{"id":56943,"date":"2019-12-09T08:43:03","date_gmt":"2019-12-09T07:43:03","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56943"},"modified":"2019-12-09T08:43:03","modified_gmt":"2019-12-09T07:43:03","slug":"hinweise-des-tages-3509","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56943","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56943#h01\">SPD<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56943#h02\">SPD-Parteitag<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56943#h03\">SPD will Verm&ouml;gensteuer wieder einf&uuml;hren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56943#h04\">Rien ne va plus &ndash; Zu den Hintergr&uuml;nden der Streik- und Protestbewegung in Frankreich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56943#h05\">Gesetzliche Rente zu knapp: Die Fakten zur Vorsorge gegen Altersarmut<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56943#h06\">Groko-Stress f&uuml;r den DGB-Vorsitzenden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56943#h07\">Wenn der Chef weniger Steuern zahlt als die Sekret&auml;rin<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56943#h08\">BDI-Pr&auml;sident: Industrie fordert mehr Investitionen in den Standort Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56943#h09\">Cum-Ex<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56943#h10\">Bundesagentur f&uuml;r Arbeit korrigiert nach einem Leak den Entwurf der neuen Sanktionsregelungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56943#h11\">Lobbyismus &ndash; S&ouml;ldner getarnt als Berater oder neutrale Experten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56943#h12\">Klimawandel-Berichterstattung: Wie man es nicht machen sollte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56943#h13\">Selbst zerst&ouml;rt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56943#h14\">Normandie-Treffen mit Putin und Selenskyj<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56943#h15\">Anschlag in Halle &ndash; Presserat r&uuml;gt Bild.de<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56943#h16\">So greift die NZZ in die Anti-Russland-Klischee-Kiste<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56943#h17\">20 Prozent mehr Rentner als vor einem Jahr nutzen die Tafeln<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56943#h18\">zu guter Letzt: Ralf Stegner konnte sich vorstellen, Vizekanzler Scholz zu ersetzen<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>SPD<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>&bdquo;Das Ergebnis zeigt, dass noch Leben in der SPD ist&ldquo;<\/strong><br>\nSie hofft, dass die SPD jetzt W&auml;hler ins &bdquo;linke Lager&ldquo; zur&uuml;ckholen kann: Linke-Politikerin Sahra Wagenknecht &uuml;ber die neue SPD-F&uuml;hrung &ndash; und die Perspektiven eines Zusammenschlusses von SPD und Linke.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article203967990\/Sahra-Wagenknecht-Das-Ergebnis-zeigt-dass-noch-Leben-in-der-SPD-ist.html?\">WELT.de<\/a><\/li>\n<li><strong>Laut Forsa w&uuml;rden noch 11 Prozent der W&auml;hler f&uuml;r die SPD stimmen<\/strong><br>\nDie SPD rutscht nach der Entscheidung f&uuml;r die neue Parteispitze weiter ab. Nur drei Prozent trauen ihr zu, Deutschlands Probleme am besten zu l&ouml;sen. (&hellip;)<br>\nNach den am Samstag ver&ouml;ffentlichten Umfrageergebnissen konnte die Union um einen Punkt zulegen und k&ouml;nnte demnach mit 28 Prozent rechnen, wenn der Bundestag jetzt neu gew&auml;hlt w&uuml;rde. Die Gr&uuml;nen halten sich in der Befragung des Meinungsforschungsinstituts Forsa bei 22 Prozent klar auf Platz zwei, mit deutlichem Abstand gefolgt von der AfD mit 14 Prozent (plus ein Punkt). Die FDP legt einen Punkt zu und kommt auf neun Prozent, die Linke bleibt unver&auml;ndert bei 8 Prozent. 24 Prozent sind der Umfrage zufolge derzeit unentschlossen oder w&uuml;rden nicht w&auml;hlen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/umfrageklatsche-fuer-neue-parteispitze-laut-forsa-wuerden-noch-11-prozent-der-waehler-fuer-die-spd-stimmen\/25310658.html\">Der Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J.K.:<\/strong> Der Zustand der klassischen Medien ist in der Tat nur mit Verkommenheit bis auf die Knochen zu umschreiben. Erst f&auml;hrt man eine unglaubliche Kampagne gegen den neuen Parteivorstand der SPD und dann l&auml;sst man sich gen&uuml;sslich &uuml;ber deren Folgen aus.<\/em><\/p>\n<p><em>Bei aller Kritik an der SPD, wem traut man dann zu, &ldquo;Deutschlands Probleme am besten zu l&ouml;sen&rdquo;? <\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Erst schlagen hiesige &bdquo;Qualit&auml;tsmedien&ldquo; nach dem Sieg des Duos Esken\/Walter-Borjans Alarm und warnen vor einem Linksruck der SPD und einem Ende der Koalition mit den Unionsparteien. Das siegreiche Duo hatte jedoch nie einen sofortigen Koalitionsbruch gefordert, sondern inhaltliche Bedingungen gestellt. Dann wird erleichtert &uuml;ber die Koalitions-Fortsetzung seitens der SPD berichtet. Und nun dieses Umfrageergebnis. Da leben wohl einige (zu viele!) Vertreter von Demoskopie, Medien und Politik in einer Echokammer.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Man sollte nicht all zu viel auf Umfragen von Forsa geben. In einer am gleichen Tag von Emnid durchgef&uuml;hrten Umfrage steht <a href=\"http:\/\/www.wahlrecht.de\/umfragen\/index.htm\">die SPD bei 16%<\/a>. Offenbar stochern die Institute im demoskopischen Nebel. <\/em><\/p>\n<div class=\"imagewrap\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/191209-hdt-01.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><\/div>\n<p><strong>Von der &bdquo;Neutralit&auml;t&ldquo; der Forsa-Umfragen kann man sich hier &uuml;berzeugen &hellip;<\/strong><\/p>\n<div class=\"imagewrap\"><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/191209-hdt-02.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/191209-hdt-02.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><span><\/span><\/a><\/div>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/pbs.twimg.com\/media\/ELP4EVeXYAAl6jj?format=jpg&amp;name=large\">Jan Beyer via Twitter<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Die SPD verkriecht sich vor einem Elefanten<\/strong><br>\nUnd das gr&ouml;&szlig;te Erbe ist und bleibt, dass die SPD derzeit mindestens zwei Parteien ist. Es gibt die Vernunft-SPD, und es gibt die Visionen-SPD.<br>\nDie Vernunft-SPD ist die SPD der Minister, es ist die SPD der Ministerpr&auml;sidenten und der Bundestagsfraktion. Wenn man sie auf eine Person bringen will, dann ist es die SPD von Olaf Scholz. Der Vizekanzler hat den Mitgliederentscheid mit Klara Geywitz zwar verloren, aber 45 Prozent der Partei wollte eher ihn und will vermutlich nach wie vor seinen Kurs.<br>\nDie Visionen-SPD, das ist die SPD des neuen F&uuml;hrungsduos Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans, aber es ist auch Kevin K&uuml;hnerts SPD. Sie haben ein paar mehr Mitglieder hinter sich, aber eben nur wenige der alten Immer-noch-M&auml;chtigen. Kevin K&uuml;hnert, der neue M&auml;chtige, deutete in seiner gefeierten Rede den ber&uuml;hmtesten Satz Helmut Schmidts um: Wer Visionen hat, soll zum Arzt gehen. K&uuml;hnert rief seiner Partei zu, das doch bitte zu tun &ndash; um im Wartezimmer und im Behandlungsraum alle von den Visionen der SPD zu &uuml;berzeugen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.t-online.de\/nachrichten\/deutschland\/parteien\/id_86954628\/niedergang-der-spd-die-partei-verkriecht-sich-vor-einem-elefanten.html\">t-online.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers D.G.:<\/strong> Was will uns der Auttor damit sagen, die &ldquo;Vern&uuml;nftigen&rdquo; wie Scholz und Maas, die den Abstieg der Partei zu verantworten haben, machen weiter so, im Sinne der &ldquo;Vernunft&rdquo; ?<\/em><\/p>\n<p><em>Was soll an einem Kurs bei der es Wahlniederlagen hagelte vern&uuml;nftig sein ?<\/em><\/p>\n<p><em>Was soll am Festhalten der &ldquo;Schwarzen Null&rdquo; von Olaf Scholz vern&uuml;nftig sein ?<\/em><\/p>\n<p><em>Zur Erinnerung, alle namenhaften &Ouml;konomen einschlie&szlig;lich aus dem wirtschaftsliberalen Lager, die Wirtschaftsverb&auml;nde, Unternehmervorst&auml;nde wie der Siemens AG, OECD und sogar IWF, kritisieren die &ldquo;Scharze Null&rdquo; !<\/em><\/p>\n<p><em>Ziel muss es sein die Wirtschaft wieder in Schwung zu bringen. Gute motivierte, bestens ausgebildete und gesunde Arbeitskr&auml;fte zur Verf&uuml;gung stellen. Das sind die Menschen zufrieden und die Industrie ist effizienter.<\/em><\/p>\n<p><em>Mit zufriendenen Menschen der AfD die Protestw&auml;hler entziehen.<\/em><\/p>\n<p><em>Daf&uuml;r braucht es einerseits Visionen, andererseits muss man &uuml;ber den Tellerand schauen. Was macht Schweiz, Schweden, D&auml;nemark erfolgreicher und auch zufriedener als Deutschland.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>SPD-Parteitag<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Eine selbstbewusste SPD muss erkennen: Die CDU ist nicht regierungsf&auml;hig<\/strong><br>\nDie Kommentierung des SPD-Parteitages durch die Propaganda-Medien spottet mal wieder jeder Beschreibung. &ldquo;Linksruck&rdquo;, rufen sie, wenn die SPD Hartz IV hinter sich lassen, den Mindestlohn auf 12 Euro anheben und neue Investitionen in Wissenschaft, Bildung und Umweltschutz will. Welch ein Quatsch!<br>\nAuf Spiegel online schreibt der noch nicht dem neoliberalen Wahn verfallene Thomas Fricke: Die Mehrheit der internationalen &Ouml;konomen w&uuml;rde diese Vorschl&auml;ge vern&uuml;nftig nennen. Und man sollte wissen: Diese Wissenschaftler sind keine Linken, sondern alle brave J&uuml;nger des Kapitalismus.<br>\nUmgekehrt wird ein Schuh draus. Gegen die Medien-Propaganda und den Mainstream muss die SPD erkennen: Die immer reaktion&auml;rer werdende CDU ist nicht mehr regierungsf&auml;hig:<br>\nStatt Friedenspolitik und Abr&uuml;stung will sie Aufr&uuml;stung, mehr Waffenexporte, Flugzeugtr&auml;ger, bewaffnete Drohnen, Wirtschafts-Sanktionen und mehr Kampfeins&auml;tze der Bundeswehr.<br>\nStatt sozialer Gerechtigkeit durch h&ouml;here L&ouml;hne, Renten und soziale Leistungen will sie die Vertiefung der sozialen Spaltung durch Senkung der Steuern f&uuml;r Spitzenverdiener und Unternehmen und weiteren Abbau sozialer Leistungen (Kramp-Karrenbauer: &bdquo;Wir haben ein Sicherungssystem aufgebaut, das heute an die Grenzen des Machbaren und M&ouml;glichen st&ouml;&szlig;t.&ldquo;).<br>\nStatt einer f&uuml;r die Wettbewerbsf&auml;higkeit eines Industriestaates lebenswichtigen &uuml;berdurchschnittlichen Investitionsquote in Forschung, Infrastruktur und Umweltschutz, klammert sie sich an die schwarze Null und damit an die jahrelange im Vergleich zu den OECD-Staaten weit unterdurchschnittliche Investitionsquote Deutschlands, die das Land immer mehr zur&uuml;ckwirft.<br>\nDie CDU offenbart t&auml;glich ihre totale wirtschaftliche Inkompetenz. Merkel in der Haushaltsdebatte; &bdquo;Wenn man schon in Zeiten so niedriger Zinsen glaubt, man m&uuml;sse auch noch Schulden machen, was will man eigentlich in Zeiten machen, in denen die Zinsen wieder normal sind und steigen?&ldquo; Das Be&auml;ngstigende: Starker Beifall im Bundestag und bei den &ouml;konomisch ebenfalls unterbelichteten Mainstream-Medien zu diesem absoluten Nonsens.<br>\nJa, ja, wir h&ouml;ren Merkels Mantra jeden Tag: &bdquo;Deutschland geht&rsquo;s gut.&ldquo; Was st&ouml;rt uns da, wenn 2,5 Millionen Kinder in Armut leben, Millionen Arbeitnehmer in ungesicherten und schlecht bezahlten Arbeitspl&auml;tzen schuften, Millionen &Auml;ltere in Zukunft Renten haben, von denen sie nicht leben k&ouml;nnen und 40 Prozent der Haushalte weniger Einkommen haben als in den 90er Jahren?<br>\nDie SPD muss den Mut und die Kraft haben, sich dem Zeitgeist zu widersetzen<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/oskarlafontaine\/posts\/2696759580385492\">Oskar Lafontaine via Facebook<\/a><\/li>\n<li><strong>Rede von Norbert Walter-Borjans<\/strong><br>\nNorbert Walter-Borjans Bewerbungsrede f&uuml;r das Amt des SPD-Parteivorsitzenden. Als klar war, dass Saskia und er in der Mitgliederbefragung vorne liegen, habe er einen sch&ouml;nen Kommentar auf Twitter gelesen, so Walter-Borjans zum Einstieg &ndash; von Christian Lindner. Der twitterte: &bdquo;Ich bin baff.&ldquo; &bdquo;Kein schlechter Einstieg f&uuml;r einen neuen SPD-Vorsitzenden, w&uuml;rde ich sagen. Wenn es still wird um die Lotsen in die neoliberale Pampa, dann ist das doch schon was!&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=ZmEZo_dKuMM\">SPD via You Tube<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Heiko Maas als &bdquo;besonnener Mann&ldquo;, der &bdquo;unser Au&szlig;enminister&ldquo; (ab ca. Minute 7) sei? Wie kommt der neue Co-Bundesvorsitzende der SPD zu diesem Lob? Der Bundesau&szlig;enminister gab offenbar gerne einen <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52217\">H&auml;ndedruck mit Bolsonaro<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51376#h02\">sein Verh&auml;ltnis zu den Menschenrechten<\/a> erscheint fragw&uuml;rdig, <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=49965#h01\">wegen der Anerkennung Guaid&oacute;s als Pr&auml;sident Venezuelas wirkt seine Au&szlig;enpolitik un&uuml;berlegt<\/a>. Insgesamt agiert Herr Maas als Bundesua&szlig;enminister also mit einem bedenklichen Konzept. Lediglich auf eines scheint Verlass: Seine Treue zu den USA. Daher wohl auch sein Bekenntnis &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56255#h04\">Wir wollen und brauchen die Nato<\/a>&ldquo; und zuletzt demonstriert dadurch: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56628#h03\">Heiko Maas gegen &ldquo;einseitigen Abzug&rdquo; von Atomwaffen aus Deutschland<\/a> &ndash; <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56611#h01\">&uuml;brigens Wider die eigene Partei<\/a>.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Diese seltsame Formulierung einmal herausgenommen, war die Rede inhaltlich durchaus erfreulich. Dass ein neuer SPD-Vorsitzender seine Antrittsrede mit dem Thema Sicherheitspolitik beginnt und dabei auf Willy Brandts Entspannungspolitik rekuriert, ist ein wichtiges Signal. Kaum &uuml;berraschend ist, dass diese Passage in den Zusammenfassungen nicht einmal erw&auml;hnt wurde.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>SPD will Verm&ouml;gensteuer wieder einf&uuml;hren<\/strong><br>\nNur die Superreichen sollen zahlen: Die Sozialdemokraten haben auf ihrem Parteitag die R&uuml;ckkehr zur Verm&ouml;gensteuer beschlossen. Au&szlig;erdem distanzierten sie sich von der Schuldenbremse.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/spd-parteitag-sozialdemokraten-wollen-vermoegensteuer-wieder-einfuehren-a-1300264.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><strong>Dazu: Fabio De Masi zur SPD-Verm&ouml;genssteuer<\/strong><br>\nEs ist gut, dass die SPD die reichsten Haushalte wieder in die Pflicht f&uuml;r dieses Land nehmen will ! #Verm&ouml;genssteuer Leider wurden die Mehrheiten dazu in den vergangenen Jahren nie genutzt.<br>\nDie #SPD hat bald Gelegenheit die Zukunftsbremsen in Deutschland zu l&ouml;sen. Am Donnerstag werden im Deutschen Bundestag Antr&auml;ge der Linken behandelt, die statt der #Schuldenbremse f&uuml;r eine goldene Regel der Finanzpolitik pl&auml;dieren, wonach Kredite im Umfang der Investitionen zul&auml;ssige sein m&uuml;ssen. Weiterhin bringen wir einen Antrag zu einer Verpflichtung des Bundes zum Erhalt des &ouml;ffentlichen Kapitalstocks ein.<br>\nDa die Schuldenbremse ab 1 Januar 2020 auch in den Bundesl&auml;ndern Pflicht wird, gibt es keine Zeit f&uuml;r Ausreden mehr ! Eine Unterst&uuml;tzung unserer Antr&auml;ge w&auml;re geeignet den Investitionsstau in Deutschland zu &uuml;berwinden und die Verhandlungen der #GroKo neu zu beleben ! #SPDbpt19<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/fabio.d.masi\/posts\/1198932336973130\">Fabio De Masi via Facebook<\/a><\/p>\n<p><strong>und: &ldquo;&Uuml;berf&auml;llig&rdquo; sagt die Linke, &ldquo;nicht nachvollziehbar&rdquo; die CDU<\/strong><br>\nLinken-Fraktionsvize Fabio De Masi sagt der SZ, er halte die Forderungen der neuen, auch Eskabo genannten, SPD-Doppelspitze f&uuml;r &ldquo;&uuml;berf&auml;llig&rdquo;. (&hellip;)<br>\nIn der Logik der &Ouml;konomen, hinter der sich auch Linke und Gr&uuml;ne versammelt haben, muss die Schuldenbremse &uuml;berdacht werden. Linken-Politiker De Masi sagt der SZ: &ldquo;Es w&uuml;rde zus&auml;tzliche private Investitionen anreizen und h&auml;tte daher hohe Selbstfinanzierungseffekte.&rdquo; Die Investitionsquote Deutschlands entspr&auml;che dann in etwa dem Durchschnitt der OECD-Staaten. &ldquo;Eine St&auml;rkung &ouml;ffentlicher Investitionen ist auch zur Entlastung der Geldpolitik zwingend geboten, um das Risiko neuer Verm&ouml;genspreisblasen wie auf dem Immobilienmarkt zu verringern.&rdquo; (&hellip;)<br>\nF&uuml;r den von Eskabo vorgeschlagenen h&ouml;heren CO&#8322;-Preis gibt es auch prominente Unterst&uuml;tzung. Eine Allianz der Umweltverb&auml;nde steht hinter den neuen SPD-Chefs. Die Gr&uuml;nen fordern ebenfalls mindestens 40 Euro je Tonne CO&#8322; als Einstiegspreis; er soll 2020 auf 60 Euro ansteigen. Konkret zu den Forderungen der neuen SPD-Spitze wollen sich die Gr&uuml;nen nicht &auml;u&szlig;ern. Aber es ist davon auszugehen, dass sie sich im Stillen freuen, weil die Punkte, die sie selbst vor drei Wochen auf ihrem Parteitag beschlossen haben, jetzt auch auf dem Plan der SPD stehen. (&hellip;)<br>\nDer Mindestlohn von 12 Euro ist im Parteitagsbeschluss der Gr&uuml;nen verankert, als &ldquo;Sofortma&szlig;nahme&rdquo;. Die Linken wollen ihn in dieser Legislaturperiode durchsetzen. Fabio De Masi kommentiert: &ldquo;Eine rasche Erh&ouml;hung des Mindestlohns auf 12 Euro noch in dieser Legislaturperiode ist geboten, um Altersarmut zu bek&auml;mpfen.&rdquo; In Berlin mit einem gro&szlig;en Dienstleistungs- und Niedriglohnsektor gelte ab 1. Januar bereits ein Landesmindestlohn von 12,50 Euro bei &ouml;ffentlichen Auftr&auml;gen und Arbeitsmarktprogrammen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/spd-esken-walter-borjans-forderungen-rehberg-1.4712744\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Rien ne va plus &ndash; Zu den Hintergr&uuml;nden der Streik- und Protestbewegung in Frankreich<\/strong><br>\nSeit 5. Dezember erlebt Frankreich die gr&ouml;&szlig;te Streik- und Protestwelle seit einem Vierteljahrhundert. Nachdem die Bewegung der Gilets Jaunes (Gelbwesten), die vor einem Jahr das Land monatelang in Atem gehalten und Macron und seine Regierung ersch&uuml;tterten, gehen die sozialen Auseinandersetzungen jetzt in eine neue Runde.<br>\nZu deren Merkmalen geh&ouml;rt, dass es jetzt zu der &bdquo;convergence des luttes&ldquo;, zur B&uuml;ndelung der verschiedenen Protestbewegungen kommt. Gewerkschaften, Gilets Jaunes, linke Parteien, Verb&auml;nde, Attac, NGOs, K&uuml;nstler, Intellektuelle, Bauernverb&auml;nde haben zu gemeinsamem Streik und Protest aufgerufen. Der Bahnverkehr, der &Ouml;PNV, darunter die Pariser Metro, stehen still. Lehrer, Krankenhauspersonal, Rechtanw&auml;lte, Studenten, weite Teile des &ouml;ffentlichen Dienstes sind in Streik getreten. Fl&auml;chendeckend kommt es zu Demonstrationen und Protestaktionen, an denen sich schon am ersten Tag zwischen einer halben und einer Million Menschen beteiligten.[1] In konzentrierter Form bricht sich jetzt Bahn, was sich in den vergangenen Jahren an Unzufriedenheit, Entt&auml;uschung und Kritik angestaut hatte.<br>\nFrankreich f&uuml;hlt sich seit langem verunsichert und in der Krise. Das politische System ist viel st&auml;rker durcheinandergewirbelt worden, als bisher das deutsche. Le Pen hat seit langem eine Stammw&auml;hlerschaft von gut 20 Prozent, die franz&ouml;sische Sozialdemokratie ist noch tiefer abgest&uuml;rzt als die SPD, und im Vergleich zu den franz&ouml;sischen Konservativen, Les R&eacute;publicains, geht es CDU\/CSU geradezu blendend. Dazu kommen lange und hohe Arbeitslosigkeit und Prekarisierung, von der die Jungen ganz besonders betroffen sind, die Verschlechterung von &ouml;ffentlichen Dienstleistungen durch Privatisierungen und die Terroranschl&auml;ge. (&hellip;)<br>\nDie Streiks sind unbefristet. Allerdings muss jeden Tag an der Basis dar&uuml;ber entschieden werden, wie es weitergeht. Insofern sind Prognosen riskant. Die Situation ist sehr dynamisch und ihr Ausgang offen. Zu erwarten ist, dass die Regierung rasch mit Vorschl&auml;gen kommt, die ein paar Zugest&auml;ndnisse enthalten und auf die Spaltung der Bewegung zielen. MAKROSKOP wird jedenfalls in den n&auml;chsten Tagen weiter am Ball bleiben und &uuml;ber die Entwicklung bei unseren Nachbarn informieren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2019\/12\/rien-ne-va-plus-zu-den-hintergruenden-der-streik-und-protestbewegung-in-frankreich\/\">Peter Wahl in Makroskop<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Gesetzliche Rente zu knapp: Die Fakten zur Vorsorge gegen Altersarmut<\/strong><br>\nMit der gesetzlichen Rente den gewohnten Lebensstandard sichern? Das wird wohl nicht gehen. Diese Fakten zur Vorsorge gegen Altersarmut sollten Sie kennen.<br>\nWer sich allein auf die gesetzliche Rente verl&auml;sst, wird seinen Lebensstandard im Alter wohl einschr&auml;nken m&uuml;ssen. Das Rentenniveau betr&auml;gt derzeit 48 Prozent. Das hei&szlig;t: Die Durchschnittsrente eines Rentners, der 45 Jahre lang Beitr&auml;ge gezahlt hat, liegt derzeit bei weniger als der H&auml;lfte eines durchschnittlichen Arbeitnehmereinkommens.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.fr.de\/wirtschaft\/gesetzliche-rente-zu-knapp-fakten-vorsorge-gegen-altersarmut-13262639.html\">Frankfurter Rundschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Hier wird im Wirtschaftsteil der Frankfurter Rundschau ganz offen Agitation gegen die gesetzliche Rente und f&uuml;r die private Vorsorge gemacht. In dieser hier wiedergegebenen Einf&uuml;hrung wie auch in der Bildunterschrift wird unterschlagen, dass die Leistungsf&auml;higkeit der Gesetzlichen Rente von der Politik systematisch und gewollt verringert worden ist, um den Betreibern den obendrein dann auch noch staatlich subventionierten Privatvorsorgemodellen der Versicherungskonzerne ein neues Gesch&auml;ftsfeld zu er&ouml;ffnen.<\/em><\/p>\n<p><em>In diesem im Interesse der Versicherungs-Lobby geschriebenen Text ist selbstverst&auml;ndlich auch nicht die Rede davon, dass die politisch Verantwortlichen die Leistungsf&auml;higkeit der Gesetzlichen Rente wieder steigern k&ouml;nnten und daf&uuml;r sorgen k&ouml;nnten, dass alle Mittel in dieses Projekt gehen. Dann w&uuml;rden die d&uuml;steren Prognosen der Frankfurter Rundschau f&uuml;r diese einfachste Art der Altersvorsorge, die Gesetzliche Rente, auch nicht mehr stimmen.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> So einText sollte wohl besser als &bdquo;Anzeige&ldquo; deklariert sein. Denn es handelt sich um eine eindeutige Reklame f&uuml;r den Banken-, Finanz- und Versicherungssektor. Auf den Gedanken, die gesetzliche Rente zu st&auml;rken, kommt die Texterin, Frau Dr&auml;bing, offensichtlich nicht. Das h&auml;tte sie jedoch von den NachDenkSeiten lernen k&ouml;nnen &ndash; z.B. hier:<\/em><\/p>\n<ol type=\"a\">\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13963\">Die F&ouml;rderung der privaten Altersvorsorge war schon immer eine von politischer Korruption bewirkte Fehlentscheidung. Jetzt alle Mittel auf gesetzliche Rente konzentrieren.<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15140\">Betrifft Rente: Der SPD Vorstand bewegte sich in die richtige Richtung. Aber immer noch kein Bekenntnis zur Konzentration auf die gesetzliche Rente und zum Ausstieg aus der staatlichen F&ouml;rderung von Privatvorsorge.<\/a><\/em><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Groko-Stress f&uuml;r den DGB-Vorsitzenden<\/strong><br>\n&bdquo;Aufforderung des DGB: SPD soll GroKo fortsetzen&ldquo;. So ging es vor wenigen Tagen durch die Medien, weil DGB-Chef Reiner Hoffmann sich so ge&auml;u&szlig;ert hatte. Das passt vielen DGB-Mitgliedern und Funktion&auml;ren gar nicht. Etwa 70 der Funktion&auml;re haben nun gemeinsam einen geharnischten &ouml;ffentlichen Protestbrief an ihren Oberchef geschrieben. (&hellip;)<br>\n&ldquo;Lieber Kollege Hoffmann,<br>\nSaskia Esken und Norbert Walter-Borjans haben die Abstimmung &uuml;ber den SPD-Parteivorsitz mit 53 zu 45 Prozent relativ deutlich gewonnen. Ihre Programmatik beinhaltete, den Mindestlohn auf 12 Euro zu erh&ouml;hen, eine Verm&ouml;genssteuer einzuf&uuml;hren, und die Politik der &bdquo;Schwarzen Null&ldquo; zu beenden sowie Tarifbindung zu st&auml;rken, indem die Allgemeinverbindlichkeitserkl&auml;rungen erleichtert werden. Dies sind aus gewerkschaftlicher Sicht wichtige Anliegen, denn die Investitionsl&uuml;cke in Deutschland ist riesig und die Spaltung der Gesellschaft in Arm und Reich ist tief. Esken und Walter-Borjans erkl&auml;rten in diesem Sinne den Koalitionsvertrag nachzuverhandeln. Sollte dies erfolglos bleiben, stellen sie die Gro&szlig;e Koalition zur Disposition. (&hellip;)<br>\nBeide sind noch nicht auf dem Parteitag als Vorsitzende gew&auml;hlt, da forderst du im Namen der Gewerkschaften eine Fortf&uuml;hrung der Gro&szlig;en Koalition. Wir meinen: Es ist Aufgabe der Gewerkschaften, sich f&uuml;r die Erh&ouml;hung des Mindestlohnes, die Einf&uuml;hrung einer Verm&ouml;genssteuer und gegen die Politik einer &bdquo;Schwarzen Null&ldquo; sowie f&uuml;r die Erleichterung von Allgemeinverbindlichkeitserkl&auml;rungen einzusetzen. Es ist nicht Aufgabe der Gewerkschaften, Politikberatung f&uuml;r die SPD zu betreiben und es ist schon gar nicht Aufgabe der Gewerkschaften, einen m&ouml;glichen gesellschaftlichen Aufbruch im Keim zu ersticken.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/norberthaering.de\/de\/27-german\/news\/1205-dgb-groko\">Norbert H&auml;ring<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Wenn der Chef weniger Steuern zahlt als die Sekret&auml;rin<\/strong><br>\nH&ouml;here Steuern f&uuml;r Reiche &ndash; diese Forderung haben sich im Rennen um die Pr&auml;sidentschaftskandidatur der US-Demokraten die Bewerber Elizabeth Warren und Bernie Sanders auf die Fahne geschrieben. Wesentlich mitgewirkt an den Verm&ouml;gensteuer-Konzepten der Exponenten des linken Parteifl&uuml;gels haben zwei Franzosen, die Wirtschaftswissenschaftler Gabriel Zucman und Emmanuel Saez. (&hellip;)<br>\nZucman und Saez geh&ouml;ren zu einer ganzen Reihe franz&ouml;sischer &Ouml;konomen, deren Einfluss in den USA w&auml;chst. Zu dieser Riege z&auml;hlen auch Esther Duflo vom Massachusetts Institute of Technology, die sich in diesem Jahr den Wirtschaftsnobelpreis mit anderen Preistr&auml;gern teilte, und Frankreichs Star-&Ouml;konom Thomas Piketty, Autor des Erfolgsbuchs &ldquo;Das Kapital im 21. Jahrhundert&rdquo;.<br>\nDie franz&ouml;sischen &Ouml;konomen sehen sich wie &ldquo;Klempner&rdquo;, wie Duflo es beschrieben hat. &ldquo;&Ouml;konomen k&ouml;nnen erkl&auml;ren, wie man die Klempnerarbeiten kontrollieren kann, damit die Einkommensteuer richtig funktioniert.&rdquo; Derzeit h&auml;tten Pers&ouml;nlichkeiten wie US-Pr&auml;sident Donald Trump, Amazon-Chef Jeff Bezos, Facebook-Gr&uuml;nder Mark Zuckerberg und der Gro&szlig;investor Warren Buffett effektiv niedrigere Steuers&auml;tze als ihre Sekret&auml;rinnen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/steuergerechtigkeit-in-den-usa-wenn-der-chef-weniger-steuern-zahlt-als-die-sekretaerin\/25310250.html\">Der Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Auch wenn sie kein Duo sind: Warren und Sanders zeigen, dass mit sozialdemokratischen Themen Wahlkampf gemacht werden kann. Andere Vorbilder k&ouml;nnte die SPD bei der britischen Labour Party, seit Jeremy Corbyn an der Spitze ist, und in Portugal finden.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>BDI-Pr&auml;sident: Industrie fordert mehr Investitionen in den Standort Deutschland<\/strong><br>\nDie Wirtschaft fordert angesichts der schw&auml;cheren Konjunktur seit l&auml;ngerem steuerliche Entlastungen f&uuml;r deutsche Firmen, auch weil in L&auml;ndern wie den USA die Unternehmenssteuern gesenkt wurden.<br>\nDazu kommt eine Debatte, ob der Staat mehr investieren soll. Daf&uuml;r sprechen sich auch die designierten neuen SPD-Vorsitzenden Norbert Walter-Borjans und Saskia Esken aus.<br>\nM&ouml;glich w&auml;ren eine Abkehr von einer Politik der &bdquo;schwarzen Null&ldquo;, einem ausgeglichenen Bundeshaushalt, sowie &Auml;nderungen der gesetzlich verankerten Schuldenbremse. Diese sieht einen begrenzten Spielraum f&uuml;r eine Nettokreditaufnahme vor.<br>\nDas gewerkschaftsnahe Institut f&uuml;r Makro&ouml;konomie und Konjunkturforschung sowie das arbeitgebernahe Institut der deutschen Wirtschaft hatten zus&auml;tzliche Investitionen in Milliardenh&ouml;he vorgeschlagen &ndash; zum Beispiel f&uuml;r Digitalisierung oder die Modernisierung der Verkehrsinfrastruktur. Die Regelungen zur Schuldenbremse sollten &bdquo;so schnell wie m&ouml;glich&ldquo; modifiziert werden, um den notwendigen Spielraum f&uuml;r Kredite zu erm&ouml;glichen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.msn.com\/de-de\/nachrichten\/finance-top-stories\/bdi-pr%c3%a4sident-industrie-fordert-mehr-investitionen-in-den-standort-deutschland\/ar-BBXGfz9\">msn nachrichten<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Zumindest bisher erweist sich vor allem Bundesfinanzminister Scholz als h&auml;rtester Gegner dieser Forderungen von Arbeitgebern und Gewerkschaften.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Bundesregierung erschwert die Aufarbeitung des Cum-Ex-Skandals<\/strong><br>\nMan will vertraulich beraten und Protokolle keinesfalls ver&ouml;ffentlichen: Dank einer Gesetzes&auml;nderung k&ouml;nnen Absprachen zwischen Finanzbeh&ouml;rden k&uuml;nftig noch besser verschleiert werden. (&hellip;)<br>\nIn Zukunft soll nun gesetzlich verhindert werden, dass &uuml;ber die Einsicht in Protokolle die Verantwortung f&uuml;r solche Entscheidungen klar zugeordnet werden kann.<br>\nDas Bundesfinanzministerium argumentiert, die neue Regelung diene dazu, &ldquo;dass in den vertraulichen Beratungen in einer Atmosph&auml;re der Offenheit und ohne Zwang zur Ber&uuml;cksichtigung von au&szlig;en eingebrachter Interessen oder Rechtfertigungsforderungen ein allein an der Sache orientierter Austausch von Argumenten sowie eine unbeeinflusste Abstimmung erfolgen kann.&rdquo;<br>\nWie naiv ist das denn?! Es gilt doch gerade das Gegenteil: Solange die M&ouml;glichkeit besteht, dass Ergebnisse &ouml;ffentlich werden, ist es viel schwerer, sachfremde Argumente anzuf&uuml;hren und Partikularinteressen durchzusetzen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/wie-die-bundesregierung-die-aufarbeitung-des-cum-ex-skandals-erschwert-a-1300016.html\">Gerhard Schick in Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Vor allem wegen sachlicher Inkompetenz (oder ist es doch seine Absicht?) sollte Herr Scholz vom Amt des Bundesfinanzministers zur&uuml;cktreten. Weitere M&auml;ngel\/Ph&auml;nomene, die von Herrn Scholz zu lasch angegangen wurden, sind u.a.: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54843#h06\">Steuerhinterzieher konsequent verfolgen<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54843#h07\">Geldwa&#776;sche made in Germany &ndash; Von Terrorgeld und Immobilien<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Bundesagentur f&uuml;r Arbeit korrigiert nach einem Leak den Entwurf der neuen Sanktionsregelungen<\/strong><br>\nHubertus Heil (SPD) erkl&auml;rte nach dem Urteil:<br>\n&bdquo;Ab sofort gilt, dass nicht mehr &uuml;ber 30 Prozent sanktioniert werden kann und ab sofort muss auch die M&ouml;glichkeit geschaffen werden ganz offensichtlich in H&auml;rtef&auml;llen eine &Auml;nderung zu erm&ouml;glichen.&ldquo;<br>\nDie BA und das BMAS waren nun in der Bringschuld neue Weisungen f&uuml;r die Jobcenter zu schreiben, in denen die Vorgaben ber&uuml;cksichtigt werden m&uuml;ssen. So weit, so gut. Allerdings scheint es jetzt in der Umsetzung zu hapern. Mit einem Trick versucht die Bundesagentur f&uuml;r Arbeit unter Detlef Scheele (SPD) in Zusammenarbeit mit dem Bundesarbeitsministerium die eindeutigen Vorgaben zu umgehen. So steht im Entwurf:<br>\n&bdquo;Sanktionen von 30 Prozent (wegen Ablehnung Arbeitsangebot) und 10% (wegen Meldevers&auml;umnisses) des Regelbedarfs von 432 Euro (Anm.: gilt ab 2020) ergeben folgende Minderungen: 129,60 Euro + 43,20 Euro = 172,80 Euro.&ldquo;<br>\nDer Trick ist ganz simpel: Sie addierten die maximale 30-Prozent-Sanktion, wenn zum Beispiel ein Arbeitsangebot abgelehnt wird mit einer 10-Prozent-Sanktion f&uuml;r ein Meldevers&auml;umnis. Damit missachtete die BA die Vorgaben aus Karlsruhe, dass Sanktionen &uuml;ber 30 Prozent nicht mehr durchgef&uuml;hrt werden d&uuml;rfen. Man muss schon inhuman um die Ecke denken, um dieses Rechenbeispiel, unter der Vorgabe aus Karlsruhe, nachzuvollziehen. Nicht der Mensch im Jobcenter wird dabei bedacht, sondern: Wie k&ouml;nnen wir die neuen Regelungen so anwenden, dass wir weiterhin &uuml;ber 30 Prozent sanktionieren d&uuml;rfen? Das Nichtbehandeln der Terminvers&auml;umnisse durch das Gericht, ist f&uuml;r die Bundesagentur f&uuml;r Arbeit und dem Ministeriums scheinbar eine Einladung das jetzige Sanktionsregime irgendwie aufrecht zu erhalten. Die Ver&ouml;ffentlichung der Entw&uuml;rfe f&uuml;hrte zu einer gro&szlig;en medialen Berichtserstattung und zu einer gro&szlig;en Emp&ouml;rung in den sozialen Netzwerken. Prompt erfolgte noch am selben Tag eine Klarstellung des BMAS:<br>\n&bdquo;Bevor es in der &ouml;ffentlichen Diskussion zu weiteren Missverst&auml;ndnissen kommt, wird klar gestellt: Bundeminister @hubertus_heil schlie&szlig;t aus, dass k&uuml;nftig innerhalb eines Monats mehr als 30 Prozent sanktioniert werden darf. Eine dementsprechende Weisung wird nach Abschluss des konsultatorischen Verfahrens am Freitag ergehen.&ldquo;<br>\nW&auml;re da nicht die Klarstellung durch die Bundesagentur f&uuml;r Arbeit auf einen Tweet von Ulrich Schneider (Der Parit&auml;tische):<br>\n&bdquo;Gut, dass @hubertus_heil schnell reagiert und die @Bundesagentur wieder eingefangen hat. Die Versicherung, in den &Uuml;bergangsweisungen, gem&auml;&szlig; dem BVerfG-Urteil keine K&uuml;rzungen &uuml;ber 30% zu erlauben, ist zentral. (&hellip;)&ldquo;<br>\nUnd die BA konterte:<br>\n&bdquo;Von &bdquo;zur&uuml;ckpfeifen&ldquo; kann hier nicht gesprochen werden, zur Klarstellung: Die BA darf im SGB II Weisungen nicht allein erlassen. Der Entwurf jeder Weisung f&uuml;r Jobcenter wird von BA und BMAS gemeinsam erstellt. Danach wird sie mit den L&auml;ndern und kommunalen Spitzen abgestimmt.&ldquo;<br>\nEntweder wei&szlig; die linke Hand nicht was die rechte tut oder es ist ein Paradebeispiel eines Schmierentheaters, die das Denken und Handeln beider Beh&ouml;rden schonungslos offenlegt. Beides ist zu verurteilen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/tacheles-sozialhilfe.de\/startseite\/aktuelles\/d\/n\/2586\/\">Inge Hannemann in Tacheles e.V.<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Die NachDenkSeiten hatten auf den Entwurf zur Beibehaltung von Sanktionen &uuml;ber 30 Prozent hinaus hingewiesen: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56679#h08\">Arbeitsministerium h&auml;lt offenbar an Hartz-IV-Sanktionen von mehr als 30 Prozent fest<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Lobbyismus &ndash; S&ouml;ldner getarnt als Berater oder neutrale Experten<\/strong><br>\nDer Lobbyismus hierzulande ist z&uuml;gellos geworden und muss mit klaren Regeln in eine angemessene Spur gelenkt werden. In der Politik und in der Wissenschaft. [&hellip;]<br>\nDas Problem wurzelt tiefer. Lobbyismus ist mehr denn je eine Frage des Geldes geworden. Wer viel f&uuml;r Lobbyarbeit ausgeben kann, setzt seine Interessen erwiesenerma&szlig;en leichter durch als jene, die &uuml;ber geringere Ressourcen verf&uuml;gen. Einfluss h&auml;ngt also vom Geldbeutel ab. Dem spielt der Umstand in die Karten, dass sich Lobbyismus strukturell ver&auml;ndert hat. Er ersch&ouml;pft sich nicht mehr in Wirtschaftsverb&auml;nden, die ihre Leute zu Ministern und Abgeordneten schicken. Das ist sogar ein vergleichsweise transparenter Vorgang, da man wei&szlig;, wer da mit welchen Zielen unterwegs ist.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/meinung\/lobbyismus-deutschland-monsanto-1.4713046\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Klimawandel-Berichterstattung: Wie man es nicht machen sollte<\/strong><br>\nWenn mir das n&auml;chste Mal jemand in der &ouml;ffentlichen Diskussion um Wissenschaftsjournalismus damit kommt, dass Journalist*innen deswegen unersetzlich sind, weil wir sie brauchen, um wissenschaftliche Themen f&uuml;r die Leser*innen neutral einzuordnen, verweise ich einfach auf diesen Artikel hier in SPIEGEL ONLINE: &ldquo;F&uuml;r uns ist Klimaschutz ein Luxusproblem&rdquo;. An dem Beispiel l&auml;sst sich n&auml;mlich sch&ouml;n erkl&auml;ren, wie neutraler Journalismus nicht funktioniert. W&auml;re es dem zust&auml;ndigen Redakteur oder der zust&auml;ndigen Redakteurin darum gegangen, Fridays for Future mal so richtig auf&rsquo;s Maul zu geben, und w&auml;re der- oder diejenige Redakteur*in dazu bereit gewesen, die &uuml;blichen journalistischen Ma&szlig;st&auml;be komplett &uuml;ber Bord zu werfen, dann w&auml;re das Resultat vermutlich nicht viel anders ausgefallen als jetzt auf SPIEGEL ONLINE zu lesen ist.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/scilogs.spektrum.de\/relativ-einfach\/klimawandel-berichterstattung-wie-man-es-nicht-machen-sollte\/\">Spektrum.de SciLogs<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Selbst zerst&ouml;rt<\/strong><br>\nVor 20 Jahren demonstrierten in Seattle 50 000 Menschen gegen die Welthandelsorganisation (World Trade Organization &ndash; WTO), die in der Stadt ihre Ministerkonferenz abhielt. Sie demonstrierten auch gegen die Pl&auml;ne der weltgr&ouml;&szlig;ten Konzerne, der WTO mehr Einfluss &uuml;ber noch mehr Lebensbereiche zu &uuml;bertragen. (&hellip;)<br>\nEs ist ein offenes, aber unsch&ouml;nes Geheimnis, dass es der Welthandelsorganisation gar nicht in erster Linie um Handel geht. Ihre wichtigste Aufgabe ist vielmehr die Hyperglobalisierung, wie der &Ouml;konom Dani Rodrik von der Universit&auml;t Harvard es bezeichnet: die Durchsetzung einheitlicher, von den globalen Finanzm&auml;rkten favorisierter Regeln, die es demokratischen Regierungen erschweren, ihrer Gesellschaft mit ihren jeweiligen Bed&uuml;rfnissen gerecht zu werden.<br>\nDie WTO gibt dank ihrer weitreichenden Befugnisse verbindliche Regeln f&uuml;r viele Bereiche vor, die mit Handel nichts zu tun haben. Jedes Land muss &bdquo;die &Uuml;bereinstimmung seiner Rechts- und Verwaltungsvorschriften&ldquo; mit den Regeln der WTO &ndash; und den Finanzinteressen der Unternehmen &ndash; gew&auml;hrleisten. Das bedeutet, dass Energiepolitik, Finanzmarktregulierung und Nahrungsmittel- und Produktsicherheit Einschr&auml;nkungen unterliegen und der Monopolschutz f&uuml;r pharmazeutische Unternehmen, der h&ouml;here Preise f&uuml;r die Verbraucher nach sich zieht, gest&auml;rkt wird.<br>\nWenn ein Land diese Vorgaben nicht erf&uuml;llt, werden ihm Millionen von Dollar an Handelsstrafen auferlegt. In nur 22 von 242 abgeschlossenen WTO-Verfahren setzten sich am Ende die angefochtenen innenpolitischen Ma&szlig;nahmen durch. Mit Handelsfragen hatten sie oft nichts zu tun. (&hellip;)<br>\nNat&uuml;rlich ist die WTO noch nicht tot. Die Frage lautet, ob sie die drohende Krise erkennt und die notwendigen Reformen anpackt, um sich zu retten. Das ist indes unwahrscheinlich: Derzeit setzt sie den Schwerpunkt darauf, neue Grenzen f&uuml;r die Regulierung im Bereich Onlinehandel und Datenschutz zu ziehen, und das in einer Zeit, in der die meisten Menschen eine Kontrolle der Digitalbranche fordern.<br>\nDas ist insofern pervers, als der Vorl&auml;ufer der WTO, die im Jahr 1948 gegr&uuml;ndete Internationale Handelsorganisation, eine gute Grundlage f&uuml;r bessere globale Handelsregeln gewesen w&auml;re. Sie stellte Vollbesch&auml;ftigung und fairen Wettbewerb in den Mittelpunkt, weil das nach den Gr&auml;ueln des Zweiten Weltkriegs wichtig erschien. Die Mitglieder einigten sich auf Standards f&uuml;r den Arbeitsmarkt sowie Regelungen gegen Monopole und W&auml;hrungsmanipulationen, damit mehr Menschen vom Handel profitierten. Doch als der US-Senat den Beitritt der Vereinigten Staaten zu der Organisation verhinderte, war sie praktisch am Ende.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.ipg-journal.de\/regionen\/global\/artikel\/detail\/selbst-zerstoert-3920\/\">IPG<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Normandie-Treffen mit Putin und Selenskyj<\/strong><br>\nVor der Zusammenkunft bekam der ukrainische Staatspr&auml;sident eine Fortsetzung des Gas-Transits durch sein Land und einen neuen Kredit der Weltbank in Aussicht gestellt<br>\nHeute trifft der ukrainische Staatspr&auml;sident Wolodymyr Selenskyj seinen russischen Amtskollegen Wladimir Putin, seinen franz&ouml;sischen Amtskollegen Emmanuel Macron und die deutsche Regierungschefin Angela Merkel. Dieses Treffen in der franz&ouml;sischen Hauptstadt Paris ist das erste im so genannten &ldquo;Normandie-Format&rdquo; seit drei Jahren. Ziel dieser Zusammenk&uuml;nfte ist es, den Konflikt in der Ostukraine zu entsch&auml;rfen.<br>\nKurz vorher empfing Putin in der russischen Tourismusmetropole Sotschi eine 22-k&ouml;pfige Delegation aus deutschen Unternehmern, Managern und Wirtschaftsfunktion&auml;ren, der unter anderem der Siemens-Vorstandsvorsitzende Josef K&auml;ser angeh&ouml;rte.<br>\nDie M&auml;hdrescherherstellerin Cathrina Claas-M&uuml;hlh&auml;user meinte danach, sie hoffe, &ldquo;dass nach dem Treffen in Paris der Abbau der Sanktionen beginnen&rdquo; k&ouml;nne: &ldquo;Denn die Milliarden, die wegen der Sanktionen verloren gehen, k&ouml;nnen in den Wiederaufbau der Wirtschaft und die Erh&ouml;hung der Wettbewerbsf&auml;higkeit unseres Kontinents investiert werden.&rdquo; In diesem Zusammenhang schl&auml;gt sie einen &ldquo;europ&auml;ischen Stabilit&auml;ts- und Wachstumspaktes f&uuml;r die Ukraine&rdquo; vor, bei dem die Wirtschaftsverb&auml;nde die Staaten ihren Angaben nach gerne beraten w&uuml;rden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Normandie-Treffen-mit-Putin-und-Selenskyj-4608195.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Anschlag in Halle &ndash; Presserat r&uuml;gt Bild.de<\/strong><br>\nMit einem Video des Anschlags in Halle habe die Redaktion die &ldquo;Dramaturgie des T&auml;ters&rdquo; &uuml;bernommen, hei&szlig;t es zur Erkl&auml;rung.<br>\nDer Presserat r&uuml;gt Bild.de f&uuml;r die Ver&ouml;ffentlichung von Sequenzen aus dem Video, das der Attent&auml;ter w&auml;hrend seines Anschlags auf die Synagoge von Halle live ins Netz &uuml;bertragen hatte. Das teilt das Gremium mit.<br>\nDie Redaktion von Bild.de habe damit gegen Richtlinie 11.2 des Pressekodex versto&szlig;en, wonach die Presse sich nicht zum Werkzeug von Verbrechern machen d&uuml;rfe.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/medien\/bild-de-anschlag-halle-presserat-ruege-1.4713036\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>So greift die NZZ in die Anti-Russland-Klischee-Kiste<\/strong><br>\nEin Farbbild auf der Frontseite, eine Doppelseite im Innern: Die NZZ hat negative Entwicklungen auf der russischen Krim gefunden.<br>\nAm 12. November 2019 publizierte die NZZ einen weitgehend d&uuml;mmlichen Artikel des deutschen &laquo;Schriftstellers&raquo; Christoph Brumme, gem&auml;ss dem &laquo;die&raquo; Ukrainer alle freiheitsliebend sind, Autorit&auml;ten verlachen und eine &laquo;Kultur der Moral&raquo; haben, &laquo;die&raquo; Russen es aber vorziehen, unter der Knute zu leben. Es d&uuml;rfte die darauf folgende Zuschrift des russischen Botschafters in Bern gewesen sein (NZZ vom 21.11.2019), die die NZZ-Redaktion auf die gloriose Idee brachte, auch mal etwas Anschauliches &uuml;ber die Krim zu bringen, die seit dem M&auml;rz 2014 mit Russland wiedervereinigt ist. Da k&ouml;nnte man doch zeigen, wie negativ der Einfluss Russlands auf die Bev&ouml;lkerung in der Realit&auml;t ist.<br>\nGedacht, getan. Nur, schon die Headline in der NZZ online-Ausgabe vom 5. Dezember 2019 zeigt, wie oberfl&auml;chlich NZZ-Journalismus sein kann: &laquo;In Kiew atmet der Westen, auf der Strasse sind Musiker, Jongleure, Freaks &ndash; auf der Krim herrscht Zucht und es mangelt an Charme.&raquo; Das ist, mit Verlaub, echter &laquo;Bullshit&raquo;, um es f&uuml;r einmal im Jargon der Journalisten zu sagen. Ich &ndash; ich erlaube mir, diese Medienkritik diesmal in der Ich-Form zu schreiben &ndash; ich selber war im Fr&uuml;hling drei Wochen auf der Krim. Nicht ganz zuf&auml;llig hatte ich als professioneller Journalist auch meine Kamera bei mir und zum Gl&uuml;ck habe ich auch den Charme der Krim fotografisch eingefangen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/Artikel\/Medien\/NZZ-Russland-Kiev-Krim-Ulrich-Schmid-Anti-Russland-Klischees\">Infosperber<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>20 Prozent mehr Rentner als vor einem Jahr nutzen die Tafeln<\/strong><br>\nIn Deutschland nutzen immer mehr Menschen die Lebensmittel-Tafeln, darunter eine steigende Zahl &Auml;lterer. Die bundesweit etwa 940 Tafeln verzeichneten aktuell 1,65 Millionen Kunden, sagte der Bundesverbands-Vorsitzende Jochen Br&uuml;hl der &bdquo;Neuen Osnabr&uuml;cker Zeitung&ldquo;. &bdquo;Das sind zehn Prozent mehr als im vergangenen Jahr.&ldquo; Besonders gro&szlig; sei die Nachfrage &auml;lterer Menschen. &bdquo;Die Zahl der Rentner unter den Tafelkunden ist innerhalb eines Jahres um 20 Prozent auf 430.000 gestiegen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/sprunghafter-anstieg-20-prozent-mehr-rentner-als-vor-einem-jahr-nutzen-die-tafeln\/25310382.html\">Der Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Die Tafeln &uuml;bernehmen Aufgaben, die der Staat &uuml;bernehmen m&uuml;sste. Deren Existenz sollte ein Armutszeugnis f&uuml;r jede Bundesregerierung sein.<\/em><\/p>\n<p><em>Mehr zum Thema &bdquo;Tafeln&ldquo; k&ouml;nnen Sie u.a. hier erfahren:<\/em><\/p>\n<ol type=\"a\">\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27438\">Die Armutsindustrie<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21980\">Auch Erbarmen geht nicht ohne Coca Cola &ndash; Nun engagiert sich der Getr&auml;nkekonzern auch in der Armuts&ouml;konomie der &bdquo;Tafeln&ldquo;<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18334\">Rezension: Stefan Selke, Schamland &ndash; Sozialpolitik nach Gutsherrenart<\/a><\/em><\/li>\n<\/ol>\n<p><em>Mal sehen, ob das von der SPD beschlossene &bdquo;B&uuml;rgergeld&ldquo; sowie das zu sichernde &bdquo;sozio-&ouml;konomische und soziokulturelle Existenzminimum&ldquo; dem Abhilfe leisten k&ouml;nnen. Insbesondere die SPD-Bundesminister\/innen d&uuml;rften jedoch wissen, dass diese Forderungen mit den Unionsparteien nicht umsetzbar sind. Sind sie deshalb (von einigen mit-) beschlossen worden? Dabei ist die reale Umsetzung u.a. dieser Beschl&uuml;sse dringend geboten.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: &bdquo;Armut breitet sich in Richtung Mittelschicht aus&ldquo;<\/strong><br>\nDie Grundsicherung im Alter sei so niedrig bemessen, dass viele Senioren auf zus&auml;tzliche Hilfe wie Tafeln angewiesen seien, so Armutsforscher Christoph Butterwegge im Dlf. Auch die von der Gro&szlig;en Koalition beschlossene Grundrente k&ouml;nne die steigende Altersarmut nicht verhindern.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/mehr-deutsche-nutzen-tafeln-armut-breitet-sich-in-richtung.694.de.html?dram:article_id=465323\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>zu guter Letzt: Ralf Stegner konnte sich vorstellen, Vizekanzler Scholz zu ersetzen<\/strong><br>\nEin umstrittener YouTuber gibt sich als designierter SPD-Chef Walter-Borjans aus und ruft Ralf Stegner an. Man wolle Olaf Scholz als Vizekanzler durch ihn, Stegner, ersetzen. Der sagt quasi zu, er wolle das nur noch mit seiner Frau besprechen.<br>\nDie neuen SPD-Chefs Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans beschworen auf dem Parteitag der Sozialdemokraten den Zusammenhalt in der SPD. Walter-Borjans w&uuml;rdigte unter anderem Vizekanzler Olaf Scholz und den fr&uuml;heren Parteivize Ralf Stegner, die nach dem verlorenen Wettstreit um den Parteivorsitz nun auch nicht mehr im Parteivorstand sitzen. Ausgerechnet bei Stegner wird durch einen Telefonstreich deutlich, dass es um den Zusammenhalt mit Scholz offenbar gar nicht gut bestellt ist.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article204143008\/Ralf-Stegner-SPD-faellt-auf-Telefonstreich-von-umstrittenem-YouTuber-rein.html\">WELT.de<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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