{"id":56350,"date":"2019-11-14T08:10:03","date_gmt":"2019-11-14T07:10:03","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56350"},"modified":"2019-11-14T08:01:10","modified_gmt":"2019-11-14T07:01:10","slug":"hinweise-des-tages-3492","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56350","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WM\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56350#h01\">Bolivien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56350#h02\">Sanktionen hin, Gerichtsurteil her &ndash; auf die Prim&auml;rverteilung kommt es an<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56350#h03\">Ein Jahr Gelbwesten-Bewegung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56350#h04\">Von der moralischen &Uuml;berd&uuml;ngung des Mobs<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56350#h05\">&bdquo;Rechte Ideologien sind lebensfeindlich&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56350#h06\">Klima-Paket im Parallel-Galopp<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56350#h07\">Windenergie: Breitseite gegen Wirtschaftsminister Altmaier<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56350#h08\">Mehr &Ouml;l, mehr &Ouml;kostrom und zu wenig Effizienz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56350#h09\">Pro &amp; Contra S-Bahn Berlin<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56350#h10\">Hunderttausende erhalten trotz Jobs Hartz IV<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56350#h11\">Drei Schritte zu einem armutsfesten Mindestlohn<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56350#h12\">Leiharbeit &ndash; Moderne Sklaverei?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56350#h13\">N&ouml;tig w&auml;re mehr Respekt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56350#h14\">Moderne Massentierhaltung und kapitalistische Lebensmittelproduktion<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56350#h15\">Brasilien: &ldquo;Die Mentalit&auml;t der Sklavenhalter kehrt zur&uuml;ck&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56350#h16\">&bdquo;Nato ist hirntot&ldquo; &ndash; Das russische Fernsehen &uuml;ber Macrons Interview im Economist<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56350#h17\">EuGH verlangt Kennzeichnung f&uuml;r Produkte israelischer Siedler<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56350#h18\">Gewalt der Randalierer in Hongkong erreicht neue Stufe<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Bolivien<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Musste Morales wegen Lithium gehen?<\/strong><br>\nVon Marco Maier<br>\nEs gibt Zuf&auml;lle und es gibt &bdquo;Zuf&auml;lle&ldquo;. Vielleicht ist es auch nur eine &bdquo;Verschw&ouml;rungstheorie&ldquo;, aber dort wo es um viel, sehr viel Geld geht, kann man Zuf&auml;lle eigentlich ausschlie&szlig;en. Deshalb hier die Hypothese, dass Pr&auml;sident Evo Morales deshalb vom Milit&auml;r gezwungen wurde zu gehen, weil er die enormen Lithium-Vorr&auml;te nicht von ausl&auml;ndischen (in diesem Fall schon mal eine deutsche) Firmen ausbeuten lassen wollte.<br>\n(&hellip;) Nach wochenlangen Protesten von Einwohnern des Potos&iacute;-Gebiets k&uuml;ndigte  Morales am 4. November die Vereinbarung mit dem deutschen Unternehmen ACI Systems Alemania (ACISA) f&uuml;r Dezember 2018. Die Region verf&uuml;gt &uuml;ber 50 bis 70 Prozent der weltweiten Lithiumreserven in den Salar de Uyuni-Salinen.<br>\nACISA liefert unter anderem Batterien an Tesla. Teslas Aktie stieg am Montag nach dem Wochenende. Wie Bloomberg News 2018 feststellte, hat dies das Land in den n&auml;chsten zehn Jahren unglaublich wichtig gemacht.<br>\nDie Nachfrage nach Lithium wird sich bis 2025 voraussichtlich mehr als verdoppeln. Das weiche, leichte Mineral wird haupts&auml;chlich in Australien, Chile und Argentinien abgebaut. Bolivien hat eine Menge &ndash; 9 Millionen Tonnen, die noch nie kommerziell abgebaut wurden, die zweitgr&ouml;&szlig;te Menge der Welt -, aber bis jetzt gab es keine praktische M&ouml;glichkeit, sie abzubauen und zu verkaufen.<br>\nDie K&uuml;ndigung des ACISA-Vertrags durch Morales &ouml;ffnete die T&uuml;r f&uuml;r eine Neuverhandlung des Abkommens mit Bedingungen, die der Bev&ouml;lkerung der Region mehr Gewinn bringen, oder f&uuml;r die v&ouml;llige Verstaatlichung der bolivianischen Lithiumgewinnungsindustrie&hellip;<br>\n(&hellip;) ACISA teilte dem deutschen Sender DW vergangene Woche mit, das Unternehmen sei &bdquo;zuversichtlich, dass unser Lithiumprojekt nach einer Phase der politischen Gelassenheit und Kl&auml;rung wieder aufgenommen wird&ldquo;. Am Sonntag trat Morales zur&uuml;ck.<br>\nEin Zufall? Vielleicht. Aber hier geht es um einen Milliarden-Dollar-Markt. Und mit Senatorin Jeanine A&ntilde;ez Ch&aacute;vez von der Mitte-Rechts-Partei Demokatische Sozialbewegung als (selbsternannte! &ndash; woher kennen wir das? Ah ja, Venezuela und Guaido&hellip;) Interimspr&auml;sidentin, k&ouml;nnte sich noch einiges &auml;ndern. Die Mitte-Rechts-Parteien und die rechten Parteien sind grunds&auml;tzlich pro-USA ausgerichtet. Vielleicht findet sich jetzt ja ein US-amerikanisches Unternehmen, welches die Ausbeutung der Lithium-Ressourcen &uuml;bernehmen m&ouml;chte&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.contra-magazin.com\/2019\/11\/bolivien-musste-morales-wegen-lithium-gehen\/\">Contra Magazin<\/a>\n<p><strong>Dazu: Deutsches Lithium-Unternehmen ruft Altmaier zu Hilfe<\/strong><br>\nF&uuml;r Elektroautos ist Lithium extrem wichtig &ndash; in Bolivien sollte ein deutsches Unternehmen erstmals Zugang zu dem Rohstoff bekommen. Doch das Projekt wurde gestoppt. Nun fordert der Firmenchef Unterst&uuml;tzung von der Politik.<br>\n&hellip; &ldquo;Wir geben dieses Projekt nicht einfach auf&rdquo;, sagte ACISA-Chef Wolfgang Schmutz dem SPIEGEL. &ldquo;Jetzt werden L&ouml;sungen gesucht und gefunden. Dazu brauchen wir auch die Unterst&uuml;tzung der Politik.&rdquo;<br>\n(&hellip;) Schmutz sagte, er werde die Bundesregierung und die Stuttgarter Landesregierung um Hilfe bitten. &ldquo;Wir sind in eine schwierige Situation gekommen. Es ist wichtig, dass die Politiker, die uns damals unterst&uuml;tzt haben, jetzt nicht abtauchen, sondern f&uuml;r uns weiter eintreten.&rdquo; Das sei auch in ihrem eigenen Interesse: &ldquo;Elektromobilit&auml;t und Energiewende sind Riesenthemen in der deutschen Wirtschaft. Der Rohstoff Lithium ist die existenzielle Grundlage daf&uuml;r.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/bolivien-stoppt-lithium-projekt-peter-altmaier-zu-hilfe-gerufen-a-1295027.html\">SPON<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Der Beitrag des &bdquo;Spiegel&ldquo; ist vom 6. November.  Die &bdquo;Unterst&uuml;tzung der Politik&ldquo; hat ACISA ja nun bekommen. Nat&uuml;rlich war es nicht Altmeier, der den Putsch in Bolivien angezettelt hat. Und nat&uuml;rlich ist Lithium auch nur einer der Rohstoffe, auf den das internationale Kapital es in Bolivien abgesehen hat. Aber Lithium wird dabei auch eine Rolle gespielt haben.<\/em><\/p>\n<p><em>Evo Morales hatte sich den Zorn der indigenen Bev&ouml;lkerung, die bisher zu seinen treuesten Unterst&uuml;tzern gez&auml;hlt hatte, durch den Vertrag mit Acisa zugezogen. Der Zorn wuchs, als sich herausstellte, dass ACISA sich nicht an die Abmachungen halten wollte und die Weiterverarbeitung des Rohstoffes au&szlig;erhalb von Bolivien betreiben wollte. Damit w&auml;re au&szlig;er gro&szlig;en Umweltsch&auml;den f&uuml;r Bolivien nicht mehr viel vom Abbau &uuml;brig geblieben. Morales hat im letzten Augenblick die Rei&szlig;leine gezogen. Zu sp&auml;t, wie es scheint. <\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Die externe Motivlage ist komplex und vielschichtig. Den USA kommt es sicher zudem gelegen, dass Bolivien auch der gr&ouml;&szlig;te Erdgasproduzent S&uuml;damerikas ist. Die Fracking-Konzerne sind dringend auf neue Abnehmer angewiesen. Dabei geht es nicht um freie Lieferkapazit&auml;ten an sich, sondern vor allem um eine St&uuml;tzung des Gaspreises, der durch den Fracking-Boom im Keller ist. <\/em><\/p>\n<div class=\"imagewrap\"><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/191114-chart.png\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/191114-chart.png\" alt=\"\" title=\"\"><span><\/span><\/a><\/div>\n<p><em>Durch den Preisverfall arbeiten viele Gasfelder der USA nur noch defizit&auml;r und diese Milliardenprojekte sind durch gehebelte Finanzinstrumente finanziert, die &ndash; wie einst die Subprime-Kredite &ndash; eine toxische Menge erreicht haben. Der gro&szlig;e Befreiungsschlag w&auml;re die Verhinderung von Nord Stream 2 gewesen; aber hier sieht es zur Zeit f&uuml;r die USA ja eher schlecht aus.<\/em><\/p>\n<p><em>In diesem Kontext sollte man auch im Hinterkopf behalten, dass Trumps wichtigste Unterst&uuml;tzer und Finanziers Hedgefonds- und &Ouml;l-\/Gasmilliard&auml;re wie Paul Mercer Renaissance), John Paulson (Paulson &amp; Co), Gary Cohn (Goldman Sachs), Kelcy Warren (Energy Transfer Partners), Carl Icahn (Icahn Enterprises), Stephen Feinberg (Cerberus) und Harold Hamm (Continental Resources) sind. Bislang hat er deren W&uuml;nsche (z.B. Keystone Pipeline, Iran-Sanktionen) stets pflichtgetreu erf&uuml;llt. <\/em><\/p>\n<p><em>Marco Rubio und der Texaner Ted Cruz, die offenbar in besonderer Weise beim Putsch in Bolivien involviert waren (<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56232\">siehe dazu den Hintergrundartikel von Frederico F&uuml;llgraf<\/a>) stehen &uuml;brigens ebenfalls ganz oben <a href=\"https:\/\/www.theguardian.com\/us-news\/2016\/mar\/03\/oil-and-gas-industry-has-pumped-millions-into-republican-campaigns\">auf der Payroll von Big Oil und Big Gas<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Zivil-milit&auml;risches Regime in Bolivien nicht anerkennen<\/strong><br>\n&bdquo;Die Selbsternennung der Senatorin Jeanine Anez zur Interimspr&auml;sidentin ist ein schwerer Schlag gegen die Demokratie in Bolivien. Die Macht&uuml;bergabe an die rechte Senatorin durch das Milit&auml;r ohne Quorum und ohne Wahl im Parlament nach erzwungenen R&uuml;cktritten aller verfassungsm&auml;&szlig;igen Nachfolger von Pr&auml;sident Morales beweist erneut, dass in Bolivien ein Putsch stattgefunden hat&ldquo;, erkl&auml;rt Heike H&auml;nsel, Mitglied im Ausw&auml;rtigen Ausschuss des Bundestags. Die Au&szlig;enpolitikerin weiter:<br>\n&bdquo;Den Abgeordneten und Senatoren der bisher regierenden Bewegung zum Sozialismus, die die Mehrheit im Parlament stellen, wurde von rechtsgerichteten Milizen der Zugang zum Parlament verwehrt und sie wurden bedroht. Das Milit&auml;r, das Anez die Pr&auml;sidentensch&auml;rpe &uuml;bergab, verweigerte der Parlamentsmehrheit dieser Partei jegliche Garantien. Es ist daher ein Skandal, dass sich Vertreter der EU offenbar bereits mit der rechtsgerichteten, rassistischen Anez getroffen haben, die noch bis gestern die indigene Bev&ouml;lkerungsmehrheit und den gest&uuml;rzten Pr&auml;sidenten aufs &Uuml;belste beleidigt hat.<br>\nDie Bundesregierung darf dieses zivil-milit&auml;rische Regime unter Anez nicht anerkennen, und muss auf eine rasche R&uuml;ckkehr zur Demokratie und Neuwahlen dr&auml;ngen, die Pr&auml;sident Evo Morales vor dem Putsch ausgerufen hatte. Eine Abstimmung unter den gegenw&auml;rtigen Bedingungen w&uuml;rde lediglich dazu dienen, eine zivil-milit&auml;rische Junta in Bolivien zu legitimieren.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/zivil-militaerisches-regime-in-bolivien-nicht-anerkennen\/\">Fraktion DIE LINKE. im Bundestag<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Lesen Sie dazu auch: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56333\">Bolivien &ndash; Nach Staatsstreich, Exil von Evo Morales und Selbsternennung der neuen Pr&auml;sidentin erhebt sich Widerstand gegen rechtsextremen Terror<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Twitter-Troll-Armee macht Stimmung f&uuml;r Putsch<\/strong><br>\nUS-Senator beklagt &ldquo;Putins Desinformation&rdquo;<br>\nWer den mit Gewalt erzwungenen Machtwechsel in Bolivien als Putsch bezeichnet, verbreite damit laut dem US-Hardliner Marco Rubio Desinformationen im Sinne Moskaus. Tats&auml;chlich gibt es eine offenbar koordinierte Kampagne in den sozialen Medien &ndash; jedoch zugunsten der Putschisten.<br>\nWenn es um einen Regime Change in einem lateinamerikanischen Land im Sinne der US-Interessen geht, dann ist Marco Rubio an vorderster Stelle. So auch beim Putsch in Bolivien. Wie heimlich aufgenommene und im Oktober geleakte Audioaufnahmen belegen, traf sich der US-Senator mit bolivianischen Oppositionellen und ehemaligen Milit&auml;rs, um &uuml;ber einen Putsch gegen Pr&auml;sident Evo Morales zu beratschlagen.<br>\nAuch im Falle Venezuelas ist Rubio einer der lautesten F&uuml;rsprecher in den USA f&uuml;r einen Regime Change&hellip;<br>\nDerzeit d&uuml;rfte in Bolivien aus Rubios Sicht alles nach Plan laufen. Fast alles &ndash; denn der Republikaner moniert die Berichterstattung der Medien zur Krise in dem Andenland. Wer verstehen wolle, wie Russlands Pr&auml;sident Wladimir Putin &ldquo;Desinformation als Werkzeug der Au&szlig;enpolitik&rdquo; einsetze, der m&uuml;sse die &ldquo;aktuelle Berichterstattung &uuml;ber Bolivien studieren&rdquo;, so der Politiker in einem Tweet.<br>\nLaut Rubio werde dieses Werkzeug in drei Stufen eingesetzt: Erst produziere Moskau Fake News, die dann von einem &ldquo;riesigen Netzwerk von Kan&auml;len und Social Media-Akteuren&rdquo; verbreitet w&uuml;rden, um schlie&szlig;lich Widerhall in den Mainstream-Medien zu finden&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/amerika\/94593-bolivien-twitter-troll-armee-macht\/\">RT<\/a><\/li>\n<li><strong>Top Bolivian coup plotters trained by US military&rsquo;s School of the Americas, served as attach&eacute;s in FBI police programs<\/strong><br>\nCommanders of Bolivia&rsquo;s military and police helped plot the coup and guaranteed its success. Before they were educated for insurrection through the US military&rsquo;s notorious School of the Americas and FBI training programs.<br>\nThe United States played a key role in the military coup in Bolivia, and in a direct way that has scarcely been acknowledged in accounts of the events that forced the country&rsquo;s elected president, Evo Morales, to resign on November 10.<br>\nJust prior to Morales&rsquo; resignation, the commander of Bolivia&rsquo;s armed forces Williams Kaliman &ldquo;suggested&rdquo; that the president step down. A day earlier, sectors of the country&rsquo;s police force had rebelled.<br>\nThough Kaliman appears to have feigned loyalty to Morales over the years, his true colors showed as soon as the moment of opportunity arrived. He was not only an actor in the coup, he had his own history in Washington, where he had briefly served as the military attach&eacute; of Bolivia&rsquo;s embassy in the US capital.<br>\nKaliman sat at the top of a military and police command structure that has been substantially cultivated by the US through WHINSEC, the military training school in Fort Benning, Georgia known in the past as the School of the Americas. Kaliman himself attended a course called &ldquo;Comando y Estado Mayor&rdquo; at the SOA in 2003.<br>\nAt least six of the key coup plotters were former alumni of the infamous School of the Americas, while Kaliman and another figure served in the past as Bolivia&rsquo;s military and police attach&eacute;s in Washington.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/thegrayzone.com\/2019\/11\/13\/bolivian-coup-plotters-school-of-the-americas-fbi-police-programs\/\">The Grayzone<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Sanktionen hin, Gerichtsurteil her &ndash; auf die Prim&auml;rverteilung kommt es an<\/strong><br>\nDas Hartz-IV-Urteil des Bundesverfassungsgerichts weist das neoliberale Denkmodell des &bdquo;F&ouml;rderns und Forderns&ldquo; in die Schranken. Zumindest ein St&uuml;ck weit.<br>\nDer Urteilsspruch des Bundesverfassungsgerichts zu Zul&auml;ssigkeit und H&ouml;he der Sanktionsm&ouml;glichkeiten bei Hartz IV-Leistungen gestehe dem Staat einen gewissen Spielraum zu, die Mitwirkungspflicht von Hartz IV-Empf&auml;ngern bei der &Uuml;berwindung ihrer Bed&uuml;rftigkeit durch Sanktionsma&szlig;nahmen durchzusetzen, betonen die Vertreter des neoliberalen Denkmodells. Und das sei nach Ansicht der Sanktionsbef&uuml;rworter aus Gr&uuml;nden der &bdquo;Fairness&ldquo; zwischen den bed&uuml;rftigen Leistungsempf&auml;ngern und den steuerzahlenden Leistungstr&auml;gern auch n&ouml;tig. Aber immerhin sollen K&uuml;rzungen h&ouml;chstens in H&ouml;he von 30 Prozent der Leistungsanspr&uuml;che m&ouml;glich sein, die konkreten Umst&auml;nde im Einzelfall st&auml;rker ber&uuml;cksichtigt werden und die Dauer der Sanktionierung verringert werden k&ouml;nnen.<br>\nTrotzdem habe ich nicht verstanden, warum der zur Garantie des Existenzminimums notwendige Geldbetrag auf 70 Prozent abgesenkt werden kann und dieses niedrigere Niveau immer noch mit der Menschenw&uuml;rde vereinbar sein soll. Wie ist denn das Existenzminimum definiert?&hellip; In der Mathematik ist ein Minimum der kleinste Wert, und wenn es einen kleineren Wert gibt, dann handelt es sich bei dem erstgenannten Wert eben um kein Minimum.<br>\n(&hellip;) Durch dieses richterliche Zugest&auml;ndnis in Sachen Sanktionierung ger&auml;t die grundlegende Norm unserer Gesellschaft, die Menschenw&uuml;rde, ins Zwielicht des Verhandelbaren. Und zwar ganz unabh&auml;ngig davon, dass es jetzt nur noch h&ouml;chstens 30 Prozent K&uuml;rzung sein d&uuml;rfen und nicht mehr 60 oder gar 100 Prozent.<br>\nDenn wenn das &ouml;konomische Fundament, das mit der Menschenw&uuml;rde vereinbar sein soll, auch mal weniger als das Existenzminimum betragen kann, stellt sich sofort die Frage, ob dann das Existenzminimum nicht zu hoch angesetzt ist &ndash; man kann ja offenbar auch mit weniger auskommen. In der Mathematik ist ein Minimum der kleinste Wert, und wenn es einen kleineren Wert gibt, dann handelt es sich bei dem erstgenannten Wert eben um kein Minimum&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2019\/11\/sanktionen-hin-gerichtsurteil-her-auf-die-primaerverteilung-kommt-es-an\/\">Friederike Spiecker auf Makroskop<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Lesen Sie dazu auch unseren Beitrag &ldquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56320\">Mit 70 Prozent Menschenw&uuml;rde leben<\/a>&ldquo;.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Ein Jahr Gelbwesten-Bewegung<\/strong><br>\nVom Kreisverkehr auf die Barrikaden<br>\nVor einem Jahr begannen in Frankreich die Proteste der &bdquo;Gelbwesten&ldquo; &ndash; gegen den Reformkurs der Regierung, gegen Ungleichheit und Ungerechtigkeit. Proteste, die auch in Gewalt umschlugen. Gegen die Politik von Pr&auml;sident Macron gehen weiter Menschen auf die Stra&szlig;en.<br>\n(&hellip;) Bis heute vermeiden es der Pr&auml;sident und seine Regierung, den Begriff Gilets Jaunes zu verwenden; auch in den Monaten, in denen die &bdquo;Gelbwesten&ldquo; das Land in Atem hielten, hat sich die Regierung r&uuml;ckblickend nur selten ge&auml;u&szlig;ert und wenn, dann eher allgemein und historisch einordnend.<br>\n(&hellip;) Die &bdquo;Gelbwesten&ldquo;-Bewegung aber erreichte der Pr&auml;sident so gut wie gar nicht: Nur wenige Gruppierungen erkannten die Bem&uuml;hungen Macrons an; die gro&szlig;e Mehrheit der &bdquo;Gelbwesten&ldquo; sah in seinem Debatten-Marathon nur ein T&auml;uschungsman&ouml;ver, mit dem die B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger ruhiggestellt werden sollten. Lieber organisierte man eine eigene, die sogenannte &bdquo;Wahre Debatte&ldquo;, le vrai d&eacute;bat&hellip;<br>\nGewerkschafts-Aufruf zum Generalstreik<br>\n&hellip; Obwohl Macron seinen Ton ver&auml;ndert hat, bleibt er gleichwohl ein entschlossener Reformer. Gerade wurde die Reform der Arbeitslosenversicherung beschlossen; sie sieht unter anderem vor, die Leistungen f&uuml;r Arbeitslose innerhalb der n&auml;chsten drei Jahre um knapp dreieinhalb Milliarden Euro zu k&uuml;rzen. Von den &bdquo;sozial schwersten Einschnitten seit 25 Jahren&ldquo; spricht die Gewerkschaft CFDT, von den &bdquo;Gelbwesten&ldquo; h&ouml;rte man dazu w&auml;hrend der vergangenen Wochen nichts.<br>\nMit der vielleicht heikelsten der Macronschen Reformen k&ouml;nnte sich das bald &auml;ndern: Die bestehenden 42 Sonderrentensysteme f&uuml;r einzelne Berufsgruppen will er durch ein einheitliches Rentensystem ersetzen, die Lebensarbeitszeit soll erh&ouml;ht werden. Schon haben die Gewerkschaften f&uuml;r den 5. Dezember zum Generalstreik aufgerufen und freuen sich, dass f&uuml;hrende &bdquo;Gelbwesten&ldquo;-Vertreter sich beteiligen wollen. Etwa der Chef der Gewerkschaft CGT, Philippe Martinez: &bdquo;Ich trage eine rote Weste, aber rot, gelb und gr&uuml;n &ndash; das mischt sich doch gut! Die Frage der Kaufkraft, der Kampf gegen prek&auml;re Arbeit &ndash; diese Sorgen haben wir gemeinsam, insofern ist das jetzt eine sehr gute Sache!&ldquo;<br>\n(&hellip;) Was der Jahrestag dieser Bewegung bringen wird, ist nicht vorhersehbar. Da keine Sprecher ernannt wurden, gibt es auch keine offiziellen Mitteilungen. Doch im Netz sind die &bdquo;Gelbwesten&ldquo;-Gruppen sehr aktiv &ndash; und die Franz&ouml;sinnen und Franzosen rechnen mit ihnen, sind zu 76 Prozent davon &uuml;berzeugt, dass es die &bdquo;Gelbwesten&ldquo;-Bewegung auch weiterhin geben wird. Die Regierung &auml;u&szlig;ert sich dazu nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/ein-jahr-gelbwesten-bewegung-vom-kreisverkehr-auf-die.724.de.html?dram:article_id=463335\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Lesen Sie dazu auch: &ldquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56159\">Ein Jahr Protest der gelben Westen in Frankreich. Was nun?<\/a>&ldquo;<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: Proteste nach Selbstverbrennung eines Studenten<\/strong><br>\nNachdem sich ein Student in Lyon selbst verbrannt hatte, fanden in ganz Frankreich Studierenden-Proteste gegen problematische finanzielle Verh&auml;ltnisse statt. In seinem Abschiedsbrief erkl&auml;rte der 22-J&auml;hrige seinen Selbstmord laut einer Vereinskameradin mit seiner prek&auml;ren Lebenslage.<br>\nIn Paris haben gestern Nacht mehrere Dutzend Studierende den Hof des Hochschulministeriums besetzt und Ministerin Fr&eacute;d&eacute;rique Vidal zum R&uuml;cktritt aufgefordert &ndash; bis die Polizei die Gruppe auseinandertrieb. So endete der gestrige Aktionstag, bei dem Studierendenvereine im ganzen Land zu Kundgebungen aufgerufen hatten. Allen voran Solidaires &eacute;tudiant-e-s &ndash; denn dort engagierte sich der Studierende, dessen Fall derzeit durch die Medien geht, f&uuml;r bessere Alltagsbedingungen im Hochschulbereich.<br>\nDer 22-J&auml;hrige, der sich in Lyon in Brand gesteckt hatte, lebte selbst in sehr prek&auml;ren Verh&auml;ltnissen. Seine Kommilitonen berichteten bei der Protestaktion auf dem Campus der Universit&auml;t Paris Saint-Denis &uuml;ber seine Versuche, unter diesen Bedingungen sein Studium der Politikwissenschaft abzuschlie&szlig;en&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/frankreich-proteste-nach-selbstverbrennung-eines-studenten.680.de.html?dram:article_id=463346\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Von der moralischen &Uuml;berd&uuml;ngung des Mobs<\/strong><br>\nEiner der oberschlauesten aller rechten Intelellis &ndash; Hans Enzensberger &ndash; wird 90. Zur wiederholten W&uuml;rdigung eines preisgekr&ouml;nten deutschen Wendelebens<br>\nHans Enzensberger wird 90 Jahre alt und wird in den sich als &bdquo;b&uuml;rgerlich&ldquo; verstehenden Gazetten wie der Frankfurter Allgemeinen Zeitung seitenlang &ndash; wieder mal &ndash; hoch und breit gew&uuml;rdigt. Die Zahl seiner Literaturpreise &uuml;bersteigt die Zahl der Literaturpreise aller anderen lebenden und toten deutschen Dichter. Denn die lange Reise des Enzensbergers von ganz links nach ganz rechts musste und muss zahlreich und endlos gew&uuml;rdigt werden &ndash; jetzt wieder zum 90. Im Feuilleton g&ouml;nnt sich sowas, ohne es selbst zu lesen, die geistlose Kapital-Elite, die &ndash; im Wirtschaftsteil derselben Kapital-Gazetten &ndash; ihre Gewinne loben l&auml;sst, auf denen sie verfettet, leistungslos und asozial der n&auml;chsten Finanzkrise lukrativ entgegend&auml;mmert.<br>\n(&hellip;) Wie Enzensberger schneller und fr&uuml;her da war als die linken 1968er, so war er auch schneller und fr&uuml;her auf dem Weg nach rechts. Zwischenstation war das Lob des Anarchismus in Gestalt des spanischen Anarchisten Durruti, der im B&uuml;rgerkrieg gefallen war. Anarchismus, kurzzeitig, sprachm&auml;chtig, real erfolglos und in der Vergangenheit &ndash; das duldet auch das B&uuml;rgertum als zul&auml;ssige Arabeske. Mit der &bdquo;Anderen Bibliothek&ldquo; ab 1985 gelang Enzensberger etwas sehr Verdienstvolles, Auflagen vergessener Schriften der Aufkl&auml;rung, so auch des erst jetzt wieder entdeckten Alexander von Humboldt, sogar auch die von US-Ermittlern f&uuml;r das N&uuml;rnberger Milit&auml;rtribunal (zun&auml;chst) erstellte Anklageschrift gegen die Deutsche Bank&hellip;Freilich war diese &bdquo;andere&ldquo; Bibliothek bibliophil und bildungsb&uuml;rgerlich eingekleidet, teuer, war nur zug&auml;nglich f&uuml;r gebildete Genie&szlig;er.<br>\nUnd beim Herausgeber, dessen einzigartiger &bdquo;Universalanspruch&ldquo; auch heute zum 90. wieder gelobt wird (er w&auml;re tats&auml;chlich dringend n&ouml;tig, jenseits der flachen &bdquo;Globalisierungs&ldquo;kritik), da fehlte allerdings jeder Anflug von politischer &Ouml;konomie &ndash; davon braucht und soll ein guter preisverd&auml;chtiger deutscher Dichter nat&uuml;rlich keine Ahnung zu haben: &auml;h, pfui, das krude Kapital, die ausgebeutete Arbeit, beides ungebildet, sprachlos, unsichtbare Ober- und Unterklasse. Das alles &ndash; einschlie&szlig;lich der &bdquo;Suhrkamp-Kultur&ldquo;, zu der Enzensberger wie Habermas prominent beitrug -, zeigt deshalb die durchaus anspruchsvoll und gebildet begr&uuml;ndete Ambivalenz zahlreicher Linker, Halblinker, Kritischer, Liberallos und Liberallas im vereinigten Deutschland. Aus Gutem konnte vieles werden.<br>\nDer Enzensberger treidelte nach rechts &ndash; halb zog es ihn mit Preisen und Honoraren, halb fiel er freudig und wortreich hin und hinauf&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nrhz.de\/flyer\/beitrag.php?id=26353\">Werner R&uuml;gemer in der NRZ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>&bdquo;Rechte Ideologien sind lebensfeindlich&ldquo;<\/strong><br>\n (&hellip;) Lutz Bachmann, der Pegida-Bachmann, nennt am 3.6.2019 Greta Thunberg eine &bdquo;geistesbehinderte Kr&ouml;te&ldquo;. Er sei &bdquo;einfach nur angewidert von solchen Subjekten&ldquo;. Und weiter p&ouml;belt er: &bdquo;So setzt sich die gr&uuml;nfaschistische Brut f&uuml;r absurde Klimaziele ein und h&auml;lt an der M&auml;r des menschgemachten Klimawandels fest.&ldquo;<br>\nAbgesehen von der l&auml;cherlichen Absurdit&auml;t, dass ein Faschist seine Gegner als Faschisten beschimpft, zeigt das deutlich die Panik dieser Herren davor, sich von einer jungen, klugen und mutigen Frau in ihrer Dummheit und Verbohrtheit vorf&uuml;hren zu lassen.<br>\nWenn vieles auf unserer Welt aus den Fugen geraten ist, so liegt dies gewiss nicht an jungen und sehr jungen Frauen. Es liegt auch nicht an Menschen mit Asperger-Syndrom, es liegt an der furchtbaren Arroganz der selbsternannten &bdquo;Normalen&ldquo;, vor allem der M&auml;nner fortgeschrittenen Alters.<br>\nDas Patriarchat hat versagt, Herr Bachmann. 5000 Jahre brutalen Herrschaftsgebarens haben Milliarden von Menschen, Tiere und Pflanzen in Kriegen vernichtet und die &Ouml;kosph&auml;re auf unserem Planeten an den Rand des Abgrunds gebracht. Und es waren fast immer die grausamsten und herzlosesten M&auml;nner, die sich an die Spitze eines Volkes hinaufgemordet haben &ndash; Soziopathen allesamt.<br>\n(&hellip;) Rechte Ideologien sind per se lebensfeindlich, weil sie sich jener Vielfalt und Buntheit verweigern, die nur in Freiheit gut gedeihen kann. So &uuml;berrascht es nicht, dass sich Rechtspopulisten nicht scheuen, auch unser &Ouml;kosystem durch Nichtstun sterben zu lassen, jene wunderbaren Lebensformen, an denen Menschen, die noch gesund zu f&uuml;hlen verm&ouml;gen, mit ihren Herzen h&auml;ngen.<br>\n(&hellip;) Lassen wir uns von ihnen nicht ins Bockshorn jagen! Lassen wir uns nicht verf&uuml;hren von den sogenannten &bdquo;F&uuml;hrern&ldquo;! Widerstehen wir mit all dem, was uns als menschlichen Wesen gegeben ist an Mitgef&uuml;hl und Verstand, Poesie und Z&auml;rtlichkeit!<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/hinter-den-schlagzeilen.de\/rechte-ideologien-sind-lebensfeindlich\">Konstantin Wecker in Hinter den Schlagzeilen<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Klima-Paket im Parallel-Galopp<\/strong><br>\nAm heutigen Mittwoch bringt die Bundesregierung das Klimaschutzgesetz, das jedem Bereich seine Treibhausgas-Reduktionspflichten bis 2030 zuweist, in den Bundestag ein &ndash; ohne jede Debatte. Am Freitag soll das Gesetzeswerk beschlossen sein. Unliebsame Anfragen dazu blockt die Regierung weitgehend<br>\nDass ein Gesetz im Bundestag am Mittwoch eingebracht und am Freitag schon beschlossen wird &ndash; normalerweise geht das nicht. Beim Klimaschutzgesetz bedient sich die Koalition deswegen eines Verfahrenstricks&hellip;<br>\n(&hellip;) Mehr als sonst wird dabei der Bundestag zu einem Abnickverein degradiert. Lorenz G&ouml;sta Beutin von der Linksfraktion h&auml;lt das ganze Verfahren, wie die Klimagesetze beschlossen werden, f&uuml;r eine Farce&hellip;<br>\n(&hellip;) &ldquo;Parlamentarisch nicht ausforschbarer Kernbereich&rdquo;<br>\nNun wird erstmal das Gesetz beschlossen und dann wird &uuml;ber das Geld geredet. Nicht nur die Bundesl&auml;nder, auch die Bundestags-Opposition wird bei Einw&auml;nden oder Nachfragen zu den Klimagesetzen mehr oder weniger abgeb&uuml;rstet&hellip;.<br>\n(&hellip;) Auf 14 Fragen gibt die Bundesregierung in ihrer Antwort, die Klimareporter&deg; vorliegt, sechs nichtssagende Antworten und weist den l&auml;stigen Wissensdurst mit dem Argument zur&uuml;ck, es gebe einen &ldquo;Kernbereich exekutiver Eigenverantwortung, der auch einen parlamentarisch nicht ausforschbaren Initiativ-, Beratungs- und Handlungsbereich einschlie&szlig;t&rdquo;. Kontrolle der Regierung durch die Opposition &ndash; das war einmal&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.klimareporter.de\/deutschland\/klima-paket-im-parallel-galopp\">Klimareporter<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Windenergie: Breitseite gegen Wirtschaftsminister Altmaier<\/strong><br>\nIn seltener Klarheit stellt sich der Lobbyverband der Industrie gegen die geplanten Einschr&auml;nkungen der Windkraft.<br>\nEines der gr&ouml;&szlig;ten Probleme: Neue Windr&auml;der sollen einen Mindestabstand von 1000 Metern selbst zu kleinsten Siedlungen einhalten.<br>\nRegionalpl&auml;ne, die anderes vorsehen und vor 2015 erlassen wurden, sollen ihre G&uuml;ltigkeit verlieren.<br>\n(&hellip;) In einem Brandbrief von seltener Klarheit stellt sich der Lobbyverband BDI hinter den Klimaschutz &ndash; und gegen die geplanten Einschr&auml;nkungen der Windkraft. Und das nicht allein: der Deutsche Gewerkschaftsbund, die beiden gro&szlig;en Energieverb&auml;nde, die Windlobbys BWE und VDMA &ndash; sie alle haben unterschrieben. &ldquo;Sehr geehrter Herr Bundesminister, Energiewirtschaft, Industrie, Gewerkschaften und Zivilgesellschaft erwarten, dass die Bundesregierung mit Entschlossenheit an einer modernen, zukunftsf&auml;higen, CO&#8322;-freien Energieversorgung arbeitet&rdquo;, hei&szlig;t es in dem Schreiben. Und: &ldquo;Die geplanten Einschr&auml;nkungen der Windenergie an Land stellen allerdings die Realisierbarkeit s&auml;mtlicher energie- und klimapolitischen Ziele der Bundesregierung in Frage.&rdquo;&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/windkraft-altmaier-brandbrief-bdi-1.4680168\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Mehr &Ouml;l, mehr &Ouml;kostrom und zu wenig Effizienz<\/strong><br>\nLiegt die Ignoranz der IEA-Szenarien gegen&uuml;ber dem Klimaschutz an den<br>\nDer globale Energiebedarf wird bis 2040 weiter wachsen. Das sagt die Internationale Energie-Agentur IEA in ihrem jetzt ver&ouml;ffentlichten Weltenergiebericht 2019 voraus. Auch wenn k&uuml;nftig mehr und billigerer &Ouml;kostrom eingesetzt wird, ist die Welt noch weit davon entfernt, auf eine nachhaltige Entwicklung einzuschwenken, warnt die IEA, die f&uuml;hrende Industrie- und Schwellenl&auml;nder ber&auml;t.<br>\nKonkret beziffert die IEA den j&auml;hrlichen Anstieg des Energiebedarfs auf bis zu 1,3 Prozent, vorausgesetzt, die Politik der f&uuml;hrenden L&auml;nder bewegt sich weiter im derzeitigen, nicht nachhaltigen Rahmen. Hochgerechnet bedeutet das: In 20 Jahren w&uuml;rde etwa ein Drittel mehr Energie als heute verbraucht.<br>\nHaupttreiber ist die unver&auml;ndert hohe und weiter steigende &Ouml;l-Nachfrage. &ldquo;Das Wachstum der Nachfrage bleibt bis 2025 robust&rdquo;, erkl&auml;rte IEA-Direktor Fatih Birol. Bis Mitte des kommenden Jahrzehnts rechnet die Organisation damit, dass die globale &Ouml;lnachfrage um eine Million Barrel pro Tag zunimmt, in den 2030er Jahren soll dann der t&auml;gliche Zuwachs auf 100.000 Barrel &ldquo;abflachen&rdquo;.<br>\nIn absoluten Zahlen: 2018 lag die globale Nachfrage nach Roh&ouml;l bei rund 97 Millionen Barrel pro Tag, 2030 sollen es 105 Millionen und 2040 dann 106 Millionen Barrel sein.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.klimareporter.de\/energiewende\/mehr-oel-mehr-oekostrom-und-zu-wenig-effizienz\">Klimareporter<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Pro &amp; Contra S-Bahn Berlin<\/strong><br>\nMacht Wettbewerb sie schneller?<br>\nDer rot-rot-gr&uuml;ne Senat beschlie&szlig;t die 8 Milliarden Euro schwere Ausschreibung f&uuml;r zwei S-Bahnstrecken. Ist das nachhaltig? Ein Pro und Contra.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Pro--Contra-S-Bahn-Berlin\/!5641922\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Verstehe ich das richtig, da&szlig; Rot-Rot-Gr&uuml;n in Berlin im Namen eines angeblichen Wettbewerbs auf einem Infrastruktur-Monopol (den Bahngleisen) in einem &Ouml;PP-Modell privaten Bahnen Gewinne zuschustern will? Und da&szlig; die taz das Vorhaben zumindest halb gut findet? Wie kann das sein nach all den Privatisierungs- und &Ouml;PP-Desastern der letzten Jahrzehnte, nicht nur bei der Bahn? Wieso glauben gerade die angeblich Linken an die &Uuml;berlegenheit des Wettbewerbs dort, wo er nicht hingeh&ouml;rt? Sind die Probleme (geheime Vertr&auml;ge; Privatisierung der Gewinne, Sozialisierung der Verluste; knallharte Lohnpolitik zulasten der Besch&auml;ftigten; usw. etc. pp.) nicht jetzt schon klar absehbar?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Hunderttausende erhalten trotz Jobs Hartz IV<\/strong><br>\nZehn Milliarden Euro in 2018<br>\n&ldquo;Verdeckte Subventionierung von Lohndumping&rdquo;: So bezeichnet Linke-Bundestagsabgeordnete Zimmermann die hohe Anzahl an Arbeitnehmern, die dennoch auf Hartz IV angewiesen sind. J&auml;hrlich gibt der Staat daf&uuml;r viele Milliarden Euro aus.<br>\nDer Staat hat die L&ouml;hne von arbeitenden Hartz-IV-Empf&auml;ngern 2018 um fast zehn Milliarden Euro aufgestockt. Zwischen 2007 und 2018 seien mehr als 117 Milliarden Euro f&uuml;r Aufstockungen ausgegeben worden, berichteten die Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND) unter Berufung auf Zahlen der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit, die von der Linken-Bundestagsabgeordneten Sabine Zimmermann ausgewertet wurden.<br>\nDemnach gab es im vergangenen Jahr durchschnittlich 944.197 Bedarfsgemeinschaften mit mindestens einem Erwerbst&auml;tigen, die auf Hartz-IV-Leistungen angewiesen waren. Der durchschnittliche Zahlungsanspruch lag bei 861 Euro im Monat.<br>\n&ldquo;Die Gesellschaft subventioniert so seit vielen Jahren Arbeitgeber, die Niedrigl&ouml;hne zahlen oder ihren Besch&auml;ftigten nur Arbeitsverh&auml;ltnisse in Teilzeit oder Minijobs anbieten, obwohl viele gerne l&auml;nger arbeiten w&uuml;rden&rdquo;, sagte Zimmermann den RND-Zeitungen. Dies sei eine &ldquo;verdeckte Subventionierung von Lohndumping&rdquo;, mit der die Bundesregierung prek&auml;re Besch&auml;ftigung zementiere.<br>\nArbeitnehmer haben Anspruch auf Hartz-IV-Leistungen, wenn ihr Einkommen zu niedrig ist, um ihren Lebensunterhalt und den m&ouml;glicher weiterer Haushaltsangeh&ouml;riger zu bestreiten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Hunderttausende-erhalten-trotz-Jobs-Hartz-IV-article21391890.html\">ntv<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Drei Schritte zu einem armutsfesten Mindestlohn<\/strong><br>\nDer Mindestlohn ist gut f&uuml;r die Menschen und die Wirtschaft. Das zeigen neueste Untersuchungen. Alle Bedenken haben sich als grundlos erwiesen. Zum Leben reicht der Mindestlohn dennoch nicht. Das muss sich &auml;ndern.<br>\n(&hellip;) Der Index der tariflichen Stundenverdienste ohne Sonderzahlungen ist in den vergangenen zwei Jahren (Okt. 2017 &ndash; Okt. 2019) um 5,7 Prozent gestiegen. Legt man diesen Wert zugrunde, ergibt sich als neuer Mindestlohn f&uuml;r 2021 und 2022 ein Stundenlohn von 9,82 Euro.<br>\nDie Politik der Trippelschritte beim Mindestlohn reicht nicht<br>\nEin solcher Mindestlohn w&auml;re weit von einem armutsfesten Lohnniveau entfernt, das sich in der &ouml;ffentlichen Diskussion der letzten Jahre immer st&auml;rker als Zielgr&ouml;&szlig;e f&uuml;r eine angemessene Mindestverg&uuml;tung durchgesetzt hat. Als armutsfest kann ein Mindestlohn dann gelten, wenn er sicherstellt, dass die Bezieher*innen nicht im Alter nach 45 Jahren mit Vollzeitbesch&auml;ftigung auf die Grundsicherung zur&uuml;ckgreifen zu m&uuml;ssen. Bereits 2017 nannte das Bundesarbeitsministerium einen Stundenlohn von 11,85 Euro und sp&auml;ter von 12,63 Euro als erforderlich, um dieses Ziel zu erreichen.<br>\nDie Politik der Trippelschritte bei der Anpassung ist ganz offensichtlich ungeeignet, um dieses Ziel in absehbarer Zeit zu erreichen. Bislang ist der gesetzliche Mindestlohn jahresdurchschnittlich um 2,5 Prozent gestiegen. Selbst wenn man optimistisch unterstellt, dass der Tarifindex in Zukunft jedes Jahr um 3 Prozent steigt, w&uuml;rde ein Mindestlohn von 12 Euro erst im Jahr 2029 erreicht. Dass er dann nicht mehr armutsfest w&auml;re, versteht sich von selbst&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/gegenblende.dgb.de\/artikel\/++co++4758608e-0201-11ea-997b-52540088cada\">Gegenblende<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Leiharbeit &ndash; Moderne Sklaverei?<\/strong><br>\nLeiharbeit? Zeitarbeit? Arbeitnehmer&uuml;berlassung? Drei Begriffe f&uuml;r ein und dasselbe: der Mitarbeiter wird nicht im Unternehmen selbst eingestellt, sondern bei einer Leihfirma. Der eigentliche Arbeitgeber des so genannten Einsatzortes zahlt nicht an den Mitarbeiter, sondern er zahlt f&uuml;r die geleistete Arbeitszeit. Wer diese erbringt, ist f&uuml;r ihn unerheblich. Dabei nimmt der Unternehmer in Kauf, dass ein Leiharbeiter ihn mehr kostet als ein fest angestellter Mitarbeiter. Die Gr&uuml;nde sind vielf&auml;ltig, so schieben doch viele Unternehmen diese Politik auf ihr &ldquo;Saisongesch&auml;ft&rdquo;. In Wahrheit sind es andere Vorteile, die die Leiharbeit erst lukrativ machen. Ein Mitarbeiter leistet nicht die erwartete Arbeit? Ein Anruf bei der Leihfirma und er wird am n&auml;chsten Tag durch einen anderen ersetzt. Ohne Begr&uuml;ndungen, ohne Scherereien, ohne Diskussionen, ohne Betriebsrat, ohne Vertr&auml;ge ber&uuml;cksichtigen zu m&uuml;ssen. Diese &ldquo;Freiheit&rdquo; lassen sich viele Unternehmen gerne gutes Geld kosten.<br>\nWas die Leiharbeit f&uuml;r den Arbeitnehmer bedeutet, ist die selten &ouml;ffentlich dargestellte Seite der Medaille. Allem voran: der Hungerlohn. In Zeiten von Mindestlohn sollte sowas doch gar nicht m&ouml;glich sein, denken Sie. Pustekuchen! Die Leihfirmen wenden einen einfach aber wirkungsvollen Trick an: Wurde fr&uuml;her eine Vollzeitstelle mit 40 Stunden pro Woche verg&uuml;tet, wird sie seit dem Mindestlohn nur noch mit 35 Stunden verg&uuml;tet. Alles dar&uuml;ber hinaus sind geleistete &Uuml;berstunden, die auf ein Zeitkonto angerechnet werden. Bis zu 150 Stunden gehen auf dieses Konto, das auf Nachfragen daf&uuml;r da ist, &ldquo;wenn keine Arbeit da ist&rdquo;. Kein Ausbezahlen, kein Abfeiern.<br>\nBei einem Stundenlohn von Anfang 2018 rund 9,25&euro; pro Stunde brutto kommen wir auf einen Nettolohn von ca 1000 &euro; bei Alleinstehenden&hellip;<br>\n(&hellip;) Wie bei Hartz 4 ist ein Sprung aus der Leiharbeit schwer, wenn man einmal in diesem System drin ist. Arm trotz Arbeit, man lebt am Existenzminimum und in st&auml;ndiger Unsicherheit &uuml;ber seine berufliche Zukunft.<br>\nSo ist die Leiharbeit heute doch eigentlich nichts anderes als eine moderne Form des Menschenhandels. Sklaverei im 21. Jahrhundert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungeoekologen.de\/aktuelles\/blog\/nachrichtendetails\/news\/leiharbeit\/\">&ouml;dp<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>N&ouml;tig w&auml;re mehr Respekt<\/strong><br>\nDie gro&szlig;e Koalition hat sich nach langem Gezerre geeinigt. Nun kommt also die Grundrente. Zur &ldquo;Respektrente&rdquo;, wie sie die SPD gern gehabt h&auml;tte, reicht der Kompromiss jedoch leider nicht. Das ist bitter f&uuml;r die Betroffenen und ein Armutszeugnis f&uuml;r ein so reiches Land wie die Bundesrepublik.<br>\n(&hellip;) . Zuletzt haben unterschiedliche Regierungskoalitionen auf Bundesebene fast zehn Jahre lang dar&uuml;ber gestritten, wie man Geringverdiener*innen besserstellen kann, die jahrzehntelang mit geringen Einkommen gearbeitet haben. Denn sie erwerben zu geringe Rentenanwartschaften, um eine Altersrente oberhalb der Grundsicherung im Alter zu erhalten.<br>\nImmerhin erkennt die Regierung Lebensleistung auch bei geringen Einkommen an<br>\nKeines der in diesem Zusammenhang er&ouml;rterten Modelle (Zuschussrente, Lebensleistungsrente, Solidarrente oder solidarische Lebensleistungsrente) hat sich durchgesetzt. Stets gab es bei CDU\/CSU oder FDP wirtschaftsnahe Kr&auml;fte, die eine Kompromissl&ouml;sung blockierten. Nun feiert sich die dritte Gro&szlig;e Koalition unter Bundeskanzlerin Angela Merkel daf&uuml;r, dass sie endlich das Problem gel&ouml;st hat.<br>\n(&hellip;) Problematisch am Kompromiss zur Grundrente ist die Absprache zur Arbeitslosenversicherung<br>\nVergleicht man den jetzt gefundenen Koalitionskompromiss mit dem urspr&uuml;nglichen Konzept von Hubertus Heil, so f&auml;llt auf: Nur halb so viel Bed&uuml;rftige wie urspr&uuml;nglich geplant werden in den Genuss der Grundrente gelangen. Ebenso halbiert hat die gro&szlig;e Koalition die f&uuml;r das Projekt veranschlagten Finanzmittel. Problematisch sind auch die Nebenabreden, denen die SPD zustimmen musste, um der Union eine abgespeckte Grundrente ohne Bed&uuml;rftigkeitspr&uuml;fung abzuringen&hellip;<br>\nHeils Plan f&uuml;r eine Respektrente, die den Namen verdient, h&auml;tte etwa 3,8 Milliarden Euro pro Jahr beansprucht. Zugestanden haben ihm die Unionsparteien jetzt aber nur 1 bis 1,5 Milliarden Euro. Wenn es um wirksame Ma&szlig;nahmen zur Bek&auml;mpfung der wachsenden Altersarmut geht, die mehr Respekt f&uuml;r arbeitende Menschen bedeuten und ihnen nach einem langen Erwerbsleben ein Alter in W&uuml;rde erm&ouml;glichen sollen, weisen konservative Politiker und wirtschaftsliberale Publizisten fast zwanghaft auf die knappen Finanzmittel des Staates hin. Gleichzeitig ist aber genug Geld vorhanden, um den R&uuml;stungshaushalt um 5 Milliarden Euro zu erh&ouml;hen und in den kommenden Jahren fast zu verdoppeln&hellip; Es ist bitter und ein politisches Armutszeugnis, dass ein so reiches Land wie die Bundesrepublik Deutschland f&uuml;r die Bek&auml;mpfung der Altersarmut nur einen Bruchteil dieser Summe ausgibt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/gegenblende.dgb.de\/artikel\/++co++b2685aec-0476-11ea-b340-52540088cada\">Gegenblende<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Moderne Massentierhaltung und kapitalistische Lebensmittelproduktion<\/strong><br>\nDie Erfordernisse kapitalistischen Wirtschaftens schaden Menschen und Tieren<br>\nVerkeimtes H&uuml;hnerfleisch, Gammelfleisch, das ungenie&szlig;bar ist, verdorbene Wurstwaren an der Grenze zum lebensgef&auml;hrlichen Sonderm&uuml;ll &ndash; die Emp&ouml;rung &uuml;ber die moderne Massentierhaltung und Lebensmittelproduktion, die regelm&auml;&szlig;ig gesundheits- bis lebensbedrohliche Produkte erzeugen, ist immer wieder gro&szlig;, ebbt aber dann bis zum n&auml;chsten Skandal ebenso schnell ab.<br>\nDie mediale Kritik macht es sich oft leicht: Von verantwortungslosen Unternehmern &uuml;ber mangelhafte staatliche Kontrollen bis zu geldgierigen Gaunern reichen die Vorw&uuml;rfe &ndash; sieht man nur auf die Personen und den jeweils aktuellen Einzelfall, mag das alles stimmen, nur: Warum tritt das Ph&auml;nomen verdorbener tierischer Produkte, die offensichtlich ohne R&uuml;cksicht auf Tiere wie Konsumenten produziert und auf den Markt geworfen werden, so massenhaft, so regelm&auml;&szlig;ig, so systematisch auf?<br>\nDie Systematik des Ph&auml;nomens legt schon mal die Vermutung nahe, dass ein hoher Anreiz im herrschenden &ouml;konomischen System besteht, Landwirtschaft bzw. Lebensmittelproduktion auf eine Weise zu betreiben, die diese Folgen regelm&auml;&szlig;ig mit einschlie&szlig;t. Und der Inhalt dieses Anreizes stellt auch kein Geheimnis dar: Die angewandten, tier- wie gesundheitssch&auml;dlichen Methoden scheinen eine sichere Gew&auml;hr daf&uuml;r zu bieten, dass der Hauptzweck der herrschenden Produktionsweise, der Geld&uuml;berschuss &uuml;ber die Produktionskosten, auch &ldquo;Profit&rdquo; oder, in der kapitalfreundlicheren Softversion, &ldquo;Gewinn&rdquo; genannt, m&ouml;glichst effektiv erreicht wird.<br>\n(&hellip;) In ihrer &ldquo;Endausbaustufe&rdquo; stellen sie einfach Sektoren der Kapitalakkumulation dar, die von den Investoren dahingehend verglichen werden, wo ihr Geldkapital am rentabelsten eingesetzt und kontinuierlich vermehrt werden kann.<br>\n(&hellip;) Insofern ist die Lebensmittelproduktion nur das drastischste Beispiel daf&uuml;r, dass die Vermehrung von abstraktem Reichtum, von Geld als Kapital, den Gebrauchswert, die qualitativen Eigenschaften einer Ware nur als Voraussetzung, als unumg&auml;ngliche H&uuml;lle f&uuml;r den diese Wirtschaftsweise dominierenden, in der gelungenen Geldvermehrung realisierten Bereicherungszweck ansieht, der in seiner rein quantitativ bestimmten, &uuml;ber die Zw&auml;nge der Konkurrenz vermittelten Abstraktheit keine immanente Schranke kennt und zul&auml;sst.<br>\nJede Einlassung, die dies nicht thematisiert und nur von den technischen, r&auml;umlichen, hygienischen etc. Produktionsbedingungen der modernen Herstellung tierischer Lebensmittel, vom Konsumenten und den mangelhaften politischen Kontrollmechanismen schwadroniert, geht am politisch-&ouml;konomischen Kern des Problems, den Prinzipien und Notwendigkeiten der Kapitalakkumulation vorbei, bei der es auf den in sich ma&szlig;losen Prozess der Profitmaximierung, nicht auf die Gebrauchswerte ankommt, die nur &ndash; profitabel! &ndash; verk&auml;uflich sein m&uuml;ssen, mehr nicht. Und da muss man halt manchmal etwas nachhelfen&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Moderne-Massentierhaltung-und-kapitalistische-Lebensmittelproduktion-4583719.html\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Absolut lesenswert zum Verst&auml;ndnis wie das System funktioniert. Oder besser: nicht funktionieren kann, wenn man ethische Ma&szlig;st&auml;be ansetzen und Qualit&auml;t produzieren will<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Brasilien: &ldquo;Die Mentalit&auml;t der Sklavenhalter kehrt zur&uuml;ck&rdquo;<\/strong><br>\nDie Gewerkschafterin Carmen Foro &uuml;ber den zunehmenden Widerstand gegen die aggressive Politik von Pr&auml;sident Bolsonar<br>\nDie Br&auml;nde im Amazonas haben im August die weltweite Aufmerksamkeit auf Brasilien gelenkt. Inzwischen ist das Thema in den Medien nicht mehr pr&auml;sent &ndash; sind die Br&auml;nde entsch&auml;rft oder ist schlicht die Aufmerksamkeit gesunken?<br>\nDas Problem der Br&auml;nde ist trotz nachlassender Medienwirksamkeit nicht gel&ouml;st. Immer schon hat es in der Amazonasregion gebrannt, heute allerdings hat die Regierung Brasiliens der Welt&ouml;ffentlichkeit und den Klimasch&uuml;tzern den Krieg angesagt, das macht das Ganze so schwierig&hellip;<br>\nDie Regierung Bolsonaro hat die internationale Debatte um den Schutz des Amazonas als kolonialistische Einmischung zur&uuml;ckgewiesen. Wie sieht die Haltung im progressiven Lager aus?<br>\nAls imperialistisch sehen wir die Besorgnis der Welt nicht an. Wir m&uuml;ssen uns alle klar werden, dass Umweltfragen weltumspannende Fragen sind und dass das Amazonasgebiet nat&uuml;rlich im Blick aller sein muss. Die brasilianische Regierung will den Vereinigten Staaten und den multinationalen Konzernen das Amazonasgebiet zur Ausbeutung &uuml;berlassen&hellip;Wir brauchen ein neues Entwicklungsmodell f&uuml;r das Amazonasgebiet.<br>\n(&hellip;) In letzter Zeit nehmen in Brasilien die Proteste gegen die Regierung zu, zum Beispiel seitens der Frauenbewegung, von Sch&uuml;lern und Studierenden und auch der Gewerkschaften. Wogegen begehren die Menschen auf?<br>\nIn den neun Monaten seit Bolsonaros Amtsantritt ist viel zerschlagen worden. Haushaltsmittel wurden gek&uuml;rzt, insbesondere in den Bereichen Erziehung und Bildung, aber auch die Arbeitsrechtsreform und die Rentenreform lassen R&uuml;ckschritte auf der ganzen Linie erwarten. Nat&uuml;rlich w&auml;re es gut, wenn der Widerstand noch gr&ouml;&szlig;er w&auml;re als er heute ist. Aber es gibt Fortschritte. Wir haben es geschafft, in den letzten Monaten die indigenen Frauen nach Bras&iacute;lia zu holen. Sie sind dort auf die Stra&szlig;e gegangen. Auch die Landarbeiterinnen haben mit der &ldquo;Marcha das margaridas&rdquo; protestiert.<br>\nIm Jahr 2000 waren noch drei von vier Brasilianern, die auf dem Land lebten, arm. Diese Situation hatte sich unter den Pr&auml;sidenten der Arbeiterpartei PT, Luis In&aacute;cio Lula da Silva und Dilma Roussef, entscheidend verbessert. Wir waren nicht mehr als Hungerland bekannt.<br>\nJetzt sind die R&uuml;ckschritte erheblich und so m&uuml;ssen wir wieder auf die Stra&szlig;e gehen. Wir k&auml;mpfen f&uuml;r die Demokratie, f&uuml;r die nationale Souver&auml;nit&auml;t, f&uuml;r die Freiheit des und der Einzelnen und gegen die Gewalt gegen Frauen&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/amerika21.de\/analyse\/231909\/brasilien-mentalitaet-sklavenhalter\">Amerika 21<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>&bdquo;Nato ist hirntot&ldquo; &ndash; Das russische Fernsehen &uuml;ber Macrons Interview im Economist<\/strong><br>\nDas Aufsehen erregende Interview Macrons mit dem Economist war am Sonntag auch noch einmal Thema in der russischen Sendung &bdquo;Nachtrichten der Woche&ldquo;&hellip;<br>\nBeginn der &Uuml;bersetzung:<br>\nDas britische Magazin The Economist ver&ouml;ffentlichte ein Interview mit Pr&auml;sident Emmanuel Macron, das auf beiden Seiten des Atlantiks f&uuml;r eine Flut von Kommentaren gesorgt hat. Macrons schillerndstes Zitat ist die Diagnose des Hirntods der Nato. Und Macron hat nicht nur einen impulsiven Tweet geschrieben, sondern den Briten seine Idee erkl&auml;rt. W&auml;hrend sich die NATO und Europa um Geld und M&auml;rkte k&uuml;mmern, haben sie eine gemeinsame Idee und ein gemeinsames Ziel verloren.<br>\n&bdquo;Der Markt ist keine Gemeinschaft. Die Gemeinschaft ist etwas St&auml;rkeres: Sie impliziert Elemente der Solidarit&auml;t, eine gewisse Einheit, die wir verloren haben, und politisches Denken&ldquo;, sagte Macron.<br>\nAmerika hat Europa nur gemolken und immer mehr Geld f&uuml;r seine Waffen gefordert und sich ansonsten von der Alten Welt abgewendet.<br>\n&bdquo;Dies ist das erste Mal, dass wir es mit einem Pr&auml;sidenten der Vereinigten Staaten zu tun haben, der unsere Vorstellung von einem europ&auml;ischen Projekt nicht teilt und mit einer amerikanischen Politik, die im Widerspruch zu diesem Projekt steht. Die Folgen sehen wir jetzt in Syrien: der Garant der letzten Instanz, der Schutzschild, der Europa st&auml;rker gemacht hat, h&auml;lt die bisherigen Beziehungen zu Europa nicht mehr aufrecht&ldquo;, sagte Macron.<br>\nEuropa selbst befindet sich in einer beispiellosen Krise. &bdquo;In Europa gibt es eine Spaltung zwischen dem Norden und dem S&uuml;den in wirtschaftlichen Fragen, sowie zwischen Ost und West in Migrationsfragen, was zu einem Anstieg des Populismus in ganz Europa gef&uuml;hrt hat. Diese beiden Krisen, Wirtschaft und Migration, haben der Mittelschicht einen besonders schweren Schlag versetzt. Wenn wir nicht aufwachen, werden wir einem erheblichen Risiko ausgesetzt sein, dass wir auf lange Sicht einfach geopolitisch verschwinden oder zumindest aufh&ouml;ren, Herr unseres eigenen Schicksals zu sein. Davon bin ich zutiefst &uuml;berzeugt&ldquo;, sagte Macron.<br>\nMacron hat diese Vorstellung vom Ende der Welt f&uuml;r Europa schon einmal zum Ausdruck gebracht, aber jetzt ist es Macrons zunehmend anhaltendes Leitmotiv. Und vor kurzem sagte der franz&ouml;sische Pr&auml;sident, dass ein B&uuml;ndnis mit Russland das rettende Element sein k&ouml;nnte. Nun, was soll ich sagen? Das sehen wir auch so. Aber Macrons Schw&auml;che ist, dass er keinen Plan hat. Er wei&szlig; nicht, wie er sich dem Traum n&auml;hern kann und Verb&uuml;ndete hat er dabei nicht viele. Vielleicht, weil er keinen Plan, sondern nur einen Traum hat? So oder so stellt Macron ohne zu z&ouml;gern Diagnosen.<br>\n&bdquo;Meiner Meinung nach kann das, was wir jetzt sehen, als Hirntod der NATO bezeichnet werden. Wir m&uuml;ssen ein n&uuml;chternes Verst&auml;ndnis dessen bewahren, was geschieht. Es gibt keine Koordinierung zwischen den Vereinigten Staaten und ihren NATO-Verb&uuml;ndeten. Wir sehen unkoordinierte, aggressive Aktionen eines anderen NATO-Verb&uuml;ndeten, der T&uuml;rkei, in dem Gebiet, in dem unsere Interessen auf dem Spiel stehen. Es gab keine Planung, keine Vereinbarung mit der NATO. Es gab nicht einmal einen Versuch seitens der NATO, diesen Konflikt zu l&ouml;sen&ldquo;, sagte der franz&ouml;sische Pr&auml;sident.<br>\nMacron hat Recht. Er wurde nicht gefragt. Und was ist mit anderen NATO-Mitgliedsstaaten, wenn die Vereinigten Staaten sich nicht einmal mit Frankreich, der einzigen Atommacht des Nordatlantikblocks auf dem europ&auml;ischen Kontinent, absprechen? Macron braucht einen Plan.<br>\nEnde der &Uuml;bersetzung<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.anti-spiegel.ru\/2019\/nato-ist-hirntot-das-russische-fernsehen-ueber-macrons-interview-im-economist\/amp\/\">Anti-Spiegel<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>EuGH verlangt Kennzeichnung f&uuml;r Produkte israelischer Siedler<\/strong><br>\nLuxemburg: Exportierte Lebensmittel aus israelischen Siedlungen im Westjordanland und anderen 1967 besetzten Gebieten m&uuml;ssen in der Europ&auml;ischen Union besonders gekennzeichnet werden. Dies entschied der Europ&auml;ische Gerichtshof am Dienstag in Luxemburg. Obst, Gem&uuml;se oder Wein m&uuml;ssen demnach einen Hinweis auf ihr Ursprungsgebiet tragen. Stammen sie aus einer israelischen Siedlung, muss dies zus&auml;tzlich vermerkt sein, wie die Richter urteilten. (Az: C&#8209;363\/18)<br>\nDie Frage ist politisch brisant. Israel h&auml;lt eine besondere Kennzeichnung von Siedlerprodukten f&uuml;r diskriminierend. Kritiker beklagen, sie sei Grundlage f&uuml;r Boykotte gegen Israel&hellip;<br>\nDer EuGH&hellip; f&uuml;hrte aus, die 1967 besetzten Gebiete h&auml;tten einen anderen v&ouml;lkerrechtlichen Status als Israel. Eine Kennzeichnung sei verpflichtend, um Verbraucher nicht in die Irre zu f&uuml;hren. Sie erlaube es K&auml;ufern, eine fundierte Wahl zu treffen, auch unter ethischen Erw&auml;gungen, erkl&auml;rte der Gerichtshof.<br>\nUrsprungsland muss angegeben sein<br>\n&Uuml;blicherweise muss nach EU-Recht auf Produkten das Ursprungsland angegeben sein. Dies meine den jeweiligen Staat, erkl&auml;rte der EuGH. Das von Israel besetzte Westjordanland unterliege zwar &bdquo;einer beschr&auml;nkten Hoheitsgewalt&ldquo; Israels, geh&ouml;re v&ouml;lkerrechtlich aber nicht dazu. Daher seien das Gebiet und der Herkunftsort anzugeben, erkl&auml;rte der EuGH.<br>\nNach dem Luxemburger Urteil muss zudem auch angegeben sein, wenn der Herkunftsort eine israelische Siedlung ist. Die israelische Siedlungspolitik versto&szlig;e &bdquo;gegen die Regeln des humanit&auml;ren V&ouml;lkerrechts&ldquo;. Die Information sei daher wichtig f&uuml;r die Verbraucher, um &bdquo;eine fundierte Wahl zu treffen&ldquo;. &Auml;hnlich hatte der EuGH bereits im Jahr 2010 zu Nichtlebensmitteln entschieden&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/wirtschaft-verantwortung\/eugh-verlangt-kennzeichnung-fuer-produkte-israelischer-siedler-li.1213\">Berliner Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> <a href=\"https:\/\/curia.europa.eu\/jcms\/upload\/docs\/application\/pdf\/2019-11\/cp190140de.pdf\">Hier der Link zur Pressemitteilung des EuGH<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Gewalt der Randalierer in Hongkong erreicht neue Stufe<\/strong><br>\nHongkong war am Montag Zeuge eines der beunruhigendsten Vorf&auml;lle inmitten der anhaltenden Proteste, die Mitte Juni ausgebrochen waren: ein Mann wurde von einem maskierten Radikalen angez&uuml;ndet.<br>\nWie in einem im Internet verbreiteten Video zu sehen ist, wurde die Kleidung des Mannes von einem radikalen Demonstranten angez&uuml;ndet, nachdem er mit einem Beschleuniger &uuml;bergossen worden war, als er sich auf einer Fu&szlig;g&auml;ngerbr&uuml;cke in Ma On Shan im Bezirk New Territories mit mehreren anderen Menschen stritt. Das Video zeigt, wie sich der Mann, der ein gr&uuml;nes Hemd trug, mit den Demonstranten stritt und ihnen sagte, sie seien alle Chinesen. Er erlitt schwere Verbrennungen und befindet sich in einem kritischen Zustand in einem Krankenhaus. Es wird angenommen, dass der Angreifer entkommen ist. Zuvor war der Mann im gr&uuml;nen Hemd gesehen worden, als er versuchte, einige Demonstranten daran zu hindern, die MTR-Station (U-Bahn) Ma On Shan zu zerst&ouml;ren. Ein weiteres Video zeigt diese Szenen.<br>\nCarrie Lam Cheng Yuet-ngor, Regierungschefin der Sonderverwaltungszone Hongkong, betonte am Montag, dass die Regierung der Sonderverwaltungszone der Gewalt der Randalierer nicht nachgeben und ihren Forderungen nicht nachkommen werde. Die Randalierer w&uuml;rden niemals Erfolg haben, machte sie klar.<br>\n&bdquo;Wenn es immer noch den Wunsch gibt, dass die Regierung der Sonderverwaltungszone Hongkong durch eine Eskalation der Gewalt dem Druck nachgeben wird, und die sogenannten politischen Forderungen erf&uuml;llt, mache ich diese Aussage hier laut und deutlich &ndash; dies wird nicht geschehen.&rdquo;<br>\n(&hellip;) Neue Runde der Gewalt<br>\nHongkong erlitt am Montag eine neue Runde gewaltsamer Unruhen, als Demonstranten zahlreiche &ouml;ffentliche Einrichtungen, U-Bahn-Stationen und Universit&auml;tsgel&auml;nde angriffen und zerst&ouml;rten&hellip;<br>\nAm Montagmorgen wurden an der Kwai Fong Station zwei Benzinbomben in einen mit Passagieren voll besetzten Waggon geworfen. Die Demonstranten warfen auch Benzinbomben in die Tung Chung Station und legten Feuer in der Heng On Station. 25 MTR-Stationen mussten vor&uuml;bergehend stillgelegt werden und mehrere U-Bahn-Linien mussten den Betrieb einstellen, teilte der Betreiber MTR Corp in einer Erkl&auml;rung mit. Wegen des Chaos am Montag setzten fast alle Universit&auml;ten der Stadt den Unterricht aus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/german.china.org.cn\/txt\/2019-11\/12\/content_75399634.htm\">German.china.org<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco WenzeL:<\/strong> Sinnlose Gewalt und Zerst&ouml;rungswut in Hong Kong. Hong Kong s&auml;gt sich den privilegierten Ast gerade selber ab, auf dem es sitzt. Die Gastronomie und die Tourismusbranche liegen bereits am Boden. Die Studenten vom Festland fliehen aus der Stadt, sie kehren zur&uuml;ck nach China. Es kam am Rande der Ausschreitungen bereits zu ersten Schie&szlig;ereien und Messerattacken. Die ersten Toten sind bereits zu beklagen. Der Ruf Hong Kongs in der Welt ist dahin. Und weder die Stadtregierung noch die Demonstranten haben einen Plan, wie es weitergehen soll. <\/em><\/p>\n<p><em>Nach einem Treffen von Carrie Lam mit Xi Jinping hat Lam die Forderungen der Demonstranten als &bdquo;Wunschdenken&ldquo; bezeichnet und klargemacht, dass sie nicht nachgeben will. Derweil fordert Peking ein h&auml;rteres Vorgehen gegen die Demonstranten. Und diese wiederum haben verlauten lassen, dass sie sich neue Strategien des Widerstandes &uuml;berlegen werden. Auf einen au&szlig;ergew&ouml;hnlich hei&szlig;en Sommer k&ouml;nnte demnach ein noch hei&szlig;erer Winter folgen.<\/em><\/p>\n<p><em>Hong Kong ist f&uuml;r Peking als internationaler Zwischenhandelsplatz l&auml;ngst nicht mehr so wichtig wie fr&uuml;her. Und je mehr sich die Konflikte versch&auml;rfen, desto mehr wird Peking seine Gesch&auml;fte von Hong Kong nach Shanghai, Peking oder Shenzhen verlagern. Bis China Hong Kong eines Tages gar nicht mehr braucht. Aber eines wird Peking auch aus strategischen Gr&uuml;nden nicht zulassen: dass Hong Kong durch eine Farbrevolution von China abgetrennt wird. <\/em><\/p>\n<p><em>Das chinesische Neujahrsfest findet Mitte Februar statt und dauert etwa 2 Wochen. F&uuml;r die Gesch&auml;fte sind diese Tage die umsatzst&auml;rksten im ganzen Jahr, vergleichbar mit dem Weihnachtsgesch&auml;ft in Deutschland. Viele ausl&auml;ndische (Luxus-) Boutiquen und Gesch&auml;fte warten diesen Termin noch ab. Sp&auml;testens nach Ende des chinesischen Neuen Jahres werden sie schlie&szlig;en, sollte sich die Lage bis dahin nicht beruhigt haben.  Dann gehen in Hong Kong so langsam die Lichter aus. Peking wird das dann nur noch am Rande tangieren.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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