{"id":57230,"date":"2019-12-19T11:11:54","date_gmt":"2019-12-19T10:11:54","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57230"},"modified":"2019-12-19T15:27:01","modified_gmt":"2019-12-19T14:27:01","slug":"leserbriefe-zur-privatisierung-der-berliner-s-bahn","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57230","title":{"rendered":"Leserbriefe zur Privatisierung der Berliner S-Bahn"},"content":{"rendered":"<p>Der Artikel &ldquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57167\">Privatisierung: Rot-Rot-Gr&uuml;n greift die S-Bahn an &ndash; und den eigenen Ruf gleich mit<\/a>&rdquo; hat Leser zu Briefen veranlasst, von denen wir einige hier wiedergeben. Da zu Recht angemerkt wurde, dass in dem Beitrag die Position der Berliner LINKEN nicht angemessen dargestellt wurde, soll hier nochmals auf die Argumentation der Linkspartei verwiesen werden. Zusammengestellt von Redaktion.<br>\n<!--more--><br>\n<em><strong>Vorbemerkung von Tobias Riegel<\/strong>: Es wurde von Lesern zu Recht angemerkt, dass die Positionen der Berliner LINKEN in dem Text &ldquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57167\">Privatisierung: Rot-Rot-Gr&uuml;n greift die S-Bahn an &ndash; und den eigenen Ruf gleich mit<\/a>&rdquo; zu kurz gekommen sind &ndash; darum soll hier nochmals darauf verwiesen werden. So bietet der Berliner Landesverband der Linkspartei <a href=\"https:\/\/dielinke.berlin\/s-bahn-faq\/\">unter diesem Link<\/a> eine Liste mit h&auml;ufig gestellten Fragen zu dem Vorgang der potenziellen S-Bahn-Privatisierung an. Dort argumentiert die LINKE, teils nachvollziehbar, mit den zahlreichen juristischen Sachzw&auml;ngen. Allerdings wird auch diese &bdquo;Verteidigung&ldquo; der Linkspartei mittlerweile detailliert kritisiert, etwa von der Initiative &bdquo;Gemeingut in B&uuml;rgerInnenhand&ldquo; <a href=\"https:\/\/www.gemeingut.org\/privatisierung-der-s-bahn-berlin-gib-kommentiert-faq-der-linken-berlin\/\">unter diesem Link<\/a>. Die Leser m&ouml;gen sich aus den Schilderungen der beiden Positionen ein eigenes Bild machen. Man kann einerseits feststellen: Die Landesregierung befindet sich in einem Korsett aus einschr&auml;nkenden Gesetzen. Ob das andererseits rechtfertigt, dass die rot-rot-gr&uuml;ne Koalition Berlins diese (nach dieser Lesart &bdquo;erzwungene&ldquo;) Politik so offensiv umsetzt, ist eine wichtige Frage. <\/em><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>1. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Riegel,<br>\nsehr geehrte Damen und Herren,<\/p><p>b&uuml;rgerfeindlich und rufsch&auml;digend ist leider der derzeitige Zustand der S-Bahn. Berlin und seine Fahrg&auml;ste sind seit Jahren in Geiselhaft der S-Bahn Berlin GmbH und der DB. Die Zusch&uuml;sse werden als Gewinn an den Mutterkonzern abgef&uuml;hrt. Folge marode Schienen, marode Signale und st&auml;ndige Zugausf&auml;lle. Manche Stadtviertel werden Tagelang nicht bedient. Gut, in den letzten Jahren wird wieder investiert. Dies f&uuml;hrt zu Streckensperrungen mit unzureichendem SEV. Die Strecke zum Flughafen Sch&ouml;nefeld wurde in diesem Jahr p&uuml;nktlich zum Sommerferienbeginn dicht gemacht. Wer in Berlin auf die S-Bahn angewiesen ist, ist angeschmiert und muss t&auml;glich (!) damit rechnen versp&auml;tet anzukommen, wenn &uuml;berhaupt. Mit viel Solidarit&auml;t im Kampf gegen die (eigentlich schon l&auml;ngst geschehene) Privatisierung ist hier nicht zu rechnen. Ganz Berlin hasst die S-Bahn. Schlimmer kann es kaum werden.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<\/p><p>NiCa <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>2. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrte Redaktion der Nachdenkseiten,<\/p><p>ich begr&uuml;&szlig;e eure aufkl&auml;rerische T&auml;tigkeit und verfolge diese auch regelm&auml;&szlig;ig.<\/p><p>Jedoch kritisiert Tobias Riegel in seinem Artikel &ldquo;Privatisierung: Rot-Rot-Gr&uuml;n greift die S-Bahn an &ndash; und den eigenen Ruf gleich mit&rdquo; zu undifferenziert den Hergang dieser politischen Entscheidung und greift alle Akteure gleicherma&szlig;en polemisch an:<\/p><p>&ldquo;Einmal mehr erscheinen &bdquo;linke&ldquo; Parteien als Erf&uuml;llungsgehilfen neoliberalen Irrsinns.&rdquo;<\/p><p>&ldquo;Die rot-rot-gr&uuml;ne Landesregierung Berlins plant, die S-Bahn der Stadt zu privatisieren. Das ist ein b&uuml;rgerfeindlicher und selbstzerst&ouml;rerischer Akt.&rdquo;<\/p><p>&ldquo;Dabei m&uuml;ssten doch zumindest SPD und LINKE eine ganz andere Botschaft verbreiten: Zum einen, dass es keine positiven Beispiele f&uuml;r Privatisierungen gibt,&hellip;&rdquo;<\/p><p>Selbstverst&auml;ndlich bin ich als Mitglied der Linken gegen Privatisierungen, nur unterl&auml;sst es Tobias Riegel in seinem Beitrag , die Anstengungen der Linken im Senat die Folgen dieser Privatisierung bestm&ouml;glich abzuschw&auml;chen zu erw&auml;hnen und schert die Rot-Rot-Gr&uuml;ne Koalition &uuml;ber einen Kamm.<\/p><p>Lediglich im letzten Absatz wird auf einen Link hingewiesen, der zur Erkl&auml;rung der Linkspartei zu diesem Vorgang f&uuml;hrt.<\/p><p>Hier sollte Tobias Riegel im Sinne einer objektiven Berichterstattung nachbessern.<\/p><p>&mdash;<br>\nMit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en, J&uuml;rgen Bauer<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>3. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Riegel, sehr geehrte Redaktion,<br>\n&nbsp;<br>\nda sie schon den letzten Satz &ldquo;Die LINKE nimmt Stellung zu dem Vorgang.&rdquo; angef&uuml;gt haben, <a href=\"https:\/\/www.gemeingut.org\/privatisierung-der-s-bahn-berlin-gib-kommentiert-faq-der-linken-berlin\/\">k&ouml;nnen Sie auch auf eine kritische Kommentierung dazu verlinken<\/a>.<br>\n&nbsp;<br>\nDanke f&uuml;r diesen Artikel. Der Hinweis auf die &Auml;u&szlig;erungen der LINKEn ist auch wichtig. Doch bei mir als Berliner W&auml;hler dieser Partei bleibt der Eindruck zur&uuml;ck, dass diese Partei selbst in der Regierung nichts gegen Privatisierungen machen kann oder will. Wenn niemand unterhalb der Bundesebene etwas gegen die Privatisierungen tun kann, dann hat sie die W&auml;hler vor der Wahl belogen (&ldquo;Die Stadt geh&ouml;rt dir&rdquo; usw.) und sollte gef&auml;lligst viel st&auml;rker gegen die Beschr&auml;nkungen k&auml;mpfen. Die Kommentare von GiB deuten darauf hin, dass die LINKE in Berlin eher beschr&auml;nkt f&auml;hig oder willig ist.<br>\n&nbsp;<br>\nGanz klar: Wohnen, Bildung, Verkehr. Krankenh&auml;user, Wasser, Gas, Strom&hellip; geh&ouml;ren in &ouml;ffentliche Hand und unter &ouml;ffentliches Recht. Das ist eine notwendige (wenn auch nicht hinreichende) Bedingung f&uuml;r soziale Gerechtigkeit.Ich bef&uuml;rchte, bei den n&auml;chsten Land- und Bundestagswahlen brauche ich eine bessere Wahlalternative f&uuml;r soziale Gerechtigkeit&hellip;<br>\n&nbsp;<br>\nMit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<\/p><p>P.S.: Etwaige Ver&ouml;ffentlichung bitte ohne Namensnennung.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>4. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Tobias Riegel, liebes Nachdenkseiten-Team 17.12.2019 vielen Dank f&uuml;r o.g. Artikel, welchem ich nur zustimmen kann. <\/p><p>Was mich jedoch erstaunt, ist das nicht erw&auml;hnt wird, dass die DB 1994 von der Politik auf die Privatisierungsschiene gesetzt wurde mit der Ma&szlig;gabe (sinngem&auml;&szlig; soweit ich wei&szlig;) &bdquo;Wir werden Euch an Euren Taten messen&ldquo;, womit meines Erachtens das Profit erwirtschaften gemeint war\/ist. Schon diese sogenannte &bdquo;Bahnreform&ldquo; 1994 hatte meines Wissens die Zersplitterung in ca. 7 Unternehmensteile unter dem heutigen Dach der DB (AG) zur Folge &ndash; was sich meines Erachtens tagt&auml;glich zu Ungunsten der Bahnnutzer auswirkt, insbesondere auch durch den dadurch enorm gestiegenen b&uuml;rokratischen Mehraufwand und Kompetenzgerangel. <\/p><p>Wenn nun also die DB (AG) &ndash; und damit auch die S-Bahnen &ndash; seit 1994 bereits unter Privatisierungsgesichtspunkten betrieben werden (sichtbar z.B. an Personal-, Gleis- oder Weichenabbau, Millionengeh&auml;lter f&uuml;r sog. F&uuml;hrungskr&auml;fte, Kapazit&auml;tsr&uuml;ckbau S21, Unp&uuml;nktlichkeit als Normalit&auml;t etabliert, Verwahrlosung, Verkauf und Schlie&szlig;ung von Bahnh&ouml;fen, etc.), weshalb wird dann trotzdem von einer Privatisierung der S-Bahn Berlin gesprochen (S-Bahnen in Deutschland geh&ouml;ren m.E. seit 1994 zur zerst&uuml;ckelten und privatisierten DB (AG))? Das ganze Bahnchaos &ndash; nicht nur in Berlin &ndash; kommt bzw. kam doch erst durch diese Zerst&uuml;ckelung und Privatisierung 1994 zustande. Das dabei eine ebenso wie Konzerne, durch und durch kapitalorientierte Regierung der einzigste Aktion&auml;r ist, macht die Sache keinen Deut besser. <\/p><p>Soll die Bev&ouml;lkerung, mit der m.E. irref&uuml;hrenden Annahme, dass die S-Bahn noch nicht schon lange unter Profit- und damit auch Privatisierungslogik betrieben wird, wieder einmal (wie heutzutage oft &uuml;blich) Sand in die Augen gestreut werden? <\/p><p>Herzliche Gr&uuml;&szlig;e<br>\nAndreas Rommel <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>5. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebes Team,<br>\n&nbsp;<br>\ngerade habe ich meine Gedanken zu Albrechts M&uuml;llers &ldquo;Systemwandel&rdquo; an sie abgeschickt und genau &auml;hnliches thematisiert, da lese ich den Bericht von Thomas Riegel!! Vielen Dank daf&uuml;r.<br>\n&nbsp;<br>\nDass diese Parteien sich durchweg profilieren wollen um der &ldquo;lieben&rdquo; Frau Kanzlerin und der CDU\/CSU zu gefallen oder&nbsp; aber &ndash; und noch perverser &ndash; zeigen wollen, dass sie besser privatisieren k&ouml;nnen, als die anderen, geht in diesem Wahnsinn unter. Dieses neoliberale Gift wirkt so hinterh&auml;ltig in den K&ouml;pfen dieser Rot-Rot-Gr&uuml;nen Regierung in Berlin, dass sie wahrscheinlich nicht mal merken, was sie damit anrichten!<br>\n&nbsp;<br>\n&ldquo;Zerst&ouml;ren, zerschlagen, wieder aufbauen&rdquo; war und ist das Mantra der &ldquo;Staatsbildungskriege&rdquo; der milit&auml;rischen Gruppen in Bundestag und Bundesl&auml;ndern,&nbsp; Welt-Wirtschaftsverb&auml;nden und den Gruppen um Bertelsmann herum!<br>\n&nbsp;<br>\nBei allem &Auml;rger: Es ist auch gut so. Denn jetzt k&ouml;nnen wir fassungslos zuschauen, wie die linke Regierung in Berlin tickt, wie sie denkt und handelt: Ganz im Sinne des Neo-Feudalismus auch Neo-Liberalismus genannt, wobei Neo-Feudalismus den Kern besser trifft. Sie spielen den Feudalherren in die H&auml;nde und verraten die Bev&ouml;lkerung, von der sie mit tiefem Vertrauen gew&auml;hlt wurden, dass sie eine bessere, menschlichere, fairere Politik machen w&uuml;rden. Damit wird es nun nichts! Und das ist gut zu wissen.<br>\n&nbsp;<br>\nBeste Gr&uuml;&szlig;e<br>\nKarola Schramm<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>6. Leserbrief<\/strong><\/p><p>sehr gesch&auml;tzte Nachdenkseiten-Macher,<\/p><p>hier ein paar Gedanken zum letzen Satz im Artikel von Tobias Riegel: <em><strong>Anmerkung:<\/strong> Der letzte Satz wurde erg&auml;nzt.<\/em><\/p><p>Genau an dieser Stelle h&auml;tte der Artikel eigentlich beginnen m&uuml;ssen, denn erst hier zeigt sich, was sich hinter der Problematik eigentlich steckt &ndash; die Verpflichtung nach EU-Recht zur Ausschreibung des S-Bahn-Betriebes!<\/p><p>An dieser Stelle h&auml;tte ein interessanter Hintergrundbericht &uuml;ber die neoliberalen, faktisch unver&auml;nderlichen Grundlagen des EU-Rechtes kommen k&ouml;nnen, ein EU-Grundlagenrecht, dass nicht reformierbar ist, weil dazu ein einstimmiger Beschluss der EU-L&auml;nder erforderlich w&auml;re &ndash; und es wird sich immer mindestens ein Land finden, dass eine Reform der neoliberalen Grundlagen blockieren wird.<\/p><p>Der Bericht der <em>Jungen Welt<\/em> ist mir zu alarmistisch, aber eine gewisse Wachsamkeit ist in Sachen Privatisierung ja auch angebracht &ndash; denn wie es Herr Junker mal formulierte:<\/p><blockquote><p>\n&ldquo;Wir versuchen mal etwas, wenn der Protest zu gro&szlig;e wird, ziehen wir unser Vorhaben zur&uuml;ck, formulieren es um und versuchen es ein paar Jahre sp&auml;ter erneut.&rdquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Die Nachdenkseiten sind f&uuml;r mich das Beste, was ich im Internet finden konnte, aber auf dem EU-Auge sind die Nachdenkseiten doch ein wenig blind. Die EU wird von den Nachdenkseiten immer noch als das gro&szlig;e Friedensprojekt betrachtet, auch wenn EU-L&auml;nder sich an diversen Kriegen in der Welt beteiligen &ndash; ohne von der EU zumindest etwas gebremst zu werden. Tats&auml;chlich ist die EU wahrscheinlich das &ldquo;erfolgreichste&rdquo; Projekt des Neoliberalismus auf diesem Planeten, mit einer &ldquo;Ewigkeitsgarantie&rdquo; der in den EU-Vertr&auml;gen festgeschriebenen neoliberalen Grunds&auml;tze. Wer von einer Reformierbarkeit dieser EU tr&auml;umt, der tr&auml;umt.<\/p><p>Hier eine Stellungnahme von Sahra Wagenknecht zur M&ouml;glichkeit bzw. Unm&ouml;glichkeit einer linken Politik innerhalb der EU:<\/p><blockquote><p>\n&ldquo;H&auml;tte Corbyn Johnsons Pl&auml;nen einen entschlossenen <strong>Left Brexit<\/strong> entgegensetzen k&ouml;nnen, also das Vorhaben, ein Ende der neoliberalen EU-Vertr&auml;ge f&uuml;r einen sozialen Umbau der britischen Gesellschaft zu nutzen, w&auml;re ein anderes Ergebnis durchaus m&ouml;glich gewesen. Traurige Ironie dieses Wahlkampfes: Labours gro&szlig;es Sozialstaatsprogramm ist innerhalb der heutigen EU &uuml;berhaupt nicht umsetzbar.<\/p>\n<p>Man muss bedenken: Selbst das Geld, das die Bundesregierung im Rahmen des Klimapakts f&uuml;r einen Ausbau des Bahnnetzes zur Verf&uuml;gung stellen will, scheitert voraussichtlich an den EU-Beihilferegeln. Eine Ausweitung &ouml;ffentlichen Eigentums an Schl&uuml;sselbereichen der Daseinsvorsorge, Vorrang f&uuml;r Gemeinwohl statt Rendite, all das ist mit den Vorgaben der EU-Vertr&auml;ge schlicht unvereinbar.&rdquo;<\/p><\/blockquote><p><a href=\"http:\/\/aktionsmail.team-sahra.de\/issues\/wahl-in-grossbritannien-und-mitmachen-bei-einer-petition-214918\">aktionsmail.team-sahra.de\/issues\/wahl-in-grossbritannien-und-mitmachen-bei-einer-petition-214918<\/a><\/p><p>Soviel erst einmal zu dem, was das eigentliche Problem hinter den von einer gr&uuml;nen Berliner Politikerin ge&auml;u&szlig;erten Absichten zur S-Bahn ist, das eigentliche Problem ist die neoliberale EU! Deswegen w&auml;re es nur zu begr&uuml;&szlig;en, wenn <strong>diese<\/strong> EU zerfallen w&uuml;rde &ndash; um auf ihren Tr&uuml;mmern eine neue, soziale EU aufzubauen.<\/p><p>Freundliche Gr&uuml;&szlig;e<br>\nHolger Kaschuge<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>7. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrte Herren, M&uuml;ller, Berger &amp; Riegel,<\/p><p>nachdem ich den Text von Tobias Riegel gelesen hatte und meine Emp&ouml;rung gro&szlig; war, schickte ich eine E-Mail an die Berliner Senatorin f&uuml;r Wirtschaft, Energie und Betriebe, Ramona Pop (Gr&uuml;ne) mit Kopien an den Reg. B&uuml;rgermeister Michael M&uuml;ller SPD und Katrin Lompscher, Senatorin f&uuml;r Stadtentwicklung und Wohnen, LINKE. <\/p><p>Dabei wies ich auch auf den Entzug der Gemeinn&uuml;tzigkeit des Berliner Finanzamtes f&uuml;r Change org e.V. hin, wo Marianne Grimmenstein Petitionen gegen die Privatisierung &ouml;ffentlichen Eigentums veranlasste und immer noch veranlasst., dass es also einen Gleichschritt in dieser Richtung gibt. Das war vor ein paar Minuten. Jetzt las ich noch einmal die letzte Team-Sahra Mitteilung (15.12.) durch und lese dort: &ldquo;Traurige Ironie dieses Wahlkampfes: Labours gro&szlig;es Sozialstaatsprogramm ist innerhalb der heutigen EU &uuml;berhaupt nicht umsetzbar.Man muss bedenken: Selbst das Geld, das die Bundesregierung im Rahmen des Klimapakts f&uuml;r einen Ausbau des Bahnnetzes zur Verf&uuml;gung stellen will, scheitert voraussichtlich an den EU-Beihilferegeln. Eine Ausweitung &ouml;ffentlichen Eigentums an Schl&uuml;sselbereichen der Daseinsvorsorge, Vorrang f&uuml;r Gemeinwohl statt Rendite, all das ist mit den Vorgaben der EU-Vertr&auml;ge schlicht unvereinbar&hellip;&rdquo;<\/p><p>Es ist also nicht nur die &ldquo;Schwarze Null&rdquo;, die solches bef&ouml;rdert, sondern in 1. Linie die EU-Vertr&auml;ge, die in Richtung Privatisierung weisen und umgekehrt die Ausweitung &ouml;ffentlichen Eigentums unvereinbar mit den Vorgaben der EU-Vertr&auml;ge sind.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nTheresa Bruckmann<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Anmerkung zur Korrespondenz mit den NachDenkSeiten<\/strong><\/p><p>Die NachDenkSeiten freuen sich &uuml;ber Ihre Zuschriften, am besten in einer angemessenen L&auml;nge und mit einem eindeutigen Betreff.<\/p><p>Es gibt die folgenden Emailadressen:<\/p><ul>\n<li><a href=\"mailto:leserbriefe@nachdenkseiten.de\">leserbriefe(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Kommentare zum Inhalt von Beitr&auml;gen.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:hinweise@nachdenkseiten.de\">hinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> wenn Sie Links zu Beitr&auml;gen in anderen Medien haben.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:videohinweise@nachdenkseiten.de\">videohinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r die Verlinkung von interessanten Videos.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:redaktion@nachdenkseiten.de\">redaktion(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Organisatorisches und Fragen an die Redaktion.<\/li>\n<\/ul><p>Weitere Details zu diesem Thema finden Sie in unserer &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?page_id=47939\">Gebrauchsanleitung<\/a>&ldquo;.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Artikel &ldquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57167\">Privatisierung: Rot-Rot-Gr&uuml;n greift die S-Bahn an &ndash; und den eigenen Ruf gleich mit<\/a>&rdquo; hat Leser zu Briefen veranlasst, von denen wir einige hier wiedergeben. Da zu Recht angemerkt wurde, dass in dem Beitrag die Position der Berliner LINKEN nicht angemessen dargestellt wurde, soll hier nochmals auf die Argumentation der Linkspartei verwiesen werden.<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57230\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[103,143,73],"tags":[1815,1192,1302,246],"class_list":["post-57230","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-leserbriefe","category-privatisierung-oeffentlicher-leistungen","category-verkehrspolitik","tag-oepnv","tag-berlin","tag-daseinsvorsorge","tag-linke-mehrheit"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/57230","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=57230"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/57230\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":57232,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/57230\/revisions\/57232"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=57230"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=57230"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=57230"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}