{"id":55768,"date":"2019-10-22T08:27:40","date_gmt":"2019-10-22T06:27:40","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55768"},"modified":"2019-10-22T11:48:19","modified_gmt":"2019-10-22T09:48:19","slug":"hinweise-des-tages-3476","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55768","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (MW\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55768#h01\">Mietendeckel: Auf diese Punkte hat sich die Koalition verst&auml;ndigt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55768#h02\">Julian Assange darf nicht an die USA ausgeliefert werden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55768#h03\">Pr&auml;zedenzfall Attac: Auch Campact Gemeinn&uuml;tzigkeit entzogen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55768#h04\">Ein Haus voller Narren und Esel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55768#h05\">Die Gutsherren legen die Axt an<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55768#h06\">Bundesbank fordert Rente mit 69<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55768#h07\">Was sich nach dem Skandal um Wilke-Wurst &auml;ndern muss<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55768#h08\">Plantagenarbeiter aus Nicaragua klagen gegen Pestizidhersteller<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55768#h09\">Verteidigungsausgaben sollen massiv steigen &ndash; Doch durch wen wird Deutschland konkret bedroht?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55768#h10\">V-Mann-Verdacht im Raum<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55768#h11\">Ein Terroranschlag, ein Video und die Frage, wer eigentlich die Ermittlungen f&uuml;hrt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55768#h12\">Madrid setzt auf Polizei und Justiz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55768#h13\">Polizeigewalt und Armutsquote: Macron in der Kritik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55768#h14\">Krieg um Nordsyrien (II)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55768#h15\">AKKs Schnapsidee einer internationalen Sicherheitszone in Nordsyrien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55768#h16\">Chile: Proteste gegen die neoliberale Politik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55768#h17\">Berater hatten B&uuml;ros und Briefk&ouml;pfe der Bundeswehr<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55768#h18\">Geschw&auml;rzte Demokratie<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Mietendeckel: Auf diese Punkte hat sich die Koalition verst&auml;ndigt<\/strong><br>\nNach z&auml;hem Ringen hat sich die Berliner Regierungskoalition am Freitag auf einen Mietendeckel verst&auml;ndigt. &bdquo;Habemus Mietendeckel&ldquo;, meldete die Fraktionschefin der Gr&uuml;nen, Antje Kapek, um 19.19 Uhr. Der Deckel sieht vor, dass die Mieten r&uuml;ckwirkend ab dem 18. Juni dieses Jahres eingefroren werden. Au&szlig;erdem d&uuml;rfen sie k&uuml;nftig nicht mehr als 20 Prozent &uuml;ber den Vergleichsmieten liegen.<br>\nDazu wird der Mietspiegel von 2013 zugrunde gelegt &ndash; plus 13,4 Prozent. Das entspricht den gestiegenen Einkommen in der Stadt seit damals. Au&szlig;erdem gibt es Auf- oder Abschl&auml;ge f&uuml;r die Lage einer Wohnung.<br>\n(&hellip;) Erste Reaktionen zur&uuml;ckhaltend bis kritisch<br>\nF&uuml;r Genossenschaften gibt es besondere Ausnahmeregelungen. Weil hier Mietverh&auml;ltnisse oft jahrzehntelang bestehen, sind die Ausgangswerte bei einer Neuvermietung oft sehr gering, sodass hier ein gr&ouml;&szlig;erer Spielraum f&uuml;r Mieterh&ouml;hungen besteht. Bei Neuvermietungen gilt grunds&auml;tzlich die Vormiete, falls sie &uuml;ber den Vergleichswerten liegt, gilt die auf 2013 basierende Miettabelle.<br>\nErste Reaktionen auf den Mietendeckel fielen zur&uuml;ckhaltend bis kritisch aus. &bdquo;Der Mietendeckel schafft weiterhin keine einzige neue Wohnung, die Bezirks&auml;mter werden weiterhin die b&uuml;rokratischen Vorgaben ausbaden m&uuml;ssen, und die rechtlichen Unsicherheiten f&uuml;r Vermieter wie Mieter bleiben weiter bestehen&ldquo;, betonte die Pr&auml;sidentin der Industrie- und Handelskammer, Beatrice Kramm.<br>\n&bdquo;Das ist ein schwarzer Tag f&uuml;r den Berliner Wohnungsmarkt&ldquo;, sagte CDU-Landeschef Kai Wegner. &bdquo;Das staatliche Preisdiktat wird den Neubaumotor in Berlin endg&uuml;ltig abw&uuml;rgen, er wird die Sanierung des Wohnungsbestandes zum Erliegen bringen und zahllose Arbeitspl&auml;tze in Handwerk, Mittelstand und Bauwirtschaft zerst&ouml;ren&ldquo;, kritisierte der CDU-Chef.<br>\nAuf folgende Punkte hat sich die Koalition verst&auml;ndigt. Die Morgenpost dokumentiert die Einigung im Wortlaut:\n<ul>\n<li>Es wird ein Mietenstopp f&uuml;r f&uuml;nf Jahre eingef&uuml;hrt. Ab 2022 wird die M&ouml;glichkeit eines Inflationsausgleichs von 1,3 Prozent\/Jahr geschaffen.<\/li>\n<li>Modernisierungsma&szlig;nahmen d&uuml;rfen ohne Genehmigung nur in H&ouml;he von 1 Euro\/qm umgelegt werden (Anzeigepflicht). F&uuml;r dar&uuml;ber hinausgehende Modernisierungskosten von maximal 1 weiteren Euro sollen F&ouml;rderprogramme genutzt werden.<\/li>\n<li>Bei Wiedervermietung gilt die Vormiete. Oder, falls die Vormiete h&ouml;her ist, gilt die Tabellenmiete (die im Gesetzentwurf enthaltene Tabelle).<\/li>\n<li>Bei Wiedervermietung d&uuml;rfen besonders niedrige Mieten von unter 5 Euro\/qm um maximal 1 Euro\/qm auf maximal 5 Euro\/qm angehoben werden.<\/li>\n<li>&ldquo;Wuchermieten&rdquo; in H&ouml;he von mehr als 120 Prozent der Tabelle werden auf 120 Prozent abgesenkt. Dabei werden Zu- und Abschl&auml;ge f&uuml;r einfache Lage (-28ct \/qm), mittlere Lage (-9 ct\/qm) und gute Lage (+74 ct\/qm) ber&uuml;cksichtigt.<\/li>\n<li>Die Regelungen zur Absenkung von &ldquo;Wuchermieten&rdquo; werden erst 9 Monate nach Inkrafttreten des Gesetzes angewendet.<\/li>\n<li>Das Personal zur Umsetzung soll zentral durch die federf&uuml;hrende Senatsverwaltung f&uuml;r Stadtentwicklung und Wohnen rekrutiert und gegebenfalls in Bezirke abgeordnet werden.<\/li>\n<li>Bis zum Abschluss des Parlamentarischen Verfahrens wird eine Untersuchung zum Verh&auml;ltnis von Einkommenssituation und Mietbelastung erstellt.<\/li>\n<li>Es wird ein Artikelgesetz beschlossen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.morgenpost.de\/berlin\/article227404337\/Rot-Rot-Gruen-einigt-sich-beim-Mietendeckel.html\">Berliner Morgenpost<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Ein schwarzer Tag f&uuml;r die Miethaie ist per se ein guter Tag f&uuml;r die Mieter. Denn kaum irgendwo sonst stehen sich die Interessen so diametral gegen&uuml;ber wie auf dem Wohnungs- &bdquo;Markt&ldquo;.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Julian Assange darf nicht an die USA ausgeliefert werden<\/strong><br>\n&bdquo;Das gesamte Verfahren gegen WikiLeaks-Gr&uuml;nder Julian Assange in Gro&szlig;britannien wirft Fragen bez&uuml;glich rechtsstaatlicher Standards auf&ldquo;, erkl&auml;rt Heike H&auml;nsel, stellvertretende Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE, nach der Anh&ouml;rung, die sie heute im Westminster Magistrates&lsquo; Court in London verfolgte. Die Au&szlig;enpolitikerin weiter:<br>\n&bdquo;Die Verteidigung von Assange beantragte drei weitere Monate, um das Gerichtsverfahren vorzubereiten, dies wurde von der Richterin nicht gew&auml;hrt. Assange beklagte, dass er unter den bestehenden restriktiven Haftbedingungen kaum M&ouml;glichkeiten habe, sich ad&auml;quat auf das Verfahren vorzubereiten. Die Supermacht USA habe zehn Jahre Zeit gehabt, um sich vorzubereiten, w&auml;hrend er gerade mal f&uuml;nf Monate Zeit bekomme, um die Dokumente zu pr&uuml;fen, so Assange, der erst vergangene Woche die Unterlagen von seinen Anw&auml;lten per Post zugestellt bekam. Assange hat in der Haft keinen Zugang zu einem Computer und bisher noch keinen Kontakt zu seinen US-Anw&auml;lten aufnehmen k&ouml;nnen.<br>\nDas Gericht verweigerte zudem eine &Uuml;berpr&uuml;fung, ob das Auslieferungsersuchen der USA grunds&auml;tzlich zul&auml;ssig ist. Und dies, obwohl ein bilaterales Auslieferungsabkommen zwischen London und Washington Auslieferungen aus politischen Gr&uuml;nden ausschlie&szlig;t. Die offensichtlichen Absprachen &uuml;ber einen Antrag f&uuml;r eine Verl&auml;ngerung des Verfahrens zwischen Rechtsvertretern der britischen Regierung und der US-Botschaft am Rande der heutigen Verhandlung lassen vermuten, dass der Zeitplan an den US-Wahlkampf angepasst und instrumentalisiert werden soll.<br>\nEs ist besch&auml;mend f&uuml;r Europa, den von der Isolationshaft schwer gezeichneten Journalisten in einem Gerichtssaal in London zu erleben. Heute ist es Julian Assange und morgen k&ouml;nnte es jeder andere Journalist sein, der mit seiner Arbeit US-Interessen ber&uuml;hrt. Gro&szlig;britannien und die EU m&uuml;ssen diese extraterritoriale politische Verfolgung daher umgehend beenden. DIE LINKE wird am 27. November im Deutschen Bundestag eine Anh&ouml;rung zu diesem Thema organisieren.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Verfolgung-von-Julian-Assange-schafft-einen-gefaehrlichen-Praezedenzfall-4561987.html%20\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Moritz M&uuml;ller:<\/strong> Dem Statement von Heike H&auml;nsel MdB ist im Moment wohl nicht viel hinzuzuf&uuml;gen, au&szlig;er dass ma&szlig;gebliche Personen, die dies m&ouml;glicherweise lesen sich doch &uuml;berlegen sollten, ob sie nicht ihre Stimme erheben wollen, bevor es zu sp&auml;t ist, und sie dann einen sehr mutigen, und im Moment fast hilflosen Menschen mit auf dem Gewissen haben.<\/em><\/p>\n<p><em><a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=7X144dRJNt4\">In dem kurzen Clip von Ruptly, der Julian Assange<\/a> heute beim Abtransport vom Gericht zeigt, macht er zwar gesundheitlich einen nicht ganz so schlechten Eindruck wie aus den Berichten der Zuschauer im Gerichtsaal zu schlie&szlig;en w&auml;re, aber trotzdem dr&auml;ngt die Zeit. Julian Assange geh&ouml;rt sofort freigelassen oder zumindest in ein sicheres Krankenhaus &uuml;berf&uuml;hrt, wo er sich unter anst&auml;ndigen Bedingungen auf sein Auslieferungsverfahren vorbereiten kann. Der momentane Zustand in Belmarsh, wo er 23 Stunden am Tag alleine in seiner Zelle hockt, und permanent vom Willen seiner W&auml;chter abh&auml;ngig ist, ist vollkommen unangemessen f&uuml;r einen Untersuchungsh&auml;ftling der vor dem Gesetz als unschuldig gelten muss, bevor das Gegenteil bewiesen ist. Hier k&ouml;nnten die ma&szlig;geblichen Personen im Vereinigten K&ouml;nigreich, die sonst gerne die rechtsstaatlichen Errungenschaften hochhalten, einmal innehalten, und ihren Einfluss geltend machen, und damit ihrem Anspruch auf Fairness gerecht werden.<\/em><\/p>\n<p><em>Wenn Assanges Gegenspieler wirklich so von seiner Schuld &uuml;berzeugt sind, dann k&ouml;nnten sie auch eine gut ausger&uuml;stete Verteidigung zulassen, und die Gerechtigkeit w&uuml;rde ihren Lauf nehmen.<\/em><\/p>\n<p><em>Hier sitzt nun mal der Hase im Pfeffer: Geht es um Gerechtigkeit oder Interessen?<\/em><\/p>\n<p><em>Weiteres zur gestrigen Verhandlung auch <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=8Y7zIilSmRg\">hier<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=Yhjm7ajSdiM\">hier<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Pr&auml;zedenzfall Attac: Auch Campact Gemeinn&uuml;tzigkeit entzogen<\/strong><br>\nBFH-Urteil behindert gesamte kritische Zivilgesellschaft \/ Bundestag muss Gemeinn&uuml;tzigkeitsrecht endlich modernisieren<br>\nNur wenige Monate, nachdem der Bundesfinanzhof (BFH) Attac die Gemeinn&uuml;tzigkeit abgesprochen hat, ist auch der Kampagnenorganisation Campact die Gemeinn&uuml;tzigkeit entzogen worden. Die Entscheidung des Berliners Finanzamtes ist eine direkte Folge des im Februar gef&auml;llten BFH-Urteils gegen Attac und zeigt, wie berechtigt die Bef&uuml;rchtungen gesellschaftspolitisch engagierter Vereine vor einer weiteren Einschr&auml;nkung ihrer Arbeit sind.<br>\n&ldquo;Wir haben zu Recht vor einem Pr&auml;zedenzfall Attac gewarnt. Die vorausgesagte verheerende Wirkung f&uuml;r die kritische Zivilgesellschaft in Deutschland ist eingetreten. Mit Campact ist eine weitere gro&szlig;e Organisation betroffen, die sich aktiv f&uuml;r das Gemeinwohl einsetzt. Mit seinem Urteil gegen Attac hat der BFH es erm&ouml;glicht, politisch missliebigen Organisationen mithilfe des Gemeinn&uuml;tzigkeitsrechts Kn&uuml;ppel zwischen die Beine zu werfen&rdquo;, sagt Dirk Friedrichs vom Vorstand des Attac-Tr&auml;gervereins. &ldquo;N&ouml;tig w&auml;re das Gegenteil. Das letzte, was wir angesichts der zunehmenden Angriffe von rechts brauchen, sind schrumpfende Handlungsspielr&auml;ume f&uuml;r alle, die sich f&uuml;r eine solidarische Gesellschaft einsetzen.&rdquo;<br>\nBundestag muss Handlungsspielraum f&uuml;r kritische Zivilgesellschaft sichern<br>\nAttac fordert dringend eine Anpassung der Abgabenordnung an die Erfordernisse einer modernen Demokratie: Der Satzungszweck &ldquo;F&ouml;rderung des demokratischen Staatwesens&rdquo; muss als spezifischer Zweck anerkannt werden, au&szlig;erdem m&uuml;ssen weitere Zwecke wie &ldquo;Soziale Gerechtigkeit&rdquo; und &ldquo;Menschenrechte&rdquo; in den Gemeinn&uuml;tzigkeitskatalog aufgenommen werden.<br>\nStephanie Handtmann, Gesch&auml;ftsf&uuml;hrerin im Attac-Bundesb&uuml;ro: &ldquo;Das Gemeinn&uuml;tzigkeitsrecht darf nicht zu einem Instrument verkommen, mit dem Organisationen, die sich selbstlos f&uuml;r ein solidarisches Miteinander einsetzen, klein gehalten werden. Eine widerstandsf&auml;hige Demokratie braucht eine kritische Zivilgesellschaft und starke Organisationen, die politische Entscheidungsprozesse aktiv begleiten und sich einmischen. Diese wichtige gesellschaftliche Funktion darf nicht von Finanz&auml;mtern &uuml;ber das Steuerrecht ausgehebelt werden.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.attac.de\/startseite\/detailansicht\/news\/praezedenzfall-attac-auch-campact-gemeinnuetzigkeit-entzogen-1\/\">Attac<\/a>\n<p><em>Zu diesem Thema folgt im Laufe des Tages ein redaktioneller Artikel von Tobias Riegel auf den NachDenkSeiten<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Ein Haus voller Narren und Esel<\/strong><br>\nDer britische &bdquo;Guardian&ldquo; nennt das &bdquo;House of Commons&ldquo; &bdquo;ein Parlament der Esel, gef&uuml;hrt von Fadenw&uuml;rmern. Und nicht einmal sonderlich intelligenten.&ldquo; Die &bdquo;Daily Mail&ldquo; schreibt auf ihrer Titelseite: &bdquo;Das Haus der Narren&ldquo;. Diese krasse Kritik &uuml;bernimmt die &ldquo;Frankfurter Allgemeine Zeitung&rdquo; mit der &Uuml;berschrift: &bdquo;Ein Haus voller Narren und Esel&ldquo;. Wie w&uuml;rde die altehrw&uuml;rdige FAZ, das Leitorgan des gutsituierten B&uuml;rgertums, eine Volksvertretung bezeichnen, die:\n<ul>\n<li>an einer Rentengesetzgebung festh&auml;lt, die zu millionenfacher Altersarmut f&uuml;hrt und zur Folge hat, dass die Rentner im Durchschnitt 800 Euro im Monat weniger haben als die &ouml;sterreichischen Nachbarn<\/li>\n<li>einen Mindestlohn von 9,19 Euro die Stunde billigt, der niedriger ist als in Nachbarl&auml;ndern und zwingend zu Altersarmut f&uuml;hrt<\/li>\n<li>ein Gesetz verabschiedet hat, das gut ausgebildete Besch&auml;ftigte dazu zwingt, jede beliebige schlecht bezahlte Arbeit anzunehmen<\/li>\n<li>keine Verm&ouml;genssteuern erhebt, obwohl eine kleine Minderheit immer mehr Verm&ouml;gen anh&auml;uft, w&auml;hrend die H&auml;lfte der Bev&ouml;lkerung kaum Verm&ouml;gen bilden kann<\/li>\n<li>Soldaten in v&ouml;lkerrechtswidrige Kriege schickt, obwohl die Mehrheit ihrer W&auml;hlerinnen und W&auml;hler dagegen ist<\/li>\n<li>Waffen an Diktaturen liefert, die Krieg f&uuml;hren, obwohl sie auch daf&uuml;r keine Zustimmung in der Bev&ouml;lkerung hat<\/li>\n<li>eine Wohnungsbaupolitik macht, die dazu f&uuml;hrt, dass Leute mit durchschnittlichen L&ouml;hnen nicht mehr in den Zentren der gro&szlig;en St&auml;dte wohnen k&ouml;nnen<\/li>\n<li>eine Gesundheitspolitik zu verantworten hat, die dazu f&uuml;hrt, dass immer mehr &Auml;ltere und Kranke nicht mehr menschenw&uuml;rdig gepflegt werden<\/li>\n<li>es zul&auml;sst, dass zweieinhalb Millionen Kinder in Armut leben und<\/li>\n<li>in die schwarze Null so verliebt ist, dass die &ouml;ffentliche Infrastruktur verf&auml;llt.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die Beispiele lie&szlig;en sich fortf&uuml;hren.<br>\nDreimal darf man raten, welches Parlament hier gemeint sein k&ouml;nnte. Aber sicher k&ouml;nnen wir sein, dass die ehrw&uuml;rdige FAZ dieses Parlament nicht mit solchen unparlamentarischen Worten an den Pranger stellen w&uuml;rde.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/oskarlafontaine\/photos\/a.198567656871376\/2590026067725511\/?type=3&amp;theater\">Oskar Lafontaine via facebook<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Die Gutsherren legen die Axt an<\/strong><br>\nWillkommen beim &ldquo;Townhall-Meeting&rdquo;. So hei&szlig;t das heute bei der S&uuml;dwestdeutschen Medienholding (SWMH). Fr&uuml;her sagte man Betriebsversammlung dazu. Fr&uuml;her hie&szlig; der Chef aber auch Richard Rebmann, und der kam aus dem Schwarzwald. Heute ist der Chief Executive Officer (CEO) ein Mann vom Fernsehen, der in M&uuml;nchen residiert und eine gepflegte Managersprache spricht: Christian Wegner, 45, seit 15 Monaten im Amt, vorher Vorstand f&uuml;r Digitales bei ProSiebenSat1. Er sagt, es bed&uuml;rfe einer Fehlerkultur und mehr Schnelligkeit. (&hellip;)<br>\nErst im hinteren Teil des PR-Textes wird kurz erw&auml;hnt, dass die SWMH bis Ende 2020 einen Stellenabbau in &ldquo;jeweils zweistelliger H&ouml;he&rdquo; beim S&uuml;ddeutschen Verlag, bei der Medienholding S&uuml;d (StZ, StN, Schwarzw&auml;lder Bote) und in der Holding selbst erwarte. Man gehe aber davon aus, dass das &ldquo;&uuml;berwiegend sozialvertr&auml;glich&rdquo; umgesetzt werden k&ouml;nne. Im &ldquo;Handelsblatt&rdquo; war von 150 wegfallenden Stellen die Rede, und davon, dass es Wegner wichtig erscheine, die Besch&auml;ftigten mit zu nehmen.<br>\nBei Verdi hat man davon noch nichts gemerkt. Das sei ein &ldquo;Personalabbau nach Gutsherrenart&rdquo;, sch&auml;umt Siegfried Heim, der Leiter des Landesfachbereichs Medien. Hier habe man es mit einem milliardenschweren Medienkonzern zu tun, der den Betriebsrat vor vollendete Tatsachen stelle, ohne vorher zu diskutieren und ohne die Bereitschaft, &uuml;ber Sozialpl&auml;ne zu verhandeln. Hier handele es sich um einen &ldquo;emp&ouml;renden Missbrauch von Sonderrechten&rdquo;, die sich aus dem Tendenzschutz ableiten, der die Verleger vor der Mitbestimmung ihrer Besch&auml;ftigten bewahrt.<br>\nIn der Tat geht es hier nicht um Peanuts. Die Gewerkschaft spricht von 40 bis 45 Stellen, die in der 270-k&ouml;pfigen StZN-Redaktion gestrichen werden sollen. Als sicher gelte, dass in einem ersten Schritt die Au&szlig;enredaktionen in Esslingen, B&ouml;blingen, Waiblingen und G&ouml;ppingen geschlossen werden. Nach Kontext-Informationen m&uuml;ssen StZ und StN auch jeweils drei ihrer zw&ouml;lf sogenannten Exklusiv-Autoren einsparen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/wirtschaft\/446\/die-gutsherren-legen-die-axt-an-6243.html\">Kontext: Wochenzeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Bundesbank fordert Rente mit 69<\/strong><br>\nDie Lebenserwartung steigt, deshalb will die Bundesbank, dass Arbeitnehmer entsprechend sp&auml;ter in Rente gehen. Nur so k&ouml;nne das Absinken des Rentenniveaus gebremst werden.<br>\nDie Bundesbank schl&auml;gt langfristig eine Anhebung des Rentenalters auf fast 70 Jahre vor. Konkret empfiehlt sie in ihrem aktuellen Monatsbericht, bis 2070 das Renteneintrittsalter mit der steigenden Lebenserwartung schrittweise zu erh&ouml;hen. Nach dem Bundesbank-Vorschlag w&uuml;rden im Jahre 2001 Geborene dann 2070 erst mit 69 Jahren und vier Monaten in Rente gehen.<br>\nDerzeit ist geplant, dass sich das gesetzliche Rentenalter bis 2031 auf 67 Jahre erh&ouml;ht. Die offiziellen Vorausberechnungen f&uuml;r die Rente enden im Jahre 2032. Doch die Lebenserwartung ist zuletzt immer weiter gestiegen und wird Sch&auml;tzungen zufolge auch k&uuml;nftig weiter zunehmen. Eine Expertenkommission der Bundesregierung soll bis M&auml;rz 2020 Empfehlungen zur Zukunft der Rente vorlegen.<br>\nRenteneinstiegsalter soll einen Dreiviertelmonat pro Jahr steigen<br>\nDie steigende Lebenserwartung setzt nach Berechnungen der Bundesbank die Finanzen der gesetzlichen Rentenversicherung (GRV) unter Druck. Die W&auml;hrungsh&uuml;ter sehen deshalb Reformbedarf: &ldquo;Andernfalls steigen die Ausgaben auf Dauer deutlich st&auml;rker als die Einnahmen&rdquo;, warnen sie.<br>\nDer Vorschlag der Bundesbank sieht vor, dass das gesetzliche Rentenalter ab 2032 um durchschnittlich einen Dreiviertelmonat pro Jahr steigt. Versicherte w&uuml;rden dann k&uuml;nftig zwar l&auml;nger arbeiten m&uuml;ssen &ndash; und somit mehr in die Rentenversicherung einzahlen. Sie w&uuml;rden aber auch l&auml;nger Rente beziehen.<br>\nRentenniveau sinkt dennoch weiter ab<br>\nDie schrittweise Erh&ouml;hung des Renteneintrittsalters w&uuml;rde der Notenbank zufolge dazu beitragen, dass das Rentenniveau langfristig nicht zu stark absinkt. Dieses beschreibt, wie viel eine Standardrente im Vergleich zu einem Durchschnittseinkommen wert ist.<br>\nDerzeit liegt das Rentenniveau bei rund 48 Prozent. Mit der Erh&ouml;hung des Rentenalters w&uuml;rde es bis 2070 laut Bundesbank-Berechnungen auf rund 43 Prozent sinken und sich bei 44 Prozent stabilisieren. Zum Vergleich: Ohne diese &Auml;nderungen w&uuml;rde das Rentenniveau bis 2070 auf rund 40 Prozent schrumpfen.<br>\nDas Bundesarbeitsministerium plant derzeit eine Neuregelung zur Rentenberechnung, mit der die Rentenerh&ouml;hung im kommenden Jahr niedriger ausfallen k&ouml;nnte als urspr&uuml;nglich vorgesehen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/bundesbank-fordert-rente-mit-69-bis-2070-a-1292546.html\">SPON<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung von Sarah Wagenknecht <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/sahra.wagenknecht\/photos\/a.220243721326366\/3077213355629374\/?type=3&amp;theater\">via facebook<\/a>:<\/strong> Malochen bis zum Tode? Die Bundesbank schl&auml;gt allen Ernstes vor, das Renteneintrittsalter auf 69 Jahre zu erh&ouml;hen. Und Wirtschaftsminister Altmaier sprach vor wenigen Tagen angesichts des Rentenniveaus von &ldquo;gro&szlig;en Geschenken&rdquo;, die es &ldquo;so nicht weiter&rdquo; geben k&ouml;nne. Dabei liegt heute schon jede zweite Rente unter 900 Euro. Viele Berufe sind so belastend, dass eine Aus&uuml;bung bis fast siebzig kaum denkbar ist. Wir m&uuml;ssen &uuml;ber L&ouml;sungen f&uuml;r das schw&auml;chelnde Rentensystem sprechen, statt &uuml;ber immer neue K&uuml;rzungen: Eine gesetzliche Rentenkasse, in die alle einzahlen &ndash; auch Politiker und Beamte, zum Beispiel. In &Ouml;sterreich bekommen die Rentnerinnen und Rentner so im Schnitt 800 Euro mehr. Und wir brauchen einen Mindestlohn, der eine Rente garantiert, die den Lebensstandard sichert und vor Armut sch&uuml;tzt.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Was sich nach dem Skandal um Wilke-Wurst &auml;ndern muss<\/strong><br>\nNach dem Skandal um listerienbelastete Wurst der Firma Wilke muss Bundesern&auml;hrungsministerin Julia Kl&ouml;ckner das Lebensmittelrecht reformieren. Denn ein Blick auf die bisherigen Ereignisse zeigt: Der Fall Wilke war ein Skandal mit Ansage. (&hellip;)<br>\nEs greift zu kurz, zur Bewertung des Listerien-Skandals allein auf ein Versagen der Kontrollen zu verweisen und im Umkehrschluss bessere, h&auml;ufigere oder strengere Kontrollen zu fordern. Bundesern&auml;hrungsministerin Julia Kl&ouml;ckner muss vielmehr substanzielle Reformen des Lebensmittelrechts einleiten. Drei wesentliche Punkte:1. R&uuml;ckverfolgbarkeit durchsetzen<br>\nL&uuml;ckenlose R&uuml;ckverfolgbarkeit ist seit vielen Jahren eine zentrale Vorgabe des europ&auml;ischen Lebensmittelrechts. Im Fall Wilke k&ouml;nnen die Beh&ouml;rden bis heute nicht genau sagen, wo genau die vom R&uuml;ckruf betroffenen Wilke-Produkte abgegeben oder weiterverarbeitet wurden. Auch bei fr&uuml;heren Lebensmittelskandalen (Pferdefleisch-Betrug, dioxinbelastete Eier, Fipronil) konnten die Beh&ouml;rden Lieferwege gar nicht oder nicht angemessen schnell nachvollziehen, um die Verbraucherinnen und Verbraucher zu warnen. Julia Kl&ouml;ckner muss Instrumente f&uuml;r die Zusammenarbeit von Beh&ouml;rden entwickeln, um R&uuml;ckverfolgbarkeit endlich durchzusetzen &ndash; das ist eine Bundesaufgabe.<br>\n2.Beh&ouml;rden m&uuml;ssen &uuml;ber gesundheitsrelevante Lebensmittel warnen<br>\nDas europ&auml;ische und deutsche Lebensmittelrecht wimmelt nur so vor Soll-Bestimmungen, Ermessensspielr&auml;umen und unbestimmten Rechtsbegriffen. foodwatch ist davon &uuml;berzeugt, dass der Listerien-Fall um das Unternehmen Wilke bereits deutlich fr&uuml;her &ouml;ffentlich geworden w&auml;re und die Menschen wirksamer h&auml;tten gesch&uuml;tzt werden k&ouml;nnen, wenn eine Informationspflicht f&uuml;r Beh&ouml;rden best&uuml;nde. Diese Informationen umfassen Produkt- und Markennamen sowie Abnehmer und Verkaufsstellen. Es ist ein Vers&auml;umnis, dass Julia Kl&ouml;ckner dazu weder eine entsprechende Novellierung des deutschen Lebensmittelrechts angesto&szlig;en hat noch auf EU-Ebene aktiv geworden ist, um diesen Grundsatz auch im europ&auml;ischen Lebensmittelrecht zu verankern.<br>\n3.Handel muss Lebensmittelwarnungen an Kunden weiterreichen<br>\nKommt es zu einem R&uuml;ckruf, ist vor allem der Hersteller in der Pflicht. Doch die Unternehmen, die die betroffenen Produkte verkauft oder ausgegeben haben und die in direktem Kontakt mit den Kunden stehen &ndash; Handelsunternehmen, Kantinen usw. &ndash; m&uuml;ssen bislang nicht informieren, da sie f&uuml;r die Produktm&auml;ngel keine Verantwortung tragen. Im Fall Wilke hat zum Beispiel Ikea erst dann aktiv dar&uuml;ber berichtet, dass das Unternehmen auch von dem  R&uuml;ckruf betroffen ist, als foodwatch diese Tatsache bereits &ouml;ffentlich gemacht hatte. H&auml;ndler und andere Abgabestellen m&uuml;ssen deshalb gesetzlich verpflichtet sein, R&uuml;ckrufe von Produkten aus ihrem Sortiment auf allen verf&uuml;gbaren Kan&auml;len (im Laden\/in der Kantine, per Newsletter und Social Media) weiterzuleiten und ihre Kundinnen und Kunden vor bedenklichen Lebensmitteln zu warnen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.foodwatch.org\/de\/aktuelle-nachrichten\/2019\/was-sich-nach-dem-skandal-um-wilke-wurst-aendern-muss\/\">foodwatch<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Plantagenarbeiter aus Nicaragua klagen gegen Pestizidhersteller<\/strong><br>\nTrotz g&uuml;ltigen Urteilen erhalten unfruchtbar gewordene Bananen-Arbeiter kein Geld. Jetzt klagen sie in Frankreich.<br>\nDer Fall zieht sich schon seit Jahrzehnten hin. Auf zentralamerikanischen Bananen-Plantagen wurden Pestizide eingesetzt, die Tausende von Arbeitern unfruchtbar machten. Dibromochloropropan (DBCP) ist ein Inhaltsstoff des Pestizids &bdquo;Nemagon&ldquo;. 1977 wurde es in den USA verboten, als sich herausstellte, dass es in Tausenden von Arbeitern Unfruchtbarkeit bewirkte, welche diesem Pestizid in US-Plantagen von Dow Chemical, Shell Oil und Occidental Chemical (heute OxyChem) ausgesetzt waren. Auf Bananen- und Ananasplantagen in L&auml;ndern mit tieferen Umweltstandards verwendeten US-Lebensmittelkonzerne &bdquo;Nemagon&ldquo; jedoch bis in die 80er Jahre.<br>\nIm letzten Jahrzehnt verurteilten nicaraguanische Gerichte Dow, Shell und Occidental dazu, Hunderten von Opfern 805 Millionen US-Dollar Schadenersatz zu zahlen. Die Unternehmen weigerten sich mit dem Argument, die Gerichte seien nicht zust&auml;ndig und h&auml;tten ihnen eine faire Verhandlung verweigert.<br>\nJetzt haben 1&rsquo;245 betroffene Arbeiter ihre Klage nach Europa getragen, wo die Unternehmen etliche Verm&ouml;genswerte besitzen. K&uuml;rzlich fror ein franz&ouml;sisches Gericht bis zur Gerichtsverhandlung im Januar in Paris Aktien von Dow France im Wert von 99 Millionen Euro provisorisch ein&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/Artikel\/Wirtschaft\/Plantagenarbeiter-aus-Nicaragua-klagen-gegen-Pestizidhersteller\">Infosperber<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Verteidigungsausgaben sollen massiv steigen &ndash; Doch durch wen wird Deutschland konkret bedroht?<\/strong><br>\nDer neue Wehretat in H&ouml;he von 50,36 Milliarden Euro entspricht einer Steigerung von 6,4 Prozent. Allerdings waren noch im Mai 2019 f&uuml;r das Jahr 2020 Milit&auml;rausgaben von unter 50 Milliarden Euro veranschlagt worden. Doch Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) hat sich seit Amtsantritt mehrfach f&uuml;r deutlich h&ouml;here Verteidigungsausgaben ausgesprochen.<br>\nRT-Redakteur Florian Warweg wollte auf der Bundespressekonferenz vom Verteidigungsministerium wissen, welche konkreten Bedrohungslagen der signifikanten Erh&ouml;hung des bundesdeutschen R&uuml;stungsetats zugrunde liegen:<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/inland\/93656-verteidigungsausgaben-sollen-massiv-steigen-wer-bedroht-deutschland\/\">RT Deutsch<\/a>\n<p><em><strong>Zu diesem Hinweis erreichte uns folgte Zuschrift unserer Leserin N.M.:<\/strong> Anders, als es der Text von RT in Satz 4 zusammenfasst, hat Herr Warweg allerdings nicht danach gefragt, &ldquo;welche konkrete Bedrohungslage der signifikanten Erh&ouml;hung des R&uuml;stungsetats zugrundeliegen&ldquo;.  In dem bei RT zu sehenden Video (ab 1:45) sieht man, dass er nach Objektiven und Zielen der Verwendung des Wehretats fragt. Als ihn die Sprecherin auf &ouml;ffentlich zug&auml;ngliche Dokumente verweist, bittet er um Beispiele. <\/em><br>\n<em>Eine Frage nach der Bedrohungslage wurde aber gerade nicht gestellt. Diese unkorrekte Darstellung von RT sollte mE nicht einfach so von den Nachdenkseiten &uuml;bernommen werden. Leider disqualifiziert dieser falsche Satz 4 in der Meldung diesen Beitrag auch bez&uuml;glich des (m&ouml;glicherweise &ndash; habe es nicht gepr&uuml;ft) zutreffenden Informationsgehalts im Rest der Meldung.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bitte lesen Sie dazu auch <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55690#h09\">Milit&auml;rhaushalt: 50 Mrd. Schallmauer<\/a>. Die Bundesregierung n&auml;hrt sich also der von US-Pr&auml;sident Trump geforderten 2% des Bruttoinlandsprodukts an. Begr&uuml;ndet wird die Erh&ouml;hung des R&uuml;stungsetats u.a. mit den NATO-Beschl&uuml;ssen von 2014 in Wales. Lesen Sie dazu bitte auch &ldquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41774\">Trumps Forderungen an Nato-B&uuml;ndnispartner &ndash; Muss Deutschland den R&uuml;stungshaushalt auf 2 % des Bruttoinlandsprodukts erh&ouml;hen?<\/a>&ldquo;.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>V-Mann-Verdacht im Raum<\/strong><br>\nDrange betonte, das BMI habe Ben Ammar als sehr gef&auml;hrlich eingesch&auml;tzt &ndash; und ihn genau deshalb schnell au&szlig;er Landes bringen wollen, weil angeblich die Indizien nicht f&uuml;r eine l&auml;ngere Untersuchungshaft reichten. Ben Ammar habe zwar bei Facebook einen Treueschwur auf den Anf&uuml;hrer des &raquo;Islamischen Staates&laquo; (IS), Abu Bakr Al-Baghdadi, ver&ouml;ffentlicht; und er selbst habe den Mann sogar f&uuml;r gef&auml;hrlicher als Amri gehalten, so Drange. Dass Ben Ammar an dem Anschlag beteiligt gewesen sein k&ouml;nnte, sei aber letztendlich nur ein &raquo;Bauchgef&uuml;hl&laquo;.<br>\nDurch Aktenvorhalte wurde bekannt, dass ein Zeuge aus dem Restaurant, in dem Amri und Ben Ammar zuletzt gegessen hatten, deren Verhalten als auff&auml;llig &raquo;konspirativ&laquo; wahrgenommen hatte. Wom&ouml;glich h&auml;tten sie &uuml;ber den Anschlag gesprochen. Drange betonte immer wieder, dass man Ben Ammar ja selbst als gef&auml;hrlich eingesch&auml;tzt habe.<br>\nAbsprachen mit den tunesischen Beh&ouml;rden &uuml;ber eine m&ouml;gliche Inhaftierung Ben Ammars gab es jedoch nicht: &raquo;Weil wir uns nicht in die unabh&auml;ngige tunesische Justiz einmischen&laquo;, sagte Drange auf Nachfrage der Abgeordneten Martina Renner (Die Linke), die zu bedenken gab, Ben Ammar h&auml;tte auch einen Anschlag in Tunesien begehen k&ouml;nnen. Beim islamistischen Angriff auf die Al-Ghriba-Synagoge in Djerba 2002 waren 21 Menschen, darunter 14 Reisende aus Deutschland, gestorben. Drange erkl&auml;rte nur, es gebe in solchen Abschiebef&auml;llen in der Regel polizeilichen Informationsaustausch. In Tunesien sitzt Ben Ammar zur Zeit in Haft; das will die Bundesregierung aber erst in diesem Jahr erfahren haben.<br>\nSchlie&szlig;lich sprach Renner den Verdacht aus, dass wegen &raquo;&uuml;bergeordneter Interessen&laquo; mit &raquo;angezogener Handbremse&laquo; ermittelt worden sei &ndash; vielleicht, weil Ben Ammar V-Mann eines Geheimdienstes gewesen sei und &raquo;Quellenschutz vor Strafverfolgung&laquo; gehen sollte, oder um ein Gro&szlig;verfahren mit nebenklagef&auml;higen Verletzten und Opferangeh&ouml;rigen wie im Fall des &raquo;Nationalsozialistischen Untergrunds&laquo; (NSU) zu vermeiden. Drange erwiderte, er halte nach einem solchen Anschlag f&uuml;r ausgeschlossen, &raquo;dass die Bundesregierung so etwas tun w&uuml;rde&laquo;. Renner betonte, es m&uuml;sse nicht die gesamte Regierung dahinterstehen.<br>\nDer Ausschussvorsitzende Klaus-Dieter Gr&ouml;hler (CDU) fragt Beh&ouml;rdenzeugen mittlerweile standardm&auml;&szlig;ig, ob sie den Eindruck h&auml;tten, dass Amri oder Ben Ammar &raquo;Quellen&laquo; von Geheimdiensten gewesen sein k&ouml;nnten. Dies verneinten am Donnerstag sowohl Drange als auch Ministerialrat Jens Koch, der nach eigener Aussage Haber vorgeschlagen hatte, die Abschiebung zu &raquo;priorisieren&laquo;, und die damalige Staatssekret&auml;rin selbst. Auf das Ausl&auml;nderrecht zu setzen, wenn man bei &raquo;Gef&auml;hrdern&laquo; strafrechtlich nicht weiterkomme, sei zuvor in einem &raquo;Kleeblattgespr&auml;ch&laquo; zwischen Innenminister Thomas de Maizi&egrave;re (CDU), dem damaligen Justizminister Heiko Maas (SPD) und ihren Staatssekret&auml;ren vereinbart worden, hie&szlig; es. Auf Nachfrage verneinten die Beamten, dass es hier um &raquo;Abschiebung vor Strafanspruch&laquo; gehe.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/365022.abgeschobener-gef%C3%A4hrder-v-mann-verdacht-im-raum.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Ein Terroranschlag, ein Video und die Frage, wer eigentlich die Ermittlungen f&uuml;hrt<\/strong><br>\nAmri-Untersuchungsausschuss des Bundestages &ndash; Spielt die Bundesanwaltschaft nur eine Nebenrolle?<br>\nDass die Bundeskanzlerin wie im NSU-Skandal auch im Falle des Terroranschlages auf dem Breitscheidplatz in Berlin eine r&uuml;ckhaltlose Aufkl&auml;rung versprochen hat, mag man inzwischen gar nicht mehr zitieren. Zu grundlegend und hartn&auml;ckig sind die tats&auml;chlichen Aufkl&auml;rungsblockaden dieser Bundesregierung. Zweidreiviertel Jahre hat es gedauert, bis herauskam, was jetzt den Untersuchungsausschuss des Deutschen Bundestages in seiner j&uuml;ngsten Sitzung besch&auml;ftigte und emp&ouml;rte: Ein Video, das den sp&auml;teren mutma&szlig;lichen Attent&auml;ter Anis Amri mit der Tatpistole zeigen soll, mit der der polnische LKW-Fahrer erschossen wurde.<br>\nDen Abgeordneten und der &Ouml;ffentlichkeit war das 11 Sekunden lange Filmst&uuml;ckchen bisher nicht bekannt, der Bundesregierung und mehreren Sicherheitsbeh&ouml;rden aber sehr wohl. Der &ouml;ffentliche Kenntnisstand, der der Gleichung folgt &ldquo;eine Frage beantwortet &ndash; zwei neue Fragen aufgeworfen&rdquo;, ist zur Zeit folgender:<br>\nDas Handyvideo mit Amri, einer Pistole in der Hand und einer Kopf-ab-Geste, das heute unter dem Begriff &ldquo;Drohvideo&rdquo; firmiert und nicht mit dem IS-Bekenntnisvideo Amris zu verwechseln ist, entstand am 29. November 2016. Bei der Pistole soll es sich um die sp&auml;tere Tatwaffe Marke Erma gehandelt haben. Von der Existenz des Videos soll der Bundesnachrichtendienst (BND) am 27. Dezember 2016, acht Tage nach dem Anschlag, durch einen ausl&auml;ndischen Nachrichtendienst, einen Partnerdienst wie es hei&szlig;t, erfahren haben. Am 30. Dezember 2016 wurde das Video dann an den BND sowie an das Bundesamt f&uuml;r Verfassungsschutz (BfV) &uuml;bermittelt. Am 9. M&auml;rz 2017 soll auch das Bundeskriminalamt (BKA) davon erfahren und das Video zur kriminalistischen Auswertung erhalten haben. Auf den beiden Handys von Amri, die nach dem Anschlag sichergestellt wurden, soll sich das Drohvideo nicht befunden haben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Ein-Terroranschlag-ein-Video-und-die-Frage-wer-eigentlich-die-Ermittlungen-fuehrt-4561332.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Madrid setzt auf Polizei und Justiz<\/strong><br>\nSpaniens Ministerpr&auml;sident verweigert Gespr&auml;chsangebote der katalanischen Regionalregierung. Die konservative Partei profitiert von dem Konflikt.<br>\n(&hellip;) &bdquo;Sich dem Dialog zu verweigern ist in diesem Moment eine absolute Verantwortungslosigkeit, von der ich &uuml;berzeugt bin, dass die internationale Gemeinschaft sie in keiner Weise verstehen wird&ldquo;, versucht Torra Druck auf Madrid auszu&uuml;ben. Der katalanische Ministerpr&auml;sident steht einer Koalition zweier Unabh&auml;ngigkeitsparteien vor: der Partei &bdquo;Gemeinsam f&uuml;r Katalonien&ldquo; (JxCat) des exilierten Carles Puigdemont und der &bdquo;Republikanischen Linken Kataloniens&ldquo; (ERC) des inhaftierten Oriol Junqueras.<br>\nVon Seiten S&aacute;nchez kommt einmal mehr nur die Aufforderung an Torra, sich von der Gewalt zu distanzieren. Etwas, was dieser &ndash; nach l&auml;ngerem Z&ouml;gern &ndash; in den vergangenen Tagen bereits mehrmals getan hat.<br>\nEs ist Vorwahlkampf in Spanien. Am 10. November sind erneut Parlamentswahlen, da S&aacute;nchez nicht in der Lage war, nach dem Urnengang im April eine Regierungsmehrheit zu schmieden. Jetzt will er mit H&auml;rte zeigen, dass er ein gro&szlig;er Staatsmann ist und der einzige, dem die Spanier in Zeiten schwerer Krisen vertrauen k&ouml;nnen.<br>\nStatt mit den katalanischen Parteien in Kontakt zu treten, lud S&aacute;nchez vergangene Woche ausschlie&szlig;lich die spanienweit operierenden Kr&auml;fte, die konservative Partido Popular (PP), die rechtsliberalen Ciudadanos (Cs) und die linksalternative Unidas Podemos (UP) zum Gespr&auml;ch &uuml;ber Katalonien. Selbst die konservativen Basken, die in den letzten Jahren immer wieder versuchten vermittelnd einzugreifen, lud er nicht ein.<br>\nRechte wollen Zwangsverwaltung<br>\nNur UP forderte von S&aacute;nchez einen Dialog. Die beiden rechten Kr&auml;fte wollen, dass Katalonien erneut unter Zwangsverwaltung gestellt wird. Als ersten Schritt m&uuml;sse Torra die Hoheit &uuml;ber die regionale Polizeieinheit, die Mossos d&rsquo;Esquadra, entzogen werden. S&aacute;nchez lehnte nach Ende der Parteienrunde den Dialog ab und &bdquo;schlie&szlig;t kein Szenario aus&ldquo;. Er setzt weiterhin auf Polizei und Strafverfolgung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Streit-ueber-Katalonien\/!5631922\/\">Taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Polizeigewalt und Armutsquote: Macron in der Kritik<\/strong><br>\n(&hellip;) Vergangene Woche gingen Mitglieder der Berufsfeuerwehr auf die Stra&szlig;e. Es ging um eine bessere Entlohnung und Pr&auml;mien, aber auch generell um einen besseren Schutz ihrer Arbeit. Wie in Deutschland auch gibt es in Frankreich das Ph&auml;nomen, dass Feuerwehrleute bei Rettungseins&auml;tzen behindert und beschimpft werden (&ldquo;Verbale und physische Unh&ouml;flichkeiten, die sich h&auml;ufen&rdquo;). Ziel der Kritik war Innenminister Castaner.<br>\nDie Realit&auml;t nicht sehen<br>\nNun kam es auch bei der Demonstration der Feuerwehr zu Auseinandersetzungen mit der Polizei, die sich aufschaukelten. Die Bilanz wies die von Gelbwesten-Protesten bekannten Resultate auf: Es gab Verletzte durch Polizeigewalt. Die Umst&auml;nde sind noch nicht gekl&auml;rt, aber Innenminister Castaner verst&auml;rkte bei einem TV-Auftritt am vergangenen Donnerstag den Eindruck, dass die franz&ouml;sische Regierung bei Vorw&uuml;rfen der Polizeigewalt die Realit&auml;t nicht sehen will, sondern eine Wirklichkeit nach eigener Auslegung bevorzugt.<br>\nCastaner bezeichnete den Vorwurf, dass die Polizeigewalt w&auml;hrend der Gelbwestenproteste auch Unschuldige traf, als falsch. Der David Dufresne hatte ihn damit konfrontiert, dass 80 Personen durch den Beschuss mit &ldquo;nicht-t&ouml;dlichen Waffen&rdquo; seitens der Polizei ihr Augenlicht und f&uuml;nf eine Hand verloren haben, ohne dass die sich die Polizisten einer der Vorf&auml;lle Pr&uuml;fung unterziehen mussten.<br>\nDer Innenminister bestritt den Skandal und betonte, dass man solchen F&auml;llen juristisch nachgehe. Doch hatte die Zeitung Le Monde tags&uuml;ber einen exemplarischen Fall dokumentiert. Dort wird in Einzelheiten, unterlegt mit Bildmaterial und einer genauen Analyse der Szene, in der ein Demonstrant, der nichts mit Gewalttaten bei den Protesten zu tun hatte und die Polizei auch nicht provozierte, durch einen Beschuss von Polizisten schwere Kopfverletzungen davontrug. In seinem Fall gab es keine Pr&uuml;fung.<br>\nDie Umgebung des Innenministers musste einr&auml;umen, dass es in diesem Fall eine &ldquo;Confusion&rdquo; gebe, Innenminister Castaner weigerte sich jedoch weiter, auf die Vorw&uuml;rfe des Journalisten Dufresne einzugehen.<br>\nVerst&auml;rkte Anzeichen f&uuml;r Ungleichheit<br>\nDas Bild einer Regierung mit einer einseitigen Betrachtungsweise wurde dann noch mit einer Mitteilung des staatlichen Statistikamtes Ins&eacute;e erh&auml;rtet. Daraus geht hervor, dass die steuerlichen Ma&szlig;nahmen unter Macron &ndash; insbesondere die Abschaffung der Verm&ouml;gensteuer und die &ldquo;Flat-Rate&rdquo; bei der Kapitalertragssteuer &ndash; offensichtlich den Bessergestellten nutzen, f&uuml;r die eine deutliches Einnahmeplus verbucht wird. Dass aber anderseits die Ma&szlig;nahmen zur Verbesserung der sozialen Gerechtigkeit bislang nichts fruchten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Polizeigewalt-und-Armutsquote-Macron-in-der-Kritik-4561563.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Krieg um Nordsyrien (II)<\/strong><br>\nDie Bundesregierung verweigert weiterhin wirksame Schritte gegen die t&uuml;rkische Invasion in Syrien. W&auml;hrend Berliner Politiker offiziell Appelle an die T&uuml;rkei richten, ihre Milit&auml;roperationen im Nachbarland vollst&auml;ndig zu beenden, best&auml;tigt eine Mitteilung des Bundeswirtschaftsministeriums, dass bereits geplante R&uuml;stungslieferungen an das Land weiter durchgef&uuml;hrt werden d&uuml;rfen. Die Ausfuhren erreichen gegenw&auml;rtig Rekordniveau. Die unter anderem von Frankreich erhobene und in der EU bef&uuml;rwortete Forderung, auf den t&uuml;rkischen Angriffskrieg mit einer Einschr&auml;nkung der Wirtschaftsbeziehungen zu reagieren, ist von Berlin in der vergangenen Woche kategorisch zur&uuml;ckgewiesen worden&hellip;<br>\nZivile Opfer, Kriegsverbrechen<br>\nDie Feuerpause f&uuml;r Nordsyrien, auf die sich die T&uuml;rkei und die Vereinigten Staaten vergangene Woche geeinigt und deren Einhaltung auch die syrisch-kurdischen YPG-Einheiten zugesagt hatten, ist am Wochenende mehrfach gebrochen worden. Bereits zuvor waren laut Angaben der syrisch-kurdischen Regionalverwaltung mindestens 218 Zivilisten bei Angriffen der t&uuml;rkischen Streitkr&auml;fte und der mit ihnen verb&uuml;ndeten syrischen Milizen ums Leben gekommen, darunter 18 Kinder&hellip;<br>\nKein Waffenembargo<br>\nDie Bundesrepublik setzt unterdessen ihre R&uuml;stungsexporte in die T&uuml;rkei fort. Dies geht aus der Antwort des Bundeswirtschaftsministeriums auf eine Anfrage des Bundestagsabgeordneten Stefan Liebich (Die Linke) hervor. Darin best&auml;tigt Staatssekret&auml;r Ulrich Nu&szlig;baum: &ldquo;Die Bundesregierung erteilt keine neuen Genehmigungen f&uuml;r R&uuml;stungsg&uuml;ter, die durch die T&uuml;rkei in Syrien eingesetzt werden k&ouml;nnen.&rdquo; Demnach d&uuml;rfen nicht nur bereits genehmigte R&uuml;stungsexporte durchgef&uuml;hrt werden; auch neue Genehmigungen sind zul&auml;ssig, sofern die betreffenden Waffen angeblich oder tats&auml;chlich nicht in Syrien eingesetzt werden k&ouml;nnen&hellip;<br>\nUnter t&uuml;rkischer Besatzungsherrschaft<br>\nDie Waffenlieferungen erfolgen, obwohl selbst die Wissenschaftlichen Dienste des Deutschen Bundestags bereits Ende vergangenen Jahres zu dem Ergebnis kamen, die T&uuml;rkei habe im Norden Syriens mit milit&auml;rischen Mitteln eine &ldquo;Fremdherrschaft&rdquo; errichtet und halte ungebrochen an ihr fest. F&uuml;r die &Uuml;berf&auml;lle, die zwischen August 2016 und M&auml;rz 2017 zur Besetzung eines rund 2.000 Quadratkilometer gro&szlig;en Landstreifens zwischen den nordsyrischen St&auml;dten Azaz, Al Bab und Jarabulus sowie zwischen Januar und M&auml;rz 2018 zur Okkupation des Gebiets um die Stadt Afrin f&uuml;hrten, wurden unter anderem deutsche Kampfpanzer des Typs Leopard 2 genutzt (german-foreign-policy.com berichtete). &Uuml;ber die anhaltende milit&auml;rische Kontrolle &uuml;ber beide Gebiete durch die T&uuml;rkei urteilten Ende 2018 die Wissenschaftlichen Dienste des Bundestags: &ldquo;Bei Lichte betrachtet erf&uuml;llt die t&uuml;rkische Milit&auml;rpr&auml;senz in der nordsyrischen Region Afrin sowie in der Region um Asas, al-Bab und Dscharablus im Norden Syriens v&ouml;lkerrechtlich alle Kriterien einer milit&auml;rischen Besatzung.&rdquo; Die Bundesrepublik r&uuml;stet die Besatzungsmacht, der Beobachter mittlerweile die systematische &ldquo;T&uuml;rkisierung&rdquo; Nordsyriens vorwerfen und die nun einen erneuten v&ouml;lkerrechtswidrigen &Uuml;berfall auf Nordsyrien begonnen hat, weiterhin auf.<br>\nKeine Sanktionen<br>\nWirtschaftssanktionen gegen Ankara schlie&szlig;t die Bundesregierung, die Boykotte ansonsten in zunehmendem Ma&szlig; als Instrument ihrer Weltpolitik nutzt, aus&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/8080\/\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>AKKs Schnapsidee einer internationalen Sicherheitszone in Nordsyrien<\/strong><br>\nMorgen endet die Feuerpause und entscheiden Putin und Erdogan &uuml;ber die Zukunft von Rojava und die t&uuml;rkischen Umsiedlungspl&auml;ne, AKK hat nichts Konkretes zu bieten<br>\nDie Verteidigungsministerin und angeschlagene CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer hat zumindest f&uuml;r &Uuml;berraschung mit einem Vorschlag gesorgt, eine international kontrollierte Sicherheitszone in Nordsyrien einzurichten. Das habe sie mit Bundeskanzlerin Angela Merkel abgestimmt und den westlichen Verb&uuml;ndeten vorgeschlagen. Europa k&ouml;nne nach dem US-Abzug nicht tatenlos zuschauen. Es gebe eine humanit&auml;re Katastrophe, Hunderttausende w&uuml;rden aus dem Kriegsgebiet fliehen: &ldquo;Der Kampf gegen den IS ist zum Erliegen gekommen. Das betrifft unsere Sicherheitsinteressen.&rdquo; &Auml;hnliche vage Ideen wurden auch von Roderich Kiesewetter und Norbert R&ouml;ttgen ge&auml;u&szlig;ert&hellip;<br>\nAKK setzt auf das Treffen der Nato-Verteidigungsminister am Donnerstag in Br&uuml;ssel, um Einzelheiten &ldquo;auszuloten&rdquo; oder eher erst einmal die Stimmung zu testen. Schon das wird aber zu sp&auml;t sein, denn die W&uuml;rfel &uuml;ber das weitere Vorgehen in Nordsyrien d&uuml;rften zwischen Erdogan und Putin morgen ausgehandelt werden. Nach dem R&uuml;ckzug der US-Truppen &ndash; und auch den franz&ouml;sischen und britischen Truppen im Gefolge &ndash; haben USA, Nato und EU kaum etwas mitzureden, zudem steht die Drohung Erdogans weiter im Raum, bei jeder ernsthaften Kritik &ldquo;3,6 Millionen syrische Fl&uuml;chtlinge&rdquo; Richtung Europa, also Richtung Griechenland, zu schicken.<br>\nDer Vorschlag scheint so spontan wie unausgegoren zu sein. Da ist einmal die Rede von der Sicherheitszone, die aber ohne Zustimmung von Damaskus nur v&ouml;lkerrechtswidrig eingerichtet werden k&ouml;nnte. Gleichzeitig soll der IS weiter bek&auml;mpft werden, wie man das im Irak auch mache, und soll die Region so stabilisieren, dass wieder aufgebaut werden kann. Sie machte nicht einmal einen Vorschlag, wie die vorgeschlagene Sicherheitszone aussehen, wo sie sein und wie gro&szlig; sie sein soll.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/AKKs-Schnapsidee-einer-internationalen-Sicherheitszone-in-Nordsyrien-4563383.html\">Telepolis<\/a>\n<p><strong>Dazu: EU-Milit&auml;rzone in Syrien ist gef&auml;hrliche Illusion<\/strong><br>\nPressemitteilung von Sevim Dagdelen, 21. Oktober 2019<br>\n&bdquo;DIE LINKE lehnt die Einrichtung einer EU-Milit&auml;rzone im Norden Syriens ab. Neue Truppen in die Region entsenden zu wollen, tr&auml;gt lediglich zu einer weiteren Versch&auml;rfung der Konflikte bei und droht, den Krieg in Syrien noch auszuweiten. Stattdessen muss die EU endlich klare Kante gegen Erdogan zeigen und R&uuml;stungsexporte wie Finanzhilfen komplett stoppen&ldquo;, erkl&auml;rt Sevim Dagdelen, stellvertretende Vorsitzende und abr&uuml;stungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. Dagdelen weiter:<br>\n&bdquo;Wichtig ist, eine v&ouml;lkerrechtskonforme No-Go-Zone f&uuml;r die T&uuml;rkei und ihre islamistischen S&ouml;ldnertruppen in Syrien zu schaffen. Die Bundesregierung sollte alle Abkommen, die dies erm&ouml;glichen, unterst&uuml;tzen. Notwendig ist ein vollst&auml;ndiger R&uuml;ckzug der t&uuml;rkischen Armee aus Syrien. Die Bundesregierung und die EU m&uuml;ssen dabei auch den t&uuml;rkischen Pr&auml;sidenten Erdogan, der verantwortlich f&uuml;r die Massaker und Kriegsverbrechen seiner islamistischen Soldateska in Syrien ist, auch mit individuellen Strafma&szlig;nahmen wie der Beschlagnahme seiner Konten in der EU ins Visier nehmen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/eu-militaerzone-in-syrien-ist-gefaehrliche-illusion\/\">Die Linke<\/a><\/p>\n<p><strong>Dazu auch: Es bleibt ja folgenlos,<\/strong><br>\ndie ganzen Kriegsverbrechen, die da begangen werden, werden folgenlos bleiben. Die Waffenlieferungen gehen weiter, die Finanzhilfen und die Wirtschaftshilfen. Das ist nat&uuml;rlich eine Bankrotterkl&auml;rung f&uuml;r die ganze westliche Wertegemeinschaft, wenn das bleibt, dass ein t&uuml;rkischer Pr&auml;sident, nur weil er Mitglied in der NATO ist, mit seinen Kriegsverbrechen und seinen islamistischen Terrorbanden dort Massaker bei denjenigen begehen kann, die f&uuml;r unsere Freiheit und unsere Demokratie gek&auml;mpft haben und so viele Opfer zu beklagen haben, als sie gegen die Barbarei des Islamischen Staates gek&auml;mpft haben. Und ich finde das eigentlich eine unertr&auml;gliche Au&szlig;enpolitik&rdquo;, sagt Sevim Dagdelen in der ARD-Sendung Anne Will.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/watch\/?v=2230571523713544\">DIE LINKE via facebook video<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Chile: Proteste gegen die neoliberale Politik<\/strong><br>\nIn nur wenigen Tagen ger&auml;t Chile au&szlig;er Kontrolle. Das Land protestiert gegen die Bl&uuml;ten neoliberaler Politik. Pr&auml;sident Pi&ntilde;era setzt nun das Milit&auml;r ein<br>\nAm Wochenende kam es in Santiago und weiteren St&auml;dten in Chile zu heftigen Ausschreitungen. &Uuml;ber 200 Personen wurden verletzt, es kam zu etwa 1500 Festnahmen. Mindestens zehn Menschen sind bisher gestorben. Das Land befindet sich in der schwersten Krise seit Ende der Milit&auml;rdiktatur, hei&szlig;t es. Eine erneute Erh&ouml;hung der Ticketpreise binnen eines Jahres f&uuml;r den &ouml;ffentlichen Nahverkehr l&ouml;ste die massiven Proteste aus. Zwar ist die Ticketerh&ouml;hung wieder gestrichen, doch richten sich die Proteste nun gegen soziale und wirtschaftliche Missst&auml;nde und hohe Lebenshaltungskosten im &ldquo;Vorzeige&rdquo;-Land S&uuml;damerikas.<br>\nBereits im Januar waren die Metrotickets um 20 Peso gestiegen. Eine weitere Erh&ouml;hung, von 800 auf 830 Peso (1,04 Euro), wollen nun viele nicht mehr hinnehmen&hellip;<br>\nAm Wochenende demonstrierten tausende Menschen in Santiago friedlich, aus Solidarit&auml;t mit jenen, die von der niedrigen Rente oder vom Mindestlohn leben, und bis zu einem Sechstel ihres Einkommens f&uuml;r Tickets ausgeben m&uuml;ssen. Gleichzeitig kam es zu weiteren Pl&uuml;nderungen und Ausschreitungen. U-Bahnh&ouml;fe, Busse und Gesch&auml;fte wurden in Brand gesetzt. &Uuml;ber 70 der insgesamt 168 U-Bahn-Stationen seien verw&uuml;stet, der &ouml;ffentliche Verkehr in der Sieben-Millionen-Metropole wurde ausgesetzt. Die Sch&auml;den sollen sich schon jetzt auf mehr als 300 Millionen Dollar belaufen. Teile des Netzes sollen monatelang ausfallen.<br>\nPr&auml;sident Sebastian Pi&ntilde;era nahm am Samstagabend schlie&szlig;lich die Tariferh&ouml;hung zur&uuml;ck, erkl&auml;rte kurz darauf den Ausnahmezustand und verh&auml;ngte eine Ausgangssperre in Santiago und vier weiteren St&auml;dten. Der Ausnahmezustand soll zun&auml;chst f&uuml;r 15 Tage gelten und kann um weitere 15 erweitert werden. Laut Angaben des Verteidigungsministeriums sollen zudem mehr als 9.000 Soldaten die Krawalle eind&auml;mmen.<br>\nZum ersten Mal seit Ende der Milit&auml;rdiktatur 1990 patrouillieren nun wieder Soldaten auf den Stra&szlig;en, um f&uuml;r Recht und Ordnung zu sorgen. Die Regierung ergreift damit Ma&szlig;nahmen, die nur bei Naturkatastrophen von der Bev&ouml;lkerung geduldet wurden, und die bei jenen, die unter der Milit&auml;rdiktatur gelebt haben, nun alte Wunden aufzurei&szlig;en drohen. F&uuml;r junge Leute ist die &Uuml;bergabe der Kontrolle an das Milit&auml;r ein Zeichen des Misstrauens und der Schw&auml;che. Sie rufen nach einem Richtungswechsel in der Politik&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Chile-Proteste-gegen-die-neoliberale-Politik-4562305.html\">Telepolis<\/a>\n<p><em>Lesen Sie dazu auch auf den NachDenkSeiten: &ldquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55696\">Chile: &ldquo;Renten reichen kaum f&uuml;r die Leichenbestattung&rdquo; &ndash; Selbstt&ouml;tungen der Pension&auml;re auf H&ouml;chststand<\/a>&ldquo;<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Berater hatten B&uuml;ros und Briefk&ouml;pfe der Bundeswehr<\/strong><br>\nNeues aus der erstaunlichen Welt des Beraterwesens beim Bundesverteidigungsministerium: Dieses ist nicht nur sehr ausgedehnt gewesen &ndash; Beratern wurde sogar erm&ouml;glicht, sich nach au&szlig;en hin wie offizielle Bundeswehrangeh&ouml;rige zu geben.<br>\nPrivate Berater haben B&uuml;ros, Briefk&ouml;pfe und interne E-Mail-Adressen des Verteidigungsministeriums genutzt. Das ergeben Recherchen der WELT AM SONNTAG und zeigen damit, in welch hohem Ausma&szlig; Beratungsleistungen bei der Bundeswehr unter F&uuml;hrung von Ex-Ministerin Ursula von der Leyen (CDU) erfolgten.<br>\nDie Berater waren teils selbst verwundert, wie eng sie an das interne IT-Netzwerk angebunden waren. Besonders heikel war diese N&auml;he in der Vorzeigeabteilung CIT, B&uuml;ros und interne Mails wurden insbesonders hier extern genutzt. Dies besch&auml;ftigt auch einen Untersuchungsausschuss des Bundestages.<br>\nDie damalige Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen hatte Anfang Oktober 2016 selbst das Startsignal zur Aufstellung der ministeriellen Abteilung &bdquo;Cyber- und Informationstechnik&ldquo; (CIT) gegeben. &bdquo;Heute ist ein wegweisender Tag&ldquo;, sagte sie damals, &bdquo;die Bundeswehr erschlie&szlig;t sich eine neue Dimension.&ldquo; (&hellip;)<br>\nDen Abgeordneten im Untersuchungsausschuss des Bundestags geht es vor allem darum, dass unter der Ministerin von der Leyen und ihrer Staatssekret&auml;rin Suder das System der externen Beratung &ndash; nach bisherigen Erkenntnissen &ndash; v&ouml;llig ausuferte.<br>\nDieses Bild hat sich in bisher 23. Sitzungen des laufenden Ausschusses verfestigt. Einige dringende Fragen werden dort weiter verfolgt: Wie stark hat sich die N&auml;he zwischen Beamten und Beratern ganz genau verselbstst&auml;ndigt? Haben enge Netzwerke von Kontakten bis in die Ministeriumsspitze Firmen Auftr&auml;ge eingebracht? Und ist durch die Verletzung des Vergaberechts bei der Vergabe von Beraterauftr&auml;gen finanzieller Schaden entstanden?<br>\nAll das gilt es, weiter aufzukl&auml;ren. Neue Zeugen will der Ausschuss bis Februar vernehmen. Erkenntnisse des laufenden Ausschusses will das Verteidigungsministerium auf Nachfrage bis auf Weiteres nicht kommentieren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article202162226\/Verteidigungsministerium-Berater-hatten-Bueros-und-Briefkoepfe-der-Bundeswehr.html\">Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Auch das ist ein Skandal, den die ehemalige Bundesverteidigungsministerin von der Leyen zu verantworten hat. Aber auch ihre Nachfolgerin, CDU-Vorsitzende Kramp-Karrenbauer, scheint kein Interesse an Aufkl&auml;rung und Transparenz zu haben. Konsequenzen? Fehlanzeige &ndash; auch, weil die SPD und ihr derzeitiges Spitzenpersonal offenbar mehr am Verbleib in der Koalition mit den Unionsparteien interessiert ist. Bitte lesen Sie auch &ldquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53444\">Zwei katastrophale Personalentscheidungen: von der Leyen und Kramp-Karrenbauer. Ein schwarzer Tag.<\/a>&ldquo;. und &ldquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53305\">Von der Leyen in Br&uuml;ssel: Eindeutig f&uuml;r die Politik der St&auml;rke und Abschreckung gegen&uuml;ber Russland. Ansonsten schwammig.<\/a>&ldquo;.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Geschw&auml;rzte Demokratie<\/strong><br>\nDer australische Zeitungs-Protest f&uuml;r Pressefreiheit ist nicht nur die Sache einer Branche. Denn wer sich nicht unabh&auml;ngig informieren kann, kann auch keine Wahlentscheidungen treffen.<br>\nDie Botschaft war deutlich und d&uuml;ster, es d&uuml;rfte nur wenige Australier geben, die sie am Montag nicht vernommen haben: F&uuml;r Journalistinnen und Journalisten im Land wird die Arbeit nach mehreren Gesetzes&auml;nderungen schwierig, die Pressefreiheit ist in Gefahr. Die Botschaft lag an Kiosken und in Briefk&auml;sten &ndash; die Tageszeitungen des Landes, mitunter Konkurrenten, erschienen mit geschw&auml;rzten Titelseiten. Balken statt Buchstaben. Eine Aktion, die ein Hilferuf ist.<br>\nEs ist dies nicht nur der Hilferuf einer Branche, sondern der Demokratie. Denn Pressefreiheit betrifft in erster Linie Leserinnen und H&ouml;rer, Zuschauer und Nutzerinnen. Wer eine Wahlentscheidung treffen soll, muss sich dar&uuml;ber informieren k&ouml;nnen, wenn die Regierung &Uuml;berwachungsma&szlig;nahmen plant. Wenn Soldaten in Afghanistan mutma&szlig;lich Zivilisten t&ouml;ten. Beides Berichte, auf die Razzien in australischen Redaktionen folgten. Auch in Europa ist eine freie Presse nicht selbstverst&auml;ndlich. In &Ouml;sterreich wollten sich Politiker gern medialer Kritik entledigen, in Deutschland sitzen Abgeordnete im Bundestag, die in Journalisten Feinde sehen, in Malta wurde eine Journalistin get&ouml;tet.<br>\nWenn es darum geht, f&uuml;r Informationsfreiheit einzustehen, ist in einigen L&auml;ndern kein Alarm zu laut. Die australische Presse hat gezeigt, wie Lautst&auml;rke mit ordentlich Echo geht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/medien\/australien-protest-pressefreiheit-geschwaerzt-1.4649141\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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