{"id":57608,"date":"2020-01-13T08:17:09","date_gmt":"2020-01-13T07:17:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57608"},"modified":"2020-01-13T08:17:09","modified_gmt":"2020-01-13T07:17:09","slug":"hinweise-des-tages-3527","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57608","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57608#h01\">USA\/Iran<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57608#h02\">Irak<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57608#h03\">Soleimani: &laquo;Tot&raquo; und &laquo;T&ouml;tung&raquo; oder &laquo;Mord&raquo; und &laquo;ermordet&raquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57608#h04\">Seymour Hersh &ndash; &ldquo;The persistent self-defeating Dumbness of America&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57608#h05\">So schweigt sich Europa geopolitisch in die 3. Liga<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57608#h06\">Frankreich &ndash; Erst mal keine Rente mit 64<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57608#h07\">Profiteure des Krieges &ndash; die US-Iran-Krise und der milit&auml;risch-industrielle Komplex. Krieg als Gesch&auml;ftsmodell<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57608#h08\">Deutschlands Kampf gegen internationale Geldw&auml;sche<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57608#h09\">Die 307-Milliarden-L&uuml;cke entlarvt Europas gro&szlig;en Mehrwertsteuerbetrug<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57608#h10\">Sch&auml;uble: Zu hohe Sozialleistungen sind ungut<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57608#h11\">Die Zehnerjahre in der Tarifpolitik: eine Bilanz mit Ausblick<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57608#h12\">Das Insektensterben ist global<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57608#h13\">Deutschland: Warum das Klimaziel nicht mehr &ldquo;greifbar nah&rdquo; ist<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57608#h14\">Warum Australiens Br&auml;nde diesmal anders sind<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57608#h15\">Zweiter Weltkrieg &ndash; Beliebte Landser<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57608#h16\">Keine &raquo;zweite gr&uuml;ne Partei&laquo; werden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57608#h17\">Schr&ouml;ders bester Mann<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57608#h18\">Desinformation der ARD-Tagesschau zur Arbeit des UN-Sicherheitsrates<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>USA\/Iran<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Schwerer Kollateralschaden<\/strong><br>\nWas schon vermutet wurde, ist nun klar: Die kriegerische Konfrontation USA-Iran hat erstmals zivile Opfer unbeteiligter Staaten gefordert<br>\nKrisenregionen sind seit jeher Risikozonen f&uuml;r die zivile Luftfahrt. Doch hat es mit dem Abschuss und Absturz der ukrainischen Passagiermaschine bei Teheran noch einmal eine besondere Bewandtnis. Die 176 Toten von Flug PS752 der Ukraine International Airlines, deren Maschine Minuten nach dem Start brennend aus den Wolken fiel, wurden zu Opfern des am Rande eines gro&szlig;en Schlagabtauschs wandelnden Konflikts zwischen den USA und dem Iran. Damit freilich sind die Ursachen dieser Katastrophe unzureichend beschrieben. Was am 8. Januar am fr&uuml;hen Morgen geschah, war auch eine alles andere als zuf&auml;llige Folge der von Pr&auml;sident Trump zus&auml;tzlich gesch&uuml;rten Spannungen, wie sie durch den Anschlag auf den iranischen General Soleimani ausgel&ouml;st und offenkundig gewollt wurden.<br>\nSelbstredend besteht zwischen direkten T&auml;tern und mittelbaren Verursachern ein Unterschied. Doch ist der mehr juristischer als politischer Natur. Unbestreitbar ist: Eine seit der K&uuml;ndigung des Atomvertrages auf der Schwelle zur kriegerischen Konfrontation wandelnde Feindschaft fordert erstmals zivile Opfer unbeteiligter Staaten. Es mag zynisch klingen, ist aber mitnichten so gemeint, wird daf&uuml;r der Begriff &bdquo;Kollateralschaden&ldquo; bem&uuml;ht. Wie oft werden die als logische Selbstverst&auml;ndlichkeit unber&uuml;hrt hingenommen, wenn durch kriegerische Handlungen Menschen im Irak, in Syrien, im Jemen oder in Libyen zu Hunderten oder Tausenden sterben?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/lutz-herden\/schwerer-kollateralschaden\">Lutz Herden im Freitag<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Der Abschuss des ukrainischen Flugzeugs ist nat&uuml;rlich eine Trag&ouml;die. Immerhin hat sich Iran mittlerweile <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/ausland\/nach-flugzeug-abschuss-iran-entschuldigt-sich-bei-ukraine-16575855.html\">entschuldigt<\/a> und die Verantwortung voll &uuml;bernommen. 1988 passierte den Amerikanern im Persischen Golf &uuml;brigens ein <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Iran-Air-Flug_655\">ganz &auml;hnlicher tragischer Fehler<\/a>,als ein US-Kreuzer einen iranischen Airbus abschoss.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>US-Verteidigungsminister r&auml;umt d&uuml;rre Beweislage f&uuml;r Bedrohungen ein<\/strong><br>\nDonald Trump verd&auml;chtigte den get&ouml;teten iranischen General, Angriffe auf vier US-Botschaften geplant zu haben. Beweise habe es keine gegeben, sagte nun Mark Esper.<br>\nUS-Verteidigungsminister Mark Esper hat nach eigenen Angaben keine harten Beweise f&uuml;r eine Bedrohung von vier US-Botschaften durch den bei einem Luftschlag get&ouml;teten iranischen General Kassem Soleimani gesehen. Damit widersprach er indirekt Aussagen von US-Pr&auml;sident Donald Trump. Dieser hatte in einem Interview nach dem Angriff gesagt, Soleimani habe &ldquo;wahrscheinlich&rdquo; Anschl&auml;ge auf vier US-Botschaften in der Region geplant. Dabei berief er sich auf mutma&szlig;liche geheimdienstliche Erkenntnisse, die ihn dazu veranlasst h&auml;tten, Soleimanis T&ouml;tung anzuordnen.<br>\nEsper sagte dem US-Sender CNN, Trump habe &ldquo;niemals gesagt, es gebe spezifische Geheimdienstinformationen bez&uuml;glich vierer verschiedenen Botschaften&rdquo;. Allerdings sei der Pr&auml;sident davon &uuml;berzeugt gewesen, dass solche Angriffe &ldquo;wahrscheinlich&rdquo; sein k&ouml;nnten. Er selber teile die &Uuml;berzeugung Trumps, so Esper.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2020-01\/us-verteidigungsminister-mark-esper-donald-trump-kassem-soleimani-botschaften\">ZEIT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Auf der Basis &ndash; also auf &uuml;berhaupt keiner Grundlage &ndash; haben die Amerikaner einfach so Soleimani get&ouml;tet. Man kann nur noch den Kopf sch&uuml;tteln.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Irak<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>USA mauern beim Irak-Abzug &ndash; Versto&szlig; gegen V&ouml;lkerrecht?<\/strong><br>\nIraks Pr&auml;sident Abdel Mahdi hat die USA aufgefordert, einen &ldquo;sicheren Abzug&rdquo; ihrer Truppen zu veranlassen. In Washington will man davon nichts wissen. Doch ein Verbleib w&auml;re ein Versto&szlig; gegen V&ouml;lkerrecht. (&hellip;)<br>\nWashington reagierte darauf mit einer umgehenden Absage. Eine von Abdel Mahdi geforderte US-Delegation w&uuml;rde &ldquo;zum jetzigen Zeitpunkt&rdquo; nicht &uuml;ber einen Abzug der 5.200 US-Soldaten sprechen, sagte die Sprecherin des US-Au&szlig;enministeriums. Gesandte der USA w&uuml;rden mit der irakischen Regierung lediglich &uuml;ber eine Verbesserung der &ldquo;strategischen Partnerschaft&rdquo; beraten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.t-online.de\/nachrichten\/id_87130332\/iran-konflikt-usa-mauern-beim-irak-abzug-verstoss-gegen-voelkerrecht-.html\">t-online.de<\/a><\/li>\n<li><strong>Alexander Neu &uuml;ber den Verbleib ausl&auml;ndischer Streitkr&auml;fte im Irak<\/strong><br>\nHier der entscheidende Auszug aus dem von mir in Auftrag gegebenen #Gutachten des Wissenschaftlichen Dienstes des Deutschen Bundestages zum Verbleib ausl&auml;ndischer Streitkr&auml;fte auf dem Territorium des #Irak gegen den erkl&auml;rten Willen der irakischen Regierung. (&hellip;)<br>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/200113_hdt_01.png\" alt=\"\" title=\"\"><br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/photo.php?fbid=10157922443974350&amp;set=a.10151731967204350&amp;type=3&amp;theater\">Alexander Neu via Facebook<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Soleimani: &laquo;Tot&raquo; und &laquo;T&ouml;tung&raquo; oder &laquo;Mord&raquo; und &laquo;ermordet&raquo;<\/strong><br>\nDer Sprachgebrauch deckt auf, welche Medien nicht im Klartext informieren, wenn es um die befreundeten USA geht.<br>\nDer Anschlag auf Kassem Soleimani war zweifelsfrei geplant und gewollt und ist deshalb ein Mord oder eine Hinrichtung. Die &laquo;Sonntags-Zeitung&raquo; nannte es in einem Kommentar eine &laquo;Exekution&raquo;.<br>\nDer Mord als &laquo;Pr&auml;ventivmassnahme&raquo; verst&ouml;sst gegen das V&ouml;lkerrecht, weil die USA nicht unmittelbar bedroht waren.<br>\nKlar, dass die PR-Maschinerie der Trump-Administration von einer mehr als nur gerechtfertigten T&ouml;tung redet. Das sollen Medien auch so im Originaltext zitieren. Aber wenn sie selber diese Terminologie &uuml;bernehmen und zur eigenen machen, m&uuml;ssen sie sich den Vorwurf der einseitigen Stellungnahme gefallen lassen.<br>\nMedien, welche den Tatbestand klar als &laquo;Mord&raquo; und &laquo;Ermordung&raquo; bezeichnen, verhalten sich weder feindlich gegen&uuml;ber den USA noch bef&uuml;rworten sie die Politik Irans. Vielmehr nennen sie Ereignisse ungeschminkt beim Namen. Und das ist ihre Aufgabe &ndash; ohne R&uuml;cksichten gegen&uuml;ber irgendwelchen Seiten.<br>\nDie Wortwahl sollte auch nicht davon abh&auml;ngen, ob man den Mord &ndash; trotz Verletzung des V&ouml;lkerrechts &ndash; f&uuml;r gerechtfertigt h&auml;lt. Zum Beispiel, weil die USA Soleimani als Terroristen einstuften.<br>\nMan darf das Ereignis auch drastisch kommentieren, wie es Nick Ramseyer tat, ohne ein Gegner der USA zu sein: &laquo;Der US-Anschlag aus der Luft mit mehreren Opfern kommt einem &laquo;Auftragsmord&raquo; (per &laquo;hired gun&raquo;) gleich, wie er in Amerika im Mafia-Milieu &uuml;blich ist.&raquo;<br>\nAls erster kommentierte Erich Gysling die &laquo;Ermordung des iranischen Generals Soleimani&raquo;. Eine ausgezeichnete Analyse machte Iran-Experte Ervand Abrahamian in der &laquo;NZZ am Sonntag&raquo; vom 5. Januar und erkl&auml;rte unter anderem: &laquo;Ich kenne in der Geschichte keinen Fall, bei dem eine Grossmacht eine Pers&ouml;nlichkeit vom Rang Soleimanis ermordet hat.&raquo; Abrahamian unterrichtete vier Jahrzehnte an der City University in New York und schrieb das Buch &laquo;A History of Modern Iran&raquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/Artikel\/Medien\/Soleimani-Tot-und-Totung-oder-Mord-und-Ermordung\">Infosperber<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Seymour Hersh &ndash; &ldquo;The persistent self-defeating Dumbness of America&rdquo;<\/strong><br>\n[&hellip;] President Trump blasts Iranian leadership that he will hold it &ldquo;fully responsible&rdquo; for the embassy rampage. He tweets: &ldquo;They will pay a very BIG PRICE! This is not a Warning, it is a Threat. Happy New Year!&rdquo;<br>\n&ldquo;My president had no business authorizing the strikes he did in response to the death of one American contract employee,&rdquo; Hersh tells me in frustration. &ldquo;They were disproportional and in a clear violation of Iraqi and Syrian sovereignty.&rdquo;<br>\nHours later, Trump orders lethal drone strikes on Iranian General Qassem Soleimani, one of the most infamous military operators in the Middle East. As leader of the Islamic Revolutionary Guard Corps&rsquo; elite Quds Force, Soleimani &ldquo;killed or badly wounded thousands of Americans over an extended period of time, and was plotting to kill many more,&rdquo; Trump tells the world.<br>\nHersh is wary. After five decades in the field, he tells me, &ldquo;It is much too early to predict what will happen next. But no doubt Trump&rsquo;s ill conceived assassination will put immediate pressure on the Iraqi government to order all Americans out of his country.&rdquo; Hersh warns that &ldquo;yet another possible ally in the Middle East will turn on America.&rdquo; He adds, &ldquo;One also must remember that the Iranian Quds force, headed by Soleimani, played a major role in defeating ISIS in Syria which, presumably, was an American goal, too. One can only marvel at the persistent self-defeating dumbness of America.&rdquo;<br>\nWhen I ask if it was not the President&rsquo;s duty to act in order to avert &ldquo;imminent and sinister attacks&rdquo; against US lifes?, Hersh is impatient. &ldquo;I have yet to have a serious discussion about the killings with anyone who knows something&hellip;and even then, such is harder because Trump has surrounded himself with total loyalists.&rdquo;<br>\nDays earlier, as I was sitting down with Hersh, the streets of downtown Washington were buzzing with merry Christmas shoppers. But even then, the tension in the US capital and around the nation were high. The front page headline in the New York Times blared, &ldquo;Democrats signal plans to release articles of Impeachment today&rdquo; after lawyers label President Trump&rsquo;s conduct a &ldquo;clear and present danger&rdquo; to fair elections and national security. Hersh scoffs. He&rsquo;s heard that accusation before &mdash; about himself.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.weltwoche.ch\/ausgaben\/2020-1\/weltwoche-international\/wwi-seymour-hersh-die-weltwoche-ausgabe-1-2020.html\">Weltwoche<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>So schweigt sich Europa geopolitisch in die 3. Liga<\/strong><br>\nDonald Trump schiesst &ndash; und Europa schweigt. Noch g&auml;be es unmissverst&auml;ndliche Massnahmen, den USA die rote Karte zu zeigen. (&hellip;)<br>\nFalls Europa auch nur einen kleinen Rest an Bereitschaft hat, eine eigene, nicht USA-h&ouml;rige Politik zu betreiben, w&uuml;rden sich &ndash; unter anderem &ndash; die folgenden f&uuml;nf Massnahmen aufdr&auml;ngen:\n<ol>\n<li>Die Steuerung der M&ouml;rder-Drohne erfolgte mit grosser Wahrscheinlichkeit in der US-Milit&auml;rbasis Ramstein im deutschen Bundesland Rheinland-Pfalz. Deutschland muss dazu von den USA eine klare Information verlangen. Gleichzeitig muss sie ank&uuml;ndigen, den Vertrag mit den USA, wonach US-Milit&auml;rpersonal US-amerikanischem und nicht deutschem Recht untersteht, zum n&auml;chstm&ouml;glichen Termin zu k&uuml;ndigen. Beihilfe zu Mord, ver&uuml;bt aus einem B&uuml;ro in Deutschland, darf nicht ungestraft bleiben. Siehe dazu auch hier.<\/li>\n<li>Die NATO, die mit Soldaten mehrerer Mitgliedsl&auml;nder im Irak im Einsatz ist, muss den USA klar machen, dass solche Alleing&auml;nge eines NATO-Mitglieds in einem gemeinsamen Einsatz-Land nicht akzeptiert werden k&ouml;nnen. Im sogenannten Nordatlantikvertrag vom 4.4.1949 steht im Artikel 1, also an wichtigster Stelle: &laquo;Die Parteien verpflichten sich, in &Uuml;bereinstimmung mit der Satzung der Vereinten Nationen, jeden internationalen Streitfall, an dem sie beteiligt sind, auf friedlichem Wege so zu regeln, dass der internationale Friede, die Sicherheit und die Gerechtigkeit nicht gef&auml;hrdet werden, und sich in ihren internationalen Beziehungen jeder Gewaltandrohung oder Gewaltanwendung zu enthalten, die mit den Zielen der Vereinten Nationen nicht vereinbar sind.&raquo; Die Ermordung von Qasem Soleimani ist eine eklatante Verletzung der Bestimmungen in Artikel 1 des NATO-Vertrages. Deshalb m&uuml;ssen als Sofort-Massnahme und klares Signal die grossen NATO-Man&ouml;ver im Fr&uuml;hling in Polen mit 20&rsquo;000 zus&auml;tzlich eingeflogenen US-Soldaten kurzfristig abgesagt werden. Es darf nicht mit einem NATO-Mitglied trainiert werden, das statt den Frieden den Krieg sucht.<\/li>\n<li>Italien muss den Hafen von Livorno, &uuml;ber den der US-Waffenumschlagplatz Camp Darby zwischen Pisa und Livorno bedient wird, f&uuml;r US-amerikanische Kriegsschiffe und -Transporter ohne Verzug schliessen, um die Zufuhr weiterer US-Waffen in den Nahen Osten und damit eine weitere Eskalation zumindest zu erschweren. Gleichzeitig m&uuml;ssen auch Waffenlieferungen aus Europa in die Krisenregion noch mehr eingeschr&auml;nkt werden.<\/li>\n<li>Die EU muss im Schnellverfahren zus&auml;tzliche Gelder zur Vollendung und Perfektionierung des satellitenbasierten Navigationssystems &laquo;Galileo&raquo; sprechen, um nicht mehr vom USA-beherrschten Navigationssystem GPS abh&auml;ngig zu sein. Ein eigenes Navigationssystem mit eigenen Satelliten ist sowohl f&uuml;r die Luftfahrt wie auch f&uuml;r den Land-Transport, zivil wie auch milit&auml;risch unabdingbar.<\/li>\n<li>Die Schweiz muss die beiden von US-R&uuml;stungskonzernen angebotenen Kampfjets F\/A-18 Super Hornet und F-35 aus der Evaluation f&uuml;r k&uuml;nftige Kampfjets f&uuml;r die Schweizer Luftwaffe per sofort streichen (sofern die Anschaffung neuer Kampfjets nicht ohnehin an der Urne ganz verhindert wird, was sinnvoll w&auml;re). Es darf nicht sein, dass die Schweizer Armee technisch von einem Land abh&auml;ngig ist, das seinerseits bereit ist, im Eigeninteresse grobfahrl&auml;ssig einen Krieg vom Zaun zu reissen.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/Artikel\/Politik\/USA-Ermordung-Soleimani-Europa-Reaktion-Schweigen\">Infosperber<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Frankreich &ndash; Erst mal keine Rente mit 64<\/strong><br>\nFrankreichs Regierung lenkt im Rentenstreit halbherzig ein. Doch der vorl&auml;ufige Verzicht auf ein h&ouml;heres Renteneintrittsalter l&ouml;st nicht das grunds&auml;tzliche Problem.<br>\nFrankreichs Premierminister &Eacute;douard Philippe hat erst gar nicht versucht, seinen Unwillen zu kaschieren. Erst unter Punkt 7 &ndash; von 8 &ndash; des Schreibens, das er am Wochenende an die Sozialpartner schickte, k&uuml;ndigt er an, &ldquo;vorl&auml;ufig&rdquo; verzichte die Regierung auf die faktische Anhebung des Renteneintrittsalters auf 64 Jahre. Alle anderen Passagen betonen noch einmal, dass eine Verl&auml;ngerung der Lebensarbeitszeit f&uuml;r eine ausgeglichene Rentenkasse n&ouml;tig sei. Falls Arbeitgeber und Arbeitnehmer bis Ende April keine andere M&ouml;glichkeit finden, beh&auml;lt sich der Premier das Recht vor, die umstrittene Ma&szlig;nahme doch noch per Dekret durchzusetzen.<br>\nPhilippe hat gegen seine tiefste &Uuml;berzeugung gehandelt, die auch f&uuml;hrende &Ouml;konomen des Landes st&uuml;tzen. Doch er hat keine Wahl. Auf dem Spiel steht die Rentenreform als Ganzes: ein Punktesystem, das im &ouml;ffentlichen Dienst und der Privatwirtschaft alle Arbeitnehmerinnen gleich behandeln und ein heute in 42 unterschiedliche Kassen zersplittertes System unter einem Dach vereinen soll. Wenn Philippe dieses wichtigste Vorhaben seines Vorgesetzten, Staatschef Emmanuel Macron, nicht gef&auml;hrden will, dann muss er zumindest jenen Gewerkschaften entgegenkommen, die der Reform nicht g&auml;nzlich abgeneigt sind.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2020-01\/edouard-philippe-frankreich-rentenreform\">ZEIT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Nur einen Tag, nachdem ihre Kollegin klipp und klar Macrons L&uuml;gen und wirtschaftsliberalen Absichten <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/2020-01\/emmanuel-macron-frankreich-gelbwesten-rentenreform-protest-demonstrationen\">auseinander genommen hat<\/a>, verbreitet hier Karin Finkenzeller im Gewand einer angeblichen &ldquo;Analyse&rdquo; in derselben Zeitung wieder die L&uuml;gen und die Propaganda von Macron. Ultrapeinlich. &ldquo;Der Arbeitgeberverband Medef hat umgehend wissen lassen, dass eine Erh&ouml;hung der Arbeitskosten f&uuml;r seine Mitglieder nicht infrage kommt.&rdquo; &ndash; Und da ja klar ist, da&szlig; die Regierung nicht gegen die W&uuml;nsche der Arbeitgeber agieren darf, ist die knallharte Rentenk&uuml;rzung &ndash; nichts anderes ist die angebliche &ldquo;Reform&rdquo; &ndash; nat&uuml;rlich &ldquo;ohne Alternative&rdquo;. Immerhin gibt Medef damit (unfreiwillig?) das Ziel der &ldquo;Reform&rdquo; zu: nicht um Gerechtigkeit im Rentensystem durch Vereinheitlichung, sondern um Lohnk&uuml;rzungen. Da&szlig; gleichzeitig Macrons enge Kontakte zu BlackRock und anderen Kapitalsammelstellen nichts mit der geplanten Umstellung des Rentensystem auf mehr Kapitaldeckung haben sollen: wie blind muss man sein, um das Offensichtliche f&uuml;r eine Verschw&ouml;rungstheorie zu halten? Die Erh&ouml;hung des Renteneintrittsalters auf 64 Jahre ist, obwohl uns das die Autorin glauben machen will, &uuml;berhaupt nicht der wichtigste Punkt; und eine &ldquo;vor&uuml;bergehende&rdquo; Aussetzung dieses Vorhabens kann schon im n&auml;chsten Jahr obsolet sein. So dumm sind die Menschen nicht. Die Autorin vergisst zu erw&auml;hnen &ndash; oder wei&szlig; es nicht, beides w&auml;re peinlich &ndash; da&szlig; die Umstellung auf die Rentenpunkte zwar gerecht klingt, aber f&uuml;r viele Arbeitnehmer massive Rentenk&uuml;rzungen bedeuten w&uuml;rden, noch einmal erschwert dadurch, da&szlig; die Regierung den Wert der Rentenpunkte beliebig nach unten manipulieren kann. &ldquo;Obwohl 57 Prozent der Franzosen sich ein Ende der seit Anfang Dezember erduldeten Einschr&auml;nkungen w&uuml;nschen, halten noch immer 61 Prozent die Streiks f&uuml;r gerechtfertigt.&rdquo; &ndash; Offenbar will sich die Mehrheit der Franzosen nicht (noch einmal) von Macron betr&uuml;gen und weiter verarmen lassen, so seltsam Finkenzeller diese klare Haltung auch findet.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Profiteure des Krieges &ndash; die US-Iran-Krise und der milit&auml;risch-industrielle Komplex. Krieg als Gesch&auml;ftsmodell<\/strong><br>\nW&auml;hrend die Welt um die Jahreswende in Sorge um einen neuen, katastrophalen Krieg in Nahost den Atem anhielt, lie&szlig;en die CEOs und Shareholder der weltweit gr&ouml;&szlig;ten R&uuml;stungskonzerne die Sektkorken knallen. Allein die f&uuml;nf gr&ouml;&szlig;ten US-Waffenfabrikanten konnten in wenigen Tagen den Wert ihrer Unternehmen um 20,7 Milliarden US-Dollar steigern. (&hellip;)<br>\nAuf Markets Insider, der B&ouml;rsensparte der weltweit renommierten Wirtschaftspublikation Business Insider vom Axel Springer Verlag, finden sich minutenaktualisiert die B&ouml;rsenwerte der Konzerne dieser Welt. Ich habe mir die Marktentwicklungen der zehn umsatzst&auml;rksten R&uuml;stungskonzerne der Welt (eigentlich neun, denn f&uuml;r die russische Almaz-Antey auf Platz neun gibt es keine &ouml;ffentlich zug&auml;nglichen Daten) um die Jahreswende genauer angesehen, jene Woche vom 31. Dezember 2019 bis zum 6. Januar 2020 also, in der die gegenw&auml;rtige US-Iran-Krise zu eskalieren drohte, und konnte in der Tendenz zwar wenig &Uuml;berraschendes, in dem Ausma&szlig;e jedoch &auml;u&szlig;erst Bezeichnendes ermitteln: Die neun umsatzst&auml;rksten R&uuml;stungskonzerne der Welt vermehrten den B&ouml;rsenwert ihrer Unternehmen in wenigen Tagen akkumuliert um schwindelerregende 22,8 Milliarden US-Dollar, oder 3,7 Prozent. Der Gro&szlig;teil dieser Zuw&auml;chse (20,7 Milliarden Dollar) f&auml;llt &ndash; verst&auml;ndlicherweise &ndash; auf die f&uuml;nf gr&ouml;&szlig;ten US-R&uuml;stungskonzerne, die ohnehin die f&uuml;nf gr&ouml;&szlig;ten der Welt ausmachen: Lockheed Martin, Boeing, Raytheon, Northrop Grumman und General Dynamics (die britische BAE Systems auf Platz sechs der weltweiten R&uuml;stungscharts hat immerhin um 670 Millionen Dollar oder 3,7 Prozent zugelegt; die italienische Leonardo um 189 Millionen Dollar (3,0 Prozent) und die franz&ouml;sische Thales Group um 426 Millionen (2,2 Prozent)). (&hellip;)<br>\nSteigerung der B&ouml;rsenwerte (Marktkapitalisierung) der zehn umsatzst&auml;rksten R&uuml;stungskonzerne der Welt vom 31. Dezember 2019 auf den 6. Januar 2020:\n<ol>\n<li style=\"text-align: justify;\">Lockheed Martin (USA)&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp;6,1%&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; 6,7 Mrd. $<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">Boeing (USA)&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp;2,5%&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; 4,5 Mrd. $<\/li>\n<li>Northrop Grumman (USA)&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; 9,3%&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; 5,4 Mrd. $<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">Raytheon (USA)&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; 3,6%&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; 2,2 Mrd. $<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">General Dynamics (USA)&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; 3,7%&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; 1,9 Mrd. $<\/li>\n<li>BAE Systems (UK)&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp;3,7%&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; 670 Mio. $<\/li>\n<li>Airbus (EUR)&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; 3,2%&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; 887 Mio. $<\/li>\n<li>Leonardo (I)&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp;3,0%&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; 189 Mio. $<\/li>\n<li>Almaz-Antey (RU)&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; k.A.&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; k.A.<\/li>\n<li>Thales Group (FR)&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp;2,2%&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; 426 Mio. $<\/li>\n<\/ol>\n<p>In absoluten Zahlen f&uuml;hrt Lockheed Martin &ndash; der mit weitem Abstand umsatzst&auml;rkste R&uuml;stungskonzern der Welt, der unter anderem die Hellfire-Raketen der Predator-Dohne fabriziert &ndash; mit einem Zuwachs von mehr als 6,7 Milliarden US-Dollar diese unr&uuml;hmliche Liste an. In relativen Zahlen steht Northrop Grumman &ndash; bekannt f&uuml;r seine B-2-Tarnkappenbomber &ndash; mit 9,3 Prozent Zuwachs ganz oben: Etwas S&auml;belrasseln des US-Pr&auml;sidenten und seine illegale Hinrichtung eines iranischen Generals lassen den B&ouml;rsenwert des Bomberproduzenten in wenigen Tagen um fast ein Zehntel in die H&ouml;he schie&szlig;en. F&uuml;r die gr&ouml;&szlig;te deutsche R&uuml;stungsschmiede Rheinmetall (Platz 25 der weltweiten R&uuml;stungscharts) sah die Entwicklung weniger rosig aus. So verringerte der Kanonen- und Munitionsfabrikant aus D&uuml;sseldorf &ndash; der im letzten Jahr insbesondere mit seinem Umgehen des deutschen &bdquo;R&uuml;stungsstopps&ldquo; nach Saudi-Arabien als Komplize an Kriegsverbrechen im Jemenkrieg in die Schlagzeilen geriet &ndash; seinen B&ouml;rsenwert gar um 37 Millionen US-Dollar, w&auml;hrend der zweitgr&ouml;&szlig;te deutsche R&uuml;stungskonzern, ThyssenKrupp, weder Plus noch Minus machte. Das transeurop&auml;ische R&uuml;stungskonglomerat Airbus, an dem die deutsche GZBV mit 11 Prozent gr&ouml;&szlig;ter Anteilseigner ist, legte im selben Zeitraum 887 Millionen Dollar oder 3,2 Prozent zu.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/justicenow.de\/2020-01-11\/profiteure-des-krieges-die-us-iran-krise-und-der-militaerisch-industrielle-komplex\/\">JusticeNow!<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Deutschlands Kampf gegen internationale Geldw&auml;sche<\/strong><br>\nDas Geldw&auml;scherisiko in Deutschland sei &bdquo;mittel bis hoch&ldquo;, war das Ergebnis der &bdquo;Nationalen Risikoanalyse&ldquo;, besondere Risikofelder seien der Immobiliensektor sowie Finanztransfergesch&auml;fte mit hoher Bargeldintensit&auml;t. Personalaufstockung, Public Private Partnerships und Gesetzesnovellen sollen jetzt im Eiltempo aufholen, was Deutschland &uuml;ber Jahre vers&auml;umt hat. Allein das neue Geldw&auml;schegesetz setzt ein ganzes Ma&szlig;nahmenb&uuml;ndel in Kraft: Erweiterung des geldw&auml;scherechtlichen Verpflichtetenkreises, verst&auml;rkte Sorgfaltspflichten bei Hochrisikol&auml;ndern, &ouml;ffentlicher Zugang zum Transparenzregister und Vernetzung und eine neue Verdachtsmeldepflicht freier Berufe bei Immobilientransaktionen sind nur einige Beispiele. Und auch auf europ&auml;ischer Ebene will Bundesfinanzminister Scholz den Kampf gegen die Geldw&auml;sche st&auml;rken. (&hellip;)<br>\nIm Deutschen Bundestag ist die Fraktion der Linken im Fall Moldau besonders engagiert. W&auml;hrend Petrencos Gef&auml;ngnisaufenthalt setzten sich Abgeordnete pers&ouml;nlich f&uuml;r seine Entlassung ein. Im Jahr 2016 forderten sie die Bundesregierung mit einer Kleinen Anfrage zu einer Stellungnahme auf. Diese antwortete, an Ermittlungen zum moldauischen Bankenskandal seien deutsche Beh&ouml;rden nach ihrem Kenntnisstand nicht beteiligt. Von den moldauischen Beh&ouml;rden erwarte man jedoch eine gr&uuml;ndliche und unparteiische Untersuchung. (&hellip;)<br>\nDas ist symptomatisch, glaubt Fabio de Masi. Der Linken-Abgeordnete f&uuml;rchtet: Solange sich Deutschlands Ermittler auf den Aufkl&auml;rungswillen anderer Staaten verlassen m&uuml;ssen, haben Geldw&auml;scher leichtes Spiel.<br>\n&bdquo;Sobald ich eine L&auml;ndergrenze physisch &uuml;berschritten habe, kann schon nicht mehr weiter was gemacht werden. Und das hei&szlig;t, dann wei&szlig; jeder: Ich muss sozusagen nur Gelder nach Deutschland bringen, oder so. Und die deutschen Beh&ouml;rden haben keine Zust&auml;ndigkeit in meinem Herkunftsland, und schon sind sie dem Zugriff entzogen. Und das ist nat&uuml;rlich ein massives Problem.&ldquo; (&hellip;)<br>\nDer Linke Abgeordnete de Masi glaubt: Deutschland braucht eine andere Rechtsstrategie, die staatsanwaltlichen Ermittlungen mehr Spielraum l&auml;sst.<br>\n&bdquo;Das eine Modell, das wir eben f&uuml;r gut f&auml;nden, auch hier in Deutschland, w&auml;re der All Crimes-Ansatz. Das hei&szlig;t, da w&uuml;rde man nicht sich drauf st&uuml;tzen m&uuml;ssen, bereits eine klar abgegrenzte Vortat im Ausland identifiziert zu haben, sondern wir machen es nach Beweislastumkehr. Wenn die uns nicht nachweisen, woher sie den Ferrari erworben haben, dann nehmen wir ihnen das Spielzeug weg.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/kriminelle-finanztransaktionen-deutschlands-kampf-gegen.724.de.html?dram:article_id=467455\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Die 307-Milliarden-L&uuml;cke entlarvt Europas gro&szlig;en Mehrwertsteuerbetrug<\/strong><br>\nDen EU-Staaten entgingen dadurch pro Jahr Steuereinnahmen zwischen 27 und 35 Milliarden Euro. Im schlimmsten Szenario k&ouml;nne der Ausfall sogar bei 64 Milliarden Euro pro Jahr liegen. Setzt man diese Sch&auml;tzungen ins Verh&auml;ltnis zur Wirtschaftsleistung Deutschlands, l&auml;sst sich der Steuerausfall hierzulande auf sechs bis 13 Milliarden Euro hochrechnen. (&hellip;)<br>\nDie EU-Kommission ging in einer bereits im Vorjahr ver&ouml;ffentlichten Untersuchung sogar von noch h&ouml;heren Ausf&auml;llen aus. F&uuml;r alle 28 EU-Staaten zusammen sch&auml;tzte sie auf Grundlage anderer Quellen die Ausf&auml;lle f&uuml;r das Jahr 2017 auf 137,5 Milliarden Euro. Allein f&uuml;r Deutschland setzte sie einen Mehrwertsteuerausfall von 25 Milliarden Euro an. (&hellip;)<br>\nIn Br&uuml;ssel steht das Thema schon lange auf der Tagesordnung. &bdquo;Die Bek&auml;mpfung des Mehrwertsteuerbetrugs ist ebenso wichtig wie das Vorgehen gegen die aggressive Steuervermeidung bei Unternehmensteuern&ldquo;, so der Gr&uuml;nen-Europa-Abgeordnete Sven Giegold. (&hellip;)<br>\nMangels wirksamer Kontrollen lade das Mehrwertsteuersystem im EU-Binnenmarkt Kriminelle zum Betrug ein. Die Regierung m&uuml;sse sich nachdr&uuml;cklich im Kampf gegen diesen Steuerbetrug engagieren, fordert er. &bdquo;Die gro&szlig;e Koalition darf die von der EU-Kommission vorgeschlagene Reform des europ&auml;ischen Mehrwertsteuersystems nicht l&auml;nger blockieren&rdquo;, so Giegold.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article204845426\/Handelsueberschuss-Europas-Milliarden-Problem-mit-dem-Mehrwertsteuerbetrug.html?utm_source=pocket-newtab\">Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Sch&auml;uble: Zu hohe Sozialleistungen sind ungut<\/strong><br>\nZu &uuml;ppige Sozialleistungen machen Menschen nach Ansicht von Bundestagspr&auml;sident Wolfgang Sch&auml;uble ungl&uuml;cklich. &ldquo;Wir m&uuml;ssen die Balance zwischen Fordern und F&ouml;rdern richtig einhalten&rdquo;, mahnte er am Freitag beim Neujahrsempfang der Mittelstands- und Wirtschaftsunion Hamburg. &ldquo;Denn wenn wir &uuml;berf&ouml;rdern, zerst&ouml;ren wir die Motivation der Menschen (&hellip;) und machen sie ungl&uuml;cklicher.&rdquo; Sch&auml;uble sprach sich gegen ein bedingungsloses Grundeinkommen aus. M&uuml;ssten die Leute nicht mehr arbeiten, nehme ihnen der Staat den Anreiz, ihre pers&ouml;nliche Lebenserf&uuml;llung zu finden.<br>\nSch&auml;uble &auml;u&szlig;erte sich betroffen &uuml;ber die Zustimmung, die der angebliche Plan Finnlands f&uuml;r eine Vier-Tage-Woche mit t&auml;glich nur sechs Arbeitsstunden in der deutschen &Ouml;ffentlichkeit gefunden habe. Aufgrund der demografischen Entwicklung fehle es in Deutschland an Arbeitskr&auml;ften. Die Menschen m&uuml;ssten aufgrund der l&auml;ngeren Lebenszeit auch l&auml;nger arbeiten. &ldquo;Wir brauchen jeden, selbst der Schwerkranke kann anderen etwas geben&rdquo;, sagte der seit fast drei Jahrzehnten querschnittsgel&auml;hmte Christdemokrat. Die Politik sollte nicht den Fehler machen, allen alles zu versprechen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.t-online.de\/nachrichten\/deutschland\/gesellschaft\/id_87130158\/wolfgang-schaeuble-zu-hohe-sozialleistungen-machen-ungluecklich.html\">t-online.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Zynischer geht es nicht mehr. Auch die NachDenkSeiten sprechen sich gegen ein bedingungsloses Grundeinkommen aus. Aber kennt der amtierende Bundestagspr&auml;sident eigentlich den Unterschied zu einer Vier-Tage-Woche? Offensichtlich nicht.<\/em><\/p>\n<p><em>Anstatt &uuml;ber angeblich ungute Sozialleistungen zu schwadronieren, sollte Herr Sch&auml;uble lieber endlich mal Auskunft &uuml;ber die 100.000-D-Mark-Spende aus dem Jahre 1994 geben. Bitte lesen Sie dazu auch <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54651\">Heute Journal mal wieder ein Tiefpunkt: Sch&auml;uble der Superdemokrat, bei 9\/11 keinerlei Zweifel an der offiziellen Version, Populist und der Wippschaukeleffekt.<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40752\">Die Spiele m&ouml;gen beginnen<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Die Zehnerjahre in der Tarifpolitik: eine Bilanz mit Ausblick<\/strong><br>\nDie tarifpolitische Bilanz der Zehnerjahre f&auml;llt insgesamt positiv aus: Die Abschl&uuml;sse der Lohnrunden haben die Tarifeinkommen real kr&auml;ftig gesteigert und die Verteilungsposition der Arbeitnehmer:innen deutlich verbessert. Die Renaissance der Arbeitszeitpolitik hat ebenfalls Erfolge gezeitigt und die Gewerkschaften haben auch weitere qualitative Themen auf die Tagesordnung gesetzt.<br>\nTrotz dieser erfreulichen Entwicklung der Tarifpolitik gibt es aber auch Anlass zur Sorge. Zwar ist die Zahl der g&uuml;ltigen Tarifvertr&auml;ge mit mehr als 70.000 so hoch wie nie zuvor in der Geschichte der Bundesrepublik und auch die j&auml;hrlich mehr als 5.000 neu abgeschlossenen Tarifvertr&auml;ge signalisieren eine lebhafte Aktivit&auml;t der tarifpolitischen Akteure. Doch die Reichweite des Tarifvertragssystems nimmt nach wie vor ab. Es arbeiten nur noch rund 55 Prozent der Besch&auml;ftigten in Betrieben mit Tarifbindung. Viele Branchen, insbesondere in Ostdeutschland, haben eine Tarifbindung von weniger als 30 Prozent. Und das klassische deutsche Modell betrieblicher Arbeitsbeziehungen mit einer Kombination von Branchentarifvertrag und Betriebsrat gilt in der privaten Wirtschaft nur noch f&uuml;r ein knappes Viertel der Besch&auml;ftigten. Eine grundlegende Umkehr ist bislang nicht in Sicht.<br>\nDie zentrale Frage lautet daher, wie der Trend gebrochen und dem Tarifvertragssystem zu neuer St&auml;rke verholfen werden kann. Die Antworten der Tarifvertragsparteien gehen weit auseinander. Die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverb&auml;nde schlug anl&auml;sslich des 100. Jahrestages der Tarifvertragsordnung vor, die Tarifbindung durch weitere Dezentralisierung, Modularisierung und Verbetrieblichung der Tarifpolitik zu erh&ouml;hen; ein Rezept, das bereits in den vergangenen 20 Jahren seine behauptete Wirkung verfehlt hat und vermutlich die Fragmentierung des Tarifsystems weiter vorantreiben w&uuml;rde. Die Gewerkschaften verfolgen seit geraumer Zeit eine Doppelstrategie: durch Entfaltung eigener Machtressourcen eigene betriebliche und tarifpolitische St&auml;rke von unten aufzubauen und zugleich durch politische St&uuml;tzungsma&szlig;nahmen das Tarifvertragssystem von oben zu stabilisieren. Einzelne Beispiele zeigen, dass dieses Vorgehen Erfolge bringen kann. Verbesserungen auf breiter Front stehen noch aus. Und ob die Politik die konkreten Vorschl&auml;ge zur St&auml;rkung des Tarifsystems positiv aufgreifen wird, steht dahin.<br>\nDies gilt auch f&uuml;r die sehr lebhafte Diskussion um die Weiterentwicklung des gesetzlichen Mindestlohns. Inzwischen gibt es in der Politik und der Gesellschaft einen breiten Konsens, den Mindestlohn armutsfest zu machen. Nimmt man als Richtwert ein Niveau von 60 Prozent des mittleren Lohnes, dann m&uuml;sste der Mindestlohn mindestens auf 12 Euro angehoben werden, so wie es u. a. die Gewerkschaften, SPD, Linke und Gr&uuml;ne einheitlich fordern. Vorschl&auml;ge, dies etwa in einem &uuml;berschaubaren Stufenplan von drei Schritten zu realisieren, liegen vor.<br>\nQelle: <a href=\"https:\/\/www.boeckler.de\/wsi_blog_123508.htm\">Blog WSI.de<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Das Insektensterben ist global<\/strong><br>\nDie Zahl der Insekten geht deutlich zur&uuml;ck. Das stellt der &bdquo;Insektenatlas&ldquo; fest, gemeinsam erstellt von der Heinrich-B&ouml;ll-Stiftung und dem BUND. Dabei sind die meisten unserer Kulturpflanzen von der Best&auml;ubung durch die Insekten abh&auml;ngig. Doch der Atlas zeigt auch m&ouml;gliche L&ouml;sungen auf.<br>\nBUND und Heinrich-B&ouml;ll-Stiftung haben mit ihrem &bdquo;Insektenatlas 2020&ldquo; vor allem eine wichtige Daten- und Faktengrundlage zum Thema Insekten und Landwirtschaft geschaffen. Sie wollen das auch als Gespr&auml;chsangebot verstanden wissen und deutlich machen, dass Insektenschutz und Landwirtschaft durchaus vereinbar w&auml;re &ndash; mit einer nachhaltigeren Agrarpolitik.<br>\nInsekten vernichten einen Gro&szlig;teil von Ernten<br>\nDas Verh&auml;ltnis von Insekten und Landwirtschaft ist ein durchaus ambivalentes. Auf der einen Seite sind sie als Sch&auml;dlinge f&uuml;r Ernteausf&auml;lle verantwortlich. Vor allem in den tropischen L&auml;ndern k&ouml;nnen sie bis zu 40 Prozent der Ernten vernichten. Sie werden deswegen von der Agrarwirtschaft intensiv bek&auml;mpft: Weltweit hat sich der Verbrauch von Pestiziden seit 1950 um das 50fache erh&ouml;ht. Auf der anderen Seite ist Landwirtschaft ohne Insekten kaum denkbar. Sie sind unerl&auml;sslich f&uuml;r die Bodenqualit&auml;t, indem sie Dung und abgestorbenes Material zersetzen. Sie vertilgen auch Sch&auml;dlinge &ndash; eine einzige Marienk&auml;ferlarve etwa frisst 200 Blattl&auml;use pro Tag. Und sie best&auml;uben drei Viertel der wichtigsten Kulturpflanzen weltweit und steigern deren Ertr&auml;ge.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/umweltstudie-das-insektensterben-ist-global.697.de.html?dram:article_id=467408\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Deutschland: Warum das Klimaziel nicht mehr &ldquo;greifbar nah&rdquo; ist<\/strong><br>\nDeutschland hat 2019 so viel Windstrom erzeugt wie nie zuvor und damit gut 22 Prozent seines Bruttostromverbrauchs gedeckt. Windkraft war in den letzten zw&ouml;lf Monaten mit 127 Milliarden Kilowattstunden erstmals der gr&ouml;&szlig;te Stromerzeuger vor der Braunkohle mit 114 und dem Erdgas mit 91 Milliarden.<br>\nDas hat sich auch auf die Treibhausgas-Produktion ausgewirkt: Sie wird zum Jahresanfang um etwa 35 Prozent unter dem Niveau von 1990 liegen.<br>\nWas mich allerdings irritiert, ist die Einsch&auml;tzung, die manche verbreiten. &ldquo;Klimaziel 2020 in greifbarer N&auml;he&rdquo;, titelte heute der Background des Tagesspiegels. Auch die Stuttgarter Zeitung sieht es &ldquo;in greifbarere N&auml;he&rdquo;. Vor Tagen hatte bereits Bernhard P&ouml;tter in der taz suggeriert, das noch bis Ende 2020 Zeit f&uuml;r das Klimaziel sei.<br>\nDabei hatten alle Regierungen unter Angela Merkel versichert, dass die Emissionen BIS 2020 den Zielpfad erreichen sollen. Im schwarz-gelben Koalitionsvertrag von 2009 lesen wir auf Seite 26: &ldquo;Wir werden f&uuml;r Deutschland einen konkreten Entwicklungspfad festlegen und bekr&auml;ftigen unser Ziel, die Treibhausgas-Emissionen bis 2020 um 40 % gegen&uuml;ber 1990 zu senken.&rdquo; Im schwarz-roten Koalitionsvertrag wurde 2013 auf Seite 36 sogar noch ein &ldquo;mindestens&rdquo; dem &ldquo;bis&rdquo; beigegeben: &ldquo;Wir halten daran fest, dem Klimaschutz einen zentralen Stellenwert in der Energiepolitik zuzumessen. National wollen wir die Treibhausgas-Emissionen bis 2020 um mindestens 40 Prozent gegen&uuml;ber dem Stand 1990 reduzieren&rdquo;. Im Wahlkampf 2017 erkl&auml;rt Kanzlerin Merkel: &ldquo;Wir werden Wege finden, wie wir bis 2020 unser 40-Prozent-Ziel einhalten. Das verspreche ich Ihnen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.piqd.de\/klimawandel\/deutschland-warum-das-klimaziel-nicht-mehr-greifbar-nah-ist\">piqd<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Warum Australiens Br&auml;nde diesmal anders sind<\/strong><br>\nFeuer pr&auml;gt Australiens Landschaft seit Jahrmillionen. Doch die verheerenden Waldbr&auml;nde vom Jahreswechsel sind in mancher Hinsicht ungew&ouml;hnlich &ndash; und alarmierend.<br>\nAustraliens W&auml;lder brennen. Immer wieder. Das ist normal. Allein von 2011 bis 2016 gingen insgesamt 55 Millionen Hektar Wald in Flammen auf, mehr als die anderthalbfache Fl&auml;che Deutschlands. Doch die Feuersbr&uuml;nste, die derzeit zehntausende Menschen aus ihrer Heimat vertreiben und in denen Millionen Tiere sterben, unterscheiden sich von fr&uuml;heren Fl&auml;chenbr&auml;nden. Und sie belegen einen Besorgnis erregenden Trend, den der Mensch mit zu verantworten hat.<br>\nLaut einer Analyse aus dem Jahr 2016 zum Beispiel gab es innerhalb von f&uuml;nf Jahren 40 Prozent mehr Buschfeuer auf dem Kontinent. Aber nicht nur die Zahl der Br&auml;nde in Australien ist auffallend gestiegen &ndash; selten zuvor waren die Voraussetzungen f&uuml;r Feuer auch so g&uuml;nstig. Das geht aus dem Klimajahresbericht der australischen Beh&ouml;rde f&uuml;r Meteorologie (BOM) hervor. Demnach &uuml;bertrafen sowohl die mittleren Temperaturen als auch die H&ouml;chstwerte ihre jeweiligen Rekordmarken.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spektrum.de\/wissen\/warum-australiens-braende-diesmal-anders-sind\/1697494\">Spektrum<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Zweiter Weltkrieg &ndash; Beliebte Landser<\/strong>\n<ul>\n<li>Ein neuer Sammelband hinterfragt das Ansehen der Wehrmacht bis in die Gegenwart.<\/li>\n<li>In den 50er Jahren entstand demnach der Mythos von der angeblich &ldquo;sauberen&rdquo; Armee Hitlers im Zuge der westdeutschen Debatte um die Wiederbewaffnung.<\/li>\n<li>Aktuell macht der Herausgeber eine Entwicklung aus, die auf eine Renaissance des positiven Wehrmachts-Bildes hinausl&auml;uft &ndash; doch f&uuml;r diese These finden sich nur wenige Belege.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Im N&uuml;rnberger Prozess waren nicht nur Politiker, sondern auch Offiziere wie Karl D&ouml;nitz, Erich Raeder oder Alfred Jodl angeklagt. Im Nachfolgeprozess gegen das Oberkommando der Wehrmacht wurden 1949 weitere Befehlshaber verurteilt.<br>\nDas Bild einer &ldquo;sauberen&rdquo; Wehrmacht setzte sich dennoch bald durch, auch die Aufstellung der Bundeswehr habe deren Rehabilitierung vorausgesetzt, so der Historiker Jens Westemeier. Nicht zuletzt sei die Diskussion &uuml;ber einen westdeutschen Verteidigungsbeitrag in den 50er-Jahren ein &ldquo;Katalysator&rdquo; f&uuml;r ein positives Bild der Wehrmacht gewesen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/hitler-wehrmacht-1.4694556\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Keine &raquo;zweite gr&uuml;ne Partei&laquo; werden<\/strong><br>\nMitglieder der Linksfraktion im Bundestag haben sich bei ihrer Auftaktveranstaltung f&uuml;r 2020 am Sonntagnachmittag im Berliner Kino Kosmos an den Gr&uuml;nen abgearbeitet. Der Parlamentarische Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der Fraktion, Jan Korte, erkl&auml;rte zu Beginn der Veranstaltung, dass die LINKE keine &raquo;zweite gr&uuml;ne Partei&laquo; werden d&uuml;rfe. Der fr&uuml;here Parteichef Oskar Lafontaine, der sp&auml;ter als Redner dran war, best&auml;tigte dies. &raquo;Die Gr&uuml;nen haben f&uuml;r Kriege und Waffenlieferungen gestimmt. Das ist die schlimmste Form der Umweltzerst&ouml;rung&laquo;, rief er in den gut gef&uuml;llten Saal. Zudem h&auml;tten die Gr&uuml;nen kein Herz f&uuml;r die Arbeiter und die Arbeitslosen. Die &Ouml;kopartei profitiert derzeit stark von der Klimabewegung und rangiert in Umfragen vor der SPD und der Linkspartei.<br>\nDen st&auml;rksten Applaus erhielt Lafontaine, als er die USA, auch aufgrund der Rolle, welche die Trump-Regierung in der derzeitigen Krise im Nahen und Mittleren Osten spielt, als &raquo;Weltterroristen Nummer eins&laquo; bezeichnete. Auch seine Vorrednerin Amira Mohamed Ali, die seit November die Fraktion gemeinsam mit Dietmar Bartsch f&uuml;hrt, stie&szlig; nach Attacken auf die US-Politik auf die gr&ouml;&szlig;te Begeisterung im Saal. Sie forderte, die &raquo;Mordzentrale in Ramstein&laquo; zu schlie&szlig;en. Nach diversen Medienrecherchen dient der US-St&uuml;tzpunkt Ramstein in Rheinland-Pfalz als Relaisstation f&uuml;r den Drohnenkrieg der USA.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1131323.linke-keine-zweite-gruene-partei-werden.html?fbclid=IwAR3USPin_x9h9uduvD6jm6V5J_mixQ6KghvIq5VN906qRTPSbM1LGDMRbiw\">Neues Deutschland<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Schr&ouml;ders bester Mann<\/strong><br>\nNach &uuml;ber 50 Jahren beendet er ein Missverst&auml;ndnis. Florian Gerster ist nun in der Partei, die zu ihm passt. (&hellip;)<br>\nFlorian Gerster passt so perfekt zur FDP, dass man sich fragt, warum er ihr nicht schon immer angeh&ouml;rte, sondern mehr als 50 Jahre der SPD. Wer sich nicht mehr an ihn erinnert: Der heute 70-J&auml;hrige ist derjenige, den der damalige Kanzler Gerhard Schr&ouml;der einst als seinen &bdquo;besten Mann&ldquo; an die Spitze der Bundesanstalt f&uuml;r Arbeit bef&ouml;rderte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Ex-SPD-Minister-Gerster-wechselt-zur-FDP\/!5651696\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.Z.:<\/strong> So sehr ihn Schr&ouml;der auch als seinen besten Mann bezeichnete, so war er doch weit mehr Schr&ouml;ders teuerster Mann &ndash; als &bdquo;Gerne Gro&szlig;&ldquo; (<a href=\"https:\/\/www.stern.de\/politik\/deutschland\/florian-gerster-der-gernegross-3518282.html\">mehr scheinen als sein<\/a>).<\/em><\/p>\n<p><em>Man kann nicht gerade sagen, <a href=\"http:\/\/deutscher-rentenschutzbund-ev.de\/15891\/\">dass er wegen seiner Hartz-IV-Taten gemocht wurde<\/a>.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Dem Beispiel k&ouml;nnte auch Herr Sarrazin folgen &ndash; und zumindest aus der SPD austreten &hellip;<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Desinformation der ARD-Tagesschau zur Arbeit des UN-Sicherheitsrates<\/strong><br>\nIn eine Verlautbarung &uuml;ber die Vereinbarung einer neuerlichen Waffenruhe in der syrischen Provinz Idlib packte das gr&ouml;&szlig;te deutsche Nachrichtenformat mal wieder reichlich Narrative hinein, die geeignet sind, mit Dreck auf die syrische und russische Regierung zu werfen. Dabei kam zwangsl&auml;ufig ein Berg an Verdrehungen, Auslassungen und L&uuml;gen heraus. Gehen wir doch dieses Paradebeispiel einer lupenreinen Propaganda mal Satz f&uuml;r Satz durch.<br>\nDer untersuchte Tagesschau-Bericht beginnt mit der &Uuml;berschrift &ldquo;Waffenruhe in Idlib tritt in Kraft&rdquo; (1), und dabei h&auml;tte es der Sender auch belassen sollen, weil diese Information nicht durch Meinungsmache eingef&auml;rbt ist &ndash; immerhin im Titel, was schon als Fortschritt betrachtet werden kann. Das &auml;ndert sich aber umgehend. So lesen wir im fett gedruckten Einf&uuml;hrungstext (alle folgenden Hervorhebungen durch Autor):<br>\n&ldquo;In der syrischen Provinz Idlib ist nach Kreml-Angaben eine von Russland und der T&uuml;rkei ausgehandelte Waffenruhe in Kraft getreten. Derweil droht der UN-Hilfe f&uuml;r die Opfer des B&uuml;rgerkriegs wegen eines politischen Patts das Aus.&rdquo; (1i)<br>\nDie Geschichte aus dem M&auml;rchenland beginnt im zweiten Satz. Dass der UN-Hilfe das Aus droht, mag richtig sein. Aber das nur deshalb weil m&auml;chtige Interessenvertreter in der UNO selbst das so m&ouml;chten! Geschickt wird in der Meldung die passive Form gew&auml;hlt, welche darauf verzichtet, aufzuf&uuml;hren, WER es ist, der mit dem Aus droht. V&ouml;llig unabh&auml;ngig von den im Folgenden noch zu besprechenden Resolutionsentw&uuml;rfen, samt den dazu gef&auml;llten Abstimmungen, ist es der UNO immer und jederzeit m&ouml;glich, Hilfe f&uuml;r Syrien bereitzustellen und auch in das Land zu bringen.<br>\nWie verlogen das st&auml;ndige Tr&auml;nen wegdr&uuml;cken, bez&uuml;glich der Opfer in Syrien ist, wurde hier wiederholt thematisiert. Angesichts der brutalen Wirtschaftssanktionen und des noch immer fortgef&uuml;hrten verdeckten Krieges gegen das Land, ist es ein schwer zu ertragender Zynismus, wenn die ARD-Tagesschau die Empathie ihrer Zuschauer und Leser immer wieder auf die Opfer lenkt und dabei das M&auml;rchen vom b&ouml;sen Diktator pflegt. Pr&auml;ziser: Die ARD-Tagesschau ist aufgrund ihrer Berichterstattung eindeutig auf der Seite der T&auml;ter zu suchen. Daher eben ist das Zynismus, was ihre Redaktion in Hinblick auf Syrien vom Stapel l&auml;sst.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/peds-ansichten.de\/2020\/01\/ard-tagesschau-un-sicherheitsrat-syrien-krieg\/\">Peds Ansichten<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers M.W.:<\/strong> Sehr gute und fundierte Analyse, teilweise etwas viel Sarkasmus und Ironie, ich denke, das liegt an der Ohnmacht und der entsprechenden Wut, wenn man Tag f&uuml;r Tag mit der Dreistigkeit der &ldquo;&ouml;ffentlich rechtlichen &rdquo; Sender konfrontiert wird, deren Treiben durchschaut aber wenig dagegen tuen kann.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-57608","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/57608","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=57608"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/57608\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":57611,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/57608\/revisions\/57611"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=57608"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=57608"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=57608"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}