{"id":57187,"date":"2019-12-18T08:28:25","date_gmt":"2019-12-18T07:28:25","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57187"},"modified":"2019-12-18T08:28:25","modified_gmt":"2019-12-18T07:28:25","slug":"hinweise-des-tages-3516","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57187","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WM\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57187#h01\">US-Senat billigt Milit&auml;rbudget mit Sanktionsma&szlig;nahmen gegen Nord Stream 2<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57187#h02\">Madrider Klimagipfel: Verrat an den Armen und unseren Kindern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57187#h03\">Reich ist nie genug<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57187#h04\">Die Treibjagd<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57187#h05\">Kampf um technologische Vormacht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57187#h06\">Union Busting bei Callcenter-Betreiber KiKxxl<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57187#h07\">&ldquo;Grundrente&rdquo;: Koalitionskitt mit Folgen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57187#h08\">V&auml;terkarenz, Sorgearbeit und strukturelle Diskriminierung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57187#h09\">&Ouml;VP-Diktat in der Sozialversicherung: Unbezahlter Krankenstand, Arzt-Geb&uuml;hren und Kontrollen vom Chef<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57187#h10\">Von den Herren &uuml;ber Leben und Tod<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57187#h11\">Belarus&rsquo; Platz in Europa<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57187#h12\">Pr&auml;sident ohne Volk<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57187#h13\">Ecuador exportiert trotz Protesten Gold aus erstem Untertagebergbau<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57187#h14\">Libanon: Revolution gegen den Kollaps<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57187#h15\">In ganz Indien erheben sich die Studenten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57187#h16\">T&uuml;rkei schafft Fakten f&uuml;r ihre Annexion von Teilen Nordsyriens<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57187#h17\">Microsoft, Google, Apple und Co. aus Bildungseinrichtungen verbannen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57187#h18\">Johnson stellt BBC-Geb&uuml;hren in Frage<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>US-Senat billigt Milit&auml;rbudget mit Sanktionsma&szlig;nahmen gegen Nord Stream 2<\/strong><br>\nDer US-Senat hat einen Milit&auml;rhaushalt von 738 Milliarden US-Dollar f&uuml;r das Gesch&auml;ftsjahr 2020 genehmigt. Dieser enth&auml;lt einen Gesetzentwurf gegen Unternehmen, die am Bau der fast fertiggestellten Erdgasleitung Nord Stream 2 von Russland nach Deutschland beteiligt sind.<br>\n(&hellip;) Das abschlie&szlig;ende Votum im Senat ergab 86 Stimmen daf&uuml;r und acht dagegen, wobei sechs Senatoren nicht an der Abstimmung teilnahmen&hellip;<br>\nDie Sanktionen von Cruz und Shaheen richten sich gegen Spezialschiffe, die die Pipeline auf dem Grund der Ostsee verlegen. Allerdings ist es unwahrscheinlich, dass diese Strafma&szlig;nahmen die Fertigstellung von Nord Stream 2 verhindern k&ouml;nnen. Die Verlegung der Erdgasleitung ist bis auf einen letzten Abschnitt vor der d&auml;nischen Insel Bornholm nahezu abgeschlossen&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/nordamerika\/95911-us-senat-billigt-militarbudget-mit\/\">RT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Sie k&ouml;nnen den Fortschritt des Verlegeschiffs Pioneering Spirit live <a href=\"https:\/\/www.marinetraffic.com\/en\/ais\/details\/ships\/shipid:420864\/vessel:PIONEERING%20SPIRIT\">&uuml;ber den Dienst Marine Traffic verfolgen<\/a>. Nachdem nun Senat und Kongress die Sanktionen, die gegen die Russland und(!) Deutschland gerichtet sind, mit &uuml;berw&auml;ltigender Mehrheit beschlossen haben, ist der Narrativ, nur Pr&auml;sident Trump sei ein Problem f&uuml;r die deutsch-amerikanischen Beziehungen, nicht mehr haltbar. Hoffen wir, dass diese diplomatische Krise die Augen der Bundespolitik &ouml;ffnet und dazu f&uuml;hrt, dass Deutschland erkennt, dass die US-Politik ohne mit den Wimpern zu zucken ihre eigenen Interessen auch dann durchboxt, wenn sie mit den deutschen Interessen im Konflikt stehen. Wie es jetzt mit dem Pipelinebau weitergeht, ist offen. F&uuml;r die beiden betroffenen Unternehmen Allseas und Saipem sind die Sanktionen eine ernste Bedrohung, da sie auch <a href=\"https:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/international\/erdgasversorgung-die-usa-schaden-sich-mit-nord-stream-2-sanktionen-selbst\/24942264.html?ticket=ST-36152340-yg959Kh54TebDBRanpxF-ap1\">im Golf von Mexiko t&auml;tig sind<\/a> und US-Konzerne wie Chevron und Exxon Mobil zu den Auftraggebern geh&ouml;ren. <\/em><\/p>\n<p><em>Lesen Sie dazu auch auf den NachDenkSeiten: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57084\">Nord Stream 2: US-Sanktionen, &bdquo;Putins Pipeline&ldquo; und die Propaganda<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Madrider Klimagipfel: Verrat an den Armen und unseren Kindern<\/strong><br>\n(&hellip;) Zun&auml;chst ein Lichtblick: Die EU bekannte sich zusammen mit China, Indien, S&uuml;dafrika und den kleinen Inselstaaten erneut zum Ziel der Klimaneutralit&auml;t bis 2050. Das ist zumindest ein erster, wenn auch noch unzureichender Schritt in die richtige Richtung. Damit kann dem Pariser Klimaabkommen beim Klimagipfel im n&auml;chsten Jahr neues Leben eingehaucht werden.<br>\nDer zweite Hoffnungsschimmer: Die Bremser von Madrid, die USA, Brasilien und Australien, konnten sich mit ihren Forderungen nach einem ungez&uuml;gelten, weltweiten Emissionshandel nicht durchsetzen. Ein globaler gef&auml;hrlicher Emissionshandel, der so zum Verschiebebahnhof von CO2-Emissionen geworden w&auml;re, wurde abgewendet. Wichtig ist, dass alle Staaten zuhause ihre Emissionen reduzieren m&uuml;ssen.<br>\nDoch das magere Abschluss-Kommuniqu&eacute; von Madrid zeigt wieder einmal, dass die Welt weit entfernt davon ist, das Paris-Ziel von h&ouml;chstens 1.5 oder zwei Grad globaler Erw&auml;rmung gegen&uuml;ber 1880 noch zu erreichen. Zurzeit steuern wir global eher auf f&uuml;nf oder sechs Grad zu.<br>\nWas nun ergibt sich aus dem gescheiterten Gipfel in Madrid?<br>\nDeutschland muss sich dem klimapolitischen Aufbruch der EU endlich ohne Wenn und Aber anschlie&szlig;en, vor 2038 aus der Braunkohle aussteigen und sich an progressiven Klimavorreitern in Europa orientieren&hellip;<br>\nWas lernen wir nach dem gescheiteren Madrid-Gipfel?<br>\n&ldquo;Diese Klimakonferenz war ein Angriff auf das Herz des Pariser Abkommens&rdquo;, kommentiert Greenpeace zurecht. Was lernen wir nach dem gescheiteren Madrid-Gipfel? Warten auf die Bremser wie Herrn Trump in den USA, Herrn Bolsonaro in Brasilien oder auf die deutsche AfD bringt gar nichts.<br>\nUnsere Aufgabe hei&szlig;t: Energiewende selber machen und sich dabei an Vorbildern wie Schweden, England oder D&auml;nemark orientieren. Das sind wir unseren Kindern und Enkeln, aber auch den Armen in den s&uuml;dlichen L&auml;ndern schuldig. Viele leiden schon heute unter der Klimaerhitzung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Madrider-Klimagipfel-Verrat-an-den-Armen-und-unseren-Kindern-4615751.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Reich ist nie genug<\/strong><br>\nKlassengesellschaft: Seit Adenauer f&ouml;rdern Regierungen die Armutsschere. Christoph Butterwegge hat alle Fakten<br>\n(&hellip;) Christoph Butterwegge, emeritierter Professor f&uuml;r Politikwissenschaft, bietet in seinem Buch keine Momentaufnahme sozial&ouml;konomischer Ungleichheit, sondern auf 400 Seiten einen sachkundigen &Uuml;berblick dazu, wie deutsche Regierungen von Adenauer bis Merkel in ihrem Handeln in der Wirtschafts-, Sozial- und Steuerpolitik in unterschiedlicher Parteizusammensetzung Reichtum kontinuierlich gef&ouml;rdert und Armut selten wirksam bek&auml;mpft haben.<br>\nNoch unter US-amerikanischer Besatzung glichen die deutschen Zust&auml;nde, was die Besteuerung angeht, den amerikanischen Verh&auml;ltnissen und Roosevelts &bdquo;New Deal&ldquo;. 1950 zahlte man mit einem Einkommen von 250.001 Mark noch 186.215 Mark Steuern. Ein Million&auml;r trug mit 898.714 Mark Steuern substanziell zur Beseitigung von Ungleichheit bei. Danach verlegten sich alle Regierungen auf Reichtumsf&ouml;rderung. Kapital- und Gewinnsteuern wurden reduziert oder ganz abgeschafft, sodass heute die urspr&uuml;nglich als Bagatellsteuern gedachten Abgaben auf Tabak oder Sekt dem Staat mehr Geld einbringen als die K&ouml;rperschaftssteuer f&uuml;r Kapitalgesellschaften oder die betriebliche Erbschaftssteuer.<br>\nBei der F&ouml;rderung privaten Reichtums von Kapitalgesellschaften und Aktion&auml;ren durch Steuerpolitik hat sich die rot-gr&uuml;ne Regierung von Schr&ouml;der und Fischer besonders hervorgetan. Die angebliche &Auml;quivalenz wurde demagogisch unterlaufen. Als Hans Eichel (SPD) den Spitzensteuersatz um 11 Prozent von 53 auf 42 Prozent senkte, achtete er auf oberfl&auml;chliche &bdquo;Ausgewogenheit&ldquo; und gew&auml;hrte Kleinverdienern einen Steuernachlass um 10,9 Prozent.<br>\nSchr&ouml;ders Zerst&ouml;rungswerk<br>\nZwischen der relativen Gleichheit der Reduktion in Prozenten klafft in absoluten Zahlen ein Abgrund von Ungleichheit. Die &bdquo;Verarmung&ldquo; des Staates war nicht zuf&auml;llig, sondern politisch gewollt. Und die Ergebnisse dieser &bdquo;Reform&ldquo; sind Armut, verrottende Infrastrukturen im Bildungs- und im &ouml;ffentlichen Verkehrswesen sowie der Notstand im Gesundheits- und Pflegebereich.<br>\n(&hellip;) Butterwegges Analysen der Konjunkturen und Moden im Diskurs &uuml;ber sozio&ouml;konomische Ungleichheit bilden ein hervorragend dokumentiertes Kompendium der Wege und Abwege der bundesdeutschen Wirtschafts- und Sozialwissenschaften&hellip;.<br>\nButterwegge belegt minuti&ouml;s die Erscheinungsformen und Ursachen sozialer Ungleichheit durch staatliches Handeln und Nicht-Handeln in den Bereichen Besteuerung, Bildung und Arbeitsmarkt. Ein Standardwerk der Ungleichheitsforschung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/der-freitag\/reich-ist-nie-genug\">der Freitag<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Gemeint ist das Buch: Die zerrissene Republik. Wirtschaftliche, soziale und politische Ungleichheit in Deutschland Christoph Butterwegge Juventa\/Beltz Verlag 2019, 414 S., 24,95 &euro;, ISBN 978-3-7799-6114-7<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Die Treibjagd<\/strong><br>\nSchon ein minimaler &bdquo;Linksruck&ldquo; in der SPD provoziert die Mainstream-Medien derart, dass sie mit unfairen Mitteln gegen die neue F&uuml;hrung bolzen. Es ist als ob die neoliberalen Parteien sowie ein Gro&szlig;teil der Medien einen heiligen Eid geleistet h&auml;tten: Es darf nie eine sozialdemokratische Partei geben, die politisch links von Olaf Scholz steht und mehr als 10 Prozent der W&auml;hlerstimmen auf sich vereinigt. Das ist nicht ganz leicht, denn links von Olaf Scholz ist viel Platz. Aber bis jetzt war die Strategie erfolgreich: Zuerst wurde der Sozialdemokratischen Partei die Sozialdemokratie ausgetrieben &ndash; und jetzt, da es zaghafte Versuche gibt, sie zu ihren Wurzeln zur&uuml;ckzuf&uuml;hren, wird alles unternommen, um die Partei unter 10 Prozent zu dr&uuml;cken. Dazu sind den Meinungsmachern selbst die billigsten Mittel reicht&hellip;<br>\nSo d&uuml;nnh&auml;utig ist das neoliberale Establishment geworden, dass es gegen jede Aufweichung seines Regiments um jeden Meter Boden k&auml;mpft. Die &ouml;ffentliche Hinrichtung von Esken und Walter-Borjans dient offensichtlich auch als Warnung an alle, die es k&uuml;nftig wagen sollten, aus der Koalition der Willigen auszuscheren. Das Experiment einer wieder ernstlich sozialdemokratischen SPD soll scheitern&hellip;<br>\n(&hellip;) Im Weiteren stellte sich aber heraus, dass die neue Parteispitze nichts sensationell Neues kreieren, sondern Verh&auml;ltnisse wiederherstellen will, wie sie unter Johannes Rau (Walter-Borjans Mentor), Willy Brandt und Helmut Schmidt ohnehin geherrscht hatten. &bdquo;Wenn eine R&uuml;ckkehr zur Partei Willy Brandts ein Linksschwenk ist, dann bitte sehr, dann machen wir einen ordentlichen Linksschwenk&ldquo; (Walter Borjans).<br>\nInsgesamt geht es eher um die R&uuml;ckabwicklung der Agenda-Politik seit Schr&ouml;der, was jedoch nur h&ouml;chst halbherzig geschehen w&uuml;rde &ndash; und auch nur f&uuml;r den Fall, dass die SPD zur pr&auml;genden Kraft in Deutschland aufsteigen sollte. Noch immer w&uuml;rde man Hartz IV-Betroffenen, die nicht kuschen, nur die 70-Prozent-Menschenw&uuml;rde gew&auml;hren. Man w&uuml;rde eine Verm&ouml;genssteuer weiter unterhalb dessen einf&uuml;hren, was Verm&ouml;gende &bdquo;verschmerzen&ldquo; k&ouml;nnten. Bereits jetzt unbezahlbare Mieten w&uuml;rden auf dem jetzigen menschenfeindlichen Niveau eingefroren werden. Man w&uuml;rde im Kriegstreiberb&uuml;ndnis NATO bleiben, jedoch etwas weniger Geld in R&uuml;stung stecken. Wir haben es also mit einem von Anfang an kastrierten &bdquo;Linksruck&ldquo; zu tun &ndash; und nicht nur deshalb, weil klar ist, dass viele Parteitagsbeschl&uuml;sse mit der Union nicht durchsetzbar sind. Schon was die SPD fordert, klingt reichlich verzagt. Was die Presse &bdquo;links&ldquo; nennt, ist es noch lange nicht. Relativ gesehen ist der SPD-Parteitag aber gewiss ein Fortschritt&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/hinter-den-schlagzeilen.de\/die-treibjagd\">Hinter den Schlagzeilen<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Kampf um technologische Vormacht<\/strong><br>\nDie Geheimdienste der USA &uuml;berwachen global Daten- und Informationsstr&ouml;me. Auch dank ihres Technologievorsprungs. Der Einsatz chinesischer Ausr&uuml;stung, etwa von Huawei, k&ouml;nnte das erschweren. Zudem ist der Konzern unerw&uuml;nschte Konkurrenz. Das gef&auml;llt Donald Trump gar nicht.<br>\n(&hellip;) Huawei ist preiswert, hochwertig &ndash; und es gibt bisher keine Belege f&uuml;r Spionagesoftware<br>\nTrotzdem argumentiert die US-Regierung, dass Huaweis 5G-Ausr&uuml;stung die globale Sicherheit untergraben k&ouml;nnte. Eine &ldquo;Hintert&uuml;r&rdquo; in Huaweis Software oder Hardware k&ouml;nnte, so US-Regierungsvertreter, die chinesische Regierung in die Lage versetzen, weltweit Kommunikation zu &uuml;berwachen. Schlie&szlig;lich zwinge chinesisches Recht chinesische Unternehmen dazu, mit der Regierung zu Zwecken der nationalen Sicherheit zusammenzuarbeiten.<br>\nTatsache ist: Huaweis 5G-Ausr&uuml;stung ist preiswert und qualitativ hochwertig. Derzeit ist sie vielen Konkurrenzprodukten &uuml;berlegen und bereits am Markt erh&auml;ltlich. Ihre Leistungsst&auml;rke beruht auf jahrelangen hohen Investitionen in Forschung und Entwicklung, Skaleneffekten und auf dem chinesischen Digitalmarkt gesammelten Erfahrungen&hellip;<br>\nDie USA jedoch fordern die &uuml;brige Welt auf, die Finger von Huawei zu lassen, ohne irgendwelche Belege f&uuml;r Hintert&uuml;ren vorzulegen. Die US-Behauptungen sind allgemeiner Natur. Ein Mitglied der US Federal Communications Commission erkl&auml;rte hierzu: &bdquo;Dem Land, das 5G geh&ouml;rt, werden Innovationen geh&ouml;ren, und es wird die Standards f&uuml;r die &uuml;brige Welt festlegen. Es ist derzeit unwahrscheinlich, dass die USA dieses Land sein werden.&ldquo; Geheimdienste wie das britische National Cyber Security Centre haben bislang keine Hintert&uuml;ren in Huaweis Hardware und Software gefunden; und selbst wenn zu einem sp&auml;teren Zeitpunkt welche gefunden werden sollten, w&uuml;rden sich diese fast mit Sicherheit dann schlie&szlig;en lassen&hellip;<br>\n5G wird durch die US-Politik behindert. Dies geht zu Lasten von Entwicklungsl&auml;ndern.<br>\nObwohl vorhersehbar, ist es ironisch, dass die US-Beschwerden teilweise Amerikas eigene &Uuml;berwachungsma&szlig;nahmen zu Hause und im Ausland widerspiegeln. Der Einsatz chinesischer Ausr&uuml;stung k&ouml;nnte eine heimliche &Uuml;berwachung durch die US-Regierung erschweren&hellip;<br>\nDie US-Forderungen nach einer Blockade Huaweis bedrohen mehr als nur die fr&uuml;hzeitige Einf&uuml;hrung des 5G-Netzes. Die Risiken f&uuml;r das regelgest&uuml;tzte Handelssystem sind enorm. Nun, da die USA nicht l&auml;nger der unstrittige Vorreiter im Bereich der Technologie sind, wollen US-Pr&auml;sident Donald Trump und seine Berater sich nicht mehr dem Wettbewerb im Rahmen eines regelgest&uuml;tzten Systems stellen. Ihr Ziel ist es, Chinas technologischem Aufstieg Grenzen zu setzen. Ihr gleichzeitiger Versuch, die Welthandelsorganisation durch Ausschaltung ihres Systems zur Beilegung von Streitf&auml;llen zu neutralisieren, l&auml;sst dieselbe Missachtung f&uuml;r weltweite Regeln erkennen&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/gegenblende.dgb.de\/artikel\/++co++b85bef5e-1cf4-11ea-af8f-52540088cada\">Gegenblende<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Union Busting bei Callcenter-Betreiber KiKxxl<\/strong><br>\nSeit 20 Jahren ist das Osnabr&uuml;cker Callcenter-Unternehmen KiKxxl GmbH mit seinen Gesch&auml;ftsf&uuml;hrern Andreas Kremer und Erden Yildirim im Kommunikationsgesch&auml;ft t&auml;tig. Bereits im Jahr 2015 berichteten wir (Frontberichte 01\/2015) &uuml;ber die zweifelhaften Arbeitsbedingungen in dem Unternehmen.<br>\nIn den vergangenen 20 Jahren haben Kremer und Yildirim es geschafft die mittlerweile vier deutschen Standorte des Unternehmens betriebsratsfrei zu halten. Bisher gab es in den Standorten lediglich eine alternative Mitarbeitervertretung ohne gesetzliche Rechte. Dies soll sich nach dem Willen der Gewerkschaft Verdi und den Besch&auml;ftigten nun an mehreren Standorten &auml;ndern. (&hellip;)<br>\nAm 8. November folgten dann weitere K&uuml;ndigung durch die Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung. An diesem Tag wurden die drei InitiatorInnen der Betriebsratswahl und die Freundin eines der Betroffenen fristlos gek&uuml;ndigt, als sie die Einladung f&uuml;r die Konstituierung einer Wahlversammlung &uuml;berbringen wollten (PM Verdi). KiKxxl bestreitet vehement, dass die K&uuml;ndigungen etwas mit der geplanten Betriebsratswahl zu tun hat. Laut Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer Kremer geht es bei den K&uuml;ndigungen um ein nicht n&auml;her bezeichnetes &bdquo;Fehlverhalten&ldquo; der Betriebsrats-Initiatorinnen.<br>\nIn einer Erkl&auml;rung zu den gezielten Union Busting-Ma&szlig;nahmen zeigt sich die Gewerkschaftssekret&auml;rin Katja Arndt entschlossen: &bdquo;Es ist nicht das erste Mal, dass es im Zusammenhang mit einer m&ouml;glichen Betriebsratsgr&uuml;ndung in diesem Unternehmen zu fristlosen K&uuml;ndigungen gekommen ist. F&uuml;r unsere Mitglieder werden wir umgehend gegen diese aus unserer Sicht v&ouml;llig unhaltbaren K&uuml;ndigungen Klage einreichen. (&hellip;) Wir werden mit allen Konsequenzen daf&uuml;r eintreten, dass die Kikxxl Besch&auml;ftigten ihr gesetzlich verankertes Recht auf Mitbestimmung durch die Wahl von Betriebsr&auml;ten aus ihren eigenen Reihen wahrnehmen k&ouml;nnen.&ldquo;<br>\nMittlerweile haben die Mitarbeiter am 15.11.2019 in Bochum einen dreik&ouml;pfigen Wahlvorstand gebildet, der nun die Betriebsratswahlen in den kommenden Wochen vorbereitet.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/arbeitsunrecht.de\/frontberichte-13-2019\/#anker02\">arbeitsunrecht in deutschland<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Auch die NachDenkSeiten haben einige Male auf dieses Callcenter hingewiesen &ndash; bitte lesen Sie dazu:<\/em><\/p>\n<ol type=\"a\">\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55410#h13\">KiKxxl spendet 20.020 Euro f&uuml;r Hilfsprojekt &bdquo;Madamfo Ghana&ldquo;<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24286#h16\">Osnabr&uuml;cker Firma KiKxxl spendet 50000 Euro<\/a><\/em><\/li>\n<\/ol>\n<p><em>Wurde nicht bereits 2007 (ggf. auch fr&uuml;her) versucht, einen Betriebsrat am Standort Osnabr&uuml;ck zu gr&uuml;nden? Kurz danach wurde wohl die &ldquo;<a href=\"https:\/\/www.kikxxl.de\/die-kikxxl-mav-stellt-sich-vor\/\">Mitarbeitervertretung<\/a>&rdquo; gegr&uuml;ndet. Wenn nun in Bochum ein Betriebsrat gew&auml;hlt werden sollte, w&auml;re das zu begr&uuml;&szlig;en. Zu hoffen ist, dass die anderen Standorte das dann nachholen (k&ouml;nnen).<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>&ldquo;Grundrente&rdquo;: Koalitionskitt mit Folgen<\/strong><br>\nEher werden langfristige Folgen f&uuml;r das System der deutschen Alterssicherung deutlich, so ein Verwischen der Grenzen zwischen Beitragsfinanzierung &ndash; mit der ein Anspruch auf eine Gegenleistung erworben wird &ndash; und der Steuerfinanzierung, die ja nicht mit einem Anspruchserwerb verkn&uuml;pft ist. Die GRV w&uuml;rde damit im Zweifel immer st&auml;rker von einem am fr&uuml;heren Lohn ankn&uuml;pfenden Versicherungssystem zu einer prim&auml;r auf Vermeidung von Altersarmut ausgerichteten &ldquo;Basissicherung&rdquo;. Eine sich am Lebenshaltungsniveau w&auml;hrend des Erwerbslebens orientierende Alterssicherung w&uuml;rde dann prim&auml;r Aufgabe privater und betrieblicher Einrichtungen sein, abgewickelt &uuml;ber den Kapitalmarkt. Welchen Interessen das dient, ist unschwer zu erkennen.<br>\nAls vor 20 Jahren die damalige Regierung eine bedarfsorientierte Mindestsicherung im Rahmen der GRV durchsetzen wollte, erfolgten angesichts massiver Kritik stattdessen Regelungen in der Grundsicherung bzw. der Sozialhilfe. Dieser Weg k&ouml;nnte auch jetzt wieder beschritten werden, damit es nicht &ndash; wie sonst zu bef&uuml;rchten ist &ndash; zu einer weiteren Verw&auml;sserung des Konzepts der einkommensbezogenen und beitragsfinanzierten GRV kommt, sondern eine klare Aufgabenteilung zwischen den Institutionen realisiert wird.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/archiv.wirtschaftsdienst.eu\/jahr\/2019\/12\/grundrente-koalitionskitt-mit-folgen\/\">Winfried Schm&auml;hl, Wirtschaftsdienst<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>V&auml;terkarenz, Sorgearbeit und strukturelle Diskriminierung<\/strong><br>\nBei allen Fortschritten in Sachen Gleichstellung: V&auml;ter, die in Karenz gehen, sind in &Ouml;sterreich noch immer eine Seltenheit. Die Gr&uuml;nde daf&uuml;r sind unterschiedlich, die Nachteile f&uuml;r M&uuml;tter jedoch sehr &auml;hnlich.<br>\n(&hellip;) Sie werden f&uuml;r ihre Sorgearbeit nicht gelobt oder gar verg&uuml;tet, schlie&szlig;lich wird sie als selbstverst&auml;ndlich gesehen. Bei V&auml;tern hingegen wird die Betreuung ihrer eigenen Kinder als &bdquo;au&szlig;ergew&ouml;hnliche&ldquo; und &bdquo;aufopfernde&ldquo; Handlung wahrgenommen. Schlie&szlig;lich ist unbezahlte Sorgearbeit gesellschaftlich gesehen &bdquo;unter ihrer W&uuml;rde&ldquo; &ndash; der W&uuml;rde der Privilegierte(re)n. Wenig verwunderlich ist daher auch die Statistik: Nur drei Prozent der V&auml;ter in Partnerschaften gehen l&auml;nger als drei Monate in Karenz. Frauen kriegen diese Folgen auf dem Arbeitsmarkt zu sp&uuml;ren. In Form prek&auml;rer und informeller Besch&auml;ftigung im sogenannten Mommy Track.<br>\nLorbeeren f&uuml;r die einen, Nachteile f&uuml;r die anderen: Bei kaum einem anderen Thema wie Karenzzeiten zeigt sich so deutlich, wie verfestigt traditionelle Geschlechterrollen noch in unser aller Alltag sind. Auch Johanna, unser Fallbeispiel, kennt das nur zu gut &ndash; w&auml;hrend ihr Partner f&uuml;r die Karenz gelobt wird, wurde sie stattdessen gefragt, ob sie ihr Studium abbrechen oder wie lange sie es denn pausieren werde&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/awblog.at\/vaeterkarenz-sorgearbeit-und-strukturelle-diskriminierung\/\">A&amp;W Blog<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>&Ouml;VP-Diktat in der Sozialversicherung: Unbezahlter Krankenstand, Arzt-Geb&uuml;hren und Kontrollen vom Chef<\/strong><br>\nDer Verfassungsgerichtshof hat das Sozialversicherungsgesetzt von T&uuml;rkis-Blau best&auml;tigt. Das bedeutet: Die Unternehmer haben das Sagen in der Krankenkasse der Arbeitnehmer &ndash; obwohl sie nicht mal ein Drittel der Beitr&auml;ge leisten. Was die Wirtschaftsvertreter mit ihrer neuen Macht vorhaben, zeigt ein neuer Entwurf der Wirtschaftskammer &uuml;ber eine neue Krankenordnung: Verschlechterungen beim Krankenstand, Selbstbehalte und drohende Privatisierungen.<br>\nDie vergangene Regierung aus &Ouml;VP und FP&Ouml; war ein Fest f&uuml;r die Wirtschaftsvertreter. Vergleicht man alleine im Gesundheitsbereich die Ma&szlig;nahmen der Regierung mit den W&uuml;nschen der Wirtschaftskammer (WK&Ouml;), fallen einem schnell Parallelen auf. So finden sich in einem Forderungskatalog der WK&Ouml; unter anderem folgende Punkte: Mehr Unternehmensvertreter in den Gremien der Sozialversicherungen und die Zusammenk&uuml;rzung auf f&uuml;nf Sozialversicherungstr&auml;ger.<br>\nUnternehmer bestimmen jetzt, was mit deinen Beitr&auml;gen passiert<br>\nBeides sind Punkte, die die Regierung im Eilzug umsetzte. Denn das f&uuml;hrte zu einer Machtverschiebung, die man nicht mehr so schnell r&uuml;ckg&auml;ngig machen kann. So k&ouml;nnen die Arbeitnehmer erstmals nicht mehr selbst &uuml;ber ihre Sozialversicherungsbeitr&auml;ge bestimmen. Stattdessen haben jetzt die Unternehmer das Sagen und das bringt Verschlechterungen f&uuml;r die Besch&auml;ftigten. Dass die Wirtschaftsvertreter dabei nicht lange z&ouml;gern sieht man schon jetzt beim Krankenstand&hellip;.<br>\n(&hellip;) Diese Einschnitte beim Krankenstand sind aber nicht das Einzige, das uns bl&uuml;ht. Wirft man einen Blick auf die Forderungen der Wirtschaftskammer, bekommt man eine Ahnung, was sie als N&auml;chstes mit ihrer Mehrheit gegen die Interessen der Besch&auml;ftigten durchgesetzt werden soll.<br>\nSo wird gefordert, dass die ersten zwei bis drei Krankenstandstage unbezahlt bleiben. Damit soll eine H&uuml;rde aufgebaut werden, damit Kranke gar nicht erst zuhause bleiben. Au&szlig;erdem fordern die Wirtschaftsvertreter die Privatisierungen mancher Einrichtungen und die Einf&uuml;hrung von Selbstbehalten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/kontrast.at\/kuendigung-im-krankenstand-arbeitnehmer\/\">kontrast.at<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Von den Herren &uuml;ber Leben und Tod<\/strong><br>\nBernd Hontschik \/ Red. Der Autor ist Chirurg und Publizist.<br>\nDeutschland kennt &laquo;Nichtanwendungserlasse&raquo;. Sie hebeln Gerichtsurteile aus. Zum Beispiel die legale Sterbehilfe an Schwerstkranke.<br>\nVor kurzem hat mein Demokratieverst&auml;ndnis einen Knacks bekommen. Ich habe einen neuen Begriff kennengelernt: den Nichtanwendungserlass. Davon hatte ich noch nie geh&ouml;rt. Hinter diesem Wort verbirgt sich die erstaunliche M&ouml;glichkeit der Regierung, die G&uuml;ltigkeit letztinstanzlicher Gerichtsurteile auf einen Einzelfall zu beschr&auml;nken, also deren allgemeine Anwendung zu verhindern. Niemand kann sich daher auf ein solches Urteil berufen. Bisher wurde der Nichtanwendungserlass ausschlie&szlig;lich im Bereich der Finanzverwaltung eingesetzt, um den Staat vor finanziellen Einbu&szlig;en zu sch&uuml;tzen. Aber dann kam Jens Spahn.<br>\nDieser Bundesgesundheitsminister sorgt nicht nur f&uuml;r st&auml;ndig neue Gesetze, sondern tritt auch geltendes Recht mit F&uuml;ssen und missachtet es, wenn es nicht in sein Weltbild passt&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/Artikel\/FreiheitRecht\/Von-den-Herren-uber-Leben-und-Tod\">Infosperber<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Belarus&rsquo; Platz in Europa<\/strong><br>\nBelarus und Russland verhandeln &uuml;ber engere Integration &ndash; zum Unwillen Berlins<br>\nBerlin\/Minsk\/Moskau (Eigener Bericht) &ndash; Vor den Verhandlungen &uuml;ber eine engere Integration zwischen Belarus und Russland an diesem Freitag nehmen in der Bundesrepublik die Appelle f&uuml;r eine engere Anbindung Belarus&rsquo; an die EU zu. Man m&uuml;sse &ldquo;engen Kontakt nach Belarus&rdquo; halten, erkl&auml;rte ein Vertreter der Bundesregierung vor einigen Tagen auf einer Konferenz in Minsk, die von der Deutsch-belarussischen Gesellschaft unter dem Motto &ldquo;Der Platz von Belarus in Europa&rdquo; durchgef&uuml;hrt wurde. Hintergrund sind Warnungen insbesondere neokonservativer Politiker, mit Blick auf die enge Kooperation zwischen Minsk und Moskau sei sogar Belarus&rsquo; Beitritt zur Russischen F&ouml;deration nicht auszuschlie&szlig;en. Ein solcher Schritt w&uuml;rde Russland hochindustrialisierte Gebiete mit einem regional hohen Lebensstandard hinzuf&uuml;gen und seine Grenze mit den EU- und NATO-Staaten Polen, Litauen und Lettland verl&auml;ngern. Er liefe &ndash; wie jede andere St&auml;rkung Russlands, das gegen die bisherige westliche Hegemonie in der Weltpolitik aufbegehrt &ndash; dem strategischen Interesse Berlins zuwider&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/8140\/\">German Foreign Policy<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Belarus ist bei uns besser bekannt unter dem Namen Wei&szlig;russland. Es grenzt im S&uuml;den an die Ukraine und im Osten an Russland. Kein Wunder also, dass der &bdquo;Westen&ldquo; einen Keil zwischen Russland und Belarus treiben will und bestrebt ist, Belarus von Russland weg zu treiben daf&uuml;r an seine Seite zu ziehen. Das passt auch ins Konzept der Nato und seiner Strategie der Einkreisung Russlands. Eine f&uuml;hrende Rolle dabei spielt mal wieder die notorische gr&uuml;ne Russlandfeindin Marie-Luise Beck.  <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Pr&auml;sident ohne Volk<\/strong><br>\nProtest gegen &raquo;Rentenreform&laquo; k&ouml;nnte Frankreichs Staatschef Macron aus dem &Eacute;lys&eacute;e-Palast fegen. Hunderttausende auf der Stra&szlig;e<br>\nSo hatte sich Emmanuel Macron die totale Privatisierung Frankreichs wohl nicht vorgestellt. Sein schon 2017 im Pr&auml;sidentschaftswahlkampf angek&uuml;ndigtes wichtigstes neoliberales Projekt, die &raquo;Rentenreform&laquo;, erstickt im Protest. Am Dienstag gingen erneut Hunderttausende auf die Stra&szlig;e, alle &ouml;ffentlichen Transporte blieben unter Streik, Wirtschafts- und Sozialleben des Landes standen still, Schulen und Universit&auml;ten blieben geschlossen. Die Gewerkschaften sind sich endlich einig. Seit Macron am Mittwoch vor einer Woche seinen rechten Ministerpr&auml;sidenten &Eacute;douard Philippe vorschickte und ihn Details des Rentenplans bekanntgeben lie&szlig;, marschieren die F&uuml;hrer der gr&ouml;&szlig;ten Gewerkschaften CGT und CFDT Seite an Seite. Der Mann im &Eacute;lys&eacute;e-Palast ist ein Staatschef ohne Volk, die gewaltige Demonstration gegen das &raquo;System Macron&laquo; k&ouml;nnte ihn aus dem Amt fegen&hellip;<br>\n(&hellip;) In gro&szlig;er Not verl&auml;sst Macron sich nun wie am Dienstag auf seinen Mann f&uuml;rs Grobe, den Pariser Polizeipr&auml;fekten Didier Lallement, und dessen Provokateure, die in friedlichen Demonstrationsz&uuml;gen Gewalt s&auml;en und den Protest desavouieren sollen. Seine Polizei ging wieder einmal mit der verordneten &raquo;gnadenlosen H&auml;rte&laquo; gegen den Widerstand an. Macrons Ziel: Ihn mit Macht zerbrechen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/368968.frankreich-pr%C3%A4sident-ohne-volk.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Ecuador exportiert trotz Protesten Gold aus erstem Untertagebergbau<\/strong><br>\nErstes Gold nach Europa verschifft. Regierung setzt auf Einnahmen. Lokaler Widerstand wenig erfolgreich<br>\nGuayaquil. Die ersten Goldexporte der gr&ouml;&szlig;ten und ersten unter Tage betriebenen industriellen Goldmine Ecuadors, Fruta del Norte, in der Provinz Zamora Chinchipe, haben das s&uuml;damerikanische Land verlassen. Begleitet von teils starken Protesten hatte Mitte November die F&ouml;rderung begonnen. In der vergangenen Woche nun wurden 177,9 Tonnen Gold-Konzentrat in Containern in Begleitung von bewaffneten Sicherheitskr&auml;ften zum Hafen von Guayaquil gebracht und von dort aus nach Europa verschifft.<br>\nDer ecuadorianische Minister f&uuml;r Energie und nat&uuml;rliche Ressourcen, Jos&eacute; Agusto Briones, betonte, dass die Mine im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen operiere und zur Konsolidierung eines &ldquo;verantwortungsvollen Bergbaus&rdquo; in Ecuador beitrage, der die Entwicklung der Dorfgemeinschaften beg&uuml;nstigen und staatliche Einnahmen generieren soll.<br>\nDie Goldmine Fruta del Norte wird von der kanadischen Firma Lundingold betrieben und soll in den n&auml;chsten 15 Jahren Exporteinnahmen von 7,887 Milliarden US-Dollar erwirtschaften. Aus dem abgebauten Erz sollen dem Bergbauministerium zufolge in Zukunft auch Gold- und Silberbarren mit sehr hohem Reinheitsgrad hergestellt werden, die per Flugzeug exportiert werden sollen. Hierf&uuml;r fehle allerdings noch eine Zertifizierung der Bergbau-Regulierungs- und -Kontrollbeh&ouml;rde&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/amerika21.de\/2019\/12\/235379\/ecuador-gold-export-protest-mine\">Amerika 21<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Lenin Moreno, der seinem Vornamen nun wirklich keine Ehre macht, hat bereits Julian Assange f&uuml;r einen Kredit von der Weltbank an seine H&auml;scher verkauft. Judas bekam 30 Silberlinge f&uuml;r Jesus Christus, Moreno bekam einen Kredit von 4,2 Mia US $ von der Weltbank f&uuml;r Assange. (<a href=\"https:\/\/amerika21.de\/2019\/04\/225089\/ecuador-weltbank-iwf-moreno-assange\">siehe Amerika 21<\/a>)<\/em><\/p>\n<p><em>Nun verh&ouml;kert Moreno auch noch die Bodensch&auml;tze Ecuadors. <\/em><\/p>\n<p><em>Betreiber der Gold- und Silbermine ist eine kanadische Firma. Es erinnert alles an die Zeit der Konquistadoren. Gest&uuml;tzt auf eine korrupte einheimische Elite, die die Regierungsgesch&auml;fte f&uuml;hrt, den Reichtum des Landes verscherbelt und den Erl&ouml;s in die eigene Tasche steckt, statt ihn in das Land zu investieren, beuten ausl&auml;ndische Gro&szlig;unternehmen die Bodensch&auml;tze aus und bringen den Ertrag ins Ausland. F&uuml;r das Volk bleibt dabei nichts &uuml;brig.  Die Arbeiter m&uuml;ssen f&uuml;r einen l&auml;cherlichen Tageslohn schuften und ihre Gesundheit ruinieren, menschlicher Brennstoff.<\/em><\/p>\n<p><em>&bdquo;Je begehrter ein Produkt auf dem Weltmarkt, desto gr&ouml;sser ist das Ungl&uuml;ck, das es dem lateinamerikanischen Volk bringt&hellip;&ldquo; (Eduardo Galeano)<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Libanon: Revolution gegen den Kollaps<\/strong><br>\nEs ist ein Aufruhr von unten: Gut sechs Millionen Menschen leben im Libanon. Rund ein Viertel von ihnen geht seit Mitte Oktober Abend f&uuml;r Abend auf die Stra&szlig;e. Proteste dieser Gr&ouml;&szlig;enordnung gab es zuletzt im Jahr 2005, als Hunderttausende den R&uuml;ckzug der Besatzungsmacht Syrien verlangten.<br>\nAber noch etwas anderes macht die j&uuml;ngsten Proteste au&szlig;ergew&ouml;hnlich: Die &uuml;berkonfessionelle politische Allianz, die der Einheitsregierung nie gelang, erfolgt jetzt auf den Stra&szlig;en: &bdquo;Wir sind die Revolution, ihr [Politiker] seid der B&uuml;rgerkrieg!&ldquo;<br>\nNach dem Ende des B&uuml;rgerkriegs, der das Land von 1975 bis 1990 ersch&uuml;tterte und die konfessionellen Spannungen zwischen den einzelnen Gesellschaftsgruppen weiter versch&auml;rfte, sah das Friedensabkommen von Taif vor, die Macht im Parlament proportional zwischen allen Konfessionsgruppen aufzuteilen: Schiiten, Sunniten, Christen oder Drusen w&auml;hlen seither Vertreter*innen von 18 Konfessionen ins Parlament.<br>\nWeil diese jedoch vor allem in ihre eigene Tasche wirtschaften und Sozialreformen beharrlich verhindern, solidarisieren sich nun erstmals Menschen unterschiedlicher Konfessionen und Herkunft auf den Stra&szlig;en des Landes, um gemeinsam gegen die Regierungspolitik zu protestieren. Anstelle der im Libanon ansonsten omnipr&auml;senten Parteiflaggen schwenken die Demonstrierenden die Zedernflagge &ndash; das Nationalsymbol des Libanons. Ende Oktober bildeten alle Konfessionsgruppen zudem symboltr&auml;chtig eine schier endlose Menschenkette, die vom schiitisch gepr&auml;gten S&uuml;den bis in den sunnitischen Norden des Landes reichte&hellip;<br>\nWhatsApp-Steuer und Waldbr&auml;nde als Ausl&ouml;ser<br>\nAusgel&ouml;st wurden die landesweiten Proteste zum einen durch die geplante WhatsApp-Steuer in H&ouml;he von umgerechnet sechs US-Dollar im Monat. Im Libanon ist das gesamte Mobilfunknetz verstaatlicht und teuer, vor allem &auml;rmere B&uuml;rger*innen k&ouml;nnen sich schon lange keine Anrufe oder Textnachrichten mehr leisten; sie greifen daher auf den Messengerdienst WhatsApp zur&uuml;ck. Die geplante Besteuerung h&auml;tte also ausgerechnet jene getroffen, die ohnehin am meisten unter der sozialen Schieflage leiden, so dass die geplante Reform den Unmut breiter Gesellschaftsschichten auf sich zog&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.blaetter.de\/archiv\/jahrgaenge\/2019\/dezember\/libanon-revolution-gegen-den-kollaps\">Bl&auml;tter<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>In ganz Indien erheben sich die Studenten<\/strong><br>\n&hellip;aus Wut gegen den Polizei-&Uuml;berfall auf die Jamia Millia Uni und gegen das neue Einb&uuml;rgerungs-Erg&auml;nzung-Gesetz<br>\nAus dem Englischen: Einar Schlereth<br>\nEndlich scheint ein Teil der indischen Bev&ouml;lkerung zu begreifen, was der Hindu-Faschist Narendra Modi im Schild f&uuml;hrt. M&ouml;glichst sehr viele Muslime massakrieren und die Dalits und Unber&uuml;hrbaren mit Zwang zu bekehren. Zu der ungesetzlichen Einverleibung von Kaschmir in das Fascho-Hindu-Reich haben die Studenten noch geschwiegen. Wahrlich &ndash; es wird Zeit, dass sie und die Mehrheit der Inder dem Spuk ein Ende bereitet.<br>\nStudenten erhoben sich in ganz Indien gegen den verfassungswidrigen Citizenship Amendment Act, nachdem ihre Landsleute in Jamia Milia Islamia gestern auf ihrem Campus gewaltig verpr&uuml;gelt wurden.<br>\nDie Polizei in Delhi und Aligarh wandte &uuml;berm&auml;&szlig;ige Gewalt gegen Studentenproteste an. Das Durchgreifen lie&szlig; insgesamt fast 50 Studenten verletzt zur&uuml;ck, und die 100 Jamia-Studenten &ndash; die festgehalten worden waren, nachdem Polizisten ohne Erlaubnis in den Campus eingedrungen waren &ndash; wurden erst nach einer massiven Demonstration von Studenten au&szlig;erhalb des Polizeipr&auml;sidiums von Delhi in der Nacht zum Sonntag freigelassen&hellip;<br>\n(&hellip;) Proteste von Studenten und anderen sind im ganzen Land &uuml;ber das neue Staatsb&uuml;rgerschaftsgesetz ausgebrochen, das es Nicht-Muslimen aus Pakistan, Afghanistan und Bangladesch erleichtert, indische B&uuml;rger zu werden, aber nicht Muslimen. Kritiker sagen, dass das Gesetz Muslime diskriminiert und gegen s&auml;kulare Prinzipien der Verfassung verst&ouml;&szlig;t.<br>\n(&hellip;) Die Anw&auml;lte Indira Jaising und Colin Gonsalves forderten den Obersten Gerichtshof auf, die Gewalt gegen Studenten zu untersuchen und pensionierte Richter zu den beiden Universit&auml;ten zu schicken, um zu untersuchen, was passiert ist. Frau Jaising nannte es eine &ldquo;schwere Menschenrechtsverletzung&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/einarschlereth.blogspot.com\/2019\/12\/in-ganz-indien-erheben-sich-die.html\">einartysken<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Original in Englisch hier: <a href=\"https:\/\/countercurrents.org\/2019\/12\/students-across-india-rise-up-in-anger-after-jamia-milia-crack-down-against-citizenship-amendment-act\">Students Across India Rise Up In Anger After Jamia Milia Crack Down Against Citizenship Amendment Act.<\/a><\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>T&uuml;rkei schafft Fakten f&uuml;r ihre Annexion von Teilen Nordsyriens<\/strong><br>\nWie in Afrin im Nordwesten Syriens baut die T&uuml;rkei eine Mauer um die von ihr besetzten Gebiete im Nordosten<br>\nDie t&uuml;rkische Regierung schafft Fakten. Wie in Afrin im Nordwesten Syriens baut die T&uuml;rkei eine Mauer um Ra&rsquo;s al-&lsquo;Ain (kurdisch: Serekaniye) und Tall Abyad (kurdisch: Gire Spi), um diese Gebiete von Syrien abzuspalten. Auch die Umsiedlung von sunnitischen Turkmenen und Uiguren aus der T&uuml;rkei und Idlib hat begonnen. Das erinnert an die Annektion des heutigen Hatay und Nordzyperns.<br>\nAnders als im Fall der Krim schweigt Europa und sieht tatenlos zu, wie Erdogan sein neo-osmanisches Reich h&auml;ppchenweise verwirklicht. Eine internationale Konferenz im Europaparlament in Br&uuml;ssel machte Vorschl&auml;ge zur L&ouml;sung des Krieges in Nordsyrien.<br>\n(&hellip;)<br>\nMangels Vorliegen einer Selbstverteidigungslage l&auml;sst sich in der Errichtung einer t&uuml;rkischen &ldquo;Sicherheitszone&rdquo; in Nordsyrien auch keine v&ouml;lkerrechtlich zul&auml;ssige Selbstverteidigungshandlung sehen. Selbst f&uuml;r den (hypothetischen) Fall, dass eine Selbstverteidigungslage best&uuml;nde, lassen Kommentierungen in den V&ouml;lkerrechtsblogs keinen Zweifel an der Unangemessenheit der t&uuml;rkischen Milit&auml;roperation.<br>\nWissenschaftliche Dienste, Bundestag<br>\n(&hellip;) Anfang Dezember begann die t&uuml;rkische Armee, das von ihr besetzte, ca. 120 Kilometer lange und 30 Kilometer tiefe Gebiet zwischen den Grenzst&auml;dten Tel Abyad\/Gire Spi und Serekaniye\/Ras Al-Ain durch den Bau einer Betonmauer vom syrischen Staatsgebiet abzutrennen. Der Gouverneur der t&uuml;rkischen Provinz Urfa, Abdullah Erin, gab k&uuml;rzlich die Ernennung von t&uuml;rkischen Beamten bekannt, die als Landr&auml;te in Serekaniye und Gire Spi regieren sollen&hellip;<br>\n(&hellip;) Bev&ouml;lkerungsaustausch hat begonnen<br>\nMit dem nun begonnenen Bev&ouml;lkerungsaustausch in den t&uuml;rkisch besetzten Gebieten schafft Erdogan Fakten. Die seit Generationen in diesem Gebiet lebende Bev&ouml;lkerung wird dauerhaft vertrieben. Ihre H&auml;user und L&auml;ndereien werden an syrisch-arabische, turkmenische und uigurische Siedler sowie an die Familien von K&auml;mpfern der sogenannten Syrischen Nationalen Armee (SNA) vergeben&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Tuerkei-schafft-Fakten-fuer-ihre-Annexion-von-Teilen-Nordsyriens-4616809.html?seite=all\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Microsoft, Google, Apple und Co. aus Bildungseinrichtungen verbannen<\/strong><br>\nigitale Souver&auml;nit&auml;t<br>\nKeine Frage, meine Forderung, Microsoft, Google, Apple und Co. aus Bildungseinrichtungen zu verbannen, ist radikal. Mindestens genauso radikal oder vielmehr eiskalt kalkuliert ist das Vorgehen der IT-Konzerne, wenn sie mit ihren Dienstleistungen und Produkten in die Bildungseinrichtungen dr&auml;ngen. Mit diversen Lockvogel-Angeboten werden die Entscheider gek&ouml;dert, um die Produkte m&ouml;glichst fr&uuml;h an Schulen und Co. als eine Art trojanisches Pferd unterzubringen. Der Erfolg dieses zielgruppenorientierten Marketings gibt Microsoft recht. Seit Jahrzehnten schafft es keine Generation aus dem Kreislauf auszubrechen und sich von der Microsoft-Abh&auml;ngigkeit loszusagen.<br>\nDieses Drogendealer-Modell von Microsoft und Co. funktioniert erschreckend effektiv. Sch&uuml;ler und Lehrer erhalten die Produkte bzw. Lizenzen zumeist kostenlos. Nach der Ausbildung bzw. sp&auml;ter im Berufsleben zahlen sie dann die Lizenzkosten, weil sie bereits fr&uuml;h an die Nutzung herangef&uuml;hrt wurden. Schlimmer: Nur wenige schaffen es, sich aus der Abh&auml;ngigkeit zu befreien und wagen einen Blick &uuml;ber den Tellerrand. Die Folgen sind bereits heute deutlich sichtbar: Die &ouml;ffentliche Verwaltung in Europa wird immer abh&auml;ngiger von Microsoft, viele Unternehmen sind es schon l&auml;ngst. Wir stehen kurz davor unsere digitale Souver&auml;nit&auml;t endg&uuml;ltig zu verlieren, wenn wir nicht gegensteuern und die Ausbreitung der IT-Monokultur an ihrer Wurzel packen. Das bedeutet: Microsoft, Google, Apple und Co. aus Bildungseinrichtungen verbannen und den Fokus auf grundlegende Kompetenzvermittlung im IT-Bereich legen, anstatt auf Produktschulungen.<br>\n(&hellip;) Alternativen sind vorhanden<br>\nDer Einsatz von Microsoft-Produkten wird oftmals als &raquo;alternativlos&laquo; dargestellt. Diese Annahme ist grundlegend falsch und wer versucht die Abh&auml;ngigkeit von IT-Giganten wie Microsoft, Google und Co. als Naturgesetz darzustellen, dem unterstelle ich ein mangelndes Problembewusstsein. Ich sage: Es ist heute kein Problem mehr, eine Schule zu fast 100% mit Open-Source-Software zu betreiben &ndash; die Schulverwaltung mal ausgeklammert, da hier aufgrund jahrelanger Vers&auml;umnisse eine radikale Abkehr von propriet&auml;ren L&ouml;sungen aktuell vermutlich nicht m&ouml;glich ist.<br>\nAngefangen bei der Verwaltung der Infrastruktur, &uuml;ber das Betriebssystem, bis hin zu Office-Anwendungen ist eigentlich alles notwendige f&uuml;r einen Microsoft-freien Digitalunterricht vorhanden&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.kuketz-blog.de\/kommentar-microsoft-google-apple-und-co-aus-bildungseinrichtungen-verbannen\/\">Kuketz<\/a>\n<p><strong>passend dazu: &ldquo;Ein unbeschr&auml;nktes Forschungsgeschenk&rdquo; von Facebook an die TU M&uuml;nchen<\/strong><br>\nLetzte Woche sind vertrauliche Kooperationsvertr&auml;ge zwischen Facebook und TU M&uuml;nchen aufgetaucht. Erste Artikel in &ldquo;Spiegel&rdquo; und &ldquo;S&uuml;ddeutsche Zeitung&rdquo; griffen diese teilweise bereits auf. Die Echtheit eines der Dokumente wurde inzwischen von der TU M&uuml;nchen best&auml;tigt. (Die Dokumente liegen Telepolis vor)<br>\nEtwas pikant: In dem Artikel der S&uuml;ddeutschen Zeitung vom 13.12. hei&szlig;t es dazu: &ldquo;noch am Freitagmittag (13.12.) sagte ein Sprecher der TU auf mehrmalige Nachfrage, der gesamte Betrag befinde sich auf dem Konto der Universit&auml;t.&ldquo; Diese Aussage ist m.E. vermutlich nicht haltbar, sie widerspricht v&ouml;llig den Angaben in dem Vertrag.<br>\n(&hellip;) Facebook beh&auml;lt sich also das Recht vor, nach Zahlung der ersten Tranche von 1,5 Millionen US-Dollar ohne Angabe von Gr&uuml;nden jederzeit die Auszahlung weiterer Gelder zu beenden. Daher kommt vermutlich auch die Formulierung, das Geschenk &ldquo;should total $7.5M&rdquo;, statt etwa &ldquo;will total $7.5M.&rdquo;, dass 7,5 Millionen Dollar beabsichtigt, aber nicht sicher sind. Diese Aussagen stellen m.E. eine klare Einflussnahme seitens Facebook auf die Freiheit der Forschung dar: Wenn die Forschung oder die ver&ouml;ffentlichten Ergebnisse nicht im Sinne von Facebook sind, k&ouml;nnen die Mittel jederzeit nach Gutd&uuml;nken gestoppt werden.<br>\nNun stellt sich hier die Frage: Wenn einmal Forschungsprojekte initiiert und auf den Weg gebracht, Personal rekrutiert und die in der Regel mehrj&auml;hrige Forschung angelaufen ist, was passiert mit dem ganzen Projektaufbau, wenn pl&ouml;tzlich die Mittel ausbleiben? Wie frei und unabh&auml;ngig ist man eigentlich in den Forschungsfragen und -resultaten, wenn st&auml;ndig das Damoklesschwert der Mittelbeendigung &uuml;ber den Forschern schwebt, falls nicht Facebook-genehme Forschung herauskommt? Ist das wirklich freie, ergebnisoffene, unbeeinflusste Ethik-Forschung?<br>\n(&hellip;) Zweitens beh&auml;lt sich Facebook ausdr&uuml;cklich vor, eine &Auml;nderung der Institutsleitung vorher schriftlich genehmigen zu m&uuml;ssen. Dies ist m.E. ein deutlicher Eingriff in die wissenschaftliche Unabh&auml;ngigkeit der TUM. Die Auswahl des Institutsleiters ist bei solcher Forschung von entscheidender Bedeutung. Prof. Dr. Christoph L&uuml;tge ist f&uuml;r eine industriefreundliche Weltanschauung, eine &auml;u&szlig;erst neoliberale, marktfundamentale Philosophie bekannt&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Ein-unbeschraenktes-Forschungsgeschenk-von-Facebook-an-die-TU-Muenchen-4616481.html\">Telepolis<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Johnson stellt BBC-Geb&uuml;hren in Frage<\/strong><br>\nAn den Talkshows der BBC nimmt er eh nicht gern teil, jetzt schie&szlig;t Boris Johnson weiter gegen den &ouml;ffentlich-rechtlichen Rundfunk.<br>\nAls gro&szlig;er Freund des &ouml;ffentlich-rechtlichen Fernsehens gilt Boris Johnson schon l&auml;nger nicht mehr &ndash; sp&auml;testens seit er die Teilnahme an einer TV-Debatte des Senders Channel 4 absagte, und der Sender kurzerhand einen schmelzenden Eisblock an seiner Stelle platzierte. Die Tories waren dar&uuml;ber nicht am&uuml;siert und beschwerten sich bei der britischen Medienaufsicht. Nun stellt der Premierminister indirekt die Zukunft der BBC in Frage: Er &uuml;berdenke, das Nichtzahlen von Rundfunkgeb&uuml;hren zu entkriminalisieren, sagte ein Regierungssprecher. Der Tory-Abgeordnete Rishi Sunak best&auml;tigte diese Pl&auml;ne britischen Medien gegen&uuml;ber, berichtete der &ldquo;Guardian&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/kultur\/gesellschaft\/boris-johnson-stellt-bbc-gebuehren-in-frage-a-1301668.html\">SPON<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J.K.:<\/strong> Tja, Undank ist der Welt Lohn. Die Kampagne gegen Corbyn hat sich f&uuml;r die BBC also nicht ausgezahlt. Es ist aber interessant, wie wichtig f&uuml;r Rechte und Neoliberale das private Verbl&ouml;dungsfernsehen ist. In Deutschland ist dies nicht anders. Hier wurde die Einf&uuml;hrung des Privatfernsehens, durch die Kohl-Regierung massiv vorangetrieben. Der Vorteil, dieses unterliegt keiner &ouml;ffentlich-rechtlichen Kontrolle, sondern befindet sich im Besitz der jeweiligen nationalen Oligarchie, wie etwa der Bertelsmannkonzern mit  RTL und RTL II und einer Vielzahl an weiteren Programmen und Radiosendern.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> hier der Link zum Artikel im Guardian: <a href=\"https:\/\/www.theguardian.com\/commentisfree\/2019\/dec\/17\/tories-bbc-line-of-fire-destroy\">The Tories have the BBC in their line of fire. Don&rsquo;t let them destroy it<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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