{"id":56442,"date":"2019-11-18T08:29:04","date_gmt":"2019-11-18T07:29:04","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56442"},"modified":"2019-11-18T08:29:04","modified_gmt":"2019-11-18T07:29:04","slug":"hinweise-des-tages-3494","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56442","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56442#h01\">S&uuml;&szlig; scheint der Krieg den Unerfahrenen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56442#h02\">Wie der Streit um Apple-Pay zum Krimi im Bundestag wurde<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56442#h03\">Ein Jahr Gelbwesten: Der harte Kern ist noch da<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56442#h04\">Schuldenbremse und Steuern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56442#h05\">Wenn Sozialklimbim die Wirtschaft rettet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56442#h06\">Der G30-Skandal geht weiter: Notenbanker ver&ouml;ffentlichen Empfehlungen zur <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56442#h07\">Europ&auml;ische Investitionsbank EIB auf Klimakurs<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56442#h08\">Warum Windenergie f&uuml;r die deutsche Wirtschaft so wichtig ist<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56442#h09\">Bund investiert 20-mal so viel Forschungsgelder in Kfz wie in &Ouml;PNV<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56442#h10\">Linke kritisiert Milliarden-Mehrkosten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56442#h11\">Frankreich: Verteidigungsbereitschaft der EU verst&auml;rken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56442#h12\">Bundeswehr soll Mission in Mali und im s&uuml;dchinesischen Meer planen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56442#h13\">So viel Steuergeld kostete der Afghanistan-Einsatz bis heute<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56442#h14\">Ich bin der Pr&auml;sident Sch&ouml;ne Namen f&uuml;r schlechte Gesetze<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56442#h15\">Lehrermangel: &ldquo;&Auml;ndert endlich die furchtbaren Arbeitsbedingungen&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56442#h16\">&raquo;Bild&laquo;: Mit rechts gegen rechts<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56442#h17\">Selten den Alltag im Blick: Afrikaberichterstattung der ARD<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56442#h18\">Hochwasser: Venedig ist nicht Opfer einer Naturkatastrophe, sondern der Gier<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>S&uuml;&szlig; scheint der Krieg den Unerfahrenen<\/strong><br>\n(&hellip;) Ein besonders wichtiger Volkstrauertag in der j&uuml;ngeren Geschichte Deutschlands war wohl der des Jahres 2001. Der Kalender hatte es so gef&uuml;gt, dass der Volkstrauertag unmittelbar auf den Beschluss des Bundestags folgte, deutsche Soldaten in einen Krieg zu schicken. Es war am 16. November 2001. Die deutsche Teilnahme am Kriegseinsatz am Hindukusch unter dem Namen &ldquo;Enduring Freedom&rdquo; war so umstritten in der rot-gr&uuml;nen Regierungskoalition, dass der damalige Bundeskanzler Gerhard Schr&ouml;der sich gezwungen sah, die Abstimmung dar&uuml;ber mit der Vertrauensfrage zu verbinden; und er erhielt bei der Abstimmung &uuml;ber das Isaf-Mandat in Afghanistan eine Mehrheit. (&hellip;)<br>\nDer Volkstrauertag sollte allj&auml;hrlich der Tag im Jahr sein, an dem oder zu dem sich der Bundestag mit den milit&auml;rischen Fragen, mit den Fragen des Einsatzes deutscher Streitkr&auml;fte, in besonderer Weise widmet &ndash; nicht nur mit zur&uuml;ckblickenden Reden, sondern mit vorausschauenden Diskussionen. Dazu gibt es derzeit ganz besonderen Anlass: Die neue Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) ist, so sagt sie, bereit f&uuml;r eine zupackende Au&szlig;enpolitik, f&uuml;r neue Bundeswehreins&auml;tze in Afrika und Asien, f&uuml;r mehr deutsche Soldaten in aller Welt, f&uuml;r eine milit&auml;rische deutsche F&uuml;hrungsrolle in der Welt. AKK ist bereit &ndash; aber das Grundgesetz ist es nicht. Das Grundgesetz hat mit dem, was AKK will, nichts zu tun.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/volkstrauertag-krieg-frieden-1.4685672-2\">Heribert Prantl in der S&uuml;ddeutschen Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Wie der Streit um Apple-Pay zum Krimi im Bundestag wurde<\/strong><br>\nDeutschland will den Konzern zwingen, iPhones f&uuml;r Bezahl-Apps anderer Banken zu &ouml;ffnen. Der wehrt sich und es ist unklar, wer sich alles eingemischt hat. (&hellip;)<br>\nDie Pl&auml;ne der deutschen Politiker alarmierten jedoch auch die Verantwortlichen in Cupertino. Verschiedene Abgeordnete berichten, dass Apple und auch die US-Botschaft im Kanzleramt interveniert h&auml;tten. US-Botschafter Richard Grenell lieferte sich daraufhin auf Twitter einen heftigen Schlagabtausch mit dem Abgeordneten Fabio de Masi (Linke). Er warf ihm vor, &bdquo;Fake News im russischen Stil&ldquo; zu verbreiten, und bestritt, f&uuml;r Apple t&auml;tig geworden zu sein.<br>\nDie Bundesregierung will die angeblichen Anrufe weder best&auml;tigen noch dementieren. Man pflege aufgabenbedingt in jeder Legislaturperiode Kontakte mit einer Vielzahl von Akteuren, sagte ein Sprecher. Ein Dementi klingt anders.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/hat-der-us-botschafter-interveniert-wie-der-streit-um-apple-pay-zum-krimi-im-bundestag-wurde\/25234382.html\">Der Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Fabio de Masi:<\/strong> Der Tagesspiegel berichtet &uuml;ber meine Schlacht mit Trumps US Botschafter in Deutschland Richard Grenell, der nach meinen Informationen versuchte &uuml;ber das Kanzleramt eine Abstimmung im Deutschen Bundestag zu stoppen, um die Interessen von #Apple durchzusetzen. Die Bundesregierung dementiert dies nicht!<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Diese Art der Intervention seitens des US-Botschafters war nicht die erste und einzige &ndash; lesen Sie dazu z.B. bitte auch &ldquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48454\">Danke, Botschafter Grenell!<\/a>&ldquo;.<\/em><\/p>\n<p><em>Wie oft wurde in der j&uuml;ngsten Vergangenheit vor chinesischen oder russischen Einmischungen und Manipulationen gewarnt? Die USA &ndash; bzw. ihre Geheimdienste &ndash; k&ouml;nnen sogar das Kanzlerin-Handy aussp&auml;hen. Und was geschieht selbst dann? Eigentlich nichts.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Ein Jahr Gelbwesten: Der harte Kern ist noch da<\/strong><br>\nGenau ein Jahr ist es her, als die Gelbwesten erstmals Frankreichs Stra&szlig;en s&auml;umten. Der Staat antwortete mit gnadenloser Repression, Pr&auml;sident Emmanuel Macron h&auml;lt an seiner neoliberalen Linie fest. Doch warum konnte die Bewegung so gro&szlig; werden? Und was kann aus ihr entstehen? Eine Bilanz von Sebastian Chwala.<br>\nQuelle:&nbsp;<a href=\"https:\/\/mosaik-blog.at\/gelbwesten-geburtstag-frankreich\/\">Mosaik Blog<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers V.S.:<\/strong> Ich bin immer wieder schockiert dar&uuml;ber, wie brutal der franz&ouml;sische Staat gegen die Gelbwesten vorgeht. Erst k&uuml;rzlich zeigte eine Studie <a href=\"https:\/\/www.thelancet.com\/journals\/lancet\/article\/PIIS0140-6736(19)31807-0\/fulltext\">in der Medizin-Fachzeitschrift The Lancet<\/a>, dass es im letzten Jahr rund 20x so viele Augenverletzungen durch &ldquo;nicht-t&ouml;dliche Waffen&rdquo; gab wie zuvor. Das passt zu Berichten, wonach die Polizei mit ihren Gummigescho&szlig;en gezielt in Augenh&ouml;he&nbsp;auf die Gelbwesten schie&szlig;t&nbsp;(oder schoss)&hellip; Dieser Artikel hilft mir dabei, diese Brutalit&auml;t zu begreifen. Er beschreibt eine Traditionslinie der Polizeigewalt, die bis&nbsp;ins 19. Jahrhundert zur&uuml;ckreicht. Und er nennt einen zweiten Grund, der hierzulande selten berichtet wird: Dass Macrons Regierung aus lauter Eliteuni-Menschen besteht, die voller Verachtung auf die &ldquo;kleinen Leute&rdquo; herabschauen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Schuldenbremse und Steuern<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Schlecht ger&uuml;stet f&uuml;r die Krise<\/strong><br>\n&bdquo;Die Fraktionen von CDU\/CSU und SPD haben den Bundeshaushalt 2020 nicht auf eine gerechtere und friedlichere Politik ausgerichtet. Im Haushalt sind keine Vorkehrungen getroffen worden, um die Menschen vor einer Wirtschaftskrise zu sch&uuml;tzen&ldquo;, kommentiert Gesine L&ouml;tzsch, haushaltspolitische Sprecherin und stellvertretende Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE, die Schlussberatungen des Bundeshaushaltes 2020 im Haushaltsausschuss. L&ouml;tzsch weiter:<br>\n&bdquo;Die Stimmung in der Weltwirtschaft ist so schlecht wie seit dem Krisenjahr 2009 nicht mehr. Die Bundesregierung nimmt diese Entwicklung nicht zur Kenntnis. Statt die Konjunktur mit Investitionen zu stabilisieren, beharrt sie engstirnig auf der schwarzen Null. Die Bundesregierung wird mit dieser Verhaltensstarre zu einem Sicherheitsrisiko.<br>\nWir brauchen mehr Investitionen in preiswerte Wohnungen, in Bildung und in den &ouml;ffentlichen Verkehr. Im Kampf gegen die Klimaerw&auml;rmung ist das Klimapaket der Bundesregierung v&ouml;llig unzureichend. Die Investitionsbremse der Bundesregierung bremst die Zukunft unserer Kinder aus. Deshalb fordern wir eine Steuerreform, die Verm&ouml;gende st&auml;rker an der Finanzierung unserer Zukunftsaufgaben beteiligt.<br>\nDie Bundesregierung folgt weiter blind US-Pr&auml;sident Donald Trump. Die Ausgaben f&uuml;r die Bundeswehr sollen in den n&auml;chsten Jahren auf circa 70 Milliarden Euro ansteigen, obwohl mehr Ausgaben f&uuml;r das Milit&auml;r nicht zu mehr Sicherheit in unserem Land und in der Welt gef&uuml;hrt haben. Doch mit Sicherheit werden Mehrausgaben zu h&ouml;heren Profiten f&uuml;r R&uuml;stungskonzerne f&uuml;hren. Da werden wir nicht mitmachen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/schlecht-geruestet-fuer-die-krise\/\">Die Linke. im Bundestag<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Ein nach der <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56316#h05\">Einigung bei der Grundrente<\/a> termingerechtes Wahl-Geschenk der Unionsparteien f&uuml;r Herrn Scholz, damit dieser SPD-Bundesvorsitzender und die Koalition fortgesetzt werden k&ouml;nnte. Nutzen f&uuml;r die Bev&ouml;lkerungsmehrheit? Kaum oder keinen!<\/em><\/p>\n<p><em>Dabei gab es zwischenzeitlich sogar diese Meldung: &ldquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54537#h04\">F&uuml;hrende CDU-Politiker stellen schwarze Null infrage<\/a>&ldquo;.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Steuersenkungen f&uuml;r Unternehmen? Sozialpolitischer Irrsinn!<\/strong><br>\nScholz-Ministerium arbeitet heimlich an Steuergeschenken f&uuml;r die Wirtschaft<br>\nAttac verurteilt scharf die heute bekannt gewordenen Pl&auml;ne des Bundesfinanzministeriums, die Steuern f&uuml;r Unternehmen weiter zu senken. &bdquo;Statt endlich die Schere bei der Einkommens- und Verm&ouml;gensverteilung zu verkleinern, arbeitet die Bundesregierung daran, sie noch weiter zu vergr&ouml;&szlig;ern. Das w&auml;re sozialpolitischer Irrsinn. Steuergeschenke an Unternehmen sind der vollkommen falsche Weg. Die Bundesregierung muss das Geld in den dringend notwendigen sozial-&ouml;kologischen Umbau der Wirtschaft stecken&ldquo;, sagt Detlev von Larcher von der bundesweiten Attac-Arbeitsgruppe Finanzm&auml;rkte und Steuern.<br>\nWie das Handelsblatt berichtet, wird im Bundesfinanzministerium an Pl&auml;nen f&uuml;r eine Senkung der Unternehmenssteuern gearbeitet. Bundesfinanzminister Olaf Scholz, der als SPD-Vorsitzender gew&auml;hlt werden m&ouml;chte, behauptet zwar derzeit noch, sich nicht in einen Steuersenkungswettbewerb begeben zu wollen. Doch das Handelsblatt zitiert einen &bdquo;hochrangigen Beamten&ldquo; im Ministerium, man wolle die Pl&auml;ne zur Entlastung von Unternehmern &bdquo;weiter vorantreiben.<br>\nAnders als Scholz hat Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier Steuersenkungen f&uuml;r Unternehmen auf dem Arbeitgebertag diese Woche offen angek&uuml;ndigt. Man warte nur ab, ob die gro&szlig;e Koalition nach dem SPD-Parteitag fortgesetzt werde. Er erwarte in der ersten Jahresh&auml;lfte 2020 einen klares Aufbruchsignal in dieser Sache.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.attac.de\/startseite\/detailansicht\/news\/steuersenkungen-fuer-unternehmen-sozialpolitischer-irrsinn\/\">attac<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Das d&uuml;rfte insbesondere f&uuml;r die SPD-Mitglieder interessant sein. Wenn Bundeswirtschaftsminister Altmaier auf dem Arbeitgebertag die Absicht solcher Geschenke f&uuml;r Unternehmen ank&uuml;ndigt, kann davon ausgegangen werden, dass er es mit seinem Kabinettskollegen Scholz zuvor abgesprochen hat. Der M&ouml;chtegern-SPD-Bundesvorsitzende Scholz setzt sich also auch jetzt nicht f&uuml;r soziale Gerechtigkeit zugunsten der Bev&ouml;lkerungsmehrheit, sondern immer noch f&uuml;r Arbeitgeber und Unternehmen ein &ndash; ganz im Sinne der Agenda 2010.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Schuldenbremse schadet der Konjunktur<\/strong><br>\nIn ihrem aktuellen Jahresgutachten stellen erstmals alle Wirtschaftsweisen f&uuml;r den Fall einer Rezession die &bdquo;Schwarze Null&ldquo; in Frage (also die selbstauferlegte Verpflichtung der Bundesregierung, stets einen ausgeglichenen Haushalt zu erreichen). Doch ein Verzicht auf die Schwarze Null reicht nicht. Wer &ndash; wie drei der f&uuml;nf Ratsmitglieder &ndash; die in der Verfassung verankerte Schuldenbremse dabei unangetastet l&auml;sst, behindert ebenfalls sinnvolle Investitionen und ein aktives (antizyklisches) fiskalpolitisches Gegensteuern in einer Rezession. (&hellip;)<br>\nBei der Pr&uuml;fung, ob die Schuldenbremse eingehalten wird, wird deshalb auch gesch&auml;tzt, an welcher Stelle sich eine Volkswirtschaft im aktuellen Konjunkturzyklus gerade befindet. Dazu wird &ndash; auch f&uuml;r Deutschland &ndash; eine Methode der Europ&auml;ischen Kommission verwendet. Der relevante Indikator ist die so genannte Produktionsl&uuml;cke, also der Unterschied zwischen tats&auml;chlichem BIP und dem BIP, dass bei Normalauslastung der Volkswirtschaft potenziell m&ouml;glich w&auml;re. Ist die Produktionsl&uuml;cke positiv (&uuml;ber Null), gilt die Wirtschaft als &bdquo;&uuml;berausgelastet&ldquo;, eine antizyklische Fiskalpolitik m&uuml;sste den G&uuml;rtel enger schnallen. Ist die Produktionsl&uuml;cke negativ, sollte der Staat die Produktion antreiben, indem er u. A. Schulden aufnimmt.<br>\nDas Problem: Studien zeigen, dass die Berechnungsmethode der Produktionsl&uuml;cke dazu neigt, im Aufschwung dessen Ausma&szlig; zu untersch&auml;tzen und im Abschwung das Ma&szlig; der Unterauslastung klein zu rechnen. Der Grund: Wenn die Kommission einen Abschwung erkennt und die Prognose f&uuml;r das reale BIP-Wachstum absenkt, sinkt auch das errechnete potentielle Wachstum. Im Ergebnis wird die negative Produktionsl&uuml;cke auf dem Papier kleiner, obwohl sie in der Realit&auml;t gr&ouml;&szlig;er wird (siehe Grafik).<br>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/191118-hdt-01.png\" alt=\"\" title=\"\"><br>\nDie Folge: Ein konjunktureller Abschwung wird schnell als gar nicht konjunkturbedingt eingeordnet. Entsprechend sinkt der erlaubte Verschuldungsspielraum unter der Schuldenbremse und der Staat muss dem Abschwung hinterhersparen. Das erlaubte Defizit von 0,35&nbsp;Prozent des BIP bei normaler Konjunktur w&uuml;rde derzeit rund 12 Mrd. Euro betragen. Da aber das (falsch berechnete) strukturelle Defizit betrachtet wird, sind tats&auml;chlich nur 5 Mrd. Euro erlaubt &ndash; als w&auml;re die Wirtschaft noch deutlich &uuml;berausgelastet.<br>\nDie falsche Produktionsl&uuml;cken-Berechnung und prozyklische Ausgestaltung sind l&auml;ngst nicht die einzigen Argumente gegen die Schuldenbremse. Sie zeigen aber, wie fatal das Instrument gerade in einem Abschwung wirkt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++66b7d9e8-07b8-11ea-913d-52540088cada\">DGB<\/a><\/li>\n<li><strong>Scholz richtet Spezialeinheit gegen Steuerbetrug ein<\/strong><br>\nDas Bundesfinanzministerium will einem Medienbericht zufolge k&uuml;nftig mit einer spezialisierten Einheit gegen gro&szlig; angelegten Steuerbetrug wie im Fall der &bdquo;Cum-Ex&ldquo;-Gesch&auml;fte vorgehen. Finanzminister Olaf Scholz (SPD) werde dazu eine mit insgesamt 48 Stellen ausgestattete Spezialeinheit beim Bundeszentralamt f&uuml;r Steuern einrichten, berichtete die &bdquo;Welt am Sonntag&ldquo;. F&uuml;r die &bdquo;Task Force gegen Steuergestaltungsmodelle am Kapitalmarkt&ldquo; seien Ausgaben von etwa 21 Millionen Euro veranschlagt, die im Bundeshaushalt 2020 schon eingeplant seien.<br>\nMit dem Hin- und Herschieben von Aktien mit (&bdquo;cum&ldquo;) und ohne (&bdquo;ex&ldquo;) Dividendenanspruch hatten Investoren viel Geld zu Lasten der Staatskasse eingestrichen. Anleger lie&szlig;en sich eine einmal gezahlte Kapitalertragsteuer auf Aktiendividenden mit Hilfe von Banken mehrfach erstatten. &bdquo;Cum-Ex&ldquo;-Deals haben den Staat Sch&auml;tzungen zufolge mehrere Milliarden Euro gekostet. Der Steuerskandal besch&auml;ftigt auch die Justiz.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/steuerskandale-wie-cum-ex-scholz-richtet-spezialeinheit-gegen-steuerbetrug-ein\/25237158.html\">Der Tagespiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.M.:<\/strong> Warum erst jetzt? Warum war Scholz fr&uuml;her so&nbsp;so zur&uuml;ckhaltend? Die Antwott: Scholz will&nbsp;vor allem im Lager von Norbert Walter-Borjans wildern!<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Vor etwa einem Jahr hatte Jens Berger bereits geschrieben: &ldquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47438\">Cum Cum, Cum Ex, Cum Fake &ndash; es ist an der Zeit, die Spielregeln grunds&auml;tzlich zu &auml;ndern<\/a>&ldquo;.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Wenn Sozialklimbim die Wirtschaft rettet<\/strong><br>\nDie Wirtschaft klagt gern &uuml;ber teure soziale Geschenke der GroKo. Dabei haben genau diese &ldquo;Wohltaten&rdquo; der Wirtschaft dieses Jahr eine Rezession erspart. Da kann man auch mal Danke sagen. (&hellip;)<br>\nDass die Regierung von Frau Merkel einen Hang zu Beschl&uuml;ssen hat, die sich nach klassischem Verst&auml;ndnis nicht eindeutig als unmittelbare Wohlf&uuml;hlgeschenke f&uuml;r Bosse einordnen lassen, ist nicht ganz zu leugnen. Klar. Im Laufe allein der vergangenen beiden Jahre bekamen:\n<ul>\n<li>Pflegeheime mehr Geld, um Personal aufzustocken und Pfleger ein bisschen besser zu bezahlen;<\/li>\n<li>&auml;ltere Menschen zwei Mal hintereinander drei Prozent mehr Rente;<\/li>\n<li>Eltern mehr Kindergeld;<\/li>\n<li>bed&uuml;rftige Studis mehr Baf&ouml;g;<\/li>\n<li>Bauwillige sch&ouml;nes Baukindergeld;<\/li>\n<li>&auml;ltere M&uuml;tter noch mal etwas mehr Rente,<\/li>\n<li>ebenso wie &ndash; geschlechtsunabh&auml;ngig &ndash; Leute, die aus gesundheitlichen Gr&uuml;nden irgendwann nicht mehr arbeiten konnten;<\/li>\n<li>Ost-Rentner kriegten mehr, um nicht mehr so viel weniger zu kriegen wie West-Rentner;<\/li>\n<li>Krankenh&auml;user bekamen mehr Geld, um, wer wei&szlig;, Patienten auch mal weniger lang auf den G&auml;ngen rumstehen zu lassen;<\/li>\n<li>Schulen mehr Budget f&uuml;rs Digitale;<\/li>\n<li>Einkommensteuerzahler h&ouml;here Grundfreibetr&auml;ge;<\/li>\n<li>Beitragszahler weniger Abz&uuml;ge f&uuml;r die Krankenversicherung, weil da jetzt auch die Arbeitgeber wieder mitmachen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Ganz sch&ouml;n viel. Die Frage ist nur, ob das alles automatisch schlecht f&uuml;r die Wirtschaft ist.<br>\nAllein die Entlastungen, die es dieses und n&auml;chstes Jahr bei der Einkommensteuer gibt, summieren sich nach Sch&auml;tzungen der f&uuml;hrenden Konjunkturforschungsinstitute auf 7,5 Milliarden Euro &ndash; macht 7,5 Milliarden Euro mehr, die von den Leuten ausgegeben werden k&ouml;nnen. Und das ja nicht auf dem Mond, sondern in Gesch&auml;ften und Autoh&auml;usern, also der Wirtschaft. Die Erh&ouml;hung des Kindergeldes &ndash; macht in der Summe zwei Milliarden mehr auf den Konten. Die M&uuml;tterrente II allein dieses Jahr fast vier Milliarden Euro. Und so weiter.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/rezession-wenn-sozialklimbim-die-wirtschaft-rettet-a-1296537.html\">Spiegel Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Richtig, gut f&uuml;r die Unternehmen, die in der Tat daf&uuml;r Danke sagen k&ouml;nnten. Aber beim &bdquo;kleinen Mann&ldquo; kommt auch in all den Jahren der Merkel-Zeit nichts oder auf jeden Fall zu wenig an. Keine der aufgef&uuml;hrten Ma&szlig;nahmen f&uuml;hren B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger aus finanzieller\/&ouml;konomischer Armut.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Der G30-Skandal geht weiter: Notenbanker ver&ouml;ffentlichen Empfehlungen zur Rentenpolitik von Blackrock f&uuml;r Blackrock<\/strong><br>\nNeues von der G30, dem internationalen Club zur Verquickung der Interessen wichtiger Notenbanker und der internationalen Finanzbranche: Mario Draghi ist nicht mehr Mitglied und der Club hat ein Papier mit Empfehlungen f&uuml;r die Rentenpolitik ver&ouml;ffentlicht, das vor allem den Interessen der Anlagebrache dient.<br>\nGerade erst hat Mario Draghi seinen Platz an der Spitze der Europ&auml;ischen Zentralbank (EZB) ger&auml;umt, schon ist er nicht mehr Mitglied der G30-Gruppe in Washington. Und das, nachdem er trotz einer Aufforderung der EU-B&uuml;rgerbeauftragten von Januar 2018, sich wegen drohender Interessenverquickung aus der G30 zur&uuml;ckzuziehen, auf seiner Mitgliedschaft beharrt hatte. Die G30 betont zwar, Mitglieder seien in rein pers&ouml;nlicher Kapazit&auml;t dort, und nicht f&uuml;r ihre Institutionen. Die EZB und Draghi betonten aber gegen&uuml;ber der B&uuml;rgerbeauftragten, es sei f&uuml;r die EZB als Institution sehr wichtig, ein Mitglied in diese Gruppe zu entsenden, um den Kontakt mit der internationalen Finanzbranche zu pflegen.<br>\nGehen wir also davon aus, dass Draghi und die anderen Notenbanker f&uuml;r ihre Institutionen dort sind. Das ist an sich schon problematisch. Die G30 ist ein Club von meist etwas &uuml;ber 30 hochkar&auml;tigen Finanzleuten, mit einem Schwergewicht auf Notenbankern, die vorher im privaten Sektor gearbeitet haben, und Topmanagern privater Finanzinstitute, die fr&uuml;her Notenbanker waren. Ein paar Wissenschaftler und Ex-Politiker kommen hinzu. Es besteht laut EU-B&uuml;rgerbeauftragter die akute Gefahr, dass Vertreter kommerzieller Finanzkonzerne Insiderinformationen von Notenbankern erhalten, und dass die Interessen der im &ouml;ffentlichen und im privaten Interesse handelnden Institutionen auf intransparente Weise verquickt werden.<br>\nDie G30 &uuml;ber sich selbst auf der Startseite ihrer Website (Fettung im Original):<br>\n&bdquo;The&nbsp;Group of Thirty&nbsp;aims to deepen understanding of international economic and financial issues, and to explore the international repercussions of decisions taken in the public and private sectors. The Group is&nbsp;characterized by its knowledge of the past and broad-minded, forward thinking.<br>\nAktive Notenbanker diskutieren also mit ausgew&auml;hlten Repr&auml;sentanten der kommerziellen Finanzbranche die Auswirkungen von Entscheidungen, die sie treffen k&ouml;nnten oder getroffen haben. Das ist f&uuml;r mein Verst&auml;ndnis recht nahe an der Korruption, wenn diese Notenbanker nachher mehrheitlich in der privaten Finanzbranche Millionen verdienen.<br>\nBesonders problematisch wird es, wenn mit dem Logo der G30 und dem Renommee seiner illustren Mitglieder Politikempfehlungen ver&ouml;ffentlicht werden, die wie Lobbypapiere f&uuml;r die kommerzielle Geldanlagebranche wirken. Nicht zum ersten Male ist das gerade wieder geschehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/norberthaering.de\/de\/27-german\/news\/1195-g30-rente\">Norbert H&auml;ring<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Europ&auml;ische Investitionsbank EIB auf Klimakurs<\/strong><br>\nEnde 2021 ist bei der EIB Schluss mit der Finanzierung fossiler Brennstoffe. Sie ist die erste multilaterale Bank, die aussteigt.<br>\nBis zuletzt wurde um den Entscheid hart gerungen. In der Oktobersitzung wurde er nochmals verschoben. Insbesondere Deutschland blockte ab, da sich die Regierungskoalition nicht einig war. SPD-gef&uuml;hrte Ministerien waren f&uuml;r den Ausstieg aus den fossilen Brennstoffen, CDU gef&uuml;hrte hingegen nicht. Der Ausstieg aus den klimasch&auml;dlichen Energieprojekten w&uuml;rde dem beschlossenen Kohleausstieg zuwiderlaufen, sei doch Deutschland vom Erdgas abh&auml;ngig, um die durch das Abschalten der Kernkraftwerke entstehende L&uuml;cke zu schliessen.<br>\nNoch kurz vor der Sitzung des EIB-Verwaltungsrates am letzten Donnerstag gab es keine Anzeichen, dass sich Deutschland umstimmen liesse. Zur &Uuml;berraschung vieler kam es doch dazu. Denn gut 90 Prozent der Anteilseigner h&auml;tten zugestimmt, heisst es. Eine so hohe Zustimmung w&auml;re ohne Deutschland gar nicht m&ouml;glich, verf&uuml;gt es doch in der EIB &ndash; wie auch Frankreich, Grossbritannien und Italien &ndash; &uuml;ber einen Stimmenanteil von 16 Prozent. (&hellip;)<br>\nDer Ausstieg findet allerdings nicht so schnell statt, wie es sich insbesondere Frankreich, die Niederlande, Grossbritannien und auch der Pr&auml;sident der EIB, der ehemalige FDP-Politiker Werner Hoyer, gew&uuml;nscht hatten. Statt bereits Ende 2020 &ndash; wie noch im Oktober erhofft &ndash; kommt das Aus f&uuml;r die Finanzierung fossiler Brenn- und Treibstoffe erst Ende 2021. Ab dann wird die Bank keine F&ouml;rderkredite mehr f&uuml;r den Bau von traditioneller Infrastruktur f&uuml;r die Energieproduktion mit Erdgas vergeben. Pro erzeugter Kilowattstunde Strom d&uuml;rfen dann noch 250 Gramm CO2 statt bisher 550 Gramm anfallen. Bei traditionellen Gaskraftwerken liegt der Wert h&ouml;her.<br>\nZur beschlossenen Neuausrichtung geh&ouml;rt auch das Versprechen, alle Finanzierungsaktivit&auml;ten bis 2020 auf die Ziele des Pariser Klimaschutzabkommens auszurichten. Die Bank will zudem bis 2030 Investitionen von einer Billion Euro f&uuml;r Klimaschutz und &ouml;kologische Nachhaltigkeit mobilisieren und deren Anteil an ihren gesamten Finanzierungen bis 2025 von den jetzigen 28 auf neu 50 Prozent steigern.<br>\nNicht-Regierungsorganisationen, die seit Jahren f&uuml;r einen konsequent klimafreundlichen Kurs der Bank mobilisiert haben, reagierten erfreut auf den Entscheid. Bedauert wird allerdings das Hinausz&ouml;gern um ein Jahr. Sie werden genau verfolgen, ob in diesem zus&auml;tzlichen Jahr gegebenenfalls noch viele bereits eingereichter Finanzierungsgesuche f&uuml;r Gasprojekte bewilligt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/Artikel\/Umwelt\/Europaische-Investitionsbank-EIB-auf-Klimakurs#\">Infosperber<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Warum Windenergie f&uuml;r die deutsche Wirtschaft so wichtig ist<\/strong><br>\nMit dem Kohleausstiegsgesetz soll ein Mindestabstand zwischen Windr&auml;dern und Siedlungen entstehen. Das k&ouml;nnte die deutsche Wirtschaft lahmlegen.<br>\nBis zu 680 Megawatt Stromleistung wird die geplante Gigafactory von Tesla bei Berlin verschlingen. Das entspricht dem Energiebedarf einer Gro&szlig;stadt. Tesla-Chef Elon Musk verlangt f&uuml;r alle seine Gigafactories Gr&uuml;nstrom, und damit steht er nicht allein da: IT-Gro&szlig;konzerne wie Google, Facebook und Apple machen eine sichere Versorgung mit Strom aus erneuerbaren Energien zur Bedingung f&uuml;r die Ansiedlung ihrer Rechenzentren &ndash; und bauen sie in den nordischen L&auml;ndern. Energie, die nicht nur g&uuml;nstig, sondern auch klimafreundlich ist, wird zum Entscheidungskriterium im globalen Wettbewerb der Industriestandorte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/regelung-fuer-mindestabstand-zu-wohnsiedlungen-warum-windenergie-fuer-die-deutsche-wirtschaft-so-wichtig-ist\/25230420.html\">Der Tagesspiegel<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Bund investiert 20-mal so viel Forschungsgelder in Kfz wie in &Ouml;PNV<\/strong><br>\nDeutschland investiert deutlich mehr in die Kfz-Entwicklung als in den &Ouml;PNV. K&uuml;nftig erhalten Bahn und Bus sogar noch weniger. Das geht aus Antworten der Regierung hervor, die dem SPIEGEL vorliegen.<br>\nInsgesamt gab der Bund rund 2,2 Milliarden Euro f&uuml;r die Optimierung von Technik und Material f&uuml;r Kfz sowie Infrastruktur und Lenkung des Pkw- und Lkw-Verkehrs in diesen elf Jahren aus; in die Entwicklung von Bussen, Bahnen oder F&auml;hren investierte er dagegen nur 112,5 Millionen Euro.<br>\nK&uuml;nftig sollen die Mittel f&uuml;r den &Ouml;PNV sogar noch stark schrumpfen: 2019 sind 18,4 Millionen Euro f&uuml;r dessen Entwicklung eingeplant, f&uuml;r 2020 lediglich 8,3 Millionen Euro. Davon soll der L&ouml;wenanteil (f&uuml;nf Millionen Euro) in die Erforschung des &ldquo;automatisierten und vernetzten Fahrens&rdquo; gehen. F&uuml;r genau diese Verwendung sind 2020 im Bereich des Kfz-Verkehrs allerdings 44 Millionen Euro vorgesehen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/auto\/aktuell\/bund-zwanzigmal-so-viel-forschungsgelder-in-kfz-wie-in-oepnv-a-1296690.html\">Spiegel Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Linke kritisiert Milliarden-Mehrkosten<\/strong><br>\nAutobahnprojekte mit privaten Betreibern kosten &uuml;ber drei Milliarden Euro mehr als urspr&uuml;nglich geplant. Linken-Fraktionschef Bartsch fordert daf&uuml;r eine Erkl&auml;rung von Verkehrsminister Scheuer.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/private-autobahn-projekte-linke-kritisiert-milliarden-mehrkosten-a-1296601.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><strong>Dazu: Gut 120 Stunden Beratung pro Woche f&uuml;r Scheuers Task Force<\/strong><br>\nDer Verkehrsminister setzt bei der Aufarbeitung der eigenen Aff&auml;re erneut auf Berater &ndash; die wieder teuer zu Buche schlagen. Kostenpunkt: 611.000 Euro.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/gescheitertes-csu-prestigeprojekt-pkw-maut-gut-120-stunden-beratung-pro-woche-fuer-scheuers-task-force\/25232198.html\">Der Tagesspiegel<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Frankreich: Verteidigungsbereitschaft der EU verst&auml;rken<\/strong><br>\nLaut Medienberichten arbeitet die franz&ouml;sische Regierung darauf hin, die Beistandsklausel im EU-Vertrag zu &auml;ndern. Ziel ist mehr Unabh&auml;ngigkeit von der Nato<br>\n&ldquo;Europa kann sich selbst verteidigen&rdquo;, sagte Macron k&uuml;rzlich und hat mit dieser und anderen &Auml;u&szlig;erungen im &ldquo;Nato-Hirntod-Interview&rdquo; Irritationen ausgel&ouml;st. Nun w&uuml;rden strategische Risse deutlich, berichtet die SZ aus Berlin und Br&uuml;ssel. Macrons Stachel gegen die USA und die Nato sitzt an einer interessanten Stelle, so die Zeitung:<br>\n&bdquo;Schon l&auml;nger wirkt die Kanzlerin genervt von der hibbeligen Art des Pr&auml;sidenten, doch nun geht der Konflikt tiefer. Gilt der Erhalt der Nato in Berlin als sicherheitspolitische &Uuml;berlebensfrage, so scheint Paris andere Ziele zu verfolgen.<br>\nSZ<br>\nDass Macron das &Uuml;berleben der Nato gef&auml;hrdet, wie dies die Zeilen der beiden Korrespondenten aus Berlin und Br&uuml;ssel suggerieren, spiegelt deutsche Sorgen wieder, Frankreich weist sich seit de Gaulle eine eigene Rolle im transatlantischen Verteidigungsb&uuml;ndnis zu. Auch kamen von US-Pr&auml;sident Trump beim letzten Nato-Gipfel schon andere Attacken &ndash; auch da waren &ldquo;die Staatschefs baff&rdquo;, wie der Spiegel seinerzeit berichtete.<br>\nWenn die Trump-&Auml;u&szlig;erung &ndash; vom Spiegel so wiedergegeben: &ldquo;Wenn nicht alle Nato-Partner bis Januar 2019 das Zwei-Prozent-Ziel erreichten, &lsquo;muss ich mein eigenes Ding machen'&rdquo; &ndash; schon zu Krisensitzungen f&uuml;hrt, zeigt sich, wie blank die Nerven bei den Nato-Partnern liegen und wie gro&szlig; die Abh&auml;ngigkeit von den USA ist. (&hellip;)<br>\nDagegen setzt nun Frankreich den Willen zu mehr Unabh&auml;ngigkeit, der sich bisher in gro&szlig;en Worten seines Pr&auml;sidenten und in kleineren, aber als bedeutend wahrgenommenen Aktionen zeigt. Wie am heutigen Samstag zwei deutsche Medien berichten, kursiert in EU-Diplomatenkreisen ein Arbeitspapier aus Paris, das die Beistandsklausel im EU-Vertrag modifizieren will &ndash; &ldquo;um unabh&auml;ngiger vom Schutz der Nato zu werden&rdquo;, wie Die Welt schreibt. (&hellip;)<br>\nAus dem Welt-Artikel geht hervor, dass nach Ansicht der franz&ouml;sischen Regierung &ldquo;die Operationalisierung der gegenseitigen Unterst&uuml;tzungsklausel (Art. 42,7; verst&auml;rkt werden soll&rdquo;. Sichergestellt werden soll, &ldquo;dass jedes EU-Land, unabh&auml;ngig von der Gr&ouml;&szlig;e seines milit&auml;rischen oder diplomatischen Netzwerks Artikel 42,7 reibungslos und rechtzeitig aktivieren kann&rdquo;.<br>\n&bdquo;Die geforderten Ma&szlig;nahmen sollen nach Ansicht der franz&ouml;sischen Regierung dazu f&uuml;hren, dass auch kleinere EU-L&auml;nder wie Schweden und Finnland, die zusammen mit vier weiteren Staaten (Zypern, Malta, &Ouml;sterreich, Irland) nicht der Nato angeh&ouml;ren, im Falle eines Angriffs wirksam unterst&uuml;tzt werden k&ouml;nnen.<br>\nDie Welt<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Frankreich-Verteidigungsbereitschaft-der-EU-verstaerken-4587719.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Bundeswehr soll Mission in Mali und im s&uuml;dchinesischen Meer planen<\/strong><br>\nDas Verteidigungsministerium will den Auslandseinsatz deutscher Soldaten ausweiten. Laut einem Bericht k&ouml;nnte dies auch die Begleitung milit&auml;rischer Operationen bedeuten.<br>\nDas Verteidigungsministerium will den Einsatz von Bundeswehrsoldaten im Ausland ausdehnen. Die Armee plane, ab 2020 in Mali Soldaten zu Spezialkr&auml;ften auszubilden. Zudem sei der Einsatz einer deutschen Fregatte im s&uuml;dchinesischen Meer m&ouml;glich, berichtet der Spiegel.<br>\nIn Mali ist die Bundeswehr bereits bei einer UN-Mission im Einsatz. Dabei hat sie bisher eine beratende und unterst&uuml;tzende Funktion. Wie der Spiegel berichtet, will das Verteidigungsministerium den Einsatz auf Bitten von Frankreich aber ausweiten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2019-11\/militaer-bundeswehr-mission-uno-mali-suedchinesischer-meer-terrorbekaempfung\">Zeit Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Anders als der Einsatz in Mali d&uuml;rfte die Entsendung von Bundeswehr-Einheiten in Richtung China nicht im Rahmen einer UN-Mission erfolgen. Und dann stellt sich die Frage, ob dieser Einsatz mit dem Grundgesetz vereinbar w&auml;re. Einen solchen Auslandseinsatz anzuordnen, lediglich um einer Bitte aus Frankreich zu folgen, w&auml;re wohl kaum legitim.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>So viel Steuergeld kostete der Afghanistan-Einsatz bis heute<\/strong><br>\nDer Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr hat Milliarden verschlungen. Nun liegt t-online.de eine detaillierte Aufschl&uuml;sselung vor. Noch immer kostet der Krieg Hunderte Millionen Euro j&auml;hrlich.<br>\nDer Bundeswehreinsatz in&nbsp;Afghanistan&nbsp;hat deutsche Steuerzahler bislang fast zehn Milliarden Euro gekostet. Derzeit werden j&auml;hrlich noch &uuml;ber 300 Millionen Euro f&auml;llig. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion im Bundestag hervor, die t-online.de exklusiv vorliegt. Demnach stiegen die Kosten zuletzt sogar wieder etwas an.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.t-online.de\/nachrichten\/deutschland\/militaer-verteidigung\/id_86815630\/bundeswehr-in-afghanistan-so-viel-steuergeld-kostete-der-einsatz-bis-heute.html\">t-online.de<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Ich bin der Pr&auml;sident Sch&ouml;ne Namen f&uuml;r schlechte Gesetze<\/strong><br>\nAls der Deutsche Bundestag im M&auml;rz 2019 Verbesserungen des Kindergeldes beschlossen hatte, wurde in den Nachrichten &uuml;ber das &bdquo;Starke-Familien-Gesetz&ldquo; berichtet. Das Gesetz hei&szlig;t aber eigentlich &bdquo;Gesetz zur zielgenauen St&auml;rkung von Familien und ihren Kindern durch die Neugestaltung des Kinderzuschlags und die Verbesserung der Leistungen f&uuml;r Bildung und Teilhabe&ldquo;. Als Zugabe gibt es inzwischen noch das &bdquo;Gute-Kita-Gesetz&ldquo;, das eigentlich &bdquo;Gesetz zur Weiterentwicklung der Qualit&auml;t und zur Teilhabe in der Kindertagesbetreuung&ldquo; hei&szlig;t. Ein Gesetz des Bundesinnenministers &uuml;ber die Erleichterung von Abschiebungen sogar in Krisengebiete hei&szlig;t &bdquo;Zweites Gesetz zur besseren Durchsetzung der Ausreisepflicht&ldquo;, wird aber als das &bdquo;Geordnete-R&uuml;ckkehr-Gesetz&ldquo; beworben. Die seltsamen Namen fallen auf. Man gibt Gesetzen einen griffigen Rahmen, einen schmeichelnden und positiven Namen, und dann ist es ein gutes Gesetz. Das macht uns B&uuml;rger*innen nat&uuml;rlich misstrauisch.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.medizinhuman.de\/rundschau\/234%20191116%20praesident.pdf\">Bernd Hontschik in der Frankfurter Rundschau via MedizinHuman<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Lehrermangel: &ldquo;&Auml;ndert endlich die furchtbaren Arbeitsbedingungen&rdquo;<\/strong><br>\nDie Pl&auml;ne der Landesregierung, 1.000 neue Studienpl&auml;tze f&uuml;r das Lehramt zu schaffen, gehen an der Realit&auml;t vorbei. Das Problem sind die Arbeitsbedingungen. (&hellip;)<br>\nDer richtige Weg heraus dem Lehrermangel und hinein in eine bessere Bildungslandschaft w&auml;re deswegen eine Entlastung der Lehrkr&auml;fte. Denn momentan arbeiten Lehrer und Lehrerinnen entgegen der &ouml;ffentlichen Wahrnehmung zwischen 50 und 70 Stunden in der Woche. &Uuml;berstunden und Arbeit am Wochenende oder bis sp&auml;t in die Nacht geh&ouml;ren zum Alltag. Zu &ndash; je nach Schulform &ndash; 26 bis 28 Stunden Unterricht in der Woche kommt die Vorbereitung zuhause, die mindestens genau so viel Zeit in Anspruch nimmt. Notengebung, Elterngespr&auml;che, Klassenarbeitskorrektur, Konferenzen etc. kommen noch oben drauf. Dazu kommt noch die psychische Belastung. Denn das t&auml;glich Auftreten vor hunderten Sch&uuml;lern ist oft anstrengend. Egal wie gut und durchdacht ein Lehramtsstudium ist, auf diese Berufsrealit&auml;t kann es in keinem Fall vorbereiten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nw.de\/nachrichten\/zwischen_weser_und_rhein\/22614012_Lehrermangel-Aendert-endlich-die-furchtbaren-Arbeitsbedingungen.html\">Neue Westf&auml;lische<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Das Problem ist nicht neu. Auch die NachDenkSeiten haben mehrfach auf das Ph&auml;nomen Lehrermangel hingewiesen &ndash; z.B. &ldquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3357\">Lehrermangel: Niedersachsen fehlen P&auml;dagogen f&uuml;r viele F&auml;cher<\/a>&rdquo; und &ldquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54676#h17\">Der Lehrermangel macht die Schule noch ungerechter<\/a>&ldquo;. Interessant zum Thema ist auch dieser Beitrag: &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54331\">Die Verantwortlichen wollen nicht wissen, wie gro&szlig; die Probleme sind<\/a>&ldquo;.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>&raquo;Bild&laquo;: Mit rechts gegen rechts<\/strong><br>\nDie Verlegerwitwe Friede Springer hat es schwer: Seit Jahren schreibt &bdquo;Die Welt&ldquo; schon rote Zahlen, doch seit geraumer Zeit brechen auch die Abozahlen der Cashcow &bdquo;Bild&ldquo; ein. Erst verkaufte man daher traditionsreiche Regionalzeitungen wie das &bdquo;Abendblatt&ldquo; und die &bdquo;Berliner Morgenpost&ldquo;, woraufhin Friede Springer &bdquo;bereits ein paar Tr&auml;nchen geweint&ldquo; hat, wie sie der &bdquo;S&uuml;ddeutschen Zeitung&ldquo; gestand, und nun holte man sich mit KKR sogar einen amerikanischen Finanzinvestor als gr&ouml;&szlig;ten Anteilseigner ins Haus. Und der strebt gleich, m&auml;chtig ambitioniert, nach der Weltmarktf&uuml;hrerschaft.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.blaetter.de\/archiv\/jahrgaenge\/2019\/november\/%C2%BBbild%C2%AB-mit-rechts-gegen-rechts\">Bl&auml;tter<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Selten den Alltag im Blick: Afrikaberichterstattung der ARD<\/strong><br>\nDie Entwicklung von 16 L&auml;ndern musste Linda Staude im Auge behalten. Die Korrespondentin war zust&auml;ndig f&uuml;r Ost- und Zentralafrika.<br>\nAber wie soll das gehen? &bdquo;Mit Schwierigkeiten. Man muss wissen, dass von der Berichterstattungsseite her nicht jedes Land gleich ist&ldquo;, erz&auml;hlt die Journalistin. Aus Gabun h&auml;tte sie z.B. nicht berichtet, &bdquo;da will nie jemand etwas dar&uuml;ber wissen.&ldquo; Und Geschichten aus &Auml;quatorialguinea suche man deshalb vergebens, &bdquo;weil die keine Journalisten rein lassen.&ldquo; Chaos, Krankheiten und Katastrophen, &bdquo;das wird &uuml;berall vermeldet. Aber all das andere, das auf dem afrikanischen Kontinent passiert, das ist sehr viel schwieriger zu verkaufen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/ehemalige-korrespondentin-linda-staude-fuer-journalisten.970.de.html?dram:article_id=463430\">Deutschlandfunk Kultur<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Hochwasser: Venedig ist nicht Opfer einer Naturkatastrophe, sondern der Gier<\/strong><br>\nDie Ursachen f&uuml;r das Hochwasser kennt jeder, der in Venedig lebt, wir alle hier wissen, dass Venedig kein Opfer einer Naturkatastrophe ist, sondern der Gier: Das Hochwasser wurde von Menschen gemacht. Wie viele Venezianer fahre auch ich ein Boot und sp&uuml;re am eigenen Leib, wie sich die eigentlich durch Inseln und Landzungen weitgehend vom Meer abgetrennte, Venedig umgebende Lagune in einen offenen Meeresarm verwandelt hat: Um Venedig zu retten, m&uuml;sste als Erstes der in der Lagune liegende Hafen geschlossen und die in der Lagune nun zum Teil bis zu 59 Meter tiefen Kan&auml;le wieder aufgef&uuml;llt werden: Die Lagune war urspr&uuml;nglich im Schnitt nur 1,50 Meter flach und f&uuml;r Schiffe mit Tiefgang nicht gemacht &ndash; nicht f&uuml;r Erd&ouml;ltanker, nicht f&uuml;r Containerfrachter und erst recht nicht f&uuml;r Kreuzfahrtschiffe, die nun alle dort ein- und auslaufen. [&hellip;]<br>\nF&uuml;r den Bau der Schleuse wurden drei &Ouml;ffnungen der Lagune zum Meer noch tiefer ausgegraben &ndash; das Schleusenprojekt galt unter Spezialisten schon als &uuml;berholt, als es geplant wurde. Ungeachtet dessen wird daran seit 13 Jahren weitergearbeitet und verdient: Das Gro&szlig;projekt wurde zum gr&ouml;&szlig;ten Schmiergeldskandal der Nachkriegszeit. Was bleibt, ist dieses Monument der Korruption: sieben Milliarden Euro im Meer und in den Taschen einer politischen Klasse versenkt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/gesellschaft\/hochwasser-in-venedig-hat-vor-allem-mit-gieriger-politik-zu-tun-16488829.html\">Petra Reski in der FAZ<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-56442","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/56442","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=56442"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/56442\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":56445,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/56442\/revisions\/56445"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=56442"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=56442"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=56442"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}