{"id":55799,"date":"2019-10-23T08:40:15","date_gmt":"2019-10-23T06:40:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55799"},"modified":"2019-10-23T08:40:15","modified_gmt":"2019-10-23T06:40:15","slug":"hinweise-des-tages-3477","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55799","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WM\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55799#h01\">Deutsche Waffen beim t&uuml;rkischen Milit&auml;r<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55799#h02\">Krieg um Nordsyrien (III)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55799#h03\">Erdogan bek&auml;mpft auch die Demokratie-Experimente der Kurden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55799#h04\">Alexandria Ocasio-Cortez on Why She Backed Bernie Sanders Over Elizabeth Warren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55799#h05\">Die soziale Marktwirtschaft war nie sozial<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55799#h06\">Hilfe, Polizei!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55799#h07\">Metaller-Lohnverhandlungen &ndash; Nach Rekorddividende wollen auch Arbeitnehmer ihren Anteil<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55799#h08\">Ulrich Schneider: Hohe Kinderarmut in Deutschland ist Menschenrechtsversto&szlig;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55799#h09\">Equal Pay Day: Warum der Gender Pay Gap nur ein Teil des Problems ist<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55799#h10\">Ausbau von Windkraftanlagen an Land geht dramatisch zur&uuml;ck<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55799#h11\">Lenkung, Aufkommen, Verteilung: Wirkungen von CO2-Bepreisung und R&uuml;ckverg&uuml;tung des Klimapakets<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55799#h12\">Warum 13 Millionen Schweine im M&uuml;ll landen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55799#h13\">EURO-Balkan: EU zerbricht und will doch gr&ouml;&szlig;er werden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55799#h14\">Protest gegen deutsche Rohstoffsicherung in Bolivien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55799#h15\">Uniform hei&szlig;t Unterordnen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55799#h16\">Saudischer Kampfjet l&ouml;scht Familie im Nordjemen aus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55799#h17\">Schlechte Zahlungsmoral &ndash; Freie Journalisten beklagen erschwerte Recherche<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55799#h18\">Journalisten und Politiker: Weltanschaulich eng miteinander verbunden<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Deutsche Waffen beim t&uuml;rkischen Milit&auml;r<\/strong><br>\nDeutsche R&uuml;stungsexporte in die T&uuml;rkei befinden auf dem h&ouml;chsten Stand seit 14 Jahren &ndash; so titelt selbst &bdquo;die Zeit&ldquo; Kriegsger&auml;t im Wert von 250 Millionen &euro; erhielt das t&uuml;rkische Milit&auml;r zwischen Januar und August 2019. Dabei z&auml;hlte die T&uuml;rkei bereits schon in den letzten Jahren zu den gr&ouml;&szlig;ten Abnehmern der deutschen R&uuml;stungsindustrie: &bdquo;Im vergangenen Jahr machten die Lieferungen an die T&uuml;rkei mit 242,8 Millionen Euro fast ein Drittel aller deutschen Kriegswaffenexporte (770,8 Millionen Euro) aus. Damit war die T&uuml;rkei klar die Nummer eins unter den Empf&auml;ngerl&auml;ndern deutscher R&uuml;stungsg&uuml;ter. &ldquo;Bei den v&ouml;lkerrechtswidrigen Angriffskriegen der T&uuml;rkei (euphemistisch bezeichnet als &bdquo;Operation Olivenzweig&ldquo; im Jahr 2018 und nun &bdquo;Operation Friedensquelle&ldquo;) verwendet das t&uuml;rkische Milit&auml;r Kriegsger&auml;t, welches h&auml;ufig in unserer unmittelbaren Umgebung entwickelt, getestet oder hergestellt wird&hellip;\n<ul>\n<li>Rheinmetall<br>\nBekannt d&uuml;rfte die Beteiligung am Leopard 2 Panzer sein, den Rheinmetall mit der 120 mm Glattrohrkanone (120 mm Waffenanlage L44 und der nun verl&auml;ngerten L55) ausstattet. Im Jahr 2005 erhielt die T&uuml;rkei von der Bundesregierung 354 Kampfpanzer des Typs Leopard 2 A4 &ndash; zuvor erhielt das t&uuml;rkische Milit&auml;r bereits 397 Panzer des Typs Leopard 1, an dessen Produktion Rheinmetall ebenfalls durch die Glattrohrkanone beteiligt war&hellip;<\/li>\n<li>Daimler AG<br>\nWie aus einer Anfrage der kritischen Aktion&auml;r*innen bei der Daimler AG hervorgeht, steigerte die Daimler AG den Export von Milit&auml;rfahrzeugen im Jahr 2016 um fast ein Drittel: 4.571 Milit&auml;rlastkraftwagen (Vorjahr 3465) wurden an 22 (Vorjahr 16) Staaten ausgeliefert. Mercedes-Milit&auml;r-Unimogs und Actros-Panzertransporter wurden demnach u.a. nach Algerien, Saudi-Arabien und an die T&uuml;rkei geliefert. Abgesehen davon produziert Daimler bzw. Mercedes-Benz T&uuml;rk A.?. seit 1986 selbst LKW im Werk Aksaray\/Mittelanatolien&hellip;<\/li>\n<li>Heckler und Koch<br>\nDas aktuelle Standardgewehr der t&uuml;rkischen Armee beruht auf dem von Heckler &amp; Koch (HK) entwickelte Modell G-3 und wird ebenso wie das Sturmgewehr HK33 vom staatseigenen t&uuml;rkischen Unternehmen MKEK (Makina ve Kimya End&uuml;strisi Kurumu) in Lizenz gefertigt&hellip;<\/li>\n<li>VW\/Renk und MTU Friedrichshafen<br>\nDas von VW &uuml;bernommene R&uuml;stungsunternehmen Renk ist bereits mit seinem Fahrzeuggetriebe HSWL 354 in den v&ouml;lkerrechtswidrigen Angriffskrieg involviert&hellip;<\/li>\n<li>ThyssenKrupp Marine Systems<br>\n&bdquo;Seit knapp 50 Jahren ist die t&uuml;rkische Marine Kunde von thyssenkrupp Marine Systems GmbH (TKMS) &ndash; ehemals HDW &ndash; mit Sitz in Kiel&ldquo;- so formuliert es die Linke in ihrer Kleinen Anfrage. Zugzeit baut die T&uuml;rkei in der G&ouml;lc&uuml;k Schiffswerft mit deutscher Herstellungslizenz sechs Jagd-U-Boote des Typs 214 &ndash; von HDW entwickelt&hellip;<\/li>\n<li>SIG Sauer GmbH &amp; Co. KG<br>\nIm Juli 2003 erhielt der Waffenhersteller Sig Sauer mit Sitz in Eckernf&ouml;rde die Genehmigung, Pistolen im Wert von 3.376&euro; an die T&uuml;rkei zu liefern. Im Jahr 2017 bestellte die T&uuml;rkei f&uuml;r die Leibw&auml;chter Erdogans Waffen im Wert von 1,2 Millionen $ bei dem Tochterunternehmen Sig Sauer Inc. in den USA&hellip;<\/li>\n<li>Deutsche Nickel AG<br>\nIm Jahr 2003 erhielt die Deutsche Nickel AG mit Sitz in Schwerte im Ruhrgebiet eine Exportlizenz f&uuml;r die Herstellungsausr&uuml;stung Munition im Wert von 1.031.000 &euro;.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Team Spezialger&auml;te Vertriebs GmbH&hellip;<br>\nWeitere Ausfuhrlizenzen von R&uuml;stungsg&uuml;tern an die T&uuml;rkei erhielten in der Vergangenheit folgende Unternehmen: Hensoldt Systemtechnik GmbH, Sundwiger Messingwerke GmbH, Diehl Avionik Systeme GmbH, AMP Technical Services GmbH, MAN Ferrostaal Industrieanlagen GmbH, Eurocopter Deutschland GmbH, Numerics GmbH und die Fritz Werner GmbH&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.imi-online.de\/2019\/10\/18\/deutsche-waffen-beim-tuerkischen-militaer\/\">IMI<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Eine alte B&ouml;rsenweisheit lautet &bdquo;Kaufen, wenn die Kanonen donnern&ldquo;. Ein Blick auf den Chart des R&uuml;stungskonzerns Rheinmetall zeigt, wer von der Spannungs- und Kriegspolitik am meisten profiitiert. <\/em><\/p>\n<div class=\"imagewrap\"><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/191023-hdt-01.png\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/191023-hdt-01.png\" alt=\"\" title=\"\"><span><\/span><\/a><\/div>\n<p><em>Die gr&ouml;&szlig;ten Aktion&auml;re von Rheinmetall sind &uuml;brigens &ndash; wie bei den meisten gro&szlig;en deutschen Unternehmen &ndash; fast ausschlie&szlig;lich gro&szlig;e amerikanische und britische Verm&ouml;gensverwaltungsgesellschaften und Fonds &hellip;<\/em><\/p>\n<div class=\"imagewrap\"><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/191023-hdt-02.png\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/191023-hdt-02.png\" alt=\"\" title=\"\"><span><\/span><\/a><\/div>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Krieg um Nordsyrien (III)<\/strong><br>\nDie Bundeswehr soll im Norden Syriens intervenieren. Dies verlangen einflussreiche deutsche Politiker im Zusammenhang mit der Forderung von Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer, die europ&auml;ischen NATO-Staaten sollten in dem Gebiet, mit dessen Eroberung die T&uuml;rkei vor zwei Wochen begonnen hat, eine Besatzungszone errichten. Die Rede ist von mehreren zehntausend Soldaten. Das er&ouml;ffnete Berlin eine eventuell langfristige milit&auml;rische Pr&auml;senz auf syrischem Territorium und sicherte Deutschland neue Einflusshebel im Nahen und Mittleren Osten, wo der Westen zuletzt eine Schw&auml;chung seiner Stellung gegen&uuml;ber Moskau hinnehmen musste. Die Stationierung deutscher Soldaten in Nordsyrien br&auml;chte au&szlig;erdem die bereits vor Jahren verk&uuml;ndeten Pl&auml;ne der Berliner Au&szlig;enpolitik voran, in der Region nachzur&uuml;cken und die westlichen Positionen auszubauen, w&auml;hrend die Vereinigten Staaten ihre milit&auml;rischen Kr&auml;fte vor allem auf den Machtkampf gegen China fokussieren. Allerdings haben sich am gestrigen Dienstag Moskau und Berlin auf ein Konzept geeinigt, das die milit&auml;rische Kontrolle &uuml;ber die fraglichen Gebiete zwischen der T&uuml;rkei und Russland aufteilt.<br>\n(&hellip;) In letzter Sekunde<br>\nIm Hinblick auf ihren Vorsto&szlig; zur Schaffung einer westlichen Besatzungszone in Syrien legt die Verteidigungsministerin Wert auf die Feststellung, es handle sich um einen &ldquo;Impuls und eine politische Initiative von Deutschland&rdquo;. Tats&auml;chlich tritt die Bundesrepublik, die bislang gegen&uuml;ber der &Ouml;ffentlichkeit stets vorgegeben hatte, lediglich an der Seite der USA (Kosovo, Afghanistan) oder Frankreichs (Mali, Krieg gegen den IS) zu operieren, nun erstmals offiziell als milit&auml;rische F&uuml;hrungsmacht auf. Kramp-Karrenbauers Vorsto&szlig; erfolgt gleichsam in letzter Sekunde: Am gestrigen Dienstag haben sich der russische Pr&auml;sident Wladimir Putin und sein t&uuml;rkischer Amtskollege Recep Tayyip Erdo?an darauf geeinigt, den Abzug der syrisch-kurdischen YPG aus einem 30 Kilometer breiten Landstreifen s&uuml;dlich der syrisch-t&uuml;rkischen Grenze zu erzwingen, um dann die milit&auml;rische Kontrolle &uuml;ber die betreffenden Gebiete Nordsyriens de facto zwischen Russland und der T&uuml;rkei aufzuteilen. Wie sich dieses Vorhaben zu einer potenziellen westlichen Besatzungszone verh&auml;lt, ist nicht klar.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/8082\/\">German Foreign Policy<\/a>\n<p><strong>Dazu: Endlich Engagement<\/strong><br>\nDas muss man Annegret Kramp-Karrenbauer lassen: Mut hat sie. Ihr Vorschlag f&uuml;r eine internationale Sicherheitszone im Norden Syriens ist nicht weniger als eine au&szlig;enpolitische Sensation, eine Z&auml;sur in der deutschen Sicherheitspolitik, ein Bruch mit Deutschlands &ldquo;Kultur der milit&auml;rischen Zur&uuml;ckhaltung&rdquo;, die bisher trotz aller Forderungen nach gr&ouml;&szlig;erer Verantwortung in der Welt seine Politik bestimmt hat. Noch nie kam die Initiative f&uuml;r einen internationalen Friedenseinsatz aus Deutschland, noch nie &ndash; vielleicht mit Ausnahme der Reaktion auf 9\/11 &ndash; hat Deutschland von sich aus seine Beteiligung an einer Milit&auml;raktion in Aussicht gestellt. Milit&auml;rische L&ouml;sungen? Daf&uuml;r f&uuml;hlte sich Deutschland bisher nie zust&auml;ndig, selbst wenn es sich explizit um Friedenseins&auml;tze handelte. Wenn es irgendwie m&ouml;glich war, sich herauszuhalten, tat Deutschland das.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/annegret-kramp-karrenbauer-syrien-initiative-ist-sinnvoll-a-1292787.html#js-article-comments-box-pager\">Spiegel Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers Sebastian A.:<\/strong> Furchtbar wie hier f&uuml;r einen weiteren Auslandseinsatz, bzw. das &Uuml;bernehmen von &ldquo;Verantwortung&rdquo; geworben wird. Alleine der nicht enden wollende Einsatz in Afghanistan ist doch mittlerweile Beweis genug, dass sich die Konflikte so nicht l&ouml;sen lassen.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu auch: Annegret macht Weltpolitik<\/strong><br>\nMit niemandem abgestimmt hat die au&szlig;enpolitisch unerfahrene Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer eine international kontrollierte Sicherheitszone unter Einbeziehung der T&uuml;rkei und Russlands in Syrien vorgeschlagen. &ldquo;Viele Au&szlig;en- und Sicherheitspolitiker trauten ihren Augen und Ohren nicht&rdquo;, meint der &ldquo;Tagesspiegel&rdquo;. In den Reihen der SPD macht das Wort vom &ldquo;Harakiri&rdquo; der CDU-Vorsitzenden die Runde.<br>\nDer zust&auml;ndige Au&szlig;enminister wusste von nichts. Deutsche Diplomaten bef&uuml;rchten, dass Kramp-Karrenbauer wegen dieses t&ouml;lpelhaften Vorsto&szlig;es Schaden anrichtet.<br>\nDer Vorschlag ist so genial wie die Ideen, einen gemeinsamen deutsch-franz&ouml;sischen Flugzeugtr&auml;ger zu bauen und die deutschen Ausgaben f&uuml;r R&uuml;stung und Kriegsf&uuml;hrung auf zwei Prozent des BIP zu steigern.<br>\nEs ging der Verteidigungsministerin wohl nicht in erster Linie darum, den Menschen in Syrien zu helfen, sondern angesichts ihrer sinkenden Zustimmung in der CDU und ihrer schwindenden Popularit&auml;tswerte im Rennen um die Kanzlerkandidatur in die Schlagzeilen zu kommen. Das ist voll in die Hose gegangen. So mir nichts, dir nichts die Bundeswehr in einen sehr gef&auml;hrlichen Einsatz schicken zu wollen, l&auml;sst auch ihr Wohlgesonnene den Kopf sch&uuml;tteln. Milit&auml;risch ausgedr&uuml;ckt: G&auml;be es eine Musterung f&uuml;r Kanzlerkandidaten, dann w&auml;re der Befund: untauglich! Wegtreten!<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/oskarlafontaine\/photos\/a.198567656871376\/2594316197296498\/?type=3&amp;theater\">Oskar Lafontaine<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Erdogan bek&auml;mpft auch die Demokratie-Experimente der Kurden<\/strong><br>\nIn Rojava streben die Kurden nach Gleichheit der Geschlechter. Sie respektieren Christen und andere Minderheiten.<br>\nDie USA lassen in Syrien nicht nur Kurden im Stich, die im Kampf gegen die fundamentalistischen IS-Terroristen &uuml;ber 10&rsquo;000 Tote und noch mehr Verletzte zu beklagen haben. Die USA gef&auml;hrden auch eine Entwicklung zu demokratischen Strukturen, welche die Kurden in Nordsyrien seit einigen Jahren aufbauten. Das berichtet die Journalistin Jenna Krajeski in der New York Times. Sie hatte das von den Kurden &laquo;Rojava&raquo; bezeichnete Gebiet mehrmals besucht.<br>\nDer R&uuml;ckzug der US-Truppen aus Nordsyrien hat weltweit Unverst&auml;ndnis ausgel&ouml;st. Aber es w&auml;re zu kurzsichtig, diesen Entscheid bloss als Verrat an Verb&uuml;ndeten zu betrachten. In Nordsyrien steht viel mehr auf dem Spiel: In der angehenden kurdischen autonomen Region w&auml;chst ein &auml;usserst ambiti&ouml;ser, wenn auch junger und kontroverser Versuch in Demokratie, Gleichberechtigung und Stabilit&auml;t heran. W&auml;hrend die Mitglieder der YPG (kurdische Volksverteidigungseinheiten) und ihre Mitstreiterinnen in den Frauenverteidigungseinheiten an der Front k&auml;mpfen, bem&uuml;hen sich Kurden und Kurdinnen in Rojava darum, die seit drei Jahrzehnten angestrebte kurdische Demokratie zu verwirklichen. Der Plan umfasst gleiche Vertretung von Frauen und Minderheiten, eine gerechte Verteilung von Land und Verm&ouml;gen, ein ausgeglichenes Rechtssystem, selbst die &ouml;kologische Bewahrung der Landschaft Nordsyriens&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/Artikel\/FreiheitRecht\/Erdogan-bekampft-auch-die-Demokratie-Experimente-der-Kurden1\">Infosperber<\/a>\n<p><strong>dazu: US-Truppen m&uuml;ssen Irak verlassen<\/strong><br>\nDas n&auml;chste Problem f&uuml;r die Syrien-Strategie von Pr&auml;sident Trump: Die aus den Kurdengebieten abgezogenen Truppen d&uuml;rfen nicht im Irak bleiben. So hat es die Regierung in Bagdad beschlossen.<br>\nDie US-Truppen, die aus Syrien kommend in den Irak wollen, d&uuml;rfen dies nur, wenn sie anschlie&szlig;end den Irak wieder verlassen. Das hat das irakische Milit&auml;r mitgeteilt. &ldquo;Es gibt keine Genehmigung f&uuml;r diese Truppen, im Irak zu bleiben&rdquo;, hie&szlig; es in einer Mitteilung.<br>\nSchon 5000 US-Soldaten im Irak<br>\nDie Mitteilung zeigt, wie offenbar unvorbereitet der Abzug der US-Truppen aus Nordyrien erfolgt. US-Verteidigungsminister Mark Esper hatte am Samstag erkl&auml;rt, dass alle der nahezu 1000 im Norden Syriens stationierten Soldaten im westlichen Irak erwartet w&uuml;rden, um den Kampf gegen die IS-Miliz fortzusetzen und dabei zu helfen, den Irak zu verteidigen. Doch ganz so einfach scheint das nun nicht zu sein&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/us-truppen-irak-101.html\">Tagesschau<\/a><\/p>\n<p><strong>und: Russia replaces US as Mideast power broker<\/strong><br>\nAmerican troops pelted with tomatoes as they abandon former Kurdish allies in NE Syria<br>\nLess than 48 hours after US troops were pelted with tomatoes and stones as they abandoned their former Kurdish allies in northeastern Syria, Russia has moved in as the region&rsquo;s new referee.<br>\nRussian President Vladimir Putin, after marathon six-hour talks with his Turkish counterpart, secured an agreement to halt a Turkish invasion of the border area &ndash; instead offering joint patrols with his forces in specific border towns.<br>\nTurkish Foreign Minister Mevlut Cavusoglu acknowledged the joint patrols would not apply to the Syrian city of Qamishli, where Syria&rsquo;s armed forces have maintained an airbase throughout the war.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.asiatimes.com\/2019\/10\/article\/russia-replaces-us-as-middle-east-power-broker\/\">Asia Times<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Alexandria Ocasio-Cortez on Why She Backed Bernie Sanders Over Elizabeth Warren<\/strong><br>\nOn stage at a rally in Queens on Saturday, and in interviews beforehand with The Intercept, NBC News, and CBS News, Rep. Alexandria Ocasio-Cortez expounded on her decision to endorse Sen. Bernie Sanders in the presidential primary. Perhaps as important as her endorsement was the motivation behind it: If Ocasio-Cortez portrayed Sanders as the only trustworthy candidate in a field of sellouts and shills, it could make uniting the party after the nomination &mdash; either behind Sanders or one of his opponents &mdash; that much more difficult. But Ocasio-Cortez went a different route.<br>\n(&hellip;) By endorsing Sanders in order to help build his movement, Ocasio-Cortez is taking seriously the campaign&rsquo;s motto, &ldquo;Not me, us.&rdquo;<br>\n&ldquo;For me, it wasn&rsquo;t even about helping the senator. It was a moment of clarity for me personally in saying, What role do I want to play?&rdquo; Ocasio-Cortez told NBC. &ldquo;And I want to be a part of a mass movement.&rdquo;<br>\n&ldquo;It was less about personalities and more about values, more about strategy, more about not just, Are we going to defeat Donald Trump? But how are we going to defeat him? And so that&rsquo;s a process that I think every American needs to go through,&rdquo; she told The Intercept. &ldquo;I&rsquo;m proud to be part of this movement.&rdquo;&hellip;<br>\nFor Ocasio-Cortez, Democratic victories are hollow if they&rsquo;re not helping push the country in a more progressive direction.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/theintercept.com\/2019\/10\/21\/alexandria-ocasio-cortez-aoc-bernie-sanders-endorsement\/?fbclid=IwAR1NBoOrZ00aOqBCqmfKKaDetQhoC8FJhaZ4KVd1IH7cjTkFVN6MxKzMPSE\">The Intercept<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Anette Sorg:<\/strong> Not me, us! So hei&szlig;t die Kampagne der Demokraten. Sehr sch&ouml;n. Sehr lesenswert<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Die soziale Marktwirtschaft war nie sozial<\/strong><br>\nDer Mythos von der &ldquo;sozialen Marktwirtschaft&rdquo; verdeckt bis heute au&szlig;erordentlich geschickt, wie ungerecht es in der Bundesrepublik zuging und zugeht. Statt auf sozialen Ausgleich zu setzen, vertrauten Ludwig Erhard und seine Nachfolger blind dem Markt und verfestigten so die ungleiche Verm&ouml;gens- und Einkommensverteilung.<br>\nBis heute sind die allermeisten Deutschen &uuml;berzeugt, dass sie in einer &ldquo;sozialen Marktwirtschaft&rdquo; leben, die von Ludwig Erhard h&ouml;chst pers&ouml;nlich erfunden wurde. Diese soziale Marktwirtschaft, so geht die Legende, sei einzigartig in Europa, und nur ihr w&auml;re das &ldquo;Wirtschaftswunder&rdquo; zu verdanken. Nichts davon stimmt. Deutschland war nie besonders sozial &ndash; und eine besondere Wirtschaftsverfassung gab es hier auch nicht. Stattdessen ging es nach dem Zweiten Weltkrieg weiter wie zuvor: In den Gro&szlig;konzernen dominierten die alten Eliten.<br>\nDer Slogan &ldquo;soziale Marktwirtschaft&rdquo; fand sich erstmals 1949 im CDU-Wahlprogramm und sollte angeblich einen dritten Weg zwischen Kapitalismus und Sozialismus weisen. Das klang nach Ausgleich und nach Mitte und wirkte sympathisch auf ein ersch&ouml;pftes Volk, das von politischen Extremen genug hatte.<br>\nLudwig Erhard hielt Sozialpolitik f&uuml;r &uuml;berfl&uuml;ssig, ja sch&auml;dlich.<br>\nDen meisten W&auml;hlern fiel gar nicht auf, wie missverst&auml;ndlich das Konzept war. Die &bdquo;soziale Marktwirtschaft&ldquo; strebte n&auml;mlich mitnichten eine ausgebaute Sozialpolitik an, sondern behauptete im Gegenteil, dass der freie Markt an sich schon sozial sei. Man m&uuml;sste nur f&uuml;r ungehinderten Wettbewerb sorgen und schon sei der &bdquo;Wohlstand f&uuml;r alle&ldquo; garantiert&hellip;<br>\nWettbewerb sei &bdquo;der tragende Pfeiler der sozialen Marktwirtschaft&ldquo; versprach Erhard immer wieder, der damals als Wirtschaftsminister amtierte. W&auml;hrend er Rede um Rede hielt, geschah jedoch das Gegenteil: Die bundesdeutschen Gro&szlig;konzerne wuchsen weiter und konsolidierten ihre Macht.<br>\n(&hellip;) Gro&szlig;konzerne kontrollieren 66,7 Prozent des Umsatzes in Deutschland<br>\nDie alten Strukturen in den Gro&szlig;konzernen waren also l&auml;ngst wieder gefestigt, als 1958 Erhards &bdquo;Gesetz gegen Wettbewerbsbeschr&auml;nkungen&ldquo; in Kraft trat&hellip;<br>\nDie bundesdeutsche Wirtschaft ist extrem konzentriert, wie sich an einer einzigen trockenen Zahl erkennen l&auml;sst, die sich im neuesten Statistischen Jahrbuch findet: Die Gro&szlig;konzerne machen nur 0,7 Prozent aller Firmen in Deutschland aus &ndash; aber sie kontrollieren 66,7 Prozent des Umsatzes.<br>\n(&hellip;) Die &ldquo;soziale Marktwirtschaft&rdquo; konnte dennoch zur zentralen Legende der Bundesrepublik werden, weil ein enormer Aufschwung einsetzte, der bis heute gern &bdquo;Wirtschaftswunder&ldquo; genannt wird. Die Zahlen sind tats&auml;chlich beeindruckend: Von 1950 bis 1973 legte die bundesdeutsche Wirtschaft pro Kopf um durchschnittlich f&uuml;nf Prozent zu. Ein Rekord war es dennoch nicht. Italien kam ebenfalls auf f&uuml;nf Prozent, und Spanien erreichte sogar 5,8 Prozent pro Jahr und Kopf. Fast alle europ&auml;ischen Staaten erlebten starkes Wachstum.<br>\nDie Verm&ouml;gensverteilung in Deutschland kann nur als Skandal bezeichnet werden<br>\nV&ouml;llig unerheblich war &uuml;brigens, ob die Regierungen an die &ldquo;freie Marktwirtschaft&rdquo; glaubten oder Schl&uuml;sselindustrien verstaatlicht hatten. Der Aufschwung setzte &uuml;berall ein, ohne dass die jeweilige offizielle Wirtschaftspolitik den Ausschlag gegeben h&auml;tte&hellip;<br>\nDie &ldquo;soziale Marktwirtschaft&rdquo; hat nie existiert und war nicht mehr als ein Slogan, mit dem die CDU ihre Wahlk&auml;mpfe bestritt. Trotzdem war diese Legende nicht folgenlos. Denn sie verdeckte au&szlig;erordentlich geschickt, wie ungerecht es in der Bundesrepublik zuging. Bereits 1955 klagte der Pr&auml;sident des Statistischen Landesamts von Baden-W&uuml;rttemberg, dass &ldquo;die Verm&ouml;gensverteilung in der Bundesrepublik nur als ein Skandal bezeichnet werden&rdquo; k&ouml;nne&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/gegenblende.dgb.de\/artikel\/++co++b1fa5370-f009-11e9-b91b-52540088cada\">Ulrike Herrmann auf Gegenblende<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Hilfe, Polizei!<\/strong><br>\n(&hellip;) Der franz&ouml;sische Staat geht mit einer bisher nicht gekannten Gewalt gegen die neue B&uuml;rgerbewegung vor. Da die Gelbwesten nur eine sehr lose Organisationsstruktur haben und es daher kaum Verantwortliche gibt, die belangt werden k&ouml;nnen, setzt man auf Zerm&uuml;rbung und massive Abschreckung. Dazu wurden die Einheiten von Polizei und Gendarmerie sowie die kasernierten Kr&auml;fte der Compagnies R&eacute;publicaines de S&eacute;curit&eacute; (CRS) mit neuen Waffen ausger&uuml;stet, die als &raquo;noch nicht t&ouml;dlich (subl&eacute;tale)&laquo; bezeichnet werden. Besonders gef&auml;hrlich ist eine Granate mit der Bezeichnung GLI-F4. Sie enth&auml;lt au&szlig;er Tr&auml;nengas 25 Gramm Sprengstoff (TNT), der eine heftige Druckwelle ausl&ouml;st und mit 165 Dezibel extrem laut ist. Die Waffe, von der es angeblich nur noch Restbest&auml;nde gibt, hat bei Demonstranten schwere Verletzungen wie abgerissene H&auml;nde verursacht.<br>\nSehr beliebt ist bei den Polizeieinheiten das Schweizer LBD 40. Im Dezember 2018 bestellte das Innenministerium 1280 neue Exemplare des monstr&ouml;sen Gewehrs, das Hartgummikugeln mit 40 Millimetern Durchmesser verschie&szlig;t. Circa 20 der Geschosse riefen bei den Opfern schwere Augenverletzungen hervor, bei einigen konnte das Auge nicht gerettet werden. Seit Beginn der Gelbwestenbewegung wurden fast 10.000 dieser Gummiprojektile verschossen. Frankreich ist bisher das einzige europ&auml;ische Land, das solche Waffen einsetzt. &Auml;rzte und Krankenhauspersonal haben sich wiederholt &uuml;ber die Schwere der Verletzungen eingelieferter Demonstranten emp&ouml;rt. Aber selbst in den Notaufnahmen ist der Staat pr&auml;sent. Krankenh&auml;user wurden verpflichtet, die Namen der Verletzten weiterzuleiten. Anfang Februar wurde im Eilverfahren das &raquo;loi anticasseurs&laquo; verabschiedet, ein &raquo;Gesetz gegen Randalierer&laquo;, das vor allem die Teilnehmer an den Demonstrationen der Gelbwesten einsch&uuml;chtern soll und sie in die kriminelle, ja terroristische Ecke stellt.<br>\n(&hellip;) Traditionell sind Polizisten eher dem rechten politischen Lager zuzuordnen. Anl&auml;sslich der franz&ouml;sischen Pr&auml;sidentschaftswahlen 2017 hat das Meinungsforschungsinstitut IFOP herausgefunden, dass 51 Prozent der Gendarmen f&uuml;r die Partei von Marine Le Pen stimmen wollten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ossietzky.net\/19-2019&amp;textfile=4910\">Ossietzky<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Metaller-Lohnverhandlungen &ndash; Nach Rekorddividende wollen auch Arbeitnehmer ihren Anteil<\/strong><br>\nBereits vier Runden der Metaller-Lohnverhandlungen wurden abgebrochen und blieben ohne Ergebnis. Die Gewerkschaft fordert ein Plus von 4,5 %. Die Arbeitergeberseite ist dagegen und bietet mit 1,8% gerade einmal die Inflation &ndash; und das, obwohl heuer an die Aktion&auml;re so hohe Dividenden ausgesch&uuml;ttet wurden wie noch nie. Au&szlig;erdem fordert die Gewerkschaft ein besseres Verh&auml;ltnis aus Arbeitszeit und Freizeit. Dazu geh&ouml;ren die leichtere Erreichbarkeit der sechsten Urlaubswoche und das Recht auf die 4-Tage-Woche. Weiter verhandelt wird erst am 28. Oktober &ndash; bis dahin sollen &Ouml;sterreichweit Betriebsratskonferenzen abgehalten werden.<br>\nJeden Herbst dasselbe Spiel: Gute Gesch&auml;ftszahlen werden gefeiert und die ATX-Konzerne sch&uuml;tten neue Rekord-Dividenden an die Aktion&auml;re aus. Kurz vor Beginn der Lohnverhandlungen in der Metallindustrie ist pl&ouml;tzlich alles anders. Von Industrievertretern hei&szlig;t es dann, die Prognosen seien nicht so gut wie erwartet &ndash; leider m&uuml;sse man heuer bei den L&ouml;hnen auf die Bremse steigen.<br>\nDie Verhandlungen in der Metall-Branche sind besonders wichtig, da sie als Gradmesser f&uuml;r die Abschl&uuml;sse der anderen Sparten gelten; darum wird hier auch besonders hart gefeilscht.<br>\n(&hellip;.) Die Party fand in den Chefetagen statt &ndash; jetzt m&uuml;ssen besch&auml;ftigte Metaller ihren Anteil erhalten.<br>\n&bdquo;Anscheinend hat die Party vor allem in den Chefetagen und bei den Aktion&auml;ren stattgefunden, denn bei Managergeh&auml;ltern und Gewinnaussch&uuml;ttungen war man nicht zur&uuml;ckhaltend. W&auml;hrend dort gefeiert wurde, haben die Besch&auml;ftigten mit ihrer Arbeit dazu beigetragen, dass die &ouml;sterreichischen Unternehmen weiterhin auf Erfolgskurs sind. Jetzt ist es endlich an der Zeit, dass auch die ArbeitnehmerInnen ihren Anteil bekommen.&ldquo;&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/kontrast.at\/metaller-kv-2019-lohnverhandlungen\/\">Kontras.at<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Ulrich Schneider: Hohe Kinderarmut in Deutschland ist Menschenrechtsversto&szlig;<\/strong><br>\nDer Hauptgesch&auml;ftsf&uuml;hrer des Parit&auml;tischen Wohlfahrtsverbands, Ulrich Schneider, kritisiert die Bundesregierung bei der Armutsbek&auml;mpfung von Kindern. &ldquo;Wenn in dem f&uuml;nftreichsten Land der Welt fast die H&auml;lfte der Alleinerziehenden und ein Drittel der kinderreichen Familien in Armut leben m&uuml;ssen, ist das ein politischer Versto&szlig; gegen Menschenrechte&rdquo;, sagte er der Tageszeitung &ldquo;neues deutschland&rdquo; (Mittwochsausgabe). Anlass ist der am Dienstag ver&ouml;ffentlichte Bericht &ldquo;Die Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention in Deutschland&rdquo; an die UN der &ldquo;National Coalition Deutschland&rdquo;, dem Netzwerk zur Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention. Er kritisiert insbesondere die hohe Kinderarmut in Deutschland. Schneider forderte gegen&uuml;ber dem &ldquo;neuen deutschland&rdquo;: &ldquo;Die Zeit ist reif f&uuml;r eine Kindergrundsicherung und daf&uuml;r, im Kinder- und Jugendhilfegesetz endlich einen Rechtsanspruch auf Teilhabe zu verankern.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/pm\/59019\/4411527\">Presseportal<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Equal Pay Day: Warum der Gender Pay Gap nur ein Teil des Problems ist<\/strong><br>\nAlle Jahre wieder: Mehrere Monate vor Jahresende ist mit dem Equal Pay Day jener Tag erreicht, ab dem Frauen gratis arbeiten w&uuml;rden, h&auml;tten sie bis dahin den gleichen Lohn wie M&auml;nner erhalten. In &Ouml;sterreich f&auml;llt der Tag heuer auf den 21. Oktober. Dass Frauen weniger als M&auml;nner verdienen, ist keine Neuigkeit. Dass sich daran nichts &auml;ndert, liegt auch daran, dass die wahren Probleme nicht diskutiert werden, schreibt Teresa Petrik.<br>\n(&hellip;) Andererseits spricht es auch daf&uuml;r, dass der Pay Gap nur ein Symptom einer viel gr&ouml;&szlig;eren gesellschaftlichen Schieflage ist. Es gibt in &Ouml;sterreich nach wie vor eine nach Geschlecht differenzierte Arbeitsteilung, und unbezahlte Arbeit ist zwischen M&auml;nnern und Frauen extrem ungleich verteilt. So sind es nach wie vor Frauen, die den Gro&szlig;teil der Hausarbeit, Kinderbetreuung bis hin zur Pflege von Eltern und Angeh&ouml;rigen &uuml;bernehmen. Obwohl es sich dabei um lebenswichtige Arbeit handelt, ohne die unsere Gesellschaft nicht funktionieren w&uuml;rde, ist es noch immer nicht selbstverst&auml;ndlich, auch unbezahlte Arbeit als Arbeit zu benennen. &bdquo;Gleicher Lohn f&uuml;r gleiche Arbeit&ldquo; ist zwar eine sinnvolle Forderung, kratzt jedoch nur an der Oberfl&auml;che der sozialen Ungleichheit, die zwischen M&auml;nnern und Frauen herrscht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/mosaik-blog.at\/gender-pay-gap-arbeitsteilung-sexismus\/\">Mosaik<\/a>\n<p><strong>Dazu: Studie zeigt: Frauenquote bedeutet weniger unqualifizierte M&auml;nner in Top-Jobs<\/strong><br>\nDie Frauenquote bringt top qualifizierte Frauen in Positionen &ndash; und sortiert beim m&auml;nnlichen Personal aus: wer f&uuml;r seinen Job nur mittelm&auml;&szlig;ig qualifiziert ist, der muss &ouml;fter das Feld r&auml;umen. Insgesamt werden Teams durch die Frauenquote kompetenter und effizienter &ndash; wie WissenschaftlerInnen in Schweden untersucht habe.<br>\n(&hellip;) Eine Frauenquote durchbricht dieses Muster. Denn: Einerseits sucht man f&uuml;r die f&uuml;r Frauen gedachten Positionen die qualifiziertesten aus, zum anderen setzen sich f&uuml;r die verbliebenen Positionen (z.B. bei Kandidatur-Listen) die sehr gut qualifizierten M&auml;nner gegen&uuml;ber den mittelm&auml;&szlig;igen durch. Ein weiterer Nutzen ergibt sich durch die gr&ouml;&szlig;ere Durchmischung von Teams und Gremien &ndash; sowohl was Diskussionsverhalten und Erfahrungsschatz&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/kontrast.at\/frauenquote-studie-frauen-maenner-qualifikation\/\">kontrast at.<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Ausbau von Windkraftanlagen an Land geht dramatisch zur&uuml;ck<\/strong><br>\nDeutschland braucht erneuerbare Energien, doch der Ausbau von Windkraftanlagen liegt f&uuml;r 2019 etwa 82 Prozent unter dem Durchschnitt der letzten Jahre.<br>\nDie Ausbaukrise bei der Windenergie an Land hat sich versch&auml;rft. Nach einer Analyse der Fachagentur Windenergie an Land gingen von Januar bis Ende September 2019 nur 148 Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung von 507 Megawatt ans Netz. Dieser Wert sei in den vergangenen f&uuml;nf Jahren jeweils schon im ersten Quartal erreicht worden. Die bisherige Neuanlagenleistung in diesem Jahr liege um 82 Prozent unter dem Durchschnitt der Vergleichszeitr&auml;ume zwischen 2014 und 2018.<br>\n(&hellip;) Mehr H&uuml;rden<br>\nDer Umweltverband WWF sprach von einem Zusammenbruch des Windenergie-Ausbaus in Deutschland. Dies sei verheerend, sagte Michael Sch&auml;fer. &ldquo;Statt bestehende H&uuml;rden f&uuml;r den Windenergie-Zubau abzubauen, hat die Bundesregierung mit ihrem &lsquo;Klimap&auml;ckchen&rsquo; mit der Abstandsregelung eine neue angek&uuml;ndigt. Von diesen Pl&auml;nen muss sie jetzt Abstand nehmen.&rdquo; Der Ausbau der Erneuerbaren ist laut Sch&auml;fer der Grundpfeiler f&uuml;r den Klimaschutz nicht nur im Stromsektor, sondern auch im Verkehr, in der W&auml;rme und in der Industrie. &ldquo;Zudem wird ein zukunftsf&auml;higer Wirtschaftszweig an den Abgrund gedr&auml;ngt.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/newsticker\/meldung\/Ausbau-von-Windkraftanlagen-an-Land-geht-dramatisch-zurueck-4562597.html\">Heise<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Lenkung, Aufkommen, Verteilung: Wirkungen von CO2-Bepreisung und R&uuml;ckverg&uuml;tung des Klimapakets<\/strong><br>\nAm 20. September hat die Bundesregierung ein Klimapaket beschlossen, mit dem die Klimaziele 2030 in den Sektoren Verkehr und Geb&auml;ude erreicht werden sollen. Doch bereits jetzt ist absehbar, dass der vorgeschlagene CO2-Preispfad und der anschlie&szlig;ende Emissionshandel mit festgelegter Preisobergrenze als alleinige Instrumente nicht ausreichen. Insbesondere im Verkehrssektor werden die Ma&szlig;nahmen die Emissionen nicht ann&auml;hernd gen&uuml;gend mindern, zeigen die Berechnungen des DIW Berlin zur Lenkungswirkung. Trotz Senkung der EEG-Umlage und erh&ouml;hter Entfernungspauschale werden die &ouml;ffentlichen Haushalte durch die die CO2-Bepreisung per Saldo bis zu zw&ouml;lf Milliarden Euro im Jahr mehr einnehmen. Die privaten Haushalte mit niedrigen Einkommen werden dabei deutlich st&auml;rker belastet als die hohen Einkommen.<br>\n(&hellip;) Fazit: Geringverdienende sollten st&auml;rker entlastet werden<br>\nDie vorliegenden Berechnungen zeigen zum einen, dass der im Klimapaket vorgeschlagene CO2-Preispfad und der anschlie&szlig;ende Emissionshandel mit festgelegter Preisobergrenze nicht ausreichen, um die Klimaziele 2030 in den Sektoren Verkehr und Geb&auml;ude zu erf&uuml;llen. Ein h&ouml;herer CO2-Einstiegspreis w&auml;re sinnvoller, um die Klimaziele wirkungsvoller zu erreichen&hellip;<br>\nZum anderen zeigen die Berechnungen, dass die CO2-Bepreisung trotz der Entlastungen bei EEG-Umlage und Entfernungspauschale per Saldo zu Mehreinnahmen der &ouml;ffentlichen Haushalte f&uuml;hren. Belastet werden vor allem die privaten Haushalte mit niedrigen Einkommen&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.diw.de\/de\/diw_01.c.683659.de\/publikationen\/diw_aktuell\/2019_0024\/mono.html\">DIW<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Warum 13 Millionen Schweine im M&uuml;ll landen<\/strong><br>\nNott&ouml;tungen in der Mast<br>\nJedes f&uuml;nfte in Deutschland f&uuml;r die Fleischindustrie geborene Schwein erreicht nicht einmal den Schlachthof. Die Haltung macht sie so krank, dass Millionen Tiere notget&ouml;tet werden. Ursache sind auch die Billigpreise im Handel.<br>\nJedes f&uuml;nfte in Deutschland f&uuml;r die Fleischindustrie geborene Schwein erreicht das Schlachtalter gar nicht, weil es erkrankt oder verletzt wird. In Zahlen bedeutet das: Mehr als 13,5 Millionen sogenannter Falltiere werden vorzeitig &ldquo;notget&ouml;tet&rdquo;.<br>\nSchon l&auml;nger gibt es Hinweise darauf, dass kranke oder verletzte Schweine in der Intensivtierhaltung nicht fachgerecht get&ouml;tet werden. Die aktuellen Aufnahmen zeigen die Grausamkeit: Offensichtlich leidende, kranke Schweine werden mangelhaft bet&auml;ubt und verenden langsam und qualvoll.<br>\n(&hellip;) Der Betrieb in Drebkau geh&ouml;rt zur Spreefa GmbH, die wiederum Teil der LFD Holding ist. Die LFD (Landwirtschaftliche Ferkelzucht Deutschland) f&uuml;hrt unter anderem die Betriebe des niederl&auml;ndischen &ldquo;Schweinebarons&rdquo; Adrianus Straathof weiter, gegen den seit 2014 in Deutschland ein Tierhalteverbot besteht. Straathof gab seine LFD-Anteile an einen Treuh&auml;nder ab und zog sich aus der Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung zur&uuml;ck. Die Aufnahmen legen nahe, dass auch f&uuml;nf Jahre sp&auml;ter die Missst&auml;nde nicht vollst&auml;ndig behoben sind&hellip;<br>\nDie aktuellen Videos aus den sogenannten Krankenbuchten belegen Plange zufolge, dass die Betriebe massiv gegen das Tierschutzgesetz versto&szlig;en.<br>\n(&hellip;) &ldquo;Die Tierindustrie ist ein rechtsfreier Raum&rdquo;<br>\nJuristisch ist die Lage allerdings verzwickt: Das deutsche Tierschutzgesetz stellt klar, dass kein Tier unn&ouml;tig leiden darf, die EU-Verordnung 1099\/2009 pr&auml;zisiert: &ldquo;Aus Sicht der Ethik ist es zwingend erforderlich, stark leidende Nutztiere zu t&ouml;ten, wenn es wirtschaftlich nicht tragbar ist, das Leiden der Tiere zu lindern.&rdquo; Wirtschaftlich ist es bei einem Preis von weit unter zwei Euro pro Kilogramm Schlachtgewicht so gut wie nie tragbar, kranke Schweine zu behandeln.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/nottoetungen-in-der-schweinemast-qual-fuer-den-profit-a-1290250.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>EURO-Balkan: EU zerbricht und will doch gr&ouml;&szlig;er werden<\/strong><br>\nSie haben ihn noch mal verschoben, die EU-Staats- und Regierungschefs, doch beim West-Balkan-Gipfeltreffen im Mai 2020 soll er endlich erfolgreich auf die Tagesordnung: Der Beitritt von Albanien und Nordmazedonien wird in normierten Medien angemahnt, als w&auml;ren die beiden L&auml;nder das Eldorado der Neuzeit und Jean-Claude Juncker der Pizarro unserer Tage. Sollen die beiden Armenh&auml;user das reiche, aber fliehende England ersetzen?<br>\n(&hellip;) Weder gibt es handfeste &ouml;konomische Gr&uuml;nde f&uuml;r die EU-Erweiterung noch eine neue Option in der EU-Einwanderungspolitik. Denn nicht wenige der Bettler auf den Stra&szlig;en Westeuropas kommen aus eben jenen Staaten, die ein bewu&szlig;tloser Mainstream so gern aufnehmen w&uuml;rde, obwohl jeder, der bei Verstand ist, wei&szlig;: Armen L&auml;ndern und Menschen hilft man besser an der Quelle der Armut, nicht durch Auswanderung. Doch der neunmalkluge SPIEGEL gibt eine Antwort auf die Frage nach dem WARUM der Aufnahme-Dr&auml;ngelei: &ldquo;Die EU will mit einem neuen Anlauf bei der Erweiterung auf dem Westbalkan auch dem wachsenden Einfluss Russlands und Chinas in der Region entgegenwirken.&rdquo;<br>\n(&hellip;) Immer noch suchen die westlichen Strategen nach Vorfeldstaaten f&uuml;r einen Krieg mit Russland, nach Landepl&auml;tzen und Aufmarschgebieten. Dass die Sowjetunion l&auml;ngst verschwunden und ihr Nachfolgestaat nicht sozialistisch ist, spielt keine Rolle. Auch die Wandlung Chinas zu einer Marktwirtschaft mit staatlichen Anteilen scheint an den Ideologen in den Denkfabriken des Westens vorbeigegangen zu sein: Zu gut l&auml;sst sich das alte Vorurteil in der neuen Konkurrenz-Situation benutzen. Zur Mobilisierung f&uuml;r einen EURO-Balkan, der weder den V&ouml;lkern des Balkans noch denen West-Europas n&uuml;tzt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.rationalgalerie.de\/home\/euro-balkan.html\">Rationalgalerie<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Protest gegen deutsche Rohstoffsicherung in Bolivien<\/strong><br>\nIn Bolivien erhebt sich massiver Protest gegen ein Joint Venture mit deutscher Beteiligung zur Gewinnung von Lithium f&uuml;r E-Auto-Batterien. Das Gemeinschaftsunternehmen, an dem der deutsche Mittelst&auml;ndler ACI beteiligt ist, sieht sich mit dem Vorwurf konfrontiert, die Gemeinden rund um die Lithium-Lagerst&auml;tten im bolivianischen Hochland unter Bruch bolivianischer Gesetze nicht an den Exporterl&ouml;sen zu beteiligen. Auch wachsen die Zweifel daran, ob das Joint Venture (&ldquo;YLB ACISA E.M.&rdquo;) tats&auml;chlich eine komplette Lithium-Wertsch&ouml;pfungskette bis hin zur fertigen Autobatterie in Bolivien aufbaut; dies hatte die Regierung von Pr&auml;sident Evo Morales urspr&uuml;nglich gefordert. Zus&auml;tzlich n&auml;hren Anspr&uuml;che des deutschen Projektpartners auf Patentrechte und auf die Kontrolle der Finanzstr&ouml;me wachsendes Misstrauen gegen&uuml;ber dem mittelst&auml;ndischen Betrieb aus Baden-W&uuml;rttemberg, der sich bei der Ausschreibung &ndash; mit massiver Unterst&uuml;tzung der bundesdeutschen Politik &ndash; gegen Konsortien aus China, Russland und den USA hatte durchsetzen k&ouml;nnen&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/8081\/\">German Foreign Policy<\/a>\n<p><strong>dazu: In Bolivien d&uuml;rfen Kinder nicht mehr arbeiten &ndash; und das ist ein Problem<\/strong><br>\n(&hellip;) Sie putzen Schuhe, verkaufen Zeitungen oder S&uuml;&szlig;igkeiten; sie werben auf M&auml;rkten Kunden f&uuml;r Restaurants, arbeiten als Hausm&auml;dchen oder schuften als Hauer in den Silberminen der Bergbaustadt Potos&iacute;. In Bolivien arbeiten Kinder in allen Teilen des Landes und in vielen Branchen. Mitunter malochen M&auml;dchen und Jungen dort schon, sobald sie f&uuml;nf Jahre alt sind.<br>\nArbeitende Jungen und M&auml;dchen gibt es in allen L&auml;ndern Lateinamerikas &ndash; vor allem auch in den beiden gr&ouml;&szlig;ten Volkswirtschaften Brasilien und Mexiko. Aber in Bolivien, dem &auml;rmsten Land S&uuml;damerikas, ist die Kinderarbeit besonders tief verwurzelt. Mehr als 700.000 Kinder arbeiten in dem Land, sie m&uuml;ssen zum &Uuml;berleben ihrer Familien beitragen.<br>\nUm sie dabei zu sch&uuml;tzen, erlie&szlig; die sozialistische bolivianische Regierung vor f&uuml;nf Jahren ein Gesetz, das Kinderarbeit ab zehn Jahren unter bestimmten Bedingungen erlaubte. Kinderrechtler stuften es als fortschrittlich ein.<br>\nDoch die Regelung stand von Anfang an unter internationalem Druck, vor allem von der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO). Sie hat sich den Kampf gegen Kinderarbeit seit Langem auf die Fahnen geschrieben.<br>\nInzwischen hat die bolivianische Regierung das Gesetz in den umstrittenen Passagen weitgehend zur&uuml;ckgenommen, aber der Streit bleibt. In ihm konkurrieren zwei Sichtweisen: Die der EU und der Vereinten Nationen, ihnen gilt Kinderarbeit als Ausbeutung, die schnellstm&ouml;glich abgeschafft werden sollte; und die bolivianische, in der Kinderarbeit als gesellschaftliche Realit&auml;t und kulturelle Besonderheit akzeptiert wird, die es zu regulieren gilt. Mittendrin: Hunderttausende Kinder, von denen so manches f&uuml;r ein Recht auf Arbeit k&auml;mpft&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/bolivien-und-seine-kinderarbeiter-zurueck-in-der-rechtlosigkeit-a-1289863.html\">SPON<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Uniform hei&szlig;t Unterordnen<\/strong><br>\n(&hellip;) Uniformiert auftretende Abgeordnete depriorisieren ihre Verpflichtung der Gesamtbev&ouml;lkerung gegen&uuml;ber, wenn sie in ihrem &ouml;ffentlichen Auftreten ihre Zugeh&ouml;rigkeit, Identifikation und vor allem Loyalit&auml;t mit einer Organisation in den Vordergrund stellen, die per definitionem eben nicht &bdquo;die Zivilgesellschaft&ldquo; ist &ndash; sie verk&ouml;rpern im wahrsten Sinne des Wortes milit&auml;rische Interessen.<br>\nInsta sagt mehr als tausend Worte: Mitte Juni 2019, die gr&uuml;nen Spitzenpolitiker Cem &Ouml;zdemir und Tobias Lindner &uuml;berlegen, wohin mit der Europawahl-Euphorie. Quo vadis? Logisch, Bundeswehr. Ein inhaltlich wie strategisch &uuml;berragender Schachzug &ndash; in einer Partie R&auml;uberschach. Ihre Einsch&auml;tzung der Zielgruppe, die ihnen den Stimmenzuwachs verschafft hat und bei der es sich folglich mit der Inszenierung im Flecktarn anzubiedern g&auml;lte, ist gelinde gesagt zweifelhaft. Die bedr&uuml;ckende Sch&ouml;nheit der Bilder von Gr&uuml;nen im Gr&uuml;nen reiht und gliedert die beiden in erlauchte Gesellschaft ein: Bei Abgeordneten in Deutschland und einigen Nachbarl&auml;ndern ist momentan eine sich verst&auml;rkende Vorliebe f&uuml;r das Tragen meist milit&auml;rischer Uniformen zu beobachten. Diese verlangt nach einem Kommentar aus antimilitaristischer Perspektive.<br>\n(&hellip;) Wo man auch hinschaut, milit&auml;risch uniformierten Regierenden und Regierungen mit hohem Anteil uniformiert auftretender Mitglieder eilt tendenziell nicht gerade der Ruf &uuml;bergro&szlig;er Gerechtigkeit voraus &ndash; ob dem Deutschland des Dritten Reichs, Italien unter Mussolini und Spanien unter Franco, der ehemaligen UdSSR, Nordkorea, oder nat&uuml;rlich expliziten Milit&auml;rdiktaturen wie in Chile unter Pinochet, der argentinischen Junta oder Myanmar bis 2011, der aktuellen de facto-Milit&auml;rdiktatur in Thailand, dem &auml;gyptischen General und Pr&auml;sidenten al-Sisi oder der s&uuml;dsudanesischen Regierung unter Salva Kiir Mayardit. Dass die Regierungsformen dieser Staaten nicht ganz als auf der H&ouml;he einer Zeit empfunden werden, die den demokratischen Nationalstaat als irgendetwas zwischen geringstem &Uuml;bel, kleinstem gemeinsamen Nenner und Nonplusultra betrachtet, ist vielleicht zumindest teilweise der Uniform und dem was mit ihr einhergeht geschuldet.<br>\n(&hellip;) Soldatengesetz (SG) &sect;15 Abs. 3: &bdquo;Der Soldat darf bei politischen Veranstaltungen keine Uniform tragen.&ldquo; Ausnahmen bilden die befohlene Teilnahme zur offiziellen Vertretung der Streitkr&auml;fte beziehungsweise des Verteidigungsministeriums, sowie die Presse- und &Ouml;ffentlichkeitsarbeit. Das hei&szlig;t: Wer in der &Ouml;ffentlichkeit im politischen Rahmen in Uniform auftritt, ist dort explizit Vertreter*in der Bundeswehr&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/justicenow.de\/2019-10-19\/uniform-heisst-unterordnen\/\">justice now<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Saudischer Kampfjet l&ouml;scht Familie im Nordjemen aus<\/strong><br>\nBei einem Luftschlag der Saudi-Emirate-Koalition wurden am Montag f&uuml;nf Zivilisten in einem Minivan get&ouml;tet, darunter zwei Kinder und eine Schwangere.<br>\nGestern bombardierte ein saudischer Kampfjet im Jemen einen Minivan und t&ouml;tete alle f&uuml;nf Insassen der Alazi-Familie, wie eine Quelle im jemenitischen Gesundheitsministerium gegen&uuml;ber JusticeNow! erkl&auml;rt. Bei dem Angriff wurden der Fahrer Yehia Ghaleb Alazi, seine Frau, ihre zwei kleinen Kinder sowie eine weitere Frau der Alazi-Familie get&ouml;tet, so Dr. Yousef Alhadri, der Sprecher des Gesundheitsministeriums, gegen&uuml;ber dem Autor. Mehrere Passanten seien verletzt worden.<br>\nEine der get&ouml;teten Frauen sei schwanger gewesen. Der Angriff ereignete sich im Kitaf-Direktorat im Nordwesten des Jemen im Sa&rsquo;da-Gouvernement. Zwei Quellen vor Ort best&auml;tigten den Angriff per Telefon gegen&uuml;ber der chinesischen Xinhua News Agency.<br>\n&bdquo;Das Gesundheitsministerium verurteilt den Angriff der Saudi-Emirate-Kriegskoalition auf das Auto eines Zivilisten aufs Sch&auml;rfste&ldquo;, so Dr. Alhadri weiter gegen&uuml;ber JusticeNow!. Der Angriff ereignete sich auf einer &ouml;ffentlichen &Uuml;berlandstra&szlig;e, es waren keine Houthi-K&auml;mpfer in der N&auml;he, als die Bomben auf den Minivan abgeworfen wurden.<br>\n&bdquo;&Uuml;berall waren Leichenteile verstreut&ldquo;, hei&szlig;t es in einem Statement des jemenitischen Gesundheitsministeriums, das f&uuml;r diesen Artikel aus dem Arabischen &uuml;bersetzt wurde. (Dr. Alhadri &uuml;bermittelte dem Autor auch mehrere Bilder der Leichen und des Tatorts, die jedoch um L&auml;ngen zu grausam sind, um hier ver&ouml;ffentlicht zu werden.)<br>\nWeiter &bdquo;verurteilt&ldquo; das Gesundheitsministerium &bdquo;das internationale Schweigen gegen&uuml;ber dem Leiden im Jemen, das durch verschiedenste Verbrechen fortgef&uuml;hrt wird &ndash; sei es durch ein direktes Blutbad wie dieses, oder die &ouml;konomische Abriegelung des Landes.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/justicenow.de\/2019-10-22\/saudischer-kampfjet-loescht-familie-im-nordjemen-aus\/\">JusticeNow!<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Schlechte Zahlungsmoral &ndash; Freie Journalisten beklagen erschwerte Recherche<\/strong><br>\nAusstehende Honorare in vierstelliger H&ouml;he haben den Journalisten Christian Gesellmann zu einem w&uuml;tenden Text bewogen. Auch Kollegen von ihm beschweren sich &uuml;ber s&auml;umige Auftraggeber &ndash; und die negativen Folgen f&uuml;r die Berichterstattung. [&hellip;]<br>\nDenn Journalisten mit Geldsorgen haben keine Zeit f&uuml;r aufwendige Themen. Christian Gesellmann zum Beispiel hat &uuml;berregionale Geschichten geschrieben, auch f&uuml;r gro&szlig;e Zeitungen. Das macht er inzwischen kaum noch.<br>\nAnfang Oktober ist dem freien Journalisten aus Leipzig der Kragen geplatzt. Seinem &Auml;rger hat er auf Facebook Luft gemacht. Anlass f&uuml;r den langen Post war &bdquo;der &uuml;bliche Blick aufs Konto, halt so in der zweiten Woche vom Monat. Und das halt wieder eine Woche, wo vier, f&uuml;nf Leute, die mir h&auml;tten Geld &uuml;berweisen sollen, also Auftraggeber, das wieder nicht gemacht haben&ldquo;.<br>\nEr habe Honorare in vierstelliger H&ouml;he ausstehen, zum Teil noch aus dem Juni, schreibt Christian Gesellmann auf Facebook &ndash; und das im Oktober. Sein Dispo sei fast ausgereizt. Wenn er bei Auftraggebern nachfrage, sei niemand zust&auml;ndig. Es sei erniedrigend, auf diese Art betteln zu m&uuml;ssen: [&hellip;]<br>\nDer 35-J&auml;hrige steht mit seinem Problem nicht allein da. Das zeigen zum einen die Kommentare unter seinem Facebook-Eintrag. &bdquo;Einen Post der so oft geteilt wird, habe ich noch nie geschrieben&ldquo;, sagt er.<br>\nDas zeigen aber auch Berichte vom Verband Freischreiber, der sich f&uuml;r die Belange von freien Journalistinnen und Journalisten einsetzt. Seit zwei Jahren landen dort besonders viele Anfragen von Mitgliedern, die an s&auml;umigen Auftraggebern verzweifeln.<br>\nQuelle 1: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/schlechte-zahlungsmoral-freie-journalisten-beklagen.2907.de.html?dram:article_id=461593\">Deutschlandfunk<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/photo.php?fbid=10157164330373347&amp;set=a.172709178346&amp;type=1&amp;theater\">Der Facebook-Beitrag von Christian Geselmann<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Dieses Problem kenne ich aus meinen Zeiten als freier Journalist selbst zu Gen&uuml;ge. Interessanterweise waren es damals fast ausschlie&szlig;lich gr&ouml;&szlig;ere, kommerzielle Medien, deren Zahlungsmoral erb&auml;rmlich war &ndash; darunter die Wochenzeitung eines Verlagserben, der sich in der &Ouml;ffentlichkeit gerne als soziales Gewissen der Nation inszeniert &ndash; w&auml;hrend alternative Medien in diesem Punkt geradezu vorbildlich waren.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Journalisten und Politiker: Weltanschaulich eng miteinander verbunden<\/strong><br>\nDie W&auml;chter der Demokratie erblinden zunehmend und werden immer unf&auml;higer, zentrale politische Weichenstellungen zu kritisieren<br>\nDieses Foto muss man auf sich wirken lassen: Da steht der SPD-Politiker Olaf Scholz (Teilnehmer an der Bilderberg-Konferenz) im edlen Zwirn auf einem roten Teppich, rechts neben ihm direkt an der Seite Caren Miosga, Journalistin und Moderatorin der Tagesthemen, und links neben ihm Julia J&auml;kel, die m&auml;chtige Verlagsfrau von Gruner + Jahr (Teilnehmerin an der Bilderberg-Konferenz). Die drei pr&auml;sentieren sich vor versammelten Fotografen.<br>\nEs ist der 28. April 2017. Jener Tag, an dem in Hamburg der Henry-Nannen-Preis an herausragende Journalisten verliehen wird. Miosga hat an diesem Abend die Moderation &uuml;bernommen. Zu sehen sind Bilder von Spitzen aus Medien, Kultur, Wirtschaft und Politik. Bilder wie diese, auf denen sich Journalisten bei unterschiedlichen Anl&auml;ssen ablichten lassen, ganz so, als seien sie Teil der Celebrities, als seien sie Stars, Hollywoodschauspielern gleich, finden sich viele im Netz. Da spielt die Frage, ob sich ein Journalist gemeinsam l&auml;chelnd mit einem Politiker auf einem &ldquo;Laufsteg&rdquo; pr&auml;sentieren und fotografieren lassen sollte, l&auml;ngst keine Rolle mehr. Die zu sehenden Journalisten haben die Frage offensichtlich f&uuml;r sich beantwortet.<br>\nTeile der journalistischen Elite in Deutschland scheinen kein Problem damit zu haben, gemeinsam am Abend mit Politikern zu feiern &ndash; ganz so, als ob hier jene roten Warnlampen, die die Grenzen zwischen Journalisten und Politikern markieren, nicht existierten. So l&auml;sst sich auch erkl&auml;ren, dass der Spiegel seine &ldquo;Hauptstadtparty&rdquo; gemeinsam mit Politikern feierte. Unter dem Link finden sich Bilder, die der Spiegel selbst publiziert hat. Sie zeigen etwa, wie Spiegel-Redakteur Ralf Neukirch mit Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer um die Wette strahlt, sich der Leiter des Spiegel-Hauptstadtb&uuml;ros, Ren&eacute; Pfister, unter anderem mit Bundesjustizministerin Katarina Barley oder der Bundesfamilienministerin Franziska Giffey charmant l&auml;chelnd unterh&auml;lt, oder der FDP-Parteivorsitzende Christian Lindner die H&auml;nde von f&uuml;hrenden Spiegelredakteuren sch&uuml;ttelt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Journalisten-und-Politiker-Weltanschaulich-eng-miteinander-verbunden-4564192.html\">Marcus Kl&ouml;ckner auf Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WM\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-55799","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/55799","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=55799"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/55799\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":55801,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/55799\/revisions\/55801"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=55799"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=55799"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=55799"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}