{"id":5660,"date":"2010-05-26T09:36:19","date_gmt":"2010-05-26T07:36:19","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=5660"},"modified":"2010-05-26T09:36:19","modified_gmt":"2010-05-26T07:36:19","slug":"hinweise-des-tages-1147","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=5660","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Es wird einsamer um Angela Merkel; Obama &uuml;berholt Merkel; ein Gewinn f&uuml;r die Wall Street, eine kalte Schulter f&uuml;r die Main Street; Euro-Rettungspaket und Sparen; Deutschland man&ouml;vriert sich ins Abseits; Deutsche Bank kritisiert Sch&auml;uble; Transparenz ist noch l&auml;ngst nicht selbstverst&auml;ndlich; deutsche Konzerne verdoppeln Lobby-Ausgaben; NRW Koalitionspoker; Bundesrat verhindert BAf&ouml;G-Erh&ouml;hung; Fachvereinigung der Medienberater kritisiert Berichterstattung &uuml;ber Lafontaine; Pharmalobby off the records; Schramm verl&auml;sst die Anstalt; zu guter Letzt dann doch noch: Katholische Kirche rehabilitiert Kopernikus. (MB\/WL)<br>\n<!--more--><\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">Es wird einsamer um Angela Merkel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">Obama &uuml;berholt Merkel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">Financial Reform: A Win for Wall Street, A Cold Shoulder for Main Street<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">Euro-Rettungspaket darf nicht zu Sparma&szlig;nahmen f&uuml;hren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">Streit &uuml;ber Staatsausgaben: Schwarz-Gelb will beim Sozialetat sparen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">Euro-Reform: Deutschland man&ouml;vriert sich ins Abseits<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">Warum Krisenzeiten nur selten Erkenntniszeiten sind<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">Deutsche Bank kritisiert Sch&auml;uble-Aussage zu Rendite<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">Manager vor Gericht: Manchmal hilft ein Haftbefehl<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">Datenschutzbeauftragter Schaar: Transparenz ist noch l&auml;ngst nicht selbstverst&auml;ndlich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">Deutsche Konzerne verdoppeln Lobby-Ausgaben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">Die 50 &uuml;berfl&uuml;ssigsten Beh&ouml;rden Deutschlands<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">NRW Koalitionspoker<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h14\">Bundesrat verhindert BAf&ouml;G-Erh&ouml;hung &ndash; Merkel d&uuml;piert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h15\">Fachvereinigung der Medienberater kritisiert Berichterstattung &uuml;ber Lafontaine<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h16\">Nochmals zum K&ouml;hler-Interview &uuml;ber Milit&auml;rinterventionen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h17\">Martin Sonneborn interviewt einen Sprecher der Lobby-Vereinigung &ldquo;ProGenerika&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h18\">Georg Schramm verl&auml;sst ZDF-Satiresendung &ldquo;Neues aus der Anstalt&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h19\">Zu guter Letzt dann doch noch: Katholische Kirche rehabilitiert Kopernikus<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=5660&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Es wird einsamer um Angela Merkel<\/strong><br>\nEr war der wortgewaltige Gegenspieler der moderierenden Kanzlerin. Mit Koch konnten sich die konservativen Unions-W&auml;hler identifizieren, denen Merkel zu moderat war. Gerade deshalb wird er der Kanzlerin fehlen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heute.de\/ZDFheute\/inhalt\/27\/0,3672,8074779,00.html\">heute.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Man k&ouml;nnte es auch genau anders herum betrachten, nach Merz, Stoiber, Althaus, Sch&ouml;nbohm, Oettinger, M&uuml;ller, R&uuml;ttgers ist nun auch noch Koch als potentieller Rivale der Kanzlerin weggefallen. Und Sch&auml;uble ist nur noch Minister von Merkels Gnaden.<br>\nKoch hat wohl wie Merz auf absehbare Zeit keine Chance mehr f&uuml;r eine weitere (bundes-)politische Karriere unter Merkel gesehen. Bleiben als m&ouml;gliche Kontrahenten f&uuml;r Merkel nur noch Wulff und Seehofer und konservative Parven&uuml;s wie Mappus (Baden-W&uuml;rttemberg) oder der m&ouml;gliche Koch-Nachfolger Bouffier. Und nat&uuml;rlich der Shooting-Star zu Guttenberg. Der Rest ist &bdquo;Ponyhof&ldquo;, wie etwa Pofalla, Kauder, Gr&ouml;he, de Maiziere, Schr&ouml;der oder gar Mi&szlig;felder, aber die wird die Stute schon wegbei&szlig;en.<br>\nWenn die Kanzlerin seit einem Jahr von den R&uuml;ckzugspl&auml;nen Kochs wei&szlig;, dann hat sie jedenfalls nichts unternommen, um ihn in der Politik zu halten. Die Frage bleibt: Was, au&szlig;er erfolgreich bestandenen Machtk&auml;mpfen mit Machtrivalen hat Merkel vorzuweisen.<br>\nMan k&ouml;nnte Kochs R&uuml;ckzug aber auch als die Kapitulation der neokonservativen Kr&auml;ften vor dem Scheitern ihrer Konzepte sehen und als Zeichen ihrer Ratlosigkeit, wie der hinterlassene Scherbenhaufen wieder zu kitten w&auml;re.<br>\nKoch ist ein Machtmensch, und man k&ouml;nnte in seinem erwartbaren Wechsel in die Wirtschaft auch einen Beleg daf&uuml;r sehen, dass Koch dorthin geht, wo die wirkliche Macht &uuml;ber die Politik und &uuml;ber unsere Gesellschaft liegt. So wie das eben auch schon Merz, Schr&ouml;der, Fischer, Clement und viele andere erkannt haben. Man kann aus der Wirtschaft die Politik bestimmen, ohne dass man der &ouml;ffentlichen Kritik ausgesetzt ist, man hat viel weniger Stress, bekommt ein Vielfaches an Geld und keiner k&uuml;mmert sich mehr darum, auf wessen Kosten man wo hinfliegt, in welchem Hotel man absteigt und wer den Dienstwagen finanziert etc..<br>\nDer politische Weg Kochs ist gepflastert mit rechtsdemagogischen Ausf&auml;llen: Kampagne gegen die doppelte Staatsb&uuml;rgerschaft, &bdquo;j&uuml;dische Verm&auml;chtnisse&ldquo;, L&uuml;gen bei der Finanzierung der hessischen CDU, ausl&auml;nderfeindliche Kampagne mit der Jugendkriminalit&auml;t &ndash; bis hin zur j&uuml;ngsten Hetze gegen Hartz IV-Empf&auml;nger. All das verschafft ihm sogar noch positive &ouml;ffentliche W&uuml;rdigungen seiner politischen Leistungen und macht ihn gerade deshalb attraktiv f&uuml;r die Wirtschaft. Koch passt politisch gut zu den Henkels, den Hundts und zu den meisten anderen Wirtschaftsvertretern.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Obama &uuml;berholt Merkel<\/strong>\n<ul>\n<li>Banken: Pr&auml;sident Obama will die Gr&ouml;&szlig;e von Finanzinstituten begrenzen. Too big to fail &ndash; also dass im Zweifel der Steuerzahler f&uuml;r strauchelnde Banken einspringen muss &ndash; soll es nicht mehr geben. Eine Aufspaltung von Banken wird diskutiert.<\/li>\n<li>Finanztransaktionssteuer: Beim letzten Gipfel in London blockierten die USA die Idee, auf alle grenz&uuml;berschreitenden Geldtransfers eine Art Mini-Mehrwertsteuer zu erheben.<\/li>\n<li>Derivate: Bislang handeln Europa und die USA getrennt. W&auml;hrend Amerika gerade N&auml;gel mit K&ouml;pfen macht und den Handel unter Aufsicht stellen will, wartet Europa auf Vorschl&auml;ge der EU-Kommission.<\/li>\n<li>Sondersteuer: Die USA wollen die Banken an den Kosten f&uuml;r ihre Rettung nachtr&auml;glich beteiligen und im Laufe von zehn Jahren 50 Milliarden Dollar einsammeln.<\/li>\n<li>Hedgefonds: Europa und Amerika wollen, bislang getrennt voneinander, jeweils die Aufsicht &uuml;ber die Aktivit&auml;ten von Hedgefonds verbessern.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2010-05\/obama-finanzreform-senat?page=all\">ZEIT Online<\/a><\/p>\n<p><em>Aber:<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Financial Reform: A Win for Wall Street, A Cold Shoulder for Main Street<\/strong><br>\nFirst, it doesn&rsquo;t do enough to rein in Wall Street. It doesn&rsquo;t end &ldquo;too big to fail&rdquo; banks, doesn&rsquo;t create a Glass-Steagall style firewall between commercial and investment banking, keeps taxpayers on the hook for future bailouts, and leaves open dangerous loopholes in the regulation of derivatives. And we can expect more loopholes to be inserted as the bill heads to conference committee. In D.C., crafting a bill without them would be like baking bread without yeast. Though you can&rsquo;t see them, they&rsquo;re what makes a Washington bill rise.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.huffingtonpost.com\/arianna-huffington\/financial-reform-a-win-fo_b_587728.html\">Huffington Post<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Arianna Huffington, die Mitherausgeberin von Amerikas gr&ouml;&szlig;ter alternativer Netzzeitung, kritisiert die Regulierungsschritte von Obama. Nach ihrer Meinung fehlt es an Ma&szlig;nahmen, die verhindern, dass es k&uuml;nftig wieder wegen &bdquo;too big to fail&ldquo; zu Erpressungen durch die Banken komme, sie fordert die Wiedereinf&uuml;hrung einer Art Glass-Steal-Act, der Banken daran hinderte, mit den Einlagen ihrer Kunden zu spekulieren. Vor allem sei kein Ende der Haftung der Steuerzahler f&uuml;r die Ausfallrisiken der Banken abzusehen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Euro-Rettungspaket darf nicht zu Sparma&szlig;nahmen f&uuml;hren<\/strong><br>\nDer Plan der Kanzlerin die Schuldenbremse auf Europa zu &uuml;bertragen ist &ouml;konomisch und sozialpolitisch sch&auml;dlich, sagte DGB-Vorstandsmitglied Claus Matecki anl&auml;sslich des heute vom Bundestag beschlossenen Rettungspaketes. Eine rigorose Sparpolitik w&uuml;rde das europ&auml;ische Wachstum abw&uuml;rgen, Arbeitslosigkeit und Schulden w&uuml;rden steigen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++eef11c52-64ca-11df-74dc-00188b4dc422\">DGB<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Streit &uuml;ber Staatsausgaben: Schwarz-Gelb will beim Sozialetat sparen<\/strong><br>\nDeutschland muss sparen &ndash; aber wo? F&uuml;hrende Politiker von Union und FDP haben sich nun festgelegt: Sie wollen die Sozialausgaben k&uuml;rzen, im Gespr&auml;ch sind auch Einschnitte bei Hartz-IV-Leistungen. Die SPD k&uuml;ndigt Widerstand an, sie fordert eine Extrasteuer f&uuml;r Reiche.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/0,1518,696473,00.html\">Spiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers M.K.:<\/strong> So langsam wird die Katze aus dem Sack gelassen.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung MB:<\/strong> BDI-Pr&auml;sident Keitel fordert in der BILD-Zeitung, den Bundeszuschuss f&uuml;r die Rentenversicherung zu k&uuml;rzen und die Mehrwertsteuer generell auf 19% zu erh&ouml;hen. Die n&auml;chste Schrumpf-Renten-Kampagne wird nicht lange auf sich warten lassen. Es lohnt sich immerhin bedingt, die Leserkommentare wenigstens grob zu &uuml;berfliegen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Euro-Reform: Deutschland man&ouml;vriert sich ins Abseits<\/strong><br>\nEs kam wie es kommen musste: Die deutsche Forderung nach einer neuerlichen &Auml;nderungen des EU-Vertrages von Lissabon st&ouml;&szlig;t auf breiten Widerstand bei den europ&auml;ischen Partnern. Die Reaktion war zu erwarten, sitzt den Europ&auml;ern doch der jahrelange zerm&uuml;rbende Streit um den EU-Vertrag Lissabon noch in den Knochen. (&hellip;)<br>\nDabei hat die Kanzlerin die europ&auml;ischen Partner mit dem bisherigen Euro-Krisenmanagement sowieso schon ziemlich irritiert. &bdquo;Die Kanzlerin erkl&auml;rt den Deutschen nicht, was sie eigentlich am Euro haben&ldquo;, klagt ein hoher Kommissionsbeamter und dr&uuml;ckt damit aus, was in der EU viele denken. Die EU wundert sich zunehmend &uuml;ber den ganzen politischen Diskurs in Deutschland &uuml;ber die W&auml;hrungsunion. &bdquo;Die Debatte wird nicht von &Ouml;konomen, sondern von Staatsrechtlern gef&uuml;hrt, die von Globalisierung keine Ahnung haben&ldquo;, hei&szlig;t es in der EU-Kommission. Man reite auf Artikeln im Maastrichter Vertrag herum, statt Europa-Politik zu machen. Die Idee, die deutsche Schuldenbremse in die ganze EU zu exportieren, findet anderswo auch nicht sehr viel Verst&auml;ndnis. &bdquo;Deutschland hat doch schon seit Jahrzehnten in der Verfassung eine Schuldengrenze festgeschrieben, doch daran hat sich keine einzige Regierung gehalten&ldquo;, emp&ouml;rt sich ein Kommissionsbeamter. Ver&auml;rgert ist man in Br&uuml;ssel auch dar&uuml;ber, dass sich Deutschland &bdquo;st&auml;ndig als Opfer&ldquo; der laxen Haushaltspolitik anderer Euro-Staaten darstellt. Dabei sei es doch die Bundesregierung selber gewesen, die Mitte der 90Jahre den Stabilit&auml;tspakt aufgeweicht und die Defizit-Strafverfahren in der Euro-Gruppe gestoppt habe.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/meinung\/kommentar-politik\/euro-reform-deutschland-manoevriert-sich-ins-abseits;2587543\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers G.K.:<\/strong> Selbst beim wirtschafts- und regierungsnahen Handelsblatt regt sich Kritik am &ldquo;Krisenmanagement&rdquo; der schwarz-gelben Bundesregierung sowie an deren dogmatischem Herumreiten auf der sog. &ldquo;Verschuldungsbremse&rdquo;.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Warum Krisenzeiten nur selten Erkenntniszeiten sind<\/strong><br>\nEs ist ein gro&szlig;er Gedanke des Philosophen Hegel, dass in der Arbeit der Zuspitzung der Verh&auml;ltnisse eine Kraft steckt, die eine Entscheidung vorbereitet und auf einen Prozess der Ver&auml;nderung dringt. Tats&auml;chlich enth&auml;lt das der griechischen Sprache entstammende Wort &bdquo;Krise&ldquo; einen Doppelsinn: Es bedeutet zum einen Scheidung im Sinne von Trennung und zum anderen Entscheidung im Sinne von Urteil. In der Krise stellen sich also neue Zusammenh&auml;nge her, alte werden aufgel&ouml;st. Das gilt auch f&uuml;r die globale Finanzkrise. Wer noch bis vor zwei Jahren geglaubt hat, die Geldsysteme w&auml;ren auf irgendwelche Weise verankert im Warentausch und in der Warenproduktion, wird sp&auml;testens seit dem Zusammenbruch von Lehman Brothers eines Besseren belehrt. Im Jahre 2005 wurden an jedem B&ouml;rsentag auf den Finanzm&auml;rkten Transaktionen im Wert von zwei Billionen US-Dollar get&auml;tigt. Von dieser gigantischen Summe mit zw&ouml;lf Nullen dienten nur noch drei Prozent der Finanzierung von Handel und Investitionen und 20 Prozent der Absicherung von realwirtschaftlichen Gesch&auml;ften gegen das Wechselkursrisiko. Die &uuml;brigen knapp 80 Prozent sind Spekulationsgesch&auml;fte, das hei&szlig;t Wetten auf k&uuml;nftige Preise von W&auml;hrungen, Wertpapieren und Zinsen. Der gesellschaftliche Reichtum kehrt also nicht mehr in die Lebens- und Produktionsverh&auml;ltnisse der Gesellschaft zur&uuml;ck.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.blaetter.de\/archiv\/jahrgaenge\/2010\/mai\/das-mandat-der-gewerkschaften?print\">Bl&auml;tter f&uuml;r deutsche und internationale Politik<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Deutsche Bank kritisiert Sch&auml;uble-Aussage zu Rendite<\/strong><br>\nDie Deutsche Bank hat am Sonntag &Auml;u&szlig;erungen von Bundesfinanzminister Wolfgang Sch&auml;uble (CDU) zu Renditezielen kritisiert. Sch&auml;uble hatte in einem Interview mit der &ldquo;Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung&rdquo; gesagt, der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bank, Josef Ackermann, finde eine Rendite von 25% angemessen. &ldquo;Das kann ein produzierendes Unternehmen nicht leisten&rdquo;, so Sch&auml;uble. &ldquo;Daraus m&uuml;ssen wir schlie&szlig;en, dass der Finanzmarkt sich nur noch um sich selbst dreht, statt seine Aufgabe zu erf&uuml;llen und eine vern&uuml;nftige, nachhaltig wachsende Wirtschaft zu finanzieren.&rdquo; Das m&uuml;sse ge&auml;ndert werden.<br>\n&ldquo;Die Behauptung, eine Eigenkapital-Vorsteuerrendite von 25% sei in der so genannten realen Wirtschaft nicht zu erzielen, ist nachgewiesenerma&szlig;en falsch und wird auch durch Wiederholung &ndash; von wem auch immer &ndash; nicht richtig&rdquo;, sagte dagegen ein Sprecher der Deutschen Bank. Die durchschnittliche Eigenkapitalrendite vor Steuern habe von 1994 bis 2007 im verarbeitenden Gewerbe 32,1% betragen, erkl&auml;rte er unter Berufung auf eine Statistik der Deutschen Bundesbank. 2007 habe die verarbeitende Industrie sogar 37,2% erzielt.<br>\nZudem sei die KfW in einer Studie zu dem Ergebnis gekommen, dass mehr als die H&auml;lfte der nicht b&ouml;rsennotierten mittelst&auml;ndischen Unternehmen 2007 eine Eigenkapitalrendite von &uuml;ber 25% erwirtschaftet h&auml;tten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fazfinance.net\/Aktuell\/Deutsche-Bank-kritisiert-Schaeuble-Aussage-zu-Rendite-9886.html\">FAZ Finance Net<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Diese Zahlen der Deutschen Bank &uuml;ber die Eigenkapitalrendite im verarbeitenden Gewerbe &ndash; sollten sie richtig sein &ndash; sollten sich die Gewerkschaften gut merken. Sie belegen n&auml;mlich, wie gro&szlig; der lohnpolitische Verteilungsspielraum in der Phase gewesen w&auml;re, in der den Gewerkschaften st&auml;ndig lohnpolitische Zur&uuml;ckhaltung gepredigt wurde und sie Reallohneinbu&szlig;en hingenommen haben.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung KR:<\/strong> Die Widerspr&uuml;che in der Argumentation sind bemerkenswert, wie der folgende Auszug aus einem Gespr&auml;ch der <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/Rub58241E4DF1B149538ABC24D0E82A6266\/Doc~E10569058E50A4F888BFCCAD3B5A4648C~ATpl~Ecommon~Scontent.html\">FAZ<\/a> mit Ackermann und dessen Doktorvater Hans Christoph Binswanger zeigt:<\/em><\/p>\n<blockquote><p>&bdquo;FAZ: Hohe Eigenkapitalrenditen lassen sich eben nur erzielen, wenn ein Unternehmen mit gro&szlig;em Kredithebel arbeitet. Kreditvergabe f&uuml;hrt zu Geldsch&ouml;pfung, unter Umst&auml;nden zu Spekulationsblasen &ndash; die schlie&szlig;lich platzen.<br>\nAckermann: Deswegen ist es ganz wichtig, Institutionen zu schaffen, die sich mit bedenklichen Entwicklungen rechtzeitig auseinandersetzen und verhindern, dass Spekulationsblasen entstehen. Sie haben insofern recht, als die Banken unter den jetzigen &bdquo;Spielregeln&ldquo; relativ wenig Eigenkapital ben&ouml;tigen. Nach den Basel-II-Vorschriften der Bankaufseher m&uuml;ssen Banken ihr Gesch&auml;ft nur mit mindestens 4 Prozent Kernkapital unterlegen. Das erleichtert es nat&uuml;rlich, eine hohe Eigenkapitalrendite zu erzielen.<br>\n&hellip;<br>\nFAZ: Herr Binswanger, halten Sie eine Eigenkapitalrendite von 25 Prozent f&uuml;r ein realistisches Ziel?<br>\nBinswanger: F&uuml;r Einzelne ja. Aber nicht generell. Eine solch hohe Rendite l&auml;sst sich auf Dauer nur in einem monopolistischen oder oligopolistischen Markt erzielen. F&uuml;r alle Unternehmen scheint mir das hingegen nicht m&ouml;glich, es sei denn, es kommt &uuml;ber Kreditvergabe zu Spekulationsblasen. Doch wenn diese Blasen platzen, kommt es statt zu Gewinnen zu Verlusten.<br>\nAckermann: Nat&uuml;rlich kann nicht jedes einzelne Unternehmen oder k&ouml;nnen nicht alle Unternehmen im Schnitt solch eine Rendite erzielen!<br>\nFAZ: Vorhin sagten Sie aber, dass solch hohe Renditen f&uuml;r die Top-Banken allgemein &uuml;blich sind?<br>\nAckermann: Ich sehe da keinen Widerspruch: F&uuml;r die Besten ist das &uuml;blich, aber nicht f&uuml;r den Durchschnitt. Wie gesagt: Es h&auml;ngt vor allem vom Gesch&auml;ftsmodell ab, und auch die Marktstruktur kann einen Einfluss haben. Die Eintrittsbarrieren f&uuml;r manche Gesch&auml;ftsbereiche sind so hoch, dass es neue Wettbewerber sehr schwer haben.&ldquo;<\/p><\/blockquote>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Manager vor Gericht: Manchmal hilft ein Haftbefehl<\/strong><br>\nSiemens, HRE, Ferrostaal &ndash; sie alle haben mit zweifelhaften Methoden gearbeitet und dabei eine unbequeme Bekanntschaft gemacht: Die Ermittler der M&uuml;nchner Staatsanwaltschaft I gelten als besonders hartn&auml;ckig.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/2.220\/manager-vor-gericht-manchmal-hilft-ein-haftbefehl-1.948914\">S&uuml;ddeutsche<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Datenschutzbeauftragter Schaar: Transparenz ist noch l&auml;ngst nicht selbstverst&auml;ndlich<\/strong><br>\nDer Bundesbeauftragte f&uuml;r den Datenschutz und die Informationsfreiheit, Peter Schaar, hat &hellip; den zweiten T&auml;tigkeitsbericht zur Informationsfreiheit f&uuml;r die Jahre 2008\/2009 vorgelegt.<br>\n&bdquo;Bei der &Uuml;bergabe meines ersten T&auml;tigkeitsberichts vor zwei Jahren war ich voller Zuversicht, dass Transparenz und Informationsfreiheit im Beh&ouml;rdenalltag bald zur selbstverst&auml;ndlichen Normalit&auml;t werden. Nach zwei Jahren zeigt sich jedoch, dass sich der Informationsfreiheitsgedanke noch nicht &uuml;berall durchgesetzt hat. Es bedarf offenbar noch erheblicher Anstrengung, ehe wir eine transparente Bundesverwaltung haben!<br>\nSchaar verweist in diesem Zusammenhang auf den unzureichenden Bekanntheitsgrad des Informationsfreiheitsgesetzes. Er sieht die Beh&ouml;rden in der Pflicht, die B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger auf ihr Recht auf Zugang zu Beh&ouml;rdeninformationen hinzuweisen.<br>\nSchaar kritisiert: Bisweilen dr&auml;ngt sich einem der Eindruck auf, manche Beh&ouml;rden legen es geradezu darauf an, durch eine restriktive Handhabung des Gesetzes, &uuml;berlange Verfahrensdauer und erhebliche Geb&uuml;hren diejenigen B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger zu entmutigen, die ihren Informationszugangsanspruch geltend machen. Die Verwaltung sollte das Interesse an ihrer Arbeit und die Nachfragen der B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger nicht als Bel&auml;stigung oder Angriff werten, sondern als die Chance begreifen, das Vertrauen in ihre T&auml;tigkeit zu festigen und ihr Handeln transparent zu machen.<br>\nSchaar h&auml;lt nach vier Jahren eine Evaluierung des Informationsfreiheitsgesetzes (IFG) f&uuml;r dringend geboten, um den freien Informationszugang unter Einbeziehung der bisherigen Erfahrungen zu optimieren. Sowohl &Auml;nderungen in der beh&ouml;rdlichen Praxis als auch eine Begrenzung der gesetzlichen Ausnahmetatbest&auml;nde seien erforderlich.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.bfdi.bund.de\/cln_136\/IFG\/Oeffentlichkeitsarbeit\/Pressemitteilungen\/2010\/17_2.TB%C3%9CbergabeIFG.html?nn=411766\">Bundesamt f&uuml;r Datenschutz<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.bfdi.bund.de\/cln_136\/SharedDocs\/Publikationen\/Taetigkeitsberichte\/TB_IFG\/2TB08_09.html?nn=411766\">T&auml;tigkeitsbericht zur Informationsfreiheit f&uuml;r die Jahre 2008 und 2009<\/a> \n<p><em>Dazu auch:<\/em><\/p>\n<p><strong>Amtliche Vertuschung<\/strong><br>\nWie die Gesundheitsb&uuml;rokratie das Informationsfreiheitsgesetz missachtet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/171085.amtliche-vertuschung.html\">Neues Deutschland<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Deutsche Konzerne verdoppeln Lobby-Ausgaben<\/strong><br>\nGro&szlig;e Gaben erhalten die Freundschaft: F&uuml;r viele deutsche Unternehmen haben sich Lobby-Investition in den USA bereits ausgezahlt, denn der Staat verteilt Milliardensummen. In Washington lassen sich die Ausgaben der Lobbyisten besser verfolgen als hierzulande. Dort sind sie mitteilungspflichtig.<br>\nDabei ist die Abwrackpr&auml;mie nur ein Beispiel f&uuml;r einen Trend. Angesichts milliardenschwerer staatlicher Projekte, etwa der Gesundheitsreform, des Konjunkturprogramms oder der versch&auml;rften Klimaschutzgesetze, boomt die Lobby-Branche in den USA. Im vorigen Jahr gaben Unternehmen und Organisationen laut Center for Responsive Politics fast 3,5 Milliarden Dollar f&uuml;r Lobby-Arbeit auf US-Bundesebene aus. Und ein immer gr&ouml;&szlig;erer Anteil davon kommt von der deutschen Wirtschaft.<br>\nSo haben deutsche Gro&szlig;unternehmen ihre Ausgaben f&uuml;r Lobby-Arbeit in den USA binnen wenigen Jahren mehr als verdoppelt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article7645101\/Deutsche-Konzerne-verdoppeln-Lobby-Ausgaben.html\">Die Welt Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Die 50 &uuml;berfl&uuml;ssigsten Beh&ouml;rden Deutschlands &ndash; BILD.de zeigt, wo Schwarz-Gelb richtig sparen k&ouml;nnte<\/strong><br>\n &bdquo;Beh&ouml;rdenflut in Deutschland&rdquo; &ndash; unter diesem Titel listet der B&uuml;rokratie-Experte Prof. Justus Haucap Deutschlands sinnloseste und teuerste Beh&ouml;rden auf. Das Ergebnis ist ern&uuml;chternd.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bild.de\/BILD\/politik\/2010\/05\/25\/beamtenapparat-das-sind-die-ueberfluessigsten-behoerden\/liste-der-sinnlosesten-50-aemter.html\">BILD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung eines Nachdenkseiten-Lesers:<\/strong> Sch&ouml;n, dass alles privatisiert werden kann und vor allem, dass &ldquo;private&rdquo; Unternehmen stets alles besser, effizienter, schneller und g&uuml;nstiger k&ouml;nnen. Nehmen wir nur einmal die Abschaffung der ZVS: Sie wurde schon weitgehend ausgeschaltet. Das Ergebnis sind ein Zulassungschaos und bis zu 25% unbesetzte Studienpl&auml;tze in Numerus-Clausus-F&auml;chern. Ganz sch&ouml;n effizient!<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>NRW Koalitionspoker<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>J&uuml;rgen R&uuml;ttgers lieben lernen<\/strong><br>\nIm Koalitionspoker in Nordrhein-Westfalen werden die Karten neu gemischt. Der Wahlverlierer gibt sich offen und entspannt: J&uuml;rgen R&uuml;ttgers hat Hannelore Kraft den Einzug in die Staatskanzlei angeboten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/top_news\/2680110_Nordrhein-Westfalen-Juergen-Ruettgers-lieben-lernen.html\">FR online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Nun best&auml;tigt sich, dass Kraft durch ihre Absage an die Linke eine leichte Beute der CDU wird.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Kraft dachte auch an Schwarz-Rot-Gr&uuml;n<\/strong><br>\nSPD-Landeschefin Hannelore Kraft wollte auf der Suche nach einer tragf&auml;higen Regierung f&uuml;r NRW ein Experiment wagen: Schwarz-Rot-Gr&uuml;n. Doch die Gr&uuml;nen winkten ab.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.derwesten.de\/nachrichten\/politik\/Kraft-dachte-auch-an-Schwarz-Rot-Gruen-id3026437.html\">Der Westen<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J.W.:<\/strong> Es wird immer toller.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Volker Pispers: Unterwerfung<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wdr.de\/radio\/wdr2\/westzeit\/detail.phtml?id=493439\">WDR 2<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Bundesrat verhindert BAf&ouml;G-Erh&ouml;hung &ndash; Merkel d&uuml;piert<\/strong><br>\nDer hessische Ministerpr&auml;sident Roland Koch (CDU) macht Ernst mit seiner Ank&uuml;ndigung, den Bundeshaushalt durch Einsparungen bei der Bildung zu sanieren. Der Finanzausschuss des Bundesrates lehnte politischen BeobachterInnen zufolge am 20. Mai in Berlin auf Betreiben Kochs und seines bayerischen Amtskollegen, Horst Seehofer (CSU), die vom Bundeskabinett beschlossene Erh&ouml;hung des BAf&ouml;G und die Einf&uuml;hrung eines nationalen Stipendienprogramms aus Kostengr&uuml;nden ab.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zwd.info\/index.php?group_id=102100001&amp;id=9459&amp;content_id=74\">ZWD<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Fachvereinigung der Medienberater kritisiert Berichterstattung &uuml;ber Lafontaine<\/strong><br>\nDie Ausgabe Sonntag Aktuell vom 16.05.2010 enth&auml;lt zum F&uuml;hrungskr&auml;ftewechsel einer Partei eine Meldung von dpa, einen Kommentar von Wolfgang Molitor und einen bewertenden Bericht der f&uuml;r das Politikressort der Stuttgarter Nachrichten t&auml;tigen Claudia Lepping.<br>\nDer Kommentator Wolfgang Monitor bezeichnet den erkrankten Parteivorsitzenden der in Bund und L&auml;ndern vertretenen Partei als Scharfmacher, als rechthaberischen Linkspopulisten und r&uuml;cksichtslosen Sozialdemagogen sowie als unzuverl&auml;ssig und unberechenbar, dem keine Tr&auml;ne nachzuweinen sei. Molitor beschreibt weiter als Gesamtposition (&sbquo;unsere Meinung&rsquo;) weiter: Die Partei, die wie keine andere vorgaukelt, immer recht zu haben, sei wegen des NRW-Regierungsanspruchs f&uuml;r die demokratische Berechenbarkeit der Republik gef&auml;hrlich.<br>\nDiese Darstellung geht nach Ansicht der Fachvereinigung der Medienberater weit &uuml;ber den Wettstreit von Argumenten und Positionen hinaus, der in dieser parteilich-orientierten Einlassung normalerweise &ouml;ffentlichen Medien so und in dieser Form nicht zusteht und die man im &uuml;blichen Wettstreit um politische Positionen auch sonst nicht kennt. Die Darstellung in dieser Form und zu diesem Zeitpunkt erweckt den Verdacht, einer nachteiligen Beeinflussung einer m&ouml;glichen Regierungsbildung in Nordrhein-Westfalen.<br>\nSie widerspricht der &ouml;ffentlichen Informations- und Rechtskultur, verletzt nach Ansicht der Vereinigung das Pers&ouml;nlichkeitsrecht der Benannten und kann auf deren Antrag oder Strafanzeige eine &Uuml;berpr&uuml;fung nach deliktischen Kriterien der Beleidigung, der &uuml;blen Nachrede und der Volksverhetzung rechtfertigen.<br>\nDie Fachvereinigung der Medienberater sieht in der Art der Berichterstattung und seiner Wahrnehmungs- und Medienwirkung weitergehend den m&ouml;glichen Vorwurf eines diffamierenden demagogischen Manipulationsansatzes des &ouml;ffentlichen Meinungsbildes und die Gefahr eines Eingriffversuchs in die Meinungsbildung und Autonomie der Parteien und ihrer Vertreter. In Anbetracht der monopolartigen Pr&auml;senz und der einseitigen Behandlung kann die Wirkung eines Meinungsdiktates wahrnehmungstheoretisch nicht ausgeschlossen werden. Darin wird eine erhebliche Gef&auml;hrdung des gesellschaftlichen Friedens gesehen.<br>\nQuelle: <a href=\"upload\/pdf\/100526_Hinweise_FdM_Stellungnahme_Ruege_Sonntag_Aktuell.pdf\">Vereinigte Kompetenz, Fachvereinigung der Medienberater [PDF &ndash; 1.7 MB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Nochmals zum K&ouml;hler-Interview &uuml;ber Milit&auml;rinterventionen<\/strong><br>\n<a href=\"http:\/\/bundeshorst.wordpress.com\/\">Das vollst&auml;ndige Interview.<\/a><br>\nDort k&ouml;nnen Sie auch eine Strafanzeige nachlesen.<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Martin Sonneborn interviewt einen Sprecher der Lobby-Vereinigung &ldquo;ProGenerika&rdquo;<\/strong><br>\nDas Interview verl&auml;uft f&uuml;r den Industrievertreter nicht ganz so ideal, wie man sich das vorstellen k&ouml;nnte. Es geht um g&uuml;nstige Medikamente aus China oder Indien. Die sollte man eigentlich kaufen, weil sie so billig sind. Aber das sollte er wiederum nicht sagen. War doch so!?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=yW405x_18_0\">YouTube<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Georg Schramm verl&auml;sst ZDF-Satiresendung &ldquo;Neues aus der Anstalt&rdquo;<\/strong><br>\nDas Fernsehen ist ihm als B&uuml;hne nicht mehr genug. Er will auf die Theaterb&uuml;hne. TV-Kabarettist Georg Schramm quittiert den Dienst bei der ZDF-Satireshow &ldquo;Neues aus der Anstalt&rdquo; und konzentriert sich auf sein Soloprogramm.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/kultur\/tv\/0,1518,696718,00.html\">Spiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Ein Verlust f&uuml;r ein aufkl&auml;rerisches Fernsehen. &Uuml;ber die wahren Gr&uuml;nde von Schramms R&uuml;ckzug w&uuml;rde man gerne mehr erfahren. Man hat sich ja schon seit geraumer Zeit gewundert, dass Schramm im ZDF auftreten darf. Vielleicht schildert Georg Schramm ja die Hintergr&uuml;nde seines Ausscheidens gelegentlich in seinen Soloprogrammen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Zu guter Letzt dann doch noch: Katholische Kirche rehabilitiert Kopernikus<\/strong><br>\nFast ein halbes Jahrtausend nach seinem Tod hat die katholische Kirche ihren Frieden mit dem revolution&auml;ren Atsronom Nikolaus Koppernikus gemacht. Dessen Lehre wurde jahrhundertelang als ketzerisch verdammt.<br>\nAm Pfingstwochenende wurden Kopernikus&rsquo; sterbliche &Uuml;berreste im Dom von Frombork (Frauenburg in Ostpreu&szlig;en) in ein geweihtes Grab gebettet. Die Beisetzung am Samstag sei &ldquo;eine Geste der Vers&ouml;hnung zwischen Wissenschaft und Glauben&rdquo;, sagte der Fromborker Bischof Jacek Jezierski.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.rp-online.de\/panorama\/deutschland\/Katholische-Kirche-rehabilitiert-Kopernikus_aid_860853.html\">Rheinische Post Online<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Es wird einsamer um Angela Merkel; Obama &uuml;berholt Merkel; ein Gewinn f&uuml;r die Wall Street, eine kalte Schulter f&uuml;r die Main Street; Euro-Rettungspaket und Sparen; Deutschland man&ouml;vriert sich ins Abseits; Deutsche Bank kritisiert Sch&auml;uble; Transparenz ist noch l&auml;ngst nicht selbstverst&auml;ndlich; deutsche Konzerne verdoppeln Lobby-Ausgaben; NRW Koalitionspoker; Bundesrat verhindert BAf&ouml;G-Erh&ouml;hung;<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=5660\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-5660","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5660","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=5660"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5660\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":5663,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5660\/revisions\/5663"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=5660"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=5660"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=5660"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}