{"id":5701,"date":"2010-05-31T09:17:21","date_gmt":"2010-05-31T07:17:21","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=5701"},"modified":"2010-05-31T09:17:21","modified_gmt":"2010-05-31T07:17:21","slug":"hinweise-des-tages-1150","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=5701","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Therapie f&uuml;r Inflations-Hasen; Staatshaushalte: zu viele schw&auml;bische Hausfrauen; Kritik an Spanien-Rating; Rente mit 70; billige Besenm&auml;nner; schon wieder 10 Millionen f&uuml;r Claassen; Variante der Transaktionssteuer; Bertelsmann-Stiftung f&uuml;r Mindestlohn; knallhart gegen Gewalt; Risiko Atomm&uuml;ll; SPD-Mitgliederbefragung; gymnasiale Oberstufe; Geb&uuml;hrenkompass; NRW-FDP wieder im Rennen; peinlich von der ZEIT; Lena-Gratulationsfieber; Wilfried Schmickler &ndash; Griechenland. (KR\/WL)<br>\n<!--more--><\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">Therapie f&uuml;r Inflations-Hasen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">Zu viele schw&auml;bische Hausfrauen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">Fitch: Herbe Kritik an Spanien-Rating<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">Die &bdquo;Griechen&ldquo; Amerikas<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">Rente mit 70<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">Billige Besenm&auml;nner<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">Claassen erhielt zehn Millionen Euro Antrittspr&auml;mie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">Studie der RWTH Aachen: Chancen einer Finanztransaktionssteuer mit Komplexit&auml;tsprogression<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">Bertelsmann-Stiftung pl&auml;diert f&uuml;r Mindestlohn<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">Knallhart gegen Gewalt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">Risiko Atomm&uuml;ll<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">Mitgliederbefragung: SPD-Basis stellt Parteispitze miserables Zeugnis aus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">Die neu geordnete gymnasiale Oberstufe auf dem Pr&uuml;fstand der empirischen Bildungsforschung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h14\">Geb&uuml;hrenkompass 2010<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h15\">Staatlich initiierte Studienkredite beherrschen den Markt weitgehend<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h16\">NRW-FDP wieder im Rennen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h17\">Die Theorie vom sanften Krieg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h18\">Peinlich von der ZEIT<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h19\">Politiker im Lena-Gratulations-Fieber<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h20\">Zu guter Letzt: Wilfried Schmickler &ndash; Griechenland<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind.<br>\nWenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"\/?p=5701&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/a><\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Therapie f&uuml;r Inflations-Hasen<\/strong><br>\nSeit der Euro-Rettung redet sich Deutschland in die Hyperinflation. Warum alle Vergleiche mit Weimar hinken, erkl&auml;rt Robert von Heusinger: Wer heute auf die Zinss&auml;tze der liquidesten Staatsanleihen der Welt schaut, wer heute internationalen &Ouml;konomen lauscht, ihre Einsch&auml;tzungen liest, der wei&szlig;: Deflation ist derzeit international das Topthema. Nur eben nicht in Deutschland.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/2696326_Die-EZB-und-der-Geldmarkt-Therapie-fuer-Inflations-Hasen.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Zu viele schw&auml;bische Hausfrauen<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Europa im Fehler-Loop<\/strong><br>\nDie Politik reagiert falsch auf die drohenden Staatspleiten. Bis auf Berlusconi. Ausgerechnet in Berlusconis Italien werden nun die reichen Steuers&uuml;nder verfolgt und als Pfand die ersten Luxusjachten beschlagnahmt. Diese Idee sollte Deutschland abgewandelt sofort &uuml;bernehmen. Auch hierzulande gehen Milliarden an Steuereinnahmen verloren, weil selbst Million&auml;re nur selten von den Finanz&auml;mtern &uuml;berpr&uuml;ft werden. Es fehlen etwa 3.000 Betriebspr&uuml;fer und 500 Steuerfahnder, obwohl jeder von ihnen rund 700.000 Euro im Jahr eintreiben w&uuml;rde.<br>\nSehr zu begr&uuml;&szlig;en w&auml;re auch die Finanztransaktionssteuer, die nun selbst von CDU-Finanzminister Sch&auml;uble vertreten wird und die f&uuml;r Deutschland etwa 11,8 Milliarden Euro bringen w&uuml;rde.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/print-archiv\/printressorts\/digi-artikel\/?ressort=me&amp;dig=2010%2F05%2F28%2Fa0109&amp;cHash=f970cdb44d\">TAZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Interview mit Peter Bofinger: &ldquo;H&ouml;here Defizite k&ouml;nnen sich lohnen&rdquo;<\/strong><br>\nDer Wirtschaftsweise Peter Bofinger erkl&auml;rt im FR-Interview, warum Deutschland alles andere als ein Vorbild f&uuml;r andere Staaten ist &ndash; und warum die deutschen Defizite nicht zu hoch, sondern zu niedrig sind.<br>\nHerr Professor Bofinger, Deutschland muss sparen. Denn, so sagt Bundeskanzlerin Angela Merkel: Wir haben &uuml;ber unsere Verh&auml;ltnisse gelebt. F&uuml;hlen Sie sich angesprochen?<br>\nNicht direkt. Wer ist &uuml;berhaupt mit &ldquo;wir&rdquo; gemeint? Die &Ouml;konomen? Die Arbeitnehmer? Die Unternehmen? Der Staat? Die Arbeitslosen?<br>\nAlle zusammen.<br>\nAlso die deutsche Wirtschaft insgesamt hat in den vergangenen zehn Jahren keineswegs &uuml;ber ihren Verh&auml;ltnissen gelebt. Sondern unter ihren Verh&auml;ltnissen. Und zwar massiv.<br>\nWoran erkennen Sie das?<br>\nAm Leistungsbilanz&uuml;berschuss. Das ist der Betrag, der &uuml;brig bleibt, wenn man s&auml;mtliche Einnahmen eines Landes addiert und davon s&auml;mtliche Ausgaben abzieht. Abgesehen von China gab es in den vergangenen Jahren kein Land, das so hohe Leistungsbilanz&uuml;bersch&uuml;sse erzielt hat wie Deutschland &ndash; sprich: kein Land, das so viel Geld aus dem Ausland eingenommen und so wenig dort ausgegeben hat. Und wer viel einnimmt und wenig ausgibt, der lebt unter seinen Verh&auml;ltnissen.<br>\nAber dennoch hat der deutsche Staat hohe Schulden&hellip;<br>\nSicher, der Staat hat &uuml;ber seinen Verh&auml;ltnissen gelebt. Deshalb sind seine Schulden gestiegen. Gleichzeitig aber haben die deutschen Unternehmen und Haushalte sehr viel mehr Geld gespart, als der Staat an Schulden gemacht hat. Daher hat Deutschland unter seinen Verh&auml;ltnissen gelebt. Um das klarzustellen: &ldquo;&Uuml;ber den Verh&auml;ltnissen leben&rdquo; bedeutet, dass eine Volkswirtschaft mehr ausgibt als sie einnimmt. &ldquo;Unter den Verh&auml;ltnissen&rdquo; hei&szlig;t das Gegenteil. Ob das eine oder andere vorliegt, erkennt man am Leistungsbilanzsaldo: &Uuml;berschuss oder Defizit? Denn mehr oder weniger ausgeben kann eine nationale Volkswirtschaft als Ganze nur gegen&uuml;ber dem Ausland. Und da verzeichnet Deutschland derzeit die h&ouml;chsten &Uuml;bersch&uuml;sse.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/top_news\/2695874_Interview-mit-Peter-Bofinger-Hoehere-Defizite-koennen-sich-lohnen.html\">FR<\/a> \n<p><strong>Anmerkung KR:<\/strong> <em>F&uuml;r NDS-Leser nichts Neues. Vielleicht aber als Lesetipp brauchbar, wenn Sie jemanden kennen, der Merkel auf den Leim zu gehen droht.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol><\/li>\n<\/ol><li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Fitch: Herbe Kritik an Spanien-Rating <\/strong><br>\nDie Ratingagentur Fitch hat die Kreditw&uuml;rdigkeit Spaniens von der Bestnote &ldquo;AAA&rdquo; um eine Stufe auf &ldquo;AA+&rdquo; herabgestuft. Als Grund nannte Fitch Ratings am Freitagabend unter anderem die drastischen Sparbeschl&uuml;sse, mit denen die Regierung in Madrid die hohe Verschuldung dr&uuml;cken will. Dies werde das Wirtschaftswachstum in Spanien mittelfristig bremsen. Der Berliner Wirtschafts&ouml;konom Michael Burda kritisierte die Herabstufung: &ldquo;Das versch&auml;rft die Krise. Und es erschwert das, was Spanien tun muss&rdquo;, sagte der &Ouml;konom, der an der Berliner Humboldt- Universit&auml;t Wirtschaftslehre unterrichtet, dem Berliner &ldquo;Tagesspiegel am Sonntag&rdquo;. &ldquo;Das Timing k&ouml;nnte nicht schlechter sein.&rdquo; Der &Ouml;konom fordert mehr Wettbewerb unter den Ratingagenturen und macht sich f&uuml;r die Gr&uuml;ndung staatlicher und halbstaatlicher Einrichtungen stark.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/2700691_Fitch-Herbe-Kritik-an-Spanien-Rating.html\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Sparen wir nicht, werden wir herabgestuft, sparen wir, werden wir ebenso herabgestuft. Da kenne sich noch einer aus. Es verbleiben nur noch verschw&ouml;rungstheoretische Ans&auml;tze. Sind die gegen den Euro spekulierenden Hedgefonds so verzweifelt, dass sie auf die gro&szlig;en Ratingagenturen Einfluss nehmen? Der Euro will einfach nicht auf das Kursziel ein Euro gleich ein Dollar sinken. Dass nur US-amerikanische Ratingagenturen existieren, ist auf jeden Fall ein sehr ungesunder Zustand. H&ouml;chste Zeit f&uuml;r eine europ&auml;ische Alternative!<\/em><\/p><\/li><li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Die &bdquo;Griechen&ldquo; Amerikas<\/strong><br>\nDie Mehrzahl der US-Bundesstaaten k&auml;mpft mit einem chronischen Defizit. Nebraska stellt die Aufl&ouml;sung der H&auml;lfte seiner 93 Bezirke zur Disposition, Georgia beschloss drastische K&uuml;rzungen im Kulturbereich und Missouri hat eine Pr&auml;mie f&uuml;r die besten Sparideen ausgelobt. Mal mit der Brechstange, mal mit fiskalischer Fantasie: In ihrer Not entwickeln die US-Bundesstaaten mehr oder weniger &uuml;berraschende Spartugenden. Auf Hawaii haben die Sommerferien heuer um zweieinhalb Wochen fr&uuml;her begonnen. Auf dem Festland droht zehntausenden Lehrern die Entlassung. Bisher haben sich US-Bundesstaaten oft mit Winkeladvokatentricks und Buchhalterfinessen &uuml;ber ihr Defizit hin&uuml;bergeschwindelt. W&auml;hrend Finanzminister Timothy Geithner in Europa f&uuml;r das US-Modell wirbt und an der Wall Street die Angst vor einem &Uuml;bergreifen der Eurokrise umgeht, r&uuml;cken die Gouverneure in den USA jetzt &uuml;berall der B&uuml;rokratie zu Leibe, trimmen Sozialleistungen, Gesundheitsprogramme sowie Schuletats und erh&ouml;hen die Einkommensteuer. Besonders betroffen sind Kalifornien und Texas. Im Vorjahr hat die Regierung in Sacramento sogar Schuldscheine ausgestellt &ndash; eine Erinnerung an die Depression der 1930er-Jahre. Bisher hat Kalifornien, vom britischen &bdquo;Economist&ldquo; als &bdquo;unregierbar&ldquo; tituliert, freilich seinen Kopf stets aus der Schlinge gezogen. Denn trotz aller Unkenrufe erwies sich Kalifornien, immer noch unter den Top Ten der Weltwirtschaft, letztlich als robust. Unter anderem auch deshalb, weil Washington als Retter in der Not eingesprungen ist. 2009 stellte sich der Finanzminister mit einer Finanzspritze von acht Milliarden Dollar ein. Insgesamt sp&uuml;lte der Staat 140 Milliarden Dollar in die maroden Kassen von Alaska bis Florida.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/diepresse.com\/home\/wirtschaft\/international\/569385\/index.do?_vl_backlink=\/home\/wirtschaft\/international\/559936\/index.do&amp;direct=559936\">Die Presse.com<\/a><\/li><li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Rente mit 70<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Empfehlung aus Br&uuml;ssel: EU-B&uuml;rger sollen sp&auml;ter in Rente gehen<\/strong><br>\nDer Entwurf f&uuml;r ein Gr&uuml;nbuch der Kommission empfiehlt die regelm&auml;&szlig;ige Verl&auml;ngerung der Lebensarbeitszeit. Das gr&ouml;&szlig;te Problem dabei ist Frankreich.<br>\nDie Europ&auml;ische Kommission empfiehlt den Mitgliedsstaaten der EU eine deutliche Verl&auml;ngerung der Lebensarbeitszeit. Das Renteneintrittsalter solle regelm&auml;&szlig;ig so angehoben werden, dass durchschnittlich nicht mehr als ein Drittel des Erwachsenenlebens im Ruhestand verbracht werde. Ohne ein h&ouml;heres Rentenalter drohe eine &ldquo;schmerzhafte Kombination aus geringeren Zahlungen und h&ouml;heren Beitr&auml;gen&rdquo;, hei&szlig;t es im Entwurf f&uuml;r ein Gr&uuml;nbuch der Kommission zur Rentenpolitik.<br>\nMit ihrem Gr&uuml;nbuch, das vor der Sommerpause vorgelegt werden soll, reagiert die Kommission auf die schnellere Alterung der europ&auml;ischen Gesellschaften. Sie weitet zugleich ihre makro&ouml;konomischen Empfehlungen aus. Die Renten machen einen erheblichen Teil der Staatsausgaben aus und spielen daher eine wichtige Rolle bei der nach der Finanzkrise n&ouml;tigen Haushaltskonsolidierung. Griechenland etwa hat f&uuml;r drei Jahre alle Rentenerh&ouml;hungen ausgesetzt<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/europa\/:empfehlung-aus-bruessel-eu-buerger-sollen-spaeter-in-rente-gehen\/50119633.html\">FTD<\/a><\/li>\n<p><strong>Und hier eine angemessene Replik:<\/strong><\/p>\n<li><strong>Rentenvorschlag der EU bedeutet Altersarmut<\/strong><br>\nTotsparen hei&szlig;t das Rezept der EU-Kommission f&uuml;r die Rentnerinnen und Rentner in Europa&ldquo;, kommentiert die stellvertretende Parteivorsitzende der LINKEN, Sahra Wagenknecht, die Pl&auml;ne der EU-Kommission, drastische Erh&ouml;hungen des Renteneintrittsalters in der EU vorzunehmen. Wagenknecht weiter:<br>\n&ldquo;Die Pl&auml;ne der EU-Kommission, das Renteneintrittsalter automatisch so anzuheben, dass nicht mehr als ein Drittel des Erwachsenenlebens im Ruhestand verbracht wird, sind reinster Zynismus. Die EU-Kommission wei&szlig; sehr genau, dass das Problem nicht das Renteneintrittsalter ist, sondern der Mangel an Arbeitspl&auml;tzen, von dem insbesondere &auml;ltere Menschen betroffen sind. Bereits heute wird das offizielle Renteneintrittsalter nur von wenigen Menschen erreicht. Die Pl&auml;ne der EU-Kommission kommen deshalb einer massiven Rentenk&uuml;rzung gleich. Profitieren werden einzig die Versicherungskonzerne in Europa, die private Rentenversicherungen anbieten. Private Vorsorge k&ouml;nnen sich bei Massenarbeitslosigkeit, prek&auml;rer Besch&auml;ftigung und sinkenden L&ouml;hnen aber immer weniger Menschen leisten.<br>\nStatt Vorschl&auml;ge zu erarbeiten, die tiefe Einschnitte in der Sozialpolitik der Mitgliedstaaten vorsehen, sollte die EU-Kommission europaweite Standards f&uuml;r eine solidarische Finanzierung der Alterssicherung festlegen und sich auf Untergrenzen f&uuml;r die Absicherung von Altersarmut einigen. Was die EU jetzt plant, ist das Gegenteil: ein Verarmungsprogramm f&uuml;r die Rentnerinnen und Rentner in Europa. Wer jedoch die Krise in Europa &uuml;berwinden will, indem er die Lasten den Schw&auml;chsten aufb&uuml;rdet, braucht sich nicht zu wundern, wenn die Ablehnung der EU in der Bev&ouml;lkerung immer weiter steigt.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sahra-wagenknecht.de\/de\/article\/749.rentenvorschlag-der-eu-bedeutet-altersarmut.html\">Sahra Wagenknecht<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Nach Mitteilung von Eurostat, dem statistischen Amt der Europ&auml;ischen Union, ist die Arbeitslosigkeit in der Eurozone im Januar 2010 auf 9,9% gestiegen. Im Januar 2009 hatte sie noch 8,5% betragen. In der EU 27 lag die Arbeitslosenquote im Januar 2010 bei 9,5%, im Januar 2009 betrug sie nur 8,0%.<br>\nEurostat sch&auml;tzt, dass im Januar 2010 in der EU 27 insgesamt 22.979 Millionen M&auml;nner und Frauen arbeitslos waren, davon 15.683 Millionen in der Eurozone.<br>\nDie EU-Kommission sollte sich um die Arbeitslosigkeit k&uuml;mmern. Die Verl&auml;ngerung der Lebensarbeitszeit bewirkt eine Erh&ouml;hung der Arbeitslosigkeit. Wer bei hoher Arbeitslosigkeit die Verl&auml;ngerung der Lebensarbeitszeit fordert, der zielt automatisch auf eine Senkung der Renteneinkommen. Denn alle, die arbeitslos sind, beziehen weniger Rente bzw. wenn sie vor dem Renteneintrittsalter in Rente gehen m&uuml;ssen, dann m&uuml;ssen sie Rentenabschl&auml;ge hinnehmen.<\/em><\/p><\/li>\n<p><strong>Dazu auch noch:<\/strong><\/p>\n<li><strong>Wirtschaftsforschungsinstitut: Rente mit 70 wird bittere Wahrheit <\/strong><br>\nArbeiten bis 70 &ndash; und zwar nicht erst 2060, sondern schon so fr&uuml;h wie m&ouml;glich: Diesen Vorschlag der EU-Kommission unterst&uuml;tzt auch das Deutsche Institut f&uuml;r Wirtschaftsforschung in Berlin.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=2698665&amp;em_loc=1231&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/politik\/aktuell\/&amp;em_ivw=fr_polstart\">FR<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Weiter so! Warum nicht alle sozialen Grausamkeiten des sparenden Europa zun&auml;chst &uuml;ber Br&uuml;ssel laufen lassen. Man kann dann den &ldquo;Schwarzen Peter&rdquo; locker der EU-Kommission zuschieben.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li><li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Hartz IV und B&uuml;rgergeld: Billige Besenm&auml;nner <\/strong><br>\nM&uuml;ll sammeln, Wege kehren, Rasen m&auml;hen: In einem neuen Programm f&uuml;r &ldquo;B&uuml;rgerarbeit&rdquo; will die Bundesregierung &ouml;ffentlich gef&ouml;rderte Jobs f&uuml;r Arbeitslose schaffen &ndash; und 230 Millionen Euro investieren.<br>\nF&uuml;r den Noch-Ministerpr&auml;sidenten von Hessen, Roland Koch, ist die Sache eine Herzensangelegenheit: &ldquo;Wir m&uuml;ssen&rdquo;, sagt der CDU-Politiker, &ldquo;jedem Hartz-IV-Empf&auml;nger abverlangen, dass er als Gegenleistung f&uuml;r die staatliche Unterst&uuml;tzung einer Besch&auml;ftigung nachgeht, auch niederwertige Arbeit, im Zweifel in einer &ouml;ffentlichen Besch&auml;ftigung.&rdquo; Die Praxis sieht derzeit noch anders aus. Lediglich gut 300.000 Arbeitslose s&auml;ubern Wege, reinigen Gr&uuml;nanlagen oder jobben als &Uuml;bungsleiter in Sportvereinen &ndash; und &uuml;bernehmen so zus&auml;tzliche Arbeiten, die im &ouml;ffentlichen Interesse liegen sollen. Die gro&szlig;e Mehrheit der Hartz-IV- Empf&auml;nger muss &ndash; oder, wie es Koch sagen w&uuml;rde, darf &ndash; nichts tun. Das wird die Bundesregierung vom Jahr 2011 an &auml;ndern, zumindest ein bisschen.<br>\nIhr neues Zauberwort hei&szlig;t &ldquo;B&uuml;rgerarbeit&rdquo;. Dahinter verbirgt sich ein neuer Versuch, &ouml;ffentlich gef&ouml;rderte Jobs zu schaffen. Auch dabei geht es um gemeinn&uuml;tzige Stellen f&uuml;r Menschen, die auf dem ersten Arbeitsmarkt keine Chancen haben. Der &ldquo;B&uuml;rgerarbeiter&rdquo; soll Sozialabgaben bezahlen, mit Ausnahme des Beitrags zur Arbeitslosenversicherung. Der Verdienst f&uuml;r die maximal drei Jahre dauernde T&auml;tigkeit bel&auml;uft sich monatlich auf 900 Euro brutto, bei 30 Wochenstunden. Der Arbeitgeber, also etwa eine Kommune, eine Kirche oder eine karitative Einrichtung, erh&auml;lt 180 Euro als Ausgleich f&uuml;r geleistete Sozialbeitr&auml;ge. Das Geld daf&uuml;r kommt vom Steuerzahler.<br>\nAuch der Europ&auml;ische Sozialfonds zahlt nach internen Berechnungen des Bundesarbeitsministeriums, die der S&uuml;ddeutschen Zeitung vorliegen, sollen f&uuml;r die B&uuml;rgerarbeit j&auml;hrlich 230 Millionen Euro aus dem Topf f&uuml;r die Eingliederung von Langzeitarbeitslosen flie&szlig;en. Weitere 200 Millionen Euro kommen vom Europ&auml;ischen Sozialfonds.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/hartz-iv-und-buergergeld-billige-besenmaenner-1.951574\">SZ<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung KR:<\/strong> Offenbar hat die Krise aus Sicht der Bundesregierung noch zu wenige regul&auml;re Stellen vernichtet. <\/em><\/p><\/li><li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Claassen erhielt zehn Millionen Euro Antrittspr&auml;mie<\/strong><br>\nLukrativer Kurzzeit-Job: Nach SPIEGEL-Informationen erhielt Claassen eine sogenannte Antrittspr&auml;mie von knapp zehn Millionen Euro brutto. Nach 74 Tagen jedoch verlie&szlig; er das Unternehmen und strebt nun an, diese Antrittspr&auml;mie trotz seines abrupten Abgangs behalten zu k&ouml;nnen.<br>\nIn seinem F&uuml;nfjahresvertrag lie&szlig; sich Claassen ein monatliches Fixgehalt von 100.000 Euro sowie 40 Tage Jahresurlaub festschreiben. Laut diesem Vertrag durfte er im Umfang von bis zu 25 Prozent Nebent&auml;tigkeiten aus&uuml;ben und im Rahmen dieser Nebent&auml;tigkeiten weiterhin entgeltlich f&uuml;r Finanzinvestoren t&auml;tig sein.<br>\nSelbst eine pauschale Erstattung f&uuml;r einen Chauffeur und einen Bodyguard ist festgeschrieben. Schlie&szlig;lich lie&szlig; sich Claassen zusichern, dass er seine T&auml;tigkeit als Vorstandsvorsitzender nicht &uuml;berwiegend am Gesch&auml;ftssitz in Erlangen aus&uuml;ben musste. Er hatte einen Anspruch auf ein &ldquo;Residence-Office&rdquo; mit Sekret&auml;rin an seinem Wohnort in Norddeutschland. Entsprechend selten war er in seiner kurzen Amtszeit pers&ouml;nlich in Erlangen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/0,1518,697492,00.html\">Spiegel Online<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Nein, wir sollten uns nicht &uuml;ber die Gier von Managern erregen, sondern &uuml;ber ein System, das so etwas f&uuml;r normal h&auml;lt und nicht etwa solche obsz&ouml;nen Pr&auml;mien schlicht wegbesteuert.<br>\nNur nebenbei: Claassen hat in einer au&szlig;ergerichtlichen Einigung von seinem fr&uuml;heren Arbeitgeber, der Energie Baden-W&uuml;rttemberg (EnBW) bei seinem nicht ganz freiwilligen Ausscheiden 2009 schon 2,5 Millionen Euro Abfindung erhalten.<\/em><\/p><\/li><li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Studie der RWTH Aachen: Chancen einer Finanztransaktionssteuer mit Komplexit&auml;tsprogression<\/strong><br>\nWir schlagen &hellip; vor, &uuml;ber Modifikationen einer Finanztransaktionssteuer nachzudenken, die zwar vielleicht nicht einfacher umzusetzen sein mag, daf&uuml;r sich aber aus der rein fiskalisch gepr&auml;gten Sichtweise entfernt. Es dreht sich nicht darum, wie die gesundheitlich angeschlagene Kuh heute am besten gemolken werden kann, sondern die Kuh nachhaltig so gesund zu machen, dass man sich an den Melkertr&auml;gen noch lange erfreuen kann. In der vorliegenden Kurzstudie ist es deshalb unser Anliegen, in der Konzeption der Finanztransaktionssteuer allokationspolitische &Uuml;berlegungen mit zu ber&uuml;cksichtigen. Mit anderen Worten sollte eine Einf&uuml;hrung der Finanztransaktionssteuer nicht nur zu Steuermehreinnahmen f&uuml;hren, sondern gleichzeitig auch das weltweite Finanzsystem stabilisieren. Wie dies durch Einf&uuml;hrung einer Komplexit&auml;tsprogression innerhalb der Finanztransaktionssteuer m&ouml;glich ist und welche fiskalischen Konsequenzen sich in einer solchen Konzeption ergeben, wird hier dargestellt.<br>\nQuelle: <a href=\"\/upload\/pdf\/100531_chancen%20_einer%20finanztransaktionsteuer_studie_rwth.pdf\">RWTH Aachen [PDF &ndash; 246 KB]<\/a><\/li><li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Bertelsmann-Stiftung pl&auml;diert f&uuml;r Mindestlohn<\/strong><br>\nDer Chef der Bertelsmann-Stiftung, Gunter Thielen, ist f&uuml;r die Einf&uuml;hrung eines Mindestlohnes. Die H&ouml;he sollte eine Kommission festlegen. Die Zur&uuml;ckhaltung bei Tarifabschl&uuml;ssen habe dazu gef&uuml;hrt, dass sich die Schere zwischen Arm und Reich weiter &ouml;ffne. Der Kuchen m&uuml;sse jetzt gerechter verteilt werden.<br>\nThielen: Aus Sicht der Bertelsmann Stiftung ist die Einf&uuml;hrung eines moderaten, gesetzlichen und bundesweit einheitlichen Mindestlohnes geboten. Zwar sollte sich der Lohn der Arbeit generell an ihrer Produktivit&auml;t bemessen. Aber er ist kein Preis wie jeder andere. Es muss gew&auml;hrleistet sein, dass eine alleinstehende Person durch eine Vollzeitstelle ihren Lebensunterhalt bestreiten kann.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article7848373\/Bertelsmann-Stiftung-plaediert-fuer-Mindestlohn.html%20\">Die Welt Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung KR:<\/strong> Die Bertelsmann-Stiftung macht Vorschl&auml;ge, wie der volkswirtschaftliche Schaden begrenzt werden kann, den die SPD mit der Agenda 2010 angerichtet hat &ndash; und zu der sie von der Bertelsmann-Stiftung angestiftet worden war.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung R.S.:<\/strong> Man m&uuml;sste allerdings kritisch hinterfragen, was mit den Personen ist, die noch eine Familie zu ern&auml;hren haben und nicht nur ihren eigenen Lebensunterhalt bestreiten m&uuml;ssen.<\/em><\/p><\/li><li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Knallhart gegen Gewalt<\/strong><br>\nEs war eine gediegene Atmosph&auml;re, in der die Innenminister von Bund und L&auml;ndern tagten. Das Hotel Grand Elys&eacute;e an der Rothenbaumchaussee hatten sie sich f&uuml;r den Donnerstag ausgesucht, den gro&szlig;en Festsaal des Hamburger Rathauses f&uuml;r den Abschluss ihrer Konferenz am Freitag. In den Mittelpunkt r&uuml;ckten die Innenminister ihre Forderung nach einer &ldquo;offenen &Auml;chtung linker Gewalt durch alle Teile der Gesellschaft&rdquo;. Die Zahl rechtsextremer Straftaten sei gleichbleibend hoch geblieben, sagte Bundesinnenminister Thomas de Maizi&egrave;re (CDU). &ldquo;Besonders besorgt uns der Anstieg der Kriminalit&auml;t von Linksextremisten.&rdquo; Besonders scharf gab sich bei dem Thema Hessens Innenminister Volker Bouffier (CDU), designierter Nachfolger von Roland Koch als Ministerpr&auml;sident. Es gelte seit vielen Jahren als &ldquo;Pflichtprogramm&rdquo;, sich gegen Rechtsextremismus auszusprechen, sagte er. Dar&uuml;ber sei &ldquo;die Massivit&auml;t der Gewalt von links&rdquo; aus dem Blick geraten.<br>\nGleichzeitig einigten sich die Innenminister auf ein sch&auml;rferes Vorgehen bei Gewalt gegen Polizisten. Laut einer aktuellen Studie hat die Gewalt gegen Polizisten in den vergangenen f&uuml;nf Jahren deutlich zugenommen. Dabei spielen allerdings Angriffe bei Demos eine untergeordnete Rolle im Vergleich zu allt&auml;glichen Angriffen auf Streifenbeamte, etwa durch Betrunkene. Zuvor war Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) den Innenministern aber schon entgegenkommen. So soll nach einem &uuml;berarbeiteten Gesetzentwurf Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte mit einer H&ouml;chststrafe von drei Jahren Haft statt wie bisher mit zwei Jahren bestraft werden k&ouml;nnen. Allerdings holte die Justizministerin gleichzeitig zu einem Rundumschlag gegen die Hardliner in der Union aus. Sie kritisierte in einem Interview die &ldquo;&uuml;berhitzte Debatte&rdquo;, die von dem Problem ablenke, &ldquo;dass die Unions-Landesinnenminister Polizeipersonal einsparen und auf symbolische Gesten setzen&rdquo;. Tats&auml;chlich sind Polizisten schon jetzt kein Freiwild. F&uuml;r schwere K&ouml;rperverletzung drohen auch heute schon bis zu zu 10 Jahre Haft. Ein &ldquo;Zweiklassenstrafrecht&rdquo;, das Polizisten h&ouml;her bewerte als Bankangestellte oder Bauarbeiter, lehnt Leutheusser-Schnarrenberger vehement ab.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=sw&amp;dig=2010%2F05%2F29%2Fa0193&amp;cHash=3fcf883134\">TAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Volker Bouffier, ganz Roland Koch, zeigt Kante. Der Feind steht links, demn&auml;chst folgt dann die Rede von den Sympathisanten linker Gewalt. Da sollte sich Herr Bouffier einmal die weit &uuml;ber hundert Morde von Rechtsextremisten seit 1990 zu Gem&uuml;te f&uuml;hren, bevor er vom &ldquo;Pflichtprogramm&rdquo; redet, sich gegen Rechtsextremismus auszusprechen. Das ist ja das Problem der Rechten in Deutschland, sie sprechen sich gegen den Rechtsextremismus aus, tun aber wenig.<\/em><\/p><\/li><li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Risiko Atomm&uuml;ll &ndash; R&ouml;ttgen will Sicherheitsstandards senken<\/strong><br>\nBundesumweltminister R&ouml;ttgen will die Sicherheitsstandards am geplanten atomaren Endlager Gorleben senken. Geplant ist, auf eine R&uuml;ckholbarkeit des Strahlenm&uuml;lls zu verzichten. Das Risiko: Es k&ouml;nnte im Salzstock zu chemischen Reaktionen bis hin zu Explosionen kommen.<br>\nIn den Niederlanden haben deshalb bis heute keine Probebohrungen im Salz stattgefunden &ndash; D&auml;nemark und Frankreich haben sich ebenfalls vom Salz abgewendet. Selbst die Regierung der USA, einst Verfechter vom Salz, sieht nun bei der Endlagerung f&uuml;r hochradioaktiven M&uuml;ll Schwierigkeiten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.rbb-online.de\/kontraste\/archiv\/konraste_vom_27_05\/risiko_atommuell_.html\">Kontraste\/RBB<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung KR:<\/strong> Internet-TV-Empfehlung.<br>\nBef&uuml;rworter der Atomkraft haben &uuml;ber Gorleben meist eine klare Meinung: Die Tauglichkeit als Endlager sei l&auml;ngst erwiesen; einigen Politikern sei es jedoch gelungen, aus ideologischen Gr&uuml;nden die endg&uuml;ltige Entscheidung bis heute zu verz&ouml;gern.<br>\nUm endlich ein Endlager in Deutschland pr&auml;sentieren zu k&ouml;nnen, wurden die Gefahren der Radiolyse (der Zersetzung von Steinsalz zu metallischem Natrium und Chlorgas unter der Einwirkung von Radioaktivit&auml;t) bei den Untersuchungen potentieller Standorte bagatellisiert und ausgeblendet &ndash; und leider auch von den deutschen Medien bisher weitgehend verschwiegen. Dieser Beitrag ist eine lobenswerte Ausnahme.<\/em><\/p><\/li><li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Mitgliederbefragung: SPD-Basis stellt Parteispitze miserables Zeugnis aus<\/strong><br>\nIn der Hartz-IV-Reform und der Rente mit 67 sieht die SPD-Basis nach SPIEGEL-Informationen die Hauptgr&uuml;nde f&uuml;r die katastrophale Niederlage bei der Wahl. Bei einer Befragung aller Ortsvereine wurden neben dem &ldquo;Verh&auml;ltnis zur Linken&rdquo; au&szlig;erdem h&auml;ufig &ldquo;fehlende Glaubw&uuml;rdigkeit der SPD&rdquo;, &ldquo;Profil- und Farblosigkeit&rdquo; sowie &ldquo;Entfremdung der Partei von Mitgliedern und Bev&ouml;lkerung&rdquo; als Ursachen f&uuml;r den Absturz auf 23 Prozent im vergangenen September genannt.<br>\n Auf die Frage, was im Wahlkampf besonders positiv gewesen sei, verzeichneten die Auswerter als h&auml;ufigste Antwort &ldquo;nichts&rdquo;, Spitzenkandidat Frank-Walter Steinmeier wurde nur &ldquo;gelegentlich&rdquo; genannt. Als besonders negativ wurden die &ldquo;fehlende Mobilisierung&rdquo; und der &ldquo;Zustand der Bundes-SPD&rdquo; empfunden.<br>\nF&uuml;r die Zukunft w&uuml;nschen sich die Genossen vor allem Mitgliederbefragungen: 54 Prozent der Ortsvereine meinen, dieses Instrument solle &ldquo;auf jeden Fall&rdquo; eingesetzt werden, 37 Prozent entschieden sich bei dieser Frage f&uuml;r &ldquo;eher ja&rdquo;. Auch Mitgliederentscheide werden gew&uuml;nscht, lediglich ein F&uuml;nftel ist skeptisch oder lehnt sie ab.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/0,1518,697504,00.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Das h&auml;tte die Parteif&uuml;hrung auch ohne Befragung wissen k&ouml;nnen, wenn sie sich an der Basis der SPD umgeh&ouml;rt h&auml;tte.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu auch:<\/strong><\/p>\n<p><strong>SPD &ndash; Volkspartei a. D.<\/strong><br>\nDie SPD im Jahr 2010: Eine &uuml;beralterte Partei, die in der Arbeitswelt nicht mehr fest verwurzelt ist und deren schrumpfende Basis den Kontakt zu anderen gesellschaftlichen Gruppen mehr und mehr verliert. So lautet, kurz gefasst, das Ergebnis einer bundesweiten Befragung der SPD-Ortsvereine, die der Parteivorsitzende Sigmar Gabriel am Sonntag in Berlin vorstellte. Gelassen reagierte Gabriel auf das harte Urteil der Ortsvereine &uuml;ber die Reformpolitik der SPD w&auml;hrend ihrer elf Regierungsjahre. Die Kritik an den Arbeitsmarkt- und Rentenreformen bezeichnete er als &bdquo;notwendige Form der innerparteilichen Auseinandersetzung&ldquo;. Der damalige SPD-Spitzenkandidat und heutige Fraktionsvorsitzende Frank-Walter Steinmeier kommt in der Befragung ebenfalls nicht gut weg. Positiver Einfluss auf den Wahlkampf wurde ihm von der Ortsvereinen nur gelegentlich zugestanden. Dass sein Ruf an der Basis dauerhaft gelitten haben k&ouml;nnte, darauf deutete am Sonntag die Reaktion der SPD-Unterbezirksvorsitzenden hin. Als Gabriel in seiner Rede Steinmeiers Arbeit als Oppositionsf&uuml;hrer im Bundestag lobte, r&uuml;hrte die H&auml;lfte der Anwesenden keine Hand zum Applaus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/spd-volkspartei-a-d-\/1848474.html\">Tagesspiegel<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Bei der Umsetzung von Hartz IV und Rente 67, &uuml;berhaupt der Agendapolitik, war &bdquo;innerparteilichen Auseinandersetzung&ldquo; &uuml;berhaupt nicht gefragt. Es herrschte die schneidige Bastapolitik von Schr&ouml;der und seinem Faktotum M&uuml;ntefering. <\/em><\/p><\/li><li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Die neu geordnete gymnasiale Oberstufe auf dem Pr&uuml;fstand der empirischen Bildungsforschung<\/strong><br>\nNahezu ger&auml;uschlos vollzieht sich derzeit in vielen Bundesl&auml;ndern die Reform der gymnasialen Oberstufe. Im Zentrum steht die Abkehr vom Kurssystem hin zur Wiedereinf&uuml;hrung st&auml;rker kanonf&ouml;rmiger Oberstufenmodelle, die die Unterscheidung von Grund- und Leistungskursen weitgehend aufheben, die Zahl der Pr&uuml;fungsf&auml;cher im Abitur heraufsetzen und Wahlfreiheiten f&uuml;r die Oberstufensch&uuml;lerinnen und &ndash;sch&uuml;ler beschneiden. Erm&ouml;glicht wurden diese Ver&auml;nderungen durch die Husumer Vereinbarung der Kultusministerkonferenz zur gymnasialen Oberstufe vom 22. Oktober 1999. Aber f&uuml;hren diese einschneidenden Ver&auml;nderungen tats&auml;chlich zur der gew&uuml;nschten St&auml;rkung und Vereinheitlichung der Kompetenzen der Abiturienten in den traditionellen Kernbereichen des Gymnasiums &ndash; Deutsch, Mathematik und Fremdsprachen &ndash; sowie einer st&auml;rkeren Betonung der Naturwissenschaften? Und sind die Abiturienten jetzt besser oder schlechter auf ihre sp&auml;teren Studienf&auml;cher an den Universit&auml;ten vorbereitet?<br>\nDie bisher vorliegen Befunde zeigen ein differenziertes Bild: Bei den Mathematikleistungen Baden-W&uuml;rttembergischer Abiturienten war ein moderater Anstieg bei gleichzeitiger Homogenisierung zu verzeichnen. Dagegen lie&szlig;en sich die erhofften Steigerungen bei den Englischleistungen nicht nachweisen, obwohl es zu einer Abnahme von Leistungsunterschieden kam. Auch bei der naturwissenschaftlichen Grundbildung fand sich kein positiver Effekt auf die Leistung.<br>\nEine Bewertung, inwieweit die gemessene Steigerung der Mathematikleistung auch von praktischer Bedeutung ist, ist derzeit nur begrenzt m&ouml;glich&ldquo;, erl&auml;utert Prof. Ulrich Trautwein von der Universit&auml;t T&uuml;bingen.<br>\nUm beurteilen zu k&ouml;nnen, ob die Abiturientinnen und Abiturienten nach der Reform besser vorbereitet an die Hochschulen kommen, sind weitere empirische Untersuchungen unbedingt erforderlich.&ldquo; Trautwein weist dar&uuml;ber hinaus darauf hin, dass auch m&ouml;gliche unerw&uuml;nschte Auswirkungen, zum Beispiel auf die Fachleistungen in Gesellschaftswissenschaften und im k&uuml;nstlerisch-musischen Bereich, untersucht werden sollten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/idw-online.de\/pages\/de\/news371139%20\">idw<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Das Grund- und Leistungskurssystem hat m.E. dazu gef&uuml;hrt, dass das Abitur seine Bedeutung als &ldquo;allgemeine&ldquo; Hochschulreife verloren hat. Wer etwa nur den Grundkurs in Mathematik auf dem Gymnasium belegt hatte, bekam massive Probleme etwa bei einem Ingenieurstudium oder bei allen F&auml;chern, die stark mathematisch ausgerichtet sind (das gilt inzwischen an vielen Hochschulen sogar f&uuml;r die &ouml;konomischen F&auml;cher). Die Hochschulen orientierten ihre Anforderungen an den Leistungskursabsolventen und bescheinigten vielen Grundkurslern &ldquo;mangelnde Studierf&auml;higkeit&ldquo;. Das ist einer der Hauptgr&uuml;nde f&uuml;r die Studienabbr&uuml;che in solchen F&auml;chern. Das Herauspr&uuml;fen hat sich inzwischen geradezu als &ldquo;innerer numerus clausus&ldquo; entwickelt. <\/em><\/p><\/li><li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Geb&uuml;hrenkompass 2010: Zufriedenheit mit Studiengeb&uuml;hren steigt minimal &ndash; Zahl der Gegner konstant &ndash; Schulnote &ldquo;ausreichend&ldquo;<\/strong><br>\nIm Schnitt geben Deutschlands Studierende ihren Universit&auml;ten in Sachen Geb&uuml;hren-Zufriedenheit nur die Schulnote 4. Zu diesem Ergebnis kommt die bundesweite Studie &bdquo;Geb&uuml;hrenkompass&ldquo; der Universit&auml;t Hohenheim mit mehr als5.200 Einzelinterviews an allen 48 Universit&auml;ten mit Studiengeb&uuml;hren. Insgesamt hat sich die Gesamtzufriedenheit in den vergangenen zwei Jahren um eine halbe Schulnote leicht verbessert. Allerdings entspricht die Zahl der Geb&uuml;hrengegner mit rund zwei Dritteln in etwa dem Niveau der Vorjahre.<br>\nTrotz etwas besserer Werte bei der Zufriedenheit wollen rund zwei Drittel der Universit&auml;tsstudierenden Studiengeb&uuml;hren selbst mehrere Jahre nach ihrer Einf&uuml;hrung nicht akzeptieren. &bdquo;Seit der Erstellung des Geb&uuml;hrenkompass 2007 haben sich die Akzeptanzwerte nur geringf&uuml;gig ver&auml;ndert&ldquo;, sagt Co-Projektleiter Daniel Schwarz. &bdquo;Der Anteil der Geb&uuml;hrengegner liegt in diesem Jahr noch immer bei 63%.&ldquo;<br>\nEinen Grund f&uuml;r die schlechten Noten sehen die Marktforscher darin, dass die Universit&auml;tsstudierenden nicht daran glauben, dass sich die Lehrbedingungen durch Studiengeb&uuml;hren verbessern. &bdquo;Nur 31,7% der Befragten geben an, dass es auf Grund von Studiengeb&uuml;hren bislang zu einer Verbesserung der Lehre gekommen sei&ldquo;, sagt Prof. Dr. Voeth.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/idw-online.de\/pages\/de\/news371287%20\">idw<\/a><\/li><li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Staatlich initiierte Studienkredite beherrschen den Markt weitgehend <\/strong><br>\nIn Deutschland existiert ein breites Angebot an Studienkrediten, Studienfonds und Studienbeitragsdarlehen. Diese stellen eine Erg&auml;nzung zu herk&ouml;mmlichen Finanzierungsformen (Jobben, Unterst&uuml;tzung durch die Eltern, Stipendien, BAf&ouml;G) dar. Manche Angebote, etwa der &bdquo;FlexiStudienkredit&ldquo; der Dresdner Bank sowie kleinere regionale Angebote, sind allerdings bereits wieder vom Markt verschwunden. Die Studienkredite mit der gr&ouml;&szlig;ten Nachfrage sind durchgehend staatlich oder staatlich initiiert: So waren 2009 &uuml;ber 17.000 Neuabschl&uuml;sse des KfW-Studienkredits zu verzeichnen und &uuml;ber 14.000 neue Vertr&auml;ge bezogen auf den &bdquo;Bildungskredit&ldquo; des Bundesverwaltungsamtes; das &bdquo;Studienbeitragsdarlehen&ldquo; der NRW.Bank wurde &uuml;ber 11.000 Mal neu in Anspruch genommen. CHE-Projektleiter Ulrich M&uuml;ller: &bdquo;An die Nutzungszahlen der staatlichen Angebote kommt keine private Institution heran. Erstaunlicherweise nutzt aber auch keine Bank die attraktiven Marktl&uuml;cken, die staatliche Studienkredite offen lassen, etwa mit einem profilierten Angebot f&uuml;r weiterbildende und berufsbegleitende Studieng&auml;nge.&ldquo;<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/idw-online.de\/pages\/de\/news371514\">idw<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.che.de\/downloads\/CHE_AP135_Studienkredit_Test_2010.pdf\">CHE-Studienkredit-Test 2010 [PDF &ndash; 608 KB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Das Bertelsmannsche CHE, der <a href=\"\/?p=263\">&bdquo;Sturmtrupp&ldquo; f&uuml;r die Einf&uuml;hrung der Studiengeb&uuml;hren<\/a>, macht nun Propaganda f&uuml;r die Studienkredite. Bei knapp zwei Millionen Studierenden machen schon die Zahlen deutlich, dass Studienkredite f&uuml;r die &uuml;berwiegende Zahl kein sonderlich attraktives Angebot darstellen. Es bleibt die Barriere, verschuldet ins (unsichere) Berufsleben eintreten zu m&uuml;ssen.<br>\nDar&uuml;ber hinaus wird aus der Studie deutlich, dass ohne staatliche F&ouml;rderung nur wenig liefe. F&uuml;r private Banken sind Studienkredite offenbar kein &bdquo;Gesch&auml;ft&ldquo;.<\/em><\/p><\/li><li><a name=\"h16\"><\/a><strong>NRW-FDP wieder im Rennen<\/strong><br>\nF&uuml;r FDP-Chef Westerwelle ist es in Ordnung, wenn seine Parteikollegen in Nordrhein-Westfalen doch noch den Weg zu Sozialdemokraten und Gr&uuml;nen finden, um &uuml;ber eine Regierungsbeteiligung in D&uuml;sseldorf zu verhandeln. F&uuml;r den Stimmungsumschwung hat er auch eine Erkl&auml;rung: &ldquo;Welche Koalition wir in Nordrhein-Westfalen am Ende sehen werden, bleibt abzuwarten&rdquo;, sagte der FDP-Vorsitzende und Vizekanzler Guido Westerwelle der &ldquo;Welt am Sonntag&rdquo;. Die FDP-F&uuml;hrung des Landesverbandes werde nun &ldquo;verantwortungsbewusst und richtig entscheiden&rdquo;, sagte er.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.n-tv.de\/politik\/NRW-FDP-wieder-im-Rennen-article895859.html%20\">n-tv<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Koalitionen mit Gr&uuml;nen oder SPD kommen f&uuml;r uns nicht in Frage, so hie&szlig; es noch im Wahlaufruf der FDP. Wenn sich die FDP jetzt anders entscheidet, ist das &bdquo;verantwortungsbewusst&ldquo;. Bei der SPD und vor allem bei Andrea Ypsilanti in Hessen l&ouml;ste ein solcher Schwenk eine &bdquo;Wortbruch&ldquo;-Kampagne aus. Der Unterschied zwischen staatspolitischer Verantwortung und Wortbruch liegt eben darin, ob man nach rechts oder nach links umf&auml;llt.<\/em><\/p><\/li><li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Die Theorie vom sanften Krieg<\/strong><br>\nIn Algerien erkannten die Franzosen: Waffen allein gewinnen diesen Krieg nicht. Sie fingen an, Schulen und Stra&szlig;en zu bauen. 1962 mussten sie trotzdem kapitulieren. Ihr Konzept wurde weitergereicht &ndash; bis ins heutige Afghanistan. Kann das gut gehen?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/zeitung\/die-theorie-vom-sanften-krieg\/1847194.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Algerien, Vietnam, Afghanistan, wie oft werden wir noch die Unf&auml;higkeit der Politiker beobachten m&uuml;ssen, einzugestehen, dass &ldquo;niemand zu dem verpflichtet ist, was sein Verm&ouml;gen &uuml;bersteigt&rdquo; (ultra posse nemo obligatur)? Dies schrieb bereits im 2.Jahrhundert n. Chr. der r&ouml;mischer Politiker, Jurist und Berater Hadrians Publius Iuventius Celsus. Bei aller B&uuml;ndnistreue zu den USA: Diese kann nicht das entscheidende Kriterium f&uuml;r den Verbleib in Afghanistan sein. Zumal die USA trotz mancher Rhetorik schon l&auml;ngst die Unm&ouml;glichkeit des urspr&uuml;nglichen Afghanistanprojekts eingesehen haben und versuchen, ohne gr&ouml;&szlig;eren Gesichtsverlust den Gro&szlig;teil ihrer Truppen bis zu den n&auml;chsten Pr&auml;sidentschaftswahlen abzuziehen. Dieser R&uuml;ckzug auf Raten hat die USA seit Obamas Amtsantritt 430 gefallene Soldaten gekostet. Jede deutsche Regierung verpflichtet sich, Schaden vom deutschen Volk abzuwenden. Zurzeit wird am Hindukusch keine Sicherheit geschaffen (am wenigsten f&uuml;r Deutschland), sondern es werden Soldatenleben aufs Spiel gesetzt und Ressourcen verschwendet, die in der jetzigen Krise einer besseren Verwendung zugef&uuml;hrt werden m&uuml;ssten. Der als Supersparminister herausgestellte zu Guttenberg k&ouml;nnte einen wesentlicheren Sparbeitrag leisten, wenn er dazu beitragen w&uuml;rde, die Bundeswehr aus Afghanistan abzuziehen. Ansonsten wird, wie in dem obigen Artikel zu Algerien beschrieben, diese Situation eintreten: &ldquo;Wenn man sich wie an jedem 19. M&auml;rz zum allj&auml;hrlichen Totengedenken zu Ehren der in Algerien Gefallenen versammele, sagt Raymond, dann betrauere er auch seine verlorenen Ideale, seine in den Sand gesetzte Lebenszeit, sein vergebliches Engagement &bdquo;im Krieg gegen den internationalen Terrorismus&ldquo;. Denn genau das sei doch ihr Kampf gewesen, h&auml;tten ihnen Politiker und Vorgesetzte damals erkl&auml;rt.&rdquo;<br>\nDie komplement&auml;re Formulierung zu obigem Zitat lautet: &ldquo;Jeder ist verpflichtet zu leisten was er kann&rdquo;. In vielen Konflikten schaut die Welt nur zu, weil sie kaum helfen kann, zumindest nicht mit milit&auml;rischen Mitteln. Nat&uuml;rlich hat sie auch weggeschaut, wo sie mit relativ geringem Einsatz h&auml;tte helfen k&ouml;nnen, z. B in Ruanda. In Afghanistan verbleibt der westlichen Allianz nur ein Gebot, der R&uuml;ckzug, um ein Desaster wie in Algerien und wie in Vietnam zu vermeiden.<\/em><\/p><\/li><li><a name=\"h18\"><\/a><strong>&ldquo;Es ist mir fast peinlich&rdquo;<\/strong><br>\nZwei linke Professoren streiten sich lautstark &uuml;ber Griechenland &ndash; und wissen, was passieren muss.<br>\nEinerseits ist es unterhaltsam, wenn mal zwei Vertreter der dr&ouml;gen &Ouml;konomenzunft so richtig aufeinander eindreschen. Andererseits ist es merkw&uuml;rdig, wenn die Streith&auml;hne sich weitgehend einig sind. Der Schlagabtausch, den sich seit ein paar Wochen die linken Volkswirte Heiner Flassbeck (der Chef&ouml;konom der UN-Organisation f&uuml;r Welthandel und Entwicklung in Genf) und Rudolf Hickel (der fr&uuml;here Chef des arbeitnehmernahen Instituts f&uuml;r Arbeit und Wirtschaft in Bremen) liefern, ist jedenfalls ein bisschen absurd. Es geht um Griechenland. Es geht um den Euro.<br>\nUnd der Streit &ndash; ja, worum geht der Streit? Flassbeck ist zuversichtlich, dass Europa &raquo;das Problem auf rationale Weise l&ouml;sen&laquo; kann. Sprich: Wenn die L&ouml;hne anderswo in Europa wieder schneller steigen, lassen sich die Ungleichgewichte in der Euro-Zone ausb&uuml;geln. Dann geht es Griechenland wieder besser, und die griechischen Schulden werden beglichen. Hickel dagegen findet, dass das so schnell nicht geht. Griechenland m&uuml;sse umschulden. Und wenn es so weit sei, solle man nicht vergessen, griechische Gro&szlig;gl&auml;ubiger mit zur Kasse zu bitten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2010\/22\/Oekonom\">Zeit Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Peinlich ist, dass die ach so seri&ouml;se &bdquo;ZEIT&ldquo; nicht die Souver&auml;nit&auml;t besitzt, auf die Quelle dieses &bdquo;Schlagabtauschs&ldquo; <a href=\"\/?p=5653\">hinzuweisen<\/a>. Ist es Angst vor der Konkurrenz, ist es nur unseri&ouml;ser Umgang mit dem Urheberrecht oder ist es einfach nur Kleingeistigkeit, dass so gro&szlig;e Verlage zu feige sind, auf die NachDenkSeiten als Quelle zu verweisen?<\/em><\/p><\/li><li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Tom Strohschneider: Muss das sein? Politiker im Lena-Gratulations-Fieber<\/strong><br>\nUnter Politikern ist ein bizarrer Wettstreit um die klebrigste Lena-Gratulation ausgebrochen &ndash; und sogar die Linke macht mit. Parteichefin Gesine L&ouml;tzsch, offenbar angesteckt von &auml;hnlichen Geschmacks&uuml;berschreitungen der Konkurrenz, behauptete gar, die Hannoveraner S&auml;ngerdarstellerin habe &bdquo;uns einen bezaubernden Abend geschenkt&ldquo; und dr&uuml;ckt jetzt die Daumen f&uuml;r &bdquo;eine tolle Karriere&ldquo; in der f&uuml;r tolle Karrieren weithin bekannten Unterhaltungsindustrie. Die Gr&uuml;nen-Vorsitzende Claudia Roth zeigte sich ganz aus dem H&auml;uschen und dichtete die nationale Gesangskonkurrenz kurzerhand zum Lebensgef&uuml;hl einer Generation um, &bdquo;die alte Grenzen &uuml;berwindet und zusammenfindet&ldquo;. Auch Angela Merkel stieg in den leicht beschwipsten Gl&uuml;ckwunschreigen ein, ihr folgten der evangelische Superstar Margot K&auml;&szlig;mann und weitere. Zwei CDU-Platzhirsche f&uuml;hlten sich sogar zu Revierk&auml;mpfen aufgefordert: W&auml;hrend Niedersachsens Ministerpr&auml;sident Christian Wulff die n&auml;chste Ausgabe der Qualit&auml;tsveranstaltung &bdquo;ESC&ldquo; nach Hannover holen will, behauptet Hamburgs CDU-B&uuml;rgermeister Ole von Beust, der n&auml;chste Grand Prix geh&ouml;re nach Hamburg. Guido Westerwelle hat Lena Meyer-Landrut inzwischen sogar ins diplomatische Corps aufgenommen: &bdquo;Ob gewollt oder nicht, Sie sind eine Botschafterin f&uuml;r unser Land.&rdquo; Puh. So wird das aber nichts mit dem Kampf gegen Politikm&uuml;digkeit. Germany, 0 points.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/community\/blogs\/tom-strohschneider\/muss-das-sein-politiker-im-lena-gratulations-fieber\">der freitag<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Wenn man den (Medien-)Rummel (neudeutsch: Hype) &uuml;ber eine S&auml;ngerin, bei der man schon froh ist, dass sie den Ton trifft und ihr dabei nicht die Luft ausgeht, betrachtet und hinzunimmt, dass Dieter Bohlens &bdquo;Deutschland sucht den Superstar&ldquo; die h&ouml;chsten Einschaltquoten erzielt, dann wirft das ein Schlaglicht auf das kulturelle Niveau in diesem Lande. Dann wird auch klar, wie es kommt, dass sich die Deutschen von der Politik so an der Nase herumf&uuml;hren lassen: &bdquo;Wir sind Lena&ldquo; (Bild am Sonntag).<br>\nDas junge M&auml;dchen kann &uuml;brigens daf&uuml;r am wenigsten. Was mit ihr veranstaltet wird, ist Missbrauch anderer Art.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung unseres Lesers J.D.:<\/strong> Eigentlich sollte man ja den ganzen Lena-Taumel, in den die Mainstream-Medien &ndash; vor allem nach dem Sieg von Frau Meyer-Landrut &ndash; gefallen sind, ignorieren. Es wird sich schlie&szlig;lich die Berichterstattung irgendwann in den n&auml;chsten Tagen und Wochen wohl hoffentlich wieder auf dringlichere Probleme konzentrieren. Es steht zwar noch die Fu&szlig;ball-Weltmeisterschaft an, aber hoffen wird man ja noch d&uuml;rfen. Am Eurovision Song Contest kam man in den letzten Tagen ja einfach nicht vorbei &ndash; gef&uuml;hlter Spitzenreiter neben der BILD-Zeitung war dabei SpiegelOnline. Andere Mainstream-Medien hielten sich im Vorfeld jedoch einigerma&szlig;en zur&uuml;ck, was sich allerdings nach dem Sieg von &bdquo;unserer&ldquo; Lena leider &auml;nderte.<br>\nIm Gl&uuml;cks-Taumel nach 28-j&auml;hriger Abstinenz auf dem Thron der &bdquo;Euro-Musik&ldquo; versteigt sich selbst die Financial Times Deutschland zu seltsamen hymnischen H&ouml;hen. So kommentiert der Leiter des Politik-Ressort, Andreas Theyssen, dass Frau Meyer-Landrut es geschafft habe, Europa in einem schwierigen politischen Umfeld f&uuml;r etwas deutsches zu begeistern. Und fordert gleich <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/deutschland\/:kolumne-andreas-theyssen-danke-lena\/50120561.html\">die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes an die junge Dame<\/a>. Bei allem Respekt vor der Musikerin Lena Meyer-Landrut und ihrem schnellen Aufstieg dank einer geschickten Marketing-Kampagne: Herr Theyssen, diese Forderung schie&szlig;t nicht nur etwas an der Bedeutung der Leistung von Frau Meyer-Landrut vorbei. Obwohl, unm&ouml;glich ist in diesem Lande nichts.<br>\nAber Herr Theyssen ist noch nicht fertig. Elegant fegt er auch noch die Vorw&uuml;rfe unserer europ&auml;ischen Nachbarn vom Tapet, das wir zu wenig Geld ausgeben und zu viel exportieren, und das &uuml;berhaupt alle Kritik an Deutschland nur Deutschen-Bashing sei. Aber diese Kritik kommt ja schlie&szlig;lich nur aus Politiker-Kreisen, musikalisch ist Europa doch schon l&auml;ngst zusammengewachsen. Das sieht man am Eurovision Song Contest, meint Herr Theyssen. Der emotionalisiert und die EU nicht. Nun, dann sollte das Europ&auml;ische Parlament seine Sitzungen mal schnell anders gestalten und diese mit Gesang und Tanz aufpeppen. Herr Theyssen, wenn ich mein Fieberthermometer gefunden habe, komme ich mal bei Ihnen vorbei.<br>\nAber auch die FAZ ist sich nicht zu bl&ouml;d, den Slogan auszugeben: &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/Rub1AF9D78C5CBD45ABA9EC978E01873DC7\/Doc~E419E882919254D0FB54C730237527C2E~ATpl~Ecommon~Sspezial.html\">Wir sind Grand Prix<\/a>&ldquo;  Jaja, Lena. Du bist Deutschland und wir sind Lena. Du bist stark und singst alle Probleme weg, w&auml;hrend wir uns wohlig vor dem Fernseher in den Sessel kuscheln und dir zuh&ouml;ren. Aber was soll man auch anderes erwarten von den Medien, wenn da eine ist, die ihre Aufgabe f&uuml;r Deutschland gemacht hat. Eine, die so vorbildlich auf ihren pers&ouml;nlichen Kanzler, pardon, Mentor h&ouml;rt. Hingabe und Gehorsam, das sind deutsche Tugenden, an denen sich das Feuilleton nun w&auml;rmt.<br>\nSo kann es auch nicht verwundern, wenn sich auch die Frankfurter Rundschau mit lenanischem Deutsch dar&uuml;ber freut, dass &bdquo;die nationale Aufgabe gewuppt [ist] und das Unternehmen Lena gelungen [ist]&hellip;&ldquo;. Wir k&ouml;nnen also <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/panorama\/2698064_Eurovision-Song-Contest-in-Oslo-Unsere-Lena.html\">aufatmen<\/a>. Die Ich-AG Lena, das Einzelunternehmen Meyer-Landrut, hat zusammen mit ihrem Manager Stefan Raab sich selbst zum Export-Schlager gemacht. Da schlagen die Herzen unserer Wirtschaftsverst&auml;ndigen nat&uuml;rlich h&ouml;her. Und auch unser Nationalstolz wird gen&auml;hrt, wenn Frau Meyer-Landrut zu den versammelten Journalisten sagt, dass sie auf Deutsch antworten werde, da ja Deutschland gewonnen habe. Nat&uuml;rlich haben wir daf&uuml;r Verst&auml;ndnis, Frau Meyer-Landrut ist schlie&szlig;lich nicht Herr Westerwelle. Sie ist die junge Stimme aus der Mitte der deutschen Gesellschaft. Wie schaffen es Journalisten nur immer, s&auml;mtliche Klischees in einen Artikel zu pressen?<br>\nWir wollen aber nicht die S&uuml;ddeutsche vergessen, die stolz dar&uuml;ber <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/medien\/phaenomen-lena-eine-saengerin-wichtiger-als-jeder-praesident-1.951945\">berichtet<\/a>, dass die Tagesschau eine Sondersendung &uuml;ber die R&uuml;ckkehr von Frau Meyer-Landrut ins Programm genommen hat. Die Heldin ist zur&uuml;ck und die Politiker eilen an ihre Seite oder schicken Gl&uuml;ckw&uuml;nsche, um sich im Erfolg der jungen Frau zu sonnen. Nat&uuml;rlich wird auch wieder das Wort &ldquo;Sommerm&auml;rchen&ldquo; gebraucht, und die SZ trifft auch irgendwie die Wahrheit vor allem &uuml;ber die Medien, wenn sie schreibt &bdquo;[&hellip;] und das wollen die Deutschen genie&szlig;en wie auch die Medien, die Lena gesucht und gefunden hatten.&ldquo; Geht man den Artikel in der SZ weiter durch, findet sich das Protokoll von der Profanisierung der Medienlandschaft: Alles ist Pop. Selbst die unwichtigste Bemerkung von Frau Meyer-Landrut wird immer und immer wieder durchgekaut, als handele es sich um die revolution&auml;re Aussage eines wichtigen Politikers, der die Reformierung der Finanzm&auml;rkte ank&uuml;ndigt.<br>\nOhne Frau Meyer-Landrut nahe treten zu wollen, so ist sie doch nur eine Musikerin. Ihr schneller Aufstieg und ihr Erfolg beim Eurovision Song Contest ist sicher bewundernswert. Niemand kann es also den Medien ver&uuml;beln, wenn sie dar&uuml;ber berichten. Jedoch ist die Art und Weise durchaus zu kritisieren. Was in diese junge Frau und ihren Aufstieg hinein interpretiert wird, ist teilweise geradezu grotesk und bei genauerer Betrachtung auch beleidigend. Gerade wenn man einen Menschen als Unternehmen darstellt, ist dies eine bedenkliche Formulierung, die sehr viel &uuml;ber das Menschenbild des Schreibers solcher Kommentare aussagt, jedoch sehr wenig &uuml;ber den beschriebenen Menschen. Wie in einigen Medien die k&uuml;nstlerische Leistung von Frau Meyer-Landrut politisiert wird, ist schon geschmacklos. Hier wird eine junge Frau benutzt, um Meinungsmache zu betreiben, um neoliberale Ideen zwischen den Zeilen zu transportieren: Alles ist Markt.<\/em><\/p><\/li><li><a name=\"h20\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Wilfried Schmickler &ndash; Griechenland<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=-B2Ijz-siDc\">YouTube<\/a><\/li>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Therapie f&uuml;r Inflations-Hasen; Staatshaushalte: zu viele schw&auml;bische Hausfrauen; Kritik an Spanien-Rating; Rente mit 70; billige Besenm&auml;nner; schon wieder 10 Millionen f&uuml;r Claassen; Variante der Transaktionssteuer; Bertelsmann-Stiftung f&uuml;r Mindestlohn; knallhart gegen Gewalt; Risiko Atomm&uuml;ll; SPD-Mitgliederbefragung; gymnasiale Oberstufe; Geb&uuml;hrenkompass; NRW-FDP wieder im Rennen; peinlich von der ZEIT; Lena-Gratulationsfieber; Wilfried Schmickler &ndash;<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=5701\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-5701","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5701","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=5701"}],"version-history":[{"count":8,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5701\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":5709,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5701\/revisions\/5709"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=5701"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=5701"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=5701"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}