{"id":57003,"date":"2019-12-10T14:17:10","date_gmt":"2019-12-10T13:17:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57003"},"modified":"2019-12-19T09:40:00","modified_gmt":"2019-12-19T08:40:00","slug":"springers-kampf-fuer-die-vermoegenden-manipulation-im-reinformat","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57003","title":{"rendered":"Springers Kampf f\u00fcr die Verm\u00f6genden \u2013 Manipulation im Reinformat"},"content":{"rendered":"<p>Die SPD bekennt sich zur Wiedereinf&uuml;hrung <a href=\"https:\/\/apps.derstandard.de\/privacywall\/story\/2000112013847\/spd-will-vermoegenssteuer-wieder-einfuehren\">der Verm&ouml;gensteuer<\/a> und Springers WELT bl&auml;st zur Gegenkampagne. Kristina Schr&ouml;der und Ulf Poschardt erkl&auml;ren den Lesern dabei in einem Atemzug, warum es in Deutschland gar keine Ungleichheit gibt, diese nicht vorhandene Ungleichheit aber doch eigentlich etwas Positives und das Ergebnis einer freien und erfolgreichen Gesellschaft sei. Doch diese beiden Perlen der Meinungsmache sind nur die Spitze des Eisbergs einer in weiten Teilen hoch manipulativen Debatte. Von <strong>Jens Berger<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_2626\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-57003-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/191210_Springers_Kampf_fuer_die_Vermoegenden_Manipulation_im_Reinformat_NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/191210_Springers_Kampf_fuer_die_Vermoegenden_Manipulation_im_Reinformat_NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/191210_Springers_Kampf_fuer_die_Vermoegenden_Manipulation_im_Reinformat_NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/191210_Springers_Kampf_fuer_die_Vermoegenden_Manipulation_im_Reinformat_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=57003-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/191210_Springers_Kampf_fuer_die_Vermoegenden_Manipulation_im_Reinformat_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"191210_Springers_Kampf_fuer_die_Vermoegenden_Manipulation_im_Reinformat_NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p>Dass die wirtschaftsliberalen Medien nicht viel von einer st&auml;rkeren Besteuerung h&ouml;herer Einkommen und Verm&ouml;gen halten, ist nicht neu. Die Speerspitze der &bdquo;Besitzstandswahrer&ldquo; im deutschen Medienbetrieb ist dabei seit geraumer Zeit die WELT aus dem Hause Springer. Kennzeichnend f&uuml;r deren einschl&auml;gige Artikel sind Verdrehungen und Manipulationen, mit denen Bef&uuml;rworter einer Verm&ouml;gensbesteuerung das Wasser abgegraben werden soll. In fast allen Artikeln zum Thema tauchen dabei vier Elemente der Manipulation auf:<\/p><ol>\n<li>Wenn es um Verm&ouml;gen geht, wird pl&ouml;tzlich nur noch vom Einkommen gesprochen.<\/li>\n<li>Es wird mit ungeeignetem Zahlenmaterial gearbeitet.<\/li>\n<li>Die Zusammenh&auml;nge werden verschleiert.<\/li>\n<li>Wenn die Argumente ausgehen, wechselt man in die moralische Kategorie.<\/li>\n<\/ol><p><strong>Kristina Schr&ouml;der nimmt es mit Brecht auf<\/strong><\/p><p>Der j&uuml;ngste <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/debatte\/kommentare\/plus204134082\/Vermoegen-Reiche-sind-nicht-reich-weil-Arme-arm-sind.html\">Meinungsbeitrag<\/a> der WELT gegen eine Verm&ouml;gensbesteuerung stammt von Kristina Schr&ouml;der, die den meisten Lesern sicher besser unter ihrem Geburtsnamen Kristina K&ouml;hler bekannt ist. Schr&ouml;der sa&szlig; fr&uuml;her f&uuml;r die CDU im Bundestag, war zeitweise Bundesfamilienministerin und ist seit ihrem Ausscheiden aus der aktiven Politik im Jahr 2017 als Kolumnistin f&uuml;r die WELT t&auml;tig. Ihre Kolumnen gl&auml;nzen dabei vor allem durch die intellektuelle Schlichtheit der Autorin. Um so erstaunlicher ist es, dass sie sich in ihrer aktuellen Kolumne mit dem vielsagenden Titel &bdquo;Reiche sind nicht reich, weil Arme arm sind&ldquo; ausgerechnet an einem bekannten Zitat von Bertolt Brecht zum Thema Ungleichheit abzuarbeiten versucht.<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Reicher Mann und armer Mann standen da und sahn sich an. Und der Arme sagte bleich: W&auml;r ich nicht arm, w&auml;rst du nicht reich.&ldquo;<br>\n&ndash; Bertolt Brecht\n<\/p><\/blockquote><blockquote><p>\n&bdquo;Es ist der alte Vorwurf von Bert Brecht, der Reiche habe sein Geld dem Armen weggenommen, zumindest k&ouml;nne der Arme deswegen nicht dar&uuml;ber verf&uuml;gen, weil es der Reiche besitze. [&hellip;] Es gibt eine feste Menge an G&uuml;tern, an Wohlstand. Und die Armen sind deshalb arm, weil die Reichen reich sind. Dieser Glaube, Wirtschaft sei ein Nullsummenspiel, ist intuitiv eing&auml;ngig, aber &ouml;konomisch ziemlicher Unsinn.&ldquo;<br>\n&ndash; Kristina Schr&ouml;der\n<\/p><\/blockquote><p>Trotz der intellektuellen Schlichtheit ist Schr&ouml;ders Zitat auf den ersten Blick sogar einleuchtend. Das Problem: Es behauptet ja auch, die Wirtschaft sei ein &bdquo;Nullsummenspiel&ldquo;. An zwei einfachen Beispielen l&auml;sst sich aufzeigen, dass Brechts Zitat durchaus zutreffen kann.<\/p><p>Schauen wir uns als Erstes einmal die &ouml;konomischen Folgen der Privatisierung eines Krankenhauses an. Organisch wachsen k&ouml;nnte ein solches &bdquo;Unternehmen&ldquo; nur, wenn mehr Menschen krank w&uuml;rden, mehr &ndash; vielleicht unn&ouml;tige &ndash; Eingriffe unternommen werden oder die Preise steigen; all diese drei Punkte kann man trotz gegenl&auml;ufiger Entwicklungen erst einmal vernachl&auml;ssigen. Privatisierte Krankenh&auml;user erwirtschaften ihre Renditen vor allem &uuml;ber eine Senkung der Betriebskosten und die Personalkosten stehen da an erster Stelle. Geh&auml;lter werden gedr&uuml;ckt, der Personalschl&uuml;ssel wird herunter- und die Arbeitszeiten werden heraufgefahren. Um es ein wenig zuzuspitzen: Die Rendite des Krankenhausbetreibers wird vor allem dadurch erwirtschaftet, dass die Krankenpfleger und &Auml;rzte schlechter bezahlt werden. Dies ist eine Umverteilung von unten nach oben und dies ganz ohne Nullsummenspiel.<\/p><p>&Auml;hnlich verh&auml;lt es sich bei der klassischen Vermietung von Wohnraum. Die Renditen des Immobilieneigent&uuml;mers sind auf der anderen Seite die Mieten der Bewohner. Je h&ouml;her die Miete, desto &bdquo;reicher&ldquo; kann der Eigent&uuml;mer werden und desto &bdquo;&auml;rmer&ldquo; wird der Mieter. Auch hier braucht es kein Nullsummenspiel, um die Zusammenh&auml;nge zu erkl&auml;ren. <\/p><p>Um Brecht widerlegen zu wollen, nennt Schr&ouml;der daher auch andere weit hergeholte Beispiele. So f&uuml;hrt sie allen Ernstes einen Basketballstar an, der an den Verk&auml;ufen der Eintrittskarten beteiligt ist und dadurch &uuml;ber eine Umverteilung einen Teil des Verm&ouml;gens der Zuschauer bekommt, was jedoch f&uuml;r alle Beteiligten eine tolle Sache sei, da sie ja freiwillig die Karten kaufen. Die Botschaft: &bdquo;M&ouml;chte man unter diesen Bedingungen eine bestimmte &acute;gerechte&acute; Verteilung durchsetzen, muss ein Staat permanent steuernd und ma&szlig;regelnd in das Verhalten von Menschen eingreifen&ldquo;; also im konkreten Kontext den Basketballfans verbieten, sich die Tickets zu kaufen. Das ist einerseits Unsinn, da der Staat &uuml;ber die Einkommensteuer selbstverst&auml;ndlich ohnehin &bdquo;permanent steuernd&ldquo; eingreift und f&uuml;hrt andererseits in die Irre, da hier einmal mehr ein Schwenk vom Verm&ouml;gen auf das Einkommen vorgenommen wird. Was beim Einkommen ja in bestimmten F&auml;llen durchaus mit einer plausiblen Freiwilligkeit zu erkl&auml;ren ist, greift beim Verm&ouml;gen eben nicht. <\/p><p>Aber wie soll Kristina Schr&ouml;der das verstehen? F&uuml;r sie entsteht Verm&ouml;gen ja auch folgenderma&szlig;en: &bdquo;Die einen investieren ihr Geld in Aktien, andere in Urlaube, wieder andere in die Bildung ihrer Kinder.&ldquo; Getreu &Auml;sops Fabel von der Ameise und der Heuschrecke ist der Verm&ouml;gende also moralisch &uuml;berlegen, da er sein Geld nicht verjubelt, sondern angelegt hat. Geht es auch noch schlichter? Nat&uuml;rlich. <\/p><p><strong>Ulf Poschardt h&auml;lt Ungleichheit f&uuml;r Freiheit<\/strong><\/p><p>Immer wenn man meint, d&uuml;mmer geht es nicht mehr, kommt von irgendwo Ulf Poschardt her. Der Chef der WELT-Gruppe und bekennende Porsche-Fan sieht einen zwingenden Zusammenhang zwischen Freiheit und Ungleichheit und r&uuml;ckt in seinem Artikel &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.welt.de\/debatte\/kommentare\/plus203716604\/Soziale-Unterscheide-Eine-freie-Gesellschaft-produziert-Ungleichheit.html\">Lob der Ungleichheit<\/a>&ldquo; gleich im zweiten Absatz den Wunsch nach einer gerechteren Verteilung der Verm&ouml;gen in die N&auml;he der Nazis, deren Antisemitismus &bdquo;auch ein Hass auf die j&uuml;dischen Eliten der Weimarer Republik&ldquo; war und &bdquo;den Volksgenossen eine Einebnung des Wohlstands auf gehobenem Niveau [versprach], wenn erst mal die vermeintlichen Parasiten des deutschen Volkes entfernt w&auml;ren&ldquo;. Das ist wohl die gr&ouml;&szlig;tm&ouml;gliche argumentative Moralkeule, die jedoch im Kontext zur heutigen Debatte so absurd ist, dass es Poschardt nicht bei diesem Scheinargument belassen will.<\/p><p>Stattdessen greift er ganz tief in den deutschen Mythenschatz und rekurriert auf die &bdquo;W&auml;hrungsreform als Ursprung [der angeblichen Gleichheit], in dem f&uuml;r einen kurzen, unwirklichen Augenblick alle gleich wenig Geld hatten&ldquo;. Das ist gleich doppelter Unsinn, da selbstverst&auml;ndlich weder die Geld- noch die Sachverm&ouml;gen nach der W&auml;hrungsreform &bdquo;gleich&ldquo; waren und die ber&uuml;hmt-ber&uuml;chtigten 40 Mark nur die Startausstattung mit Bargeld betrafen; eine vollkommen unwichtige Kategorie. <\/p><p>Aber warum sollte man sich dar&uuml;ber &uuml;berhaupt echauffieren? &bdquo;Eine freie Gesellschaft produziert&ldquo; laut Poschardt nun einmal &bdquo;Ungleichheit&ldquo;. Und &bdquo;eine erfolgreiche Gesellschaft toleriert soziale Unterschiede und besteht auf Chancengleichheit, die besonders vielen flei&szlig;igen Menschen den Aufstieg zu Wohlstand und Reichtum erm&ouml;glicht&ldquo;. Demnach m&uuml;sste jede Besteuerung von Verm&ouml;gen ja eine Bestrafung der &bdquo;flei&szlig;igen Menschen&ldquo; sein. Das h&ouml;ren die flei&szlig;igen Erben von Millionenverm&ouml;gen in ihren Villen am Tegernsee und Sommerresidenzen in Kampen sicherlich gerne. F&uuml;r eine ernsthafte Debatte disqualifiziert sich Poschardt mit derlei FDP-Schenkelklopfern jedoch.<\/p><p>Besonders am&uuml;sant ist, dass Poschardt zwei Abs&auml;tze zuvor noch festgesellt hat, dass diese Beobachtungen ohnehin nur ein &bdquo;Narrativ der Ungleichheits-D&auml;monisierer&ldquo; seien und der Gini-Index, der die soziale Ungleichheit misst, &bdquo;in den vergangenen zehn Jahren gar nicht gestiegen&ldquo; sei. Das ist einerseits schlicht falsch und andererseits h&ouml;chst manipulativ, da es sich hierbei nicht um den Gini-Index der Verm&ouml;gensverteilung, sondern um den Wert f&uuml;r die Einkommensverteilung handelt. Edelfeder Poschardt verweist hierbei auf <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/plus202632034\/Einkommen-Ungleichheit-in-Deutschland-steigt-nicht.html\">einen Artikel seines Kollegen Daniel Eckert<\/a>, der als Finanzredakteur der WELT ein steter Garant f&uuml;r vollkommene &ouml;konomische Ahnungslosigkeit ist.<\/p><p><strong>Daniel Eckert und die falsche Zahlenbasis<\/strong><\/p><p>Um zu belegen, dass Deutschland nicht immer ungleicher, sondern stattdessen sogar immer gleicher wird, greift Eckert in seinem Artikel &bdquo;Deutschland, Land der Ungleichheit? Im Gegenteil!&ldquo; tief in die Trickkiste. Auch Eckert erw&auml;hnt die diesbez&uuml;glichen Zahlen zur Verm&ouml;gensverteilung nicht, sondern greift stattdessen auf die Zahlen zur Einkommensverteilung zur&uuml;ck. Doch die passen hier nicht nur nicht, sondern haben auch noch einen entscheidenden Sch&ouml;nheitsfehler. Weder die offiziellen Zahlen der statistischen &Auml;mter noch die Zahlen des SOEP des DIW, die daf&uuml;r gerne verwendet werden, bilden hohe Einkommen ab. Bei den offiziellen Statistiken werden Einkommen &uuml;ber 18.000 Euro pro Monat als &bdquo;statistische Ausrei&szlig;er&ldquo; aussortiert &ndash; das mag f&uuml;r bestimmte Analysen durchaus sinnvoll sein, disqualifiziert die komplette Datenbasis jedoch f&uuml;r jegliche Aussagen zum Thema &bdquo;Einkommensverteilung&ldquo;, sind es doch genau diese Spitzeneinkommen, die im Rahmen einer Umverteilungsdebatte von Belang sind. Die Zahlen des DIW sind da kaum verl&auml;sslicher. Am SOEP nehmen zwar 12.000 Privathaushalte auf freiwilliger Basis teil &ndash; darunter befinden sich jedoch nur 20 Personen mit einem Verm&ouml;gen von mehr als f&uuml;nf Millionen Euro und kein einziger Teilnehmer mit einem Verm&ouml;gen von mehr als 50 Millionen Euro[<a href=\"#foot_1\" name=\"note_1\">*<\/a>]. <\/p><p>Diese Zahlenreihen lassen also keine Aussagen zur Einkommensverteilung zu und eignen sich erst recht nicht f&uuml;r eine Analyse der Verm&ouml;gensverteilung. Es ist schon fast tragikomisch. Eckert operiert hier mit einem Gini-Koeffizienten von 0,28. Bei einem Spektrum von 0 bis 1 ist dies ein sehr niedriger Wert. Der am ehesten korrekte Gini-Koeffizient f&uuml;r die Verm&ouml;gensverteilung in Deutschland <a href=\"https:\/\/www.credit-suisse.com\/about-us\/en\/reports-research\/global-wealth-report.html\">betr&auml;gt jedoch 0,816<\/a>! Dies ist zumindest der Wert, den die Verm&ouml;gensverwaltung der Credit Suisse in ihrem eigentlich sehr zuverl&auml;ssigen World Wealth Report nennt. Dieser Wert ist &uuml;brigens einer der h&ouml;chsten Werte weltweit. Deutschland steht damit auf einem Niveau mit L&auml;ndern wie Brasilien, S&uuml;dafrika, den Philippinen und der USA, die f&uuml;r ihre massive Ungleichverteilung der Verm&ouml;gen bekannt sind. In L&auml;ndern wie Belgien (0,603), Italien (0,669), Japan (0,626) und der Slowakei (0,498) sind die Verm&ouml;gen wesentlich gerechter verteilt. 2010 lag dieser Wert f&uuml;r Deutschland &uuml;brigens noch bei 0,684. Deutschland ist also eines der L&auml;nder, in denen sich die Verm&ouml;gen im letzten Jahrzehnt sogar im globalen Ma&szlig;stab am st&auml;rksten auseinanderentwickelt haben. <\/p><p>In allen Artikeln der WELT zum Thema sind diese Zahlen nat&uuml;rlich nicht zu finden. Stattdessen kapriziert man sich auf andere Zahlen, die selbst auf einer mehr als wackligen Basis stehen &ndash; gerade so, wie es ins Konzept passt.<\/p><p>Titelbild: Artisticco\/shutterstock.com<\/p><p><em>Aktualisierung, 19. Dezember 2019: Der Zeitpunkt seitdem Kristina Schr&ouml;der f&uuml;r Die Welt t&auml;tig ist, wurde korrigiert.<\/em><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><div class=\"footnote\">\n<p>[<a href=\"#note_1\" name=\"foot_1\">&laquo;*<\/a>] Jens Berger, Wem geh&ouml;rt Deutschland?, Westend Verlag, Frankfurt, 2014<\/p>\n<\/div><p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/vg06.met.vgwort.de\/na\/86eefb93afb04947958bd74b556df871\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die SPD bekennt sich zur Wiedereinf&uuml;hrung <a href=\"https:\/\/apps.derstandard.de\/privacywall\/story\/2000112013847\/spd-will-vermoegenssteuer-wieder-einfuehren\">der Verm&ouml;gensteuer<\/a> und Springers WELT bl&auml;st zur Gegenkampagne. Kristina Schr&ouml;der und Ulf Poschardt erkl&auml;ren den Lesern dabei in einem Atemzug, warum es in Deutschland gar keine Ungleichheit gibt, diese nicht vorhandene Ungleichheit aber doch eigentlich etwas Positives und das Ergebnis einer freien und erfolgreichen Gesellschaft sei. Doch diese<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57003\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":57004,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[107,123,183,132],"tags":[441,343,2225,1575,821,687,520,291,328],"class_list":["post-57003","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-audio-podcast","category-kampagnentarnworteneusprech","category-medienkritik","category-ungleichheit-armut-reichtum","tag-freiheit","tag-luegen-mit-zahlen","tag-leistungsgerechtigkeit","tag-poschardt-ulf","tag-schroeder-kristina","tag-ungleichheit","tag-vermoegensteuer","tag-verteilungsgerechtigkeit","tag-welt"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/shutterstock_124680796.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/57003","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=57003"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/57003\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":57227,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/57003\/revisions\/57227"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/57004"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=57003"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=57003"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=57003"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}