{"id":56065,"date":"2019-11-01T11:45:38","date_gmt":"2019-11-01T10:45:38","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56065"},"modified":"2019-11-04T09:44:24","modified_gmt":"2019-11-04T08:44:24","slug":"argentinien-die-wahl-von-alberto-fernandez-und-die-eingelaeutete-politische-wende-in-lateinamerika","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56065","title":{"rendered":"Argentinien \u2013 Die Wahl von Alberto Fern\u00e1ndez und die eingel\u00e4utete politische Wende in Lateinamerika"},"content":{"rendered":"<p>Nach der ersten Ausz&auml;hlung der 26,5 Millionen abgegebenen Stimmen von rund 34 Millionen Wahlberechtigten gingen am vergangenen 27. Oktober der peronistische Jurist Alberto Fern&aacute;ndez und die ehemalige Staatschefin Cristina Kirchner de Fern&aacute;ndez als seine Vizepr&auml;sidentin mit 48,1 Prozent zu 40,4 Prozent &ndash; einem knapp 8-prozentigen, jedoch klaren Vorsprung gegen&uuml;ber dem amtierenden und zur Wiederwahl angetretenen Pr&auml;sidenten Mauricio Macri &ndash; als Sieger der <a href=\"https:\/\/www.pagina12.com.ar\/227693-resultados-electorales-en-tiempo-real\">argentinischen Pr&auml;sidentschaftswahlen<\/a> hervor. Von <strong>Frederico F&uuml;llgraf<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_759\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-56065-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/191031-Argentinien-Die-Wahl-von-Alberto-Fernandez-und-die-eingelaeutete-politische-Wende-in-Lateinamerika-NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/191031-Argentinien-Die-Wahl-von-Alberto-Fernandez-und-die-eingelaeutete-politische-Wende-in-Lateinamerika-NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/191031-Argentinien-Die-Wahl-von-Alberto-Fernandez-und-die-eingelaeutete-politische-Wende-in-Lateinamerika-NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/191031-Argentinien-Die-Wahl-von-Alberto-Fernandez-und-die-eingelaeutete-politische-Wende-in-Lateinamerika-NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=56065-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/191031-Argentinien-Die-Wahl-von-Alberto-Fernandez-und-die-eingelaeutete-politische-Wende-in-Lateinamerika-NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"191031-Argentinien-Die-Wahl-von-Alberto-Fernandez-und-die-eingelaeutete-politische-Wende-in-Lateinamerika-NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p>In ihrer <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53972\">Ausgabe vom 5. August 2019<\/a> zitierten die <em>NachDenkSeiten<\/em> Prognosen des argentinischen Meinungsforschungsinstituts Circuitos, wonach Fern&aacute;ndez Pr&auml;sident Macri mit runden 10 Prozent Vorsprung bereits im ersten Wahlgang besiegen w&uuml;rde. Die Prognose hat sich nach Ausz&auml;hlung von 100 Prozent (Stand am 27. Oktober: 97 Prozent) der abgegebenen Stimmen, die Fern&aacute;ndez rund 9 Prozent Vorsprung zusichern, als tendenziell richtig erwiesen.<\/p><p>Mit der gleichzeitigen Wahl der Mehrheit von &uuml;ber 20 Provinzgouverneuren gelang der Fern&aacute;ndez&amp;Fern&aacute;ndez-Formel &ldquo;Frente de Todos&ldquo; allerdings auch der Ausbau ihres Stimmenanteils im argentinischen Hinterland auf nahezu 50 Prozent. Was einerseits zu Recht beachtlich erscheint, beleuchtet andererseits einen komplexen Umstand: die tiefe ideologische Spaltung nicht nur Argentiniens, sondern der Mehrheit der lateinamerikanischen L&auml;nder.<\/p><p><strong>Uruguay nach November 2019: ein Bollwerk des Bolsonaro-Regimes?<\/strong><\/p><p>Ob in Brasilien &ndash; von 2003 bis 2018 &ndash; oder in den zeitgleich am vergangenen 27. Oktober in Bolivien und Uruguay stattgefundenen Pr&auml;sidentschaftswahlen, es hat sich eine fatale Tendenz durchgesetzt: In teils radikaler, teils &auml;ngstlicher Abgrenzung zur Mehrheit der den Preis skrupellosen Abbaus von Eink&uuml;nften und sozialen Rechten zahlenden, werkt&auml;tigen Bev&ouml;lkerung bejaht die Mehrheit der lateinamerikanischen Mittelschichten bisher freiwillig die seit wenigen Jahren vorherrschende neoliberale Offensive einheimischer Eliten im B&uuml;ndnis mit den internationalen Finanzm&auml;rkten.<\/p><p>Dieses Abdriften stellt die am kommenden 10. Dezember antretende Regierung Alberto Fern&aacute;ndez vor eine ernsthafte Herausforderung. Mit sozialer und kultureller Kreativit&auml;t muss sie in den kommenden Jahren den Konservativen einen Gro&szlig;teil der Mittelklasse entrei&szlig;en, um politische Desaster wie das eines Jair Bolsonaro, aber auch um die Wahl konservativer Restaurateure wie Luis Lacalle Pou von der uruguayischen Nationalpartei (PN) zu verhindern.<\/p><p>Zu Recht wunderten sich Medien und Analysten, wie es zu erkl&auml;ren sei, dass nach nahezu f&uuml;nfzehnj&auml;hriger Regierungszeit der progressiven Frente Amplio (Breite Front &ndash; FA) von Pr&auml;sident Tabar&eacute; V&aacute;zquez und seines weltweit geehrten Vorg&auml;ngers Jos&eacute; Pepe Mujica &ndash; mit erfolgreicher sozialer Integration, Abbau der Armut, gekoppelt mit nachhaltigem Wirtschaftswachstum &ndash; mehr als die H&auml;lfte der Uruguayer am vergangenen 27. Oktober entweder ihre Stimme an die ultrakonservative PN (30,2 Prozent) abgab oder dass 11,0 Prozent gar den rechtsradikalen Milit&auml;r Guido Manini R&iacute;os w&auml;hlten, der eine revanchistische Bewegung zur Leugnung der Menschenrechts-Verbrechen der uruguayischen Milit&auml;rdiktatur anf&uuml;hrt.<\/p><p>Mit 39,95 der Stimmen und fehlenden 1,0 Prozent f&uuml;r einen 10-prozentigen Vorsprung, der ihr den Sieg in der ersten Wahlrunde rechtlich gesichert h&auml;tte, wird daher die regierende FA zur Stichwahl im November gegen Lacalle Pou gezwungen; ein fast aussichtsloses Unterfangen, in dem der Kandidat der PN mit Unterst&uuml;tzung eines massiven rechten Sammelbeckens gegen den sozialdemokratischen Kandidaten Daniel Mart&iacute;nez antreten und die f&uuml;nfzehnj&auml;hrige &Auml;ra fortschrittlicher Politik in Uruguay mit R&uuml;ckf&uuml;hrung in die neoliberale Falle, aber auch mit H&ouml;rigkeit gegen&uuml;ber dem brasilianischen Bolsonaro-Regime beenden wird. <\/p><p><strong>Alberto Fern&aacute;ndez und der Wiederaufbau eines Landes in Ruinen<\/strong><\/p><p>Der frischgew&auml;hlte Pr&auml;sident Argentiniens &ndash; bekannt f&uuml;r zur&uuml;ckhaltende Konzilianz, dem als Voraussetzung f&uuml;r seinen Sieg die Einigung des breiten, jedoch unter Cristina Kirchner zerstrittenen peronistischen Lagers gelang &ndash; hat es mehrmals wiederholt: Macris &ldquo;Verm&auml;chtnis&rdquo; sind 5 Millionen neue Arme in Argentinien, genauer: 5 Millionen Menschen, die nach Weltbank-Bemessungen mit einem Tageseinkommen von weniger als 3 US-Dollar oder ohne ausreichende Grundern&auml;hrung ein &Uuml;berleben unter der internationalen Armutsgrenze fristen.<\/p><p>&bdquo;Die Macht&uuml;bernahme der (Macri-)Regierung hat eine enorme wirtschaftliche, soziale, kulturelle und qualitative Verschlechterung der Gesellschaftszust&auml;nde zur Folge gehabt&ldquo;, erkl&auml;rte Fern&aacute;ndez im vergangenen September in Madrid, wo er auf Einladung des spanischen Parlaments weilte. Im Einzelnen habe der wirtschaftspolitische Kurs der Macri-Administration die Besch&auml;digung des &ouml;ffentlichen Gesundheitssystems, den Abbau der L&ouml;hne &ndash; die noch vor wenigen Jahren zu den h&ouml;chsten in Lateinamerika z&auml;hlten &ndash; aber auch die Zerst&ouml;rung ganzer technologischer Sektoren zu verantworten. &bdquo;Wir haben enormes Potenzial verloren&ldquo;, beklagte der nun gew&auml;hlte Nachfolger Macris. Der Regierung des noch bis Dezember amtierenden Unternehmers und Multimillion&auml;rs wirft Fern&aacute;ndez vor, &bdquo;auf ihrem R&uuml;ckzug mit der Kunst der Improvisation und der Wirtschaft gespielt&ldquo; zu haben; vor allem mit seiner unverantwortlichen Verschuldungspolitik.<\/p><p>Mit einem diskreten Wink an den Finanzmarkt hatte Fern&aacute;ndez jedoch l&auml;ngst vor seinem Wahlsieg erkennen lassen, er sei bereit, die 283,5 Milliarden US-Dollar schweren Auslandsschulden &ndash; darunter vor allem den 2018 vom Internationalen W&auml;hrungsfonds (IWF) bewilligten 50-Milliarden-Dollar-Kredit &ndash; &bdquo;zu begleichen&ldquo;, um die ohnehin desolate Krise, die das Land ersch&uuml;ttert, nicht noch weiter zu versch&auml;rfen. Die halsbrecherische Verschuldungspolitik der Macri-Administration macht eine einfache Arithmetik deutlich: Als der Million&auml;r 2015 die Macht &uuml;bernahm, betrug die Verschuldung 28 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP), heute betr&auml;gt sie &uuml;ber 100 Prozent des BIP.<\/p><p>Als damit gekoppelte Nebenhandlung wurde die Landesw&auml;hrung Peso um schwindelerregende 300 Prozent gegen&uuml;ber dem US-Dollar entwertet, Macri verdoppelte seitdem die Arbeitslosigkeit und trieb die Armut zwischen 20 und 30 Prozent in die H&ouml;he. Wenn Macris Amtszeit im kommenden Dezember endet, erbt die Regierung Fern&aacute;ndez eine von schwerer Rezession gezeichnete Wirtschaft und eine j&auml;hrliche Inflationsrate um die 57 Prozent; die zweith&ouml;chste Lateinamerikas nach Venezuela.<\/p><p>Was diese Zust&auml;nde f&uuml;r die verelendete Mehrheit der Argentinier bedeuten, ist aus den ersch&uuml;tternden Bildern und Aussagen in dem aktuellen und empfehlenswerten Dokumentarfilm <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=xeoOF-iLUxc\">Funding Misery: Argentinians vs. the IMF<\/a> (&ldquo;Die F&ouml;rderung des Elends: Argentinier gegen den IWF&ldquo;) zu entnehmen. &bdquo;Wenn das Essen nicht f&uuml;r die ganze Familie ausreicht, dann essen wenigstens die Kinder einmal am Tag und wir, die Erwachsenen, betr&uuml;gen den Hunger mit Mate-Tee&ldquo;, erz&auml;hlt unter anderem eine Mutter aus Buenos Aires&lsquo; Nachbardistrikt Lan&uacute;s.<\/p><p>Fern&aacute;ndez bleibt keine andere Wahl als ein Sofortprogramm mit Notma&szlig;nahmen zur Linderung von Hunger, Krankheit und mangelnder Mobilit&auml;t. Ab dem 10. Dezember will die Regierung <a href=\"https:\/\/www.eldestapeweb.com\/nota\/roberto-navarro-anticipo-las-primeras-medidas-de-alberto-fernandez-como-presidente-201910301160\">einen Grundnahrungsmittelkorb sowie kostenlose Medikamente<\/a> als Abhilfe f&uuml;r 15 Millionen Menschen verteilen. Im Gegensatz zu Chile werden als abst&uuml;tzende Ma&szlig;nahmen Tarife f&uuml;r Gas und Strom zeitweilig eingefroren und die Fahrpreise f&uuml;r &ouml;ffentliche Verkehrsmittel je nach Einkommen segmentiert und gestaffelt.<\/p><p><strong>Eine Wende neoliberaler G&ouml;tterd&auml;mmerung oder regieren weiterhin die B&ouml;rsen?<\/strong><\/p><p>&bdquo;Neue Winde wehen und k&ouml;nnen die Richtung &auml;ndern. Winde aus den chilenischen Anden mit Protesten gegen die von der neoliberalen Politik ausgel&ouml;ste Armut &hellip; Die Winde wehen auch aus Ecuador, mit Stra&szlig;endemonstrationen gegen die Hungersnot. Aus Bolivien mit der Wiederwahl von Evo Morales. Und schlie&szlig;lich aus Argentinien mit dem Wahlsieg von Alberto Fern&aacute;ndez. Der neue argentinische Staatschef, der gegen die neoliberale Politik eintritt, feierte den Wahlsieg und forderte Lulas Freiheit&ldquo;, <a href=\"https:\/\/www.brasil247.com\/blog\/novos-ventos-com-ares-de-mudanca\">kommentierte erfreut der brasilianische Journalist Florestan Fernandes Jr.<\/a> auf der Nachrichten-Plattform <em>Brasil 247<\/em>.<\/p><p>In der Tat war Alberto Fern&aacute;ndez der einzige Politiker hohen Ranges in Lateinamerika, der es f&uuml;r notwendig und anst&auml;ndig hielt, dem seit April 2018 im s&uuml;dbrasilianischen Curitiba bar jeder Beweislage inhaftierten Altpr&auml;sidenten Lula einen Freundschaftsbesuch abzustatten. Als Universit&auml;tsprofessor hat der Jurist l&auml;ngst die im Fachjargon als Lawfare bekannte politische Verfolgung progressiver Politiker des Kontinents &ndash; darunter seiner Vizepr&auml;sidentin Cristina Fern&aacute;ndez de Kirchner und des ehemaligen ecuadorianischen Pr&auml;sidenten Rafael Correa &ndash; durch eine vom US Department of Justice politisierte und von langem Arm gesteuerte Justiz durchschaut und vehement auch gegen&uuml;ber der spanischen Regierung mit den Worten angeprangert, &bdquo;Ich werde um Gerechtigkeit in jedem Land Lateinamerikas bitten. (&hellip;) Sie benutzen Gef&auml;ngnisse als Druckmittel auf die Opposition. Wir m&uuml;ssen die Gerichte als solche handeln lassen, statt sie zu politisieren&ldquo;.<\/p><p>Das Bolsonaro-Regime mit seinen altersschwachen, jedoch tollw&uuml;tig &bdquo;antikommunistisch&ldquo; anmutenden Gener&auml;len hatte sich frech in die Argentinien-Wahl mit der offenen Unterst&uuml;tzung Macris eingemischt &ndash; und mit ihm verloren. Umso mehr emp&ouml;rten sich die Rechtsradikalen &uuml;ber Fern&aacute;ndez&lsquo; Solidarit&auml;tsbekundungen f&uuml;r ihren politischen Gefangenen Lula und setzen seit dem Wahlausgang auf offene Konfrontation mit Argentinien.<\/p><p>Doch wie wird ein Wahlsieg wie der von Alberto Fern&aacute;ndez in einem Medium wie dem deutschen Spiegel pr&auml;sentiert? Nicht etwa mit einer auch nur in Stichworten angedeuteten Beschreibung der dramatischen Ausgangslage in Argentinien, sondern mit den obsz&ouml;nen Augen der M&auml;rkte. So vom Spiegel mit dem Haupttitel <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/wahl-in-argentinien-alberto-fernandez-liegt-bei-praesidentschaftswahl-vorne-a-1293599.html\">&bdquo;Alberto Fern&aacute;ndez liegt bei Wahl in Argentinien vorne&ldquo;<\/a> und dem Zwischentitel &bdquo;Wie die B&ouml;rsen auf eine m&ouml;gliche Vize-Pr&auml;sidentin Kirchner reagieren&ldquo; publiziert. Kaum ein Wort &uuml;ber die soziale Verelendung, sondern unmittelbare Attacke gegen die ehemalige Staatschefin und jetzige Vizepr&auml;sidentin an der Seite von Fern&aacute;ndez.<\/p><p>Da liest man, &bdquo;das Ergebnis bedeutet auch, dass die direkte Vorg&auml;ngerin Macris, Cristina Kirchner, <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/plus\/argentinien-kommt-cristina-kirchner-zurueck-a-00000000-0002-0001-0000-000166382689\">als Vizepr&auml;sidentin in die Regierung zur&uuml;ckkehrt<\/a>. Sie war von 2007 bis 2015 Pr&auml;sidentin. Gegen Kirchner laufen mehrere Verfahren wegen Korruptionsvorw&uuml;rfen. Sie ist derzeit Senatorin und genie&szlig;t daher Immunit&auml;t&ldquo;.<\/p><p>Dass die Vorw&uuml;rfe gegen Cristina Kirchner von einer &ndash; wie von Fern&aacute;ndez angeprangert und von den NachDenkSeiten <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52166\">wiederholt dokumentiert<\/a> &ndash; wie in Brasilien politisch unterwanderten Justiz vorgebracht, jedoch gerade in den vergangenen Wochen zum Teil wieder verworfen wurden, dar&uuml;ber finden die Leserin und der Leser beim Spiegel kein Wort &ndash; und werden k&uuml;nftig auch keines finden, umso mehr jedoch von den B&ouml;rsen.<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;An den B&ouml;rsen hatte ein m&ouml;glicher Wahlsieg Fern&aacute;ndez die Anleger verunsichert &ndash; auch die Landesw&auml;hrung Peso hatte wiederholt stark abgewertet. Die Aktion&auml;re f&uuml;rchteten offenbar eine R&uuml;ckkehr <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/thema\/cristina_fernandez_de_kirchner\/\">Kirchners<\/a> an die Macht. Die Ex-Pr&auml;sidentin steht f&uuml;r eine protektionistische Wirtschaftspolitik&ldquo;.\n<\/p><\/blockquote><p>Denn was die Spiegel-Nachrichtenredaktion zu bewegen scheint, ist das, was die neoliberale B&ouml;rse meint.<\/p><p>Titelbild: Atosan\/shutterstock.com<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach der ersten Ausz&auml;hlung der 26,5 Millionen abgegebenen Stimmen von rund 34 Millionen Wahlberechtigten gingen am vergangenen 27. Oktober der peronistische Jurist Alberto Fern&aacute;ndez und die ehemalige Staatschefin Cristina Kirchner de Fern&aacute;ndez als seine Vizepr&auml;sidentin mit 48,1 Prozent zu 40,4 Prozent &ndash; einem knapp 8-prozentigen, jedoch klaren Vorsprung gegen&uuml;ber dem amtierenden und zur Wiederwahl angetretenen<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56065\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":56066,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[107,20,183,205,132,190],"tags":[965,881,2711,365,2007,2199,1177,420,325,2207],"class_list":["post-56065","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-audio-podcast","category-landerberichte","category-medienkritik","category-neoliberalismus-und-monetarismus","category-ungleichheit-armut-reichtum","category-wahlen","tag-argentinien","tag-armut","tag-fernandez-alberto","tag-inflation","tag-kirchner-cristina","tag-macri-mauricio","tag-rezession","tag-spiegel","tag-staatsschulden","tag-uruguay"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/shutterstock_1544619761.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/56065","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=56065"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/56065\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":56096,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/56065\/revisions\/56096"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/56066"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=56065"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=56065"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=56065"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}