{"id":57255,"date":"2019-12-22T09:00:09","date_gmt":"2019-12-22T08:00:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57255"},"modified":"2019-12-20T09:30:00","modified_gmt":"2019-12-20T08:30:00","slug":"hinweise-der-woche-141","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57255","title":{"rendered":"Hinweise der Woche"},"content":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lesenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?cat=19\">Hinweise des Tages<\/a> anzuschauen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CW)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57255#h01\">Klimagipfel in Madrid<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57255#h02\">Indigene V&ouml;lker fordern mehr Umweltschutz von Regierungen in Ecuador und Peru<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57255#h03\">So macht unsere Kleidung die Umwelt kaputt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57255#h04\">Frankreich:<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57255#h05\">&ldquo;Die NATO als Rundum-sorglos-Paket&rdquo;: FAZ? &ndash; TAZ!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57255#h06\">Testmobilmachung gen Osten (II)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57255#h07\">Belarus&rsquo; Platz in Europa<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57255#h08\">Transatlantische Rivalen (II)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57255#h09\">Beweismittel in Berateraff&auml;re: Von der Leyens Handydaten wurden gel&ouml;scht, gesteht die Regierung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57255#h10\">Krebsmedikamente: Wie man sich einen Onkologen kauft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57255#h11\">Reich ist nie genug<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57255#h12\">Gro&szlig;e Mehrheit f&uuml;r Verm&ouml;genssteuer und gegen &ldquo;Schwarze Null&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57255#h13\">Hartz IV und die Matching-Effizienz oder &ndash; Wozu dient die Volkswirtschaftslehre?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57255#h14\">Rekrutierer statt Ausbilder<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57255#h15\">Wirtschaftsdemokratie als Transformationshebel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57255#h16\">Obstpfl&uuml;cker, N&auml;herinnen und Software-Ingenieure<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57255#h17\">Microsoft, Google, Apple und Co. aus Bildungseinrichtungen verbannen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57255#h18\">Lies, Newsweek and Control of the Media Narrative: First-Hand Account<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57255#h19\">Wikileaks-Gr&uuml;nder: Ist Julian Assange f&uuml;r die Welt bereits gestorben?<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Urspr&uuml;nglich hatten wir geplant, in unserer Wochen&uuml;bersicht auch auf die lohnendsten redaktionellen Beitr&auml;ge der NachDenkSeiten zu verweisen. Wir haben jedoch schnell festgestellt, dass eine daf&uuml;r n&ouml;tige Vorauswahl immer damit verbunden ist, Ihnen wichtige Beitr&auml;ge vorzuenthalten. Daher m&ouml;chten wir Ihnen raten, am Wochenende doch einfach die Zeit zu nutzen, um sich unsere Beitr&auml;ge der letzten Wochen (noch einmal) anzuschauen. Vielleicht finden Sie dabei ja noch den einen oder anderen Artikel, den es sich zu lesen lohnt. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Klimagipfel in Madrid<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Madrider Klimagipfel: Verrat an den Armen und unseren Kindern<\/strong><br>\n(&hellip;) Zun&auml;chst ein Lichtblick: Die EU bekannte sich zusammen mit China, Indien, S&uuml;dafrika und den kleinen Inselstaaten erneut zum Ziel der Klimaneutralit&auml;t bis 2050. Das ist zumindest ein erster, wenn auch noch unzureichender Schritt in die richtige Richtung. Damit kann dem Pariser Klimaabkommen beim Klimagipfel im n&auml;chsten Jahr neues Leben eingehaucht werden.<br>\nDer zweite Hoffnungsschimmer: Die Bremser von Madrid, die USA, Brasilien und Australien, konnten sich mit ihren Forderungen nach einem ungez&uuml;gelten, weltweiten Emissionshandel nicht durchsetzen. Ein globaler gef&auml;hrlicher Emissionshandel, der so zum Verschiebebahnhof von CO2-Emissionen geworden w&auml;re, wurde abgewendet. Wichtig ist, dass alle Staaten zuhause ihre Emissionen reduzieren m&uuml;ssen.<br>\nDoch das magere Abschluss-Kommuniqu&eacute; von Madrid zeigt wieder einmal, dass die Welt weit entfernt davon ist, das Paris-Ziel von h&ouml;chstens 1.5 oder zwei Grad globaler Erw&auml;rmung gegen&uuml;ber 1880 noch zu erreichen. Zurzeit steuern wir global eher auf f&uuml;nf oder sechs Grad zu.<br>\nWas nun ergibt sich aus dem gescheiterten Gipfel in Madrid?<br>\nDeutschland muss sich dem klimapolitischen Aufbruch der EU endlich ohne Wenn und Aber anschlie&szlig;en, vor 2038 aus der Braunkohle aussteigen und sich an progressiven Klimavorreitern in Europa orientieren&hellip;<br>\nWas lernen wir nach dem gescheiteren Madrid-Gipfel?<br>\n&ldquo;Diese Klimakonferenz war ein Angriff auf das Herz des Pariser Abkommens&rdquo;, kommentiert Greenpeace zurecht. Was lernen wir nach dem gescheiteren Madrid-Gipfel? Warten auf die Bremser wie Herrn Trump in den USA, Herrn Bolsonaro in Brasilien oder auf die deutsche AfD bringt gar nichts.<br>\nUnsere Aufgabe hei&szlig;t: Energiewende selber machen und sich dabei an Vorbildern wie Schweden, England oder D&auml;nemark orientieren. Das sind wir unseren Kindern und Enkeln, aber auch den Armen in den s&uuml;dlichen L&auml;ndern schuldig. Viele leiden schon heute unter der Klimaerhitzung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Madrider-Klimagipfel-Verrat-an-den-Armen-und-unseren-Kindern-4615751.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><strong>Entt&auml;uschend, inakzeptabel, verantwortungslos<\/strong><br>\nMassive Blockaden einzelner L&auml;nder, schwache Minimalkompromisse erst nach tagelangem Streit, viele ungekl&auml;rte Fragen: Nach Abschluss der UN-Klimakonferenz in Madrid zeigen sich viele Beobachter tief entt&auml;uscht. Ein &Uuml;berblick.<br>\n(&hellip;) &ldquo;W&auml;hrend Jugend und Zivilgesellschaft unerm&uuml;dlich f&uuml;r den Klimaschutz streiken, fielen viele Regierungen auf der Weltklimakonferenz durch Verantwortungslosigkeit und Aufschieberitis auf&rdquo;, sagte BUND-Chef Olaf Bandt. Der Minimalkompromiss von Madrid werde der Klimakrise nicht gerecht. Die Bundesregierung m&uuml;sse nun &ldquo;den klimapolitischen Aufbruch der Europ&auml;ischen Union unterst&uuml;tzen und auch das Klimapaket neu packen&rdquo;.<br>\n&ldquo;Wie laut muss noch demonstriert werden, wie viele Warnungen muss die Wissenschaft noch aussprechen, wie viele junge Leute m&uuml;ssen ihre ganz reale Zukunftsangst noch &auml;u&szlig;ern, damit die gro&szlig;en Wirtschaftsm&auml;chte sich endlich nicht mehr taub stellen?&rdquo;, fragte Sven Harmeling, Klimaexperte der Hilfsorganisation Care.<br>\nF&uuml;r Christoph Bals von der Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch hat die COP 25 die &ldquo;St&auml;rke und Schw&auml;che des Pariser Abkommens&rdquo; gezeigt. &ldquo;Alle L&auml;nder sehen, dass der Ausstieg aus Kohle, &Ouml;l und Gas nun in eine ernsthafte Phase kommt&rdquo;, so Bals. &ldquo;Deshalb organisieren einige Staaten wie die USA, Brasilien und Australien, die eng mit der fossilen Lobby verbandelt sind, eine letzte Abwehrschlacht.&rdquo;<br>\nDie gro&szlig;e Mehrheit der Staaten mache jedoch deutlich, &ldquo;dass sie fest entschlossen am Pariser Abkommen festh&auml;lt und n&auml;chstes Jahr ihre Klimaziele und -pl&auml;ne nachbessern will&rdquo;. Im Abschlusstext gebe es weitere positive Punkte, sagte Germanwatch-Klimaexpertin Rixa Schwarz. Es sei auch besser, Entscheidungen zu vertagen, als Regeln mit vielen Schlupfl&ouml;chern etwa zum CO2-Handel zu verabschieden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.klimareporter.de\/klimakonferenzen\/enttaeuschend-inakzeptabel-verantwortungslos\">Klimareporter<\/a><\/li>\n<li><strong>Keine Zeit zu handeln<\/strong><br>\nIm Licht der j&uuml;ngsten Erkenntnisse der Klimaforschung war der Klimagipfel von Madrid ein Desaster, auch wenn das v&ouml;llige Scheitern verhindert werden konnte. Die Blockade des internationalen Klimaschutzes kann nur durch Vorreiter aufgel&ouml;st werden, die ohne R&uuml;cksicht auf die fossilen Bremser vorangehen.<br>\n(&hellip;) Jetzt ohne die Bremser vorangehen<br>\nGerade nach der Erfahrng mit dem Konferenzchaos in Madrid ist man versucht zu sagen: H&ouml;rt doch auf damit. Das ist richtig und falsch zugleich.<br>\nEs w&auml;re zwar falsch, die UN-Klimaverhandlungen nach dieser neuerlichen Erfahrung des irren Tanzes auf dem Vulkan komplett aufzugeben. Sie bilden immerhin einen Rahmen, um alle L&auml;nder der Erde einzubinden und eine Plattform auch f&uuml;r die Interessen der armen L&auml;nder zu schaffen, die sonst viel zu wenig wahrgenommen werden.<br>\nDoch zu hoffen, dass auf diesem Weg allein das 1,5-bis-zwei-Grad-Ziel erreicht werden kann, wird vergeblich sein. Das Einstimmigkeitsprinzip, das in diesem Verhandlungsformat gilt, verhindert, dass schnell genug gehandelt wird. Hinzu kommt, dass die USA als zweitgr&ouml;&szlig;ter CO2-Einheizer im November 2020 aus dem Paris-Abkommen austreten wollen.<br>\nDie Blockade des internationalen Klimaschutzes kann nur durch Vorreiter aufgel&ouml;st werden, die ohne R&uuml;cksicht auf die Bremser mit einer modernen, strikt am CO2-Sparen orientierten Energie- und Verkehrspolitik, einer klimafreundlichen Landnutzung und (Wieder-)Aufforstung von W&auml;ldern vorangehen&hellip;<br>\nDamit das so kommt, braucht es nicht nur Politiker, die es ernst meinen mit ihren Versprechen, den kommenden Generationen einen gut bewohnbaren Planeten zu erhalten. Sondern auch weiterhin den Druck von der Klimabewegung. An Greta Thunberg wird&rsquo;s nicht liegen. &ldquo;Was auch immer passiert: Wir werden niemals aufgeben. Wir haben gerade erst angefangen&rdquo;, hat sie gesagt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.klimareporter.de\/klimakonferenzen\/keine-zeit-zu-handeln\">Klimareporter<\/a><\/li>\n<li><strong>Die Null steht<\/strong><br>\nDas Ergebnis ist so matt wie am Ende die Delegierten. Der Klimagipfel von Madrid lehrt: Von der Weltpolitik ist nichts zu erwarten. Ein Kommentar von Daniel Lingenh&ouml;hl.<br>\nDas Ende war vorhersehbar. Wohl nur die gr&ouml;&szlig;ten Optimisten hatten vor Beginn der Klimakonferenz von Madrid auf ein brauchbares Ergebnis und handfeste Ma&szlig;nahmen zum Klimaschutz gehofft. Von den USA, die immer noch der zweitgr&ouml;&szlig;te Produzent an Treibhausgasen sind, konnte man nichts erwarten: Pr&auml;sident Trump f&uuml;hrt sein Land aus dem Pariser Klimaabkommen von 2015, und seine Administration tut zu Hause alles, um fossile Energie zu f&ouml;rdern und Umweltgesetze zu schleifen. Im brasilianischen Pr&auml;sidenten Jair Bolsonaro und dem australischen Premierminister Scott Morrison hat er willf&auml;hrige Verb&uuml;ndete: Der eine befeuert die Abholzung am Amazonas, der andere f&ouml;rdert die Kohleindustrie wie weltweit kaum ein zweiter Staatschef.<br>\nVor allem diese Koalition hintertrieb laut verschiedenen Beobachtern Bem&uuml;hungen, doch noch zu weiter reichenden Beschl&uuml;ssen in Madrid zu kommen. W&auml;hrend die USA prinzipiell unwillig sind, etwas zum internationalen Klimaschutz beizutragen, versuchten sich die beiden anderen in Taschenspielertricks. Australien und Brasilien verhinderten vor allem ein neues Regelwerk zum Handel mit Klimaschutzzertifikaten. Beide wollten Milliarden Kohlendioxidzertifikate aus fr&uuml;heren Jahren in einem geplanten neuen Markt verkaufen. Der Brasilianer beabsichtigte dabei, schon einmal ins Ausland verkaufte Gutschriften nochmals auf die eigene Klimabilanz des Landes verrechnen zu lassen. Ein &uuml;bles Tauschgesch&auml;ft, das ungestraft Milliarden Tonnen Kohlendioxid mehr freigesetzt h&auml;tte.<br>\n(&hellip;) Madrid reiht sich daher ein in die lange Reihe gescheiterter Konferenzen. Mit den momentanen vermeintlichen Anstrengungen steuert die Welt eher auf eine Temperaturerh&ouml;hung von durchschnittlich 3 Grad Celsius zu und ist weit davon entfernt, den Anstieg auf 1,5 oder 2 Grad Celsius zu begrenzen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spektrum.de\/kolumne\/die-null-steht\/1693000\">Spektrum<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Indigene V&ouml;lker fordern mehr Umweltschutz von Regierungen in Ecuador und Peru<\/strong><br>\nMadrid. Mehrere F&uuml;hrer indigener Gemeinschaften aus Ecuador und Peru haben am Rande des Weltklimagipfels COP25 in der spanischen Hauptstadt Madrid weltweite Unterst&uuml;tzung bei der Einstellung von &Ouml;lbohrungen und Bergbauaktivit&auml;ten in der Amazonas-Region gefordert. Sie zeigten sich emp&ouml;rt dar&uuml;ber, dass der ecuadorianische Pr&auml;sident Len&iacute;n Moreno behauptete, &ldquo;dass die Ausweitung der &Ouml;lbohrungen im Heiligen Quellgebiet des Amazonas mit dem Pariser Abkommen vereinbar ist und die indigenen Rechte nicht beeintr&auml;chtigt werden&rdquo;, &auml;u&szlig;erte Sandra Tukup, Leiterin des Verbandes der Indigenen Nationalit&auml;ten des ecuadorianischen Amazonas (CONFENIAE), am Rande der Konferenz.<br>\nLizardo Cauper, Pr&auml;sidentin der Amazonian Inter-Ethnic Development Association Peruana (AIDESEP), kommentierte, dass die peruanische Regierung zwar behaupte, sich f&uuml;r eine sauberere Zukunft einsetzen zu wollen, w&auml;hrend sie in Wirklichkeit aber weiterhin den Ausbau von Erd&ouml;lbohrungen f&ouml;rdere.<br>\nDie Region in Ecuador und Peru umfasst 30 Millionen Hektar &ndash; eine Fl&auml;che so gro&szlig; wie Italien &ndash; und beherbergt &uuml;ber 20 einheimische indigene Nationalit&auml;ten, von denen einige unkontaktiert sind. Die gesch&auml;tzten f&uuml;nf Milliarden Barrel unerschlossener &Ouml;lreserven der Region im Boden zu belassen, entspr&auml;che der Vermeidung von &uuml;ber zwei Milliarden Tonnen CO2. Die Entwaldung, die durch das Fortschreiten der industriellen Entwicklung gef&ouml;rdert werde, k&ouml;nnte laut der NGO Amazon Watch zu zus&auml;tzlichen Emissionen von vier Milliarden Tonnen Kohlenstoff f&uuml;hren.<br>\nEs sei absurd, dass die hochindustrialisierten L&auml;nder zusammenkommen, &ldquo;um &uuml;ber den Stopp des Klimawandels zu sprechen, jedoch gleichzeitig neue &Ouml;lbohrungen in unseren Gebieten, im Herzen des Amazonas-Regenwaldes, zu erzwingen&rdquo;, sagte Wrays Perez, Pr&auml;sident der Wampis-Nation von Peru.<br>\nEin in der vergangenen Woche ver&ouml;ffentlichter neuer Forschungsbericht zeigt nach Informationen von Amazon Watch, dass es momentan 27 &Ouml;lblocks gibt, die diese Region bedrohen, und dass beispielsweise Unternehmen aus Chile, dem urspr&uuml;nglichen Gastgeber der COP25 und aus China, dem Gastgeber der Konferenz &uuml;ber die biologische Vielfalt im n&auml;chsten Jahr, die Zukunft des Amazonas akut bedrohen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/amerika21.de\/2019\/12\/235499\/cop25-indigene-ecuador-peru-schutzjav\">Amerika 21<\/a>\n<p><strong>dazu: Was ist sustainable Development?<\/strong><br>\n850 Organisationen veranstalten alternativen Klimagipfel in Madrid<br>\nDie indigenen V&ouml;lker sind zum alternativen Klimagipfel gekommen, um gegen die Konzerne zu demonstrieren, die ihre L&auml;nder rauben und ihre Existenz zerst&ouml;ren und die sich beim COP25 treffen, um die Transformation der Welt&ouml;konomie voranzutreiben, die sie sustainable Development nennen.<br>\n&bdquo;Wir indigene V&ouml;lker haben immer sustainable, in Harmonie mit der Natur, gelebt. In euren L&auml;ndern hat man nie gelernt, sustainable zu leben. Ihr wollt immer mehr und mehr haben. Wir sind von unseren Traditionen her sustainable. Diese habt ihr uns mit der Kolonisierung genommen. Wir sind hier als F&uuml;hrer eines Sustainable Movement und nicht als Opfer der Klimakatastrophe.&ldquo;<br>\n&bdquo;Wir sind hier um Solidarit&auml;t zu zeigen mit den Menschen von Chile, Kolumbien, Ecuador, Brasilien, die den climate Kapitalismus bek&auml;mpfen, Menschen, die f&uuml;r ihr Land ihre W&auml;lder und gegen Neoliberalismus k&auml;mpfen, gegen Imperialismus, gegen die USA und deren White Suprematismus und Militarisierung&ldquo;&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/linkezeitung.de\/2019\/12\/15\/was-ist-sustainable-development\/\">Linke Zeitung<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> &bdquo;Nicht einmal die Indios, die isoliert in den Tiefen der Urw&auml;lder leben sind heutzutage sicher. Anfang des 20. Jahrhunderts gab es in Brasilien noch 230 St&auml;mme; seitdem haben Feuerwaffen und Mikroben 90 von ihnen ausgel&ouml;scht&hellip; Der Kontakt mit den Wei&szlig;en bedeutet f&uuml;r die indigene Bev&ouml;lkerung nach wie vor der Kontakt mit dem Tod&hellip; die &Uuml;ppigkeit der Natur macht sie zum Opfer von Pl&uuml;nderung und Mord&hellip;&ldquo; Eduardo Galeano: Die offenen Adern Lateinamerikas.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>So macht unsere Kleidung die Umwelt kaputt<\/strong><br>\nKleidung legt oft bis zu 20.000 Kilometer zur&uuml;ck, bis sie bei uns auf dem Ladentisch landet. Auf ihrem Weg hinterl&auml;sst sie einen gigantischen &ouml;kologischen Fu&szlig;abdruck.<br>\n(&hellip;) Nur 10 Prozent der Kleidung kommt aus Deutschland<br>\nProduziert wird haupts&auml;chlich in Asien. So sind auch 90 Prozent der in Deutschland verkauften Bekleidung importiert, mehr als 50 Prozent kommt aus China, Indien, Bangladesch und der T&uuml;rkei. Mit weitem Abstand steht China an der Spitze der Weltproduktion von Textilien und Bekleidung.<br>\n(&hellip;) Welche Folgen hat die Textilproduktion f&uuml;r die Umwelt?<br>\nBis ein T-Shirt bei uns auf dem Ladentisch liegt, hat es einiges &uuml;ber sich ergehen lassen: Gl&auml;tten, Bleichen, F&auml;rben, Bedrucken &ndash; und f&uuml;r spezielle Outdoor-Kleidung auch Impr&auml;gnieren. F&uuml;r diese Prozesse werden in der Textilindustrie pro Kilogramm Kleidung rund ein Kilogramm Chemikalien verwendet.<br>\nInsgesamt 6.500 verschiedene Chemikalien sind bei der Textilveredelung im Einsatz, darunter auch Schwermetalle wie Kupfer, Arsen und Cadmium. Viele davon sind giftig, einige auch krebserregend.<br>\nF&uuml;r das F&auml;rben von einem Kilo Garn werden zudem rund 60 Liter Wasser ben&ouml;tigt: Wasser, das am Ende mit den chemischen Zus&auml;tzen verunreinigt ist. Die Folge: 17 bis 20 Prozent des industriellen Abwassers weltweit entsteht laut Angaben der Weltbank alleine bei der Textilveredelung.<br>\nKleidung aus Baumwolle ben&ouml;tigt besonders viel Wasser<br>\nSpeziell bei Baumwoll-Fasern kommt hinzu, dass schon beim Anbau von Baumwolle riesige Mengen Wasser zur Bew&auml;sserung im Einsatz sind. Das f&uuml;hrt nicht nur dazu, dass nat&uuml;rliche Wasserreservoirs wie der Aralsee in Zentralasien g&auml;nzlich leergepumpt werden.<br>\nDas Wasser wird zudem mit Pflanzenschutzmitteln und D&uuml;nger verunreinigt. Und das in einem betr&auml;chtlichen Ausma&szlig;: 16 Prozent aller Insektizide weltweit werden auf Baumwollfeldern verspr&uuml;ht. Dabei machen diese nur 2,5 Prozent der weltweiten landwirtschaftlichen Fl&auml;che aus. Durch Regen und Bew&auml;sserung sickern die Substanzen in den Boden&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.quarks.de\/umwelt\/kleidung-so-macht-sie-unsere-umwelt-kaputt\/\">Quarks.de<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Frankreich<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Pr&auml;sident ohne Volk<\/strong><br>\nProtest gegen &raquo;Rentenreform&laquo; k&ouml;nnte Frankreichs Staatschef Macron aus dem &Eacute;lys&eacute;e-Palast fegen. Hunderttausende auf der Stra&szlig;e<br>\nSo hatte sich Emmanuel Macron die totale Privatisierung Frankreichs wohl nicht vorgestellt. Sein schon 2017 im Pr&auml;sidentschaftswahlkampf angek&uuml;ndigtes wichtigstes neoliberales Projekt, die &raquo;Rentenreform&laquo;, erstickt im Protest. Am Dienstag gingen erneut Hunderttausende auf die Stra&szlig;e, alle &ouml;ffentlichen Transporte blieben unter Streik, Wirtschafts- und Sozialleben des Landes standen still, Schulen und Universit&auml;ten blieben geschlossen. Die Gewerkschaften sind sich endlich einig. Seit Macron am Mittwoch vor einer Woche seinen rechten Ministerpr&auml;sidenten &Eacute;douard Philippe vorschickte und ihn Details des Rentenplans bekanntgeben lie&szlig;, marschieren die F&uuml;hrer der gr&ouml;&szlig;ten Gewerkschaften CGT und CFDT Seite an Seite. Der Mann im &Eacute;lys&eacute;e-Palast ist ein Staatschef ohne Volk, die gewaltige Demonstration gegen das &raquo;System Macron&laquo; k&ouml;nnte ihn aus dem Amt fegen&hellip;<br>\n(&hellip;) In gro&szlig;er Not verl&auml;sst Macron sich nun wie am Dienstag auf seinen Mann f&uuml;rs Grobe, den Pariser Polizeipr&auml;fekten Didier Lallement, und dessen Provokateure, die in friedlichen Demonstrationsz&uuml;gen Gewalt s&auml;en und den Protest desavouieren sollen. Seine Polizei ging wieder einmal mit der verordneten &raquo;gnadenlosen H&auml;rte&laquo; gegen den Widerstand an. Macrons Ziel: Ihn mit Macht zerbrechen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/368968.frankreich-pr%C3%A4sident-ohne-volk.html\">junge Welt<\/a><\/li>\n<li><strong>Proteste in Frankreich: Rebels with a cause<\/strong><br>\nL&auml;ngst sitzen n&auml;mlich just die Versicherungskonzerne und andere finanzkapitalistische Akteure in den Startl&ouml;chern, um endlich, endlich auch in Frankreich einen &ldquo;Markt&rdquo; f&uuml;r private, kapitalgedeckte Rentenversicherungen oder Zusatzabsicherungen zu er&ouml;ffnen. Bereits bislang sind laut einer gewerkschaftlichen Quelle dort 14,2 Milliarden Euro in privaten Rentenfonds angelegt, dies entspricht jedoch &ldquo;nur&rdquo; 0,2 Prozent des BIP. Andere Quellen, die etwas umfassender zu rechnen scheinen, sprechen hingegen von 0,7 Prozent.<br>\nDas ist aus Sicht finanzkapitalistischer Akteure in jedem Falle absolut ausbaubar im Vergleich zur Entwicklung in den USA, den Niederlanden oder auch Deutschland. Mit allen Risiken, die dies beinhaltet, wenn die k&uuml;nftigen Renten dann an den Finanzm&auml;rkten, auf einen Gewinn spekulierend, angelegt werden &ndash; aber eben auch Verluste verzeichnen k&ouml;nnen.<br>\nZur Wochenmitte wurde nunmehr auch bekannt, dass einer der gr&ouml;&szlig;ten Kapitalmarktakteure des Planeten, das US-Unternehmen Blackrock, die franz&ouml;sische Regierung im Vorfeld betreffend der &ldquo;Reform&rdquo;pl&auml;ne f&uuml;r das Rentensystem &ldquo;beriet&rdquo; &ndash; und zu den zu erwarteten Gewinnern der &ldquo;Reform&rdquo; z&auml;hlt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Proteste-in-Frankreich-Rebels-with-a-cause-4620009.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><strong>Verteidigung der Demokratie gegen den Staatsadel<\/strong><br>\nNachdem Frankreichs Premierminister Edouard Philippe endlich Details f&uuml;r die lange angek&uuml;ndigte Rentenreform vorgestellt hat, werden die Proteste unvermindert weitergehen. Denn Philippe und Pr&auml;sident Emmanuel Macron planen nicht nur n&ouml;tige Korrekturen. Sie wollen ein System aushebeln, das f&uuml;r sozialen Ausgleich und Gerechtigkeit steht&hellip;<br>\n(&hellip;) Die Breite der Mobilisierung erkl&auml;rt sich aus der Pr&auml;sentation des Reformprojekts. Macron gab n&auml;mlich erst einmal keine Details bekannt, weil er so die die Durchsetzungschancen erh&ouml;hen und den Gewerkschaften die Mobilisierung zu erschweren wollte. Angek&uuml;ndigt im Herbst 2017, trat die Reform vor einem halben Jahr in das Stadium der benebelnden Stimmungsmache. Seither wird dem Publikum ununterbrochen vor allem eine einzige Zahl eingetrichtert: 42. Die existierenden 42 Rentenregelungen f&uuml;r fast so viele Berufsgruppen seien abzuschaffen und zu ersetzen durch ein einheitliches Punktesystem f&uuml;r die einbezahlten Rentenbeitr&auml;ge. Das h&ouml;rt sich nicht unvern&uuml;nftig an, ist aber erstens politisch hinterh&auml;ltig und zweitens fundamental ungerecht&hellip;.<br>\nMit der Ersetzung der 42 Sonderregelungen durch ein Punktesystem w&uuml;rden stillschweigend solche Kompensationsversprechen abger&auml;umt.<br>\nSchreiend ungerecht ist das scheinbar einfache Punktesystem, weil es gegen die elementarste Grundlage des Gerechtigkeitsprinzips verst&ouml;&szlig;t, das verlangt &ndash; sachlich angemessen und logisch zwingend &ndash; Gleiches gleich und Ungleiches ungleich zu behandeln.<br>\nEs geht nicht um Privilegien, sondern um Ausgleich f&uuml;r geringe L&ouml;hne<br>\nDie Rasanz und Vehemenz der Proteste erkl&auml;ren sich aus der Verletzung des Gerechtigkeitsanspruchs. Denn mit der Einf&uuml;hrung eines Punktesystems werden nicht &ldquo;Privilegien&rdquo; und &ldquo;Pfr&uuml;nde&rdquo; beseitigt und &ldquo;mehr Gleichheit und Gerechtigkeit&rdquo; geschaffen (J&uuml;rg Altwegg, FAZ), wie es aus hiesigen Medien seit Monaten fast unisono t&ouml;nt, sondern Versprechen gebrochen, an denen sich Menschen in der Arbeit und im Leben orientiert haben&hellip;Und dabei geht es nicht um den Verlust von Privilegien, sondern um kompensatorische Leistungen f&uuml;r Menschen, die unter hohen Temperaturen und L&auml;rm arbeiten oder lebenslang in Nacht- und Wechselschichten eingespannt sind, wodurch ihre Gesundheit und ihr soziales Leben belastet und gef&auml;hrdet werden.<br>\nAndererseits ist offensichtlich, dass es unter den 42 Rentenregelungen solche gibt, die man als &ldquo;Erbh&ouml;fe&rdquo; bezeichnen kann, weil die sachliche Grundlage f&uuml;r Ausnahmeregelung l&auml;ngst verschwunden ist oder von Anfang an dysfunktional war. Letzteres gilt f&uuml;r Sonderregeln f&uuml;r Milit&auml;rbedienstete, Angestellte der Pariser Oper, der M&uuml;llabfuhr, in der Strom- und Gaswirtschaft oder bei Verkehrsbetrieben. Hier leuchtet f&uuml;r viele Bereiche sofort ein, dass eine Harmonisierung oder eine Reform der Systeme unumg&auml;nglich und sinnvoll ist. Das spiegelt sich auch in Umfragen: 76 Prozent der Franzosen halten das Rentensystem f&uuml;r reformbed&uuml;rftig.<br>\nAber nach denselben Umfragen sind auch 70 Prozent gegen d i e s e Reform und optieren f&uuml;r Streiks, um die Reform zu verhindern&hellip;<br>\nPremier Phillippe macht kleine Konzessionen, die keinen &uuml;berzeugen&hellip;<br>\nDie mit Spannung erwartete Rede des Premierministers Philippe vom 11.12.2019 brachte keine &Uuml;berraschungen. Die Regierung h&auml;lt an der Rentenreform fest. Philippe gab sich sehr moderat, geradezu vers&ouml;hnlich, zollte den Gewerkschaften Respekt vor ihrer &ldquo;k&auml;mpferischen Kultur&rdquo; und distanzierte sich selbst von jeder &ldquo;kriegerischen Rhetorik&rdquo; bei der Vorstellung des &ldquo;neuen Pakts zwischen den Generationen&ldquo;&hellip; Dass diese Konzessionen die Protestierenden &uuml;berzeugen und f&uuml;r eine Beendigung des Streiks ausreichen, ist nicht zu erwarten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/gegenblende.dgb.de\/artikel\/++co++a758cb1a-1cc1-11ea-a423-52540088cada\">Gegenblende<\/a><\/li>\n<li><strong>Die unverzeihliche Leichtigkeit von Macrons Rentenkommissar<\/strong><br>\n&bdquo;Nebeneink&uuml;nfte vergessen&ldquo;<br>\nJean-Paul Delevoye sollte die Franzosen darauf einstimmen, dass sie bei der Rente k&uuml;rzertreten m&uuml;ssen. Doch er verschwieg &uuml;ppige Nebeneink&uuml;nfte. F&uuml;r Pr&auml;sident Macron wird die Lage immer misslicher.<br>\nAls h&auml;tte die franz&ouml;sische Regierung nicht schon genug an der Streikfront zu k&auml;mpfen, leistet sie sich noch einen hausgemachten Skandal. Rentenhochkommissar Jean-Paul Delevoye, der den Umbau des Rentensystems federf&uuml;hrend leitet, hat am Montag seinen R&uuml;cktritt angek&uuml;ndigt. Er sei das Opfer &bdquo;gewaltiger Attacken und l&uuml;gnerischer Verleumdungen&ldquo;, schrieb Delevoye in einer Mitteilung. Einige Tage zuvor hatte er behauptet, er habe die Nebeneink&uuml;nfte &bdquo;vergessen&ldquo; anzugeben. An seiner Lauterkeit waren erhebliche Zweifel aufgekommen, nachdem er der zust&auml;ndigen Aufsichtsbeh&ouml;rde &bdquo;f&uuml;r Transparenz im &ouml;ffentlichen Leben&ldquo; (HATPV) mindestens zehn meldepflichtige T&auml;tigkeiten und Ehren&auml;mter verschwiegen hatte.<br>\n&bdquo;Delevoye ist weg. Sein Reformprojekt muss jetzt auch weg. Wir wollen ein frohes Weihnachtsfest&ldquo;, kommentierte der Chef der Linkspartei La France Insoumise, Jean-Luc M&eacute;lenchon, den Vorgang.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/ausland\/macrons-rentenkommissar-delevoye-tritt-zurueck-16538785.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Wie unglaublich und auch offensichtlich: der Rentenkommissar bekommt sein Geld von den Versicherungsgesellschaften, also den voraussichtlichen Profiteuren einer weiteren Privatisierung. Und die FAZ redet das Ganze auch noch mit Worten wie &ldquo;Leichtigkeit&rdquo; sch&ouml;n. Der Rentenkommissar &ldquo;sollte die Franzosen darauf einstimmen, dass sie bei der Rente k&uuml;rzertreten m&uuml;ssen&rdquo; &ndash; &ldquo;einstimmen&rdquo; wie auf ein gutes Konzert oder ein tolles Fu&szlig;ballspiel. Und nat&uuml;rlich &ldquo;m&uuml;ssen&rdquo; die Franzosen nicht &ldquo;bei der Rente k&uuml;rzertreten&rdquo; (was f&uuml;r ein Euphemismus f&uuml;r brutale Rentenk&uuml;rzungen), sondern sie sollen, damit Macron mehr Geld an die Unternehmen verschenken kann. Nichts Anderes ist das Ziel der Aktion.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Polizeigewalt in Frankreich &ndash; Neue Gummigeschosse sind schon bestellt<\/strong><br>\nFrankreichs Polizei geht mit H&auml;rte gegen die Demonstrierenden vor. Dahinter steckt offenbar eine neue Strategie: Man will nicht noch einmal die Kontrolle verlieren.<br>\nDer zerschmetterte Sch&auml;del, den Laurent Thines an diesem Tag auf seinem Operationstisch sah, erinnerte den Chirurg an Verungl&uuml;ckte bei einem Autounfall. Der Arzt aus dem ostfranz&ouml;sischen Besan&ccedil;on behandelt seit Wochen Demonstrierende, Gelbwesten und auch einfach nur Passanten, die von Polizeigewalt betroffen sind. Darunter seien auch Menschen, denen ein Gummigeschoss das Auge zerst&ouml;rte, erz&auml;hlt Thines. Das Ausma&szlig; der Gewalt l&auml;sst sich in einer Statistik des Journalisten David Dufresne ablesen: 25 Menschen verloren Augen, f&uuml;nf H&auml;nde, hunderte wurden schwer verletzt. Die meisten Opfer sind Demonstrierende, aber Dufresne listet auch mehr als hundert Journalisten, 46 Minderj&auml;hrige und 70 Passantinnen, die von einem Schlagstock, einer Granate oder einem Gummigeschoss getroffen wurden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2019-12\/polizeigewalt-frankreich-gelbwesten-demonstrationen-proteste-ausschreitungen\">ZEIT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Danke f&uuml;r die empathische Darstellung. Macron, der &ldquo;Jupiter&rdquo;, der gro&szlig;e &ldquo;Linksliberale&rdquo;, ist auch nur Pr&auml;sident eines Polizeistaats, der demonstrierende B&uuml;rger zusammenpr&uuml;geln, zusammenschie&szlig;en und lebensgef&auml;hrlich verletzen l&auml;&szlig;t.&rdquo;Die Bundesregierung, die zusammen mit Frankreich Gewalt gegen Protestierende in Russland oder Hongkong anprangert, hat noch kein Wort &uuml;ber die franz&ouml;sische Polizei verloren. Auch in den deutschen Medien las man bislang wenig dazu.&rdquo; &ndash; Genau so ist es. &ldquo;Sie wollen nicht wahrhaben, dass Frankreich eine autorit&auml;re Wende vollzogen hat&rdquo;, urteilt Chirurg Thines.&rdquo; &ndash; Und zwar im Herzen der EU, dem gro&szlig;en Friedensprojekt, das allen Europ&auml;ern Frieden und Wohlstand garantiert. Oder etwa nicht? Stattdessen nur den gro&szlig;en Unternehmen maximalen Gewinn garantiert, auch wenn das hunderte B&uuml;rger W&uuml;rde und soziale Sicherheit, die Augen, die H&auml;nde oder gar das Leben kostet?<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Frankreich: Streiks auch an Weihnachten?<\/strong><br>\nDie Streiks gegen Macrons Rentenreform dauern an. Premier Philippe appelliert mit Blick auf Weihnachten an die Streikenden. Doch die stellen ein Ultimatum.<br>\n(&hellip;) Premierminister Edouard Philippe richtete einen Appell an die streikenden Bahnmitarbeiter: &ldquo;Weihnachten ist eine wichtige Zeit. Jeder muss Verantwortung &uuml;bernehmen. Ich glaube nicht, dass die Franzosen es akzeptieren w&uuml;rden, wenn einige Leute sie dieses Moments berauben&rdquo;, sagte der Regierungschef der Zeitung &ldquo;Le Parisien&rdquo; (Sonntagsausgabe). Philippe forderte SNCF-Chef Jean-Pierre Farandou auf, einen Weihnachts-Notfallplan vorzubereiten, aus dem hervorgehe, welche Z&uuml;ge sicher fahren.<br>\n(&hellip;) Ein Ultimatum der Gewerkschaften<br>\nWenn der Konflikt noch vor den Feiertagen beendet werden solle, habe die Regierung noch die n&auml;chste Woche Zeit, die Rentenreform zur&uuml;ckzunehmen, sagte Laurent Brun von CGT-Cheminots.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zdf.de\/nachrichten\/heute\/streiks-in-frankreich-behindern-weiter-den-verkehr-100.html\">ZDF<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Die Regierung Macron versucht mit allen Mitteln, den Streik zu beenden. Neben massivem Polizeiaufgebot und -gewalt (siehe hier), setzt sie auf Spaltung der Gewerkschaftsfront und umschmeichelt insbesondere die reformistische regierungsnahe CFDT, die sie zu einem faulen Kompromiss verleiten will. Jetzt kommt noch die Erpressung mit den Feiertagen an Weihnachten hinzu, wohlwissend, dass ein einmal unterbrochener streik nur schwer wieder neu in Gang zu bringen ist. Ein Mitglied der CGT verglich es mit einem Hochofen, der, einmal heruntergefahren, nur schwer wieder hochzufahren ist. Auch in Frankreich wird Weihnachten meist in engstem Familienkreis gefeiert, die wenigsten fahren daf&uuml;r mit dem Zug. Wer die Feiertage aber zu einem Kurzurlaub im Land nutzen will schon eher. Macron sollte lieber sein Rentenk&uuml;rzungsprogramm beerdigen, statt auf die Tr&auml;nendr&uuml;se zu dr&uuml;cken. Dann fahren auch wieder die Z&uuml;ge.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>&ldquo;Die NATO als Rundum-sorglos-Paket&rdquo;: FAZ? &ndash; TAZ!<\/strong><br>\nWer bislang dachte, Pl&auml;doyers f&uuml;r eine europ&auml;ische Armee unter dem &bdquo;nuklearen Schutzschirm Frankreichs&ldquo; seien nur eine Dom&auml;ne konservativer Leitmedien, wurde letzte Woche eines Schlechteren belehrt. Auch Zeitungen mit links-alternativem Image machen nun mobil!<br>\nNat&uuml;rlich: Meinungsartikel von Gastautoren m&uuml;ssen &ndash; wie auch dieser Kommentar &ndash; nicht die Meinung der jeweiligen Redaktion widerspiegeln. Aber sie stecken das Spektrum dessen ab, was eine Redaktion grunds&auml;tzlich f&uuml;r diskussionsw&uuml;rdig erachtet. Schauen wir uns also mal an, was eine etablierte deutsche Tageszeitung im Bereich der R&uuml;stungs-, pardon: Verteidigungspolitik!, mittlerweile als diskussionsw&uuml;rdig ansieht.<br>\n&bdquo;Keine Angst vor Plan B &ndash; Europ&auml;ische Verteidigung und NATO&ldquo; lautete der Gastkommentar eines Thorsten Benner, den letzte Woche ein in bestimmten westdeutschen Milieus sehr gesch&auml;tztes Mainstreammedium ver&ouml;ffentlichte. Sie haben von Thorsten Benner und dem von ihm geleiteten Think Tank mit dem imponierenden Namen Global Public Policy Institute (GPPi) noch nie etwas geh&ouml;rt? Macht nichts, Benners Essay offenbart unmissverst&auml;ndlich, wes Geistes Kind der Autor und sein Think Tank sind!<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/meinung\/95946-nato-als-rundum-sorglos-paket\/\">RT Deutsch<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Lesenswert.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Testmobilmachung gen Osten (II)<\/strong><br>\nDie US-Streitkr&auml;fte werden im kommenden Jahr bei ihrem gr&ouml;&szlig;ten Man&ouml;ver in Europa seit 25 Jahren umfassend die zivile Infrastruktur der Bundesrepublik nutzen. Die Kriegs&uuml;bung (&ldquo;Defender Europe 20&rdquo;) probt die Verlegung von US-Truppen in Divisionsst&auml;rke aus den Vereinigten Staaten in Richtung Russland. Dabei werden nicht nur zahlreiche Bundeswehrstandorte in die Kriegslogistik eingebunden, sondern auch H&auml;fen (Bremerhaven, Duisburg), Flugh&auml;fen (Hamburg, Frankfurt am Main) sowie Schienen und Stra&szlig;en. Die Deutsche Bahn hat im Vorfeld des Man&ouml;vers eigens zus&auml;tzliche Schwerlastwaggons angeschafft. Damit gehen die Unterst&uuml;tzungsleistungen der Bundesrepublik weit &uuml;ber die bisher &ouml;ffentlich bekannten drei &ldquo;Convoy Support Center&rdquo; in Garlstedt, Burg und Oberlausitz sowie die Gro&szlig;tankstelle in Bergen hinaus. Auch die Routen, auf denen US-Milit&auml;rs an potenzielle Kriegsschaupl&auml;tze im Osten verlegt werden sollen, sind jetzt in groben Z&uuml;gen bekannt. In US-Milit&auml;rkreisen ist von einem &ldquo;Schlachtfeldnetzwerk&rdquo; die Rede, &ldquo;das im Falle eines Konfliktes f&uuml;r alle NATO-Verb&uuml;ndeten n&uuml;tzlich ist&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/8141\/\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Belarus&rsquo; Platz in Europa<\/strong><br>\nBelarus und Russland verhandeln &uuml;ber engere Integration &ndash; zum Unwillen Berlins<br>\nBerlin\/Minsk\/Moskau (Eigener Bericht) &ndash; Vor den Verhandlungen &uuml;ber eine engere Integration zwischen Belarus und Russland an diesem Freitag nehmen in der Bundesrepublik die Appelle f&uuml;r eine engere Anbindung Belarus&rsquo; an die EU zu. Man m&uuml;sse &ldquo;engen Kontakt nach Belarus&rdquo; halten, erkl&auml;rte ein Vertreter der Bundesregierung vor einigen Tagen auf einer Konferenz in Minsk, die von der Deutsch-belarussischen Gesellschaft unter dem Motto &ldquo;Der Platz von Belarus in Europa&rdquo; durchgef&uuml;hrt wurde. Hintergrund sind Warnungen insbesondere neokonservativer Politiker, mit Blick auf die enge Kooperation zwischen Minsk und Moskau sei sogar Belarus&rsquo; Beitritt zur Russischen F&ouml;deration nicht auszuschlie&szlig;en. Ein solcher Schritt w&uuml;rde Russland hochindustrialisierte Gebiete mit einem regional hohen Lebensstandard hinzuf&uuml;gen und seine Grenze mit den EU- und NATO-Staaten Polen, Litauen und Lettland verl&auml;ngern. Er liefe &ndash; wie jede andere St&auml;rkung Russlands, das gegen die bisherige westliche Hegemonie in der Weltpolitik aufbegehrt &ndash; dem strategischen Interesse Berlins zuwider&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/8140\/\">German Foreign Policy<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Belarus ist bei uns besser bekannt unter dem Namen Wei&szlig;russland. Es grenzt im S&uuml;den an die Ukraine und im Osten an Russland. Kein Wunder also, dass der &bdquo;Westen&ldquo; einen Keil zwischen Russland und Belarus treiben will und bestrebt ist, Belarus von Russland weg zu treiben daf&uuml;r an seine Seite zu ziehen. Das passt auch ins Konzept der Nato und seiner Strategie der Einkreisung Russlands. Eine f&uuml;hrende Rolle dabei spielt mal wieder die notorische gr&uuml;ne Russlandfeindin Marie-Luise Beck.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Transatlantische Rivalen (II)<\/strong><br>\nUSA suchen deutsche Wirtschaftsbeziehungen zu ihren Gegnern zu zerschlagen. Deutsche Wirtschaft fordert Gegensanktionen<br>\nBerlin\/Washington (Eigener Bericht) &ndash; Pl&auml;ne des chinesischen Autokonzerns BAIC zur Aufstockung seiner Anteile an Daimler schaffen einen neuen Konfliktpunkt zwischen der Trump-Administration und Berlin. BAIC, Hauptpartner von Daimler auf dem riesigen chinesischen Markt, will seine Anteile an dem deutschen Unternehmen von f&uuml;nf auf rund zehn Prozent aufstocken und seinen chinesischen Konkurrenten Geely, der 9,69 Prozent an dem Stuttgarter Autobauer h&auml;lt, &uuml;berholen. Washington mobilisiert dagegen; ein hochrangiger US-Regierungsfunktion&auml;r warnt, das chinesische Vorgehen sei &ldquo;parasit&auml;r&rdquo; und d&uuml;rfe nicht geduldet werden. Die &Auml;u&szlig;erungen erfolgen zu einer Zeit, zu der auch die Konflikte um die US-Forderung nach dem Ausschluss von Huawei von den M&auml;rkten der EU, um US-Sanktionen gegen Nord Stream 2 und um EU-Bem&uuml;hungen zur Rettung des Atomabkommens mit Iran eskalieren. W&auml;hrend Washington die Beziehungen seiner europ&auml;ischen Verb&uuml;ndeten zu seinen Gegnern zu zerschlagen sucht, fordern Unternehmen aus Deutschland, die um ihre Gesch&auml;fte f&uuml;rchten, Gegensanktionen gegen die USA.<br>\n(&hellip;) Kriegsf&auml;hig<br>\nDie US-Strategie zielt erkennbar darauf ab, Unternehmen aus Deutschland und anderen Staaten der EU so weit wie m&ouml;glich aus L&auml;ndern herauszudr&auml;ngen, die von den US-Eliten als strategische Gegner eingestuft werden. Gel&auml;nge das, dann st&uuml;nden westlichen Aggressionen gegen diese L&auml;nder keine relevanten &ouml;konomischen Interessen mehr im Weg; der Westen w&auml;re umstandslos kriegsf&auml;hig.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/8139\/\">German Foreign Policy<\/a>\n<p><strong>dazu passend: US-Senat billigt Milit&auml;rbudget mit Sanktionsma&szlig;nahmen gegen Nord Stream 2<\/strong><br>\nDer US-Senat hat einen Milit&auml;rhaushalt von 738 Milliarden US-Dollar f&uuml;r das Gesch&auml;ftsjahr 2020 genehmigt. Dieser enth&auml;lt einen Gesetzentwurf gegen Unternehmen, die am Bau der fast fertiggestellten Erdgasleitung Nord Stream 2 von Russland nach Deutschland beteiligt sind.<br>\n(&hellip;) Das abschlie&szlig;ende Votum im Senat ergab 86 Stimmen daf&uuml;r und acht dagegen, wobei sechs Senatoren nicht an der Abstimmung teilnahmen&hellip;<br>\nDie Sanktionen von Cruz und Shaheen richten sich gegen Spezialschiffe, die die Pipeline auf dem Grund der Ostsee verlegen. Allerdings ist es unwahrscheinlich, dass diese Strafma&szlig;nahmen die Fertigstellung von Nord Stream 2 verhindern k&ouml;nnen. Die Verlegung der Erdgasleitung ist bis auf einen letzten Abschnitt vor der d&auml;nischen Insel Bornholm nahezu abgeschlossen&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/nordamerika\/95911-us-senat-billigt-militarbudget-mit\/\">RT<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Sie k&ouml;nnen den Fortschritt des Verlegeschiffs Pioneering Spirit live <a href=\"https:\/\/www.marinetraffic.com\/en\/ais\/details\/ships\/shipid:420864\/vessel:PIONEERING%20SPIRIT\">&uuml;ber den Dienst Marine Traffic<\/a> verfolgen. Nachdem nun Senat und Kongress die Sanktionen, die gegen die Russland und(!) Deutschland gerichtet sind, mit &uuml;berw&auml;ltigender Mehrheit beschlossen haben, ist der Narrativ, nur Pr&auml;sident Trump sei ein Problem f&uuml;r die deutsch-amerikanischen Beziehungen, nicht mehr haltbar. Hoffen wir, dass diese diplomatische Krise die Augen der Bundespolitik &ouml;ffnet und dazu f&uuml;hrt, dass Deutschland erkennt, dass die US-Politik ohne mit den Wimpern zu zucken ihre eigenen Interessen auch dann durchboxt, wenn sie mit den deutschen Interessen im Konflikt stehen. Wie es jetzt mit dem Pipelinebau weitergeht, ist offen. F&uuml;r die beiden betroffenen Unternehmen Allseas und Saipem sind die Sanktionen eine ernste Bedrohung, da sie auch <a href=\"https:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/international\/erdgasversorgung-die-usa-schaden-sich-mit-nord-stream-2-sanktionen-selbst\/24942264.html?ticket=ST-36152340-yg959Kh54TebDBRanpxF-ap1\">im Golf von Mexiko t&auml;tig<\/a> sind und US-Konzerne wie Chevron und Exxon Mobil zu den Auftraggebern geh&ouml;ren.<\/em><\/p>\n<p><em>Lesen Sie dazu auch auf den NachDenkSeiten: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57084\">Nord Stream 2: US-Sanktionen, &bdquo;Putins Pipeline&ldquo; und die Propaganda<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Beweismittel in Berateraff&auml;re: Von der Leyens Handydaten wurden gel&ouml;scht, gesteht die Regierung<\/strong><br>\nDas Verteidigungsministerium teilt dem Untersuchungsausschuss in vertraulicher Sitzung mit, Beweismittel vernichtet zu haben. Die Nachricht l&ouml;ste blanke Emp&ouml;rung aus, mancher f&uuml;hlt sich &bdquo;verarscht&ldquo;. Die Abgeordneten fordern personelle Konsequenzen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article204461756\/Ursula-von-der-Leyen-Daten-von-Handy-geloescht-Regierung-gesteht.html\">Welt Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> In diesem Fall bin ich ausnahmsweise mal f&uuml;r Vorratsdatenspeicherung mit 10 Jahren Speicherdauer &ndash; damit sollen angeblich Kriminelle gefasst werden, und das Verhalten von von der Leyen und\/oder der Bundesregierung ist eindeutig kriminell (Beweisvernichtung). Und das allerschlimmste: statt (mindestens von einem Untersuchungsausschuss, leider nicht von einem Gericht) verurteilt zu werden, wird UvdL voraussichtlich mit dieser Nummer durchkommen und einfach weitermachen wie gehabt. Als Pr&auml;sidentin der EU-Kommission ist sie sowieso praktisch unangreifbar. Deutschland ist schon lange (sp&auml;testens seit den Spendenaff&auml;re von Helmut Kohl) zur Bananenrepublik verkommen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Krebsmedikamente: Wie man sich einen Onkologen kauft<\/strong><br>\nEin Hamburger Unternehmen soll deutschlandweit Krebs&auml;rzte bestochen haben, damit sie teure Infusionen bei ihm bestellen. Dabei nutzt es eine Gesetzesl&uuml;cke. [&hellip;]<br>\nMit dem Geld internationaler Investmentfonds hat ZytoService in den vergangenen Jahren in ganz Deutschland Onkologen ihre Praxen abgekauft und daraus Medizinische Versorgungszentren, kurz MVZ, gemacht. Eigentlich ist es verboten, dass Apotheker oder pharmazeutische Herstellbetriebe wie ZytoService sich an Arztpraxen beteiligen und damit die Nachfrage nach ihrem eigenen Produkt kontrollieren. &Auml;rztliche Entscheidungen sollen sich am Wohl des Patienten ausrichten, nicht an finanziellen Interessen. Doch das Gesetz l&auml;sst ein Schlupfloch, das ZytoService sich f&uuml;r sein Gesch&auml;ftsmodell zunutze gemacht haben soll.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/gesellschaft\/zeitgeschehen\/2019-12\/krebsmedikamente-zytoservice-betrug-onkologen-gesetzesluecke-hamburg\">Zeit Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Reich ist nie genug<\/strong><br>\nKlassengesellschaft: Seit Adenauer f&ouml;rdern Regierungen die Armutsschere. Christoph Butterwegge hat alle Fakten<br>\n(&hellip;) Christoph Butterwegge, emeritierter Professor f&uuml;r Politikwissenschaft, bietet in seinem Buch keine Momentaufnahme sozial&ouml;konomischer Ungleichheit, sondern auf 400 Seiten einen sachkundigen &Uuml;berblick dazu, wie deutsche Regierungen von Adenauer bis Merkel in ihrem Handeln in der Wirtschafts-, Sozial- und Steuerpolitik in unterschiedlicher Parteizusammensetzung Reichtum kontinuierlich gef&ouml;rdert und Armut selten wirksam bek&auml;mpft haben.<br>\nNoch unter US-amerikanischer Besatzung glichen die deutschen Zust&auml;nde, was die Besteuerung angeht, den amerikanischen Verh&auml;ltnissen und Roosevelts &bdquo;New Deal&ldquo;. 1950 zahlte man mit einem Einkommen von 250.001 Mark noch 186.215 Mark Steuern. Ein Million&auml;r trug mit 898.714 Mark Steuern substanziell zur Beseitigung von Ungleichheit bei. Danach verlegten sich alle Regierungen auf Reichtumsf&ouml;rderung. Kapital- und Gewinnsteuern wurden reduziert oder ganz abgeschafft, sodass heute die urspr&uuml;nglich als Bagatellsteuern gedachten Abgaben auf Tabak oder Sekt dem Staat mehr Geld einbringen als die K&ouml;rperschaftssteuer f&uuml;r Kapitalgesellschaften oder die betriebliche Erbschaftssteuer.<br>\nBei der F&ouml;rderung privaten Reichtums von Kapitalgesellschaften und Aktion&auml;ren durch Steuerpolitik hat sich die rot-gr&uuml;ne Regierung von Schr&ouml;der und Fischer besonders hervorgetan. Die angebliche &Auml;quivalenz wurde demagogisch unterlaufen. Als Hans Eichel (SPD) den Spitzensteuersatz um 11 Prozent von 53 auf 42 Prozent senkte, achtete er auf oberfl&auml;chliche &bdquo;Ausgewogenheit&ldquo; und gew&auml;hrte Kleinverdienern einen Steuernachlass um 10,9 Prozent.<br>\nSchr&ouml;ders Zerst&ouml;rungswerk<br>\nZwischen der relativen Gleichheit der Reduktion in Prozenten klafft in absoluten Zahlen ein Abgrund von Ungleichheit. Die &bdquo;Verarmung&ldquo; des Staates war nicht zuf&auml;llig, sondern politisch gewollt. Und die Ergebnisse dieser &bdquo;Reform&ldquo; sind Armut, verrottende Infrastrukturen im Bildungs- und im &ouml;ffentlichen Verkehrswesen sowie der Notstand im Gesundheits- und Pflegebereich.<br>\n(&hellip;) Butterwegges Analysen der Konjunkturen und Moden im Diskurs &uuml;ber sozio&ouml;konomische Ungleichheit bilden ein hervorragend dokumentiertes Kompendium der Wege und Abwege der bundesdeutschen Wirtschafts- und Sozialwissenschaften&hellip;.<br>\nButterwegge belegt minuti&ouml;s die Erscheinungsformen und Ursachen sozialer Ungleichheit durch staatliches Handeln und Nicht-Handeln in den Bereichen Besteuerung, Bildung und Arbeitsmarkt. Ein Standardwerk der Ungleichheitsforschung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/der-freitag\/reich-ist-nie-genug\">der Freitag<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Gemeint ist das Buch: Die zerrissene Republik. Wirtschaftliche, soziale und politische Ungleichheit in Deutschland Christoph Butterwegge Juventa\/Beltz Verlag 2019, 414 S., 24,95 &euro;, ISBN 978-3-7799-6114-7<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Gro&szlig;e Mehrheit f&uuml;r Verm&ouml;genssteuer und gegen &ldquo;Schwarze Null&rdquo;<\/strong><br>\nEine gro&szlig;e Mehrheit der Deutschen ist nach aktuellen Umfragen f&uuml;r die Einf&uuml;hrung einer Verm&ouml;genssteuer sowie f&uuml;r mehr staatliche Investitionen &ndash; auch wenn das die Aufnahme neuer Staatsschulden bedeuten w&uuml;rde. Beides Forderungen, die der DGB schon seit Langem vertritt.<br>\nFast drei Viertel f&uuml;r Einf&uuml;hrung einer Verm&ouml;genssteuer<br>\nDer aktuelle Deutschlandtrend der ARD zeigt, dass 72 Prozent der Befragten f&uuml;r die Einf&uuml;hrung einer Verm&ouml;genssteuer sind. Diese Forderung findet au&szlig;erdem bei den Anh&auml;ngerinnen und Anh&auml;ngern aller im Bundestag vertretenen Parteien eine Mehrheit: Von DIE LINKE und SPD mit 93 Prozent, beziehungsweise 86 Prozent, bis hin zu Anh&auml;ngerinnen und Anh&auml;ngern der FDP mit immerhin noch 52 Prozent.<br>\n&ldquo;Superreiche m&uuml;ssen wieder mehr beitragen zum Gemeinwohl, zu unseren Schulen, Schwimmb&auml;dern und Stra&szlig;en&rdquo;, fordert DGB-Vorstand Stefan K&ouml;rzell. &ldquo;Wir wollen die Verm&ouml;genssteuer.&rdquo; Verm&ouml;gen &uuml;ber einer Million Euro sollten mit einem Prozent besteuert werden.<br>\nEbenfalls drei Viertel gegen die &ldquo;Schwarze Null&rdquo;<br>\nDas aktuelle Polit-Barometer des ZDF zeigt: 75 Prozent der Befragten unterst&uuml;tzen die Forderung nach mehr staatlichen Investitionen und &ldquo;damit die Aufnahme neuer Schulden&rdquo;. Auch hier findet sich bei den Anh&auml;ngerinnen und Anh&auml;ngern aller Parteien eine deutliche Mehrheit: Von SPD-, DIE LINKE- und Gr&uuml;nen-Anh&auml;ngerinnen und -Anh&auml;ngern mit jeweils 85 Prozent bis hin FDP-Anh&auml;ngerinnen und -Anh&auml;ngern mit 69 Prozent.<br>\n&ldquo;Deshalb jetzt den Investitionsturbo anschmei&szlig;en&rdquo;, so DGB-Vorstand K&ouml;rzell. &ldquo;Die schwarze Null gef&auml;hrdet die Zukunftsf&auml;higkeit des Landes!&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++9b9ccc2c-1d8e-11ea-b282-52540088cada\">DGB<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Hartz IV und die Matching-Effizienz oder &ndash; Wozu dient die Volkswirtschaftslehre?<\/strong><br>\n(&hellip;) So bleibt insgesamt ein einfaches Fazit: Weder in Sachen Wachstum noch in Sachen Arbeitspl&auml;tze ist die Lohnsenkungsstrategie erfolgreich, weil sie nur &uuml;ber den niemals nachhaltigen Exportkanal wirkt. Wer nachhaltig Besch&auml;ftigung schaffen will, muss f&uuml;r eine dynamische Entwicklung der Nachfrage innerhalb der Wirtschaft eines Landes selbst sorgen. Steigt dann mit den Sachinvestitionen die Produktivit&auml;t, m&uuml;ssen die L&ouml;hne so stark zulegen, dass die Nachfragedynamik in den Augen der Unternehmen so kr&auml;ftig ist, dass auch Investitionen lohnen, die weit &uuml;ber die aktuelle Auslastung der Kapazit&auml;ten hinausreichen. Dann entstehen zus&auml;tzliche Arbeitspl&auml;tze, mit denen man bestehende Arbeitslosigkeit abbauen kann.<br>\nDie Agenda-Politik hat genau das nicht zustande gebracht, sondern nur den primitiven Weg &uuml;ber den Export der Arbeitslosigkeit in die Nachbarl&auml;nder gew&auml;hlt. Und der, das sollte man niemals vergessen, war nur m&ouml;glich, weil zuf&auml;llig gerade W&auml;hrungsunion in Europa war. H&auml;tte Deutschland die D-Mark noch gehabt, w&auml;re die &uuml;ber kurz oder lang aufgewertet worden und der Hartz-Spuk w&auml;re schnell zu Ende gewesen.<br>\nWas folgt?<br>\nWill man den zentrifugalen Kr&auml;ften in Europa begegnen, muss Deutschland mit einer R&uuml;cknahme seiner Reformen und einer Normalisierung der Lohnentwicklung vorangehen. Deutschland w&uuml;rde bei einem Exitszenario Italiens oder Frankreichs wirtschaftlich ohne Zweifel hart getroffen. Es m&uuml;sste damit rechnen, dass seine in extremer Weise auf den Export ausgerichtete Produktionsstruktur, die sich in den Jahren der W&auml;hrungsunion gebildet hat, einer harten Anpassung unterzogen wird. Schon jetzt zeigt die deutsche Rezession, wie anf&auml;llig das Land f&uuml;r exogene Schocks ist.<br>\nDie Grundentscheidung f&uuml;r den Euro kann auch heute noch mit guten wirtschaftlichen Argumenten gerechtfertigt werden. Die dominierende &ouml;konomische Theorie aber hat diese Argumente von Anfang an ignoriert und politisch desavouiert. Aufgebaut auf monetaristischen Vorstellungen in der Europ&auml;ischen Zentralbank sowie kruden Ideen zum Wettbewerb von Nationen im gr&ouml;&szlig;ten Mitgliedsland konnte die W&auml;hrungsunion nicht funktionieren. Alle, die Europa als politische Idee retten wollen, m&uuml;ssen nun erkennen, dass das nur mit einer anderen Wirtschaftstheorie und einer aus ihr folgenden anderen Wirtschaftspolitik zu schaffen ist. Nur wenn die Teilhabe aller Menschen am wirtschaftlichen Fortschritt unter allen Umst&auml;nden gew&auml;hrleistet und dem Wettkampf der Nationen abgeschworen wird, kann die Idee eines friedlich geeinten Europas gerettet werden,<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.flassbeck-economics.com\/hartz-iv-und-die-matching-effizienz-oder-wozu-dient-die-volkswirtschaftslehre\/\">Flassbeck economics<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Rekrutierer statt Ausbilder<\/strong><br>\nFachkr&auml;ftemangel und Zuwanderungsgesetz<br>\nAuf einmal kann es nicht schnell genug gehen. Am 1. M&auml;rz 2020 tritt das Gesetz, das die Zuwanderung von Fachleuten aus Nicht-EU-L&auml;ndern regeln soll, in Kraft. Am Montagabend gab es dazu einen &raquo;Gipfel&laquo; mit Kapital und Gewerkschaften im Kanzleramt. Laut Entwurf der Abschlusserkl&auml;rung werden &raquo;Rekrutierungsreisen&laquo; organisiert, zugleich wird das &raquo;inl&auml;ndische Potential&laquo; als &raquo;wichtigste Stellschraube&laquo; bejubelt. Verlogener geht&rsquo;s kaum.<br>\n(&hellip;) Zum anderen wird beim Gejammer &uuml;ber Fachkr&auml;ftemangel die hiesige Bildungskatastrophe &raquo;vergessen&laquo;.<br>\n(&hellip;) Bisher &uuml;bernahm das nahe Ausland ja die Kosten f&uuml;r Qualifizierung. Nun r&uuml;cken also Dr&uuml;ckerkolonnen nach Brasilien, Indien, Vietnam und Mexiko mit der Parole &raquo;Make it in Germany&laquo; aus. Geheuert wird wie eh und je mit falschen Versprechungen auf raschen Wohlstand, friedliches Zusammenleben oder sogar Staatsb&uuml;rgerschaft.<br>\nAngela Merkel fasste das Programm am Sonnabend in der Binse zusammen: &raquo;Ohne ausreichend Fachkr&auml;fte kann ein Wirtschaftsstandort nicht erfolgreich sein.&laquo; Tja, und wenn der Erfolg ausbleibt, Krise herrscht, dann fliegen wie gewohnt die zuerst, die zuletzt kamen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/368939.rekrutierer-statt-ausbilder.html\">junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Was auch immer hinter dieser Anwerbeinitiative steht, mit dem Fachkr&auml;ftemangel hat sie nichts zu tun. Dazu ein kleines Beispiel: In Deutschland gibt es einen Mangel an examinierten Fachkr&auml;ften in der Krankenpflege. Bewerber aus Mexiko k&ouml;nnen aber aufgrund unterschiedlicher Ausbildungsniveaus und vor allem fehlenden Sprachkenntnissen nicht ohne weiteres in Deutschland arbeiten. Nun gibt es zwei Alternativen: Entweder man bildet diese Menschen fort &ndash; das dauert, ist teuer und der Erfolg ist ungewiss. Aber mit diesem Einsatz k&ouml;nnte man auch heimische Arbeitskr&auml;fte ausbilden. Warum macht man das nicht? Die zweite Alternative ist, man setzt sie in einem Job ein, der unter ihrem formalen Ausbildungsniveau liegt. In weniger qualifizierten Bereich gibt es jedoch keinen Mangel an Arbeitskr&auml;ften, hier geht es dann v.a. um eine Senkung des Lohnniveaus.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Vor Fachkr&auml;ftegipfel &ldquo;Die Wirtschaft braucht eine Anwerbestrategie&rdquo;<\/strong><br>\nDer Diagnose widerspricht niemand mehr: Deutschland braucht dringend mehr Zuwanderung von Fachkr&auml;ften. Vor einem Spitzentreffen im Kanzleramt fordert Arbeitsminister Heil von der Wirtschaft eine klare Strategie.<br>\nDie Feststellung geh&ouml;rt inzwischen zum Standardrepertoire von Unternehmern, Verbandsfunktion&auml;ren und Arbeitsmarktexperten: In Deutschland herrscht in vielen Regionen ein gravierender Mangel an Fachkr&auml;ften. Da der heimische Markt &ldquo;leergefegt&rdquo; ist, schauen die Betroffenen ins Ausland. Hier will Deutschland verst&auml;rkt f&uuml;r Zuwanderung von Fachkr&auml;ften und Menschen, die dazu werden wollen, werben. Am 1. M&auml;rz tritt ein neues Gesetz in Kraft.<br>\nDoch dass eine Ver&ouml;ffentlichung im Bundesgesetzblatt noch keinen Mangel behebt, wei&szlig; auch die Bundesregierung. Sie l&auml;dt deshalb am Montag zu einem Treffen im Kanzleramt, auf dem Spitzenvertreter von Wirtschaft, Gewerkschaften und Regierung beraten wollen, wie das Fachkr&auml;fteeinwanderungsgesetz bestm&ouml;glich umgesetzt werden kann.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/fachkraefte-119.html\">Tagesschau.de<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Wieder blanke Meinungsmache und Propaganda in den &ouml;ffentlich-rechtlichen Medien. W&auml;re der heimische Markt &ldquo;leergefegt&rdquo;, dann m&uuml;sste sich eine signifikante Lohnentwicklung bemerkbar machen. Dem ist aber nicht so. Also dient die von der Industrie geforderte &ldquo;Zuwanderung von Fachkr&auml;ften&rdquo; einzig allein dem Zweck die L&ouml;hne unten zu halten.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Wirtschaftsdemokratie als Transformationshebel<\/strong><br>\nWas das Konzept Guter Arbeit verlangt<br>\nvon Hans-J&uuml;rgen Urban<br>\nDie &ouml;kologisch-soziale Transformation der Industriegesellschaft ist ein gewaltiges Projekt mit diversen Dimensionen und Konflikten. Es erfordert Ver&auml;nderungen in Wirtschaft, Gesellschaft und Politik, aber auch der Kultur und der t&auml;glichen Lebensweise. Doch vieles, vielleicht sogar das Wichtigste, wird sich in den Unternehmen abspielen m&uuml;ssen. Da aber sind die Bedingungen alles andere als g&uuml;nstig. Kapitalistische Betriebe funktionieren nicht nach sozialen und &ouml;kologischen Nachhaltigkeitskriterien, sondern nach den Spielregeln eigentumsbasierter Hierarchien und vor allem: maximaler Kapitalverwertung. Die Konkurrenz auf kapitalistischen M&auml;rkten exekutiert diesen Verwertungsimperativ. Von demokratischen Verfahren, dem Ringen um Mehrheiten und der Durchsetzung eines Mehrheitswillens kann da keine Rede sein. Mehr noch, die betriebliche Realit&auml;t ist nicht nur von den neuen Versprechen eines &bdquo;demokratischen Unternehmens&ldquo; weit entfernt, das uns mitunter als Verhei&szlig;ung der digitalen Wirtschaftswelt pr&auml;sentiert wird. In den Giganten (nicht nur) der digitalen &Ouml;konomie, etwa bei Amazon und Apple, aber auch bei Walmart oder Tyson, dominieren autokratische, ja diktatorische Strukturen&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.blaetter.de\/archiv\/jahrgaenge\/2019\/november\/wirtschaftsdemokratie-als-transformationshebel\">Bl&auml;tter<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Obstpfl&uuml;cker, N&auml;herinnen und Software-Ingenieure<\/strong><br>\nGemeinsamkeiten und Unterschiede der Arbeitsverh&auml;ltnisse im globalen Kapitalismus<br>\nWieder hat in S&uuml;dasien eine Fabrik gebrannt &ndash; in Neu-Delhi sind vor ein paar Tagen 43 Arbeiter, die im winzigen Produktionsraum des Spielwarenfabrikanten geschlafen hatten, im giftigen Qualm erstickt. Dergleichen stellt keine Ausnahme dar: [&hellip;]<br>\nDie trostlosen Lebensverh&auml;ltnisse der Textilarbeiterinnen in Bangladesch besch&auml;ftigen in sch&ouml;ner Regelm&auml;&szlig;igkeit die deutsche Mainstream-Presse. Ob in den B&auml;uchen von Kreuzfahrtschiffen, in denen die philippinischen Besch&auml;ftigten, einer Armee billiger und williger Lohnsklaven gleich, die &uuml;berbordende Esskultur an Oberdeck sicherstellen, ob in den Hotelketten von Spanien bis Griechenland, in denen die Kellner, Zimmerm&auml;dchen und das sonstige Dienstleistungspersonal mit Grundl&ouml;hnen von um die drei Euro die Stunde abgespeist werden, ob in den Lagerh&auml;usern und Verkehrsadern des global mobilen Warenkapitals, in denen ebenfalls f&uuml;r wenig Geld unter hohem Druck gearbeitet werden muss &ndash; die moderne Arbeitswelt ist f&uuml;r die Mehrzahl der Besch&auml;ftigten dieses Planeten eine ziemlich ungesunde und wenig eintr&auml;gliche Angelegenheit. [&hellip;]<br>\nDer Erfolg der Rechten beruht ja auch darauf, dass man die Konkurrenten &ndash; so sie denn &uuml;berhaupt welche sind! &ndash; und nicht das System der Konkurrenz angreift, das die diversen Kategorien von Lohnabh&auml;ngigen, die die Kapitalseite geschaffen haben, gegeneinander ausspielt und, wie beispielsweise aktuell in Italien, den verzweifelten Migranten selbst, die bestenfalls als &ldquo;Irregolari&rdquo; ausgebeutet werden, ihr trostloses Schicksal anlastet. Der Fehler wird nicht im herrschenden &ouml;konomisch-politischen System, sondern in dessen &auml;rmsten Opfern gesucht, die durch ihre Hautfarbe auch gut zu brandmarken sind &ndash; mit dem Nebeneffekt, der jeden Rassisten seit jeher begeistert: Man kann sich unabh&auml;ngig von jedem begr&uuml;ndeten Gedanken und jeder eigenen Leistung den diskriminierten Fremden schon qua Natur &uuml;berlegen f&uuml;hlen &ndash; f&uuml;r alle Dummk&ouml;pfe des Planeten ein ungemein reizvoller Standpunkt, der von allem wegf&uuml;hrt, um was es &ouml;konomisch und politisch wirklich geht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Obstpfluecker-Naeherinnen-und-Software-Ingenieure-4617053.html\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Interessant.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Profit gegen Menschenrechte<\/strong><br>\n&ldquo;So billig, so gut, so geil.&rdquo; Mit derlei Spr&uuml;chen bewerben Konzerne Produkte der Ausbeutung, f&uuml;r die sie Menschenrechtsverletzungen und Todesf&auml;lle in Kauf nehmen. Gesch&uuml;tzt werden sie von der Bundesregierung, die Gesetzesinitiativen sabotiert, mit denen Unternehmen zu sauberen Lieferketten verpflichtet werden sollen.<br>\nEinst&uuml;rzende Staud&auml;mme und N&auml;hereien, erschossene Mineure in S&uuml;dafrika: Nach mehreren dramatischen Todesf&auml;llen in der globalisierten Arbeitswelt war es an der Zeit, sich zur eigenen Verantwortung zu bekennen: &ldquo;Unser Ziel sind menschenw&uuml;rdige Arbeitsbedingungen weltweit&rdquo;, erkl&auml;rte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am 21. Mai 2015 vor den G7-Staaten. Daf&uuml;r m&uuml;ssten &ldquo;bei einer Ausweitung des Freihandels soziale und &ouml;kologische Standards besser umgesetzt&rdquo; werden, &ldquo;insbesondere bei internationalen Lieferketten&rdquo;. Hierzu wollte die Kanzlerin &ldquo;kraftvolle Signale der Glaubw&uuml;rdigkeit und der Unterst&uuml;tzung&rdquo; aussenden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/politik\/455\/profit-gegen-menschenrechte-6395.html\">Kontext: Wochenzeitung<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Microsoft, Google, Apple und Co. aus Bildungseinrichtungen verbannen<\/strong><br>\nDigitale Souver&auml;nit&auml;t<br>\nKeine Frage, meine Forderung, Microsoft, Google, Apple und Co. aus Bildungseinrichtungen zu verbannen, ist radikal. Mindestens genauso radikal oder vielmehr eiskalt kalkuliert ist das Vorgehen der IT-Konzerne, wenn sie mit ihren Dienstleistungen und Produkten in die Bildungseinrichtungen dr&auml;ngen. Mit diversen Lockvogel-Angeboten werden die Entscheider gek&ouml;dert, um die Produkte m&ouml;glichst fr&uuml;h an Schulen und Co. als eine Art trojanisches Pferd unterzubringen. Der Erfolg dieses zielgruppenorientierten Marketings gibt Microsoft recht. Seit Jahrzehnten schafft es keine Generation aus dem Kreislauf auszubrechen und sich von der Microsoft-Abh&auml;ngigkeit loszusagen.<br>\nDieses Drogendealer-Modell von Microsoft und Co. funktioniert erschreckend effektiv. Sch&uuml;ler und Lehrer erhalten die Produkte bzw. Lizenzen zumeist kostenlos. Nach der Ausbildung bzw. sp&auml;ter im Berufsleben zahlen sie dann die Lizenzkosten, weil sie bereits fr&uuml;h an die Nutzung herangef&uuml;hrt wurden. Schlimmer: Nur wenige schaffen es, sich aus der Abh&auml;ngigkeit zu befreien und wagen einen Blick &uuml;ber den Tellerrand. Die Folgen sind bereits heute deutlich sichtbar: Die &ouml;ffentliche Verwaltung in Europa wird immer abh&auml;ngiger von Microsoft, viele Unternehmen sind es schon l&auml;ngst. Wir stehen kurz davor unsere digitale Souver&auml;nit&auml;t endg&uuml;ltig zu verlieren, wenn wir nicht gegensteuern und die Ausbreitung der IT-Monokultur an ihrer Wurzel packen. Das bedeutet: Microsoft, Google, Apple und Co. aus Bildungseinrichtungen verbannen und den Fokus auf grundlegende Kompetenzvermittlung im IT-Bereich legen, anstatt auf Produktschulungen.<br>\n(&hellip;) Alternativen sind vorhanden<br>\nDer Einsatz von Microsoft-Produkten wird oftmals als &raquo;alternativlos&laquo; dargestellt. Diese Annahme ist grundlegend falsch und wer versucht die Abh&auml;ngigkeit von IT-Giganten wie Microsoft, Google und Co. als Naturgesetz darzustellen, dem unterstelle ich ein mangelndes Problembewusstsein. Ich sage: Es ist heute kein Problem mehr, eine Schule zu fast 100% mit Open-Source-Software zu betreiben &ndash; die Schulverwaltung mal ausgeklammert, da hier aufgrund jahrelanger Vers&auml;umnisse eine radikale Abkehr von propriet&auml;ren L&ouml;sungen aktuell vermutlich nicht m&ouml;glich ist.<br>\nAngefangen bei der Verwaltung der Infrastruktur, &uuml;ber das Betriebssystem, bis hin zu Office-Anwendungen ist eigentlich alles notwendige f&uuml;r einen Microsoft-freien Digitalunterricht vorhanden&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.kuketz-blog.de\/kommentar-microsoft-google-apple-und-co-aus-bildungseinrichtungen-verbannen\/\">Kuketz<\/a>\n<p><strong>passend dazu: &ldquo;Ein unbeschr&auml;nktes Forschungsgeschenk&rdquo; von Facebook an die TU M&uuml;nchen<\/strong><br>\nLetzte Woche sind vertrauliche Kooperationsvertr&auml;ge zwischen Facebook und TU M&uuml;nchen aufgetaucht. Erste Artikel in &ldquo;Spiegel&rdquo; und &ldquo;S&uuml;ddeutsche Zeitung&rdquo; griffen diese teilweise bereits auf. Die Echtheit eines der Dokumente wurde inzwischen von der TU M&uuml;nchen best&auml;tigt. (Die Dokumente liegen Telepolis vor)<br>\nEtwas pikant: In dem Artikel der S&uuml;ddeutschen Zeitung vom 13.12. hei&szlig;t es dazu: &ldquo;noch am Freitagmittag (13.12.) sagte ein Sprecher der TU auf mehrmalige Nachfrage, der gesamte Betrag befinde sich auf dem Konto der Universit&auml;t.&ldquo; Diese Aussage ist m.E. vermutlich nicht haltbar, sie widerspricht v&ouml;llig den Angaben in dem Vertrag.<br>\n(&hellip;) Facebook beh&auml;lt sich also das Recht vor, nach Zahlung der ersten Tranche von 1,5 Millionen US-Dollar ohne Angabe von Gr&uuml;nden jederzeit die Auszahlung weiterer Gelder zu beenden. Daher kommt vermutlich auch die Formulierung, das Geschenk &ldquo;should total $7.5M&rdquo;, statt etwa &ldquo;will total $7.5M.&rdquo;, dass 7,5 Millionen Dollar beabsichtigt, aber nicht sicher sind. Diese Aussagen stellen m.E. eine klare Einflussnahme seitens Facebook auf die Freiheit der Forschung dar: Wenn die Forschung oder die ver&ouml;ffentlichten Ergebnisse nicht im Sinne von Facebook sind, k&ouml;nnen die Mittel jederzeit nach Gutd&uuml;nken gestoppt werden.<br>\nNun stellt sich hier die Frage: Wenn einmal Forschungsprojekte initiiert und auf den Weg gebracht, Personal rekrutiert und die in der Regel mehrj&auml;hrige Forschung angelaufen ist, was passiert mit dem ganzen Projektaufbau, wenn pl&ouml;tzlich die Mittel ausbleiben? Wie frei und unabh&auml;ngig ist man eigentlich in den Forschungsfragen und -resultaten, wenn st&auml;ndig das Damoklesschwert der Mittelbeendigung &uuml;ber den Forschern schwebt, falls nicht Facebook-genehme Forschung herauskommt? Ist das wirklich freie, ergebnisoffene, unbeeinflusste Ethik-Forschung?<br>\n(&hellip;) Zweitens beh&auml;lt sich Facebook ausdr&uuml;cklich vor, eine &Auml;nderung der Institutsleitung vorher schriftlich genehmigen zu m&uuml;ssen. Dies ist m.E. ein deutlicher Eingriff in die wissenschaftliche Unabh&auml;ngigkeit der TUM. Die Auswahl des Institutsleiters ist bei solcher Forschung von entscheidender Bedeutung. Prof. Dr. Christoph L&uuml;tge ist f&uuml;r eine industriefreundliche Weltanschauung, eine &auml;u&szlig;erst neoliberale, marktfundamentale Philosophie bekannt&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Ein-unbeschraenktes-Forschungsgeschenk-von-Facebook-an-die-TU-Muenchen-4616481.html\">Telepolis<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Lies, Newsweek and Control of the Media Narrative: First-Hand Account<\/strong><br>\nA mafia runs editors. Freedom of the press is dead. Journalists and ordinary people must stand up.<br>\nUntil several days ago, I was a journalist at Newsweek. I decided to hand my resignation in because, in essence, I was given a simple choice. On one hand, I could continue to be employed by the company, stay in their chic London offices and earn a steady salary&mdash;only if I adhered to what could or could not be reported and suppressed vital facts. Alternatively, I could leave the company and tell the truth.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/tareqhaddad.com\/2019\/12\/14\/lies-newsweek-and-control-of-the-media-narrative-first-hand-account\/\">Tareq Haddad<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.G.:<\/strong> Tareq Haddad &ndash; ehemaliger Journalist bei newsweek &ndash; legt in diesem Artikel die Gr&uuml;nde f&uuml;r seine K&uuml;ndigung dar. Es ist eine Abrechnung mit einem Mediensystem, welches den Anspr&uuml;chen an unvoreingenommenen Journalismus nur noch sehr bedingt entspricht. &Auml;hnlich den Machern der Anstalt enth&uuml;llt er gegen Ende des Artikels die Verquickungen von Journalisten und politischen establishment\/think tanks.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers K.L.:<\/strong> Der Text ist lang. Trotzdem habe ich ihn wie gebannt von Anfang bis Ende durchgelesen und empfehle das auch jedem anderen. Haddad war\/ist ein sehr erfolgreicher, von Redakteuren gesch&auml;tzter Journalist, Experte f&uuml;r den Nahen Osten, insbesondere Syrien. In seiner Abrechnung erz&auml;hlt er, wie er zu Newsweek kam, wie er einen Text &uuml;ber die Unstimmigkeiten mit dem OPCW-Bericht &uuml;ber den angeblichen Giftgasanschlag in Syrien bringen wollte, wie er daran gehindert und auf die interne Abschussliste gesetzt wurde. Abschlie&szlig;end begr&uuml;ndet er seinen Verdacht, dass es bei Newsweek wie in jedem gro&szlig;en US-Medium so etwas wie &ldquo;Verbindungsoffiziere&rdquo; (mein Ausdruck) des Council on Foreign Relations gibt, die darauf achten, dass nur solche Informationen ihren Weg an die &Ouml;ffentlichkeit finden, die den Interessen des US-Imperiums dienlich sind. Man fragt sich unwillk&uuml;rlich, ob es solche &ldquo;Verbindungsoffiziere&rdquo; auch in deutschen Redaktionen gibt. Zudem entlarvt diese Geschichte jede Rede von &ldquo;Pressefreiheit&rdquo; in den USA als L&uuml;ge. Mich hat dieser Text darum so aufger&uuml;ttelt, dass ich ihn Ihnen dringend ans Herz legen m&ouml;chte. Aus meiner Sicht w&uuml;rde er sogar einen eigenen Artikel rechtfertigen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Wikileaks-Gr&uuml;nder: Ist Julian Assange f&uuml;r die Welt bereits gestorben?<\/strong><br>\nJulian Assange ist in Not. Es gibt Hinweise, dass sein Leben in Gefahr ist. Unterst&uuml;tzer gehen f&uuml;r ihn auf Stra&szlig;e. Doch die Politik schweigt. Ein Kommentar.<br>\nJulian Assange ist das Gesicht der Enth&uuml;llungsplattform Wikileaks. Und so ganz allm&auml;hlich verblasst es. Buchst&auml;blich. Bedrohlich. Er sitzt, nach sechseinhalb Jahren in der ecuadorianischen Botschaft, jetzt in London im Hochsicherheitsgef&auml;ngnis Belmarsh in Einzelhaft. Es gibt ernst zu nehmende Hinweise darauf, dass sein Leben in Gefahr ist. Durch die Haftbedingungen, durch Anzeichen &bdquo;psychologischer Folter&ldquo; &ndash; UN-Sonderberichterstatter Nils Melzer, 100 &Auml;rzte, Hunderte Journalisten weltweit, alle sind in Sorge, alle warnen sie. Und erwarten, dass die Regierungen etwas tun.<br>\nDie in Australien &ndash; Assange ist Australier &ndash;, aber auch die in Deutschland. &bdquo;Ich finde, in Europa muss gelten: Wer gefoltert wurde, braucht Hilfe und muss sich auf Rechtsstaatlichkeit verlassen k&ouml;nnen. Beides ist bei Julian Assange nicht gew&auml;hrleistet&ldquo;, twittert der fr&uuml;here Au&szlig;enminister Sigmar Gabriel. Er twittert in die &ouml;ffentliche Sprachlosigkeit der Offiziellen hinein. Wer sich engagiert, sind die Privaten. Am Mittwoch gab es bundesweit Solidarit&auml;tsaktionen. Auch vor dem Brandenburger Tor. Das darf aber nicht alles sein.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/wikileaks-gruender-ist-julian-assange-fuer-die-welt-bereits-gestorben\/25349522.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Moritz M&uuml;ller:<\/strong> Das ist jetzt schon der zweite sachdienliche Kommentar im Tagesspiegel in kurzer Zeit. Ein erfreuliches Zeichen, dass die Front des Schweigens und Ver&auml;chtens im Fall Assange hier etwas zu br&ouml;ckeln scheint. Hoffentlich h&ouml;ren die, die etwas zu entscheiden haben genau hin. Am heutigen Donnerstag findet in London erneut eine &ldquo;technische Anh&ouml;rung&rdquo; im Auslieferungsverfahren gegen Assange statt.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Anything to say? &mdash; Was ich zu sagen habe!<\/strong><br>\nRede des UN Sonderberichterstatters, Nils Melzer, am Brandenburger Tor in Berlin, 27 November 2019<br>\nJahrzehntelang wurden im Westen politische Dissidenten mit offenen Armen aufgenommen, weil sie in ihrem Kampf f&uuml;r die Menschenrechte von diktatorischen Regimes verfolgt wurden.<br>\nHeute aber m&uuml;ssen westliche Dissidenten selber um Asyl ersuchen, so wie Snowden in Russland oder bis vor kurzen Assange in der Ecuadorianischen Botschaft in London.<br>\nDenn der Westen hat selber begonnen, seine Dissidenten zu verfolgen, sie in politischen Schauprozessen mit drakonischen Strafen zu belegen und wie gef&auml;hrliche Terroristen in Hochsicherheitsgef&auml;ngnisse einzusperren, unter Bedingungen, die man nur als unmenschlich und entw&uuml;rdigend bezeichnen kann.<br>\nUnsere Regierungen f&uuml;hlen sich bedroht durch Chelsea Manning, Edward Snowden und Julian Assange, denn sie sind Whistleblowers, Journalisten und Menschenrechts-aktivisten, die uns handfeste Beweise geliefert haben f&uuml;r Missbrauch, Korruption und Kriegsverbrechen der M&auml;chtigen, und die nun deshalb systematisch diffamiert und verfolgt werden.<br>\nSie sind die politischen Dissidenten des Westens, und ihre Verfolgung sind die Hexenprozesse von heute, denn sie gef&auml;hrden die Privilegien einer un&uuml;berwachten Staatsmacht, die ausser Kontrolle geraten ist.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/medium.com\/@njmelzer\/anything-to-say-was-ich-zu-sagen-habe-56c287755314\">medium<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bitte lesen Sie dazu auch Mathias Br&ouml;ckers zum Fall Assange: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57054\">&bdquo;Von Pressefreiheit kann dann nirgendwo mehr die Rede sein&ldquo;<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lesenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?cat=19\">Hinweise des Tages<\/a> anzuschauen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57255\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-57255","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/57255","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=57255"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/57255\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":57258,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/57255\/revisions\/57258"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=57255"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=57255"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=57255"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}