{"id":57282,"date":"2019-12-20T15:28:51","date_gmt":"2019-12-20T14:28:51","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57282"},"modified":"2019-12-20T16:50:55","modified_gmt":"2019-12-20T15:50:55","slug":"neonazismus-und-staatliche-hilfslieferungen-ein-jahresrueckblick","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57282","title":{"rendered":"Neonazismus und staatliche Hilfslieferungen. Ein Jahresr\u00fcckblick"},"content":{"rendered":"<p>Dieser R&uuml;ckblick auf das Jahr 2019 soll sechs Ereignisse herausgreifen: Der Fall des ehemaligen Verfassungsschutzpr&auml;sidenten Maa&szlig;en, der Mord an dem Regierungspr&auml;sidenten Walter L&uuml;bcke, das Attentat auf eine Synagoge in Halle, das &bdquo;Hau-ab-Gesetz&ldquo; der Gro&szlig;en Koalition gegen Fl&uuml;chtlinge, die Polizeizelle NSU 2.0 und die Aberkennung der Gemeinn&uuml;tzigkeit der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN-BdA). Auf den ersten Blick haben diese sechs Ereignisse wenig miteinander zu tun. Sie sind jedoch alles andere als isoliert zu betrachten, sondern in ihrem Zusammenwirken. Wenn man also darauf achtet, wie diese einzelnen Ereignisse miteinander korrespondieren, wie sie sich zuspielen, dann wird es einem bange. Von <strong>Wolf Wetzel<\/strong>.<br>\n<!--more--><br>\nAlle Ereignisse sorgten f&uuml;r kurze Aufregung, wurden bedauert und genauso schnell vergessen. Die Bedeutung und die Synergie dieser Ereignisse versteht man erst, wenn man begreift, was sie verbindet: Die Verdichtung der Krise der herrschenden Ordnung und ihre &bdquo;rechtsextremen&ldquo; Ausschl&auml;ge. Der Aufstieg nationalistischer und faschistischer Parteien\/Bewegungen geht historisch immer mit einem massiven Legitimationsverlust des bestehenden Systems einher. Und noch etwas ist an diesem Krisenzustand markant: Das, was sich als politische Mitte bezeichnet, ist kaum noch von dem zu unterscheiden, was man rechts davon &bdquo;bek&auml;mpft&ldquo;. Es handelt sich um einen Wettlauf nach rechts &ndash; gegen (ganz) rechts. Die Warnung von Theodor W. Adorno aus den 1960er Jahren lie&szlig;e sich so aktualisieren: Die Verfassungsfeinde von au&szlig;en lassen sich kaum noch von den Verfassungsfeinden im Inneren unterscheiden.<\/p><p>Nimmt man die sechs vorangestellten Ereignisse zur Probe, so merkt man sicherlich schnell, wie schwer es ist, die einzelnen Ereignisse sicher zu verorten: Was ist daran rechts, was ist rechtspopulistisch, was ist davon reaktion&auml;r?<\/p><p>Wenn ein Verfassungsschutzpr&auml;sident bei vollem Bewusstsein &bdquo;linksradikale Kr&auml;fte&ldquo; in der SPD verortet und in Chemnitz 2018 keine Hetzjagden gesehen haben will, ist die Frage naheliegend: Auf welche Verfassung st&uuml;tzt sich dabei der ehemalige Geheimdienstchef, welche politische Agenda verfolgt dieser &bdquo;H&uuml;ter der Verfassung&ldquo; &ndash; ein Mann, der heute Mitglied in der &bdquo;Werteunion&ldquo; ist, die mit der AfD viele Gemeinsamkeiten hat?<\/p><p>Die Aufkl&auml;rung des Mordes an dem Regierungspr&auml;sidenten Walter L&uuml;bcke (CDU) erinnert nicht nur an die Nicht-Aufkl&auml;rung im NSU-Komplex. Alles was an Pannen, Unterlassungen und falschen F&auml;hrten m&ouml;glich ist, wiederholt sich hier. Im Kontext der Nicht-Aufkl&auml;rung der Morde an Migranten kann man schnell als Erkl&auml;rung den institutionellen Rassismus anf&uuml;hren. Wie erkl&auml;rt man sich jedoch die Tatsache, dass diese Methoden der Nicht-Aufkl&auml;rung nun auch einen Regierungspr&auml;sidenten der CDU treffen? Was bedeutet es, wenn sich selbst das politische Personal dieser Republik nicht mehr seiner eigenen Institutionen sicher sein kann?<\/p><p>Die Gro&szlig;e Koalition hat Mitte des Jahres ein Gesetzespaket zu Asyl und Migration verabschiedet. Zurecht bekam es den Namen &bdquo;Hau-ab-Gesetze&ldquo;. Sind sie die unverstandene Kehrseite der hoch gelobten &bdquo;Willkommenskultur&ldquo; oder der Versuch, dem Druck von rechts nachzugeben, indem man selbst rechte Politik macht? Verhindert man die AfD mit dem &bdquo;Hau-ab-Paket&ldquo; oder bittet man sie mit dieser geballten Demontage von Schutz- und Grundrechten f&uuml;r Fl&uuml;chtlinge auf die B&uuml;hne? Wieviel AfD ist also in diesem Paket verschn&uuml;rt? G&uuml;nter Burkhardt, Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer von Pro Asyl, bringt es entsprechend auf den Punkt, wenn er sagt, dass das gesamte Gesetzespaket und das darin enthaltene Gesetz zur &bdquo;geordneten R&uuml;ckkehr&ldquo; &bdquo;den Geist des Rechtspopulismus&ldquo; (ND vom 4.6.2019) atmet.<\/p><p>Beenden wir die kurze Einf&uuml;hrung mit dem Besuch der Bundeskanzlerin Angela Merkel in der KZ-Gedenkst&auml;tte Auschwitz, wo sie wortreich darauf hingewiesen hatte, dass so etwas nie wieder passieren d&uuml;rfe, dass man alle tun m&uuml;sse, um den wachsenden Neonazismus und Antisemitismus zu bek&auml;mpfen. Fast im selben Atemzug wird in Berlin der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN-BdA) die Gemeinn&uuml;tzigkeit entzogen. Gibt es eine bodenlosere Antwort auf die ewig folgenlosen Beteuerungen an irgendwelchen Nazi-Gedenkst&auml;tten?<\/p><p><strong>Maa&szlig;en und die Halbstaatlichkeit des NSU-Komplexes<\/strong><\/p><p>Beginnen wir mit dem Fall Maa&szlig;en. Hans-Georg Maa&szlig;en wurde 2012 Verfassungsschutzpr&auml;sident, damit die Serien-Skandale im NSU-Komplex ein Ende finden, damit der Inlandsgeheimdienst nicht l&auml;nger auf dem &bdquo;rechten Auge&ldquo; blind ist. Maa&szlig;en sollte das Gesicht sein, das f&uuml;r Aufkl&auml;rung und Transparenz steht, anstatt die Aufkl&auml;rung zu sabotieren und Pannen als Arbeitsmodus zu verwenden. Maa&szlig;en sollte der sympathische Garant daf&uuml;r sein, dass man die Verfassung sch&uuml;tzt, anstatt sie zu brechen. F&uuml;r all das sollte Maa&szlig;en stehen. Dass sich an der Verhinderungspraxis bei der Aufkl&auml;rung von neonazistischen Straftaten nichts ge&auml;ndert hat, wurde ihm nicht zum Verh&auml;ngnis. Dass der Verfassungsschutz bis heute Vorg&auml;nge und Wissen &uuml;ber neonazistische Gruppierungen und Strukturen geheim h&auml;lt (und mit Quellenschutz oder Staatsgeheimnis begr&uuml;ndet), wurde ihm auch nicht zum Verh&auml;ngnis. Er machte seinen Job also genau richtig: Man sollte ein neues Gesicht sehen und sicherstellen, dass alles beim Alten bleibt.<\/p><p>Und in dieser Linie machte er weiter und ging sogar einen Schritt weiter: Anstatt festzustellen, ob die AfD (oder Teile davon) verfassungsfeindlichen Bestrebungen nachgeht, ging er auf sie zu und beriet sie dabei, wie man der &Uuml;berwachung entgehen kann. Ein Art Beratungsgespr&auml;ch. Auch das wurde ihm nicht wirklich zum Verh&auml;ngnis. Maa&szlig;en wurde erst selbst ein Pr&uuml;f- und Ernstfall, als er mit der Autorit&auml;t eines Verfassungsschutzpr&auml;sidenten behauptete, dass es bei dem neonazistischen Aufmarsch in Chemnitz 2018 zu keinen Jagdszenen auf Ausl&auml;nder kam. Damit fiel er der Bundesregierung in den R&uuml;cken und bezichtigte sie damit unn&ouml;tiger Panikmacherei. Das stie&szlig; dann doch auf. <\/p><p>Die Gro&szlig;e Koalition wollte das Anliegen still und diskret l&ouml;sen. Man verabredete, Maa&szlig;en gut dotiert und f&uuml;rstlich entlohnt abzuschieben, als &bdquo;Sonderberater&ldquo; ins Heimatministerium des Herrn Seehofer. Als die luxuri&ouml;se &bdquo;Bestrafung&ldquo; &ouml;ffentlich wurde, war die Emp&ouml;rung nicht mehr zu vermeiden. Was dann folgte, ist zwar dumm, aber eben auch erhellend. Mit tollpatschigen Paddelschl&auml;gen versuchte nun die SPD zur&uuml;ckzurudern. Man habe erst aufgrund der Emp&ouml;rung verstanden, dass das nicht gut ankommt. Bei aller H&auml;me und Entt&auml;uschung: Man sollte der SPD nicht ganz so viel Realit&auml;tsverlust unterstellen. Tats&auml;chlich versteckte sich hinter dieser luxuri&ouml;sen Belohnung ein tats&auml;chliches Dankesch&ouml;n: Es war Maa&szlig;en, der die L&uuml;ge vom Neuanfang, vom wirklichen Kampf gegen Neonazismus, von Transparenz und Nachvollziehbarkeit nach au&szlig;en hin verk&ouml;rperte, nachdem sein Vorg&auml;nger Heinz Fromm f&uuml;r die &bdquo;Konfettiaktion&ldquo; (Vernichtung von Akten mit NSU-VS-Bezug) 2012 den Hut nehmen mu&szlig;te. Maa&szlig;en wusste ganz genau, wie er sich verhalten musste: nichts anderes tun und vor allem loyal sein. Au&szlig;er, dass noch mehr Geld f&uuml;r das &bdquo;komplette Beh&ouml;rdenversagen&ldquo; zum Verfassungsschutz geschaufelt wurde, hatte sich nichts ge&auml;ndert, vor allem nicht mit Blick auf die Staatsgeheimnisse, die nicht bekannt werden d&uuml;rfen, wodurch ungewollt eine gewisse Halbstaatlichkeit des NSU-Komplexes bezeugt ist. Im Gegenteil: Er wusste bereits zu Amtsantritt mit der Vergangenheit aufzur&auml;umen, auf ganz eigene Art. In der Tat h&auml;tte es im NSU-Kontext Fehler gegeben, so Maa&szlig;ens gro&szlig;z&uuml;gige Einleitung: &bdquo;<em>Aber ich verwahre mich dagegen, dies meiner Beh&ouml;rde zuzuordnen.<\/em>&ldquo; Ein klareres Bekenntnis, in die Fu&szlig;stapfen seines Vorg&auml;ngers zu treten, gibt es nicht.<\/p><p>Nachdem Herr Maa&szlig;en von dem geplatzten Deal erfahren hatte, meldete er sich nochmals zu Wort und unterstrich auf ganz besondere Art, in welcher politischen Welt er lebt: eine Welt, in der in Chemnitz 2018 nichts wirklich Schlimmes passiert sei, w&auml;hrend in der SPD &bdquo;<em>linksradikale Kr&auml;fte<\/em>&ldquo; am Werk seien. Diese Einsch&auml;tzung hat au&szlig;erirdische Z&uuml;ge. Dass Maa&szlig;ens politische Gesinnung erst jetzt bekannt wurde, darf man bezweifeln. Dass es von diesen &sbquo;Maa&szlig;ens&lsquo; sehr viele gibt, ist bedr&uuml;ckend. Dass sie aber mit breiter Unterst&uuml;tzung derer an die Spitze eines Geheimdienstes katapultiert werden, die sich als politische Mitte ausgeben, ist das wirklich Gef&auml;hrliche.<\/p><p>Und niemand soll sagen, dass man nicht wusste, auf wen man sich mit Maa&szlig;en eingelassen hatte. Die Arbeit als Spitzel, Mitarbeiter und H&uuml;ter der Verfassung hatte er mit folgenden Worten beworben: &bdquo;<em>Wir sind ein attraktiver Arbeitgeber und ich kann sagen, in manchen Bereichen unseres Hauses kann man all das machen, was man schon immer machen wollte. Aber man ist straflos, zum Beispiel Telekommunikations&uuml;berwachung.<\/em>&ldquo; (11. Dezember 2015) Das Magazin &bdquo;Der Spiegel&ldquo; brachte diese Offerte auf den Punkt: &bdquo;Bei uns d&uuml;rfen Sie die Sau rauslassen.&ldquo; (spiegel.de vom 12. Dezember 2015)<\/p><p>Wenn man dieses Angebot mit dem vom V-Mann-Geflecht umgebenen &bdquo;Fall Amri&ldquo; vergleicht oder auf den Mordfall L&uuml;bcke anwendet, dann bekommt man eine Ahnung, welcher Unterton dabei mitschwingt, was dort alles erlaubt Illegales zur Selbstverst&auml;ndlichkeit geh&ouml;rt.<\/p><p>Maa&szlig;en wurde letztendlich in den einstweiligen Ruhestand versetzt. Heute ist Maa&szlig;en Mitglied der &bdquo;Werteunion&ldquo; und ist ein vielgebuchter Redner.<\/p><p><strong>Wenn im Mordfall L&uuml;bcke &bdquo;Leichen&ldquo; auftauchen<\/strong><\/p><p>Walter L&uuml;bcke, Regierungspr&auml;sident in Kassel und Mitglied in der CDU wurde am 2. Juni 2019 kurz nach Mitternacht auf seiner Terrasse durch einen Kopfschuss ermordet. Der bei Polizei und Verfassungsschutz gleicherma&szlig;en bekannte Neonazi Stephan Ernst wurde ziemlich schnell festgenommen und gilt bis heute als Tatverd&auml;chtiger &ndash; trotz seines zur&uuml;ckgenommenen Gest&auml;ndnisses. Dieser Erfolg kam deutlicher fr&uuml;her als bei der Mordserie des NSU, was ganz sicher nichts mit neuen Fahndungs- und Ermittlungsmethoden zu tun hat. Doch dann stockten die Ermittlungen und die Anstrengungen der Nicht-Aufkl&auml;rung nahmen deutlich zu. <\/p><p>Seitdem wiederholt sich alles, was man im NSU-Komplex irgendwann auch mal bedauert und als komplettes Beh&ouml;rdenversagen tituliert hat. So hatten die Ermittlungen noch gar nicht richtig begonnen, da stand bereits fest, dass der Tatverd&auml;chtige als Einzelt&auml;ter gehandelt haben soll. Also nach demselben Muster wie im NSU-Komplex: Auch dort wusste man &uuml;ber zehn Jahre nichts und in wenigen Wochen nach deren Selbstbekanntmachung ganz genau, dass der NSU aus drei Mitgliedern besteht. Stephan Ernst wurde zudem als fast unpolitisch beschrieben, als Familienvater, der sich seit langem aus der Neonaziszene zur&uuml;ckgezogen haben soll. Deshalb hatte der Verfassungsschutz Stephan Ernst &bdquo;nicht mehr auf dem Schirm&ldquo;. <\/p><p>Auch diese Entpolitisierungsstrategie begleitet seit Jahrzehnten fast jeden neonazistischen (Mord-)Anschlag. Genau das Gegenteil war im Fall Stephan Ernst der Fall. Einer der bestausgestatteten Geheimdienste will nicht mitbekommen haben, dass Stephan Ernst ununterbrochen engste Kontakte zur Neonaziszene pflegte und so viel Vertrauen genoss, dass er in der Riege bekannter Neonazis auf der Demonstration in Chemnitz 2018 auftauchte? Es ist zudem einer Antifa-Recherche &bdquo;Exif&ldquo; zu verdanken, dass es Fotos von Stephan Ernst gibt, die ihn auf einem konspirativen, also geheimen Combat-18-Treffen im s&auml;chsischen M&uuml;cka im M&auml;rz 2019 zeigen, also zwei Monate vor dem Mordanschlag. Will irgendjemand noch einem Verfassungsschutz glauben, der allen Ernstes behauptet, der Neonazi Stephan Ernst sei ihm ab 2009 vom &bdquo;Schirm gerutscht&ldquo; (Stephan J. Kramer, Pr&auml;sident des Amts f&uuml;r Verfassungsschutz in Th&uuml;ringen)?<\/p><p>Warum versagt ein Geheimdienst so punktgenau, wenn es darum geht, Kenntnisse &uuml;ber einen Neonazi offenzulegen, den der Verfassungsschutz schon seit Jahren beobachtete und begleitete?<\/p><p>Besteht m&ouml;glicherweise die Gefahr, dass der wirkliche Lebenslauf des Stephan Ernst zu Quellen und Verwicklungen f&uuml;hren k&ouml;nnte, die unbedingt geheimgehalten werden m&uuml;ssen?<\/p><p>Genau nach diesem Muster wurden zahlreiche Aufkl&auml;rungsversuche im NSU-Komplex sabotiert und auch im Mordfall L&uuml;bcke wiederholt sich dieses Muster.<\/p><p>Man muss daran erinnern, dass Combat 18 so etwas wie der bewaffnete Arm von Blood &amp; Honour ist, eine neonazistische Organisation, die im Jahr 2000 verboten wurde. In dieser war ein V-Mann des Verfassungsschutzes in f&uuml;hrender Position. Jede Aufkl&auml;rung des Mordfalls L&uuml;bcke m&uuml;sste also der Spur zu Combat 18 folgen und zuallererst kl&auml;ren, ob der Verfassungsschutz &bdquo;Quellen&ldquo; bei Combat 18 hat, die selbst dann gesch&uuml;tzt werden, wenn es um die Aufkl&auml;rung des L&uuml;bcke-Mordes geht.<\/p><p>Der Mordfall L&uuml;bcke bzw. seine Nicht-Aufkl&auml;rung hat noch eine andere, geradezu bodenlose Seite. Denn wenn man tats&auml;chlich der Spur des Neonazis Stephan Ernst folgt, st&ouml;&szlig;t man auf den Mordfall in Kassel 2006, bei dem der Internetcafe-Besitzer Halit Yozgat ermordet wurde. Bereits zu dieser Zeit tauchte Stephan Ernst als Person auf, die im NSU-Netzwerk in Kassel eingebunden war. Dieser bedeutende Fakt sollte jedoch nie an die &Ouml;ffentlichkeit gelangen. Denn der Bericht, in dem Stephan Ernst &uuml;ber ein Dutzend Mal erw&auml;hnt ist, sollte bis 2134 &bdquo;geheim&ldquo; bleiben. Dank einer erfolgreichen Klage kam nicht nur das heraus, sondern auch der Umstand, dass auch der V-Mann-F&uuml;hrer Andreas Temme mit Stephan Ernst besch&auml;ftigt war und dies durch Eintr&auml;ge dokumentiert hatte. <\/p><p>Fassen wir zusammen: Andreas Temme, den man in seiner Kindheit &bdquo;Klein-Adolf&ldquo; nannte und der diese Haltung mutma&szlig;lich nie abgelegt hat, soll die Verfassung sch&uuml;tzen. Er f&uuml;hrt im Duzton den Neonazi Benjamin G&auml;rtner als V-Mann, der zum NSU-Netzwerk z&auml;hlt. Er telefoniert am Mordtag zweimal mit diesem V-Mann. Er selbst ist am Tag des Mordes dabei, ohne etwas von dem Mord mitbekommen zu haben. Die Polizei, die ihn mehrere Wochen abh&ouml;rt, erf&auml;hrt dabei, dass sich alle Vorgesetzten um ihn herumstellen, wof&uuml;r sie schon einmal eine Rastst&auml;tte als Treffpunkt w&auml;hlten. Andreas Temme hatte mit vielen Neonazis zu tun, unter anderem auch mit dem Neonazi Stephan Ernst, den man in Kassel zu den stadtbekannten Nazi-Gr&ouml;&szlig;en z&auml;hlen darf. Auch der V-Mann und Neonazi Benjamin G&auml;rtner kennt den &bdquo;Einzelt&auml;ter&ldquo; Stephan Ernst als &bdquo;NPD-Stephan&ldquo; (Tatverd&auml;chtiger im Fall L&uuml;bcke ist bekannter Neonazi, Exif \/Recherche und Analyse vom 17. Juni 2019).<\/p><p>Wenn man also wei&szlig;, dass der Mordfall L&uuml;bcke bis in den Mordfall Halit Yozgat 2006 hineinreicht, wenn man wei&szlig;, dass der Mord in Kassel auf Wissen und &bdquo;Kameraden&ldquo; vor Ort zur&uuml;ckgreifen konnte, dann ist die Behauptung des Verfassungsschutzes, seit 2009 von Stephan Ernst nichts mehr gewusst zu haben, so glaubhaft wie die seines Mitarbeiters Andreas Temme, er habe von dem Mord an Halit Yozgat nichts mitbekommen. Als Andreas Temme ein Geldst&uuml;ck auf die Theke des Internetcafes legte, lag Halit Yozgat bereit tot dahinter.<\/p><p>Aus all diesen Gr&uuml;nden ist Stephan Ernst nicht mit Zauberh&auml;nden vom &bdquo;Bildschirm gerutscht&ldquo;. Der Verfassungsschutz macht sich blind, denn alles andere w&uuml;rde die Frage mit der n&ouml;tigen Wucht versorgen: Warum konnte der Mord an Walter L&uuml;bcke nicht verhindert werden? Und f&uuml;hren die Verbindungen, die der Neonazi Stephan Ernst zu anderen &bdquo;Kameraden&ldquo; und Organisationen hat, zu staatlichen Nahtstellen (also zum Beispiel zu V-Leuten in combat 18), die dann mit dem Vorwurf m&ouml;glichen Mitwissens und letztendlich mit Beihilfe zu Mord konfrontiert w&auml;ren?<\/p><p>Warum wird der besagte Pr&uuml;fbericht des Verfassungsschutzes aus dem Jahr 2014 weiter unter Verschluss gehalten? Warum setzt die Opposition die Regierung nicht unter Druck, indem sie zum Beispiel einen &ouml;ffentlichen und unabh&auml;ngigen Untersuchungsausschuss einrichtet? <\/p><p><strong>Die Polizeizelle NSU 2.0 und die ewig gestrigen Schafe<\/strong><\/p><p>Um die Jahreswende ist in Frankfurt am Main eine Polizeizelle aufgeflogen, die sich mit der Bezeichnung &bdquo;NSU 2.0&ldquo; schm&uuml;ckt. Sie hat dabei geholfen, Drohbriefe gegen Menschen zu verschicken, die sich gegen Rassismus und Neofaschismus engagieren. Zu den Empf&auml;ngern z&auml;hlt auch Rechtsanw&auml;ltin Seda Basay-Yildiz, die Angeh&ouml;rige des ersten NSU-Mordopfers Enver Simsek in der Nebenklage vertrat.<\/p><p>Mittlerweile spricht man von ein paar Dutzend Polizeibeamten, die sich in diesem NSU-2.0-Geflecht bewegen. Nach der Aufregung folgt auch hier eine ganz ruhige, relativierende Einordnung: Was sind schon ein paar Dutzend Neonazis in Polizeiuniform gegen&uuml;ber 10.000 Polizisten, die das Recht und die Verfassung sch&uuml;tzen und lieben? Na also, jetzt beruhigt euch mal.<\/p><p>Dabei tut sich ausgerechnet auch die Gewerkschaft der Polizei (GdP) hervor. Bereits im Dezember 2018 l&auml;sst ihr Vorsitzender Oliver Malchow die &Ouml;ffentlichkeit wissen, dass es sich bestenfalls um &bdquo;einige Verwirrte&ldquo; handele, dass es keine &bdquo;braune Polizei&ldquo; g&auml;be.<\/p><p>Das hat einen so gro&szlig;en Wahrheitsgehalt wie die Behauptung, der NSU best&uuml;nde aus exakt drei Mitgliedern oder &ndash; um noch einmal den Bogen zum Verfassungsschutz zu schlagen &ndash; es g&auml;be keine &bdquo;<em>braune RAF<\/em>&ldquo;. Der Verfasser dieser Expertise aus dem Jahr 2003 hei&szlig;t Klaus-Dieter Fritsche und war damals Vize-Chef des Verfassungsschutzes und hat es mit dieser Lageeinsch&auml;tzung bis ins Bundeskanzleramt geschafft, wo er hochdotiert als &bdquo;Beauftragter f&uuml;r die Nachrichtendienste des Bundes&ldquo; diente.<\/p><p>Eigentlich sollte es reichen, daran zu erinnern, dass bisher alle Beschwichtigungen und Verniedlichungen von der Wirklichkeit eingeholt wurden. Aber man vergisst bei diesem Ph&auml;nomen noch etwas, was nicht weniger bedrohlich ist. Gerade wenn es in der Polizei, im Geheimdienst, in der Bundeswehr nur ganz wenige Neonazis g&auml;be, dann w&uuml;rde doch umso mehr erstaunen, wie sehr sie den Schutz ihrer &bdquo;Kameraden&ldquo; genie&szlig;en. In der Polizeieinheit, in der die 2007 ermordete Mich&egrave;le Kiesewetter diente, waren zahlreiche Rassisten, die sich in der widerlichsten Form zum Ku-Klux-Klan (KKK) bekannten, der den wei&szlig;en Rassenkrieg bef&uuml;rwortet. Der Vorgesetzte von Mich&egrave;le Kiesewetter war ebenfalls Mitglied im KKK. All das war bekannt und kein wirkliches Problem f&uuml;r all die Polizeibeamten, die keine KKK-Mitglieder waren.<\/p><p>Ich kann es mit sehr gro&szlig;er Sicherheit f&uuml;r den NSU-Komplex sagen: Mit diesem waren &ndash; nehmen wir die zur&uuml;ckliegenden 20 Jahre &ndash; mehrere Tausend Polizisten besch&auml;ftigt. Unbestritten wurden falsche F&auml;hrten gelegt, mit rassistischen Ressentiments gearbeitet, neonazistische T&auml;ter gesch&uuml;tzt. Ich gehe davon aus, die Mehrheit der daran mitwirkenden Polizeibeamten waren keine Neonazis oder Sympathisanten von neonazistischen Gruppierungen. Sie deck(t)en all dies &bdquo;nur&ldquo;, weil sie autorit&auml;re Strukturen gewohnt sind, weil sie Sanktionen, ihr berufliches Aus bef&uuml;rchten, Anweisungen folgen, selbst dann, wenn sie ganz offensichtlich rechtswidrig sind.<\/p><p><strong>Das besondere Zusammenspiel des Anschlags auf die Synagoge in Halle und der geplanten Streichung von Geldern f&uuml;r Projekte gegen Neonazismus\/Neofaschismus.<\/strong><\/p><p>Der Anschlag in Halle hatte einen ziemlich ungeahnten und ungewollten Nebeneffekt. Bundesfamilienministerin Franziska Giffey von der SPD k&uuml;ndigte bereits im Juli 2019 an, die F&ouml;rderung von zivilgesellschaftlichen Programmen gegen Rechts bis 2020 &bdquo;umzustellen&ldquo;. Damit war nichts Anderes gemeint als die Tatsache, dass das Programm &bdquo;<em>Demokratie leben!<\/em>&ldquo;, ein bundesweiter F&ouml;rdertopf f&uuml;r zahlreiche zivilgesellschaftliche Projekte, mit circa acht Millionen Euro weniger auskommen sollte.<\/p><p>Es geht um l&auml;cherliche acht Millionen Euro, die damit &bdquo;eingespart&ldquo; werden sollen. Zahlreiche Initiativen haben dagegen protestiert. Normalerweise h&auml;tte sich also nichts an der Entscheidung ge&auml;ndert. Doch nun funkte der Anschlag in Halle in diese erb&auml;rmliche &bdquo;Abwicklung&ldquo; und lie&szlig; diese Niedertr&auml;chtigkeit aufscheinen.<\/p><p>Mit einem Mal war nun doch genug politischer Wille und Geld da: So titelten die ARD-Nachrichten vom 11.10.2019 ganz gro&szlig;:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Nach Anschlag in Halle: Mehr Geld f&uuml;r Programme gegen Rechtsextremismus&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Wer auf diese Weise unter Beweis stellt, was es mit dem Kampf gegen Neonazismus und Antisemitismus auf sich hat, der kann nur zu dem Schluss kommen, dass diese Politik dem Gesamtpaket aus Neonazis und AfD (also den beiden Armen des Postfaschismus) den Weg freimacht, anstatt sich ihm in den Weg zu stellen. <\/p><p><strong>Der Besuch von Angela Merkel in der KZ-Gedenkst&auml;tte Auschwitz und das gewollte Aus eines Vereins, der genau diese Erinnerung als Lebensaufgabe wachh&auml;lt<\/strong><\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Was kann gemeinn&uuml;tziger sein, als diesen Kampf zu f&uuml;hren?&ldquo; Esther Bejarano, Vorsitzende des deutschen Auschwitz-Komitees\n<\/p><\/blockquote><p>Man kann den klaffenden Widerspruch zwischen &ouml;ffentlichen Bekundungen und tats&auml;chlichem Regierungs-Handeln kaum besser in Szene setzen: W&auml;hrend die Bundeskanzlerin in der KZ-Gedenkst&auml;tte Auschwitz dazu aufruft, alles zu tun, um Rassismus, Antisemitismus und Faschismus entgegenzutreten, wird der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes &ndash; Bund der Antifaschisten (VVN-BdA) in Berlin die Gemeinn&uuml;tzigkeit entzogen. Damit zerst&ouml;rt man die ohnehin sehr bescheidene Arbeitsgrundlage dieser antifaschistischen Organisation, die es seit 1947 gibt.<\/p><p>Fast genauso lang kann man anhand dieser Organisation nachzeichnen, dass die Kriminalisierung und Verfolgung dieser Organisation das Hauptanliegen aller Regierungen war und ist. Aus deren Sicht kam die eigentliche Gefahr von &bdquo;links&ldquo;, was dann einen Sinn bekommt, wenn man wei&szlig;, dass viele Nazis ohne Probleme in Parteien und staatlichen Institutionen ihre Karriere fortsetzen konnten.<\/p><p>Es ist eine obsz&ouml;ne Geschichte, die bis heute anh&auml;lt und mit Kontinuit&auml;t und Wahnsinn betrieben wird: Seit ihrer Gr&uuml;ndung wurde die Organisation unter anderem mithilfe des Vereinsrechts verfolgt. Diese Kriminalisierung erfolgte partei&uuml;bergreifend. Mit dabei war die Adenauer-Regierung (CDU) genauso wie die SPD in Hamburg. Doch damit nicht genug. Man versuchte sogar, die VVN auf Bundesebene zu verbieten. Dieses Verbotsverfahren wurde schlie&szlig;lich 1961 &bdquo;unterbrochen&ldquo;, nachdem &ouml;ffentlich wurde, dass der zust&auml;ndige Richter ein ehemaliger Nazi-Jurist war.<\/p><p>Von Anfang an wurde die VVN mit demselben Vorwurf verfolgt wie im Dritten Reich: Sie seien Kommunisten (in der modernen Version wurde die Bezeichnung &bdquo;Linksextremismus&ldquo; eingef&uuml;hrt) und w&uuml;rden die bestehende Ordnung gef&auml;hrden oder gar umst&uuml;rzen wollen.<\/p><p>Seit Jahrzehnten wird also dem VVN &bdquo;Linksextremismus&ldquo; vorgeworfen. Ein Linksextremismus, den regelm&auml;&szlig;ig ein Verfassungsschutz feststellte, der mit &uuml;ber 40 namentlich bekannten V-Leuten im NSU-Netzwerk von einem neonazistischen Untergrund nichts gewusst haben will. Ein Verfassungsschutz, an dessen Spitze noch vor kurzem Hans-Georg Maa&szlig;en stand, der die AfD dabei beriet, wie sie unter dem Radar des Geheimdienstes &bdquo;abtauchen&ldquo; k&ouml;nnte und der in seiner politischen Gesinnung von der AfD nur schwer zu unterscheiden ist.<\/p><p>Der Kampf gegen Neonazismus und Antisemitismus verlangt Mut, der Besuch eines ehemaligen KZ kostet nur Arbeitszeit und professionelle Vermarktung.<\/p><p>Ins n&auml;chste Jahr w&uuml;rde ich gerne Folgendes hineinrufen:<\/p><p>Wenn ein Verfassungsschutzmitarbeiter von einem Neonazi nicht mehr zu unterscheiden ist, wenn ein Polizist seinem Vorgesetzten in Polizeiuniform wie in KKK-Kluft gleicherma&szlig;en folgt, wenn ein Vizepr&auml;sident des Verfassungsschutzes &bdquo;Staatsgeheimnisse&ldquo; (Klaus-Dieter Fritsche, 2012) anf&uuml;hrt, um die Aufkl&auml;rung von neonazistischen Morden zu be-\/verhindern, ohne die Parlamentarier zur Wei&szlig;glut zu bringen, dann hat der Rassismus, der Postfaschismus gewonnen, weil ihm dort der Hof gemacht wird, wo der Faschismus erst hin will &ndash; an die Regierungsmacht.<\/p><p>Man kann die AfD nur dann glaubhaft bek&auml;mpfen, wenn man die wirklich M&auml;chtigen angreift, die f&uuml;r Verarmung, prek&auml;re Lebensverh&auml;ltnisse, noch mehr Krieg und Wahnsinn verantwortlich sind, wof&uuml;r die AfD die Fl&uuml;chtlinge und &bdquo;die Fremden&ldquo; und (wenn das &bdquo;Dritte Reich&ldquo; nur ein &bdquo;Vogelschiss&ldquo; im Alltagsbewusstsein ist) die Langzeit-Schuldigen verantwortlich macht: die Juden.<\/p><p><strong>Quellen und Hinweise:<\/strong><\/p><ul>\n<li><a href=\"https:\/\/wolfwetzel.de\/index.php\/2018\/11\/07\/hans-georg-maassen-und-die-linksradikalen-kraefte-in-der-spd-wenn-der-wahnsinn-einen-lauf-hat\/\">Hans-Georg Maa&szlig;en und die &bdquo;linksradikalen Kr&auml;fte in der SPD&ldquo;. Wenn der Wahnsinn einen Lauf hat<\/a>.<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/wolfwetzel.de\/index.php\/2019\/10\/14\/der-terroranschlag-in-halle-wenn-die-demokratie-ab-lebt\/\">Der Terroranschlag in Halle: Wenn die Demokratie (ab-)lebt<\/a>.<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/wolfwetzel.de\/index.php\/2019\/06\/28\/mordfall-luebcke-einzeltaeter-gesucht-und-gefunden-teil-iii\/\">Mordfall L&uuml;bcke &ndash; Einzelt&auml;ter gesucht &hellip; und gefunden | Teil III<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/wolfwetzel.de\/index.php\/2019\/06\/11\/grosse-koalition-in-afd-fashion\/\">Gro&szlig;e Koalition in AfD-Fashion<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1129312.antifaschismus-wessen-handlanger-sind-sie.html\">Wessen Handlanger sind sie? Antifaschismus als Feindbild &ndash; nun auch der Finanz&auml;mter? Dr. Ulrich Schneider, ND vom 28.11.2019<\/a><\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dieser R&uuml;ckblick auf das Jahr 2019 soll sechs Ereignisse herausgreifen: Der Fall des ehemaligen Verfassungsschutzpr&auml;sidenten Maa&szlig;en, der Mord an dem Regierungspr&auml;sidenten Walter L&uuml;bcke, das Attentat auf eine Synagoge in Halle, das &bdquo;Hau-ab-Gesetz&ldquo; der Gro&szlig;en Koalition gegen Fl&uuml;chtlinge, die Polizeizelle NSU 2.0 und die Aberkennung der Gemeinn&uuml;tzigkeit der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN-BdA). Auf den<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57282\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[60,125,166],"tags":[1276,1055,901,2596,1722,2438,2520,955,1266,421,1352],"class_list":["post-57282","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-innere-sicherheit","category-rechte-gefahr","category-terrorismus","tag-attentat","tag-fluechtlinge","tag-geheimdienste","tag-gemeinnuetzigkeit","tag-jahresrueckblick","tag-maassen-hans-georg","tag-mord","tag-neonazismus","tag-nsu","tag-polizei","tag-rechtsruck"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/57282","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=57282"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/57282\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":57296,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/57282\/revisions\/57296"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=57282"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=57282"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=57282"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}