{"id":55969,"date":"2019-10-29T08:22:00","date_gmt":"2019-10-29T07:22:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55969"},"modified":"2019-10-29T08:22:00","modified_gmt":"2019-10-29T07:22:00","slug":"hinweise-des-tages-3481","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55969","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55969#h01\">Wahl in Th&uuml;ringen: Die selbsternannte Mitte ist irre!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55969#h02\">Das Reden vom politischen Rand<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55969#h03\">AfD ist nicht neue Volkspartei des Ostens<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55969#h04\">Chile<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55969#h05\">Kritik aus der SPD am m&ouml;glichen Autolobbyisten Gabriel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55969#h06\">CDU-Staatssekret&auml;r wechselt in Immobilienwirtschaft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55969#h07\">370.000 Personen fallen aus der Arbeitslosenstatistik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55969#h08\">Boom bei befristeten Vertr&auml;gen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55969#h09\">H&amp;M-Chef warnt vor Konsumscham<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55969#h10\">Europa als Vorbild f&uuml;r Verm&ouml;gensbesteuerung in den USA? Besser nicht!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55969#h11\">Ist die Rente mit 70 gerecht?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55969#h12\">Rentner protestieren gegen doppelte Beitr&auml;ge<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55969#h13\">Volkssouver&auml;nit&auml;t auf dem Abstellgleis<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55969#h14\">Narkosemittel: Propofol wird knapp<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55969#h15\">Before Deadly Crashes, Boeing Pushed for Law That Undercut Oversight<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55969#h16\">Sch&ouml;nheit und Schandfleck<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55969#h17\">70% of millennials say they&rsquo;d vote for a socialist<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55969#h18\">Axel Springer: &Uuml;ppige Vorstandsboni trotz Sparkurs<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Wahl in Th&uuml;ringen: Die selbsternannte Mitte ist irre!<\/strong><br>\nBodo Ramelow und die Partei DIE LINKE haben die Wahl in Th&uuml;ringen mit einem beeindruckenden Ergebnis von 31 Prozent klar gewonnen. Gl&uuml;ckwunsch! Ramelow hat mit seiner rot-rot-gr&uuml;nen Regierung unter anderem mehr Lehrer eingestellt, ein weiteres Jahr in der Kita beitragsfrei gemacht, ein Tariftreuevertragsgesetz mit einer Lohnuntergrenze von 11,42 Euro verabschiedet &ndash; alles Entscheidungen, die von der gro&szlig;en Mehrheit der Th&uuml;ringer unterst&uuml;tzt werden. Zudem hat er einen pr&auml;sidialen F&uuml;hrungsstil entwickelt. Eine deutliche Mehrheit der Th&uuml;ringer ist mit seiner Arbeit zufrieden.<br>\nEntlarvend war die Reaktion einiger Politiker der unterlegenen Parteien. An vorderster Stelle jammerte der sachsen-anhaltinische Ministerpr&auml;sident Haseloff, die Parteien der Mitte h&auml;tten keine Mehrheit mehr. Die &bdquo;Extreme an den R&auml;ndern&ldquo; h&auml;tten mehr als die H&auml;lfte der W&auml;hlerstimmen auf sich vereinigt.<br>\nDie selbsternannte Mitte ist irre! Sie hat immer noch nicht verstanden: Lohnk&uuml;rzungen sind keine Politik der Mitte, sondern Entscheidungen gegen die gro&szlig;e Mehrheit der Bev&ouml;lkerung. Dasselbe gilt f&uuml;r Rentenk&uuml;rzungen und den Abbau sozialer Leistungen. Die wachsende Ungleichheit ist von CDU, CSU, SPD, FDP und Gr&uuml;nen, die in den vergangenen Jahrzehnten die Bundesregierung stellten, zu verantworten. Die Mittelschichten steigen ab. Wer seine Politik angesichts dieser verheerenden Entwicklung der Gesellschaft als &bdquo;Politik der Mitte&ldquo; versteht, hat wirklich nichts begriffen. Dasselbe gilt f&uuml;r die von der Mehrheit der Bev&ouml;lkerung ebenso abgelehnten Waffenlieferungen an Kriegsparteien und die Beteiligung an v&ouml;lkerrechtswidrigen Kriegen von Afghanistan bis Syrien.<br>\nUnd wenn es um den Schutz der Umwelt geht, setzt die selbsternannte Mitte nicht auf umweltfreundlichere, in aller Welt einsetzbare Technologien und Produktionsverfahren, sondern auf Verbrauchssteuern, die vor allem die Geringverdiener und die Mitte belasten &ndash; bei gleichzeitiger Schonung der Wohlhabenden, die weiter ihre Kinder mit ihren benzinschluckenden SUV&rsquo;s zu Umweltdemonstrationen fahren k&ouml;nnen.<br>\nDie selbsternannte Mitte macht Politik f&uuml;r die Minderheit und hat mit dieser Politik, die zur Spaltung der Gesellschaft f&uuml;hrt, die AfD erst gro&szlig; gemacht. Was muss noch passieren, bis sie merken, was Sie angerichtet haben?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/oskarlafontaine\/photos\/a.198567656871376\/2606275232767261\/?type=3&amp;theater\">Oskar Lafontaine via facebook<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Das Reden vom politischen Rand<\/strong><br>\nWie sind die &Ouml;ffentlich-Rechtlichen an diesem Wahlabend mit der AfD umgegangen? Die oft verwendete Gleichsetzung von rechts und links verhindert eine ad&auml;quate Analyse. [&hellip;]<br>\nDie Linke, zumal unter dem Ministerpr&auml;sidenten Bodo Ramelow, hat Th&uuml;ringen weder unter kommunistische Zwangsverwaltung gestellt noch die Stasi wieder eingef&uuml;hrt. Dass das Reden vom politischen Rand, bezogen auf die Th&uuml;ringer Linke, dennoch weiterhin gepflegt wird, spricht f&uuml;r eine eigenartige Verz&ouml;gerung bei Journalisten wie Sch&ouml;nenborn und Hassel.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/kultur\/film\/2019-10\/wahl-thueringen-mdr-wahlabend-berichterstattung-afd\">ZEIT<\/a>\n<p><strong>dazu auch: Das Hufeisen muss runter<\/strong><br>\nDie Extremismustheorie besagt, Links- und Rechts-Au&szlig;en ber&uuml;hrten einander an den Enden der politischen Skala. Nach der Th&uuml;ringen-Wahl h&ouml;rt man das wieder. Es ist falsch. [&hellip;]<br>\nIn den Deutungen der Landtagswahl in Th&uuml;ringen &ndash; auch den medialen &ndash; zeigt sich nun besonders krass, wie falsch das alles ist. Die Gleichsetzung des Quasisozialdemokraten Bodo Ramelow und des Staatsfeinds Bj&ouml;rn H&ouml;cke als vermeintliche Antagonisten einer schwammig unterdefinierten &ldquo;b&uuml;rgerlichen&rdquo; Mitte ist nicht einmal als Zuspitzung brauchbar. [&hellip;]<br>\nRechtskonservative werden darum weiterhin versucht sein, sich rechtskonservativ auftretenden Faschisten habituell und biografisch n&auml;her zu f&uuml;hlen als Leuten, die nicht gleich Rei&szlig;aus nehmen, wenn auf einer Antinazidemo der schwarze Block aufmarschiert. Doch genau das ist jetzt demokratische Herzensaufgabe: bis weit in die Union und ihre W&auml;hlerschaft hinein ein Verst&auml;ndnis daf&uuml;r zu entwickeln, dass jeder &ldquo;Alerta Antifascista&rdquo;-Rufende begr&uuml;&szlig;enswerter ist als der freundliche AfDler von nebenan.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/kultur\/2019-10\/linke-rechte-hufeisentheorie-thueringen-bjoern-hoecke-bodo-ramelow?utm_medium=sm&amp;utm_term=facebook_zonaudev_int&amp;utm_content=zeitde_redpost_zon_link_sf&amp;utm_source=facebook_zonaudev_int&amp;wt_zmc=sm.int.zonaudev.facebook.ref.zeitde.redpost_zon.link.sf&amp;utm_campaign=ref&amp;fbclid=IwAR0sZsT6gximLmtOKf9l3b_fm68nXseHhjEDcZLQdkxrhbfPLyR5gGJI4Js\">ZEIT<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>AfD ist nicht neue Volkspartei des Ostens<\/strong><br>\nIn Th&uuml;ringen l&auml;uft alles auf eine Minderheitsregierung hinaus, meint Politologin Astrid Lorenz im tagesschau.de-Interview. Der Erfolg der AfD im Osten m&uuml;sse nicht von Dauer sein. CDU und SPD m&uuml;ssten aber umdenken.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/thueringen-wahl-interview-101.html\">Tagesschau<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Chile<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Zehntausende fordern R&uuml;cktritt des Pr&auml;sidenten<\/strong><br>\nDie Proteste in Chile gehen weiter, obwohl Pr&auml;sident Sebasti&aacute;n Pi&ntilde;era jeden Tag neue Zugest&auml;ndnisse macht. Nur die eine Forderung, die alle Protestierenden eint, lehnt er ab: seinen eigenen R&uuml;cktritt.<br>\n&bdquo;Ich bekomme eine sehr niedrige Rente. Ich hoffe, dass die Dinge sich &auml;ndern werden. Wenn ich nicht bei meiner Tochter wohnen w&uuml;rde, k&ouml;nnte ich gar nicht &uuml;berleben.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/massenproteste-in-chile-zehntausende-fordern-ruecktritt-des.2165.de.html?dram:article_id=462046\">Deutschlandfunk Kultur<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Chile war das erste Land in dem die neoliberale Ideologie als bestimmende Leitlinie f&uuml;r die Sozial- und Wirtschaftspolitik durchgesetzt wurde, wie bekannt, mit brutaler Gewalt unter der Milit&auml;rdiktatur Pinochets. <\/em><\/p>\n<p><em>Die neoliberale Politik, wie die komplette Privatisierung der Altersvorsorge, die Privatisierung der Schul- und Hochschulausbildung und selbst die, der Wasserversorgung, wurde auch durch die nachfolgenden demokratischen Regierungen nie in Frage gestellt.<\/em><\/p>\n<p><em>Bei den Protesten in Chile manifestiert sich die Wut &uuml;ber die starke soziale Polarisierung als Folge fortgesetzter neoliberaler Politik. Die Proteste sind nichts anderes als ein Volksaufstand gegen den Neoliberalismus. Auch die Antwort der Regierung war mit der Ausrufung des Ausnahmezustandes und dem Einsatz des Milit&auml;rs bezeichnend, die neoliberale Agenda, die immer eine Verschlechterung der Lebensverh&auml;ltnisse der Mehrheit der Bev&ouml;lkerung zur Folge hat, l&auml;sst sich gegen diese letztendlich nur mit Gewalt durchsetzen. <\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Wut auf die Elite, &ldquo;Krieg&rdquo; gegen das Volk<\/strong><br>\nChile wird immer wieder als Musterland S&uuml;damerikas genannt, als sicherer wirtschaftlicher Hafen. Das ist es auch &ndash; wenn man Geld hat. Einkommen und Besitz sind sehr ungleich verteilt. Chile ist das einzige s&uuml;damerikanische Land unter den 36 Mitgliedern der OECD, der Organisation f&uuml;r wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. In keinem herrscht gr&ouml;&szlig;ere Einkommensungleichheit. Bei den Verm&ouml;gen sieht das nicht anders aus.<br>\nDas reichste Prozent der chilenischen Bev&ouml;lkerung besa&szlig; im Jahr 2017 rund ein Drittel des Gesamtverm&ouml;gens, die oberen 20 Prozent insgesamt vier F&uuml;nftel. F&uuml;r die anderen der 18 Millionen Einwohner blieb der Rest: Die &auml;rmere H&auml;lfte aller Haushalte kam nur auf 2,1 Prozent. Es ist wissenschaftlich belegt, dass mehr Ungleichheit in der Bev&ouml;lkerung auch zu mehr Unzufriedenheit f&uuml;hrt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Wut-auf-die-Elite-Krieg-gegen-das-Volk-article21344139.html\">n-tv<\/a><\/li>\n<li><strong>Revolten in Chile &ndash; Eine Reflexion aus dem neoliberalen Paradies <\/strong><br>\nTrotz der verhei&szlig;ungsvollen Fassade, die Chile in den letzten Dekaden errichtete, wackeln die Pfeiler hinter den Kulissen. Hierbei handelt es sich letztendlich um die Strukturen des von den sogenannten &bdquo;Chicago-Boys&ldquo; entworfenen und von der Diktatur Pinochets erst in der Welt als Experiment durchgesetzten neoliberalen Systems. Margaret Thatcher &ndash; pers&ouml;nliche Freundin von Pinochet &ndash; bestand einmal darauf, dass es keine Gesellschaft gibt, sondern nur Individuen. Diese Weltanschauung, die in Chile die letzten 30 bzw. 40 Jahre ohne Gegenpol durchlebt worden ist, wurde au&szlig;erdem in der von Jaime Guzm&aacute;n komponierten Verfassung 1980 eingemauert und somit gegen jede k&uuml;nftige Widerstandskraft rechtlich gesch&uuml;tzt. [&hellip;] Die von Pinochet gef&uuml;hrte rechte, neoliberale Revolution war eben auch eine Rechtsrevolution, die bis heute ihre Konsequenzen tr&auml;gt. Der chilenische Neoliberalismus hat dadurch seine Immunit&auml;t gesichert und die gegenw&auml;rtige Revolte &ndash; sowie die von 2006 und 2011 &ndash; erschwert.<br>\nAber aufgepasst, meine Damen und Herren! Wenn die neoliberale Ordnung in Chile besonders tief verankert ist, aber in der ganzen Welt herrscht, dann kann wohl unsere Erfahrung f&uuml;r diejenigen, die diesen Weg noch weiter gehen bzw. gehen wollen, f&uuml;r eine Art allgemeiner Warnung aus der Zukunft gehalten werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/ralvear\/soziopolitischer-brief-aus-der-zukunft\">Freitag<\/a>\n<p><strong>und: Linke kehrt zur&uuml;ck &ndash; Alberto Fern&aacute;ndez wird neuer Pr&auml;sident von Argentinien<\/strong><br>\nAlberto Fern&aacute;ndez hat die Pr&auml;sidentschaftswahlen in Argentinien gewonnen. Der Herausforderer des Mitte-Links-B&uuml;ndnisses &ldquo;Frente de Todos&rdquo; (FdT) gewann im gestrigen ersten Wahlgang nach Ausz&auml;hlung von 97,2 Prozent mit 48,1 Prozent der Stimmen gegen&uuml;ber dem bisherigen Pr&auml;sidenten Mauricio Macri (Juntos por el Cambio, JC), der 40,4 Prozent erreichte. Auf dem dritten Rang landete Roberto Lavagna (Consenso Federal, 6,2 Prozent). Vierter wurde der sozialistische Kandidat Nicol&aacute;s del Ca&ntilde;o (Frente de Izquierda, 2,2 Prozent). Damit schafft das linke Lager, zu denen auch die zuk&uuml;nftige Vize-Pr&auml;sidentin und zugleich Vorg&auml;ngerin von Macri, Cristina Fern&aacute;ndez de Kirchner, geh&ouml;rt, nach vier Jahren die R&uuml;ckkehr in den Pr&auml;sidentenpalast &ldquo;Casa Rosada&rdquo;.<br>\nFern&aacute;ndez feierte vor seinen Anh&auml;ngern in Chacarita in der Hauptstadt Buenos Aires, ausgerechnet am Todestag seines Vorg&auml;ngers im Pr&auml;sidentenamt, N&eacute;stor Kirchner, dessen Kabinettschef er gewesen war: &ldquo;Das einzige was jetzt z&auml;hlt, ist das Leiden der Argentinier zu beenden.&rdquo; Er rief dazu auf, wieder &ldquo;ein Argentinien der Gleichheit und der Solidarit&auml;t&rdquo; zu schaffen. Der unterlegene Macri r&auml;umte seine Niederlage ein und gratulierte dem Duo Fern&aacute;ndez\/Fern&aacute;ndez zum Sieg. Bereits ab heute morgen wolle Macri gemeinsam mit Fern&aacute;ndez beginnen, eine geordnete &Uuml;bergabe des Pr&auml;sidentenamtes einzuleiten. &hellip;<br>\nBestimmendes Thema bei den Wahlen war die schwere Wirtschaftskrise, in der sich Argentinien befindet. Im September betrug die monatliche Inflation 5,9 Prozent, die Jahresinflation im Verh&auml;ltnis zum September des Vorjahres lag bei 53,5 Prozent. In Argentinien herrscht Nahrungsmittelknappheit, die Armut ist in den Regierungsjahren Macris seit Dezember 2015 stark angestiegen. Zudem ist die starke Abwertung des Peso mit zuletzt erreichten H&ouml;chstst&auml;nden ein immenses Problem.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/amerika21.de\/2019\/10\/233230\/argentinien-praesident-wahlen-gewinner\">Amerika 21<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Nicht nur in Chile, Ecuador und Argentinien manifestiert sich Widerstand gegen die Durchsetzung der neoliberalen Agenda. Auch in Europa leisten die B&uuml;rger Widerstand gegen den Neoliberalismus. Die Gelbwesten in Frankreich sind ein Beispiel. Die Antwort der herrschenden Oligarchie mit Polizeigewalt und Repression folgt dem &uuml;blichen Muster. Ein weiteres Beispiele findet sich in Spanien mit der Podemos, die aus den landesweiten Protesten im Jahre 2011 gegen die neoliberale Austerit&auml;tspolitik der spanischen Regierung als Folge der Finanzkrise und des Spardiktates aus Br&uuml;ssel und Berlin, entstand.  <\/em><\/p>\n<p><em>Das herausragendste Beispiel aber f&uuml;r die gewaltsame Durchsetzung der neoliberalen Agenda in Europa findet sich in Griechenland. Auch dort gelangte mit der Syriza eine Partei an die Regierung, die wesentlich  von landesweiten Protesten gegen das Austerit&auml;tsdiktat aus Br&uuml;ssel und Berlin getragen wurde. Die anf&auml;ngliche Weigerung der Syriza das neoliberale Austerit&auml;tsdiktat weiter zu befolgen wurden von Br&uuml;ssel und Berlin &uuml;ber die Drohung eines Ausschlusses Griechenlands aus der Eurozone, mit der faktischen Abschaffung der griechischen Souver&auml;nit&auml;t beantwortet, in dem das griechische Parlament gegen jeden W&auml;hlerwillen gezwungen wurde die Austerit&auml;tsvorgaben aus Berlin und Br&uuml;ssel abzunicken.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Kritik aus der SPD am m&ouml;glichen Autolobbyisten Gabriel<\/strong><br>\nDer m&ouml;gliche Wechsel des fr&uuml;heren SPD-Vorsitzenden Sigmar Gabriel an die Spitze des Automobilverbandes VDA schl&auml;gt weitere Wellen. Widerspruch kommt jetzt auch vom Umweltverband BUND. [&hellip;]<br>\nGeht es nach dem SPD-Politiker und Kandidaten f&uuml;r den Vorsitz der Sozialdemokraten, Norbert Walter-Borjans, k&ouml;nnte Gabriels Wechsel zum Autoverband auf viel Widerspruch innerhalb der Partei sto&szlig;en. &bdquo;Ja, das wird Menschen st&ouml;ren. Da bin ich sicher&ldquo;, sagte der fr&uuml;here nordrhein-westf&auml;lische Finanzminister der Zeitung &bdquo;Bild&ldquo;. Sollte sein Parteifreund an die VDA-Spitze r&uuml;cken, k&ouml;nnte das innerhalb der SPD zu &bdquo;Konfrontationen&ldquo; f&uuml;hren. [&hellip;]<br>\nDer Linken-Bundestagsabgeordnete Fabio De Masi attackierte Gabriel &uuml;ber den Kurznachrichtendienst Twitter. Er verstehe, dass man mit 60 Jahren nicht in Rente gehen wolle, schrieb De Masi in Anspielung auf Gabriels Alter. &bdquo;Aber g&auml;be es nicht viele gute M&ouml;glichkeiten, etwas f&uuml;r dieses Land zu tun, ohne das eigene Telefonbuch an die Autoindustrie zu verscherbeln? Das schafft kein Vertrauen in Politiker.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/kritik-aus-der-spd-am-moeglichen-autolobbyisten-sigmar-gabriel-16455805.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Vorsitzender der Atlantikbr&uuml;cke, m&ouml;glicher Pr&auml;sident des Automobilverbandes VDA. Da f&auml;llt einem nichts mehr ein. Wobei Gabriel eigentlich nur die Zust&auml;nde in diesem Land repr&auml;sentiert. Wann gab es eigentlich zuletzt einen f&uuml;hrenden Politiker in Deutschland, der seine Position sp&auml;ter nicht zur pers&ouml;nlichen Bereicherung benutzt hat?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>CDU-Staatssekret&auml;r wechselt in Immobilienwirtschaft<\/strong><br>\n&bdquo;Die Durchl&auml;ssigkeit von Politik und Wirtschaft leben&ldquo; &ndash; so erkl&auml;rt der CDU-Staatssekret&auml;r Wittke seinen Wechsel aus dem Wirtschaftsministerium in die Immobilienwirtschaft.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/zia-cdu-staatssekretaer-wechselt-in-immobilienwirtschaft\/25162010.html?fbclid=IwAR0eTXnbXjwaZiWpTY9oNcpbqFXt5BkWkuL9wOZ0PQilhMSixPnm4DDCtw0&amp;ticket=ST-47612529-O2EbqmDgtb6vCkqaEgGN-ap3\">Handelsblatt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>370.000 Personen fallen aus der Arbeitslosenstatistik<\/strong><br>\nDie Zahl der Arbeitslosen im weiteren Sinne ist nach Angaben der Bundesregierung um rund 370.000 Personen h&ouml;her als in der offiziellen Arbeitslosenzahl ausgewiesen. Das geht aus der Antwort des Arbeitsministeriums auf eine kleine Anfrage der Gr&uuml;nen-Fraktion hervor, die unserer Redaktion vorliegt.<br>\n&bdquo;Im Dezember 2018 wurden 2.582.000 Personen in der Arbeitslosigkeit im weiteren Sinne gez&auml;hlt, davon waren 2.210.000 Arbeitslose und 372.000 Personen in Aktivierungsma&szlig;nahmen oder von der Sonderregelung f&uuml;r &Auml;ltere erfasst&ldquo;, hei&szlig;t es in der Antwort. Die Bundesagentur f&uuml;r Arbeit (BA) rechnet Erwerbslose im Alter von &uuml;ber 58 Jahren aus der Arbeitslosenstatistik heraus. Dies waren allein unter den Langzeitarbeitslosen, die das Arbeitslosengeld II erhalten, Ende vergangenen Jahres 170.000 &auml;ltere Personen, hei&szlig;t es in der Antwort. Ihre Zahl ist demnach seit 2013 ebenso deutlich gestiegen wie die Zahl der Arbeitslosengeld-II-Bezieher in Aktivierungsma&szlig;nahmen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/politik\/deutschland\/arbeitslosigkeit-370000-personen-fallen-aus-der-arbeitslosenstatistik_aid-46779249\">RP Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Das f&auml;llt den &ldquo;Experten&rdquo; der Gr&uuml;nen aber sp&auml;t auf &ndash; die Linke weist seit vielen Jahren auf diese Sch&ouml;nrechnerei hin: <a href=\"https:\/\/www.die-linke.de\/themen\/arbeit\/tatsaechliche-arbeitslosigkeit\/2019\/\">Tats&auml;chliche Arbeitslosigkeit<\/a>. Schlimmer noch: In den vergangenen Jahren wurde die Methode der Statistik-Erhebung ver&auml;ndert. D.h,. bei Anwendung &auml;lterer Berechnungsmethoden w&uuml;rde die Arbeitslosigkeit sogar noch erheblich weiter ansteigen. Interessant dazu auch: Der Arbeitsmarkt und die vielen Zahlen: Von (halb)offiziellen Arbeitslosen &uuml;ber Fl&uuml;chtlinge im statistischen Niemandsland bis zu dauerhaft <a href=\"https:\/\/aktuelle-sozialpolitik.blogspot.com\/2017\/02\/der-arbeitsmarkt-und-die-vielen-zahlen.html\">im Grundsicherungssystem Eingeschlossenen<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Boom bei befristeten Vertr&auml;gen<\/strong><br>\nEtwa 45 Prozent aller Neueinstellungen sind laut dem Deutschen Gewerkschaftsbund befristet. &Uuml;ber drei Millionen Menschen haben einen befristeten Job. Die Gro&szlig;e Koalition hat angek&uuml;ndigt, die Befristung einzuschr&auml;nken. Bisher ist nichts geschehen.<br>\nUngef&auml;hr 80 Menschen sehen in einer Berliner Kneipe einen kleinen Film &uuml;ber eine Demo: Da protestieren Besch&auml;ftigte aus dem Bildungsbereich gegen befristete Arbeitsvertr&auml;ge.<br>\nDoch der Unmut geht durch viele Branchen. Alle St&uuml;hle sind besetzt bei diesem Info-Abend in der Kneipe. Organsiert hat ihn die Berliner Kampagne &bdquo;Outsourcing und Befristung verbieten&ldquo;. Die meisten Aktivisten der Kampagne kommen aus dem &ouml;ffentlichen Dienst oder von Unternehmen, die f&uuml;r das Land Berlin arbeiten. Sie haben sich zusammengeschlossen, auch um sich gegen die Befristung von Arbeitsvertr&auml;gen zu wehren. Und das ist kein reines Hauptstadt-Problem. Im September 2019 meldete der DGB, dass mittlerweile bundesweit rund 45 Prozent aller Neueinstellungen befristet seien.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/verlaengerte-probezeit-boom-bei-befristeten-vertraegen.976.de.html?dram:article_id=462034\">Deutschlandfunk Kultur<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>H&amp;M-Chef warnt vor Konsumscham<\/strong><br>\nDie Sch&auml;tzungen variieren zwischen acht und zehn Prozent: So hoch wird der Anteil der globalen CO2-Emissionen taxiert, der auf die Modeindustrie entf&auml;llt. Deren Gesch&auml;ftsmodell war in den vergangenen Jahren nicht sonderlich nachhaltig: Wie lange die Kleidung getragen werden kann, bestimmt der Trend, nicht die Haltbarkeit.<br>\nF&uuml;r die Branche k&ouml;nnte das zu einem Problem werden, sollten die Modeketten in den Fokus von Klimaaktivisten und Medien geraten, warnt H&amp;M-Chef Karl-Johan Persson in einem Gespr&auml;ch mit der Nachrichtenagentur &ldquo;Bloomberg&rdquo;. Viele der j&uuml;ngsten Proteste funktionierten nach dem Muster &ldquo;h&ouml;rt auf Dinge zu tun, h&ouml;rt auf zu konsumieren, h&ouml;rt auf zu fliegen&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/klimawandel-h-m-hat-angst-vor-konsum-scham-kampagnen-a-1293664.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Die Textilindustrie geh&ouml;rt zu den Industriezweigen, die mit die h&ouml;chste Luft- und Abwasserverschmutzung &uuml;ber die gesamte Produktionskette von den Grundstoffen bis zur fertigen Kleidung verursacht. Die sogenannte &ldquo;Fast Fashion&rdquo; ist das Gesch&auml;ftsmodell vieler Unternehmen. Herausragendes Beispiel ist das Modelabel Primark oder eben H&amp;M, aber auch der gesamte Internetversandhandel, als repr&auml;sentatives Beispiel sei hier Amazon genannt, lebt davon. Diese Unternehmen bzw. deren superreiche Eigent&uuml;mer werden sich nicht ohne weiteres ihre Renditequelle wegnehmen lassen. <\/em><\/p>\n<p><em>Gerade an der Textilindustrie zeigen sich die Folgen des von den Neoliberalen so hochgehaltenen Freihandels. Durch die Verlagerung der Bekleidungsfertigung in asiatische oder s&uuml;damerikanische &bdquo;Sweat Shops&ldquo; mit fast immer ausbeuterischen Arbeitsbedingungen, gingen in den USA und Europa hunderttausende Jobs verloren. Die Herstellung von Billigkleidung ist in diesem Ausma&szlig; auch nur m&ouml;glich, da die realen Kosten nicht in die Preise der Kleidung eingeht, wenn etwa die Produzenten von laschen Arbeitsschutz- und Umweltschutzauflagen in den Billiglohnl&auml;ndern oder zu niedrigen Transportkosten profitieren.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: Billigkleidung: Wenn Mode als Plastikm&uuml;ll endet<\/strong><br>\nImmer mehr Billigkleidung wird gekauft und wieder entsorgt. Das stellt Altkleidersammler zunehmend vor Probleme: Denn die vielen Billig- und Plastikklamotten lassen sich schlecht recyceln, wie BR-Recherchen zeigen.<br>\nIn den letzten zwei Jahrzehnten hat sich die Textilproduktion weltweit verdoppelt. Die Tragedauer von Kleidung hingegen hat sich deutlich verk&uuml;rzt. In Deutschland landen j&auml;hrlich &uuml;ber eine Million Tonnen Altkleider im Container, und es werden jedes Jahr mehr. Gute Aussichten f&uuml;r Altkleidersammler &ndash; k&ouml;nnte man meinen. Die Realit&auml;t sieht jedoch anders aus.<br>\nAbnehmende Qualit&auml;t und immer mehr Billigware machen den Kleidersammlern das Leben schwer. Das Problem hat einen Namen: Fast Fashion. 24 Kollektionen und mehr produzieren manche Labels pro Jahr &ndash; Kleidung, die irgendwann bei den Altkleidersammlern landet. F&uuml;r die bedeutet das: immer mehr Ware muss eingesammelt, gesichtet und gelagert werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.br.de\/nachrichten\/bayern\/billigkleidung-wenn-mode-als-plastikmuell-endet,RcFF4V4\">BR<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Europa als Vorbild f&uuml;r Verm&ouml;gensbesteuerung in den USA? Besser nicht!<\/strong><br>\nIn den USA wird gern auf die gescheiterten Verm&ouml;gensteuern in verschiedenen Europ&auml;ischen L&auml;ndern verwiesen. Die Ungleichheitsforscher Gabriel Zucman und Emmanuel Saez erkl&auml;ren, warum sich die US-Politik nicht dadurch von einer st&auml;rkeren Besteuerung gro&szlig;er Verm&ouml;gen abhalten lassen sollte. Von ihren Argumenten k&ouml;nnten wir auch in Europa lernen.<br>\nW&auml;hrend in den 1990er Jahren noch 12 OECD-Staaten Verm&ouml;gensteuern erhoben sind es heute nur noch drei &ndash; Norwegen, die Schweiz und Spanien. Auch in Deutschland wird seit 1997 die Verm&ouml;gensteuer nicht mehr erhoben, auch wenn mittlerweile sogar in der SPD wieder &uuml;ber eine Wiedereinf&uuml;hrung diskutiert wird.<br>\nIn den USA wird derzeit eine hitzige Debatte um Verm&ouml;gensteuern gef&uuml;hrt. Die demokratischen Pr&auml;sidentschaftskandidat*innen Elizabeth Warren und Bernie Sanders haben weitreichende Pl&auml;ne f&uuml;r eine Besteuerung der Superreichen vorgelegt. Ein neues Buch der Verteilungs- und Steuerpolitikforscher Emmanuel Saez und Gabriel Zucman unterf&uuml;ttert diese Debatte mit neuen Daten und Argumenten f&uuml;r eine st&auml;rkere Verm&ouml;gensbesteuerung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/verteilungsfrage.org\/2019\/10\/europa-als-vorbild-fuer-vermoegensbesteuerung-in-den-usa-besser-nicht\/\">verteilungsfrage.org<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Ist die Rente mit 70 gerecht?<\/strong><br>\nAngesichts niedriger Geburtenraten und steigender Lebenserwartung bedeutet das Beharren auf gleichbleibenden Rentenanspr&uuml;chen und einer Beibehaltung des jetzigen Renteneintrittsalters, dass die j&uuml;ngere Generation massiv finanziell belastet wird &ndash; also eine noch st&auml;rkere Umverteilung von jung zu alt als bisher stattfindet. Die Forderung der Bundesbank nach einer Erh&ouml;hung des Renteneintrittsalters auf fast 70 Jahre hat diese Woche f&uuml;r viel Aufregung und Emp&ouml;rung gesorgt. Dabei wird dieser Anstieg noch nicht einmal ausreichen, um die gesetzliche Rente zu sichern.<br>\nDas vielleicht dr&auml;ngendste Problem f&uuml;r viele Menschen, die in den kommenden zehn bis 20 Jahren in Rente gehen werden, ist die drohende Altersarmut, deren Anstieg meine Kollegen am DIW Berlin wiederholt berechnet und belegt haben. So ist das gesetzliche Rentenniveau von 48 Prozent des Durchschnittslohns bereits heute &ndash; auch im Vergleich zu vielen &auml;hnlichen L&auml;ndern &ndash; ungew&ouml;hnlich niedrig. Zudem erwerben viele Menschen w&auml;hrend ihres Erwerbslebens immer weniger Rentenanspr&uuml;che, da sie geringe L&ouml;hne haben, in Teilzeit t&auml;tig sind oder nicht durchgehend erwerbst&auml;tig sind.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2019-10\/rentendebatte-rente-mit-70-rentenreform\/komplettansicht\"> Marcel Fratzscher in Zeit Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers G.S.:<\/strong> von Fratscher gehen immer so unterschiedliche Botschaften aus. Ich glaube, er &ldquo;vergi&szlig;t&rdquo; an dieser Stelle den Produktivit&auml;tsfortschritt in seine &Uuml;berlegungen mit einzubeziehen<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Dieser Professor hat es leicht, ein h&ouml;heres Renteneintrittsalter zu fordern. Nach Eintritt in den Ruhestand, darf und wird er wohl weiter forschend, schreibend und Vortr&auml;ge haltend t&auml;tig sein. Aber das kann wohl kaum von Belegschaften u.a. im Pflege- oder Dachdeckerbereich abverlangt werden.<\/em><\/p>\n<p><em>Ansonsten viel Geschw&auml;tz z.B. von der &bdquo;steigenden Lebenserwartung&ldquo;. Bitte lesen Sie dazu auch <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55785\">Manipulation mit der &bdquo;Lebenserwartung&ldquo; in der Rentendiskussion<\/a>.<\/em><\/p>\n<p><em>Auch um drohender Alterarmut vorzubeugen, w&auml;re es besser, die Konsequenz aus der gescheiterten Privatisierung des Rentensystems umzusetzen, die Albrecht M&uuml;ller bereits seit einigen Jahren vertritt: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13963\">Konzentration aller Mittel auf die gesetzliche Rente<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Rentner protestieren gegen doppelte Beitr&auml;ge<\/strong><br>\nMillionen Menschen mit betrieblicher Altersvorsorge stehen vor einem Problem: Direktversicherte sollen von ihrer Lebensversicherung Krankenkassenbeitr&auml;ge abf&uuml;hren, obwohl sie w&auml;hrend ihrer Berufsjahre schon f&uuml;r ihr volles Gehalt Sozialabgaben gezahlt haben. Die Betroffenen sprechen von Enteignung. (&hellip;)<br>\nRund acht Milliarden Euro w&auml;ren n&ouml;tig, um zu beenden, was Direktversicherungsgesch&auml;digte als Enteignung betrachten. Zu welchen Anteilen diese Summe aus Steuermitteln finanziert oder von den Krankenkassen erbracht werden sollte &ndash; dar&uuml;ber streiten sich die Bundestagsfraktionen. Und so lange, so f&uuml;rchten die Betroffenen, &auml;ndert sich f&uuml;r sie erstmal nichts.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/direktversicherung-im-alter-rentner-protestieren-gegen.697.de.html?dram:article_id=461870\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Volkssouver&auml;nit&auml;t auf dem Abstellgleis<\/strong><br>\nDemokratie als Regierungsform bedarf weit mehr als Wahlen und Parlamentarismus. Sie erfordert als verwirklichte Herrschaft des Volkes die Umsetzung des Prinzips der Volkssouver&auml;nit&auml;t: Das Volk lenkt und kontrolliert durch sein demokratisches Gesetzgebungsverfahren die von ihm eingesetzten Funktion&auml;rsapparate der Regierung, Verwaltung und Justiz. Das Volk als Tr&auml;ger und der Nationalstaat als administrativer Rahmen von Volkssouver&auml;nit&auml;t werden jedoch seit einigen Jahren grunds&auml;tzlich infrage gestellt.[1] Ein Gastbeitrag von Henry Matthe&szlig;. (&hellip;)<br>\nF&uuml;r das Betreiben regionaler Wirtschaftskreisl&auml;ufe als Alternative zur nicht zukunftsf&auml;higen Globalisierung stellt der Nationalstaat eine praktikable administrative Ebene dar, auf welcher vor allem auch demokratische Entscheidung und Kontrolle nach dem Prinzip der Volkssouver&auml;nit&auml;t gew&auml;hrleistet werden k&ouml;nnte. Beides fehlt im EU-Staatenbund systembedingt vollkommen und erst recht in einem hypothetischen Weltstaat.<br>\nWarum gerade supranationale Ebenen zu &ldquo;besseren&rdquo;, demokratischeren Entscheidungen f&uuml;hren sollen, bleibt das Geheimnis ihrer Verfechter. Die politische Praxis lehrt, dass mit zunehmender Entfernung der Entscheider von der Basis, diese leichter beeinflussbar und schwerer kontrollierbar werden. Nationalstaaten sind nicht historisch &uuml;berholt, sondern sie sind umfassend zu demokratisieren, um notwendige internationale L&ouml;sungen zu bef&ouml;rdern.<br>\nWer Volk und Nationalstaat abschaffen will, muss sich fragen lassen, mit welchem Tr&auml;ger und in welchem Rahmen Demokratie nach dem Prinzip der Volkssouver&auml;nit&auml;t dann verwirklicht werden soll? Mit Verweis auf dr&auml;ngende, globale Probleme sind nicht wenige der Ansicht, auf das immer noch Theorie gebliebene Konzept von Volkssouver&auml;nit&auml;t &ndash; als einer wirklichen Demokratie &ndash; verzichten zu k&ouml;nnen, oder gar zu m&uuml;ssen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/norberthaering.de\/de\/27-german\/news\/1187-matthess2\">Norbert H&auml;ring<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Narkosemittel: Propofol wird knapp<\/strong><br>\nIn der Engpassliste des BfArM taucht das wichtige Narkosemittel Propofol derzeit nicht auf. Trotzdem schlagen Klinikapotheker Alarm. Anbieter und Beh&ouml;rde hingegen sehen keinen Grund, zu dramatisieren.<br>\nGeht den Kliniken der Propofol-Nachschub aus? Die Tageszeitung &bdquo;Die Welt&ldquo; zitierte in einem Bericht am Freitag den Vorsitzenden des Bundesverbands Deutscher Krankenhausapotheker Rudolf Bernhard, wonach die Versorgungslage bereits &bdquo;wirklich sehr dramatisch ist&ldquo;. Von den beiden gro&szlig;en Anbietern des wichtigen Narkosemittels &ndash; B. Braun und Fresenius &ndash; soll vor allem das nordhessische Familienunternehmen momentan nicht lieferf&auml;hig sein.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.aerztezeitung.de\/praxis_wirtschaft\/unternehmen\/article\/999383\/narkosemittel-propofol-lieferengpass.html\">&Auml;rztezeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers S.N.:<\/strong> Merkw&uuml;rdig, dass es immer wieder zu Engp&auml;ssen bei Medikamenten kommt (<a href=\"https:\/\/www.mdr.de\/nachrichten\/ratgeber\/gesundheit\/hg-medikamentenengpaesse-gehen-uns-die-medikamente-aus-100.html\">siehe hier<\/a>): Angeblich tendiert &ldquo;der Markt&rdquo; immer zu einem Gleichgewicht und &ldquo;der Wettbewerb&rdquo; sorgt daf&uuml;r, dass es immer ausreichend Angebot gibt. Oder sorgen Markt und Wettbewerb wom&ouml;glich daf&uuml;r, dass die Produktion aus Europa in L&auml;nder verlagert wird, die nur unter Ausbeutung von Umwelt und Arbeitnehmern am billigsten produzieren k&ouml;nnen? Selbst wenn unseren Regierenden Umwelt das egal sein sollte, m&uuml;ssten sie doch zumindest sehen, dass globale Lieferketten auch die Liefersicherheit massiv beeintr&auml;chtigen. Wie nur wird es aussehen, wenn echte Handelskonflikte oder gar milit&auml;rische Auseinandersetzungen irgendwo unterwegs diese Lieferketten komplett lahmlegen? Auch eine nationale Lagerhaltung f&uuml;r Medikamente wird das Problem nicht ganz l&ouml;sen, weil bestimmte Medikamente nicht lange haltbar sind oder aber z.B. sich die Lager bei einer Epidemie schneller leeren, als geplant.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Before Deadly Crashes, Boeing Pushed for Law That Undercut Oversight<\/strong><br>\nWith a few short paragraphs tucked into 463 pages of legislation last year, Boeing scored one of its biggest lobbying wins: a law that undercuts the government&rsquo;s role in approving the design of new airplanes.<br>\nFor years, the government had been handing over more responsibility to manufacturers as a way to reduce bureaucracy. But those paragraphs cemented the industry&rsquo;s power, allowing manufacturers to challenge regulators over safety disputes and making it difficult for the government to usurp companies&rsquo; authority.<br>\nAlthough the law applies broadly to the industry, Boeing, the nation&rsquo;s dominant aerospace manufacturer, is the biggest beneficiary. An examination by The New York Times, based on interviews with more than 50 regulators, industry executives, congressional staff members and lobbyists, as well as drafts of the bill and federal documents, found that Boeing and its allies helped craft the legislation to their liking, shaping the language of the law and overcoming criticism from regulators.<br>\nIn a stark warning as the bill was being written, the Federal Aviation Administration said that it would &ldquo;not be in the best interest of safety.&rdquo;<br>\nA labor group representing agency inspectors raised concerns that the rules would turn the F.A.A. into a &ldquo;rubber stamp&rdquo; that would only be able to intervene after a plane crashed &ldquo;and people are killed,&rdquo; according to internal union documents reviewed by The Times.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nytimes.com\/2019\/10\/27\/business\/boeing-737-max-crashes.html\">New York Times<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Sch&ouml;nheit und Schandfleck<\/strong><br>\nDie ehemalige jugoslawische Teilrepublik Montenegro liegt am s&uuml;d&ouml;stlichen Rand Europas, hat keine Rohstoffe, kaum Industrie, wenig Chancen der EU beizutreten &ndash; und setzt deshalb auf den Adria-Tourismus als Wirtschaftsfaktor. Doch der droht das Land zu zerst&ouml;ren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/montenegro-gier-und-korruption-drohen-die-adriakueste-zu-zerstoeren-a-1289244.html\">Spiegel Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>70% of millennials say they&rsquo;d vote for a socialist<\/strong><br>\nYoung Americans continue to lose faith in capitalism and embrace socialism, according to a new YouGov\/Victims of Communism Memorial Foundation survey of more than 2,000 Americans 16 years and older. [&hellip;]<br>\nThe big picture: 50% of millennials and 51% of Generation Z have a somewhat or very unfavorable view of capitalism &mdash; increases of 8 and 6 percentage points from last year. Meanwhile, the share of millennials who say they are &ldquo;extremely likely&rdquo; to vote for a candidate who identifies as a socialist doubled.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.axios.com\/millennials-vote-socialism-capitalism-decline-60c8a6aa-5353-45c4-9191-2de1808dc661.html?fbclid=IwAR01UOVIMXoIbh5x5xrLjkjvSr_HQEPOByi6rduLqDZCKoDRbi0pWZ9mGak\">Axios<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Axel Springer: &Uuml;ppige Vorstandsboni trotz Sparkurs<\/strong><br>\nIn den f&uuml;nf Jahren zwischen 2014 und 2018 entlohnte Axel Springer seine Vorst&auml;nde (inkl. Pensionszusagen) mit insgesamt 115,6 Millionen Euro. Noch nicht enthalten sind in der genannten Summe Bonuszahlungen &uuml;ber Aktienoptionsprogramme (im Fachjargon Long-Term Incentive Plan), die Springer aufgelegt hat. Die Auszahlung ist an eine Reihe von Bedingungen gekoppelt. Am wichtigsten ist der Anstieg der Marktkapitalisierung (also des Aktienkurses). Da der Kurs der Aktie wegen des Angebots von KKR deutlich nach oben gegangen ist, hat Springer im Halbjahresfinanzbericht 39,4 Millionen Euro an Aufwand f&uuml;r Boni erfasst. 35,2 Millionen Euro davon f&uuml;r den Vorstand.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/kress.de\/news\/detail\/beitrag\/143838-axel-springer-ueppige-vorstandsboni-trotz-sparkurs.html\">Kress<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-55969","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/55969","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=55969"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/55969\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":55971,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/55969\/revisions\/55971"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=55969"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=55969"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=55969"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}