{"id":57130,"date":"2019-12-16T09:00:26","date_gmt":"2019-12-16T08:00:26","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57130"},"modified":"2019-12-16T10:18:36","modified_gmt":"2019-12-16T09:18:36","slug":"die-luege-von-der-nachhaltigen-bioenergie-und-die-zerstoerung-des-waldes","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57130","title":{"rendered":"Die L\u00fcge von der nachhaltigen Bioenergie und die Zerst\u00f6rung des Waldes"},"content":{"rendered":"<p>Mit Subventionen f&uuml;r Biomasse zerst&ouml;rt die EU wertvolle W&auml;lder und betr&uuml;gt ihre B&uuml;rger. Statt Nachhaltigkeit f&ouml;rdert sie Verw&uuml;stung und Klimawandel. W&auml;hrend weltweit Initiativen entstehen, um mehr B&auml;ume zu pflanzen, finanzieren wir die Verstromung von ganzen Biotopen. Das sagt <strong>Walter Tauber<\/strong> in diesem Diskussionsbeitrag. Von <strong>Redaktion<\/strong>.<br>\n<!--more--><br>\nJeff Turner f&auml;hrt mit seinem Motorboot auf dem malerischen Blackwater-Fluss. Die Sonne scheint am klaren blauen Himmel von Virginia an der Ostk&uuml;ste der USA. &ldquo;Wir werden heute kaum auf Schlangen treffen&ldquo;, glaubt der Umweltsch&uuml;tzer des <em>Nottoway RiverKeeper Program<\/em>, &ldquo;aber aufpassen muss man immer. Hier gibt es viele Schlangen.&rdquo; Die Ufer sind ges&auml;umt mit pr&auml;chtigen alten B&auml;umen. Pl&ouml;tzlich aber verd&uuml;nnt sich der Wald zur Kulisse. Wenige Meter hinter dem Ufer liegt eine Mondlandschaft, ein gewaltiger Kahlschlag. Gelbe Unget&uuml;me mit kreischenden S&auml;gebl&auml;ttern an ihren Gelenkarmen arbeiten am Rande dieser W&uuml;ste, fressen sich in den Wald hinein. Sie brauchen knapp 30 Sekunden, um einen Baum zu f&auml;llen. Andere Maschinen heben die B&auml;ume auf, fetzen die &Auml;ste ab und reichen die kahlen St&auml;mme weiter an wartende Lkw. (Szene aus dem Film &ldquo;Burned&rdquo; &ndash; Link im Anhang). <\/p><p>Die Zerst&ouml;rung bringt Geld, viel Geld. Sie tr&auml;gt sogar das Etikett &ldquo;umweltfreundlich&rdquo;. Und zu allem &Uuml;berfluss bezahlen wir daf&uuml;r. Ja, wir Steuerzahler. Gewinn gibt es hier nur dank Subventionen der Europ&auml;ischen Union. <\/p><p>Wissenschaftler und Natursch&uuml;tzer sind fassungslos: Energiekonzerne werden daf&uuml;r belohnt, noch mehr CO2 auszusto&szlig;en als zuvor. Dabei zerst&ouml;ren sie systematisch Naturw&auml;lder, Harth&ouml;lzer und Feuchtgebiete. &ldquo;Die Logger sagen, sie w&uuml;rden nur Abf&auml;lle verwenden,&rdquo; sagt Derb S. Carter, von der Umweltorganisation <em>Southern Environmental Law Center<\/em> in Charlottesville, Virginia, &bdquo;aber sie l&uuml;gen&rdquo;. <\/p><p>&ldquo;Kahlschlag ist nie sch&ouml;n&rdquo;, klagt auch Mary S. Booth, promovierte &Ouml;kologin und Direktorin der Umweltorganisation <em>Partnership for Policy Integrity<\/em>, &ldquo;aber es ist besonders widerlich, zu sehen, wie ein Wald abgeholzt wird, um vorgeblich gr&uuml;ne Energie zu produzieren.&rdquo; <\/p><p>Unm&ouml;glich! Vielleicht im fernen China oder im &bdquo;b&ouml;sen&ldquo; Russland? Nein, es geschieht hier bei uns, in der vermeintlich so umweltbewussten Europ&auml;ischen Union. Konzerne kassieren Subventionen in Millionenh&ouml;he, weil sie mehr CO2 aussto&szlig;en als zuvor. Es ist der wohl weltweit gr&ouml;&szlig;te Fall von Greenwashing: Eine L&uuml;ge und ein Buchhaltertrick machen es m&ouml;glich. Etikettenschwindel oder derber Betrug? Vielleicht wird der Europ&auml;ische Gerichtshof Klarheit schaffen, denn Kl&auml;ger aus sechs L&auml;ndern wollen den Beweis erbringen, dass dies nicht rechtens sein kann.Von den Medien ist der Fall in Deutschland bislang kaum beachtet worden. <\/p><p><strong>Die Fakten<\/strong><\/p><p>Nehmen wir das Paradebeispiel Drax in der nordenglischen Grafschaft North Yorkshire. Das Kraftwerk z&auml;hlt sechs Meiler, von denen vier f&uuml;r die Verbrennung von Holz umger&uuml;stet wurden. Seit 2015 verbrennt Drax mehr Holz als das Vereinigte K&ouml;nigreich produziert, klagt die britische Umweltorganisation <em>Biofuelwatch<\/em> (Links im Anhang). Drax verfeuerte 2018, laut Gesch&auml;ftsbericht der Firma, 7,2 Millionen Tonnen Pellets, die aus mindestens 14,4 Millionen Tonnen Holz hergestellt wurden. F&uuml;r ein Jahr Pellet-Nachschub werden in den S&uuml;dstaaten der USA rund 47 Quadratkilometer Wald abgeholzt. Durch Kahlschlag. Drax ist gr&ouml;&szlig;ter britischer Produzent von Elektrizit&auml;t aus Biomasse und liefert sieben Prozent des britischen Stroms. <\/p><p>&ldquo;Holz f&uuml;r Elektrizit&auml;t zu verbrennen, ist genauso desastr&ouml;s f&uuml;r das Klima wie Kohle&ldquo;, klagt <em>Biofuelwatch<\/em>. &ldquo;Pro Stromeinheit emittiert die Verbrennung von Biomasse mehr CO2 durch den Schlot als Kohle.&rdquo; Der weltweit gr&ouml;&szlig;te Holzverbrenner verdiente sich 2018 f&uuml;r diese Leistung aber &uuml;ber 790 Millionen Pfund Subventionen f&uuml;r Nachhaltigkeit. Das sind t&auml;glich 2,16 Millionen Pfund Gewinn durch Zerst&ouml;rung. <\/p><p>Das muss man mal sacken lassen: Drax kassiert f&uuml;r ihren Beitrag zur Zerst&ouml;rung von Wald, Luft und Natur jeden Tag &uuml;ber 2,5 Millionen Euro Steuergeld. Unser Geld. <\/p><p>Da bem&uuml;hen wir uns, sparsam zu sein im Konsum, Plastik zu vermeiden und mehr Fahrrad zu fahren. Doch zugleich f&ouml;rdern wir, ohne es zu wollen oder zu wissen, eines der gr&ouml;&szlig;ten Umweltverbrechen, das man sich ausdenken kann. <\/p><p>Ist irgendwo wenigstens Scham zu erkennen? Mitnichten: Der Gesch&auml;ftsbericht des Drax-Konzerns plakatiert sein Greenwashing schon auf dem Titelblatt: Auf dem Foto eines Stausees steht &ldquo;Enabling a zero carbon, lower cost energy future&rdquo;. Die L&uuml;ge wird zum System. Weder ist diese Zukunft gr&uuml;n noch ist sie kosteng&uuml;nstiger. Und mit einem Stausee hat das Ganze schon gar nichts zu tun. <\/p><p><strong>Der Trick<\/strong><\/p><p>M&ouml;glich wird das durch einen buchhalterischen Trick. Denn der Holzschlag wird nur als Waldfl&auml;chenreduktion verbucht. &ldquo;Vor etwa zehn  Jahren entschied die EU, sie wolle ihre CO2- Emissionen senken,&rdquo; erkl&auml;rt William H. Schlesinger, Wissenschaftler am <em>Cary Institute of Ecosystems Studies<\/em> in Millbrook, New York. &ldquo;Es hie&szlig;, dass 20 Prozent des Stroms aus kohlenstoffneutralen Quellen kommen sollte. Das war l&ouml;blich. Doch ohne nachzudenken, beschloss man, Biomasse einfach als kohlenstoffneutral zu betrachten.&rdquo; <\/p><p>Der Wissenschaftliche Dienst des Bundestages erkl&auml;rte das 2007 wie folgt: <\/p><blockquote><p>\n&ldquo;Im Unterschied zu den oben diskutierten Formen der erneuerbaren Energien ist die Biomasse-Verbrennung nicht grunds&auml;tzlich CO2-frei. Vielmehr entsteht bei der Verbrennung z. B. von Holz-Pellets genauso CO2 wie bei der Verfeuerung von Kohle oder Erd&ouml;l; Biogas unterscheidet sich diesbez&uuml;glich kaum von Erdgas. Dennoch unterscheidet sich Biomasse hinsichtlich ihrer Klima-Wirkung erheblich von den fossilen Energien: Wenn bei der Biomasse-Verbrennung CO2 freigesetzt wird, so handelt es sich dabei um Kohlenstoff, der wenige Monate bis Jahre zuvor von der Pflanze im Zuge ihres Wachstums mittels Photosynthese aus der Atmosph&auml;re aufgenommen worden war. Dieser Kohlenstoff wird bei der Verbrennung wieder in die Atmosph&auml;re zur&uuml;ckgef&uuml;hrt, sodass sich ein kurzfristiger Kreislauf schlie&szlig;t. W&uuml;rde die Biomasse nicht verbrannt, so w&uuml;rde im &Uuml;brigen das CO2 in den meisten F&auml;llen dennoch auf anderem Wege (Kompostierung, Verfaulen, G&auml;rung) freigesetzt werden.&rdquo; (Link im Anhang).\n<\/p><\/blockquote><p>Solche Sophisterei findet man auch bei der Industrie. &ldquo;Wenn man Holzpellets verbrennt, dann setzt man biogenen Kohlenstoff frei,&rdquo; versichert Seth Ginther, von der <em>US Industrial Pellet Association<\/em>. &ldquo;Der aber ist Teil des nat&uuml;rlichen Kreislaufs von Holz.&rdquo; <\/p><p>Wissenschaftler lehnen dies als Unsinn ab. &ldquo;Das Einzige, was z&auml;hlt ist, wie viel Kohlenstoff aus dem Kamin kommt,&rdquo; so Mary Booth. Und Timothy Searchinger von der Princeton University nennt die EU-Definition das &ldquo;Kohlenstoff-Hintert&uuml;rchen&rdquo; (carbon loophole), denn die &ldquo;falsche Buchhaltung&rdquo; w&uuml;rde den Kohlenstoff nur beim F&auml;llen der B&auml;ume z&auml;hlen, nicht aber, wenn er durch den Kamin in die Atmosph&auml;re gelangt. <\/p><p>Bei j&auml;hrlich geerntetem und neu ausges&auml;tem Mais mag eine solche Rechnung gelten. B&auml;ume aber brauchen Jahrzehnte, um nachzuwachsen. Und niemand garantiert, dass aufgeforstet wird. Auch kann Verbrennung keineswegs zum &ldquo;nat&uuml;rlichen Kreislauf&rdquo; geh&ouml;ren, denn auch zum Verfaulen brauchen ausgewachsene St&auml;mme Jahrzehnte. <\/p><p>&ldquo;Man hat die Frage der Buchhaltung einfach auf sp&auml;ter verschoben,&rdquo; erkl&auml;rt Bas Eickhout, niederl&auml;ndischer Europa-Abgeordneter der Gr&uuml;nen. &ldquo;Es war alles so einfach: Man wirft Holz in ein Kohlekraftwerk, spart neue Infrastruktur und kriegt die verlangten Prozente weniger Kohlenstoff- Aussto&szlig;.&rdquo; F&uuml;r die Industrie war das allzu verlockend. &ldquo;Und so bezahlen wir mit der Stromrechnung eine angeblich nachhaltige Technologie, die W&auml;lder und Biodiversit&auml;t zerst&ouml;rt und den Klimawandel beschleunigt,&rdquo; versichert Duncan Law von <em>Biofuelwatch<\/em>. <\/p><p>&ldquo;Eine klimapolitische Zeitbombe&rdquo; nennt die deutsche Umweltorganisation NABU die Nutzung von Biomasse zur Energieerzeugung:<\/p><blockquote><p>\n&ldquo;Durch die Verbrennung wird das im Holz &uuml;ber viele Jahre gespeicherte CO2 unmittelbar freigesetzt. Im Ergebnis kann die Klimabilanz der Biomasse-Nutzung aus Holz schlechter sein als die Bilanz der durch sie zu ersetzenden fossilen Energietr&auml;ger. Der NABU fordert daher eine &Uuml;berpr&uuml;fung der EU-Ziele f&uuml;r die Gewinnung von Energie aus Biomasse.&rdquo; (Link im Anhang)\n<\/p><\/blockquote><p><strong>Die Folgen<\/strong><\/p><p>Im eindrucksvollen Dokumentarfilm &ldquo;Burned&rdquo; (Link im Anhang) erkl&auml;rt die Gesch&auml;ftsf&uuml;hrerin von Drax, Dorothy Thompson, ganz unverfroren, es w&uuml;rden haupts&auml;chlich &ldquo;abgeschnittene &Auml;ste&rdquo; oder Reste, die bei der S&auml;uberung von Plantagen anfallen, verbrannt. Abfall also. <em>Biofuelwatch<\/em> rechnet dagegen, dass 62 Prozent der 2018 von Drax verfeuerten Pellets aus den S&uuml;dstaaten der USA kamen. Von Urw&auml;ldern, die Natursch&uuml;tzer f&uuml;r besonders wertvoll halten. Die nordamerikanische K&uuml;stenebene wurde von Wissenschaftlern als &ldquo;36. Biodiversit&auml;tshotspot&rdquo; der Erde definiert. Nur 20 Prozent der W&auml;lder haben dort bis heute &uuml;berlebt und nur zehn Prozent sind gesch&uuml;tzt. &bdquo;Wir m&uuml;ssen die W&auml;lder sch&uuml;tzen und vergr&ouml;&szlig;ern als Teil unserer Klimastrategie&ldquo;, fordert Rita Frost von der Umweltorganisation <em>Dogwood Alliance<\/em> in North Carolina. &bdquo;Wir k&ouml;nnen nicht durch Abholzung und Verbrennung ein stabiles Klima erreichen.&ldquo; (Link im Anhang). <\/p><p>&ldquo;Die Industrie t&auml;uscht uns &uuml;ber ihre Holzlieferungen,&rdquo; versichert Derb Carter in North Carolina. &ldquo;Aber die gr&ouml;&szlig;te Schuld gebe ich den L&auml;ndern, die diese Politik erm&ouml;glichen.&rdquo; &bdquo;Uns&ldquo; also und &bdquo;unserer&ldquo; EU, die das ganze Malheur subventioniert. <\/p><p>In wenigen Jahren ist in den USA eine riesige Industrie herangewachsen. Der weltweit gr&ouml;&szlig;te Pellet-Hersteller Enviva produziert im Werk Ahoskie, North Carolina, j&auml;hrlich 370.000 Tonnen Pellets. Im Werk Southampton, Virginia, sind es 750.000 Tonnen. &ldquo;Vor f&uuml;nf Jahren gab es das alles noch gar nicht&ldquo;, klagt Derb Carter und zeigt eine Karte des S&uuml;dostens der USA mit 18 Pellet-Herstellern &ndash; und mit nochmals so vielen in Planung. &ldquo;Die stehen alle in der K&uuml;stenebene, nicht weiter als 100 Meilen vom Meer. Denn alles ist f&uuml;r den Export.&ldquo; Die Karte zeigt auch neun H&auml;fen, in denen Pellets verladen werden, von Virginia &uuml;ber Florida bis Baton Rouge in Louisiana. <\/p><p>Aber nicht nur in den USA sind die allerletzten Urw&auml;lder bedroht. Auch in Kanada, Lettland, Estland, Litauen, der Slowakei und Rum&auml;nien wird Naturwald den Pellets geopfert. Neben Gro&szlig;britannien haben Konzerne in Belgien, den Niederlanden, D&auml;nemark und Frankreich Kohlemeiler zum Verfeuern von Holz umger&uuml;stet. In Frankreich investieren auch Eon und RWE. <\/p><p>In den Niederlanden, wo Stromproduzenten wie RWE ihre Kohlemeiler auf Biomasse umr&uuml;sten wollen, hat Professor Martijn B. Katan, Ern&auml;hrungswissenschaftler an der Freien Universit&auml;t Amsterdam, die absurde Holzverstromung zusammengefasst (Link im Anhang): Der RISI-Bericht der amerikanischen Holz- und Papier-Industrie hat vor f&uuml;nf Jahren festgestellt, dass drei Viertel aller amerikanischen Pellets aus B&auml;umen hergestellt wurden. &rdquo;Niemand macht normalerweise Pellets aus ganzen B&auml;umen&ldquo;, denn, so Katan, &ldquo;B&auml;ume sind als Nutzholz wertvoller. Die millionenschweren Subventionen f&uuml;r Biomasse aber haben das ver&auml;ndert.&rdquo; <\/p><p>Die Zahlen, die von den Produzenten selber vorgelegt werden, best&auml;tigen, was Umweltsch&uuml;tzer beklagen. &ldquo;Wenn Energiekonzerne keine Subventionen erhalten, k&ouml;nnen sie nicht einmal die Herstellungskosten der Pellets decken&ldquo;, versichert Katan. Ohne Subventionen &bdquo;h&auml;lt die Produktion an und die B&auml;ume bleiben im Wald&ldquo;. In den Niederlanden gehen die Pellet-Importe je nach Subventionen hoch und runter. 2018 gab es kein Geld, also auch keine Pellet-Importe. <\/p><p>Unmittelbare Bedrohung in Deutschland k&ouml;nnte vom gr&ouml;&szlig;ten Pellet-Produzenten der Welt kommen, Enviva. Thomas Meth, <em>Executive Vice-President<\/em> des Unternehmens, meinte k&uuml;rzlich, es g&auml;be &ldquo;durchaus starkes Interesse&rdquo; bei den Kraftwerksbetreibern in Deutschland (Link im Anhang). Meth wiederholte die M&auml;r von den nachhaltigen, aus Restholz hergestellten Pellets. Auch die CDU in Hamburg sieht Biomasse als m&ouml;gliche Alternative zur Kohle, wie die &bdquo;Morgenpost&ldquo; k&uuml;rzlich berichtete: &bdquo;Unter anderem soll das Kohlekraftwerk Moorburg auf Gas oder Biomasse umger&uuml;stet und zur Fernw&auml;rmeerzeugung genutzt werden.&ldquo; (Link im Anhang) <\/p><p>Dow Chemical setzt f&uuml;r ihr geplantes Kohlekraftwerk in Stade &bdquo; auf ein wegweisendes Energieversorgungskonzept, das auf der Kombination von fossilen und erneuerbaren Rohstoffen beruht. Dazu soll ein Energietr&auml;germix aus Wasserstoff, Erdgas, Steinkohle und Biomasse zur Erzeugung von Strom und Dampf verwendet werden.&ldquo; (Dow Webseite, Link im Anhang) <\/p><p>Dabei w&auml;re ein Ende des destruktiven Gesch&auml;ftes mit der Holzverstromung leicht zu erreichen &ndash; wenn der von Unternehmern so geliebte &ldquo;freie Markt&rdquo; wirklich frei w&auml;re. &ldquo;Ohne Subventionen wird diese Industrie bald untergehen&ldquo;, hofft Derb Carter in North Carolina. Auch <em>Biofuelwatch<\/em> informiert die Aktion&auml;re des Kraftwerkes Drax und warnt sie vor Einbr&uuml;chen und Fehlinvestitionen. <\/p><p>In Irland haben Proteste zum Ziel gef&uuml;hrt. Ein mit Torf betriebenes Elektrizit&auml;tswerk, das Ende 2020 den Betrieb einstellen muss, wollte weitere sieben Jahre in Betrieb bleiben dank Holzverstromung. Das <em>An Bord Plean&aacute;la<\/em>, das zust&auml;ndige Verwaltungsgericht, h&ouml;rte aber auf eine von 33 internationalen NGOs eingereichte Petition und verweigerte im Juli die Genehmigung. <\/p><p>Zu viel Optimismus ist dennoch gef&auml;hrlich. Die Kohlelobby ist m&auml;chtig. Gerade Deutschland hat seine eigene Energiewende systematisch sabotiert, die Sonnen- und Windenergiegewinnung untergraben und einheimische Firmen in den Ruin getrieben. Wer wei&szlig;, was die Kohlelobby und diese Regierung noch alles verm&ouml;gen, um den m&auml;chtigen Energiekonzernen noch mehr zu helfen? <\/p><p>Am 14. Januar 2018 schickten 800 Wissenschaftler einen Aufruf an die EU, um die zerst&ouml;rerische Praxis mit der Biomasse zu beenden und die W&auml;lder zu retten: <\/p><blockquote><p>\n&ldquo;Wir ermahnen die europ&auml;ischen Gesetzgeber, die gegenw&auml;rtige Direktive zu &auml;ndern, damit nur Abfallprodukte als Biomasse angesehen werden. Das Schicksal der meisten W&auml;lder dieser Welt und des Klimas h&auml;ngen davon ab.&rdquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Viel Eindruck scheint der Aufruf nicht gemacht zu haben, denn geschehen ist nichts, was die Gesch&auml;fte mit dem &ouml;ffentlichen Geld eind&auml;mmen k&ouml;nnte. <\/p><p><strong>Die Klage<\/strong><\/p><p>Vielleicht hilft der Rechtsweg. Im M&auml;rz 2019 haben sechs Personen aus sechs L&auml;ndern vor dem Europ&auml;ischen Gerichtshof (EUGH) gegen diesen absurden Missstand geklagt. So die Meldung des Deutschen Naturschutzrings: <\/p><blockquote><p>\n&ldquo;Wie die Waldschutzorganisation FERN mitteilte, bef&uuml;rchten die Kl&auml;ger*innen aus Estland, Frankreich, Irland, Rum&auml;nien und der Slowakei sowie aus den USA, dass die neu gefasste Erneuerbare-Energien-Richtlinie (RED II), die ab 2021 gelten soll, Abholzung beg&uuml;nstigen werde. Wenn mehr Holz f&uuml;r die Energieerzeugung oder das Heizen verbrannt werde, steige auch der CO2 Aussto&szlig;. Das Ziel, den Wald als nat&uuml;rliche CO2-Senke zu nutzen, werde auf diese Weise genauso konterkariert wie s&auml;mtliche Bem&uuml;hungen, das Klima zu sch&uuml;tzen. <\/p>\n<p>Was die Kl&auml;ger*innen an der RED II insbesondere kritisieren: Die EU z&auml;hle CO2-Emissionen nicht, die aus Biomasseanlagen stammen, da diese als kohlenstoffneutral bewertet werden. <\/p>\n<p>Die Kl&auml;ger*innen berufen sich jedoch auf wissenschaftliche Beweise, denen zufolge holzverbrennende Anlagen zur Energieerzeugung oder zum Heizen mehr CO2 pro Energieeinheit emittierten als Kohlekraftwerke. <\/p>\n<p>Deshalb wollen die Kl&auml;ger*innen erreichen, dass das Gericht der Europ&auml;ischen Union die RED II f&uuml;r nichtig erkl&auml;rt.&rdquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Knapp 20 deutsche Verb&auml;nde haben sich im &ldquo;Aktionsforum Bio&ouml;konomie&rdquo; zusammengeschlossen, um von der Bundesregierung &ldquo;eine Neuausrichtung der nationalen und europ&auml;ischen Bio&ouml;konomie- Strategien&rdquo; zu fordern. Dazu geh&ouml;rt, auch den Import von Biomasse in Frage zu stellen (Link im Anhang). <\/p><p>Handeln ist dringend erforderlich. In den USA gibt es 200 mit Biomasse betriebene Kraftwerke, weltweit sind es 3600. Wenn sich die Industrie durchsetzt, werden es bis 2025 schon 5700 sein. &ldquo;Wenn wir nachgeben, werden sie die Welt &uuml;bernehmen&ldquo;, klagt Duncan Law von <em>Biofuelwatch<\/em>, &ldquo;es gibt einfach nicht genug Biomasse, um das Geschenk der fossilen Energietr&auml;ger zu ersetzen, das wir seit einem Jahrhundert genie&szlig;en. Wenn wir das versuchen, bringen wir uns um&ldquo;.<\/p><p>Auch der US-&Ouml;kologe Bill McKibben sieht schwarz: <\/p><blockquote><p>\n&ldquo;Der Klimawandel ist f&uuml;r die Menschheit wie eine Abschlusspr&uuml;fung. Hier werden wir entdecken, ob das gro&szlig;e Gehirn wirklich so eine gute Idee war oder nicht. H&ouml;chstens, wenn es in Verbindung mit einem Herz ist, das gro&szlig; genug ist.&rdquo;\n<\/p><\/blockquote><p><strong>Aufruf: Was k&ouml;nnen wir tun?<\/strong><\/p><p>Wir m&uuml;ssen handeln. Druck aus&uuml;ben, damit die neuen, ab 2021 geltenden Erneuerbare-Energie-Richtlinien der EU (RED II) umgeschrieben werden. Biomasse ist keine nachhaltige Energie. <\/p><p>&Ouml;ffentlichkeit ist heute alles. Die Lobbys sind m&auml;chtig und ge&uuml;bt im Spiel, Meinung zu manipulieren. Sie missbrauchen schamlos Kernbegriffe wie &bdquo;nachhaltig&ldquo;. <\/p><p>Nur politischer Druck kann etwas ver&auml;ndern, und nur Druck von der &Ouml;ffentlichkeit kann Politiker zum Handeln zwingen. Druck von uns. <\/p><p>Also: Schreibt auf eueren Netzwerken, auf Facebook, Instagram, WhatsApp oder Telegram &ndash; und all die andern, von denen ich noch nichts geh&ouml;rt habe :) Alarmiert Fridays 4 Future (und die Parents, Artists, Scientists, P&auml;dagogen, usw.) <\/p><p>Schreibt an euere Abgeordneten, schickt SMS, Mails oder Brieftauben :) Oder ruft einfach an. Schickt ihnen und der Regierung Petitionen auf so vielen Plattformen wie m&ouml;glich. <\/p><p>Schreibt an Umweltverb&auml;nde und solche, die sozial engagiert sind. Schreibt an <a href=\"https:\/\/www.lobbycontrol.de\/\">Lobbycontrol<\/a> oder <a href=\"https:\/\/www.abgeordnetenwatch.de\/\">Abgeordnetenwatch<\/a>.<\/p><p>Macht aufmerksam auf diesen Skandal, wo immer und wann immer ihr k&ouml;nnt! Und redet mit euren Familien und Nachbarn! Ja, auch das!<\/p><p><strong>Informationen zum Autor:<\/strong> <strong>Walter Tauber<\/strong> ist Journalist, Filmemacher und Medientrainer. Als Mitbegr&uuml;nder des Onlineportals <a href=\"https:\/\/wikistade.org\/\">Wiki Stade<\/a> berichtet er &uuml;ber Umwelt- und Energiethemen. Er war 13 Jahre beim SPIEGEL als Redakteur in Hamburg und Korrespondent in S&atilde;o Paulo, Rio de Janeiro und Madrid. F&uuml;r &ouml;ffentlich-rechtliche TV-Sender drehte er knapp 20 Dokumentationen, mit Wohnsitz in San Francisco und Barcelona. Seit 2010 lebt er im Alten Land bei Hamburg und macht journalistische Workshops und Medientraining, vor allem f&uuml;r die Deutsche Welle Akademie und meistens in Nordafrika. Neuerdings engagiert er sich mit Video-Workshops (filmen mit dem Handy) f&uuml;r in Klimaprotesten aktive Jugendliche.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Quellen und Links Biomasse<\/strong><\/p><ul>\n<li><a href=\"https:\/\/www.linktv.org\/shows\/burned-are-trees-the-new-coal\/episodes\/burned-are-trees-the-new-coal\">Film: Burned &ndash; Are Trees the New Coal?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/pg\/Blackwater-Nottoway-RiverGuard-449850378416905\/about\/\">Jeff Turner, Nottoway RiverKeeper Program<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.southernenvironment.org\/\">Derb S. Carter, Southern Environmental Law Center<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.dropbox.com\/s\/l8sx5bl0h02x395\/UPDATE%20800%20signatures_Scientist%20Letter%20on%20EU%20Forest%20Biomass.pdf?dl=0\">Brief an Europa-Parlament vom 14.1.18 mit Unterschriften von 800 Wissenschaftlern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.pfpi.net\/\">Mary S. Booth, Partnership for Policy Integrity<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.dogwoodalliance.org\/\">Dogwood Alliance, North Carolina<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.dogwoodalliance.org\/2019\/07\/statement-victory-for-forests-in-the-southern-u-s-climate-in-ireland\/\">Betriebsgenehmigung verweigert in Irland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.envivabiomass.com\/\">Werbung des Herstellers Enviva<\/a><\/li>\n<li>Umnweltbundesamt<br>\n<a href=\"https:\/\/www.umweltbundesamt.de\/sekundaerrohstoffwirtschaft-biomasse\">umweltbundesamt.de\/sekundaerrohstoffwirtschaft-biomasse<\/a><br>\n<a href=\"https:\/\/www.umweltbundesamt.de\/publikationen\/umweltwirkung-von-heizungssystemen-in-deutschland\">umweltbundesamt.de\/publikationen\/umweltwirkung-von-heizungssystemen-in-deutschland<\/a><\/li>\n<li>Wissenschaftlicher Dienst des Bundestages (2007): <a href=\"https:\/\/www.bundestag.de\/resource\/blob\/406432\/70f77c4c170d9048d88dcc3071b7721c\/wd-8-056-07-pdf-data.pdf\">CO2-Bilanzen verschiedener Energietr&auml;ger im Vergleich<\/a><\/li>\n<li>Biofuel Watch (Gro&szlig;britannien)<br>\n<a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/Biofuelwatch\/videos\/679932589081293\/\">facebook.com\/Biofuelwatch\/videos\/679932589081293\/<\/a><br>\n<a href=\"https:\/\/www.biofuelwatch.org.uk\/author\/duncan\/\">biofuelwatch.org.uk\/author\/duncan\/<\/a><br>\n<a href=\"https:\/\/www.biofuelwatch.org.uk\/wp-content\/uploads\/AxeDrax-briefing-2019.pdf\">AxeDrax Briefing<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/eubiomasscase.org\/\">Klage gegen EU-Richtlinien &uuml;ber Biomasse<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.dnr.de\/eu-koordination\/eu-umweltnews\/2019-klima-energie\/klage-gegen-erneuerbare-energien-richtlinie-der-eu-eingereicht\/\">dnr.de\/eu-koordination\/eu-umweltnews\/2019-klima-energie\/klage-gegen-erneuerbare-energien-richtlinie-der-eu-eingereicht\/<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.wolf.sk\/en\/en-home\">wolf.sk\/en\/en-home<\/a> (einer der Kl&auml;ger)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.fern.org\/news-resources\/lawsuit-seeks-to-remove-forest-biomass-from-eus-renewable-energy-directive-901\/\">fern.org\/news-resources\/lawsuit-seeks-to-remove-forest-biomass-from-eus-renewable-energy-directive-901\/<\/a><\/li>\n<li>FERN<br>\n<a href=\"https:\/\/www.fern.org\/\">fern.org\/<\/a><br>\n<a href=\"https:\/\/www.fern.org\/news-resources\/lawsuit-seeks-to-remove-forest-biomass-from-eus-renewable-energy-directive-901\/\">fern.org\/news-resources\/lawsuit-seeks-to-remove-forest-biomass-from-eus-renewable-energy-directive-901\/<\/a><\/li>\n<li>Deutscher Naturschutzring:<br>\n<a href=\"https:\/\/www.dnr.de\/eu-koordination\/eu-umweltnews\/2019-klima-energie\/klage-gegen-erneuerbare-energien-richtlinie-der-eu-eingereicht\/\">dnr.de\/eu-koordination\/eu-umweltnews\/2019-klima-energie\/klage-gegen-erneuerbare-energien-richtlinie-der-eu-eingereicht\/<\/a><br>\n<a href=\"https:\/\/www.dnr.de\/\">dnr.de\/<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/denkhausbremen.de\/aktionsforum-biooekonomie-veroeffentlicht-erklaerung-deutscher-umwelt-und-entwicklungsorganisationen\/\">Aktionsforum Bio&ouml;konomie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.cepf.net\/stories\/announcing-worlds-36th-biodiversity-hotspot-north-american-coastal-plain\">Biological Hotspot NACP (North American Coastal Plain)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nabu.de\/natur-und-landschaft\/landnutzung\/landwirtschaft\/biomasse\/08143.html\">NABU<\/a><\/li>\n<li>Niederlanden<br>\n<a href=\"http:\/\/www.mkatan.nl\/krantenartikelen\/570-katan-nrc-2-dec-2019-evidence-that-pellets-are-made-from-trees\">Professor Martijn Katan: evidence that pellets are made from trees<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.risiinfo.com\/\">American Wood and Paper Industry, RISI Report<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/de.dow.com\/de-de\/unternehmen\/energie\/integriertes-energiekonzept\">Dow Chemical Stade<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.mopo.de\/hamburg\/politik\/moorburg--hvv--baeume-so-soll-das-klima-in-hamburg-deutlich-verbessert-werden-33553090\">MOPO &uuml;ber CDU-Initiativen am 2.12.19<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.br.de\/nachrichten\/deutschland-welt\/die-abholzung-europaeischer-urwaelder-vor-den-augen-der-eu,RR0UUVo\">Europa (siehe auch Dogwood Alliance zu Irland)<\/a><\/li>\n<\/ul><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p>Titelbild: Dzmitrock \/ Shutterstock<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit Subventionen f&uuml;r Biomasse zerst&ouml;rt die EU wertvolle W&auml;lder und betr&uuml;gt ihre B&uuml;rger. Statt Nachhaltigkeit f&ouml;rdert sie Verw&uuml;stung und Klimawandel. W&auml;hrend weltweit Initiativen entstehen, um mehr B&auml;ume zu pflanzen, finanzieren wir die Verstromung von ganzen Biotopen. Das sagt <strong>Walter Tauber<\/strong> in diesem Diskussionsbeitrag. Von <strong>Redaktion<\/strong>.<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":57134,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[35,162,179,11],"tags":[2783,651,2182,1848,394],"class_list":["post-57130","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-aufbau-gegenoeffentlichkeit","category-energiepolitik","category-schadstoffe","category-strategien-der-meinungsmache","tag-biomasse","tag-energiewirtschaft","tag-erneuerbare-energie","tag-nachhaltigkeit","tag-subventionen"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/shutterstock_766886038.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/57130","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=57130"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/57130\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":57142,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/57130\/revisions\/57142"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/57134"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=57130"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=57130"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=57130"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}