videos und etwa vorhandene WLAN-Kennungen. Dabei erfolgte die &Uuml;bermittlung teils unverschl&uuml;sselt &uuml;ber das HTTP-Protokoll.<br>\nAuch das Abschalten der personalisierten Werbung, die sowohl Amazon wie auch Roku erlauben, &auml;nderte am Verhalten der Streamingboxen nicht viel. S&auml;mtliche Informationen, die f&uuml;r die Identifizierung der Ger&auml;te n&ouml;tig sind, werden dennoch &uuml;bertragen. Allein die Werbung als solche wird nicht l&auml;nger personalisiert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/t3n.de\/news\/glaeserne-zuschauer-amazons-fire-1207807\/%20\">t3n<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Jetzt soll aber bitte niemand &uuml;berrascht sein.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/TR)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-55602","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/55602","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=55602"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/55602\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":55891,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/55602\/revisions\/55891"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=55602"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=55602"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=55602"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}