{"id":57126,"date":"2019-12-16T08:35:03","date_gmt":"2019-12-16T07:35:03","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57126"},"modified":"2019-12-16T08:35:03","modified_gmt":"2019-12-16T07:35:03","slug":"hinweise-des-tages-3514","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57126","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57126#h01\">Klimagipfel in Madrid<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57126#h02\">Vor Fachkr&auml;ftegipfel &ldquo;Die Wirtschaft braucht eine Anwerbestrategie&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57126#h03\">Justizministerium: WhatsApp, Gmail &amp; Co. sollen Passw&ouml;rter herausgeben m&uuml;ssen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57126#h04\">Ukraine: F&uuml;nf Rechtsradikale wegen Mord an dem Journalisten Scheremet verhaftet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57126#h05\">Anything to say? &mdash; Was ich zu sagen habe!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57126#h06\">Saskia Esken in K&uuml;ndigungsaff&auml;re verwickelt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57126#h07\">Unterhauswahlen in Gro&szlig;britannien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57126#h08\">Unterst&uuml;tzung von &Ouml;konomen &ndash; Auf einmal Fans der SPD<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57126#h09\">Die Entfesselten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57126#h10\">Umsetzungsprobleme<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57126#h11\">Gebt das Geld lieber Leuten, die damit etwas Sinnvolles machen (also nicht den Banken)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57126#h12\">Sahra Wagenknecht: Attacke auf Attac &ndash; unsere Finanzordnung ist ungerecht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57126#h13\">Die unsichtbare Mietpreisexplosion: Wann Wohnen teurer wird<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57126#h14\">Kl&ouml;ckner-Beh&ouml;rde verschleppt Glyphosat-Ausstieg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57126#h15\">Labour leadership race begins as senior figures back Rebecca Long-Bailey<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57126#h16\">Frankreich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57126#h17\">USA, nicht China, haben deutsche Netze angegriffen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57126#h18\">An der Klimakrise scheitern nicht nur die Regierungen, sondern auch die Medien<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Klimagipfel in Madrid<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Keine Zeit zu handeln<\/strong><br>\nIm Licht der j&uuml;ngsten Erkenntnisse der Klimaforschung war der Klimagipfel von Madrid ein Desaster, auch wenn das v&ouml;llige Scheitern verhindert werden konnte. Die Blockade des internationalen Klimaschutzes kann nur durch Vorreiter aufgel&ouml;st werden, die ohne R&uuml;cksicht auf die fossilen Bremser vorangehen.<br>\n&ldquo;Es ist Zeit zu handeln.&rdquo; So lautete das Motto, das &uuml;ber dem Madrider UN-Klimagipfel stand. Das Ergebnis der zweiw&ouml;chigen Konferenz spricht dem Hohn.<br>\nVier Jahre sind seit der Verabschiedung des Pariser Weltklimaabkommens vergangen, das erstmals alle Staaten der Erde konkret zur Begrenzung der Erderw&auml;rmung verpflichtet. Damals sprach der franz&ouml;sische Pr&auml;sident Fran&ccedil;ois Hollande von der &ldquo;sch&ouml;nsten und friedlichsten aller Revolutionen&rdquo;.<br>\nDoch von der Aufbruchstimmung des Jahres 2015 ist praktisch nichts &uuml;brig. Madrid war ein Desaster, auch wenn das v&ouml;llige Scheitern nach der l&auml;ngsten Verl&auml;ngerung einer solchen Konferenz bisher gerade noch verhindert werden konnte. [&hellip;]<br>\nWer den rasenden Stillstand auf der Konferenz beobachtete, kann ihr nur zustimmen. Den notorischen Bremsern wie den Trump-USA, Bolsonaro-Brasilien und Morrison-Australien sowie anderen L&auml;ndern mit &uuml;berbordenden fossilen und anderen Eigeninteressen ist es gelungen, Blockaden aufzubauen, die kaum oder nicht zu &uuml;berwinden waren.<br>\nDie Aussichten f&uuml;r die Umsetzung des Klimaabkommens sind nach Madrid noch schlechter, als sie es vorher waren. Der historische Paris-Vertrag, der die globale Erw&auml;rmung auf 1,5 bis zwei Grad begrenzen soll, tritt im n&auml;chsten Jahr in Kraft. Um ihn zu erf&uuml;llen, m&uuml;ssen die Anwendungsregeln klar sein. Doch sie komplett fertigzustellen ist in vollen vier Jahren nicht gelungen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.klimareporter.de\/klimakonferenzen\/keine-zeit-zu-handeln\">Klimareporter<\/a><\/li>\n<li><strong>Die Null steht<\/strong><br>\nDas Ergebnis ist so matt wie am Ende die Delegierten. Der Klimagipfel von Madrid lehrt: Von der Weltpolitik ist nichts zu erwarten. Ein Kommentar von Daniel Lingenh&ouml;hl.<br>\nDas Ende war vorhersehbar. Wohl nur die gr&ouml;&szlig;ten Optimisten hatten vor Beginn der Klimakonferenz von Madrid auf ein brauchbares Ergebnis und handfeste Ma&szlig;nahmen zum Klimaschutz gehofft. Von den USA, die immer noch der zweitgr&ouml;&szlig;te Produzent an Treibhausgasen sind, konnte man nichts erwarten: Pr&auml;sident Trump f&uuml;hrt sein Land aus dem Pariser Klimaabkommen von 2015, und seine Administration tut zuhause alles, um fossile Energie zu f&ouml;rdern und Umweltgesetze zu schleifen. Im brasilianischen Pr&auml;sidenten Jair Bolsonaro und dem australischen Premierminister Scott Morrison hat er willf&auml;hrige Verb&uuml;ndete: Der eine befeuert die Abholzung am Amazonas, der andere f&ouml;rdert die Kohleindustrie wie weltweit kaum ein zweiter Staatschef.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spektrum.de\/kolumne\/die-null-steht\/1693000\">Spektrum<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Vor Fachkr&auml;ftegipfel &ldquo;Die Wirtschaft braucht eine Anwerbestrategie&rdquo;<\/strong><br>\nDer Diagnose widerspricht niemand mehr: Deutschland braucht dringend mehr Zuwanderung von Fachkr&auml;ften. Vor einem Spitzentreffen im Kanzleramt fordert Arbeitsminister Heil von der Wirtschaft eine klare Strategie.<br>\nDie Feststellung geh&ouml;rt inzwischen zum Standardrepertoire von Unternehmern, Verbandsfunktion&auml;ren und Arbeitsmarktexperten: In Deutschland herrscht in vielen Regionen ein gravierender Mangel an Fachkr&auml;ften. Da der heimische Markt &ldquo;leergefegt&rdquo; ist, schauen die Betroffenen ins Ausland. Hier will Deutschland verst&auml;rkt f&uuml;r Zuwanderung von Fachkr&auml;ften und Menschen, die dazu werden wollen, werben. Am 1. M&auml;rz tritt ein neues Gesetz in Kraft.<br>\nDoch dass eine Ver&ouml;ffentlichung im Bundesgesetzblatt noch keinen Mangel behebt, wei&szlig; auch die Bundesregierung. Sie l&auml;dt deshalb am Montag zu einem Treffen im Kanzleramt, auf dem Spitzenvertreter von Wirtschaft, Gewerkschaften und Regierung beraten wollen, wie das Fachkr&auml;fteeinwanderungsgesetz bestm&ouml;glich umgesetzt werden kann.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/fachkraefte-119.html\">Tagesschau.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Wieder blanke Meinungsmache und Propaganda in den &ouml;ffentlich-rechtlichen Medien. W&auml;re der heimische Markt &ldquo;leergefegt&rdquo;, dann m&uuml;sste sich eine signifikante Lohnentwicklung bemerkbar machen. Dem ist aber nicht so. Also dient die von der Industrie geforderte &ldquo;Zuwanderung von Fachkr&auml;ften&rdquo; einzig allein dem Zweck die L&ouml;hne unten zuhalten.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Justizministerium: WhatsApp, Gmail &amp; Co. sollen Passw&ouml;rter herausgeben m&uuml;ssen<\/strong><br>\nDer Entwurf von Justizministerin Christine Lambrecht f&uuml;r ein Gesetz gegen &ldquo;Hasskriminalit&auml;t&rdquo; geht weit &uuml;ber eine Versch&auml;rfung des NetzDG hinaus.<br>\nBundesjustizministerin Christine Lambrecht wandelt in &Uuml;berwachungsfragen auf den Spuren ihres Kollegen im Innenressort, Horst Seehofer (CSU). Mit ihrem am Freitag vorgelegten Referentenentwurf f&uuml;r ein Gesetz &ldquo;zur Bek&auml;mpfung des Rechtsextremismus und der Hasskriminalit&auml;t&rdquo; will die SPD-Politikerin nicht nur das an sich bereits heftig umstrittene Netzwerkdurchsetzungsgesetz (NetzDG) deutlich versch&auml;rfen. Sie plant auch eine Pflicht f&uuml;r WhatsApp, Gmail, Facebook, Tinder &amp; Co., schon jedem Dorfpolizisten und zahlreichen weiteren Sicherheitsbeh&ouml;rden auf Anfrage sensible Daten von Verd&auml;chtigen wie Passw&ouml;rter oder IP-Adressen teils ohne Richterbeschluss herauszugeben.<br>\n&ldquo;Wer gesch&auml;ftsm&auml;&szlig;ig Telemediendienste erbringt, daran mitwirkt oder den Zugang zu Nutzung daran vermittelt&rdquo;, soll einschl&auml;gige erhobene Bestands- und Nutzungsdaten &ldquo;zur Erf&uuml;llung von Auskunftspflichten&rdquo; gegen&uuml;ber den berechtigten Stellen verwenden d&uuml;rfen, hei&szlig;t es in dem heise online vorliegenden Entwurf, den mittlerweile der Journalist Hendrik Wieduwilt ver&ouml;ffentlicht hat. Die herauszugebenden Informationen seien &ldquo;unverz&uuml;glich und vollst&auml;ndig zu &uuml;bermitteln&rdquo;, betont das Justizministerium.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/newsticker\/meldung\/Justizministerium-WhatsApp-Gmail-Co-sollen-Passwoerter-herausgeben-muessen-4615602.html\">Heise<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Christine Lambrecht ist &uuml;brigens Mitglied der SPD. Was sagt eigentlich die neue SPD-Vorsitzende Saskia Esken zu diesen Pl&auml;nen? Immerhin hatte sie sich in der Vergangenheit ja als Netzpolitikerin profiliert. <\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers M.W.:<\/strong> Vollkommen durchgeknallt und gegen jede vern&uuml;nftige IT-Sicherheit, weil Betreiber bei sicherer Handhabung Passw&ouml;rter ihrer Nutzer gar nicht kennen d&uuml;rfen<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Ukraine: F&uuml;nf Rechtsradikale wegen Mord an dem Journalisten Scheremet verhaftet<\/strong><br>\n2016 hatte man Moskau verantwortlich gemacht, dann wurden die Ermittlungen bis jetzt verschleppt. M&ouml;glicherweise will Selenski wegen des von rechtsnationalistischer Seite kritisierten Truppenr&uuml;ckzugs ein Zeichen setzen<br>\nDas kam &uuml;berraschend. Am Donnerstag gab die ukrainische Polizei die Verhaftung von f&uuml;nf Personen bekannt, die wegen des Mordes an dem liberalen Journalisten Pawel Scheremet verd&auml;chtigt werden. Scheremet starb am 20. Juli 2016 in der Innenstadt von Kiew, als eine Bombe, die unter seinem Auto angebracht war, explodierte (Schuldzuweisungen gegen Moskau nach Journalistenmord). Das Auto geh&ouml;rte Aljona Pritula, der Chefredakteurin des regierungsnahen Internet-Portals &ldquo;Ukrainskaja Prawda&rdquo;.<br>\nIn Kiew veranstaltete der ukrainische Innenminister Arsen Awakow am Donnerstag im Beisein von Pr&auml;sident Wolodymyr Selenski eine Pressekonferenz auf der ausf&uuml;hrlich &uuml;ber die Ermittlungen berichtet wurde.<br>\nAlle f&uuml;nf Beschuldigten k&auml;mpften in der Ost-Ukraine gegen die abtr&uuml;nnigen &ldquo;Volksrepubliken&rdquo;. Als Organisator des Journalisten-Mordes bezeichnen die Ermittler der ukrainischen Polizei den Rockmusiker Andrej Antonenko von der Band Riffmaster. Antonenko schrieb 2016 die Hymne der ukrainischen Spezialeinheiten: &ldquo;Still ist er gekommen, still ist er verschwunden&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Ukraine-Fuenf-Rechtsradikale-wegen-Mord-an-dem-Journalisten-Scheremet-verhaftet-4615470.html\">Ulrich Heyden auf Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Anything to say? &mdash; Was ich zu sagen habe!<\/strong><br>\nRede des UN Sonderberichterstatters, Nils Melzer, am Brandenburger Tor in Berlin, 27 November 2019<br>\nJahrzehntelang wurden im Westen politische Dissidenten mit offenen Armen aufgenommen, weil sie in ihrem Kampf f&uuml;r die Menschenrechte von diktatorischen Regimes verfolgt wurden.<br>\nHeute aber m&uuml;ssen westliche Dissidenten selber um Asyl ersuchen, so wie Snowden in Russland oder bis vor kurzen Assange in der Ecuadorianischen Botschaft in London.<br>\nDenn der Westen hat selber begonnen, seine Dissidenten zu verfolgen, sie in politischen Schauprozessen mit drakonischen Strafen zu belegen und wie gef&auml;hrliche Terroristen in Hochsicherheitsgef&auml;ngnisse einzusperren, unter Bedingungen, die man nur als unmenschlich und entw&uuml;rdigend bezeichnen kann.<br>\nUnsere Regierungen f&uuml;hlen sich bedroht durch Chelsea Manning, Edward Snowden und Julian Assange, denn sie sind Whistleblowers, Journalisten und Menschenrechts-aktivisten, die uns handfeste Beweise geliefert haben f&uuml;r Missbrauch, Korruption und Kriegsverbrechen der M&auml;chtigen, und die nun deshalb systematisch diffamiert und verfolgt werden.<br>\nSie sind die politischen Dissidenten des Westens, und ihre Verfolgung sind die Hexenprozesse von heute, denn sie gef&auml;hrden die Privilegien einer un&uuml;berwachten Staatsmacht, die ausser Kontrolle geraten ist.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/medium.com\/@njmelzer\/anything-to-say-was-ich-zu-sagen-habe-56c287755314\">medium<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bitte lesen Sie dazu auch <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57054\">Mathias Br&ouml;ckers zum Fall Assange: &bdquo;Von Pressefreiheit kann dann nirgendwo mehr die Rede sein&ldquo;<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56839#h06\">Au&szlig;enamt zu Berichten des UN-Sonderberichterstatters &uuml;ber Assange: &ldquo;Diese Berichte gibt es nicht&rdquo;<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Saskia Esken in K&uuml;ndigungsaff&auml;re verwickelt<\/strong><br>\nDie frisch gew&auml;hlte SPD-Vorsitzende gibt als Qualifikation f&uuml;r ihre neue F&uuml;hrungsposition unter anderem an, fr&uuml;her Vizevorsitzende des Landeselternbeirates Baden-W&uuml;rttemberg gewesen zu sein. Sie habe dort befriedet und demokratisiert. Doch stimmt das? Kontraste hat mit ehemaligen Kolleginnen und Kollegen Saskia Esken gesprochen. Dabei sind Vorf&auml;lle ans Licht gekommen, die an der Aussage der neuen SPD-Chefin zweifeln lassen &ndash; und an ihrer F&uuml;hrungsf&auml;higkeit. Unter anderem wirft Eskens Rolle bei der versuchten K&uuml;ndigung einer damals 56-j&auml;hrigen Mitarbeiterin des Landeselternbeirats Fragen auf.<br>\nAnmoderation: Jetzt aber zu ihr: Saskia Esken, die ganz Neue an der SPD-Spitze. Verkauft sich gern als schw&auml;bisch-zupackend, das gute Gewissen der SPD, linker als die meisten, aufrechter als viele. Aber wer sich ihr Vorleben ansieht, der st&ouml;&szlig;t auf einige, die ihr das so nicht durchgehen lassen k&ouml;nnen: Einige, die mit ihr in n&auml;chster N&auml;he zusammengearbeitet haben, haben eine andere Saskia Esken kennengelernt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.rbb-online.de\/kontraste\/archiv\/kontraste-vom-12-12-2019\/neue-spd-chefin-in-kuendigungsaffaere-verwickelt.html\">Kontraste<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J.K.:<\/strong> Nun, aufgemacht hat das Fass das Magazin &lsquo;Kontraste&rsquo; das vom RBB produziert wird. Die &ouml;ffentlich-rechtlichen sind also voll mit dabei beim Bashing der neuen SPD-F&uuml;hrung. &Uuml;ber Scheuer h&ouml;rt man dagegen nichts kritisches obwohl dieser Herr sicher richtig &ldquo;Dreck am Stecken hat&rdquo; wie man sagt.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: SPD-Chefin Esken geht juristisch gegen Berichterstattung vor<\/strong><br>\nDem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) sagte eine SPD-Sprecherin am Freitagabend, die Berichterstattung des ARD-Magazins sei &ldquo;unwahr und damit rechtswidrig&rdquo;. Der beauftragte Medienanwalt Christian Schertz habe nach juristischer Pr&uuml;fung &ldquo;presserechtliche Schritte auf Unterlassung, Widerruf und Gegendarstellung&rdquo; gegen den Sender RBB eingeleitet. (&hellip;)<br>\nIn der &ldquo;Stuttgarter Zeitung&rdquo; wies Carsten T. Rees, der heutige Vorstandsvorsitzende des Elternbeirats, die Kritik von Buksch und der gek&uuml;ndigten Mitarbeiterin der Gesch&auml;ftsstelle zur&uuml;ck. Entgegen der Darstellung durch &bdquo;Kontraste&ldquo; sei nicht W. durch den Vorstand ausspioniert worden, sondern genau das Gegenteil sei der Fall gewesen: &bdquo;Es war Illoyalit&auml;t ganz andersherum.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/umstrittene-kuendigung-spd-chefin-esken-geht-juristisch-gegen-berichterstattung-vor\/25333732.html\">Der Tagesspiegel<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Unterhauswahlen in Gro&szlig;britannien<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Sahra Wagenknecht &uuml;ber Labour und den Wahlausgang<\/strong><br>\nWas f&uuml;r eine bittere Niederlage f&uuml;r Labour. Und das trotz des mutigsten Programms, das eine sozialdemokratische Partei in Europa in den letzten Jahren hervorgebracht hat: Labour wollte das Gesundheitswesen, die Bahn, die Post, die Wasser- und Energiebetriebe sowie einen Teil der British Telecom wieder in &ouml;ffentliche Verantwortung zur&uuml;ckholen, eine Million Jobs in den verarmten ehemaligen Industriegebieten im Norden schaffen, den Sozialstaat erneuern und ausbauen.<br>\nIst ein solches Programm unpopul&auml;r?<br>\nUmfragen in Gro&szlig;britannien belegen das Gegenteil. Viele w&uuml;nschen sich nach Jahrzehnten neoliberaler Dem&uuml;tigung nichts sehnlicher als einen Staat, der das Heft des Handelns zur&uuml;ckgewinnt, aktiv f&uuml;r Arbeitspl&auml;tze und soziale Sicherheit sorgt und sie vor den Unbilden der Globalisierung sch&uuml;tzt.<br>\nWarum hat Labour dann so dramatisch verloren?<br>\nWeil es in diesem Wahlkampf letztlich nur ein zentrales Thema gab: den Brexit. Eine Partei, die sich dazu nur ein verzagtes Jein leisten konnte, weil sie in dieser Schl&uuml;sselfrage selbst gespalten war, hatte in einem solchen Umfeld keine Chance. Boris Johnsons &bdquo;Get Brexit done&ldquo; war eine klare Antwort &ndash; wo Labour &uuml;berhaupt keine gab. H&auml;tte Corbyn Johnsons Pl&auml;nen einen entschlossenen Left Brexit entgegensetzen k&ouml;nnen, also das Vorhaben, ein Ende der neoliberalen EU-Vertr&auml;ge f&uuml;r einen sozialen Umbau der britischen Gesellschaft zu nutzen, w&auml;re ein anderes Ergebnis durchaus m&ouml;glich gewesen. Traurige Ironie dieses Wahlkampfes: Labours gro&szlig;es Sozialstaatsprogramm ist innerhalb der heutigen EU &uuml;berhaupt nicht umsetzbar.<br>\nMan muss bedenken: Selbst das Geld, das die Bundesregierung im Rahmen des Klimapakts f&uuml;r einen Ausbau des Bahnnetzes zur Verf&uuml;gung stellen will, scheitert voraussichtlich an den EU-Beihilferegeln. Eine Ausweitung &ouml;ffentlichen Eigentums an Schl&uuml;sselbereichen der Daseinsvorsorge, Vorrang f&uuml;r Gemeinwohl statt Rendite, all das ist mit den Vorgaben der EU-Vertr&auml;ge schlicht unvereinbar.<br>\nW&auml;hler haben einen feinen Instinkt f&uuml;r solche Widerspr&uuml;che. Dass vor allem die obere Mittelschicht und die gebildeten Gro&szlig;st&auml;dter in Gro&szlig;britannien gegen den Brexit waren, w&auml;hrend ehemalige Industriearbeiter und die &Auml;rmeren f&uuml;r ihn stimmten, ist nicht irrational. Irrational ist, dass sie einen neoliberalen Tory w&auml;hlen mussten, der ihnen noch weniger Schutz, noch weniger soziale Leistungen und noch miesere L&ouml;hne bringen wird, um die endlose Bexit-H&auml;ngepartie zu beenden.<br>\nBitter, dass es nun so ausgegangen ist. Doch bei aller Dramatik sollte man auch nicht vergessen: Von einem Ergebnis von mehr als 32 Prozent k&ouml;nnen andere sozialdemokratische Parteien in Europa nur tr&auml;umen.<br>\nDas Scheitern von Labour ist daher definitiv kein Grund, eine Linkswende der Sozialdemokratie andernorts abzublasen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/sahra.wagenknecht\/posts\/3207989379218437\">Sahra Wagenknecht via Facebook<\/a><\/li>\n<li><strong>L wie Labour, Liberale, Loser<\/strong><br>\nLange galten sie als Alternative zu Boris Johnsons Brexit-Populismus. Doch Labour und Liberaldemokraten haben die Wahl in Gro&szlig;britannien verloren. Beide Parteichefs treten ab. Wie kam es zu diesem Debakel? (&hellip;)<br>\nDoch f&uuml;r das Gros der Briten galt Corbyn als unw&auml;hlbar. Der 70-J&auml;hrige zog mit den niedrigsten Zustimmungswerten eines britischen Oppositionsf&uuml;hrers seit den Siebzigerjahren in die Wahl ein. Das liegt vor allem an seinem harten Linkskurs, seiner fr&uuml;heren Unterst&uuml;tzung der irischen Unabh&auml;ngigkeitsbewegung &ndash; und an seinem Unverm&ouml;gen, sich f&uuml;r den Antisemitismus in den eigenen Reihen zu entschuldigen oder etwas gegen diese Tendenzen innerhalb der Partei zu unternehmen. Er gab Freitag bekannt, die Partei nicht in die n&auml;chste Wahl f&uuml;hren zu wollen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/grossbritannien-wahl-warum-labour-und-liberale-verloren-a-1301248.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J.K.:<\/strong> Es wurde schon gesagt, die Verkommenheit der klassischen Medien ist nicht mehr zu &uuml;bertreffen.<\/em><\/p>\n<p><em>Warum hat Labour verloren? Die Frage ist an Heuchelei nicht zu &uuml;bertreffen. Die Kampagne der britischen Kollegen gegen Corbyn waren f&uuml;r den Spiegel kein Thema, im Gegenteil man hat dabei nach Kr&auml;ften mit gemacht.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Nach Brexit-Kehrtwende: Wie Labour sich den potentiellen Wahlsieg vermasselte<\/strong><br>\nNoch bis Anfang dieses Jahres konnte sich die sozialdemokratische Labour-Partei mit Jeremy Corbyn an der Spitze in den Umfragen um die 40 Prozent sichern. In einigen Umfragen &uuml;bertraf sie sogar die Konservative Partei. Auch bei dem letzten Wahlgang im Jahr 2017 konnte Labour 40,3 Prozent sichern. Doch bei den Wahlen gestern musste sie eine schwere Niederlage einstecken. Prozentual lag ihr Stimmanteil mehr als elf Prozent weniger als die Wahlgewinner der Konservativen, die 43,6 Prozent erreichten. Da in Gro&szlig;britannien das Majorit&auml;tswahlrecht herrscht, sind die Mehrheitsverh&auml;ltnisse im Parlament umso deutlicher und der Anteil an Labour-Abgeordneten umso geringer. Was geschah in den letzten Monaten, das zum dramatischen Absturz von Labour f&uuml;hrte?<br>\nDie Frage ist recht einfach zu beantworten. W&auml;hrend es die Labour-Partei bis in den Sommer hinein geschafft hatte, das Thema Brexit weitgehend zu kompensieren durch die Betonung sozialer Fragen, die ihrer Kernw&auml;hlerschaft und auch der neuen, j&uuml;ngeren W&auml;hler, die Jeremy Corbyn f&uuml;r Labour mobilisieren konnte, beugte sich Corbyn zunehmend dem Druck der Labour-Parteib&uuml;rokratie, die wesentlich durch die neoliberale Phase unter Tony Blair und Gordon Brown gepr&auml;gt ist. Labour und auch Corbyn selbst begannen, das Ergebnis des Brexit-Referendums zunehmend in Frage zu stellen.<br>\nF&uuml;hrende Vertreter des liberalen, rechten Fl&uuml;gels in Labour pl&auml;dierten nach den f&uuml;r die beiden Hauptparteien desastr&ouml;sen Ergebnissen der EU-Wahlen im Mai 2019 f&uuml;r eine eindeutige Anti-Brexit-Orientierung. Im Juli dann folgte die endg&uuml;ltige Kehrtwende in der Brexit-Politik der Labour-Partei: Die Sozialdemokraten sprachen sich nunmehr f&uuml;r ein zweites Referendum aus. Zudem bem&uuml;hte sich die Partei um eine sympathischere Rhetorik gegen&uuml;ber der EU als die Konservativen, die nach dem Debakel der EU-Wahlen mit ihrem neuen Vorsitzenden Boris Johnson auf eine klare Abgrenzung zur EU setzten.<br>\nEs war schon damals eigentlich glasklar, dass das eine massive Fehkalkulation sein w&uuml;rde. Die Partei, die am erfolgreichsten aus den EU-Wahlen hervortrat, war die neue Brexit-Partei von Nigel Farage, die mit ihrem klaren Pro-Brexit-Kurs aus dem Stand 30 Prozent erreichte. Besonders erfolgreich war sie unter anderem in den vormals industriell gepr&auml;gten, aber im Zuge des Neoliberalismus abgeh&auml;ngten Gebieten in Mittelengland und im Norden, die einst Labour-Hochburgen waren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/meinung\/95780-nach-brexit-kehrtwende-wie-labour\/\">RT Deutsch<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bitte lesen Sie dazu auch <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57074\">Zerrissenes K&ouml;nigreich &ndash; Gro&szlig;britannien nach der Wahl<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57110#h01\">Gro&szlig;britannien<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Unterst&uuml;tzung von &Ouml;konomen &ndash; Auf einmal Fans der SPD<\/strong><br>\nSaskia Esken und Norbert Walter-Borjans, die neuen Vorsitzenden der Sozialdemokraten, haben ihre Freunde ganz links &ndash; und unter konservativen &Ouml;konomen. Wie passt das zusammen?<br>\nAm kommenden Donnerstagabend treffen sie sich endlich leibhaftig. Die neuen Parteichefs der SPD reden zum ersten Mal offiziell mit den Kollegen von CDU und CSU, den Fraktionsvorsitzenden aus dem Bundestag, der Kanzlerin und ihrem Vize. Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans werden die W&uuml;nsche formulieren, die sie j&uuml;ngst auf dem eigenen Parteitag selbst beschlossen haben: einen Anstieg des Mindestlohns, einen h&ouml;heren Preis f&uuml;r CO2 &ndash; und, vor allem anderen, mehr staatliche Ausgaben, besonders f&uuml;r Investitionen.<br>\nIm politischen Raum sto&szlig;en sie damit nicht auf viel Begeisterung, noch nicht mal in den eigenen Reihen: Den Koalitionsvertrag quartalsweise neu auszuhandeln, das finden im Grunde ihres Herzens auch die sozialdemokratischen Kabinettsmitglieder und die meisten Bundestagsabgeordneten der Partei nicht besonders professionell.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/warum-oekonomen-ploetzlich-die-spd-spitze-unterstuetzen-16536176.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Die &ouml;konomischen Ansichten der neuen SPD-Spitze und konservativer &Ouml;konomen, die alle zusammen mehr staatliche Investitionen fordern, passen hervorragend zusammen, wenn man nicht so borniert ist wie die konservativ-neoliberalen Medien bzw. im politischen Raum Union (und FDP). So etwas schockiert nat&uuml;rlich einen Ralph Bollmann. Ein relevanter Unterschied besteht aber doch zwischen den wirtschaftsliberalen &Ouml;konomen und der SPD: erstere wollen die Kosten &uuml;ber Schulden auf den Steuerzahler, d. h. die normalen Arbeitnehmer abw&auml;lzen (Kapitalgesellschaften zahlen praktisch keine Steuern), w&auml;hrend die SPD zumindest zum Teil Verm&ouml;gende an den Kosten beteiligen will.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Die Entfesselten<\/strong><br>\nWohnungskonzerne kaufen billig, lassen Mieter f&uuml;r Sanierung zahlen, nutzen Steueroasen und alle nur denkbaren schmutzigen Tricks. H&ouml;chste Zeit f&uuml;r Widerstand<br>\nSucht man nach dem Ursprung &ndash; und den Schuldigen &ndash; f&uuml;r den derzeitig grassierenden Wohnungsnotstand, landet man fr&uuml;her oder sp&auml;ter bei Helmut Kohl. Er war es, der im Jahr 1988 zusammen mit CDU, CSU und FDP die Gemeinn&uuml;tzigkeit der Genossenschafts- und Werkswohnungen abschaffte. Aber erst die rot-gr&uuml;ne Regierung unter Gerhard Schr&ouml;der und Joschka Fischer setzte die Welle dann richtig in Gang. Nur ein Beispiel: 2004 verkaufte die Bundesregierung die 82.000 Wohnungen der Gagfah, der Wohnungsgesellschaft der Bundesanstalt f&uuml;r Angestellte, und 65.000 Eisenbahnerwohnungen. Die Berliner Landesregierung von SPD und PDS mit Finanzsenator Thilo Sarrazin verkaufte 65.000 Wohnungen. Die CDU-FDP-Landesregierung in Nordrhein-Westfalen verh&ouml;kerte 91.000 Wohnungen aus &ouml;ffentlichem Besitz, Thyssenkrupp verscherbelte 48.000 Werkswohnungen, der Energiekonzern Eon 138.000. Noch 2012 bot die Landesregierung aus Gr&uuml;nen und SPD in Baden-W&uuml;rttemberg 21.000 Wohnungen zum Verkauf an, noch 2013 die CSU in Bayern unter Ministerpr&auml;sident Seehofer und Finanzminister S&ouml;der 33.000 Wohnungen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/der-freitag\/die-entfesselten\">Werner R&uuml;gemer im Freitag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Umsetzungsprobleme<\/strong><br>\nDiese Woche ist im Deutschen Bundestag &uuml;ber die Schuldenbremse debattiert worden. Die FDP will das Instrument weiter versch&auml;rfen, kaum verwunderlich, die Liberalen haben noch nie etwas von Volkswirtschaft verstanden. Die Gr&uuml;nen wollen die Schuldenbremse weiterentwickeln, bekannten sich aber ganz &uuml;berraschend zu der neoliberalen Regel im Grundgesetz, zum Teil mit absurden Argumenten, die offenbar der Union als k&uuml;nftigem Partner gefallen sollen. Die Linken fordern ein Ende der Schuldenbremse und eine Investitionspflicht. Das ist zwar richtig, aber eben auch nicht umsetzbar, da die daf&uuml;r notwendige Zweidrittelmehrheit, um die Verfassung wieder zu &auml;ndern, in weiter Ferne liegt. Man muss es ja leider so drastisch sagen: Die &ldquo;Idioten&rdquo; haben auch hierzulande die Mehrheit. (&hellip;)<br>\nEs ist daher vollkommener Unsinn, etwas gut an einer Schuldenbremse zu finden. Noch absurder ist es sogar, irgendwelche Grenzen der Gesamtverschuldung zu benennen, von denen l&auml;ngst klar ist, das sie frei erfunden sind und rein gar nichts &uuml;ber die Stabilit&auml;t einer Volkswirtschaft aussagen k&ouml;nnen. Und ob das Vertrauen in die Politik gestiegen ist, ist angesichts der wiederholten Wahlerfolge im rechten Lager mehr als fraglich. Tief Luft holen und nachdenken, t&auml;te daher so manchem Politiker gut, bevor er oder sie seine Redezeit mit dem gr&ouml;&szlig;tm&ouml;glichen Nonsens vergeudet, der &uuml;berall auf der Welt f&uuml;r ein fassungsloses Kopfsch&uuml;tteln sorgt, nur in Deutschland nicht. Da klatscht man f&uuml;r derartige Peinlichkeiten auch noch Beifall im Parlament.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.taublog.de\/191212umsetzungsprobleme\">TauBlog<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Gebt das Geld lieber Leuten, die damit etwas Sinnvolles machen (also nicht den Banken)<\/strong><br>\nSchluss mit Minuszins: Die neue Chefin der Euro-Notenbank, Christine Lagarde, sollte aufh&ouml;ren, Geld in ein &uuml;berfordertes Finanzsystem zu pumpen. Und es stattdessen an uns alle verteilen. (&hellip;)<br>\nZu den Quatschvorstellungen, die in Deutschland so grassieren, geh&ouml;rt, dass die Euro-Notenbank an den niedrigen Zinsen per se schuld ist. Dabei sind die S&auml;tze ja auch au&szlig;erhalb der Eurozone so niedrig, fast &uuml;berall in der Welt. Und es hat sich unter den etwas ernster zu nehmenden Experten herumgesprochen, dass es daf&uuml;r sehr reale Gr&uuml;nde gibt: Es gibt ein Zuviel an Erspartem bei zu wenig Nachfrage nach Geld\n<ul>\n<li>weil in der Wirtschaft seit Jahren zu wenig investiert wird,<\/li>\n<li>Staaten weniger bis keine neuen Schulden aufnehmen,<\/li>\n<li>es zu viele Reiche gibt,<\/li>\n<li>die Reichen sparen und ihr Geld gar nicht mehr ausgeben (k&ouml;nnen)<\/li>\n<li>und seit der gro&szlig;en Finanzkrise auch sonst einfach zu viel gespart wird;<\/li>\n<li>au&szlig;erdem weil Bilanzen aufger&auml;umt werden<\/li>\n<li>und die Perspektiven zu investieren eher wackelig erscheinen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Da wirken Angebot und Nachfrage. Ergebnis: Nullzins.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/christine-lagarde-besser-helikoptergeld-als-mario-draghis-minuszinsen-a-1300981.html\">Thomas Fricke in Spiegel Online<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Sahra Wagenknecht: Attacke auf Attac &ndash; unsere Finanzordnung ist ungerecht<\/strong><br>\nWas sind eigentlich gemeinn&uuml;tzige Zwecke? Das fragt sich Sahra Wagenknecht in der Gastwirtschaft.<br>\nUnsere Finanzordnung ist zutiefst ungerecht. Nicht nur, dass Spr&ouml;sslinge von Milliard&auml;ren und Multimillion&auml;ren in der Regel keine Erbschaftssteuer zahlen. Auch bei Spenden wird hierzulande mit zweierlei Ma&szlig; gemessen &ndash; mit fatalen Folgen f&uuml;r zivilgesellschaftliches Engagement. (&hellip;)<br>\nDass die Milliard&auml;rsfamilie Mohn &uuml;ber die Bertelsmann-Stiftung ein privates Medienimperium beherrscht und als Eigent&uuml;mer von Dienstleistungskonzernen wie Arvato ein eigenn&uuml;tziges Interesse an Privatisierungen hat, scheint kein Finanzamt zu interessieren. &Ouml;ffentliche Einflussnahme im Interesse von Millionen Menschen scheint verd&auml;chtig und unerw&uuml;nscht zu sein. Wenn Million&auml;re Vereine und Stiftungen gr&uuml;nden, um im Hintergrund mit staatlicher Unterst&uuml;tzung politische &bdquo;Landschaftspflege&ldquo; zu betreiben, sieht niemand ein Problem &ndash; oder doch?<br>\nWas sind gemeinn&uuml;tzige Zwecke? Im Interesse der Demokratie muss diese Frage neu beantwortet werden. Die Unabh&auml;ngigkeit von Konzernen und Wirtschaftslobbies muss gest&auml;rkt, b&uuml;rokratische Auflagen f&uuml;r ehrenamtliches Engagement m&uuml;ssen abgebaut und die Maulk&ouml;rbe f&uuml;r Vereine wie Attac oder die VVN\/BdA zur&uuml;ckgenommen werden. Diese Aufgabe kommt dem Bundestag als Gesetzgeber zu. Es darf nicht sein, dass Finanzbeh&ouml;rden in den L&auml;ndern entscheiden, welches politische Engagement privilegiert wird und welches nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.fr.de\/wirtschaft\/gastwirtschaft\/sahra-wagenknecht-attacke-attac-unsere-finanzordnung-ungerecht-13276820.html?fbclid=IwAR0taQk5UVlrMpw5m9NTJ5v2YW6szMzc_IqnAAaQ2HKLfawVqKBmqycrWQ4\">Sahra Wagenknecht in Frankfurter Rundschau<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Die unsichtbare Mietpreisexplosion: Wann Wohnen teurer wird<\/strong><br>\nDie Wahrnehmung stark steigender Mieten bewegt Menschen und Politik, aber in der Statistik ist kaum etwas davon zu sehen. Geht das mit rechten Dingen zu?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/wirtschaftswissenschaften-die-unsichtbare-mietpreisexplosion-wann-wohnen-teurer-wird\/25332308.html?share=twitter&amp;ticket=ST-40816166-5YuU0I6Hp4D4SQHLRCay-ap4\">Norbert H&auml;ring in Handelsblatt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Kl&ouml;ckner-Beh&ouml;rde verschleppt Glyphosat-Ausstieg<\/strong><br>\nFrankreich verbietet einen Gro&szlig;teil der Glyphosat-Produkte, in Deutschland dagegen d&uuml;rfen sie ohne Abstriche weiter verwendet werden. Die Begr&uuml;ndung ist interessant. (&hellip;)<br>\nAm Nikolaustag hat das Bundesamt f&uuml;r Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit den Herstellern von Glyphosat-Pestiziden die Zulassungen f&uuml;r ein weiteres Jahr gew&auml;hrt. Sie gelten nun bis zum 15. Dezember 2020.<br>\n&ldquo;Die Zulassungen, die verl&auml;ngert wurden, bestehen inhaltlich unver&auml;ndert weiter&rdquo;, best&auml;tigt das Bundesamt. Was bedeutet: Es gibt keine neuen Auflagen. Nicht einmal der vielfach geforderte Verkauf an Privatkunden wurde reglementiert. Keine Minimierung ist auch nur in Sicht.<br>\nAls Grund f&uuml;r die bedingungslose Verl&auml;ngerung nennt die Beh&ouml;rde, sie habe es aus verschiedenen Gr&uuml;nden nicht geschafft, die Zulassungsantr&auml;ge der Hersteller fristgem&auml;&szlig; zu pr&uuml;fen. Deshalb m&uuml;sse nun ungepr&uuml;ft verl&auml;ngert werden, damit den Unternehmen kein Schaden entstehe, so will es das Gesetz.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/julia-kloeckner-behoerde-verzoegert-glyphosat-ausstieg-a-1301145.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Das ist doch wohl nicht mit dem Wohle des Volkes zu vereinen. Steckt hier Absicht oder Dummheit dahinter? Bundesministerin Kl&ouml;ckner scheint eine Lobbyistin zugunsten von Unternehmen zu sein. Bitte lesen Sie auch <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54843#h14\">Party im Stall!<\/a> mit einer Anmerkung.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Labour leadership race begins as senior figures back Rebecca Long-Bailey<\/strong><br>\nJeremy Corbyn could remain in post to end of March as post-election infighting continues<br>\nThe starting gun has been fired on the race to succeed Jeremy Corbyn as Labour leader, as the party became engulfed in a bitter row about whether its Brexit position or leadership were mainly to blame for last week&rsquo;s election disaster.<br>\nLabour confirmed on Sunday night that Corbyn had asked for a leadership process to elect his successor by the end of March, meaning he will carry on in post and opposing Boris Johnson across the dispatch box for more than three months. [&hellip;]<br>\nJohn McDonnell, the shadow chancellor, and Richard Burgon, the shadow justice secretary, threw their weight behind their long-term ally Rebecca Long-Bailey for the top job while blaming Brexit for the party losing support across the north and Midlands.<br>\nWith endorsement from the Corbynite wing of the party, Long-Bailey is now the favourite for the job even though she has not formally declared her candidacy. [&hellip;]<br>\nCaroline Flint, a former minister who lost her Don Valley seat, said Long-Bailey and Nandy were the only candidates worth considering as they had not been complicit in pushing the party towards a more remain position. [&hellip;]<br>\nCorbyn has not apologised for the election defeat but he has said he is &ldquo;very sad&rdquo; about the result. He released a video on Sunday in an apparent attempt to defend his policies and cement his legacy.<br>\n&ldquo;Make no mistake, Labour is the greatest force for progressive change this country has ever known. And though this wasn&rsquo;t our moment, our time will come,&rdquo; he said. &ldquo;Over the last four years we have built a new movement which isn&rsquo;t going away. For those that feel disheartened and feel like giving up, I say stay and fight for a better society.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.theguardian.com\/politics\/2019\/dec\/15\/labour-leadership-race-begins-as-senior-figures-back-rebecca-long-bailey\">The Guardian<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Frankreich<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Polizeigewalt in Frankreich &ndash; Neue Gummigeschosse sind schon bestellt<\/strong><br>\nFrankreichs Polizei geht mit H&auml;rte gegen die Demonstrierenden vor. Dahinter steckt offenbar eine neue Strategie: Man will nicht noch einmal die Kontrolle verlieren.<br>\nDer zerschmetterte Sch&auml;del, den Laurent Thines an diesem Tag auf seinem Operationstisch sah, erinnerte den Chirurg an Verungl&uuml;ckte bei einem Autounfall. Der Arzt aus dem ostfranz&ouml;sischen Besan&ccedil;on behandelt seit Wochen Demonstrierende, Gelbwesten und auch einfach nur Passanten, die von Polizeigewalt betroffen sind. Darunter seien auch Menschen, denen ein Gummigeschoss das Auge zerst&ouml;rte, erz&auml;hlt Thines. Das Ausma&szlig; der Gewalt l&auml;sst sich in einer Statistik des Journalisten David Dufresne ablesen: 25 Menschen verloren Augen, f&uuml;nf H&auml;nde, hunderte wurden schwer verletzt. Die meisten Opfer sind Demonstrierende, aber Dufresne listet auch mehr als hundert Journalisten, 46 Minderj&auml;hrige und 70 Passantinnen, die von einem Schlagstock, einer Granate oder einem Gummigeschoss getroffen wurden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2019-12\/polizeigewalt-frankreich-gelbwesten-demonstrationen-proteste-ausschreitungen\">ZEIT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Danke f&uuml;r die empathische Darstellung. Macron, der &ldquo;Jupiter&rdquo;, der gro&szlig;e &ldquo;Linksliberale&rdquo;, ist auch nur Pr&auml;sident eines Polizeistaats, der demonstrierende B&uuml;rger zusammenpr&uuml;geln, zusammenschie&szlig;en und lebensgef&auml;hrlich verletzen l&auml;&szlig;t.&rdquo;Die Bundesregierung, die zusammen mit Frankreich Gewalt gegen Protestierende in Russland oder Hongkong anprangert, hat noch kein Wort &uuml;ber die franz&ouml;sische Polizei verloren. Auch in den deutschen Medien las man bislang wenig dazu.&rdquo; &ndash; Genau so ist es. &ldquo;Sie wollen nicht wahrhaben, dass Frankreich eine autorit&auml;re Wende vollzogen hat&rdquo;, urteilt Chirurg Thines.&rdquo; &ndash; Und zwar im Herzen der EU, dem gro&szlig;en Friedensprojekt, das allen Europ&auml;ern Frieden und Wohlstand garantiert. Oder etwa nicht? Stattdessen nur den gro&szlig;en Unternehmen maximalen Gewinn garantiert, auch wenn das hunderte B&uuml;rger W&uuml;rde und soziale Sicherheit, die Augen, die H&auml;nde oder gar das Leben kostet?<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Macron &uuml;berzeugt nicht<\/strong><br>\nIm Streit um Frankreichs Rentensystem geht es vor allem um den Kampf gegen soziale Ungleichheit. Der Widerstand ist dringend notwendig.<br>\nReform bedeutete fr&uuml;her Fortschritt. Unbemerkt hat sich das ins Gegenteil verkehrt. Wenn die franz&ouml;sische Staatsf&uuml;hrung Reformen ank&uuml;ndigt, gehen die Gewerkschaften defensiv in Deckung, weil sie mit einer sozialen Regression rechnen. Wer ein bisschen leichtfertig sagt, Frankreich sei wegen seiner widerspenstigen BewohnerInnen schlicht &bdquo;nicht reformierbar&ldquo;, &uuml;bersieht, dass die Menschen aus leidiger Erfahrung gelernt haben.<br>\nWas Emmanuel Macrons Regierung nun im Namen der &bdquo;Gleichheit&ldquo; und der Abschaffung von &bdquo;Privilegien&ldquo; vorschl&auml;gt, w&uuml;rde neue Ungleichheiten und viele Frustrationen schaffen. Die echten Privilegien der Oberschicht aber blieben unangetastet. Ist etwa die Tatsache, dass ein Lokf&uuml;hrer wegen seiner h&auml;ufigen Nachteins&auml;tze und Pr&auml;senz an den Wochenenden ab 52 in Rente gehen kann (nicht muss), ein &uuml;berzeugender Grund, f&uuml;r alle ungeachtet ihrer speziellen Arbeitsbedingungen identische Regeln anzuwenden?<br>\nDie Demagogie in der Argumentation ist allzu offensichtlich und das pauschale Misstrauen in der Politik zu tief verankert. Die Staatsf&uuml;hrung, die in einer Pressemappe mit Fall&shy;beispielen behauptet, von dieser Reform w&uuml;rden &bdquo;alle&ldquo; profitieren, hofft dennoch, dass ihr die Betroffenen aufs Wort glauben, es werde keine Verschlechterungen geben. In Schweden hat die Einf&uuml;hrung eines vergleichbaren Punktesystems zur Rentenberechnung dazu gef&uuml;hrt, dass sich die Altersarmut verdoppelt hat.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Streit-ueber-Macrons-Rentenreform\/!5649399\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Man kann nur jeden einzelnen Satz unterschreiben. Erfreulich, da&szlig; Rudolf Balmer Macron, den er noch 2017, 2018, teilweise 2019 als &ldquo;Pro-Europ&auml;er&rdquo; und &ldquo;Linksliberalen&rdquo; verkl&auml;rt hat, endlich als den Hardcore-Neoliberalen und Pr&auml;sident der Reichen zeigt, der Macron schon immer war. Und noch besser: wenn die taz diese Analyse von &ldquo;Reformen&rdquo; auf die genauso asoziale Politik der Rot-Gr&uuml;nen Bundesregierung Schr&ouml;der\/Fischer anwenden w&uuml;rde. &ldquo;Warum sollte [die Arbeiterbewegung] heute diese erk&auml;mpften Rechte der neoliberalen Buchhalterlogik der Kostensenkung opfern?&rdquo; Es w&auml;re sch&ouml;n gewesen, wenn die taz solche Fragen 2003, 2004, 2005 an Schr&ouml;der, Fischer, Katrin G&ouml;ring-Eckardt gestellt h&auml;tten. Ein erster Schritt w&auml;re die wenigstens retrospektive Verurteilung der neoliberalen &ldquo;Reformen&rdquo; und die genauso harte Kritik an Angela Merkels Austerit&auml;tspolitik, die ich in der taz schmerzlich vermisse.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Zugest&auml;ndnisse und Spaltungsversuche<\/strong><br>\nDer franz&ouml;sische Ministerpr&auml;sident Edouard Philippe hat am 11. Dezember Einzelheiten der Rentenreform vorgestellt, die der Anlass f&uuml;r die massivste Streik- und Protestbewegung seit 25 Jahren ist (siehe dazu meinen letzten MAKROSKOP-Artikel). Philipps Rede[1] und das Konzept sind ein spannendes Lehrst&uuml;ck daf&uuml;r, wie unter den aktuellen Kr&auml;fteverh&auml;ltnissen zwischen Kapital und Arbeit die Auseinandersetzung um die Reform eines grundlegenden Systems der Daseinsvorsoge verlaufen kann.<br>\nDie Logik des Konzepts beruht auf drei Elementen:\n<ul>\n<li>der harte, neoliberale Kern der Reform wird beibehalten, n&auml;mlich die Erh&ouml;hung des Renteneintrittsalters bei gleichzeitiger Absenkung der durchschnittlichen Rentenh&ouml;he;<\/li>\n<li>es gibt aber zugleich Komponenten, die einer zu radikalen Verschlechterung der Lebensqualit&auml;t der Rentner &ndash; etwa auf deutsches Niveau &ndash; vorbeugen;<\/li>\n<li>der &Uuml;bergang auf das neue System wird zeitlich so gestreckt, dass es gegenw&auml;rtige und zuk&uuml;nftige Rentner in mehrere Gruppen unterschiedlicher Betroffenheit aufspaltet.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Bei der einhelligen Ablehnung vor allem des Tricks mit dem Gleichgewichtsalter stechen einige Stimmen hervor. An erster Stelle ist Laurent Berger, Vorsitzender der sozialdemokratischen Gewerkschaft CFDT, zu nennen, der sich jetzt in die Widerstandfront eingereiht hat. Urspr&uuml;nglich hatte die CFDT die Streiks abgelehnt. Als dann aber nicht nur die Eisenbahnersektion, sondern auch viele Mitglieder an der Basis mit auf die Stra&szlig;e gingen, musste die F&uuml;hrung bef&uuml;rchten, ihren Einfluss auf den Gang der Dinge zu verlieren. In j&uuml;ngster Zeit war es der CFDT gelungen, die Konkurrenz von der CGT bei den Mitgliederzahlen leicht zu &uuml;berfl&uuml;geln. Sie konnte dabei immer auf die massive Unterst&uuml;tzung aus dem Unternehmerlager und den gro&szlig;en Medien, darunter auch den linksliberalen, wie Le Monde, z&auml;hlen. Das k&ouml;nnte mit der starken Rolle der CGT in der aktuellen Bewegung jetzt wieder gef&auml;hrdet sein.<br>\nAuch alle Oppositionsparteien lehnen den Vorschlag der Regierung ab, die Linken, wie La France Insoumise und die KP sowieso, aber auch die PS (Sozialdemokraten), die Gr&uuml;nen, die konservativen R&eacute;publicains bis hin zu Marine Le Pen. Prompt hat Finanzminister Le Maire mit einem Angebot reagiert. Es best&uuml;nde noch &bdquo;Raum f&uuml;r Verhandlungen.&ldquo;[5] Das zielt vor allem auf die CFDT, die damit f&uuml;r Gespr&auml;che gek&ouml;dert werden soll, w&auml;hrend man gegen&uuml;ber &bdquo;der Stra&szlig;e&ldquo; auf ein Abflauen der Proteste hofft, das aber wegen der Weihnachtspause ohnehin unvermeidlich ist.<br>\nSeri&ouml;se Prognosen, ob und wie der Widerstand gegen die Reform weiter geht, sind nicht m&ouml;glich. Wie das Zur&uuml;ckweichen Le Maires aber zeigt, ist die Auseinandersetzung keineswegs entschieden. Das Konzept, das der Regierungschef vorgestellt hat, wird definitiv nicht die endg&uuml;ltige Fassung sein. Weitere Zugest&auml;ndnisse sind in Reichweite. Schon jetzt steht fest: es lohnt sich wieder, auf die Stra&szlig;e zu gehen &ndash; und zwar auch ganz handfest in Euro und Cent.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2019\/12\/zugestaendnisse-und-spaltungsversuche\/\">Peter Wahl in Makroskop<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>USA, nicht China, haben deutsche Netze angegriffen<\/strong><br>\nTelef&oacute;nica Deutschland hat in einem Positionspapier an Bundestagsabgeordnete die Position des Unternehmens zu chinesischen Spionagevorw&uuml;rfen und Huawei deutlich gemacht. &ldquo;Die einzigen bekannten Sicherheitsvorfalle in Mobilfunknetzen, in die Staaten involviert waren, gehen auf die USA zur&uuml;ck.&rdquo; Das steht in der Stellungnahme, die der fr&uuml;here Reuters-Journalist Noah Barkin auf Twitter ver&ouml;ffentlicht hat. Telef&oacute;nica-Deutschland-Sprecher Klaus Schulze-L&ouml;wenberg hat Golem.de die Authentizit&auml;t des Papiers best&auml;tigt. Es stamme aus der ersten Novemberh&auml;lfte. &ldquo;Wie zuvor hat Telef&oacute;nica Deutschland auch im November und Dezember mehrfach mit den zust&auml;ndigen Beh&ouml;rden und der Bundesregierung zum Thema der Lieferanten von 5G-Technologie gesprochen&rdquo;, sagte er.<br>\nIn dem Papier hei&szlig;t es: &ldquo;Seit 2013 wissen wir, dass die NSA Datenstr&ouml;me, die nachgelagert hinter den Internetzugangsnetzen der Netzbetreiber im deutschen Internet Backbone DE-CIX zusammenlaufen, teilweise vom BND erhalten hat. Zudem hat die NSA Daten, welche durch &Uuml;berseekabel in die USA geroutet wurden, abgefangen, hieran war kein chinesischer Geheimdienst beteiligt.&rdquo; (&hellip;)<br>\nDie gegenw&auml;rtige Diskussion werde ohne jegliche Kenntnis tats&auml;chlicher Sicherheitsrisiken gef&uuml;hrt, betonte der international operierende Telekommunikationsbetreiber: &ldquo;Den Netzbetreibern und offensichtlich auch dem Bund sind keine Risiken bekannt, die spezifisch von der Hardware bestimmter Hersteller ausgehen.&rdquo; Die unl&auml;ngst von der Bundesnetzagentur vorgelegten, generellen Sicherheitsanforderungen und Zertifizierungsverfahren seien aus Sicht von Telef&oacute;nica der einzig richtige Weg, um ein erh&ouml;htes Sicherheitsniveau zu etablieren, von dem alle Hersteller gleicherma&szlig;en erfasst w&uuml;rden. &ldquo;Ein Gro&szlig;teil der IT-Hardware auch aller anderen Hersteller wird in China produziert&rdquo;, betonte Telef&oacute;nica. Zu keinem Zeitpunkt sei das Unternehmen von der Bundesregierung oder einer Bundesbeh&ouml;rde dar&uuml;ber informiert worden, dass Kenntnisse &uuml;ber Spionaget&auml;tigkeiten in Mobilfunknetzen vorl&auml;gen, die durch Huawei oder die Volksrepublik China durchgef&uuml;hrt w&uuml;rden.<br>\nDerzeit existieren auf dem Weltmarkt nur f&uuml;nf Hersteller von 5G-Hardware, n&auml;mlich Nokia, Ericsson, Samsung, ZTE und Huawei: &ldquo;Ein Ausschluss nur eines Herstellers w&uuml;rde die Verf&uuml;gbarkeit der Hardware empfindlich verknappen&rdquo;, betonte Telef&oacute;nica.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.golem.de\/news\/telefonica-deutschland-usa-nicht-china-haben-deutsche-netze-angegriffen-1912-145514.html\">golem.de<\/a>\n<p><strong>Dazu: CDU-Au&szlig;enpolitiker geht mit SPD-Abgeordneten gegen Huawei an<\/strong><br>\nDer fr&uuml;here Bundesminister Norbert R&ouml;ttgen (CDU) hat sich mit einzelnen SPD-Abgeordneten verb&uuml;ndet, um im Bundestag einen fraktions&uuml;bergreifenden Antrag gegen Huawei einzubringen. Das berichtet der Tagesspiegel unter Berufung auf das Dokument. Nach Informationen aus Branchenkreisen, die Golem.de vorliegen, ist der Antrag jedoch nicht &ndash; anders als das Handelsblatt es darstellt &ndash; die offizielle Position der Fraktionen.<br>\nDer Antrag fordert die Bundesregierung auf, Hersteller auszuschlie&szlig;en, bei denen das Risiko &ldquo;von staatlicher Einflussnahme ohne rechtsstaatliche Kontrolle, Manipulation oder Spionage besteht&rdquo;. Dies solle &ldquo;sowohl im Kern- wie im peripheren Netz&rdquo; gelten. Im Januar soll der Antrag im Plenum vorgebracht werden. R&ouml;ttgen schloss mit Thomas Tschersich, Leiter Group Security der Deutschen Telekom, bewusst einen Gegner der Boykottpolitik von einer Anh&ouml;rung am 11. November 2019 im Bundestag aus. Laut einer Branchenquelle, die um Anonymit&auml;t bat, traf das Vorstandsmitglied der Deutschen Telekom, Claudia Nemat, k&uuml;rzlich den stellvertretenden Vorsitzenden von Huawei, Eric Xu, zu Gespr&auml;chen, berichtete die Nachrichtenagentur Reuters.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.golem.de\/news\/norbert-roettgen-cdu-aussenpolitiker-geht-mit-spd-abgeordneten-gegen-huawei-an-1912-145536.html\">golem.de<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.S.:<\/strong> Was ich mich dabei immer frage: Gibt es wirklich Menschen in diesem Land, die solcherlei Schauergeschichten ernst nehmen?<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bitte lesen Sie dazu auch bzw. erneut &ldquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56740#h13\">Boah dieser Huawei-Bullshit h&ouml;rt und h&ouml;rt nicht auf. Ist mal gut langsam?<\/a>&ldquo;.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>An der Klimakrise scheitern nicht nur die Regierungen, sondern auch die Medien<\/strong><br>\nMan stelle sich folgende Talkshow im &ouml;ffentlich-rechtlichen Fernsehen vor: Thema ist die Bedrohung durch Krebs-Erkrankungen, und in der Talkrunde sitzt eine ahnungslose Staatssekret&auml;rin, ein abwiegelnder Heilpraktiker, ein Journalist, der behauptet, Krebskranke seien eigentlich eine Sekte, und ein Onkologe, der als Teil seiner Forschungsgruppe einen Nobelpreis bekommen hat. Dann fragt die Moderatorin: &bdquo;Glauben Sie an den Krebs?&ldquo;<br>\nDas Szenario ist eigentlich undenkbar. Einen offensichtlichen Quacksalber auf Augenh&ouml;he mit einer medizinischen Koryph&auml;e zu befragen, w&uuml;rde niemandem einfallen. Jedenfalls nicht bei einem Medizin-Thema. Beim Klimawandel ist das anders. Da sa&szlig; am 11. Oktober 2017 eine &auml;hnliche Runde bei &bdquo;Maischberger&ldquo;. Und die Moderatorin fragte tats&auml;chlich: &bdquo;Glauben Sie an den Klimawandel?&ldquo;<br>\nGlauben statt Wissen &ndash; die Sendung ist ein besonders krasses Beispiel daf&uuml;r, wie die Medien angesichts der Klimakrise versagen. Am 29. November gehen wieder &bdquo;Fridays for Future&ldquo; auf die Stra&szlig;en. Die Medien werden sich wieder mit Berichten &uuml;ber diese junge Protestbewegung aus dem Nichts &uuml;berschlagen. Dabei st&uuml;nde uns Journalisten ein bisschen professionelle Demut bei diesem Thema ganz gut. Denn anstatt zwischen seri&ouml;ser Forschung und abseitigen Einzelmeinungen zu unterscheiden, verlieren sich die Berichte immer noch oft im Einerseits-Andererseits.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/uebermedien.de\/43754\/an-der-klimakrise-scheitern-nicht-nur-die-regierungen-sondern-auch-die-medien\/\">&Uuml;berMedien<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-57126","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/57126","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=57126"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/57126\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":57129,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/57126\/revisions\/57129"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=57126"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=57126"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=57126"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}