{"id":56305,"date":"2019-11-12T13:35:04","date_gmt":"2019-11-12T12:35:04","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56305"},"modified":"2019-11-13T12:20:24","modified_gmt":"2019-11-13T11:20:24","slug":"brasilien-lula-ist-frei-aber-nach-kampfansage-an-bolsonaro-regime-zum-abschuss-freigegeben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56305","title":{"rendered":"Brasilien \u2013 Lula ist frei, aber nach Kampfansage an Bolsonaro-Regime zum \u201cAbschuss\u201d freigegeben"},"content":{"rendered":"<p>Nach 580 Tagen in Haft darf seit dem vergangenen 8. November der zweifache ehemalige und popul&auml;rste Pr&auml;sident Brasiliens aller Zeiten, Luis In&aacute;cio <em>Lula<\/em> da Silva, wieder sein Leben in Freiheit genie&szlig;en. Seine Freilassung l&ouml;ste eine Massen-Euphorie aus, die vor dem Gef&auml;ngnis in Curitiba begann (<a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=IjlgWXnGMqE&amp;feature=youtu.be&amp;t=5209\">siehe Video<\/a>) und am Sitz der Metallarbeitergewerkschaft des sogenannten ABC-Industrieg&uuml;rtels von S&atilde;o Paulo ihren H&ouml;hepunkt erreichte; die gleiche Gewerkschaft, in der der gelernte Metallarbeiter in den sp&auml;ten 1970er Jahren seine politische Karriere begann und an deren Sitz er sich im April 2018 freiwillig der Polizei auslieferte und verhaftet wurde. Von <strong>Frederico F&uuml;llgraf<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_7492\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-56305-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/191112-Brasilien-Lula-ist-frei-aber-nach-Kampfansage-an-Bolsonaro-Regime-zum-Abschuss-freigegeben-NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/191112-Brasilien-Lula-ist-frei-aber-nach-Kampfansage-an-Bolsonaro-Regime-zum-Abschuss-freigegeben-NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/191112-Brasilien-Lula-ist-frei-aber-nach-Kampfansage-an-Bolsonaro-Regime-zum-Abschuss-freigegeben-NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/191112-Brasilien-Lula-ist-frei-aber-nach-Kampfansage-an-Bolsonaro-Regime-zum-Abschuss-freigegeben-NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=56305-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/191112-Brasilien-Lula-ist-frei-aber-nach-Kampfansage-an-Bolsonaro-Regime-zum-Abschuss-freigegeben-NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"191112-Brasilien-Lula-ist-frei-aber-nach-Kampfansage-an-Bolsonaro-Regime-zum-Abschuss-freigegeben-NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p>Nach einer mehr als umstrittenen Entscheidung des damaligen Richters in erster Instanz und jetzigen Justizministers des Bolsonaro-Regimes, Sergio Moro, vom Juli 2017 war Lula zu einer neuneinhalbj&auml;hrigen und im Januar 2018 in zweiter Instanz gar zu einer zw&ouml;lfj&auml;hrigen Haftstrafe verurteilt worden. Das Strafma&szlig; war zuletzt jedoch vom Obersten Gerichtshof (STF) auf acht Jahre und zehn Monate herabgesetzt worden.<\/p><p><strong>Weltweite Sensation<\/strong><\/p><p>Mit leicht lyrischer Erh&ouml;hung ist es nicht &uuml;bertrieben zu behaupten, dass mindestens 48 Stunden lang die Augen der Welt auf den brasilianischen Ex-Pr&auml;sidenten gerichtet waren. Das best&auml;tigten die Titelseiten der internationalen Mainstream-Presse und die Gl&uuml;ckw&uuml;nsche von Politikern aus Lateinamerika, Europa und den USA, darunter die B&uuml;rgermeisterin von Paris, Anne Hidalgho, die dem befreiten Politiker mit dem Ehrenb&uuml;rger-Titel der franz&ouml;sischen Hauptstadt auszeichnete, den Lula jedoch in K&uuml;rze pers&ouml;nlich entgegennehmen muss.<\/p><p>Der britische Guardian hob in seinem Bericht hervor, dass Lula &bdquo;der Favorit f&uuml;r den Sieg der Pr&auml;sidentschaftswahl 2018 gewesen war&rdquo;, jedoch an seiner Kandidatur gehindert wurde. <em>Le Figaro<\/em> spekulierte, die Freilassung des ehemaligen Pr&auml;sidenten k&ouml;nne &bdquo;die politische Szene in Brasilien ver&auml;ndern, wo die Opposition doch seit dem Amtsantritt von Pr&auml;sident Bolsonaro seit Januar kaum wahrnehmbar ist&rdquo;. &bdquo;Die Arbeiterpartei hat ihren historischen F&uuml;hrer nicht vergessen und braucht immer noch Lula, der Millionen von Anh&auml;ngern, haupts&auml;chlich im benachteiligten Nordosten, besitzt und den politischen Kampf eindeutig nicht aufgegeben hat&rdquo;, meldete die Nachrichtenagentur AFP.<\/p><p>In <em>Le Monde<\/em> war zu lesen, die Entscheidung des STF &bdquo;h&auml;tte nicht besser (f&uuml;r Lula) ausfallen k&ouml;nnen. Der fr&uuml;here Pr&auml;sident &hellip; hat gerade einen entscheidenden Rechtssieg errungen&ldquo;, feierte die liberale franz&ouml;sische Tageszeitung. Zum Vergleich, das deutsche Wochenmagazin Der Spiegel leistete sich am Vorabend der Freilassung <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/brasilien-luiz-inacio-lula-da-silva-vor-voruebergehender-freilassung-a-1295468.html\">eine kaum 20-zeilige Meldung<\/a> mit dem zynisch anmutenden Titel &bdquo;Ex-Pr&auml;sident Lula vor vor&uuml;bergehender Freilassung&ldquo;. Die Leser sollten dem offenbar entnehmen, &bdquo;der Typ wandert bald wieder in den Knast!&ldquo;.<\/p><p><strong>Lula als Zentrum eines Richtungskrieges innerhalb der brasilianischen Justiz<\/strong><\/p><p>Seine harterk&auml;mpfte Freiheit verdankt Lula einer Entscheidung des STF, der am Abend des 7. November mit knappen 6:5 Stimmen eine Bestimmung au&szlig;er Kraft setzte, die Verhaftungen nach zweitinstanzlichem Urteil erlaubte. &bdquo;Das Plenum des Obersten Gerichtshofs ist der Ansicht, dass eine Haftstrafe, die auf einem einzigen (auch zweitinstanzlich best&auml;tigten) strafrechtlichen Urteil beruht, erst dann vollzogen werden darf, nachdem alle Rechtsmittel ausgesch&ouml;pft wurden&rdquo;, verk&uuml;ndete das Gericht.<\/p><p>Mit der Minerva-Stimme des Gerichtspr&auml;sidenten Jos&eacute; Dias Toffoli setzte sich die &ldquo;legalistische&rdquo; Fraktion der Hohen Richter gegen eine zahlenm&auml;&szlig;ig ebenb&uuml;rtige, stockkonservative Richtergruppe durch. Diese deckt seit mehreren Jahren die rechtswidrigen Amtshandlungen des seit 2009 vom US State Department ausgebildeten und vom Department of Justice instruierten Richters Sergio Moro und der von ihm de facto koordinierten Einsatzgruppe &ldquo;Lavajato&rdquo; (Autowaschanlage) zur Korruptionsbek&auml;mpfung im s&uuml;dbrasilianischen Curitiba.<\/p><p>Wie die Nachdenkseiten mehrfach <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52456\">berichteten<\/a>, sind die haneb&uuml;chenen, gesetzwidrigen Praktiken des Richters und der Staatsanw&auml;lte von Whistleblowern aus den eigenen Reihen der Nachrichtenplattform The <em>Intercept Brasil<\/em> zugespielt worden. Obwohl &ldquo;illegal erworben&rdquo;, dienten die Enth&uuml;llungen &uuml;ber die Manipulation von Anklagegrund und Prozessf&uuml;hrung dem Hohen Gericht als Beweise f&uuml;r die Aush&ouml;hlung der brasilianischen Justiz.<\/p><p>Sichtbar emp&ouml;rt bezeichnete der ehemalige, notorische Gegner Lulas &ndash; der an der Westf&auml;lischen Wilhelms-Universit&auml;t M&uuml;nster promovierte Hohe Richter Gilmar Mendes &ndash; die Einsatzgruppe und Moro <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=clwvmbSk3Bc\">als &bdquo;kriminelle Vereinigung&rdquo;<\/a> &ndash; eine mutige Zuordnung, die mehrfach in Brasilien als ein Spie&szlig;umdrehen gegen die Einsatzgruppe verstanden wurde, deren Koordinator, Staatsanwalt Deltan Dallagnol, 2017 bar jeder Beweise unterstellt hatte, Lula sei der &bdquo;Chef einer Gangster-Organisation&rdquo;. Auf die Frage von Verteidigung und Medien nach Beweisen antwortete Dallagnol damals, &bdquo;beweisen k&ouml;nnen wir&lsquo;s nicht, doch wir sind davon &uuml;berzeugt&rdquo;; ein Satz, der in Brasilien als Narrenspruch ins W&ouml;rterbuch des urban dictionary aufgenommen wurde.<\/p><p>Der 74-j&auml;hrige Altpr&auml;sident hat jedoch noch weitere 6 Anklagen auszufechten, zuz&uuml;glich eines Kandidatur-Verbots bis 2035. Setzt sich die &ldquo;legalistische&rdquo; Fraktion um Richter Gilmar Mendes im STF durch, k&ouml;nnten jedoch s&auml;mtliche Anklagen gegen Lula f&uuml;r null und nichtig erkl&auml;rt werden. Das Hohe Gericht muss in den kommenden Wochen &uuml;ber einen <a href=\"https:\/\/www.bbc.com\/portuguese\/brasil-50009407\">Antrag der Verteidiger<\/a> des freigelassenen Politikers entscheiden, der mit penibler Dokumentation die Voreingenommenheit und Verd&auml;chtigung des ehemaligen Richters Moro nachweist. Damit erhielte die Juristenkarriere des amtierenden Justizministers Bolsonaros ihren Gnadenschuss.<\/p><p>Ein Grund, weshalb Moro dem STF und Lula den Kampf angesagt hat: Das von rechtsextremen Abgeordneten dominierte Parlament soll die Entscheidung des Hohen Gerichts zunichtemachen und <a href=\"https:\/\/www1.folha.uol.com.br\/poder\/2019\/11\/com-aval-de-bolsonaro-moro-reage-a-lula-se-contrapoe-ao-stf-e-pede-acao-no-congresso.shtml\">Lula erneut verhaften lassen<\/a>. Die Reaktion Moros ist mit den Umtrieben um sich bei&szlig;ender, vereinsamter, tollw&uuml;tiger Hunde vergleichbar und best&auml;tigt nur, was die demokratische Rechtsgemeinschaft seit Jahren behauptet. Dass Moro in der Causa Lula nicht als Richter, sondern als rechtsradikaler Aktivist agierte.<\/p><p><strong>Erster feuriger Auftritt<\/strong><\/p><p>Nachdem Lula die geplante Heirat mit seiner neuen Freundin &ndash; der in Curitiba lebenden Soziologin Rosangela &ldquo;Janja&rdquo; da Silva &ndash; bekanntgab und tausendfache Sprechch&ouml;re das Paar mit der Forderung anfeuerten, &bdquo;K&uuml;ssen, k&uuml;ssen!&rdquo;, kam der alte <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=KOouZrM3m_I\">Luis In&aacute;cio Lula da Silva vor mehr als 30.000 Anh&auml;ngern<\/a> in Fahrt.<\/p><p>In verschiedenen, in der Haft aufgenommenen Interviews f&uuml;r einheimische, aber vor allem internationale Medien, wie El Pa&iacute;s, hatte Lula mehrfach erkl&auml;rt, trotz aller Niedertracht seiner Verfolger empfinde er keinen Groll und schon gar nicht &ldquo;Rachelust&rdquo;. Doch auf der Trib&uuml;ne der Metallarbeitergewerkschaft zog er gegen das amtierende Bolsonaro-Regime mit einer aggressiv anmutenden Rede vom Leder. Er kritisierte mit scharfen Worten die parteiliche Justiz, veranschaulichte die Auswirkungen der katastrophalen Sozialpolitik des Bolsonaro-Regimes &ndash; mit 12 Millionen Arbeitslosen und mindestens 40 Millionen Menschen, die unter der Armutsgrenze vegetieren &ndash; und k&uuml;ndigte eine politische Reise quer durch Brasilien an, bei der er sich auf &ldquo;K&ouml;rperkontakt&rdquo; mit dem Volk freue, was der Charismatiker immer gut, weil mit dem Herzen machte.<\/p><p>Man k&ouml;nnte bei dieser Rede meinen, Lulas radikaler Ton war sozusagen an das &ldquo;hausinterne Publikum&rdquo; &ndash; also an die gesamte brasilianische Linke &ndash; adressiert, deren Parteif&uuml;hrungen sich neben dem Redner versammelt hatten und ihm applaudierten. Doch in einer zweiten Etappe d&uuml;rfte dieser Ton moderater ausfallen, wenn Lula seine politischen Gespr&auml;che mit Unternehmern und Politikern mit dem Ziel der Umarmung des politischen Zentrums wieder aufnehmen wird &ndash; jene teils orientierungslose, teils opportunistische Mitte, die die Linke dem Bolsonaro-Regime abgewinnen muss, um bei den Kommunalwahlen von 2020 und den Pr&auml;sidentschaftswahlen von 2022 als Sieger hervorzugehen. Wenn man sie nur lie&szlig;e.<\/p><p><strong>Rechtsradikale &Auml;ngste<\/strong><\/p><p>Offenbar von der Rede beeindruckt, rief Pr&auml;sident Bolsonaro die Milit&auml;rs zur Beratung. Sie sollen ihm helfen, &bdquo;Lula zu bek&auml;mpfen&rdquo;. Nachdem er Lula eine &ldquo;Kanaille&rdquo; genannt hatte &ndash; wieder der Spiegel-Titel: der &ldquo;nur vor&uuml;bergehend auf freiem Fu&szlig; ist&rdquo; &ndash; drohte Bolsonaro am Montag, dem 11. November, mit der Anwendung des aus der Milit&auml;rdiktatur stammenden <a href=\"https:\/\/www.metropoles.com\/brasil\/politica-br\/bolsonaro-ameaca-acionar-lei-de-seguranca-nacional-contra-lula\">Gesetzes der Nationalen Sicherheit<\/a>. Bolsonaro-Anh&auml;nger setzten gar auf WhatsApp ein Kopfgeld von mehreren tausend Euro f&uuml;r die Ermordung des Altpr&auml;sidenten aus.<\/p><p>Die Drohung Bolsonaros ist mit dem Bunker der rechtsradikalen Milit&auml;rs und der Justiz abgekartet. Sie ist eine Reflexhandlung der extremen Rechten auf die Wende nach links in lateinamerikanischen Schl&uuml;ssell&auml;ndern wie Argentinien und Mexiko und die Turbulenzen in Chile. Wie der brasilianische Kolumnist <a href=\"https:\/\/jornalggn.com.br\/justica\/a-liberdade-de-lula-tem-inimigos-ativos-por-janio-de-freitas\/\">Janio de Freitas richtig erkannte<\/a>, &bdquo;st&ouml;&szlig;t Lulas Freiheit auf aktive Feinde&rdquo;. Das Konzept &bdquo;Lula Livre&ldquo;, so Freitas, wird &bdquo;zu einem ganz bestimmten Zeitpunkt im schwierigen Kampf um die Demokratie in Lateinamerika&ldquo; angewendet und unterstreicht (indirekt) den Volksaufstand in Chile und Ecuador gegen die wirtschaftliche Unterdr&uuml;ckung und die Belastung Jahrhunderte alter, unterlassener Sozialverpflichtungen.<\/p><p>Die gleiche Volksbewegung, die in der Wahl von Alberto Fern&aacute;ndez in Argentinien gipfelte, macht sich seit Ecuador auf dem gesamten Kontinent mit der Idee der lateinamerikanischen Solidarit&auml;t gegen die durch die elit&auml;re Wirtschaftspolitik auferlegte Erstickung lautstark bemerkbar. Mexiko gelingt es mit L&oacute;pez Obrador eine Verbindung von effektiver Souver&auml;nit&auml;t mit einem Gef&uuml;hl von Demokratie herzustellen. Auf dieser politischen Landkarte schien an einem strategischen Ort (Brasilien) ein Haus f&uuml;r Lula pr&auml;destiniert zu sein.<\/p><p>Die &Uuml;berlegung der Rechtsextremen, in Absprache mit den USA diesem neuen kontinentalen Trend Sand ins Getriebe zu werfen und einen vor&uuml;bergehenden Riegel vorzuschieben, k&ouml;nnte die &uuml;berst&uuml;rzte Entscheidung f&uuml;r den Putsch in Bolivien erkl&auml;ren.<\/p><p>Titelbild: Marcelo Chello &ndash; shutterstock.com<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach 580 Tagen in Haft darf seit dem vergangenen 8. November der zweifache ehemalige und popul&auml;rste Pr&auml;sident Brasiliens aller Zeiten, Luis In&aacute;cio <em>Lula<\/em> da Silva, wieder sein Leben in Freiheit genie&szlig;en. 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