{"id":56892,"date":"2019-12-06T08:13:42","date_gmt":"2019-12-06T07:13:42","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56892"},"modified":"2019-12-06T08:13:42","modified_gmt":"2019-12-06T07:13:42","slug":"hinweise-des-tages-3508","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56892","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56892#h01\">French workers cherish their welfare state. That&rsquo;s why they&rsquo;re striking<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56892#h02\">Ein umhertaumelnder Zombie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56892#h03\">10.00 Uhr: Hubertus Heil warnt SPD vor Abschaffung der Hartz-IV-Sanktionen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56892#h04\">Was kann gemeinn&uuml;tziger sein als Antifaschismus?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56892#h05\">Glyphosat: Gekaufte Studien?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56892#h06\">Opioide: So manipulierte Pharmakonzern die &ouml;ffentliche Meinung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56892#h07\">Lobbyismus gegen Klimaschutz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56892#h08\">Mindestlohn: Nur die St&auml;rksten &uuml;berleben &ndash; eigentlich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56892#h09\">Bayer lagert fast 1.000 IT-Experten aus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56892#h10\">Japans Konjunkturprogramm: &ldquo;M&auml;chtiges Paket&rdquo; gegen den Abschwung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56892#h11\">De-facto-Regime in Bolivien schafft Sondereinheiten von Polizei und Geheimdienst<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56892#h12\">Fall Assange: UN-Funktion&auml;r &uuml;bt harsche Kritik an Moreno-Regierung in Ecuador<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56892#h13\">Ramstein Air Base: Kontrolle nicht erw&uuml;nscht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56892#h14\">Zu guter Letzt: Politik und Medien geschockt: Sozialdemokraten an die Spitze der SPD gew&auml;hlt<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>French workers cherish their welfare state. That&rsquo;s why they&rsquo;re striking<\/strong><br>\nYes, Macron&rsquo;s reforms would probably save money &ndash; under the current system, authorities face a total pension deficit slated to reach between &euro;8bn and &euro;17bn by 2025. But they would also take a bludgeon to one of the best retirement systems in the world. In France, just 7% of older people are at risk of poverty. This is the lowest rate in the European Union, much less than the 19% in the UK and Germany. It&rsquo;s also likely to be part of the reason why France has slightly greater life expectancy than either country. A system like this ought to be cherished and expanded, not cut. [&hellip;]<br>\nWhat&rsquo;s actually far more outdated in 2019 is Macron&rsquo;s insistence on chipping away at an effective and popular social welfare programme.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.theguardian.com\/commentisfree\/2019\/dec\/04\/french-workers-cherish-welfare-state-strike-reforms-macron\">The Guardian<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Man muss tats&auml;chlich in die britischen Medien schauen, um ein einigerma&szlig;en differenziertes Bild zu den Protesten in Frankreich zu bekommen. Die Bewertungen aus Deutschland sind dagegen unterirdisch und lediglich vom Geist beseelt, dass der Nachbar nun unbedingt irgendwelche Reformen machen m&uuml;sse, weil das Land ja viel zu viel Geld f&uuml;r Renten ausgebe und es nat&uuml;rlich nicht so weitergehen k&ouml;nne, dass Franzosen auch noch viel fr&uuml;her als die Deutschen in den Ruhestand wechselten. Das sei auf Dauer nicht tragf&auml;hig, so das Urteil, das leider nicht auf Fakten, sondern auf einem sonderbaren Glauben beruht. Dabei haben die Franzosen ein Rentensystem, das sehr gut funktioniert und hohe Akzeptanz genie&szlig;t. Das deutsche Rentensystem ist hingegen nach den sogenannten Reformen ein st&auml;ndiger Reparaturbetrieb und auf Dauer nicht tragf&auml;hig, da es immer mehr Menschen schnurstracks in die Altersarmut f&uuml;hrt, auch mit der Grundrente, die Sozialdemokraten als gro&szlig;en sozialpolitischen Erfolg feiern. Der Guardian weist im &Uuml;brigen auch darauf hin, dass Macron die Reichen bei den Steuern entlastet (siehe Verm&ouml;genssteuer), w&auml;hrend die Mehrheit der Bev&ouml;lkerung Opfer zu erbringen habe. Darauf wird in deutschen Kommentaren leider &uuml;berhaupt nicht eingegangen. Stattdessen wird, wie von Sabine Rau in den gestrigen Tagesthemen behauptet, dass die Franzosen die Revolution lieben, Ver&auml;nderungen aber meiden. Leider falsch. Es ist n&auml;mlich schon die f&uuml;nfte Republik. <\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Gro&szlig;demonstrationen: Soziologe sieht neue Lust am Protest in Europa<\/strong><br>\nKlimaschutz-Demonstrationen, Streiks in Frankreich, Anti-Regierungs-Proteste in Rum&auml;nien &ndash; Europa ist politisch in Bewegung. Dahinter stehe ein Demokratie- und Kapitalismusproblem, sagte der Soziologe Oliver Nachtwey im Dlf. Versprechen von Wohlstand und Teilhabe k&ouml;nnten immer weniger eingel&ouml;st werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/grossdemonstrationen-soziologe-sieht-neue-lust-am-protest.795.de.html?dram:article_id=465074\">Deutschlandfunk<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unserer Leserin U.P.:<\/strong> Solche &Uuml;berschriften sind irref&uuml;hrend. Diese Demonstrationen geschehen doch nicht in erster Linie aus &lsquo;Lust am Protest&rsquo;, sondern weil die Protestierenden dar&uuml;ber wichtige Anliegen zum Ausdruck bringen wollen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Ein umhertaumelnder Zombie<\/strong><br>\nJetzt kommt raus: Andere Patienten sind offenbar noch toter als die SPD. Erstens: der DGB-Bundesvorstand unter Reiner Hoffmann und der NRW-DGB unter Anja Weber. Reflexartig verabschiedeten beide &ndash; Seite an Seite mit dem Arbeitgeberverband &ndash; flehende Aufforderungen, die GroKo bitte unbedingt fortzusetzen. Zweitens: die transatlantisch orientierte Mainstreampresse. Sie befindet sich in einem &auml;hnlichen Zersetzungsprozess wie SPD und DGB. Messbar an sinkenden Auflagen und Werbeeinnahmen, zusammengelegten Redaktionen sowie zunehmend austauschbaren Ver&ouml;ffentlichungen. Eine Kurs&auml;nderung ist nicht in Sicht: Das transatlantische Politmilieu reagiert auf die blo&szlig;e Andeutung einer Abweichung vom Kurs bereits mit Hysterie. Es verlangt Gehorsam und Selbstverleugnung &ndash; notfalls bis zum Untergang.<br>\nWas haben diese Leute eigentlich gegen Eskwabo? Walter-Borjans trug entscheidend dazu bei, viele kriminelle Reiche zu Selbstanzeigen und Uli Hoene&szlig; in den Knast zu bringen, indem er als NRW-Finanzminister CDs mit Steuers&uuml;ndern aus der Schweiz ankaufen lie&szlig;. Damit verstie&szlig; er bewusst gegen die BRD-Doktrin &raquo;Der Staat verhandelt nicht mit Kriminellen&laquo; &ndash; in diesem Fall mit profitorientierten Whistleblowern. Das ist unverzeihlich, das vergessen sie nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1129573.esken-und-walter-borjans-ein-umhertaumelnder-zombie.html\">Elmar Wigand in Neues Deutschland<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Der vereinbarte Kompromiss f&uuml;r den Leitantrag auf dem Parteitag zeigt jedoch, dass die Partei noch lange nicht lebendig ist. Zu stark ist der Einfluss, der seit vielen Jahren agierenden Totengr&auml;ber, die sogar die erschreckend inhaltsleere Frau Geywitz zu einer Stellvertreterin erheben konnten. Die Besetzung von Machtpositionen ist eben wichtig. Wer\/welches Gremium entscheidet denn eigentlich nun bei der SPD &uuml;ber den Fortbestand der bestehenden Koalition &ndash; und anhand welcher Kriterien?<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Das ist gut getroffen. Ich w&uuml;rde allerdings &ldquo;das neoliberale Politmilieu&rdquo; schreiben. Wobei Neoliberale und Transatlantiker ja keine Gegens&auml;tze sind, sondern immer zusammengeh&ouml;ren.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>10.00 Uhr: Hubertus Heil warnt SPD vor Abschaffung der Hartz-IV-Sanktionen<\/strong><br>\nBundesarbeitsminister Hubertus Heil hat seine Partei davor gewarnt, auf dem Parteitag eine vollst&auml;ndige Abschaffung der Hartz-IV-Sanktionen zu beschlie&szlig;en. &ldquo;Klar ist, dass Menschen im Rahmen ihrer jeweiligen M&ouml;glichkeiten selbst mitwirken m&uuml;ssen, aus Bed&uuml;rftigkeit herauszukommen&rdquo;, sagte Heil dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Ben&ouml;tigt werde ein Sozialstaat, der ermutige und Chancen er&ouml;ffne. &ldquo;Und wir brauchen auch faire Mitwirkungspflichten&rdquo;, betonte Heil.<br>\nDas Bundesverfassungsgericht hatte Anfang November entschieden, dass die monatelangen Leistungsk&uuml;rzungen f&uuml;r Hartz-IV-Bezieher, die ihren Pflichten nicht nachkommen, teilweise verfassungswidrig sind und abgemildert werden m&uuml;ssen.<br>\nJuso-Chef Kevin K&uuml;hnert hatte einen Antrag f&uuml;r den SPD-Parteitag angek&uuml;ndigt, der die Abschaffung aller Hartz-IV-Sanktionen vorsieht. Heil sagte: &ldquo;Wir werden uns noch einmal genau anschauen, welche gesetzgeberischen Konsequenzen aus dem Verfassungsgerichtsurteil zu Mitwirkungspflichten und Sanktionen zu ziehen sind.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.t-online.de\/nachrichten\/deutschland\/parteien\/id_86942288\/spd-parteitag-esken-walter-borjans-stellen-drei-bedingungen-fuer-groko-bestand.html\">T-Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Tja, alles vergebens. Heil und andere Neoliberale sind diejenigen, die die SPD doch noch in den Abgrund st&uuml;rzen, nicht Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans. Das ist der typische, zynische Jargon, dessen sich das SPD-Establishment seit Einf&uuml;hrung des Hartz IV Repressionsregimes beflei&szlig;igt und genau dieser Zynismus hat die SPD dahin gef&uuml;hrt, wo sie heute steht.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Was kann gemeinn&uuml;tziger sein als Antifaschismus?<\/strong><br>\nEsther Bejarano, Ehrenvorsitzende der Vereinigung der Verfolgten des Nazi-Regimes, schreibt einen offenen Brief an den Bundesminister der Finanzen zur v&ouml;llig unverst&auml;ndlichen Entscheidung eines Finanzamts, dem Verein die Gemeinn&uuml;tzigkeit abzuerkennen.<br>\nSehr geehrter Herr Minister Scholz,<br>\nseit 2008 bin ich die Ehrenvorsitzende der VVN&ndash;BdA, der gemeinn&uuml;tzigen Vereinigung der Verfolgten des Nazi-Regimes &ndash; Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten, gegr&uuml;ndet 1947 von &Uuml;berlebenden der Konzentrationslager und NS-Verfolgten. Die Arbeit der Antifa, die Arbeit antifaschistischer Vereinigungen ist heute &ndash; immer noch &ndash; bitter n&ouml;tig. F&uuml;r uns &Uuml;berlebende ist es unertr&auml;glich, wenn heute wieder Naziparolen gebr&uuml;llt, wenn j&uuml;dische Menschen und Synagogen angegriffen werden, wenn Menschen durch die Stra&szlig;en gejagt und bedroht werden, wenn Todeslisten kursieren und extreme Rechte nicht mal mehr vor Angriffen gegen Vertreter des Staates zur&uuml;ckschrecken.<br>\nWohin steuert die Bundesrepublik?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/hinter-den-schlagzeilen.de\/was-kann-gemeinnuetziger-sein-als-antifaschismus\">Hinter den Schlagzeilen<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Glyphosat: Gekaufte Studien?<\/strong><br>\nGlyphosat ist das weltweit am h&auml;ufigsten eingesetzte Pestizid &ndash; und gleichzeitig wohl das umstrittenste. F&uuml;r die Hersteller geht es um Milliarden. Vor allem f&uuml;r den heute zu Bayer geh&ouml;renden Konzern Monsanto, den wohl bekanntesten Hersteller von glyphosathaltigen Pflanzenschutzmitteln. Recherchen zeigen nun erstmals, dass Monsanto auch in Deutschland verdeckt Studien finanziert hat, die den Nutzen von Glyphosat betonen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www1.wdr.de\/daserste\/monitor\/sendungen\/glyphosat-180.html\">Monitor<\/a>\n<p><strong>dazu: Verdeckte Finanzierung: Monsantos Lobbystudien zu Glyphosat<\/strong><br>\nEin Glyphosat-Verbot w&uuml;rde in der EU Wohlstandsverluste in Milliardenh&ouml;he verursachen. Mit dieser Warnung nahmen Monsanto und andere Glyphosat-Hersteller Einfluss auf die &ouml;ffentliche und politische Diskussion &uuml;ber die Wiederzulassung des Unkrautvernichters. Ihr Beleg: Eine vermeintlich unabh&auml;ngige Studie vom Institut f&uuml;r Agribusiness aus Gie&szlig;en.<br>\nUnsere Recherchen zeigen jetzt, dass diese Studie von Monsanto finanziert wurden. Der heutige Monsanto-Eigent&uuml;mer Bayer r&auml;umte au&szlig;erdem ein, dass die Studien auch von Monsanto beauftragt wurden. Noch vor wenigen Wochen hatte uns der Gie&szlig;ener Instituts-Leiter und Studienautor das Gegenteil gesagt. Der Fall belegt einmal mehr, mit welch unethischen Lobbymethoden Monsanto in den politischen und gesellschaftlichen Gro&szlig;konflikt um Glyphosat eingreift. (&hellip;)<br>\nDie Lobbyorganisationen verwendeten die Studie teilweise in einseitiger oder sogar verzerrter Form. Ein Beispiel ist die 20-seitige Brosch&uuml;re &bdquo;Pflanzenschutz mit dem Wirkstoff Glyphosat&ldquo; der Arbeitsgemeinschaft Glyphosat (pdf &uuml;ber archive.org). Unter Bezugnahme auf die Studien des Institut f&uuml;r Agribusiness hei&szlig;t es dort &bdquo;Experten&ldquo; w&uuml;rden die wirtschaftlichen Schaden eines Glyphosat-Verbots f&uuml;r die EU auf bis zu 4 Milliarden US-Dollar sch&auml;tzen. Die EU m&uuml;sse ohne Glyphosat 6,3 Mio. t Weizen importieren. (&hellip;)<br>\nInzwischen pr&uuml;ft auch die Universit&auml;t Gie&szlig;en den Fall. Die Universit&auml;t hat in ihrer Satzung zur Sicherung guter wissenschaftlicher Praxis bislang keine Regeln zur Angabe von Finanzierungsquellen in der Auftragsforschung. Der Fall soll nun zum Anlass genommen werden, um &bdquo;dahingehende m&ouml;gliche Anpassungen der Satzung in der Universit&auml;t zu diskutieren.&ldquo;<br>\nDas ist gut und regt hoffentlich andere Universit&auml;t an, dem Gie&szlig;ener Vorbild zu folgen. Der Hochschulverband als Interessenvertretung der Hochschulprofessor\/innen hatte bereits 2012 in einer Resolution zu weitgehender Transparenz bei externer Finanzierung aufgerufen. Diese m&uuml;sse &bdquo;insbesondere auf die in Nebent&auml;tigkeit durchgef&uuml;hrten Forschungsprojekte&ldquo; ausgedehnt werden. Bis heute klafft hier aber offenbar eine L&uuml;cke in Regeln f&uuml;r eine gute wissenschaftliche Praxis. (&hellip;)<br>\nAber gerade bei Bayer\/Monsanto bleiben viele Fragen offen. Wir erwarten weitere Antworten und bleiben dran. Noch ist der Fall nicht zu Ende.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.lobbycontrol.de\/2019\/12\/monsanto-glyphosatstudien\/\">LobbyControl<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Opioide: So manipulierte Pharmakonzern die &ouml;ffentliche Meinung<\/strong><br>\nDer Schmerzmittelhersteller Purdue finanzierte &Auml;rzte, Patientenorganisation und &laquo;Think Tanks&raquo;. Viele Medien fielen darauf herein.<br>\nIn den letzten zehn Jahren starben in den USA, je nach Quelle, zwischen 200&rsquo;000 und 400&lsquo;000 Menschen an &Uuml;berdosen von abh&auml;ngig machenden opioidhaltigen Schmerzmitteln. Die Opfer geh&ouml;ren mehrheitlich zur Arbeiterschicht. Dieses nationale Drama wurde nicht viel fr&uuml;her gestoppt, weil der US-Pharmakonzern Purdue die &ouml;ffentliche Meinung aufs Gr&ouml;bste manipulierte &ndash; mit &auml;hnlichen Methoden wie fr&uuml;her die Tabakkonzerne oder die Asbestlobby. Die unabh&auml;ngige Recherche-Plattform ProPublica hat dies bereits am 19. November aufgedeckt. Doch &uuml;ber diese Machenschaften haben grosse Medien in der Schweiz bisher nicht informiert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/Artikel\/Wirtschaft\/Opioide-So-manipulierte-Pharmakonzern-die-offentliche-Meinung\">Infosperber<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Lobbyismus gegen Klimaschutz<\/strong><br>\nWie die Agrarlobby wirksame politische Ma&szlig;nahmen zur Klimarettung boykottiert [&hellip;]<br>\n&laquo;Mehr Klimaschutz in der Landwirtschaft wird wesentlich durch den Einfluss m&auml;chtiger Lobbyverb&auml;nde verhindert. Der gr&ouml;&szlig;te Teil der Treibhausgasemissionen der Landwirtschaft stammt direkt oder indirekt aus der Tierhaltung. Emissionen lassen sich daher nur dann in gro&szlig;em Umfang verringern, wenn weniger Tiere gehalten werden. Dies steht aber den Interessen der Schlacht- und Molkereikonzerne entgegen, genauso wie denen von Landwirten, die in gr&ouml;&szlig;ere St&auml;lle investiert haben und auf wachsende Absatzm&auml;rkte hoffen&raquo;, &auml;u&szlig;ert Tobias Reichert von Germanwatch, einer der &uuml;ber 120 Mitgliedsorganisationen der Klima-Allianz, gegen&uuml;ber Hintergrund. Weiter meint er: &laquo;Im Deutschen Bauernverband sind Landwirte, die auf Wachstum setzen, besonders gut vertreten &ndash; eine Reihe von ihnen ist in Aufsichtsr&auml;ten der gro&szlig;en Agrarunternehmen t&auml;tig. Einige auch als Abgeordnete im Landwirtschaftsausschuss des Deutschen Bundestages. Sie k&ouml;nnen ihre Interessen so &uuml;ber mehrere Kan&auml;le gleichzeitig vertreten.&raquo; Es sei daher nicht verwunderlich, dass in den Klimaschutzma&szlig;nahmen des Landwirtschaftsministeriums keine Rede davon ist, die Zahl der Tiere zu verringern.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.hintergrund.de\/globales\/umwelt\/lobbyismus-gegen-klimaschutz\/%20\">Hintergrund<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Mindestlohn: Nur die St&auml;rksten &uuml;berleben &ndash; eigentlich<\/strong><br>\nMarktliberale &Ouml;konomen messen mit zweierlei Ma&szlig;: Prek&auml;re L&ouml;hne sind in Ordnung, weil sie wenig profitablen Unternehmen das &Uuml;berleben sichern. Die Niedrigzinspolitik der EZB aber nicht, weil sie sogenannte Zombiefirmen am Leben erhalten. Wer soll das verstehen?<br>\nDie Europ&auml;ische Zentralbank (EZB) wird gerade von marktliberalen &Ouml;konomen daf&uuml;r kritisiert, dass sie fundamentale Marktmechanismen au&szlig;er Kraft setzt. Mit ihren extrem niedrigen Zinsen, so die Kritik, erlaubt die EZB wenig profitablen Unternehmen das &Uuml;berleben. Bemerkenswert an dieser Kritik ist, dass sich ihre Vertreter an anderer Stelle gegen einen h&ouml;heren Mindestlohn wenden mit dem Argument, er mache wenig profitablen Unternehmen das &Uuml;berleben unm&ouml;glich.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.fr.de\/wirtschaft\/mindestlohn-nur-staerksten-ueberleben-eigentlich-13267613.html\">FR Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Bayer lagert fast 1.000 IT-Experten aus<\/strong><br>\nBayer trennt sich von vielen IT-Experten, die zu Atos, Capgemini, Cognizant und Tata Consultancy Services wechseln m&uuml;ssen. Es sei kein einfacher Schritt, sich von so vielen Mitarbeitern zu trennen, sagte der Chief Information Officer bei Bayer.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.golem.de\/news\/it-jobs-bayer-lagert-fast-1-000-it-experten-aus-1912-145384.html%20\">Golem<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Japans Konjunkturprogramm: &ldquo;M&auml;chtiges Paket&rdquo; gegen den Abschwung<\/strong><br>\nMitten in der globalen Wirtschaftsflaute k&uuml;ndigt Japans Regierung ein gro&szlig; angelegtes Konjunkturprogramm an. Mit umgerechnet 110 Milliarden Euro soll die Wirtschaft wieder wachsen.<br>\nDie Regierung des japanischen Premierministers Shinzo Abe hat ein umfassendes Programm zur Unterst&uuml;tzung der Wirtschaft angek&uuml;ndigt. Abes Kabinett will daf&uuml;r daf&uuml;r umgerechnet 110 Milliarden Euro (13,2 Billionen Yen) in die Hand nehmen. Die Konjunkturspritze soll durch staatliche Kredite, Kreditgarantien und private Investitionen erg&auml;nzt werden. Ziel ist es, die Wirtschaft mit einem Gesamtvolumen von 220 Milliarden Euro (26 Billionen Yen) anzukurbeln und so das Bruttoinlandsprodukt bis M&auml;rz 2022 um 1,4 Prozent zu steigern.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/japan-konjukturprogramm-wirtschaft-101.html\">Tagesschau<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>De-facto-Regime in Bolivien schafft Sondereinheiten von Polizei und Geheimdienst<\/strong><br>\nDie De-facto-Regierung in Bolivien hat am Dienstag die Schaffung einer neuen Antiterroreinheit der Polizei angek&uuml;ndigt. Die Gruppe soll zun&auml;chst aus 60 Polizisten bestehen und &ldquo;kriminelle und subversive Aktivit&auml;ten von Ausl&auml;ndern abwehren und neutralisieren, die den Frieden im Land st&ouml;ren&rdquo;.<br>\n&ldquo;Wir verf&uuml;gen nun &uuml;ber 60 mutige Polizisten, die im Kampf gegen den Terrorismus ausgebildet sind&ldquo;, sagte Arturo Murillo, der f&uuml;r das international kaum anerkannte Regime das Innenministerium f&uuml;hrt. Aufgabe der Polizeieinheit sei es &bdquo;terroristischen Zellen zu zerschlagen, die unser Heimatland bedrohen&rdquo;, so Murillo weiter.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/amerika21.de\/2019\/12\/235118\/bolivien-polizei-geheimdienst-repression\">amerika21<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Fall Assange: UN-Funktion&auml;r &uuml;bt harsche Kritik an Moreno-Regierung in Ecuador<\/strong><br>\nSonderberichterstatter f&uuml;r das Thema Folter, Nils Melzer, wirft F&uuml;hrung in Quito zahlreiche Rechtsverst&ouml;&szlig;e vor. Pflicht zum Schutz des Journalisten verletzt<br>\nDer UN-Sonderberichterstatter zum Thema Folter, Nils Melzer, hat der Regierung von Ecuador im Zusammenhang mit dem Fall des australischen Journalisten Julian Assange zahlreiche Verletzungen der UN-Statute und des V&ouml;lkerrechtes vorgeworfen. Die bisherigen Antworten der Regierung von Pr&auml;sident Len&iacute;n Moreno &ldquo;mildern nicht meine ernsthaften Bedenken hinsichtlich der Umsetzung der Verpflichtungen Ecuadors in Bezug auf das Verbot von Folter und anderer grausamer, unmenschlicher oder erniedrigender Behandlung oder Strafe&rdquo;, so Melzer in einem Brief an die Regierung von Pr&auml;sident Len&iacute;n Moreno.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/amerika21.de\/2019\/12\/235084\/ecuador-assange-wikileaks-folter-uno\">amerika21<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Ramstein Air Base: Kontrolle nicht erw&uuml;nscht<\/strong><br>\nDie Ramstein Air Base in der Pfalz soll eine wichtige Rolle im US-Drohnenkrieg spielen. Doch welche genau, ist umstritten. Experten beklagen, dass die deutsche Bundesregierung ihre Unwissenheit taktisch nutzt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/web.de\/magazine\/politik\/ramstein-air-base-kontrolle-erwuenscht-34238240\">Web.de<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Politik und Medien geschockt: Sozialdemokraten an die Spitze der SPD gew&auml;hlt<\/strong><br>\nPolitiker nahezu aller Parteien sowie Kommentatoren zahlreicher Medien haben am Wochenende geschockt und verst&ouml;rt auf die Nachricht reagiert, dass die SPD zwei Sozialdemokraten an die Spitze der Partei gew&auml;hlt hat.<br>\n&ldquo;Sozialdemokraten an der Spitze der SPD? Sowas gab&rsquo;s seit 20 Jahren nicht mehr! Das ist ja der komplette Wahnsinn!&rdquo;, schreibt etwa ein Korrespondent auf zeitbildtagesspiegelschauwelt.de und erg&auml;nzt. &ldquo;Das wird der Untergang dieser stolzen Partei sein, die damals bei 40 Prozent stand und nach zwei Jahrzehnten Agenda-Politik und Neoliberalismus noch von 13 Prozent der Bev&ouml;lkerung gew&auml;hlt w&uuml;rde.&rdquo; [&hellip;]<br>\nExperten bef&uuml;rchten, dass der Linksschwenk der SPD langfristig zu einem Abstieg wie dem der portugiesischen (Wahlergebnis: 36,34%) und spanischen (Wahlergebnis: 28%) Sozialdemokraten f&uuml;hren k&ouml;nnte, die derzeit beide mit linken Parteien koalieren. Auch ein grauenhaftes Schicksal wie das der britischen Labour-Partei, die bei der letzten Wahl 40% erreichten (aktuelle Umfragen: 33%), sei nicht auszuschlie&szlig;en.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.der-postillon.com\/2019\/12\/walter-borjans-esken.html\">Der Postillon<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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