{"id":57497,"date":"2020-01-08T08:23:19","date_gmt":"2020-01-08T07:23:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57497"},"modified":"2020-01-08T08:23:19","modified_gmt":"2020-01-08T07:23:19","slug":"hinweise-des-tages-3524","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57497","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WM\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57497#h01\">Mord an Soleimani<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57497#h02\">Erneuter Rechtsbruch: USA verweigern Irans Au&szlig;enminister Visum f&uuml;r UN-Sitzung in New York<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57497#h03\">Iran &ndash; Reaktionen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57497#h04\">SPD-Spitze will Abzug von US-Atomwaffen aus Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57497#h05\">SPD-Chef Walter-Borjans &ndash; Wer mehr als 6900 Euro monatlich verdient, soll mehr f&uuml;r die Rente zahlen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57497#h06\">Mit allen Mitteln f&uuml;r das gro&szlig;e Inferno<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57497#h07\">T&uuml;rkis-Gr&uuml;n: Milliarden-Zuckerl f&uuml;r Gro&szlig;konzerne, Angriffe auf Arbeitnehmer, Klimaschutz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57497#h08\">Selbst ernannter &ldquo;Pr&auml;sident&rdquo; Juan Guaid&oacute; als Parlamentspr&auml;sident von Venezuela abgew&auml;hlt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57497#h09\">Handelsstudie:  Offenbar massiver Umsatzsteuerbetrug im EU-Handel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57497#h10\">Wie deutsche Firmen ihre Besch&auml;ftigten mit Kameras und GPS &uuml;berwachen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57497#h11\">Obdachlose Frauen: Ein verstecktes Leben ohne eigene Wohnung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57497#h12\">Klimawandel: Das t&ouml;dliche Meer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57497#h13\">Fossile Industrie soll Brandkosten mitbezahlen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57497#h14\">Solidarit&auml;t statt &Ouml;ko-Lifestyle<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57497#h15\">More Than One Billion Animals Killed in Australia Wildfires Called a &lsquo;Very Conservative&rsquo; Estimate<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57497#h16\">Heute Staatsminister, morgen Wirtschaftslobbyist<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57497#h17\">In der Zuschauerrolle<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57497#h18\">Gro&szlig;es Schweigen zu Marokkos Kriegsverbrechen in Westsahara<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Mord an Soleimani<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Ein Mord und die Folgen<\/strong><br>\n(&hellip;) V&ouml;lkerrechtswidrig, Staatsterrorismus<br>\nOffen kritisiert hat den US-Mord an dem iranischen General Qassem Soleimani, dem irakischen Milit&auml;rkommandeur Abu Mahdi al Muhandis und weiteren iranischen und irakischen Milit&auml;rs unter anderem Rolf M&uuml;tzenich, Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion. M&uuml;tzenich hielt am gestrigen Sonntag fest, durch den Mord an hochrangigen Amtstr&auml;gern zweier fremder Staaten sei &ldquo;das V&ouml;lkerrecht &hellip; verletzt&rdquo; worden: &ldquo;Die gezielte T&ouml;tung von Zivilisten oder staatlichen Repr&auml;sentanten, die nicht unmittelbar an Feindseligkeiten teilnehmen oder von denen keine unmittelbare Gefahr f&uuml;r andere ausgeht, ist nicht rechtm&auml;&szlig;ig und stellt auch kein legitimes Mittel dar.&rdquo; Deutlichere Worte hatte zuvor der Direktor der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP), Volker Perthes, gefunden. Perthes zufolge h&auml;ngt die Beurteilung des Mordes davon ab, ob sich Iran und die Vereinigten Staaten im Krieg miteinander befinden. Tats&auml;chlich haben weder Washington noch Teheran der anderen Seite den Krieg erkl&auml;rt. &ldquo;Wenn es keinen Kriegszustand gibt&rdquo;, sagte Perthes schon am Freitag, dann k&ouml;nne man das, &ldquo;was hier stattgefunden hat&rdquo;, &ldquo;als Staatsterrorismus bezeichnen&rdquo;&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/8145\/\">German Foreign Policy<\/a><\/li>\n<li><strong>Drohung mit Frieden<\/strong><br>\nSoleimanis Auftrag im Irak<br>\n(&hellip;) Donald Trump habe demnach Abd Al-Mahdi nach den Demonstrationen vor der US-Botschaft in Bagdad telefonisch um Vermittlung gebeten und f&uuml;r die entsprechenden Bem&uuml;hungen gedankt. Die Zeitung zitierte am Montag den irakischen Regierungschef in indirekter Rede: &raquo;Er dr&uuml;ckte seine Entt&auml;uschung dar&uuml;ber aus, dass, w&auml;hrend der amerikanische Pr&auml;sident sich ihm gegen&uuml;ber dankbar gezeigt habe, er gleichzeitig einen Angriff auf Soleimani plante.&laquo;<br>\nDas war h&ouml;flich und etwas unklar ausgedr&uuml;ckt, legt aber nahe: Trump erteilte den Mordbefehl nicht wegen &raquo;unmittelbarer Gefahr&laquo;, wie die offizielle Begr&uuml;ndung lautete, sondern wegen des Gegenteils &ndash; es drohte mindestens Entspannung, wenn nicht sogar Frieden im Nahen oder Mittleren Osten. Den kann aber keine US-Administration zulassen. Der seit Jahrzehnten von Washington betriebene enorme Aufwand, in der Region Staaten zu schw&auml;chen oder zu zertr&uuml;mmern, andere ma&szlig;los aufzur&uuml;sten, Bev&ouml;lkerungsgruppen aufeinanderzuhetzen, Millionen Menschen umzubringen, zu vertreiben und einzusch&uuml;chtern, w&auml;re umsonst gewesen. Eine Art friedlicher Koexistenz angeblicher oder tats&auml;chlicher regionaler Gegner w&auml;re ein Schlag gegen elementare US-Interessen. Die manifestieren sich dort in der gr&ouml;&szlig;ten Zusammenballung milit&auml;rischer Kr&auml;fte der USA auf dem Globus &ndash; zur Sicherung von Einfluss und Rohstoffen. Das 1983 aufgestellte zust&auml;ndige Kampfkommando der US Army &ndash; eines von zehn &ndash; hei&szlig;t deswegen immer noch &raquo;Central Command&laquo;. Sein Schlachtfeld erstreckt sich vom Nahen Osten bis nach Zentralasien und Ostafrika. Es w&auml;re &uuml;berfl&uuml;ssig, wenn die nach Trumps eigenen Worten &raquo;endlosen und l&auml;cherlichen Kriege&laquo; aufh&ouml;rten&hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/370063.drohung-mit-frieden.html\">junge Welt<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Erneuter Rechtsbruch: USA verweigern Irans Au&szlig;enminister Visum f&uuml;r UN-Sitzung in New York<\/strong><br>\n(&hellip;) Die US-Regierung hat dem iranischen Au&szlig;enminister Dschawad Sarif diese Woche die Einreise in die Vereinigten Staaten verweigert. Das berichtet das US-Magazin Foreign Policy auf seiner Internetseite unter Berufung auf mehrere diplomatischen Quellen. Sarif wollte vor dem Sicherheitsrat der Vereinten Nationen in New York die Ermordung des iranischen Generals Qassem Soleimani in Bagdad durch eine US-Drohne am vergangenen Freitag anprangern.<br>\nMit dem Einreiseverbot f&uuml;r Sarif versto&szlig;en die USA gegen den Vertrag &uuml;ber das UN-Hauptquartier von 1947 und damit einmal mehr gegen internationales Recht. Der Vertrag schreibt vor, dass Washington verpflichtet ist, ausl&auml;ndischen Regierungsvertretern die Einreise zu erlauben, um sich mit Angelegenheiten der Vereinten Nationen zu befassen&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/international\/96481-erneuter-rechtsbruch-usa-verweigern-irans\/\">RT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Vielleicht sollten die Vereinten Nationen sich langsam ernsthaft Gedanken machen, ihren ersten Hauptsitz zu verlegen und die Hauptversammlung sowie den Sicherheitsrat in den zweiten Hauptsitz nach Genf zu verlagern.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Iran &ndash; Reaktionen<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Maas: Iran-Ank&uuml;ndigung zu Atomabkommen nicht hinnehmen<\/strong><br>\nNach dem weiteren R&uuml;ckzug des Irans aus dem Atomabkommen stellt Bundesau&szlig;enminister Heiko Maas Konsequenzen der beteiligten EU-Staaten in Aussicht. &laquo;Wir werden Ank&uuml;ndigungen, die Verpflichtungen nicht mehr einzuhalten in Teheran, auch nicht achselzuckend zur Kenntnis nehmen k&ouml;nnen&raquo;, sagte Maas in Br&uuml;ssel vor Gespr&auml;chen mit EU-Kollegen. Gleichzeitig hat das Ausw&auml;rtige Amt seine Reisehinweise zum Iran aktualisiert und r&auml;t nach der T&ouml;tung des iranischen Generals Ghassem Soleimani durch die USA: &laquo;Verschieben Sie nach M&ouml;glichkeit nicht erforderliche Reisen nach Iran&raquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/agenturmeldungen\/dpa\/maas-iran-ankuendigung-zu-atomabkommen-nicht-hinnehmen-16569639.html?fbclid=IwAR0MPBvEJBRx3fi48vDOVHVeaJ5L-2IyM3ms3T8bBNy1WV8wFE6gOLeSmkE\">FAZ<\/a>\n<p><strong>Dazu: Sahra Wagenknecht Twitter<\/strong><br>\n#Maas will also nicht achselzuckend hinnehmen, dass der Iran aus einem Abkommen aussteigt, das #Trump l&auml;ngst aufgek&uuml;ndigt hat. Aber v&ouml;lkerrechtswidrige Drohnenmorde &amp; Kriegsdrohungen der USA werden achselzuckend hingenommen? Wie einseitig &amp; erb&auml;rmlich!<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/twitter.com\/i\/web\/status\/1214563933542998020\">Twitter<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Gemeinsame Erkl&auml;rung von Bundeskanzlerin Angela Merkel, Pr&auml;sident Emmanuel Macron und Premierminister Boris Johnson &uuml;ber die Situation in Irak<\/strong><br>\nSonntag, 5. Januar 2020<br>\nWir haben die j&uuml;ngsten Angriffe auf Koalitionstruppen in Irak verurteilt und sind tief besorgt &uuml;ber die negative Rolle, die Iran in der Region gespielt hat, insbesondere durch die iranischen Revolutionsgarden und die al-Quds-Einheit unter dem Kommando von General Soleimani.<br>\nEs kommt nunmehr entscheidend darauf an, zu deeskalieren. Wir appellieren an alle beteiligten Akteure, &auml;u&szlig;erste Zur&uuml;ckhaltung und Verantwortungsbewusstsein an den Tag zu legen. Die aktuelle Spirale der Gewalt in Irak muss beendet werden.<br>\nWir rufen insbesondere Iran auf, von weiteren gewaltt&auml;tigen Aktionen oder deren Unterst&uuml;tzung abzusehen. Wir fordern Iran auf, s&auml;mtliche Ma&szlig;nahmen zur&uuml;ckzunehmen, die nicht mit dem Nuklearabkommen (&ldquo;JCPoA&rdquo;) in Einklang stehen.<br>\nWir bekr&auml;ftigen unsere Unterst&uuml;tzung f&uuml;r die Souver&auml;nit&auml;t und Sicherheit des Irak. Eine erneute Krise w&uuml;rde die jahrelangen Bem&uuml;hungen um die Stabilisierung Iraks aufs Spiel setzen.<br>\nWir bekr&auml;ftigen auch unser Bekenntnis zur Fortsetzung des Kampfes gegen den IS. Diesem kommt weiterhin hohe Priorit&auml;t zu. Der Erhalt der Koalition besitzt in diesem Zusammenhang einen hohen Stellenwert. Wir fordern daher die irakischen Stellen auf, der Koalition weiterhin die erforderliche Unterst&uuml;tzung zu leisten.<br>\nWir werden unser Engagement gegen&uuml;ber allen Seiten fortsetzen, um Spannungen in der Region abzubauen und ihre Stabilit&auml;t zu sichern.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.bundesregierung.de\/breg-de\/aktuelles\/gemeinsame-erklaerung-von-bundeskanzlerin-angela-merkel-praesident-emmanuel-macron-und-premierminister-boris-johnson-ueber-die-situation-in-irak-1710128\">Bundesregierung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Und wiederum erb&auml;rmlich. Der Mord an Kassem Soleimani wird nicht einmal erw&auml;hnt<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Die Kulturzerst&ouml;rer<\/strong><br>\nUS-Pr&auml;sident droht mit Kriegsverbrechen. Bundesregierung schweigt, verweigert weiterhin Bundeswehrabzug aus Irak<br>\nWashington\/Teheran\/Berlin (Eigener Bericht) &ndash; Die Bundesregierung schweigt zur Drohung von US-Pr&auml;sident Donald Trump, Kriegsverbrechen im Iran zu begehen. Trump hat seine Absicht bekr&auml;ftigt, im Fall eines iranischen Gegenschlags Ziele zu zerst&ouml;ren, die &ldquo;bedeutend&rdquo; f&uuml;r &ldquo;die iranische Kultur&rdquo; seien. V&ouml;lkerrechtskonventionen aus den Jahren 1954 und 1977 verbieten dies ausdr&uuml;cklich. Die Bundesregierung nimmt die Drohung eines ihrer engsten milit&auml;rischen Verb&uuml;ndeten umstandslos hin. Zugleich weigert sie sich weiterhin, dem Beschluss des irakischen Parlaments nachzukommen, ausw&auml;rtige Truppen aus dem Land abzuziehen&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/8146\">German Foreign Policy<\/a>\n<p><strong>dazu: Teilabzug der Bundeswehr aus dem Irak reicht nicht<\/strong><br>\n&bdquo;Die Entscheidung, einen Teil der deutschen Soldaten &sbquo;vor&uuml;bergehend&lsquo; aus dem Irak abzuziehen, ist als Schritt in die richtige Richtung zu begr&uuml;&szlig;en. Dieser Teilabzug der Bundeswehr reicht allerdings nicht aus, um die Sicherheit der deutschen Soldaten zu gew&auml;hrleisten. Die Bundeswehr muss aus der Region komplett abgezogen werden. Bei Missachtung der Entscheidung des irakischen Parlaments droht die Wahrnehmung der Bundeswehr als Besatzungstruppe im Irak&ldquo;, erkl&auml;rt Sevim Dagdelen, Au&szlig;enexpertin der Fraktion DIE LINKE und Mitglied im Ausw&auml;rtigen Ausschuss. Dagdelen weiter:<br>\n&bdquo;Angesichts der unilateralen Entscheidungen der USA, die die Lage in der Region fortw&auml;hrend eskalieren, handelt die Bundesregierung verantwortungslos, wenn sie den gr&ouml;&szlig;ten Teil des Bundeswehrkontingents weiter im Irak bel&auml;sst. Die Bundeswehr muss ohne Wenn und Aber aus dem Irak abgezogen werden. Wer nicht bereit ist, die Entschlie&szlig;ung des irakischen Parlaments zum Abzug aller ausl&auml;ndischen Truppen zu respektieren und diese sogar noch zu relativieren versucht, droht die Bundeswehr in eine Besatzungsarmee in der Region mit allen Konsequenzen f&uuml;r die Sicherheit der Soldaten vor Ort zu verwandeln.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/teilabzug-der-bundeswehr-aus-dem-irak-reicht-nicht\/\">Die Linke<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Von der Leyen gibt Iran die Schuld<\/strong><br>\nWer ist schuld an der Eskalation im Nahen Osten? Nat&uuml;rlich Iran, einzig und allein Iran! Was bisher vor allem die Falken in Washington behauptet haben, ist nun auch die Meinung der EU-Kommission in Br&uuml;ssel bzw. ihrer &ldquo;geopolitischen&rdquo; Chefin.<br>\nDie Amerikaner h&auml;tten nur auf andauernde Provokationen reagiert, sagte Ursula von der Leyen am Rande der CSU-Klausurtagung in Seeon. Dem Iran nahestehende Kr&auml;fte h&auml;tten &ldquo;eine permanente Bedrohungslage gesch&uuml;rt&rdquo;, meint die CDU-Politikerin. &ldquo;Wir sehen ein Aufschaukeln der Kr&auml;fte.&rdquo;<br>\nDas ist bemerkenswert. Denn die &ldquo;Washington Post&rdquo; kommt zu einem ganz anderen Ergebnis. Demnach war der Milit&auml;rschlag gegen Soleimani seit Monaten geplant. Mit dem Aufruhr im Irak hat er ebenso wenig zu tun wie mit angeblichen Terror-Pl&auml;nen &ndash; denn daf&uuml;r gibt es keine Beweise.<br>\nLaut &ldquo;Washington Post&rdquo; ist die Mordaktion vor allem ein Racheakt f&uuml;r einen Angriff auf ein US-Camp in Irak (mit einem Toten) &ndash; und eine Laune von US-Pr&auml;sident Trump, der nicht als Schw&auml;chling dastehen wollte. Von einer &ldquo;permanenten Bedrohungslage&rdquo; schreibt das Blatt nichts.<br>\nInteressant ist auch, wie von der Leyen ihre Rolle in der neuen Vorkriegszeit sieht. &ldquo;Meine Aufgabe ist es nicht zu bewerten, sondern zu deeskalieren und L&ouml;sungen zu finden&rdquo;, sagte sie. Von den europ&auml;ischen Interessen oder gar der zuvor beschworenen &ldquo;Sprache der Macht&rdquo; sagte sie nichts.<br>\nKein Wunder &ndash; denn dann m&uuml;sste VdL sich ja auch &lsquo;mal mit Trump anlegen, der mit seinem Rambo-Kurs auch die europ&auml;ische Sicherheit gef&auml;hrdet. Wenn sie dessen Verhalten genauso streng bewerten w&uuml;rde, wie sie es etwa bei Russlands Putin tut, m&uuml;sste sie sogar EU-Sanktionen erw&auml;gen.<br>\nDas kann man von einer ehemaligen deutschen Verteidigungsministerin, die sich selbst als &uuml;berzeugte Transatlantikerin bezeichnet, selbstverst&auml;ndlich nicht erwarten&hellip;<br>\nP.S. Dieselbe EU-Kommission, die Iran freih&auml;ndig beschuldigt, hat es abgelehnt, sich zu Trumps Drohung zu &auml;u&szlig;ern, Kulturg&uuml;ter in Iran zu bombardieren. Da fehlen einem die Worte&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/lostineu.eu\/von-der-leyen-gibt-iran-die-schuld\/\">Lost in Europe<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>SPD-Spitze will Abzug von US-Atomwaffen aus Deutschland<\/strong><br>\nDie neue SPD-Spitze will in der Bundesregierung weniger Waffenexporte durchsetzen und stellt die Stationierung amerikanischer Atomwaffen in Deutschland infrage. &bdquo;Die Bundesregierung muss Waffenexporte restriktiver handhaben. So h&auml;ufig, wie deutsche Waffen in Krisenregionen und Diktaturen auftauchen, ist das absolut inakzeptabel&ldquo;, sagte Parteichef Norbert Walter-Borjans unserer Redaktion. Im abgelaufenen Jahr hatten die R&uuml;stungsexporte einen Rekordwert erreicht.<br>\nZugleich machte er deutlich, dass er die Stationierung von US-Atomwaffen auf dem Bundeswehr-Fliegerhorst B&uuml;chel in Rheinland-Pfalz als &uuml;berholt sieht. &bdquo;Wie problematisch die Existenz von Atomwaffen allgemein und die Stationierung amerikanischer Atomwaffen in Deutschland ist, zeigt sich angesichts der besorgniserregenden Zuspitzung des Konflikts im Irak besonders deutlich.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.morgenpost.de\/politik\/inland\/article228073463\/SPD-Spitze-stellt-Stationierung-von-US-Atomwaffen-infrage.html\">Berliner Morgenpost<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>SPD-Chef Walter-Borjans &ndash; Wer mehr als 6900 Euro monatlich verdient, soll mehr f&uuml;r die Rente zahlen<\/strong><br>\nNorbert Walter-Borjans schaltet sich in die Debatte zur gesetzlichen Rentenfinanzierung ein. Der neue SPD-Chef hat laut einem Bericht nun Gutverdiener im Blick, die bislang von der Beitragsbemessungsgrenze profitieren. [&hellip;]<br>\nF&uuml;r die Beitragsberechnung in der gesetzlichen Rentenversicherung gilt seit dem 1. Januar 2020 eine neue Einkommensgrenze. Der Beitrag bemisst sich dann bis zu einem H&ouml;chstbetrag von 6.900 Euro im Monat in den alten und 6.450 Euro in den neuen L&auml;ndern. In der knappschaftlichen Rentenversicherung steigt diese Einkommensgrenze auf 8.450 Euro in den alten und 7.900 Euro in den neuen L&auml;ndern. Bis zu diesem H&ouml;chstbetrag ist das Einkommen eines Besch&auml;ftigten beitragspflichtig, alles dar&uuml;ber ist beitragsfrei.<br>\nDie Abgabenlast m&uuml;sse gerechter verteilt werden, damit auch in Zukunft ein Altwerden in W&uuml;rde ohne unerschwingliche Sozialabgaben im Arbeitsleben m&ouml;glich sei. Walter-Borjans rechnet zudem damit, dass das Rentensystem wegen der &auml;lterwerdenden Bev&ouml;lkerung k&uuml;nftig st&auml;rker als bisher mit Steuermitteln gest&uuml;tzt werden m&uuml;sse. Umso wichtiger sei es, dass global agierende Konzerne angemessen Steuern zahlten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/spd-norbert-walter-borjans-will-reiche-staerker-an-renten-finanzierung-beteiligen-a-1303900.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Mit allen Mitteln f&uuml;r das gro&szlig;e Inferno<\/strong><br>\nIn Deutschland, &Ouml;sterreich und der Schweiz k&auml;mpft eine &auml;u&szlig;erst aggressive und mit ultrarechten US-Denkfabriken vernetzte Lobby f&uuml;r eine Eskalationspolitik gegen Iran &ndash; mit Geldern von der Bundesregierung und Sch&uuml;tzenhilfe aus der Linken.<br>\nDie Lobby verfolgt einen maximalen Konfrontationskurs gegen&uuml;ber Iran. Seitdem die Islamische Republik ihren Abwehrkampf gegen den Petrodollar begonnen hat&hellip;formiert sich in der westlichen Welt eine immer breiter werdende Front aus transatlantischen NGOs und Medien, unterst&uuml;tzt von der Politik.<br>\nAuch hierzulande gr&uuml;ndeten sich, propagandistisch flankiert vom Springer-Konzern, eine Reihe von neokonservativen Pressure Groups, die seit Jahren die deutsche Bundesregierung zu einer Eskalation gegen&uuml;ber Iran dr&auml;ngen wollen. Die Wahl von Donald Trump zum US-Pr&auml;sidenten (der derzeit noch zwischen Isolationismus und Interventionismus changiert), seine Aufk&uuml;ndigung des Atomabkommens im Jahr 2018 und die stetige Versch&auml;rfung der Sanktionen, etwa die v&ouml;lkerrechtswidrige Unterbindung des Handels von Drittstaaten mit Iran, geben den Kriegsbef&uuml;rwortern berechtigten Anlass zur Hoffnung.<br>\n(&hellip;) M&auml;nner f&uuml;rs Grobe und linke Unterst&uuml;tzer<br>\n&hellip; Dieses Zerfallsprodukt der deutschen und &ouml;sterreichischen Linken, das sich Anfang der 90er Jahre vorwiegend aus den sich aufl&ouml;senden KGruppen rekrutiert hatte, zieht heute immer mehr karriereorientierte Politiker, Studenten und Medienschaffende an, die noch im linken Milieu aktiv sind.<br>\nTrotz strammen Rechtskurses stehen den M&auml;nnern f&uuml;rs Grobe von Mena-Watch, Audiatur, Stop the Bomb &amp; Co bis heute alle Tore der Linken weit offen..<br>\nNicht anders sieht es auf parlamentarischer Ebene aus: Der Landesverband Berlin der Partei Die Linke unterst&uuml;tzt, gemeinsam mit CDU, FDP und HaOlam, von Stop the Bomb und anderen Pro-Kriegs-Organisationen initiierte Demonstrationen f&uuml;r eine Regime-Change-Politik gegen Iran; der heutige Kultursenator Klaus Lederer trat bereits im Jahr 2015 als Redner auf. 35 Ebenso treten Mitglieder der Linken-Bundestagsfraktion als F&uuml;rsprecher eines iranischen Regime Change auf, beispielsweise ihr verteidigungspolitischer Sprecher Stefan Liebich; Michael Leutert arbeitet sogar mit dem Mideast Freedom Forum Berlin zusammen und hielt im Jahr 2018 mit ihm eine gemeinsame Pressekonferenz ab&hellip;<br>\nRechtsfront gegen die Friedensbewegung<br>\nWas die Kriegslobby gegen Iran vor allem zusammenschmiedet, ist die Agenda der Zerschlagung der antikapitalistischen Linken und der Friedensbewegung, die sich dem Imperialismus des Westens entgegenstellt und das drohende flammende Inferno im Nahen und Mittleren Osten zu verhindern sucht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.hintergrund.de\/politik\/welt\/mit-allen-mitteln-fuer-das-grosse-inferno\/\">Hintergrund<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Lesenswert<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>T&uuml;rkis-Gr&uuml;n: Milliarden-Zuckerl f&uuml;r Gro&szlig;konzerne, Angriffe auf Arbeitnehmer, Klimaschutz<\/strong><br>\nEin paar Dinge sind fix: Zwei Milliarden Euro hat T&uuml;rkis-Gr&uuml;n f&uuml;r Steuergeschenke an Gro&szlig;konzerne und Aktion&auml;re reserviert. F&uuml;r Soziales, Gesundheit und gr&uuml;ne Zukunftsinvestitionen bleibt nicht mehr viel Geld &uuml;brig. Der 12-Stunden-Tag und die Zerschlagung der Sozialversicherung werden nicht zur&uuml;ckgenommen. Der Kickl-Kurs gegen Grund- und Menschenrechte wird fortgesetzt und in der Klimapolitik kommen ein paar Verbesserungen mit der neuen Koalition. Die zahlen aber die Konsumenten und nicht die Hauptverursacher in der Industrie. Sonst ist vieles vage.<br>\nSteuergeschenke f&uuml;r Konzerne und Aktiengewinne<br>\n(&hellip;) Die t&uuml;rkis-blaue Steuerreform wird jetzt von der t&uuml;rkis-gr&uuml;nen Regierung weitergef&uuml;hrt. Trotz eines knappen Budgets bekommen Konzerne 1,5 Mrd. Euro geschenkt &ndash; ohne Auflagen und Bedingungen. Man h&auml;tte das Steuergeschenk zumindest an umweltschonendes Verhalten von Unternehmen koppeln k&ouml;nnen. Tut T&uuml;rkis-Gr&uuml;n aber nicht.<br>\nObwohl Arbeitnehmer 80 Prozent der Steuern zahlen, flie&szlig;t der Gro&szlig;teil der Steuersenkung an Unternehmer &ndash; und hier vor allem an die 5 Prozent der gr&ouml;&szlig;ten Konzerne im Land&hellip;<br>\nObwohl klar ist, dass eine Senkung der K&ouml;rperschaftssteuer weder Wachstum noch Arbeitspl&auml;tze schafft. Sie erh&ouml;ht einfach die Gewinne der Unternehmen und k&uuml;rzt das Geld f&uuml;r den Sozialstaat. Dazu kommen weitere 300 Mio. im Jahr f&uuml;r Aktion&auml;re: T&uuml;rkis-Gr&uuml;n schafft die Steuer auf Aktiengewinne ab, in dem sie die &bdquo;Behaltefrist&ldquo; wieder einf&uuml;hren.<br>\n(&hellip;) Familienbonus: Ungleichheit sogar versch&auml;rft<br>\nDie Schieflage beim Familienbonus wird nicht repariert &ndash; sie wird sogar noch weiter versch&auml;rft&hellip;Wer wenig verdient, bekommt weiterhin gar nichts (weil er keine Einkommenssteuer bezahlt) oder kann nur einen Teil geltend machen.<br>\n&ldquo;Armutsbek&auml;mpfung&rdquo; nur ein Schlagwort<br>\nArmutsbek&auml;mpfung ist zwar laut Regierungsprogramm ein Schwerpunkt, Ma&szlig;nahmen gibt es dazu aber keine. Die K&uuml;rzungen bei der Mindestsicherung werden nicht zur&uuml;ckgenommen. Einzig konkrete Ma&szlig;nahme ist ein bundesweites K&auml;ltetelefon, also ein Hilfshotline f&uuml;r Obdachlose im Winter. F&uuml;r die 300.000 armutsgef&auml;hrdeten Kinder in &Ouml;sterreich gibt es nichts &ndash; au&szlig;er sie werden obdachlos.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/kontrast.at\/tuerkis-gruen-regierung-koalition-regierungsprogramm-minister\/\">kontrast.at<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> &bdquo;Wir werden k&auml;mpfen!&ldquo;, so rief der gr&uuml;ne Vizekanzler Werner Kogler den Mitgliedern auf dem gr&uuml;nen Parteitag entgegen. Gut gebr&uuml;llt L&ouml;we. Sagt uns doch lieber mal, auf welcher Seite ihr denn k&auml;mpft und f&uuml;r was? F&uuml;r die Arbeitnehmer jedenfalls nicht. Und f&uuml;r&rsquo;s Klima sieht&lsquo;s bei solchen &bdquo;K&auml;mpfern&ldquo; auch nicht rosig aus. <\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: Regierungsprogramm: Gr&uuml;ner Anstrich f&uuml;r&rsquo;s t&uuml;rkise &bdquo;Weiter so&ldquo;<\/strong><br>\nIn der Klimapolitik setzt das t&uuml;rkis-gr&uuml;ne Regierungsprogramm erste Schritte, die leider viel zu wenig sind. In anderen Schl&uuml;sselbereichen geht der t&uuml;rkis-blaue Kurs weiter, analysieren Martin Konecny, Lukas Oberndorfer, Benjamin Opratko, Teresa Petrik, Melanie Pichler, Valentin Schwarz und Franziska Wallner.<br>\n&bdquo;Null Prozent Chance auf eine Koalition mit der &Ouml;VP&ldquo; sah Werner Kogler noch im Juli. Ein halbes Jahr sp&auml;ter pr&auml;sentiert er mit Sebastian Kurz ein Regierungsprogramm, welches die Industriellenvereinigung lobt, Liberale auf der ganzen Welt zum Jubeln bringt &ndash; und von zivilgesellschaftlichen Organisationen herbe Kritik einstecken muss.<br>\n&bdquo;Klima und Grenzen sch&uuml;tzen&ldquo;: Mit diesem Motto der Klima-Apartheid fasst Kurz das Programm treffend zusammen. Der rassistische und ausgrenzende Kurs im Bereich Migration geht weiter, die autorit&auml;re Wende schreitet in vielen Bereichen voran &ndash; und bekommt im Bereich Klima und Umwelt einen gr&uuml;nen Anstrich. Unsere Analyse zu vier Kernbereichen des Regierungsprogramms von T&uuml;rkis-Gr&uuml;n.<br>\n(&hellip;) Fazit: Bessere Verwaltung des alten Elends<br>\nDie Logik des &bdquo;kleineren &Uuml;bels&ldquo; kennen wir bereits aus der Zeit der SP&Ouml;-&Ouml;VP-Koalitionen. Sie tr&auml;gt dazu bei, Verschlechterungen Schritt f&uuml;r Schritt zu legitimieren. Wie wir in den letzten Jahren eindr&uuml;cklich gesehen haben, rutscht so das gesamte politische Feld nach rechts.<br>\nBleiben wir bei der Bewertung des Regierungsprogramms also beim Wesentlichen: T&uuml;rkis-Gr&uuml;n setzt die autorit&auml;re Wende fort, vertieft die Verwerfungen des Neoliberalismus und wagt keine ausreichenden Ma&szlig;nahmen, um die Klimakrise rasch und umfassend zu bek&auml;mpfen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/mosaik-blog.at\/regierungsprogramm-tuerkis-gruen-analyse\/\">mosaik<\/a><\/p>\n<p><strong>Dazu auch: Fremdscham bei deutschen Gr&uuml;nen<\/strong><br>\n(&hellip;) Eigentlich ist es bei den Gr&uuml;nen &uuml;blich, Regierungsbeteiligungen von ParteifreundInnen angemessen zu bejubeln. Bei der Koalition, die gerade in Wien zwischen der konservativen &Ouml;VP von Kanzler Sebastian Kurz und den &ouml;sterreichischen Gr&uuml;nen vereinbart wurde, ist es etwas anders.<br>\nAuf taz-Anfrage gehen die deutschen Gr&uuml;nen deutlich auf Distanz zur &Ouml;kopartei im Nachbarland. Gr&uuml;nen-Chefin Annalena Baerbock sagte am Montagabend mit Blick auf den &ouml;sterreichischen Koalitionsvertrag: &bdquo;So etwas wird es in Deutschland nicht geben.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Schwarz-Gruen-in-Oesterreich\/!5654235\/\">taz<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong>(&hellip;) Wie war das noch mal in der Bibel mit dem Splitter im Auge des Bruders und dem Balken im eigenen Auge? Ja, die &ouml;sterreichischen Gr&uuml;nen sind nicht hart genug zu kritisieren f&uuml;r ihren Koalitionsvertrag mit der Liste Kurz, der ganz harte Steuersenkungen f&uuml;r Unternehmen und Bestverdiener, eine ganz harte Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik und eine harte Fl&uuml;chtlingspolitik vorsieht &ndash; aber mit welchem Recht tun das ausgerechnet die deutschen Gr&uuml;nen? Die Gr&uuml;nen koalieren schon seit Jahren mit der hart-rechten CDU in Hessen, wo sie dem weiteren Ausbau des Frankfurter Flughafens zugestimmt haben, den sie seitdem h&auml;tscheln und t&auml;tscheln &ndash; und in Baden-W&uuml;rttemberg (nat&uuml;rlich mit dem Koalitionspartner CDU) ist Ministerpr&auml;sident Kretschmer der beste Freund des Autos und von Mercedes und Porsche. Und was ist mit der beinharten Steuersenkungs- und Asozialpolitik der Gr&uuml;nen in den sieben Jahren Bundesregierung mit Schr&ouml;der? Bei den Koalitionsverhandlungen &auml;h Sondierungen 2017 mit der &ndash; h&uuml;stel &ndash; CDU haben die deutschen Gr&uuml;nen ebenfalls einer Fl&uuml;chtlingsobergrenze zugestimmt, steht im Artikel. Und zu den Milit&auml;rabenteuern der Gr&uuml;nen, der Zustimmung zur deutschen Teilnahme am Krieg  &auml;h &ldquo;humanit&auml;ren Einsatz&rdquo; im Kosovo und in Afghanistan sowie unter dem Schutzschirm der NATO (oder der EU) gerne auch im Rest der Welt (Mali, Syrien&hellip;) ist zu sagen, da&szlig; in &Ouml;sterreich niemand auf die Wahnsinnsidee kommt, das Bundesheer im Ausland in Kriege zu schicken, weder die dortigen Gr&uuml;nen noch die &Ouml;VP oder die FP&Ouml;. Die militaristische Haltung (&ldquo;Verantwortungsbewusstsein&rdquo;) haben die deutschen Gr&uuml;nen exklusiv. Wenn sich die deutschen Gr&uuml;nen sch&auml;men wollen, dann doch bitte vor allem &uuml;ber die eigene Politik.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Selbst ernannter &ldquo;Pr&auml;sident&rdquo; Juan Guaid&oacute; als Parlamentspr&auml;sident von Venezuela abgew&auml;hlt<\/strong><br>\nDer selbst ernannte Interimspr&auml;sident von Venezuela Juan Guaid&oacute; wurde heute als Parlamentspr&auml;sident abgew&auml;hlt. Nachfolger ist der Oppositionspolitiker Luis Parra von der Partei &ldquo;Primero Justicia&rdquo;. Die Abwahl hat auch direkte Auswirkung auf den Status Guaid&oacute;s als &ldquo;Pr&auml;sident&rdquo;.<br>\nAm Sonntag, dem 5. Januar um 13:34 Uhr Ortszeit wurde der Abgeordnete der Oppositionspartei Primero Justicia Luis Eduardo Parra als neuer Pr&auml;sident des venezolanischen Parlaments vereidigt&hellip;<br>\nJuan Guaid&oacute;, der den Sitzungsaal nicht betrat, und andere ihm nahestehende Oppositionsabgeordnete weigerten sich unterdessen, den Amtseid abzulegen, da sie behaupteten, es sei eine irregul&auml;re Sitzung.<br>\nGuaid&oacute; behauptete, dass er das Parlamentsgeb&auml;ude nicht betreten konnte, weil die Bolivarische Nationalgarde ihn daran hinderte.<br>\nDas chavistische Lager wiederum erkl&auml;rte, dass Guaid&oacute; absichtlich zu sp&auml;t zur Sitzung erschien, weil er nicht die erforderlichen Stimmen f&uuml;r eine Wiederwahl zusammenhatte.<br>\nF&uuml;r die Wiederwahl Guaid&oacute;s w&auml;ren mindestens 84 Stimmen erforderlich gewesen. Mehr als 30 Oppositionsabgeordnete der Guaid&oacute;-Linie befinden sich allerdings derzeit au&szlig;erhalb des Landes. Teilweise sind sie Vertreter f&uuml;r Guaid&oacute; in den parallelen Botschaften, die von dem selbst ernannten &ldquo;Pr&auml;sidenten&rdquo; in zahlreichen L&auml;ndern eingerichtet wurden, andere befinden sich auf der Flucht vor der venezolanischen Justiz.<br>\nAus diesem Grund versuchte Guaid&oacute; auch eine Teilreform der internen Abstimmungsregeln der Nationalversammlung, sodass die Abstimmung per Skype erlaubt werden sollte, was vom Obersten Gerichtshof (TSJ) jedoch abgelehnt wurde.<br>\nOhne den Status als Parlamentspr&auml;sident verliert Juan Guaid&oacute; auch seine einzige halbwegs legale Grundlage f&uuml;r die Proklamation als &ldquo;Interimspr&auml;sident&rdquo;. Eine Interimspr&auml;sidentschaft, die in der Verfassung zudem auf 30 Tage begrenzt ist und die er bereits um &uuml;ber zehn Monate &uuml;berschritten hat&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/amerika\/96433-venezuela-wahlt-neuen-parlamentsprasidenten-juan-guaido-ohne-basis\/\">RT<\/a>\n<p><strong>Dazu: Ausw&auml;rtiges Amt bet&auml;tigt sich als Propaganda-Sprachrohr f&uuml;r Guaid&oacute;<\/strong><br>\nStreitigkeiten der venezolanischen Opposition haben zur Abwahl des selbst ernannten &ldquo;Pr&auml;sidenten&rdquo; Juan Guaid&oacute; als Parlamentspr&auml;sident gef&uuml;hrt. Dieser reagierte mit einem PR-Stunt und lie&szlig; sich unter Bruch aller Regeln au&szlig;erhalb des Parlaments &ldquo;wiederw&auml;hlen&rdquo;. Treu an seiner Seite das AA.<br>\nImmer &ouml;fter fragt man sich, was das Ausw&auml;rtige Amt dazu bewegt, auch noch die absurdesten Aktionen des selbst ernannten venezolanischen &ldquo;Interimspr&auml;sidenten&rdquo; Juan Guaid&oacute; proaktiv zu unterst&uuml;tzen. RT-Redakteur Florian Warweg wollte vom Ausw&auml;rtigen Amt auf der Bundespressekonferenz wissen, ob dieses angesichts seiner Abwahl als Parlamentspr&auml;sident und damit auch des Wegfalls jeglicher Legitimation f&uuml;r seine Selbstausrufung plant, Guaid&oacute; trotzdem weiter als &ldquo;Pr&auml;sident&rdquo; anzuerkennen. Die Antwort gleicht einer Bankrotterkl&auml;rung ernst zu nehmender Diplomatie.<br>\nDas deutsche Au&szlig;enamt &uuml;bernimmt v&ouml;llig kritiklos die nachgewiesenen Falschbehauptungen Guaid&oacute;s und erkennt seine inszenierte &ldquo;Wiederwahl&rdquo; in den Redaktionsr&auml;umen der radikalen Oppositionszeitung El Nacional an, die unter Bruch wirklich jeder einzelnen in der Verfassung festgehaltenen Regel zur Wahl eines Parlamentspr&auml;sidenten erfolgte: Die Wahl fand entgegen den Festlegungen in der Verfassung nicht im Parlament statt, es gab kein Quorum, Abgeordnete der Regierungspartei PSUV und weiterer chavistischer Parteien hatten keinen Zutritt, zahlreiche Pro-Guaid&oacute;-Abgeordnete stimmten via Skype f&uuml;r ihn, weil sie sich wegen Flucht vor der venezolanischen Justiz im Ausland befinden, obwohl elektronische Abstimmung in Abwesenheit explizit in der Verfassung untersagt ist.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/amerika\/96499-auswartiges-amt-betatigt-sich-als-sprachrohr-guaido-venezuela\/\">RT<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Handelsstudie:  Offenbar massiver Umsatzsteuerbetrug im EU-Handel<\/strong><br>\nIn der EU &uuml;bersteigt die Summe der Exporte die der Importe in einem gewaltigen Umfang. Auf diesen erstaunlichen Befund stie&szlig;en j&uuml;ngst Wirtschaftsforscher bei einer Analyse der Handelsbeziehungen der EU. Die Ursache f&uuml;r das Ph&auml;nomen scheint ein massiver Umsatzsteuerbetrug von Unternehmen zu sein.<br>\nDa staunten die Wirtschaftsforscher aus M&uuml;nchen und Kiel nicht schlecht. Gemeinsam wollten das Ifo-Institut aus M&uuml;nchen und das Institut f&uuml;r Weltwirtschaft in Kiel die Handelsbeziehungen innerhalb der Europ&auml;ischen Union analysieren. Und entdeckten dabei etwas, was es eigentlich gar nicht geben kann. N&auml;mlich einen Export&uuml;berschuss, den die EU im Handel mit sich selbst erzielt. Martin Braml vom Ifo-Institut:<br>\n&bdquo;Es ist ja ganz klar, dass die Exporte des Einen die Importe des anderen sein m&uuml;ssen, und wenn man alles aufsummiert, m&uuml;ssen alle Exporte ja irgendwo importiert werden und deshalb muss die Summe der Exporte gleich der Summe der Importe sein.&ldquo;<br>\nMerkw&uuml;rdiger Handels&uuml;berschuss in der EU<br>\nDas ist sie aber im Fall des EU-internen Handels nicht. Da &uuml;bersteigt die Summe der Exporte die der Importe. Und das auch noch in einem gewaltigen Umfang.<br>\n&bdquo;Wir sehen in den Daten, dass es einen Handels&uuml;berschuss im Umfang von 307 Milliarden Euro gibt allein f&uuml;r 2018. Das ist ungef&auml;hr so viel &ndash; um einen Vergleichsma&szlig;stab zu geben &ndash; wie die gemeinsame Wirtschaftsleistung der acht kleinsten EU-Staaten zusammen.&ldquo;&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/handelsstudie-offenbar-massiver-umsatzsteuerbetrug-im-eu.769.de.html?dram:article_id=467381\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers M.H.:<\/strong> Offenbar Hochkonjunktur f&uuml;r L&uuml;gen und Betr&uuml;gen im EU-Handel; den &ndash;noch!!!- vorhandenen B&auml;cker um die Ecke aber mit Kassenbon Pflicht traktieren, ja dazu sind unsere, dem deutschen Volk verpflichteten Abgeordnete flugs in der Lage.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Wie deutsche Firmen ihre Besch&auml;ftigten mit Kameras und GPS &uuml;berwachen<\/strong><br>\nViele Unternehmen kontrollieren ihre Mitarbeiter st&auml;ndig mit den neuesten technischen Mitteln. &Uuml;berforderte Datensch&uuml;tzer und rechtliche Grauzonen lassen ihnen freie Bahn.<br>\n(&hellip;) &Uuml;berwachung im Firmenauto ist keine Seltenheit. In zumindest sieben deutschen Bundesl&auml;ndern meldeten Betroffene und Betriebsr&auml;te den Datenschutzbeh&ouml;rden F&auml;lle von fragw&uuml;rdigem GPS-Tracking in Firmenfahrzeugen. Das ergab eine Umfrage von netzpolitik.org bei den 16 Landesdatenschutzbeh&ouml;rden.<br>\nOrtung von Fahrzeugen und Videokameras sind zwei der h&auml;ufigsten Arten der &Uuml;berwachung am Arbeitsplatz. Immer mehr Firmen setzen auf Technik, um ihre Besch&auml;ftigten zu &uuml;berpr&uuml;fen und zu kontrollieren. Dabei helfen ihnen neue Hilfsmittel, Gesetzesl&uuml;cken und &uuml;berforderte Beh&ouml;rden.<br>\n(&hellip;) Besch&auml;ftigte im Auge der Videokamera<br>\nVideo&uuml;berwachung am Arbeitsplatz sorgt laufend f&uuml;r Beschwerden. Sechs Landesdatenschutzbeh&ouml;rden berichteten auf Anfrage von netzpolitik.org &uuml;ber insgesamt mehrere dutzende aktuelle F&auml;lle von fragw&uuml;rdiger Video&uuml;berwachung von Besch&auml;ftigten. &bdquo;Videotechnik wird immer g&uuml;nstiger, verf&uuml;gbarer und technisch ausgefeilter&ldquo;, urteilen die Beh&ouml;rde in Nordrhein-Westfalen. &bdquo;Unsere Beratungspraxis hat gezeigt, dass der Umfang von Video&uuml;berwachung am Arbeitsplatz in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen ist.&ldquo;<br>\nBild&uuml;bertragung &uuml;ber WLAN und Videokameras mit eingebauten Sim-Karten machen es einfacher denn je, die Besch&auml;ftigten st&auml;ndig im Blick zu halten. &Uuml;berwachungskameras werden inzwischen zum Dumping-Preis bei Discountern angeboten.<br>\nH&auml;ufig ist Misstrauen gegen&uuml;ber den eigenen Angestellten im Spiel&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/gewerkschaftsforum.de\/wie-deutsche-firmen-ihre-beschaeftigten-mit-kameras-und-gps-ueberwachen\/#more-7476\">Gewerkschaftsforum<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Obdachlose Frauen: Ein verstecktes Leben ohne eigene Wohnung<\/strong><br>\nFrauen sind auf besondere Weise von Obdachlosigkeit bedroht. Wenn eine Beziehung zerbricht oder die Rente nicht reicht, verlieren manche von ihnen die Wohnung. Hilfsangebote k&ouml;nnen sie unterst&uuml;tzen, aber es gibt zu wenige, beklagen Sozialarbeiter.<br>\n(&hellip;) Unsichere Wohnsituation f&uuml;r Frauen<br>\nH&auml;usliche Gewalt ist ein Grund, warum Frauen ihre Wohnung verlieren. Ein weiterer Grund ist die unsichere Wohnsituation vieler Frauen, wei&szlig; Katja Caliebe aus Erfahrung&hellip;<br>\n&bdquo;Viele Frauen wissen gar nicht, dass sie faktisch wohnungslos sind. Also wenn sie jetzt eine Partnerschaft eingehen und zu dem Mann ziehen und gar nicht im Mietvertrag drinstehen. Und wenn jetzt die Partnerschaft in die Br&uuml;che geht, hei&szlig;t das: Die Frau hat keinen Platz mehr zum Wohnen.&ldquo;<br>\nUnd sie hat kein Recht, zu bleiben. Also muss eine neue Unterkunft her. Nach h&auml;uslicher Gewalt w&auml;re das Frauenhaus eine L&ouml;sung. Allerdings gibt es zu wenige Pl&auml;tze in Deutschland und die sind meist belegt.<br>\n(&hellip;) &bdquo;Ich habe gedacht, es sind die j&uuml;ngeren, die auf der Stra&szlig;e leben. Aber es sind vor allem die &auml;lteren Frauen, die vielleicht gar nicht auf der Stra&szlig;e gelebt haben, sondern in einem Wohnraum waren und dann kann der pl&ouml;tzlich nicht mehr finanziert werden.&ldquo;<br>\nEtwa weil der Partner verstorben ist oder der Elternteil, der gepflegt wurde, so Caliebe weiter. Und dann kann es passieren, dass die Wohnung zu gro&szlig; und die Rente zu klein ist. Nach Jahren des eigenst&auml;ndigen Lebens ist es f&uuml;r die betroffenen Frauen oft besonders hart, sich einzugestehen, dass sie Hilfe ben&ouml;tigen&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/obdachlose-frauen-ein-verstecktes-leben-ohne-eigene-wohnung.1001.de.html?dram:article_id=467317\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Klimawandel: Das t&ouml;dliche Meer<\/strong><br>\nEine marine Hitzewelle im nord&ouml;stlichen Pazifik l&auml;sst Grauwale und Seev&ouml;gel verhungern und &auml;hnelt dem verheerenden &raquo;Blob&laquo; aus dem Jahr 2014, der schwere Sch&auml;den verursachte und die Fischerei teils zum Erliegen brachte. In wenigen Jahrzehnten k&ouml;nnten diese Temperaturen der Normalzustand sein.<br>\n(&hellip;) Marine Hitzewellen werden immer h&auml;ufiger&laquo;, warnt Brodeur. Laut dem aktuellen Ozean- und Klimabericht der Vereinten Nationen hat sich die Zahl der Erw&auml;rmungsphasen seit den 1980er Jahren verdoppelt, sie werden zudem l&auml;nger und intensiver&hellip;<br>\nManche Arten k&ouml;nnten sich m&ouml;glicherweise &uuml;ber eine l&auml;ngere Zeitspanne w&auml;rmeren Temperaturen anpassen: &raquo;Doch viele werden diesem Zustand nicht standhalten k&ouml;nnen. Und da ein k&uuml;nftiger Blob unvermeidlich ist, wird dieser die Temperaturen noch weiter nach oben schrauben. Es werden v&ouml;llig andere Bedingungen sein als heute &ndash; weit entfernt von allem, was wir kennen.&laquo; Der Wissenschaftler warnt: &raquo;Die Ver&auml;nderungen in den Ozeanen sind sehr ernst und werden direkte Konsequenzen f&uuml;r die Menschheit haben. Wir sollten aus diesem Fall lernen, solange wir es noch k&ouml;nnen.&laquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spektrum.de\/news\/hitzewelle-im-pazifik-ein-erneuter-blob-kostet-viele-meeresbewohner-das-leben\/1695850\">Spektrum<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Fossile Industrie soll Brandkosten mitbezahlen<\/strong><br>\nNoch walzen sich die Feuer durch australische W&auml;lder und Ortschaften &ndash; zugleich diskutiert das Land, wer die Kosten f&uuml;r den Wiederaufbau tragen soll. In Deutschland verlangt Fridays for Future, dass der Siemens-Konzern aus seinen Gesch&auml;ften mit der riesigen Adani-Kohlemine im Nordosten Australiens aussteigt.<br>\n(&hellip;) Dass die Hilfen aus dem laufenden Staatshaushalt und damit praktisch von allen australischen Steuerzahlern bezahlt werden, kritisiert das Australia Institute scharf. F&uuml;r die Denkfabrik w&auml;re es stattdessen angemessen, wenn die Mittel aus einer Abgabe der Produzenten fossiler Brennstoffe k&auml;men.<br>\nEine derartige Abgabe w&uuml;rde dazu beitragen, die wirtschaftliche Belastung durch solche Katastrophen von der Durchschnittsbev&ouml;lkerung auf die Kohle- und Gasunternehmen zu verlagern, die die Klimakrise befeuerten, betont Ebony Bennett, Vizedirektorin des als progressiv geltenden Instituts.<br>\nSiemens soll sich nicht an Mega-Kohleprojekt beteiligen<br>\nDie Debatte um die wirtschaftliche Verantwortung f&uuml;r die Klimasch&auml;den in Australien hat jetzt auch Deutschland erreicht. An diesem Freitag wollen Gruppen von Fridays for Future bundesweit vor den Niederlassungen des Siemens-Konzerns demonstrieren. Die deutschen Klimaaktivisten unterst&uuml;tzen die australische Kampagne &ldquo;Stop Adani&rdquo; und verlangen, dass der Konzern seine Gesch&auml;fte zur Inbetriebnahme einer der gr&ouml;&szlig;ten Kohlegruben der Welt einstellt&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.klimareporter.de\/finanzen-wirtschaft\/fossile-industrie-soll-brandkosten-mitbezahlen\">Klimareporter<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Solidarit&auml;t statt &Ouml;ko-Lifestyle<\/strong><br>\nKlima: Ich traf im globalen S&uuml;den Aktivisten, die sp&auml;ter ermordet wurden. Wenn ich das in Deutschland erz&auml;hle, emp&ouml;rt neuerdings viele, dass ich mit dem Flugzeug reise<br>\nKathrin Hartmann<br>\n(&hellip;) Wenn ich allerdings bei meinen Vortr&auml;gen und Lesungen in Deutschland von den Menschen in den L&auml;ndern des S&uuml;dens erz&auml;hle, werde ich neuerdings fast jedes Mal als Erstes gefragt: &bdquo;Wie vereinbaren Sie das eigentlich mit ihrem Gewissen, dass Sie dorthin mit dem Flugzeug geflogen sind?&ldquo;&hellip;Die Frage ist deswegen umso befremdlicher, weil sie zeigt, wie sehr sich die Vorstellung durchgesetzt hat, dass die Welt vor allem von individuellen Konsumentscheidungen gerettet werden k&ouml;nnte. Als seien diese den K&auml;mpfen im S&uuml;den ebenb&uuml;rtig oder vielleicht sogar noch wichtiger. Aber das ist keine politische Strategie, es blendet Macht- und Verteilungsfragen aus. Die Aufforderung, sich einen pers&ouml;nlichen &Ouml;ko-Lifestyle zuzulegen, zerst&ouml;rt dann, wenn der &bdquo;gute&ldquo; Konsument nur mit dem Finger auf den &bdquo;b&ouml;sen&ldquo; zeigt, genau jene Solidarit&auml;t und die Bereitschaft zum Engagement, die wir brauchen, um strukturell und global etwas zu ver&auml;ndern.<br>\n(&hellip;) Ihr Mut steckt an<br>\nSo viel Entsetzliches ich in den L&auml;ndern des S&uuml;dens gesehen habe, so ermutigend und &uuml;berw&auml;ltigend ist es, mit wie viel Mut und Solidarit&auml;t die Menschen dort &ndash; f&uuml;r uns alle &ndash; k&auml;mpfen. Welche Vorstellungen einer gerechten Welt sie haben. Selbstverst&auml;ndlich sind wir in den reichen L&auml;ndern des Nordens, ob wir wollen oder nicht, mit unserer imperialen Lebensweise Teil der globalen Zerst&ouml;rung. Aber anstatt zu versuchen, das nur individuell zu korrigieren, brauchen die L&auml;nder des S&uuml;dens dringend unsere Solidarit&auml;t, indem wir unseren mit ihrem Kampf verbinden. Gegen Freihandelsvertr&auml;ge wie Mercosur, f&uuml;r eine global gerechte Landwirtschafts- und Energiewende, f&uuml;r die Durchsetzung von Menschenrechten in den Lieferketten. Dieser Kampf, und das ist erfreulich, hat auch in Deutschland schon begonnen. Auf der Stra&szlig;e, gemeinsam.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/der-freitag\/solidaritaet-statt-oeko-lifestyle\">der Freitag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>More Than One Billion Animals Killed in Australia Wildfires Called a &lsquo;Very Conservative&rsquo; Estimate<\/strong><br>\nChris Dickman of the University of Sydney said &ldquo;without any doubt at all&rdquo; the animal death toll has exceeded one billion.<br>\nAs Australia&rsquo;s catastrophic wildfires rage on with no end in sight, University of Sydney ecologist Chris Dickman said the number of animals killed in the blazes has topped one billion&mdash;a horrifying figure that the scientist described as a &ldquo;very conservative&rdquo; estimate.<br>\nDickman told HuffPost late Monday that the original estimate of nearly 500 million animals killed was based solely on figures from the state of New South Wales (NSW) and excluded groups of animals that have been devastated by the wildfires, which have scorched 18 million acres of land, destroyed thousands of homes, and killed at least 25 people.<br>\n&ldquo;The original figure&mdash;the 480 million&mdash;was based on mammals, birds, and reptiles for which we do have densities, and that figure now is a little bit out of date,&rdquo; Dickman said. &ldquo;It&rsquo;s over 800 million given the extent of the fires now&mdash;in New South Wales alone.&rdquo;<br>\nWhen animals such as bats, frogs, and invertebrates are included in the total, Dickman said, &ldquo;without any doubt at all&rdquo; the death toll has exceeded a billion.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.commondreams.org\/news\/2020\/01\/07\/more-one-billion-animals-killed-australia-wildfires-called-very-conservative?cd-origin=rss&amp;utm_term=AO&amp;utm_campaign=Daily%20Newsletter&amp;utm_content=email&amp;utm_source=Daily%20Newsletter&amp;utm_medium=Email\">Commondreams<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Heute Staatsminister, morgen Wirtschaftslobbyist<\/strong><br>\nHeute Staatsminister, morgen Wirtschaftslobbyist mit besten Kontakten in die Regierung? Viele Regierungspolitiker wechseln nach ihrer Amtszeit in hoch bezahlte Beraterjobs. Das Kalk&uuml;l: Die Firmen profitieren vom Insiderwissen und den direkten Kontakten in die Regierung und die Ex-Politiker sahnen ordentlich ab, wenn sie als Lobbyisten in den Ministerien weiter ein und ausgehen.<br>\nAufgrund massiver &ouml;ffentlicher Kritik an dieser Praxis und um zu verhindern, dass Politiker f&uuml;r Gef&auml;lligkeiten im Amt unmittelbar danach belohnt werden, m&uuml;ssen seit 2015 Minister und Parlamentarische Staatssekret&auml;re der Regierung vorab mitteilen, wenn sie einen Job au&szlig;erhalb des &ouml;ffentlichen Dienstes antreten wollen. Eine Ethikkommission pr&uuml;ft dann, ob Interessenkonflikte oder Korruption vorliegen und kann Sperrzeiten bis maximal 18 Monate vorschlagen. Sanktionsm&ouml;glichkeiten existieren hingegen nicht und auch f&uuml;r &auml;ltere F&auml;lle ist die Ethikkommission nicht zust&auml;ndig. Auch das ist problematisch, da sich oft erst im Laufe der Jahre erweist, wie profitabel der Seitenwechsel f&uuml;r Verb&auml;nde und Unternehmen gewesen ist.<br>\n(&hellip;) F&uuml;r Jan Korte, Erster Parlamentarischer Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der Fraktion DIE LINKE, ist klar, dass es so nicht weiter gehen darf: &bdquo;Es kann doch nicht sein, dass beispielsweise die Verteidigungsministerin aus der Regierung ausscheiden und dann nach kurzer Zeit zu Rheinmetall oder KraussMaffei gehen k&ouml;nnte. Das muss verhindert werden&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/themen\/nachrichten\/detail\/heute-staatsminister-morgen-wirtschaftslobbyist\/?fbclid=IwAR2REQgdqEphqbeMOyoAeHocUxKrxIbcYkpakB3uugoyNTrgiwP9oQ_TD-4\">Die Linke<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>In der Zuschauerrolle<\/strong><br>\nEU-M&auml;chte warnen vor &auml;u&szlig;erer Einmischung in Libyen. Russland und T&uuml;rkei erw&auml;gen Prozess zur Beendigung des Kriegs<br>\nBerlin\/Tripolis (Eigener Bericht) &ndash; Au&szlig;enminister Heiko Maas warnt vor der Einmischung ausw&auml;rtiger Staaten in Libyen. &ldquo;Die anhaltende Einmischung von au&szlig;en sch&uuml;rt die Krise&rdquo;, hei&szlig;t es in einer Erkl&auml;rung zum Libyen-Krieg, die Maas gestern mit seinen Amtskollegen aus Frankreich, Italien und Gro&szlig;britannien und dem EU-Au&szlig;enbeauftragten unterzeichnete: Sie sei &ldquo;zum Nachteil der nationalen Interessen des Landes&rdquo;. Frankreich und Gro&szlig;britannien waren die treibenden Kr&auml;fte beim Krieg gegen Libyen im Jahr 2011; Deutschland und Italien intervenieren in dem Land seit Jahren &ndash; in Sachen Fl&uuml;chtlingsabwehr. Hintergrund der pl&ouml;tzlichen Warnung vor ausw&auml;rtiger Einmischung ist, dass Russland und die T&uuml;rkei sich per Kooperation mit B&uuml;rgerkriegsparteien eine starke Stellung in dem Land gesichert haben. Beobachter berichten von Bestrebungen in Moskau und Ankara, &auml;hnlich wie in Syrien (&ldquo;Astana-Prozess&rdquo;) auch in Libyen auf ein Ende des Kriegs hinzuarbeiten &ndash; unter russisch-t&uuml;rkischer F&uuml;hrung. Das w&auml;re ein weiterer Schlag f&uuml;r die westliche Hegemonie. Berlin will dies mit einer eigenen internationalen Libyen-Konferenz verhindern.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/8148\/\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Gro&szlig;es Schweigen zu Marokkos Kriegsverbrechen in Westsahara<\/strong><br>\nDie UNO darf die gravierenden Menschenrechtsverletzungen nicht einmal dokumentieren, kritisiert Menschenrechtlerin Aminatou Haidar.<br>\nDie Westsahara ist die letzte Kolonie in Afrika. Sie wird von Marokko beherrscht. 1975 hatte der UN-Sicherheitsrat die Besatzungsmacht Marokko zwar aufgefordert, &laquo;alle Eindringlinge unverz&uuml;glich vom Hoheitsgebiet der Westsahara zur&uuml;ckzuziehen&raquo;. Gemeint waren &uuml;ber 300&rsquo;000 marokkanische Siedler, welche Marokko in die Westsahara geschickt hatte.<br>\nDoch seither hat der UN-Sicherheitsrat nichts unternommen, um seine damalige Forderung durchzusetzen. Frankreich als Vetomacht stellt sich auf die Seite Marokkos. Als Mandat der UNO bleibt nur die UN-Mission MINURSO, die den Waffenstillstand zwischen Marokko und der Widerstandsorganisation Frente Polisario &uuml;berwachen soll (MINURSO = United Nations Mission for the Referendum in Western Sahara). Ausdr&uuml;cklich verboten ist es dieser UN-Mission, Verletzungen von Menschenrechten zu dokumentieren, kritisiert Menschenrechtsaktivistin Aminatou Haidar in der neusten Ausgabe der &laquo;Bl&auml;tter f&uuml;r deutsche und internationale Politik&raquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/Artikel\/FreiheitRecht\/Grosses-Schweigen-zu-Marokkos-Kriegsverbrechen-in-Westsahara1\">Infosperber<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WM\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-57497","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/57497","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=57497"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/57497\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":57500,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/57497\/revisions\/57500"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=57497"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=57497"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=57497"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}