{"id":56241,"date":"2019-11-08T16:20:14","date_gmt":"2019-11-08T15:20:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56241"},"modified":"2019-11-08T16:10:23","modified_gmt":"2019-11-08T15:10:23","slug":"hinweise-des-tages-ii-418","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56241","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56241#h01\">Die ungel&ouml;ste Krim-Frage als Hemmschuh<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56241#h02\">Die Waffengret will nicht am Rande stehen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56241#h03\">30 Jahre Sieg des Kapitalismus: Abstieg eines Superstars<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56241#h04\">&Ouml;ffentlich-Private Partnerschaften &ndash; &raquo;Kleine&laquo; Privatisierung, gro&szlig;e Profite<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56241#h05\">Plug-in-Hybride: Klimapolitische Mogelpackung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56241#h06\">Sparen f&uuml;r Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56241#h07\">Teure Tarifflucht: Milliardenausf&auml;lle in Niedersachsen!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56241#h08\">Lebenserwartung ist ungleich verteilt: Warum eine Pensionsautomatik Menschen mit schlecht entlohnten Jobs besonders hart treffen w&uuml;rde<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56241#h09\">Als die neoliberale Individualisierung ihren Anfang nahm<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56241#h10\">Noch ein Video und noch ein Video und noch &hellip;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56241#h11\">&Uuml;ber &bdquo;Resonanzr&auml;ume&ldquo; zwischen dem BKA, der &sbquo;Welt&lsquo; und anderen Medien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56241#h12\">Eine Vereinbarung f&uuml;r Venezuela<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56241#h13\">&ldquo;Eine der gr&ouml;&szlig;ten Manipulationsoperationen&rdquo;: Wikipedia-Eintrag zu Claas Relotius offenbar systematisch verf&auml;lscht<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Die ungel&ouml;ste Krim-Frage als Hemmschuh<\/strong><br>\nAuf dem f&uuml;r die n&auml;chsten Wochen geplanten Treffen im Normandie-Format will der ukrainische Pr&auml;sident auch die Krim-Frage er&ouml;rtern. Scheitern die Verhandlungen, weil der Westen jahrelang falsche Hoffnungen n&auml;hrte?<br>\nDas Tauwetter zwischen Russland und Westeuropa, das durch die unberechenbare Politik Donald Trumps beg&uuml;nstigt wurde, er&ouml;ffnet Chancen f&uuml;r eine L&ouml;sung des Ostukraine-Konflikts. Einen wichtigen Meilenstein bildeten die ukrainischen Parlamentswahlen im Juli 2019, mit denen sich der neue Pr&auml;sident des Landes Wolodymyr Selenskyj eine Mehrheit in der Werchowna Rada sichern konnte. Er erhielt dadurch die M&ouml;glichkeit, den Einfluss nationalistischer Kr&auml;fte sukzessive zur&uuml;ckzudr&auml;ngen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Die-ungeloeste-Krim-Frage-als-Hemmschuh-4578550.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Die Waffengret will nicht am Rande stehen<\/strong><br>\nVielleicht ist das ja nur psychologisch zu erkl&auml;ren: &bdquo;Ein Land unserer Gr&ouml;&szlig;e kann nicht am Rande stehen&ldquo;, sagt AKK, die Waffengret im Kriegsministerium. Will sagen: Eine Politikerin meiner Gr&ouml;&szlig;e kann nicht am Rande stehen. Angesichts verheerender Umfragewerte &ndash; Infratest dimap sieht Merz, S&ouml;der, Spahn und Laschet vor ihr, wenn es um die Frage geht, wer anstelle von Merkel f&uuml;r die CDU\/CSU ins Kanzleramt einziehen soll &ndash; ruft sie Deutschland zu den Waffen, fordert immer h&auml;ufiger Milit&auml;reins&auml;tze in aller Welt und will den &bdquo;Verteidigungsetat&ldquo; von 50 Milliarden um weitere 35 Milliarden aufzustocken. Das ganze nennt sie &bdquo;Verantwortung &uuml;bernehmen&ldquo;.<br>\nEs ist wirklich zum Kotzen: Wenn es um zus&auml;tzliche Mittel f&uuml;r die Millionen &Auml;lterer geht, die zu geringe Renten haben, ist der christlichen Partei jede Milliarde zu viel. Gleichzeitig fordern Kramp-Karrenbauer, Altmaier und andere, die Steuern um zehn Milliarden zu senken, indem man den Soli f&uuml;r die oberen Zehntausend abschafft, und wollen den Unternehmen weitere Milliardengeschenke machen, durch eine Senkung der Unternehmenssteuern und des Arbeitslosenversicherungs-Beitrages.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/oskarlafontaine\/photos\/a.198567656871376\/2629194400475344\/?type=3&amp;theater\">Oskar Lafonataine via Facebook<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>30 Jahre Sieg des Kapitalismus: Abstieg eines Superstars<\/strong><br>\nHochmut kam nach dem Mauerfall: 30 Jahre nach dem vermeintlichen Triumph wird offenbar, in welch dramatischer Glaubw&uuml;rdigkeitskrise der Kapitalismus mittlerweile steckt. [&hellip;]<br>\nAls es 2008 zur Jahrhundertfinanzkrise kam, war auch das ja kein Ergebnis von Sozialismus, sondern von entfesselten Finanzm&auml;rkten &ndash; und den naiven Annahmen dar&uuml;ber, dass die immer effizient sind. Wenn bisher nicht mehr gegen den Klimawandel getan wurde, dann auch deshalb, weil viele Regierungen zu lange auf irgendwelche heiligen Signale von den M&auml;rkten vertraut haben, statt sehr viel fr&uuml;her aktiv daf&uuml;r zu sorgen, dass sich etwa Elektromobilit&auml;t durchsetzt. Wenn heute Bahnlinien, digitale Netze oder Kapazit&auml;ten in Bau&auml;mtern fehlen, dann deshalb, weil es lange als urschick galt, wenn der doofe Staat sich &uuml;berall zur&uuml;ckzieht, weil alles Private angeblich besser war.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/30-jahre-mauerfall-der-kapitalismus-steckt-in-einer-glaubwuerdigkeitskrise-kolumne-a-1295423.html\">Thomas Fricke auf Spiegel Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>&Ouml;ffentlich-Private Partnerschaften &ndash; &raquo;Kleine&laquo; Privatisierung, gro&szlig;e Profite<\/strong><br>\nDass Privatisierungen keine allzu kluge Idee sind, hat sich mittlerweile herumgesprochen. Doch kampflos r&auml;umen die Privatisierer das Feld dennoch nicht: Seit etwa 20 Jahren gewinnen &raquo;kleine&laquo; Privatisierungen an Raum &ndash; so genannte &raquo;&Ouml;ffentlich-Private Partnerschaften&laquo; (&Ouml;PP).<br>\n&Ouml;PP sind eine spezielle Form der Privatisierung, bei der die Verantwortung f&uuml;r eine &ouml;ffentliche Aufgabe &ndash; oft das Zur-Verf&uuml;gung-Stellen einer Infrastruktur &ndash; beim &ouml;ffentlichen Auftraggeber verbleibt. Die zu erbringende Leistung allerdings &ndash; etwa der Bau und der Betrieb einer Stra&szlig;e &ndash; erfolgt umfassend durch ein Privatunternehmen (eine eigens gegr&uuml;ndete Projektgesellschaft, hinter der in der Regel ein Konsortium an internationalen Bau- und Finanzkonzernen steht). Beide Seiten bindet ein l&auml;ngerfristiger und hochkomplexer Vertrag, meist 20 oder 30 Jahre laufend, in dem Details der Leistungserbringung wie auch der daf&uuml;r zu entrichtenden Entgelte festgehalten werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.blickpunkt-wiso.de\/post\/oeffentlich-private-partnerschaften-kleine-privatisierung-grosse-profite--2166.html\">Blickpunkt WiSo<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Plug-in-Hybride: Klimapolitische Mogelpackung<\/strong><br>\nDie Bundesregierung will ihren Kauf mit Steueranreizen und Kaufpr&auml;mien f&ouml;rdern: Sogenannte &bdquo;Plug-in-Hybride&ldquo;, PKW mit Verbrennungsmotor und Elektroantrieb. Dabei entpuppen sich diese Fahrzeuge in der realen Nutzung h&auml;ufig als CO2-Schleudern. Kritiker sprechen daher von einer klimapolitischen &bdquo;Mogelpackung&ldquo; zum Nutzen der Automobilindustrie.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www1.wdr.de\/daserste\/monitor\/sendungen\/plug-in-hybride-100.html\">Monitor<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Der Aberwitz, die Bundesregierung l&auml;sst sich weiter von der deutschen Automobilindustrie am Nasenring durch die Manege f&uuml;hren und wirft dieser auch noch Steuergeld hinterher.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Sparen f&uuml;r Deutschland<\/strong><br>\nDeutsche Forderungen f&uuml;r den k&uuml;nftigen EU-Haushalt f&uuml;hren zu heftigen Auseinandersetzungen mit der Kommission und rufen ernsten Widerstand in der s&uuml;dlichen und &ouml;stlichen Peripherie der Union hervor. Um die globale Macht der EU auszubauen, wie insbesondere Berlin es verlangt, will die Kommission im Etat f&uuml;r die Jahre 2021 bis 2027 die Mittel f&uuml;r die F&ouml;rderung modernster Technologien massiv aufstocken und zweistellige Milliardensummen f&uuml;r Aufr&uuml;stung sowie Milit&auml;reins&auml;tze bereitstellen. Daf&uuml;r will sie Mittel k&uuml;rzen, die zur Angleichung der Lebensverh&auml;ltnisse in der Union vorgesehen sind, und einen Sonderrabatt abschaffen, der die deutschen Beitragszahlungen senkt. Gemessen an der Wirtschaftsleistung &uuml;berweist die Bundesrepublik erheblich weniger Geld an Br&uuml;ssel als &auml;rmere Mitgliedsl&auml;nder wie Portugal oder Bulgarien. Berlin besteht auf dem Sonderrabatt und inszeniert sich als &ldquo;&uuml;berm&auml;&szlig;ig stark belastet&rdquo;. Tats&auml;chlich profitiert Deutschland j&auml;hrlich in dreistelliger Milliardenh&ouml;he vom Binnenmarkt und von der Gemeinschaftsw&auml;hrung &ndash; mehr als jeder andere EU-Staat.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/8098\/\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Teure Tarifflucht: Milliardenausf&auml;lle in Niedersachsen!<\/strong><br>\nIn Niedersachsen machen sich mittlerweile viele Arbeitgeber einen schlanken Fu&szlig; und wollen von Tarifbindung nichts wissen. Vier von zehn Besch&auml;ftigten sind nicht durch einen Tarifvertrag gesch&uuml;tzt. F&uuml;r sie entstehen schwere Nachteile. Besonders sichtbar wird das beim Einkommen: Mit Tarifvertrag verdienen Besch&auml;ftigte monatlich im Schnitt 3.661 Euro brutto. Ohne Tarifbindung bleibt selbst unter der Ber&uuml;cksichtigung struktureller Effekte ein Lohnabstand von 8 Prozent. Das sind 293 Euro pro Monat und aufs Jahr gerechnet &uuml;ber 3.500 Euro. Ein dicker Batzen, dessen Fehlen sich in der Urlaubskasse oder bei den nahenden Weihnachtseink&auml;ufen bemerkbar macht. Bei fl&auml;chendeckender Tarifbindung h&auml;tten die nieders&auml;chsischen Besch&auml;ftigten im Jahr insgesamt 4 Mrd. Euro mehr Netto in der Lohnt&uuml;te.<br>\nDie Arbeitgeber stopfen sich ihre Taschen allerdings nicht nur auf Kosten der Besch&auml;ftigten voll. Tarifflucht und Lohndumping sorgen automatisch f&uuml;r geringer Einnahmen bei der Einkommenssteuer und den Sozialversicherungen. In Niedersachsen sind die Ausf&auml;lle gigantisch. Bund, Land und den Kommunen entgehen in der Summe pro Jahr &uuml;ber 1,8 Mrd. Euro an Steuereinnahmen. Obendrauf kommen noch einmal fast drei Mrd. Euro an Mindereinnahmen f&uuml;r die Sozialversicherungen (siehe Grafik). Dieses Geld wird dringend gebraucht f&uuml;r den gesellschaftlichen Ausgleich, f&uuml;r Investitionen in Infrastruktur, Klimaschutz und Bildung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/niedersachsen.dgb.de\/themen\/++co++79301dce-013c-11ea-b340-52540088cada\">DGB Niedersachsen #schlaglicht<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Lebenserwartung ist ungleich verteilt: Warum eine Pensionsautomatik Menschen mit schlecht entlohnten Jobs besonders hart treffen w&uuml;rde<\/strong><br>\nDie Lebenserwartung bei Geburt ist in &Ouml;sterreich seit 1951 f&uuml;r M&auml;nner insgesamt um 16,9 Jahre und f&uuml;r Frauen um 16,3 Jahre gestiegen. In den ersten Jahrzehnten dieses Zeitraums resultierte dabei ein nicht unerheblicher Anteil des Zugewinns aus der verminderten S&auml;uglingssterblichkeit.<br>\nF&uuml;r Alterssicherungssysteme ist allerdings die Entwicklung der ferneren Lebenserwartung &ndash; z. B. im Alter von 60 Jahren &ndash; wesentlich relevanter, weil diese einen wichtigen Einflussfaktor f&uuml;r die durchschnittliche Pensionsbezugsdauer darstellt. Die fernere Lebenserwartung der M&auml;nner im Alter von 60 Jahren blieb von 1951 bis etwa 1970 weitgehend unver&auml;ndert, jene der Frauen erh&ouml;hte sich in diesem Zeitraum nur moderat (um 1,5 Jahre). Seit 1970 ist demgegen&uuml;ber sowohl bei Frauen als auch bei M&auml;nnern ein Zuwachs um gut sieben Jahre zu verzeichnen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/awblog.at\/pensionsautomatik-und-lebenserwartung\/\">A&amp;W Blog<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Als die neoliberale Individualisierung ihren Anfang nahm<\/strong><br>\nAn der Wende zu den Siebzigern herrscht ein Geist der Revolte. Fabrikarbeiter lassen sich immer &ouml;fter krankschreiben und pflegen auch ansonsten renitentes Verhalten, die Zahl der Sabotage-Akte steigt deutlich. Dass die Menschen mehr Demokratie und Mitbestimmung wollen, gilt eben nicht nur f&uuml;r die Sph&auml;ren der Gesellschaft und Politik, sondern auch f&uuml;r die Fabriken und andere Arbeitspl&auml;tze. &hellip;<br>\nAuf diesen inneren und &auml;u&szlig;eren Druck gegen die etablierten Weisen der &Ouml;konomie  &ndash; so zeigt Chamayou &ndash; reagieren die Unternehmer und ihre wirtschaftswissenschaftlichen Stichwortgeber, indem sie die Arbeiter und Konsumenten in &bdquo;Eigenverantwortung&ldquo; zu nehmen beginnen. &hellip;<br>\nDiese ideologische Anrufung des &bdquo;autonomen&ldquo; B&uuml;rgers verfolgt Chamayou durch das gesamte Jahrzehnt hindurch bis zum Beginn der gro&szlig;en Privatisierungswellen, in deren Verlauf viele Sozialleistungen des &auml;lteren Wohlfahrtsstaats abgeschafft werden und etwa auch die Rentenvorsorge weitgehend in die individuelle Verantwortung der B&uuml;rger &uuml;berstellt wird. &hellip;<br>\n&bdquo;Die unregierbare Gesellschaft&ldquo; zeigt, dass das Projekt der gesellschaftlichen Atomisierung im Dienste eines entfesselten Kapitalismus wesentlich von den Gegnern der emanzipatorischen Bewegungen vorangetrieben wurde.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/gregoire-chamayou-die-unregierbare-gesellschaft-als-die.1270.de.html?dram:article_id=462777\">Deutschlandfunk Kultur<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Hoch interessant, wie sowieso fundierte Kritik an den herrschenden Verh&auml;ltnissen aktuell vor allem aus Frankreich zu kommen scheint. Genannt seien z.B. Christophe Guilluy, Jean-Claude Mich&eacute;a, Guillaume Paoli und auch Didier Eribon. W&auml;hrend aus den deutschen Sozial- und Gesellschaftswissenschaften oft nur die von der herrschenden Oligarchie gew&uuml;nschten Narrative geliefert werden.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Noch ein Video und noch ein Video und noch &hellip;<\/strong><br>\nIm Untersuchungsausschuss des Bundestages tauchen Aufnahmen auf, die vor dem Anschlag vom Breitscheidplatz gemacht wurden und den sp&auml;teren Tatort zeigen<br>\nIn den H&auml;nden mehrerer Sicherheitsbeh&ouml;rden befindet sich ein Video, das Anfang Dezember 2016, mehrere Tage vor dem Anschlag auf dem Berliner Breitscheidplatz, aufgenommen wurde und den sp&auml;teren Tatort sowie die Zufahrtsstrecke zeigt, die der Tat-LKW am 19. Dezember 2016 genommen hat. Auch die Bundesregierung soll seit langem davon wissen. Das wurde am Donnerstag vor Beginn der Ausschusssitzung im Bundestag bekannt. Die Mitglieder des parlamentarischen Untersuchungsausschusses (PUA) waren vor einigen Tagen darauf gesto&szlig;en und konnten das Video sowie drei weitere Videos vor zwei Tagen in Augenschein nehmen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Noch-ein-Video-und-noch-ein-Video-und-noch-4582421.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>&Uuml;ber &bdquo;Resonanzr&auml;ume&ldquo; zwischen dem BKA, der &sbquo;Welt&lsquo; und anderen Medien<\/strong><br>\n&bdquo;Es existiert ein Resonanzraum im Netz, wo man sich gegenseitig best&auml;rkt&ldquo;, sagte BKA-Pr&auml;sident M&uuml;nch in einem Interview mit der Rheinischen Post. Diese &Auml;u&szlig;erung, an sich gem&uuml;nzt auf Beziehungen zwischen extremistischen Gef&auml;hrdern und potenziellen Terroristen, trifft offensichtlich auch auf ihn selbst und die perfekte Resonanz seiner Visionen in der &sbquo;Welt&lsquo; und anderen Medien zu, wie die folgende Geschichte erz&auml;hlt. [&hellip;]<br>\nDas Fazit:<br>\nWenn handverlesene Journalisten zu einem Hintergrundgespr&auml;ch mit den Chefs der Bundessicherheitsbeh&ouml;rden eingeladen werden, sollten sie unterstellen, dass die Einladenden ihrerseits Absichten verfolgen und die Eingeladenen zu diesem Zweck instrumentalisieren. Eine gewisse kritische Distanz zu dem, was dort gesagt, gefordert und behauptet wird, w&auml;re daher angezeigt. Daran fehlt es sowohl bei den beiden Journalistinnen, als auch beim Chefkommentator Krauel und seinen sehr weitgehenden &bdquo;Interpretationen&ldquo;.Es fehlt &uuml;brigens auch ganz erschreckend an der notwendigen Fachkenntnis aus diesem Bereich. Schlimm ist, dass mit Artikeln, wie dem der &lsquo;Welt&rsquo; auch Stammtischmeinungen oder Forderungen von rechten Scharfmachern vom Schlage des DPolG-Vorsitzenden Rainer Wendt bedient und verst&auml;rkt werden &uuml;ber den angeblich zu schwachen Start und die angeblich zu laschen Gesetze. Und sich diese Meinungsmache, wie oben dargestellt, auf Forderungen politischer Interessenvertreter st&uuml;tzt und im &Uuml;brigen auf inkompetentes Nachplappern oder &bdquo;Interpretieren&ldquo; bzw. Neusch&ouml;pfungen von fachlichem Unsinn.  Es fehlt solchen journalistischen Arbeitsergebnisse auch der Blick aufs Gro&szlig;e-Ganze. Da w&auml;re n&auml;mlich Anlass zu fragen, was Polizei denn bisher schon zuwege gebracht hat mit den Befugnissen, die ihr der Gesetzgeber in den letzten zehn Jahren zugestanden hat.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/police-it.org\/ueber-resonanzraeume-zwischen-dem-bka-der-welt-und-anderen-medien\">Police-IT<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Eine Vereinbarung f&uuml;r Venezuela<\/strong><br>\nRegierung und radikale rechte Opposition m&uuml;ssen sich einigen, um die Krise des Landes zu l&ouml;sen, meint Temir Porras aus Venezuela<br>\nDie Verfassungskrise, die Venezuela ersch&uuml;ttert, seit Nicol&aacute;s Maduro und Juan Guaid&oacute; ihren Eid geschworen haben, um denselben Pr&auml;sidentenstuhl zu besetzen, dauert nun schon mehr als ein halbes Jahr an. Weit entfernt von dem schnellen und pl&ouml;tzlichen Ende, das die venezolanische Opposition und ihre internationalen Verb&uuml;ndeten zu Beginn des Jahres prophezeit haben, befindet sich Venezuela noch immer am selben Punkt wie im Januar 2019: Maduro ist an der Regierung, Guaid&oacute; in der Opposition, und die venezolanische Gesellschaft versinkt in einem sozialen und wirtschaftlichen Debakel.<br>\nAlle Versuche, Maduro zu st&uuml;rzen, angefangen bei Guaid&oacute;s Selbstproklamation &uuml;ber seine &ldquo;humanit&auml;re Operation&rdquo; von der kolumbianischen Grenze aus bis hin zum versuchten Putsch vom 30. April, sind gescheitert. Der Ehrgeiz, einen Bruch herbeizuf&uuml;hren und die venezolanische Krise im Handumdrehen zu l&ouml;sen, scheint paradoxerweise im Gegenteil zu ihrer Versteinerung gef&uuml;hrt zu haben. Im Laufe der Zeit scheint die Unregierbarkeit, in die das Land im Januar 2019 geraten ist, zur neuen Normalit&auml;t geworden zu sein, so dass wir das Gef&uuml;hl haben, dass Venezuela eine allm&auml;hliche und widerspr&uuml;chliche Stabilisierung des Chaos&rsquo; erlebt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/amerika21.de\/analyse\/233733\/eine-vereinbarung-fuer-venezuela\">amerika21<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>&ldquo;Eine der gr&ouml;&szlig;ten Manipulationsoperationen&rdquo;: Wikipedia-Eintrag zu Claas Relotius offenbar systematisch verf&auml;lscht<\/strong><br>\nDer Wikipedia-Eintrag des &ldquo;Spiegel&rdquo;-F&auml;lschers Claas Relotius ist laut einem Bericht des Schweizer &ldquo;Tages-Anzeigers&rdquo; offenbar systematisch manipuliert und besch&ouml;nigt worden. Dabei wurden sogar Presseberichte gef&auml;lscht. Wikipedia hat die Nutzerkonten, die mit dem Fall zusammenhingen wegen &ldquo;massiver Manipulation&rdquo; gesperrt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/meedia.de\/2019\/11\/08\/eine-der-groessten-manipulationsoperationen-wikipedia-eintrag-zu-claas-relotius-offenbar-systematisch-verfaelscht\">Meedia.de<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-56241","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/56241","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=56241"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/56241\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":56243,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/56241\/revisions\/56243"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=56241"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=56241"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=56241"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}