{"id":55755,"date":"2019-10-21T16:59:24","date_gmt":"2019-10-21T14:59:24","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55755"},"modified":"2019-10-25T11:16:24","modified_gmt":"2019-10-25T09:16:24","slug":"roland-berger-die-lebensluege-der-personifizierten-deutschland-ag-unternehmer-politiker-und-leitmedien-trugen-die-luege-mit-jahrzehntelang-transatlantisch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55755","title":{"rendered":"Roland Berger: Die Lebensl\u00fcge \u201eder personifizierten Deutschland AG\u201c. Unternehmer, Politiker und Leitmedien trugen die L\u00fcge mit &#8211; jahrzehntelang, transatlantisch."},"content":{"rendered":"<p>Mit diesem Text schildert <strong>Werner R&uuml;gemer<\/strong> eine spannende Geschichte. Sie war uns beiden am vergangenen Wochenende aufgefallen. Mich ber&uuml;hrt sie auch pers&ouml;nlich. Siehe am Ende des Textes. Albrecht M&uuml;ller.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_9379\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-55755-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/191023_Roland_Berger_Die_Lebensluege_der_personifizierten_Deutschland_AG_NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/191023_Roland_Berger_Die_Lebensluege_der_personifizierten_Deutschland_AG_NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/191023_Roland_Berger_Die_Lebensluege_der_personifizierten_Deutschland_AG_NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/191023_Roland_Berger_Die_Lebensluege_der_personifizierten_Deutschland_AG_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=55755-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/191023_Roland_Berger_Die_Lebensluege_der_personifizierten_Deutschland_AG_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"191023_Roland_Berger_Die_Lebensluege_der_personifizierten_Deutschland_AG_NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p><strong>Werner R&uuml;gemer:<\/strong><\/p><p>&bdquo;Roland Bergers Selbstbetrug &ndash; Der Beraterstar, sein Nazi-Vater und die Schuld der deutschen Wirtschaft&ldquo; &ndash; so &uuml;berschrieb das &bdquo;Handelsblatt&ldquo; am 18.10.2019 ihre bisher wohl l&auml;ngste Titelgeschichte zu einer Einzelperson, sieben Seiten lang. Untertitel: &bdquo;Viele Jahre lang stilisierte Roland Berger seinen Vater zum Nazi-Opfer. In Wahrheit jedoch hat er von Arisierung profitiert &ndash; und die NSDAP gef&ouml;rdert.&ldquo;<\/p><p>Roland Berger war jahrzehntelang f&uuml;r die Bundesrepublik so etwas wie &bdquo;Mister Deutschland&ldquo;. Er beriet nicht nur die wichtigsten Unternehmen, sondern auch Landes- und Bundesregierungen. Er war Mitglied in vielen Regierungskommissionen und Aufsichtsr&auml;ten. Er bekam Gastprofessuren im In- und Ausland, ebenso zahlreiche Ehrungen. Ungez&auml;hlt sind die Interviews in den privaten wie &ouml;ffentlich-rechtlichen Leitmedien, seine Auftritte in Talkshows. In der Tat: Berger inszenierte nicht nur den eigenen jahrzehntelangen Selbstbetrug. Er repr&auml;sentiert auch den inszenierten Selbstbetrug des bundesdeutschen Unternehmer-Milieus und dessen Mitt&auml;terInnen.<\/p><p><strong>Die Inszenierung: Der Vater als NS-Opfer<\/strong><\/p><p>Seit 2008 &uuml;berh&ouml;hte der 1937 Geborene seine Mission durch die Gr&uuml;ndung der Roland Berger Stiftung. Er stattete sie zun&auml;chst mit 50 Millionen Euro Stiftungskapital aus. J&auml;hrlich vergibt er seitdem den &bdquo;Preis f&uuml;r Menschenw&uuml;rde&ldquo;. Die Stiftung erinnert, so Berger, an seine eigene schwere Kindheit w&auml;hrend der Nazizeit und vor allem an sein Vorbild, seinen Vater: Der sei als guter Christ von den Nazis verfolgt worden. Doch, so jetzt das Handelsblatt mit guten Belegen &ndash; nichts davon stimmt. Alles L&uuml;ge.<\/p><p>Berger inszenierte die &ouml;ffentliche Heiligung seines Vaters: Als Kind habe er &bdquo;miterlebt, wie entw&uuml;rdigend der Vater im Dritten Reich behandelt wurde.&ldquo; Die Stiftung, so der Sohn, &bdquo;geht auf meinen Vater zur&uuml;ck, einen &uuml;berzeugten Christen.&ldquo; Aufm&uuml;pfig sei sein Vater gewesen. Standhaft habe sich der Tiefgl&auml;ubige gegen das Dr&auml;ngen der Nazis gewehrt, aus der Kirche auszutreten. Er sei zwar NSDAP-Mitglied gewesen, aber noch vor Kriegsende &bdquo;aus religi&ouml;ser &Uuml;berzeugung aus der Partei ausgetreten.&ldquo; Und: &bdquo;Unter Gefahr f&uuml;r sein Leben hat er gezeigt: Mit mir nicht.&ldquo; Deshalb, so Sohn Roland: &bdquo;Bis heute ist mein Vater f&uuml;r mich ein moralisches Vorbild. Er steht f&uuml;r Anstand und Mut.&ldquo;<\/p><p>Diese Legende verbreiteten Leitmedien wie die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, S&uuml;ddeutsche Zeitung, Der Tagesspiegel, Focus, Die Zeit, Die Welt, BILD, das Manager Magazin und nat&uuml;rlich das Rotary Magazin. Und auch, so gesteht das Handelsblatt: &bdquo;Alle deutschen Medien, das Handelsblatt eingeschlossen, glaubten ihm die Heldengeschichten seiner v&auml;terlichen Lichtgestalt in dunkler Zeit aufs Wort.&ldquo;<\/p><p><strong>Von der Hitlerjugend zum Arisierer<\/strong><\/p><p>Alles L&uuml;ge: Vater Georg Berger war 1922 Direktor der Tiroler Industriewerke, ab 1927 bis 1934 selbst&auml;ndiger Steuerberater und Treuh&auml;nder. Schon 1931 trat er in die NSDAP ein &ndash; nicht, wie der Sohn behauptete, erst 1933 &ndash; und widmete sich dann beruflich und hauptamtlich dem F&uuml;hrer. 1934 wurde er Revisor in der Reichsleitung der NSDAP. 1935 leistete er im M&uuml;nchner B&uuml;rgerbr&auml;ukeller den Eid auf Hitler: &bdquo;Ich schw&ouml;re: Ich werde dem F&uuml;hrer des Deutschen Reiches und Volkes Adolf Hitler treu und gehorsam sein&hellip; So wahr mir Gott helfe.&ldquo;<\/p><p>Der treue Gefolgsmann k&uuml;mmerte sich weiter um die Finanzen der Bewegung. 1936 wurde er Reichskassenverwalter der Hitlerjugend, auch deren Verbindungsmann zu den Beh&ouml;rden des NS-Staates. Er verfasste das Vorwort im Buch &bdquo;Verwaltungs-Dienstvorschriften f&uuml;r NSDAP-Hitlerjugend.&ldquo; 1937 ernannte Hitler ihn zum Ministerialrat mit entsprechenden Bez&uuml;gen. Als zentraler Funktion&auml;r trug er seine Dienstpistole bei sich, eine Walter PPK, Kaliber 7,65.<\/p><p>Den dann weiteren Aufstieg des Vaters log der Sohn sich und der &Ouml;ffentlichkeit so hin: &bdquo;1939 ging er wieder in die freie Wirtschaft.&ldquo; Er &uuml;bernahm die gr&ouml;&szlig;te Brotb&auml;ckerei &Ouml;sterreichs: &bdquo;Ein klassischer Sanierungsjob.&ldquo; Alles L&uuml;ge: &bdquo;Freie Wirtschaft&ldquo;, &bdquo;Sanierungsjob&ldquo; &ndash; es war Arisierung.<\/p><p>Die Ankerbrot-Werke, die gr&ouml;&szlig;te Brotb&auml;ckerei &Ouml;sterreichs, geh&ouml;rten der j&uuml;dischen Familie Mendl. Mit dem &bdquo;Anschluss&ldquo; &Ouml;sterreichs arisierten die Nazis das Unternehmen, stellten es unter Zwangsverwaltung. Die j&uuml;dischen Eigent&uuml;mer fl&uuml;chteten in die Schweiz, schlie&szlig;lich nach Neuseeland. Bew&auml;hrte F&uuml;hrungskader der Hitler-Jugend wurden bevorzugt belohnt. Georg Berger wurde Ankerbrot-Generaldirektor. Er wohnte w&auml;hrend des ersten Jahres im Hotel Erzherzog Rainer in Wien.<\/p><p>1941 zog die Berger-Familie mit dem vierj&auml;hrigen Sohn Roland in die, so das Handelsblatt, &bdquo;opulente Villa&ldquo; des j&uuml;dischen Vorbesitzers Kerr, dem die Gestapo alles abgenommen hatte. Die Villa hatte zwei Wohnzimmer, einen Speisesaal, ein Damen- und ein Herrenzimmer, zwei Kinderzimmer und ein Kinderspielzimmer, ein G&auml;ste-, ein B&uuml;gel- und ein Bedenkzimmer, sowie im Dachboden die zwei Zimmer f&uuml;r die Dienstboten, dazu einen Park mit einem gro&szlig;en Teich, auf dem im Winter der kleine Roland das Schlittschuhlaufen lernte: Hier also musste Sohn Roland seine behauptete &bdquo;schwere Kindheit&ldquo; verbringen, so sah die Verfolgung des christlichen Vaters durch die Nazis aus. Sp&auml;ter dichtete Sohn Roland noch eine Verhaftung des Vaters im KZ Dachau hinzu &ndash; alles L&uuml;ge.<\/p><p><strong>&bdquo;Die personifizierte Deutschland AG&ldquo;<\/strong><\/p><p>Sohn Roland Berger lernte die Unternehmensberatung in den USA, bei der Boston Consulting Group in Boston. 1967 gr&uuml;ndete er in M&uuml;nchen die Roland Berger Holding GmbH. Die Deutsche Bank f&ouml;rderte den Aufsteiger, bis 1997 geh&ouml;rten ihr 95 Prozent der Beratungsfirma. Berger brachte Management-Methoden aus den USA in die Bundesrepublik. Er l&ouml;ste damit bald die von BDI und Bundeswehr zun&auml;chst favorisierten Methoden aus der NS-Zeit ab, die nach dem Krieg mit der Akademie f&uuml;r F&uuml;hrungskr&auml;fte der Wirtschaft (&bdquo;Harzburger Modell&ldquo;) des SS-Managers Prof. Reinhard H&ouml;hn fortgef&uuml;hrt wurden. Berger &ndash; das klang &bdquo;modern&ldquo;, hatte nichts mehr mit der b&ouml;sen Vergangenheit zu tun.<\/p><p>&bdquo;Dieser Mann ist die personifizierte Deutschland AG&ldquo;, lobte 2004 das Springer-Blatt Die Welt auf dem H&ouml;hepunkt der Karriere &bdquo;des prominentesten und wohl am besten vernetzten Unternehmensberaters des Landes&ldquo;. Er agierte mit seiner Beratungsfirma, die auf 2.500 akademische MitarbeiterInnen angewachsen war, als Sp&uuml;rhund f&uuml;r die Deutsche Bank. Die war Gro&szlig;aktion&auml;r und Kreditgeber bei vielen der wichtigen Unternehmen der Deutschland AG, bei den gro&szlig;en DAX-Konzernen wie im gutgehenden Mittelstand. Da hatten die Berater f&uuml;r steigende Gewinne zu sorgen, nach dem Motto: Mehr Gewinn bei weniger Personal. Von 2001 bis 2015 hie&szlig; die Firma &bdquo;Roland Berger Strategy Consultants&ldquo; und war in 30 Staaten vertreten, vor allem in der EU, wo auch die Deutsche Bank ihre Interessen verfolgte.<\/p><p><strong>Politische Einfl&uuml;sterei &uuml;ber Parteigrenzen hinweg<\/strong><\/p><p>Aber die Deutschland AG war nur zu managen, wenn auch die Regierungen auf Linie gebracht wurden. Der &bdquo;Hausarzt der deutschen Wirtschaft&ldquo;, so Die Welt, &bdquo;fl&uuml;stert &uuml;ber alle Parteigrenzen hinweg den politischen Entscheidern dieses Landes ins Ohr.&ldquo; Berger stand freilich der CSU am n&auml;chsten, dann der FDP &ndash; das waren die korruptesten Parteien, mit dem h&ouml;chsten Anteil an Ex-Nazikollaborateuren und deren Erben, und mit dem h&ouml;chsten Pro-Kopf-Anteil an Unternehmensspenden.<\/p><p>Die Deutsche Bank mit Chef Hermann-Josef Abs, Hauptbank des Hitler-Reiches, auch bei der Besetzung Europas im Weltkrieg, war auch zun&auml;chst mit demselben Chef die Hauptbank des Adenauer-Staates, dann auch des Kohl- und des Merkel-Staates. Und die Deutsche Bank war nebenbei ohnehin seit 1947 der Dauer- und Hauptsponsor der christlich lackierten Regierungspartei CDU. Aber Berger wirkte &uuml;ber diese Parteigrenzen hinweg.<\/p><p>Zum partei&uuml;bergreifenden Befl&uuml;stern politischer Entscheider wurde Berger Mitglied in insgesamt 20 Regierungskommissionen, auf Bundes- wie auf Landesebene &ndash; besonders gern mit Edmund Stoibers CSU in Bayern und im Innovationsbeirat des Bundespr&auml;sidenten Roman Herzog. Berger war und ist gleichzeitig Mitglied in etwa 20 Aufsichtsr&auml;ten gro&szlig;er und mittlerer Unternehmen, so bei Fiat und der Fresenius S.E., er ist Chairman Germany der gr&ouml;&szlig;ten US-&ldquo;Heuschrecke&ldquo; Blackstone. Hochschulen wie die M&uuml;nchner Ludwig-Maximilian-Universit&auml;t, die Zeppelin University in Friedrichshafen und die internationale Business School INSEAD in Fontainebleau beriefen Berger in ihre Gremien. In der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft INSM darf er seiner ideologischen Lichtgestalt Friedrich von Hayek, dem neoliberalen Vordenker, fr&ouml;nen. Und nicht zu vergessen: Berger h&auml;lt im Kuratorium des M&uuml;nchner ifo-Instituts seine sch&uuml;tzende Hand &uuml;ber den deutschen Hayek-Fortsetzer, Professor Sinn. Und ein partei&uuml;bergreifender Populist wie Berger verschm&auml;ht auch nicht einen Posten im Verwaltungsrat des teuersten Fu&szlig;ballclubs, des FC Bayern.<\/p><p><strong>Treuhand: Auspl&uuml;nderung der Ex-DDR<\/strong><\/p><p>Berger wurde von Bundeskanzler Helmut Kohl (CDU) und dessen Finanzminister Theodor Waigel (CSU) 1990 zum Berater der Treuhand-Anstalt berufen. Zusammen mit McKinsey, Price Waterhouse Coopers und KPMG pl&uuml;nderte der Starberater die Betriebe der Ex-DDR aus, nicht zuletzt zum Vorteil auch der Deutschen Bank.<\/p><p>Als 1994 die Treuhand ihre &bdquo;Arbeit&ldquo; beendete, hatte sie einige tausend Betriebe geschlossen und etwa 7.000 Betriebe verkauft, meist zum symbolischen Preis von einer DM &ndash; und mit einem Zuschuss von ein paar Millionen. So hinterlie&szlig; die Treuhand nach dem &bdquo;Verkauf&ldquo; der 7.000 Betriebe einen Schuldenberg von 270 Milliarden DM. Die wurden in den Bundeshaushalt &uuml;bernommen. Das war ein Erfolg &ndash; f&uuml;r Berger &amp; Co und f&uuml;r die privaten Unternehmen, die zudem von Kohl, Waigel und den Beratern ausdr&uuml;cklich von allen Gesetzesverst&ouml;&szlig;en freigestellt wurden: &bdquo;Privatisierung geht vor Sanierung&ldquo;.<\/p><p><strong>Entflechtung der Deutschland AG: Auspl&uuml;nderung des Westens<\/strong><\/p><p>Partei&uuml;bergreifend: Zugang zur SPD fand Berger &uuml;ber Gerhard Schr&ouml;der, den nieders&auml;chsischen Ministerpr&auml;sidenten. Er engagierte Berger f&uuml;r das Renommierprojekt &bdquo;Expo 2000&ldquo;. Nach Bergers Planung organisierte ein extra gegr&uuml;ndetes Privatunternehmen die Gro&szlig;ausstellung. So viele Millionen an Besuchern, die die hohen Eintritts- und Gastronomiepreise zahlen w&uuml;rden, so die Prognose des Starberaters, kamen allerdings nicht. Das Land Niedersachsen &uuml;bernahm einen dreistelligen Millionenbetrag an Schulden. Das war nat&uuml;rlich trotzdem ein Erfolg &ndash; f&uuml;r Berger und die beteiligten Privatunternehmen.<\/p><p>&Auml;hnlich war es mit der Bundeswehrreform: Berger konzipierte f&uuml;r Verteidigungsminister Rudolf Scharping (SPD) die Privatisierung der Beschaffung und der Reparaturen. Honorar f&uuml;r das Berger-Team: 3.500 Euro &ndash; pro Tag und Berater. In drei Monaten brachte das f&uuml;r die Beraterfirma 4,17 Millionen. Die Beratung f&uuml;r die private Bundeswehrtochter &bdquo;Gesellschaft f&uuml;r Entwicklung, Beschaffung und Betrieb&ldquo; (GEBB) brachte Berger nochmal 9,9 Millionen Euro &ndash; zur&uuml;ck blieb ein Chaos,[<a href=\"#foot_1\" name=\"note_1\">1<\/a>] das bis heute andauert.<\/p><p>Berger beriet dann wieder Schr&ouml;der ab 1998 beim steuerbefreiten Verkauf der Unternehmen am Standort Deutschland an ausl&auml;ndische Investoren &ndash; &bdquo;Agenda 2010&ldquo; mit der &bdquo;Entflechtung der Deutschland AG&ldquo;. Nach der Auspl&uuml;nderung des Ostens stand die Auspl&uuml;nderung des Westens auf der Tagesordnung. US-&ldquo;Heuschrecken&ldquo; kauften und verwerteten bis heute tausende gut gehende Mittelstandsfirmen wie den Badarmaturen-Hersteller Grohe, Siemens Nixdorf, Demag-Kr&auml;ne und einige hunderttausend &ouml;ffentliche Wohnungen, in Berlin, Dresden, Kiel, Hannover, K&ouml;ln, D&uuml;sseldorf. Ex-Deutsche Bank-Chef Hilmar Kopper war Schr&ouml;ders Regierungsbeauftragter f&uuml;r die Suche nach US-Investoren, Berger beriet. Gewinntr&auml;chtiger Verkauf und Verwertung zugunsten der Investoren ging auch hier vor Sanierung. Steuerverluste f&uuml;r den Staat eingeschlossen auch hier. Berger beriet die Unternehmen wie VW gleichzeitig bei der Globalisierung auf der Suche nach billigen Produktionsstandorten in armen L&auml;ndern Asiens.[<a href=\"#foot_2\" name=\"note_2\">2<\/a>]<\/p><p>Zur Agenda 2010 geh&ouml;rte Weiteres: Die Kosten der menschlichen Arbeitskraft und die rechtlichen Anspr&uuml;che der abh&auml;ngig Besch&auml;ftigten mussten gesenkt werden, auch in Deutschland selbst. Deshalb holten Schr&ouml;der und der damalige Chef der neu gegr&uuml;ndeten Arbeitsagentur, Florian Gerster (SPD), die Unternehmensberater von Berger. Die Arbeitslosen wurden zu &bdquo;Kunden&ldquo; umprogrammiert, denen noch weniger Geld und noch weniger Rechte zustehen als vorher. &bdquo;F&ouml;rdern und fordern&ldquo;: Vor allem den zweiten Teil dieses Schr&ouml;der-Programms f&uuml;r die Arbeitslosen, das Fordern, sollten die Berger-Boys und -Girls umsetzen, auch mithilfe von Strafen in Gestalt von Abz&uuml;gen vom ohnehin niedrigen Arbeitslosengeld.<\/p><p>Die neue Welle der sozialen Ungleichverteilung und Spaltung: Auch daf&uuml;r steht Berger, dessen Verm&ouml;gen auf mehrere hundert Millionen Euro gesch&auml;tzt wird, Genaues wei&szlig; niemand, vielleicht auch nicht das zust&auml;ndige deutsche Finanzamt. Seine standesgem&auml;&szlig;e Kunstsammlung soll etwa 1.000 St&uuml;cke enthalten, auch von den Modemalern L&uuml;pertz und Baselitz.<\/p><p><strong>Der Abstieg<\/strong><\/p><p>Die Entflechtung der Deutschland AG, also der zun&auml;chst von Schr&ouml;der eingeladenen Private-Equity-Investoren (&bdquo;Heuschrecken&ldquo;) wie Blackstone, KKR, Carlyle, Whitehall, Cerberus, Permira, EQT, Lone Star &amp; Co ab 1998 eingeleitete Aufkauf von Mittelstandsfirmen und dann der ab etwa 2005 einsetzende Aufkauf der gro&szlig;en Aktiengesellschaften einschlie&szlig;lich der 30 DAX-Konzerne durch BlackRock, Vanguard, State Street &amp; Co[<a href=\"#foot_3\" name=\"note_3\">3<\/a>], l&auml;utete auch den Abstieg von Berger ein. Auch der Abstieg der Deutschen Bank begann; BlackRock &amp; Co als neue Eigent&uuml;mer sind dabei, die Resteverwertung in die Fusion mit der Commerzbank einzubringen.<\/p><p>Als Berger auch im neuen Investitions-Eldorado deutscher Konzerne, den USA, gr&ouml;&szlig;er t&auml;tig werden wollte, verlangte die US-B&ouml;rsenaufsicht: Die Deutsche Bank muss sich von ihren 95-Prozent-Anteilen der Berger GmbH trennen. Deutsche Bank und Berger folgten dem sofort. Seitdem h&auml;ngt Berger ziemlich einflusslos in der Luft. Mit dem Blender Thomas Middelhoff gr&uuml;ndete Berger in London nach der neuen Mode den Hedgefonds Investcorp, mithilfe des Kapitals von Scheichs aus den Golfstaaten. Sie versprachen Traumrenditen von 25 Prozent, scheiterten und zerstritten sich, auch vor Gericht. Middelhoff landete schlie&szlig;lich, wegen anderer Straftaten, im Gef&auml;ngnis und stilisiert sich jetzt als bekehrter Christenmensch.<\/p><p>Mit den 2.700 Mitarbeitern ist die Beratungsfirma Berger ein Zwerg. F&uuml;hrend ist heute Accenture mit weltweit 400.000 Mitarbeitern; als Berater der Arbeitsagentur und der Jobcenter hat Accenture Berger l&auml;ngst &uuml;berholt. In der Bundesregierung sitzt McKinsey fest im Sattel, im Verteidigungsministerium genauso wie im Innenministerium: Wie wird das BAMF Fl&uuml;chtlinge m&ouml;glichst schnell und kosteng&uuml;nstig los? Berger liegt in Deutschland jetzt weit abgeschlagen noch hinter Boston Consulting, Mercer, Aon Hewitt, Towers Watson, Capgemini, Bain, Oliver Wyman und A.T. Kearny.[<a href=\"#foot_4\" name=\"note_4\">4<\/a>]<\/p><p>Ein (vor)letztes Aufb&auml;umen g&ouml;nnte sich Berger 2011 mit dem Vorschlag, die EU solle endlich eine eigene Rating-Agentur gr&uuml;nden. Daf&uuml;r gab es nach der Finanzkrise von 2007 durchaus gute Gr&uuml;nde. Die Big Three der dominierenden US-Agenturen Standard &amp; Poor&rsquo;s, Moody&rsquo;s und Fitch hatten mit ihren hochdotierten Gef&auml;lligkeits-Gutachten f&uuml;r Ramschpapiere die Finanzkrise mitverursacht, wurden aber von den US-Regierungen unter Bush und Obama trotz nachgewiesenen Betrugs in ihrer Funktion gelassen. Im Europ&auml;ischen Parlament wurde vorgeschlagen: Wir brauchen eine europ&auml;ische Agentur! Berger entwarf ein Konzept. Doch die US-Lobby machte in Komplizenschaft mit der Europ&auml;ischen Kommission unter Pr&auml;sident Jean-Claude Juncker den Plan zunichte. Berger gab auf.[<a href=\"#foot_5\" name=\"note_5\">5<\/a>]<\/p><p><strong>Die Stiftung f&uuml;r Menschenw&uuml;rde und das J&uuml;dische Museum Berlin<\/strong><\/p><p>Mit der Stiftung f&uuml;r Menschenw&uuml;rde, abgesegnet von der bayerischen Landesregierung, wollte der Absteiger neuen Einfluss gewinnen. Er fand wichtige Unterst&uuml;tzer. Unter dem Dach des Bundesministeriums f&uuml;r Bildung und Forschung war Bergers Stiftung Mitbegr&uuml;nder der Allianz f&uuml;r Bildung. Neben dem j&auml;hrlichen Preis f&uuml;r Menschenw&uuml;rde vergibt die Stiftung hunderte von Stipendien f&uuml;r begabte Sch&uuml;lerInnen. Im World Economic Forum macht die Stiftung beim Young Leaders Programm mit. Menschenrechte nach Kriterien der &bdquo;westlichen Wertegemeinschaft&ldquo; und nach dem Geschmack des Starberaters Berger: Sozial- und Arbeitsrechte, wie sie in den Universellen Menschenrechten der UNO enthalten sind &ndash; sie fehlen ganz.<\/p><p>Vor allem aber wird die Stiftung vom J&uuml;dischen Museum Berlin gef&ouml;rdert. Es ist das gr&ouml;&szlig;te j&uuml;dische Museum Europas und durfte deshalb nicht deutschen Gr&uuml;ndern &uuml;berlassen werden. Es ist kein Museum einer j&uuml;dischen Organisation, sondern eine staatliche Einrichtung. Gr&uuml;ndungsdirektor 1997 war der US-Unternehmer Michael Blumenthal vom American Jewish Committee, ehemaliger Finanzminister unter Pr&auml;sident Jimmy Carter, 1973 mit David Rockefeller Mitbegr&uuml;nder der Trilateral Commission, Mitglied im US-au&szlig;enpolitischen Beratergremium Council on Foreign Relations, im Beirat des Private-Equity-Investors Evercore, der Wealth Management f&uuml;r High Net Worth Individuals (Hoch-Netto-Wert-Kunden) organisiert.<\/p><p>Das passte zu Berger, wenn das auch einige Etagen h&ouml;her angesiedelt ist. Aber so sind die transatlantischen Beziehungen: Blumenthal verlieh im Jahre 2008, als Berger gerade die Stiftung im Andenken an seinen Vater gegr&uuml;ndet hatte, den Preis des J&uuml;dischen Museums f&uuml;r Verst&auml;ndigung und Toleranz &ndash; an Roland Berger. Und umgekehrt: Die Berger-Stiftung verlieh im Jahre 2013 ihren Ehrenpreis an den Direktor des J&uuml;dischen Museums Berlin, Blumenthal. Seitdem darf Berger seine Preise f&uuml;r Menschenw&uuml;rde &ndash; sie gehen meist an Frauen und M&auml;nner aus Entwicklungsl&auml;ndern &ndash; im J&uuml;dischen Museum vergeben, mit Prominenz aus Politik und Medien, mit dem jeweiligen Bundespr&auml;sidenten und immer Frau Friede Springer vom Springer-Verlag.<\/p><p>Alle haben nichts gemerkt vom &bdquo;Selbstbetrug&ldquo; ihres hoch Geehrten, auch nicht das J&uuml;dische Museum Berlin.<\/p><p><strong>Die Rettung naht: Hole dir die passenden Historiker!<\/strong><\/p><p>Als das Handelsblatt kurz vor der Ver&ouml;ffentlichung dem Selbstbetr&uuml;ger die Unterlagen zum Vater vorlegte, lie&szlig; sich Berger nicht nur von der Kommunikationschefin seiner Stiftung und einer PR-Agentin begleiten, sondern auch von einem Historiker: Professor Michael Wolffsohn. Auch er, der Profi und wache Beobachter der deutschen Wirtschaft, hatte bisher nichts gemerkt vom Selbstbetrug Bergers.<\/p><p>Der j&uuml;dische Historiker, heute pensioniert, war Professor f&uuml;r Neuere Geschichte &ndash; Spezialgebiet deutsch-j&uuml;dische Beziehungen &ndash; an der Hochschule der Bundeswehr in M&uuml;nchen. Er war und ist der in den Leitmedien beliebte Top-Ankl&auml;ger gegen angebliche Antisemiten in Deutschland. Vorzugsweise in BILD, Rheinische Post u.&auml;. werden seine Beschimpfungen lanciert, mit dann weiterer Verbreitung. Zuletzt traf dies die Linke-Politikerin Sahra Wagenknecht. Wichtige andere traf es dagegen nie.<\/p><p>Wirkm&auml;chtig wurde Wolffsohns Antisemitismus-Beschimpfung 2004 gegen den damaligen SPD-Vorsitzenden und Arbeitsminister Franz M&uuml;ntefering: Der hatte Private-Equity-Investoren als &bdquo;Heuschrecken&ldquo; bezeichnet. Wolffsohn: US-Investoren als Tiere zu bezeichnen &ndash; das sei Nazi-Jargon und fordere &bdquo;unausgesprochen&ldquo; dazu auf, diese &bdquo;Plage auszurotten&ldquo;. Seitdem ist die Kritik an der rabiaten Praxis dieser Investoren aus den Leitmedien &ndash; auch aus dem Handelsblatt &ndash; und auch aus der SPD verbannt. Dagegen: Als der bayerische Ministerpr&auml;sident Franz Josef Strau&szlig; und sein Nachfolger Edmund Stoiber Schriftsteller wie Walter Jens und Bernd Engelmann als &bdquo;Ratten und Schmei&szlig;fliegen&ldquo; beschimpften &ndash; da hatte der Professor an der Bundeswehrhochschule M&uuml;nchen nichts zu kritisieren.<\/p><p>Wolffsohn soll im Auftrag Bergers bis Jahresende die Biografie von Vater Georg Berger und der Einstellung von Sohn Roland zu ihm schreiben. Wolffsohn deutet die Verteidigung an: Der Vater sei zwar &bdquo;Profiteur&ldquo; des NS-Systems gewesen, aber kein &bdquo;T&auml;ter&ldquo;. Berger habe wohl nicht die Geschichte seines Vaters absichtlich und bewusst verf&auml;lscht: &bdquo;Es ist doch weit plausibler, dass hier ein noch sehr junger und dann erwachsener Mann im Nachhinein seinen Vater verkl&auml;rt hat.&ldquo;<\/p><p>Als Assistenten holten Berger und Wolffsohn noch Professor S&ouml;nke Neitzel dazu. Der Milit&auml;rhistoriker der Universit&auml;t Potsdam hat den ZDF-History-Legendenbildner Guido Knopp beraten und ist spezialisiert auf Betroffenheits-Darstellungen: Wie haben Soldaten den Krieg erlebt? Das ist nat&uuml;rlich wichtig, aber bei diesem Historiker werden die &bdquo;T&auml;ter&ldquo;, die gro&szlig;en, wie Deutsche Bank-Chef Abs und die Arisierer, nie zum Leben und Sterben der Soldaten in Beziehung gebracht.<\/p><p>In der Biografie seiner Familie, die 1954 mit Sohn Michael nach Deutschland kam, schildert Wolffsohn, wie man sich in der Adenauer-Republik immer wohl gef&uuml;hlt habe. Dass damals und bis heute keine Arisierungen von Unternehmen in Westdeutschland r&uuml;ckg&auml;ngig gemacht wurden, das hat den Historiker nie gest&ouml;rt.[<a href=\"#foot_6\" name=\"note_6\">6<\/a>]<\/p><p>Und dann muss noch &bdquo;braune und rote Geschichte&ldquo; in einen Brei verr&uuml;hrt werden. Wolffsohn: &bdquo;Glauben Sie mir: Ich habe vieles an Vergangenheitsbew&auml;ltigung erlebt und erforscht &ndash; braune wie rote Geschichte.&ldquo;<\/p><p>Und auch das Handelsblatt will nicht zu weit gehen: Die Verdienste Bergers best&uuml;nden ja f&uuml;r den Wirtschaftsstandort Deutschland weiter ungeschm&auml;lert.<\/p><p>P.S.: Nach der Ver&ouml;ffentlichung im Handelsblatt hat die Roland Berger Stiftung die f&uuml;r Montag, 21. Oktober 2019, vorgesehene Verleihung ihres Preises Menschenw&uuml;rde im Rahmen einer Festveranstaltung im J&uuml;dischen Museum verschoben. Zwei der Preistr&auml;ger hatten abgesagt: Der polnische Menschenrechtsbeauftragte Adam Bodnar und das Netzwerk Schule ohne Rassismus. Die Absage geschehe &ldquo;aufgrund des medialen Umfelds&rdquo; und um &ldquo;den Geist der Auszeichnung f&uuml;r k&uuml;nftige Preistr&auml;ger zu wahren&rdquo;. Die Verleihung finde im n&auml;chsten Jahr statt, so die Stiftung in einer Pressemitteilung.<\/p><p><em><strong>Nachbemerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Mich ber&uuml;hren die Taten des Roland Berger auch aus pers&ouml;nlichen Gr&uuml;nden. Im Text von Werner R&uuml;gemer finden Sie eine Passage zur Privatisierung &ouml;ffentlicher Einrichtungen: &bdquo;Da hatten die Berater f&uuml;r steigende Gewinne zu sorgen, nach dem Motto: Mehr Gewinn bei weniger Personal.&ldquo; Roland Berger hatte zusammen mit einem Partner neben anderen Kliniken auch eine &ouml;ffentliche Klinik im Vogtland aufgekauft und weiterverkauft. Dort wurde ganz im Sinne der Empfehlung rationalisiert. Die Mitbegr&uuml;nderin der NachDenkSeiten, meine verstorbene Frau Anke Bering-M&uuml;ller wurde Opfer des Mottos &bdquo;Mehr Gewinn bei weniger Personal&ldquo;. Wir mussten nach einem Herzinfarkt in der Rettungsstelle 20 Minuten warten. Das reichte.<\/em><br>\n<em>Ich erw&auml;hne diese Privatisierungsfolge  deshalb, weil es vermutlich vielen anderen Menschen auch so ging und geht.<\/em><\/p><p>Titelbild: Handelsblatt<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><div class=\"footnote\">\n<p>[<a href=\"#note_1\" name=\"foot_1\">&laquo;1<\/a>] Im Reich der Tr&auml;ume, Der Spiegel 2.2.2004<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_2\" name=\"foot_2\">&laquo;2<\/a>] Werner R&uuml;gemer: Die Kapitalisten des 21. Jahrhunderts. K&ouml;ln 2018, S. 62ff.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_3\" name=\"foot_3\">&laquo;3<\/a>] Werner R&uuml;gemer: Die Kapitalisten des 21. Jahrhunderts, S. 12ff.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_4\" name=\"foot_4\">&laquo;4<\/a>] Werner R&uuml;gemer: Die Kapitalisten des 21. Jahrhunderts, S. 12ff.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_5\" name=\"foot_5\">&laquo;5<\/a>] Werner R&uuml;gemer: Rating-Agenturen. Einblicke in die Kapitalmacht der Gegenwart. Bielefeld 2012, S. 170ff.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_6\" name=\"foot_6\">&laquo;6<\/a>] Michael Wolffsohn: Deutschj&uuml;dische Gl&uuml;ckskinder. Eine Weltgeschichte meiner Familie. Dtv M&uuml;nchen 2017<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit diesem Text schildert <strong>Werner R&uuml;gemer<\/strong> eine spannende Geschichte. Sie war uns beiden am vergangenen Wochenende aufgefallen. Mich ber&uuml;hrt sie auch pers&ouml;nlich. Siehe am Ende des Textes. Albrecht M&uuml;ller.<\/p>\n<p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":55756,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[105,107,198,129,85],"tags":[1550,384,266,2005,416,411,1625,276,2435],"class_list":["post-55755","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-aktuelles","category-audio-podcast","category-einzelne-politiker-personen-der-zeitgeschichte","category-lobbyorganisationen-und-interessengebundene-wissenschaft","category-pr","tag-agenda-2010","tag-berger-roland","tag-deutsche-bank","tag-fake-news","tag-nationalsozialismus","tag-schroeder-gerhard","tag-stiftungen","tag-treuhand","tag-wolffsohn-michael"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/191021-BergerLebensluege.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/55755","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=55755"}],"version-history":[{"count":8,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/55755\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":55825,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/55755\/revisions\/55825"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/55756"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=55755"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=55755"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=55755"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}