{"id":57310,"date":"2019-12-23T08:28:07","date_gmt":"2019-12-23T07:28:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57310"},"modified":"2019-12-23T08:28:07","modified_gmt":"2019-12-23T07:28:07","slug":"hinweise-des-tages-3519","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57310","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57310#h01\">Nord Stream 2<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57310#h02\">Australien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57310#h03\">&bdquo;Harter Brexit sehr wahrscheinlich&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57310#h04\">Paket-Boten als Blitzableiter f&uuml;r gefrustete Kunden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57310#h05\">W&auml;r ich nicht arm, w&auml;rst du nicht reich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57310#h06\">Oberstes Gericht verpflichtet Regierung zum Klimaschutz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57310#h07\">Billigflieger sind ein Segen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57310#h08\">Gericht verbietet Ubers Gesch&auml;ftsmodell in Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57310#h09\">Bayers neuer Lobbychef: &bdquo;Glyphosat ist gut f&uuml;rs Klima&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57310#h10\">Amri: Wenn eine offizielle Anschlagsversion zusammenf&auml;llt wie ein Kartenhaus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57310#h11\">Was denken Chinesen selbst &uuml;ber das Sozialkreditsystem?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57310#h12\">Rechtsextremismus bei der Polizei &ndash; Zu viele Einzelf&auml;lle<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57310#h13\">Massenkarambolage mit mehr als 60 Autos<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57310#h14\">Saskia Esken und die K&uuml;ndigungsaff&auml;re &ndash; SPD-Chefin erringt juristischen Erfolg gegen &bdquo;Kontraste&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57310#h15\">Zwischen den Jahren 2019 &ndash; 2020<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57310#h16\">Hysterische Szenen &ndash; Luxus-Uhren &uuml;berall ausverkauft: Rolex-Krise in M&uuml;nchen!<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Nord Stream 2<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Nord Stream 2 gestoppt<\/strong><br>\nDie US-Sanktionen sollen die Energiesicherheit Europas besch&uuml;tzen und den Bau der Pipeline stoppen. Eine rechtzeitige Fertigstellung ist dennoch m&ouml;glich<br>\nDer Bau der Nord Stream 2 befindet sich auf der Schlussgerade und soll vom kommenden Jahr an Gas von Russland nach Deutschland transportieren. Die USA machen nun Ernst mit der Vereitelung der Pipeline und versuchen per Gesetz, den Ausbau der Erdgasversorgung Deutschlands zu verhindern. Die Bundesregierung nennt das einen Eingriff in die inneren Angelegenheiten. US-Botschafter Grenell weist die Kritik zur&uuml;ck, die Sanktionen seien im Interesse Europas. Theoretisch ist eine rechtzeitige Fertigstellung dennoch m&ouml;glich. [&hellip;]<br>\nUS-Botschafter Richard Grenell konterte der Kritik, die Sanktionen seien zum Schutze der Energieversorgung Europas. &ldquo;15 europ&auml;ische L&auml;nder, die Europ&auml;ische Kommission und das Europ&auml;ische Parlament haben allesamt ihre Bedenken an dem Projekt angemeldet.&rdquo; &ldquo;Seit langem h&ouml;ren wir von unseren europ&auml;ischen Partnern, dass die Vereinigten Staaten sie bei ihren Bem&uuml;hungen unterst&uuml;tzen sollen. Darum handelt es sich bei den Sanktionen um eine sehr pro-europ&auml;ische Entscheidung&rdquo;, sagte Grenell der Bild am Sonntag.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Nord-Stream-2-gestoppt-4621828.html\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Russland ist &uuml;brigens hinter Kanada und Mexiko der <a href=\"https:\/\/www.eia.gov\/dnav\/pet\/pet_move_impcus_a2_nus_ep00_im0_mbbl_m.htm\">drittgr&ouml;&szlig;te &Ouml;llieferant der USA<\/a>. Die USA importieren mehr &Ouml;l aus Russland als aus Saudi Arabien oder dem Irak. Wie w&uuml;rde wohl die US-Regierung reagieren, wenn Deutschland ein Gesetz zum &bdquo;Schutze der Energieversorgung der USA&ldquo; verabschieden w&uuml;rde und k&uuml;nftig alle US-Konzerne sanktionieren w&uuml;rden, die mit Russland &Ouml;lgesch&auml;fte t&auml;tigen? Das w&uuml;rde dann unter anderen die US-Energiegiganten <a href=\"https:\/\/www.exxonmobil.ru\/en-RU\/Energy-and-technology\/Energy\/Sakhalin-1\">ExxonMobil<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.chevron.com\/worldwide\/russia\">Chevron<\/a> treffen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Russland baut weiter an Nord Stream 2<\/strong><br>\nMoskau will das Projekt trotz US-Sanktionen umsetzen. Die Strafmassnahmen w&uuml;rden vor allem Europa treffen, so das russische Aussenministerium. [&hellip;]<br>\nDie Schweizer Firma Allseas, die mit ihren Spezialschiffen die Gasr&ouml;hren am Boden der Ostsee verlegt, k&uuml;ndigte an, &laquo;in Erwartung der Verf&uuml;gung&raquo; die Arbeiten zun&auml;chst auszusetzen. Das Nord-Stream 2-Konsortium erkl&auml;rte, zusammen mit Partnerfirmen an der &laquo;schnellstm&ouml;glichen Fertigstellung des Projektes&raquo; zu arbeiten. Die Pipeline sei wesentlicher Bestandteil der europ&auml;ischen Versorgungssicherheit. [&hellip;]<br>\nRussische Medien berichteten unter Berufung auf Analysten, dass Russland auf eigene Schiffe zur&uuml;ckgreifen k&ouml;nne. Demnach gibt es das Schiff &laquo;Fortuna&raquo;, das den technischen Auflagen zumindest D&auml;nemarks aber nicht entspreche und ein geringeres Arbeitstempo habe.<br>\nM&ouml;glich sei demnach auch der Einsatz der &laquo;Akademik Tscherski&raquo;, die allerdings in Nachodka im &auml;ussersten Osten Russlands liege und mindestens zwei Monate brauche, um in die Ostsee zu gelangen. Verhindern k&ouml;nnen die Sanktionen demnach Nord Stream 2 nicht mehr.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zsz.ch\/ausland\/europa\/Russland-baut-weiter-an-Nord-Stream-2\/story\/26325156\">Z&uuml;richsee-Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Das Verlegeschiff Pioneering Spirit hat bereits am Samstag die Arbeit eingestellt und einen Kurs eingeschlagen, der <a href=\"https:\/\/www.marinetraffic.com\/en\/ais\/details\/ships\/shipid:420864\/vessel:PIONEERING%20SPIRIT\">aus der Ostsee hinaus f&uuml;hrt<\/a>. Die Fortuna liegt seit Oktober <a href=\"https:\/\/www.marinetraffic.com\/en\/ais\/details\/ships\/shipid:4677206\/mmsi:273395690\/vessel:FORTUNA\/_:758c284e95c1e374ca37e975af6ffb6f\">im F&auml;hrhafen Sassnitz<\/a>.<\/em><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>So lassen sich Schweizer Firmen von den USA erpressen<\/strong><br>\nDie &laquo;Allseas Group&raquo; mit Sitz in der Schweiz akzeptiert die Sanktionen der USA. Sind wir nur die Vasallen der US-Amerikaner? [&hellip;]<br>\nAm Freitagabend hat US-Pr&auml;sident Donald Trump dem neuen Gesetz mit seiner Unterschrift nun definitive G&uuml;ltigkeit verliehen. Praktisch gleichzeitig hat die in der Schweiz ans&auml;ssige &laquo;Allseas Group&raquo;, die das Spezial-Schiff f&uuml;r die Verlegung der Pipeline von Nord Stream 2 im Einsatz hat, per K&uuml;rzest-Communiqu&eacute; verlauten lassen, dass sie die Mitarbeit an Nord Stream 2 suspendiert<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/Artikel\/Politik\/Nord-Stream-2-USA-Sanktionen-Allseas-Erpressung\">Infosperber<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Australien<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Verbrannte Erde im Murdoch-Land<\/strong><br>\nAustralien brennt &ndash; zugleich befindet sich das Land im W&uuml;rgegriff klimafeindlicher Rechtspolitiker und reaktion&auml;rer Oligarchen<br>\nEs w&auml;re eine Verharmlosung der dramatischen Lage in Australien, w&uuml;rden die furchtbaren Waldbr&auml;nde, die in Wechselwirkung mit einer historisch beispiellosen Hitzewelle weite Teile des Kontinents verw&uuml;sten, noch als ein &ldquo;Warnsignal&rdquo; interpretiert. Die Klimakrise setzt in Down Under bereits voll ein.<br>\nAm vergangenen Dienstag erreichten die Durchschnittstemperaturen auf dem Kontinent einen neuen historischen H&ouml;chststand von 40,9 Grad Celsius, was einen starken Anstieg gegen&uuml;ber dem fr&uuml;heren, 2013 registrierten Rekordwert von 40,3 Grad darstellte. [&hellip;]<br>\nHunderte von Wild- und Buschfeuern toben in nahezu allen Regionen Australiens, die noch nicht der Verw&uuml;stung anheimgefallen sind. Alle Gro&szlig;st&auml;dte in Australien sind von den Br&auml;nden betroffen, die in ihrem jeweiligen Umland toben.  [&hellip;]<br>\nDiese Brandkatastrophe kontinentalen Ausma&szlig;es, der schon mehrere Menschen zu Opfer fielen, entwickelt sich f&uuml;r den stramm rechten australischen Regierungschef Scott Morrison zu einem regelrechten PR-Desaster. [&hellip;] Die Klima-Ignoranz Morrisons hat politisches System. Der stramm konservative, evangelikale Politiker ist einer der zentralen rechten Klimaleugner in Australien. Ber&uuml;chtigt ist etwa sein theatralischer Auftritt im australischen Parlament, als er 2017 einen Kohlebrocken mitbrachte, um f&uuml;r die fossile Energiewirtschaft die Werbetrommel zu r&uuml;hren. [&hellip;]<br>\nWie weit die autorit&auml;re Wende in Australien von diesen rechten Kr&auml;ften bereits forciert wurde, machen &Uuml;berlegungen Morrisions deutlich, Klimaproteste schlicht zu verbieten. Zudem sollen gegen die Bergbauwirtschaft protestierende Klima-Aktivisten, die nichts weiter als &ldquo;Anarchisten&rdquo; seien, die Kosten etwaiger Polizeieins&auml;tze tragen, so der Kohle-Mann.<br>\nSeine Wiederwahl im Mai hat Morrison seinen m&auml;chtigen Freunden zu verdanken, die die Passion des australischen Kohle-Mannes f&uuml;r den fossilen Kapitalismus teilen. Das Medienimperium des reaktion&auml;ren Oligarchen Ruppert Murdoch, der schon seit Jahrzehnten Klimaleugnern eine massenmediale B&uuml;hne bietet, unterst&uuml;tzte den Wahlkampf der australischen Rechten nach Kr&auml;ften. Murdoch ist als Medienmogul gerade in Australien so richtig gro&szlig; geworden, bevor er 1985 die amerikanische Staatsb&uuml;rgerschaft annahm.<br>\nRupperts News Corporation &ndash; einer der gr&ouml;&szlig;ten Medienkonzerne der Welt &ndash; hat insbesondere in den 1990ern und in der ersten Dekade des 21. Jahrhunderts den Klimawandel massiv geleugnet, doch selbst noch 2013 stellte der reaktion&auml;re Milliard&auml;r den Klimawandel &ouml;ffentlich infrage.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Verbrannte-Erde-im-Murdoch-Land-4621769.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><strong>Feuer heizen Klimadebatte an<\/strong><br>\nBei heftigen Br&auml;nden sind in Australien mindestens zehn Menschen ums Leben gekommen. Eine Fl&auml;che so gro&szlig; wie Belgien ist abgebrannt.<br>\n&bdquo;Nur gro&szlig;fl&auml;chiger Regen wird diese Feuersituation lindern k&ouml;nnen&ldquo;, ist der Kommandant der l&auml;ndlichen Feuerwehr im Bundesstaat New South Wales &uuml;berzeugt. Nach einem Wochenende mit Temperaturen &uuml;ber 40 Grad war es am Sonntag in einigen Brandgebieten in Australien zwar kurzzeitig zu Niederschl&auml;gen gekommen, aber die &uuml;ber 100 Feuer wurden dadurch nicht gel&ouml;scht.<br>\nMeteorologen zufolge kann die Ostk&uuml;ste fr&uuml;hestens im australischen Herbst, also etwa im April, mit Regen rechnen. Wenn &uuml;berhaupt: Weite Landesteile leiden seit Jahren unter einer durch Klimawandel versch&auml;rften Periode extremer Trockenheit.<br>\nAm Samstag wurden die Feuerbedingungen in New South Wales f&uuml;r &bdquo;katastrophal&ldquo; erkl&auml;rt, was auf die Kombination aus starken Winden, niedriger Luftfeuchtigkeit und hohen Temperaturen zur&uuml;ckgeht. &bdquo;Katastrophal&ldquo; ist die h&ouml;chste Stufe der Brandgefahr und entspricht den Bedingungen bei den Buschbr&auml;nden des &bdquo;Schwarzen Samstags&ldquo; im Februar 2009, als n&ouml;rdlich von Melbourne mehr als 170 Menschen in den Flammen starben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Buschbraende-in-Australien\/!5647637\/\">taz<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>&bdquo;Harter Brexit sehr wahrscheinlich&ldquo;<\/strong><br>\nDie Finanzexpertin Dorothea Sch&auml;fer erkl&auml;rt, warum der Brexit nicht im britischen Interesse ist, warum er trotzdem kommt und warum erst mal alles beim Alten bleibt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Wirtschaftsforscherin-zum-EU-Austritt\/!5647521\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Paket-Boten als Blitzableiter f&uuml;r gefrustete Kunden<\/strong><br>\nJedes Jahr m&uuml;ssen vor Weihnachten mehr und mehr Pakete ausgeliefert werden. Hart trifft es da die Zusteller &ndash; Verdi spricht von zum Teil &bdquo;mafi&ouml;sen Strukturen&ldquo;.<br>\nSo kurz vor Weihnachten ist die Paketbranche am Limit &ndash; um sechs bis acht Prozent steigt das Paketvolumen in diesem Jahr. Die Boten, viele aus Osteuropa, werden zum Blitzableiter f&uuml;r den Frust der Kunden, wenn das online bestellte Paket zu sp&auml;t kommt. Rund drei Milliarden Sendungen werden pro Jahr in Deutschland versandt. DHL transportiert im Schnitt rund f&uuml;nf Millionen P&auml;ckchen und Pakete pro Tag &ndash; vor Heiligabend sind es bis zu elf Millionen. DHL hat rund 60 000 Zusteller im Einsatz, insgesamt sind es in Deutschland rund 240.000. In der Branche gibt es gro&szlig;e Unterschiede, gerade bei der Bezahlung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/schnell-bestellt-schlecht-bezahlt-paket-boten-als-blitzableiter-fuer-gefrustete-kunden\/25357788.html\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>W&auml;r ich nicht arm, w&auml;rst du nicht reich<\/strong><br>\nDie Zahlen des &Ouml;konomen Gabriel Zucman beinhalten politischen Sprengstoff: Die Reichen werden auf Kosten der Armen immer reicher &ndash; und das seit Jahrzehnten<br>\nKeines der gro&szlig;en Industriel&auml;nder ist sozial so gespalten wie die USA. W&auml;hrend das Einkommen der &auml;rmeren H&auml;lfte der Haushalte in den vergangenen Jahrzehnten kaum gestiegen ist, ist das der Top-Verdiener explodiert. Pr&auml;sident Donald Trump liefert den Amerikanern daf&uuml;r Schuldige: Die Chinesen klauen die Industriejobs, die Deutschen ruinieren die Autoindustrie, und die mexikanischen Einwanderer dr&uuml;cken die L&ouml;hne in den USA. Neue Zahlen zeigen nun: Kr&auml;ftig mitgeholfen bei der sozialen Spaltung hat die US-Regierung selbst &ndash; mit ihrer Steuerpolitik. Die Reichen zahlen mittlerweile weniger an den Staat als die Armen.<br>\nNicht nur in Europa, auch in den USA bekommen die Besch&auml;ftigten relativ immer weniger vom produzierten Reichtum ab. Allein seit 1998 hat die Produktivit&auml;t pro Arbeitnehmer in den USA um &uuml;ber 50 Prozent zugenommen. Der Lohn stieg jedoch nur um 20 Prozent. Die Differenz geht an die Unternehmen &ndash; und die geh&ouml;ren zum gr&ouml;&szlig;ten Teil den Reichen. Laut Sch&auml;tzungen besitzen die wohlhabendsten zehn Prozent der amerikanischen Haushalte 80 bis 90 Prozent aller Aktien im Land. Sie kassieren die Dividenden, sie profitieren von steigenden Gewinnen und Aktienkursen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/der-freitag\/waer-ich-nicht-arm-waerst-du-nicht-reich\">Der Freitag<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Oberstes Gericht verpflichtet Regierung zum Klimaschutz<\/strong><br>\nEin halbherziges Ank&auml;mpfen gegen den Klimawandel bedroht das Wohl der B&uuml;rger und ist deshalb ein Bruch der Europ&auml;ischen Menschenrechtskonvention, entschied das oberste Gericht der Niederlande. Das historische Urteil verpflichtet erstmals eine Regierung zum Klimaschutz. Die CO2-Emissionen m&uuml;ssen nun viel st&auml;rker gesenkt werden. [&hellip;]<br>\nIn seinem wegweisenden Urteil verpflichtet das Gericht die Regierung dazu, die Treibhausgasemissionen bis Ende 2020 um mindestens 25 Prozent im Vergleich zu 1990 zu senken. Gegen das Urteil ist keine Berufung mehr m&ouml;glich. Die Regierung versprach, sich daran halten zu wollen.<br>\nDie Richterinnen und Richter wiesen damit den Einspruch der Regierung von Ministerpr&auml;sident Mark Rutte gegen fr&uuml;here Urteile abschlie&szlig;end zur&uuml;ck und best&auml;tigten die Beschl&uuml;sse der Vorinstanzen.<br>\nDass die niederl&auml;ndische Regierung ihre Verantwortung f&uuml;r den Beitrag des Landes zur Klimakrise nicht &uuml;bernehme, sei ein Bruch ihrer Verpflichtungen aus der Europ&auml;ischen Menschenrechtskonvention, erkl&auml;rte das Gericht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.klimareporter.de\/europaische-union\/oberstes-gericht-verpflichtet-regierung-zum-klimaschutz\">Klimareporter<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Billigflieger sind ein Segen<\/strong><br>\nEs kann nicht nur um CO2 gehen, man muss auch die Klassenfrage stellen: Der moderne Wanderarbeiter fliegt. Auch zu Weihnachten nach Hause. [&hellip;]<br>\nAndererseits leidet die Kampagne gegen Flugreisen im Allgemeinen und Billigfl&uuml;ge im Besonderen an mehr als nur einem Sch&ouml;nheitsfehler: Sie l&auml;sst soziale Aspekte au&szlig;er Acht. Sie tut so, als seien Flugzeuge ausschlie&szlig;lich von ignoranten Touristen oder von wohlhabenden Gesch&auml;ftsmenschen mit Rollk&ouml;fferchen belegt, als seien die Reisen also zugunsten des Klimas leicht verzichtbar. Doch das stimmt nicht. Jedenfalls nicht immer.<br>\nIn Litauen leben derzeit knapp drei Millionen Menschen. Ende der 1990er Jahre waren es einmal fast vier Millionen, doch seitdem hat das kleine Land einen Exodus an der eigenen Bev&ouml;lkerung erlebt. Friemelt man Zahlen aus dem Internet zusammen, wohnen gesch&auml;tzt 500.000 Litauerinnen und Litauer im EU-Ausland &ndash; genaue Zahlen kennt niemand, nicht einmal die litauische Botschaft. Viele sind gen Westen gezogen, weil es dort Arbeit gab, die au&szlig;erdem besser bezahlt wurde, mit gro&szlig;er Mehrheit junge Menschen zwischen 20 und 35. Geblieben sind die &Auml;lteren, die Gro&szlig;m&uuml;tter und Gro&szlig;v&auml;ter, deren Enkel heute in Irland, Gro&szlig;britannien oder den Niederlanden leben und arbeiten. Und Litauen ist nur ein besonders drastisches Beispiel.  [&hellip;]<br>\nIch finde: Diese Menschen haben ein Recht auf Heimatbesuche, auch einige Male im Jahr. F&uuml;r sie sind die Billigflieger ein Segen, Lufthansa oder Austrian w&auml;ren viel zu kostspielig, da muss man schon mal mit dem siebenfachen Preis eines Ryanair-Tickets rechnen. Fliegen hat eben auch eine soziale Komponente, die in der aktuellen Diskussion um CO2-Einsparungen ber&uuml;cksichtigt werden muss.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Streit-um-Flugreisen\/!5647436\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> W&uuml;rde man die taz  &ndash; wider besseres Wissen &ndash; f&uuml;r eine linke oder linksgr&uuml;ne Zeitung halten, dann m&uuml;sste man sich &uuml;ber solche Artikel f&uuml;rchterlich aufregen. Wenn man aber wei&szlig;, da&szlig; die taz eine ganz dumme, ganz neoliberale Zeitung ist, dann stehen einem immer noch die Haare zu Berge. Weil es ja &ldquo;die Richtigen&rdquo; betrifft, nicht die Reichen, die mal eben nach New York jetten oder den Pauschaltouristen auf dem Weg nach Mallorca, verteidigt die taz das Recht des Niedriglohnmigranten auf schnelle Heimreise auch mit dem maximal umweltsch&auml;dlichen Verkehrsmittel &ndash; und liegt dabei auf einer Linie mit der Unternehmerseite, die von Migranten im Niedriglohnsektor nie genug bekommen kann. Statt diese katastrophalen Zust&auml;nde sch&ouml;n zu reden, k&ouml;nnte die taz doch mal &uuml;ber die Austerit&auml;tspolitik im Baltikum schreiben, die ein Viertel (!!!) der Bev&ouml;lkerung zum Geldverdienen ins Ausland zwingt, oder die Korruption und inkompetente Wirtschaftspolitik in Rum&auml;nien, &ldquo;wo jeder F&uuml;nfte das Land in Richtung Westen verlassen hat&rdquo;. Gibt es neben dem Schengen-Recht der unbegrenzten Arbeitsmigration nicht auch ein Recht darauf, im eigenen Land eine vern&uuml;nftig bezahlte Arbeit zu finden? Wenn nein, warum nicht? K&ouml;nnten die Billiglohnjobs in den Ziell&auml;ndern der Migranten nicht einfach besser bezahlt werden, sodass diese Jobs auch f&uuml;r die Einheimischen attraktiv w&auml;ren, von den gen&uuml;gend viele arbeitslos sind? Und einen der schlimmsten Ausbeuterarbeitgeber, Ryanair (siehe <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/karriere\/ryanair-streik-flugbegleiterin-packt-ueber-miese-arbeitsbedingungen-aus-a-1220092.html\">hier<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/2018\/46\/ryanair-pilot-arbeitsbedingungen-gewerkschaft-streik-standortschliessung\">hier<\/a>), bei dem ebenfalls eine nicht kleine Anzahl Osteurop&auml;er f&uuml;r einen Hungerlohn schuftet, f&uuml;r die niedrigen Flugpreise zu loben&hellip; es f&auml;llt einem echt nichts mehr ein. Aber so dummdreist ist eben die taz, weil nichts &uuml;ber dem Recht auf Arbeitsmigration stehen darf &ndash; auch nicht, wenn es in Wahrheit seit vielen Jahrzehnten der *Zwang* zur Arbeitsmigration ist, die pure Not, die die taz wohl f&uuml;r ein Naturgesetz h&auml;lt. Fernpendeln mit dem Auto ist schlecht f&uuml;r die Umwelt, Fernstpendeln mit dem Billigflieger ein Menschenrecht? Ach, was rege ich mich auf.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Gericht verbietet Ubers Gesch&auml;ftsmodell in Deutschland<\/strong><br>\nDen Uber-Autos droht in Deutschland abermals ein Stopp: Das Landgericht Frankfurt hat geurteilt, dass das Unternehmen f&uuml;r sein Gesch&auml;ftsmodell eine Mietwagenkonzession braucht. [&hellip;]<br>\nEs sah im Gesch&auml;ftsmodell von Uber &ldquo;verschiedene Wettbewerbsverst&ouml;&szlig;e&rdquo; und gab damit der Klage von Taxizentralen in mehreren St&auml;dten statt. Uber will die Urteilsbegr&uuml;ndung und eine Berufung &ldquo;genau pr&uuml;fen&rdquo;.<br>\nVor Gericht ging es vor allem um eine sogenannte Mietwagenkonzession. Diese Lizenz fehlt Uber nach Auffassung der Frankfurter Richter, auch wenn das Unternehmen Kunden streng genommen nicht selbst transportiert, sondern ihre Anfragen an Mietwagenfahrer &uuml;bermittelt. &ldquo;Aus der Sicht des Fahrgastes erbringt Uber selbst die Dienstleistung und ist daher Unternehmer im Sinne des Personenbef&ouml;rderungsgesetzes&rdquo;, sagte die Vorsitzende Richterin.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/gericht-verbietet-ubers-geschaeftsmodell-in-deutschland-a-1302161.html\">SPIEGEL Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Bayers neuer Lobbychef: &bdquo;Glyphosat ist gut f&uuml;rs Klima&ldquo;<\/strong><br>\nDer ehemalige Gr&uuml;nen-Politiker &uuml;ber die Zukunft des Unkrautvernichters, den Umgang des Konzerns mit Kritikern und die Folgen der Ausbeutung des Planeten.<br>\nDer neue Lobby-Chef von Bayer, Matthias Berninger, stellt sich hinter die Pl&auml;ne der EU-Kommission, Europa bis 2050 klimaneutral zu machen. &bdquo;Die Industrie sollte sich an die Spitze der &ouml;kologischen Modernisierung Europas stellen&ldquo;, sagte der 48-J&auml;hrige in einem Interview mit dem Handelsblatt. &bdquo;Ohne die Wirtschaft wird es nicht gehen, und wenn wir das Richtige tun, wird die EU nicht das Falsche machen&ldquo;, erg&auml;nzte der fr&uuml;here Bundestagsabgeordnete der Gr&uuml;nen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.handelsblatt.com\/unternehmen\/industrie\/matthias-berninger-im-interview-bayers-neuer-lobbychef-glyphosat-ist-gut-fuers-klima-\/25356256.html\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> So sind sie, die Gr&uuml;nen. Da kann man wirklich nur noch mit dem Kopf sch&uuml;tteln.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Amri: Wenn eine offizielle Anschlagsversion zusammenf&auml;llt wie ein Kartenhaus<\/strong><br>\nAuch der Ex-Vizechef des Berliner Staatsschutzes kann keine &uuml;berzeugenden Antworten auf viele offene Fragen und die Rolle des LKA geben<br>\nEs sind die deutschen Sicherheitsbeh&ouml;rden selber, die begonnen haben, ihre eigene, offizielle Version vom Anschlag auf dem Breitscheidplatz zu zertr&uuml;mmern. Was seit drei Jahren der &Ouml;ffentlichkeit erz&auml;hlt wird, f&auml;llt nun unter dem Druck der &Ouml;ffentlichkeit zusammen wie ein Kartenhaus.<br>\n&ndash; Dass der Attent&auml;ter alleine gehandelt haben soll: Das wird von kundigen Beobachtern seit langem angezweifelt. Zum Beispiel fanden sich auf dem Handy eines Amri-Vertrauten m&ouml;gliche Aussp&auml;hfotos vom sp&auml;teren Tatort Breitscheidplatz, die bereits im Februar 2016 gemacht worden waren.<br>\n&ndash; Dass der mutma&szlig;liche T&auml;ter Anis Amri erst am Nachmittag des Folgetages festgestanden haben soll: Das kann inzwischen fast als widerlegt gelten. Der Anschlag geschah am Abend des 19. Dezember 2016. Ein Kriminalbeamter aus Nordrhein-Westfalen will bereits am fr&uuml;hen Morgen des 20. Dezember in seiner Dienststelle geh&ouml;rt haben, Amri sei der T&auml;ter. Die Zeitung Die Welt schreibt nun, Amri sei am 20. Dezember um 7 Uhr vom Bundeskriminalamt (BKA) und Landeskriminalamt (LKA) Berlin im Polizeiauskunftssystem (Polas) zur Festnahme ausgeschrieben worden.<br>\n&ndash; Und dass es der Tunesier Amri war, der den Lastwagen auf den Weihnachtsmarkt gesteuert haben soll: Diese Ma&szlig;gabe ist mittlerweile ebenfalls fraglich geworden, seit fest steht, dass eine Videoaufnahme nicht zeigt, wie Amri kurz nach der Tat im U-Bahnhof Zoologischer Garten verschwindet, sondern dass er &ndash; im Gegenteil &ndash; aus ihm herauskommt. Diese T&auml;terfestlegung ist derzeit noch eines der gr&ouml;&szlig;ten Tabus.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Amri-Wenn-eine-offizielle-Anschlagsversion-zusammenfaellt-wie-ein-Kartenhaus-4621739.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Was denken Chinesen selbst &uuml;ber das Sozialkreditsystem?<\/strong><br>\nEine Studie findet heraus, warum einige chinesische B&uuml;rger das System begr&uuml;&szlig;en<br>\nDas Sozialkredit-System, das China ab 2020 landesweit einf&uuml;hren will, l&ouml;st in westlichen Medien nicht selten Panik und H&auml;me aus. Schnell ist die Rede von der Digital-Diktatur, von dressierten Menschen in einem Orwellianischen &Uuml;berwachungsstaat, das allm&auml;chtig, unentrinnbar und kafkaesk ist. China plane ein Instrument, das den Menschen bis in den letzten Winkel seines Gehirns durchleuchtet, hei&szlig;t es. Doch was denken Chinesen selbst &uuml;ber das in westlichen Augen so dystopische Sozialkreditsystem?<br>\nXinyuan Wang, Anthropologin an der UCL, hat dieser Thematik eine Studie gewidmet. Im Rahmen des Projekts Anthropology of Smartphones and Smart Ageing befragte sie in einem Zeitraum von 16 Monaten rund 500 Chinesen, und f&uuml;hrte mit 146 Leuten l&auml;ngere Gespr&auml;che. Statt durch direktes Befragen habe sie auf nat&uuml;rliche Weise die Gespr&auml;che auf das Thema gelenkt, wie das bei ethnografischen Studien gew&ouml;hnlich ist.<br>\nLaut der Anthropologin sei die chinesische Bev&ouml;lkerung der Ansicht, dass das Sozialkreditsystem ein nationales Projekt ist, um die &ouml;ffentliche Moral zu st&auml;rken, Betrug und andere Verbrechen zu bek&auml;mpfen. Das Land sei in einer Vertrauenskrise, das Sozialkreditsystem helfe das im Allgemeinen zu beheben. Gerade die rasante Digitalisierung habe M&ouml;glichkeiten f&uuml;r Online-Betr&uuml;gereien geschaffen, die bisher kaum Strafen nach sich zogen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Was-denken-Chinesen-selbst-ueber-das-Sozialkreditsystem-4621716.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Rechtsextremismus bei der Polizei &ndash; Zu viele Einzelf&auml;lle<\/strong><br>\nBei der Polizei h&auml;ufen sich rechtsextremistische Haltungen und Handlungen, das best&auml;tigt eine Recherche des Dlf. Zwar sind die etwa 200 recherchierten Vorf&auml;lle nicht viel &ndash; angesichts von 260.000 Vollzugsbeamten. Aber das Klima bei der Polizei verschlechtert sich &ndash; Experten sind alarmiert. [&hellip;]<br>\nAlles Einzelf&auml;lle? Oder haben Rechtsradikale einen organisierten Marsch durch die Institutionen begonnen? Nach den ab 2011 &ouml;ffentlich gewordenen Verbrechen und Fahndungspannen im Fall des Nationalsozialistischen Untergrunds, einer anschwellenden Welle von Hasskriminalit&auml;t, nach dem Mord am Kasseler Regierungspr&auml;sident Walter L&uuml;bcke im Juni dieses Jahres und dem Versuch eines antisemitischen Massakers in Halle im Oktober ist offensichtlich: Die Bundesrepublik hat ein Problem mit rechtsextremer Gewalt. Umso alarmierender wirkt da der Verdacht, Rechtsextreme k&ouml;nnten sich ausgerechnet dort ausbreiten, wo das staatliche Gewaltmonopol angesiedelt ist: in deutschen Polizeiapparaten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/rechtsextremismus-bei-der-polizei-zu-viele-einzelfaelle.724.de.html?dram:article_id=466389\">Deutschlandfunk<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Massenkarambolage mit mehr als 60 Autos<\/strong><br>\nBei einer Massenkarambolage mit mehr als 60 Autos sind im US-Bundesstaat Virginia Dutzende Menschen verletzt worden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/panorama\/massenkarambolage-unfall-virginia-usa-1.4734363\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Diese Meldung stand heute morgen auf den Startseiten vieler gro&szlig;er deutscher Nachrichtenportale. Warum? Wie viele Deutsche wissen eigentlich, wie die Regierungschefs unserer Nachbarl&auml;nder &Ouml;sterreich, Schweiz, Niederlande, D&auml;nemark oder Polen hei&szlig;en? Daf&uuml;r werden wir mit Lokalnachrichten aus den USA bombardiert. Willkommen im 51st State of Amercia.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Saskia Esken und die K&uuml;ndigungsaff&auml;re &ndash; SPD-Chefin erringt juristischen Erfolg gegen &bdquo;Kontraste&ldquo;<\/strong><br>\nSPD-Chefin Saskia Esken hat einen weiteren Erfolg gegen das ARD-Magazin &bdquo;Kontraste&ldquo; errungen: Der f&uuml;r die Sendung verantwortliche Sender hat sich dazu verpflichtet, Vorw&uuml;rfe im Zusammenhang mit der Durchsuchung eines Email-Accounts einer Mitarbeiterin in Bezug auf Esken nicht zu wiederholen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/inhalt.saskia-esken-und-die-kuendigungsaffaere-spd-chefin-erringt-juristischen-erfolg-gegen-kontraste.4d12b6b5-afd2-4aaa-855f-08ce07434caf.html\">Stuttgarter Zeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Zwischen den Jahren 2019 &ndash; 2020<\/strong><br>\n&laquo;Vielleicht bleibt von 2019 weniger das, was geschah, als das, was nicht geschah.&raquo; Ein vorausschauender Jahresr&uuml;ckblick von Horst Kahrs. (&hellip;)<br>\nMit dem Jahr 2019 endet das erste F&uuml;nftel des 21. Jahrhunderts der christlich-abendl&auml;ndischen Zeitrechnung. Im Vergleich zum ersten F&uuml;nftel des 20. Jahrhunderts, wie wir es aus Erz&auml;hlungen, B&uuml;chern und bewegten Bildern kennen, waren es zumindest in Europa alles in allem zwei erstaunlich friedliche und zivilisierte Dekaden: Die wirtschaftliche Produktivit&auml;t und die Waren- und G&uuml;terstr&ouml;me sind weiter gewachsen, f&uuml;r viele &ndash; nicht alle &ndash; auch der in verf&uuml;gbarer Geld- und Warenmenge gemessene Wohlstand. Doch nach welchem Ma&szlig;stab wird zur n&auml;chsten Jahrhundertwende &uuml;ber diese Jahre geurteilt werden?<br>\nEtwa mit der Messlatte der Autofahrergesellschaft: Der Preis f&uuml;r einen Liter Superbenzin in Deutschland lag im Jahresdurchschnitt 2019 bei 143,4 Cent, zwei Cent weniger als 2018 und ganze 21 Cent unter dem bisherigen H&ouml;chststand 2012. Der Liter Diesel-Kraftstoff lag mit 126,7 Cent ebenfalls 2 Cent g&uuml;nstiger als im Vorjahr und war 14 Cent billiger als 2012. Im Jahr 2016 lagen die Kraftstoffpreise noch niedriger, nominal auf dem Niveau des Jahres 2005. Gemeinhin gelten die Preise f&uuml;r fossilen Kraftstoff auch als Indikator, wie ernst es eine Gesellschaft mit der Reduktion ihres C02-Aussto&szlig;es meint. Also in Erinnerung bleiben sollte: 2020 ist das Jahr, in dem Deutschland seine &laquo;Klimaschutzziele 2020&raquo; nicht erreicht hat. Gut m&ouml;glich also, dass die beiden ersten Dekaden dieses Jahrhunderts sp&auml;ter als die &laquo;schlafwandlerischen Jahre&raquo; erinnert werden, in denen die Kr&auml;fte des  &laquo;Weiter-so&raquo;, des &laquo;Ich-will-so-bleiben-wie-ich-bin&raquo; einen entscheidenden Sieg errangen &uuml;ber m&ouml;gliche alternative Wege und Weichenstellungen f&uuml;r die Lebensbedingungen der Menschheit. Vielleicht bleibt von 2019 also weniger das, was geschah, sondern eher das, was nicht geschah.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.rosalux.de\/news\/id\/41441\/\">Rosa Luxemburg Stiftung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Hysterische Szenen &ndash; Luxus-Uhren &uuml;berall ausverkauft: Rolex-Krise in M&uuml;nchen!<\/strong><br>\nRolex-Krise in M&uuml;nchen und auf der ganzen Welt: Die Luxus-Uhren sind &uuml;berall ausverkauft, die Wartelisten ewig &ndash; was vor Weihnachten zu hysterischen Szenen f&uuml;hrt. Wie die H&auml;ndler reagieren und woher dieser Hype kommt. [&hellip;]<br>\nWas mitunter, so wenige Tage vor Weihnachten, zu hysterischen Szenen f&uuml;hren kann, wie die H&auml;ndler der AZ erz&auml;hlen. Die Sch&ouml;nen und Reichen k&ouml;nnen vor Ort noch so geldig argumentieren. Egal, wie viel mehr sie auch hinbl&auml;ttern w&uuml;rden, ihre gew&uuml;nschten Uhrenmodelle gibt es derzeit nicht zu kaufen. &Uuml;berhaupt nicht. Nirgendwo. Auf unbestimmte Zeit.<br>\nM&uuml;nchen in der Rolex-Krise. Was ist da los? Ticken die alle noch ganz richtig? Ein Mitarbeiter von Bucherer zur AZ: &ldquo;So etwas habe ich in all meinen Jahren hier noch nie erlebt. Der Rolex-Hype ist wirklich extrem. Aber ob in der Schweiz oder in Singapur &ndash; &uuml;berall ist es das gleiche Problem: Die begehrten Rolex-Uhren sind komplett ausverkauft, die Wartelisten ewig &ndash; manche werden geschlossen, weil es utopisch ist, den Nachfragen in den n&auml;chsten Jahren auch nur ansatzweise nachzukommen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.abendzeitung-muenchen.de\/inhalt.hysterische-szenen-luxus-uhren-ueberall-ausverkauft-rolex-krise-in-muenchen.0dd48c82-69d1-447d-ab76-f991e025390a.html\">Abendzeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Die ZEIT hat mich mit einer wundersch&ouml;nen <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/zeit-magazin\/leben\/2019-12\/muenchen-rolex-krise-ausverkauft-weihnachten-luxusuhr\">Glosse<\/a> auf diesen Link gebracht. Man w&uuml;rde meinen, der Artikel der M&uuml;nchner Abendzeitung w&auml;re ebenfalls satirisch gemeint, aber nein: die meinen das ganz ernst. Rolex-Uhren sind ausverkauft, das f&uuml;hrt zu hysterischen Szenen. Anscheinend habe reiche Menschen wirklich keine anderen Probleme &ndash; jedenfalls nicht die existentiellen Probleme der meisten anderen, und besonders der Armen, Klimakrise oder Umweltprobleme sowieso nicht. Der Bericht der Abendzeitung mag aufgebauscht sein, um Auflage zu generieren, und die Kommentare im Internet wissen das geb&uuml;hrend einzuordnen, aber dennoch ist so ein Artikel pervers.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JB)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-57310","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/57310","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=57310"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/57310\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":57313,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/57310\/revisions\/57313"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=57310"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=57310"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=57310"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}