{"id":56542,"date":"2019-11-21T08:05:17","date_gmt":"2019-11-21T07:05:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56542"},"modified":"2019-11-21T09:00:42","modified_gmt":"2019-11-21T08:00:42","slug":"hinweise-des-tages-3497","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56542","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56542#h01\">Hintergr&uuml;nde des Vergewaltigungsverfahrens gegen Julian Assange<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56542#h02\">Drohung mit Sanktionen US-Senat st&auml;rkt Hongkongs Demonstranten &ndash; China reagiert erbost<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56542#h03\">Bei uns kommen die Kleinen gro&szlig; raus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56542#h04\">Lobbyist B&ouml;rsch-Supan legt Hand an unsere Rente<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56542#h05\">Rentenbesteuerung ist Rentenk&uuml;rzung durch die Hintert&uuml;r<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56542#h06\">Mit Harmonisierung zum Ziel &ndash; wie der Europ&auml;ische Gerichtshof zum H&uuml;ter der sozialen Rechte werden k&ouml;nnte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56542#h07\">Die Militarisierung der Nordsee<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56542#h08\">Positives Echo auf Maas&rsquo; Initiative f&uuml;r Nato-Reform<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56542#h09\">Die doppelte B&uuml;chse der Pandora<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56542#h10\">Onkel Arturo und der Mossad<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56542#h11\">Allianz der &Uuml;berarbeiteten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56542#h12\">So &uuml;berwacht Zalando seine Mitarbeiter<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56542#h13\">Schwert &uuml;berm DemoZ<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56542#h14\">Die neue Rechte bek&auml;mpfen &ndash; und zugleich nach gesellschaftlichen Ursachen suchen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56542#h15\">Gesundbetung im Angesicht der Katastrophe: Das Show-Format zur SPD-Vorsitzenden-Wahl bringt alle Fehlentwicklungen innerhalb der Partei auf den Punkt<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Hintergr&uuml;nde des Vergewaltigungsverfahrens gegen Julian Assange<\/strong><br>\nEs ging nie um eine eigentliche Vergewaltigung, sondern stets um ungesch&uuml;tzten Sex gegen den Willen zweier Frauen.<br>\nAm 19. November gab die stellvertretende schwedische Staatsanw&auml;ltin Eva-Marie Persson die Einstellung des Verfahrens gegen den Whistleblower und Wikileaks-Gr&uuml;nder bekannt, weil die bisherigen Untersuchungen &laquo;keine gen&uuml;genden Beweise f&uuml;r eine Verurteilung&raquo; zutage gef&ouml;rdert h&auml;tten &ndash; trotz detaillierter Aussagen. Es seien sieben Zeuginnen und Zeugen befragt worden. Ein Rekurs gegen diese Einstellung sei noch m&ouml;glich.<br>\nIn der Schweiz haben Fernsehen und Zeitungen &uuml;ber die Einstellung der Anklage wegen Vergewaltigung informiert, ohne zu pr&auml;zisieren, dass es sich nicht um Vergewaltigungen handelte, wie sie die &Ouml;ffentlichkeit in der Schweiz versteht. Es ging um einvernehmlichen, aber ungesch&uuml;tzten Verkehr gegen den Willen von zwei Frauen. Strafrechtlich ist dies in der Schweiz keine Vergewaltigung, sondern eine Sch&auml;ndung. Bei Assange legen grosse Medien auf diese Differenzierung offensichtlich keinen Wert.<br>\nUnter dem Titel &laquo;Assange: Es ging um ungesch&uuml;tzten Verkehr&raquo; hatte Helmut Scheben am 27. Mai 2019 auf Infosperber die Vergewaltigungsvorw&uuml;rfe gegen Assange gr&uuml;ndlich recherchiert und die Hintergr&uuml;nde aufgedeckt. Er kam zum Schluss, dass Schweden diesen Fall l&auml;ngst h&auml;tte erledigen k&ouml;nnen.<br>\nIm Folgenden ver&ouml;ffentlichen wir diese Hintergr&uuml;nde noch einmal.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/Artikel\/FreiheitRecht\/Vergewaltigungsverfahren-gegen-Julian-Assange-eingestellt\">Infosperber<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Drohung mit Sanktionen US-Senat st&auml;rkt Hongkongs Demonstranten &ndash; China reagiert erbost<\/strong><br>\nDas Votum war einstimmig: Der US-Senat hat eine &ldquo;Menschenrechts- und Demokratieverordnung&rdquo; zu den Protesten in Hongkong beschlossen. In Peking kam das &uuml;berhaupt nicht gut an.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/hongkong-us-senat-staerkt-demonstranten-china-reagiert-erbost-a-1297325.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.M.:<\/strong> Doppelte Standards: Menschenrechte spielen nur dann eine Rolle, wenn sie politisch ins Konzept passen. Bei Julian Assange, der als Journalist schwerste Verst&ouml;&szlig;e der USA gegen Menschenrechte publik gemacht hat, spielt das keine Rolle: Er bleibt eingekerkert! Und die Masse der Medien, die von Julian Assange profitiert hat, schweigt!<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Stellungnahme des Au&szlig;enministeriums zur Verabschiedung des Gesetzes &uuml;ber Menschenrecht und Demokratie in Hongkong durch US-Senat<\/strong><br>\nAm Dienstag hat der US-Senat das Gesetz &uuml;ber Menschenrecht und Demokratie in Hongkong verabschiedet. Dies wurde am Mittwoch von dem chinesischen Au&szlig;enministeriumssprecher Geng Shuang scharf verurteilt.<br>\nGeng sagte, das Handeln der USA ignoriere die Tatsachen, verwechsle Recht und Unrecht und versto&szlig;e gegen allgemein anerkannte Normen. Mit ihrer Doppelmoral h&auml;tten sich die USA in die Angelegenheiten Hongkongs und damit in Chinas Innenpolitik eingemischt. Dies versto&szlig;e auch gegen das V&ouml;lkerrecht und die grundlegenden Standards internationaler Beziehungen, sagte der Sprecher.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/german.cri.cn\/aktuell\/alle\/3250\/20191120\/383010.html\">CRI online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Haben Sie jemals von einer Einmischung Chinas in US-Angelegenheiten geh&ouml;rt\/gelesen? Erinnert sei auch an <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54741\">das Treffen zwischen Herrn Wong aus Hongkong und Bundesau&szlig;enminister Maas<\/a>. Die Bundesregierung folgt auch in dieser Angelegenheit den USA. Aber Herr Maas tritt damit lediglich in die Fu&szlig;stapfen seines Vorg&auml;ngers, der seinerzeit den Vorsitzenden der rechten ukrainischen Partei Swoboda traf und sie so &ldquo;<a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/6213\/\">vom Stigma befreit<\/a>&rdquo; hatte. Das Erscheinungsbild der Au&szlig;enpolitik von SPD-Mitgliedern ist nicht durch Kooperation, sondern durch eine Politik der Konfrontation gepr&auml;gt. Sollte Willy Brandt noch als Ma&szlig;stab gelten, wird er meilenweit verfehlt.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Bei uns kommen die Kleinen gro&szlig; raus<\/strong><br>\nSPD-Konzept f&uuml;r Kindergrundsicherung (&hellip;)<br>\nDas SPD-Konzept f&uuml;r eine Kindergrundsicherung soll beim Parteitag im Dezember diskutiert und beschlossen werden. F&uuml;r eine gutes und gesundes Aufwachsen, f&uuml;r beste Bildung und Chancen. Die kommissarische Parteivorsitzende Malu Dreyer hat bereits erste Eckpunkte skizziert. Im Interview mit der Funke-Mediengruppe beschrieb Dreyer die Pl&auml;ne als einen &bdquo;Systemwechsel&ldquo;.<br>\nDarum geht&acute;s\n<ul>\n<li>Fl&auml;chendeckend im ganzen Land sollen gute und beitragsfreie Kitas, kostenlose Ganztagsangebote f&uuml;r Schulkinder und freie Fahrt mit Bus und Bahn im Nahverkehr f&uuml;r alle Kinder geschaffen werden.<\/li>\n<li>Die SPD will ein Teilhabekonto in Form einer Kinderkarte entwickeln. Jedes Kind soll monatlich 30 Euro f&uuml;r den Sportverein, die Musikschule oder das Schwimmbad zur Verf&uuml;gung haben &ndash; unabh&auml;ngig vom Geldbeutel der Eltern.<\/li>\n<li>Schluss mit dem Flickenteppich an Einzelleistungen f&uuml;r Kinder: Eine existenzsichernde Geldleistung soll alle bisherigen Familienleistungen zusammenfassen &ndash; gestaffelt nach Einkommenssituation der Eltern. &bdquo;Je &auml;rmer die Familie ist, desto h&ouml;her wird die Geldleistung sein&ldquo;, so Malu Dreyer.<\/li>\n<li>Der monatliche Basisbetrag soll bei 250 Euro liegen und der H&ouml;chstbetrag sich nach dem Alter der Kinder richten: 400 Euro f&uuml;r unter Sechsj&auml;hrige, 458 Euro im Alter von sechs bis 13 Jahren und 478 Euro f&uuml;r Kinder ab 14 Jahren. Davon kommen 30 Euro auf die Kinderkarte &ndash; gehen also nicht an die Eltern, sondern direkt an die Kinder.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.spd.de\/aktuelles\/kindergrundsicherung\/\">SPD<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bisher werden Leistungen wie das Kindergeld bei &ouml;ffentlichen Leistungen zum Existenzminimum &ndash; z.B. Arbeitslosengeld II &ndash; angerechnet. Dabei k&ouml;nnten die Kinder\/Familien dieses Geld gut gebrauchen. Wie h&auml;lt es denn die derzeitige SPD-Spitze mit der Anrechnung beim Existenzminimum? Hat das Spitzenpersonal der Partei dazu gelernt, um verlorene W&auml;hlerschichten zur&uuml;ckholen zu k&ouml;nnen?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Lobbyist B&ouml;rsch-Supan legt Hand an unsere Rente<\/strong><br>\nIm M&auml;rz 2020 will die Rentenkommission &bdquo;Verl&auml;sslicher Generationenvertrag&ldquo; ihre Vorschl&auml;ge f&uuml;r die Zukunft vorlegen. Kommissionsmitglied Axel B&ouml;rsch-Supan, bekannt geworden als Gutachter der Versicherungswirtschaft, haut schon einmal Pfl&ouml;cke ein: Rentenniveau absenken, noch l&auml;nger arbeiten, Beitr&auml;ge erh&ouml;hen, mehr Staatszuschuss. Bei der Begr&uuml;ndung leistet er sich gravierende Logikfehler. [&hellip;]<br>\nDie zuk&uuml;nftige Rentenpolitik wird nicht durch einen wissenschaftlichen Streit entschieden, sondern durch unser gesellschaftliches Handeln. Das hat die Teilprivatisierung der Rente Anfang der 2000er Jahre deutlich gezeigt. Fast alles was heute &uuml;ber Riester-Rente und die Interessen dahinter bekannt ist, war es auch schon damals. Die Arbeitgeber- und Versicherungslobby hat sich trotzdem durchgesetzt &ndash; mit freundlicher Unterst&uuml;tzung der meisten Medien und der letzten Regierungen.<br>\nMachen wir es diesmal anders. Es steht immerhin die Zukunft unserer Rente und die der n&auml;chsten Generation auf dem Spiel.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.rentenkommission.de\/kolumne\/++co++091a586c-06df-11ea-850c-52540088cada\">DGB Rentenkommission<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Rentenbesteuerung ist Rentenk&uuml;rzung durch die Hintert&uuml;r<\/strong><br>\nNeurentner zahlen heute teilweise mehr als das F&uuml;nffache an Steuern als Rentner, die 2010 in Ruhestand gegangen sind. Dietmar Bartsch hatte bei der Bundesregierung die Entwicklung der Besteuerung f&uuml;r Altersrenten in H&ouml;he von 1.200, 1.500, 1.700, 2.000 und 2.500 Euro je nach Renteneintrittsjahr angefragt.<br>\nDemnach muss derzeit ein Neurentner mit einer monatlichen Altersrente von 1.500 Euro 430 Euro pro Jahr Einkommensteuer zahlen. Bei einem Senior mit Renteneintritt 2010 waren es in diesem Jahr nur 79 Euro. Bei einer Rente von 2.000 Euro ist der Steuerbetrag f&uuml;r aktuelle Neurentner fast doppelt so hoch, bei 2.500 Euro sind es 60 Prozent mehr. Auf Altersrenten von 1.200 Euro m&uuml;ssen Neurentner in diesem Jahr &uuml;berhaupt erstmals Einkommensteuern zahlen. Das geht aus der Antwort [PDF] der Bundesregierung hervor.<br>\n&ldquo;Dass die Finanz&auml;mter selbst bei Rentnerinnen und Rentner mit einer Bruttorente von 1200 Euro noch die Hand aufhalten, halte ich f&uuml;r unversch&auml;mt. Wir brauchen eine Rente f&uuml;r alle, in die alle einzahlen, und f&uuml;r kleine und mittlere Renten sofort einen Schutz vor Besteuerung&rdquo;, fordert Dietmar Bartsch.<br>\n&ldquo;Wir sehen, dass die Besteuerung zunimmt, und das ist nur der Anfang. Es wird sich weiter steigern bis zum Jahr 2040&rdquo;, &auml;u&szlig;erte sich Dietmar Bartsch im MDR. Insbesondere bei den mittleren Renten bestehe Handlungsbedarf. Deshalb fordert er eine Erh&ouml;hung des steuerfreien Existenzminimums und eine gro&szlig;e Rentenreform. &ldquo;Es muss die Frage gestellt werden, wie Pensionen und Renten zusammengef&uuml;hrt werden k&ouml;nnen&rdquo;, so Bartsch.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/themen\/nachrichten\/detail\/rentenbesteuerung-ist-rentenkuerzung-durch-die-hintertuer\/\">DIE LINKE. im Bundestag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Mit Harmonisierung zum Ziel &ndash; wie der Europ&auml;ische Gerichtshof zum H&uuml;ter der sozialen Rechte werden k&ouml;nnte<\/strong><br>\nDie Rechtsprechung des Europ&auml;ischen Gerichtshofs (EuGH) tr&auml;gt seit vielen Jahren zur Dominanz der Marktfreiheiten &uuml;ber soziale Rechte in der EU bei. Doch das Verh&auml;ltnis des EuGH zu sozialer Regulierung ist keineswegs eindeutig. (&hellip;)<br>\nDer &bdquo;Liberalisierungsimpuls&ldquo; des EuGH dr&uuml;ckt sich immer dann aus, wenn ihm durch mangelnde gesetzliche Harmonisierung auf EU-Ebene die M&ouml;glichkeit dazu gegeben wird. Entscheidend f&uuml;r die &bdquo;Richtung&ldquo; der EuGH-Sozialrechtsprechung ist also das Vorhandensein europ&auml;ischer Mindeststandards in den relevanten Rechtsbereichen.<br>\nDie L&ouml;sung liegt somit nahe: Wenn wir den EuGH &bdquo;z&auml;hmen&ldquo; bzw. sozialisieren wollen, dann m&uuml;ssen wir in mehr sozialpolitischen Rechtsbereichen europ&auml;ische Mindeststandards schaffen. Anders herum hei&szlig;t das: In einer EU, in der die Sozialgesetzgebung auf Unionsebene harmonisiert ist, kann der EuGH eine scharfe Waffe gegen die soziale Ungleichheit zwischen den Mitgliedstaaten werden. (&hellip;)<br>\nWie aber k&ouml;nnen wir sicherstellen, dass eine EU-weite Harmonisierung im sozialpolitischen Bereich nicht in einer Einigung auf den kleinsten gemeinsamen Nenner endet? Aus Sicht der Gewerkschaften besteht die Antwort auf diese berechtigte Sorge in der Verabschiedung eines Sozialen Fortschrittsprotokolls. Sein Prinzip ist klar definiert: Soziale Rechte sollen gegen&uuml;ber den wirtschaftlichen Freiheiten nicht l&auml;nger zur&uuml;ckstehen m&uuml;ssen, sondern Vorrang erhalten. F&uuml;r den EuGH w&uuml;rde dies bedeuten, dass Lohnregelungen sowie der Schutz sozialer Rechte und kollektiver Arbeitsrechte nicht mehr als Verletzung der wirtschaftlichen Grundfreiheiten ausgelegt werden d&uuml;rften. Verbunden werden muss dieses Aufw&auml;rtskonvergenzgebot unbedingt mit einem Regressionsverbot in sozialen Fragen, sodass schon bestehende gute Standards k&uuml;nftig nicht wieder zur Disposition stehen.<br>\nDie Mitgliedstaaten und das Europ&auml;ische Parlament haben es in der Hand, diese mutige Vision eines wahrhaft europ&auml;ischen Wohlfahrtsstaatsmodells Wirklichkeit werden zu lassen. Die Umsetzung ist eine Frage des politischen Willens.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/awblog.at\/mit-harmonisierung-zum-ziel\/\">A&amp;W Blog<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Die Militarisierung der Nordsee<\/strong><br>\nZus&auml;tzlich zur Militarisierung der Ostseeregion beginnt die NATO mit dem Wiederaufbau milit&auml;rischer Strukturen rund um &Auml;rmelkanal und Nordsee. Bei einem Treffen in Hamburg unterzeichneten die f&uuml;nf Anrainerstaaten k&uuml;rzlich im Rahmen des allj&auml;hrlichen Treffens des NATO-Channel Committee (CHANCOM) eine gemeinsame Erkl&auml;rung &uuml;ber eine engere milit&auml;rische Zusammenarbeit. Nach Angaben der deutschen Marine, die an der Zusammenkunft beteiligt war, war auch der Aufbau eines regionalen NATO-Kommandos f&uuml;r die Nordseeregion analog zum Ostsee-Marinekommando des Kriegsb&uuml;ndnisses in Rostock im Gespr&auml;ch. Der Seeweg vom Atlantik durch den &Auml;rmelkanal &uuml;ber die Nordsee zur Ostsee ist eine wesentliche Route f&uuml;r US-Truppen nach Europa. Deshalb kommt der Region seit der Versch&auml;rfung des Konfrontationskurses der NATO gegen Russland wieder strategische Bedeutung zu. Auch die zivilen H&auml;fen auf der transatlantischen Verbindungsroute, darunter Hamburg und Bremerhaven, sollen eingebunden werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/8110\/\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Positives Echo auf Maas&rsquo; Initiative f&uuml;r Nato-Reform<\/strong><br>\nMit einer Reform-Initiative will Au&szlig;enminister Maas die politische Zusammenarbeit der Nato-Partner verbessern. Beim Nato-Au&szlig;enministertreffen in Br&uuml;ssel gab&rsquo;s daf&uuml;r Schulterklopfen. Und das nicht nur vom Generalsekret&auml;r.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.mdr.de\/nachrichten\/politik\/ausland\/maas-initiative-nato-reform-positive-reaktionen-100.html\">mdr<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> NATO sei die Lebensversicherung Europas, meint Maas. Unsere Lebensversicherung ist die Verst&auml;ndigung mit anderen V&ouml;lkern und nicht das Milit&auml;r. &bdquo;Wir wollen ein Volk der guten Nachbarn sein&ldquo; &ndash; dieses Versprechen Willy Brandts, formuliert genau vor 50 Jahren &ndash; machte das Ende der Konfrontation vor genau 30 Jahren m&ouml;glich. Damals, am 20.12.1989 beschloss die Partei von Maas, die Aufl&ouml;sung der NATO anzustreben. Das und die Verwirklichung des Konzeptes gemeinsamer Sicherheit w&auml;re die Lebensversicherung Europas. Der Verrat des guten Erbes der SPD durch die Urenkel Brandts ist eine der Ursachen f&uuml;r den Absturz auf ein Drittel &ndash; von 45,8% am 19.11.1972 auf 15% bei Umfragen und Wahlen heute. Dieser Absturz ist gemacht und zu den Machern z&auml;hlen Leute wie Maas und Scholz. Wo bleibt eigentlich die korrigierende Intervention der amtierenden Vorsitzenden Dreyer? Und jene der Bewerber um das Amt der neuen Vorsitzenden?<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: NATO-Hochr&uuml;stung beenden<\/strong><br>\n&bdquo;Die von Bundesau&szlig;enminister Heiko Maas verordnete &sbquo;Frischzellenkur&lsquo; f&uuml;r die NATO kostet die deutschen Steuerzahler Milliarden. Der Vorschlag hei&szlig;t &uuml;bersetzt nichts anderes, als noch mehr Geld f&uuml;r US-Pr&auml;sident Donald Trump und die NATO zu verpulvern&ldquo;, erkl&auml;rt Sevim Dagdelen, abr&uuml;stungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. Dagdelen weiter:<br>\n&bdquo;Es ist ein Skandal, wie leichtfertig die Bundesregierung der NATO die weitere Hochr&uuml;stung der Bundeswehr um 6,2 Prozent auf 50,25 Milliarden Euro im kommenden Jahr zusagt und damit ausgerechnet Trump weitere Gefolgschaft leistet, w&auml;hrend bei der Grundrente monatelang um jeden Cent erbittert gestritten wird. Auch f&uuml;r die Modernisierung der AWACS-Flugzeuge als fliegende Radarstationen zur Luftraum&uuml;berwachung mit einer Milliarde Euro sitzt der Geldbeutel lockerer als bei der Sanierung der maroden Infrastruktur im Land. Die zugesagte Erh&ouml;hung des Milit&auml;retats auf zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts und 85 Milliarden Euro j&auml;hrlich ist noch dazu weder klimafreundlich noch sozialvertr&auml;glich.<br>\nBesorgniserregend ist, dass die NATO nach Boden, Luft, See und Cyberspace nun auch den Weltraum zum milit&auml;rischen Einsatzgebiet erkl&auml;rt, verbunden mit der Entwicklung neuer Waffensysteme. Eine solche NATO ist ganz sicher Garant gro&szlig;er Profite der R&uuml;stungskonzerne, nicht aber f&uuml;r Frieden und Sicherheit in Europa. Die NATO ist eine &uuml;berlebte Bastion aus der &Auml;ra des Kalten Krieges. DIE LINKE fordert die Aufl&ouml;sung des Milit&auml;rpakts und die Schaffung eines kollektiven Sicherheitssystems unter Einbeziehung Russlands. Der Austritt Deutschlands aus der Milit&auml;rstruktur w&auml;re ein erster Schritt.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/nato-hochruestung-beenden\/\">DIE LINKE. im Bundestag<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Die doppelte B&uuml;chse der Pandora<\/strong><br>\nIn der vergangenen Woche hat der Bundestag verschiedene &Auml;nderungen des Strafverfahrensrechts beschlossen &ndash; darunter auch eine Erweiterung der DNA-Analyse auf &auml;u&szlig;ere Merkmale durch einen neuen &sect; 81e Abs. 2 S. 2 StPO. K&uuml;nftig sollen anhand einer DNA-Spur von einer unbekannten Person nicht mehr nur das DNA-Identifizierungsmuster, die Abstammung und das Geschlecht der spurenverursachenden Person bestimmt werden d&uuml;rfen, sondern auch die Farbe von Haut, Haaren und Augen sowie das Alter. Was der bayerischen Polizei bereits durch das dortige Polizeiaufgabengesetz gestattet ist, w&auml;re damit auch den Strafverfolgungsbeh&ouml;rden in der gesamten Republik zum Zwecke der Strafverfolgung erlaubt. (&hellip;)<br>\nZusammenfassend besehen &ouml;ffnet der Gesetzgeber mit der Einf&uuml;hrung der erweiterten DNA-Analyse gleich zwei B&uuml;chsen der Pandora. Zum einen bedeutet der erweiterte Zugriff auf den codierenden Teil der DNA erhebliche Eingriffe in das allgemeine Pers&ouml;nlichkeitsrecht, deren Intensit&auml;t von heute aus betrachtet schwer abzusehen sind. Zum anderen birgt die geplante Befugnis in &sect; 81e Abs. 2 S. 2 StPO die Gefahr, Diskriminierung und Rassismus Vorschub zu leisten &ndash; sei es durch Ermittlungen gegen&uuml;ber Angeh&ouml;rigen bestimmter gesellschaftlicher Gruppen, sei es durch die Auswirkungen dessen auf den gesellschaftlichen Diskurs &uuml;ber Kriminalit&auml;t. Demgegen&uuml;ber f&auml;llt der Nutzen der erweiterten Befugnis derart bescheiden aus, dass man sich fragen muss, warum der Gesetzgeber sie eingef&uuml;hrt hat.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/verfassungsblog.de\/die-doppelte-buechse-der-pandora\/\">Verfassungsblog<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Onkel Arturo und der Mossad<\/strong><br>\nEs war nicht der Mossad, es waren hohe Mitglieder der Regierung von Pr&auml;sident Arturo Frondizi, die am 11. Mai 1960 den Kriegsverbrecher Adolf Eichmann in Buenos Aires verhaftet hatten. Im Dienstwagen. &ldquo;Chapa oficial&rdquo;, mit amtlichem Nummernschild, so ein Bericht des Geheimdienstes. (&hellip;)<br>\nDas Pentagon wollte den Pariser Abr&uuml;stungsgipfel durch Provokationen zum Scheitern bringen. Am 16. Mai 1960, am selben Tag, als der Gipfel feierlich er&ouml;ffnet werden sollte, landeten U2-Flugzeuge und vier US-Atomwaffentr&auml;ger in Ezeiza, dem internationalen Flughafen von Buenos Aires, um zusammen mit der argentinischen Kriegsmarine in Patagonien mit Atombomben eine unterirdische Flussm&uuml;ndung freizulegen. Pr&auml;sident Frondizi hatte gute Mine zum b&ouml;sen Spiel gemacht. Im Februar 1960 hatte ihn Eisenhower besucht und mit ihm im idyllischen Bariloche Forellen geangelt. Frondizi versprach ihm, seine Atomtests zu erlauben und den obersten Chefentwickler des Pentagon, Herbert York, zu empfangen. So hoffte er, seine eigenen Pl&auml;ne in Ruhe realisieren zu k&ouml;nnen (Der gescheiterte Abr&uuml;stungsgipfel in Paris, illegale Atomwaffentests der USA in Patagonien und Adolf Eichmann).<br>\nDer sowjetische Staatschef, Nikita Chruschtschow, wollte auf dem Abr&uuml;stungsgipfel auch die Verhaftung Josef Mengeles und Eichmanns bekannt geben, um einen Schlussstrich unter das Kapitel Nationalsozialismus zu ziehen. Frondizi stand bei ihm im Wort. Diese beiden mit Haftbefehl Gesuchten lebten in Buenos Aires, unter dem Schutz seiner Milit&auml;rs. Interpol betrachtete NS- Kriegsverbrechen als &ldquo;politische Taten&rdquo; und weigerte sich, an der Vollstreckung der Haftbefehle mitzuwirken. (&hellip;)<br>\nEichmann war 1950 auf der sog. &ldquo;Rattenlinie&rdquo; mit Hilfe des Vatikans nach Argentinien gelangt. Zun&auml;chst arbeitete er f&uuml;r deutsche Firmen als Ingenieur in Tucum&aacute;n, im Norden des Landes. Welch&rsquo; Gl&uuml;ck, dass 1960 der Gouverneur von Tucum&aacute;n Celestino Gelsi hie&szlig;, Parteigenosse Frondizis. Seine rechte Hand war der UCRI-Abgeordnete Abraham Rosenberg. Der Staatspr&auml;sident geh&ouml;rte fast zur Familie, so Lidia Rosenberg, Abrahams &auml;lteste Tochter. Sie nannte ihn &ldquo;Onkel Arturo&rdquo;.<br>\n1952 hatte Eichmann bei der Polizei in Tucum&aacute;n einen Personalausweis auf den Namen &ldquo;Klement&rdquo; beantragt und sich seine Fingerabdr&uuml;cke abnehmen lassen. Diese verschwanden auf mysteri&ouml;se Weise aus dem Polizei-Archiv. Jemand muss sie entwendet und den k&uuml;nftigen Entf&uuml;hrern gegeben haben. Der Verdacht fiel auf Rosenberg. Lidia: &ldquo;Man warf meinem Vater vor, Komplize gewesen zu sein, um die Identit&auml;t Eichmanns zu beweisen.&rdquo; (&hellip;)<br>\nEr und die anderen Vertrauten Frondizis waren erhebliche Risiken eingegangen, um einen Nazi-Verbrecher seinen Richtern auszuliefern und den sowjetischen Vorschlag einer atomwaffenfreien Welt zu unterst&uuml;tzen. Es fehlte nicht an ihrem pers&ouml;nlichen Einsatz. Doch die Aktion wurde von den Milit&auml;rs aufgemischt und von der CIA dazu benutzt, die sowjetische Initiative f&uuml;r eine weltweite Abr&uuml;stung vom Tisch zu fegen. Eine historische Chance wurde vertan, sie kehrte nie wieder zur&uuml;ck.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Onkel-Arturo-und-der-Mossad-4590962.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Allianz der &Uuml;berarbeiteten<\/strong><br>\nNicht nur in der Politik arbeiten die Menschen bis zum Umfallen &ndash; Zeit, dass sich die &Uuml;berarbeiteten zusammenschlie&szlig;en [&hellip;]<br>\nSagen nicht Pflegekr&auml;fte seit Jahren, dass es so nicht bleiben kann? Und die Polizei? Der Zoll? Die Lehrer und &Auml;rzte? Und &uuml;berhaupt alle, die in trauter Regelm&auml;&szlig;igkeit &Uuml;berstunden leisten m&uuml;ssen? Auch sie mahnen an, dass die Arbeitsbedingungen krankmachen. Vor drei Jahren z&auml;hlte man hierzulande 1,729 Milliarden &Uuml;berstunden, die geleistet wurden. Die Mehrzahl davon unentgeltlich. Beklagen sich all diese und noch viele andere Berufsgruppen nicht seit vielen Jahren, weil es so nicht weitergehen kann? Seither ist aber wenig bis nichts passiert. Die Politik nimmt es zur Kenntnis und l&auml;sst sich trotzdem nicht aus der Reserve locken. Kaum aber schw&auml;chelt ein Berufskollege, wirbt man um Anteilnahme und Verst&auml;ndnis, mahnt &Auml;nderungen an.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1128893.ueberstunden-allianz-der-ueberarbeiteten.html%20\">Heppenheimer Hiob<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>So &uuml;berwacht Zalando seine Mitarbeiter<\/strong><br>\nZalando-Mitarbeiter sind angehalten, &uuml;ber das Personalsystem &ldquo;Zonar&rdquo; die Leistung und das Verhalten ihrer Kollegen zu bewerten. Angestellte klagen &uuml;ber enorme &Uuml;berwachung und infolgedessen &uuml;ber hohen Leistungsdruck und Stress. Zalando hingegen h&auml;lt das Bewertungssystem f&uuml;r einen Fortschritt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/zalando-ueberwachung-zonar-1.4688431\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Schwert &uuml;berm DemoZ<\/strong><br>\nBefl&uuml;gelt durch das Attac-Urteil, hat das Finanzamt dem Demokratischen Zentrum in Ludwigsburg die Gemeinn&uuml;tzigkeit aberkannt. Der Beh&ouml;rde ist der Verein offenbar zu links. Droht zivilgesellschaftlichem Engagement nun das Aus?<br>\nSeit Jahresanfang schwebt ein Damoklesschwert &uuml;ber Deutschlands Vereinswesen. Denn im Februar hatte Attac durch ein h&ouml;chstrichterliches Urteil den Gemeinn&uuml;tzigkeitsstatus verloren. Dem M&uuml;nchner Bundesfinanzhof waren die umtriebigen Globalisierungskritiker im hippen Berlin zu &ldquo;allgemeinpolitisch&rdquo;. Anders gesagt: zu wenig gemeinn&uuml;tzig. Die Entscheidung des obersten Gerichts f&uuml;r Steuer- und Zollsachen gilt als Paukenschlag in der steuerlichen Rechtsprechung &ndash; der in vielen politisch aktiven Vereinen die Alarmglocken klingeln lie&szlig;. Wen w&uuml;rde der beh&ouml;rdliche Liebesentzug als n&auml;chstes heimsuchen, fragten sich ehrenamtliche wie professionelle Vereinsvorst&auml;nde seitdem. Es war nur eine Frage der Zeit, bis das Fallbeil Abgabenordnung, in der das Gemeinn&uuml;tzigsein gesetzlich geregelt ist, in Folge des Attac-Urteils erneut sausen w&uuml;rde.<br>\nIm Herbst war es dann soweit. Mitte Oktober trifft es zun&auml;chst einen weiteren gro&szlig;en au&szlig;erparlamentarischen Player: das deutschlandweit aktive Kampagnenportal Campact. Wenige Tage sp&auml;ter b&uuml;&szlig;t mit dem &ldquo;Demokratischen Zentrum&rdquo; (DemoZ) in Ludwigsburg bundesweit erstmals ein kleines soziokulturelles Zentrum seine Gemeinn&uuml;tzigkeit ein. Mit Schreiben vom 24. Oktober entzieht das Finanzamt in der w&uuml;rttembergischen Residenzstadt dem &ldquo;Verein f&uuml;r politische und kulturelle Bildung&rdquo;, so der Namenszusatz, diesen Status.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/gesellschaft\/451\/schwert-ueberm-demoz-6328.html\">Kontext: Wochenzeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Die neue Rechte bek&auml;mpfen &ndash; und zugleich nach gesellschaftlichen Ursachen suchen<\/strong><br>\nWiderstand gegen faschistische Tendenzen ist n&ouml;tig. Man muss aber auch die Ursachen f&uuml;r den Erfolg der Rechten kennen. [&hellip;]<br>\nGegen Rassismus und Faschismus zu demonstrieren und sie wo immer m&ouml;glich in die Schranken zu weisen, bleibt auch heute das Gebot der Stunde. Aber gef&auml;hrlich w&auml;re es, dabei den Blick f&uuml;r das gesellschaftliche Umfeld zu verlieren. Gerade solche Antifaschistinnen und Antifaschisten, die sich als Linke definieren, sollten die politisch Verantwortlichen nicht zu schnell entlassen aus ihrer Mitschuld an einem gesellschaftlichen Klima, in dem Fremdenfeindlichkeit von Vertretern etablierter Parteien teils bedient und der eigene Vorteil &uuml;ber die Empathie f&uuml;r Benachteiligte gestellt wird &ndash; nicht nur von der AfD.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.fr.de\/meinung\/faschismus-neue-rechte-bekaempfen-zugleich-nach-gesellschaftlichen-ursachen-suchen-13230016.html\">Stephan Hebel auf FR Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Gesundbetung im Angesicht der Katastrophe: Das Show-Format zur SPD-Vorsitzenden-Wahl bringt alle Fehlentwicklungen innerhalb der Partei auf den Punkt<\/strong><br>\nPolitische Konsequenzen hat &ndash; ausser Hannelore Kraft nach der verlorenen Landtagswahl im SPD-Stammland Nordrhein-Westfalen 2017 &ndash; freiwillig noch kaum ein Spitzengenosse gezogen. Vielmehr scheint es so, als w&uuml;rden die schlimmsten Verluste die Verantwortlichen noch zus&auml;tzlich stabilisieren. Nach dem Motto: Wir haben so falsch gelegen, jetzt m&uuml;ssen wir erst recht versuchen, im Amt zu bleiben. Das galt f&uuml;r Sigmar Gabriel wie f&uuml;r Martin Schulz &ndash; und stets und st&auml;ndig f&uuml;r den ganzen 44-k&ouml;pfigen Parteivorstand, der beinahe alles einm&uuml;tig mitbeschlossen hat: Schulz niemals in ein Merkel-Kabinett, keine grosse Koalition, doch grosse Koalition, Schulz doch in ein Merkel-Kabinett; alle Macht f&uuml;r Andrea Nahles&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/feuilleton\/spd-gesundbetung-im-angesicht-der-katastrophe-ld.1521137\">NZZ<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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(AT)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-56542","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/56542","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=56542"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/56542\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":56552,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/56542\/revisions\/56552"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=56542"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=56542"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=56542"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}