{"id":55875,"date":"2019-10-27T09:00:40","date_gmt":"2019-10-27T08:00:40","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55875"},"modified":"2019-10-25T11:30:00","modified_gmt":"2019-10-25T09:30:00","slug":"hinweise-der-woche-133","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55875","title":{"rendered":"Hinweise der Woche"},"content":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lesenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?cat=19\">Hinweise des Tages<\/a> anzuschauen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CW)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55875#h01\">Im Widerspruch zum V&ouml;lkerrecht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55875#h02\">Deutsche Waffen beim t&uuml;rkischen Milit&auml;r<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55875#h03\">K&ouml;nigin der Kriegstreiber, Verk&ouml;rperung der Korruption und Personifikation der F&auml;ulnis<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55875#h04\">Ein Haus voller Narren und Esel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55875#h05\">Julian Assange darf nicht an die USA ausgeliefert werden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55875#h06\">Kriegf&uuml;hrung mit K&uuml;nstlicher Intelligenz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55875#h07\">Die soziale Marktwirtschaft war nie sozial<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55875#h08\">&Ouml;konom &uuml;ber das Bankensystem: &bdquo;Wir haben Krisensituationen auch jetzt&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55875#h09\">Geheimmission Rentenklau<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55875#h10\">Peter Altmaier: &bdquo;Die Renten werden nicht ewig so weitersteigen&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55875#h11\">Wenn das Licht ausgeht &ndash; Knapp 300.000 Stromsperren in Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55875#h12\">Warum 13 Millionen Schweine im M&uuml;ll landen<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Urspr&uuml;nglich hatten wir geplant, in unserer Wochen&uuml;bersicht auch auf die lohnendsten redaktionellen Beitr&auml;ge der NachDenkSeiten zu verweisen. Wir haben jedoch schnell festgestellt, dass eine daf&uuml;r n&ouml;tige Vorauswahl immer damit verbunden ist, Ihnen wichtige Beitr&auml;ge vorzuenthalten. Daher m&ouml;chten wir Ihnen raten, am Wochenende doch einfach die Zeit zu nutzen, um sich unsere Beitr&auml;ge der letzten Wochen (noch einmal) anzuschauen. Vielleicht finden Sie dabei ja noch den einen oder anderen Artikel, den es sich zu lesen lohnt. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Im Widerspruch zum V&ouml;lkerrecht<\/strong><br>\nEin Gutachten des Wissenschaftlichen Dienstes des Deutschen Bundestages kommt zu dem Schluss, dass die T&uuml;rkei beim j&uuml;ngsten Einmarsch in Nordsyrien im Widerspruch zum V&ouml;lkerrecht handelt und sich zu Unrecht auf das Selbstverteidigungsrecht beruft. Gleichzeitig kritisieren die Experten in dem Schreiben, das dem ARD-Hauptstadtstudio vorliegt, die &ldquo;Zur&uuml;ckhaltung der Staatengemeinschaft&rdquo; in Hinblick auf eine &ldquo;v&ouml;lkerrechtliche Verurteilung&rdquo;. (&hellip;)<br>\nDas Gutachten des Wissenschaftlichen Dienstes zieht klare Parallelen zwischen der aktuellen Offensive der T&uuml;rkei und der Operation &ldquo;Olivenzweig&rdquo;, also dem t&uuml;rkischen Angriff auf Afrin im Jahr 2018. Eine Bedrohung der T&uuml;rkei durch die Kurdenmiliz YPG habe die T&uuml;rkei weder damals noch heute hinreichend nachweisen k&ouml;nnen, urteilt das Gutachten. Ein Selbstverteidigungsrecht der T&uuml;rkei sei &ldquo;selbst bei gro&szlig;z&uuml;giger Auslegung&rdquo; nicht zu erkennen. Damit entfalle auch die Rechtfertigung daf&uuml;r, in Nordsyrien eine t&uuml;rkische &ldquo;Sicherheitszone&rdquo; einzurichten. Eine m&ouml;gliche Umsiedlung syrischer Fl&uuml;chtlinge dorthin, die die T&uuml;rkei angek&uuml;ndigt hat, stelle einen Bruch der Genfer Konvention dar.<br>\nBef&uuml;rchtungen, das NATO-Mitglied T&uuml;rkei k&ouml;nne &uuml;ber die Beistandsverpflichtung von Artikel 5 andere NATO-Staaten, also auch die Bundesrepublik, in den Syrienkonflikt mit hineinziehen, lassen sich laut Gutachten &ldquo;zumindest aus v&ouml;lkerrechtlicher Hinsicht weitgehend zerstreuen&rdquo;. Solch ein Szenario sei unwahrscheinlich und stelle &ndash; sollte die T&uuml;rkei sich auf die Beistandspflicht berufen &ndash; einen &ldquo;m&ouml;glichen Rechtsmissbrauch&rdquo; dar.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/tuerkei-wissensch-dienst-101.html?fbclid=IwAR2w8gtlQwGRpEMCCx_qqlAiOfFwBMvOZDsU4q7Yg0gC2sVe6q4XmvR8Umk\">tagesschau.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bitte lesen Sie dazu auch <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55522#h02\">Krieg der T&uuml;rkei gegen Syrien verletzt krass das V&ouml;lkerrecht<\/a>.<\/em><\/p>\n<p><em>Art. 5 des Nordatlantikvertrages lautet so:<\/em><\/p>\n<p><em>&ldquo;Die Parteien vereinbaren, da&szlig; ein bewaffneter Angriff gegen eine oder mehrere von ihnen in Europa oder Nordamerika als ein Angriff gegen sie alle angesehen werden wird; sie vereinbaren daher, da&szlig; im Falle eines solchen bewaffneten Angriffs jede von ihnen in Aus&uuml;bung des in Artikel 51 der Satzung der Vereinten Nationen anerkannten Rechts der individuellen oder kollektiven Selbstverteidigung der Partei oder den Parteien, die angegriffen werden, Beistand leistet, indem jede von ihnen unverz&uuml;glich f&uuml;r sich und im Zusammenwirken mit den anderen Parteien die Ma&szlig;nahmen, einschlie&szlig;lich der Anwendung von Waffengewalt, trifft, die sie f&uuml;r erforderlich erachtet, um die Sicherheit des nordatlantischen Gebiets wiederherzustellen und zu erhalten.<\/em><\/p>\n<p><em>Vor jedem bewaffneten Angriff und allen daraufhin getroffenen Gegenma&szlig;nahmen ist unverz&uuml;glich dem Sicherheitsrat Mitteilung zu machen. Die Ma&szlig;nahmen sind einzustellen, sobald der Sicherheitsrat diejenigen Schritte unternommen hat, die notwendig sind, um den internationalen Frieden und die internationale Sicherheit wiederherzustellen und zu erhalten.&rdquo;<\/em><\/p>\n<p><em>Also: Jede &ldquo;Partei&rdquo; kann laut Vertrag selbst &uuml;ber die Ma&szlig;nahmen entscheiden, die es f&uuml;r angemessen h&auml;lt oder &ndash; so der Vertrag weiter &ldquo;die sie f&uuml;r erforderlich erachtet&rdquo;. Das kann, muss aber keine Waffengewalt sein. Die Entsendung z.B. eines Sanit&auml;tsfahrzeuges w&uuml;rde auch als &ldquo;erforderlich&rdquo; betrachtet werden k&ouml;nnen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Deutsche Waffen beim t&uuml;rkischen Milit&auml;r<\/strong><br>\nDeutsche R&uuml;stungsexporte in die T&uuml;rkei befinden auf dem h&ouml;chsten Stand seit 14 Jahren &ndash; so titelt selbst &bdquo;die Zeit&ldquo; Kriegsger&auml;t im Wert von 250 Millionen &euro; erhielt das t&uuml;rkische Milit&auml;r zwischen Januar und August 2019. Dabei z&auml;hlte die T&uuml;rkei bereits schon in den letzten Jahren zu den gr&ouml;&szlig;ten Abnehmern der deutschen R&uuml;stungsindustrie: &bdquo;Im vergangenen Jahr machten die Lieferungen an die T&uuml;rkei mit 242,8 Millionen Euro fast ein Drittel aller deutschen Kriegswaffenexporte (770,8 Millionen Euro) aus. Damit war die T&uuml;rkei klar die Nummer eins unter den Empf&auml;ngerl&auml;ndern deutscher R&uuml;stungsg&uuml;ter. &ldquo;Bei den v&ouml;lkerrechtswidrigen Angriffskriegen der T&uuml;rkei (euphemistisch bezeichnet als &bdquo;Operation Olivenzweig&ldquo; im Jahr 2018 und nun &bdquo;Operation Friedensquelle&ldquo;) verwendet das t&uuml;rkische Milit&auml;r Kriegsger&auml;t, welches h&auml;ufig in unserer unmittelbaren Umgebung entwickelt, getestet oder hergestellt wird&hellip;\n<ul>\n<li>Rheinmetall<br>\nBekannt d&uuml;rfte die Beteiligung am Leopard 2 Panzer sein, den Rheinmetall mit der 120 mm Glattrohrkanone (120 mm Waffenanlage L44 und der nun verl&auml;ngerten L55) ausstattet. Im Jahr 2005 erhielt die T&uuml;rkei von der Bundesregierung 354 Kampfpanzer des Typs Leopard 2 A4 &ndash; zuvor erhielt das t&uuml;rkische Milit&auml;r bereits 397 Panzer des Typs Leopard 1, an dessen Produktion Rheinmetall ebenfalls durch die Glattrohrkanone beteiligt war&hellip;<\/li>\n<li>Daimler AG<br>\nWie aus einer Anfrage der kritischen Aktion&auml;r*innen bei der Daimler AG hervorgeht, steigerte die Daimler AG den Export von Milit&auml;rfahrzeugen im Jahr 2016 um fast ein Drittel: 4.571 Milit&auml;rlastkraftwagen (Vorjahr 3465) wurden an 22 (Vorjahr 16) Staaten ausgeliefert. Mercedes-Milit&auml;r-Unimogs und Actros-Panzertransporter wurden demnach u.a. nach Algerien, Saudi-Arabien und an die T&uuml;rkei geliefert. Abgesehen davon produziert Daimler bzw. Mercedes-Benz T&uuml;rk A.?. seit 1986 selbst LKW im Werk Aksaray\/Mittelanatolien&hellip;<\/li>\n<li>Heckler und Koch<br>\nDas aktuelle Standardgewehr der t&uuml;rkischen Armee beruht auf dem von Heckler &amp; Koch (HK) entwickelte Modell G-3 und wird ebenso wie das Sturmgewehr HK33 vom staatseigenen t&uuml;rkischen Unternehmen MKEK (Makina ve Kimya End&uuml;strisi Kurumu) in Lizenz gefertigt&hellip;<\/li>\n<li>VW\/Renk und MTU Friedrichshafen<br>\nDas von VW &uuml;bernommene R&uuml;stungsunternehmen Renk ist bereits mit seinem Fahrzeuggetriebe HSWL 354 in den v&ouml;lkerrechtswidrigen Angriffskrieg involviert&hellip;<\/li>\n<li>ThyssenKrupp Marine Systems<br>\n&bdquo;Seit knapp 50 Jahren ist die t&uuml;rkische Marine Kunde von thyssenkrupp Marine Systems GmbH (TKMS) &ndash; ehemals HDW &ndash; mit Sitz in Kiel&ldquo;- so formuliert es die Linke in ihrer Kleinen Anfrage. Zugzeit baut die T&uuml;rkei in der G&ouml;lc&uuml;k Schiffswerft mit deutscher Herstellungslizenz sechs Jagd-U-Boote des Typs 214 &ndash; von HDW entwickelt&hellip;<\/li>\n<li>SIG Sauer GmbH &amp; Co. KG<br>\nIm Juli 2003 erhielt der Waffenhersteller Sig Sauer mit Sitz in Eckernf&ouml;rde die Genehmigung, Pistolen im Wert von 3.376&euro; an die T&uuml;rkei zu liefern. Im Jahr 2017 bestellte die T&uuml;rkei f&uuml;r die Leibw&auml;chter Erdogans Waffen im Wert von 1,2 Millionen $ bei dem Tochterunternehmen Sig Sauer Inc. in den USA&hellip;<\/li>\n<li>Deutsche Nickel AG<br>\nIm Jahr 2003 erhielt die Deutsche Nickel AG mit Sitz in Schwerte im Ruhrgebiet eine Exportlizenz f&uuml;r die Herstellungsausr&uuml;stung Munition im Wert von 1.031.000 &euro;.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Team Spezialger&auml;te Vertriebs GmbH&hellip;<\/p>\n<p>Weitere Ausfuhrlizenzen von R&uuml;stungsg&uuml;tern an die T&uuml;rkei erhielten in der Vergangenheit folgende Unternehmen: Hensoldt Systemtechnik GmbH, Sundwiger Messingwerke GmbH, Diehl Avionik Systeme GmbH, AMP Technical Services GmbH, MAN Ferrostaal Industrieanlagen GmbH, Eurocopter Deutschland GmbH, Numerics GmbH und die Fritz Werner GmbH&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.imi-online.de\/2019\/10\/18\/deutsche-waffen-beim-tuerkischen-militaer\/\">IMI<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Eine alte B&ouml;rsenweisheit lautet &bdquo;Kaufen, wenn die Kanonen donnern&ldquo;. Ein Blick auf den Chart des R&uuml;stungskonzerns Rheinmetall zeigt, wer von der Spannungs- und Kriegspolitik am meisten profitiert.<\/em><\/p>\n<p><em>Die gr&ouml;&szlig;ten Aktion&auml;re von Rheinmetall sind &uuml;brigens &ndash; wie bei den meisten gro&szlig;en deutschen Unternehmen &ndash; fast ausschlie&szlig;lich gro&szlig;e amerikanische und britische Verm&ouml;gensverwaltungsgesellschaften und Fonds &hellip;<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>K&ouml;nigin der Kriegstreiber, Verk&ouml;rperung der Korruption und Personifikation der F&auml;ulnis<\/strong><br>\nNachdem Hillary Clinton Tulsi Gabbard vorwarf, Instrument der Russen zu sein, revanchiert sich die Pr&auml;sidentschaftsbewerberin mit Vorw&uuml;rfen gegen die gescheiterte Kandidatin (&hellip;)<br>\nDer Zeitpunkt, zu dem Clinton ihre Vorw&uuml;rfe gegen Gabbard erhebt, l&auml;sst die M&ouml;glichkeit zu, dass sie auch noch einen anderen Hintergrund haben k&ouml;nnten. Vielleicht sollen sie auch davon ablenken, dass das amerikanische Au&szlig;enministerium letzte Woche nach einer dreieinhalb Jahre lang andauernden Untersuchung zum Ergebnis kam, dass es unter Hillary Clintons F&uuml;hrung 588 nachweisbare Verst&ouml;&szlig;e gegen Geheimhaltungsvorschriften gab. 91 dieser Verst&ouml;&szlig;e lassen sich insgesamt 38 Personen zuordnen, die im Bericht des Ministeriums an den Kongress nicht namentlich genannt werden. Gegen&uuml;ber dem republikanischen Senator Charles Grassley stellte das State Department allerdings &ldquo;disziplinarische Ma&szlig;nahmen&rdquo; gegen&uuml;ber denjenigen Mitarbeitern in Aussicht, die noch dort t&auml;tig sind.<br>\nObwohl die Untersuchungen zu Hillary Clintons E-Mail-Aff&auml;re damals noch nicht abgeschlossen waren hatte der inzwischen entlassene FBI-Chef James Comey im Juli 2016 von der Einleitung eines Strafverfahrens nach &sect; 1924 18 U.S. Code abgesehen, was Donald Trumps Generaljustizinspektor Michael Horowitz sp&auml;ter scharf kritisierte.<br>\nEin anderer Vorwurf gegen das FBI, der noch untersucht wird und im Wahlkampf 2020 eine Rolle spielen k&ouml;nnte, ist der einer heimlichen Hilfe f&uuml;r Clinton durch die &Uuml;berwachung von Donald Trumps Wahlkampfteam. Das FBI rechtfertigte die Einleitung dieser &Uuml;berwachung mit geleakten Emails des Democratic National Committee (vgl. Wasserman Schultz tritt nach HillaryLeaks als DNC-Chefin zur&uuml;ck), untersuchte deren Server aber nicht selbst, sondern &uuml;bergab sie der Firma CrowdStrike. Jener &ldquo;Cybersecurity&rdquo;-Firma, nach der sich Donald Trump diesen Sommer telefonisch beim neuen ukrainischen Pr&auml;sidenten Wolodymyr Selensjij erkundigte (vgl. Der ukrainische Sumpf holt Washington ein &ndash; oder umgekehrt).<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Koenigin-der-Kriegstreiber-Verkoerperung-der-Korruption-und-Personifikation-der-Faeulnis-4561141.html\">Telepolis<\/a>\n<p><strong>dazu: Hillary Clinton warnt vor russischer Unterst&uuml;tzung f&uuml;r Kandidatin bei US-Wahl<\/strong><br>\nRussland habe eine Politikerin &ldquo;im Auge, die derzeit an der demokratischen Vorwahl teilnimmt&rdquo;, sagte Clinton in dem am Donnerstag gesendeten Podcast &ldquo;Campaign HQ&rdquo;. &ldquo;Sie bauen sie auf, um die dritte Kandidatin zu sein.&rdquo;<br>\n&ldquo;Sie ist die Favoritin der Russen&rdquo;, sagte die Ex-US-Au&szlig;enministerin, die 2016 bei der Pr&auml;sidentschaftswahl gegen den heutigen Staatschef Donald Trump unterlag. Die verd&auml;chtigte Politikerin erhalte im Internet massive Unterst&uuml;tzung. Ziel sei es, dem Kandidaten der Demokraten bei der Pr&auml;sidentschaftswahl im kommenden Jahr entscheidende Stimmen abzujagen und so Trump eine zweite Amtszeit zu erm&ouml;glichen.<br>\nEinen Namen nannte zwar Clinton nicht, ein Sprecher best&auml;tigte aber sp&auml;ter nach Angaben von Politico.com, dass Tulsi Gabbard gemeint war. Ihr werden praktisch keine Chancen auf die demokratische Nominierung einger&auml;umt, in Umfragen liegt sie auf den hinteren Pl&auml;tzen. Allerdings war sie bisher in drei TV-Duellen der Demokraten dabei und konnte ihre Bekanntheitswerte so steigern.<br>\nKeine der anderen Frauen, die sich um die demokratische Kandidatur bewerben, wird jedoch so nah mit Moskau in Verbindung gebracht wie Gabbard. US-Medien hatten unter anderem berichtet, dass mit Russland verbundene Seiten im Internet den Wahlkampfbeginn Gabbards gefeiert und ihre Politik verteidigt hatten.<br>\nDie Reaktion von Gabbard lie&szlig; nicht lange auf sich warten &ndash; und sie ist mehr als deutlich. Bei Twitter bezeichnete sie Clinton als &ldquo;Verk&ouml;rperung der Korruption&rdquo; und als &ldquo;Kriegstreiberin&rdquo;. &ldquo;Nun sind Sie endlich hinter dem Vorhang hervorgekommen. Seit der Verk&uuml;ndung meiner Kandidatur hat es eine gezielte Kampagne gegeben, um meinen Ruf zu zerst&ouml;ren. Wir fragten uns, wer dahintersteckt und was die Ziele sind. Jetzt wissen wir es: Das waren immer Sie.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/hillary-clinton-warnt-vor-russischer-unterstuetzung-fuer-kandidatin-tulsi-gabbard-a-1292321.html\">Spiegel Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers G.R.:<\/strong> es ist kaum zu glauben: Da wirft eine abgehalfterte Pr&auml;sidentschaftskandidatin irgendwelche Vorw&uuml;rfe in den Raum ohne Beweise, und die Medien berichten dar&uuml;ber. Und &uuml;ber die Reaktion der angegriffenen Kandidatin hei&szlig;t es dann in der &Uuml;berschrift, sie wird &ldquo;ruppig&rdquo;. (&hellip;)<\/em><\/p>\n<p><em>Tulsi Gabbard hat Recht und es wurde Zeit, dass endlich mal jemand Hillary Clinton genau das sagt. Gro&szlig;artig und Danke, Tulsi Gabbard!<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung J.K.:<\/strong> Nun, sollten noch irgendwelche Zweifel bestehen, dass Clinton schon immer die Kandidatin der Wall Street und der US -Oligarchie war und ist? So gewinnt man sicher keine Wahl gegen Trump. Der darf sich schon einmal ins F&auml;ustchen lachen. Es ist so wie prophezeit, dem Partei-Establishment der Demokraten ist die Verhinderung einer progressiven Kandidatin wichtiger als die Abwahl Trumps.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Ein Haus voller Narren und Esel<\/strong><br>\nDer britische &bdquo;Guardian&ldquo; nennt das &bdquo;House of Commons&ldquo; &bdquo;ein Parlament der Esel, gef&uuml;hrt von Fadenw&uuml;rmern. Und nicht einmal sonderlich intelligenten.&ldquo; Die &bdquo;Daily Mail&ldquo; schreibt auf ihrer Titelseite: &bdquo;Das Haus der Narren&ldquo;. Diese krasse Kritik &uuml;bernimmt die &ldquo;Frankfurter Allgemeine Zeitung&rdquo; mit der &Uuml;berschrift: &bdquo;Ein Haus voller Narren und Esel&ldquo;. Wie w&uuml;rde die altehrw&uuml;rdige FAZ, das Leitorgan des gutsituierten B&uuml;rgertums, eine Volksvertretung bezeichnen, die:\n<ul>\n<li>an einer Rentengesetzgebung festh&auml;lt, die zu millionenfacher Altersarmut f&uuml;hrt und zur Folge hat, dass die Rentner im Durchschnitt 800 Euro im Monat weniger haben als die &ouml;sterreichischen Nachbarn<\/li>\n<li>einen Mindestlohn von 9,19 Euro die Stunde billigt, der niedriger ist als in Nachbarl&auml;ndern und zwingend zu Altersarmut f&uuml;hrt<\/li>\n<li>ein Gesetz verabschiedet hat, das gut ausgebildete Besch&auml;ftigte dazu zwingt, jede beliebige schlecht bezahlte Arbeit anzunehmen<\/li>\n<li>keine Verm&ouml;genssteuern erhebt, obwohl eine kleine Minderheit immer mehr Verm&ouml;gen anh&auml;uft, w&auml;hrend die H&auml;lfte der Bev&ouml;lkerung kaum Verm&ouml;gen bilden kann<\/li>\n<li>Soldaten in v&ouml;lkerrechtswidrige Kriege schickt, obwohl die Mehrheit ihrer W&auml;hlerinnen und W&auml;hler dagegen ist<\/li>\n<li>Waffen an Diktaturen liefert, die Krieg f&uuml;hren, obwohl sie auch daf&uuml;r keine Zustimmung in der Bev&ouml;lkerung hat<\/li>\n<li>eine Wohnungsbaupolitik macht, die dazu f&uuml;hrt, dass Leute mit durchschnittlichen L&ouml;hnen nicht mehr in den Zentren der gro&szlig;en St&auml;dte wohnen k&ouml;nnen<\/li>\n<li>eine Gesundheitspolitik zu verantworten hat, die dazu f&uuml;hrt, dass immer mehr &Auml;ltere und Kranke nicht mehr menschenw&uuml;rdig gepflegt werden<\/li>\n<li>es zul&auml;sst, dass zweieinhalb Millionen Kinder in Armut leben und<\/li>\n<li>in die schwarze Null so verliebt ist, dass die &ouml;ffentliche Infrastruktur verf&auml;llt.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die Beispiele lie&szlig;en sich fortf&uuml;hren.<br>\nDreimal darf man raten, welches Parlament hier gemeint sein k&ouml;nnte. Aber sicher k&ouml;nnen wir sein, dass die ehrw&uuml;rdige FAZ dieses Parlament nicht mit solchen unparlamentarischen Worten an den Pranger stellen w&uuml;rde.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/oskarlafontaine\/photos\/a.198567656871376\/2590026067725511\/?type=3&amp;theater\">Oskar Lafontaine via facebook<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Julian Assange darf nicht an die USA ausgeliefert werden<\/strong><br>\n&bdquo;Das gesamte Verfahren gegen WikiLeaks-Gr&uuml;nder Julian Assange in Gro&szlig;britannien wirft Fragen bez&uuml;glich rechtsstaatlicher Standards auf&ldquo;, erkl&auml;rt Heike H&auml;nsel, stellvertretende Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE, nach der Anh&ouml;rung, die sie heute im Westminster Magistrates&lsquo; Court in London verfolgte. Die Au&szlig;enpolitikerin weiter:<br>\n&bdquo;Die Verteidigung von Assange beantragte drei weitere Monate, um das Gerichtsverfahren vorzubereiten, dies wurde von der Richterin nicht gew&auml;hrt. Assange beklagte, dass er unter den bestehenden restriktiven Haftbedingungen kaum M&ouml;glichkeiten habe, sich ad&auml;quat auf das Verfahren vorzubereiten. Die Supermacht USA habe zehn Jahre Zeit gehabt, um sich vorzubereiten, w&auml;hrend er gerade mal f&uuml;nf Monate Zeit bekomme, um die Dokumente zu pr&uuml;fen, so Assange, der erst vergangene Woche die Unterlagen von seinen Anw&auml;lten per Post zugestellt bekam. Assange hat in der Haft keinen Zugang zu einem Computer und bisher noch keinen Kontakt zu seinen US-Anw&auml;lten aufnehmen k&ouml;nnen.<br>\nDas Gericht verweigerte zudem eine &Uuml;berpr&uuml;fung, ob das Auslieferungsersuchen der USA grunds&auml;tzlich zul&auml;ssig ist. Und dies, obwohl ein bilaterales Auslieferungsabkommen zwischen London und Washington Auslieferungen aus politischen Gr&uuml;nden ausschlie&szlig;t. Die offensichtlichen Absprachen &uuml;ber einen Antrag f&uuml;r eine Verl&auml;ngerung des Verfahrens zwischen Rechtsvertretern der britischen Regierung und der US-Botschaft am Rande der heutigen Verhandlung lassen vermuten, dass der Zeitplan an den US-Wahlkampf angepasst und instrumentalisiert werden soll.<br>\nEs ist besch&auml;mend f&uuml;r Europa, den von der Isolationshaft schwer gezeichneten Journalisten in einem Gerichtssaal in London zu erleben. Heute ist es Julian Assange und morgen k&ouml;nnte es jeder andere Journalist sein, der mit seiner Arbeit US-Interessen ber&uuml;hrt. Gro&szlig;britannien und die EU m&uuml;ssen diese extraterritoriale politische Verfolgung daher umgehend beenden. DIE LINKE wird am 27. November im Deutschen Bundestag eine Anh&ouml;rung zu diesem Thema organisieren.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Verfolgung-von-Julian-Assange-schafft-einen-gefaehrlichen-Praezedenzfall-4561987.html\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Moritz M&uuml;ller:<\/strong> Dem Statement von Heike H&auml;nsel MdB ist im Moment wohl nicht viel hinzuzuf&uuml;gen, au&szlig;er dass ma&szlig;gebliche Personen, die dies m&ouml;glicherweise lesen sich doch &uuml;berlegen sollten, ob sie nicht ihre Stimme erheben wollen, bevor es zu sp&auml;t ist, und sie dann einen sehr mutigen, und im Moment fast hilflosen Menschen mit auf dem Gewissen haben.<\/em><\/p>\n<p><em><a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=7X144dRJNt4\">In dem kurzen Clip von Ruptly<\/a>, der Julian Assange heute beim Abtransport vom Gericht zeigt, macht er zwar gesundheitlich einen nicht ganz so schlechten Eindruck wie aus den Berichten der Zuschauer im Gerichtsaal zu schlie&szlig;en w&auml;re, aber trotzdem dr&auml;ngt die Zeit. Julian Assange geh&ouml;rt sofort freigelassen oder zumindest in ein sicheres Krankenhaus &uuml;berf&uuml;hrt, wo er sich unter anst&auml;ndigen Bedingungen auf sein Auslieferungsverfahren vorbereiten kann. Der momentane Zustand in Belmarsh, wo er 23 Stunden am Tag alleine in seiner Zelle hockt, und permanent vom Willen seiner W&auml;chter abh&auml;ngig ist, ist vollkommen unangemessen f&uuml;r einen Untersuchungsh&auml;ftling der vor dem Gesetz als unschuldig gelten muss, bevor das Gegenteil bewiesen ist. Hier k&ouml;nnten die ma&szlig;geblichen Personen im Vereinigten K&ouml;nigreich, die sonst gerne die rechtsstaatlichen Errungenschaften hochhalten, einmal innehalten, und ihren Einfluss geltend machen, und damit ihrem Anspruch auf Fairness gerecht werden.<\/em><\/p>\n<p><em>Wenn Assanges Gegenspieler wirklich so von seiner Schuld &uuml;berzeugt sind, dann k&ouml;nnten sie auch eine gut ausger&uuml;stete Verteidigung zulassen, und die Gerechtigkeit w&uuml;rde ihren Lauf nehmen.<\/em><\/p>\n<p><em>Hier sitzt nun mal der Hase im Pfeffer: Geht es um Gerechtigkeit oder Interessen?<\/em><\/p>\n<p><em>Weiteres zur gestrigen Verhandlung auch <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=8Y7zIilSmRg\">hier<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=Yhjm7ajSdiM\">hier<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Kriegf&uuml;hrung mit K&uuml;nstlicher Intelligenz<\/strong><br>\nEin neues Positionspapier aus dem Amt f&uuml;r Heeresentwicklung der Bundeswehr in K&ouml;ln skizziert die Nutzung von K&uuml;nstlicher Intelligenz (KI) in k&uuml;nftigen Kriegen. Das &ldquo;Potenzial&rdquo; der KI f&uuml;r die deutschen Streitkr&auml;fte sei &ldquo;enorm&rdquo;, urteilt der ehemalige Leiter der Einrichtung, Generalmajor Reinhard Wolski. Experten zufolge wird KI nicht nur f&uuml;r die Optimierung der Aufkl&auml;rung genutzt werden, sondern auch zum Betreiben von &ldquo;Chatbots&rdquo; zur milit&auml;rischen Propaganda und zur Steuerung autonomer Waffensysteme. Die Relevanz autonomer Waffen sei bereits &ldquo;mittelfristig &hellip; durchaus mit ABC-Massenvernichtungswaffen vergleichbar&rdquo;, urteilt ein Spezialist des Fraunhofer-Instituts f&uuml;r Intelligente Analyse und Informationssysteme (IAIS), das in puncto KI mit der Bundeswehr kooperiert. Wie das neue Bundeswehr-Papier belegt, wird KI-gesteuerte Kriegf&uuml;hrung ein so hohes Tempo gewinnen, dass menschliche Entscheidung &uuml;ber den Einsatz von Waffen zunehmend auf KI-Entscheidungshilfen angewiesen sein wird. Der &Uuml;bergang zum reinen Maschinenkrieg, der sich humaner Kontrolle g&auml;nzlich entzieht, ist flie&szlig;end.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/8084\/\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Die soziale Marktwirtschaft war nie sozial<\/strong><br>\nDer Mythos von der &ldquo;sozialen Marktwirtschaft&rdquo; verdeckt bis heute au&szlig;erordentlich geschickt, wie ungerecht es in der Bundesrepublik zuging und zugeht. Statt auf sozialen Ausgleich zu setzen, vertrauten Ludwig Erhard und seine Nachfolger blind dem Markt und verfestigten so die ungleiche Verm&ouml;gens- und Einkommensverteilung.<br>\nBis heute sind die allermeisten Deutschen &uuml;berzeugt, dass sie in einer &ldquo;sozialen Marktwirtschaft&rdquo; leben, die von Ludwig Erhard h&ouml;chst pers&ouml;nlich erfunden wurde. Diese soziale Marktwirtschaft, so geht die Legende, sei einzigartig in Europa, und nur ihr w&auml;re das &ldquo;Wirtschaftswunder&rdquo; zu verdanken. Nichts davon stimmt. Deutschland war nie besonders sozial &ndash; und eine besondere Wirtschaftsverfassung gab es hier auch nicht. Stattdessen ging es nach dem Zweiten Weltkrieg weiter wie zuvor: In den Gro&szlig;konzernen dominierten die alten Eliten.<br>\nDer Slogan &ldquo;soziale Marktwirtschaft&rdquo; fand sich erstmals 1949 im CDU-Wahlprogramm und sollte angeblich einen dritten Weg zwischen Kapitalismus und Sozialismus weisen. Das klang nach Ausgleich und nach Mitte und wirkte sympathisch auf ein ersch&ouml;pftes Volk, das von politischen Extremen genug hatte.<br>\nLudwig Erhard hielt Sozialpolitik f&uuml;r &uuml;berfl&uuml;ssig, ja sch&auml;dlich.<br>\nDen meisten W&auml;hlern fiel gar nicht auf, wie missverst&auml;ndlich das Konzept war. Die &bdquo;soziale Marktwirtschaft&ldquo; strebte n&auml;mlich mitnichten eine ausgebaute Sozialpolitik an, sondern behauptete im Gegenteil, dass der freie Markt an sich schon sozial sei. Man m&uuml;sste nur f&uuml;r ungehinderten Wettbewerb sorgen und schon sei der &bdquo;Wohlstand f&uuml;r alle&ldquo; garantiert&hellip;<br>\nWettbewerb sei &bdquo;der tragende Pfeiler der sozialen Marktwirtschaft&ldquo; versprach Erhard immer wieder, der damals als Wirtschaftsminister amtierte. W&auml;hrend er Rede um Rede hielt, geschah jedoch das Gegenteil: Die bundesdeutschen Gro&szlig;konzerne wuchsen weiter und konsolidierten ihre Macht.<br>\n(&hellip;) Gro&szlig;konzerne kontrollieren 66,7 Prozent des Umsatzes in Deutschland<br>\nDie alten Strukturen in den Gro&szlig;konzernen waren also l&auml;ngst wieder gefestigt, als 1958 Erhards &bdquo;Gesetz gegen Wettbewerbsbeschr&auml;nkungen&ldquo; in Kraft trat&hellip;<br>\nDie bundesdeutsche Wirtschaft ist extrem konzentriert, wie sich an einer einzigen trockenen Zahl erkennen l&auml;sst, die sich im neuesten Statistischen Jahrbuch findet: Die Gro&szlig;konzerne machen nur 0,7 Prozent aller Firmen in Deutschland aus &ndash; aber sie kontrollieren 66,7 Prozent des Umsatzes.<br>\n(&hellip;) Die &ldquo;soziale Marktwirtschaft&rdquo; konnte dennoch zur zentralen Legende der Bundesrepublik werden, weil ein enormer Aufschwung einsetzte, der bis heute gern &bdquo;Wirtschaftswunder&ldquo; genannt wird. Die Zahlen sind tats&auml;chlich beeindruckend: Von 1950 bis 1973 legte die bundesdeutsche Wirtschaft pro Kopf um durchschnittlich f&uuml;nf Prozent zu. Ein Rekord war es dennoch nicht. Italien kam ebenfalls auf f&uuml;nf Prozent, und Spanien erreichte sogar 5,8 Prozent pro Jahr und Kopf. Fast alle europ&auml;ischen Staaten erlebten starkes Wachstum.<br>\nDie Verm&ouml;gensverteilung in Deutschland kann nur als Skandal bezeichnet werden<br>\nV&ouml;llig unerheblich war &uuml;brigens, ob die Regierungen an die &ldquo;freie Marktwirtschaft&rdquo; glaubten oder Schl&uuml;sselindustrien verstaatlicht hatten. Der Aufschwung setzte &uuml;berall ein, ohne dass die jeweilige offizielle Wirtschaftspolitik den Ausschlag gegeben h&auml;tte&hellip;<br>\nDie &ldquo;soziale Marktwirtschaft&rdquo; hat nie existiert und war nicht mehr als ein Slogan, mit dem die CDU ihre Wahlk&auml;mpfe bestritt. Trotzdem war diese Legende nicht folgenlos. Denn sie verdeckte au&szlig;erordentlich geschickt, wie ungerecht es in der Bundesrepublik zuging. Bereits 1955 klagte der Pr&auml;sident des Statistischen Landesamts von Baden-W&uuml;rttemberg, dass &ldquo;die Verm&ouml;gensverteilung in der Bundesrepublik nur als ein Skandal bezeichnet werden&rdquo; k&ouml;nne&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/gegenblende.dgb.de\/artikel\/++co++b1fa5370-f009-11e9-b91b-52540088cada\">Ulrike Herrmann auf Gegenblende<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>&Ouml;konom &uuml;ber das Bankensystem: &bdquo;Wir haben Krisensituationen auch jetzt&ldquo;<\/strong><br>\nNach dem US-B&ouml;rsencrash vor 90 Jahren begann die Weltwirtschaftskrise. Die Lehman-Pleite 2008 f&uuml;hrte zu einer weltweiten Finanzkrise. Hat die damals eingeleitete Banken-Regulierung die Risiken verkleinert? Der &Ouml;konom Hans-Peter Burghof sieht Gefahren. [&hellip;]<br>\nWelty: Ein richtiges Dunkelfeld ist der sogenannte Repomarkt, da kooperieren Schattenbanken mit den herk&ouml;mmlichen Banken, und da kommt es im September zu einem Ausschlag, der die ganze Branche in Unruhe versetzt. Was ist da genau passiert?<br>\nBurghof: Ja, offenbar war pl&ouml;tzlich das Vertrauen weg und man hat sich gegenseitig auf diesem Markt kein Geld mehr geliehen. Das Geld brauchen aber die Banken, weil das ist einfach der kurzfristige Liquidit&auml;tspuffer, den man hat, wenn man halt eben woanders mehr Ausgaben gehabt hat. Also f&uuml;r die Stabilit&auml;t des Bankensystems ist dieser Markt sehr wichtig, und das macht dann erforderlich, dass die Zentralbank ganz schnell eintritt und sehr viel Liquidit&auml;t zur Verf&uuml;gung stellt.<br>\nDa sind wir schnell bei zwei-, sogar bei dreistelligen Milliardenbetr&auml;gen. Eigentlich r&auml;tsele ich auch ein bisschen, was da eigentlich passiert ist, denn uns hat man ja eigentlich erz&auml;hlt, das amerikanische Banksystem sei besonders toll aus der Krise gekommen, und hohe Gewinne machen die amerikanischen Banken.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/oekonom-ueber-das-bankensystem-wir-haben-krisensituationen.1008.de.html?dram:article_id=461725\">Deutschlandfunk Kultur<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Geheimmission Rentenklau<\/strong><br>\nInitiative &raquo;Seniorenaufstand&laquo; verlangt Ende des Versteckspiels um Beratungsgremium zur Altersvorsorge. Bundesbank rechnet Bev&ouml;lkerung alt<br>\nDie Rente ist heute so einiges: k&uuml;mmerlich, entw&uuml;rdigend, eine Zumutung. Nur eines ist sie gewiss nicht: &raquo;sicher&laquo;. Selbst Norbert Bl&uuml;m (CDU) macht sich keine Illusionen mehr. F&uuml;r den fr&uuml;heren Sozialminister markiert das &raquo;Riestern&laquo; einen elementaren Angriff auf die gesetzliche Altersvorsorge. Aber die n&auml;chste Attacke ist schon in Vorbereitung. Seit bald 17 Monaten br&uuml;tet die von der gro&szlig;en Koalition bestellte Rentenkommission &raquo;Verl&auml;sslicher Generationenvertrag&laquo; &uuml;ber der Frage, wie das System &raquo;zukunftsfest&laquo; zu machen ist. Dass dabei nichts Gutes herumkommen wird, erscheint schon angesichts der Besetzung des zehnk&ouml;pfigen &raquo;Expertenteams&laquo; ausgemacht. Aus seiner Mitte ragt mit Axel B&ouml;rsch-Supan ein profilierter Rentenk&uuml;rzer heraus.<br>\nWas in dem Zirkel konkret besprochen und verhandelt wird, ist allerdings nicht f&uuml;r die &Ouml;ffentlichkeit bestimmt. Bis zur geplanten Vorlage der Empfehlungen im M&auml;rz 2020 darf satzungsgem&auml;&szlig; nichts nach au&szlig;en dringen. Dagegen macht seit l&auml;ngerem der Koordinierungskreis &raquo;Gewerkschaftliche Seniorenpolitiker &ndash; Seniorenaufstand&laquo; mobil. Anfang August hatte Hans-J&uuml;rgen Nestmann von der IG Metall Elmshorn eine Petition mit der Forderung gestartet, die Geheimhaltungspflicht der Kommission unverz&uuml;glich aufzuheben. Am Mittwoch &uuml;bergab der Initiator in Begleitung von vier Mitstreitern die in zwei Monaten gesammelten 5.300 Unterschriften dem Staatssekret&auml;r im Berliner Bundesarbeitsministerium, Ralf Schmachtenberg.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/365350.ruhestand-geheimmission-rentenklau.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Peter Altmaier: &bdquo;Die Renten werden nicht ewig so weitersteigen&ldquo;<\/strong>\n<ul>\n<li>Wirtschaftsminister Peter Altmaier stellt im RND-Interview die H&ouml;he des Rentenniveaus infrage.<\/li>\n<li>Der CDU-Politiker verteidigt die Genehmigungspraxis bei deutschen R&uuml;stungsexporten.<\/li>\n<li>Und er verr&auml;t, was ihn am Koalitionspartner SPD derzeit am meisten st&ouml;rt. [&hellip;]<\/li>\n<\/ul>\n<p>(..)<br>\nHaben Sie und die CDU nicht immer gesagt, dem Land gehe es gut?<br>\nWas ja auch stimmt! Deutschland hat nach der Agenda 2010 einen unglaublichen Aufschwung erlebt, fast schon ein zweites Wirtschaftswunder. Jetzt drohen wir das Erreichte zu verspielen. Soziale Sicherheit werden wird uns nur leisten k&ouml;nnen, solange das Wirtschaftswachstum intakt ist. Die gro&szlig;e Mehrheit der B&uuml;rger wei&szlig; genau, dass man Arbeitnehmer und Wirtschaft nicht gegeneinander ausspielen kann. Soziale Wohltaten mit dem F&uuml;llhorn zu verteilen, das geht nicht mehr. Wir sind hier an den Grenzen der politischen Gestaltungsspielr&auml;ume angelangt.<br>\nWelche Wohltaten meinen Sie?<br>\nNehmen Sie die Grundrente: Sie ist im Grunde eine versicherungsfremde Leistung. Eine Finanzierung aus Mitteln der Beitragszahler w&auml;re eine zus&auml;tzliche Belastung der Wirtschaft, die unbedingt vermieden werden muss. Auch in der Rentenkommission setzt sich langsam die Einsicht durch, dass die B&auml;ume nicht in den Himmel wachsen. Wer heute ein stabiles Rentenniveau f&uuml;r die Zukunft verspricht, muss auch sagen, wie er das bezahlen will.<br>\nSie halten das Rentenniveau von 48 Prozent langfristig f&uuml;r zu hoch?<br>\nIch will nicht, dass die Beitr&auml;ge steigen, die Arbeitnehmer und Arbeitgeber belasten. Die Sozialabgaben insgesamt sind inzwischen bei 39,9 Prozent angekommen. Mehr als 40 Prozent sind aus meiner Sicht langfristig nicht verkraftbar, weil das Arbeitspl&auml;tze kosten w&uuml;rde. Deshalb halte ich einen Deckel f&uuml;r dringend notwendig. Die Arbeitslosenversicherung k&ouml;nnten wir schon im n&auml;chsten Jahr um mehrere Zehntelpunkte senken, was eine echte Entlastung w&auml;re. Durch steigende Rentenbeitr&auml;ge w&uuml;rde die aber direkt wieder aufgefressen.<br>\nDas hei&szlig;t, die Haltelinie beim Rentenniveau muss weg?<br>\nWir haben uns auf eine doppelte Haltelinie geeinigt: eine beim Rentenniveau und eine bei den Beitr&auml;gen. Voraussetzung f&uuml;r die Einigung war, dass realistische Annahmen getroffen werden. Wenn die nicht eintreten, m&uuml;ssen wir noch einmal reden. Die Renten steigen jetzt seit sechs Jahren oberhalb der Inflationsrate. Das ist ein gro&szlig;es Geschenk. Zur Ehrlichkeit geh&ouml;rt, dass wir nicht versprechen k&ouml;nnen, dass das auf ewig so weitergeht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.rnd.de\/politik\/peter-altmaier-die-renten-werden-nicht-ewig-so-weitersteigen-UBN4FYG33RC7XNIXDK5QS7IKEE.html?fbclid=IwAR0nwCjNQXGhgnBboCyNRCbyYaMp7vvfBgabmP0m8vkawAl3mmpP8kd4_U0\">RND<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers S.N.:<\/strong> Die Aussagen von Herrn Altmaier klingen, als ob sie eine PR-Agentur der INSM verfasst hat: Da wird mal wieder die &ldquo;Lohnnebenkostendebatte&rdquo; aus den 1990ern aufgew&auml;rmt. Fakt ist aber: Hohe Arbeitslosigkeit der Grund f&uuml;r h&ouml;here &ldquo;Lohnnebenkosten&rdquo; und nicht anders herum. Was die geheiligte internationale Wettbewerbsf&auml;higkeit angeht, so sind, wenn &uuml;berhaupt, die wechselkursbereinigten Lohnst&uuml;ckkosten relevant. Aber auch das ist fraglich &ndash; sonst h&auml;tte die Schweiz keinen permanenten Handelsbilanz&uuml;bersch&uuml;sse. Die Obergrenze von 40% f&uuml;r die &ldquo;Lohnnebenkosten&rdquo; stammt der BDA-Auftragsarbeit von Prognos &ldquo;Sozialbeitragsentwicklung und Besch&auml;ftigung&rdquo; vom Juni 2017. Deren These ist, dass hohe Beitragss&auml;tze die Binnennachfrage der Arbeitnehmer d&auml;mpfen und dass die im Gegenzug entstehende Nachfrage der Leistungsempf&auml;nger dies nicht kompensiere. Das w&uuml;rde implizieren, dass die Sparquote z.B. bei Rentnern oder Arbeitslosen h&ouml;her w&auml;re, als bei der Mehrheit der Arbeitnehmer. Ein &ouml;konomisches Wunder! Und wie es mit der Binnennachfrage aussieht, wenn die Leute ihr Geld in private Vorsorge stecken, verr&auml;t die Studie auch nicht. Dieses Geld w&uuml;rde dann n&auml;mlich in voller H&ouml;he beim Leistungsempf&auml;nger und beim Arbeitnehmer in voller H&ouml;he f&uuml;r die Binnennachfrage ausfallen und sehr viel mehr Arbeitspl&auml;tze gef&auml;hrden. Und wie man genau auf 40% Lohnnebenkosten kommt, wenn doch die Lohnst&uuml;ckkosten relevant sind, verr&auml;t die Studie &uuml;berhaupt nicht.<\/em><\/p>\n<p><em>Aber es geht weiter: Die Renten w&uuml;rden oberhalb der Inflationsrate wachsen und das sei schlecht: Dazu sei angemerkt, dass die Renten gem&auml;&szlig; detaillierter gesetzlicher Vorgaben im SGB VI wachsen und nicht aus irgendwelchen Geschenklaunen der Regierungen heraus. Dazu, dass unsere L&ouml;hne seit Jahren langsamer wachsen als der Produktivit&auml;tsfortschritt zzgl. der EZB-Zielinflationsrate sagt Herr Altmaier gar nichts, obwohl das doch die vorher gepriesene Binnennachfrage der Arbeitnehmer st&uuml;tzen w&uuml;rde. Auf die Kostenentwicklungen anderer Altersversorgungssysteme wie Beamtenpensionen oder die massiven Probleme von betrieblichen Altersvorsorgeeinrichtungen geht Herr Altmaier &uuml;berhaupt nicht ein.<\/em><\/p>\n<p><em>Aber wenn Herr Altmaier meint, dass Finanzierung der Sozialversicherungen &uuml;ber L&ouml;hne nicht mehr verkraftbar w&auml;re, dann kann er ja alle Altersversorgungssysteme &ldquo;zusammenlegen, die Betreuung aus einer Hand gew&auml;hren&rdquo; und auf eine Finanzierung per Wertsch&ouml;pfungsabgabe umstellen. Laut BVerfG und BSG hat der Eigentumsschutz bei unseren Beitr&auml;gen zur Sozialversicherung ohnehin eine &ldquo;eigene Auspr&auml;gung&rdquo; erfahren. Dann kann man sie auch auf eine Wertsch&ouml;pfungsabgabe umstellen. Die entlastet nachweislich den Faktor Arbeit. Und die Demographie ist dann auch egal. Alternativ kann man nat&uuml;rlich auch die Erbschaftsteuer f&uuml;r Familienunternehmen erh&ouml;hen, eine Verm&ouml;gensabgabe erheben und daraus einen erh&ouml;hten Bundeszuschuss zahlen. Das w&auml;re ganz tolle Generationensolidarit&auml;t, da die in der Vergangenheit angesammelten Verm&ouml;gen &ldquo;der alten&rdquo; innerhalb der vielgepriesenen jungen Generation verteilt werden. Was bei Renten &ldquo;alternativlos&rdquo; ist, kann ja bei Verm&ouml;gen nicht anders sein.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Altmaier und das Regierungsnetzwerk Deutschland<\/strong><br>\nAlle reden immer davon, dass Andreas Scheuer der Skandalminister dieser Regierung ist und zur&uuml;cktreten sollte. &Uuml;ber den haneb&uuml;chenen Unsinn, den Wirtschaftsminster Peter Altmaier von sich gibt, redet dagegen kaum jemand. Das liegt aber auch daran, dass Journalisten nicht nachhaken und offenbar unf&auml;hig sind, die ungeheuerlichen Aussagen zu erkennen und den Minister damit zu konfrontieren. Das Redaktionsnetzwerk Deutschland hat solch ein schlechtes Interview gerade wieder abgeliefert. Es ist wirklich &auml;rgerlich. Man sollte das RND umbenennen in Regierungsnetzwerk Deutschland, denn dieses total unkritische Interview h&auml;tte auch der Unions-Fraktionschef Ralph Brinkhaus mit seinem Kollegen f&uuml;hren k&ouml;nnen. (&hellip;)<br>\nWie bestellt darf Altmaier dann von einem unglaublichen Aufschwung fantasieren und eine Warnung aussprechen, dass dieser Gefahr laufe, verspielt zu werden. Dabei hat Deutschland nie einen Boom erlebt. Der Blick auf die Zahlen zeigt, dass die Produktion schon l&auml;ngst wieder das niedrige Niveau fr&uuml;herer Jahre erreicht hat. Die Nachfrage aus dem Inland bewegt sich sogar noch darunter, was wiederum bedeutet, dass sie gerade nicht als Stabilit&auml;tsanker bezeichnet werden kann. Die Regierung tut es trotzdem, um eine Diskussion zu unterdr&uuml;cken, die sich mit aktiver Nachfragepolitik besch&auml;ftigt. Konjunkturprogramme st&uuml;nden aber f&uuml;r eine Politik alten Stils und seien teure Strohfeuer, so der Minister. Die Reporter Repinsiki und Niesmann lassen auch diesen Bl&ouml;dsinn einfach stehen, vermutlich, weil sie ihn schon so oft von Altmaiers Vorg&auml;ngern geh&ouml;rt haben. (&hellip;)<br>\nInfam ist auch die Diskussion um die Sozialpolitik. Altmaier spricht von Wohltaten. Die beiden Journalisten nehmen das auf und lassen es irgendwie gleichg&uuml;ltig an sich vor&uuml;berziehen, dass ein auf 48 Prozent brutal zusammengestrichenes Rentenniveau etwas mit B&auml;umen zu tun h&auml;tte, die unaufhaltsam in den Himmel wachsen. Die Rentenerh&ouml;hungen seien in den letzten Jahren bereits ein gro&szlig;es Geschenk gewesen, darf Altmaier unwidersprochen behaupten. Dieser Quatsch bleibt ebenfalls so stehen. Den beiden Journalisten f&auml;llt nichts mehr dazu ein, zu wachsender Altersarmut vielleicht, mit der man Altmaiers Position leicht widerlegen k&ouml;nnte. Doch diese Entwicklung kennen die beiden offenbar genauso wenig, wie den Zusammenhang zwischen Einkommen, Nachfrage und Konjunktur.<br>\nDass das RND nun aber ein Regierungsnetzwerk ist, dass dem Wirtschaftsminister von der CDU blo&szlig; eine PR-Plattform geboten hat, wird letztlich auch daran deutlich, dass Altmaier die geplante Grundrente als eine versicherungsfremde Leistung gei&szlig;eln darf. Die Finanzierung aus Mitteln der Beitragszahler w&auml;re eine zus&auml;tzliche Belastung der Wirtschaft, die unbedingt vermieden werden m&uuml;sse, so Altmaier. Warum zum Teufel sprechen die beiden Journalisten den Minister dann nicht auf die M&uuml;tterrente an, deren Kosten ausschlie&szlig;lich auf Dr&auml;ngen der Union dem Rentenversicherungssystem aufgeb&uuml;rdet worden sind, obwohl es sich bei dieser Leistung doch um eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe handelt, die folglich aus Steuermitteln h&auml;tte finanziert werden m&uuml;ssen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.taublog.de\/191020altmaier-und-das-regierungsnetzwerk-deutschland\">TauBlog<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Wenn das Licht ausgeht &ndash; Knapp 300.000 Stromsperren in Deutschland<\/strong><br>\nKnapp 300.000 Haushalten in Deutschland wurde 2018 zeitweise der Strom abgestellt &ndash; zeigen neue Zahlen, die dem ZDF exklusiv vorliegen. &ldquo;Ein Armutszeugnis&rdquo;, schimpfen die Gr&uuml;nen.<br>\nAm Ende kann es ziemlich schnell gehen. Wenn die Rechnungen mal nicht bezahlt wurden &ndash; manche Briefe unge&ouml;ffnet bleiben. Wenn man pl&ouml;tzlich mehr als hundert Euro im R&uuml;ckstand ist. Schon vier Wochen nach einer Mahnung mit entsprechender Ank&uuml;ndigung k&ouml;nnen Grundversorger den Strom eines Haushaltes laut Gesetz abschalten. Im vergangenen Jahr waren von einer solchen &ldquo;Stromsperre&rdquo; immerhin 296.370 Haushalte in Deutschland zumindest zeitweise betroffen. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine schriftliche Anfrage der gr&uuml;nen Bundestagsfraktion hervor, die dem ZDF exklusiv vorliegt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zdf.de\/nachrichten\/heute\/wenn-das-licht-ausgeht-stromsperren-betreffen-hunderttausende-100.html\">ZDF heute<\/a>\n<p><strong>dazu: Gr&uuml;ne und Linke wollen Stromsperren verhindern<\/strong><br>\nDer Bundestag befasst sich in seiner Sitzung am Freitag, 25. Oktober 2019, erstmalig Antr&auml;gen der Fraktion B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen mit dem Titel &bdquo;Stromsperren verhindern &ndash; Energieversorgung f&uuml;r alle garantieren&ldquo; (19\/9958) und einem Antrag der Fraktion Die Linke mit dem Titel &bdquo;Stromsperren gesetzlich verbieten&ldquo; (19\/14334). F&uuml;r die Debatte sind 45 Minuten eingeplant. Der Antrag der Linken soll federf&uuml;hrend im Wirtschaftsausschuss beraten werden. Ob der Antrag der Gr&uuml;nen im Wirtschaftsausschuss oder im Ausschuss f&uuml;r Arbeit und Soziales federf&uuml;hrend beraten wird, ist noch strittig.<br>\nDie Fraktion B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen fordert in ihrem Antrag, die Energieversorgung f&uuml;r alle zu garantieren und Stromsperren grunds&auml;tzlich zu verhindern. Energiearmut sei ein zunehmendes Problem f&uuml;r viele Haushalte in Deutschland, die Zahl der Stromsperren habe im Jahr 2017 bei knapp 344.000 gelegen. F&uuml;r die Betroffenen seien nicht nur die allt&auml;glichen Folgen solcher Sperren eklatant, sie w&uuml;rden dadurch auch in eine Schuldenspirale geraten, die das Risiko, erneut mit einer Energiesperre belegt zu werden, erh&ouml;he, schreibt die Fraktion.<br>\nDie Gr&uuml;nen verlangen deshalb unter anderem eine aus dem Regelsatz der Grundsicherung ausgelagerte Stromkostenpauschale, die sicherstellt, dass die tats&auml;chlichen Kosten auch abgedeckt werden. Au&szlig;erdem pl&auml;dieren sie f&uuml;r pr&auml;ventive Beratung und eine bessere Schuldnerberatung f&uuml;r Menschen mit geringem Einkommen.<br>\nNach dem Willen der Linken soll die Bundesregierung einen Gesetzentwurf vorlegen, um f&uuml;r schutzbed&uuml;rftige Kundinnen und Kunden eine Grundversorgung mit Strom jederzeit zu gew&auml;hrleisten. Stromsperren durch die Energieversorger aufgrund von Zahlungsunf&auml;higkeit der Verbraucher sollten gesetzlich verboten werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.bundestag.de\/dokumente\/textarchiv\/2019\/kw43-de-energierversorgung-fuer-alle-663330\">Bundestag<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Warum 13 Millionen Schweine im M&uuml;ll landen<\/strong><br>\nNott&ouml;tungen in der Mast<br>\nJedes f&uuml;nfte in Deutschland f&uuml;r die Fleischindustrie geborene Schwein erreicht nicht einmal den Schlachthof. Die Haltung macht sie so krank, dass Millionen Tiere notget&ouml;tet werden. Ursache sind auch die Billigpreise im Handel.<br>\nJedes f&uuml;nfte in Deutschland f&uuml;r die Fleischindustrie geborene Schwein erreicht das Schlachtalter gar nicht, weil es erkrankt oder verletzt wird. In Zahlen bedeutet das: Mehr als 13,5 Millionen sogenannter Falltiere werden vorzeitig &ldquo;notget&ouml;tet&rdquo;.<br>\nSchon l&auml;nger gibt es Hinweise darauf, dass kranke oder verletzte Schweine in der Intensivtierhaltung nicht fachgerecht get&ouml;tet werden. Die aktuellen Aufnahmen zeigen die Grausamkeit: Offensichtlich leidende, kranke Schweine werden mangelhaft bet&auml;ubt und verenden langsam und qualvoll.<br>\n(&hellip;) Der Betrieb in Drebkau geh&ouml;rt zur Spreefa GmbH, die wiederum Teil der LFD Holding ist. Die LFD (Landwirtschaftliche Ferkelzucht Deutschland) f&uuml;hrt unter anderem die Betriebe des niederl&auml;ndischen &ldquo;Schweinebarons&rdquo; Adrianus Straathof weiter, gegen den seit 2014 in Deutschland ein Tierhalteverbot besteht. Straathof gab seine LFD-Anteile an einen Treuh&auml;nder ab und zog sich aus der Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung zur&uuml;ck. Die Aufnahmen legen nahe, dass auch f&uuml;nf Jahre sp&auml;ter die Missst&auml;nde nicht vollst&auml;ndig behoben sind&hellip;<br>\nDie aktuellen Videos aus den sogenannten Krankenbuchten belegen Plange zufolge, dass die Betriebe massiv gegen das Tierschutzgesetz versto&szlig;en.<br>\n(&hellip;) &ldquo;Die Tierindustrie ist ein rechtsfreier Raum&rdquo;<br>\nJuristisch ist die Lage allerdings verzwickt: Das deutsche Tierschutzgesetz stellt klar, dass kein Tier unn&ouml;tig leiden darf, die EU-Verordnung 1099\/2009 pr&auml;zisiert: &ldquo;Aus Sicht der Ethik ist es zwingend erforderlich, stark leidende Nutztiere zu t&ouml;ten, wenn es wirtschaftlich nicht tragbar ist, das Leiden der Tiere zu lindern.&rdquo; Wirtschaftlich ist es bei einem Preis von weit unter zwei Euro pro Kilogramm Schlachtgewicht so gut wie nie tragbar, kranke Schweine zu behandeln.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/nottoetungen-in-der-schweinemast-qual-fuer-den-profit-a-1290250.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lesenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. 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