{"id":55831,"date":"2019-10-24T08:41:06","date_gmt":"2019-10-24T06:41:06","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55831"},"modified":"2019-10-24T08:41:06","modified_gmt":"2019-10-24T06:41:06","slug":"hinweise-des-tages-3478","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55831","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55831#h01\">Soziale Schieflage: Rechnungshof zerpfl&uuml;ckt Klimapaket der Regierung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55831#h02\">Rentenpolitischen Stillstand beenden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55831#h03\">Versicherer fordern Steueranreize f&uuml;r Pflegepolicen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55831#h04\">Zust&auml;nde in den Notaufnahmen sind &bdquo;erb&auml;rmlich&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55831#h05\">AfD-Erfolge in Gebieten mit vielen Arbeitslosen und wenig Ausl&auml;ndern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55831#h06\">Zur&uuml;ck in die Armut<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55831#h07\">Streit um Syrien-Vorsto&szlig;: Maas versch&auml;rft Kritik an Kramp-Karrenbauer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55831#h08\">Der Schutz kultureller Rechte am Beispiel der &bdquo;Kurdenpolitik&ldquo; der T&uuml;rkei<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55831#h09\">&laquo;Die T&uuml;rkei ist schlimmer als Assad&raquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55831#h10\">Merkels B&uuml;ckling<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55831#h11\">Dieselskandal: Mithilfe des Kraftfahrtbundesamtes kann Daimler wichtige Dokumente unter Verschluss halten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55831#h12\">Deutsche Bahn: Fehlende Lokf&uuml;hrer und kriselnder G&uuml;terverkehr<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55831#h13\">Argentinien vor einem peronistischen Comeback<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55831#h14\">Malaria: Novartis, WHO und Stiftung Bill Gates mitschuldig?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55831#h15\">Schuldenstaaten: EU mahnt Italien und Frankreich zu Haushaltsdisziplin<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55831#h16\">Rote auf Schrumpfkurs<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich f&uuml;r die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Soziale Schieflage: Rechnungshof zerpfl&uuml;ckt Klimapaket der Regierung<\/strong><br>\nZu b&uuml;rokratisch, zu unsozial: Der Bundesrechnungshof &auml;u&szlig;ert schwere Bedenken gegen Kerninstrumente des Klimapakets der Gro&szlig;en Koalition &ndash; etwa bei der energetischen Geb&auml;udesanierung und der Unterst&uuml;tzung von Pendlern.<br>\nBisher war das Klimaschutzprogramm der Bundesregierung vor allem bei Umweltschutzorganisationen und Forschern auf Kritik gesto&szlig;en &ndash; nun gesellt sich eine gewichtige finanzpolitische Stimme dazu: der Bundesrechnungshof. Die Kontrolleure haben sich zwei Ma&szlig;nahmen herausgegriffen und in ihrem Bericht an den Finanzausschuss des Bundestages analysiert. Zum einen sind das die Steuererm&auml;&szlig;igungen f&uuml;r die energetische Geb&auml;udesanierung und zum anderen die Mobilit&auml;tspr&auml;mie, die f&uuml;r geringverdienende Berufspendler eingef&uuml;hrt werden soll.<br>\nBeim Klimaschutz im Geb&auml;udebereich warnen die Rechnungspr&uuml;fer davor, dass die Steuererm&auml;&szlig;igungen &ldquo;vor allem gutverdienende Steuerpflichtige&rdquo; beg&uuml;nstigten. &ldquo;Steuerpflichtige mit Renteneink&uuml;nften sowie mit geringen oder mittleren Einkommen k&ouml;nnen sie hingegen nicht oder nur teilweise nutzen&rdquo;, hei&szlig;t es in dem elfseitigen Bericht, der dem SPIEGEL vorliegt. In dem Gesetz, das am Mittwochmorgen das Bundeskabinett passiert hat, ist geregelt, dass Geb&auml;uded&auml;mmung oder die Anschaffung einer klimafreundlichen Heizungsanlage steuerlich abschreibbar ist.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/klimapaket-bundesrechnungshof-kritisiert-massnehmen-der-regierung-a-1292952.html%20\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Und von der sozialen Schieflage des Klimapakets wollen insbesondere die Regierungsmitglieder der SPD nichts bemerkt (oder gewusst) haben? Das k&ouml;nnte verdeutlichen, wie gro&szlig; der Mangel an &ouml;konomischen Sachverstand beim gegenw&auml;rtigen SPD-Spitzenpersonal ist. Zu bef&uuml;rchten ist jedoch auch, dass diese finanzpolitischen Ungerechtigkeiten Absicht sind.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Rentenpolitischen Stillstand beenden<\/strong><br>\n&bdquo;Die Koalition muss endlich ihren rentenpolitischen Stillstand beenden&ldquo;, fordert Matthias W. Birkwald, rentenpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE, mit Blick auf die wochenlangen Verhandlungen zur #Grundrente. Birkwald weiter:<br>\n&bdquo;Die Rentenpolitik von Union und SPD versinkt im Winterschlaf. W&ouml;chentlich treffen sich unz&auml;hlige Gespr&auml;chsrunden, t&auml;glich gibt es Ank&uuml;ndigungen und Aufforderungen aus der zweiten Reihe, aber null Ergebnisse. Vom angek&uuml;ndigten Gesetzentwurf zur Einbeziehung der Selbst&auml;ndigen in die gesetzliche Rentenversicherung ist nichts zu sehen oder zu h&ouml;ren, den H&auml;rtefallfonds f&uuml;r Ostrentnerinnen und &ndash;rentner haben auch drei Wahlen im Osten nicht beschleunigen k&ouml;nnen. Statt die Doppelverbeitragung von Betriebsrenten und Direktversicherungen abzuschaffen oder endlich etwas f&uuml;r die bisher leer ausgegangenen Erwerbsminderungsrentnerinnen und &ndash;rentner im Rentenbestand zu tun, schieben sich Union und SPD gegenseitig den schwarzen Peter zu.<br>\nHeute wurden die Gespr&auml;che zur Rente f&uuml;r Niedrigverdienende zum gef&uuml;hlt elften Mal vertagt. Wenn nach monatelangem Ringen nichts oder nur verw&auml;sserte Kompromisse herauskommen sollten, sch&uuml;fe das nur noch mehr Politikverdrossenheit. Deshalb fordert DIE LINKE jetzt mit einem gesetzlichen Mindestlohn in H&ouml;he von 12 Euro brutto den Niedriglohnsumpf auszutrocknen, den Rentenaufschlag schon f&uuml;r 25 Beitragsjahre zu gew&auml;hren und das Rentenniveau auf 53 Prozent anzuheben. Der Kampf gegen Altersarmut und f&uuml;r eine lebensstandardsichernde Rente muss jetzt endlich aufgenommen werden.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/rentenpolitischen-stillstand-beenden\/\">DIE LINKE. im Bundestag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Versicherer fordern Steueranreize f&uuml;r Pflegepolicen<\/strong><br>\nDie Pflegeversicherung ger&auml;t zunehmend an ihre finanziellen Grenzen. Um sie zu entlasten, m&uuml;sse die private Vorsorge gest&auml;rkt werden, betont der Verband der privaten Krankenversicherung &ndash; und ruft auch nach dem Staat.<br>\nMit dem Vorschlag f&uuml;r einen &bdquo;neuen Generationenvertrag&ldquo; Pflege hat sich der Verband der privaten Krankenversicherung (PKV) in die Debatte um die Pflegefinanzierung eingeschaltet. Ziel sei es, die Belastung &auml;lterer Menschen aufgrund steigender Eigenanteile abzufedern und j&uuml;ngere Menschen beim Aufbau der Eigenvorsorge zu unterst&uuml;tzen, sagte PKV-Verbandsdirektor Dr. Florian Reuther am Mittwoch in Berlin.<br>\nZuletzt hatten sich SPD und Gr&uuml;ne, aber auch Kassen f&uuml;r einen Umbau der Pflegefinanzierung ausgesprochen. Anlass sind steigende Eigenanteile der Versicherten an den station&auml;ren Pflegekosten. Zuletzt lagen die Eigenanteile im Bundesdurchschnitt bei 662 Euro im Monat.<br>\nIm Kern sieht das Modell der Privatversicherer vor, die eigenverantwortliche Vorsorge f&uuml;r den Pflegefall durch steuerliche F&ouml;rderung zu st&auml;rken. Ein Beispiel daf&uuml;r stellt der &bdquo;Pflege-Bahr&ldquo; dar &ndash; benannt nach dem ehemaligen Gesundheitsminister Daniel Bahr. Durch mehr Eigenvorsorge lasse sich der Beitragssatz zur gesetzlichen Pflegeversicherung langfristig auf heutigem Niveau nahe drei Prozent halten, betonte Reuther.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.aerztezeitung.de\/praxis_wirtschaft\/versicherungen\/article\/999166\/pkv-versicherer-fordern-steueranreize-pflegepolicen.html\">&Auml;rztezeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Die gesetzliche Pflegeversicherung soll also mit Hilfe von Steuergeldern f&uuml;r die privaten Versicherer entlastet werden. Darauf muss man erst einmal kommen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Zust&auml;nde in den Notaufnahmen sind &bdquo;erb&auml;rmlich&ldquo;<\/strong><br>\nDie Notsituation in den Notaufnahmen deutscher Krankenh&auml;user h&auml;lt an. Das machte Thomas Fleischmann, Chefarzt der Zentralen Notaufnahme an der Imland Klinik Rendsburg, deutlich, der von &bdquo;erb&auml;rmlichen&ldquo; Zust&auml;nden sprach. &bdquo;Die Mehrzahl der Notauf&shy;nahmen in Deutschland ist v&ouml;llig &uuml;berf&uuml;llt. Viele Patienten k&ouml;nnen wir nicht so versorgen, wie wir es wollen&ldquo;, sagte er gestern auf einem wissenschaftlichen Symposium des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in Berlin.<br>\n&bdquo;Wir sind heute noch nicht einmal in der Lage, einen Norovirus unter Kontrolle zu bekommen.&ldquo; Und wenn, wie vor zwei Jahren, eine gro&szlig;e Grippewelle &uuml;ber das Land ziehe, werde das zu &bdquo;einer Handlungsunf&auml;higkeit&ldquo; in den Notaufnahmen f&uuml;hren. &bdquo;Bei uns lagen damals Patienten 30 bis 40 Stunden in der Notaufnahme&ldquo;, sagte er. &bdquo;Manche Patienten mussten wir &uuml;ber zwei Bundesl&auml;nder hinweg verlegen.&ldquo; F&uuml;r ein Land wie Deutschland seien solche Zust&auml;nde unw&uuml;rdig.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.aerzteblatt.de\/nachrichten\/106908\/Zustaende-in-den-Notaufnahmen-sind-erbaermlich\">&Auml;rzteblatt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>AfD-Erfolge in Gebieten mit vielen Arbeitslosen und wenig Ausl&auml;ndern<\/strong><br>\nDie AfD hat laut einer Studie der Universit&auml;ten Bielefeld und M&uuml;nster bei der Bundestagswahl 2017 in Regionen mit hoher Arbeitslosigkeit und geringem Ausl&auml;nderanteil besonders hohe Ergebnisse erzielt. Au&szlig;erdem seien in den Regionen mit AfD-Wahlerfolgen &bdquo;im Durchschnitt mehr Hasstaten gegen Gefl&uuml;chtete angezeigt worden&ldquo; als in Gebieten mit schlechteren Resultaten, teilte die Universit&auml;t am Montag mit.<br>\nMit der Studie sollte den Angaben zufolge untersucht werden, ob bisherige wissenschaftliche Annahmen zum Erfolg von Parteien am rechten Rand zutreffen. (&hellip;)<br>\nVerschiedene Konflikttheorien legten nahe, dass Hassverbrechen dort besonders wahrscheinlich seien, in denen es viele Arbeitslose und wenige Ausl&auml;nder gebe, erl&auml;uterte der Sozialpsychologe Jonas Rees vom Institut f&uuml;r Konflikt- und Gewaltforschung der Uni Bielefeld. Dort tr&auml;fen &bdquo;hohe wirtschaftliche Frustration und geringe Kontaktm&ouml;glichkeiten&ldquo; zusammen. Dieselben Faktoren beg&uuml;nstigten auch den Wahlerfolg rechtspopulistischer und rechtsextremer Parteien, sagte der Wissenschaftler.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.migazin.de\/2019\/10\/23\/afd-erfolge-gebieten-arbeitslosen-auslaendern\/\">Migazin<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Zur&uuml;ck in die Armut<\/strong><br>\nMitten in der Nacht wird eine Roma-Familie in Stuttgart-Wangen aus dem Bett geholt. Und sofort abgeschoben nach Nordmazedonien, das als sicheres Herkunftsland bezeichnet wird. Der 15-j&auml;hrige Kemal ist jetzt der einzige Ern&auml;hrer. Er arbeitet auf dem Feld.<br>\nKemal wirkt verzweifelt bei seinem Videoanruf. &ldquo;Unsere Eltern sind mit uns nach Deutschland gegangen, damit wir Bildung bekommen&rdquo;, sagt er, &ldquo;damit wir es besser haben. Jetzt sind wir wieder hier. Aber hier will man uns nicht. Weil wir Roma sind.&rdquo; Der Junge sitzt in einem kahlen, wei&szlig; gekalkten Zimmer in Resen, einer 9000-Einwohner-Gemeinde, in der die Roma einen Anteil von einem Prozent haben. Die meisten sind orthodoxe Christen.<br>\nSeit dem 27. September sind Kemal, seine Eltern und seine zehn Jahre alte Schwester Gjulten dort. Bis zu diesem Tag lebte die Familie Islamovski f&uuml;nf Jahre lang in Stuttgart-Wangen. Die Eltern arbeiteten in einem t&uuml;rkischen Supermarkt, die Kinder gingen dort in die Schule. In der Nacht zum 27. September wurde die Familie von vier PolizistInnen abgeholt, nach Ludwigsburg gebracht und ein paar Stunden sp&auml;ter &uuml;ber den Abschiebeflughafen Karlsruhe-Baden-Baden nach Nordmazedonien verfrachtet.<br>\nDort erwartet die Familie &ndash; wieder &ndash; die Armut. Untergekommen bei Verwandten, ist Kemal derzeit der einzige Ern&auml;hrer der Familie. &ldquo;Ich arbeite zw&ouml;lf Stunden am Tag auf dem Feld&rdquo;, berichtet der Jugendliche. &ldquo;Daf&uuml;r bekomme ich 20 Euro. In die Schule kann ich nicht, meine Schwester auch nicht. Die haben uns gesagt, wir m&uuml;ssen daf&uuml;r Geld bezahlen. Aber wir haben keins.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/gesellschaft\/447\/zurueck-in-die-armut-6263.html\">Kontext: Wochenzeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Streit um Syrien-Vorsto&szlig;: Maas versch&auml;rft Kritik an Kramp-Karrenbauer<\/strong><br>\nDie Irritationen &uuml;ber den Nordsyrien-Vorsto&szlig; von Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer wachsen sich zum Koalitionsstreit aus: Au&szlig;enminister Maas legt nun gegen die CDU-Politikerin nach.<br>\n&ldquo;Das h&auml;tte man anders machen m&uuml;ssen&rdquo;: Bundesau&szlig;enminister Heiko Maas hat sich erneut kritisch &uuml;ber das Vorgehen von Annegret Kramp-Karrenbauer bei ihrem Nordsyrien-Vorsto&szlig; ge&auml;u&szlig;ert. International werde erwartet, &ldquo;dass wir verl&auml;sslich sind, dass die Bundesregierung als Ganzes arbeitet und solche Vorschl&auml;ge macht&rdquo;, sagte Maas in der Sendung &ldquo;Fr&uuml;hstart&rdquo; von RTL und n-tv.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/syrien-vorstoss-heiko-maas-legt-gegen-annegret-kramp-karrenbauer-nach-a-1292855.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.K.:<\/strong> AKK hat die SPD kalt erwischt und ihr noch einmal gezeigt wie klein sie ist und dass sie, die SPD, au&szlig;enpolitisch keinen Kompass hat. Das Gem&auml;kel von Maas und M&uuml;tzenich erinnert doch sehr an Kindergarten und Orientierungslosigkeit.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Der Schutz kultureller Rechte am Beispiel der &bdquo;Kurdenpolitik&ldquo; der T&uuml;rkei<\/strong><br>\nAm 9. Oktober 2019 begann die t&uuml;rkische Armee, die n&ouml;rdlichen Provinzen Syriens, die auch unter dem kurdischen Namen &bdquo;Rojava&ldquo; bekannt sind, mit Luft- und Artillerieangriffen und sp&auml;ter mit dem Einsatz t&uuml;rkischer Bodentruppen und verb&uuml;ndeter islamistischer Milizen anzugreifen. Die t&uuml;rkische Regierung m&ouml;chte in Nordsyrien nach eigenen Angaben eine sogenannte &ldquo;Sicherheitszone&ldquo; einrichten und syrische Fl&uuml;chtlinge aus dem Inland dort ansiedeln. Au&szlig;erdem bek&auml;mpft sie die dortigen mehrheitlich aus Kurden bestehenden Streitkr&auml;fte &ndash; die sogenannten Demokratischen Kr&auml;fte Syriens (SDF bzw. QSD) &ndash; die sie als eine &bdquo;Terrororganisation&ldquo; betrachtet.<br>\nDass das V&ouml;lkerrecht diesen Angriff nicht deckt, ist unbestritten. Das hat nicht nur der wissenschaftliche Dienst des Bundestages bereits ausf&uuml;hrlich dargelegt. Allerdings muss man sich dar&uuml;ber hinaus eine weitere v&ouml;lkerrechtliche Frage stellen, und zwar, ob die T&uuml;rkei mit einer demographischen Ver&auml;nderung, die die Kurden als einen weiteren Angriff auf ihre &bdquo;kurdische Identit&auml;t&ldquo; bewerten, hier der Beginn eines (kulturellen) V&ouml;lkermordes stattfindet. Der &bdquo;kulturelle V&ouml;lkermord&ldquo; verst&ouml;&szlig;t gegen das V&ouml;lkerstrafrecht und damit gegen das r&ouml;mische Statut des Internationalen Strafgerichtshofs allerdings nur dann, wenn er einen V&ouml;lkermord im Sinne der UN-Konvention von 1948 darstellt. Das V&ouml;lkerstrafrecht kennt allerdings den Tatbestand des kulturellen V&ouml;lkermordes nicht und auf der Ebene des regionalen Menschenrechtsschutzes &uuml;bt sich der Europ&auml;ische Gerichtshof f&uuml;r Menschenrecht in Zur&uuml;ckhaltung, wenn kollektive Rechte betroffen sind. So entsteht eine gravierende Rechtsl&uuml;cke im Menschenrechtsschutz, die zumindest auf europ&auml;ischer Ebene dringend geschlossen werden sollte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/verfassungsblog.de\/der-schutz-kultureller-rechte-am-beispiel-der-kurdenpolitik-der-tuerkei\/\">Verfassungsblog<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bitte lesen Sie dazu auch <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55725#h06\">Im Widerspruch zum V&ouml;lkerrecht<\/a>.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Dialog statt Kriminalisierung<\/strong><br>\nRolf G&ouml;ssner pl&auml;diert f&uuml;r einen radikalen Wandel der europ&auml;ischen und deutschen T&uuml;rkei- und Kurdenpolitik. Auszug aus &bdquo;Kurdistan-Report&ldquo;. Auf Grundlage des europaweit einmaligen PKK-Bet&auml;tigungsverbots werden die Grundrechte der Vereinigungs- und Versammlungsfreiheit, der Meinungs- und Pressefreiheit und damit die freie politische Bet&auml;tigung von Kurdinnen und Kurden massiv beschr&auml;nkt. Demonstrationsverbote und Razzien, Durchsuchungen von Privatwohnungen, Vereinen, Druckereien, Redaktionen und Verlagen, Beschlagnahmen und Inhaftierungen sind immer wieder an der Tagesordnung. Rolf G&ouml;ssner pl&auml;diert angesichts dieser Politik der Kriminalisierung und Ausgrenzung f&uuml;r einen offenen Dialog mit der kurdischen Seite. Angesichts des anhaltenden Kriegs der t&uuml;rkischen Regierung gegen die kurdische Bev&ouml;lkerung, angesichts der neuen Rolle der KurdInnen im Nahen und Mittleren Osten und im Abwehrkampf gegen den IS-Terror kommen der EU und der Bundesrepublik eine gesteigerte Verantwortung zur Auss&ouml;hnung und L&ouml;sung des t&uuml;rkisch-kurdischen Konflikts zu. Um dieser Verantwortung gerecht zu werden, bedarf es eines radikalen Wandels der europ&auml;ischen T&uuml;rkei- und Kurdenpolitik sowie einer Minimierung der deutsch-t&uuml;rkischen &bdquo;Sicherheitskooperation&ldquo;, die schon viel Unheil angerichtet hat.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/hinter-den-schlagzeilen.de\/dialog-statt-kriminalisierung\">Hinter den Schlagzeilen<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>&laquo;Die T&uuml;rkei ist schlimmer als Assad&raquo;<\/strong><br>\nDie Kurden waren mit der Regierung Assad nicht zufrieden. Aber unter t&uuml;rkischer Verwaltung sei es noch schlimmer.<br>\nUnter dem Titel &laquo;Schlimmer als Assad&raquo; ver&ouml;ffentlichte die Zeitung &laquo;Der Bund&raquo; am 18. Oktober ein Interview mit dem Kurden Ashti Amir, der vor zwanzig Jahren vor Assad in die Schweiz gefl&uuml;chtet war und heute das Hilfswerk &laquo;Syriaid&raquo; leitet, das in Syrien in Gesundheit, Bildung und Nothilfe investiert. Seine Eltern leben bei Afrin, einer Gegend, in der die Kurden dominieren, und die heute von den T&uuml;rken quasi annektiert worden ist (siehe Karte oben links). Die Einsch&auml;tzung von Ashti Amir: &laquo;Das Regime der T&uuml;rkei ist sogar schlimmer, als es dasjenige von Assad war: Es werden Leute eingesperrt, gefoltert und L&auml;den gepl&uuml;ndert. Meinen Schwiegereltern wurde gerade die gesamte Olivenernte konfisziert. Zudem hat die T&uuml;rkei viele Kurden vertrieben und in ihren H&auml;usern arabische Fl&uuml;chtlinge angesiedelt. Auch die Gesundheitszentren, die wir mit unserer Hilfsorganisation Syriaid unterst&uuml;tzten, wurden von der T&uuml;rkei geschlossen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/Artikel\/FreiheitRecht\/Die-Turkei-ist-schlimmer-als-Assad\">Infosperber<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Merkels B&uuml;ckling<\/strong><br>\nDie Bundesregierung l&auml;sst den chinesischen Konzern Huawei beim Aufbau des 5G-Netzes mitmachen. Doch das Unternehmen ist nicht vertrauensw&uuml;rdig &ndash; und es gibt Alternativen.<br>\nEin Gastbeitrag von Reinhard B&uuml;tikofer [&hellip;]<br>\nDie Entscheidung von Bundeskanzlerin Angela Merkel, den chinesischen Technologiegiganten Huawei am Ausbau der deutschen 5G-Inftrastruktur zu beteiligen, sorgte f&uuml;r heftige Reaktionen. Der treffendste Kommentar kam vom Gr&uuml;nen Ralf F&uuml;cks: &ldquo;Das riecht nach Nord Stream 2 im Quadrat.&rdquo; Frau Merkels B&uuml;ckling gegen&uuml;ber Huawei und der chinesischen F&uuml;hrung hat strategisch noch viel weitreichendere Konsequenzen als ihr Festhalten am Bau von Putins Ostsee-Gaspipeline.<br>\nGemeinsam ist beiden F&auml;llen dreierlei: Sie machen Deutschland &ndash; vollkommen unn&ouml;tig &ndash; wirtschaftlich abh&auml;ngiger von Autokratien. Sie setzen Deutschland in einen scharfen Gegensatz zu den USA. Sie tragen dazu bei, die EU in einer entscheidenden Zukunftsfrage zu zersplittern statt zu einen, und schw&auml;chen den m&uuml;hsamen Aufbau europ&auml;ischer Weltpolitikf&auml;higkeit.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2019-10\/huawei-5g-netzausbau-lizenz-folgen-kritik\">Zeit Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.K.:<\/strong> Freunde d&uuml;rfen spionieren, andere nicht. Wie d&auml;mlich ist das denn? Die Transatlantiker verlieren wohl langsam die Nerven. Warum versuchen die Gr&uuml;nen transatlantischen Feldhaubitzen nicht einmal eine Methode zu praktizieren, die unter Willy Brandt, sch&ouml;n erkl&auml;rt von Albrecht M&uuml;ller, Vertrauen schaffende Ma&szlig;nahmen genannt wurde.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Dieselskandal: Mithilfe des Kraftfahrtbundesamtes kann Daimler wichtige Dokumente unter Verschluss halten<\/strong><br>\nDer Autobauer zeigt sich Justiz und Kl&auml;gern gegen&uuml;ber wenig kooperativ. Unterst&uuml;tzung daf&uuml;r bekommt der Konzern ausgerechnet vom Bundesverkehrsministerium.<br>\nDas Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) lie&szlig; keine Zweifel aufkommen: Im gr&ouml;&szlig;ten Skandal der deutschen Automobilgeschichte konnten die Kunden nicht auf Unterst&uuml;tzung der Beh&ouml;rde hoffen. Ende Juli &uuml;bermittelte das KBA ein Schreiben an die 16. Zivilkammer des Landgerichts Stuttgart. Das Dokument, das die Richter anforderten, w&uuml;rde man ihnen nicht geben, hie&szlig; es aus Flensburg. Es enthalte Vorg&auml;nge, die &bdquo;geheim gehalten werden m&uuml;ssen&ldquo;. Das war schlecht f&uuml;r das Gericht &ndash; und schlecht f&uuml;r den Daimler-Kunden, der dort sein Recht suchte. [&hellip;]<br>\nDas KBA hatte Daimler 2018 per Bescheid verpflichtet, rund 700.000 Fahrzeuge der Euro-Norm 6b in die Werkst&auml;tten zur&uuml;ckzuholen, weil darin aus Sicht des KBA eine unzul&auml;ssige Abschaltsoftware verbaut war. Am 21. Juni 2019 folgte ein ebensolcher Bescheid f&uuml;r den GLK 220 der Euro-Norm 5 &ndash; ein Fahrzeug also, wie es Kl&auml;ger Hader fuhr. Diesen zweiten Bescheid wollten die Richter studieren.<br>\nSie k&ouml;nnen es aber nicht. Das KBA, dessen Schreiben an das Gericht dem Handelsblatt vorliegt, wei&szlig; zwar um die Natur der Software, die in diesem Auto installiert ist. Es h&auml;lt aber Feststellungen im Schreiben f&uuml;r ein Gesch&auml;ftsgeheimnis, das es nicht verraten darf &ndash; auch keinem Richter. Auf Anfrage erfuhr das Handelsblatt: Das KBA entspricht mit seinem Verhalten der Rechtsauffassung der vorgesetzten Beh&ouml;rde. Laut Bundesverkehrsministerium enth&auml;lt der Bescheid Betriebs- und Gesch&auml;ftsgeheimnisse des Autokonzerns. Die gelte es zu sch&uuml;tzen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/amp.handelsblatt.com\/unternehmen\/industrie\/dieselskandal-mithilfe-des-kraftfahrtbundesamtes-kann-daimler-wichtige-dokumente-unter-verschluss-halten\/25141482.html\">Handelsblatt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Deutsche Bahn: Fehlende Lokf&uuml;hrer und kriselnder G&uuml;terverkehr<\/strong><br>\nFast 4.000 Nahverkehrsz&uuml;ge sind in diesem Jahr ausgefallen &ndash; weil es niemanden gab, der sie fahren konnte. Die Deutsche Bahn k&auml;mpft mit dem Lokf&uuml;hrermangel. Doch das ist nur eine Baustelle. Einem Medienbericht zufolge rutscht der G&uuml;terverkehr noch tiefer in die roten Zahlen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/deutsche-bahn-fehlende-lokfuehrer-und-kriselnder.769.de.html?dram:article_id=461704%20\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers A.L.:<\/strong> Auch den kommerziellen Konkurrenten der Bahn (auf den von der Bahn AG nicht mehr bewirtschafteten Strecken) fehlen die Lokf&uuml;hrer, so dass es dort ebenfalls zu Ausf&auml;llen im Fahrbetrieb kommt. Aber, wenn insbesondere die CDU\/CSU die &ldquo;Pofallas&rdquo; ihres Politikbetriebs in den Bahnvorstand entsenden, um hohe Einkommen zu erhalten, dann &ldquo;entgleist&rdquo; die DB AG vielleicht noch schneller, als unter den eingesetzten ehemaligen Automobilmanagern im DB-Vorstand.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Argentinien vor einem peronistischen Comeback<\/strong><br>\nGibt es keine drastischen Verschiebungen in der politischen Stimmungslage mehr, dann d&uuml;rfte das Duo Fern&aacute;ndez\/Fern&aacute;ndez bereits im ersten Wahlgang die argentinische Pr&auml;sidentschaftswahl gewinnen. Es w&auml;re eine deutliche Quittung f&uuml;r das erneute Versagen neoliberaler Rezepte, diesmal der Unternehmerregierung Macri.<br>\nMit zwei Paukenschl&auml;gen hatten die Herausforderer die politische Szene in diesem Jahr gepr&auml;gt: im Mai, als Cristina Fern&aacute;ndez de Kirchner, die bereits acht Jahre im rosa Pr&auml;sidentenpalast von Buenos Aires regiert hatte, in einer wohlinszenierten Videobotschaft zur allgemeinen Verbl&uuml;ffung ihren vormaligen Kabinettschef Alberto Fern&aacute;ndez als Kandidaten f&uuml;r die Pr&auml;sidentschaftswahlen am 27. Oktober ausrief &ndash; sie selbst werde nur als Vizekandidatin antreten.<br>\nKlug vermied sie es somit, im Wahlkampf im Fokus zu stehen &ndash; auf Grund ihrer durchwachsenen zweiten Amtszeit (2011-2015), unz&auml;hliger Korruptionsverfahren, einem h&auml;ufig als arrogant empfundenen Auftreten und einer Au&szlig;enseiterposition innerhalb ihrer peronistischen Partei (Partido Justicialista, PJ) schien ein Sieg &uuml;ber Amtsinhaber Mauricio Macri so gut wie unm&ouml;glich. Es war eine strategische Meisterleistung, Alberto Fern&aacute;ndez, der schon unter N&eacute;stor Kirchner (2003-2007) Kabinettschef war, den Vortritt zu lassen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.blickpunkt-wiso.de\/post\/2333\">Blickpunkt WiSo<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Malaria: Novartis, WHO und Stiftung Bill Gates mitschuldig?<\/strong><br>\nS&uuml;dlich der Sahara sterben jeden Tag fast tausend Kinder an Malaria. Medikamente helfen bei Erkrankung, verhindern sie aber nicht. Bill Gates sponsert seit vielen Jahren grossz&uuml;gig ein Novartis-Medikament gegen Malaria. Aber eine wirksame, billige Pr&auml;vention interessiert ihn nicht. Diesen Vorwurf versucht ein Dokumentarfilm zu belegen, der am Internationalen Leipziger Dokfilmfestival Anfang November zum ersten Mal gezeigt wird. Infosperber hatte &uuml;ber die jahrelangen Recherchen von Katharina Weingartner und ihrem Teams berichtet. Der Dokumentarfilm konzentriert sich auf die Sicht der Betroffenen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/Artikel\/Gesundheit\/Malaria-Novartis-WHO-und-Stiftung-Bill-Gates-mitschuldig\">Infosperber<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Schuldenstaaten: EU mahnt Italien und Frankreich zu Haushaltsdisziplin<\/strong><br>\nDie EU-Kommission bef&uuml;rchtet, dass sich die beiden Staaten in den Haushaltspl&auml;nen f&uuml;r 2020 zu stark verschulden. Die Beh&ouml;rde setzte beiden Regierungen eine Frist.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2019-10\/staatsschulden-italien-frankreich-eu-kommission-etat\">Zeit Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.K.:<\/strong> Die EU Kommission macht mal wieder Wahlkampf f&uuml;r Salvini und Le Pen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Rote auf Schrumpfkurs<\/strong><br>\nDie europ&auml;ische Sozialdemokratie k&auml;mpft ums &Uuml;berleben. Weil sie die Rolle als Schutzmacht f&uuml;r die Armen und Benachteiligten aufgegeben hat. Erneuerung, Vernieuwing, Rinnovamento oder R&eacute;novation k&ouml;nnen nur gelingen, wenn mit allen neoliberalen Verirrungen endlich Schluss ist, ein f&uuml;r alle Mal. [&hellip;]<br>\nEigentlich wollte die Sozialdemokratie in Deutschland gegen Ende der 1980er Jahre mit ihrem neuen Berliner Programm, ma&szlig;geblich konzipiert durch den gerade verstorbenen Erhard Eppler, die Industriegesellschaft auf neue, sozial gerechtere und &ouml;kologisch nachhaltige Beine stellen: Arbeit und Umwelt vers&ouml;hnen und daf&uuml;r sorgen, dass &ldquo;nicht zur blo&szlig;en Ware wird, was nicht zur Ware werden darf: Recht, Sicherheit, Bildung, Gesundheit, Kultur, nat&uuml;rliche Umwelt&rdquo;. Einsichten wie &ldquo;Nur Reiche k&ouml;nnen sich einen armen Staat leisten&rdquo; oder &ldquo;An der Finanzierung der staatlichen Aufgaben m&uuml;ssen sich Unternehmen und Privathaushalte entsprechend ihrer Leistungsf&auml;higkeit beteiligen&rdquo; stie&szlig;en auf Kampfparolen, die vor Gleichmacherei warnten und vor einer angeblich drohenden stetigen Umverteilung, die den Leistungswillen l&auml;hme und einen unbezahlbaren, ma&szlig;losen Sozialstaat entstehen lasse. Die Wende von 1989 half mit, dass die Geschichte &uuml;ber die linken Visionen hinwegrollte.<br>\nAls einen wesentlichen Grund f&uuml;r den Niedergang der Sozialdemokratie &ndash; der schon in den Neunziger Jahren und keineswegs erst nach den Hartz IV-Beschl&uuml;ssen beginnt &ndash; nennt der Politikwissenschaftler Dieter Segert jedenfalls ihre Orientierung &ldquo;an den neoliberalen Modernisierungsversprechen&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/ueberm-kesselrand\/447\/rote-auf-schrumpfkurs-6266.html\">Kontext: Wochenzeitung<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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