{"id":56628,"date":"2019-11-25T08:16:08","date_gmt":"2019-11-25T07:16:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56628"},"modified":"2019-11-25T08:16:08","modified_gmt":"2019-11-25T07:16:08","slug":"hinweise-des-tages-3499","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56628","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56628#h01\">Browder und das Magnitski-Narrativ: Ende einer Desinformationskampagne?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56628#h02\">Heute Journal vom 24.11.2019<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56628#h03\">Armutszeugnis eines Ministers: Heiko Maas gegen &ldquo;einseitigen Abzug&rdquo; von Atomwaffen aus Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56628#h04\">Party ohne den Pr&auml;sidenten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56628#h05\">Wie die CDU die B&uuml;rger zum Sparen verpflichten will<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56628#h06\">After a decade of decay, Labour&rsquo;s manifesto offers us hope for the future<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56628#h07\">Die MMT schl&auml;gt hohe Wellen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56628#h08\">Steuertransparenz von Gro&szlig;unternehmen: Die CDU muss endlich die Blockade aufgeben!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56628#h09\">Gesetzeslage mit Sprengkraft: Es droht ein Kohleausstieg ohne Klimaschutz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56628#h10\">Mehr Geld f&uuml;r Klimaschutz?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56628#h11\">Gemeinn&uuml;tzigkeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56628#h12\">T&ouml;nnies zieht das Ringelschw&auml;nzchen ein<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56628#h13\">Gefechte im Irak flammen wieder auf &ndash; Interview mit Willy Wimmer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56628#h14\">So deckt der BND Waffenlieferungen in kriegf&uuml;hrende L&auml;nder<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56628#h15\">Wer t&ouml;tete in El Alto?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56628#h16\">70 Jahre Grundgesetz &ndash; 70 Jahre Verfassungswirklichkeit: eine kritische Bilanz (2\/2)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56628#h17\">Stephan Weil warnt vor Wahl von Saskia Esken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56628#h18\">das Allerletzte: Ohne Mampf kein Kampf! Bundeswehrwerbung auf Pizzakartons<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Browder und das Magnitski-Narrativ: Ende einer Desinformationskampagne?<\/strong><br>\nDer Spiegel hat die antirussische Erz&auml;hlung vom Mord am Whistleblower zerpfl&uuml;ckt. Das L&uuml;genkonstrukt ist schon l&auml;nger bekannt, der Skandal ist, dass Medien und Politik es unhinterfragt verbreitet haben<br>\nEtwas mehr als 10 Jahre nach dem Tod von Sergej Magnitski (Magnitsky) in einem russischen Gef&auml;ngnis wagt sich ein gro&szlig;es Medium, einen kritischen Artikel &uuml;ber diesen antirussischen Mythos zu schreiben. Browder, ein gerissener Gesch&auml;ftsmann, der in den 1990er Jahren mit Tricks und nach der russischen Justiz auch mit Steuerhinterziehung sein Geld machte, ist eine andere Art Relotius, der seine Haltung schon auch damit demonstrierte, dass er aus Gr&uuml;nden der Steuervermeidung aus den USA nach Gro&szlig;britannien &uuml;bersiedelte. Hartn&auml;ckig und beredt hat der einstige Hedgefonds-Manager Bill Browder, der sich angeblich in einen selbstlosen Menschrechtsaktivisten verwandelte, seinen Angestellten Magnitski als todesmutigen Whistleblower und K&auml;mpfer gegen das korrupte System von Wladimir Putin dargestellt.<br>\nBenjamin Bidder kl&auml;rt in einem Artikel f&uuml;r Spiegel+ endlich &uuml;ber die Geschichte auf, die von Browder, der sich mit den Magnitsky-Gesetzen ein Denkmal setzen und sich als guten Menschen, als &ldquo;schlimmsten Feind Putins&rdquo;, Aufmerksamkeit verschaffen wollte, erz&auml;hlt und tausendfach unkritisch wiederholt wurde. Eigentlich ist der Skandal weniger, dass Browder seinen fragw&uuml;rdigen Gesch&auml;ften in Russland einen Heiligenschein aufsetzen will, sondern dass er fast ohne Hinterfragen damit durchkam. Ein Beispiel daf&uuml;r lieferte etwa die NZZ. [&hellip;]<br>\nBidder stellt seine Recherchen so dar, als w&auml;ren seine Erkenntnisse bislang unbekannt gewesen &ndash; und l&auml;sst sich durch Retweets f&uuml;r seine &ldquo;tolle Recherche&rdquo; oder &ldquo;garantiert sauviel Arbeit&rdquo; loben. Das ist auf keine Weise so, vielmehr wurde in einer Art Kampagne und mit juristischen und politischen Mittel eine Aufkl&auml;rung verhindert. Einer der ersten war der russische Regisseur Andrei Nekrasov, der 2016 &uuml;ber den Geschichtenerz&auml;hler Browder einen ausf&uuml;hrlichen Dokufilm &ldquo;The Magnistky Act. Behind the Scenes&rdquo; gemacht hatte. Bidder verschweigt ihn.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Browder-und-das-Magnitski-Narrativ-Ende-einer-Desinformationskampagne-4595245.html\">Florian R&ouml;tzer auf Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Florian R&ouml;tzer hat mit seiner Bewertung vollkommen Recht. Aber sehen wir es positiv. Es ist doch sch&ouml;n, wenn der SPIEGEL bei seine &bdquo;Recherche&ldquo; auf Telepolis und auch die NachDenkSeiten st&uuml;tzt. Wichtig w&auml;re nur, dass diese Erkenntnisse nun auch von der Politik wahrgenommen werden.<\/em><\/p>\n<p><em>Zum Thema auf den NachDenkSeiten:<\/em><\/p>\n<ul>\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=45269\">Der Fall Magnitski &ndash; Meisterst&uuml;ck politischer PR und trauriges Versagen der Medien<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51321\">Alle F&auml;lscher sind gleich, aber einige sind gleicher als andere<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=48384\">Von journalistischen Coups, unterschiedlichen Blickwinkeln und der Abscheu vor L&uuml;gen<\/a><\/em><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Heute Journal vom 24.11.2019<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zdf.de\/nachrichten\/heute-journal\">ZDF<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkungen Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Das gestrige Heute Journal war mal wieder von der besonderen Art:<\/em><\/p>\n<ul>\n<li><em>Es begann mit der Meldung, dass der fr&uuml;here New Yorker B&uuml;rgermeister Bloomberg seine Kandidatur als Kandidat der Demokraten gegen Trump angemeldet hat und gleich mit einer Kampagne begonnen hat. Es wurde darauf hingewiesen, dass Bloomberg 52 Milliarden im Hintergrund habe und es, wenn er der Kandidat wird, zum Duell der Milliard&auml;re komme. Immerhin wurde noch vermerkt, Geld sei ein wichtiger, Geld sei ein entscheidender Faktor bei der Pr&auml;sidentenwahl. Aber die entscheidende Frage wurde nicht gestellt: Was hat das noch mit einer Demokratie zu tun? &ndash; Ansonsten enthielt das St&uuml;ck abwertende Bemerkungen f&uuml;r die linken Kandidaten und freundliche f&uuml;r Biden.<\/em><\/li>\n<li><em>Dann gab es ein l&auml;ngeres St&uuml;ck zum Bundeshaushalt und dabei ein Interview von Claus Kleber mit dem DIW-Pr&auml;sidenten Fratzscher. Dabei entpuppte sich Kleber als hei&szlig;er Bef&uuml;rworter der Schwarzen Null und K&auml;mpfer gegen schuldenfinanzierte Investitionen. Beide waren sich seltsam einig, dass man bei &Uuml;berlegungen zum Sparen im Bundeshaushalt bei Sozialausgaben ansetzen m&uuml;sse; die Ausgaben f&uuml;rs Milit&auml;r nannten sie nicht.<\/em><\/li>\n<li><em>Dann bekam auch noch Corbyn sein Fett ab. Er wurde in eine Reihe mit dem mit Sex-Geschichten brillierenden Prinz Andrew und dem Tory Johnson gestellt. Eine wirklich &uuml;ble Geschichte.<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Armutszeugnis eines Ministers: Heiko Maas gegen &ldquo;einseitigen Abzug&rdquo; von Atomwaffen aus Deutschland<\/strong><br>\nBundesau&szlig;enminister Heiko Maas hat in Japan der Opfer des Atombombenabwurfs von Hiroshima vor 74 Jahren gedacht. Dabei sprach er sich f&uuml;r die atomare Abr&uuml;stung aus. Allerdings nur weltweit &ndash; ein Abzug der US-Atomwaffen aus Deutschland etwa n&uuml;tze nichts. Wie kommt Maas zu dieser Aussage? (&hellip;)<br>\nNun ist ein mehrseitiger Abzug der Atomwaffen aus Deutschland nicht mehr darstellbar. Die Sowjetunion zog ihre Atomwaffen aus dem Gebiet der fr&uuml;heren DDR bereits bis zum Juni 1991 ab. Dieses Gebiet mit ganz Berlin ist durch den Zwei-plus-Vier-Vertrag zur atomwaffenfreien Zone geworden.<br>\nNicht so Westdeutschland: Dort lagern im Rahmen der sogenannten &ldquo;nuklearen Abschreckung&rdquo; der NATO noch immer US-Atombomben. F&uuml;r deren Einsatz h&auml;lt die Bundeswehr Tornado-Kampfflugzeuge bereit. Politiker fast aller im Bundestag vertretenen Parteien, auch der SPD, fordern den Abzug dieser Waffen.<br>\nWenn sich nun der SPD-Au&szlig;enminister hinstellt und sagt, ein &ldquo;Verschieben&rdquo; dieser Waffen bringe nichts, so ist das selbstverst&auml;ndlich nicht die Wahrheit. Jede atomwaffenfreie Zone &ndash; und bereits heute gibt es diese Zonen in etwa Lateinamerika, Afrika, in Ozeanien und der Antarktis &ndash; macht die Welt sicherer; ein atomwaffenfreies Deutschland w&uuml;rde Deutschland und Europa selbstverst&auml;ndlich ebenso sicherer machen.<br>\nNat&uuml;rlich wei&szlig; das der Minister. Warum sagt er es nicht? Vermutlich will er keinen neuen Konflikt mit dem immer noch m&auml;chtigen und schwer berechenbaren Hegemon in &Uuml;bersee anfangen. Schlie&szlig;lich vermittelt auch sein Eintrag im Gedenkbuch in Hiroshima den Eindruck, das &ldquo;Leid der Menschen&rdquo; sei aus dem Nichts gekommen und nicht aus US-amerikanischen Flugzeugen. (&hellip;)<br>\nSein Auftritt in Japan best&auml;tigt diese Kritik. In Hiroshima zu betonen, wie schlimm Atomwaffen seien, um im selben Atemzug zu erkl&auml;ren, dass deren Abzug aus Deutschland nichts nutze, ist nicht weniger als ein Armutszeugnis.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/meinung\/94931-armutszeugnis-ministers-heiko-maas-gegen\/\">RT Deutsch<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Die NachDenkSeiten haben auf dieses weitere <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56611#h01\">&bdquo;Armutszeugnis&ldquo; des aktuellen Bundesau&szlig;enministers hingewiesen<\/a>. Offensichtlich ist der gelernte Jurist Maas vollkommen ohne Kenntnis der j&uuml;ngeren Geschichte &ndash; Stichwort deutsche Einheit und die Vertragstexte. Gut, dass der &bdquo;fehlende Part&ldquo; aus Russland hier Nachhilfe leistet.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Party ohne den Pr&auml;sidenten<\/strong><br>\nEmmanuel Macron bekommt nur noch Applaus von rechts und die Franzosen entdecken eine neue Solidarit&auml;t. Wie der Protest das Land ver&auml;ndert hat.<br>\nZu der Fete am Samstag voriger Woche war der kleine &bdquo;Manu&ldquo; nicht eingeladen. B&ouml;se Zungen behaupten, die anderen Kinder mochten ihn noch nie, weil er immer st&auml;nkert und haut. Dabei feierten doch gleich viele Tausend M&auml;nner und Frauen ihren ersten Geburtstag. Sie, die wild gewordenen B&uuml;rger in den gelben Westen. Am 17. November 2018 gingen sie zum ersten Mal auf die Stra&szlig;en. 300.000 Demonstranten. Sie blockierten Kreisverkehre und Mautstellen.<br>\nZugegeben, wahrscheinlich w&auml;re Manu, auch bekannt als Emmanuel Macron, seines Zeichens franz&ouml;sischer Pr&auml;sident, wohl gar nicht zum Feiern zumute gewesen. Denn was als Protest gegen die von der Regierung geplante Erh&ouml;hung der Kraftstoffsteuer begann, wuchs zur gr&ouml;&szlig;ten Revolte in Frankreichs j&uuml;ngerer Geschichte heran und Jupiter &ndash; so Macrons Spitzname &ndash; st&uuml;rzte von einem Protestsamstag zum n&auml;chsten St&uuml;ck f&uuml;r St&uuml;ck vom Himmel der Popularit&auml;t.<br>\nDie Gelbwesten, das ist jener unerwartete Aufstand, der eine Bev&ouml;lkerungsgruppe sichtbar werden lie&szlig;, die seit Langem aus dem Blickwinkel der Politik und der Medien verschwunden war. Menschen, die trotz Berufst&auml;tigkeit Probleme haben, &uuml;ber die Runden zu kommen. KrankenpflegerInnen, KleinstunternehmerInnen, HandwerkerInnen, kurz:<br>\nAll jene, die weitab von urbanen Zentren unter dem immer st&auml;rkeren R&uuml;ckzug des Staates zu leiden haben, sei es beim &ouml;ffentlichen Nahverkehr, bei der medizinischen Versorgung oder beim Bildungsangebot. Es ist ein Aufstand, der sich von keiner politischen Partei vereinnahmen l&auml;sst, der mit seinen gewaltt&auml;tigen Zusammenst&ouml;&szlig;en zwischen Demonstranten und Polizei weltweit Aufsehen erregte, und der die Frage aufwarf, inwieweit die Einsatzkr&auml;fte noch Schutz oder schon Bedrohung f&uuml;r die B&uuml;rger sind.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Ein-Jahr-Gelbwesten\/!5640100\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Macron wird nicht heute nur von rechts bejubelt, er hat von Anfang an &ndash; bis auf ein paar hier erw&auml;hnte, eher symbolische Reformen, die man ihm nicht absprechen will &ndash; nur rechte, neoliberale, Hardcore-konservative Politik &agrave; la &ldquo;law and order&rdquo; und f&uuml;r die Reichen gemacht. &ldquo;Dass Macron mal Mitglied der Parti socialiste war, liest sich eher als Witz, anstatt als nachvollziehbare Pr&auml;gung seiner politischen Linie, denn schlie&szlig;lich loben ihn Konservative wie Alain Jupp&eacute; als &bdquo;der rechte Pr&auml;sident, mit dem wir gar nicht gerechnet haben!&ldquo;.&rdquo; Wohin die Reise gehen w&uuml;rde, war nach Macrons zwei Jahren als Wirtschaftsminister unter Hollande klar. Gut, da&szlig; auch der taz endlich ein Licht aufgeht &uuml;ber den &ldquo;Europa-Freund&rdquo; Macron.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Wie die CDU die B&uuml;rger zum Sparen verpflichten will<\/strong><br>\nDie Christdemokraten wollen die private Altersvorsorge forcieren und die Versicherungskonzerne unter Druck setzen. Das Geld soll vorwiegend in Aktien angelegt werden, um die Rendite zu steigern.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/finanzen\/cdu-will-buerger-notfalls-zum-sparen-verpflichten-16499960.html\">Frankfurter Allgemeine<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Der gesamte Text ist hinter einer Bezahlschranke. Die &ouml;ffentlich zug&auml;nglichen Aussagen d&uuml;rften jedoch ausreichend sein.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers S.N.:<\/strong> Ein paar Fragen dazu: Was kostet das den B&uuml;rger in Euro und Cent pro Jahr? Und bitte auch als zus&auml;tzlichen Altersvorsorge-Prozentsatz ausweisen und die staatliche F&ouml;rderung als Kostenfaktor nicht vergessen. Und wer tr&auml;gt das Anlagerisiko &ndash; allein der Arbeitnehmer? Und wird die Union bei den Zulagen wom&ouml;glich auch eine Bed&uuml;rftigkeitspr&uuml;fung verlangen?<\/em><\/p>\n<p><em>Es ist schon merkw&uuml;rdig: Anscheinend sind immer nur h&ouml;here Beitr&auml;ge oder Bundeszusch&uuml;sse zur GRV eine schwere Belastung f&uuml;r &ldquo;die Wirtschaft&rdquo;, &ldquo;die junge Generation&rdquo;, &ldquo;die hart arbeitenden Leute&rdquo; oder wen auch immer. Private und betriebliche Vorsorge und deren &ldquo;steuerliche F&ouml;rderung&rdquo; scheinen neuerdings kostenlos zu sein.<\/em><\/p>\n<p><em>Der wissenschaftliche Beirat beim BMWI hatte 1998 selbst vorgerechnet, dass ein Teilkapitalstock in der GRV ab dem Jahr 2000 einen konstanten Beitragsatz von 23% bedeutet h&auml;tte, der bis ca. 2050 konstant geblieben w&auml;re. Bei h&auml;lftiger Teilung also 11,5%-Punkte f&uuml;r den Arbeitnehmer. Das wurde aber als &ldquo;ordnungspolitisch nicht erw&uuml;nscht&rdquo; angesehen, obwohl das in den USA in der US Social Security seit den 1930er-Jahren kein ordnungspolitisches Problem darstellt. Und so entschloss man sich f&uuml;r Riester, obwohl das einen durchschnittlichen Beitragssatz von ca. 24 % bedeutet und der Arbeitneber davon ca. 14%-Punkte tragen muss. Quelle: <a href=\"https:\/\/www.bmwi.de\/Redaktion\/DE\/Publikationen\/Ministerium\/Veroeffentlichung-Wissenschaftlicher-Beirat\/reform-rentenversicherung.html\">bmwi.de<\/a><\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung J.K.:<\/strong> Das ist eigentlich ungeheuerlich. Die CDU bedient wieder einmal ohne jeden Skrupel die Interessen der Finanzindustrie und damit die Profite ordentlich sprudeln sollen die B&uuml;rger dann auch noch gezwungen werden den Finanzkonzern ihr Geld hinter zuwerfen. Nicht nur das, die Altersvorsorge der B&uuml;rger soll auch noch den Aktienm&auml;rkten &uuml;berantwortet werden. Was, wenn die Rente ansteht und die B&ouml;rse ist auf Talfahrt? Dann hat man wohl Pech gehabt. Das muss die politischen Verantwortlichen nicht st&ouml;ren sind diese doch bestens abgesichert. Die Finanzkonzerne ebenso wenig, die haben sich die Provisionen dann bereits in die Tasche gesteckt.<\/em><\/p>\n<p><em>Spannend auch die Frage, wie die Gr&uuml;nen dazu stehen, da schwarz-gr&uuml;n 2021 ja gesetzt ist. Der wohlsituierten W&auml;hlerklientel der Gr&uuml;nen d&uuml;rfte das Thema aber wahrscheinlich egal sein.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>After a decade of decay, Labour&rsquo;s manifesto offers us hope for the future<\/strong><br>\nThe party has painted a picture of a greener, fairer society &ndash; and reminded us of the values that made Corbyn party leader<br>\nIn 2007, the renowned intellectual of the left Stuart Hall was asked if it was hard for him that the more equal world he had argued for his entire life seemed increasingly remote. &ldquo;I feel the world as stranger to me than I ever felt before,&rdquo; he replied. &ldquo;Should we have a political party that believes we should tune ourselves up to the global economy? Of course we should &ndash; but not two, or two and a half! It&rsquo;s when everyone is operating in so many of the same parameters that the only debate you can have is a sort of Swiftian debate &hellip; shall we eat the children now or later on?&rdquo;<br>\nWhen Jeremy Corbyn stood for leader of the Labour party, his stated aim was to broaden that debate. His victory was the product not of a movement but a moment. He emerged at a time when social democratic parties across the west were being crushed because they had provided inadequate responses to a generation of wage stagnation, deregulation and neoliberalism, more than a decade of war, five years of crisis and austerity and an ever-intensifying climate emergency.<br>\nThe issue was whether the centre left was capable of providing a vision of society in which the poor did not pay for the crisis of the rich, the weak would not be scapegoated for the follies of the powerful and the planet did not pay for everything. Corbyn won not because he had all &ndash; or even any &ndash; of the answers, but because he was at least prepared to put the questions. He stood for more than office. Elected the year before Britain voted for Brexit and America voted for Donald Trump, his unlikely ascent did not spark the crisis in Labour&rsquo;s relevance; it was a response to it.<br>\nThe Labour manifesto, released on Thursday, exemplifies why a course correction was both urgent and necessary. It does not justify everything the party has or hasn&rsquo;t done over the past four years. What it does do is elevate the electoral conversation beyond Corbyn the individual, to the set of priorities, values and interests that his election as leader represented.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.theguardian.com\/commentisfree\/2019\/nov\/22\/after-a-decade-of-decay-labours-manifesto-offers-us-hope-for-the-future\">The Guardian<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Das Labour Manifest 2019 <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56575#h14\">finden Sie hier<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Die MMT schl&auml;gt hohe Wellen<\/strong><br>\nDie Nachdenkseiten haben heute auf einen Beitrag bei uns von Bill Mitchell verlinkt und dabei wie folgt kommentiert:<br>\n&bdquo;Mitchell zeigt, dass die Klimafrage nicht von der sozialen Frage getrennt werden darf und dass dies auch keineswegs erforderlich ist. Eigentlich seltsam, dass die &ldquo;Modern Money Theory&rdquo; immer noch so wenig von der Linken in Deutschland wahrgenommen und diskutiert wird. &ldquo;Makroskop&rdquo; ist da die r&uuml;hmliche Ausnahme. In anderen L&auml;ndern (selbst in den USA und Gro&szlig;britannien) ist die Linke da schon viel weiter.&ldquo;<br>\nDiesen Kommentar ist wenig hinzuzuf&uuml;gen. Wir diskutieren auf MAKROSKOP zwar durchaus kritisch &uuml;ber bestimmte Aspekte der MMT, aber sie zu ignorieren oder gar zu diskreditieren, ist f&uuml;r alle, die wirklich an der &Uuml;berwindung des Neoliberalismus interessiert sind, kontraproduktiv. Ich hatte daher in einem Artikel vor geraumer Zeit versucht, die MMT gegen unhaltbare Vorw&uuml;rfe in Schutz zu nehmen. Um Wahrnehmungsh&uuml;rden beseite zu r&auml;umen, ver&ouml;ffentlich wir diesen Artikel heute noch einmal f&uuml;r alle frei zug&auml;nglich.<br>\nDie MMT hat nun auch beim Handelsblatt ihren Einzug gehalten. Die Frage allerdings ist, ob der MMT und ihren wirtschaftspolitischen Implikationen damit ein Dienst oder doch eher ein B&auml;rendienst erwiesen wurde.<br>\nWer nicht gerade MAKROSKOP-Leser ist, hat wahrscheinlich bis vor kurzem in Deutschland von der &bdquo;Modern Monetary Theory (MMT)&ldquo; noch nichts geh&ouml;rt. Das hat sich mit der Ver&ouml;ffentlichung eines Interviews mit Stephanie Kelton &ndash; einer der bekanntesten Vertreter der MMT &ndash; in der S&uuml;ddeutschen Zeitung (SZ) und nun mit einem Artikel von Norbert H&auml;ring im Handelsblatt ge&auml;ndert.<br>\nNun ist kein Geheimnis, dass auf MAKROSKOP auch prominente Repr&auml;sentanten der MMT &ndash; wie etwa Bill Mitchell &ndash; zu Wort kommen und auch viele andere MAKROSKOP-Autoren mit deren Aussagen zur Funktionsweise moderner W&auml;hrungssysteme grunds&auml;tzlich &uuml;bereinstimmen.<br>\nEs ist daher prima facie zu begr&uuml;&szlig;en, wenn mit solchen Publikationen ein gr&ouml;&szlig;eres Publikum dar&uuml;ber informiert wird, dass es eine zur hegemonialen Neoklassik alternative &Ouml;konomik gibt.<br>\nPolitisch wichtig ist diese Tatsache, weil sich aus der MMT wirtschaftspolitische Empfehlungen ableiten lassen, die in krassem Widerspruch zu denen stehen, die gew&ouml;hnlicher Weise &ndash; und insbesondere in Leitmedien wie der SZ und dem Handelsblatt &ndash; als die einzig denkbare vern&uuml;nftige Wirtschaftspolitik propagiert werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2019\/11\/die-mmt-schlaegt-hohe-wellen\/\">Makroskop<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Steuertransparenz von Gro&szlig;unternehmen: Die CDU muss endlich die Blockade aufgeben!<\/strong><br>\nN&auml;chste Woche treffen sich die zust&auml;ndigen EU-Minister und entscheiden &uuml;ber die Zukunft der Steuertransparenz in Europa. Doch statt f&uuml;r starke europ&auml;ische Regeln einzutreten, blockiert CDU-Minister Altmaier eine Einigung!<br>\nMit &ouml;ffentlicher Steuertransparenz pro Gesch&auml;ftsland w&uuml;rde dem Verschieben von Gewinnen in Steueroasen faktisch ein Riegel vorgeschoben. Durch diese sogenannte &ouml;ffentliche l&auml;nderbezogene Steuerberichterstattung von multinationalen Unternehmen m&uuml;ssten gro&szlig;e Unternehmen offenlegen, in welchem Land sie wie viel Steuern bezahlen &ndash; oder nicht.<br>\nDoch die Bundesregierung blockiert zusammen mit der litauischen Regierung eine Einigung der EU-Mitgliedstaaten mit einem juristischen Winkelzug. Sie versteckt sich hinter einem &ldquo;Pr&uuml;fvorbehalt&rdquo; und blockiert damit eine Abstimmung mit qualifizierter Mehrheit, die es unter den Mitgliedstaaten gibt. Damit riskiert sie ganz bewusst, dass die Entscheidung in eine andere Arbeitsgruppe der Mitgliedsl&auml;nder verschoben wird, in der Einstimmigkeit verpflichtend ist. Doch angesichts der Hardliner unter den Mitgliedsl&auml;ndern wird diese nie zustande kommen. Das w&auml;re das endg&uuml;ltige Aus f&uuml;r den Kommissionsvorschlag zur &ouml;ffentlichen Steuertransparenz f&uuml;r Gro&szlig;unternehmen wie Apple, Starbucks und IKEA.<br>\nIn der Bundesregierung sind neben Finanzminister Olaf Scholz (SPD) auch Justizministerin Christine Lambrecht (SPD) und Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) verantwortlich. Nachdem sich die SPD-Minister Scholz und Lambrecht nach langem Zaudern inzwischen zur &ouml;ffentlichen Steuertransparenz bekennen, ist Altmaier der alleinige Bremsklotz in der Bundesregierung. Im Koalitionsvertrag bekennt sich auch die Union eindeutig zum Kampf gegen Steuerbetrug und aggressive Steuervermeidung. Daran m&uuml;ssen Scholz und Lambrecht den CDU-Wirtschaftsminister erinnern. Lambrecht und Scholz m&uuml;ssen bei der Steuertransparenz genauso den Konflikt mit der Union suchen wie bei der Grundrente.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/sven-giegold.de\/steuertransparenz-blockade-aufgeben\/\">Sven Giegold<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Der Appell von Herrn Giegold an die CDU, namentlich Bundeswirtschaftsminister Altmeier ist berechtigt. Aber seine Annahme, es habe einen Konflikt zwischen Unionsparteien und SPD wegen der Grundrente gegeben, ist naiv. War diese &bdquo;Einigung&ldquo; &ndash; neben zahlreichen anderen Presseterminen &ndash; nicht vielmehr eines von vielen termingerechten Wahlgeschenken an Bundesfinanzminister Scholz, der um den SPD-Bundesvorsitz ringt?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Gesetzeslage mit Sprengkraft: Es droht ein Kohleausstieg ohne Klimaschutz<\/strong><br>\nDeutschland zahlt Milliarden f&uuml;r den Kohleausstieg. Doch ob der das Klima wirklich sch&uuml;tzt, h&auml;ngt von einem teuren Detail ab. [&hellip;]<br>\no sind Kraftwerksbetreiber dazu verpflichtet, Berechtigungsscheine f&uuml;r jede ausgesto&szlig;ene Tonne CO2 zu ersteigern. Diese sind europaweit handelbar, so dass Unternehmen wie RWE &uuml;bersch&uuml;ssige Zertifikate an ausl&auml;ndische Betriebe verkaufen k&ouml;nnen. Wenn nun der Kohleausstieg politisch verordnet wird, bleibt die Emissions-Obergrenze trotzdem erst mal gleich. Sie wird immer noch erreicht, die Emissionen sinken nicht, sie geschehen nur anderswo. Das funktioniert so: Erst sinkt die Nachfrage nach Zertifikaten, dann der Preis, dann kaufen Kohlekraftwerke aus anderen L&auml;ndern die Zertifikate und sto&szlig;en die Klimagase aus.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/klima-energie-und-umwelt\/zertifikatehandel-deutschland-droht-ein-kohleausstieg-ohne-klimaschutz-16497052.html\">FAZ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Mehr Geld f&uuml;r Klimaschutz?<\/strong><br>\nDie EU will im kommenden Jahr 21 Prozent ihres Budgets f&uuml;r Klimaschutz ausgeben, 500 Millionen Euro mehr als im Vorjahr. Ob die Mittel wirklich alle dem Klima dienen, ist jedoch fraglich. Seit Langem moniert der Europ&auml;ische Rechnungshof, dass die Etat-Ziele in der Umwelt- und Klimapolitik nicht erreicht werden. (&hellip;)<br>\nDer Europ&auml;ische Rechnungshof hatte vor drei Jahren dazu einen Sonderbericht vorgelegt und sich detailliert angeschaut, ob die EU von 2014 bis 2016 ihr Ziel eingehalten hat, &ldquo;mindestens jeden f&uuml;nften Euro f&uuml;r Klimaschutz&rdquo; auszugeben. Nein, hat sie nicht, war damals das Ergebnis.<br>\nNach den Zahlen der EU-Kommission, die der Rechnungshof auswertete, wurden von 2014 bis 2016 durchschnittlich nur 17,6 Prozent des EU-Haushalts f&uuml;r Klimaschutz ausgegeben. (&hellip;)<br>\nDer Hof empfahl deshalb, die Ausgaben f&uuml;r den Klimaschutz von 2017 an auf 22 Prozent des Haushalts zu erh&ouml;hen, um das Gesamtziel von 20 Prozent bis Ende 2020 doch noch zu erreichen.<br>\n&ldquo;Es besteht ein gro&szlig;es Risiko&rdquo;, warnten die Pr&uuml;fer, &ldquo;dass dieses Ziel nicht erreicht werden kann in den Bereichen, die die gr&ouml;&szlig;ten Beitr&auml;ge leisten &ndash; Landwirtschaft, Entwicklung des l&auml;ndlichen Raums und Forschung.&rdquo;<br>\nEine Erh&ouml;hung des Klimaschutzanteils auf 22 Prozent ab 2017 hat die EU jedoch nicht vorgenommen. Auch der Budgetansatz f&uuml;r das kommende Jahr, der 500 Millionen Euro mehr f&uuml;r Klimaschutz vorsieht, bleibt mit einem Anteil von 21 Prozent darunter.<br>\nGerade hat der Rechnungshof seinen Pr&uuml;fbericht f&uuml;r das EU-Haushaltsjahr 2018 vorgelegt. Zwar bescheinigen die Pr&uuml;fer der EU eine &ldquo;ordnungsgem&auml;&szlig;e Haushaltsf&uuml;hrung&rdquo;. Gleichzeitig bem&auml;ngeln sie aber, es gebe &ldquo;nach wie vor eine wesentliche Fehlerquote&rdquo;, unter anderem im Bereich Umwelt und Klimapolitik.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.klimareporter.de\/europaische-union\/mehr-geld-fuer-klimaschutz\">klimareporter<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Gemeinn&uuml;tzigkeit<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Walter-Borjans fordert Reform<\/strong><br>\nNorbert Walter-Borjans, Kandidat f&uuml;r den Bundesvorsitz der SPD, fordert angesichts des Entzugs der Gemeinn&uuml;tzigkeit f&uuml;r die &bdquo;Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes&ldquo; (VVN-BdA) eine Reform des Gemeinn&uuml;tzigkeitsrechts. &bdquo;So, wie das Recht jetzt ist, sind die Lobbys der Verm&ouml;genden gemeinn&uuml;tzig oder k&ouml;nnen trotz bester Finanzausstattung andere Steuervorteile geltend machen&ldquo;, sagte Walter-Borjans am Sonntag der taz. &bdquo;Bei Vereinen wie dem der Verfolgten des Naziregimes bietet das geltende Recht immer wieder Einfallstore f&uuml;r die, die missliebige Organisationen finanziell austrocknen wollen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Gemeinnuetzigkeitsrecht-in-Deutschland\/!5640409\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> &Ouml;konomischer Sachverstand, den die SPD-Spitze dringend bedarf. Leider entsteht beim derzeitigen Bundesfinanzminister der Eindruck, dass es ihm recht sein k&ouml;nnte, wenn &bdquo;die Lobbys der Verm&ouml;genden gemeinn&uuml;tzig oder (&hellip;) trotz bester Finanzausstattung andere Steuervorteile geltend machen&ldquo; k&ouml;nnen. Denn seine Poliitk der letzten Jahrzehnte ist gepr&auml;gt von der Hinwendung zu Arbeitgebern und Konzernen\/Unternehmen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Scholz will politisches Engagement von Vereinen bestrafen<\/strong><br>\nWenn sich Vereine zu sehr politisch einmischen, sollen sie ihre steuerlichen Vorteile verlieren. Dazu will Finanzminister Olaf Scholz nach SPIEGEL-Informationen die Abgabenordnung erg&auml;nzen. (&hellip;)<br>\nIn dem Entwurf hei&szlig;t es, Vereine w&uuml;rden &ldquo;auch dann noch&rdquo; steuerlich beg&uuml;nstigt, &ldquo;wenn eine gemeinn&uuml;tzige T&auml;tigkeit mit politischen Mitteln begleitet wird&rdquo;. Vereine d&uuml;rfen sich also auch k&uuml;nftig politisch &auml;u&szlig;ern, aber nur, wenn es ihrem Vereinszweck dient. Die Absicht, politische Parteien oder die staatliche Willensbildung zu beeinflussen, m&uuml;sse dabei &ldquo;weit in den Hintergrund&rdquo; treten.<br>\nDer Gr&uuml;nenpolitiker und ehemalige Finanzchef von Attac, Sven Giegold, kritisiert die geplante &Auml;nderung. &ldquo;Ein Karnevalsverein, der sich gegen einen Naziaufmarsch engagiert, w&uuml;rde demnach absurderweise seine Steuerbeg&uuml;nstigung aufs Spiel setzen&rdquo;, sagt er. &ldquo;Ich finde es ebenso fragw&uuml;rdig wie emp&ouml;rend, wenn Scholz die Gemeinwohllobbys behindert, w&auml;hrend Unternehmen ihre Lobbykosten von der Steuer abziehen. Politisches Engagement f&uuml;r gemeinn&uuml;tzige Ziele sollte steuerlich unsch&auml;dlich sein.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/olaf-scholz-will-politisches-engagement-von-vereinen-bestrafen-a-1297732.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><strong>Dazu: Gemeinn&uuml;tzigkeit f&uuml;r Vereine soll eingeschr&auml;nkt werden<\/strong><br>\nFinanzminister Scholz will laut einem Bericht Steuerbeg&uuml;nstigungen f&uuml;r Vereine beschr&auml;nken, wenn sie sich politisch bet&auml;tigen. Das Ministerium nennt den Bericht falsch. (&hellip;)<br>\nDas Finanzministerium reagierte umgehend. &ldquo;Die Meldung des Spiegels ist falsch&rdquo;, sagte ein Ministeriumssprecher. &ldquo;Zielrichtung der Reform des Gemeinn&uuml;tzigkeitsrechts ist nicht eine Bestrafung, sondern der Schutz von Vereinen, die sich auch politisch engagieren&rdquo;, betonte er. Es solle klargestellt werden, dass eine gemeinn&uuml;tzige T&auml;tigkeit &ldquo;mit politischen Mitteln begleitet werden kann&rdquo;, ohne dass dies negative Auswirkungen auf die Gemeinn&uuml;tzigkeit h&auml;tte. &ldquo;Dadurch wird Rechtssicherheit f&uuml;r viele Vereine geschaffen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2019-11\/olaf-scholz-steuerpolitik-gemeinnuetzigkeit-vereine\">Zeit Online<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Scholz will Antifaschisten Gemeinn&uuml;tzigkeit aberkennen<\/strong><br>\nNach den Globalisierungskritikern von Attac und dem Kampagnennetzwerk &bdquo;Campact&ldquo; ist wieder einer bundesweiten, linksorientierten Organisation die Gemeinn&uuml;tzigkeit entzogen worden. Betroffen ist die &bdquo;Bundesvereinigung der Verfolgten des Naziregimes &ndash; Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten&ldquo; (VVN-BdA). Der mehr als 70 Jahre alte Verein teilte am Freitag mit, damit sei seine Existenz bedroht. F&uuml;r Kritik von Verb&auml;nden sorgte ein Vorabbericht des &bdquo;Spiegel&ldquo;, wonach das Bundesfinanzministerium die politischen Aktionsm&ouml;glichkeiten gemeinn&uuml;tziger Vereine beschr&auml;nken will.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.fr.de\/politik\/entwurf-olaf-scholz-antifaschisten-verlieren-gemeinnuetzigkeit-13241350.html\">Frankfurter Rundschau<\/a>\n<p><strong>dazu: &raquo;Politisch motiviert&laquo;<\/strong><br>\nDer VVN-BdA, der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes, wurde die Gemeinn&uuml;tzigkeit entzogen. Politiker sind schockiert. (&hellip;)<br>\nDas Berliner Finanzamt f&uuml;r K&ouml;rperschaften I hat nach Angaben des Verbands die Gemeinn&uuml;tzigkeit der Organisation r&uuml;ckwirkend f&uuml;r die vergangenen drei Jahre aberkannt. Ein entsprechendes Schreiben sei beim Verband bereits Anfang November eingegangen, sagte Bundesgesch&auml;fsf&uuml;hrer Thomas Willms &raquo;neues deutschland&laquo;. Den Vorgang hat das B&uuml;ndnis aber erst an diesem Freitag &ouml;ffentlich gemacht. (&hellip;)<br>\nUrsache f&uuml;r die Entziehung der Gemeinn&uuml;tzigkeit sei so VVN-BdA, dass die Landesvereinigung Bayern der VVN-BdA im bayrischen Verfassungsschutzbericht als &raquo;linksextremistisch beeinflusst&laquo; dargestellt wurde. Finanz&auml;mter sind gehalten, extremistischen Verb&auml;nden die Gemeinn&uuml;tzigkeit abzuerkennen.<br>\nDie VVN-BdA weist den Vorwurf des Linksextremismus entschieden zur&uuml;ck. Das Berliner Finanzamt mache sich &raquo;die haltlosen Unterstellungen&laquo; der bayrischen Beh&ouml;rde ungepr&uuml;ft zu eigen, betont die Vereinigung. Auch in Nordrhein-Westfalen sei der dortige Landesverband der VVN-BdA hinsichtlich der Gemeinn&uuml;tzigkeit &uuml;berpr&uuml;ft worden. Dort hatte das Finanzamt am Ende die Gemeinn&uuml;tzigkeit best&auml;tigt.<br>\nDass die VVN-BdA nicht linksextrem ist, attestieren ihr sogar SPD-Politiker. In Bayern setzt sich der SPD-Landtagsabgeordnete Florian Ritter bereits seit Jahren gegen die Erw&auml;hnung im Verfassungsschutzbericht ein. Er sehe die Erw&auml;hnung als &raquo;politisch motiviert an&laquo;, sagte Ritter &raquo;nd&laquo;. Er halte die VVN-BdA &raquo;weder f&uuml;r extremistisch noch extremistisch beeinflusst&laquo;. &raquo;Was ich immer wieder sehe: VVN-BdA ist ein wichtiger Br&uuml;ckenbauer und Moderator in B&uuml;ndnissen.&laquo; Die Vereinigung habe nach der Befreiung &uuml;berhaupt erst daf&uuml;r gesorgt, dass viele Orte, die an den Naziterror und das Leid der Opfer erinnern erhalten blieben und dort Gedenkst&auml;tten entstehen konnten, so Ritter.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1129026.entzug-der-gemeinnuetzigkeit-politisch-motiviert.html\">neues deutschland<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unserer Leserin A.F.:<\/strong> Unglaublich. Da d&uuml;rfen Neonazis gegen einzelne Journalisten demonstrieren und die quasi zum Abschuss frei geben und der linke Widerstand gegen dieses Pack wird regelrecht vonm Staat und seinen Beh&ouml;rden erst mal trocken gelegt und dann im n&auml;chsten Schritt platt gemacht. Nichts gelernt aus der Weimarer Zeit!<\/em><\/p>\n<p><em>Neulich war zu lesen, dass da, wo es eine starke Antifa gibt, die Rechtsradikalen nicht so Fu&szlig; fassen k&ouml;nnen wie in den von diesen Bewegungen auch von Staats wegen &bdquo;ges&auml;uberten&ldquo; Orten. Und dann wird dort auch noch solch ein rechter Schmarotzertyp wie Wendt Staatsekret&auml;r.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Offenbar enth&auml;lt der bisher bekannt gewordene Entwurf Formulierungen, die insbesondere bei den Vereinen eben nicht f&uuml;r Rechtssicherheit, sondern &ndash; zumindest vor&uuml;bergehend &ndash; f&uuml;r mehr Unsicherheit sorgen.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>T&ouml;nnies zieht das Ringelschw&auml;nzchen ein<\/strong><br>\nSchlacht-Konzern stoppt einstweilige Verf&uuml;gung gegen Berichterstattung der aktion .\/. arbeitsunrecht<br>\nWas tun gegen Maulkorb-Anw&auml;lte und Konzern-Propaganda? Methode Schertz Bergmann erfolgreich ausgekontert!<br>\nAb sofort darf &uuml;ber den T&ouml;nnies-Konzern wieder offen behauptet werden:\n<ul>\n<li>systematischer Lohnraub durch unbezahlte &Uuml;berstunden, fehlende Zuschl&auml;ge f&uuml;r Sonntags- und Nachtarbeit, Prellen der Besch&auml;ftigten um die Bezahlung von R&uuml;st- und Wegezeiten<\/li>\n<li>K&uuml;ndigungen nach Arbeitsunf&auml;llen<\/li>\n<li>T&ouml;nnies-Werkvertragsarbeiter*innen haben Gewerkschaftern von 16-Stunden-Schichten berichtet.<\/li>\n<li>Arbeitsplatzvernichtung: Zerst&ouml;rung regionaler Wirtschaft durch Preisdumping und planm&auml;&szlig;igen Aufkauf von Schlachth&ouml;fen in Deutschland und Europa, um sie zu schlie&szlig;en.<\/li>\n<li>Lohnraub und K&uuml;ndigungen bei Verletzung und Krankheit.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Sieg auf ganzer Linie: vollst&auml;ndiger R&uuml;ckzug der Gegenseite<br>\nBereits am 07.11.2019 hat T&ouml;nnies den Antrag auf einstweilige Verf&uuml;gung gegen die aktion .\/. arbeitsunrecht zur&uuml;ckgezogen (Landgericht Berlin Az. 27 O 474\/19).<br>\nDie Nachricht dar&uuml;ber erreichte uns erst am 22.11.2019. Die Pressekammer Berlin bleibt damit ihrer Linie treu, schlampig zu arbeiten und die Aktion gegen Arbeitsunrecht systematisch zu benachteiligen.<br>\nDie 27. Kammer des Berlin Landgerichts unter dem Skandal-Richter Holger Thiel (bekannt durch sein &bdquo;K&uuml;nast-Urteil&ldquo;) hatte am 30.08.2019 eine einstweilige Verf&uuml;gung gegen die aktion .\/. arbeitsunrecht e.V. durchgewunken, die sich auf oben genannte Details bezog (Lohnraub, systematische Expansion in Deutschland und Europa im Stil einer Heuschrecke, 16 Stunden-Schichten), wesentliche Kritikpunkte jedoch nicht tangierte. Damit wollte die T&ouml;nnies-PR offensichtlich unseren Aktionstag #Freitag13 sabotieren und die Aktion gegen Arbeitsunrecht diskreditieren.<br>\nT&ouml;nnies-Tribunal findet dennoch statt<br>\nDie Aktion gegen Arbeitsunrecht wird auch ohne anstehende Gerichtstermine in Berlin am Ball bleiben. Wir bereiten ein T&ouml;nnies-Tribunal f&uuml;r September 2020 vor.<br>\nIn die Freude &uuml;ber die Nachricht mischte sich im B&uuml;ro der aktion.\/.arbeitsunrecht auch Bedauern: Zu gerne h&auml;tten wir in einem &ouml;ffentlichen Verfahren das kriminogene System T&ouml;nnies seziert. Ehemalige und aktuell bei T&ouml;nnies Besch&auml;ftigte h&auml;tten ebenso als Zeugen geladen werden k&ouml;nnen wie der Verantwortliche des d&auml;nischen Firmenkonstrukts, dem der T&ouml;nnies-Konzern geh&ouml;rt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/arbeitsunrecht.de\/toennies-zieht-das-ringelschwaenzchen-ein\/\">arbeitsunrecht in deutschland<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Gefechte im Irak flammen wieder auf &ndash; Interview mit Willy Wimmer<\/strong><br>\nDer Irak ist erneut wegen der blutigen Auseinandersetzungen der letzten Wochen und Monate in den Mittelpunkt der internationalen Politik ger&uuml;ckt. Willy Wimmer, CDU-Politiker Staatsminister a. D, meint, dass der Irak, und die gesamte Region ein zentrales Schlachtfeld ist<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/parstoday.com\/de\/news\/middle_east-i49865-interview_mit_willy_wimmer\">ParsToday<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>So deckt der BND Waffenlieferungen in kriegf&uuml;hrende L&auml;nder<\/strong><br>\nDie Akte BND: Waffengesch&auml;fte deutscher Reeder. Auf 3sat nur noch bis am 29. November zu sehen. Und nur in Deutschland, &Ouml;sterreich und der Schweiz. Hier anklicken.<br>\nF&uuml;r ausserhalb Deutschlands, &Ouml;sterreichs und der Schweiz, auf Youtube festgehalten, auch f&uuml;r sp&auml;ter, so der Beitrag nicht gel&ouml;scht wird: Hier anklicken.<br>\nSo lautete der ARD-Programmhinweis (&hellip;)<br>\n&laquo;Nach sieben Jahren Recherche zur Verschiffung von Waffen durch deutsche Reeder wird dem Fernsehteam um Autor Rainer Kahrs ein Konvolut geheimer Dokumente zugespielt.<br>\nDiese beweisen: Der deutsche Geheimdienst BND ist in Waffentransporte in die Krisen- und Kriegsgebiete dieser Welt stark involviert. Die Operationen sind streng geheim, verlaufen im Stillen &ndash; vorbei an den zust&auml;ndigen Bundesbeh&ouml;rden.<br>\nVerschifft wird nicht in Deutschland, sondern &uuml;ber einen geheimen Hafen in der Ukraine, der auf keiner Karte verzeichnet ist. Die Recherche f&uuml;hrt nach Kiew. Der ehemalige Pr&auml;sident der Ukraine best&auml;tigt die Existenz des Hafens und des &ldquo;delikaten&rdquo; Waffengesch&auml;fts. Sein Auslands-Geheimdienstchef r&auml;umt erstmals eine Beteiligung deutscher Reedereien an der Kriegswaffenverschiffung &uuml;ber die Ukraine ein und vermittelt dem Team die ersten und einzigen Fernsehbilder des geheimen Hafens. Recherchen in den USA ergeben weitere und alarmierende Hinweise.<br>\nAmerikanische Satellitenbilder zeigen den Hafen, in dem Schwergutfrachter Panzer, Haubitzen und anderes Kriegsger&auml;t laden. Schiffe von mindestens zwei deutschen Reedereien sind beteiligt. Das Konvolut geheimer Dokumente belastet vor allem den ehemaligen Weltmarktf&uuml;hrer im Schwergutgesch&auml;ft, die mithin erloschene Beluga-Reederei mit Sitz in Bremen. Vier Beluga-Schiffe werden explizit genannt. Ladelisten und Staupl&auml;ne zeigen, dass die Reederei immer wieder Kriegswaffentransporte plant und durchf&uuml;hrt.&raquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/Artikel\/FreiheitRecht\/Deutschland-BND-Reeder-Waffenlieferungen#\">Infosperber<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Wer t&ouml;tete in El Alto?<\/strong><br>\nMindestens sieben Menschen wurden in El Alto erschossen. Nicht von Soldaten, sagt Boliviens Verteidigungsminister. Augenzeugen sahen etwas anderes.<br>\nEs sind Tausende, die sich am Mittwoch in El Alto versammelt haben, um ihre Toten zu betrauern. Mindestens sieben Menschen sind hier am Dienstag ums Leben gekommen, und f&uuml;r die Trauergesellschaft ist klar, wer am Tod ihrer Br&uuml;der schuld ist: Eine Puppe mit Pr&auml;sidentensch&auml;rpe baumelt samt St&ouml;ckelschuhen an einem Strick von der Br&uuml;cke. Boliviens De-facto-Pr&auml;sidentin Jeanine &Aacute;&ntilde;ez ist gemeint. &bdquo;M&ouml;rderin&ldquo; steht darauf.<br>\nIn der sengenden Sonne auf und unterhalb der Br&uuml;cke dr&auml;ngen sich so viele Trauerg&auml;ste, dass der Mann am Mikrofon mehrfach wegen Einsturzgefahr um Abstand bittet. Drei der Toten liegen in den S&auml;rgen inmitten der Menschenmenge unter der indigenen Wiphala-Fahne und Blumen. &bdquo;Justicia!&ldquo;, rufen die Menschen immer wieder im Chor, Gerechtigkeit. &bdquo;Sie soll zur&uuml;cktreten, verdammt!&ldquo; Gemeint ist A&ntilde;ez.<br>\nVor allem das Dekret, mit dem sie Polizei und Milit&auml;r Straffreiheit bei der Repression zusichert, bringt die Menschen in Rage. &bdquo;Ich will, dass sie dieses Dekret zur&uuml;cknimmt, mit dem sie uns Bolivianer alle t&ouml;ten will. Erst uns Arme, danach ihre eigene Klasse. Wartet es nicht ab. Wir werden viel Geld f&uuml;r die Milit&auml;rs ausgeben, damit sie uns Bolivianer erschie&szlig;en&ldquo;, schreit eine Demonstrantin.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Machtkampf-in-Bolivien\/!5640929\/\">taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>70 Jahre Grundgesetz &ndash; 70 Jahre Verfassungswirklichkeit: eine kritische Bilanz (2\/2)<\/strong><br>\nIm ersten Teil haben wir uns mit der alten Bundesrepublik mit ihren nicht aufgearbeiteten dunklen Grundrechtsverletzungskapiteln und ihren auch lichten Momenten in Sachen Grundrechtserweiterung besch&auml;ftigt. Jetzt widmen wir uns der Zeit nach der sog. Wende seit den 1990er Jahren bis heute. Auch in diesen drei Jahrzehnten sind weitere d&uuml;stere Kapitel zu beklagen.<br>\n1. Nachwende-Kapitel: &bdquo;Verst&uuml;mmelung&ldquo; des gesamtdeutschen Grundgesetzes<br>\nStatt einer sinnvollen Erweiterung musste das ehemals westdeutsche, nun gesamtdeutsche Grundgesetz sogleich geh&ouml;rig Federn lassen &ndash; der Schriftsteller Navid Kermani sprach von &bdquo;Entstellung&ldquo; und &bdquo;Verst&uuml;mmelung&ldquo;. Nur zwei Jahre nach der sog. Wende erlebten wir eines der schwersten Verbrechen in der Geschichte der Republik: den Solinger Brand- und Mordanschlag von 1993, bei dem f&uuml;nf junge Angeh&ouml;rige der Familie Gen&ccedil; ums Leben kamen.<br>\nNur drei Tage vor diesem rassistischen Anschlag hatte &ndash; nach einer verantwortungslosen Angstdebatte um &bdquo;Asylantenflut&ldquo; und &bdquo;&Uuml;berfremdung&ldquo; &ndash; eine gro&szlig;e Koalition aus CDU, FDP und SPD das Grundrecht auf Asyl demontiert. &bdquo;Erst stirbt das Recht &ndash; dann sterben Menschen&ldquo;. Klarer kann man den Zusammenhang dieser beiden Ereignisse kaum formulieren, wie er damals auf einer Mauer nahe des Anschlagorts zu lesen war. Ende der 1990er Jahre wurde dann auch noch das Grundrecht auf Unverletzlichkeit der Wohnung (Art. 13 GG) durch die Legalisierung des Gro&szlig;en Lauschangriffs in und aus Wohnungen schwer besch&auml;digt. Es war der vorl&auml;ufige H&ouml;hepunkt einer inneren Aufr&uuml;stungsentwicklung, die man getrost als Entgrenzung und Vergeheimdienstlichung der Polizei bezeichnen kann &ndash; legitimiert mit neuen Bedrohungsszenarien: mit &bdquo;Organisierter Kriminalit&auml;t&ldquo; und &bdquo;kriminellen Ausl&auml;ndern&ldquo;, nachdem die alten Feindbilder aus den vergangenen Zeiten des Kalten Krieges entfallen waren.<br>\n2. Nachwende-Kapitel: Teilnahme an NATO-Angriffskrieg gegen Jugoslawien<br>\nDieses Jahr, im M&auml;rz 2019, j&auml;hrte sich der v&ouml;lkerrechtswidrige Nato-Luftkrieg gegen Jugoslawien zum 20. Mal &ndash; noch ein &bdquo;Jubil&auml;um&ldquo; der besonderen Art. Es war das erste Mal, dass die (seinerzeit rot-gr&uuml;n regierte) Bundesrepublik mit ihrer Bundeswehr an einem Angriffskrieg teilnahm &ndash; befeuert durch Falschinformationen gegen&uuml;ber einer &uuml;berwiegend pazifistisch eingestellten &Ouml;ffentlichkeit, ohne UN-Mandat und damit unter Bruch des V&ouml;lkerrechts und unter Verletzung des Grundgesetzes.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/hinter-den-schlagzeilen.de\/70-jahre-grundgesetz-70-jahre-verfassungswirklichkeit-eine-kritische-bilanz-22#comment-41349\">Hinter den Schlagzeilen<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Teil 1 k&ouml;nnen Sie <a href=\"https:\/\/hinter-den-schlagzeilen.de\/70-jahre-grundgesetz-70-jahre-verfassungswirklichkeit-eine-kritische-bilanz-22#comment-41349\">hier nachlesen<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Stephan Weil warnt vor Wahl von Saskia Esken<\/strong><br>\nDer Streit um die SPD-F&uuml;hrung wird sch&auml;rfer: Niedersachsens Ministerpr&auml;sident Weil attackiert Bewerberin Esken, die vieles abwerte, wof&uuml;r die SPD jahrelang gek&auml;mpft habe. (&hellip;)<br>\nEskens &ldquo;pauschale Abwertung von vielem, wof&uuml;r die SPD in den letzten Jahren gek&auml;mpft&rdquo; habe, sei ihm &ldquo;v&ouml;llig fremd&rdquo;. So sei die Einf&uuml;hrung des Mindestlohns ein wichtiger Schritt gewesen. &ldquo;Man darf gerne mal zuspitzen, aber plumpe Schwarz-Wei&szlig;-Betrachtungen hielte ich nicht f&uuml;r f&ouml;rderlich an der SPD-Spitze.&rdquo; Er jedenfalls habe f&uuml;r Geywitz und Scholz gestimmt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2019-11\/spd-vorsitz-wahlempfehlung-weil-kuehnert\">Zeit Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Herr Weil durfte nat&uuml;rlich mit seiner Wahl-Empfehlung f&uuml;r den <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Olaf_Scholz\">geb&uuml;rtigen Niedersachsen Scholz<\/a> nicht fehlen. Aber sein genanntes Beispiel des Mindestlohns zeigt doch sehr anschaulich, wie schlecht es um die SPD-Spitze derzeit steht. Der Ministerpr&auml;sident bezeichnet die Einf&uuml;hrung des gesetzlichen Mindestlohns als &bdquo;wichtigen Schritt&ldquo;, <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21287#h01\">obwohl er viel zu niedrig ist und einem Schweizer K&auml;se<\/a> &auml;hnelt, weil er zahlreiche Ausnahmen enth&auml;lt, was z.B. hier &ndash; hinsichtlich des Alters &ndash; gut belegt worden ist:<\/em><\/p>\n<p><em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23587\">(Kein) Mindestlohn f&uuml;r Jugendliche: &Uuml;ber Diskriminierung und Ausgrenzung wird nicht gesprochen<\/a>. Weitere Ausnahmen sind u.a.: Keine Langzeitarbeitslose, keine Praktikanten sowie keine Werkvertragler und keine Fl&uuml;chtlinge.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>das Allerletzte: Ohne Mampf kein Kampf! Bundeswehrwerbung auf Pizzakartons<\/strong>\n<div class=\"imagewrap\"><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/191125-Mein-Mampf-mein-Kampf-2.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/191125-Mein-Mampf-mein-Kampf-2.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><span><\/span><\/a><\/div>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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