{"id":55862,"date":"2019-10-25T08:38:07","date_gmt":"2019-10-25T06:38:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55862"},"modified":"2019-10-25T08:38:07","modified_gmt":"2019-10-25T06:38:07","slug":"hinweise-des-tages-3479","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55862","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55862#h01\">Geheimmission Rentenklau<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55862#h02\">Lobbyismus in Deutschland: &bdquo;Union und FDP verhindern Transparenz in Lobbyfragen&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55862#h03\">Soziale Ungleichheit: H&ouml;chste Zeit f&uuml;r faire Verteilung!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55862#h04\">Wenn das Licht ausgeht &ndash; Knapp 300.000 Stromsperren in Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55862#h05\">Risiko Leiharbeit: Wie die Besch&auml;ftigten ihre Arbeitsbedingungen bewerten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55862#h06\">Bundesagentur f&uuml;r Arbeit: Pflegehelfer oft mit Niedrigl&ouml;hnen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55862#h07\">Digitaler &ldquo;Gelber Schein&rdquo;: Volles Risiko bei den Besch&auml;ftigten?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55862#h08\">Berufsbildungsgesetz: &bdquo;Die Bedingungen f&uuml;r Azubis sind deutlich besser geworden&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55862#h09\">&Ouml;konom &uuml;ber das Bankensystem: &bdquo;Wir haben Krisensituationen auch jetzt&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55862#h10\">Regierungssprecher Seibert: Die Stimme der Kanzlerin<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55862#h11\">Kriegf&uuml;hrung mit K&uuml;nstlicher Intelligenz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55862#h12\">Der Robocop-Reporter<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55862#h13\">Chile und Argentinien: Hier Rebellion, dort Linksruck<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich f&uuml;r die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Geheimmission Rentenklau<\/strong><br>\nInitiative &raquo;Seniorenaufstand&laquo; verlangt Ende des Versteckspiels um Beratungsgremium zur Altersvorsorge. Bundesbank rechnet Bev&ouml;lkerung alt<br>\nDie Rente ist heute so einiges: k&uuml;mmerlich, entw&uuml;rdigend, eine Zumutung. Nur eines ist sie gewiss nicht: &raquo;sicher&laquo;. Selbst Norbert Bl&uuml;m (CDU) macht sich keine Illusionen mehr. F&uuml;r den fr&uuml;heren Sozialminister markiert das &raquo;Riestern&laquo; einen elementaren Angriff auf die gesetzliche Altersvorsorge. Aber die n&auml;chste Attacke ist schon in Vorbereitung. Seit bald 17 Monaten br&uuml;tet die von der gro&szlig;en Koalition bestellte Rentenkommission &raquo;Verl&auml;sslicher Generationenvertrag&laquo; &uuml;ber der Frage, wie das System &raquo;zukunftsfest&laquo; zu machen ist. Dass dabei nichts Gutes herumkommen wird, erscheint schon angesichts der Besetzung des zehnk&ouml;pfigen &raquo;Expertenteams&laquo; ausgemacht. Aus seiner Mitte ragt mit Axel B&ouml;rsch-Supan ein profilierter Rentenk&uuml;rzer heraus.<br>\nWas in dem Zirkel konkret besprochen und verhandelt wird, ist allerdings nicht f&uuml;r die &Ouml;ffentlichkeit bestimmt. Bis zur geplanten Vorlage der Empfehlungen im M&auml;rz 2020 darf satzungsgem&auml;&szlig; nichts nach au&szlig;en dringen. Dagegen macht seit l&auml;ngerem der Koordinierungskreis &raquo;Gewerkschaftliche Seniorenpolitiker &ndash; Seniorenaufstand&laquo; mobil. Anfang August hatte Hans-J&uuml;rgen Nestmann von der IG Metall Elmshorn eine Petition mit der Forderung gestartet, die Geheimhaltungspflicht der Kommission unverz&uuml;glich aufzuheben. Am Mittwoch &uuml;bergab der Initiator in Begleitung von vier Mitstreitern die in zwei Monaten gesammelten 5.300 Unterschriften dem Staatssekret&auml;r im Berliner Bundesarbeitsministerium, Ralf Schmachtenberg.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/365350.ruhestand-geheimmission-rentenklau.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Lobbyismus in Deutschland: &bdquo;Union und FDP verhindern Transparenz in Lobbyfragen&ldquo;<\/strong><br>\nLobbyismus sei nicht per se schlecht, sagte Gerhard Schick von der B&uuml;rgerbewegung Finanzwende im Dlf. Aber er m&uuml;sse transparent gemacht werden. Oft wirkten Lobbyisten durch ihre Vorschl&auml;ge an Gesetzen mit, ohne dass dies offen kommuniziert werde. Daran werde sich in n&auml;chster Zeit auch nichts &auml;ndern. [&hellip;]<br>\nHeinemann: Aber viel wichtiger sind doch die Ziele, nicht die Mittel.<br>\nSchick: Na ja. Ich habe das ja im Bundestag erlebt. Wenn Sie da vor einem dicken Finanzmarktgesetz sitzen und da sind lauter technische Regelungen, die Sie zun&auml;chst einmal ja als Parlamentarier nicht erfassen k&ouml;nnen in ihrer Praxiswirkung, und dann bietet Ihnen jemand vom Bankenverband, der viel Zeit hat, an, Ihnen das alles zu erkl&auml;ren, mit sch&ouml;nen vorgefertigten Pr&auml;sentationen, der sich genau nach Ihrem Terminkalender richten kann auf der einen Seite, und auf der anderen Seite gibt es vielleicht irgendwo eine kleine Organisation, die Ihnen auch was dazu sagen k&ouml;nnte, die aber nicht die Zeit hat zu recherchieren, wann Sie das genau brauchen, die nicht so eine sch&ouml;ne Pr&auml;sentation machen kann, die nicht sofort den perfekten Experten haben kann, sondern etwas mehr Zeit braucht, dann ist klar, wer einen Vorsprung hat.<br>\nUnd wir wissen einfach auch, dass manchmal Studien gezielt finanziert werden, um die &Ouml;ffentlichkeit zu beeinflussen. Greenpeace hat das jetzt f&uuml;r den Bereich &Ouml;l und fossile Energien aufgef&uuml;hrt. &Auml;hnliches k&ouml;nnen wir im Finanzmarktbereich sehen. Und die Beispiele sprechen einfach f&uuml;r sich. Seit Ausbruch der Finanzkrise vor zehn Jahren ist es der Finanzlobby gelungen, an mehreren Stellen wichtige Gesetzespakete komplett auszubremsen.<br>\nHeinemann: Es geh&ouml;ren aber immer zwei dazu.<br>\nSchick: Richtig! Das habe ich meinen Kollegen auch in der Abschiedsrede im Bundestag sehr deutlich gesagt. Die Tatsache, dass manchmal wortw&ouml;rtlich in den Gesetzen sich die Vorschl&auml;ge vom Bankenverband oder Versicherungsverband wiederfinden, ist nicht nur ein Problem der Lobbyseite, sondern das d&uuml;rfte in diesem Bundestag nicht passieren, dass so etwas einfach unhinterfragt &uuml;bernommen wird. Wir k&ouml;nnen am Beispiel des Cum-Ex-Gesetzes von 2007 sehen, was f&uuml;r einen massiven, einen Milliarden-Schaden es f&uuml;r den deutschen Steuerzahler bedeutet hat, dass der Vorschlag des Bankenverbandes eins zu eins ins Gesetz kam.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/lobbyismus-in-deutschland-union-und-fdp-verhindern.694.de.html?dram:article_id=461810\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Soziale Ungleichheit: H&ouml;chste Zeit f&uuml;r faire Verteilung!<\/strong><br>\nWegen der jahrelangen Umverteilung von unten nach oben, nimmt die soziale Spaltung der Gesellschaft zu. Seit der Wiedervereinigung driften die Einkommen immer weiter auseinander. Auch Verm&ouml;gen ist extrem ungleich verteilt. Woran das liegt und wie eine faire Verteilung zu erreichen ist, beschreibt das #schlaglicht Nummer 38\/2019.<br>\nEs ist schon ein bizarres Schauspiel, das sich im Moment vollzieht: Kaum eine Woche vergeht, an dem nicht aus dem politischen Raum vor den Kosten der &ouml;kologischen Wende gewarnt wird. Auf keinen Fall d&uuml;rften diese zu einer sozialen Spaltung f&uuml;hren. Seltsamerweise treten mit Lindner, S&ouml;der, AKK und Co. genau jene besonders lautstark auf, die in der Vergangenheit gegen Mindestl&ouml;hne und Verm&ouml;genssteuern sowie f&uuml;r Steuernachl&auml;sse &agrave; la Soli und M&ouml;venpick ins Feld gezogen sind. Haben sie pl&ouml;tzlich ihr soziales Herz entdeckt? Wohl kaum! Das Ganze ist v&ouml;llig unglaubw&uuml;rdig und soll nur die dr&auml;ngende Verteilungsdebatte im Keim ersticken.<br>\nNur zur Info: Wegen der jahrelangen Umverteilung von unten nach oben, ist die soziale Spaltung der Gesellschaft schon l&auml;ngst da. Dazu bedarf es keiner zus&auml;tzlichen Belastungen durch den Klimawandel. Punkt! Seit der Wiedervereinigung driften die Einkommen immer weiter auseinander. Als Folge ger&auml;t die hart arbeitende Mittelschicht unter Druck. Die untersten zehn Prozent der Einkommensskala mussten seit 1991 sogar reale Verluste hinnehmen, w&auml;hrend das reichste Zehntel einen Einkommensanstieg von 35 Prozent verzeichnen konnte. Heute gilt die allgemeine Faustregel: Je h&ouml;her das Einkommen, desto praller die Zuw&auml;chse!<br>\nDie ungleiche Einkommensverteilung wird allerdings von der unvorstellbaren Verm&ouml;genskonzentration locker in den Schatten gestellt. Das offizielle Nettoverm&ouml;gen in der Bundesrepublik bel&auml;uft sich auf 12,6 Billionen Euro. Davon entfallen auf die verm&ouml;gendsten zehn Prozent rund zwei Drittel. Das sind 8.064.000.000.000 Euro, von denen das verm&ouml;gendste Prozent wiederum fast ein Drittel bzw. 2.378.880.000.000 Euro auf sich versammelt. Auf der anderen Seite der Verteilung sieht es hingegen ziemlich d&uuml;rftig aus. 50 Prozent der Menschen besitzen in Summe &uuml;berhaupt keine R&uuml;cklagen (siehe Grafik). Sie leben von der Hand in den Mund. Letztes Jahr gingen fast 90.000 Personen in die Privatinsolvenz.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/niedersachsen.dgb.de\/themen\/++co++e6820d66-f632-11e9-84db-52540088cada\">DGB Niedersachsen #schlaglicht<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Wenn das Licht ausgeht &ndash; Knapp 300.000 Stromsperren in Deutschland<\/strong><br>\nKnapp 300.000 Haushalten in Deutschland wurde 2018 zeitweise der Strom abgestellt &ndash; zeigen neue Zahlen, die dem ZDF exklusiv vorliegen. &ldquo;Ein Armutszeugnis&rdquo;, schimpfen die Gr&uuml;nen.<br>\nAm Ende kann es ziemlich schnell gehen. Wenn die Rechnungen mal nicht bezahlt wurden &ndash; manche Briefe unge&ouml;ffnet bleiben. Wenn man pl&ouml;tzlich mehr als hundert Euro im R&uuml;ckstand ist. Schon vier Wochen nach einer Mahnung mit entsprechender Ank&uuml;ndigung k&ouml;nnen Grundversorger den Strom eines Haushaltes laut Gesetz abschalten. Im vergangenen Jahr waren von einer solchen &ldquo;Stromsperre&rdquo; immerhin 296.370 Haushalte in Deutschland zumindest zeitweise betroffen. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine schriftliche Anfrage der gr&uuml;nen Bundestagsfraktion hervor, die dem ZDF exklusiv vorliegt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zdf.de\/nachrichten\/heute\/wenn-das-licht-ausgeht-stromsperren-betreffen-hunderttausende-100.html\">ZDF heute<\/a>\n<p><strong>dazu: Gr&uuml;ne und Linke wollen Stromsperren verhindern<\/strong><br>\nDer Bundestag befasst sich in seiner Sitzung am Freitag, 25. Oktober 2019, erstmalig Antr&auml;gen der Fraktion B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen mit dem Titel &bdquo;Stromsperren verhindern &ndash; Energieversorgung f&uuml;r alle garantieren&ldquo; (19\/9958) und einem Antrag der Fraktion Die Linke mit dem Titel &bdquo;Stromsperren gesetzlich verbieten&ldquo; (19\/14334). F&uuml;r die Debatte sind 45 Minuten eingeplant. Der Antrag der Linken soll federf&uuml;hrend im Wirtschaftsausschuss beraten werden. Ob der Antrag der Gr&uuml;nen im Wirtschaftsausschuss oder im Ausschuss f&uuml;r Arbeit und Soziales federf&uuml;hrend beraten wird, ist noch strittig.<br>\nDie Fraktion B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen fordert in ihrem Antrag, die Energieversorgung f&uuml;r alle zu garantieren und Stromsperren grunds&auml;tzlich zu verhindern. Energiearmut sei ein zunehmendes Problem f&uuml;r viele Haushalte in Deutschland, die Zahl der Stromsperren habe im Jahr 2017 bei knapp 344.000 gelegen. F&uuml;r die Betroffenen seien nicht nur die allt&auml;glichen Folgen solcher Sperren eklatant, sie w&uuml;rden dadurch auch in eine Schuldenspirale geraten, die das Risiko, erneut mit einer Energiesperre belegt zu werden, erh&ouml;he, schreibt die Fraktion.<br>\nDie Gr&uuml;nen verlangen deshalb unter anderem eine aus dem Regelsatz der Grundsicherung ausgelagerte Stromkostenpauschale, die sicherstellt, dass die tats&auml;chlichen Kosten auch abgedeckt werden. Au&szlig;erdem pl&auml;dieren sie f&uuml;r pr&auml;ventive Beratung und eine bessere Schuldnerberatung f&uuml;r Menschen mit geringem Einkommen.<br>\nNach dem Willen der Linken soll die Bundesregierung einen Gesetzentwurf vorlegen, um f&uuml;r schutzbed&uuml;rftige Kundinnen und Kunden eine Grundversorgung mit Strom jederzeit zu gew&auml;hrleisten. Stromsperren durch die Energieversorger aufgrund von Zahlungsunf&auml;higkeit der Verbraucher sollten gesetzlich verboten werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.bundestag.de\/dokumente\/textarchiv\/2019\/kw43-de-energierversorgung-fuer-alle-663330\">Bundestag<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Risiko Leiharbeit: Wie die Besch&auml;ftigten ihre Arbeitsbedingungen bewerten<\/strong><br>\nSie machen doppelt so oft Schicht- und Nachtdienst wie andere, m&uuml;ssen k&ouml;rperlich h&auml;rter arbeiten und verdienen trotzdem deutlich weniger: Besch&auml;ftigte in der Leiharbeit arbeiten unter erschwerten Bedingungen. Auch bei den beruflichen Entwicklungsm&ouml;glichkeiten schneiden sie schlechter ab.<br>\nDie Zahl der LeiharbeitnehmerInnen in Deutschland ist seit Mitte der 1990er Jahre stark angestiegen. Vor allem die Deregulierung dieser Besch&auml;ftigungsform durch die Hartz-Gesetze ab dem Jahr 2003 hat zu einer deutlichen Expansion gef&uuml;hrt. Im Jahr 2018 gab es in Deutschland bereits &uuml;ber eine Million Besch&auml;ftigte in Leiharbeit. Damit hat sich die Zahl der LeiharbeitnehmerInnen seit 1994 verzehnfacht.<br>\nWie sehen die betroffenen ArbeitnehmerInnen ihre Arbeitssituation? Die Ergebnisse der repr&auml;sentativen Besch&auml;ftigtenbefragung zum DGB-Index Gute Arbeit zeigen deutliche Unterschiede bei den Arbeitsbedingungen gegen&uuml;ber nicht-entliehenen Besch&auml;ftigten. Besch&auml;ftigte in Leiharbeit bewerten ihre beruflichen Perspektiven und Entwicklungsm&ouml;glichkeiten deutlich negativer. Auch bei der Lage der Arbeitszeiten und den Einkommen schneiden LeiharbeitnehmerInnen schlechter ab. Die Daten zeigen ein erh&ouml;htes Prekarit&auml;tsrisiko f&uuml;r Besch&auml;ftigte in Leiharbeit.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.dgb.de\/++co++8b192f06-f63a-11e9-a879-52540088cada\">DGB<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Bundesagentur f&uuml;r Arbeit: Pflegehelfer oft mit Niedrigl&ouml;hnen<\/strong><br>\nDass auch an dieser Schraube gedreht werden muss, um dem Personalmangel entgegenzuwirken, zeigt ein Blick auf das Lohnniveau: So liegen rund zwei Drittel der vollzeitbesch&auml;ftigten Altenpflegehelfer laut Bundesagentur f&uuml;r Arbeit (BA) unter der so genannten Niedriglohnschwelle.<br>\nAuch bei den voll qualifizierten Altenpflege-Fachkr&auml;ften lagen demnach im vergangenen Jahr immerhin 14,1 Prozent bei Vollzeitbesch&auml;ftigung unterhalb der Niedriglohnschwelle. Nach der EU-Definition liegt diese bei 60 Prozent des durchschnittlichen Bruttomonatseinkommens. Das Bundesarbeitsministerium hatte die Schwelle unl&auml;ngst mit 2203 Euro brutto pro Monat f&uuml;r das vergangene Jahr angegeben.<br>\nDie BA hatte im Auftrag der Linksfraktion im Bundestag eine Sonderauswertung vorgenommen, die Zahlen liegen der &ldquo;Rheinischen Post&rdquo; vor. Vor allem bei den Pflegehelfern ging der Anteil derer, die unterhalb der Niedriglohnschwelle liegen, demnach seit 2012 nur geringf&uuml;gig zur&uuml;ck. &ldquo;Jahrelang wurden Niedrigl&ouml;hne und schlechte Arbeitsbedingungen in der Pflege stillschweigend hingenommen&rdquo;, sagte Linken-Politikerin Susanne Ferschl der Zeitung.<br>\nWerden alle Vollzeitbesch&auml;ftigten in der Pflegebranche &ndash; also Fachkr&auml;fte und Pflegehelfer &ndash; zusammengerechnet, gab es zwischen 2012 und 2018 einen R&uuml;ckgang des Anteils der Niedrigl&ouml;hner. Im Jahr 2012 habe er bei 37,2 Prozent gelegen, 2018 bei 30,1 Prozent. Davon haben aber vor allem die h&ouml;her qualifizierten Fachkr&auml;fte profitiert, nicht die Helfer.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/altenpflegehelfer-lohn-101.html\">Tagesschau<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Digitaler &ldquo;Gelber Schein&rdquo;: Volles Risiko bei den Besch&auml;ftigten?<\/strong><br>\nDGB kritisiert &ldquo;unbrauchbaren Regierungsentwurf&rdquo;<br>\nZwei Jahre eher als geplant will die Bundesregierung die elektronische Arbeitsunf&auml;higkeitsbescheinigung einf&uuml;hren. Sie k&ouml;nnte f&uuml;r alle Beteiligten eine Erleichterung sein &ndash; doch f&uuml;r Pannen bei der &Uuml;bermittlung sollen ausschlie&szlig;lich die Besch&auml;ftigten verantwortlich gemacht werden. &ldquo;Das ist inakzeptabel&rdquo;, kritisiert DGB-Vorstand Annelie Buntenbach.<br>\nAnders als geplant will die Bundesregierung die elektronische Arbeitsunf&auml;higkeitsbescheinigung (eAU) schon 2021 einf&uuml;hren. Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer m&uuml;ssen dann nicht mehr wie bislang den &bdquo;gelben Schein&ldquo; in dreifacher Ausf&uuml;hrung erhalten und beim Arbeitgeber und der Krankenkasse vorlegen. Dies soll in Zukunft elektronisch und automatisch funktionieren.<br>\nUrspr&uuml;nglich sollte das Verfahren 2023 eingef&uuml;hrt werden. Schon in diesem Fall w&auml;re zweifelhaft gewesen, dass das neue Verfahren st&ouml;rungsfrei funktioniert: Von den insgesamt 170.000 Arztpraxen der Vertrags&auml;rzte in Deutschland nehmen derzeit 77.000 Arztpraxen nicht an dem Telematik-Verfahren teil, das jedoch eine zwingende Voraussetzung f&uuml;r das Funktionieren der eAU ist.<br>\nEin weiteres Problem: Die Bundesregierung will eine neue ausdr&uuml;ckliche Nachweispflicht der Arbeitsunf&auml;higkeit gegen&uuml;ber dem Arbeitgeber einf&uuml;hren. Das bedeutet: Das m&ouml;gliche Scheitern der digitalen &Uuml;bermittlung soll vollst&auml;ndig zu Lasten der Besch&auml;ftigten gehen. Wenn der oder die Besch&auml;ftigte unentschuldigt seiner Arbeit fernbleibt &ndash; was wohl auch passieren kann, wenn die AU-Bescheinigung den Arbeitgeber nicht erreicht hat bzw. er sie nicht abrufen kann &ndash; muss er mit arbeitsrechtlichen Ma&szlig;nahmen seines Arbeitgebers bis hin zu einer K&uuml;ndigung rechnen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++b28e5ce0-f4ba-11e9-8da0-52540088cada\">DGB<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Berufsbildungsgesetz: &bdquo;Die Bedingungen f&uuml;r Azubis sind deutlich besser geworden&ldquo;<\/strong><br>\nDas neue Berufsbildungsgesetz verdiene den Namen Reform, sagte Matthias Anbuhl vom Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB). Auszubildende w&uuml;rden nun von einer steigenden Verg&uuml;tung profitieren. Ein Kritikpunkt bleibe der Bereich berufliche Weiterqualifizierung. [&hellip;]<br>\nGebert: Kommen wir mal zu einem Kritikpunkt. Sie haben gesagt, Sie selber sehen viel Licht, aber auch einiges an Schatten. Viel Kritik hat sich die Ministerin vorab schon eingehandelt f&uuml;r ihre Idee, neue Bezeichnungen f&uuml;r die Weiterbildung in den Berufen zu schaffen. Etikettenschwindel, sagen die Kritiker, die Bundesbildungsministerin erhofft sich aber dadurch einen besseren &Uuml;berblick &uuml;ber die Abschl&uuml;sse und dass die berufliche Bildung insgesamt attraktiver wird, auch f&uuml;r Abiturienten. Werden die jetzt mit den neuen Bezeichnungen reihenweise in die Ausbildung starten, oder was ist der Effekt? Was glauben Sie aus DGB-Sicht?<br>\nAnbuhl: Na ja, ich glaube erst mal nicht, dass die Ausbildung attraktiver wird, weil der B&auml;ckermeister jetzt in Zukunft vielleicht den Zusatz Bachelor-Professional haben soll, sondern ich glaube, dass wir in der Tat mit Meister, Fachwirt und Techniker auch schon sehr etablierte Titel haben. Zweitens glaube ich, das geht ja um die Aufstiegsfortbildung, das hei&szlig;t, dieser Bachelor-, Mastertitel f&uuml;r die normalen Azubis, die eine drei-, dreieinhalbj&auml;hrige Ausbildung machen, greift hier ja gar nicht, sondern es gilt f&uuml;r die Leute, die dann sp&auml;ter sich noch weiterqualifizieren wollen. Auch die gucken eher auf den Inhalt, nicht auf das Etikett, was draufklebt. Das hei&szlig;t, die sagen, habe ich eine hohe Qualit&auml;t, kann ich das verwerten am Arbeitsmarkt. Deswegen h&auml;tten wir uns eigentlich auch gew&uuml;nscht, wenn man die Aufstiegsfortbildung aufwerten will, dass man nicht einfach nur ein Etikett dranpappt, sondern dass man wirklich schaut, was passiert inhaltlich, denn bisher ist es bei den Aufstiegsfortbildungen nur so, dass die Pr&uuml;fungsanforderungen definiert werden, der Lernprozess daher nicht, und wir w&uuml;rden uns w&uuml;nschen, dass man die Qualit&auml;t anhebt und nicht einfach nur einen neuen Zettel draufklebt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/berufsbildungsgesetz-die-bedingungen-fuer-azubis-sind.680.de.html?dram:article_id=461813\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>&Ouml;konom &uuml;ber das Bankensystem: &bdquo;Wir haben Krisensituationen auch jetzt&ldquo;<\/strong><br>\nNach dem US-B&ouml;rsencrash vor 90 Jahren begann die Weltwirtschaftskrise. Die Lehman-Pleite 2008 f&uuml;hrte zu einer weltweiten Finanzkrise. Hat die damals eingeleitete Banken-Regulierung die Risiken verkleinert? Der &Ouml;konom Hans-Peter Burghof sieht Gefahren. [&hellip;]<br>\nWelty: Ein richtiges Dunkelfeld ist der sogenannte Repomarkt, da kooperieren Schattenbanken mit den herk&ouml;mmlichen Banken, und da kommt es im September zu einem Ausschlag, der die ganze Branche in Unruhe versetzt. Was ist da genau passiert?<br>\nBurghof: Ja, offenbar war pl&ouml;tzlich das Vertrauen weg und man hat sich gegenseitig auf diesem Markt kein Geld mehr geliehen. Das Geld brauchen aber die Banken, weil das ist einfach der kurzfristige Liquidit&auml;tspuffer, den man hat, wenn man halt eben woanders mehr Ausgaben gehabt hat. Also f&uuml;r die Stabilit&auml;t des Bankensystems ist dieser Markt sehr wichtig, und das macht dann erforderlich, dass die Zentralbank ganz schnell eintritt und sehr viel Liquidit&auml;t zur Verf&uuml;gung stellt.<br>\nDa sind wir schnell bei zwei-, sogar bei dreistelligen Milliardenbetr&auml;gen. Eigentlich r&auml;tsele ich auch ein bisschen, was da eigentlich passiert ist, denn uns hat man ja eigentlich erz&auml;hlt, das amerikanische Banksystem sei besonders toll aus der Krise gekommen, und hohe Gewinne machen die amerikanischen Banken.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/oekonom-ueber-das-bankensystem-wir-haben-krisensituationen.1008.de.html?dram:article_id=461725%20\">Deutschlandfunk Kultur<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Regierungssprecher Seibert: Die Stimme der Kanzlerin<\/strong><br>\nSteffen Seibert ist l&auml;nger Regierungssprecher als jeder seiner Vorg&auml;nger seit 1949. Der ehemalige ZDF-Journalist ist nicht nur Sprecher der Kanzlerin, sondern auch einer ihrer engsten Berater. Auch die aktive Kommunikation der Regierung in digitalen Medien geht auf Seiberts Konto. [&hellip;]<br>\nAls Chef des Bundespresseamtes steuert Seibert zugleich eine immer aktivere Kommunikationspolitik der Regierung in digitalen Medien. Manche sehen darin den Ausdruck einer Strategie, die es der Kanzlerin erlaubt, sich den Erkl&auml;rungsdruck eines kritischen Journalismus zu entziehen. &Ouml;fter als von Journalisten l&auml;sst sich die Kanzlerin von Seiberts Mitarbeitern f&uuml;r ihren Videopodcast vorabgestimmte Fragen stellen. &Uuml;ber den eigenen Twitter-Kanal setzt Seibert die Kanzlerin selbst ins gew&uuml;nschte Licht. Das ikonische Bild Merkels, die sich beim G7-Gipfel in Kanada vorgebeugt auf einen Tisch st&uuml;tzt und auf Trump einredet, brachte er selbst &uuml;ber Twitter in die Welt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/regierungssprecher-seibert-die-stimme-der-kanzlerin.2907.de.html?dram:article_id=461811\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Die Kritik an der Stimme der Kanzlerin f&auml;llt eher d&uuml;rftig aus und m&uuml;ndet schlie&szlig;lich in Bewunderung. Seibert als Gegenpol zur Welt der Fake News, der nur der Wahrheit verpflichtet ist und niemanden auf eine falsche F&auml;hrte locke, steht da. Dabei k&ouml;nnte man den und die Regierungssprecher mit ihren doppelten Standards immer noch leicht &uuml;berf&uuml;hren. <\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Sonderreihe zu Protesten weltweit 3. Teil &ndash; Katalonien: Was die &bdquo;Wertegemeinschaft&ldquo; darf, d&uuml;rfen andere noch lange nicht<\/strong><br>\nErinnern Sie sich noch an die Proteste in Moskau diesen Sommer? Was gab es da f&uuml;r einen Medienhype und wie laut waren die Proteste der Bundesregierung! Wenn man jedoch die Fakten vergleicht, wird schnell klar, wie geheuchelt das war: In Moskau sind ca. zehn Menschen tats&auml;chlich zu Haftstrafen verurteilt worden, f&uuml;r alle anderen blieb es bei Ordnungswidrigkeiten. Und obwohl die Medien st&auml;ndig &uuml;ber die angeblich so brutale, russische Polizei berichtet haben, gab es nur einen Fall von Polizeigewalt, der aktenkundig wurde. Und &uuml;ber den haben die deutschen Medien nicht einmal berichtet, weil dann ja klar geworden w&auml;re, dass es die angebliche Polizeigewalt in Moskau gar nicht gegeben hat, &uuml;ber die sie t&auml;glich berichtet haben.<br>\nIn Moskau gab es eine Verletzte, in Katalonien schon &uuml;ber 600. In Moskau wurden ca. 20 Menschen in Untersuchungshaft genommen und ca. zehn zu Haftstrafen verurteilt, in Katalonien sind 194 in Polizeigewahrsam, man wird abwarten m&uuml;ssen, was ihnen vorgeworfen wird und zu welchen Strafen das f&uuml;hrt. Aber trotzdem waren Medien und Politik bei den Protesten in Moskau au&szlig;er Rand und Band und in Katalonien finden sie das alles irgendwie okay. Was ist das, wenn nicht messen mit zweierlei Ma&szlig;?<br>\nAber ehrlicherweise muss man eingestehen, dass das auch offen zugegeben wird. Auf der Bundespressekonferenz hat die Regierung mitgeteilt, dass man sich ja mit Spanien in einer &bdquo;Wertegemeinschaft&ldquo; befindet. Das gilt nat&uuml;rlich nicht f&uuml;r Russland.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.anti-spiegel.ru\/2019\/sonderreihe-zu-protesten-weltweit-3-teil-katalonien-was-die-wertegemeinschaft-darf-duerfen-andere-noch-lange-nicht\/\">Anti-Spiegel<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Kriegf&uuml;hrung mit K&uuml;nstlicher Intelligenz<\/strong><br>\nEin neues Positionspapier aus dem Amt f&uuml;r Heeresentwicklung der Bundeswehr in K&ouml;ln skizziert die Nutzung von K&uuml;nstlicher Intelligenz (KI) in k&uuml;nftigen Kriegen. Das &ldquo;Potenzial&rdquo; der KI f&uuml;r die deutschen Streitkr&auml;fte sei &ldquo;enorm&rdquo;, urteilt der ehemalige Leiter der Einrichtung, Generalmajor Reinhard Wolski. Experten zufolge wird KI nicht nur f&uuml;r die Optimierung der Aufkl&auml;rung genutzt werden, sondern auch zum Betreiben von &ldquo;Chatbots&rdquo; zur milit&auml;rischen Propaganda und zur Steuerung autonomer Waffensysteme. Die Relevanz autonomer Waffen sei bereits &ldquo;mittelfristig &hellip; durchaus mit ABC-Massenvernichtungswaffen vergleichbar&rdquo;, urteilt ein Spezialist des Fraunhofer-Instituts f&uuml;r Intelligente Analyse und Informationssysteme (IAIS), das in puncto KI mit der Bundeswehr kooperiert. Wie das neue Bundeswehr-Papier belegt, wird KI-gesteuerte Kriegf&uuml;hrung ein so hohes Tempo gewinnen, dass menschliche Entscheidung &uuml;ber den Einsatz von Waffen zunehmend auf KI-Entscheidungshilfen angewiesen sein wird. Der &Uuml;bergang zum reinen Maschinenkrieg, der sich humaner Kontrolle g&auml;nzlich entzieht, ist flie&szlig;end.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/8084\/\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Der Robocop-Reporter<\/strong><br>\nEin Reporter ist langsam, teuer, unsolide. Zumindest im Vergleich zu einem Roboter. Die k&ouml;nnten bald halbe Zeitungen voll schreiben, verhei&szlig;en Software-Entwickler. &Uuml;bers Wetter, Aktienkurse und Fu&szlig;ball. Oder auch mit Polizeiberichten, die im Stuttgarter Pressehaus bereits automatisiert verwertet werden.<br>\nWas das schon wieder kostet, ein echter Mensch. Wer soll das denn bezahlen?<br>\nDer Journalismus, meist als Warenhandel institutionalisiert, ist nie ganz unabh&auml;ngig von seiner Finanzlage. Im redaktionellen Alltag hei&szlig;t das beispielsweise: Wenn ein zu kleiner Teil der Kundschaft an einem Bericht &uuml;ber die Bezirksliga-Partie TuS Finkenwerder gegen FC S&uuml;derelbe II interessiert ist, sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass dar&uuml;ber berichtet, geschweige denn ein Reporter aus Fleisch und Blut ins Stadion entsandt wird (das Spiel endete &uuml;brigens 2:2).<br>\nHier hilft ein Textroboter. Der braucht nur ein paar Daten zum Spielverlauf. Wann sind die Tore gefallen? Wo stehen die beiden Teams in der Tabelle? Gab es Platzverweise? Und schon zimmert ein smartes Programm daraus einen pubklikationsf&auml;higen Text. Ein paar Beispiele vom vergangenen Wochenende: Beim besagten Unentschieden von Finkenwerder gegen S&uuml;derelbe II bilanziert die Spielberichtssoftware eines Berliner Start-Ups: &ldquo;Die Ausgeglichenheit zwischen den beiden Mannschaften zeigte sich letztlich im Endergebnis.&rdquo; &Auml;hnlich erhellend f&auml;llt das Robo-Res&uuml;mee zur torlosen Begegnung zwischen Blau-Rot Billmerich und dem Holzwickeder SC III aus: &ldquo;Die Ausgeglichenheit zwischen den beiden Mannschaften zeigte sich letztlich im Endergebnis.&rdquo; Genauso spannend ist die Analyse zum 1:1 der Concordia II gegen die Reserve beim Barsb&uuml;tteler SV: &ldquo;Die Ausgeglichenheit zwischen den beiden Mannschaften &hellip;&rdquo; Sie ahnen vielleicht schon, wie der Satz weitergeht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/medien\/447\/der-robocop-reporter-6267.html\">Kontext: Wochenzeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Chile und Argentinien: Hier Rebellion, dort Linksruck<\/strong><br>\nDie extreme Kluft zwischen Arm und Reich bringt in Chile Menschen aller Altersgruppen auf die Barrikaden. Im Nachbarland Argentinien herrscht angespannte Ruhe vor dem Sturm. Am Sonntag ist Wahltag und es wird abgerechnet.<br>\nSeit Freitag vergangener Woche herrscht in Chile Ausnahmezustand. Ausl&ouml;ser der Proteste war eine relativ moderate Erh&ouml;hung der Fahrpreise im &ouml;ffentlichen Nahverkehr. Aber inzwischen geht es um viel mehr, wie die Studentin Natalia Cevedo erkl&auml;rt: &bdquo;Die Proteste gehen weiter, denn auch wenn die Erh&ouml;hungen der Ticketpreise zur&uuml;ckgenommen wurde, hier geht es um all die Themen, die wir seit langem reklamieren: die hohen Studiengeb&uuml;hren, der schlechte und ungleiche Zugang zu Bildung und Gesundheit, die niedrigen Renten und Pensionen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/chile-und-argentinien-hier-rebellion-dort-linksruck.979.de.html?dram:article_id=461713\">Deutschlandfunk Kultur<\/a>\n<p><strong>dazu: Massenproteste gegen die Regierung: &ldquo;Chile ist endlich aufgewacht&rdquo;<\/strong><br>\nSeit Tagen rebellieren Chilenen gegen grassierende Ungleichheit im Land. Mindestens 15 Menschen wurden bei den Protesten bereits get&ouml;tet. Hier erz&auml;hlen sechs Demonstranten, warum sie auf die Stra&szlig;e gehen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/chile-demonstranten-berichten-von-ihren-protesten-a-1292970.html\">Spiegel Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.K.:<\/strong> Dieser Artikel beginnt mit einer fake news. Der folgende Satz im Artikel ist gezielt irref&uuml;hrend: &ldquo;Lange Zeit wurde der Unmut &uuml;ber Chiles neoliberales Wirtschaftssystem von hohen Wachstumsraten verdeckt, damit ist nun Schluss:&rdquo; Tatsache ist, dass das Wachstum in Chile seit 2005, mit einer Unterbrechung in 2010\/2011, kontinuierlich sinkt. Es ist auch v&ouml;llig irref&uuml;hrend zu behaupten, dass sich isoliert aus Wachstumszahlen die Akzeptanz zu neoliberaler Politik ablesen l&auml;sst. Es ist sicher gut, wenn man einzelne Betroffene zu Wort kommen l&auml;sst. Dies als Bypass um die eigene fehlende Analyse der herrschenden Verh&auml;ltnisse zu nutzen, ist allerdings erb&auml;rmlich.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-55862","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/55862","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=55862"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/55862\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":55865,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/55862\/revisions\/55865"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=55862"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=55862"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=55862"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}