{"id":56611,"date":"2019-11-22T16:51:23","date_gmt":"2019-11-22T15:51:23","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56611"},"modified":"2019-11-22T16:51:23","modified_gmt":"2019-11-22T15:51:23","slug":"hinweise-des-tages-ii-420","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56611","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56611#h01\">Wider die eigene Partei: Maas gegen Abzug von Atomwaffen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56611#h02\">Olaf Scholz, Superheld<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56611#h03\">70 Jahre Grundgesetz &ndash; 70 Jahre Verfassungswirklichkeit: eine kritische Bilanz (1\/2)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56611#h04\">Umweltbundesamt lehnt pauschale Abst&auml;nde zu Windr&auml;dern ab<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56611#h05\">Grundrente &ndash; Anerkennung f&uuml;r was?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56611#h06\">Warum eine Investitionsbremse keine gute Idee ist<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56611#h07\">Cum-Ex-Skandal Anwaltskanzlei droht Anklage<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56611#h08\">Strafanzeige gegen Andreas Scheuer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56611#h09\">Ein Hilferuf aus Baden-W&uuml;rttemberg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56611#h10\">Digitales Schlachtfeld (I)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56611#h11\">Das Schweigen der Akten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56611#h12\">Noch&rsquo;n Grund f&uuml;r die AfD: Eliten ohne Haftung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56611#h13\">Journalisten klagen an: Wenn Grundrechte st&ouml;ren<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Wider die eigene Partei: Maas gegen Abzug von Atomwaffen<\/strong><br>\nIm Bundestagswahlkampf hatte sich die SPD f&uuml;r einen Abzug amerikanischer Atomwaffen aus Deutschland stark gemacht. Ihr Au&szlig;enminister sagt nun: Das n&uuml;tzt nichts. Bundesau&szlig;enminister Heiko Maas hat sich bei einem Besuch im japanischen Hiroshima f&uuml;r nukleare Abr&uuml;stung eingesetzt, sich gleichzeitig aber gegen einen einseitigen Abzug der Atomwaffen aus Deutschland ausgesprochen. [&hellip;]<br>\n&bdquo;Wir brauchen, was die atomare Abr&uuml;stung angeht, vor allen Dingen Vereinbarungen auf breiter Basis, nicht nur in einzelnen L&auml;ndern.&ldquo; [&hellip;]<br>\nDem 2017 von zwei Dritteln der UN-Mitglieder beschlossenen Vertrag zum Verbot von Atomwaffen will Deutschland aber nicht beitreten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/ausland\/spd-heiko-maas-gegen-abzug-der-atomwaffen-aus-deutschland-16498069.html\">FAZ<\/a>\n<p><strong>dazu: Gegen nationale Alleing&auml;nge<\/strong><br>\nDie Allianz der Multilateralisten trotzt der Weltunordnung. Dabei muss sie ebenso pragmatisch wie progressiv agieren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.ipg-journal.de\/rubriken\/aussen-und-sicherheitspolitik\/artikel\/gegen-nationale-alleingaenge-3884\/\">Nils Schmid auf IPG Journal<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.K.:<\/strong> Wenn das die theoretisch-intellektuelle Basis deutscher Au&szlig;enpolitik ist, dann gute Nacht. Dass der Wandel von Bipolar nach kurzfristig Multipolar und jetzt Chaos mit verschuldet ist, kommt den Verr&auml;tern an der Au&szlig;enpolitik von Willy Brandt nicht in den Sinn. Dem Exportweltmeister, als treibender Akteur militanter Au&szlig;enwirtschaftspolitik versteht immer noch nicht, dass zu einer regionalen und globalen friedlichen Co-Existenz auch ausgeglichene Handels- und Leistungsbilanzen geh&ouml;ren. Die kritischen Anmerkungen zu Bolsonaro kann man nur als Nebelkerze verstehen. Schlie&szlig;lich hat sich das AA auf die Seite rechtsradikaler Regierungen und Bewegungen in S&uuml;damerika geschlagen, von denen man sich privilegierten Zugang zu Rohstoffen verspricht. Dauert wohl nicht mehr lange, dann hebt die SPD f&uuml;r Soja und Lithium den rechten Arm.  <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Olaf Scholz, Superheld<\/strong><br>\nSpringer, Daimler, Heiko Maas: Wie das Establishment den Vizekanzler an die SPD-Spitze zu huldigen versucht<br>\nIn diesen tr&uuml;ben Tagen erleben wir eine fast schon mystische Wandlung: die Verwandlung des kalten &bdquo;Scholzomaten&ldquo; in den leidenschaftlichen, an beiden Enden brennenden &bdquo;truly Sozialdemokraten&ldquo;, der t&auml;glich drei neue Hammerideen in die Welt hinaushaut und den Eindruck erweckt, er sei ein Ausbund an zupackender und mutig vorausschauender Politik. [&hellip;]<br>\nEin kleiner Ausschnitt aus den Huldigungen dieser Tage: &bdquo;Scholz will Steuerbetr&uuml;ger mit Sondereinheit jagen&ldquo;, &bdquo;Olaf Scholz teilt aus&ldquo;, &bdquo;Olaf Scholz baut das Finanzministerium um&ldquo;, &bdquo;Der Vizekanzler schaltet auf Attacke&ldquo;, &bdquo;Scholz will Entschuldungsprogramm f&uuml;r 2.500 Kommunen&ldquo;, &bdquo;Olaf Scholz kaum zu bremsen&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/wolfgang-michal\/olaf-scholz-superheld\">Wolfgang Michal auf der Freitag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>70 Jahre Grundgesetz &ndash; 70 Jahre Verfassungswirklichkeit: eine kritische Bilanz (1\/2)<\/strong><br>\nAm 23. Mai diesen Jahres wurde das Grundgesetz 70 Jahre alt. Aus diesem Anlass veranstaltete die LEA-Bildungsgesellschaft der GEW Hessen eine Fachtagung zum Thema &bdquo;Autorit&auml;re Wende? Demokratie und Grundrechte auf dem Pr&uuml;fstand&ldquo; im DGB-Haus in Frankfurt am Main. Auf dieser Tagung hielt Rolf G&ouml;ssner die folgende Rede, in der er sich kritisch mit dem Spannungsverh&auml;ltnis zwischen Anspruch und Wirklichkeit unserer Verfassung auseinandersetzt und die wichtigsten sicherheitspolitischen Etappen der Bundesrepublik nachzeichnet. Die Rede ist in gek&uuml;rzter Version erschienen in der Druckausgabe der &bdquo;vorg&auml;nge&ldquo; &ndash; Zeitschrift f&uuml;r B&uuml;rgerrechte und Gesellschaftspolitik (Juli 2019).<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/hinter-den-schlagzeilen.de\/70-jahre-grundgesetz-70-jahre-verfassungswirklichkeit-eine-kritische-bilanz-12\">Hinter den Schlagzeilen<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Umweltbundesamt lehnt pauschale Abst&auml;nde zu Windr&auml;dern ab<\/strong><br>\nDas Umweltbundesamt lehnt den 1.000-Meter-Abstand und &uuml;berhaupt pauschale Festlegungen ab, wie weit Windanlagen von Wohnbauten entfernt sein sollen. Als Ergebnis einer Fl&auml;chenanalyse pl&auml;diert das UBA jetzt f&uuml;r Einzelfallpr&uuml;fungen. Auch weitere Bundesl&auml;nder r&uuml;cken von den 1.000 Metern ab.<br>\nDer Ton des am Mittwoch ver&ouml;ffentlichten Abschlussberichts des Umweltbundesamtes (UBA), der das Fl&auml;chenpotenzial f&uuml;r Windkraft an Land untersucht, wird dem Wirtschaftsministerium gar nicht gefallen. Pauschale Abstandsregeln, schreibt das UBA, schr&auml;nken die verf&uuml;gbaren Wind-Fl&auml;chen &ldquo;massiv&rdquo; ein, f&uuml;hren aber &ldquo;nicht zwingend zu einer Erh&ouml;hung der Akzeptanz&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.klimareporter.de\/strom\/umweltbundesamt-lehnt-pauschale-abstaende-bei-windraedern-ab\">Klimareporter<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Grundrente &ndash; Anerkennung f&uuml;r was?<\/strong><br>\nAn den niedrigen L&ouml;hnen und der Rentenformel wollen die Politiker im Prinzip nichts &auml;ndern, so dass es auch in Zukunft reichlich Anw&auml;rter f&uuml;r die neue Grundrente geben wird &ndash; Ein Kommentar<br>\nDas Thema Grundrente hat &uuml;ber Wochen die &Ouml;ffentlichkeit brennend interessiert &ndash; allerdings unter der eher unsachlichen Frage: Kommt sie nun oder platzt dar&uuml;ber die Koalition? &ldquo;Die Frage der Grundrente war ohne Not zum Knackpunkt der gro&szlig;en Koalition und zum Ausdruck der F&uuml;hrungsschw&auml;che geworden.&rdquo; (Kerstin M&uuml;nsermann, WAZ, 12.11.2019) Jetzt ist das Thema durch, weil eine Entscheidung gefallen ist und die Regierungskoalition ihre Handlungsf&auml;higkeit unter Beweis gestellt hat. Fazit: Die da oben tun wirklich was!<br>\nDamit &ndash; so funktioniert der Politikbetrieb &ndash; kann das Thema wieder von der Tagesordnung genommen werden, denn die &Ouml;ffentlichkeit besch&auml;ftigte weniger, was der Ausgangspunkt des ganzes Streites war: immerhin eine weitere Alarmmeldung zu den elenden Lebensbedingungen der arbeitenden Menschheit in der hochgelobten sozialen Marktwirtschaft. Stattdessen war es total spannend, zu verfolgen, wie sich die Regierenden fetzten:<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Grundrente-Anerkennung-fuer-was-4591013.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Warum eine Investitionsbremse keine gute Idee ist<\/strong><br>\nNeoliberale Politik setzt immer darauf, den Staat mit starren Regeln in seinen Handlungsm&ouml;glichkeiten einzuschr&auml;nken. Ganz in dieses Muster fallen sogenannte Schuldenbremsen, die die &ouml;ffentliche Neuverschuldung begrenzen sollen. Diese k&ouml;nnen aber weder mit Verantwortung noch mit wirtschaftlicher Vernunft plausibel begr&uuml;ndet werden.<br>\n&Ouml;VP, FP&Ouml; und NEOS wollten im Herbst 2019 per Verfassungsbestimmung den Staat in seinen Gestaltungsm&ouml;glichkeiten einschr&auml;nken. Die Bestimmung dazu nennen sie Schuldenbremse. SP&Ouml; und Gr&uuml;ne haben das im Nationalrat bzw. Bundesrat abgelehnt. Da diese Bestimmung auch die L&auml;nder einschr&auml;nkt, w&auml;re auch im Bundesrat eine Zweidrittelmehrheit n&ouml;tig gewesen. Die Schuldenbremse kommt nun also nicht in die Verfassung.<br>\nDie Verfassungsbestimmung h&auml;tte das Defizit des Bundes mit maximal 0,35 Prozent des Bruttoinlandsprodukts begrenzt, jenes der L&auml;nder und Gemeinden insgesamt mit h&ouml;chstens 0,1 Prozent der Wirtschaftsleistung. Als einfaches Gesetz sowie als Bund-L&auml;nder-Gemeinden-Vereinbarung wurde die Schuldenbremse bereits Ende 2011 beschlossen.<br>\nAn der verfassungsrechtlichen Verankerung gab es starke Kritik. Denn die Schuldenbremse ist wohlstandsmindernd, insbesondere wenn sie eine Investitionsbremse wird. Das zeigen schlechte Erfahrungen mit der Schuldenbremse aus Deutschland &ndash; wo es jetzt aber zu einem Umdenken kommt. So forderte erst letzten Montag der DGB gemeinsam mit der dortigen Industriellenvereinigung eine Investitionsausnahme. Auch die US-amerikanische Schuldenbremse, die alle Jahre zur vor&uuml;bergehenden Schlie&szlig;ung &ouml;ffentlicher Einrichtungen f&uuml;hrt, ist alles andere als Ausdruck des Hausverstands.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/awblog.at\/investitionsbremse-keine-gute-idee\/\">A&amp;W Blog<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Cum-Ex-Skandal Anwaltskanzlei droht Anklage<\/strong><br>\nDem Chef-Steuerrechtler der Anwaltskanzlei Freshfields soll eine Anklage bevorstehen, so Recherchen von WDR und SZ. Der Vorwurf: Beihilfe zur Steuerhinterziehung. Der Beschuldigte verlie&szlig; die Kanzlei &ldquo;auf eigenen Wunsch&rdquo;.<br>\nAls Bundestagsabgeordnete 2015 die Wahrheit &uuml;ber den wohl gr&ouml;&szlig;ten Steuerraub der bundesdeutschen Geschichte erkundeten, stolperten sie immer wieder &uuml;ber den Namen einer der weltweit renommiertesten Anwaltskanzleien: Freshfields Bruckhaus Deringer LLP.<br>\nEs ist jene Kanzlei, die auch die Bundesregierung schon f&uuml;r Millionensummen beraten hatte &ndash; etwa, als es 2008 im Strudel der weltweiten Finanzkrise darum ging, ein Gesetz zur Bankenrettung zu schreiben. Jene m&auml;chtige Anwaltsfabrik mit Hauptsitz in London und weltweit Tausende Juristen, die regelm&auml;&szlig;ig bei den gro&szlig;en Wirtschaftsthemen auftaucht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/investigativ\/wdr\/cum-ex-anwaltskanzlei-anklage-101.html\">Tagesschau<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Strafanzeige gegen Andreas Scheuer<\/strong><br>\nZwei Abgeordnete der Partei Die Linke haben Strafanzeige wegen Untreue gegen Bundesverkehrsminister Scheuer gestellt. Der CSU-Politiker habe in der Aff&auml;re um die Pkw-Maut gegen das Gesetz versto&szlig;en, sagen sie. Das Ministerium kommentierte die aktuellen Vorw&uuml;rfe nicht, hatte aber &auml;hnliche Anschuldigungen des Bundesrechnungshofes in dieser Woche zur&uuml;ckgewiesen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/andreas-scheuer-pkw-maut-anzeige-linke-1.4692973%20\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<p><strong>dazu: Gr&uuml;nen-Politiker: &ldquo;Scheuers Privatisierungen sind Goldesel f&uuml;r Berater&rdquo;<\/strong><br>\nDas Bundesverkehrsministerium hat sich externe Berater f&uuml;r &ouml;ffentlich-private Partnerschaften beim Stra&szlig;enbau fast 20 Millionen Euro kosten lassen. Die Kosten steigen meist st&auml;rker als bei rein &ouml;ffentlichen Projekten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.t-online.de\/nachrichten\/deutschland\/id_86857420\/gruenen-politiker-kindler-scheuers-autobahn-privatisierungen-sind-goldesel-fuer-berater-.html\">T-Online<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Ein Hilferuf aus Baden-W&uuml;rttemberg<\/strong><br>\nDas Land der Autos und des Maschinenbaus steckt in der Krise. In seltener Einm&uuml;tigkeit fordern Regierung, Arbeitgeber und Gewerkschaften Hilfe vom Bund &ndash; in einem deutlichen Brief an Hubertus Heil.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/unternehmen\/brief-an-heil-baden-wuerttemberg-fordert-laengeres-kurzarbeitergeld-16497394.html%20\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers S.N.:<\/strong> Interessanterweise ruft &ldquo;die Wirtschaft&rdquo; nun nach einer aktiven Arbeitsmarktpolitik, die sie selbst mit der Agenda 2010 abgeschafft wissen wollte. Auch w&auml;hrend der Finanzkrise 2008-2010: Auch waren Kurzarbeit und Konjunkturprogramme auf einmal ganz wichtig. Im Nachgang erkl&auml;rte die Mainstreampresse dagegen, dass es die Reformen der Agenda 2010 gewesen w&auml;ren, die das Land in der Finanzkrise gest&uuml;tzt h&auml;tten. Kurzarbeit und aktive Arbeitsmarktpolitik sind aber gerade keine Instrumente der Agenda 2010. Und dummerweise hat &ldquo;die Wirtschaft&rdquo; auch j&uuml;ngst zweimal den Beitragssatz zur Arbeitslosenversicherung senken lassen, so dass &ldquo;die Kassen leer sind&rdquo;. Strenggenommen m&uuml;sste Herr Heil also antworten, dass leider kein Geld mehr da w&auml;re f&uuml;r Kurzarbeit in BaW&uuml; und dass die Landesregierung gern eigene Hilfsprogramme auflegen darf, solange sie nicht gegen die Schuldenbremse versto&szlig;en. Und wenn die Landesregierung auch nicht hilft, dann haben eben alle mehr Freiheit und Eigenverantwortung &ndash; so wie die Wirtschaft das immer wollte.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Digitales Schlachtfeld (I)<\/strong><br>\nDie Bundesregierung investiert mehr als eine Milliarde Euro in die Aufr&uuml;stung der deutschen Streitkr&auml;fte f&uuml;r die digitale Kriegf&uuml;hrung. Der L&ouml;wenanteil in H&ouml;he von 700 Millionen Euro flie&szlig;t an die Bundeswehr-Informationstechnikgesellschaft BWI. Das Staatsunternehmen soll unter anderem eine computerbasierte &ldquo;Plattform&rdquo; implementieren, die &ldquo;alle Bereiche der Kommunikation und Zusammenarbeit in den digitalen Systemen&rdquo; der Truppe miteinander vernetzt. Dar&uuml;ber hinaus hat BWI nach eigenem Bekunden begonnen, &ldquo;mehr und mehr Anteile der milit&auml;rischen Informations- und Kommunikationstechnik&rdquo; zu &uuml;bernehmen, um die &ldquo;ununterbrochene F&uuml;hrungs- und Einsatzf&auml;higkeit&rdquo; der Bundeswehr bei Kriegsoperationen im Ausland zu gew&auml;hrleisten. Erkl&auml;rtes Ziel ist es, die Lage auf dem Schlachtfeld jederzeit l&uuml;ckenlos zu &uuml;berblicken (&ldquo;Gl&auml;sernes Gefechtsfeld&rdquo;). Zur Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung von BWI z&auml;hlt ein deutscher General, der ma&szlig;geblich an der Aufstandsbek&auml;mpfung in Afghanistan beteiligt war und enge Beziehungen zur R&uuml;stungsindustrie unterh&auml;lt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/8113\/\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Das Schweigen der Akten<\/strong><br>\nHeute j&auml;hrt sich zum 56. Mal der Mord an US-Pr&auml;sident John F. Kennedy. Obwohl Meinungsumfragen zufolge die Mehrheit der US-Amerikaner dem Narrativ vom verr&uuml;ckten Alleint&auml;ter Oswald keinen Glauben schenkt, wird es von den Qualit&auml;tsmedien nahezu geschlossen gest&uuml;tzt. Speziell in Deutschland, wo SPIEGEL &amp; Co. Skepsis an der Darstellung des Jahrhundertmords ins L&auml;cherliche ziehen, f&auml;llt man damit weit hinter den Forschungsstand von etwa 1988 zur&uuml;ck. Auch in der deutschsprachigen Wikipedia wacht der tapfere Benutzer Phi vom Wikipedia-Stammtisch Hamburg seit &uuml;ber einem Jahrzehnt eifrig &uuml;ber das Framing des Kennedy-Attentats.<br>\nAls vor zwei Jahren gem&auml;&szlig; dem JFK-Act die letzten Akten aus den diversen Untersuchungen freigegeben werden sollten, brach Kennedys Nachfolger Trump sein Wort und hielt Tausende Dokumente zur&uuml;ck. Dennoch gibt es seither einiges zu vermelden. Aufschlussreich ist vor allem, welches Material man noch &uuml;ber ein halbes Jahrhundert sp&auml;ter unter Verschluss halten m&ouml;chte. Bei den bislang erfolgten Freigaben waren selten &uuml;berzeugende Gr&uuml;nde f&uuml;r die lange Geheimhaltung zu erkennen, manche allerdings brachten die CIA in Verlegenheit (B&uuml;rgermeister von Dallas war CIA-Agent).<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/news\/Das-Schweigen-der-Akten-4594342.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Noch&rsquo;n Grund f&uuml;r die AfD: Eliten ohne Haftung<\/strong><br>\nDer Unterschied zwischen &ndash; sagen wir mal &ndash; Gauland und Scheuer? Ganz einfach: Scheuer hat dem Land schweren Schaden zugef&uuml;gt. Gauland bislang noch nicht. Man kann nicht ernsthaft &uuml;ber den Kampf gegen die AfD sprechen und gleichzeitig Leute wie Scheuer straflos im Amt lassen. [&hellip;]<br>\nAndreas Scheuer ist ein Paradebeispiel f&uuml;r dieses Versagen, das keinerlei Konsequenzen kennt. W&auml;hrend jede falsche Lebensentscheidung weitreichende Folgen f&uuml;r normale B&uuml;rger haben kann, w&auml;hrend jeder Fehler am Arbeitsplatz geahndet wird, sitzt da einer fest im Sattel, obwohl er quasi w&ouml;chentlich Schlagzeilen seines ministeriellen Versagens fabriziert. Ungleichbehandlung bleibt auf Dauer nicht ohne Folgen &ndash; sie schl&auml;gt sich gesellschaftlich nieder und untergr&auml;bt den eigentlich demokratischen Anspruch, dass jeder gleich sein soll. Wenn das nicht mehr stimmt, kann man die Demokratie noch so eifrig in eloquenten Reden verteidigen wollen: Man wird sie nicht mehr reaktivieren k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neulandrebellen.de\/2019\/11\/nochn-grund-fuer-die-afd-eliten-ohne-haftung\/\">neulandrebellen<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Journalisten klagen an: Wenn Grundrechte st&ouml;ren<\/strong><br>\nDas Bundespresseamt folgte blind der Empfehlung des Verfassungsschutzes. Der reibungslose Ablauf des Gipfels war wichtiger als die Pressefreiheit.<br>\nChaos herrschte beim G20-Gipfel 2017 in Hamburg nicht nur auf den Stra&szlig;en, sondern auch bei den Beh&ouml;rden. Das haben Gerichtsverhandlungen und parlamentarische Sondersitzungen im Laufe der vergangenen zweieinhalb Jahre gezeigt. Mit dem Urteil des Berliner Verwaltungsgerichts vom Mittwoch gegen das Bundespresseamt ist klar: Auch der Entzug der Akkreditierung von 32 Journalist*innen geh&ouml;rt in die Sammlung staatlicher Pannen rund um den G20-Gipfel.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Journalisten-klagen-an\/!5640106\/\">taz<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-56611","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/56611","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=56611"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/56611\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":56613,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/56611\/revisions\/56613"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=56611"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=56611"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=56611"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}