{"id":57032,"date":"2019-12-11T15:00:13","date_gmt":"2019-12-11T14:00:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57032"},"modified":"2019-12-11T15:56:55","modified_gmt":"2019-12-11T14:56:55","slug":"weitere-leserbriefe-zu-den-neuen-spd-vorsitzenden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57032","title":{"rendered":"Weitere Leserbriefe zu den neuen SPD-Vorsitzenden"},"content":{"rendered":"<p>Nachfolgend finden sich Leserbriefe zu den neuen SPD-Vorsitzenden und den diesbez&uuml;glichen Artikeln:<br>\na) <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56836\">Zwei alte Hasen von der SPD im E-Mail-Austausch. Interessant. Zur Ern&uuml;chterung.<\/a> b) <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56797\">SPD-Vorsitz &ndash; Die Schnappatmung der konservativen Medien<\/a> c) <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56793\">Doch eher tr&uuml;be Aussichten und eine himmelschreiende Qualit&auml;t unserer Medien. Eine Nachlese zum Parteivorsitz der SPD und zum Echo. Plus Leserbriefe.<\/a> Es bleibt abzuwarten, ob die beiden neuen Vorsitzenden wirklich etwas &auml;ndern k&ouml;nnen bzw. ob es der SPD-Basis gelingt, ihnen dabei unter die Arme zu greifen.<br>\nZusammengestellt von <strong>Moritz M&uuml;ller<\/strong>.<br>\n<!--more--><br>\n<strong>1. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrte NDS-Redaktion,<br>\n&nbsp;<br>\nhier noch ein BILD-Artikel zur Vorsitzenden-Wahl bei der SPD:<br>\n<a href=\"https:\/\/www.bild.de\/politik\/inland\/politik-inland\/ein-drama-brandt-witwe-entsetzt-ueber-die-spd-66410442.bild.html\">bild.de\/politik\/inland\/politik-inland\/ein-drama-brandt-witwe-entsetzt-ueber-die-spd-66410442.bild.html<\/a>, &Uuml;berschrift: &ldquo;Brandt-Witwe entsetzt &uuml;ber die SPD&rdquo;.<br>\n&nbsp;<br>\nDie &ldquo;Bild&rdquo; sch&auml;umt, da kann man nur sagen: Bis jetzt alles richtig gemacht, liebe SPD-Mitglieder!<br>\nUnd jetzt hei&szlig;t es: Standhaft bleiben und wenn n&ouml;tig: Groko beenden und sich in der Opposition erneuern! Und weg mit den Politik-Karrieristen Heil, Scholz, Maas, usw.<br>\n&nbsp;<br>\nFreundliche Gr&uuml;&szlig;e<br>\nThomas Haug<br>\nkein SPD-Mitglied, aber Kandidat der SPD bei der Kreistagswahl 2019 im Zollernalbkreis (BaW&uuml;).<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>2. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Albrecht M&uuml;ller,<br>\nwir geh&ouml;ren zur selben Generation aber im Gegensatz zu Ihnen ist es mir nicht gelungen, mir den Optimismus zu bewahren, dass ich tats&auml;chlich noch eine Ver&auml;nderung hin zu mehr Gerechtigkeit und Frieden erleben werde.<br>\nTrotzdem muss man nat&uuml;rlich weiter daf&uuml;r k&auml;mpfen und ich hoffe, dass Sie dies auch weiterhin tun werden &ndash; auch wenn es immer wieder eher R&uuml;ckschl&auml;ge als Fortschritte zu verzeichnen gibt.<br>\nZum Wahlergebnis Esken\/Walter-Borjahn: Nat&uuml;rlich werden weder Scholz noch Maas oder andere, die sich einen Posten ergattert haben, diesen kampflos aufgeben. Meine Bef&uuml;rchtung ist, dass &nbsp;es dem neue Duo so ergehen wird wie Martin Schulz. &ndash; Es w&auml;re wunderbar, wenn meine Prognose falsch ist.<br>\nHerzliche Gr&uuml;&szlig;e<br>\nLuise Kay<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>3. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo, <\/p><p>erstmal vielen Dank an Euch Autoren der Nachdenkseiten f&uuml;r Eurer jahrelanges Engagement! Ohne Euch w&auml;ren viele Menschen sehr viel schlechter informiert gewesen! Herzlichen Dank! <\/p><p>Einige Gedanken zum Artikel:<br>\n&ldquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56779\">Scholz will die neue SPD-F&uuml;hrung unterst&uuml;tzen. Gut so. Die Konsequenz w&auml;re, das Amt des Finanzministers und Vizekanzlers zur Verf&uuml;gung zu stellen.<\/a>&rdquo; <\/p><p>Die SPD hat mit einen massiven Vertrauensverlust zu rechnen. Es ist bekannt und hier recht passend: &ldquo;Wer einmal l&uuml;gt dem glaubt man nicht, auch wenn er dann die Wahrheit  spricht.&rdquo; Deswegen muss jetzt das Ruder rumgerissen und die verbliebene Zeit gut genutzt werden, um eben dieses Vertrauen zur&uuml;ckzugewinnen und au&szlig;erdem unser Land vor einem milit&auml;rischen Abenteuer zu bewahren, das das Ende unserer Zivilisation bedeuten k&ouml;nnte&hellip; <\/p><p>Die im Artikel genannten &Uuml;berlegungen machen Sinn. Man kann nur hoffen, dass der Artikel von den Verantwortlichen auch bis zum Schluss gelesen wird und die Dringlichkeit in Bezug auf Defender 2020 Anfang n&auml;chsten Jahres verstanden wird. <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56693\">nachdenkseiten.de\/?p=56693<\/a><\/p><p>Konkret m&uuml;sste die SPD im ganzen Bundestag am besten von ALLEN Fraktionen Stimmen in gro&szlig;er Zahl vereinen, die Folgendes verabschieden und auch UMSETZEN und die die Nichtumsetzung mit Strafe bew&auml;hren:&nbsp; (das solte leicht sein, schlie&szlig;lich macht sich strafbar wer einen Angriffskrieg vorbereitet. Wer einen Krieg gegen Russland in Europa f&uuml;hrbar macht, ist daf&uuml;r schon den halben Weg gegangen.) <\/p><ul>\n<li>Der Abzug der Bundeswehr von der &ldquo;Ostfront&rdquo;.<\/li>\n<li>Nichtbeteiligung der Bundeswehr an der als &ldquo;&Uuml;bung&rdquo; bezeichneten Milit&auml;roffensive &ldquo;Defender 2020&rdquo; auch innerhalb Deutschlands.<\/li>\n<li>K&uuml;ndigung der Stationierungsvertr&auml;ge wegen Vertragsbruch (Versto&szlig; gegen NATO-eigene Auflagen-&gt;Jochen Scholz).<\/li>\n<li>Verbot der Passage und milit&auml;rische Nutzung des Luftraumes durch fremde Armeen, au&szlig;er sie sind auf Einladung gekommen, um eben dies durchzusetzen.<\/li>\n<li>Beendigung der sogennannten &ldquo;Nuklearen Teilhabe&rdquo;, Abzug aller Nuklearwaffen inklusive der US-Armee und der britischen Truppen.<\/li>\n<li>Austausch des Au&szlig;enministers und Verteidigungsministers wegen INKOMPETENZ.<\/li>\n<li>Au&szlig;enpolitische Arbeit zur Abwendung von Defender 2020 und allen weiteren &ldquo;&Uuml;bungen&rdquo; gegen Russland.<\/li>\n<\/ul><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nWilhemine Mauersberger <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>4. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller,<\/p><p>Vielen Dank f&uuml;r Ihre Artikel zum F&uuml;hrungswechsel der SPD. Ich bin aus &Ouml;sterreich und ein treuer Leser der Nachdenkseiten. Eure Artikel haben in den letzten Jahren mein Weltbild gr&uuml;ndlich zurecht ger&uuml;ckt.<br>\nGestatten Sie mir einige Gedanken- gewissermassen eine Aussensicht- zum F&uuml;hrungswechsel der SPD. Ich bin Jahrgang 1966, ein Kind der Kreisky-Zeit, auch erinnere ich mich noch gut an Helmut Schmidt und habe viele Jahre sp&auml;ter seine B&uuml;cher gelesen. Pers&ouml;nlichkeiten wie diese (wie Sie auch eine sind) findet man heute leider nicht mehr in der Politik- und zwar in in keiner Partei.<\/p><p>Gestern habe ich mich &uuml;berwunden und eine Sendung der Krawalltalkerin Anne Will geschaut, einfach um das neue F&uuml;hrungsduo der SPD mal kennen zu lernen. Ehrlich gesagt, verstehe ich nicht, warum sich die Beiden (Esken und Walter-Borjans) einen Tag nach ihrer Wahl in diese Sendung gesetzt haben. Aus meiner Sicht war das ein Fehler. Es geschah das Erwartete und Frau Esken wurde  bereits in den ersten 5 min von einem der Teilnehmer  auf`s &Uuml;belste als inkompetent beschimpft. Wer Talkshows kennt, wei&szlig; nat&uuml;rlich, da&szlig; das genau die Rolle dieses Diskussionsteilnehmers war.<br>\nInhaltlich kann man nicht viel sagen, jedoch fiel mir die Reaktion von Herrn Laschet auf, dem das blanke Entsetzen mehrmals ins Gesicht geschrieben stand. Das spricht schon mal f&uuml;r die Beiden.<\/p><p>Aus meiner Sicht kann ein Neustart der SPD nur gelingen, wenn a) das neue F&uuml;hrungsduo mit weitreichenden Kompetenzen ausgestattet wird und b) das neue F&uuml;hrungsduo Schl&uuml;sselpositionen mit linientreuem Personal besetzen kann. Dazu geh&ouml;rt in erster Linie die Abberufung des &ldquo;Trio infernale&rdquo; der SPD (Scholz, Maas und Heil). Herr Walter -Borjans scheint kompetent zu sein, das Finanzministerium selbst f&uuml;hren zu k&ouml;nnen.Hoffentlich ist er nicht  zu &bdquo;h&ouml;flich&ldquo;, um da wirklich durchzugreifen. Einen Aussen-und Arbeitsminister wird man wohl auch noch finden k&ouml;nnen. Sollte diese Personalerneuerung nicht f&uuml;r die Bev&ouml;lkerung sichtbar gelingen, wird sich die SPD in unendlichen, erm&uuml;denden Grabenk&auml;mpfen verstricken, wenn sie in der Regierung bleibt. Wenn es jetzt zu Neuwahlen kommt, wird die SPD diese verlieren- Eure Medien werden daf&uuml;r sorgen!  Ich verweise auf Frau Rendi-Wagner, die in &Ouml;sterreich verzweifelt versucht, im Sperrfeuer der Alt-Funktion&auml;re Boden bei den W&auml;hlern gut zu machen. Das wird nicht gut ausgehen f&uuml;r die SP&Ouml;.<br>\nIn diesem Zusammenhang (sonst eher nicht) ist  Sebastian Kurz ein Vorbild, der genau das verstanden hat und  nur mit linientreuen Personen umgeben ist (strikte message-control). Bei den letzten beiden Wahlen hat ihm das vom Fleck weg +15% mehr Stimmen gebracht.<\/p><p>Ich hoffe, da&szlig; ich nicht zu viel Unsinn geschrieben habe, weil ich die deutschen Verh&auml;ltnisse ja nicht wirklich kenne. Ich w&uuml;nsche den Beiden jedenfalls viel Gl&uuml;ck.<\/p><p>Beste Gr&uuml;&szlig;e aus Innsbruck<br>\nAnton Petter<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>5. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Werter Herr M&uuml;ller,<br>\n&nbsp;<br>\nich habe eine Frage oder auch Anmerkung zu den beiden Artikeln zur SPD Parteispitze:<br>\n&ldquo;Scholz will die neue SPD-F&uuml;hrung unterst&uuml;tzen&hellip;<br>\nund<br>\n&ldquo;Doch eher tr&uuml;be Aussichten und eine himmelschreiende Qualit&auml;t unserer Medien&hellip;.<br>\n&nbsp;<br>\nWieso wird immer nur &uuml;ber das Duo geredet\/geschrieben oder &uuml;ber Herrn Walter-Borjans? Frau Eskens ist was? Die zweite H&auml;lfte, weil es eben ein Duo sein sollte?<br>\nOlaf Scholz wird zu recht kritisiert und in Gedanke scheinen sich viele Herrn W.-B. an seiner Stelle zu w&uuml;nschen. Da mir vom neuen Duo beide recht unbekannt sind frage ich mich, warum Frau Eskens so untergeht in allen Artikel, die ich bisher gelesen habe. Hat Herr W.-B. so viel mehr Erfahrung, K&ouml;nnen, &hellip;? Ist Sie wom&ouml;glich nur die Quotenfrau? Auch Sie wird Kompetenzen haben, denke ich.<br>\n&nbsp;<br>\nIch hoffe, das klingt jetzt nicht zu polarisierend. Ich stelle diese Frage, weil es daf&uuml;r vielleicht gute Gr&uuml;nde gibt, die ich nicht kenne. Und wenn dem nicht so ist, dann stelle ich diese Frage um darauf hinzuweisen. Au&szlig;erdem habe ich das Gef&uuml;hl, dass man solche Fragen auf sachlicher Ebene bei Ihnen stellen kann, ohne zerrissen zu werden. Irgendwie habe ich als junge Frau im Berufsleben immer das Gef&uuml;hl, dass eine Frau mit ihren Kompetenzen neben einem Mann nie gesehen wird. Sie bekommt kaum Beachtung und wird dementsprechend als viel passiver wahrgenommen. Sie wird kaum mitgedacht. Wieso ist das so? Wieso wird Sie nicht auch als Nachfolgerin f&uuml;r Olaf Scholz gehandelt? Oder habe ich einfach etwas &uuml;bersehen?<br>\n&nbsp;<br>\nHerzliche Gr&uuml;&szlig;e<br>\nS P<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>6. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Guten Tag<\/p><p>Danke f&uuml;r Ihre Stellungnahme zur Wahl von Esken und Borjan.&nbsp;<br>\nMein Vorschlag: in die SPD eintreten.<\/p><p>Herzlich, Richard Erig<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>7. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Ganz gro&szlig;e Klasse, Jens Berger,<\/p><p>Ihre Abrechnung mit den &ldquo;Edelfedern&rdquo;!<br>\nWeiter so!<\/p><p>Helene+Ansgar Klein<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>8. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebe Redaktion der Nachdenkseiten, <\/p><p>anl&auml;sslich der doch &uuml;berraschenden Wahl von Eskens und Walther-Borjahns und dem Geburtstag der Nachdenkseiten sehe ich mich auch einmal veranlasst, einen Leserbrief zu schreiben. Ich muss zugeben, dass mich diese Wahl, obwohl ich niemals diese Partei gew&auml;hlt habe und zu ihr ein sehr zynisches Verh&auml;ltnis habe, ziemlich beeindruckt hat. Schon lange beobachte ich den Aufschwung einer linken &Ouml;ffentlichkeit in den USA und Gro&szlig;britannien, vor allem unter jungen Leuten. Zum ersten Mal erlebte ich den Hauch davon in Deutschland (die Wahl von Schulz hat mich nicht eine Sekunde gett&auml;uscht). Fast schon bin ich ein wenig verwundert dar&uuml;ber, dass die Nachdenkseiten dem so gar nicht folgen wollen und sich beinahe mehr auf die doch erwartbare Reaktion der Mainstream-Medien kapriziert haben. Aber das ist doch ein alter Hut und eher ein G&uuml;tessiegel f&uuml;r die Bedeutung dieser Wahl. Die Mainstream-Medien haben immer noch viel zu viel Macht, aber sie schwindet. Es ist allenthalben aufgefallen, wie parteiisch diese gegen jegliche Ver&auml;nderung nach links eingestellt sind. Wir sind hierzulande noch l&auml;ngst nicht so weit, aber auch hier ist etwas im Schwange. <\/p><p>Eins ist nat&uuml;rlich klar. Die entscheidende Frontlinie zur Aufrechterhaltung der unumschr&auml;nkten Herrschaft der Verm&ouml;genden verl&auml;uft innerhalb der SPD. Bleibt dieser Posten in den H&auml;nden der Neoliberalen bzw. verschwindet in die Bedeutungslosigkeit, bleibt alles beim alten bzw. wird noch schlimmer. Alle, ob Freund oder Feind, schauen darauf, ob die SPD sich wieder wandelt oder nicht. Faszinierend. Als st&uuml;nde die Erweckung eines schlafenden Riesen bevor, eines Giganten, den manche f&uuml;rchten, andere herbeisehnen. <\/p><p>Deswegen bin ich, anders als Albrecht M&uuml;ller, nicht so angetan von der Vorstellung, dass die GroKo irgendwie unter etwas besseren Vorzeichen fortgef&uuml;hrt werden sollte. Mir w&auml;re jetzt eine offene Auseinandersetzung innerhalb der SPD lieber, die es bei einer Regierungsbeteiligung einfach nicht geben kann. Vielleicht bin ich zu naiv und zu ungeduldig, aber ich glaube, diese Auseinandersetzung w&uuml;rde Kr&auml;fte freisetzen, die die Etablierten f&uuml;rchten m&uuml;ssen. <\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en <\/p><p>Malte Neumann<br>\n(Arbeiter) <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>9. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Betrifft NDS-Artikel &ldquo;Doch eher tr&uuml;be Aussichten und eine himmelschreiende Qualit&auml;t unserer Medien. Eine Nachlese zum Parteivorsitz der SPD und zum Echo. Plus Leserbriefe.&rdquo; und &ldquo;SPD-Vorsitz &ndash; Die Schnappatmung der konservativen Medien&rdquo;.<br>\n&nbsp;<br>\nLiebe Herren M&uuml;ller und Berger,<br>\n&nbsp;<br>\nich stimme Ihren Betrachtungen in den o. a. Artikeln zu. Ich muss einschieben, dass ich kein SPD-Sympathisant bin und auch die Medien so gut wie nicht verfolge. Und trotzdem m&ouml;chte ich folgenden Gedanken loswerden:<br>\n&nbsp;<br>\nDie Medien-Kommentare &aacute; la &ldquo;Untergang der SPD&rdquo; dienen meines Erachtens nicht nur dazu, die Wahl der beiden noch zu verhindern oder ihre Politik zu torpedieren, sondern auch zum Aufbau von Schuldigen f&uuml;r die n&auml;chste SPD-Wahlschlappe.<br>\nEine n&auml;chste SPD-Wahlschlappe kommt bestimmt. Da fallen mir zuerst alle Dinge ein, die Sie, Herr M&uuml;ller, in Ihrer o. a. Nachlese anf&uuml;hren. Au&szlig;erdem geht immer mal irgendwo eine Wahl verloren, aus den verschiedensten Gr&uuml;nden. Und notfalls k&ouml;nnen die Schreiberlinge in jeden Wahlausgang eine Niederlage hineininterpretieren.<br>\nDie beiden Neuen werden unm&ouml;glich (insbesondere gegen die am Sessel klebenden Alten) schnell gro&szlig;e Erfolge verbuchen k&ouml;nnen. Man wird ihnen im Gegenteil ab jetzt selbst das schlechte Wetter in die Schuhe schieben. Die Talfahrt der SPD wird also (verdienterma&szlig;en) bei der n&auml;chsten Wahl weitergehen, und dann wird man das den beiden Neuen in die Schuhe schieben.<br>\nWie Sie schon schreiben, an dieser Stelle braucht es schon besondere Lichtgestalten, um irgendwas zu rei&szlig;en. Einfach &ldquo;nur&rdquo; gute Politiker reichen da nicht. Leider. Ich w&uuml;nschen den beiden viel Gl&uuml;ck, Erfolg und Gesundheit.<br>\n&nbsp;<br>\nVielleicht noch eins: Lassen Sie uns feiern, dass (auch entgegen Ihrer Prognose) &uuml;berhaupt dieser Achtungserfolg von Walter-Borjans und Esken m&ouml;glich war. Ich gratulieren den beiden zu dieser Leistung.<br>\n&nbsp;<br>\nIhnen vielen Dank f&uuml;r die unerm&uuml;dliche Arbeit an den Nachdenkseiten.<br>\n&nbsp;<br>\nMit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nM S<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>10. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo, <\/p><p>die Stuttgarter Zeitung hat heute in ihrem Leitartikel nachgelegt. (Ich habe ihn online leider (oder gottseidank) nicht gefunden) Ich schicke trotzdem Ihnen unseren Leserbrief dazu: <\/p><p>Haltung dr&uuml;ckt sich in der Sprache aus &bdquo;Abschied von der alten SPD&ldquo; ist der Leitartikel der heutigen Ausgabe &uuml;bertitelt. Mit &bdquo;alt&ldquo; meint der Autor offensichtlich die gro&szlig;koalition&auml;re, neoliberale SPD. Herr K&auml;fer vergleicht die SPD Parteimitglieder, die gegen Scholz gestimmt haben, mit Johnson- und Trump-W&auml;hlern und nennt ihr Denken disruptiv, also zerst&ouml;rend. Zweimal vergleicht er die SPD direkt mit der AfD und macht die Alternative auf: entweder wird die SPD eine Partei ausschlie&szlig;lich f&uuml;r Sozialhilfeempf&auml;nger oder f&uuml;r moderne, Steuern zahlende W&auml;hler.<\/p><p>An anderer Stelle im Blatt wird die NATO als milit&auml;risch &bdquo;munter&ldquo; bezeichnet. Wahrscheinlich ist damit nicht der Angriff der T&uuml;rkei auf die Kurdengebiete in Syrien gemeint. Herr Grabitz beendet den Artikel fast schon bedauernd, dass Deutschland das Ziel von 2 % Milit&auml;rausgaben erst 2031 erreichen wird. <\/p><p>Vielleicht sollten Sie in der n&auml;chsten Redaktionskonferenz einmal dar&uuml;ber nachdenken, ob Sie nicht ein bisschen zu weit gehen. Wir k&ouml;nnen es jedenfalls vor unseren Freunden und unserem Gewissen bald nicht mehr rechtfertigen, dass wir jedes Jahr fast 600,- &euro; f&uuml;r Ihre Zeitung ausgeben, deren dogmatische Haltung sich in der Sprache immer deutlicher ausdr&uuml;ckt. <\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nNorbert Beuter<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>11. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebes NDS-Team,<\/p><p>leider mu&szlig; ich Ihrem Artikel entnehmen, wie sehr Sie schon die Machtlosigkeit des dt. Parlamentes akzeptieren.<\/p><p>Bei einer Minderheitsregierung der christlichen Parteien ohne korrupte SPD-Minister lie&szlig;e sich viel mehr bewegen.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<\/p><p>I, Drechsel<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>12. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Berger,<\/p><p>o.g. Artikel hat mir sehr gut gefallen. Besonders perfide an der Kritik an der SPD-F&uuml;hrungsspitze ist, dass manche Pressevertreter nicht davor zur&uuml;ckschrecken, die intellektuellen F&auml;higkeiten der genannten Personen anzuzweifeln. <\/p><p>Anbei eine e-mail von mir an Saskia Esken, die ich im &Uuml;brigen geschrieben habe, bevor ich ihren Artikel gelesen habe. <\/p><p>Sehr geehrte Frau Esken,<\/p><p>ich gratuliere Ihnen zu ihrer Wahl zum gleichberechtigten Vorsitz in der SPD zusammen mit Herrn Norbert Walter-Borjans. Mit dieser Wahl haben Sie viele &uuml;berrascht, vor allem ihre politischen Gegner. Jetzt reiht sich auch noch der ehemalige SPD-Vorsitzende und Bundeskanzler Gerhard Schr&ouml;der in die Reihe der Kritiker mit ein. Es beruhigt mich ungemein, wenn beim Cheflobbyist und dem neoliberalen Vordenker der SPD Skepsis vorherrscht. Es wird nicht lange dauern, bis sich Sigmar Gabriel zu Wort melden wird, um seine Bedenken zu &auml;u&szlig;ern, selbstverst&auml;ndlich nur mit den besten Absichten. Es wird h&ouml;chste Zeit, dass die nieders&auml;chsische Dominanz etwas zur&uuml;ckgedr&auml;ngt wird. <\/p><p>Diese &bdquo;Gegner&ldquo; werden Sie jedoch nicht f&uuml;rchten m&uuml;ssen. Die Frage, die sich stellt, wie gehen Sie mit denjenigen um, die Sie unterst&uuml;tzt haben und demzufolge eine entsprechend hohe Erwartungshaltung an Sie haben. Und warum haben sich so viele SPD-Mitglieder nicht an der Wahl beteiligt. Resignation dr&uuml;ckt sich auch &uuml;ber ein passives Verhalten aus. <\/p><p>In der &ouml;ffentlichen Wahrnehmung wirken Sie auf mich sehr sachorientiert und geradlinig. Sie sollten noch etwas an ihrer situativen Reaktionsf&auml;higkeit arbeiten. Gut zu beobachten ist ihr Zusammenspiel mit Norbert-Walter Borjans, der das eine oder andere Mal in die Bresche springt, wenn sie unter Druck geraten. Dies war ganz gut in der Sendung &bdquo;Markus Lanz&ldquo; zu beobachten. Aber auch bei der Sendung &bdquo;Anne Will&ldquo; haben sie sich als Team wacker geschlagen. Aber die Aussagen von Herrn Schwennicke von der (neoliberalen) Zeitschrift Cicero gibt ihnen einen Vorgeschmack auf das Presseszenario, dass sie in n&auml;chster Zeit erwarten wird. <\/p><p>Die entscheidende Frage wird aber sein, ob die neue SPD-Spitze in der Lage ist, die Partei aus der Krise zu f&uuml;hren. 13%-15% sind schon deprimierend. Soll die GroKo beendet werden oder nicht, das wird das zentrale Thema des Parteitages sein. Schon jetzt fordern die CDU\/CSU-Spitzen, sich streng an den Koalitionsvertrag zu halten, also keine Nachverhandlungen wie sie beide es fordern, zuzulassen. Wer hat also den &bdquo;schwarzen Peter&ldquo;, wenn es zu Neuwahlen kommt. Dies wird sich nachhaltig auf ein Wahlergebnis auswirken. Wenn die SPD in der GroKo verbleibt, wird jede noch so kleine Meinungsverschiedenheit zur Nagelprobe aufgeblasen. Die CDU hat ein F&uuml;hrungsproblem, weil AKK auf keinen Fall die Kanzlerkandidatin sein wird und Friedrich Merz sich als Papiertiger bereits vorzeitig aus dem Rennen katapultiert hat. Dabei w&auml;re er der ideale politische Gegner gewesen. Das Thema Ausstieg oder Verbleib aus bzw. in der GroKo ist somit nicht so einfach zu beantworten. Sicher ist nur, dass die SPD ein desastr&ouml;ses Ergebnis einfahren wird, sollte sie in der GroKo bis 2021 verbleiben, selbst dann, wenn die SPD-Minister eine relativ gute Arbeit abliefern. <\/p><p>Die SPD hat seit der Bundestagswahl 2005 ca. 2\/3 ihrer W&auml;hler verloren. Auf welche Themen wollen Sie sich fokussieren, um ein Teil dieser W&auml;hler zur&uuml;ckzugewinnen, zumal ihre fr&uuml;here W&auml;hlerschaft nach allen Seiten erodiert ist. Deshalb unterst&uuml;tze ich ihre Forderung &bdquo;Die Leute wollen wissen, wo die SPD steht&ldquo;, eine klare Positionsbestimmung also, die nach au&szlig;en erkennbar wird, keine faulen Kompromisse, eine klare Abkehr von der Agenda 2010, der Kill-over f&uuml;r die SPD in den Folgejahren. &nbsp;<\/p><p>Ich selbst bin ja Jahrgang 1952, also ein &bdquo;alter&ldquo; Mann mit grauen Schl&auml;fen, ein Auslaufmodell sozusagen. Die Wahl von Herrn Walter-Borjans, der dem gleichen Geburtsjahrgang wie ich angeh&ouml;rt, gibt mir allerdings etwas Hoffnung. Ich war nie SPD-Mitglied, aber auch nicht Mitglied einer anderen Partei. Als geb&uuml;rtiger Schwabe, der jetzt schon sehr lange in Bayern lebt, kann ich ihren &bdquo;Slang&ldquo; sehr gut nachvollziehen, bin mir aber nicht so sicher, ob dies bundesweit der Fall ist. Insofern war es sehr klug von ihnen, sich mit einem Politiker aus NRW zusammengetan zu haben. Dabei waren die politische Haltung bzw. Standhaftigkeit wohl das zentrale Kriterium. <\/p><p>Sie werden m&auml;chtig viel Gegenwind bekommen, vor allem von der neoliberalen Presse, die schon jetzt in Stellung gegangen ist. Es wird also keine Schonzeit geben. Aber auch ihre Partei ist zutiefst gespalten, weil die SPD nicht nur eine Programmpartei, sondern auch eine Funktion&auml;rspartei ist, deren Vertreter sich an die Macht klammern &ndash; notfalls bis zum bitteren Ende, wenn ich beispielweise an Herrn Kahrs vom Seeheimer Kreis denke. Die neoliberale Kaperung der SPD in der Regierungszeit von Schr&ouml;der ist ja offenkundig. Der Befreiungsschlag steht noch aus, wenngleich der Juso-Vorsitzende K&uuml;hnert sich m&auml;chtig ins Zeug legt und ihnen ihre Wahl zur CO-Parteivorsitzende ma&szlig;geblich mit erm&ouml;glicht hat. Die Parteilinke der SPD hat eine Schlacht gewonnen, aber noch lange nicht den Krieg. <\/p><p>Es ist nicht schwer vorherzusagen, dass der kommende Parteitag den neuen Parteivorsitzenden einen Pr&uuml;fauftrag erteilen wird, mit anderen Worten, man evaluiert die Sollbruchstellen, ohne aus Sicht der W&auml;hler f&uuml;r den Bruch der Koalition verantwortlich zu sein. Die Sollbruchstelle ist wohl die &bdquo;schwarze Null&ldquo;, die vom neoliberalen Lager, also auch von gro&szlig;en Teilen ihrer Partei, wie eine Monstranz vor sich hergetragen wird. Es ist schon abenteuerlich, wie wenig Expertise in der SPD hinsichtlich volkwirtschaftlicher Zusammenh&auml;nge vorhanden ist, zumindest nicht an der Stelle, die f&uuml;r die SPD entscheidend w&auml;re. Sie ahnen, auf was ich hinaus will. <\/p><p>Falls es zu einem Bruch der GroKo kommen sollte, geht meine Prognose dahin, dass es zu einer Minderheitsregierung kommen wird, weil die CDU noch keine(n) Spitzenkandidatin(en) im Falle von Neuwahlen vorweisen kann. Auf dieses Szenario sollte sich die SPD einstellen. Ihre Partei gewinnt also etwas Zeit, weil die CDU\/CSU auch Zeit ben&ouml;tigt. <\/p><p>Auf eine Antwort w&uuml;rde ich mich freuen. <\/p><p>mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nDipl.-Kfm.<br>\nWerner Biedermann<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>13. Leserbrief<\/strong><\/p><p>&hellip; einfach doppelt toll!<\/p><ul>\n<li>neue SP-Doppelspitze<\/li>\n<li>das Buch auf der Bestsellerliste<\/li>\n<\/ul><p>Vielleicht bewegt sich allm&auml;hlich doch noch was:&hellip;<br>\nIch bedanke mich f&uuml;r Ihre wertvolle Arbeit.<br>\nFeuert&auml;gliche Gr&uuml;sse aus der Schweiz<\/p><p>Peter Hagemann<br>\n&nbsp;<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>14. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebe Redaktion,<br>\n&nbsp;<br>\naus meiner Sicht ist ein Artikel sinnvoll, der beschreibt mit welchen hohlen Phrasen die neue SPD F&uuml;hrung, mittels&nbsp; Massen Medien verunglimpft werden soll.<br>\n&nbsp;<br>\nDas was sie machen wollen, wie Anhebung des Mindestlohn auf 12 Euro und Abkehr vo der schwarzen Null, ist ein Wirtschaftskonjunkturprogramm.<\/p><ul>\n<li>siehe Aussage zur Investition der Professoren Bontrup, Flassbeck, Bosbach, Sinn, Henrik M&uuml;ller<\/li>\n<li>siehe Ausagen Dr. H&uuml;ther vom IW, Joe Kaeser Vorstandschef Siemens AG, IWF, OECD<\/li>\n<li>siehe Aussagen Manager Magazin, Handelsblatt, Bertelsmann Stiftung<\/li>\n<\/ul><p>&nbsp;<br>\nDa zu argumentierenden, aber die Seniorenverb&auml;nde sehen das anders, ist reichlich d&uuml;nn.<\/p><p>Vielleicht sind ja auch die Kaninchenz&uuml;chter f&uuml;r die Schwarze Null?<\/p><p>Leitende Angestellte, ist leider eine L&uuml;ge, wie das Beispiel Joe Kaeser Vorstandschef der Siemens AG. Als studierter Betriebswirt und langj&auml;hriger Finanzvortsand, wird er sicherlich einigen wirtschaftlichen Sachverstand haben !<br>\n&nbsp;<br>\nWas den Mindestlohn betrifft siehe Konsumfunktion nach Maynard Keynes, &ldquo;Wohlstand f&uuml;r Alle&rdquo; von Ludwig Erhard, siehe &ldquo;New Deal&rdquo; und &ldquo;Great Society&rdquo; u.a.<br>\n&nbsp;<br>\nF&uuml;r F&ouml;rderung des Konsum, mit Baukindergeld zu argumentieren, wie bei T-Online, zeugt von fehlenden Sachverstand !<br>\n&nbsp;<br>\nsiehe dazu<br>\n<em>&ldquo;Baukindergeld wirkt kontraproduktiv<\/em><br>\nMit dem Baukindergeld will die Bundesregierung mehr Familien ein Eigenheim erm&ouml;glichen. Doch es k&ouml;nnte die Immobilienpreise nur weiter in die H&ouml;he treiben, warnt das IW.&rdquo;<br>\n&nbsp;<br>\n<a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2018-04\/iw-studie-baukindergeld-gutachten-kritik\">zeit.de\/politik\/deutschland\/2018-04\/iw-studie-baukindergeld-gutachten-kritik<\/a><\/p><p>Gr&uuml;&szlig;e<br>\nDieter Gabriel<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>15. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller,<br>\nsehr geehrter Herr Berger,<\/p><p>zu den Reaktionen der Medien auf die Wahl der neuen SPD-Spitze l&auml;sst sich Ihren Beobachtungen noch eines hinzuf&uuml;gen:<\/p><p>Die Konservativen betrachten offenbar die GroKo und den politischen Status Quo als alternativlos. Fast so, als h&auml;tte es nie etwas Besseres gegeben und w&uuml;rde auch nie etwas Besseres geben werden. F&uuml;r mich klingt es nicht nur nach Schnappatmung im Kontext eines drohenden Linksrucks, sondern dazu noch diffuse &Auml;ngste in Bezug auf den gleichzeitigen Rechtsruck. Es scheint in den neoliberalen F&uuml;hrungsetagen beider Parteien (SPD und CDU) noch nicht angekommen sein, dass ihre Politik den extremen R&auml;ndern die W&auml;hler frei Haus liefert. Nehmen wir also an, die AfD w&auml;re tats&auml;chlich das konservative Sammelbecken f&uuml;r besorgte B&uuml;rger, so wird die Wertekorridor der etablierten Parteien immer enger, die W&auml;hlerschaft hingegen immer mehr ausgeklammert. Momentan ist die konservative Seite gerade aktiv dabei, sich einerseits ihren politischen Standort sch&ouml;nzureden und sich andererseits ihre Stammw&auml;hlerschaft zu verprellen. Das Ph&auml;nomen war schon in den 2000ern zu beobachten, heute sitzt die Linke immer noch im Bundestag, weil die SPD von ihrer Politik nicht abr&uuml;cken wollte.<\/p><p>Es befremdet mich, dass die GroKo mittlerweile als Sinnbild f&uuml;r Funktionalit&auml;t und das &ldquo;einzig Richtige&rdquo; betrachtet wird. Der innerparteiliche Druck scheint gro&szlig; zu sein, sich von den politischen R&auml;ndern abzusetzen &ndash; dabei haben sie die Verh&auml;ltnisse selbst herbeigef&uuml;hrt, erst durch die sehr wirtschaftsliberale Politik Schr&ouml;ders, danach durch Merkels Themenfischen im linksliberalen Teich. Die Medien spielen dieses Spiel auffallend konform und unisono mit, und die angebliche Alternativlosigkeit deute ich wie ein Stochern im Dunkeln.<\/p><p>Man will nichts vorausnehmen, allerdings wird in das neue F&uuml;hrungsduo der SPD viel Hoffnung gesetzt, vielleicht doch noch die Wende einzulegen und die Kompassnadel richtig einzustellen. Dazu m&uuml;sste die Union allerdings genauso bereit sein, was sie sich jedoch auf ihrem Parteitag sichtbar versemmelt hat. Bleibt abzuwarten, wie sich die Genossen nun aufstellen und ob sie dabei auch standhaft bleiben, sonst kann die SPD einpacken &ndash; und nicht, wie die Medien es momentan darstellen, sondern aus Angst vor ihrem jeweiligen Bastard.<\/p><p>Hoffnungsvolle Gr&uuml;&szlig;e,<br>\nSW<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>16. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo NDS-Redaktion,<br>\n&nbsp;<br>\nf&uuml;r mich ist in den letzten Tagen wieder einmal sichtbar geworden wie wichtig die alternativen Medien sind.<\/p><p>Von den etablierten ist nichts mehr zu erwarten. Land auf Land ab das gleiche Gejaule und Geschriebsel von den &uuml;blichen\/bekannten Verd&auml;chtigen. &nbsp;Es l&ouml;st bei mir nur noch Kopfsch&uuml;tteln aus.<\/p><p>Frei nach Lenin: &bdquo;Sage mir, wer dich kritisiert, und ich sage dir, was du richtig gemacht hast&ldquo;.<\/p><p>Das ist &nbsp;zu unterschreiben.<\/p><p>Das ganze Schauspiel mit &bdquo;Mainstream-Medien&ldquo; &nbsp;oder als &bdquo;Narrativ&ldquo; zu bezeichnen trifft es aber nicht ganz. Vor einigen Tagen bin ich bei Ihnen in einer Rezension von Udo Brandes &uuml;ber den spanischen Soziologen C&eacute;sar Rendueles auf einen Begriff gesto&szlig;en der f&uuml;r mich auf den Punkt trifft.<br>\n&nbsp;&nbsp;&nbsp;<br>\n<em>mediale Bewusstseinsindustrie<\/em><\/p><p>Das&nbsp;beschreibt am besten was da abl&auml;uft.<br>\n&nbsp;<br>\nDanke f&uuml;r eure Arbeit<br>\nMit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<\/p><p>Klaus Melchior<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>17. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller,<\/p><p>leider ist es wirklich so, dass die SPD ihre Opposition in den eigenen Kreisen hat. Ich wei&szlig; nicht, ob das Unterwanderung ist, aber diese innerparteiliche Opposition verhindert echte sozialdemokratische Politik.<\/p><p>In Hongkong wird &ldquo;echte Demokratie&rdquo; nieder gekn&uuml;ppelt. Also ist die chinesische Regierung nicht demoikratisch. Aber auch bei uns macht die Regierung Dinge, die die B&uuml;rger nicht wollen! Also ist auch Deutschland eigentlich nicht wirklich demokratisch, obwohl wir regelm&auml;&szlig;ig unser Kreuzchen machen d&uuml;rfen. Wie kann man das verbessern?<\/p><p>Vorbild Schweiz? Aus Texten im Internet habe ich gelernt, dass die Schweizer per Volksabstimmung jeden Beschluss des Parlaments r&uuml;ckg&auml;ngig machen und &auml;ndern k&ouml;nnen. Das ist nat&uuml;rlich nervig, wenn das dauernd passiert. Deshalb haben die dortigen Parteien gelernt, dass sie sich besser vorher auf Beschl&uuml;sse\/Gesetze einigen, mit denen sich alle B&uuml;rger identifizieren k&ouml;nnen. Und damit fahren sie wohl relativ gut.<\/p><p>Wie w&auml;re es, wenn auch die deutsche Regierung (oder zumindest die SPD), &auml;hnlich denken w&uuml;rde: Wir h&auml;tten weiterhin Friedenspolitik a l&aacute; Brandt und vermutlich keine Billigl&ouml;hner, keine Altersarmut mehr.<\/p><p>Das neue F&uuml;hrungsduo kann nat&uuml;rlich an Symptomen herumdoktern. Das bringt aber nichts: Sie m&uuml;ssen ein deutliches Signal setzen! Aus meiner Sicht w&auml;re das: dem Hartz-IV-System abschw&ouml;ren. Damit hat die Misere der SPD angefangen (haut den Schr&ouml;der in den Orkus), und deshalb muss das als erstes abgeschafft werden! Solange die SPD das nicht &ouml;ffentlich korrigiert kann ich ihr nicht vertrauen und werde sie auch nicht mehr w&auml;hlen. (Auch ich war mal Mitglied.)<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en,<br>\nWilhelm Methfessel<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Anmerkung zur Korrespondenz mit den NachDenkSeiten<\/strong><\/p><p>Die NachDenkSeiten freuen sich &uuml;ber Ihre Zuschriften, am besten in einer angemessenen L&auml;nge und mit einem eindeutigen Betreff.<\/p><p>Es gibt die folgenden Emailadressen:<\/p><ul>\n<li><a href=\"mailto:leserbriefe@nachdenkseiten.de\">leserbriefe(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Kommentare zum Inhalt von Beitr&auml;gen.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:hinweise@nachdenkseiten.de\">hinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> wenn Sie Links zu Beitr&auml;gen in anderen Medien haben.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:videohinweise@nachdenkseiten.de\">videohinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r die Verlinkung von interessanten Videos.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:redaktion@nachdenkseiten.de\">redaktion(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Organisatorisches und Fragen an die Redaktion.<\/li>\n<\/ul><p>Weitere Details zu diesem Thema finden Sie in unserer &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?page_id=47939\">Gebrauchsanleitung<\/a>&ldquo;.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nachfolgend finden sich Leserbriefe zu den neuen SPD-Vorsitzenden und den diesbez&uuml;glichen Artikeln:<br \/> a) <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56836\">Zwei alte Hasen von der SPD im E-Mail-Austausch. Interessant. Zur Ern&uuml;chterung.<\/a> b) <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56797\">SPD-Vorsitz &ndash; Die Schnappatmung der konservativen Medien<\/a> c) <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56793\">Doch eher tr&uuml;be Aussichten und eine himmelschreiende Qualit&auml;t unserer Medien. Eine Nachlese zum Parteivorsitz der SPD und zum Echo.<\/a><\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57032\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[123,103,191],"tags":[1550,459,2775,1260,1937,831,2732,1464,326,1536],"class_list":["post-57032","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-kampagnentarnworteneusprech","category-leserbriefe","category-spd","tag-agenda-2010","tag-bild","tag-esken-saskia","tag-groko","tag-militaermanoever","tag-scholz-olaf","tag-stuttgarter-zeitung","tag-volksabstimmung","tag-walter-borjans-norbert","tag-will-anne"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/57032","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=57032"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/57032\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":57035,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/57032\/revisions\/57035"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=57032"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=57032"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=57032"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}