{"id":56810,"date":"2019-12-03T08:10:43","date_gmt":"2019-12-03T07:10:43","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56810"},"modified":"2019-12-03T08:10:43","modified_gmt":"2019-12-03T07:10:43","slug":"hinweise-des-tages-3505","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56810","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56810#h01\">SPD<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56810#h02\">Medienkampagne gegen neue SPD-Spitze<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56810#h03\">Trump und der NATO-Gipfel &ndash; Pl&ouml;tzlich staatsm&auml;nnisch?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56810#h04\">Vater von Julian Assange: Es geht um die Unterdr&uuml;ckung unerw&uuml;nschter Wahrheiten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56810#h05\">Der Mythos von den weltweiten K&auml;mpfen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56810#h06\">Deutsche Unternehmen wollen 2020 weniger Mitarbeiter einstellen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56810#h07\">Digitalisierung &ndash; ein Blick hinter die Kulissen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56810#h08\">Kein Recht auf Rendite, aber ein Grundrecht auf Wohnen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56810#h09\">Wer viel erbt, zahlt kaum Steuern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56810#h10\">Spahn will Zugang f&uuml;r ausl&auml;ndisches Personal erleichtern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56810#h11\">Geld, Geiz, Gier &ndash; warum die Kluft zwischen Arm und Reich immer gr&ouml;&szlig;er wird<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56810#h12\">Carsharing wird zum Flop<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56810#h13\">Ex-Siemens-Chef Pierer zu langer Haft verurteilt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56810#h14\">Trump Stocks His Cabinet Increasingly With Business Lobbyists<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56810#h15\">Poor, disabled, old: the forgotten voices of the Hong Kong protests<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56810#h16\">&ldquo;Migration t&ouml;tet&rdquo; stellt die Realit&auml;t dar<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56810#h17\">Geld ist Macht &ndash; die schwarzen Kassen der CDU<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>SPD<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Die SPD muss jetzt mit dem Neoliberalismus brechen<\/strong><br>\nOskar Lafontaine traut dem SPD-Spitzenduo eine R&uuml;ckkehr zu den sozialdemokratischen Wurzeln und eine Trendwende in den Umfragen zu &ndash; allerdings nur ohne die Union.<br>\nSPIEGEL: Herr Lafontaine, die SPD r&uuml;ckt augenscheinlich nach links. Haben Sie 20 Jahre nach Ihrem R&uuml;ckzug von der Parteispitze Ihr Ziel erreicht?<br>\nOskar Lafontaine: Mein Ziel war es, das Abdriften der SPD in die neoliberale Pampa und ihren Absturz zu verhindern. Entscheidend ist jetzt, dass die SPD endlich die Konsequenzen daraus zieht, dass sie in den Umfragen nur noch bei 14 Prozent liegt. Sie muss jetzt mit dem Neoliberalismus brechen.<br>\nSPIEGEL: Und das trauen Sie Norbert Walter-Borjans und Saskia Esken zu?<br>\nLafontaine: Die beiden haben eine Chance, weil sie nicht mit dem Sozialabbau und den Fehlentscheidungen der vergangenen Jahre verbunden sind. Deshalb hoffe ich schon, dass es ihnen gelingt, die SPD wieder auf eine Politik zu verpflichten, in deren Mittelpunkt soziale Gerechtigkeit und Frieden stehen.<br>\nSPIEGEL: Was hei&szlig;t das denn konkret? Was muss die neue Spitze aus Ihrer Sicht anders machen?<br>\nLafontaine: Die Sozialdemokraten m&uuml;ssen den Sozialstaat wieder aufbauen, zur Friedenspolitik Willy Brandts zur&uuml;ckkehren und sich von der schwarzen Null verabschieden. Wegen letzterer hat Deutschland die Infrastruktur &ndash; Schulen, Krankenh&auml;user, Stra&szlig;en und schnelle Netze &ndash; verrotten lassen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/oskar-lafontaine-die-spd-muss-jetzt-mit-dem-neoliberalismus-brechen-a-1299178.html\">SpiegelOnline<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK.:<\/strong> Nat&uuml;rlich lautete erwartungsgem&auml;&szlig; die erste Frage ob die SPD nun nach links ger&uuml;ckt sei. Albrecht M&uuml;ller hat <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56779\">hier bereits erl&auml;utert<\/a> wie unsinnig diese Frage ist. Aber offenbar ist jeder, der sich nicht bedingungslos zur bizarren neoliberalen Ideologie bekennt heute f&uuml;r deutsche &bdquo;Qualit&auml;tsjournalisten&ldquo; bereits &bdquo;links&ldquo;.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Das folgerichtige SPD-Duo<\/strong><br>\nWenn man den &Uuml;berschriften in vielen Zeitungen und Online-Medien glauben darf, dann ist die SPD jetzt am Ende. Die einen sagen zur SPD &ldquo;Tsch&uuml;ss&rdquo;, die anderen &ndash; etwas vornehmer &ndash; &ldquo;Adieu&rdquo;. Die Sozialdemokratie fahre nun mit &ldquo;Karacho in den Abgrund&rdquo; ist da zum Beispiel zu lesen.<br>\nSolche &Uuml;berschriften h&auml;tte ich erwartet, wenn Olaf Scholz und Klara Geywitz die Vorsitzenden-Wahl gewonnen h&auml;tten. Haben sie aber nicht. Zum Gl&uuml;ck. Mit Scholz und Geywitz an der Spitze, w&auml;re die Vertrauenskrise und die Spaltung der SPD wirklich komplett gewesen und der Sturz in den Abgrund unausweichlich.<br>\nScholz ist Architekt der gro&szlig;en Koalition unter deren Regentschaft die SPD die schlimmsten Wahlniederlagen ihrer Geschichte hinnehmen musste. Und er ist die Verk&ouml;rperung eines ausstrahlungsfreien Politikstils, der den meisten Sozialdemokraten zum Halse heraush&auml;ngt. Scholz ist Teil eines Parteiapparates, dem die Basis mehrheitlich l&auml;ngst das Misstrauen ausgesprochen hat.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www1.wdr.de\/nachrichten\/landespolitik\/kommentar-spd-scholz-nowabo-nrw-100.html\">WDR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> So gesehen sollte Scholz als Finanzminister zur&uuml;cktreten und den Weg f&uuml;r einen Neuanfang bei der SPD frei machen. Allerdings kann es sich dieser Kommentar leider auch nicht verkneifen von einer &bdquo; deutlich nach links gewendeten Programmatik&ldquo; zu schwadronieren, an der die SPD angeblich gerade arbeitet. Man kann es nur wiederholen auch hier zeigt sich wie sich die politische Perspektive in Deutschland verschoben hat, wenn eine Politik, die einfach die Interessen der Mehrheit der B&uuml;rger und nicht die von Millionenerben im Blick hat, schon als &bdquo;deutlich links&ldquo; gilt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Mehr Umverteilung wagen<\/strong><br>\nDie Wahl von Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans bietet eine Chance. Wenn sie es schaffen, dass die SPD wieder f&uuml;r Sozialstaatlichkeit steht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/spd-sozialdemokratie-parteivorsitz-1.4706622\">Heribert Prantl auf sueddeutsche.de<\/a><\/li>\n<li><strong>Widerstand formiert sich<\/strong><br>\nDie Wahl von Norbert Walter-Borjans und Saskia Esken an die Spitze der SPD kann nur eine Zwischenetappe gewesen sein. Wirklich entscheidend ist die Frage, ob sie sich mit ihrer Vorstellung eines Politikwechsels auch durchsetzen k&ouml;nnen. Dass hier in relativ kurzer Zeit ein dickes Brett gebohrt werden muss, zeigen auch &Auml;u&szlig;erungen des rechten Parteifl&uuml;gels, der in der SPD vermutlich immer noch das Sagen hat.<br>\nSo hat sich der Sprecher des Seeheimer Kreises, Johannes Kahrs, in der ARD-Sendung Bericht aus Berlin ge&auml;u&szlig;ert. Er sagte sinngem&auml;&szlig;, dass Nachverhandlungen am Koalitionsvertrag sicherlich stattfinden k&ouml;nnten, dann aber auch klar sein m&uuml;sse, dass die Union etwas daf&uuml;r haben m&ouml;chte. Johannes Kahrs steht eben seinen Freunden, wie dem &ldquo;Ecki&rdquo; Rehberg, n&auml;her, als der eigenen Partei. Mit ihnen hockt er n&auml;chtelang im Haushaltsausschuss zusammen und schlie&szlig;t Kompromisse am Tisch mit dem Mettigel.<br>\nWas Kahrs nun aber verschweigt, sind die ungeheuerlichen Zugest&auml;ndnisse, die die SPD der Union bereits gemacht hat, nur um soetwas, wie eine abgespeckte Version der Grundrente zu bekommen. Kahrs tut so, als verhandele die SPD gut. Kahrs tut so, als trage die Politik der Gro&szlig;en Koalition die Handschrift der SPD. Obwohl es nicht stimmt, wird ein positives Bild dann auch &uuml;ber die Medien transportiert. Zu einer besseren Stimmung f&uuml;r die SPD tr&auml;gt das aber nicht bei, weil die Menschen eben nicht dumm sind und zurecht keinen Nutzen in den Kompromissen erkennen k&ouml;nnen. Folglich wird behauptet, die SPD rede ihre Erfolge klein oder schaffe es nicht, diese gut in der &Ouml;ffentlichkeit zu verkaufen. (&hellip;)<br>\nJohannes Kahrs sagt, man habe schlie&szlig;lich keine 100 Prozent, sondern nur 20 Prozent. Damit rechtfertigt er im Grunde die miesen Kompromisse, die er und seine Gefolgsleute zu verantworten haben. Er widerspricht sich damit aber auch selbst, wenn er wie andere behauptet, dass die Regierungspolitik die Handschrift der SPD trage.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.taublog.de\/191202widerstand-formiert-sich\">TauBlog<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Medienkampagne gegen neue SPD-Spitze<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Apokalyptische Writer<\/strong><br>\nWer prognostiziert den politischen Untergang am unheilvollsten? Wie viele Hiobsbotschaften darf man aus einer politischen Entwicklung extrapolieren, bevor man beim Schreiben eine Warnweste tragen muss? Sind Saskia Esken, Norbert Walter-Borjans, Olaf Scholz und Klara Geywitz die vier Apokalyptischen Reiter?<br>\nSchaut man sich die politischen Kommentare an, die in den vergangenen beiden Tagen &uuml;ber die Wahl der neuen SPD-Parteivorsitzenden erschienen sind, scheint der Zusammenbruch der deutschen Demokratie unmittelbar bevorzustehen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/uebermedien.de\/43954\/apokalyptische-writer\/?fbclid=IwAR0Mk2y6PbmVrR1cB094BYA1dH1vqwOtb38P7qasIOsCBVxmeC-68AmLJ6I\">&Uuml;ber Medien<\/a>\n<p><em>Lesen Sie dazu auch auf den NachDenkSeiten: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56797\">SPD-Vorsitz &ndash; Die Schnappatmung der konservativen Medien<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Das Scheitern der Mitte<\/strong><br>\nDie SPD wird eine andere sein, aber die CDU freut sich vielleicht: Die neue Spitze der Sozialdemokraten wird ihr den Ausstieg aus der maroden Koalition leicht machen.<br>\nOlaf Scholz war der vermutlich letzte Vertreter einer langen Reihe sozialdemokratischer F&uuml;hrer (und einer F&uuml;hrerin: Nahles), die samt und sonders ebenjene rigorose Mitte-Politik betrieben haben, vor allem also M&auml;nner, die Regierungsf&auml;higkeit mit ideologischer Selbstverleugnung, moralischer Selbstkasteiung, operativer Beflissenheit, gro&szlig;er Disziplin und aufopferungsvollem Patriotismus gleichgesetzt haben. In diese Reihe geh&ouml;rten, um nur eine kleine Auswahl zu nennen: Helmut Schmidt, Herbert Wehner, Hans-Jochen Vogel, Rudolf Scharping, Gerhard Schr&ouml;der, Wolfgang Clement, Frank-Walter Steinmeier, Peer Steinbr&uuml;ck, Kurt Beck, Sigmar Gabriel, Martin Schulz und viele, viele andere. Und nun eben Olaf Scholz, der letzte seiner Art.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2019-12\/spd-parteivorsitz-olaf-scholz-wahl-grosse-koalition?utm_source=pocket-newtab\">ZEIT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK.:<\/strong> Das ist schon wieder ein starkes St&uuml;ck, der stellvertretende Chefredakteur der ZEIT, Bernd Ulrich, bezeichnet das Scheitern des neoliberalen Betonkopfes Scholz in der Wahl zum SPD-Vorsitzenden als &bdquo;Scheitern der Mitte&ldquo;.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Trump und der NATO-Gipfel &ndash; Pl&ouml;tzlich staatsm&auml;nnisch?<\/strong><br>\nDrohungen, Vorw&uuml;rfe, Eklats: Die Beziehung zwischen Trump und der NATO war bisher von wenig Harmonie gepr&auml;gt. Doch auf dem Jubil&auml;umsgipfel k&ouml;nnte der US-Pr&auml;sident sich &uuml;berraschend zugewandt zeigen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/nato-gipfel-147.html\">Tagesschau.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Diese Bericht der ARD aus Washington zeigt, wie verkehrt die bisherige Einsch&auml;tzung des Verh&auml;ltnisses des amerikanischen Pr&auml;sidenten zur NATO gewesen ist. Die meisten Berichterstatter und Kommentatoren haben sich ins Bockshorn jagen lassen. Dabei war immer klar, dass der US-Pr&auml;sident mit seinen Forderungen nach h&ouml;heren  Milit&auml;rausgaben der Europ&auml;er und insbesondere Deutschlands als enger Freund und Unterst&uuml;tzer der NATO und ihrer milit&auml;rischen Abenteuer gelten muss.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Vater von Julian Assange: Es geht um die Unterdr&uuml;ckung unerw&uuml;nschter Wahrheiten<\/strong><br>\nDer Fall Julian Assange stehe beispielhaft f&uuml;r die Einsch&uuml;chterung von Journalisten, so das Fazit einer Veranstaltung mit dessen Vater John Shipton in der Universit&auml;t K&ouml;ln. Shipton wirbt um Solidarit&auml;t f&uuml;r seinen Sohn &ndash; im Mainstream st&ouml;&szlig;t er damit jedoch auf taube Ohren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/gesellschaft\/95298-vater-von-julian-assange-es\/\">RT Deutsch<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Der Mythos von den weltweiten K&auml;mpfen<\/strong><br>\nIn vielen L&auml;ndern gehen Menschen auf die Stra&szlig;e. Aber es lohnt sich genauer hinzusehen, was die Ziele sind<br>\nUS-Pr&auml;sident Trump wurde in einem Essay im Deutschlandfunk unter die soziologisch noch unbekannte Kategorie der Killerclowns subsumiert. Doch er hat noch Freunde.<br>\n&ldquo;Make Hongkong great again&rdquo;, skandierten Demonstranten vor der US-Botschaft in Hongkong, schwenkten US-Fahnen und lie&szlig;en Trump hochleben. Die Parole ist nicht neu. Kappen mit dem Slogan, die dem Trump-Wahlkampf nachempfunden wurde, gibt es schon lange zu kaufen. Noch &auml;lter ist die Parole &ldquo;Make Great Britain again&rdquo;. Damit wird deutlich, dass ein Teil der Protestbewegung in Hongkong nostalgisch den Zeiten nachtrauert, als Gro&szlig;britannien dort das Sagen hatte. [&hellip;]<br>\nNicht nur in Hongkong gehen in diesen Wochen Menschen auf die Stra&szlig;e, sondern auch im Libanon, in Iran, im Irak, in Chile und in Ecuador. In vielen L&auml;ndern gibt es Massendemonstrationen, auf die die Regierungen in der Regel mit brutaler Gewalt reagieren, wie in Chile, wo zahlreiche junge Demonstranten ihr Augenlicht verloren haben. Schon schw&auml;rmen mache von der R&uuml;ckkehr der globalen Aufst&auml;nde, ohne F&uuml;hrungspersonen und Gro&szlig;organisationen, die ja schon in Occupy-Zeiten mehr Wunsch als Wirklichkeit waren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Der-Mythos-von-den-weltweiten-Kaempfen-4600262.html\">Peter Nowak auf Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Deutsche Unternehmen wollen 2020 weniger Mitarbeiter einstellen<\/strong><br>\nDie Unternehmen in Deutschland blicken zunehmend pessimistisch auf das kommende Gesch&auml;ftsjahr. Fast ein Drittel der Unternehmen rechnet 2020 mit einem R&uuml;ckgang der Auftragseing&auml;nge, wie aus der Konjunkturumfrage des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) in K&ouml;ln hervorgeht. Nur noch ein Viertel erwartet einen Produktionszuwachs. Insgesamt wurden 2300 Unternehmen befragt.<br>\nDie Entwicklung werde auch am Arbeitsmarkt nicht spurlos vor&uuml;bergehen, prognostizierten die IW-Forscher. Der Umfrage zufolge wollen im kommenden Jahr nur noch 21,5 Prozent der Firmen zus&auml;tzliche Mitarbeiter einstellen. Knapp 29 Prozent planen dagegen einen Besch&auml;ftigungsabbau.<br>\nZwar lasse sich aufgrund der Umfrage nicht vorhersagen, ob unter dem Strich am Ende mehr Stellen abgebaut oder geschaffen werden. Doch d&uuml;rfte nach IW-Einsch&auml;tzung der seit 2005 anhaltende Besch&auml;ftigungsaufbau in Deutschland, mit dem insgesamt rund 5,5 Millionen Arbeitspl&auml;tze geschaffen wurden, 2020 enden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/wachstum-deutsche-unternehmen-schauen-pessimistischer-in-die-zukunft-a-1299285.html\">SPIEGEL<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Das kann man wohl als Drohung bzw. Erpressungsversuch auffassen: die angeblich zu hohen L&ouml;hne und Energiekosten senken angeblich die Wettbewerbsf&auml;higkeit und treiben die Unternehmen aus dem Land. Also L&ouml;hne runter, deregulieren, &hellip; das neoliberale 1&times;1 abarbeiten wie in den 30 Jahren zuvor&hellip; In Wahrheit werden die Unternehmen einfach aufgrund der schlechten Konjunkturlage mehr entlassen als einstellen, und die (heute schon viel zu hohe) Arbeitslosigkeit wird weiter steigen. Und die Bundesregierung unternimmt weiterhin nichts zur Ankurbelung der Konjunktur.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Digitalisierung &ndash; ein Blick hinter die Kulissen<\/strong><br>\nDer Digitalisierungsdiskurs f&uuml;hrt unweigerlich zur Frage der fairen Verteilung von Digitalisierungsgewinnen. Wird es so sein, dass die sogenannte GAFA-&Ouml;konomie (Google, Amazon, Facebook und Apple) weitere Gesch&auml;ftsfelder erschlie&szlig;t, astronomische Gewinne einf&auml;hrt und kaum bis gar keine Steuern, wie im Fall von Amazon, bezahlt? Amazon erwirtschaftete 2018 einen weltweiten Umsatz in H&ouml;he von rund 210 Mrd. Euro. Der Betriebsgewinn belief sich auf rund 11 Mrd. Euro, dennoch zahlte Amazon in einem Zeitraum von 2003 bis 2014 f&uuml;r 75 Prozent seiner EU-Ums&auml;tze aufgrund eines mit den Luxemburger Finanzbeh&ouml;rden vereinbarten Steuervorbescheides keine Steuern. Google kauft Versicherungen, Apple baut Krankenh&auml;user, es finden generelle Milliarden-Investments in Genetik, Bio-Tech und Pharma statt, und letztlich werden diese Player zu Gesamtanbietern (&bdquo;All in one&ldquo;-Anbieter). Die GAFAs sind gro&szlig;, gr&ouml;&szlig;er, am gr&ouml;&szlig;ten &ndash; zusammen mit Netflix verf&uuml;gen diese vier Internet-Giganten mittlerweile &uuml;ber eine Marktkapitalisierung von rund drei Billionen Euro. Dies ist doppelt so viel wie alle DAX-Konzerne (1,2 Billionen Euro) gemeinsam. Zum Vergleich hat der &ouml;sterreichische Leitindex ATX eine Marktkapitalisierung von 81,5 Milliarden Euro. Durch Digitalisierung versch&auml;rft sich die Verteilungsfrage und damit die Ungleichheit weiter, zumal die Dividenden und Aktienkurse der Internet-Konzerne weiterhin steigen. &hellip;<br>\nDie Trennlinien bzw. der Digital Divide (digitale Spaltung) verl&auml;uft nicht nur zwischen den jungen, vermeintlich digital affinen Personen (Digital Natives vs. Digital Immigrants) und der &auml;lteren, irrt&uuml;mlicherweise als weniger digital affin bezeichneten Generation, sondern auch quer durch die gesamte Betriebslandschaft. Kleinere, weniger finanzkr&auml;ftige Betriebe werden sich aus Kostengr&uuml;nden Digitalisierung nicht leisten k&ouml;nnen, wie ein Gespr&auml;ch mit einem Betriebsrat in einem Tischlereibetrieb ergab. &bdquo;Die Einf&uuml;hrung von digitalen Tools muss man sich auch leisten k&ouml;nnen&ldquo;, so die Aussage des Betriebsrats.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/awblog.at\/digitalisierung-blick-hinter-die-kulissen\/\">Arbeit&amp;Wirtschaft<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Kein Recht auf Rendite, aber ein Grundrecht auf Wohnen<\/strong><br>\nWer im Sommer 2019 in Berlin der mietenpolitischen Auseinandersetzung folgte, wurde Zeuge einer ideologischen Schlammschlacht: Die Berliner Senatorin f&uuml;r Stadtentwicklung, Katrin Lompscher, hatte als Reaktion auf die gestiegenen Mieten in der Stadt einen Entwurf f&uuml;r ein &bdquo;Gesetz zur Mietenbegrenzung im Wohnungswesen in Berlin&ldquo; vorgelegt. Er sah unter anderem vor, die Mieten f&uuml;r f&uuml;nf Jahre einzufrieren, eine Mietobergrenze einzuf&uuml;hren und Mieten m&ouml;glicherweise sogar abzusenken. Explizit ausgenommen wurden seit 2014 fertiggestellte Immobilien, und weitere Sonderregelungen sollten &bdquo;unbillige H&auml;rten&ldquo; f&uuml;r Vermieter vermeiden. Noch bevor jedoch irgendein Gesetz beschlossen war, wusste manch ein Vertreter der Immobilienbranche, dass damit die &bdquo;linke Baubrigade&ldquo; die Hauptstadt auf direktem Weg zur&uuml;ck in die DDR f&uuml;hren w&uuml;rde. Diese schrille Polemik &uuml;bert&ouml;nt die Debatte, die eigentlich gef&uuml;hrt werden m&uuml;sste: eine Grundsatzdebatte &uuml;ber das Eigentum an Wohnraum.<br>\nAls Gr&uuml;nde f&uuml;r steigende Mieten werden meistens das Bev&ouml;lkerungswachstum in den St&auml;dten und zu wenig Neubau genannt. Diese Diagnose ist nicht falsch. Stadtsoziologen haben in den letzten Jahren allerdings rauf und runter analysiert, dass die Gr&uuml;nde tiefer liegen: So wurde etwa Ende der 1980er Jahre die Gemeinn&uuml;tzigkeit f&uuml;r den Wohnungssektor abgeschafft. Das hei&szlig;t, f&uuml;r etwa 1800 Wohnungsunternehmen mit fast vier Mio. Wohnungen wurden die bis dahin geltenden Gewinnbeschr&auml;nkungen aufgehoben. Dar&uuml;ber hinaus privatisierten Bund, L&auml;nder und Kommunen seit den 1990er Jahren &uuml;ber zwei Mio. Wohnungen. Der soziale Wohnungsbau wurde schrittweise abgebaut: &bdquo;Allein zwischen 1992 und 2012 reduzierte sich die Anzahl der Mietpreis- und Belegungsbindungen im Sozialen Wohnungsbau von 3,6 Mio. auf unter 1,5 Mio. Wohnungen.&ldquo; Denn nach Ablauf der F&ouml;rderprogramme wurden die ehemaligen Sozialwohnungen dem freien Markt &uuml;berlassen. So hat man politische Gestaltungsm&ouml;glichkeiten aufgegeben. Der Markt sollte es von nun an regeln.<br>\nDieser Markt, der der reinen Lehre zufolge immer dort ein Angebot schafft, wo es eine Nachfrage gibt, bringt allerdings bevorzugt Eigentumswohnungen statt Mietwohnungen hervor. 2015 wurden weniger als 50&thinsp;000 der insgesamt 217&thinsp;000 fertiggestellten Wohnungen als Mietwohnungen errichtet:[3] &bdquo;Gerade weil das Gesch&auml;ft mit den Mietsteigerungen so attraktiv ist, wird zu wenig neu gebaut&ldquo;, so der Stadtsoziologe Andrej Holm. Investoren bauen nur dann, wenn sie einen Gewinn erwarten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.blaetter.de\/archiv\/jahrgaenge\/2019\/november\/kein-recht-auf-rendite-aber-ein-grundrecht-auf-wohnen\">Bl&auml;tter f&uuml;r deutsche und internationale Politik<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Wer viel erbt, zahlt kaum Steuern<\/strong><br>\nDenn die Gro&szlig;erben mussten nicht ernsthaft mit dem Fiskus teilen. Sie erhielten zusammen 31 Milliarden Euro, eine Summe fast so hoch wie die ganzen Investitionen des Bundes oder das j&auml;hrliche Kindergeld f&uuml;r zehn Millionen Eltern. Die Gro&szlig;erben zahlten auf diese 31 Milliarden nur f&uuml;nf Prozent Steuer, ergaben Auswertungen des Statistischen Bundesamts, die der S&uuml;ddeutschen Zeitung vorliegen.<br>\nDieser kleine Prozentsatz mag jeden &uuml;berraschen, der wei&szlig;, dass das Gesetz jenseits der Freibetr&auml;ge und bei entfernteren Verwandten auch Erbschaftsteuern von 30 bis 50 Prozent vorsieht. Und dass f&uuml;r Arbeitnehmer ab etwa 5000 Euro brutto monatlich der Spitzensatz der Einkommensteuer von 42 Prozent anf&auml;llt. Wie sind die g&uuml;nstigen Gro&szlig;erbschaften m&ouml;glich, die eine parlamentarische Anfrage der Linken ans Licht bringt? &ldquo;Wird eine Firma vererbt oder verschenkt, muss meist weit weniger versteuert werden als etwa bei Wertpapieren oder Immobilien&rdquo;, erkl&auml;rt Stefan Bach vom Deutschen Institut f&uuml;r Wirtschaftsforschung (DIW). &ldquo;Und die Topverm&ouml;gen bestehen eben zum gro&szlig;en Teil aus Firmen.&rdquo;<br>\nSo entstehen scharfe Gegens&auml;tze. &ldquo;Die &auml;rmere H&auml;lfte der Bev&ouml;lkerung erbt fast nichts&rdquo;, wei&szlig; Bach aus seiner Forschung. Wer aus der Mittelschicht steuerpflichtig bis eine Million Euro bekommt, zahlt im Schnitt zehn Prozent ans Finanzamt. Wem dagegen mehr als 100 Millionen Euro in den Scho&szlig; fallen, der muss laut der Statistiker-Daten nur halb so viel abgeben. Zwei Drittel dieser XXL-Erben, die vergangenes Jahr zusammen 15 Milliarden Euro kassierten, zahlten gar nichts.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/erben-steuern-erbschaftsteuer-ungleichheit-1.4704923\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Die Abschaffung der skandal&ouml;se Privilegierung von Millionenerben w&auml;re ein weiterer Punkt f&uuml;r die Agenda der neuen Parteif&uuml;hrung der SPD. Gerade weil die faktische Abschaffung der Erbschaftsteuer f&uuml;r millionenschwere Unternehmen in einer Gro&szlig;en Koalition mit der SPD beschlossen wurde.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Spahn will Zugang f&uuml;r ausl&auml;ndisches Personal erleichtern<\/strong><br>\nUm die Anwerbung von Pflegekr&auml;ften aus dem Ausland zu beschleunigen, haben Bundesgesundheitsminister Jens Spahn und der saarl&auml;ndische Ministerpr&auml;sident Tobias Hans (beide CDU) in Saarbr&uuml;cken die Deutsche Fachkr&auml;fteagentur f&uuml;r Gesundheits- und Pflegeberufe (DeFa) gegr&uuml;ndet. Sie soll privaten Personalvermittlungsfirmen, Krankenh&auml;usern und Pflegeheimen dabei helfen, dass die von ihnen angeworbenen Pflegerinnen und Pfleger schneller die Zuwanderungsverfahren der deutschen Beh&ouml;rden passieren.<br>\nSch&auml;tzungen zufolge werden in Deutschland im Jahr 2030 mindestens 100 000 Altenpfleger fehlen. &ldquo;Wir werden diesen stark steigenden Bedarf nur lindern k&ouml;nnen&rdquo;, sagte Spahn, &ldquo;wenn wir zus&auml;tzlich Fachkr&auml;fte aus dem Ausland gewinnen.&rdquo; Doch bislang seien die Visums- und Berufsanerkennungsverfahren in den Bundesl&auml;ndern zu langwierig. Die Fachkr&auml;fteagentur, die bereits im Oktober gegr&uuml;ndet wurde und vom Bund mit 4,7 Millionen Euro bezuschusst wird, soll k&uuml;nftig daf&uuml;r sorgen, dass f&uuml;r das Visum und die Anerkennung des ausl&auml;ndischen Abschlusses jeweils nur drei Monate n&ouml;tig sind. Pflegekr&auml;fte aus Mexiko und den Philippinen sollen als erste von Spahns beschleunigtem Verfahren profitieren. Bereits jetzt l&auml;gen der neuen Agentur 4200 Antr&auml;ge von Pflegekr&auml;ften vor, 350 Euro soll ihre Unterst&uuml;tzung pro Person kosten. [&hellip;]<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/pflege-fachkraeftemangel-pflegepersonal-1.4706507\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Man kann die Anwerbung von Pflegekr&auml;ften als Hilfe f&uuml;r Krankenh&auml;user und Pflegeheime sehen, denen Personal fehlt &ndash; oder eben als Vorsto&szlig; f&uuml;r (noch mehr) Lohndumping. Spahn geht es haupts&auml;chlich um Letzteres (und medienwirksamen Aktionismus).<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Dazu sollte man die teilweise fatalen Folgen f&uuml;r die &ouml;ffentlichen Gesundheitssysteme der Herkunftsl&auml;nder nicht vergessen, welchen diese Arbeitskr&auml;fte dann selbst fehlen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Geld, Geiz, Gier &ndash; warum die Kluft zwischen Arm und Reich immer gr&ouml;&szlig;er wird<\/strong><br>\nDas Weltbild der Betriebswirtschaftslehre &ndash; das gilt bedingt in gewissem Ma&szlig; auch f&uuml;r die Volkswirtschaftslehre &ndash; l&auml;sst sich in einer Kernaussage zusammenfassen: Gewinnmaximierung. Sie gilt als h&ouml;chstes Ziel auf Erden, praktisch das gesamte Lehrgeb&auml;ude baut auf diesem Prinzip auf. Produktionsprozesse, Einkauf, Marketing, Personalwesen, Management, Rechtsform, Investition, Finanzierung, Besteuerung &ndash; alle Teilbereiche der Betriebswirtschaftslehre werden dem untergeordnet. Manchmal wird diese axiomatische Grundbedingung subtiler benannt: Economic Value Added (EVA), wertorientierte Unternehmensf&uuml;hrung, Shareholder Value, Return on Capital, aber das Ziel ist immer dasselbe: Gewinne bzw. Renditen zu maximieren.<br>\nChristian Krei&szlig; und Heinz Siebenbrock schildern in Blenden, Wuchern, Lamentieren, welch gravierende Auswirkungen dieses Prinzip der Gewinnmaximierung auf die verschiedensten Bereiche unseres wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Lebens hat. Es f&ouml;rdert Konkurrenzdenken und egoistisches Verhalten und f&uuml;hrt zu Umweltzerst&ouml;rung, Sozialabbau und einer zunehmenden Verrohung der Gesellschaft. Doch die Autoren zeigen auch ermutigende Alternativen, wie jeder Einzelne dazu beitragen kann, die Probleme des menschenverachtenden Prinzips der Gewinnmaximierung zu &uuml;berwinden und es durch menschengerechte Ziele zu ersetzen. Ein Umdenken ist m&ouml;glich!<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.europa-verlag.com\/Buecher\/6528\/BlendenWuchernLamentieren.html\">Europa Verlag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Carsharing wird zum Flop<\/strong><br>\nEigentlich sollte das Carsharing die Zahl der Kraftfahrzeuge in den St&auml;dten deutlich minimieren. Doch nach zehn Jahren folgt die n&uuml;chterne Bilanz: Das Gegenteil ist der Fall. Zudem geht aus einer Studie des CAR hervor, dass der Privat-Pkw weiter die Oberhand beh&auml;lt.<br>\nDie Gesch&auml;ftsmodelle der Carsharing-Anbieter wurden seinerzeit als Garant f&uuml;r die Abl&ouml;sung des Privat-Pkw angesehen. Doch bis heute gehen die Gesch&auml;ftsmodelle nicht auf. Die Zahl der privaten Autos steigt weiter an und damit auch die Pkw-Dichte in den Gro&szlig;st&auml;dten. Eine Abkehr vom eigenen Fahrzeug ist in der deutschen Bev&ouml;lkerung jedenfalls nicht zu erkennen, urteilt das Center Automotive Research (CAR) an der Universit&auml;t Duisburg-Essen in einer nun ver&ouml;ffentlichten Zehn-Jahres-Bilanz sogenannter Mobility-Services.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/auto\/Studie-Carsharing-wird-zum-Flop-article21431223.html\">n-tv<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Ex-Siemens-Chef Pierer zu langer Haft verurteilt<\/strong>\n<ul>\n<li>Siemens soll zwischen 1998 und 2003 insgesamt 14 F&uuml;hrungskr&auml;fte der damals teilstaatlichen griechischen Telekommunikationsgesellschaft OTE bestochen haben.<\/li>\n<li>Pierer und dem fr&uuml;heren, mittlerweile verstorbenen Finanzvorstand, Heinz-Joachim Neub&uuml;rger, warf die Anklage vor, sie h&auml;tten die oberste Kontrolle &uuml;ber das Schmiergeldsystem ausge&uuml;bt.<\/li>\n<li>Welche Folgen die Urteile f&uuml;r Pierer und weitere sechs Deutsche haben werden, ist noch unklar.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/siemens-pierer-schmiergeld-korruption-1.4706150?utm_campaign=Morgenlage_wirtschaft&amp;fbclid=IwAR1Yu7qDe3g0JKLXSAqJXLOh-h7hoZ7xprUJGULs8YOBWDZOJ9w_LrUgOw4\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Trump Stocks His Cabinet Increasingly With Business Lobbyists<\/strong><br>\nIn his previous life as a lobbyist, Dan Brouillette represented clients including Ford Motor Co. and electric utilities with business before the U.S. Energy Department. Now he&rsquo;s on the verge of running the very agency he once sought to influence.<br>\nBrouillette, who was confirmed as Energy secretary by the Senate on Monday evening, is the latest example of how K Street has deepened its presence in the upper echelon of the Trump administration. Departing cabinet officials are being replaced by former lobbyists who are now in a position to oversee industries they once represented.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.bloomberg.com\/news\/articles\/2019-12-02\/trump-stocks-his-cabinet-increasingly-with-business-lobbyists?cmpid=BBD120219_BIZ&amp;utm_medium=email&amp;utm_source=newsletter&amp;utm_term=191202&amp;utm_campaign=bloombergdaily\">Bloomberg<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Poor, disabled, old: the forgotten voices of the Hong Kong protests<\/strong>\n<ul>\n<li>Many Hongkongers have been affected by clashes between anti-government protesters and police in the past six months<\/li>\n<li>But those hit the hardest &ndash; the poor, disabled, elderly and ethnic minority members &ndash; often struggle in silence, as hard lives get even harder [&hellip;]<\/li>\n<\/ul>\n<p>Opinions on the anti-government protests have divided society and, in many cases, even families. But there is one thing few can dispute. In a city where one in five people, or 1.37 million, live below the poverty line of HK$4,000 (US$511) a month per person, life is becoming more difficult for Hongkongers like Mak. [&hellip;]<br>\nThe hardest hit are those on society&rsquo;s margins: the elderly, disabled, ethnic minority residents and the working poor, as their long struggle to stay afloat in an environment of extreme inequality becomes even harder.<br>\nAs restaurants close, events are cancelled and construction projects are put on hold, many workers in part-time and low-wage occupations have taken a direct hit; others have been impacted by rising transport costs as protests regularly cripple the MTR system.<br>\nCommutes from far-flung working-class districts into the city centre have become costly, complicated affairs. Many elderly patients have been either unable &ndash; or too afraid &ndash; to keep hospital appointments.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.scmp.com\/week-asia\/politics\/article\/3039820\/poor-disabled-old-forgotten-voices-hong-kong-protests\">SCMP<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>&ldquo;Migration t&ouml;tet&rdquo; stellt die Realit&auml;t dar<\/strong><br>\nDas Verwaltungsgericht (VG) Gie&szlig;en kommt in einer aktuellen Entscheidung zu dem Ergebnis, dass eine Stadt den hessischen Landesverband der NPD nicht dazu auffordern durfte, im Europawahlkampf ein Wahlplakat zu entfernen (Urt. v. 09.08.2019, Az. 4 K 2279\/19.GI). Dieses erf&uuml;lle n&auml;mlich nicht den Tatbestand der Volksverhetzung, da es sich bei der Einwanderung von Fl&uuml;chtlingen tats&auml;chlich um eine &ldquo;Invasion&rdquo; gehandelt habe. Der objektive Aussagegehalt von &ldquo;Migration t&ouml;tet&rdquo; sei eine empirisch zu beweisende Tatsache. (&hellip;)<br>\nDen Slogan &ldquo;Migration t&ouml;tet&rdquo; h&auml;lt der Richter f&uuml;r nicht volksverhetzend, sondern f&uuml;r &ldquo;die Realit&auml;t teilweise darstellend&rdquo;, an anderer Stelle hei&szlig;t es, der Aussagegehalt sei &ldquo;eine empirisch zu beweisende Tatsache&rdquo;.<br>\nAus ausf&uuml;hrlichst erz&auml;hlten &ldquo;historischen Wanderungsbewegungen&rdquo; leitet er ab, dass &ldquo;Migration tats&auml;chlich in der Lage ist, Tod und Verderben mit sich zu bringen&rdquo;. Zudem m&uuml;sse &ldquo;t&ouml;ten&rdquo; schlie&szlig;lich nicht den Tod von Menschen meinen, sondern k&ouml;nne auch das Aus von Kulturen bedeuten, und Einwanderung stelle &ldquo;naturgem&auml;&szlig;&rdquo; eine Gefahr dar, &ldquo;eine bestehende Gefahr f&uuml;r die deutsche Kultur und Rechtsordnung sowie menschliches Leben ist nicht von der Hand zu weisen&rdquo;. Als Beleg f&uuml;hrt das Urteil Zahlen sehr unterschiedlicher Quellen an, die eine gestiegene Kriminalit&auml;t von Migranten bei bestimmten Deliktsarten beweisen sollen. Dabei zeigten, so das Urteil sodann, auch die vielen ertrunkenen Fl&uuml;chtlinge bei der &Uuml;berfahrt auf dem Mittelmehr &ldquo;eine andere Todesgefahr der Migration, n&auml;mlich diejenige auf dem Land- oder Seeweg nach Europa\/Deutschland&rdquo;.<br>\nAuch die freiheitliche demokratische Grundordnung k&ouml;nne, so das Urteil, durch Migrationsbewegungen gr&ouml;&szlig;eren Ausma&szlig;es nicht nur beeintr&auml;chtigt, sondern sogar beseitigt und damit get&ouml;tet werden. &ldquo;Exemplarisch sei hier an die Silvesternacht 2015 erinnert&rdquo;. Es folgen Zahlen zu den Ereignissen insbesondere am K&ouml;lner Hauptbahnhof sowie zu salafistisch motivierten Straftaten, Ehren- und Blutrache-Morden. (&hellip;)<br>\nDie Zuwanderungsbewegung nach Deutschland ab dem Jahr 2014\/2015 habe, so das Urteil zum Schluss, &ldquo;zu einer Ver&auml;nderung innerhalb der Gesellschaft gef&uuml;hrt, die sowohl zum Tode von Menschen gef&uuml;hrt hat als auch geeignet ist, auf lange Sicht zum Tod der freiheitlichen demokratischen Grundordnung zu f&uuml;hren. Sollte die Bundesrepublik Deutschland nicht mehr in der Lage sein, das Gewaltmonopol innerhalb ihrer Grenzen effektiv und wirksam auszu&uuml;ben, ist hiermit ein schleichender Untergang verbunden, wie es einst im r&ouml;mischen Weltreich auch der Fall war&ldquo;. (&hellip;)<br>\nDer VGH Hessen wird sich bei seiner Entscheidung &uuml;ber das Gie&szlig;ener Urteil sicherlich an der Rechtsprechung des BVerfG orientieren. Das hat einen Wahlwerbespot der NPD im Mai 2019 f&uuml;r nicht evident volksverhetzend (BVerfG, Beschl. v. 15.05.2019, Az. 1 BvQ 43\/19) erkl&auml;rt, der Rundfunk Berlin-Brandenburg musste ihn ausstrahlen. Allerdings ging es dabei um einen Spot, der den Slogan &ldquo;Migration t&ouml;tet&rdquo; gerade nicht mehr enthielt; dies NPD hatte ihn ver&auml;ndert. Zwei Wochen zuvor n&auml;mlich hatte das BVerfG ihre Wahlwerbung mit diesem Slogan &ndash; im Kontext mit der Forderung nach der Schaffung von &ldquo;Schutzzonen f&uuml;r Deutsche&rdquo; &ndash; f&uuml;r volksverhetzend befunden (BVerfG Beschl. v. 27.04.2019, Az. 1 BvQ 36\/19). Den Vortrag der NPD, die Formulierung &ldquo;Migration t&ouml;tet&rdquo; sei &ldquo;b&ouml;swillig missverstanden&rdquo; worden, habe das zust&auml;ndige OVG nachvollziehbar als &ldquo;fernliegend ausgeschlosssen&rdquo;, so die Verfassungsrichter. In den Urteilsgr&uuml;nden des VG Gie&szlig;en findet diese Entscheidung von Deutschlands h&ouml;chsten Richtern keine Erw&auml;hnung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.lto.de\/recht\/justiz\/j\/vg-giessen-4-k-2279-19-gi-npd-wahl-plakat-migration-toetet-invasion-nicht-volksverhetzend-widerstandsrecht\/\">Legal Tribune Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Geld ist Macht &ndash; die schwarzen Kassen der CDU<\/strong><br>\nIn welchem Umfang die CDU jahrelang auf Gelder aus schwarzen Kassen zur&uuml;ckgriff, kam vor genau 20 Jahren ans Tageslicht. Ein neues Buch erz&auml;hlt nun die wahre Geschichte des sogenannten &ldquo;Bimbes&rdquo;<br>\n2015 machte der damalige Finanzminister Wolfgang Sch&auml;uble in einem Interview eine eher beil&auml;ufige Bemerkung, als er wieder einmal nach den omin&ouml;sen &ldquo;vier oder f&uuml;nf&rdquo; anonymen Spendern des Helmut Kohl gefragt wurde: &ldquo;Es gibt keine (Spender). Weil&rsquo;s aus der Zeit von Flick schwarze Kassen gab.&rdquo; Auch wenn Sch&auml;uble diese kategorische Aussage sp&auml;ter relativierte (&ldquo;Vielleicht gab es auch Spender.&rdquo;) &ndash; seine Bemerkung l&ouml;ste 15 Jahre nach Kohls R&uuml;cktritt vom Ehrenvorsitz der CDU erneute intensive Recherchen der Filmjournalisten Stephan Lamby und Egmont R. Koch sowie des Spiegel aus. Die Ergebnisse pr&auml;sentierten das Magazin und die ARD dann Anfang Dezember 2017 &ndash; ein halbes Jahr nach Helmut Kohls Tod. Es war ihm also gelungen, sein Geheimnis mit ins Grab zu nehmen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Geld-ist-Macht-die-schwarzen-Kassen-der-CDU-4600185.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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(JK\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-56810","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/56810","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=56810"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/56810\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":56813,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/56810\/revisions\/56813"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=56810"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=56810"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=56810"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}