{"id":56869,"date":"2019-12-05T08:42:39","date_gmt":"2019-12-05T07:42:39","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56869"},"modified":"2019-12-05T08:42:39","modified_gmt":"2019-12-05T07:42:39","slug":"hinweise-des-tages-3507","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56869","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56869#h01\">Warum hilft kein EU-Land dem Wikileaks-Gr&uuml;nder?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56869#h02\">Exportverbot f&uuml;r R&uuml;stungsfirma nach Saudi-Arabien aufgehoben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56869#h03\">NATO-Gipfel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56869#h04\">So kuscht die Bundesregierung vor den USA<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56869#h05\">US-Wahlkampf und Impeachment &ndash; Lassen die Demokraten Joe Biden fallen?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56869#h06\">Starke Nichtinanspruchnahme von Grundsicherung deutet auf hohe verdeckte Altersarmut<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56869#h07\">Soziale Gerechtigkeit: Armutsrisiko steigt trotz sinkender Arbeitslosigkeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56869#h08\">Schluss mit der Zettelwirtschaft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56869#h09\">Big Data in der Medizin: Die gl&auml;serne Zukunft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56869#h10\">Bundestag schafft Cum-Ex-Ausnahme von Informationsfreiheit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56869#h11\">Effektiver als die Kohlelobby: Das Umweltministerium ist der gr&ouml;&szlig;te Blockierer von Windr&auml;dern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56869#h12\">Internationale Bildungsstudie: &ldquo;PISA wird &uuml;berinterpretiert&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56869#h13\">Deutsche Bahn: Milliardeninvestitionen im Ausland statt in Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56869#h14\">Berliner Tschetschenenmord: Maas weist russische Diplomaten aus <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56869#h15\">&ldquo;Jetzt ist Lieferando&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56869#h16\">Joe Kaeser bekommt fast 50 Prozent mehr Geld<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Warum hilft kein EU-Land dem Wikileaks-Gr&uuml;nder?<\/strong><br>\nAssange geht es offenbar schlecht, UN-Experten und &Auml;rzte beklagen psychische Folter. Das geht auch gegen die Pressefreiheit im Allgemeinen.<br>\n(&hellip;) &Uuml;ber Assanges Methoden l&auml;sst sich streiten. Dass er die Klarnamen von Zutr&auml;gern der US-Regierung nicht geschw&auml;rzt hat, gef&auml;hrdete Unschuldige. Ob es journalistisch n&ouml;tig war, E-Mails von Hillary Clinton zu ver&ouml;ffentlichen und Donald Trump zum Wahlsieg zu verhelfen, ist fraglich. Aber nichts davon rechtfertigt die Auslieferung in die USA, wo ihm eine lebenslange Gef&auml;ngnisstrafe droht. Umso unverst&auml;ndlicher ist, dass keine Regierung in Europa gegen die inhumane Inhaftierung interveniert. In der Schuld stehen auch die Medien, die sich mit den Wikileaks-Dokumenten als Enth&uuml;ller profilierten. Die Verhandlung &uuml;ber seine Auslieferung soll am 25. Februar beginnen, vorausgesetzt er lebt dann noch.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/julian-assange-in-isolationshaft-warum-hilft-kein-eu-land-dem-wikileaks-gruender\/25289274.html\">Harald Schumann im Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Moritz M&uuml;ller:<\/strong> Super, dass Harald Schumann vom Tagesspiegel sich f&uuml;r seinen Kollegen und Menschen Julian einsetzt.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unserer Leserin S.B.:<\/strong> Es ist wichtig, dass dieser Kommentar am 02.12. in der Printausgabe des Tagesspiegels und nun auch online ver&ouml;ffentlicht wurde. Die von Journalist\/innen gepflegte Mauer des Schweigens muss durchbrochen werden. In der Printversion lautete die &Uuml;berschrift: &ldquo;Haft f&uuml;r Assange &ndash; ein Anschlag auf die Pressefreiheit&rdquo;.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: UN-Sonderberichterstatter &uuml;ber Folter widerlegt Aussagen des Ausw&auml;rtigen Amtes zu Assange-Berichten<\/strong><br>\nDas Ausw&auml;rtige Amt hat sich in einem wohl einmaligen Vorgang bis auf die Knochen blamiert. Von RT auf der BPK zu Berichten des UN-Sonderberichterstatters Nils Melzer &uuml;ber Julian Assange angesprochen, behauptet das AA, diese Berichte gebe es gar nicht. Dann kontert Melzer.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/inland\/95338-un-sonderberichterstatter-uber-folter-widerlegt-aussagen-auswaertiges-amt\/%20\">RT Deutsch<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Exportverbot f&uuml;r R&uuml;stungsfirma nach Saudi-Arabien aufgehoben<\/strong><br>\nNach der Ermordung des Journalisten Khashoggi hat die Bundesregierung einen Stopp f&uuml;r R&uuml;stungsexporte nach Saudi Arabien verh&auml;ngt. Doch das Verwaltungsgericht Frankfurt hat es nun im Fall eines Unternehmens aufgehoben. [&hellip;]<br>\nDie pauschale und knappe Begr&uuml;ndung in den angegriffenen Entscheidungen entspreche nicht den gesetzlichen Anforderungen. Au&szlig;enwirtschaftliche Entscheidungen seien nicht wegen der au&szlig;en- und sicherheitspolitischen Bedeutung von vornherein jeglicher Begr&uuml;ndungspflicht entzogen. Zudem habe das Unternehmen durch die aufschiebende Befristung wom&ouml;glich Anspruch auf Entsch&auml;digung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/rhein-main\/gericht-hebt-waffenexportverbot-nach-saudi-arabien-auf-16517178.html\">FAZ<\/a>\n<p><strong>dazu: Bundesregierung sabotiert eigenes Waffenembargo gegen Saudi-Arabien<\/strong><br>\n&bdquo;Es ist politische Sabotage, wenn Rheinmetall und Co. am Ende &uuml;ber den einfachen Gerichtsweg die Ausfuhr von R&uuml;stungsg&uuml;tern an die Kopf-ab-Diktatur Saudi-Arabien durchsetzen k&ouml;nnen, allein aus Mangel an einer stichhaltigen Begr&uuml;ndung durch die Bundesregierung&ldquo;, erkl&auml;rt Sevim Dagdelen, abr&uuml;stungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, anl&auml;sslich der Entscheidung des Verwaltungsgerichts Frankfurt, das vom Bund verf&uuml;gte Ausfuhrverbot f&uuml;r 120 Milit&auml;rlastwagen des Rheinmetall-Konzerns im Wert von rund 136 Millionen Euro an die Streitkr&auml;fte des saudischen Herrscherhauses wegen unzureichender Begr&uuml;ndung aufzuheben. Dagdelen weiter:<br>\n&bdquo;Zu einer klaren und gerichtsfesten Begr&uuml;ndung f&uuml;r den deutschen Waffenexportstopp geh&ouml;rt der Verweis auf die von der UNO festgestellten saudischen Kriegsverbrechen im Jemen, bei denen vermutlich auch deutsche Waffen zum Einsatz gekommen sind, und die von Saudi-Arabien zu verantwortende gr&ouml;&szlig;te humanit&auml;re Katastrophe unserer Zeit.<br>\nDIE LINKE fordert ein umfassendes Waffenembargo gegen Saudi-Arabien, das auch Ausfuhren &uuml;ber Drittl&auml;nder und Tochterfirmen im Ausland einschlie&szlig;t.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/bundesregierung-sabotiert-eigenes-waffenembargo-gegen-saudi-arabien\/\">DIE LINKE. im Bundestag<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>NATO-Gipfel<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>NATO-Gipfel offenbart auseinanderdriftende Interessen<\/strong><br>\nZum Verlauf des Londoner NATO-Gipfels erkl&auml;rt &Ouml;zlem Alev Demirel, stellvertretende Vorsitzende im Ausschuss f&uuml;r Sicherheit und Verteidigung des Europ&auml;ischen Parlaments (SEDE):<br>\n&bdquo;Weder der feierliche Auftakt noch die vorab vereinbarte &sbquo;Londoner Erkl&auml;rung&lsquo; k&ouml;nnen dar&uuml;ber hinwegt&auml;uschen, dass die NATO aktuell einer politischen Zerrei&szlig;probe ausgesetzt ist, deren Ursache in den immer weiter auseinanderdriftenden wirtschaftlichen Interessen ihrer gro&szlig;en Mitglieder liegt. Ein geradezu peinlicher Hinweis darauf ist die Tatsache, dass die Initiative des deutschen Au&szlig;enministers Heiko Maas, eine Expertengruppe zu kreieren, die &uuml;ber &sbquo;eine bessere politische Abstimmung der Partner&lsquo; nachdenken solle, allen Ernstes in die Abschlusserkl&auml;rung des Gipfels aufgenommen wurde. Eine solche &sbquo;politische Abstimmung&lsquo; findet eben angesichts der ambivalenten zwischenstaatlichen Beziehungen der verschiedenen Mitgliedstaaten nicht statt &ndash; und ist auch kaum noch erfolgreich m&ouml;glich. Vielmehr hat der Jubil&auml;umsgipfel in London erneut die bestehenden Konflikte innerhalb der NATO aufgezeigt.&ldquo;<br>\n&bdquo;Zu konstatieren ist:\n<ul>\n<li>Die stattfindenden und angedrohten Handelskriege innerhalb der &sbquo;westlichen Allianz&lsquo; haben mittlerweile solche Ausma&szlig;e angenommen, dass sie Fragen der milit&auml;rischen Zusammenarbeit zu beeintr&auml;chtigen beginnen.<\/li>\n<li>Die USA wollen nicht mehr der Gro&szlig;zahler einer Ordnung von internationalen Beziehungen sein, deren gr&ouml;&szlig;ter Profiteure nicht mehr sie selbst sind.<\/li>\n<li>Die Europ&auml;er, allen voran Deutschland und Frankreich, versuchen, die politische Krise in der NATO dazu zu nutzen, ihre eigene R&uuml;stungsindustrie intensiv auszubauen. So will man den europ&auml;ischen Konzernen astronomische Profite zuf&uuml;hren statt den US-amerikanischen. Erst vor einigen Tagen hat die EU der Europ&auml;ischen Weltraumbeh&ouml;rde ESA ein Rekordbudget von 16 Milliarden Euro zugesagt.&ldquo;<\/li>\n<\/ul>\n<p>&bdquo;In Zeiten wirtschaftlicher Flaute, drohender Wirtschaftskrise und abnehmender Profitraten sind all die Milliarden, die jetzt intensiv in die R&uuml;stungsindustrie hineingesteckt werden, willkommene &sbquo;Investitionen&lsquo; f&uuml;r die gro&szlig;en europ&auml;ischen R&uuml;stungskonzerne. Doch weder das Ziel der NATO, die nationalen R&uuml;stungshaushalte auf zwei Prozent des jeweiligen Bruttoinlandsprodukts anzuheben, noch die milliardenschweren europ&auml;ischen Aufr&uuml;stungsprojekte sind die richtigen Antworten auf die heutigen Herausforderungen. Statt Milliarden in Aufr&uuml;stungsprojekten zu versenken, m&uuml;ssen diese Gelder in die &ouml;ffentliche und soziale Infrastruktur investiert werden. Das w&auml;re ein Beitrag f&uuml;r eine sichere Zukunft.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.dielinke-europa.eu\/de\/article\/12542.nato-gipfel-offenbart-auseinanderdriftende-interessen.html\">DIE LINKE im Europaparlament<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Aufr&uuml;stung trotz Streit<\/strong><br>\nUngeachtet heftiger innerer Auseinandersetzungen erh&ouml;ht die NATO ihre Einsatzbereitschaft, steht vor ihrer n&auml;chsten Erweiterung und nimmt China als neue &ldquo;Herausforderung&rdquo; ins Visier. Das sind zentrale Ergebnisse des gestern zu Ende gegangenen Jubil&auml;umstreffens des Kriegsb&uuml;ndnisses, zu dem dessen Staats- und Regierungschefs in London zusammengekommen waren. Die NATO wird bereits ab kommendem Jahr 30 Einheiten von Heer, Luftwaffe und Marine binnen maximal 30 Tagen in den Krieg schicken k&ouml;nnen. Erstmals ist auf dem Londoner Gipfel Nordmazedonien vertreten gewesen, das unmittelbar vor seiner Aufnahme in das B&uuml;ndnis steht. Zudem wird sich die NATO k&uuml;nftig ausf&uuml;hrlich mit China befassen, wenn auch nicht in ausschlie&szlig;lich konfrontativer Form, wie es Washington gew&uuml;nscht hatte. Nicht eskaliert ist der Konflikt mit der T&uuml;rkei, wenngleich die Differenzen zwischen Ankara und diversen anderen B&uuml;ndnisstaaten keineswegs beigelegt sind. Faktisch hat die t&uuml;rkische Regierung einen Freibrief f&uuml;r ihre scharf kritisierten Besatzungsaktivit&auml;ten in Nordsyrien erhalten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/8127\/\">German Foreign Policy<\/a><\/li>\n<li><strong>Wenn schon, dann drei Prozent f&uuml;r die Nato<\/strong><br>\nDas B&uuml;ndnisgebiet zu verteidigen, reicht nicht mehr aus. Die Nato muss sich der gr&ouml;&szlig;ten Verteidigungsherausforderung stellen: Dem Schutz vor hybriden Angriffen. Den gibt es nicht umsonst.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/daniel-hamilton-drei-prozent-fuer-die-nato-16516625.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Das musste ja so kommen. Die Ausgaben f&uuml;r das Milit&auml;r sollen sich deutlich nach oben bewegen. Nun reichen auch zwei Prozent nicht mehr aus. Und die Bundesregierung wird wohl nach einigem hin und her erneut folgen &ndash; auch weil die SPD US-treuen Personen wie den Herren Maas und Annen das Ausw&auml;rtige Amt &uuml;berl&auml;sst. Oder wird hier einfach &ldquo;hoch gepokert&rdquo; &ndash; immer mehr gefordert, damit wenigstens die Zwei-Prozent-Marke erreicht wird. Die gegenw&auml;rtige Bundesregierung scheint das zu akzeptieren. Das muss sie jedoch nicht. Bitte lesen Sie dazu auch &ldquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41774\">Trumps Forderungen an Nato-B&uuml;ndnispartner &ndash; Muss Deutschland den R&uuml;stungshaushalt auf 2 % des Bruttoinlandsprodukts erh&ouml;hen?<\/a>&ldquo;. Ein kooperativer Ansatz in der Au&szlig;enpolitik w&auml;re &ndash; vor allem im Umgang mit Russland, aber auch China und Iran &ndash; wohl wesentlich besser f&uuml;r die Sicherheit Deutschlands und Europas (Stichwort: Wandel durch Ann&auml;herung).<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>NATO-Kriterien: Versteckte R&uuml;stungsausgaben<\/strong><br>\nF&uuml;r die Bundesregierung ist es &uuml;beraus attraktiv, immer mehr Posten in andere Haushalte zu verschieben, sie aber bei der NATO dennoch anzumelden<br>\nStolz verk&uuml;ndete die Bundesregierung p&uuml;nktlich kurz vor den Feierlichkeiten zum 70-j&auml;hrigen Nato-Jubil&auml;um, f&uuml;r das kommende Jahr seien dem B&uuml;ndnis erstmals Milit&auml;rausgaben von &uuml;ber 50 Milliarden Euro gemeldet worden. Der offizielle Haushalt soll laut Kabinettsbeschluss im Jahr 2020 allerdings &ldquo;nur&rdquo; 44,9 Milliarden Euro umfassen.<br>\nDie Ursache f&uuml;r diese L&uuml;cke sind Umfrageergebnisse wie etwa vom Deutschlandtrend im April 2019: Sie zeigen ein ums andere Mal, dass sich eine Mehrheit der Bev&ouml;lkerung &ndash; in diesem Fall von 53 Prozent &ndash; gegen eine vor allem von den USA massiv eingeforderten Erh&ouml;hung der Milit&auml;rausgaben auf 2 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) ausspricht.<br>\nInsofern ist es f&uuml;r die Bundesregierung &uuml;beraus attraktiv, immer mehr Posten in andere Haushalte zu verschieben, sie aber bei der NATO dennoch anzumelden. Das hilft, den offiziellen Haushalt mit Blick auf die skeptische Bev&ouml;lkerung halbwegs niedrig zu halten und trotzdem bei den NATO-Kollegen auf Sch&ouml;nwetter machen zu k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/NATO-Kriterien-Versteckte-Ruestungsausgaben-4603161.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>So kuscht die Bundesregierung vor den USA<\/strong><br>\nRichard Grenell, US-Botschafter in Deutschland, vertritt nicht nur die Interessen der US-Regierung, sondern setzt sie auch durch.<br>\nRed. Gabor Steingart war Wirtschaftsjournalist in Berlin und Miteigent&uuml;mer der deutschen Handelsblatt-Gruppe. Heute gibt er den Newsletter &laquo;Morning Briefing&raquo; heraus, dem wir folgenden Beitrag entnehmen.<br>\nDeutschland wird von US-Pr&auml;sident Donald Trump bevorzugt behandelt. Andere L&auml;nder bekommen von ihm einen normalen Botschafter, nach Berlin schickte er eine originalgetreue Kopie. Der ehemalige &laquo;Fox News&raquo;-Kommentator Richard Grenell ist konservativ wie Trump, nur bekennend homosexuell und j&uuml;nger. Ansonsten stammen beide aus der gleichen Fertigungshalle, vor allem der Kopf ist baugleich.<br>\nGrenell ist ein &laquo;America First&raquo;-K&auml;mpfer aus Edelstahl, er schiesst scharf und hasst &Uuml;bungsmunition. Er beherrscht wie das Original die Methode kalt\/warm, das heisst, binnen Sekunden kann er von Charmeur auf Pitbull umschalten.<br>\nSo wie andere ihre Freundschaften pflegen, pflegt Grenell seine Feindschaften &ndash; mit dem &laquo;Spiegel&raquo;, mit SPD-Aussenminister Heiko Mass und mit Kanzlerin Angela Merkel. Mit den Worten &laquo;You gonna love this guy&raquo; hatte Trump ihr Grenell vorgestellt. Humorbegabte Kanzlerberater geben zu: Das war nicht &uuml;bertrieben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/Artikel\/Politik\/So-kuscht-die-Bundesregierung-vor-den-USA\">Gabor Steingart auf Infosperber<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.K.:<\/strong> Dieser Beitrag ist leider irref&uuml;hrend. Ob der Scharfsch&uuml;tze Grenell oder der Schmuser Kornblum die amerikanischen Interessen vertreten, macht in der Konsequenz keinen Unterschied. Sie setzen sie durch.  <\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Typisch Gabor Steingart.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>US-Wahlkampf und Impeachment &ndash; Lassen die Demokraten Joe Biden fallen?<\/strong><br>\nW&auml;hrend nun Bloomberg als Plan B Joe Biden als demokratischen Pr&auml;sidentschaftskandidaten ersetzen soll und er aus eigener Tasche schon mal 30 Millionen Dollar in TV-Werbung gesteckt hat (Bloomberg soll 54 Milliarden Verm&ouml;gen besitzen), geht das Amtsenthebungsverfahren in die n&auml;chste Runde. In dieser Woche beginnen die ersten formalen Anh&ouml;rungen im Justizausschuss des Kongresses, nachdem die Demokraten Trumps Schuld nach den Anh&ouml;rungen im November f&uuml;r erwiesen halten.<br>\nDer Spiegel kann von seinem Narrativ nicht lassen und ver&ouml;ffentlichte am 4. Dezember einen Artikel mit der &Uuml;berschrift &bdquo;Anh&ouml;rung im US-Kongress: Rechtsprofessoren halten Impeachment-Verfahren gegen Trump f&uuml;r gerechtfertigt&ldquo;. In dem Artikel konnte man dann ausf&uuml;hrlich etwas dar&uuml;ber lesen, dass Rechtsprofessoren vor dem Justizausschuss ausgesagt h&auml;tten, dass das Amtsenthebungsverfahren berechtigt sei. Bis auf einen, der hatte eine andere Meinung.<br>\nWas der Spiegel seinen Leser nicht mitgeteilt hat ist, dass auch hier wieder in erster Linie die Demokraten mit ihrer Mehrheit entschieden haben, wer aussagen darf. Und so wurden vier Professoren vorgeladen, von denen drei mit den Demokraten sympathisieren. Und wenig &uuml;berraschend fanden die drei, dass das Verfahren gerechtfertigt ist. Und der eine, der einer anderen Meinung war, war von den Republikanern vorgeladen worden. Seine politischen Einstellungen hat der Spiegel thematisiert, damit der Leser dessen Aussagen f&uuml;r parteiisch h&auml;lt. Dass das auch f&uuml;r die ersten drei galt, hat der Spiegel vergessen zu erw&auml;hnen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.anti-spiegel.ru\/2019\/us-wahlkampf-und-impeachment-lassen-die-demokraten-joe-biden-fallen\/\">Anti-Spiegel<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Starke Nichtinanspruchnahme von Grundsicherung deutet auf hohe verdeckte Altersarmut<\/strong><br>\nGrundsicherung im Alter wird von rund 60 Prozent der Anspruchsberechtigten &ndash; hochgerechnet etwa 625000 Privathaushalten &ndash; nicht in Anspruch genommen<br>\nPersonen mit geringem Anspruch, Immobilieneigent&uuml;merInnen, &auml;ltere und verwitwete Personen verzichten h&auml;ufiger als andere auf Grundsicherung<br>\nVier von f&uuml;nf Haushalten mit Anspr&uuml;chen von mehr als 600 Euro nehmen diese auch in Anspruch<br>\nBei voller Inanspruchnahme w&uuml;rde verf&uuml;gbares Einkommen der Haushalte, die Grundsicherung aktuell nicht beziehen, aber beziehen k&ouml;nnten, um rund 30 Prozent steigen<br>\nUm verdeckte Armut zu bek&auml;mpfen, sollte Antragsverfahren vereinfacht und Bewilligungsdauer verl&auml;ngert werden<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.diw.de\/de\/diw_01.c.699957.de\/publikationen\/wochenberichte\/2019_49\/starke_nichtinanspruchnahme_von_grundsicherung_deutet_auf_hohe_verdeckte_altersarmut.html\">DIW Berlin<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Soziale Gerechtigkeit: Armutsrisiko steigt trotz sinkender Arbeitslosigkeit<\/strong><br>\nIn Deutschland ist das Armutsrisiko trotz hoher Besch&auml;ftigung gestiegen, zeigt ein Bericht der Bertelsmann-Stiftung. W&auml;hrend sich die Jobchancen f&uuml;r Gut- und Geringverdiener verbessert h&auml;tten, w&uuml;rden Arbeitspl&auml;tze der &ldquo;klassischen Mittelschicht&rdquo; wegfallen. Auch die Kluft zwischen Jung und Alt habe sich in vielen L&auml;ndern vergr&ouml;&szlig;ert: Kinder und Jugendliche seien h&auml;ufiger von Armut bedroht als &uuml;ber 65-J&auml;hrige. [&hellip;]<br>\n&ldquo;F&uuml;r uns ist das &uuml;berraschend, weil wir vermutet h&auml;tten, dass ein Anstieg der Besch&auml;ftigung mit einem geringeren Armutsrisiko einhergeht&rdquo;, sagt Thorsten Hellmann, Leiter der Untersuchung. Er f&uuml;hrt die Entwicklung auf mehrere Faktoren zur&uuml;ck: In vielen L&auml;ndern h&auml;tten nicht alle gesellschaftlichen Gruppen gleicherma&szlig;en vom Aufschwung profitiert. So sei der Anteil sogenannter atypisch Besch&auml;ftigter gestiegen, die in Teilzeit, Leiharbeit, befristet oder als Minijobber arbeiten. Neben einer geringeren Arbeitszeit gehen diese Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisse oft mit niedrigeren L&ouml;hnen einher. Das habe in vielen Staaten zu einem Anstieg der Einkommensungleichheit gef&uuml;hrt, so auch in Deutschland, sagt Hellmann.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/armut-studie-bertelsmann-stiftung-1.4709600\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Der Befund kommt f&uuml;r die Forscher der Bertelsmann-Stiftung also &uuml;berraschend oder sollte man doch eher sagen gelegen. Die Bertelsmann Stiftung war doch ma&szlig;geblich an der Schaffung dieser prek&auml;ren Zust&auml;nde beteiligt, <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=V9984__hGzc\">wie die Anstalt im ZDF einmal sehr sch&ouml;n herausarbeitete<\/a>. So ist ein Teil des Feldes f&uuml;r k&uuml;nftige T&auml;tigkeiten doch selbst bestellt worden. Der Clou dabei: Obwohl hier bewusst Politik gegen die Mehrheit der Bev&ouml;lkerung betrieben wird, darf die Bertelsmann-Stiftung selbstverst&auml;ndlich gemeinn&uuml;tzig bleiben und Steuern sparen, w&auml;hrend anderen Organisationen dieses Privileg unter anderem vom SPD-Finanzminister aberkannt wird. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Schluss mit der Zettelwirtschaft<\/strong><br>\nKrankmeldungen sollen ab 2021 digital erfolgen &ndash; Patienten sparen sich Porto und Zeit<br>\nWer aus gesundheitlichen Gr&uuml;nden ausf&auml;llt, muss seinem Arbeitgeber in der Regel am vierten Tag einen Krankenschein vom Arzt schicken. Das k&ouml;nnte sich nun &auml;ndern. Ab Januar 2021 sollen f&uuml;r gesetzlich Versicherte die Arbeitsunf&auml;higkeitsbescheinigungen bei einer Krankmeldung abgeschafft werden. Stattdessen soll es eine digitale L&ouml;sung geben: der sogenannte &ldquo;Digitale Krankenschein&ldquo;.<br>\nQuelle 1: <a href=\"https:\/\/vdktv.de\/2019\/12\/02\/der-digitale-krankenschein%20\">VDKTV<\/a><br>\nQuelle 2: VDK Zeitung Dez19\/Jan 20, aktuell noch nicht online\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers T.M.:<\/strong> Kein Wort davon, dass das &Uuml;bermittlungsrisiko des Verfahrens allein beim Arbeitnehmer sein soll. <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55862#h07\">Siehe dazu auch hier<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Big Data in der Medizin: Die gl&auml;serne Zukunft<\/strong><br>\nDie Gesundheitsdaten von Patienten sollen bald zur Forschungszwecken genutzt werden &mdash; ohne deren Einwilligung. Wem geh&ouml;rt der Datenschatz und was stellt man mit ihm an? [&hellip;]<br>\nChristiane Fischer machen solchen Pl&auml;ne Sorgen. Die &Auml;rztin und Gr&uuml;nderin einer Initiative unbestechlicher &Auml;rztinnen und &Auml;rzte wurde 2012 in den Deutschen Ethikrat berufen. &bdquo;Digital Health und Datenschutz widersprechen sich nicht nur auf den ersten Blick&ldquo;, sagte sie. Der Patient muss stets die Macht &uuml;ber seine Daten haben, und vor jeder Verwendung, zu welchem Zweck auch immer, um sein Einverst&auml;ndnis gebeten werden. An einer zentralen Stelle gespeichert werden sollten Patientendaten nicht, au&szlig;erdem fordert sie ein Recht auf Vergessen im Internet. Kann das alles nicht gew&auml;hrleistet werden, w&uuml;rde sie die Digitalisierung von Gesundheitsdaten ganz ablehnen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/debatten\/big-data-in-der-medizin-wem-gehoeren-unsere-gesundheitsdaten-16517384.html\">FAZ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Bundestag schafft Cum-Ex-Ausnahme von Informationsfreiheit<\/strong><br>\nDas Bundesfinanzministerium muss der &Ouml;ffentlichkeit eigentlich Auskunft dazu geben, wie es mit Skandalen wie Cum-Ex umgeht. Mit einer Gesetzes&auml;nderung durch die Hintert&uuml;r hat es sich jetzt aber eine Ausnahme schaffen lassen.<br>\nHarmlos mutet der Name einer neuen Regelung an, die der Bundestag nach einem Entwurf des Bundesfinanzministerium Mitte November beschlossen hat: Das &bdquo;Gesetz zur weiteren steuerlichen F&ouml;rderung der Elektromobilit&auml;t und zur &Auml;nderung weiterer steuerlicher Vorschriften&ldquo; soll Steuerverg&uuml;nstigungen f&uuml;r Elektromobilit&auml;t bringen. Doch es versteckt sich noch ein weiteres Vorhaben in den Paragrafen: Das Finanzministerium hat sich nebenbei einer l&auml;stigen Transparenzpflicht entledigt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/netzpolitik.org\/2019\/bundestag-schafft-cum-ex-ausnahme-von-informationsfreiheit\/%20\">netzpolitik.org<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Effektiver als die Kohlelobby: Das Umweltministerium ist der gr&ouml;&szlig;te Blockierer von Windr&auml;dern<\/strong><br>\nDie Abstandsregel bremst die Windm&uuml;hlen aus? Nein, Natursch&uuml;tzer verhindern die meisten Anlagen. Und die sitzen im Umweltministerium an strategischen Stellen.<br>\nDas CDU-gef&uuml;hrte Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) musste wegen seiner restriktiven Windkraftpolitik in letzter Zeit viel Kritik einstecken &ndash; von Branchenverb&auml;nden, den Gr&uuml;nen, vor allem aber von Bundesumweltministerin Svenja Schulze. Die SPD-Politikerin lehnte die vom BMWi versch&auml;rfte Mindestabstandsregel f&uuml;r Windr&auml;der zu Wohnbebauungen ab. Sie beklagte, dass dadurch der Ausbau zu stark eingeschr&auml;nkt w&uuml;rde, was &bdquo;&uuml;berhaupt nicht&ldquo; zu den Zielen der Regierung passe.<br>\nDabei hat sich das von Schulze gef&uuml;hrte Ministerium selbst, besonders dessen Abteilung N f&uuml;r Naturschutz, zu einem der gr&ouml;&szlig;ten Blockierer entwickelt, behaupten Kritiker. Deutlich wurde das zuletzt im Rahmen des geplanten Kohleausstiegsgesetzes.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/effektiver-als-die-kohlelobby-das-umweltministerium-ist-der-groesste-blockierer-von-windraedern\/25296536.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Internationale Bildungsstudie: &ldquo;PISA wird &uuml;berinterpretiert&rdquo;<\/strong><br>\nVon &ldquo;alarmierenden Zahlen&rdquo; oder einem &ldquo;neuen PISA-Schock&rdquo; sprechen manche Kommentatoren. Dabei sei gar nicht klar, wie aussagekr&auml;ftig PISA &uuml;berhaupt ist, sagt Bildungsforscher Barz im tagesschau.de-Interview.<br>\ntagesschau.de: Zwar schneiden deutsche Sch&uuml;ler bei der aktuellen Erhebung nicht mehr so schlecht ab wie beim allerersten PISA-Test im Jahr 2000. Dennoch gehen die Leistungen in allen getesteten Bereichen wieder zur&uuml;ck. Warum ist das so?<br>\nHeiner Barz: PISA ist kein Instrument mit hundertprozentiger Messgenauigkeit. Deshalb muss man an die Ergebnisse, gerade wenn es sich hier um ein paar Punkte hoch oder runter dreht, eine ganze Reihe von Fragezeichen machen. Ob diese Ergebnisse wirklich so aussagekr&auml;ftig und interpretierbar sind, dass man daraus Schlussfolgerungen f&uuml;r das deutsche Bildungssystem ziehen kann, bezweifeln viele Experten inzwischen.<br>\nQuelle 1: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/pisa-studie-2019-interview-101.html\">Tagesschau<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.rwi-essen.de\/media\/content\/pages\/presse\/downloads\/191202_unstatistik_november.pdf\">RWI-Essen [PDF]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers G.R.:<\/strong> Es war ja zu erwarten, dass nach der neuesten PISA-Studie im deutschen Bl&auml;tterwald und in der Politik wieder die Panik umgeht. Kaum jemand versucht, die Ergebnisse differenziert zu betrachten. Es geht aber auch anders.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Deutsche Bahn: Milliardeninvestitionen im Ausland statt in Deutschland<\/strong><br>\nDer fr&uuml;here Bahn-Chef Mehdorn ging weltweit auf Einkaufstur. Zum Beispiel Schenker. Ziel: ein internationaler Logistik-Konzern.<br>\nMit DB Schenker ist die Bahn heute weltweit aktiv, hei&szlig;t es in Image-Filmen. Zu Wasser, zu Lande und in der Luft. Bis hin zu Montagearbeiten f&uuml;r die Industrie. &Uuml;berall im Einsatz &hellip; w&auml;hrend zu Hause in Deutschland die Infrastruktur vernachl&auml;ssigt wurde. Mehdorns Nachfolger R&uuml;diger Grube kaufte Arriva &ndash; f&uuml;r rund zwei Milliarden Euro. Ein Konzern, der in Europa vor allem Busnetze betreibt. Auch auf der kleinen Mittelmeerinsel Malta. Dort ging es schief. DB Arriva hatte ausgemusterte Gelenkbusse aus London eingesetzt, die in den engen Gassen stecken blieben. Die Fahrg&auml;ste klagten &uuml;ber extreme Unp&uuml;nktlichkeit. Dann mussten die Gelenkbusse ausgemustert werden. Schlie&szlig;lich gab die Bahn auf. Und hat viele Millionen in den Sand gesetzt. Inzwischen will man sich ganz von Arriva trennen. Bisher waren die Verkaufsbem&uuml;hungen aber vergebens. Jetzt will die Bahn mit Arriva an die B&ouml;rse gehen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.daserste.de\/information\/wirtschaft-boerse\/plusminus\/sendung\/sendung-vom-04-12-2019-investitionen-bahn-100.html\">plusminus<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Die Reportage gibt wieder Einblicke in die aberwitzige Verkehrspolitik in Deutschland am Beispiel der Bahn. Anstatt ihren genuinen Auftrag zu erf&uuml;llen, wurde die Bahn AG insbesondere unter den Bahn-Chefs Mehdorn und Grube zum weltweiten Logistikdienstleister aufgeblasen, mit dem Geld der Steuerzahler. Das dabei vergeudete Geld fehlt nun, um die marode Schieneninfrastruktur zu erneuern. Alles unter den Augen der Politik, explizit der CSU-Verkehrsminister von Ramsauer bis zu Scheuer.  Nicht unerw&auml;hnt soll dabei bleiben, dass das aktuelle Desaster seinen Ursprung auch in der neoliberalen Politik der EU hat, die mit der 1991 verabschiedeten EG-Richtlinie 91\/440\/EWG einen europ&auml;ischen Eisenbahnmarkt schaffen wollte, auf dem die nationalen Eisenbahngesellschaften als profitorientierte Unternehmen agieren und sich dem internationalen Wettbewerb stellen sollten. Eine Besserung ist nicht in Sicht, da weiter Geld in irrsinnigen Projekten, wie Stuttgart 21 versenkt wird, das woanders dringend gebraucht w&uuml;rde.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Berliner Tschetschenenmord: Maas weist russische Diplomaten aus <\/strong><br>\nDas Ausw&auml;rtige Amt in Berlin hat heute zwei russische Diplomaten zu unerw&uuml;nschten Personen erkl&auml;rt. Zur Begr&uuml;ndung dieser Ma&szlig;nahme hei&szlig;t es, die beiden Botschaftsmintarbeiter h&auml;tten &ldquo;trotz wiederholter hochrangiger und nachdr&uuml;cklicher Aufforderungen nicht hinreichend bei der Aufkl&auml;rung des Mordes&rdquo; an Selimchan Changoschwili mitgewirkt.<br>\nChangoschwili wurde am 23. August wurde im Kleinen Tiergarten in Berlin-Moabit mit einer schallged&auml;mpften Neun-Millimeter-Glock 26 durch einen Kopfschuss get&ouml;tet. Der 41-j&auml;hrige war georgischer Staatsangeh&ouml;riger, aber ethnischer Tschetschene aus dem Pankissital. Im zweiten Tschetschenienkrieg hatte er eine Separatisteneinheit in dieser russischen Teilrepublik kommandiert.<br>\n2016 stellte Changoschwili in Deutschland einen Antrag auf Asyl, den er damit begr&uuml;ndete, dass ihm der russische Staat nach dem Leben trachte und ihn sein Heimatland Georgien nicht sch&uuml;tzen k&ouml;nne. Das Bundeskriminalamt stufte ihn nach der Sichtung seiner Angaben zwei Jahre lang als islamistischen Gef&auml;hrder ein. Fragen, warum sie diese Einstufung &auml;nderte, l&auml;sst die Beh&ouml;rde unbeantwortet.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Berliner-Tschetschenenmord-Maas-weist-russische-Diplomaten-aus-4604079.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>&ldquo;Jetzt ist Lieferando&rdquo;<\/strong><br>\nNicht einmal 30 Prozent aller Parteimitglieder konnte das siegreiche Duo Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans f&uuml;r sich gewinnen. Und die SPD hat sich in die Bredouille man&ouml;vriert. Denn Drinbleiben in der GroKo ist fatal, der Ausstieg ist es aber ebenfalls.<br>\nWenn er gut l&auml;uft, der Bundesparteitag an diesem Wochenende in Berlin, dann bringt er mit Ach und Krach eine Schadensbegrenzung zustande. Geplant war das ganz anders. Ende August hatten acht Teams und ein aussichtsloser Einzelkandidat ihr Interesse am &ldquo;sch&ouml;nsten Amt neben Papst&rdquo; (Franz M&uuml;ntefering) angemeldet. Das Verfahren wurde hochgejubelt, die 23 Regionalkonferenzen in der ganzen Republik waren bemerkenswert gut besucht, einige sogar &uuml;bervoll, an Versprechungen gab es keinen Mangel. &ldquo;Die SPD hat jetzt die Wahl: Weiter so! oder Neuanfang?&rdquo;, hatte das Tandem Esken\/Walter-Borjans in seiner Bewerbung geschrieben, &ldquo;wir wollen den Neuanfang!&rdquo; Und weiter: &ldquo;Wir wollen der SPD das zur&uuml;ckgeben, was viele an ihr vermissen: Standhaftigkeit und Glaubw&uuml;rdigkeit!&rdquo;<br>\nSeit vergangenen Samstag, 18 Uhr, ist zu beobachten, wie die beiden m&uuml;hsam versuchen, Anspruch und Wirklichkeit in Deckung zu bringen. Die Latte liegt auf Weltrekordh&ouml;he. &ldquo;Jetzt ist Lieferando&rdquo;, kommentiert ein Juso nur wenige Minuten nach Bekanntgabe des Ergebnisses im Willy-Brandt-Haus. Die digitale und die reale Welt der Roten quillt &uuml;ber in einer Mischung aus Skepsis, Erwartungen und guten Ratschl&auml;gen. Die SPD-Kreisvorsitzende in Freudenstadt, Viviana Weschenmoser, eine Unterst&uuml;tzerin des Gewinner-Teams, beklagt in der FAZ &ldquo;das lange Verteidigen von Kompromissen&rdquo; und hofft, dass der Parteitag &ldquo;Saskias Empfehlung folgt, die Groko zu verlassen: Einmal runterrasieren, und dann Ciao Kakao&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/politik\/453\/jetzt-ist-lieferando-6366.html\">Kontext: Wochenzeitung<\/a>\n<p><strong>dazu: Niemand hat die Absicht, einen Vertrag zu brechen<\/strong><br>\nJene, die sich in der SPD f&uuml;r das Ende der Gro&szlig;en Koalition aussprechen, werden zu Unrecht kritisiert<br>\nNachdem die SPD in den Augen der konservativen Presse und der Union mal wieder Richtung Sozialismus tendiert, musste sie gleich mal klarstellen: Nur weil Norbert Walter-Borjans und Saskia Esken sich jetzt den Parteivorsitz teilen, &auml;ndert das an der Gro&szlig;en Koalition zun&auml;chst mal gar nichts. Die beiden sollen sich blo&szlig; nicht in die Idee verrennen, die schwarz-rote Regierung neu justieren zu wollen. Damit ist Essig! Linksruck ist abgesagt. Und warum? Weil es einen Koalitionsvertrag gibt! [&hellip;]<br>\nEinen ganz kleinen Haken gibt es nun bei dieser Argumentation: Die guten Damen und Herren aus der Union steigern sich in etwas hinein. N&auml;mlich in einen Vertrag. Einen, den es so gar nicht gibt. Na sicher doch, gemeinhin spricht alle Welt vom Koalitionsvertrag. Aber das ist nur Umgangssprache. Das hat sich irgendwann so eingeb&uuml;rgert. Vor einigen Jahren sprach man in diesem Zusammenhang noch eher von Koalitionsvereinbarung. Denn genau das ist diese tempor&auml;re &Uuml;bereinkunft zweier oder mehrere Parteien in der Tat: Eine Vereinbarung. Eine Absichtserkl&auml;rung, wie Juristen das auch zu nennen pflegen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1129574.spd-niemand-hat-die-absicht-einen-vertrag-zu-brechen.html\">Heppenheimer Hiob<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Joe Kaeser bekommt fast 50 Prozent mehr Geld<\/strong><br>\nDas Gehalt von Siemens-Chef Joe Kaeser steigt im Gesch&auml;ftsjahr 2018\/19 auf 14,25 Millionen Euro. Im Vergleich zum Vorjahr bekommt Kaeser damit 48,5 Prozent mehr. Der Grund ist eine Umstellung des Bonussystems. Ein Teil des Vorstands bekommt den Bonus f&uuml;r 2015 zus&auml;tzlich in diesem Jahr ausgezahlt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/siemens-vorstand-joe-kaeser-gehalt-2019-1.4709281\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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