{"id":57571,"date":"2020-01-12T09:00:04","date_gmt":"2020-01-12T08:00:04","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57571"},"modified":"2020-01-10T13:58:42","modified_gmt":"2020-01-10T12:58:42","slug":"hinweise-der-woche-142","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57571","title":{"rendered":"Hinweise der Woche"},"content":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lohnenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?cat=19\">Hinweise des Tages<\/a> anzuschauen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57571#h01\">Die Kulturzerst&ouml;rer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57571#h02\">Erneuter Rechtsbruch: USA verweigern Irans Au&szlig;enminister Visum f&uuml;r UN-Sitzung in New York<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57571#h03\">Ramstein: Deutschlands Mitverantwortung f&uuml;r v&ouml;lkerrechts&shy;widrige Drohnenangriffe<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57571#h04\">SPD-Spitze will Abzug von US-Atomwaffen aus Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57571#h05\">Mit allen Mitteln f&uuml;r das gro&szlig;e Inferno<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57571#h06\">SPD-Chef Walter-Borjans &ndash; Wer mehr als 6900 Euro monatlich verdient, soll mehr f&uuml;r die Rente zahlen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57571#h07\">Ein Desaster aus Menschenhand<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57571#h08\">Lohndumping unter dem Schutz des Europarechts<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57571#h09\">Fresh Cambridge Analytica leak &lsquo;shows global manipulation is out of control&rsquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57571#h10\">Kiewer Fackelmarsch ohne Protest aus Berlin<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Urspr&uuml;nglich hatten wir geplant, in unserer Wochen&uuml;bersicht auch auf die lohnenswertesten redaktionellen Beitr&auml;ge der NachDenkSeiten zu verweisen. Wir haben jedoch schnell festgestellt, dass eine daf&uuml;r n&ouml;tige Vorauswahl immer damit verbunden ist, Ihnen wichtige Beitr&auml;ge vorzuenthalten. Daher m&ouml;chten wir Ihnen raten, am Wochenende doch einfach die Zeit zu nutzen, um sich unsere Beitr&auml;ge der letzten Wochen (noch einmal) anzuschauen. Vielleicht finden Sie dabei ja noch den einen oder anderen Artikel, den es sich zu lesen lohnt. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Die Kulturzerst&ouml;rer<\/strong><br>\nUS-Pr&auml;sident droht mit Kriegsverbrechen. Bundesregierung schweigt, verweigert weiterhin Bundeswehrabzug aus Irak<br>\nWashington\/Teheran\/Berlin (Eigener Bericht) &ndash; Die Bundesregierung schweigt zur Drohung von US-Pr&auml;sident Donald Trump, Kriegsverbrechen im Iran zu begehen. Trump hat seine Absicht bekr&auml;ftigt, im Fall eines iranischen Gegenschlags Ziele zu zerst&ouml;ren, die &ldquo;bedeutend&rdquo; f&uuml;r &ldquo;die iranische Kultur&rdquo; seien. V&ouml;lkerrechtskonventionen aus den Jahren 1954 und 1977 verbieten dies ausdr&uuml;cklich. Die Bundesregierung nimmt die Drohung eines ihrer engsten milit&auml;rischen Verb&uuml;ndeten umstandslos hin. Zugleich weigert sie sich weiterhin, dem Beschluss des irakischen Parlaments nachzukommen, ausw&auml;rtige Truppen aus dem Land abzuziehen&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/8146\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Erneuter Rechtsbruch: USA verweigern Irans Au&szlig;enminister Visum f&uuml;r UN-Sitzung in New York<\/strong><br>\n(&hellip;) Die US-Regierung hat dem iranischen Au&szlig;enminister Dschawad Sarif diese Woche die Einreise in die Vereinigten Staaten verweigert. Das berichtet das US-Magazin Foreign Policy auf seiner Internetseite unter Berufung auf mehrere diplomatischen Quellen. Sarif wollte vor dem Sicherheitsrat der Vereinten Nationen in New York die Ermordung des iranischen Generals Qassem Soleimani in Bagdad durch eine US-Drohne am vergangenen Freitag anprangern.<br>\nMit dem Einreiseverbot f&uuml;r Sarif versto&szlig;en die USA gegen den Vertrag &uuml;ber das UN-Hauptquartier von 1947 und damit einmal mehr gegen internationales Recht. Der Vertrag schreibt vor, dass Washington verpflichtet ist, ausl&auml;ndischen Regierungsvertretern die Einreise zu erlauben, um sich mit Angelegenheiten der Vereinten Nationen zu befassen&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/international\/96481-erneuter-rechtsbruch-usa-verweigern-irans\/\">RT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Vielleicht sollten die Vereinten Nationen sich langsam ernsthaft Gedanken machen, ihren ersten Hauptsitz zu verlegen und die Hauptversammlung sowie den Sicherheitsrat in den zweiten Hauptsitz nach Genf zu verlagern.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Ramstein: Deutschlands Mitverantwortung f&uuml;r v&ouml;lkerrechts&shy;widrige Drohnenangriffe<\/strong><br>\nNach der T&ouml;tung des iranischen Generals Qassem Soleimani am 3. Januar 2020 bei einer Reise in den Irak debattiert die V&ouml;lkerrechtswissenschaft dar&uuml;ber, ob die T&ouml;tung rechtlich zul&auml;ssig war und kommt recht einhellig zu dem Schluss, dass dies nicht der Fall war. Die Sonderberichterstatterin der Vereinten Nationen Agnes Callamard bezeichnete die gezielte T&ouml;tung Soleimanis als &ldquo;h&ouml;chstwahrscheinlich ungesetzlich&rdquo;, sie verletze &ldquo;die internationalen Menschenrechte&rdquo;. Was Callamard nicht anspricht und bislang in der Debatte wenig er&ouml;rtert wurde: Die Exekution w&auml;re ohne deutsche Unterst&uuml;tzung nicht m&ouml;glich gewesen. Kampfdrohnen wie die MQ-9 Reaper, die Soleimani t&ouml;tete, werden &uuml;ber die US-Milit&auml;rbasis Ramstein in Rheinland-Pfalz koordiniert. Die Mitverantwortung Deutschlands f&uuml;r v&ouml;lkerrechtswidrige Drohnenangriffe im Nahen Osten besch&auml;ftigt schon l&auml;nger die deutschen Verwaltungsgerichte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/verfassungsblog.de\/ramstein-deutschlands-mitverantwortung-fuer-voelkerrechtswidrige-drohnenangriffe\/\">Verfassungsblog<\/a>\n<p><em>Lesen Sie dazu auch auf den NachDenkSeiten: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57558\">Mitt&auml;ter Deutschland<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>SPD-Spitze will Abzug von US-Atomwaffen aus Deutschland<\/strong><br>\nDie neue SPD-Spitze will in der Bundesregierung weniger Waffenexporte durchsetzen und stellt die Stationierung amerikanischer Atomwaffen in Deutschland infrage. &bdquo;Die Bundesregierung muss Waffenexporte restriktiver handhaben. So h&auml;ufig, wie deutsche Waffen in Krisenregionen und Diktaturen auftauchen, ist das absolut inakzeptabel&ldquo;, sagte Parteichef Norbert Walter-Borjans unserer Redaktion. Im abgelaufenen Jahr hatten die R&uuml;stungsexporte einen Rekordwert erreicht.<br>\nZugleich machte er deutlich, dass er die Stationierung von US-Atomwaffen auf dem Bundeswehr-Fliegerhorst B&uuml;chel in Rheinland-Pfalz als &uuml;berholt sieht. &bdquo;Wie problematisch die Existenz von Atomwaffen allgemein und die Stationierung amerikanischer Atomwaffen in Deutschland ist, zeigt sich angesichts der besorgniserregenden Zuspitzung des Konflikts im Irak besonders deutlich.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.morgenpost.de\/politik\/inland\/article228073463\/SPD-Spitze-stellt-Stationierung-von-US-Atomwaffen-infrage.html\">Berliner Morgenpost<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Mit allen Mitteln f&uuml;r das gro&szlig;e Inferno<\/strong><br>\nIn Deutschland, &Ouml;sterreich und der Schweiz k&auml;mpft eine &auml;u&szlig;erst aggressive und mit ultrarechten US-Denkfabriken vernetzte Lobby f&uuml;r eine Eskalationspolitik gegen Iran &ndash; mit Geldern von der Bundesregierung und Sch&uuml;tzenhilfe aus der Linken.<br>\nDie Lobby verfolgt einen maximalen Konfrontationskurs gegen&uuml;ber Iran. Seitdem die Islamische Republik ihren Abwehrkampf gegen den Petrodollar begonnen hat&hellip;formiert sich in der westlichen Welt eine immer breiter werdende Front aus transatlantischen NGOs und Medien, unterst&uuml;tzt von der Politik.<br>\nAuch hierzulande gr&uuml;ndeten sich, propagandistisch flankiert vom Springer-Konzern, eine Reihe von neokonservativen Pressure Groups, die seit Jahren die deutsche Bundesregierung zu einer Eskalation gegen&uuml;ber Iran dr&auml;ngen wollen. Die Wahl von Donald Trump zum US-Pr&auml;sidenten (der derzeit noch zwischen Isolationismus und Interventionismus changiert), seine Aufk&uuml;ndigung des Atomabkommens im Jahr 2018 und die stetige Versch&auml;rfung der Sanktionen, etwa die v&ouml;lkerrechtswidrige Unterbindung des Handels von Drittstaaten mit Iran, geben den Kriegsbef&uuml;rwortern berechtigten Anlass zur Hoffnung.<br>\n(&hellip;) M&auml;nner f&uuml;rs Grobe und linke Unterst&uuml;tzer<br>\n&hellip; Dieses Zerfallsprodukt der deutschen und &ouml;sterreichischen Linken, das sich Anfang der 90er Jahre vorwiegend aus den sich aufl&ouml;senden KGruppen rekrutiert hatte, zieht heute immer mehr karriereorientierte Politiker, Studenten und Medienschaffende an, die noch im linken Milieu aktiv sind.<br>\nTrotz strammen Rechtskurses stehen den M&auml;nnern f&uuml;rs Grobe von Mena-Watch, Audiatur, Stop the Bomb &amp; Co bis heute alle Tore der Linken weit offen..<br>\nNicht anders sieht es auf parlamentarischer Ebene aus: Der Landesverband Berlin der Partei Die Linke unterst&uuml;tzt, gemeinsam mit CDU, FDP und HaOlam, von Stop the Bomb und anderen Pro-Kriegs-Organisationen initiierte Demonstrationen f&uuml;r eine Regime-Change-Politik gegen Iran; der heutige Kultursenator Klaus Lederer trat bereits im Jahr 2015 als Redner auf. 35 Ebenso treten Mitglieder der Linken-Bundestagsfraktion als F&uuml;rsprecher eines iranischen Regime Change auf, beispielsweise ihr verteidigungspolitischer Sprecher Stefan Liebich; Michael Leutert arbeitet sogar mit dem Mideast Freedom Forum Berlin zusammen und hielt im Jahr 2018 mit ihm eine gemeinsame Pressekonferenz ab&hellip;<br>\nRechtsfront gegen die Friedensbewegung<br>\nWas die Kriegslobby gegen Iran vor allem zusammenschmiedet, ist die Agenda der Zerschlagung der antikapitalistischen Linken und der Friedensbewegung, die sich dem Imperialismus des Westens entgegenstellt und das drohende flammende Inferno im Nahen und Mittleren Osten zu verhindern sucht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.hintergrund.de\/politik\/welt\/mit-allen-mitteln-fuer-das-grosse-inferno\/\">Hintergrund<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Lesenswert<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>SPD-Chef Walter-Borjans &ndash; Wer mehr als 6900 Euro monatlich verdient, soll mehr f&uuml;r die Rente zahlen<\/strong><br>\nNorbert Walter-Borjans schaltet sich in die Debatte zur gesetzlichen Rentenfinanzierung ein. Der neue SPD-Chef hat laut einem Bericht nun Gutverdiener im Blick, die bislang von der Beitragsbemessungsgrenze profitieren. [&hellip;]<br>\nF&uuml;r die Beitragsberechnung in der gesetzlichen Rentenversicherung gilt seit dem 1. Januar 2020 eine neue Einkommensgrenze. Der Beitrag bemisst sich dann bis zu einem H&ouml;chstbetrag von 6.900 Euro im Monat in den alten und 6.450 Euro in den neuen L&auml;ndern. In der knappschaftlichen Rentenversicherung steigt diese Einkommensgrenze auf 8.450 Euro in den alten und 7.900 Euro in den neuen L&auml;ndern. Bis zu diesem H&ouml;chstbetrag ist das Einkommen eines Besch&auml;ftigten beitragspflichtig, alles dar&uuml;ber ist beitragsfrei.<br>\nDie Abgabenlast m&uuml;sse gerechter verteilt werden, damit auch in Zukunft ein Altwerden in W&uuml;rde ohne unerschwingliche Sozialabgaben im Arbeitsleben m&ouml;glich sei. Walter-Borjans rechnet zudem damit, dass das Rentensystem wegen der &auml;lterwerdenden Bev&ouml;lkerung k&uuml;nftig st&auml;rker als bisher mit Steuermitteln gest&uuml;tzt werden m&uuml;sse. Umso wichtiger sei es, dass global agierende Konzerne angemessen Steuern zahlten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/spd-norbert-walter-borjans-will-reiche-staerker-an-renten-finanzierung-beteiligen-a-1303900.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Ein Desaster aus Menschenhand<\/strong><br>\nDer H&ouml;hepunkt der Feuersaison steht Ostaustralien eigentlich noch bevor. Denn der Sommer hat gerade erst begonnen, mit den H&ouml;chsttemperaturen und trockensten Wochen ist im Januar und Februar zu rechnen. Dabei war schon der Fr&uuml;hling zu warm und zu trocken; in manchen Regionen fiel so wenig Niederschlag wie noch nie seit Aufzeichnungsbeginn. &hellip;<br>\nBevor die europ&auml;ischen Siedler begannen, Feuer als Feind zu betrachten und es zu bek&auml;mpfen, brannte es regelm&auml;&szlig;ig im australischen Busch. Die australischen Aborigines nutzten das Feuer zudem in ihrem Sinn, etwa f&uuml;r die Jagd. Dadurch entstand ein kleinr&auml;umiges Muster unterschiedlicher Vegetationsstadien, was Br&auml;nde nat&uuml;rlich eind&auml;mmt. Zudem sammelte sich weniger Brennmaterial in den W&auml;ldern an, weil es schneller abbrannte. Jahrzehntelange Feuerbek&auml;mpfung hingegen sorgte daf&uuml;r, dass sich die Menge an brennbarem Totholz und Laub &ndash; der so genannte Fuel Load &ndash; dramatisch vergr&ouml;&szlig;ert hat. Wenn es heute brennt, dann dank des zus&auml;tzlichen Materials und der einheitlicheren Altersstruktur auch intensiver und ausgedehnter.<br>\nDer erste Fehler liegt also im europ&auml;isch gepr&auml;gten Umgang mit Feuer an sich. Oder wie es ein australischer Leiter eines Feuermuseums schon vor Jahren gegen&uuml;ber dem &raquo;Spiegel&laquo; ausdr&uuml;ckte: &raquo;Der Umgang der Wei&szlig;en mit dem australischen Feuer ist eine 200 Jahre lange Geschichte der Arroganz. Es wird ausschlie&szlig;lich als Bedrohung erlebt.&laquo;<br>\nZudem geh&ouml;rt Australien zu den Spitzenreitern bei der Abholzung: Kein anderes entwickeltes Land geht so destruktiv mit seinen W&auml;ldern um wie Down Under. Jedes Jahr werden hunderttausende Hektar Busch, Savanne und geschlossener Wald gef&auml;llt, um vor allem Platz f&uuml;r Viehweiden zu machen.<br>\nDas f&ouml;rdert die Feuer, auch wenn das im ersten Moment kurios klingen mag. Die Rodungen schaffen Randeffekte bei angrenzendem Waldland, die durch Aufheizung der kahlen Fl&auml;chen und Winde leichter und schneller an ihren R&auml;ndern austrocknen und deshalb leichter brennen. In weiten Teilen Australiens gingen die durchschnittlichen Niederschl&auml;ge in den vergangenen Jahrzehnten zur&uuml;ck &ndash; zumindest teilweise k&ouml;nnte dies auf den R&uuml;ckgang der W&auml;lder zur&uuml;ckzuf&uuml;hren sein. Etwa die H&auml;lfte der Regenverluste in Westaustralien l&auml;sst sich auf die Zerst&ouml;rung der dortigen W&auml;lder zur&uuml;ckf&uuml;hren, hei&szlig;t es in einer Studie 2013. F&uuml;r S&uuml;dostaustralien werden &auml;hnliche Zusammenh&auml;nge diskutiert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spektrum.de\/kolumne\/ein-desaster-aus-menschenhand\/1695690\">Spektrum<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Lohndumping unter dem Schutz des Europarechts<\/strong><br>\nDer Europ&auml;ische Gerichtshof kann es einfach nicht lassen. Er will sich nicht damit abfinden, dass die Politik das Prinzip der gleichen Behandlung gleicher Arbeit am gleichen Ort durchzusetzen versucht. Speziell passt ihm nicht, dass der europ&auml;ische und die mitgliedstaatlichen Gesetzgeber Unternehmen daran hindern, Lohndumping mittels &bdquo;regime shopping&ldquo; zu betreiben. Und er tut was dagegen.<br>\nBei der transnationalen Arbeitnehmerentsendung bringen entsandte Besch&auml;ftigte das Arbeitsrecht ihres Herkunftslands in das Empf&auml;ngerland mit. Das birgt die Gefahr des strategischen regime shoppings. Dem Lohndumping w&auml;ren T&uuml;r und Tor ge&ouml;ffnet, k&ouml;nnten sich Arbeitgeber aussuchen, welches Arbeitsrecht und welches Lohnniveau f&uuml;r welche Gruppen von Besch&auml;ftigten an einem Arbeitsort, etwa einer Baustelle, gelten sollen. Um diese Gefahr zu begrenzen, verabschiedete der europ&auml;ische Gesetzgeber im Jahr 1996 die Entsenderichtlinie. In Artikel 3 (Absatz 1) listet sie Schutzbestimmungen wie beispielsweise Mindestlohns&auml;tze sowie H&ouml;chstarbeitszeiten auf, bei denen nicht das Herkunftslandprinzip, sondern dass Bestimmungslandprinzip gelten muss. Hier ist das Empf&auml;ngerland zur Anwendung seines Arbeitsrechts verpflichtet.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2020\/01\/lohndumping-unter-dem-schutz-des-europarechts\/?fbclid=IwAR2BWH_nbyykK5bISprQMyExzD6lJ-Rsq9g-ar1G_eqa8AssTDtsCZtXp8A\">Makroskop<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Fresh Cambridge Analytica leak &lsquo;shows global manipulation is out of control&rsquo;<\/strong><br>\nAn explosive leak of tens of thousands of documents from the defunct data firm Cambridge Analytica is set to expose the inner workings of the company that collapsed after the Observer revealed it had misappropriated 87 million Facebook profiles.<br>\nMore than 100,000 documents relating to work in 68 countries that will lay bare the global infrastructure of an operation used to manipulate voters on &ldquo;an industrial scale&rdquo; are set to be released over the next months.<br>\nIt comes as Christopher Steele, the ex-head of MI6&rsquo;s Russia desk and the intelligence expert behind the so-called &ldquo;Steele dossier&rdquo; into Trump&rsquo;s relationship with Russia, said that while the company had closed down, the failure to properly punish bad actors meant that the prospects for manipulation of the US election this year were even worse.<br>\nThe release of documents began on New Year&rsquo;s Day on an anonymous Twitter account, @HindsightFiles, with links to material on elections in Malaysia, Kenya and Brazil. The documents were revealed to have come from Brittany Kaiser, an ex-Cambridge Analytica employee turned whistleblower, and to be the same ones subpoenaed by Robert Mueller&rsquo;s investigation into Russian interference in the 2016 presidential election.<br>\nKaiser, who starred in the Oscar-shortlisted Netflix documentary The Great Hack, decided to go public after last month&rsquo;s election in Britain. &ldquo;It&rsquo;s so abundantly clear our electoral systems are wide open to abuse,&rdquo; she said. &ldquo;I&rsquo;m very fearful about what is going to happen in the US election later this year, and I think one of the few ways of protecting ourselves is to get as much information out there as possible.&rdquo;<br>\nThe documents were retrieved from her email accounts and hard drives, and though she handed over some material to parliament in April 2018, she said there were thousands and thousands more pages which showed a &ldquo;breadth and depth of the work&rdquo; that went &ldquo;way beyond what people think they know about &lsquo;the Cambridge Analytica scandal&rsquo;&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.theguardian.com\/uk-news\/2020\/jan\/04\/cambridge-analytica-data-leak-global-election-manipulation\">The Guardian<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Kiewer Fackelmarsch ohne Protest aus Berlin<\/strong><br>\n2000 ukrainische Nationalisten und Rechtsradikale marschierten am Abend des 1. Januar 2020 mit Fackeln zu Ehren des 111. Geburtstags von Hitler-Kollaborateur Stepan Bandera durch Kiew. Auch in Lviv gab es einen Bandera-Marsch.<br>\nDie &ldquo;Tagesschau&rdquo; verschwieg das Ereigniss komplett. Euronews berichtete dar&uuml;ber, verschwieg aber, dass Tausende Mitglieder der von Bandera gef&uuml;hrten Organisation ukrainischer Nationalisten sich w&auml;hrend des Zweiten Weltkrieges in der Westukraine an Massakern gegen Polen und Juden in der Westukraine beteiligten, bei denen Zehntausende starben.<br>\nDie Botschafter von Polen und Israel in der Ukraine protestierten in diesem Jahr gegen die Bandera-M&auml;rsche in Kiew und Lviv mit einer gemeinsamen Protestnote. In der hei&szlig;t es, &ldquo;with great concern and sadness we have noted that Ukraine&rsquo;s public officials at various levels, including the Lviv Regional Council and the Kiev City State Administration, still celebrate historical events and figures that should be condemned once and for all&rdquo;.<br>\nDie Deutsche Welle berichtete in ihrer russischen Ausgabe &uuml;ber den Protest der Botschafter. Offenbar wollte die russischsprachige Ausgabe der Deutschen Welle nicht zu dem Thema schweigen, denn die russischen Medien hatten breit &uuml;ber den Protest der Botschafter berichtet.<br>\nIn der ukrainischen und deutschen Ausgabe der Deutschen Welle hingegen wird der Protest der Botschafter aus Israel und Polen gegen die Bandera-M&auml;rsche in Kiew und Lviv verschwiegen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/ulrich-heyden\/kiewer-fackelmarsch-ohne-protest-aus-berlin?fbclid=IwAR3ECZiFW8rBt86C897wQ107SplP-O7Du2dv49tl8zXzjQiW5DtgEVh-GwY\">Ulrich Heyden in der Freitag<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lohnenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?cat=19\">Hinweise des Tages<\/a> anzuschauen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57571\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-57571","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/57571","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=57571"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/57571\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":57573,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/57571\/revisions\/57573"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=57571"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=57571"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=57571"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}