{"id":5673,"date":"2010-05-27T09:03:10","date_gmt":"2010-05-27T07:03:10","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=5673"},"modified":"2010-05-27T09:03:10","modified_gmt":"2010-05-27T07:03:10","slug":"hinweise-des-tages-1148","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=5673","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante aktuelle Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen. Heute u. a. zu folgenden Themen: Kurzungen im Haushalt, OECD erwartet Aufschwung ohne Jobs, Im Zweifel f&uuml;r den Export, Strafanzeige gegen den Bundespr&auml;sidenten, Korruption des politischen Systems, Razzia bei der HSH Nordbank, Euro-D&auml;mmerung, Europe is a dead political project, Dereguliert bis zur Katastrophe, Was kostet schlechte F&uuml;hrung, Wer krank wird, riskiert sein Weihnachtsgeld, Mitarbeiter sollen Selbstmordverzicht unterschreiben, Nullsummenspiel, Koch geht &ndash; das System Koch bleibt, Ex-Politiker in der Wirtschaft, Machtpolker in NRW, Der Niedergang der 23. Stra&szlig;e. (RS\/WL)<br>\n<!--more--><\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">K&uuml;rzungen im Haushalt: Beim Arbeits-Etat wenig zu holen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">OECD erwartet Aufschwung &ndash; ohne neue Jobs<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">Im Zweifel f&uuml;r den Export: Bundespr&auml;sident K&ouml;hler, die Bundeswehr am Hindukusch und die Au&szlig;enpolitik auf Kriegspfad<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">Strafanzeige gegen den Bundespr&auml;sidenten der Bundesrepublik Deutschland, Horst K&ouml;hler, wegen Versto&szlig;es gegen Art. 26 Abs. 1, i.V.m. Art. 56 sowie 59 Abs. 1 GG<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">&ldquo;Korruption des politischen Systems&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">Razzia bei der HSH Nordbank<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">Lucas Zeise &ndash; Euro-D&auml;mmerung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">Europe is a dead political project<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">Dereguliert bis zur Katastrophe<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">Was kostet schlechte F&uuml;hrung?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">Urteil: Wer krank wird, riskiert sein Weihnachtsgeld<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">Mitarbeiter sollen Selbstmordverzicht unterschreiben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">Nullsummenspiel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h14\">Koch geht &ndash; das System Koch bleibt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h15\">Seitenwechsel: Ex-Politiker in der Wirtschaft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h16\">Machtpoker in Nordrhein-Westfalen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h17\">Der Niedergang der 23. Stra&szlig;e<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=5673&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>K&uuml;rzungen im Haushalt: Beim Arbeits-Etat wenig zu holen<\/strong><br>\nBundesfinanzminister Wolfgang Sch&auml;uble (CDU) st&ouml;&szlig;t mit seinen Pl&auml;nen f&uuml;r Einsparungen im Arbeits- und Sozialetat auf Widerstand in der Union. &ldquo;Wer glaubt, bei Arbeit und Soziales viel herausholen zu k&ouml;nnen, t&auml;uscht sich&rdquo;, sagte der Vorsitzende der CDU\/CSU-Arbeitnehmergruppe im Bundestag, Peter Wei&szlig;, der Frankfurter Rundschau. Die gr&ouml;&szlig;ten Bl&ouml;cke wie die Rente und Hartz IV seien gesetzlich festgelegt. Er kenne niemanden in der Koalition, der diese Leistungen k&uuml;rzen wolle, betonte Wei&szlig;. &ldquo;Es w&auml;re auch ungerecht&rdquo;, meinte der Sozialpolitiker.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/politik\/aktuell\/2684052_Kuerzungen-im-Haushalt-Beim-Arbeits-Etat-wenig-zu-holen.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>OECD erwartet Aufschwung &ndash; ohne neue Jobs<\/strong><br>\nDie Wirtschaft kommt schneller als erwartet aus dem tiefsten Konjunkturtal der Nachkriegsgeschichte. Zu diesem Ergebnis kommt die OECD in ihrem Wirtschaftsausblick. Allerdings warnen die Forscher: Neue Jobs seien von der Erholung nicht zu erwarten. (&hellip;) Die OECD hob die Wachstumsprognosen im Vergleich zu November 2009 sp&uuml;rbar an. Deutschland kann dank anziehender Exporte im laufenden Jahr mit 1,9 Prozent und 2011 sogar mit 2,1 Prozent Wachstum rechnen. Das reicht aber nicht einmal aus, um den Einbruch um 4,9 Prozent im Jahre 2009 wettzumachen. Der private Konsum d&uuml;rfte in diesem Jahr sogar schrumpfen. Dabei d&uuml;rfte die Arbeitslosigkeit 2010 um 0,2 Prozentpunkte auf 7,6 Prozent steigen und 2011 sogar acht Prozent erreichen. (&hellip;) Recht lahm ist der Aufschwung in Deutschland und dem ganzen Euro-Raum im Vergleich zu Asien und Nordamerika. So d&uuml;rfte die US-Wirtschaft in diesem Jahr und im n&auml;chsten Jahr jeweils um 3,2 Prozent expandieren. Selbst Japan kann nach seinem Einbruch um 5,2 Prozent jetzt mit drei Prozent und 2011 immerhin mit zwei Prozent Erholung rechnen. F&uuml;r den gesamten OECD-Raum summiert sich das auf 2,7 Prozent Wachstum in diesem Jahr und 2,8 Prozent 2011. (&hellip;) So kann China in diesem Jahr wieder mit sagenhaften 11,1 Prozent und 2011 mit 9,7 Prozent Wachstum rechnen. Indien treibt mit 8,3 und 8,5 Prozent ebenfalls das Schwungrad an. F&uuml;r Brasilien rechnet die OECD in diesem Jahr mit 6,5 Prozent, f&uuml;r Russland immerhin mit 5,5 Prozent Wachstum.<br>\nSorgenkind der Konjunktur bleibt der Arbeitsmarkt. In den vergangenen zwei Jahren stieg die Zahl der Arbeitslosen im OECD-Raum um mehr als 16 Millionen. Ohne die Zunahme der Kurzarbeit und die &ldquo;automatischen Stabilisatoren&rdquo; der Sozialsysteme w&auml;re die Entwicklung sogar noch schlimmer gewesen.&rdquo; (&hellip;) Mit dem Aufschwung steigt zwar der Bedarf an Arbeit wieder, doch der wird in Europa und Japan vor allem &uuml;ber l&auml;ngere Arbeitszeiten und h&ouml;here Arbeitsproduktivit&auml;t gedeckt werden. &ldquo;Das Bruttoinlandsprodukt k&ouml;nnte in Deutschland und Japan ohne jede Zunahme der Besch&auml;ftigung um mehr als acht Prozent steigen&rdquo;, meint die OECD.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heute.de\/ZDFheute\/inhalt\/6\/0,3672,8074950,00.html\">ZDF heute<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers G.K.:<\/strong> Der von der OECD f&uuml;r Deutschland prognostizierte Anstieg der Arbeitslosigkeit in 2010 und 2011 ist v.a. eine Folge der z.Zt. in der Kurzarbeit versteckten Unterbesch&auml;ftigung. Dar&uuml;ber hinaus verweist selbst die neoliberal ausgerichtete OECD auf die besch&auml;ftigungssichernden Effekte der &ldquo;automatischen Stabilisatoren&rdquo; (v.a. Arbeitslosengeld), welche einem drastischen Einbruch des privaten Verbrauchs entgegenwirken. Zum jetzigen Zeitpunkt gleicht jedoch eine Fortschreibung der wirtschaftlichen Erholung &uuml;ber das Jahr 2010 hinaus einem Blick in die Glaskugel. Die aktuellen Finanzmarktturbulenzen sowie die insbesondere innerhalb der Eurozone drohenden Gefahren aus massiven aussenwirtschaftlichen Ungleichgewichten und einer  deflation&auml;ren Abw&auml;rtsspirale (als Folge der staatlichen K&uuml;rzungspolitik sowie stagnierender oder gar sinkender Reall&ouml;hne und -Geh&auml;lter) sind erhebliche Unsicherheitsfaktoren f&uuml;r die k&uuml;nftige &ouml;konomische Entwicklung (insbesondere innerhalb der Eurozone).<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Im Zweifel f&uuml;r den Export: Bundespr&auml;sident K&ouml;hler, die Bundeswehr am Hindukusch und die Au&szlig;enpolitik auf Kriegspfad<\/strong><br>\n&bdquo;Meine Einsch&auml;tzung ist, dass wir auf dem Wege sind zu verstehen, dass ein Land unserer Gr&ouml;&szlig;e mit dieser Au&szlig;enhandelsorientierung und damit auch dieser Au&szlig;enhandelsabh&auml;ngigkeit wissen muss, dass im Zweifel ein milit&auml;rischer Einsatz notwendig ist, um unsere Interessen zu wahren.&ldquo; Im Klartext: Deutschland muss bereit sein zur Durchsetzung nationaler, wirtschaftlicher Interessen Krieg zu f&uuml;hren. Punkt.<br>\nF&uuml;r Deutschland gelten aus Verantwortung vor der eigenen Geschichte aber zwei notwendige Bedingungen: Die Bundeswehr darf nur zur Verteidigung oder unter einem Mandat des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen eingesetzt werden. Zweitens sollten deutsche Interessen immer auch europ&auml;ische Interessen sein.<br>\nDeutsche Au&szlig;enpolitik war zur&uuml;ckhaltende Politik. Auslandseins&auml;tze der Bundeswehr: ausgeschlossen.<br>\nIn der &bdquo;Berliner Republik&ldquo; ist vieles anders. Allein Wegmarken wie der Kosovokrieg 1999 und der Krieg in Afghanistan zeigen, dass sich die Pfade deutscher Au&szlig;enpolitik wandeln.<br>\nW&uuml;rde des Bundespr&auml;sidenten Vorstellung entsprochen, st&uuml;nde Deutschland eine machtpolitische Resozialisierung und die Militarisierung der Au&szlig;enpolitik bevor. Krieg f&uuml;r Profit? Horst K&ouml;hler wollte ein Zeichen setzen. Das ist ihm gelungen. Abmarsch!<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/politik\/1021-deutsches-interesse?searchterm=Deutsches+Interesse\">der Freitag<\/a>\n<p><em>Dazu:<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Strafanzeige gegen den Bundespr&auml;sidenten der Bundesrepublik Deutschland, Horst K&ouml;hler, wegen Versto&szlig;es gegen Art. 26 Abs. 1, i.V.m. Art. 56 sowie 59 Abs. 1 GG<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/bundeshorst.wordpress.com\/\">bundeshorst.wordpress.com<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>&ldquo;Korruption des politischen Systems&rdquo;<\/strong><br>\nDer Wirtschafts-Nobelpreistr&auml;ger Joseph E. Stiglitz kritisiert im Frontal21-Interview scharf die Reformen des Finanzsektors, die aus seiner Sicht nicht ausreichten. Der ehemalige Chef-&Ouml;konom der Weltbank sagt: &ldquo;Es gibt eine Abneigung, das Problem anzugehen&rdquo;. Den Grund daf&uuml;r sieht der Professor der Columbia &ndash; Universit&auml;t in der &ldquo;Korruption des politischen Systems&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zdf.de\/ZDFmediathek\/beitrag\/video\/1052856\/Korruption-des-politischen-Systems-#\/beitrag\/video\/1052856\/Korruption-des-politischen-Systems-\">Frontal 21<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Razzia bei der HSH Nordbank<\/strong><br>\nPolizei und Staatsanwaltschaft durchsuchen seit dem Vormittag Gesch&auml;ftsr&auml;ume der HSH Nordbank und Privatwohnungen von fr&uuml;heren Vorstandsmitgliedern. Die Staatsanwaltschaft ermittelt seit Monaten gegen Top-Manager wegen des Verdachts der schweren Untreue sowie teilweise Bilanzf&auml;lschung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/blogs\/8\/147698\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Lucas Zeise &ndash; Euro-D&auml;mmerung<\/strong><br>\nIm Umgang mit der aktuellen Krise des Euro und der Staatsfinanzen wirken die Diskrepanzen zwischen dem, was &ouml;ffentlich verk&uuml;ndet, und dem, was getan wird, und schlie&szlig;lich dem, was die eigentliche Krise darstellt, noch weiter und gr&ouml;&szlig;er als sonst.<br>\nAnstatt die gemeinsame W&auml;hrung mit einer gemeinsamen Wirtschaftspolitik oder zumindest dem Versuch zu kombinieren, eine Konvergenz der &ouml;konomischen Verh&auml;ltnisse herbeizuf&uuml;hren, haben die Euro-Regierungen unter F&uuml;hrung deutscher Ideologen voll auf das Prinzip Wettbewerb gesetzt. Wettbewerb mag f&uuml;r ein Gemeinwesen ja ganz vorteilhaft sein, wenn er zwischen Unternehmen auf M&auml;rkten stattfindet. In einem gemeinsamen W&auml;hrungsgebilde aber einen Wettbewerb der Staaten dar&uuml;ber zu veranstalten, wer dem beweglichen Kapital (oder sollten wir hier das Wort Spekulant verwenden?) die g&uuml;nstigsten Verwertungsbedingungen zugesteht, das ist schon ein wenig verr&uuml;ckt. Es f&uuml;hrt, wie man sieht, zu h&ouml;chst divergenter Entwicklung.<br>\nStatt Koordination der Wirtschaftspolitik strebt die deutsche Regierung nun ein Diktat an. Wer gegen die Regeln verst&ouml;&szlig;t, soll kein Stimmrecht mehr haben und entmachtet werden. In einer Staatengemeinschaft hat allein ein solcher Vorschlag Sprengkraft. Wenn wie in diesem Fall allerdings schon die Regeln falsch aufgestellt sind, wirkt die Forderung absurd.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/europa\/:kolumne-lucas-zeise-euro-daemmerung\/50118071.html\">FTD<\/a>\n<p><em>&Auml;hnlich auch:<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Europe is a dead political project<\/strong><br>\nThis is the beginning of the end for the EU unless it can find the capacity to start again on radically new bases<br>\nIn its current form, under the influence of the dominant social forces, the European construction may have produced some degree of institutional harmonisation, and generalised some fundamental rights, which is not negligible, but, contrary to the stated goals, it has not produced a convergent evolution of national economies, a zone of shared prosperity. Some countries are dominant, others are dominated. The peoples of Europe may not have antagonistic interests, but the nations increasingly do.<br>\nWe are witnessing a transition from one form of international competition to another: no longer (mainly) a competition among productive capitals, but a competition among national territories, which use tax exemptions and pressure on the wages of labour to attract more floating capital than their neighbours.<br>\nBut there is a second tendency: a transformation of the international division of labour, which radically destabilises the distribution of employment in the world. This is a new global structure where north and south, east and west are now exchanging their places. Europe, or most of it, will experience a brutal increase of inequalities: a collapsing of the middle classes, a shrinking of skilled jobs, a displacement of &ldquo;volatile&rdquo; productive industries, a regression of welfare and social rights, and a destruction of cultural industries and general public services. This will precipitate a return to the ethnic conflicts which the European construction wanted to overcome forever.<br>\nWe cannot, accordingly, but ask the question: is this the beginning of the end for the EU, a construction that started 50 years ago on the basis of an age-old utopia, but now proves unable to fulfil its promises? The answer, unfortunately, is yes: sooner or later, this will be inevitable, and possibly not without some violent turmoil. Unless it finds the capacity to start again on radically new bases, Europe is a dead political project.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.guardian.co.uk\/commentisfree\/2010\/may\/25\/eu-crisis-catastrophic-consequences\">Guardian<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Dereguliert bis zur Katastrophe<\/strong><br>\nGelegentlich schenkt uns die Geschichte erkl&auml;rende Momente, in denen Zusammenh&auml;nge grell beleuchtet werden. So verh&auml;lt es sich mit den Krisen im Golf von Mexiko und bei Finanzen und Banken.<br>\nWie sich die Bilder doch gleichen: In Louisiana durfte die &Ouml;lindustrie staatliche Inspektionsberichte gelegentlich selbst ausf&uuml;llen, indes die Washingtoner Lobbyisten der New Yorker Banken Gesetze zur Deregulierung entwarfen, die der Kongress prompt absegnete. Das Fazit in beiden F&auml;llen lautet, dass Gewinne privatisiert, Verluste jedoch sozialisiert werden.<br>\nEs ist kaum anzunehmen, dass der &Ouml;lkonzern BP in der Lage sein wird, f&uuml;r die bereits jetzt gewaltigen Kosten der Umweltkatastrophe einzustehen. Stattdessen werden Steuerzahler sowie die Gemeinden l&auml;ngs der Golfk&uuml;ste f&uuml;r einen Schaden aufzukommen haben, der sich gleichermassen technologischer &Uuml;berheblichkeit wie fehlender staatlicher Aufsicht verdankt &ndash; ein Paradebeispiel eines Krisenkapitalismus, den es zu reformieren gilt, ehe er uns erledigt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/bazonline.ch\/meinungen\/dossier\/kolumnen--kommentare\/Dereguliert-bis-zur-Katastrophe\/story\/21955126\">Baseler Zeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Was kostet schlechte F&uuml;hrung?<\/strong><br>\nSchlechte F&uuml;hrung macht Mitarbeiter krank. Die Zahl der psychischen Erkrankungen unter Arbeitnehmern hat sich seit 1990 verdreifacht, meldet der Gesundheitsreport des Bundesverbands der Betriebskrankenkassen (BKK) 2009. Zehn Prozent aller Arbeitsunf&auml;higkeitstage sind darauf zur&uuml;ckzuf&uuml;hren. Die H&auml;lfte davon steht in direkter Verbindung mit dem F&uuml;hrungsverhalten. Das hat verheerende Folgen f&uuml;r Personal, Betriebe und die deutsche Volkswirtschaft, wei&szlig; Prof. Dr. Oliver Str&auml;ter, Leiter des Fachgebiets Arbeits- und Organisationspsychologie an der Universit&auml;t Kassel. Er erforscht den Zusammenhang von F&uuml;hrungsverhalten und Arbeitsproduktivit&auml;t.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/idw-online.de\/pages\/de\/news?print=1&amp;id=370619\">idw<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Urteil: Wer krank wird, riskiert sein Weihnachtsgeld<\/strong><br>\nEine Arbeitnehmerin hatte gleich doppelt Pech: Erst k&auml;mpfte sie mit gesundheitlichen Problemen, dann strich ihr der Chef auch noch das Weihnachtsgeld. Die Frau wehrte sich &ndash; vergebens.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.focus.de\/finanzen\/karriere\/arbeitsrecht\/urteil-wer-krank-wird-riskiert-sein-weihnachtsgeld_aid_512322.html\">Focus<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Mitarbeiter sollen Selbstmordverzicht unterschreiben<\/strong><br>\nNach einer Serie von Selbstmorden greift Foxconn zu drastischen Mitteln: Die Besch&auml;ftigten des Elektronikherstellers erhielten laut einem Zeitungsbericht einen Brief mit perfidem Inhalt. Die Mitarbeiter werden darin zu einer schriftlichen Erkl&auml;rung aufgefordert, keinen Selbstmord zu begehen. Au&szlig;erdem verh&auml;ngt das Unternehmen seine Geb&auml;ude mit Netzen, um Todesst&uuml;rze zu verhindern.<br>\nSeit Beginn des Jahres haben sich bei dem iPhone-Hersteller zehn Arbeiter das Leben genommen.<br>\nDie &ldquo;South China Morning Post&rdquo; zitierte am Mittwoch eine 21-j&auml;hrige Foxconn-Angestellte, sie m&uuml;sse an sechs Tagen pro Woche jeweils zw&ouml;lf Stunden arbeiten. Die Stimmung im Werk sei &ldquo;eng und erdr&uuml;ckend&rdquo;, die Angestellten d&uuml;rften nicht miteinander sprechen. Eine andere Arbeiterin berichtete vom hohen Tempo: Sie m&uuml;sse t&auml;glich Tausende von Computerplatinen f&uuml;r elektronische Ger&auml;te pr&uuml;fen. Ihr monatlicher Lohn betrage 2000 Yuan (238 Euro).<br>\nApple teilte am Mittwoch mit, das Unternehmen verfolge die Schritte von Foxconn, weitere Selbstmorde zu verhindern. Man f&uuml;hle sich verpflichtet, daf&uuml;r zu sorgen, dass die Bedingungen f&uuml;r die Arbeiter in der Produktion sicher seien und dass die Besch&auml;ftigten mit Respekt behandelt w&uuml;rden, sagte eine Sprecherin.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/0,1518,696823,00.html\">Spiegel Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Nullsummenspiel<\/strong><br>\n&bdquo;Auswanderung l&auml;sst deutsche Bev&ouml;lkerung schrumpfen&rdquo;, titelt Spiegel Online rei&szlig;erisch. In Deutschland leben ungef&auml;hr 82 Millionen Menschen. Im Text steht dann:<br>\nIch w&uuml;rde sagen: die Zahlen sind schlicht und ergreifend ausgeglichen. Es wandern Menschen ein, es wandern Menschen aus. Dass die Auswanderung etwas h&ouml;her ist als die Einwanderung ist nat&uuml;rlich schade, aber von einer &bdquo;Schrumpfung&rdquo; zu sprechen ist wirklich &uuml;bertrieben.<br>\nWenn man wirklich will, dass die Einwanderung bedeutend h&ouml;her liegt als die Auswanderung, f&uuml;hrt kein Weg an qualifizierter Einwanderung vorbei; dann muss man um Einwanderer gezielt werben und sie nicht mit Gesinnungstests abschrecken, an denen die H&auml;fte der B&uuml;rger scheitern w&uuml;rde.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/rotstehtunsgut.de\/2010\/05\/26\/nullsummenspiel\/\">rotstehtunsgut.de<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/0,1518,696863,00.html\">Auswanderung l&auml;sst deutsche Bev&ouml;lkerung schrumpfen, Spiegel Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Koch geht &ndash; das System Koch bleibt<\/strong><br>\nNun ist Roland Koch zur&uuml;ckgetreten &ndash; in der sicheren Gewissheit, dass ein personeller Wechsel an der &raquo;Beibehaltung des politischen Kurses&laquo; nichts &auml;ndern wird. Wenn jetzt die parlamentarische Opposition jubelt, der hessische SPD-Fraktionsvorsitzende Thorsten Sch&auml;fer-G&uuml;mbel davon redet, dass &raquo;Roland Koch vor den Tr&uuml;mmern seiner Politik&laquo; st&uuml;nde, dann macht das keine Hoffnungen, sondern ist zu allererst nur peinlich.<br>\nAls aussichtsreichster Nachfolger f&uuml;r Roland Koch wird &uuml;brigens der stramme Gefolgsmann Volker Bouffier gehandelt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegelfechter.com\/wordpress\/2739\/koch-geht-%E2%80%93-das-system-koch-bleibt\">Spiegelfechter<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Seitenwechsel: Ex-Politiker in der Wirtschaft<\/strong><br>\nDie Frankfurter Rundschau zeigt eine kleine Sammlung von Politikern, die nach ihrer Amtszeit (oder auch mal w&auml;hrend) in die Wirtschaft gewechselt haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/politik\/aktuell\/?em_cnt=2684835&amp;em_cnt_page=1\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Machtpoker in Nordrhein-Westfalen<\/strong><br>\nGro&szlig;e Koalition oder Neuwahlen &ndash; die Optionen scheinen begrenzt zu sein<br>\nInhaltlich spricht &ndash; abgesehen von den immerhin gravierenden Differenzen in der Bildungspolitik &ndash; wenig gegen eine Gro&szlig;e Koalition. Beide Parteien haben keine klare Vorstellung davon, wie sie den gewaltigen Strukturwandel in Nordrhein-Westfalen begleiten oder gar steuern sollen und werden sich schnell darauf einigen k&ouml;nnen, die n&auml;chsten f&uuml;nf Jahre mit Rezepten und rhetorischen Floskeln aus dem Industriezeitalter &uuml;ber die Runden zu bringen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/r4\/artikel\/32\/32686\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Der Niedergang der 23. Stra&szlig;e<\/strong><br>\nDie Deutsche Bank peilt 25 Prozent Rendite an. Wie schafft sie das nur? Zum Beispiel so: In Milwaukee, USA, l&auml;sst sie hunderte H&auml;user zwangsr&auml;umen und verrotten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=sw&amp;dig=2010%2F05%2F27%2Fa0122&amp;cHash=85dd6bea1b\">taz<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante aktuelle Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen. 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