{"id":56283,"date":"2019-11-12T08:00:17","date_gmt":"2019-11-12T07:00:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56283"},"modified":"2019-11-12T07:39:19","modified_gmt":"2019-11-12T06:39:19","slug":"hinweise-des-tages-3490","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56283","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56283#h01\">Bolivien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56283#h02\">Grundrente<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56283#h03\">Sozial schwach<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56283#h04\">Die Causa Assange f&uuml;hrt den Rechtsstaat ad absurdum<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56283#h05\">Deutsche Wirtschaft h&auml;lt Boris Johnson f&uuml;r das kleinere &Uuml;bel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56283#h06\">EU-Kommission: (Diese) Industriepolitik ist R&uuml;stungspolitik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56283#h07\">Wann Hartz-IV-Bezieher bei der Miete draufzahlen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56283#h08\">Wer sind Deutschlands Wohnungslose?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56283#h09\">Kulturzentrum in Ludwigsburg verliert Gemeinn&uuml;tzigkeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56283#h10\">Hausaufgaben sind Treiber der sozialen Ungerechtigkeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56283#h11\">EU-Staaten ratifizieren Handelspakt mit Singapur<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56283#h12\">Adidas schlie&szlig;t Vorzeige-Schuhfabrik in Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56283#h13\">Ladenmieten werden zur Existenzfrage<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56283#h14\">230 Millionen Kleider in Deutschland fabrikneu vernichtet oder verramscht <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56283#h15\">Sind Crowdworker selbstst&auml;ndig?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56283#h16\">Gesundheit von unten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56283#h17\">Das Letzte &ndash; Deutschland braucht mehr Kapitalismus<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Bolivien<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Evo Morales verliert den Machtkampf in Bolivien<\/strong><br>\nDen Ausschlag gab am Ende wohl das Milit&auml;r: Ohne den R&uuml;ckhalt der Armee- und Polizeif&uuml;hrung kann sich Evo Morales nicht im Pr&auml;sidentenamt halten. Folgerichtig erkl&auml;rt der Staatschef seinen R&uuml;cktritt.<br>\nMorales sprach in der Fernseherkl&auml;rung von einem &ldquo;B&uuml;rgerputsch&rdquo; seiner Gegner gegen ihn. Sp&auml;ter erkl&auml;rte er &uuml;ber Twitter sogar, dass die Polizei einen &ldquo;illegalen Haftbefehl&rdquo; gegen ihn habe und dass &ldquo;gewaltt&auml;tige Gruppen&rdquo; sein Haus angegriffen h&auml;tten. Der Chef der bolivianischen Polizei &auml;u&szlig;erte dagegen, es gebe keinen solchen Haftbefehl.<br>\nAuch einige von Morales&rsquo; Verb&uuml;ndeten in Lateinamerika bezeichneten die Wende der Ereignisse inzwischen als &ldquo;Putsch&rdquo; &ndash; darunter der venezolanische Pr&auml;sident Nicolas Maduro und der designierte argentinische Pr&auml;sident Alberto Fernandez. Der mexikanische Au&szlig;enminister Marcelo Ebrard sagte, sein Land werde Morales Asyl anbieten, wenn er es suche.<br>\nKurz vor seiner Erkl&auml;rung hatte der Bolivien seit 14 Jahren regierende Links-Politker noch Neuwahlen versprochen. Die Armee- und Polizeif&uuml;hrung versagte ihm jedoch die Unterst&uuml;tzung. Der Oberbefehlshaber der Streitkr&auml;fte, Williams Kaliman, und Polizeichef Vladimir Calder&oacute;n Mariscal waren unabh&auml;ngig voneinander vor die Kameras getreten und hatten Morales im Sinne des Friedens zum R&uuml;cktritt aufgefordert. Die Generalstaatsanwaltschaft k&uuml;ndigte Ermittlungen gegen Mitglieder des Wahltribunals wegen Unregelm&auml;&szlig;igkeiten bei der Wahl vom Oktober an. Der mexikanische Au&szlig;enminister Marcelo Ebrard sagte, sein Land werde Morales Asyl anbieten, wenn er es suche.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/evo-morales-verliert-den-machtkampf-in-bolivien\/a-51195194\">Deutsche Welle<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Es stellt sich zwingend die Frage ob hier nicht ein weiterer&bdquo;Regime Change&ldquo; nach bekannten Muster mit sogenannten &bdquo;B&uuml;rgerprotesten&ldquo; als Vorwand, gegen einen dezidiert linken Pr&auml;sidenten inszeniert wurde. Der Widerstand gegen die Austerit&auml;tspolitik in Ecuador, der Volksaufstand gegen den Neoliberalismus in Chile und die Wahl eines linken Pr&auml;sidenten in Argentinien kann der US-Oligarchie kaum gefallen. Nicht unerw&auml;hnt soll bleiben, dass Morales bereits 2006 die Erd&ouml;l- und Erdgasindustrie in Bolivien verstaatlichte. So etwas vergisst die US-Oligarchie nicht.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Bundesregierung legitimiert Putsch in Bolivien gegen demokratisch gew&auml;hlten Pr&auml;sidenten Evo Morales <\/strong><br>\nAm 10. November hat der Oberbefehlshaber der bolivianischen Streitkr&auml;fte Williams Kaliman den demokratisch gew&auml;hlten Pr&auml;sidenten Evo Morales zum R&uuml;cktritt aufgefordert. RT wollte von der Bundesregierung wissen, wie die Intervention des Milit&auml;rs bewertet wird. Die Antwort erstaunt.<br>\nIn den Nachmittagsstunden des 10. November verlas der Oberkommandierende der bolivianischen Streitkr&auml;fte, General Williams Kaliman, umringt von Milit&auml;rvertretern aller Waffengattungen, ein Kommuniqu&eacute;, in dem er den demokratisch gew&auml;hlten ersten indigenen Pr&auml;sidenten des Plurinationalen Staates Bolivien, Evo Morales, zum R&uuml;cktritt aufforderte. Dieser gab dem Druck der Milit&auml;rs nach. Zuvor hatte Morales noch in einem Interview erkl&auml;rt, er sei bis zum 22. Januar 2020 gew&auml;hlt und werde sein Amt bis dahin aus&uuml;ben.<br>\nZuvor war das Sicherheitspersonal vom Pr&auml;sidentenpalast sowie von staatlichen Radio- und Fernsehsendern abgezogen worden, die daraufhin von den &uuml;berwiegend rechtsgerichteteten Demonstranten gest&uuml;rmt wurden. Ebenso waren H&auml;user und Familienangeh&ouml;rige von Mitgliedern der Regierungspartei MAS (Movimiento al Socialismo) angegriffen worden. So wurde beispielsweise das Haus der Schwester von Evo Morales in Brand gesetzt.<br>\nAuf die Frage von RT-Redakteur Florian Warweg, wie die Bundesregierung die Intervention des Milit&auml;rs gegen den gew&auml;hlten Pr&auml;sidenten Boliviens bewertet, erkl&auml;rte Regierungssprecher Steffen Seibert, dass er den (wohlgemerkt vom Milit&auml;r erzwungenen) R&uuml;cktritt des bolivianischen Pr&auml;sidenten &ldquo;als wichtigen Schritt&rdquo; begr&uuml;&szlig;e. Die Bezeichnung des Vorgangs als &ldquo;Putsch&rdquo; nannte er &ldquo;eine interessante Wertung von Russia Today&rdquo;. Zahlreiche Regierungen Lateinamerikas und auch die Linksfraktion im Bundestag sowie der Vorsitzende der Labour-Partei in Gro&szlig;britannien Jeremy Corbyn bezeichneten das Vorgehen des Milit&auml;rs einhellig als Putsch.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/inland\/94515-bundesregierung-legitimiert-putsch-in-bolivien-evo-morales\/\">rt deutsch<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Unsere Regierung ist antidemokratisch, einfach &uuml;bel.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Putsch in Bolivien verurteilen<\/strong><br>\nDer Putsch in Bolivien ist ein Anschlag auf Demokratie, soziale Gerechtigkeit und Unabh&auml;ngigkeit in Lateinamerika. Alle sozialen Errungenschaften und die kulturellen Rechte der indigenen Bev&ouml;lkerung, die unter der Pr&auml;sidentschaft von Evo Morales geschaffen wurden, stehen jetzt auf dem Spiel. Meine Solidarit&auml;t gilt der Bev&ouml;lkerung in Bolivien im Kampf um Frieden und Demokratie&ldquo;, erkl&auml;rt Sahra Wagenknecht, Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE. Wagenknecht weiter:<br>\n&bdquo;Ich habe Respekt vor der Entscheidung von Evo Morales, angesichts des Milit&auml;rputschs sein Amt niederzulegen. DIE LINKE steht an der Seite all der bolivianischen Demokratinnen und Demokraten, die Widerstand gegen den Putsch leisten. Die Bundesregierung darf nicht l&auml;nger zum Umsturz in Bolivien schweigen und ist gefordert, den Putsch unmissverst&auml;ndlich zu verurteilen. Bundeskanzlerin Angela Merkel und Au&szlig;enminister Heiko Maas sollten sich &ouml;ffentlich f&uuml;r das Leben und die Freiheit von Evo Morales einsetzen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/putsch-in-bolivien-verurteilen\/\">DIE LINKE<\/a><\/li>\n<li><strong>Auch an sich selbst gescheitert<\/strong><br>\nDass eine fast 14 Jahre dauernde, von enormen Fortschritten f&uuml;r die indigene Bev&ouml;lkerung des Andenstaates gepr&auml;gte Pr&auml;sidentschaft derart endet, erscheint tragisch. Es ist f&uuml;r die linken Parteien und Bewegungen des Subkontinents gerade jetzt &ndash; in einer ohnehin schwierigen Zeit &ndash; ein Schock. Morales war mit seinem Credo des &bdquo;Buen Vivir&ldquo; &ndash; eines Lebens in sozialer W&uuml;rde und ohne schonungslose Ausbeutung der Natur &ndash; eine Symbolfigur der indigenen Emanzipation, wie es sie seit der Unabh&auml;ngigkeit Boliviens zu Beginn des 19. Jahrhunderts nicht gegeben hat.<br>\nEr ist bei aller Selbst&uuml;bersch&auml;tzung und -stilisierung, die ihm zum Verh&auml;ngnis wurde, nicht in solchem Ma&szlig;e diskreditiert, wie das gerade suggeriert und mit besonderem Nachdruck von der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) verbreitet wird. Die ist weder ein Hort der Progressiven noch eine Instanz des Anstands, h&auml;lt man sich nur vor Augen, wie parteiisch im Venezuela-Konflikt agiert wird und wie passiv die OAS blieb, als 2016 Brasiliens Pr&auml;sidentin Dilma Rousseff durch ein mehr als zweifelhaftes Amtsenthebungsverfahren abserviert wurde. &hellip;<br>\nFreilich kann Morales von einer Mitschuld an seinem Absturz nicht freigesprochen werden. Er hat augenscheinlich untersch&auml;tzt, dass es seine Gegner nicht nur als Provokation gedeutet haben, als er sich gegen geltendes Verfassungsrecht eine vierte Amtszeit sichern wollte. Sie empfanden es mindestens genauso als willkommene Gelegenheit, einen aussichtsreichen Gegenschlag zu f&uuml;hren und jemanden aus dem Amt zu jagen, der sich f&uuml;r unersetzbar hielt. Sein Kontrahent beim j&uuml;ngsten Pr&auml;sidentenvotum war immerhin mit Carlos Diego Mesa die Integrationsfigur der b&uuml;rgerlichen Opposition, der zu vereinen verstand, was jahrelang zerstritten war. Schlie&szlig;lich handelte es sich auch um den Politiker, den Morales bei seiner ersten erfolgreichen Pr&auml;sidentenwahl Ende 2005 besiegte. Mesa hat die Gunst der Stunde fr&uuml;h erkannt und zu nutzen gewusst.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/lutz-herden\/auch-an-sich-selbst-gescheitert\">Freitag<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Grundrente<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Grundrente: &ldquo;Besser als erwartet&rdquo;<\/strong><br>\nWDR 5 Morgenecho &ndash; Interview&nbsp;11.11.2019&nbsp;05:08&nbsp;Min.&nbsp;Verf&uuml;gbar bis 10.11.2020&nbsp;WDR 5<br>\nBei all den Widerspr&uuml;chen, die zwischen Union und SPD herrschten, sei die Grundrente eine kreative und konstruktive L&ouml;sung, sagt Ulrich Schneider vom Parit&auml;tischen Gesamtverband. Kritik &auml;u&szlig;ert er an der Grenze bei 35 Jahren Erwerbst&auml;tigkeit.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www1.wdr.de\/mediathek\/audio\/wdr5\/wdr5-morgenecho-interview\/audio-grundrente-besser-als-erwartet-100.html\">WDR<\/a><\/li>\n<li><strong>Altersarmut l&auml;sst sich so nicht bek&auml;mpfen<\/strong><br>\nDer K&ouml;lner Soziologe und Armutsforscher Christoph Butterwegge hat den Kompromiss zur Grundrente als reine Symbolpolitik und &ldquo;Trippelschrittchen&rdquo; kritisiert. Damit k&ouml;nnten Menschen, die jahrzehntelang gearbeitet h&auml;tten, im Alter kein Leben in W&uuml;rde f&uuml;hren, sagte Butterwegge im Dlf.<br>\nM&uuml;ller: Herr Butterwegge, wird Deutschland jetzt gerechter?<br>\nButterwegge: Es ist ein Trippelschrittchen, mehr nicht, im Grunde reine Symbolpolitik. Man tut zwar etwas f&uuml;r alte Menschen, die jahrzehntelang gearbeitet haben und trotzdem mit ihrer Rente im Bereich der Grundsicherung landen, stockt die etwas auf, aber das ist so minimal, dass man insgesamt sagen muss, Altersarmut l&auml;sst sich so nicht bek&auml;mpfen.<br>\nM&uuml;ller: Das sind jetzt 1,5 Milliarden Euro aus der Kasse, wenn wir das richtig verstanden haben.<br>\nButterwegge: Ja, f&uuml;r 1,5 Millionen Menschen. Das kann man sehr leicht ausrechnen. Das sind tausend Euro pro Jahr. Das bedeutet 80 Euro im Monat. Damit k&ouml;nnen Sie keine Altersarmut bek&auml;mpfen, sondern Sie k&ouml;nnen damit die Grundsicherung &ndash; die betr&auml;gt im Bundesdurchschnitt 808 Euro f&uuml;r diese alten Menschen, die in der Grundsicherung, der fr&uuml;heren Sozialhilfe landen &ndash;, die k&ouml;nnen Sie dann um 80 Euro aufstocken. Dann sind Sie bei 880 Euro. Aber damit sind Sie nat&uuml;rlich immer noch weitaus im Bereich der Altersarmut, die die Europ&auml;ische Union ansetzt bei weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens. Das sind f&uuml;r einen Alleinstehenden in Deutschland 998 Euro. Das hei&szlig;t, sie sind noch weit entfernt von der Zone, wo diese Menschen, die jahrzehntelang, 35 Jahre lang gearbeitet haben und Beitr&auml;ge gezahlt haben, oder aber Angeh&ouml;rige gepflegt oder ihre Kinder erzogen haben, nach dieser jahrzehntelangen Arbeit praktisch immer noch ein Leben in W&uuml;rde im Alter nicht f&uuml;hren k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/kompromiss-zur-grundrente-butterwegge-altersarmut-laesst.694.de.html?dram:article_id=463110\">Deutschlandfunk<\/a><\/li>\n<li><strong>Wer im CDU-Vorstand gegen die Grundrente stimmt<\/strong><br>\nTilman Kuban, der Vorsitzende der Jungen Union (JU), hat seine Ablehnung des Grundrenten-Kompromisses mit einer drohenden Belastung der jungen Generation begr&uuml;ndet. Die JU lehne den Kompromiss ab, &bdquo;nicht weil wir den &auml;lteren Menschen das nicht g&ouml;nnen, dass sie auch in Zukunft vielleicht ein bisschen mehr Geld im Alter haben&ldquo;, sagte Kuban am Montag nach einer Vorstandssitzung seiner Partei.<br>\nDer Kompromiss sei so nicht finanzierbar und eine zus&auml;tzliche Rentenleistung, die zulasten der jungen Generation gehe. Kuban ist eines von insgesamt drei CDU-Vorstandsmitgliedern, die am Montag gegen den Kompromiss gestimmt hatten.<br>\nMit Blick auf die mit Spannung erwartete Sitzung der Unionsfraktion an diesem Dienstag sagte Kuban, er sei mit vielen jungen Abgeordneten im Gespr&auml;ch. Man werde die Ablehnung des Kompromisses auch in der Fraktion deutlich machen. &bdquo;Ich werbe daf&uuml;r, dass gerade die jungen Abgeordneten dann auch klarmachen, dass wir f&uuml;r Generationengerechtigkeit stehen. Und f&uuml;r Generationengerechtigkeit steht dieser Kompromiss leider nicht.&ldquo; &hellip;<br>\nF&uuml;r AfD-Chef J&ouml;rg Meuthen hat sich bei dem Kompromiss die &bdquo;SPD durchgesetzt&ldquo;. &bdquo;Der Prozess der Sozialdemokratisierung der CDU schreitet unaufhaltsam voran. Der Verzicht auf die Bed&uuml;rftigkeitspr&uuml;fung, die im Koalitionsvertrag noch vorgesehen war, belegt dies eindrucksvoll. Um die Koalition zu retten und die Macht zu erhalten, ist die Union offenbar zu allem bereit&ldquo;, sagte er. &Auml;hnliche Forderungen drohen nun von anderen Gruppen auch in anderen Bereichen der sozialen Sicherung, was das Sozialstaatsprinzip zerst&ouml;ren w&uuml;rde.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article203346702\/Nicht-finanzierbar-Wer-im-CDU-Vorstand-gegen-die-Grundrente-stimmt.html\">WELT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> &Uuml;ber die menschliche Sch&auml;bigkeit der Jungneoliberalen aus der JU kann man nur den Kopf sch&uuml;tteln. Haben diese etwa keine M&uuml;tter? Frauen die in der Kindererziehung und unentgeltlicher Familienarbeit nicht f&uuml;r die Familie sondern gerade auch f&uuml;r die Gesellschaft Wichtiges geleistet haben, mit sch&auml;bigen Renten abzuspeisen ist f&uuml;r den Boss der JU also ein Zeichen von &bdquo;Generationengerechtigkeit&ldquo;. Was soll damit bewiesen werden? Welch harte Kerle sich in der JU tummeln &ndash; junge Frauen kommen interessanter weise dabei gar nicht zu Wort.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> &ldquo;Nicht finanzierbar&rdquo;? Bei der CDU sind sie ja au&szlig;er Rand und Band, v&ouml;llig verr&uuml;ckt. Die l&auml;cherlichen 1,5 Milliarden Euro pro Jahr, ein Tr&ouml;pfchen auf einem hei&szlig;en Stein, sind angeblich nicht finanzierbar, aber gleichzeitig fordert die CDU die Abschaffung der Soli f&uuml;r H&ouml;chsteinkommen (10 Milliarden Euro im Jahr) plus die n&auml;chste &uuml;berfl&uuml;ssige Unternehmensteuersenkung (10 Milliarden Euro im Jahr) und hat noch eine Senkung des Arbeitslosenbeitrags (1,2 Milliarden Euro im Jahr) durchgesetzt? V&ouml;llig durchgeknallt. Und auch J&ouml;rg Meuthen zeigt (wieder einmal) sein wahres, asoziales Gesicht.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Sozial schwach<\/strong><br>\nEs geh&ouml;rt zur Tragik der Sozialdemokratie, dass sie als Partei, geschw&auml;cht von den parteipolitischen Folgen von Hartz IV, nicht mehr die Kraft und nicht mehr die politische Potenz hatte, Hartz IV entscheidend zu korrigieren. Die wichtigsten Korrekturen hat nicht die Politik, sondern, viele Jahre nach dem Inkrafttreten der Hartz-IV-Gesetze, das Bundesverfassungsgericht initiiert. H&auml;tte sich die Politik bei der Bankenrettung so lange Zeit gelassen wie bei der Korrektur von Hartz IV &ndash; die kriselnden Banken w&auml;ren bankrott gegangen. Aber die sogenannten &ldquo;sozial Schwachen&rdquo; stehen nicht so im Lichte wie die Banken und sie galten und gelten auch nicht als &ldquo;systemrelevant&rdquo;.<br>\nDas war und ist aber ein grober Irrtum, denn bei der Hilfe f&uuml;r Menschen, die nicht genug Arbeit oder genug Arbeitslohn zum Leben haben, geht es um die Konkretisierung von Artikel 1 Grundgesetz. Und dort steht nicht, dass die W&uuml;rde der Banken, sondern dass die W&uuml;rde des Menschen unantastbar ist. Dazu passt es nicht, dass Hartz IV die Schuld an der Arbeitslosigkeit an diejenigen abschiebt, die arbeitslos sind. Dazu passt es nicht, dass die Hartz-IV-Gesetze die Arbeitslosen kontrollieren und sanktionieren und mit Unterst&uuml;tzungsleistungen unglaublich knausern. Dazu passt es nicht, dass Hartz IV, trotz Mindestlohn, hilft, die L&ouml;hne zu dr&uuml;cken. &hellip;<br>\nEs bleibt dabei, dass Elemente des Strafrechts im Sozialrecht eine gro&szlig;e Rolle spielen: Wer sich nicht konform verh&auml;lt, wer echt oder angeblich zumutbare Arbeit nicht annimmt, nicht zur gemeinn&uuml;tzigen Arbeit antritt, Termine nicht wahrnimmt oder Dokumente nicht beibringt &ndash; dem werden die Leistungen bis weit unter das Existenzminimum gek&uuml;rzt, wenn auch nicht mehr ganz so brutal und pauschal wie bisher; er kann aber wom&ouml;glich auch k&uuml;nftig seine Stromrechnung nicht mehr bezahlen.<br>\nKarlsruhe hat dazu nicht Nein, sondern nur Jein gesagt. Im Jahr des 70. Grundgesetzjubil&auml;ums h&auml;tte man sich ein Urteil gew&uuml;nscht, das mehr Gesp&uuml;r daf&uuml;r hat, dass Armut auch Armut an Demokratie ist, und das der Bedeutung des Sozialstaatsgebots mehr und besser Rechnung getragen h&auml;tte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/hartz-iv-urteil-prantl-meinung-1.4673395\">Heribert Prantl in der SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Chapeau! Herr Prantl. Chapeau! Aber leider wird auch dieser Appell ungeh&ouml;rt verhallen. F&uuml;r die Durchsetzung der neoliberalen Agenda ist das Hartz IV Repressionsregime ein zu zentrales Element, als dass die Parteien der neoliberalen Mitte dieses grunds&auml;tzlich in Frage stellen w&uuml;rden. <\/em><\/p>\n<p><em>Und ja, auch wenn es bereits bis zum geht nicht mehr wiederholt wurde, mit der Einf&uuml;hrung der Agenda 2010 und des Hartz IV Repressionsregimes hat die SPD alles verraten f&uuml;r das sie jemals eingestanden ist. Historisch hat dies die Dimension des Verrates der Revolution von 1918 an die alten kaiserlichen Eliten. Es ist bis heute unverst&auml;ndlich wie sich die SPD an einen vom Ehrgeiz zerfressenen Parven&uuml; verkaufen konnte, der sein gr&ouml;&szlig;tes Gl&uuml;ck darin fand die Brosamen vom Tisch der herrschenden Oligarchie aufzuklauben.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Die Causa Assange f&uuml;hrt den Rechtsstaat ad absurdum<\/strong><br>\nJulian Assange? Ist das nicht der pro-russische Spion, der Vergewaltiger, Narzisst, der mutma&szlig;liche Kindersch&auml;nder, der v&ouml;llig enthemmte Typ, der seinen Kot an die W&auml;nde der Botschaft schmierte, die ihm lange Zuflucht gew&auml;hrte?<br>\nWas f&uuml;r ein menschlicher Kotzbrocken, nicht wahr?<br>\nDas ist das vorherrschende mediale Bild von Assange, und kaum einer kann sich dem entziehen. Auch Nils Melzer, seit 2016 UN-Sonderbeauftragter f&uuml;r Folter, war davon zun&auml;chst gepr&auml;gt, wie er vor einiger Zeit einr&auml;umte.<br>\nDie &ouml;ffentliche Charakterhinrichtung, die bei Snowden nicht gelang, zeitigte volle Wirkung bei Assange. Denn Snowden beschr&auml;nkt sich immer auf sein Kernthema: den &Uuml;berwachungsstaat. Assange dagegen hat sich zu allen wesentlichen politischen Vorg&auml;ngen ge&auml;u&szlig;ert, bis ihm der Mund gestopft wurde. Wikileaks ver&ouml;ffentlichte wichtige (geheime) politische Dokumente, allesamt echt. Jede Ver&ouml;ffentlichung war f&uuml;r irgendeine Seite ein Tiefschlag in die Magengrube.<br>\nSo schafft man sich keine Freunde. Wer mag schon den ewigen Dissidenten, der sich &uuml;berall ungefragt einmischt, die westliche demokratische Ordnung st&auml;ndig als etwas Unvollkommenes darstellt, Wunden schl&auml;gt und dann auch noch &ouml;ffentlich Salz hineinstreut?<br>\nSo jemandem schl&auml;gt keine Welle offizieller Solidarit&auml;t entgegen. Auch dann nicht, als un&uuml;bersehbar wurde, dass Assange von Anfang an zu Recht politische Verfolgung durch die USA bef&uuml;rchtete. Ecuador lieferte schlie&szlig;lich Assange aus, unter dem Druck Washingtons. Und schwupps landete Assange im Gewahrsam der Briten, unter den denkbar harschesten Bedingungen, im Hochsicherheitstrakt, in Einzelhaft. Niemand nahm die Untersuchungen eines Journalisten von La Repubblica ernst, der beweisen konnte, dass die Briten daf&uuml;r gesorgt hatten, dass die Schweden ihre Untersuchungen zu den Vergewaltigungsvorw&uuml;rfen (mangels Beweisen) nicht einstellten. In Angelegenheiten von Assange und Wikileaks h&ouml;ren westliche Politiker und Medien lieber weg und zeigen keine Emp&ouml;rung, dass die CIA Assange seit vielen Jahren mit Hilfe einer spanischen &Uuml;berwachungsfirma ausspionierte, einschlie&szlig;lich seiner Gespr&auml;che mit seinen Anw&auml;lten in der Damentoilette der Botschaft von Ecuador in London. Die Angelegenheit wird derzeit in Spanien vor Gericht behandelt, wie El Pais berichtete.<br>\nJede Menge sogenannter Verteidiger der Menschenrechte duckten sich regelrecht weg, als Melzer Ende Mai 2019 ein vernichtendes Urteil &uuml;ber den Umgang mit Julian Assange abgab. Melzer sagte w&ouml;rtlich, er habe es &bdquo;in seiner ganzen Praxis [noch nie erlebt], dass demokratische Staaten sich miteinander verb&uuml;nden, um einen einzelnen Menschen &uuml;ber so lange Zeit zu isolieren, zu d&auml;monisieren und zu missbrauchen, mit solcher Geringsch&auml;tzung f&uuml;r die menschliche W&uuml;rde und die Rechtsstaatlichkeit&ldquo;. Melzer erkl&auml;rte nach seinem Besuch im Hochsicherheitsgef&auml;ngnis &uuml;berdies, er sei einem gefolterten Menschen begegnet. Melzer war von zwei Medizinern begleitet worden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/das-blaettchen.de\/2019\/11\/die-causa-assange-fuehrt-den-rechtsstaat-ad-absurdum-50165.html\">Das Bl&auml;ttchen<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Deutsche Wirtschaft h&auml;lt Boris Johnson f&uuml;r das kleinere &Uuml;bel<\/strong><br>\nRund einen Monat vor der Parlamentswahl in Gro&szlig;britannien warnen deutsche Wirtschaftsvertreter vor einem Sieg der oppositionellen Labourpartei. Die deutsche Au&szlig;enhandelskammer (AHK) in London bevorzugt die Politik von Premierminister Boris Johnson, obwohl der Parteichef der konservativen einen h&auml;rteren Brexit anstrebt. &ldquo;Es ist ein Abw&auml;gen des kleineren &Uuml;bels&rdquo;, sagte Ulrich Hoppe, Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der deutsch-britischen AHK. Grund f&uuml;r seine Bewertung sind vor allem die wirtschaftspolitischen Pl&auml;ne von Labour und Parteichef Jeremy Corbyn.<br>\nDurch die von Labour angek&uuml;ndigten Verstaatlichungen und Umverteilungen fielen Anreize weg, damit werde die Wirtschaftskraft weiter geschw&auml;cht, kritisierte Hoppe. &ldquo;Das bedeutet, dass viele Verbraucher mittelfristig sicherlich noch weniger Geld in der Tasche haben, um Waren zu kaufen.&rdquo; Darunter litten dann auch deutsche Unternehmen.<br>\nDie Labourpartei will unter Corbyn die Verstaatlichung zahlreicher Betriebe wie Post und Bahn, eine Erh&ouml;hung des Mindestlohns und die Verringerung der Wochenarbeitszeit auf 32 Stunden erreichen. Daf&uuml;r sind Steuererh&ouml;hungen f&uuml;r Reiche geplant. Au&szlig;erdem sollen Betriebe mit mehr als 250 Mitarbeitern verpflichtet werden, zehn Prozent ihrer Anteile in einen Fonds zu investieren, aus dem den Besch&auml;ftigten Dividenden gezahlt werden. Premierminister Johnson hatte diese Vorhaben mit Methoden des Sowjetdiktators Josef Stalin verglichen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2019-11\/brexit-grossbritannien-boris-johnson-deutsche-wirtschaft-jeremy-corbyn\">Zeit<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Die Logik der Vertretung der deutschen Oligarchie in Gro&szlig;britannien muss man nicht verstehen. Wenn der Mindestlohn erh&ouml;ht wird und den arbeitenden Menschen eine Gewinnbeteiligung gezahlt wird, dann haben diese &bdquo;noch weniger Geld in der Tasche &hellip;.  um Waren zu kaufen&ldquo;. Im Klartext soll das wohl hei&szlig;en, wenn die Pl&auml;ne Labours umgesetzt werden, dann kann sich Oligarchie dies und jenseits des Kanals nicht mehr ganz so schamlos bereichern.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>EU-Kommission: (Diese) Industriepolitik ist R&uuml;stungspolitik<\/strong><br>\nMit Thierry Breton, k&uuml;nftiger Industriekommissar und Generaldirektor f&uuml;r Verteidigung und Weltraum, zum KI-Airbus?<br>\nZum 1. Dezember 2019 soll die neue EU-Kommission unter der ehemaligen deutschen Verteidigungsministerin von der Leyen ihre Arbeit aufnehmen. Erstmals wird dem Kommissariat f&uuml;r Industrie auch eine Generaldirektion f&uuml;r Verteidigung und Weltraum unterstehen. Frankreich hat f&uuml;r dieses Amt Thierry Breton vorgeschlagen, der bereits zuvor wichtige industrielle Weichenstellungen f&uuml;r die Digitalisierung der Streitkr&auml;fte begleitet hat. K&ouml;nnten damit Thales und Atos zuk&uuml;nftig in einem europ&auml;ischen Gro&szlig;konzern f&uuml;r K&uuml;nstliche Intelligenz nach dem Vorbild von Airbus aufgehen und wer w&auml;ren die deutschen Partner hierbei?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/EU-Kommission-Diese-Industriepolitik-ist-Ruestungspolitik-4584111.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Wann Hartz-IV-Bezieher bei der Miete draufzahlen<\/strong><br>\nDie Sozialleistungen bei Hartz IV sind genau geregelt. Eine alleinstehende Person zum Beispiel erh&auml;lt nach den Regels&auml;tzen in Deutschland monatlich 424 Euro f&uuml;r den Lebensunterhalt, das insgesamt wohlhabende M&uuml;nchen ist dabei mit 445 Euro eine Ausnahme. Die Unterkunft und Heizkosten zahlt das Jobcenter extra &ndash; aber nur bis zu festgelegten H&ouml;chsts&auml;tzen.<br>\nAn diesen festgelegten H&ouml;chsts&auml;tzen entz&uuml;ndet sich auch im Netz immer wieder Kritik. Sind die Grenzen, wie teuer eine Wohnung von Hartz-IV-Beziehern sein darf, zu niedrig angesetzt?<br>\nGerade in Ballungsr&auml;umen haben die Menschen mit Wohnungsnot und hohen, steigenden Mietkosten zu k&auml;mpfen. &ldquo;Das ist ein gro&szlig;es Problem f&uuml;r unsere Klienten, die im Arbeitslosengeld-II-Bezug sind&rdquo;, sagt Irmgard Ernst, die das M&uuml;nchner Arbeitslosenzentrum der Diakonie leitet. &ldquo;Nur ein Teil der Leistungsempf&auml;nger lebt in Sozialwohnungen, somit sind die Mieten der betroffenen Menschen h&auml;ufig h&ouml;her als die festgelegten Mietobergrenzen.&rdquo; Sorgen um Wohnung und die Miete seien f&uuml;r die Menschen mit &ldquo;konkreten existenziellen &Auml;ngsten&rdquo; verbunden. &hellip;<br>\nDie Obergrenze f&uuml;r eine Person und maximal 50 Quadratmeter Wohnungsgr&ouml;&szlig;e liegt beispielsweise in M&uuml;nchen bei 670 Euro Bruttokaltmiete &ndash; also inklusive Nebenkosten, aber ohne Heizung. In N&uuml;rnberg sind es 397 Euro. F&uuml;r zwei Personen und h&ouml;chstens 65 Quadratmeter werden in M&uuml;nchen 881 Euro gew&auml;hrt, in N&uuml;rnberg 506 Euro.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.br.de\/nachrichten\/bayern\/faktenfuchs-wann-hartz-iv-bezieher-bei-der-miete-draufzahlen,Rh92zeQ\">BR<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Wer sind Deutschlands Wohnungslose?<\/strong><br>\nSie schlafen in Garagen, bei Freunden oder auf der Stra&szlig;e: Die Zahl der wohnungslosen Menschen in Deutschland steigt weiter an. Viele davon sind EU-B&uuml;rger. Doch die bekommen meist keine Hilfe, und selbst eine Arbeit kann sie oft nicht vor Obdachlosigkeit sch&uuml;tzen.<br>\nDie Zahl der Wohnungslosen Menschen in Deutschland steigt. Sch&auml;tzungen der Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) Wohnungslosenhilfe zufolge waren im vergangenen Jahr 678.000 Menschen ohne Wohnung. Damit ist die Gesamtjahreszahl um 4,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. 2017 lag sie noch bei 650.000 Menschen.<br>\nWohnungslosigkeit ist vor allem f&uuml;r Gefl&uuml;chtete zunehmen zum Problem geworden. Ihre Zahl ist um 22 Prozent gestiegen, w&auml;hrend es ohne den Einbezug von Fl&uuml;chtlingen nur 11 Prozent sind. &ldquo;Dabei werden Menschen, die in leerstehenden H&auml;usern oder Garagen leben, noch gar nicht mitgez&auml;hlt&rdquo;, sagt Sozialarbeiterin Julia von Lindern von der Wohnungslosenhilfe &ldquo;Fiftyfifty&rdquo; in Nordrhein-Westfalen. &ldquo;Wir gehen deshalb von einer hohen Dunkelziffer aus.&rdquo;<br>\nViele Obdachlose aus anderen EU-L&auml;ndern<br>\nOhne jegliche Unterkunft leben nach offiziellen Sch&auml;tzungen rund 41.000 Menschen in Deutschland. Vor allem in den Gro&szlig;st&auml;dten sind rund 50 Prozent davon nicht-deutsche EU-B&uuml;rger. Sie machen 17 Prozent der Gesamtzahl der Wohnungslosen in Deutschland aus. Ein Grund daf&uuml;r ist, dass Menschen ohne deutschen Pass meist kein Anrecht auf regul&auml;re Notschlafstellen haben, in die man abends rein- und morgens wieder rausgeht. Nur Winternothilfen d&uuml;rfen seit Kurzem unabh&auml;ngig vom Pass genutzt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/panorama\/Wer-sind-Deutschlands-Wohnungslose-article21388162.html\">n-tv<\/a>\n<p><strong>dazu: Forderung nach Fr&uuml;hwarnsystem<\/strong><br>\nDie Zahl der Wohnungslosen in Deutschland ist erneut gestiegen &ndash; die Daten dazu seien jedoch nur gesch&auml;tzt, sagt Werena Rosenke von der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe im Dlf. Sie fordert neben ausreichend bezahlbarem Wohnraum auch ein Fr&uuml;hwarnsystem, das zeigt, wenn ein Mietverh&auml;ltnis gef&auml;hrdet ist.<br>\nBecker: Wenn man jetzt nach dem Ort fragt, wo sich Wohnungslosigkeit abspielt &ndash; Sie haben gesagt, es gibt Einrichtungen, es gibt Couch-Surfing &ndash;, wie sind Ihre Erkenntnisse dazu? Wie viele Menschen leben tats&auml;chlich auf der Stra&szlig;e und wie viele Sind irgendwie untergebracht?<br>\nRosenke: Wir gehen davon aus, dass ungef&auml;hr 41.000 Menschen im Laufe des Jahres ganz ohne Unterkunft auf der Stra&szlig;e sind. Wie viele genau untergebracht sind, k&ouml;nnen wir auch nicht sagen. Wir wissen, dass um die 40 bis 50 Prozent der wohnungslosen Menschen nicht in Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe sind, sondern bei Freunden und Bekannten oder kurzfristig wieder in die Herkunftsfamilie zum Beispiel zur&uuml;ckgehen. In Einrichtungen ist nur ein Teil der Wohnungslosen untergebracht.<br>\nBecker: Sie tragen ja auch Informationen dar&uuml;ber zusammen, wer keine Wohnung hat: M&auml;nner und Frauen. Wie verteilt sich das?<br>\nRosenke: Der Anteil der Erwachsenen an den Wohnungslosen bel&auml;uft sich auf 92 Prozent. Wir denken, acht Prozent der wohnungslosen Menschen, das sind Kinder und minderj&auml;hrige Jugendliche, die zusammen mit ihren Eltern wohnungslos sind, dann in Obdachlosensiedlungen etc. wohnen. Die sind nicht ganz ohne Unterkunft auf der Stra&szlig;e, sondern in Einrichtungen, in Notunterk&uuml;nften der Kommunen oder gegebenenfalls auch in Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe untergebracht. Den Frauenanteil an den erwachsenen Wohnungslosen sch&auml;tzen wir auf 27 Prozent. Die wohnungslosen Menschen sind nach unserer Einsch&auml;tzung und Kenntnis &uuml;berwiegend zu 70 Prozent alleinstehend, aber immerhin 30 Prozent nach unserer Einsch&auml;tzung leben mit Partnern oder Kindern zusammen, sind als Paar, als Familie, als Alleinerziehende wohnungslos.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/mehr-wohnungslose-in-deutschland-forderung-nach.766.de.html?dram:article_id=463135\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Kulturzentrum in Ludwigsburg verliert Gemeinn&uuml;tzigkeit<\/strong><br>\nDas Attac-Urteil wirkt auch auf kleine Vereine: Nachdem Campact die Gemeinn&uuml;tzigkeit mit Bezug auf das Urteil entzogen wurde, wird jetzt erstmals der Fall eines kleinen Vereins bekannt. Das &ouml;rtliche Finanzamt hat dem soziokulturellen Zentrum &bdquo;Demokratisches Zentrum Ludwigsburg&ndash; Verein f&uuml;r politische und kulturelle Bildung&ldquo; (DemoZ) aus Baden-W&uuml;rttemberg am 24. Oktober die Gemeinn&uuml;tzigkeit aberkannt. Das gab der Verein am Montag w&auml;hrend einer Pressekonferenz in Stuttgart bekannt. &bdquo;Seit 40 Jahren bietet das DemoZ einen f&uuml;r alle Menschen offenen sozialen Treffpunkt mit zahlreichen Kultur- und Politikangeboten. Ohne den Status der Gemeinn&uuml;tzigkeit sind wir in unserer Existenz bedroht&ldquo;, erkl&auml;rte Yvonne Kratz, Vorstandsmitglied des DemoZ. &bdquo;F&uuml;r das kulturelle Leben in der Stadt ist ein vielf&auml;ltiges, f&uuml;r alle zug&auml;ngliches Programm entscheidend. Dazu tr&auml;gt das DemoZ durch das meist kostenlose Programm bei. Der Wegfall eines solchen Zentrums ist ein fatales Zeichen f&uuml;r die kulturelle und soziale Entwicklung.&ldquo;<br>\nMit Attac und Campact waren bislang nur gro&szlig;e Vereine mit dem Vorwurf konfrontiert, zu politisch zu handeln. Das Finanzamt wirft dem DemoZ vor, dass es sich politisch positioniert, beispielsweise durch kapitalismuskritische Veranstaltungen, die im Rahmen des Programms 2017 zu den Themen &bdquo;Kapitalismus &ndash; was ist das und was k&ouml;nnen wir dagegen tun?&ldquo; oder &bdquo;Einf&uuml;hrung in die Idee des Anarchismus&ldquo; stattgefunden hatten. Zudem kritisiert das Finanzamt, dass die Angebote des DemoZ nicht der Allgemeinheit dienen. Schlie&szlig;lich seien rechtsextreme Menschen von den Veranstaltungen ausgeschlossen: &bdquo;Gegen&uuml;ber dem Anspruch, der &bdquo;Volksbildung&ldquo; und einer offenen demokratischen Diskussion zu dienen, ist laut Text neben dem Impressum festzustellen, dass der Verein DemoZ ausdr&uuml;cklich auch Personen von seinen Veranstaltungen ausschlie&szlig;t&ldquo;, hei&szlig;t es in einem Schreiben des Finanzamts Ludwigsburg vom 11. Juni 2019.<br>\n&bdquo;Die Auffassung des Finanzamts ist rechtlich nicht haltbar&ldquo;, sagte Sarah Lincoln, Juristin bei der Gesellschaft f&uuml;r Freiheitsrechte (GFF), die das DemoZ juristisch begleiten. &bdquo;Das Finanzamt hat ein viel zu enges Verst&auml;ndnis von politischer Bildung. Politische Bildung muss &uuml;berparteilich sein, aber nicht wertneutral. Eine lebendige Demokratie braucht diese R&auml;ume gesellschaftspolitischer Debatten.&ldquo;<br>\nMit dem DemoZ wird erstmals die Aberkennung der Gemeinn&uuml;tzigkeit eines lokalen Vereins &ouml;ffentlich. &bdquo;Wenn andere Finanz&auml;mter das k&uuml;rzlich ergangene Urteil des Bundesfinanzhofs zur Gemeinn&uuml;tzigkeit der Nichtregierungsorganisation Attac &auml;hnlich auslegen, k&ouml;nnen in Deutschland bald zahlreiche kleine aktive Vereine schlie&szlig;en, die politische Bildungsarbeit betreiben &ndash; vom Stadtteilzentrum &uuml;ber freie Bildungstr&auml;ger bis hin zu den christlichen Pfadfindern&ldquo;, kommentierte Sarah Lincoln.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.demoz-lb.de\/2019\/11\/11\/pressemitteilung-kulturzentrum-in-ludwigsburg-verliert-gemeinnuetzigkeit\/\">Demokratisches Zentrum &ndash; Verein f&uuml;r politische und kulturelle Bildung e.V.<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Dass millionenschwere Einflussorganisationen der deutschen Oligarchie als sogenannte Stiftungen, wie die Bertelsmann Stiftung mit einem Stiftungsverm&ouml;gen von 619.497.600 Euro (Quelle: Wikipedia), weiter als gemeinn&uuml;tzig gelten, ist einfach unglaublich und zeigt welche Verh&auml;ltnisse in Deutschland herrschen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Hausaufgaben sind Treiber der sozialen Ungerechtigkeit<\/strong><br>\nBis sp&auml;t in die Nacht sitzen manche Sch&uuml;ler an ihren Hausaufgaben, sagte Lou-Marleen Appuhn von der Landessch&uuml;lervertretung in Hessen im Dlf. Es gebe keinen Zeitpunkt, wo man einfach mal frei habe. Auch aus sozialen Gr&uuml;nden seien die massiven Hausaufgaben problematisch.<br>\nPfister: Frau Appuhn, was ist an Hausaufgaben denn so schlimm?<br>\nAppuhn: Ich glaube, man muss da zwei Aspekte betrachten grunds&auml;tzlich. Das eine, was wir schon sehr lange kritisieren, ist, dass Hausaufgaben ein ganz massiver Treiber der sozialen Ungerechtigkeit im Schulsystem sind, weil der Erfolg, den man bei den Hausaufgaben hat, ganz ma&szlig;geblich davon abh&auml;ngt, inwieweit man aus dem Elternhaus Unterst&uuml;tzung erf&auml;hrt, inwieweit die Eltern Nachhilfe finanzieren k&ouml;nnen und inwieweit man &uuml;berhaupt ein ruhiges Lernumfeld gegeben hat.<br>\nDas schafft einfach sehr ungleiche Bedingungen bei den Sch&uuml;lerinnen und Sch&uuml;lern und damit eine gro&szlig;e Ungerechtigkeit. Das ist etwas, was wir schon lange kritisieren.<br>\nJetzt dazugekommen ist an unserer Kritik, die psychischen Auswirkungen, die das hat. Das Problem ist, man kommt nach Hause, man hat unglaublich viele Hausaufgaben zu machen, und man hat da kein Limit. Das hei&szlig;t, viele Sch&uuml;lerinnen und Sch&uuml;ler sitzen wirklich bis sp&auml;t in der Nacht dort und machen ihre Hausaufgaben und geben sich unglaublich viel M&uuml;he, weil sie das Gef&uuml;hl haben, das leisten zu m&uuml;ssen, und es gibt da keinen Zeitpunkt, wo man einfach mal frei hat, sondern diese Belastung, die ist immer da, und man k&ouml;nnte immer mehr tun.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/schuelervertreterin-hausaufgaben-sind-treiber-der-sozialen.680.de.html?dram:article_id=463004\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Die Beobachtung ist absolut richtig. Wer gerade auf dem Gymnasium nicht auf die Unterst&uuml;tzung der Eltern z&auml;hlen kann, da diese vielleicht keinen akademischen Abschluss haben oder nicht die finanziellen Ressourcen f&uuml;r die entsprechende Nachhilfe, der hat sehr zu k&auml;mpfen. Was auch die Bildungsstatistik eins ums andere mal best&auml;tigt.<\/em><\/p>\n<p><em>siehe auch:<\/em><\/p>\n<ul>\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.boeckler.de\/62859_62874.htm\">Die feinen Unterschiede wachsen<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.boeckler.de\/54153_54174.htm\">Arbeiterkinder werden seltener Master<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.boeckler.de\/67961_67996.htm\">Arbeiterkinder oft unter Wert besch&auml;ftigt<\/a><\/em><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>EU-Staaten ratifizieren Handelspakt mit Singapur<\/strong><br>\nDie EU-Staaten haben abschlie&szlig;end gr&uuml;nes Licht f&uuml;r das zwischen der EU und Singapur ausgehandelte Handelsabkommen gegeben. Das Abkommen werde nun am 21. November in Kraft treten, hie&szlig; es vom Treffen der EU-Finanzminister.<br>\nDer Pakt mit Singapur ist als eines der ersten Handelsabkommen in zwei Teile gesplittet. Einer davon &ndash; bei dem Investitionsregeln festgeschrieben werden sollen &ndash; steht in den einzelnen EU-Staaten noch zur Ratifizierung aus, bevor er in Kraft treten kann.<br>\nInnerhalb von f&uuml;nf Jahren sollen fast alle Z&ouml;lle wegfallen. Ausgenommen sind Importe von Fischereierzeugnissen und einigen landwirtschaftlichen Produkten nach Europa. Der Warenhandel zwischen der EU und Singapur belief sich zuletzt auf rund 53 Milliarden Euro pro Jahr.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/eu-staaten-ratifizieren-handelspakt-mit-singapur-a-1295641.html\">SPIEGEL ONLINE<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Und noch ein Freihandelsabkommen. Nach dem &auml;u&szlig;erst umstrittenen Freihandelsabkommen mit den Mercosur-Staaten,  macht Br&uuml;ssel einfach unger&uuml;hrt weiter mit der Durchsetzung der neoliberalen Agenda. Aus Berlin kommt selbstverst&auml;ndlich keine Widerrede und auch nicht aus dem EU-Parlament. Die Freihandelsabkommen dienen dabei allein dem Interesse von Konzernen ohne de wirksamen Schutz f&uuml;r Arbeitnehmer und die Umwelt und unter massiver Beschneidung demokratischer Handlungsspielr&auml;ume. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Adidas schlie&szlig;t Vorzeige-Schuhfabrik in Deutschland<\/strong><br>\nDie Schuhfabrik von Adidas in Franken galt als gelungenes Beispiel f&uuml;r eine R&uuml;ckkehr an den Heimatstandort. Doch nach nicht mal f&uuml;nf Jahren ist wieder Schluss mit &ldquo;Made in Germany&rdquo;.<br>\nErst vor wenigen Jahren hat Adidas die hochautomatisierte Produktion von Turnschuhen in Deutschland und den USA gestartet. Doch damit ist bald schon wieder Schluss. Die sogenannten Speedfactories im fr&auml;nkischen Ansbach und in Atlanta werden sp&auml;testens im April kommenden Jahres geschlossen, teilte Adidas mit. Im Gegenzug werde die Technologie zur weitgehend maschinellen Schuhproduktion bei zwei Zulieferbetrieben in Asien eingesetzt.<br>\nAdidas hatte die automatische Fabrik in Ansbach erst im Dezember 2015 vorgestellt und arbeitete dort eng mit dem auf Kunststoffverarbeitung spezialisierten Unternehmen Oechsler zusammen. Die Speedfactories waren geschaffen worden, um m&ouml;glichst schnell auf neue Trends vor allem in der Laufschuh-Technologie und -mode reagieren zu k&ouml;nnen. So fertigten in der Ansbacher Fabrik 3D-Drucker Kunststoffsohlen, die individuell an den Fu&szlig; angepasst werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/adidas-schliesst-vorzeige-schuhfabrik-in-deutschland-a-1295912.html\">Spiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Ein Aspekt ist dabei sicher, dass die Transportkosten nach wie vor viel zu niedrig sind zudem manifestiert sich hier was hinter offenen Grenzen und Freihandel steckt.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Ladenmieten werden zur Existenzfrage<\/strong><br>\nGesch&auml;fte in St&auml;dten haben nicht nur mit dem Onlinehandel zu k&auml;mpfen, sondern auch mit immer h&ouml;heren Kosten f&uuml;r ihre L&auml;den. In den Metropolen stiegen die Mieten laut Bundesregierung im Schnitt um mehr als 50 Prozent.<br>\nDer Linken-Wirtschaftspolitiker Pascal Meiser warnte vor drastischen Folgen f&uuml;r viele St&auml;dte: &ldquo;Steigende Ladenmieten f&uuml;hren zu einer weiteren Verschlechterung der Wettbewerbsbedingungen des station&auml;ren Einzelhandels gegen&uuml;ber dem Onlinehandel und k&ouml;nnen so auf mittlere Frist auch zu einer Bedrohung der Arbeitspl&auml;tze im station&auml;ren Einzelhandel f&uuml;hren&rdquo;, sagte Meiser der &ldquo;Augsburger Allgemeinen&rdquo;.<br>\nDer Deutsche Handelsverband fordert nun Unterst&uuml;tzung von den Vermietern. &ldquo;Das Verbraucherverhalten hat sich in diesen letzten zehn Jahren enorm ver&auml;ndert, so dass die Mietkonditionen nicht mehr zur heutigen Zeit passen&rdquo;, sagte Hauptgesch&auml;ftsf&uuml;hrer Stefan Genth. Er forderte: &ldquo;Hier muss es zu einer neuen Mietpartnerschaft zwischen dem Handel und den Immobilieneigent&uuml;mern kommen, beispielsweise durch umsatzbezogene Mieten, die sich aus einer geringen Sockelmiete und einem vereinbarten Anteil am monatlichen Umsatz zusammensetzen.&rdquo;<br>\nInsbesondere der Textilhandel als &ldquo;Leitbranche der Innenstadt&rdquo; leide darunter, dass bereits &uuml;ber ein Viertel aller Ums&auml;tze im Bekleidungsbereich online generiert w&uuml;rden, sagte Genth. Der Handelsverband warnt wegen des zunehmenden Onlinehandels seit L&auml;ngerem vor einer Ver&ouml;dung der Innenst&auml;dte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/einzelhandel-ladenmieten-steigen-deutlich-laut-bundesregierung-a-1295903.html\">Spiegel<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>230 Millionen Kleider in Deutschland fabrikneu vernichtet oder verramscht <\/strong><br>\nIn Deutschland wird von Jahr zu Jahr mehr Kleidung fabrikneu vernichtet oder verramscht, weil deutlich mehr Textilien angeboten als verkauft werden. Recherchen von WELT zufolge werden allein in diesem Jahr voraussichtlich 230 Millionen Kleidungsst&uuml;cke im deutschen Einzel- und Onlinehandel unverkauft bleiben und in Verwertungs- und M&uuml;llverbrennungsanlagen oder als Ramschware in L&auml;ndern au&szlig;erhalb der EU landen.<br>\nDiese Hochrechnung basiert auf Marktzahlen der Marktforschungsfirma Euromonitor International, laut der 2019 rund 2,3 Milliarden Kleidungsst&uuml;cke am deutschen Modemarkt angeboten werden.<br>\nBis zu zehn Prozent davon &ndash; jene rund 230 Millionen St&uuml;ck &ndash; blieben im Einzelhandel trotz Preisreduzierungen und Umschichtungen in Outlet-Stores unverkauft, sch&auml;tzt der Textilbranchenexperte Michael Hauf von der Branchenberatung Hachmeister + Partner. Andere Branchenexperten gehen sogar von doppelt so viel &Uuml;berschuss aus, von rund 460 Millionen St&uuml;ck.<br>\nBundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) sprach angesichts der Zahlen von einer &bdquo;fatalen Entwicklung&ldquo;. &bdquo;Kleidung wird mehr und mehr zur Wegwerfware&ldquo;, so Schulze. &bdquo;Viele Kleidungsst&uuml;cke werden nur f&uuml;r eine Saison gekauft, billig produziert und &uuml;ber gro&szlig;e Entfernungen nach Deutschland transportiert.&ldquo; Die Textilbranche brauche eine &bdquo;Nachhaltigkeitswende&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article203216646\/Bekleidung-Hunderte-Millionen-Textilien-fabrikneu-vernichtet.html?wtrid=onsite.onsitesearch\">Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Die Politik schwadroniert nun wieder von einer &bdquo;Nachhaltigkeitswende&ldquo; dabei ist die sogenannte &ldquo;Fast Fashion&rdquo; das Gesch&auml;ftsmodell vieler Unternehmen. Herausragendes Beispiel ist das Modelabel Primark, &uuml;ber verschiedene verwinkelte Beteiligungen im Besitz der irischen Superreichenfamilie Weston. Aber auch der gesamte Internetversandhandel, als repr&auml;sentatives Beispiel sei hier Amazon genannt, lebt davon. Diese Unternehmen bzw. deren superreiche Eigent&uuml;mer werden sich nicht ohne weiteres ihre Renditequelle wegnehmen lassen. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Sind Crowdworker selbstst&auml;ndig?<\/strong><br>\nEs klingt verlockend: Flexibel, abwechslungsreich, von zu Hause. Viele Menschen verdienen als sogenannte Crowdworker mit Micro-Jobs im Internet ihr Geld. Rechtliche Regelungen gibt es kaum &ndash; doch jetzt wird das Crowdworking ein Fall f&uuml;r die Justiz.<br>\nNeue Arbeitswelt: Viele Menschen verdienen ihr Geld mit Micro-Jobs im Internet. Sie testen Apps, fotografieren Supermarktregale, f&uuml;hren Umfragen durch, schreiben Interviews ab oder machen, was Firmen sonst nicht mehr selbst machen wollen.<br>\nTagel&ouml;hner in einer digitalen Welt. Vermittelt werden die kleinen Jobs &uuml;ber Crowdworking-Plattformen. Offiziell sind die Crowdworker selbstst&auml;ndig. Aber stimmt das? &hellip;<br>\nRechtliche Regelungen dazu gibt es zum Leidwesen des DGB allerdings kaum. &ldquo;Wir brauchen faire Regeln f&uuml;r Plattformarbeit&rdquo;, fordert der DGB-Vorsitzende Reiner Hoffmann. &ldquo;Denn hier wird die Digitalisierung in weiten Teilen missbraucht, um prek&auml;re Arbeit zu organisieren.&rdquo; Das Problem ist aus seiner Sicht, &ldquo;dass Plattformarbeiter oft als Selbstst&auml;ndige angeheuert werden, obwohl sie gar nicht unabh&auml;ngig sind, sondern &uuml;ber Algorithmen gesteuert, &uuml;berwacht und bewertet werden.&rdquo;<br>\nMit selbstst&auml;ndiger Arbeit habe Plattformarbeit deshalb oft nichts zu tun. Hoffmann fordert: &ldquo;Solche Gesch&auml;ftsmodelle, bei denen Besch&auml;ftigte gezielt um Arbeitnehmerrechte und die soziale Absicherung gebracht werden, sollten politisch nicht l&auml;nger geduldet werden.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/ratgeber\/Sind-Crowdworker-selbststaendig-article21376567.html\">n-tv<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Gesundheit von unten<\/strong><br>\nArmut und Rassismus k&ouml;nnen krank machen. Ein Berliner Projekt will nicht mehr nur Symptome behandeln, sondern soziale Ursachen bek&auml;mpfen.<br>\nBeengte Wohnverh&auml;ltnisse k&ouml;nnen krank machen, schlechte Arbeitsbedingungen, die Sorge, die Miete nicht zahlen zu k&ouml;nnen, Rassismus, Stress, abgasverseuchte Stra&szlig;en. &bdquo;Soziale Determinanten von Gesundheit&ldquo;, nennt das Patricia H&auml;nel, die seit f&uuml;nf Jahren beim Gesundheitskollektiv mitmacht.<br>\nMenschen mit niedrigem Einkommen, Berufsstatus und Bildungsniveau haben nicht nur ein erh&ouml;htes Risiko f&uuml;r chronische Krankheiten und Beschwerden, sie sterben im Schnitt auch fr&uuml;her. Die Differenz in der Lebenserwartung zwischen der niedrigsten und der h&ouml;chsten Einkommensgruppe wird in der Gesundheitsberichterstattung des Bundes im M&auml;rz 2018 auf f&uuml;nf bis zehn Jahre beziffert.<br>\nDoch obwohl seit 1995 jedes Jahr der Kongress Armut und Gesundheit stattfindet, bei dem sich Expert*innen genau zu diesem Thema austauschen, hat sich in der realen Gesundheitsversorgung wenig ver&auml;ndert. Hier kann es passieren, dass man wegen einer Eigenbedarfsklage zur Mieterberatung l&auml;uft und mit Stresssymptomen zum Arzt, ohne dass die beiden Situationen zusammengedacht werden. &hellip;<br>\nIn der DDR waren Polikliniken fester Bestandteil der ambulanten Gesundheitsversorgung. Dort arbeiteten angestellte &Auml;rzt*innen fach&uuml;bergreifend zusammen, nur wurde dieses Modell im Zuge der Wiedervereinigung abgeschafft. Aber auch in der BRD gab es in den 1980er Jahren solidarische Bestrebungen, Alternativen zur profit&shy;orientierten Gesundheitsversorgung zu finden &ndash; viele Projekte aber scheiterten am Geld.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Kollektiv-fuer-eine-bessere-Behandlung\/!5635557\/\">taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Das Letzte &ndash; Deutschland braucht mehr Kapitalismus<\/strong><br>\nNobelpreistr&auml;ger Edmund Phelps fordert einen radikalen Mentalit&auml;tswandel in der Bundesrepublik. Er kritisiert das allgemeine Unwohlsein gegen&uuml;ber den Eliten und erkl&auml;rt, was Deutschland derzeit alles falsch macht.<br>\nWELT: Wie steht Deutschland da?<br>\nPhelps: Nicht besonders gut. Schon in der Schule bekommen die Kinder die v&ouml;llig falschen Werte vermittelt. Dort gilt Kapitalismus als brutal, Start-ups gelten als waghalsige Unterfangen. In den Schulb&uuml;chern wird eher die klassenk&auml;mpferische Geschichte von Konzernen und Gewerkschaften thematisiert. Die Wirtschaft wird erz&auml;hlt &uuml;ber den Konflikt zwischen Kapital und Arbeit, Arbeitgeber und Arbeitnehmer, Boss und Mitarbeiter. Kein Wunder, wenn es f&uuml;r junge Menschen wenig erstrebenswert ist, ein Unternehmen zu gr&uuml;nden und sich dabei Kapital zu besorgen.<br>\nWELT: Was sind die Folgen?<br>\nPhelps: Werte wie Selbstverantwortung, &ouml;konomische Freiheit, Wettbewerb, Leistung, Erfolg genie&szlig;en keine Wertsch&auml;tzung. Die Deutschen m&uuml;ssen das Wort Kapitalismus v&ouml;llig neu beleben. Kapitalismus hei&szlig;t eigentlich nichts anderes, als dass es sich um Unternehmen handelt, in denen Kapital zum Einsatz kommt. In Deutschland hei&szlig;t Kapitalismus so viel wie Kapital ist K&ouml;nig. Der Kapitalist bestimmt, wo es langgeht. Mit einer solchen Mentalit&auml;t l&auml;sst sich keine neue Dynamik entfalten. Ein Datum zeigt die Malaise. Im &bdquo;Doing Business Report&ldquo; der Weltbank rangiert Deutschland bei der Unternehmensgr&uuml;ndung auf Rang 114 von insgesamt 190 Pl&auml;tzen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/plus203336470\/Nobelpreistraeger-Edmund-Phelps-Deutschland-braucht-mehr-Kapitalismus.html\">Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Man h&ouml;re und staune f&uuml;r so einen Bl&ouml;dsinn gibt es einen Wirtschaftsnobelpreis. Der Kundige wei&szlig; nat&uuml;rlich, dass der sogenannte &bdquo;Alfred-Nobel-Ged&auml;chtnispreis f&uuml;r Wirtschaftswissenschaften&ldquo; nicht von der Nobelstiftung ausgelobt wird, sondern von der schwedischen Reichsbank und bis heute dazu benutzt wurde die neoliberale Ideologie zu verbreiten und durchzusetzen. Recht am&uuml;sant, dass Phelps  gerade Schweden als ein Vorbild nennt, das immer noch &uuml;ber einen sehr gut ausgebauten Sozialstaat verf&uuml;gt, eigentlich ein Graus f&uuml;r jeden Neoliberalen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-56283","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/56283","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=56283"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/56283\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":56286,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/56283\/revisions\/56286"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=56283"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=56283"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=56283"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}