{"id":56255,"date":"2019-11-11T08:10:58","date_gmt":"2019-11-11T07:10:58","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56255"},"modified":"2019-11-11T08:10:58","modified_gmt":"2019-11-11T07:10:58","slug":"hinweise-des-tages-3489","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56255","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56255#h01\">Oskar Lafontaine zum Mauerfall: &bdquo;Meine Prognose ist leider eingetreten&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56255#h02\">Evo Morales tritt in Bolivien nach Ank&uuml;ndigung von Neuwahlen zur&uuml;ck<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56255#h03\">Brasiliens Ex-Pr&auml;sident Lula ist wieder frei<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56255#h04\">Wir wollen und brauchen die Nato<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56255#h05\">&ldquo;Europa muss die Sprache der Macht lernen&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56255#h06\">Grundrente: Die SPD verhandelt weiterhin schlecht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56255#h07\">Drei Schritte zu einem armutsfesten Mindestlohn<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56255#h08\">Schwarze Weste f&uuml;r die dreckigen Zwanzig<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56255#h09\">Mangelhafte Pl&auml;ne<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56255#h10\">Der automobile Mensch ist ein Irrtum<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56255#h11\">Wie ultrakonservative US-Organisationen ihre Agenda exportieren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56255#h12\">Le Monde: Polizei hat seit November 2018 mehr als 10.000 Gelbwesten verhaftet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56255#h13\">Forscher und Verb&auml;nde: Intensive Landwirtschaft zerst&ouml;rt die Umwelt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56255#h14\">&ldquo;K&auml;lber billiger als Kanarienv&ouml;gel&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56255#h15\">Blow to Amazon as Seattle socialist looks to have triumphed in key vote<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56255#h16\">Meeting Gorbatschow &ndash; Besuche beim ehemaligen Pr&auml;sidenten der Sowjetunion &ndash; Teil 2<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56255#h17\">Doppelkopf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56255#h18\">Linken-Politiker widerspricht Kritik an Arbeitsbedingungen<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Oskar Lafontaine zum Mauerfall: &bdquo;Meine Prognose ist leider eingetreten&ldquo;<\/strong><br>\nOskar Lafontaine &uuml;ber seine Erinnerungen an den Mauerfall, seine Ideen zur deutschen Einheit und seine Vorstellungen von Willy Brandt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.fr.de\/politik\/oskar-lafontaine-mauerfall-meine-prognose-leider-eingetreten-13204369.html\">Frankfurter Rundschau<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Evo Morales tritt in Bolivien nach Ank&uuml;ndigung von Neuwahlen zur&uuml;ck<\/strong><br>\nOAS hatte zuvor nach vorl&auml;ufigem Bericht Neuwahlen empfohlen. Gewaltt&auml;tige Angriffe auf staatliche Medien und Angeh&ouml;rige der Regierung.<br>\nAcht Stunden nach der Ank&uuml;ndigung von Neuwahlen ist Evo Morales als Staatspr&auml;sident von Bolivien zur&uuml;ckgetreten. Der Pr&auml;sident erkl&auml;rte seinen R&uuml;cktritt, nachdem immer mehr Gouverneure, B&uuml;rgermeister, Abgeordnete und Senatoren seiner Partei im ganzen Land ihre Posten niedergelegt hatten. Kurz zuvor hatte das Milit&auml;r Morales zum R&uuml;cktritt aufgefordert. Der Oppositionspolitiker Luis Camacho forderte au&szlig;erdem, dass nun eine Regierungsjunta gebildet werden m&uuml;sse. (&hellip;)<br>\nZuvor hatte vermehrt Berichte gegeben, wonach sich staatliche Sicherheitskr&auml;fte gegen die Regierung gewandt h&auml;tten. Noch am Samstag war mit Spannung eine Stellungnahme des Milit&auml;rs erwartet worden, worin dessen Chefkommandant, Willams Kaliman, erkl&auml;rt hatte, dass sich das Milit&auml;r niemals gegen das eigene Volk stellen werde. Im Vorlauf stand noch zu bef&uuml;rchten, dass es auch zu einem direkten Putsch unter Beteiligung des Milit&auml;rs kommen k&ouml;nnte. (&hellip;)<br>\nDaraufhin warnten mehrere internationale Beobachter vor einem m&ouml;glichen Staatsstreich. Der ehemalige Pr&auml;sident von Kolumbien, Ernesto Samper, rief das bolivianische Volk dazu auf, sich nicht an einem Putsch zu beteiligen, um nicht in Zeiten der Milit&auml;rdiktatur zur&uuml;ckzufallen. Der fr&uuml;here Pr&auml;sident von Honduras, Manuel Zelaya, verurteilte die gewaltt&auml;tigen Ausschreitungen &ldquo;einer Minderheit&rdquo; und rief zur Akzeptierung der Wahlergebnisse auf.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/amerika21.de\/2019\/11\/233847\/neuwahlen-bolivien-putschversuch-oas?fbclid=IwAR0cPONxOAe6u9-_80XpxP7mW3-5qmBp5pIAsJNGRF238GTdwg8CbenZjV0\">Amerika21<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Brasiliens Ex-Pr&auml;sident Lula ist wieder frei<\/strong><br>\nLuiz In&aacute;cio Lula da Silva verb&uuml;&szlig;te seit 2018 eine Haftstrafe wegen Korruption.<br>\nDer Oberste Gerichtshof hat entschieden, dass verurteilte Straft&auml;ter bis zur Aussch&ouml;pfung aller m&ouml;glichen Rechtsmittel auf freiem Fu&szlig; bleiben d&uuml;rfen.<br>\nEin Richter hat daraufhin am Freitag die Freilassung des Ex-Pr&auml;sidenten angeordnet. (&hellip;)<br>\nVon der Entscheidung des Obersten Gerichtshofes k&ouml;nnten neben Lula fast 5000 weitere H&auml;ftlinge profitieren, die ihre Urteile noch immer anfechten. Darunter sind viele Insassen, die wie der fr&uuml;here Staatschef im Rahmen der Antikorruptionsermittlungen &ldquo;Operation Autow&auml;sche&rdquo; hinter Gitter&nbsp;kamen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/brasilien-lula-freilassung-1.4674912\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Wir wollen und brauchen die Nato<\/strong><br>\nDeshalb geh&ouml;rt die politische Frage ins Zentrum, welchen internationalen Rahmen wir errichten, um auch in Zukunft Frieden und Sicherheit f&uuml;r Europa und unser Land zu bewahren. Drei Punkte sind hier entscheidend:<br>\nErstens: Pr&auml;sident Macron hat recht, wenn er ein starkes und souver&auml;nes Europa ins Zentrum seiner &Uuml;berlegungen stellt. In Zukunft werden wir Europ&auml;er viel mehr Verantwortung f&uuml;r unsere Sicherheit &uuml;bernehmen m&uuml;ssen. Deshalb bauen wir gemeinsam mit Frankreich unter Hochdruck an einem Europa, das in der Sicherheitspolitik viel enger zusammenarbeitet. Der Aachener Vertrag, die immer engere Zusammenarbeit bei der Entwicklung von F&auml;higkeiten, die Interventionsinitiative, die St&auml;rkung des zivilen Krisenmanagements sind Meilensteine. Politische K&auml;rrnerarbeit liegt vor uns, gerade in der anstehenden EU-Pr&auml;sidentschaft.<br>\nZweitens, wie wir das Ziel eines starken und souver&auml;nen Europas am besten erreichen k&ouml;nnen, dazu m&uuml;ssen wir mit unseren franz&ouml;sischen Freunden einen gemeinsamen Weg finden. F&uuml;r Deutschland ist klar: Es w&auml;re ein Fehler, wenn wir die Nato unterminieren w&uuml;rden. Ohne die Vereinigten Staaten sind weder Deutschland noch Europa im Stand, sich wirkungsvoll zu sch&uuml;tzen. Das hat zuletzt die russische Verletzung des INF-Vertrags sehr deutlich gemacht. Eine Au&szlig;en- und Sicherheitspolitik ohne Washington w&auml;re unverantwortlich, eine Entkopplung europ&auml;ischer und amerikanischer Sicherheit gef&auml;hrlich. Auf viele Jahre werden wir die Nato brauchen. Sie steht f&uuml;r Lastenteilung, f&uuml;r internationale Kooperation, f&uuml;r Multilateralismus. Und wenn Europa eines Tages f&auml;hig sein wird, seine Sicherheit selbst zu verteidigen, dann sollten wir die Nato weiterhin wollen. Ja, wir wollen das starke und souver&auml;ne Europa. Aber wir brauchen es als Teil einer starken Nato und nicht als deren Ersatz.<br>\nDrittens d&uuml;rfen wir die Europ&auml;er in der Sicherheitsfrage nicht spalten. Mit Deutschland kann es keine Sonderwege geben, nicht gegen&uuml;ber Moskau und auch nicht in anderen Fragen. Unsere Nachbarn in Polen und im Baltikum k&ouml;nnen darauf vertrauen, dass wir ihre Sicherheitsbed&uuml;rfnisse so ernst nehmen wie unsere eigenen. &Uuml;ber ihre K&ouml;pfe hinweg wird das Europa, das wir brauchen, nicht gelingen. Im Gegenteil, unsere &ouml;stlichen Nachbarn w&uuml;rden ihre Zukunft in einer Bilateralisierung ihrer Beziehungen zu Washington suchen. Deshalb: Ja, das starke und souver&auml;ne Europa ist ein Vorhaben, das sich Deutschland wie Frankreich auf die Fahne geschrieben haben. Aber es ist eines, bei dem wir niemanden zur&uuml;cklassen d&uuml;rfen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/heiko-maas-sicherheit-fuer-europa-gastbeitrag-des-bundesaussenministers-a-1295735.html\">Heiko Maas in Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Das klingt doch alles nicht nach einer eigenen Idee f&uuml;r eine deutsche Au&szlig;enpolitik. Ist Herr Maas Au&szlig;enminister von Deutschland oder der USA? Vertritt er deutsche Interessen oder doch die der USA? M&ouml;chte er ein &bdquo;starkes und souver&auml;nes Europas&ldquo; oder lediglich eine Europ&auml;ische Union &ndash; und somit auch Deutschland &ndash; an der Seite der USA? Insgesamt wirkt dieser Beitrag ziemlich konzeptionslos. Das Einzige, was festzustehen scheint: Die USA k&ouml;nnen sich &ndash; auch mit einem Herrn Trump als Pr&auml;sident &ndash; auf Herrn Maas verlassen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>&ldquo;Europa muss die Sprache der Macht lernen&rdquo;<\/strong><br>\n&ldquo;Europa muss auch die Sprache der Macht lernen&rdquo;, sagte sie in Berlin in einer Europa-Rede vor der Konrad-Adenauer-Stiftung. &ldquo;Das hei&szlig;t zum einen, eigene Muskeln aufbauen, wo wir uns lange auf andere st&uuml;tzen konnten &ndash; zum Beispiel in der Sicherheitspolitik&rdquo;, sagte die fr&uuml;here deutsche Verteidigungsministerin. &ldquo;Zum anderen die vorhandene Kraft gezielter einsetzen, wo es um europ&auml;ische Interessen geht.&rdquo; (&hellip;)<br>\nVon der Leyen rief Europa auf, sich auf seine St&auml;rken zu besinnen. F&uuml;r Verzagtheit gebe es keinen Grund. &ldquo;Europa ist heute attraktiver, als wir es oft wissen oder zumindest dar&uuml;ber reden.&rdquo; Europa m&ouml;ge hinsichtlich seiner Bev&ouml;lkerung &auml;lter und weniger werden. &ldquo;Aber wir haben etwas, was unsch&auml;tzbar ist: Rechtsstaat, Freiheit, Demokratie, Offenheit f&uuml;r viele Lebensentw&uuml;rfe &ndash; das finden junge Menschen in China oder Russland nicht.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/ursula-von-der-leyen-erste-grundsatzrede-als-kommissionspraesidentin-a-1295677.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> So sieht also die Vorstellung der k&uuml;nftigen EU-Kommissionspr&auml;sidentin, Frau von der Leyen, f&uuml;r die Europ&auml;ische Union (oder doch ganz Europa?) aus. Das sind ihre W&uuml;nsche. Aber wie hei&szlig;t es schon in der P&auml;dagogik: W&uuml;nsche m&uuml;ssen nicht in Erf&uuml;llung gehen.<\/em><\/p>\n<p><em>Beherrscht Frau von der Leyen eigentlich die &bdquo;Sprache der Macht&ldquo;? Zum Ausdruck kommt doch vielmehr eine Rhetorik der Konfrontation &ndash; insbesondere gegen China und Russland. Aber offenbar an der Seite der USA, die zumindest dem &bdquo;SPON&ldquo;-Beitrag zufolge nicht einmal erw&auml;hnt wurde. Bitte lesen Sie dazu auch <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53305\">Von der Leyen in Br&uuml;ssel: Eindeutig f&uuml;r die Politik der St&auml;rke und Abschreckung gegen&uuml;ber Russland. Ansonsten schwammig<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Grundrente: Die SPD verhandelt weiterhin schlecht<\/strong><br>\n(&hellip;) Das Geschenk f&uuml;r die Union ist eine abermalige und vor allem aberwitzige Absenkung des Beitrages zur Arbeitslosenversicherung von 2,5 auf 2,4 Prozent. Das klingt nicht nach viel, entspricht aber rund 1,2 Milliarden Euro an Beitr&auml;gen pro Jahr. Bemerkenswert ist das auch, weil bereits zum 1. Januar 2019 eine Beitragssatzsenkung von 3 auf 2,6 Prozent stattgefunden hat (Kosten 6,2 Milliarden Euro), plus eine weitere befristete Senkung um 0,1 Prozent (Kosten 1,2 Milliarden Euro) bis 2022. Das taucht in der Berichterstattung aber gar nicht auf. Bereits im letzten Jahr gingen Union und SPD deutlich &uuml;ber das hinaus, was im Koalitionsvertrag mit einer Senkung von 0,3 Prozent vereinbart worden war.<br>\nDas hei&szlig;t, die Union bekommt die doppelte Absenkung des Arbeitslosenversicherungsbeitrages um 0,6 Prozent bis Ende 2022. Das freut nicht die Arbeitnehmer, sondern vor allem die Arbeitgeber.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.taublog.de\/191110grundrente-die-spd-verhandelt-weiterhin-schlecht\">Taublog<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Drei Schritte zu einem armutsfesten Mindestlohn<\/strong><br>\nDer Mindestlohn ist gut f&uuml;r die Menschen und die Wirtschaft. Das zeigen neueste Untersuchungen. Alle Bedenken haben sich als grundlos erwiesen. Zum Leben reicht der Mindestlohn dennoch nicht. Das muss sich &auml;ndern. (&hellip;)<br>\nAls armutsfest kann ein Mindestlohn dann gelten, wenn er sicherstellt, dass die Bezieher*innen nicht im Alter nach 45 Jahren mit Vollzeitbesch&auml;ftigung auf die Grundsicherung zur&uuml;ckgreifen zu m&uuml;ssen. Bereits 2017 nannte das Bundesarbeitsministerium einen Stundenlohn von 11,85 Euro und sp&auml;ter von 12,63 Euro als erforderlich, um dieses Ziel zu erreichen.<br>\nDie Politik der Trippelschritte bei der Anpassung ist ganz offensichtlich ungeeignet, um dieses Ziel in absehbarer Zeit zu erreichen. Bislang ist der gesetzliche Mindestlohn jahresdurchschnittlich um 2,5 Prozent gestiegen. Selbst wenn man optimistisch unterstellt, dass der Tarifindex in Zukunft jedes Jahr um 3 Prozent steigt, w&uuml;rde ein Mindestlohn von 12 Euro erst im Jahr 2029 erreicht. Dass er dann nicht mehr armutsfest w&auml;re, versteht sich von selbst.<br>\nDas Mindestlohngesetz l&auml;sst durchaus Spielraum bei Anpassung. Die Mindestlohnkommission, hei&szlig;t es dort, &ldquo;pr&uuml;ft im Rahmen einer Gesamtabw&auml;gung, welche H&ouml;he des Mindestlohns geeignet ist, zu einem angemessenen Mindestschutz der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer beizutragen, faire und funktionierende Wettbewerbsbedingungen zu erm&ouml;glichen sowie Besch&auml;ftigung nicht zu gef&auml;hrden.&rdquo; Durch eine restriktive Gesch&auml;ftsordnung der Mindestlohnkommission wurde dieser Spielraum unn&ouml;tig eingeengt. In ihr ist festgelegt, dass die Anpassung &ldquo;im Regelfall&rdquo; entsprechend der Entwicklung des Tarifindexes erfolgt. (&hellip;)<br>\nEine Anhebung des gesetzlichen Mindestlohnes auf dieses Niveau in einem Schritt ist sicherlich illusorisch. Aber eine Kampagne &ldquo;10, 11 und 12 Euro &ndash; in drei Schritten und drei Jahren zu einem armutsfesten Mindestlohn&rdquo; h&auml;tte gute Erfolgschancen. Sie definiert ein klares Ziel in einem &uuml;berschaubaren Zeitraum. Dies gibt auch den tarifpolitischen Akteuren einen festen Planungshorizont. Im n&auml;chsten Jahr legt die Bundesregierung eine Evaluation des gesetzlichen Mindestlohnes vor.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/gegenblende.dgb.de\/artikel\/++co++4758608e-0201-11ea-997b-52540088cada\">Gegenblende<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Der Titel der Kampagne ist in Ordnung. Aber die genannten Zahlen d&uuml;rften in drei Jahren nicht mehr aktuell, armutsfest sein. Bitte lesen Sie dazu auch <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56143#h01\">Hartz IV verfassungswidrig<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Schwarze Weste f&uuml;r die dreckigen Zwanzig<\/strong><br>\nTrotz aller Klimaversprechen steigen in den G20-Staaten die Emissionen von Klimagasen weiter an, zeigt eine neue Analyse. Ziele sind so schwach, dass sie trotzdem erf&uuml;llt werden (&hellip;)<br>\n&bdquo;Die CO2-Emissionen aus den 20 gr&ouml;&szlig;ten Volkswirtschaften steigen an&ldquo;, hei&szlig;t es im diesj&auml;hrigen Bericht &bdquo;Brown to Green&ldquo;, den das internationale Forschungsnetzwerk &bdquo;Climate Transparency&ldquo; am Montag ver&ouml;ffentlicht. &bdquo;Keines der L&auml;nder hat Pl&auml;ne f&uuml;r einen Pfad, der die Erderw&auml;rmung auf 1,5 Grad begrenzt, obwohl die meisten daf&uuml;r die technischen M&ouml;glichkeiten und &ouml;konomische Anreize haben.&ldquo;<br>\nDer j&auml;hrliche &bdquo;Brown to Green&ldquo;-Report verfolgt die Fort- und R&uuml;ckschritte der Industriestaaten auf dem Weg zu einer &bdquo;gr&uuml;nen&ldquo; Weltwirtschaft. Zusammen sind die Staaten der G20 f&uuml;r etwa 80 Prozent der weltweiten Treibhausgase verantwortlich<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Miese-Bilanz-der-G20-beim-Klimaschutz\/!5639902\/\">taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Mangelhafte Pl&auml;ne<\/strong><br>\nZwei Drittel aller nationalen Ma&szlig;nahmenpakete zum Klimaschutz sind ungen&uuml;gend. Mehr als 11&nbsp;000 Wissenschaftler warnen vor dem &ldquo;Klima-Notfall&rdquo;. (&hellip;)<br>\n&ldquo;Die Frage, was f&uuml;r ein Land ein ehrgeiziger und fairer Beitrag ist, steht seit Jahrzehnten im Mittelpunkt der Klimadebatte&rdquo;, sagt Niklas H&ouml;hne vom New Climate Institute in K&ouml;ln. &ldquo;Aber es spielt eigentlich keine Rolle mehr, welche Perspektive man einnimmt: Die meisten Beitr&auml;ge der L&auml;nder sind in keiner einzigen Perspektive fair. Alle m&uuml;ssen massiv&nbsp;nachlegen.&rdquo;<br>\nSelbst wenn alle vorliegenden nationalen Zusagen eingehalten werden, d&uuml;rfte es bis 2100 auf einen globalen Temperaturanstieg um drei bis vier Grad Celsius hinauslaufen. Das beschlossene Ziel von h&ouml;chstens plus 1,5 bis zwei Grad w&uuml;rde schon in der Mitte des Jahrhunderts krachend&nbsp;verfehlt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/wissen\/erderwaermung-mangelhafte-plaene-1.4670041\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><strong>Dazu: Klima-Note Vier f&uuml;r die Bundesregierung<\/strong><br>\nDie Erh&ouml;hung der Entfernungspauschale entlastet vor allem Fernpendler mit h&ouml;herem Einkommen. Daran &auml;ndert die Mobilit&auml;tspauschale f&uuml;r Geringverdiener nichts, da nur sehr wenige Haushalte eine solche Pr&auml;mie &uuml;berhaupt bekommen w&uuml;rden.<br>\nInsgesamt benachteiligt das Klimapaket Geringverdiener und entlastet vor allem Fernpendler mit h&ouml;herem Einkommen. Besser w&auml;re ein einheitliches Mobilit&auml;tsgeld pro Kopf, das unabh&auml;ngig vom Einkommen ausgezahlt wird und so Niedrigeinkommen sp&uuml;rbar entlastet und zudem einen Anreiz gibt, auf das Fahrzeug zu verzichten und auf Alternativen umzusteigen.<br>\nBesonders wichtig ist zudem eine viel deutlichere St&auml;rkung des Schienenverkehrs und des &ouml;ffentlichen Nahverkehrs.<br>\nEs ist bedauerlich: Statt umweltsch&auml;dliche Subventionen abzubauen, werden diese sogar noch erh&ouml;ht. Vers&auml;umt wurde, sowohl das Dieselprivileg abzubauen als auch eine Klima-Maut einzuf&uuml;hren, also auch die Kerosinsteuer zu erh&ouml;hen.<br>\nDie Verfehlung der Klimaziele ist somit programmiert. Wir werden daher in Europa Emissionszertifikate zukaufen m&uuml;ssen, was Milliarden kosten wird. Wenig Klimaschutz f&uuml;r viel Geld &ndash; das erh&ouml;ht nicht gerade die Akzeptanz. (&hellip;)<br>\nDas Klimapaket muss deshalb viel ehrgeiziger werden, um die Klimaziele noch erreichen zu k&ouml;nnen. Es muss konkrete Sektorziele geben, die j&auml;hrlich &ndash; auch von einem Expertenrat &ndash; &uuml;berpr&uuml;ft werden, an europ&auml;ischen Zielen ausgerichtet und bei Nichterf&uuml;llung nachjustiert werden.<br>\nWichtig ist vor allem, dass der Ausbau der erneuerbaren Energien schneller und intensiver vorangetrieben wird. Das wird kaum gelingen, wenn die Abstandsregeln f&uuml;r Windenergie bestehen bleiben. Werden diese Regelungen nicht wieder r&uuml;ckg&auml;ngig gemacht, wird der Ausbau weiter zusammenschrumpfen. Wir schlittern sehenden Auges in eine &Ouml;kostroml&uuml;cke. Auch der Ausbau-Deckel bei der Solarenergie muss abgeschafft werden. (&hellip;)<br>\nUnverst&auml;ndlich ist hingegen, dass man im Bundeshaushalt an der schwarzen Null so streng festh&auml;lt. In Zeiten von drohender Rezession, niedrigen Zinsen und billigem Geld sind Klimaschutzinvestitionen die Garantie f&uuml;r eine dauerhaft nachhaltige, innovative und wettbewerbsf&auml;hige Wirtschaft. Selten waren die Bedingungen durch die Finanzm&auml;rkte so gut, um den Klimaschutz als Wirtschaftsmotor f&uuml;r eine nachhaltige Zukunft st&auml;rken zu k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.klimareporter.de\/deutschland\/klima-note-vier-fuer-die-bundesregierung\">Claudia Kemfert in klimareporter<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Der automobile Mensch ist ein Irrtum<\/strong><br>\nMit der Kaufpr&auml;mie f&uuml;r Elektroautos h&auml;lt die Bundesregierung weiter am Konzept Auto fest. Ein falsches Signal in der Debatte um die Mobilit&auml;t der Zukunft. (&hellip;)<br>\nMit der Kaufpr&auml;mie wird wieder einmal am Konzept Auto festgehalten. Das ist keine &Uuml;berraschung in einer motorisierten Gesellschaft, aber &uuml;berraschend kurz gedacht. Irren ist zwar menschlich, der automobile Mensch jedoch ein einziger Irrtum. Schlie&szlig;lich wird zumindest im urbanen Raum der Grundgedanke von Mobilit&auml;t beim kollektiven Stau-Erlebnis ad absurdum gef&uuml;hrt. W&auml;hrend man durch die Windschutzscheibe mal wieder auf ein Standbild schaut, hat man Zeit, &uuml;ber Folgendes nachzudenken: (&hellip;)<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/auto\/aktuell\/kaufpraemie-fuer-elektroautos-der-automobile-mensch-ist-ein-irrtum-a-1295310.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Stellt sich die Frage, was die CDU hier von einer &bdquo;Bed&uuml;rftigkeitspr&uuml;fung&ldquo; h&auml;lt?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Wie ultrakonservative US-Organisationen ihre Agenda exportieren<\/strong><br>\nDie religi&ouml;se Rechte der USA schickt Millionen nach Europa, um ihr Weltbild auch hier zu propagieren.<br>\nSie sind gegen Abtreibung, Sterbehilfe, Frauenrechte und f&uuml;r &laquo;traditionelle Werte&raquo;. In den USA wehren sich fundamentalistische christliche Organisationen selbst dagegen, dass in der Schule die Evolutionstheorie gelehrt wird. Wenn von Fundamentalismus die Rede ist, gehen diese Organisationen aber meist vergessen, dabei haben sie in den USA grossen Einfluss &ndash; nicht zuletzt aufgrund verm&ouml;gender Geldgeber.<br>\nIm Namen &laquo;traditioneller moralischer Werte&raquo; tragen sie ihren &laquo;Kulturkampf&raquo; auch ausserhalb der USA aus. Seit Jahren unterst&uuml;tzen sie rechtspopulistische Gruppen in Europa und lobbyieren in Parlamenten. Neben Expertise unterst&uuml;tzen sie europ&auml;ische Organisationen auch mit Geld.<br>\nSch&auml;tzungsweise 56 Millionen Euro seien von 2008 bis 2017 von ultrakonservativen US-Organisationen an rechtspopulistische Empf&auml;nger in Europa geflossen, schreibt das &ouml;sterreichische Magazin &laquo;Kontrast&raquo; mit Bezug auf &laquo;Open Democracy&raquo;. Seither h&auml;tten sich die Summen eher noch erh&ouml;ht. Inhaltlich &uuml;berschneiden sich ihre Ziele oft mit der Islam- und fremdenfeindlichen Agenda der europ&auml;ischen Rechtspopulisten. (&hellip;)<br>\nRamsey h&auml;lt es f&uuml;r sehr wahrscheinlich, dass ein Grossteil der Graswurzelbewegungen, die gegen Schwulen- oder Frauenrechte protestieren, aus den USA finanziert werden. Der Einfluss fundamentalistischer Christen habe in den letzten Jahren stark zugenommen, sagen auch Vertreter von LGBTQ-Organisationen. Evelyne Paradis, Vertreterin der europ&auml;ischen Dachorganisation ILGA, f&uuml;hrt das zunehmend &laquo;toxische Umfeld&raquo; sowie die Zunahme von Hatespeech gegen Randgruppen auf ihre Aktivit&auml;ten zur&uuml;ck.<br>\nKampagnen zur &laquo;Wiederherstellung der nat&uuml;rlichen Ordnung&raquo;, die beispielsweise das christliche Netzwerk &laquo;Agenda Europe&raquo; f&auml;hrt, untergraben so lokale Gesetze und die Menschenrechte. Nach Unterlagen, die 3sat vorliegen, hat &laquo;Agenda Europe&raquo; das Verbot von Abtreibung, Homosexualit&auml;t und Sterbehilfe zum Ziel. Das 9-Minuten-Video &laquo;Die Armee der Bibeltreuen&raquo; l&auml;sst sich bis zum 28. Oktober 2020 in der ZDF-Mediathek aufrufen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/FreiheitRecht\/Wie-ultrakonservative-US-Organisationen-ihre-Agenda-exportieren\">Infosperber<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Le Monde: Polizei hat seit November 2018 mehr als 10.000 Gelbwesten verhaftet<\/strong><br>\nDie franz&ouml;sische Polizei hat seit dem Beginn der Bewegung der &ldquo;Gelben Westen&rdquo; im November letzten Jahres mehr als 10.000 Anh&auml;nger festgenommen. Das berichtete die franz&ouml;sische Zeitung Le Monde am Freitag und verwies dabei auf Daten des franz&ouml;sischen Justizministeriums.<br>\nNach Angaben der Zeitung haben franz&ouml;sische Gerichte bereits mehr als 3.000 Schuldspr&uuml;che gegen die Mitglieder der Bewegung ausgesprochen, insbesondere in den Abschnitten &uuml;ber die Teilnahme an Massenaufst&auml;nden und Angriffen auf Strafverfolgungsbeamte.<br>\nEtwa 400 Gelbwesten wurden verurteilt, was zu Freiheitsstrafen und sofortiger Inhaftierung f&uuml;hrte. Laut Le Monde wurden viele der verhafteten Anh&auml;nger zu gemeinn&uuml;tziger Arbeit verurteilt. Andere erhielten Haftstrafen auf Bew&auml;hrung.<br>\nAm 17. November 2018 starteten in Frankreich die&nbsp; Proteste der &ldquo;Gelbwesten&rdquo;. Sie wurden ins Leben gerufen, um gegen steigende Spritpreise zu protestieren. Laut den Organisatoren sollen 282.000 Menschen an der ersten Demo teilgenommen haben. Seitdem sind die Teilnehmerzahlen jedoch r&uuml;ckl&auml;ufig. Die Liste der Forderungen der &ldquo;Gelbwesten&rdquo; betrifft nun nicht nur sozio&ouml;konomische, sondern auch politische Missst&auml;nde im Land.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/europa\/94467-le-monde-polizei-hat-ueber-zehn-tausend-gelbwesten-verhaftet\/\">RT Deutsch<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung C.G.:<\/strong> Was wohl in unseren Medien los w&auml;re, wenn das in Russland passiert w&auml;re.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Forscher und Verb&auml;nde: Intensive Landwirtschaft zerst&ouml;rt die Umwelt<\/strong><br>\nMehr als 2500 Experten fordern in einem offenen Brief an das Europaparlament eine Abkehr von der bisherigen Agrarpolitik in Europa. Diese habe zu einer Intensivierung der Landwirtschaft, vermehrtem Einsatz von Pestiziden und Artensterben gef&uuml;hrt. (&hellip;)<br>\nDerzeit gehen rund 58 Milliarden Euro pro Jahr an EU-F&ouml;rdergeldern in den Agrarsektor. Dies ist der gr&ouml;sste Posten im EU-Haushalt. Die Gelder werden haupts&auml;chlich pro Hektar ausgezahlt. Zudem gibt es F&ouml;rdergelder f&uuml;r die Entwicklung des l&auml;ndlichen Raums. Ein Teil der Zahlungen ist an Umweltvorgaben gekn&uuml;pft. Die Auflagen seien jedoch weitgehend ineffektiv und oft unzureichend &uuml;berwacht, hiess es in dem Brief. Die Agrarf&ouml;rderung m&uuml;sse grundlegend ge&auml;ndert werden. Kleinere Landwirtschaftsbetriebe, die nachhaltig wirtschaften, m&uuml;ssten st&auml;rker unterst&uuml;tzt werden. F&ouml;rdergelder sollten zudem st&auml;rker an den Schutz und die St&auml;rkung der Biodiversit&auml;t gekn&uuml;pft werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/wissenschaft\/eu-forscher-und-verbaende-intensive-landwirtschaft-zerstoert-die-umwelt-ld.1519906\">Neue Z&uuml;rcher Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>&ldquo;K&auml;lber billiger als Kanarienv&ouml;gel&rdquo;<\/strong><br>\nViehz&uuml;chter in Deutschland sehen sich derzeit einem beispiellosen Preisverfall ausgesetzt. Ein schwarzbuntes Kuhkalb war im Oktober noch 8,49 Euro wert. Der von einem Branchendienst ermittelte Preis geht aus einer Antwort des Landwirtschaftsministeriums an den gr&uuml;nen Bundestagsabgeordneten Friedrich Ostendorff hervor.<br>\nVerantwortlich f&uuml;r den Preisverfall seien Vermarktungsbeschr&auml;nkungen aufgrund der Blauzungenkrankheit, hei&szlig;t es aus dem Ministerium. Auch Transportbeschr&auml;nkungen, etwa nach Spanien, sorgten zuletzt f&uuml;r ein &Uuml;berangebot an weiblichen K&auml;lbern, die im Juni noch knapp 30 Euro kosteten.<br>\nMinisterin Julia Kl&ouml;ckner (CDU) hatte in einem Brief an ihren bayerischen Amtskollegen Zweifel ge&auml;u&szlig;ert, ob derartige Transporte mit der EU-Verordnung vereinbar seien. Wenige Wochen alte Tiere sind dabei oft &uuml;ber 19 Stunden im Laster unterwegs. Tiergerecht, so Ostendorff, sei das nicht.<br>\nMit den Beschr&auml;nkungen allein sei der Preisverfall aber kaum zu erkl&auml;ren. Der gr&uuml;ne Agrarexperte h&auml;lt andere Gr&uuml;nde f&uuml;r gewichtiger: Die Billigpreise seien &ldquo;die traurige Begleiterscheinung der industriellen Landwirtschaft&rdquo;, sagt Ostendorff. &ldquo;Die intensive Milchproduktion f&uuml;hrt auch dazu, dass zu viele K&auml;lber f&uuml;r den Markt produziert werden.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/deutschland-kaelber-kosten-inzwischen-unter-neun-euro-a-1295665.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unserer Leserin A.F.:<\/strong> Und dann l&auml;sst man sie eben einfach verhungern und verdursten, wenn sie nicht ohne Tr&auml;nken und Futter quer durch Europa zur Mast gekarrt werden. Ihre M&uuml;tter haben ein Leben von h&ouml;chstens 4 Jahren, leiden an extrem schmerzhaften Euterentz&uuml;ndungen und br&uuml;chigen Knochen und k&ouml;nnen kaum gehen mit diesen Rieseneutern. Und ihre K&auml;lber werden ihnen unmittelbar nach der Geburt weggenommen, eine Qual f&uuml;r Mutter und ja, Kind. Nicht zu vergessen die Klimafolgen und Bodensch&auml;den.<\/em><\/p>\n<p><em>Es ist nur noch widerlich. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Blow to Amazon as Seattle socialist looks to have triumphed in key vote<\/strong><br>\nIn a blow to Amazon, the socialist candidate Kshama Sawant appeared on Saturday to have beaten the business-backed Egan Orion for a seat on Seattle city council, despite an unprecedented financial effort from the tech giant.<br>\nAmazon is headquartered in the city. It ploughed $1.5m into the city council election through a political action committee sponsored by the Seattle Metropolitan Chamber of Commerce. (&hellip;)<br>\nSawant, a member of the Socialist Alternative party and a former tech worker, was elected six years ago as the first socialist on the Seattle council in almost 100 years. On election night she trailed Orion by 8%. But as more ballots were counted she closed the gap, and by Friday evening, with the vast majority of ballots counted, she was up by almost 4%, or about 1,500 votes.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.theguardian.com\/us-news\/2019\/nov\/09\/seattle-amazon-kshama-sawant-socialist-elections?CMP=share_btn_fb&amp;fbclid=IwAR3ugOWEamxuENAY0NyNkE-7Ct5Hb-HLOEqXKxdEaaPtgrReliRpQW9B-8I\">The Guardian<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Meeting Gorbatschow &ndash; Besuche beim ehemaligen Pr&auml;sidenten der Sowjetunion &ndash; Teil 2<\/strong><br>\nUnser Gastautor Leo Ensel, Konfliktforscher und interkultureller Trainer, berichtete im ersten Teil &uuml;ber seine inhaltlichen Vorbereitungen f&uuml;r die Treffen mit Michail Gorbatschow in Moskau.<br>\nLesen Sie im zweiten Teil (Teil eins hier lesen) &uuml;ber den Verlauf und die Gespr&auml;che dieser Treffen und einen besonderen Gast, der Leo Ensel bei seinem zweiten Treffen begleitete. (&hellip;)<br>\nGorbatschow berichtete von den Gipfeltreffen zwischen ihm und Reagan. Zuerst im November 1985 in Genf, als ihm von Reagan als Erstes alle Verbrechen des Kommunismus um die Ohren gehauen wurden, bis er selbst mit der Frage: &bdquo;Und wer hat die Atombomben in Japan eingesetzt?&ldquo; konterte. Dennoch schafften beide mit ihrer gemeinsamen Erkl&auml;rung, ein Atomkrieg k&ouml;nne niemals gewonnen und d&uuml;rfe daher auch niemals begonnen werden und keine Seite d&uuml;rfe &Uuml;berlegenheit anstreben, eine erste bahnbrechende &Uuml;bereinkunft. Dann die Krise und die Verhandlungsflaute danach, bis er, Gorbatschow, energisch auf ein schnelles weiteres Gipfeltreffen dr&auml;ngte, das im Oktober 1986 im isl&auml;ndischen Reykjavik stattfand. Und wie die von ihm vorgeschlagene weltweite Halbierung aller Atomsprengk&ouml;pfe, ja die Abschaffung der Atomwaffe &uuml;berhaupt, schlie&szlig;lich an Reagans starrer Haltung zu SDI scheiterte.<br>\nUnd wie Gorbatschow &ndash; er spricht manchmal von sich in der dritten Person &ndash; durch seine &ouml;ffentliche Uminterpretation des Scheiterns in einen Durchbruch die Situation rettete und damit den Boden f&uuml;r den Abschluss des INF-Vertrages im Dezember 1987 bereitete. Bis hin zum Spaziergang mit Ronald Reagan &uuml;ber den Roten Platz im Juni 1988, wo dieser auf Fragen von Journalisten seine fr&uuml;here Bemerkung, die Sowjetunion sei das &bdquo;Reich des B&ouml;sen&ldquo;, als nicht mehr zeitgem&auml;&szlig; bezeichnete. Und er deutete seine Entt&auml;uschung dar&uuml;ber an, dass die USA sich nach dem Ende des Kalten Krieges nicht an ihre Vereinbarungen gehalten h&auml;tten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/de.sputniknews.com\/politik\/20191108325964903-meeting-gorbatschow--besuche-beim-ehemaligen-praesidenten-der-sowjetunion---teil-2\/\">Sputnik<\/a>\n<p><strong>Dazu: Gorbatschow: &bdquo;Wir leben gemeinsam in einem Mehrfamilienhaus&ldquo;<\/strong><br>\nDer Ex-Pr&auml;sident der Sowjetunion hat der Berliner Morgenpost ein Interview anl&auml;sslich des Mauerfall-Jubil&auml;ums gegeben.<br>\nMichail Gorbatschow, ehemals Pr&auml;sident der Supermacht Sowjetunion, und Fritz Pleitgen, fr&uuml;her Moskau-Korrespondent und langj&auml;hriger WDR-Intendant, sind sich bei vielen Gelegenheiten begegnet &ndash; auf Konferenzen, bei Staatsbesuchen und zuletzt bei Lesungen. Jetzt wollten sie sich wieder treffen, um &uuml;ber 30 Jahre nach dem Mauerfall, das gegenw&auml;rtige Wettr&uuml;sten und Gorbatschows letztes Buch &bdquo;Was jetzt auf dem Spiel steht&ldquo; zu sprechen. Doch dann kam aus Moskau die Nachricht, dass es Michail Sergejewitsch gesundheitlich nicht gut geht. Er sei aber gerne bereit, auf unsere Fragen in Ruhe schriftlich zu antworten. Wir sind auf sein Angebot eingegangen. Seine Antworten wollen wir Ihnen nicht vorenthalten, auch wenn Michail Sergejewitsch nicht alle Fragen beantwortet hat.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.morgenpost.de\/berlin\/30jahremauerfall\/article227586021\/Gorbatschow-Wir-leben-gemeinsam-in-einem-Mehrfamilienhaus.html\">Berliner Morgenpost<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Doppelkopf<\/strong><br>\nAm Tisch mit Gabriele Krone-Schmalz, &ldquo;Russlandsympathisantin&rdquo; (&hellip;)<br>\nImmer noch reist Gabriele Krone-Schmalz zwei Mal im Jahr nach Russland, weil sie die Menschen dort sch&auml;tzt. Mit dem Bild des Landes, wie es in Deutschland gezeichnet wird, hadert die Frau, die &uuml;brigens auch osteurop&auml;ische Geschichte und Slawistik studiert hat und &uuml;ber das Russlandbild in den Medien promoviert wurde.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.hr2.de\/programm\/doppelkopf\/doppelkopf--am-tisch-mit-gabriele-krone-schmalz-russlandsympathisantin,id-doppelkopf-1502.html\">hr2<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Gerne begleiten die NachDenkSeiten das Ansinnen von Frau Krone-Schmalz. Bitte lesen\/sehen Sie dazu u.a. auch:<\/em><\/p>\n<ul>\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47783\">Video der Podiumsdiskussion mit Gabriele Krone-Schmalz, Albrecht M&uuml;ller, Willy Wimmer. Einf&uuml;hrung Adelheid Bahr<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42322\">Gabriele Krone-Schmalz: &bdquo;Es ist h&ouml;chste Zeit f&uuml;r eine neue Entspannungspolitik&ldquo;<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47748\">Krone-Schmalz: &bdquo;Ich empfinde das als unverhohlene Kriegshetze&ldquo;<\/a><\/em><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Linken-Politiker widerspricht Kritik an Arbeitsbedingungen<\/strong><br>\nEin CDU-Politiker bricht im Bundestag zusammen, die Linken-Abgeordnete Anke Domscheit-Berg spricht darauf von &ldquo;menschenfeindlichen&rdquo; Arbeitsbedingungen. Doch nun h&auml;lt ihr Parlamentarischer Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer dagegen.<br>\nEs waren Worte, die man von Bundestagsabgeordneten selten h&ouml;rt: Nach dem Zusammenbruch des CDU-Politikers Matthias Hauer hatte Linksfraktionsmitglied Anke Domscheit-Berg die Arbeitsbedingungen im Parlament scharf kritisiert. Diese seien &ldquo;menschenfeindlich&rdquo;, sagte die Digitalexpertin dem SPIEGEL. Domscheit-Berg beklagte sich &uuml;ber das zu bew&auml;ltigende Pensum und die fehlenden Pausen &ndash; bem&auml;ngelte aber auch, dass man ins Plenum kein Essen und keine Getr&auml;nke mitnehmen d&uuml;rfe. (&hellip;)<br>\nDoch nicht jeder h&auml;lt die Vorw&uuml;rfe in ihrer Vehemenz f&uuml;r gerechtfertigt. Jetzt meldet sich Jan Korte zu Wort, Parlamentarischer Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der Linken. Korte kritisiert die Schilderungen seiner eigenen Fraktionskollegin. &ldquo;Es ist extrem schr&auml;g zu behaupten, Bundestagsabgeordnete w&uuml;rden unter menschenfeindlichen Bedingungen arbeiten&rdquo;, sagte Korte dem SPIEGEL. &ldquo;Es gibt wenige Berufsgruppen, die so privilegiert sind wie Bundestagsabgeordnete.&rdquo; Daher seien solche Behauptungen nicht nachvollziehbar. &ldquo;Mein Gro&szlig;vater war Stahlarbeiter, meine Mutter Krankenschwester. Das war harte Arbeit. Den Begriff menschenfeindlich haben beide aber in diesem Zusammenhang nie benutzt&rdquo;, so Korte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/bundestag-linken-politiker-jan-korte-widerspricht-kritik-an-arbeitsbedingungen-a-1295593.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Gut, dass Jan Korte diese absurde Debatte wieder auf den Boden holt. Als meine Frau &ndash; Krankenschwester in einer privatisierten Klinik im Schichtdienst &ndash; die Klagen der Bundestagsabgeordneten&nbsp;Domscheit-Berg &uuml;ber deren &ldquo;menschenfeindliche&rdquo; Arbeitsbedingungen h&ouml;rte, konnte sie sich eine Tr&auml;ne der R&uuml;hrung nur mit M&uuml;he verkneifen. Es ist schon tragisch, dass sich offenbar sogar einige Politiker der Linkspartei derart weit von der Lebenswirklichkeit ihrer W&auml;hler entfernt haben.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-56255","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/56255","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=56255"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/56255\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":56257,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/56255\/revisions\/56257"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=56255"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=56255"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=56255"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}