{"id":56017,"date":"2019-10-30T08:47:19","date_gmt":"2019-10-30T07:47:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56017"},"modified":"2019-10-30T08:47:19","modified_gmt":"2019-10-30T07:47:19","slug":"hinweise-des-tages-3482","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56017","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WM\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56017#h01\">Klimakrise: Ein halbes Jahrhundert Z&ouml;gern und Leugnen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56017#h02\">Syrien &ndash; Strudel der Stabilit&auml;t<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56017#h03\">Chile: Mehrheit der Bev&ouml;lkerung gegen Pi&ntilde;era, Aufruf zum Generalstreik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56017#h04\">Das Erbe der Treuhand<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56017#h05\">Democracy activist Joshua Wong slams &lsquo;politically driven decision&rsquo; to bar him from running in Hong Kong district council election<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56017#h06\">Warum rebellieren Menschen in reichen St&auml;dten?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56017#h07\">Das Monopol des vorherrschenden Denkens ist gef&auml;hrlich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56017#h08\">Die Steuern rumrei&szlig;en<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56017#h09\">Hintergrundinformationen zum anstehenden Urteil des Bundesverfassungsgerichts zu den Hartz IV &ndash; Sanktionen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56017#h10\">Rechte Szene vermischt sich immer st&auml;rker mit dem B&uuml;rgertum<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56017#h11\">Importierte Kriminalit&auml;t: Wie arabische Clans die Berliner Unterwelt eroberten &ndash; Teil 1<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56017#h12\">Der dreistufige Berlin-Prozess<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56017#h13\">Russian Defense Ministry publishes evidence of US oil smuggling from Syria<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56017#h14\">Die Entscheidung &uuml;ber den Austritt Gro&szlig;britanniens aus der EU war das Ergebnis eines langen politischen Prozesses.<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56017#h15\">Nach Massenprotesten im Libanon tritt Ministerpr&auml;sident Hariri zur&uuml;ck<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56017#h16\">Warum Evo Morales seine Basis verliert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56017#h17\">Die SPD hat ihre Arbeit getan<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56017#h18\">Uncle Sams neuer B-Movie: Wenn der Schwanz mit dem Hund wedelt<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Klimakrise: Ein halbes Jahrhundert Z&ouml;gern und Leugnen<\/strong><br>\nIndustrie und Politik sind seit Jahrzehnten vor der Klimakrise gewarnt. Sie reagierten mit Ignoranz und Verleugnung.<br>\nSeit mehr als 50 Jahren werden die Mineral&ouml;lindustrie und die Politik vor der Verbrennung fossiler Brennstoffe und den entsprechenden negativen Auswirkungen auf das Klima gewarnt. Statt sich zu &auml;ndern, expandiert die Industrie flei&szlig;ig weiter: Heute sind zwanzig Unternehmen f&uuml;r ein Drittel der weltweiten CO2-Emissionen verantwortlich.<br>\nDer &laquo;Guardian&raquo; ver&ouml;ffentlichte eine beeindruckende Zeitleiste, die zeigt, wer wann von dem Einfluss des CO2 auf das Klima wusste &ndash; und wie die unliebsamen Tatsachen systematisch verleugnet wurden.<br>\n1959: Der Physiker Edward Teller erkl&auml;rt dem American Petroleum Institute (API), dass ein Anstieg des CO2 um zehn Prozent ausreicht, um die Eiskappe zu schmelzen und New York unter Wasser zu setzen. Er sagt: &laquo;Ich denke, dass diese chemische Kontamination ernster ist, als die meisten Leute glauben.&raquo;&hellip;<br>\n(&hellip;) Welche Konzerne besonders in der Verantwortung stehen<br>\nDie folgenden 20 Konzerne haben weltweit 35 Prozent zu allen energiebedingten Kohlendioxid- und Methanemissionen beigetragen. Das entspricht seit dem Jahr 1965 480 Milliarden Tonnen Kohlendioxid.<br>\nAngaben in Milliarden Tonnen Kohlendioxid, 1965 &ndash; 2017:<br>\n(&hellip;)<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/Artikel\/Umwelt\/Klimakrise-Ein-halbes-Jahrhundert-Zogern-und-Leugnen\">Infosperber<\/a>\n<p><em>Lesen Sie dazu auch: Jens Berger &ndash; &ldquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55110\">Das Thema Klimawandel ist nicht neu<\/a>&ldquo;<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Syrien &ndash; Strudel der Stabilit&auml;t<\/strong><br>\nWas nach dem Abzug der Amerikaner aus dem Norden Syriens zu erwarten war, ist geschehen: Russland und die T&uuml;rkei haben mit der Einrichtung einer &bdquo;Sicherheitszone&ldquo; entlang der syrisch-t&uuml;rkischen Grenze Fakten geschaffen. Die Volksverteidungseinheiten der Kurden (YPG) haben sich aus der Zone zur&uuml;ckgezogen. Das autonome Gebiet Rojava hat sich dem Schutz des syrischen Staates unterstellt. Hat Putin sich wieder einmal als Krisenmanager bew&auml;hrt? Kann die friedliche Neuordnung des syrischen Raumes nunmehr beginnen?<br>\nMan m&ouml;chte es glauben, doch Fragen dr&auml;ngen sich auf:<br>\nDa ist als Erstes die Tatsache, dass die Einrichtung der &bdquo;Sicherheitszone&ldquo; nur auf Kosten einer Unterordnung des autonomen Projektes von &bdquo;Rojava&ldquo; erfolgen konnte. Vollkommen offen ist, zu welchen Entwicklungen das innerhalb des syrischen Raumes f&uuml;hren wird.<br>\n(&hellip;) Aufgeschreckter Westen<br>\nSt&ouml;rungen resultieren auch aus der Panik des &bdquo;westlichen&ldquo; Lagers, in dem angesichts des aktuellen Agierens der Russen im syrischen Raum die Erkenntnis reift, dass Russland trotz aller Versuche seiner Eingrenzung, inzwischen als Gro&szlig;macht nicht mehr zu &uuml;bergehen ist.<br>\nAnders ist eine solche Luftnummer wie die der gegenw&auml;rtigen deutschen Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer nicht zu erkl&auml;ren, wenn sie vorschl&auml;gt die &bdquo;Sicherheitszone&ldquo; unter die Kontrolle deutscher, franz&ouml;sischer und britischer Milit&auml;rs zu bringen &ndash; nachdem Russland und die T&uuml;rkei bereits Fakten geschaffen haben.<br>\n(&hellip;) Pr&uuml;fung f&uuml;r Russland<br>\nGenerell stellt sich die Frage, wie Russland sich seiner Herausforderung als Schutzmacht in Zukunft stellen will &ndash; nur auf der Ebene des strategischen Patts herrschender Kr&auml;fte, auf der jedes Streben nach Autonomie als &bdquo;Separatismus&ldquo; unterdr&uuml;ckt wird, oder in der Tradition des Anti-Kolonialismus der Sowjetzeit &ndash; wie Putin es in bei dem soeben in Sotschi durchgef&uuml;hrten Afrikagipfel andeutete?[4]<br>\nSich dieser anti-kolonialen Tradition Russlands, genauer der sowjetischen Vergangenheit Russlands zu stellen hie&szlig;e, Befreiungsbewegungen und K&auml;mpfe um die Erringung des Rechtes auf Selbstbestimmung und Autonomie zu unterst&uuml;tzen, sie zumindest zu sch&uuml;tzen, auf jeden Fall sie nicht zu unterdr&uuml;cken. Wird Russland zu einer solchen Politik in Syrien bereit sein?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/kai-ehlers.de\/2019\/10\/syrien-strudel-der-stabilitaet\/\">Kai Ehlers<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Chile: Mehrheit der Bev&ouml;lkerung gegen Pi&ntilde;era, Aufruf zum Generalstreik<\/strong><br>\nSoziale Bewegungen und Gewerkschaften fordern den R&uuml;cktritt des Pr&auml;sidenten und eine verfassunggebende Versammlung<br>\n(&hellip;) Die Proteste gegen die Erh&ouml;hung der Preise der U-Bahn-Tickets. die am 19. Oktober begannen, entwickelten sich rasch zu einem landesweiten Aufstand gegen die neoliberale Politik, die Chile sp&auml;testens seit den 1980er Jahren beherrscht. Pi&ntilde;era, einer der reichsten M&auml;nner des Landes, hatte gegen die Revolten und Demonstrationen das Milit&auml;r in Stellung gebracht und den Ausnahmezustand mit Ausgangssperren verh&auml;ngt. Bisher sind mindestens 19 Menschen bei den Protesten ums Leben gekommen, weitere 20 werden vermisst. Viele der Toten wurden von Polizei oder Milit&auml;r erschossen, &uuml;berfahren oder totgepr&uuml;gelt. Am vergangenen Samstag waren allein in der Hauptstadt Santiago 1,2 Millionen Menschen auf der Stra&szlig;e.<br>\nDie Reformpl&auml;ne des Pr&auml;sidenten werden als nicht weitgehend genug angesehen. Neben anderer kleineren Ma&szlig;nahmen hat die Regierung angek&uuml;ndigt, den Mindestlohn und die Mindestrente leicht zu erh&ouml;hen, allerdings auf ein Niveau, das mit den Lebenshaltungskosten in Chile bei weitem nicht mith&auml;lt. Zu einer der Hauptforderungen der Proteste entwickelte sich die Forderung, Pi&ntilde;era solle zur&uuml;cktreten und den Ausnahmezustand beenden. Letzteres ist nach einem Abflauen der Proteste zwar passiert, bisher hat der Pr&auml;sident allerdings nur sein Ministerkabinett zum R&uuml;cktritt aufgefordert. Die Regierung hatte gehofft, dass sich mit der brutalen Repression einerseits und dem Reformpaket und dem Austausch von acht Ministern andererseits die Proteste beenden lassen.<br>\nIndes mobilisierten soziale Organisationen f&uuml;r den Wochenbeginn zu erneuten Kundgebungen vor dem Pr&auml;sidentenpalast La Mondeda. Und f&uuml;r den 30. Oktober haben &uuml;ber hundert Gewerkschaften und andere Organisationen zu einem Generalstreik aufgerufen. Dabei wird neben dem R&uuml;cktritt von Pi&ntilde;era auch eine verfassungsgebende Versammlung gefordert&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/amerika21.de\/2019\/10\/233293\/chile-forderung-nach-ruecktritt-pineras\">Amerika 21<\/a>\n<p><strong>Dazu: Neoliberalismus in Lateinamerika: Ein einziges Fiasko<\/strong><br>\nMan muss die ungez&uuml;gelte Anwendung des neoliberalen Modells vergessen, wenn die L&auml;nder vorankommen und sich intern entwickeln sollen<br>\nVor einigen Jahrzehnten h&ouml;rte ich einen konservativen Politiker mit naivem und zugleich zynischem Tonfall in Bezug auf die Kredite der Weltbank und des Internationalen W&auml;hrungsfonds und die neoliberale Wirtschaftspolitik Folgendes sagen: &ldquo;Diese Banken leihen dir Geld und gleichzeitig schlagen sie dir [neoliberale] Ma&szlig;nahmen vor, um die Anleihen zahlen zu k&ouml;nnen. Du entscheidest, ob du dich verschuldest oder bezahlst.&rdquo;<br>\nDas ist die bisherige Praxis vieler L&auml;nder Lateinamerikas. Sie verschulden sich und um zahlen zu k&ouml;nnen, sparen sie bei einigen Ausgaben, und zwar immer bei denen zugunsten der einfachen Leute. Zum Beispiel streichen oder k&uuml;rzen sie Ausgaben unter anderem im Gesundheitsbereich, f&uuml;r die Bildung, im Sozialwesen. Es ist nachgewiesen, dass diese Praxis ein totales Fiasko gewesen ist und &ndash; wie bereits gesagt &ndash; sie geht zum Nachteil der in Armut geratenen Mehrheit unserer L&auml;nder. Schauen wir uns die neoliberalen Erfahrungen einiger L&auml;nder Lateinamerikas und einige Daten an.<br>\n(&hellip;) Fazit: Man muss die ungez&uuml;gelte Anwendung des neoliberalen Modells vergessen, wenn die L&auml;nder vorankommen und sich intern entwickeln sollen, wenn die Kluft der Armut, der Ausgrenzung und Ungleichheit in den L&auml;ndern, die selbiges umsetzen, nicht weiter wachsen soll.<br>\nW&auml;hrenddessen werden in L&auml;ndern wie Venezuela, Kuba, Nicaragua, Bolivien und anderen alternative Modelle zum neoliberalen Modell versucht und erprobt, weshalb diesen L&auml;ndern Zwangsma&szlig;nahmen, Wirtschaftskriege und sozialer und &ouml;konomischer Terrorismus auferlegt werden. Wir setzen uns f&uuml;r die Umsetzung alternativer Modelle zum neoliberalen Modell ein, die in vielen F&auml;llen &ndash; trotz ihrer Fehler &ndash; Erfolge in den L&auml;ndern zu verzeichnen haben, in denen sie umgesetzt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/amerika21.de\/analyse\/231820\/neoliberalismus-lateinamerika-fiasko\">Amerika 21<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Das Erbe der Treuhand<\/strong><br>\nHat die Treuhand die ostdeutsche Industrie plattgemacht und ein kollektives Trauma ausgel&ouml;st? Oder war sie ein willkommener Blitzableiter f&uuml;r die Wut im Osten? &hellip;<br>\nBis heute hat die Treuhand hat ihren miesen Ruf weg. Selbst 30 Jahre nach der Wende ist bei vielen die Wut nicht verflogen. Die s&auml;chsische Staatsministerin Petra K&ouml;pping fordert eine &ldquo;Wahrheitskommission&rdquo;, die Bilanz ziehen soll. Wie hat die Treuhand eigentlich gearbeitet? Welche Kriterien waren entscheidend f&uuml;r die Bewertung von Firmen? &hellip;<br>\nTrotz der massiven Kritik bewerten viele Ex-Treuhand-Mitarbeiter ihre Arbeit noch heute positiv. Auch die langj&auml;hrige Chefin Birgit Breuel wehrt sich gegen Pauschalurteile: &ldquo;Dass wir mal Fehler machen, ist v&ouml;llig unbestritten, aber wir haben ein Tempo vorgelegt, das uns keiner zugetraut h&auml;tte.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zdf.de\/dokumentation\/zdfzeit\/zdfzeit-ausverkauf-ost-2-100.html\">ZDF<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Angesichts der weiteren Wahlerfolge der AfD im Osten wird man offensichtlich nerv&ouml;s. Dabei soll das Narrativ der erfolgreichen Wiedervereinigung nicht in Frage gestellt werden. Wie gut, dass das ZDF zuverl&auml;ssig die entsprechende Geschichtsinterpretation und Apologetik zur besten Sendezeit liefert. Die Sendung ist nach dem typischen Format der ZDF-Dokumentationen aufgebaut, als ein buntes Potpourri an zeitgeschichtlichen und aktuellen Filmaufnahmen vor Ort und Statements von Zeitzeugen und &ldquo;Experten&rdquo;. Es ist sicher keine gro&szlig;e &Uuml;berraschung, dass die &ldquo;Experten&rdquo; dann alle aus dem Lager der Apologeten der Treuhand stammen.<\/em><\/p>\n<p><em>Katja Kipping darf auch auftreten. Wahrscheinlich um der Sendung einen Schein von kritischer Auseinandersetzung zu verschaffen. Dabei wird eben nichts kritisch hinterfragt, nach der Dokumentation ist man im Grunde genauso schlau wie vorher. Das ist vermutlich auch die Absicht dieser Pseudo-Dokumentation. Denn der Tenor ist der erwartete: Die Planwirtschaft in der DDR hat nur marode Betriebe hinterlassen und die Treuhand hat, bis auf kleine Verfehlungen, im gro&szlig;en und ganzen doch alles richtig gemacht. Darin sieht man deutlich auch die ideologische Komponente. Nat&uuml;rlich durfte es zur kapitalistischen Marktwirtschaft keine Alternative geben, schlie&szlig;lich hatte der Westen gesiegt. Dass die Biographien von Millionen Menschen als wertlos erkl&auml;rt und die Betroffenen durch die radikale Zerst&ouml;rung ihres Lebens- und Arbeitskontextes traumatisiert wurden, wen juckt es. Werden die Leute dann doch frech kann man sie ja jetzt als &ldquo;Nazis&rdquo; ab qualifizieren.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Democracy activist Joshua Wong slams &lsquo;politically driven decision&rsquo; to bar him from running in Hong Kong district council election<\/strong><br>\nHong Kong pro-democracy activist Joshua Wong Chi-fung has been banned from running in November&rsquo;s district council elections because he had not changed his stance on independence, the Hong Kong government decided on Tuesday, a move the former student leader denounced as a directive from Beijing.<br>\nWong was the only candidate disqualified from the polls, to be held on November 24, on the basis of his political stance.<br>\nThe government said in a press release on Tuesday morning that decisions on the nominations of all candidates had been made.<br>\nWithout naming Wong, it said: &ldquo;The candidate cannot possibly comply with the requirements of the relevant electoral laws, since advocating or promoting &lsquo;self-determination&rsquo; is contrary to the content of the declaration that the law requires a candidate to make to uphold the Basic Law and pledge allegiance to the HKSAR.&rdquo;<br>\nWong said the returning officer was carrying out political vetting.<br>\n&ldquo;The ban is clearly political driven,&rdquo; he said. &ldquo;The so-called reason is judging subjectively on my intention to uphold the Basic Law. But everyone knows the true reason is my identity &ndash; Joshua Wong is a crime in their mind.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.scmp.com\/news\/hong-kong\/politics\/article\/3035285\/democracy-activist-joshua-wong-banned-running-hong-kong?utm_medium=email&amp;utm_source=mailchimp&amp;utm_campaign=enlz-breaking_news&amp;utm_content=20191029&amp;MCUID=998a27bd21&amp;MCCampaignID=eeabd2930d&amp;MCAccountID=3775521f5f542047246d9c827&amp;tc=3\">South China Morning Post<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Der 23-j&auml;hrige (!) Joshua Wong und seine Partei  Demosist&#333;, deren Generalsekret&auml;r er gleichzeitig auch ist, traf sich in Washington mit hohen Vertretern der amerikanischen Regierung, traf sich in Berlin mit Au&szlig;enminister Heiko Maas, nahm an einer Party der Bild-Zeitung teil, auf der zwielichtige &bdquo;Freiheitsk&auml;mpfer&ldquo; aus allen Teilen der Welt eingeladen waren und ruft die amerikanische Regierung auf, die Sanktionen gegen sein Land zu verst&auml;rken, also HK zu schaden. Wong hasst China und betreibt offen die Abtrennung HK&rsquo;s von China. Demosist&#333; will Autonomie f&uuml;r HK erzielen. Was hei&szlig;t das denn anderes als Losl&ouml;sung von China? HK ist eine chinesische Stadt, auch wenn das Joshua Wong und seinen Cheerleadern nicht gef&auml;llt. Wenn er jetzt nicht zu den Wahlen zugelassen wird, dann ist das nur konsequent.<\/em><\/p>\n<ul>\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54741\">&bdquo;Hongkong-Held&ldquo; oder US-Marionette?<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54892\">Wenn Streiflichter irrlichtern &ndash; SZ vs. NachDenkSeiten am Beispiel der Causa &bdquo;Joshua Wong&ldquo;<\/a><\/em><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Warum rebellieren Menschen in reichen St&auml;dten?<\/strong><br>\nIn drei der wohlhabendsten St&auml;dte der Welt ist es in diesem Jahr zu Protesten und Unruhen gekommen. Paris sah sich seit November 2018 &ndash; kurz nachdem der franz&ouml;sische Staatspr&auml;sident Emmanuel Macron die Kraftstoffsteuer angehoben hatte &ndash; Protestwellen und Ausschreitungen ausgesetzt. Hongkong ist seit M&auml;rz im Aufruhr, nachdem Regierungschefin Carrie Lam einen Gesetzentwurf vorlegte, um Auslieferungen auf das chinesische Festland zu gestatten. Und in Santiago de Chile kam es in diesem Monat zu explosionsartigen Ausschreitungen, nachdem Pr&auml;sident Sebastian Pi&ntilde;era die U-Bahn-Preise erh&ouml;hen lie&szlig;. Jeder Protest weist eindeutige lokale Aspekte auf, doch zusammen erz&auml;hlen sie eine umfassendere Geschichte dar&uuml;ber, was passieren kann, wenn sich das Gef&uuml;hl, unfair behandelt zu werden, mit einer allgemeinen Wahrnehmung geringer sozialer Mobilit&auml;t verbindet.<br>\n(&hellip;) Alle drei Regierungen wurden von den Protesten v&ouml;llig &uuml;berrascht. Sie hatten das Gesp&uuml;r f&uuml;r die Stimmung in der Bev&ouml;lkerung verloren und sahen daher nicht voraus, dass ihre scheinbar bescheidenen politischen Ma&szlig;nahmen (Hongkongs Auslieferungsgesetz, Frankreichs Erh&ouml;hung der Kraftstoffsteuer und h&ouml;here U-Bahn-Preise in Chile) eine massive gesellschaftliche Explosion ausl&ouml;sen w&uuml;rden&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/gegenblende.dgb.de\/artikel\/++co++6b30a816-f727-11e9-b135-52540088cada\">Gegenblende<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Das Monopol des vorherrschenden Denkens ist gef&auml;hrlich<\/strong><br>\n&Ouml;konomie und Finanzen: An Universit&auml;ten m&uuml;ssen Studierende allzu oft unrealistische Konzepte lernen.<br>\nRed. Der Autor ist Finanzprofessor an der Universit&auml;t Z&uuml;rich. Er fordert eine Reform der Inhalte von Lehre und Forschung. Diese sollen insbesondere die Gr&uuml;nde und Folgen von Finanzungleichgewichten und Finanzkrisen sowie von der Negativzins- und Schuldenpolitik auf die Gesellschaft tiefgreifend analysieren.<br>\nDie akademische Welt ist von den Bed&uuml;rfnissen und Realit&auml;ten der Wirtschaft und Gesellschaft abgehoben. Sie hat aus der Finanzkrise von 2008 nicht die n&ouml;tigen Lehren gezogen und zeigt sich angesichts der wiederholten Finanzskandale sehr zur&uuml;ckhaltend. Dabei w&auml;re es doch ihre Aufgabe, diese Probleme zu analysieren und eine sachliche Argumentation beizusteuern.<br>\nDamit es sich bei der akademischen Freiheit nicht nur um leere Worte handelt und sie mehr als ein sch&ouml;ner Leitsatz ist, der an Universit&auml;tsfassaden prangt, muss sie st&auml;ndig und von allen Mitgliedern der Professorenschaft praktiziert werden. Dies gilt insbesondere auch f&uuml;r den Finanzbereich im akademischen Umfeld, der sich mit den Preisen von finanziellen Verm&ouml;genswerten befasst, aber keine Werte vermittelt. Geld wird implizit oder explizit eher als Zweck dargestellt statt als Mittel.<br>\n(&hellip;) Ist Wirtschaft noch eine Sozialwissenschaft?<br>\nDie Chicagoer Schule beherrscht weiterhin die Debatten und nimmt zusehends eine Monopolstellung ein. Sie kontrolliert die sogenannten &laquo;A-Journals&raquo;, die Zeitschriften, welche die wissenschaftliche Exzellenz in diesem Bereich bestimmen sollen. Der Schwerpunkt liegt auf j&uuml;ngeren Publikationen. Eine kollektive Amnesie stellt sich ein. Bedeutende Autoren wie John Maynard Keynes werden ausgeblendet. Ihre als Referenzwerke angelegten Beitr&auml;ge passen nicht ins Korsett der Publikationen in A-Journals. In diesen wimmelt es heute oft von abstrusen Titeln.5<br>\nDie behandelten Themen sind allzu oft losgel&ouml;st von relevanten wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Fragen. Grundsatzdebatten werden abgeblockt. Denn sie w&auml;ren f&uuml;r die in ihren Dogmen erstarrte akademische Wirtschafts- und Finanzwissenschaft blo&szlig; st&ouml;rend&hellip;<br>\n(&hellip;) Unrealistische Grundannahmen<br>\nDie Wirtschaftswissenschaft, die zu den Sozialwissenschaften geh&ouml;rt, sollte sich an die Entwicklungen und Bed&uuml;rfnisse der Gesellschaft anpassen. Doch davon ist sie weit entfernt. Deshalb ist sie von ihrer Grundlage abgekoppelt: von der Gesellschaft und der Umwelt. Wirtschafts- und Finanzpolitik werden als positiv dargestellt, ohne dass ihre m&ouml;glicherweise sch&auml;dlichen sozialen und &ouml;kologischen Auswirkungen ber&uuml;cksichtigt werden!&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/Artikel\/Bildung\/Das-Monopol-des-vorherrschenden-Denkens-ist-gefahrlich#\">Infosperber<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Die Steuern rumrei&szlig;en<\/strong><br>\nUmverteilung Wie soll ein gut funktionierendes Steuersystem aussehen? Eines, das, wie der Name schon sagt, lenkend in die wirtschaftlichen Prozesse eingreift?<br>\n(&hellip;) In Deutschland werden vor allem Konsum und Arbeit besteuert. Und obwohl das deutsche Umsatzsteuersystem an manchen Stellen verwirrend wird, so ist der regul&auml;re Umsatzsteuersatz von 19 Prozent in Deutschland im EU-Vergleich eher gering. Allerdings trifft die Konsumbesteuerung vor allem diejenigen, die einen gro&szlig;en Teil ihres Einkommens f&uuml;r Konsumg&uuml;ter ausgeben m&uuml;ssen. Das sind vor allem die Haushalte mit geringen Einkommen, von dem kaum etwas gespart werden kann. Gemessen am Einkommen ist die Belastung aus der Umsatzsteuer dieser Haushalte relativ hoch.<br>\nKommen wir aber zu der zweiten wichtigen Steuerart: Lohnsteuer. Einkommen aus Arbeit wird in Deutschland wesentlich st&auml;rker besteuert als etwa Einkommen aus Kapital. Das ist nicht nur ungerecht, sondern auch kaum nachvollziehbar. Hier lie&szlig;en sich die deutlichen Gerechtigkeitsl&uuml;cken relativ leicht durch entsprechende Anpassungen der rechtlichen Rahmenbedingungen &auml;ndern&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/der-freitag\/die-steuern-rumreissen\">Der Freitag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Hintergrundinformationen zum anstehenden Urteil des Bundesverfassungsgerichts zu den Hartz IV &ndash; Sanktionen<\/strong><br>\nDas Bundesverfassungsgericht urteilt am 5. November 2019 zur Zul&auml;ssigkeit der Hartz IV &ndash; Sanktionen<br>\nDie Sanktionen sind gravierende Verst&ouml;&szlig;e gegen die Menschenrechte und nicht dazu geeignet, eine dauerhafte Integration in den Arbeitsmarkt zu gew&auml;hrleisten. Sie f&uuml;hren zu Verschuldung, Obdachlosigkeit und immer weiterer Entfernung vom Arbeitsmarkt. Daher geh&ouml;ren die Sanktionen nach Ansicht von Tacheles und diverser Wohl- und Sozialverb&auml;nde, dem DGB abgeschafft und auf den M&uuml;llhaufen der Geschichte!<br>\nAm 5. Nov. 2019 wird das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) sein Urteil zur Zul&auml;ssigkeit der Hartz IV-Sanktionen verk&uuml;nden. Es geht dabei um die Frage, ob SGB II-Sanktionen gegen das Menschenw&uuml;rdeprinzip versto&szlig;en oder nicht. Bisher hat das BVerfG in zwei Urteilen klargestellt, dass &bdquo;das Grundrecht auf Gew&auml;hrleistung eines menschenw&uuml;rdigen Existenzminimums aus Art. 1 Abs. 1 GG in Verbindung mit dem Sozialstaatsprinzip des Art. 20 Abs. 1 GG jedem Hilfebed&uuml;rftigen die materiellen Voraussetzungen f&uuml;r seine physische Existenz und ein Mindestma&szlig; an Teilhabe am gesellschaftlichen, kulturellen und politischen Leben als unerl&auml;sslich zusichert&rdquo; und dass dieses Existenzminimum unverf&uuml;gbar sei. Es wird jetzt spannend, ob das BVerfG bei dem anstehenden Urteil ausgehend von der Unverf&uuml;gbarkeit des Existenzminimums entscheidet, oder ob und wie es Gr&uuml;nde zur Einschr&auml;nkung der Unverf&uuml;gbarkeit findet.<br>\nAuf jeden Fall ist zu erwarten, dass das Bundesverfassungsgericht die SGB II &ndash; Sanktionen deutlich beschr&auml;nken wird. Insofern wird das Urteil vom 5. Nov. f&uuml;r die Lebenssituation von fast 6 Mio. Menschen im Hartz IB-Bezug eine erhebliche Relevanz haben.<br>\nDer Verein Tacheles war vom BVerfG als sachverst&auml;ndiger Dritter in dem Sanktionsverfahren bestimmt worden und hatte sich in einer fast 80 seitigen juristischen Stellungnahme vehement gegen Sanktionen ausgesprochen. Ebenfalls haben sich die Wohlfahrts- und Sozialverb&auml;nde, der DGB und der Deutsche Anwaltsverein deutlich gegen die bisherige Sanktionspraxis positioniert.<br>\nDie Tacheles-Stellungnahme  <a href=\"https:\/\/tacheles-sozialhilfe.de\/fa\/redakteur\/Aktuelles\/Tacheles_Stellungnahme_an_BVerfG_25.02.2017_lz2.pdf\">ist hier zu finden<\/a>.<br>\n(&hellip;)<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/tacheles-sozialhilfe.de\/startseite\/aktuelles\/d\/n\/2565\/\">Tacheles e.V.<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Rechte Szene vermischt sich immer st&auml;rker mit dem B&uuml;rgertum<\/strong><br>\n(&hellip;) Die Bedrohung durch Rechtsextremisten in Deutschland ist nach Einsch&auml;tzung der deutschen Geheimdienste deutlich gewachsen. Die rechte Szene sei heterogener und un&uuml;bersichtlicher geworden, warnte der Verfassungsschutzpr&auml;sident Thomas Haldenwang am Dienstag bei einer &ouml;ffentlichen Anh&ouml;rung im Bundestag. &ldquo;Die sprichw&ouml;rtliche rechte Ecke, mit der sich trennscharf Extremisten vom b&uuml;rgerlichen Lager unterscheiden lassen, gibt es nicht mehr&rdquo;, sagte Haldenwang. Die rechtsextreme Szene vermischt sich nach Einsch&auml;tzung des Bundesverfassungsschutzes immer st&auml;rker mit den rechten R&auml;ndern des B&uuml;rgertums.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/rechtsextremismus-internet-verfassungsschutz-1.4661398\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Importierte Kriminalit&auml;t: Wie arabische Clans die Berliner Unterwelt eroberten &ndash; Teil 1<\/strong><br>\n(&hellip;) Die Mhallami lebten in Deutschland bald in einer Art Parallelwelt. Gepr&auml;gt von jahrhundertealten Traditionen und vor allem dem Wertbild der Ehre und der Familie. Ab Mitte der 1980er-Jahre fielen den Beh&ouml;rden erstmalig &ldquo;arabischst&auml;mmige&rdquo; Drogendealergruppen auf, die sich in Berlin etablierten und wenig sp&auml;ter diesen Gesch&auml;ftszweig der organisierten Kriminalit&auml;t fast vollst&auml;ndig &uuml;bernahmen.<br>\nAuch im Bereich der Stra&szlig;enprostitution und der Schutzgelderpressung waren Personen aus den Reihen der Mhallami schon bald f&uuml;hrende K&ouml;pfe.<br>\nAuf die immense Schlagkraft der riesigen Familien und die F&auml;higkeit, innerhalb k&uuml;rzester Zeit eine gro&szlig;e und dazu noch famili&auml;r verbundene, teils kampferprobte Gruppe mobilisieren zu k&ouml;nnen, waren die deutschen Kriminellen, die bislang im Rotlichtmilieu und der Schutzgelderpressung den Ton angaben, nicht vorbereitet und hatten den Neulingen kaum etwas entgegenzusetzen. Doch den Gesch&auml;ftszweig der wesentlich rentableren Bordell- und Club-Prostitution tasteten die Kriminellen aus den Mhallami-Familien zun&auml;chst nicht an.<br>\n&Uuml;ber Jahre akzeptierte man sich in der Koexistenz und n&auml;herte sich sogar in bestimmten Bereichen an. Die den Drogenhandel bedienenden libanesischen Kurden versorgten bald die Luxusbordelle der Hauptstadt mit Kokain und stellten Familienmitglieder als &ldquo;Sicherheitskr&auml;fte&rdquo; in Puffs und Nachtclubs ab. Schon damals wurde vermutet, dass die Kooperation der Clans mit den seit der Nachkriegszeit etablierten deutschen Zuh&auml;ltern auch dazu diente, ihre Gewinne aus dem Drogenhandel &uuml;ber die Edelbordelle zu waschen und auf der anderen Seite Schutzgeld von den Bordellbetreibern zu kassieren.<br>\nUnter den deutschen Zuh&auml;ltern in Berlin gab es kaum wirkliche funktionierende Verbindungen, lediglich kleinere Gruppen, die bei &Auml;rger und Auseinandersetzungen in der Szene auf sich allein gestellt waren. Freundschaftliche und gesch&auml;ftliche Verbindungen zu Angeh&ouml;rigen von Gro&szlig;familien galten schnell als realer Vorteil, um die eigenen Interessen durchzusetzen und dabei einen ernstzunehmenden Verb&uuml;ndeten hinter sich zu wissen&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/inland\/92810-importierte-kriminalitat-wie-arabische-clans-berliner-unterwelt-eroberten\/\">RT Deutsch<\/a>\n<p><strong>Importierte Kriminalit&auml;t: Wie arabische Clans die Berliner Unterwelt eroberten &ndash; Teil 2<\/strong><br>\nDie Entstehung der heute &ldquo;Clans&rdquo; genannten Gruppierungen verschiedener Gro&szlig;familien, die als Angeh&ouml;rige der organisierten Kriminalit&auml;t angesehen werden, beginnt in den 1980er-Jahren.<br>\n&Uuml;ber ihre weitreichenden famili&auml;ren Verbindungen in die T&uuml;rkei steigen die ersten &ldquo;libanesischen Fl&uuml;chtlinge&rdquo; in den damals von dort aus laufenden Drogenhandel mit Opiaten in Deutschland ein.<br>\nAufgrund ihres Asylstatus bestand f&uuml;r sie keine M&ouml;glichkeit, einer geregelten Arbeit nachzugehen. Die Familien lebten ausschlie&szlig;lich von Sozialleistungen in Deutschland.<br>\nObwohl es sich gerade bei den sehr gro&szlig;en, kinderreichen Familien um hohe Summen handelte, die als monatliche Leistungen an die Fl&uuml;chtlinge aus dem Libanon flossen, erm&ouml;glichte diesen das nicht ein besonders angenehmes Leben und bot dazu gerade den jungen M&auml;nnern keinerlei Zukunftsperspektive.<br>\nUnter diesen Bedingungen schien Kriminalit&auml;t als m&ouml;gliche Einnahmequelle eine der wenigen Alternativen zu sein&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/inland\/93945-importierte-kriminalitat-wie-arabische-clans\/\">RT Deutsch<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Der dreistufige Berlin-Prozess<\/strong><br>\nMit dem Ruf nach einer &ldquo;Beendigung ausw&auml;rtiger Einmischung&rdquo; interveniert der Bundesau&szlig;enminister in Libyen. Heiko Maas traf im Rahmen einer Reise in die T&uuml;rkei und nach Nordafrika am Sonntag zu einem Kurzbesuch in dem Land ein. Seine Stippvisite diente der Vorbereitung einer internationalen Libyen-Konferenz, die die Bundesregierung in K&uuml;rze einberufen will, um das Land nach M&ouml;glichkeit zu befrieden und sich dabei als &ldquo;Ordnungsmacht&rdquo; in Nordafrika zu profilieren. Anschlie&szlig;end reiste Maas nach &Auml;gypten weiter, das in den Libyen-Krieg involviert ist. W&auml;hrend der deutsche Minister deklamierte, die &Auml;gypter sollten &ldquo;die Luft der Freiheit atmen&rdquo; k&ouml;nnen, setzt Kairo seine blutige Repression fort. So sind dort seit dem Milit&auml;rputsch vom Juli 2013 &uuml;ber 1.500 Menschen aus staatlichem Gewahrsam verschwunden. Berlins Bem&uuml;hungen um Libyens Befriedung gehen mit gesteigerten &ldquo;Ordnungs&rdquo;-Aktivit&auml;ten in einem &ldquo;Krisenbogen&rdquo; von Nordafrika &uuml;ber Nah- und Mittelost bis Zentralasien einher. Erfolge hat Berlin dabei bislang noch nicht erzielt&hellip;<br>\n(&hellip;) Die Mitverantwortung des Westens<br>\nDie Bundesrepublik ist in mehrfacher Hinsicht f&uuml;r die desolate Lage Libyens mitverantwortlich. Zum einen beteiligten sich deutsche Soldaten in NATO-St&auml;ben am Krieg des Jahres 2011, mit dem die NATO-M&auml;chte in Libyen nicht nur immense menschliche und materielle Sch&auml;den anrichteten, sondern auch ma&szlig;geblich zur Zerst&ouml;rung von Staat und Gesellschaft des Landes beitrugen. Zudem hat die Bundesregierung f&uuml;hrend daran mitgewirkt, Anfang 2016 die sogenannte libysche Einheitsregierung unter Ministerpr&auml;sident Fayez al Sarraj einzusetzen &ndash; allerdings vorwiegend, um sie als Deckmantel f&uuml;r eigene Vorhaben insbesondere in der Fl&uuml;chtlingsabwehr zu nutzen&hellip;<br>\n(&hellip;) Deutschlands Beitrag<br>\nAktuell ist die Bundesregierung dabei, nach 2011 und 2016 einen dritten Anlauf zu starten, um die Lage in Libyen zumindest etwas unter Kontrolle zu bekommen und den deutschen Einfluss dort zu st&auml;rken. Bereits im September hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel im Bundestag erkl&auml;rt, die bewaffneten K&auml;mpfe in Libyen drohten zu einem unverh&uuml;llten Stellvertreterkrieg wie in Syrien zu eskalieren; dagegen m&uuml;sse man umgehend einschreiten: &ldquo;Deutschland wird seinen Beitrag leisten&rdquo;.Insbesondere gehe es darum, die staatlichen Strukturen wiederherzustellen. Im Kern hatte sie der Westen im Jahr 2011 zerst&ouml;rt&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/8090\/\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Russian Defense Ministry publishes evidence of US oil smuggling from Syria<\/strong><br>\nThe Russian Ministry of Defense has published satellite intelligence images, showing American oil smuggling from Syria.<br>\nAccording to the ministry, the photos confirm that &ldquo;Syrian oil, both before and after the routing defeat of the Islamic State terrorists in land beyond the Euphrates river, under the reliable protection by US military servicemen, oil was actively being extracted and then the fuel trucks were massively being sent for processing outside of Syria.&rdquo;<br>\n(&hellip;) As the official representative of the Defense Ministry Igor Konashenkov noted, the Americans are extracting oil in Syria with the help of equipment, bypassing their own sanctions.<br>\nIgor Konashenkov: &ldquo;Under the protection of American military servicemen and employees of American PMCs, fuel trucks from the oil fields of Eastern Syria are smuggling to other states. In the event of any attack on such a caravan, special operations forces and US military aircraft are immediately called in to protect it,&rdquo; he said.<br>\nAccording to Konashenkov, the US-controlled company Sadcab, established under the so-called Autonomous Administration of Eastern Syria, is engaged in the export of oil, and the income of smuggling goes to the personal accounts of US PMCs and special forces.<br>\nThe Major General added that as of right now, a barrel of smuggled Syrian oil is valued at $38, therefore the monthly revenue of US governmental agencies exceeds $30 million&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/thesaker.is\/russian-defense-ministry-publishes-evidence-of-us-oil-smuggling-from-syria\/\">The Saker<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Die Entscheidung &uuml;ber den Austritt Gro&szlig;britanniens aus der EU war das Ergebnis eines langen politischen Prozesses.<\/strong><br>\nDas Brexit-Votum hatte einen langen Vorlauf. Der Volksabstimmung vom 23. Juni 2016 ging eine politische Auseinandersetzung &uuml;ber die EU voraus, die bis weit in die neunziger Jahre zur&uuml;ckreicht. In diesen Jahren bildeten sich die Kr&auml;fte heraus, die es schlie&szlig;lich der konservativen Regierung unter David Cameron unm&ouml;glich machte, das Verlangen nach einem Referendum zu ignorieren.<br>\nEntscheidend war die Unterzeichnung des Lissabon-Vertrags auch durch die britische Regierung. Die mit ihm einhergehenden weiteren Einschr&auml;nkungen der Souver&auml;nit&auml;tsrechte der Mitgliedsl&auml;nder st&auml;rkten die Austrittsbef&uuml;rworter. Dieser Zusammenhang sollte von den deutschen Linken bedacht werden, waren sie doch ebenfalls einstmals Gegner des Lissabon-Vertrags. Heute hingegen ist aber die Partei DIE LINKE in ihrer Ablehnung des Brexits nicht von den &uuml;brigen Bundestagsparteien zu unterscheiden.<br>\n&bdquo;Eine immer engere Union der V&ouml;lker Europas&ldquo;<br>\nGibt es angesichts der unterschiedlichen, ja sogar gegens&auml;tzlichen Motive der Austrittsbef&uuml;rworter ein verbindendes, zentrales Thema? Unter den Forderungen von David Cameron f&uuml;r die Verhandlungen mit der EU im Fr&uuml;hjahr 2016, bei der es darum ging, das Referendum &uuml;ber die EU im letzten Augenblick noch abzuwenden, befand sich auch diese:<br>\n&bdquo;Es m&uuml;sse verbindlich vereinbart werden, dass das vertraglich verankerte Ziel einer immer engeren Union nicht l&auml;nger f&uuml;r Gro&szlig;britannien gelten solle.&ldquo;<br>\nEs ging dabei um die Frage der nationalen Souver&auml;nit&auml;t. &bdquo;Eine immer engere Union der V&ouml;lker Europas&ldquo; ist seit dem Vertrag von Maastricht von 1992 der Leitspruch der EU. Damit unterstreicht sie ihren Willen, einen politischen Zusammenschluss zu erreichen, in dem die Mitgliedsl&auml;nder weitgehend aufgehen. Auf dem Weg dahin wurde mit Maastricht die bisherige Europ&auml;ische Gemeinschaft (EG) von der Europ&auml;ischen Union (EU) abgel&ouml;st. Dazu wurde ein eigenst&auml;ndiger Vertrag &uuml;ber die Europ&auml;ische Union (EUV) geschaffen, in dem &mdash; ganz &auml;hnlich wie in den nationalstaatlichen Verfassungen &mdash; allgemeine, grunds&auml;tzliche Angelegenheiten geregelt sind&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/kenfm.de\/tagesdosis-29-10-2019-die-geburt-der-tragoedie\/\"> Andreas Wehr auf KenFM<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Nach Massenprotesten im Libanon tritt Ministerpr&auml;sident Hariri zur&uuml;ck<\/strong><br>\nDie Proteste im Libanon, die sich aufgrund von Steuerh&ouml;hungen auf Benzin und einer neuen Steuer auf die Nutzung von Messengerdiensten wie WhatsApp entz&uuml;ndet haben, haben die Regierung von Saad Hariri in die Knie gezwungen. Der R&uuml;cktritt von Hariri zielt aber auch auf die Hisbollah ab.<br>\nAm 13. Tag der Massenproteste wirft Saad Hariri hin. Aus seiner Residenz im Zentrum Beiruts verk&uuml;ndete der libanesisch-saudische Milliard&auml;r, dass er noch am selben Tag nach Baabda gehen werde, um seinen R&uuml;cktritt bei Pr&auml;sident Michel Aoun pers&ouml;nlich einzureichen. Nur einen Tag zuvor warnte die Zentralbank im Libanon davor, dass die Wirtschaft des Landes &ldquo;Tage davon entfernt&rdquo; ist, um vollst&auml;ndig zusammenzubrechen. Gleichzeitig rief er die Libanesen auf, die Stabilit&auml;t und Sicherheit des Landes aufrechtzuerhalten.<br>\nHisbollah, die st&auml;rkte politische und milit&auml;rische Kraft im Zedernland, zeigte sich in den vergangenen Tagen immer kritischer gegen&uuml;ber den Protesten, die sie anf&auml;nglich noch unterst&uuml;tzt hatte. Deren Generalsekret&auml;r Hassan Nasrallah beschuldigte in den vergangenen Tagen ausl&auml;ndische M&auml;chte, die Proteste f&uuml;r ihre eigene Zwecke zu missbrauchen und zu f&ouml;rdern, um das Land zu schw&auml;chen. Videos von Robert Gallagher, Professor an der American University in Beirut, die im Netz zirkulieren und ihn zeigen, wie er vor jungen Libanesen dazu aufruft, dass &ldquo;wir die Funktionen der Regierungen &uuml;bernehmen m&uuml;ssen&rdquo;, helfen nicht unbedingt diese Behauptung zu entkr&auml;ftigen&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/der-nahe-osten\/94082-nach-massenprotesten-im-libanon-tritt\/\">RT<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Warum Evo Morales seine Basis verliert<\/strong><br>\nZum vierten Mal wurde Evo Morales am 20. Oktober zum bolivianischen Pr&auml;sidenten gew&auml;hlt. Doch jetzt steht der Verdacht der Wahlmanipulation im Raum, Zehntausende gehen auf die Stra&szlig;e, die Opposition ruft zum Generalstreik auf. Doch warum trauen auch immer mehr Linke Morales nicht mehr? Und hat er tats&auml;chlich betrogen? Mosaik-Autor Tobias Boos hat die Wissenschafterin Marie Jasser interviewt, die in &Ouml;sterreich und Bolivien lebt.<br>\n10,57 Prozent. So viel Vorsprung erzielte Evo Morales bei den Pr&auml;sidentschaftswahlen am vorvergangenen Sonntag auf seinen ersten Verfolger Carlos Mesa. Genau zehn Prozent ben&ouml;tigte Morales, um sich eine Stichwahl zu sparen.<br>\nSchon im Vorfeld der Wahlen warnte die Opposition vor Wahlmanipulationen. Das denkbar knappe Ergebnis ist Wasser auf ihre M&uuml;hlen. Doch das nicht der einzige Grund, warum sich immer mehr Leute von Morales und seiner Partei, dem Movimiento al Socialismo (MAS), abwenden.<br>\n(&hellip;) Ein Wahlsieg Morales&lsquo; steht dennoch au&szlig;er Frage. Woher kommt diese Ablehnung gegen ihn und die MAS?<br>\nSie liegt vor allem an der zunehmend autorit&auml;ren Politik der MAS und der fehlenden Transparenz. Schon die Kandidatur von Morales wird in Frage gestellt, weil die Verfassung nur zwei Amtsperioden vorsieht. Morales verlor 2016 knapp ein Referendum, das Pr&auml;sidentInnen unbegrenzte Wiederwahlen erm&ouml;glicht. 2017 entschied der ebenfalls MAS-nahe oberste Gerichtshof, eine Kandidatur dennoch zuzulassen. Seitdem w&auml;chst vor allem in der neuen Mittelklasse die Ablehnung gegen die als illegitim bewertete Kandidatur.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/mosaik-blog.at\/morales-wahlen-bolivien-proteste\/\">Mosaik<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Die SPD hat ihre Arbeit getan<\/strong><br>\nDie Sozialdemokraten haben nicht nur die Wahlen in Th&uuml;ringen verloren, sondern sich selbst. Sie glauben nicht mehr an die eigene Zukunft. Das offenbart auch die Mitgliederbefragung. Ein Ausweg bleibt ihnen immerhin noch.<br>\n(&hellip;) Doch es nutzt nichts mehr, wenn Olaf Scholz oder Malu Dreyer die Erfolge des Regierens preisen. Die W&auml;hler*innen lassen sich davon nicht &uuml;berzeugen. Sie sehen trotz alledem nur politischen Stillstand. Schon allein deshalb verweigern sie immer &ouml;fter den Unionsparteien und der SPD ihre Stimmen. F&uuml;r die Union ist das schmerzlich und wird &uuml;ber kurz oder lang zum Ende von Angela Merkels Kanzlerschaft f&uuml;hren. Das einzige, das die Unzufriedenen in CDU und CSU noch aufh&auml;lt, ist die Angst vor dem unweigerlich bevorstehenden Machtkampf. Die Parteichefin Annegret Kramm-Karrenbauer wird ja seit Wochen immer wieder derart attackiert, dass sie allen Grund hat, sich vor dem n&auml;chsten Parteitag zu f&uuml;rchten. Noch jedoch stellt niemand die Machtfrage.<br>\nNur wer von seiner Politik begeistert ist, kann andere begeistern<br>\nWeit bedenklicher als das Wahlergebnis von Th&uuml;ringen ist diese desolate Stimmung bei den Sozialdemokraten. Denn wie ein ehemaliger Sozialdemokrat einmal sagte, bevor er die Partei einst aus einer Krise f&uuml;hrte: &ldquo;Nur wenn wir selbst von unserer Politik begeistert sind, k&ouml;nnen wir auch andere begeistern.&rdquo; Das war der zentrale Satz von Oskar Lafontaines Rede auf dem Mannheimer Parteitag 1995, mit der er seine Genossen so mitriss, dass sie am Ende den Vorsitzenden Rudolf Scharping st&uuml;rzten und Lafontaine zu seinem Nachfolger w&auml;hlten. Drei Jahre sp&auml;ter f&uuml;hrte er die SPD mit Gerhard Schr&ouml;der als Kanzlerkandidaten zu einem gro&szlig;artigen Bundestagswahlerfolg.<br>\nErst danach &ndash; mit der Agenda-Politik &ndash; begann der Niedergang der Sozialdemokraten, der bis sich bis heute fortsetzt. Wollen sie diesen Niedergang aufhalten oder gar wieder neuen Zulauf gewinnen, stellt sich ihnen jetzt mehr denn je die Frage: K&ouml;nnen wir andere f&uuml;r unsere Politik begeistern, wenn wir selbst von unserer Lage in der Gro&szlig;en Koalition so wenig begeistert sind? Und ist es wirklich ein Nachteil, wenn wir jetzt die Zusammenarbeit mit der Union aufk&uuml;ndigen und wieder auf eigenen F&uuml;&szlig;en stehen statt am H&auml;ndchen von &ldquo;Mutti&rdquo; Angela Merkel gef&uuml;hrt zu werden?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/gegenblende.dgb.de\/artikel\/++co++650efd9c-f985-11e9-8982-52540088cada\">Gegenblende<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Uncle Sams neuer B-Movie: Wenn der Schwanz mit dem Hund wedelt<\/strong><br>\nWieder einmal wurde ein Terrorchef von der CIA entdeckt &ndash; und sprengte sich praktischerweise gleich selbst in die Luft. Beweise f&uuml;r die &Ouml;ffentlichkeit? Fehlanzeige.<br>\nWolfgang Eggert<br>\nAls Barak Hussein Obama wegen seiner gef&auml;lschten Geburtsurkunde unter Druck geriet, fanden er und das CIA den l&auml;ngst im Jenseits befindlichen Osama Bin Laden und t&ouml;teten ihn post-mortem, um ihm anschlie&szlig;end ein ehrenvolles Seebegr&auml;bnis zugute kommen zu lassen. Die Nachschn&uuml;ffelei in der Vita des Pr&auml;sidenten (an der sich &bdquo;the Donald&ldquo; &uuml;brigens rege beteiligte) hatte damit ein Ende.<br>\nJetzt, wo Trump im Amtsenthebungsverfahren steckt, findet der, wieder zusammen mit der CIA, den Bin Laden-&bdquo;Nachfolger&ldquo; Al-Baghdadi, ebenfalls ein l&auml;ngst Toter. Um den Amerikanern l&auml;stige Nachfragen, z.B. einem Foto\/Filmbeweis, zu ersparen, soll sich der Untote dem Vernehmen nach selbst in die Luft gesprengt haben.<br>\nFrei nach dem Wahlspruch &bdquo;Never Change a Winning Script&ldquo; stellt sich der neue &bdquo;Zugriff&ldquo; vom B&uuml;hnenbild her praktisch identisch zum alten dar.<br>\nLaut einer vom Pentagon gegebenen Pressekonferenz wurden, man h&auml;lt es nicht f&uuml;r m&ouml;glich, die sterblichen &Uuml;berreste al-Baghdadis auf hoher See bestattet. Genauere Angaben zu Ort und Verlauf der Bestattung gab es nicht. So erfahren wir nicht, ob bei der Wasserlassung des Terrorchefs Hymnen gespielt wurden oder ob die Soldaten Haltung annahmen.<br>\n(&hellip;) Gefunden wurde der Terrorchef &uuml;brigens mit Hilfe seiner Unterhose. Die hatte ein &bdquo;Geheimagent der kurdisch dominierten Syrischen Demokratischen Kr&auml;fte&ldquo; al-Baghdadi zuvor entwendet &ndash; zur DNA-Pr&uuml;fung durch amerikanische Gen-Experten; das zivilen Kollateralsch&auml;den seit jeher abholde US-Milit&auml;r wollte ganz sicher gehen, dass der W&auml;schetr&auml;ger tats&auml;chlich al-Baghdadi ist.<br>\nKleiner Wermutstropfen am Rande:<br>\nDas russische Verteidigungsministerium bezweifelt, dass die US-Geheimoperation in Baghdadis Versteck &uuml;berhaupt stattgefunden hat.<br>\nWarum nur?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.contra-magazin.com\/2019\/10\/uncle-sams-neuer-b-movie-wenn-der-schwanz-mit-dem-hund-wedelt\/\">Contra Magazin<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Und was lernen wir daraus? 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