{"id":57638,"date":"2020-01-14T08:27:26","date_gmt":"2020-01-14T07:27:26","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57638"},"modified":"2020-01-14T08:27:26","modified_gmt":"2020-01-14T07:27:26","slug":"hinweise-des-tages-3528","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57638","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57638#h01\">BlackRock und Co.<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57638#h02\">Iran<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57638#h03\">Julian Assanges Hinrichtung auf Raten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57638#h04\">Bund erwirtschaftet Milliarden&uuml;berschuss<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57638#h05\">Das M&auml;rchen von Greta und seine Grenzen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57638#h06\">Kreuzfahrtboom: das Gesch&auml;ft mit Leserreisen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57638#h07\">Arbeitspl&auml;tze oder Klima?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57638#h08\">Norddeutschland wird H<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57638#h09\">Die D&uuml;rre, die nicht enden mag<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57638#h10\">Porsche soll fr&uuml;heren Betriebsratsvorsitzenden weiter bezahlen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57638#h11\">Korruption und Wohnungsbau<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57638#h12\">Mordfall L&uuml;bcke &ndash; Verbindungen zu Terrorgruppe NSU weiten sich aus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57638#h13\">Labour&rsquo;s heartlands may be gone for ever<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57638#h14\">Wir k&ouml;nnen uns auf unser Erl&ouml;schen einstellen &ndash; oder gegensteuern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57638#h15\">Schlechte Perspektiven: Brennpunktschulen in Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57638#h16\">Sch&auml;uble zur Anonymit&auml;t im Netz: Klarnamenpflicht hilft nicht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57638#h17\">Buchempfehlung: Die &Uuml;bernahme<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57638#h18\">Das Letzte: Schr&ouml;ders &bdquo;f&ouml;rdern und fordern&ldquo; muss wieder gelten<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>BlackRock und Co.<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Finanzweltmacht USA<\/strong><br>\n22.10.2021. M&uuml;nchen (Reuters) &ndash; In einer eigens einberufenen Pressekonferenz erkl&auml;rte der Vorstandsvorsitzende der Siemens AG Joe Kaeser heute seinen R&uuml;cktritt. Dieser Schritt war von den Finanzm&auml;rkten erwartet worden, nachdem eine Gruppe internationaler Investoren unter F&uuml;hrung des Gro&szlig;aktion&auml;rs BlackRock vergangene Woche eine au&szlig;erordentliche Hauptversammlung einberufen hat. Diese Gruppe repr&auml;sentiert 55 Prozent der Stimmrechte der Siemens AG. Hintergrund der Initiative ist das fortlaufende Engagement der Kraftwerkssparte des Siemens-Konzerns auf dem russischen Markt. Siemens verstie&szlig;e damit gegen die neuen Sanktionen, die US-Pr&auml;sident Biden im September erlassen hat und die erstmals nicht nur Unternehmen, sondern auch deren Anteilseignern emp&#64257;ndliche Ma&szlig;nahmen androhen.<br>\nDeutschland habe sich zwar gegen die US-Sanktionen ausgesprochen, sei aber gegen die Entscheidung der Anteilseigner machtlos, so ein Sprecher des Wirtschaftsministeriums. Beobachter gehen davon aus, dass der Aufsichtsrat in Absprache mit den Investoren um BlackRock schon bald einen Nachfolger f&uuml;r Kaeser vorstellen wird, der sich hinter die US-Sanktionen stellt. Die USBeh&ouml;rden stellten gestern einen internationalen Haftbefehl gegen Joe Kaeser aus. Dies ist bereits der zweite &uuml;berraschende Wechsel an der F&uuml;hrungsspitze eines Dax-Konzerns in diesem Jahr. Erst im Juli sprach die Hauptversammlung der Deutschen Telekom AG Vorstandschef H&ouml;ttges das Misstrauen aus, nachdem das US-Finanzministerium s&auml;mtliche Verm&ouml;genswerte der Telekom-Tochter T-Mobile US eingefroren hatte. Die Telekom hatte die US-Sanktionen gegen China verletzt, indem sie bis vor kurzem Produkte der chinesischen Unternehmen Huawei und Xiaomi auf dem deutschen Markt vertrieb.<br>\nIst diese ausgedachte Meldung aus nicht allzu ferner Zukunft unrealistisch? Keinesfalls. Am 31. Juli 2019 hat der Au&szlig;enausschuss des US-Senats einen Gesetzesentwurf mit dem Titel &raquo;Protecting Europe&rsquo;s Energy Security Act of 2019&laquo; mit einer Mehrheit von 20:2 Stimmen angenommen (1) . Der Entwurf des US-Senators Ted Cruz sieht vor, Unternehmen und Einzelpersonen, die sich am Bau der Ostseepipeline Nord Stream 2 beteiligen, auf die Sanktionsliste der USA zu setzen.  [&hellip;]<br>\nDie Beispiele zeigen sowohl das Ausma&szlig; als auch die stetige Ausweitung der verwendeten Sanktionierungsinstrumente, die vor allem Banken und Unternehmen aus Europa treffen, obgleich sie nicht gegen europ&auml;ische, sondern gegen US-amerikanisches Recht versto&szlig;en haben sollen. V&ouml;lkerrechtlich ist die Ausweitung eigener Sanktionen auf Drittstaaten und Unternehmen aus Drittstaaten &uuml;brigens ganz klar untersagt. Diese Sanktionspraxis bedeutet nichts anderes als eine &raquo;Lex Americana&laquo;, ein Anspruch des US-Pr&auml;sidenten, Gesetze und Verordnungen zu erlassen, an die sich die gesamte Welt zu halten hat.<br>\nDie USA mischen sich unter Gewaltandrohung (Wirtschaftssanktionen sind ein Akt der Gewalt) in die Politik von Drittl&auml;ndern ein, die mit den politischen Problemen zwischen den USA und Iran gar nichts zu tun haben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/kenfm.de\/standpunkte-%e2%80%a2-finanzweltmacht-usa-podcast\/?fbclid=IwAR3QMBjBvGX8pGmGEPdpPAww0KIjlQGzjTWWA-UsRgWxRL2dutHEE056LSg\">Jens Berger auf KenFM<\/a>\n<p><em>Dieser Text ist ein Auszug aus dem im Westend Verlag erschienen Buch von Jens Berger &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.westendverlag.de\/buch\/wer-schuetzt-die-welt-vor-den-finanzkonzernen\/\">Wer sch&uuml;tzt die Welt vor den Finanzkonzernen<\/a>&ldquo;.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Die heimliche Macht: Wie Blackrock und Vanguard die Wirtschaft beherrschen<\/strong><br>\nEs gibt nur wenige wichtige Firmen, an denen die weltweit gr&ouml;&szlig;ten Verm&ouml;gensverwalter nicht beteiligt sind. Das ist hochproblematisch, findet Autor Jens Berger.D<br>\narum geht es: Im Fokus des Buchs &bdquo;Wer sch&uuml;tzt die Welt vor den Finanzkonzernen&ldquo; stehen die drei gr&ouml;&szlig;ten Kapitalanlagegesellschaften Blackrock, Vanguard und State Street. Allein Blackrock, ein Konzern mit weltweit nur knapp 15.000 Mitarbeitern, aber fast sieben Billionen Dollar Kapital unter Verwaltung, ist bei jedem zweiten deutschen Dax-Konzern der gr&ouml;&szlig;te Anteilseigner sowie auch gr&ouml;&szlig;ter Aktion&auml;r bei Apple, Exxon Mobil, Microsoft, General Electric, Royal Dutch Shell und Nestl&eacute;.<br>\nLaut Jens Berger, dem Autor des Buchs, gibt es weltweit nur wenige gro&szlig;e Aktiengesellschaften, an denen Blackrock nicht ma&szlig;geblich beteiligt ist. Gemeinsam mit seinen beiden gro&szlig;en Konkurrenten Vanguard und State Street kann Blackrock entscheidenden Einfluss auf die F&uuml;hrung und Gesch&auml;ftspolitik fast aller gro&szlig;en Kapitalgesellschaften aus&uuml;ben. Das kann zu erheblichen Beschr&auml;nkungen des Wettbewerbs zulasten der Konsumenten und der &uuml;brigen Unternehmen f&uuml;hren.<br>\nBerger macht das am Vergleich mit einer Fu&szlig;ballliga deutlich, in der die meisten teilnehmenden Mannschaften den gleichen dominierenden Anteilseigner haben. Kaum jemand w&uuml;rde dann noch an fairen Wettkampf auf dem Platz glauben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.handelsblatt.com\/arts_und_style\/literatur\/buchtipp-die-heimliche-macht-wie-blackrock-und-vanguard-die-wirtschaft-beherrschen\/25401684.html?ticket=ST-1895181-jVb3wOAiZ2CgBfqWU7Jf-ap1\">Norbert H&auml;ring im Handelsblatt<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Iran<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Nach dem Flugzeugabschuss in Teheran braucht es Deeskalation &ndash; auch zwischen dem Westen und Russland <\/strong><br>\nDer versehentliche Abschuss des ukrainischen Passierflugzeugs &uuml;ber Teheran eignet sich nicht zur geopolitischen Instrumentalisierung. Er zeigt vielmehr exemplarisch, welche Katastrophen zu Spannungszeiten unter extremem Zeitdruck immer wahrscheinlicher werden.<br>\nNun also doch. Die iranische Regierung hat am Samstagmorgen einger&auml;umt, die Boeing 737 der Ukraine International Airlines in der Nacht zum letzten Mittwoch abgeschossen zu haben. 176 Menschen mussten sterben, weil in einer h&ouml;chst angespannten kriegerischen Konfliktsituation sich die Dinge sehr wahrscheinlich verselbstst&auml;ndigten.<br>\nDie Erkl&auml;rung des Iran, es habe sich hier um ein Versehen gehandelt, klingt glaubw&uuml;rdig. Auch wenn man sich gew&uuml;nscht h&auml;tte, dieses Eingest&auml;ndnis w&auml;re fr&uuml;hzeitig erfolgt und nicht erst zu einem Zeitpunkt, in dem die Fakten offensichtlich nicht mehr zu leugnen waren. Keine Frage: Dies war, vorsichtig gesprochen, keine informationspolitische Meisterleistung des Teheraner Regimes! Allerdings steht der Iran mit diesem Verhalten &ndash; leider! &ndash; nicht allein da.<br>\nJetzt ist nicht die Zeit f&uuml;r wechselseitige Schuldzuweisungen, jetzt w&auml;re die Zeit f&uuml;r alle direkt und mittelbar involvierten Akteure, zehn Schritte zur&uuml;ckzutreten, mit k&uuml;hlem Kopf die gesamte Dynamik, die zu dieser Katastrophe f&uuml;hrte, zu analysieren und Konsequenzen zu implementieren, die ein solches Ereignis f&uuml;r die Zukunft nach menschlichem Ermessen unm&ouml;glich machen. &ndash; Im gegenw&auml;rtigen Konflikt zwischen den USA und dem Iran und auch anderswo!<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/meinung\/96744-nach-flugzeugabschuss-in-teheran-braucht-es-deeskalation-auch-zwischen-westen-und-russland\/\">RT Deutsch<\/a><\/li>\n<li><strong>The Donald&rsquo;s Assassination of General Soleimani&mdash;As Stupid As It Gets<\/strong><br>\nDuring more than a half-century of Washington watching we have seen stupidity rise from one height to yet another. But nothing&mdash;just plain nothing&mdash;compares to the the blithering stupidity of the Donald&rsquo;s Iran &ldquo;policy&rdquo;, culminating in the mindless assassination of its top military leader and hero of the so-called Islamic Revolution, Major General Qassem Soleimani.<br>\nTo be sure, we don&rsquo;t give a flying f*ck about the dead man himself. Like most generals of whatever army (including the US army), he was a cold-blooded, professional killer.<br>\nAnd in this day and age of urban and irregular warfare and drone-based annihilation delivered by remote joy-stick, generals tend to kill more civilians than combatants. The dead civilian victims in their millions of U.S. generals reaching back to the 1960s surely attest to that.<br>\nThen again, even the outright belligerents Soleimani did battle with over the decades were not exactly alms-bearing devotees of Mother Theresa, either. In sequential order, they were the lethally armed combatants mustered by Saddam Hussein, George W. Bush, the Sunni jihadists of ISIS and the Israeli and Saudi air forces, which at this very moment are raining high tech bombs and missiles on Iranian allies and proxies in Syria, Lebanon and Yemen.<br>\nThe only reason these years of combat are described in the mainstream media as evidence of Iranian terrorism propagated by its Quds forces is that the neocons have declared it so. That is, by Washington&rsquo;s lights Iran is not allowed to have a foreign policy and its alliances with mainly Shiite co-religionists in Iraq, Syria, Lebanon and Yemen are alleged per se to be schemes of aggression and terror, warranting any and all retaliations including assassination of its highest officials.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/original.antiwar.com\/david_stockman\/2020\/01\/08\/the-donalds-assassination-of-general-soleimani-as-stupid-as-it-gets\/\">Antiwar<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.G.:<\/strong> Hier ist ein guter essay von David Stockman &ndash; wohlgemerkt ein Reagan Mann &ndash; der sowohl kritisch mit dem Mord an Soleimani abrechnet als auch mit der US-Politik im Mittleren Osten der letzten Jahrzehnte.<\/em><\/p>\n<p><em>Schon verr&uuml;ckt wenn jemand, der politisch eigentlich rechts stand bzw. steht, heutzutage die Stimme der Vernunft ist.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>&bdquo;Tagesschau&ldquo; zeigt aus Versehen manipuliertes Abschussvideo aus dem Iran<\/strong><br>\nYoutube-Nutzer wunderten sich: Warum l&auml;dt die ARD die Tagesschau vom 10. Januar am 13. Januar erneut hoch? Der Grund: ein schwerer Fehler des Senders. Millionen Fernsehzuschauer hatten am Freitagabend ein manipuliertes Video vom Abschuss der ukrainischen Passagiermaschine durch die iranischen Revolutionsgarden gesehen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.focus.de\/kultur\/kino_tv\/ard-raeumt-fehler-ein-tagesschau-zeigt-aus-versehen-manipuliertes-abschussvideo-aus-dem-iran_id_11547933.html\">Focus.de<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Julian Assanges Hinrichtung auf Raten<\/strong><br>\nDer Fall Assange wird immer mehr zu einer grotesken Mischung aus Justiz- und Medienversagen. Sagen wir es, wie es ist: W&auml;re Julian Assange in einem Keller &uuml;ber Monate eingesperrter, gequ&auml;lter Hund &ndash; wir h&auml;tten vermutlich l&auml;ngst einen Prozess gegen die Tierqu&auml;ler, eine Versch&auml;rfung des Tierschutzgesetzes und &bdquo;Donnerstage f&uuml;r Doggen&ldquo;-Demos gesehen. Doch Assange ist &ndash; zu seinem Pech &ndash; leider ein Mensch. Und zwar einer, der sich bei M&auml;chtigen nicht beliebt gemacht hat.<br>\nDer Gr&uuml;nder der Enth&uuml;llungsplattform Wikileaks wird gerade vor den Augen der Welt&ouml;ffentlichkeit in einem britischen Hochsicherheitsgef&auml;ngnis psychologisch gefoltert &ndash; wie der UN-Folterbeauftragte Nils Melzer immer wieder betont hat.<br>\n&bdquo;Psychologische&ldquo; beziehungsweise &bdquo;wei&szlig;e Folter&ldquo; ist die Bezeichnung f&uuml;r Verletzungen, die man nicht sehen soll, die aber h&ouml;chst real und auch gef&auml;hrlich sind. Assange schwebt in Lebensgefahr, ihm drohen durch die Isolationshaft irreparable k&ouml;rperliche und seelische Sch&auml;den.<br>\nDer Fall Assange ist ein Offenbarungseid des Rechtsstaats und der Medien&ouml;ffentlichkeit. Auch in Gro&szlig;britannien &ndash; immerhin das Mutterland der Menschenrechte &ndash; gilt die Europ&auml;ische Menschenrechtskonvention, welche jede Form von Folter und erniedrigender, herabsetzender Behandlung verbietet. Die Menschenw&uuml;rde ist nun wieder antastbar.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/inhaftierter-wikileaks-gruender-julian-assanges-hinrichtung.1005.de.html?dram:article_id=467578\">Deutschlandfunk Kultur<\/a>\n<p><strong>dazu: <a href=\"https:\/\/www.change.org\/p\/verhindert-die-auslieferung-von-julian-assange-an-die-usa\">Verhindert die Auslieferung von Julian Assange an die USA!<\/a><\/strong>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Bund erwirtschaftet Milliarden&uuml;berschuss<\/strong><br>\nTrotz der schwachen Konjunktur im vergangenen Jahr hat der Bund erneut einen Milliarden&uuml;berschuss erwirtschaftet. Nach vorl&auml;ufigen Berechnungen belaufe sich das Plus auf 13,5 Milliarden Euro, teilte das Bundesfinanzministerium mit. &ldquo;Wir hatten ein bisschen Gl&uuml;ck, und nat&uuml;rlich haben wir auch gut gewirtschaftet&rdquo;, kommentierte Finanzminister Olaf Scholz (SPD) das Jahresergebnis. Er will nun mehr investieren &ndash; Union und FDP rufen derweil nach Steuersenkungen. Am Morgen hatte bereits die S&uuml;ddeutsche Zeitung berichtet.<br>\nEin wichtiger Grund f&uuml;r den Milliarden&uuml;berschuss war laut Finanzministerium, dass der Bund weniger als erwartet an Zinsen zahlen musste. Au&szlig;erdem fielen die Steuereinnahmen um 3,5 Milliarden Euro h&ouml;her aus als geplant. Scholz sprach von einem &Uuml;berschuss von 19 Milliarden Euro. Diese Zahl ergibt sich aus den 13,5 Milliarden sowie weiteren 5,5 Milliarden, die entgegen der urspr&uuml;nglichen Planung nicht aus der Asylr&uuml;cklage entnommen wurden. Nach Angaben aus dem Bundesfinanzministerium ist allerdings ein Teil der Gesamtsumme bereits wieder verplant worden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2020-01\/bundeshaushalt-bundesregierung-ueberschuss-geldpolitik\">ZEIT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Wahrscheinlich sind der Bundesfinanzminister und die anderen Regierungsmitglieder ganz stolz auf die vielen &ldquo;erwirtschafteten&rdquo; Milliarden &ndash; und damit stolz auf &uuml;berf&uuml;llte Klassenzimmer und fehlende Lehrer, kaputtgesparte Krankenh&auml;user und eine miserabel funktionierende Bahn, von chronisch unterfinanzierten Beh&ouml;rden und kaputten Landstra&szlig;en ganz zu schweigen. Die Behauptung, es g&auml;be &ldquo;Probleme, das zur Verf&uuml;gung stehende Geld tats&auml;chlich auszugeben&rdquo;, ist l&auml;cherlich: dann muss man eben die Beh&ouml;rden wieder aufr&uuml;sten und Baufirmen, Lehreraspiranten und Lokf&uuml;hrern signalisieren, dass man sie in den n&auml;chsten 20 Jahren braucht. Noch peinlicher als der Finanzminister sind nur die Reichenfreunde von Union und FDP, die in jedes Mikrofon die &uuml;blichen Forderungen nach Steuersenkungen (f&uuml;r Reiche) bl&ouml;ken. Warum solche Staats- und Gesellschaftsfeinde von normalen Arbeitnehmern gew&auml;hlt werden, wird mir immer schleierhaft bleiben.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Das M&auml;rchen von Greta und seine Grenzen<\/strong><br>\nDie wahren Umweltsch&uuml;tzer dieser Welt sind die V&ouml;lker, die gegen die Pl&uuml;nderung durch die multinationalen Konzerne k&auml;mpfen: Diejenigen, die ihre Leben f&uuml;r ihre Gemeinschaften einsetzen, f&uuml;r die Berge und die Fl&uuml;sse. Jeden Monat werden Dutzende dieser wahren Umweltsch&uuml;tzer in ihren L&auml;ndern ermordet: Die Kugeln der Auftragsm&ouml;rder des transnationalen Kapitalismus zerfetzen ihre w&uuml;rdigen und aufrichtigen K&ouml;pfe. Und sie sterben mit sauberen H&auml;nden, die niemals die niedertr&auml;chtigen H&auml;nde des IWF gesch&uuml;ttelt haben oder die der &uuml;brigen Vampire des Planeten. Die ausbeutende Klasse und ihr kapitalistisches System k&ouml;nnen sich auf der Basis von Vernichtung und Entfremdung aufrechterhalten: Auf Grundlage von Gewalt und auch der L&uuml;ge, die sie mittels ihrer Massenmedien verbreiten.<br>\nGreta Thunberg, die durch den Kulturapparat des Kapitalismus hypermedialisierte neue Kultfigur, und die damalige Direktorin des IWF (jener IWF, jene Institution des transnationalen Kapitalismus, der die Natur pl&uuml;ndert und ganze V&ouml;lker aushungert), Christine Lagarde, sind gemeinsam auf Fotos zu sehen1 &#8210; bei einem H&auml;ndedruck, der sehr gut veranschaulicht, welche Freude es den Besitzern der Welt bereitet, jene zu gr&uuml;&szlig;en, die ihnen f&uuml;r die wichtige Aufgabe von Nutzen sind, alle K&auml;mpfe mithilfe von trojanischen Pferden zu unterwandern. Sie lenken die Kr&auml;fte in Sackgassen, sie manipulieren die Mehrheiten in Scheink&auml;mpfen, die niemals die Wurzel der Probleme ber&uuml;hren und sie daher auch nicht l&ouml;sen. Der Kapitalismus, der die Umwelt zugrunde richtet, wird durch das M&auml;rchen von Greta nicht infrage gestellt. Das Fernsehen, die Presse und die Kulturindustrie sind im Kapitalismus in den H&auml;nden der Privatmonopole, die &uuml;blicherweise ebenfalls Kapital im milit&auml;risch-industriellen Komplex, in der Agrarindustrie, in der Chemie- und Pharmaindustrie etc. besitzen. Das erkl&auml;rt, warum die Massenmedien niemanden ins Fernsehen bringen, der ihre Interessen wirklich hinterfragt: Niemand, der die Aufrechterhaltung dieses Systems und den Kapitalismus infrage stellt, wird eine derartige Hypermedialisierung erhalten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/amerika21.de\/analyse\/236227\/das-maerchen-von-greta-und-seine-grenzen\">amerika21<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Die Kritik an der Klimadebatte im &bdquo;Westen&ldquo; ist berechtigt. Klimawandel und soziale Frage k&ouml;nnen nur zusammen diskutiert werden im globalen wie im nationalen Kontext.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Kreuzfahrtboom: das Gesch&auml;ft mit Leserreisen<\/strong><br>\nDie Verlage fast aller deutschen Zeitschriften und Zeitungen verdienen mit Reisen f&uuml;r Leser sehr gutes Geld. Leserreisen sind angesichts r&uuml;ckl&auml;ufiger Auflagen und Anzeigenverk&auml;ufe zu einem wichtigen Zusatzgesch&auml;ft geworden. Das gilt f&uuml;r die S&uuml;ddeutsche Zeitung wie f&uuml;r die N&uuml;rnberger Nachrichten, f&uuml;r den Stern wie f&uuml;r den Weser Kurier. Und was im &ldquo;normalen&rdquo; Reisegesch&auml;ft boomt, ist auch bei den Leserreisen ein Kassenschlager: Kreuzfahrten.<br>\nDamit verdienen die Verlage an dem, was die Redaktionen regelm&auml;&szlig;ig anprangern: Kreuzfahrten sind bis auf ganz wenige Ausnahmen eine &uuml;ble Umweltsauerei. Viele Reedereien vermeiden durch das Ausflaggen ihrer Schiffe in nennenswerter H&ouml;he Steuern zu zahlen, und sie beuten das in aller Regel aus armen L&auml;ndern stammende einfache Personal an Bord oftmals aus. &hellip;<br>\nDas Gesch&auml;ft mit Kreuzfahrt-Leserreisen hat die Hamburger Wochenzeitung &ldquo;Die Zeit&rdquo; perfektioniert: Seit einigen Jahren bietet der Verlag Leser-Kreuzfahrten an, die von Redakteuren der &ldquo;Zeit&rdquo; begleitet werden. Und das sind durchweg Redakteure mit besonderer Verantwortung: Ressortleiter, Korrespondenten oder Stellvertreter des Chefredakteurs. Mit &ldquo;Journalismus live&rdquo; wirbt der Zeit-Verlag daf&uuml;r in seinem Reisekatalog. Was immer das genau hei&szlig;en soll. Die &ldquo;Zeit&rdquo;-Journalisten jedenfalls unterhalten die zahlungskr&auml;ftigen Leserinnen und Leser an Bord mit Vortr&auml;gen. Die Premium-Reise dieser Art, die von vier leitenden Redakteuren im Wechsel begleitet wird, kostet in der gehobenen Kabine dann auch ab 29.000 Euro pro Person.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.ndr.de\/fernsehen\/sendungen\/zapp\/Kreuzfahrtboom-Geschaeft-mit-Leserreisen,kreuzfahrt788.html?fbclid=IwAR2raGuEz1u2t81MTJ1q_P6y3aV1P9-Tzjilmqgw9_Ulc4-m--B9deMjVOc\">NDR Zapp<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Wieder einmal sch&ouml;n wie gerade die linksliberalen Pharis&auml;er der Zeit entlarvt werden.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Arbeitspl&auml;tze oder Klima?<\/strong><br>\nDie Bergbauindustrie bildet einen zentralen Pfeiler der australischen Volkswirtschaft &ndash; &auml;hnlich der deutschen Autoindustrie -, der massive Exporteinnahmen generiert und an dem Hunderttausende von Arbeitspl&auml;tzen h&auml;ngen. Es ist nicht blo&szlig; eine &ldquo;kleine Gruppe in den F&uuml;hrungsetagen&rdquo;, die ein &ouml;konomisches Interesse an der Beibehaltung der &ldquo;fossilen Industrie&rdquo; hat, es sind hunderttausende W&auml;hler, die dieser verh&auml;ngnisvollen fossilen Logik der Leugnung des Klimawandels folgen k&ouml;nnen &ndash; wobei dieses reaktion&auml;re Narrativ auch auf andere Wirtschaftssektoren wie Dienstleistungen oder die Bauwirtschaft, die von einem Verschwinden des Bergbaus betroffen w&auml;ren, ausstrahlen kann.<br>\nWieso konnte sich der Klimaleugner und Kohle-Mann Morrison bei den letzten Wahlen durchsetzen? Laut j&uuml;ngsten Sch&auml;tzungen der australischen Regierung besch&auml;ftigt der Bergbau rund 250.000 Lohnabh&auml;ngige, bei einer j&auml;hrlichen Wachstumsrate der Besch&auml;ftigung von mehr als zehn Prozent. Nach dem &ouml;ffentlichen Dienst ist der Bergbau die gr&ouml;&szlig;te &ldquo;Jobmaschine&rdquo; des Landes, die dem Rohstoffexporteur einen Gro&szlig;teil seiner Exporteinnahmen beschert. &hellip;<br>\nDie Absurdit&auml;t der Lage tritt offen zutage: stabiles Klima oder Arbeitspl&auml;tze? Sie haben die Wahl! Das ist auch keine australische Besonderheit. &Auml;hnlich argumentiert man beispielsweise auch in Sachsen-Anhalt, wo man Angst hat vor Arbeitsplatzverlust in der Braunkohleindustrie. Ein &ldquo;Gr&uuml;ner&rdquo; Ministerpr&auml;sident kann dann sehr schnell zum Automann werden, wenn es um Arbeitspl&auml;tze geht. &hellip;<br>\nUm es mal konkret zu machen: K&ouml;nnte Australien tats&auml;chlich so viele Solarpanels, Windkraftr&auml;der oder Batterien exportieren, um den Arbeitsplatzverlust und vor allem den Einnahmeverlust aus dem Bergbausektor zu kompensieren &ndash; angesichts der gro&szlig;en Konkurrenz etwa chinesischer Solar- und deutscher Windkrafthersteller? Die Einnahmen aus dem Rohstoffexport dienen ja auch dazu, das Wachstum der Besch&auml;ftigung im &ouml;ffentlichen Sektor Australiens zu finanzieren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Arbeitsplaetze-oder-Klima-4633699.html\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Das ist das Dilemma in dem alle Industrienationen stecken und leider scheint niemand aktuell eine Antwort darauf zu haben wie der notwendige radikale Strukturwandel sich ohne massive soziale Verwerfungen gestalten l&auml;sst. <\/em><\/p>\n<p><em>Am Vorschlag des Autors durch ein bedingungsloses Grundeinkommen die von ihm kritisierte kapitalistische Verwertungslogik zu durchbrechen d&uuml;rfen aber berechtigte Zweifel angemeldet werden. Denn dieses m&uuml;sste ja eben erst einmal auch aus den Profiten der klimazerst&ouml;renden Industrien finanzierten werden.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Norddeutschland wird H<\/strong><br>\nJapan macht es vor, die norddeutschen Bundesl&auml;nder ziehen nach: Im November haben sie den Aufbau auf einer Wasserstoffwirtschaft beschlossen. Die Voraussetzungen daf&uuml;r sind gegeben. Aber das Ende der F&ouml;rderung von Windkraft kann das Projekt gef&auml;hrden.<br>\nH&auml;tten die Windr&auml;der 2017 nicht stillgestanden, sondern mit ihrem Strom Elektrolyseure betrieben, h&auml;tte nach Expertensch&auml;tzungen genug Wasserstoff erzeugt werden k&ouml;nnen, um 16.000 Wasserstoffbusse ein Jahr lang zu betreiben.<br>\nMichael Westhagemann, der ehemalige Siemens-Manager und seit gut einem Jahr Hamburgs parteiloser Wirtschaftssenator, will das &auml;ndern: Wenn kein Strom ins Netz gespeist werden kann, sollen die R&auml;der dennoch nicht stillstehen. Mit dem Strom sollen Elektrolyseure betrieben werden, die Wasser in seine Bestandteile spalten. Der so erzeugte Wasserstoff dient dann als Energiespeicher f&uuml;r viele Zwecke.<br>\nDie japanische Regierung betreibt seit einiger Zeit den Umbau der Wirtschaft auf den Energietr&auml;ger Wasserstoff. Norddeutschland zieht nach: Anfang November haben Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein beschlossen, gemeinsam eine Wasserstoffwirtschaft aufzubauen. Bis 2030 soll hier eine Elektrolyse-Leistung von mindestens 500 Megawatt zur Verf&uuml;gung stehen, bis 2035 sogar 5 Gigawatt. Ein Netz aus rund 250 Wasserstofftankstellen soll entstehen, um den gr&uuml;nen Wasserstoff ins Auto zu bekommen.<br>\nDer Haken: Es fehlt noch an den n&ouml;tigen Elektrolyse-Kapazit&auml;ten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.golem.de\/news\/energiewende-norddeutschland-wird-h-2001-145985.html\">Golem<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Aus technischer Perspektive ist Wasserstoff die Basis einer nachhaltigen Energieversorgung. Aber gerade die deutsche Automobilindustrie setzt mit dem batterielektrischen Antrieb genau auf das falsche Pferd und die Politik unterst&uuml;tzt dies wieder einmal mit unsinnigen Pr&auml;mien f&uuml;r Elektrofahrzeuge als Spielzeuge f&uuml;r die obere Mittelschicht.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50701\">Lassen Sie uns doch mal &uuml;ber Verkehr reden &ndash; Teil 3: Sackgasse Elektromobilit&auml;t<\/a><\/strong><\/p>\n<p><strong>siehe dazu aber auch: 36C3 &ndash; Energiespeicher von heute f&uuml;r die Energie von morgen<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=2K_d2AY7W2Y\">CCC via YouTube<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Unstrittig ist, dass Wasserstoff f&uuml;r Busse, LKWs, Schiffe oder auch Z&uuml;ge ein geeigneter &bdquo;gr&uuml;ner&ldquo; Kraftstoff sein k&ouml;nnte. Ob das auf den Individualverkehr &uuml;bertragbar ist, ist jedoch fraglich, wie Sebastian Pischel in seinem Vortrag auf der 36C3 erkl&auml;rt.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Die D&uuml;rre, die nicht enden mag<\/strong><br>\nViel Regen hat das neue Jahr noch nicht gebracht, und Schneeflocken sind vom Bodensee bis nach R&uuml;gen bislang keine gesichtet worden. Glaubt man den Wettermodellen, wird sich daran in absehbarer Zeit nur wenig &auml;ndern: Ein kr&auml;ftiges Hoch hat sich &uuml;ber Mitteleuropa gelegt; es versorgt den Kontinent mit subtropischer Luft, sogar von Westrussland bis nach Sibirien ist es au&szlig;ergew&ouml;hnlich warm. Atlantiktiefs ziehen &uuml;ber Gro&szlig;britannien und Skandinavien &ndash; nur im Norden und Westen ist es hin und wieder nass. Gro&szlig;e Mengen Regen kommen jedoch nicht vom Himmel.<br>\nEin kalter, feuchter Winter l&auml;sst also auf sich warten. Die Trockenheit, die den B&ouml;den schon 2018 und im Jahr 2019 zusetzte, dauert vielerorts an. Schon jetzt sorgen sich Landwirte um Ernten. Zu f&uuml;rchten ist aber vor allem um die Zukunft der W&auml;lder.<br>\nIn den gro&szlig;en D&uuml;rregebieten der vergangenen beiden Jahre f&auml;llt erneut nur wenig Regen, besonders in Sachsen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Th&uuml;ringen und Bayern fehlt es an N&auml;sse. Dort zeigt die Deutschlandkarte des D&uuml;rremonitors vom Helmholtz-Zentrum f&uuml;r Umweltforschung in Leipzig immer noch tiefrote Fl&auml;chen, es herrscht nach wie vor die h&ouml;chste von f&uuml;nf Trockenstufen, Forscher sprechen von einer au&szlig;ergew&ouml;hnlichen D&uuml;rre. Bis in eine Tiefe von 1,8 Metern ist kaum noch Wasser vorhanden, die B&ouml;den haben sich von der D&uuml;rre nicht erholt. Daran konnte auch der einigerma&szlig;en nasse Herbst nichts &auml;ndern. &hellip;<br>\nWas in Mitteleuropa genau passiert, ist unklar. Voraussichtlich steigt auch hier zu Lande die D&uuml;rregefahr, ist Marx&rsquo; Kollege Michael Peichl vom UFZ &uuml;berzeugt. Das Wetter wird unberechenbarer. In einer 1,5 bis zwei Grad w&auml;rmeren Welt k&ouml;nnten Trockenphasen um ein Drittel h&auml;ufiger werden, bei drei Grad schon um die H&auml;lfte, sagt er. Im S&uuml;dwesten k&ouml;nnte sich die Zeit, in denen D&uuml;rren auftreten, sogar verdoppeln.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spektrum.de\/wissen\/die-duerre-die-nicht-enden-mag\/1697924\">Spektrum<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Porsche soll fr&uuml;heren Betriebsratsvorsitzenden weiter bezahlen<\/strong><br>\nDer ehemalige Arbeiterf&uuml;hrer Uwe H&uuml;ck soll weiter Geld vom Unternehmen erhalten &ndash; und das so lange, bis er in Rente geht. Je nach Unternehmenserfolg k&ouml;nnen das rund 3 Millionen Euro sein.<br>\nPorsches fr&uuml;herer Betriebsratsvorsitzender Uwe H&uuml;ck erh&auml;lt nach einem Medienbericht weiter Geld vom Unternehmen. Das digitale Wirtschaftsmagazin &bdquo;Business Insider&ldquo; meldet, Porsche bezahle den einstigen Arbeitnehmervertreter noch jahrelang. Im Februar vergangenen Jahres hatte H&uuml;ck seinen Abschied aus dem Unternehmen bekanntgegeben und angek&uuml;ndigt, in die Politik zu wechseln.<br>\nLaut dem Magazinbericht schlossen der Vorstand und H&uuml;ck eine Vereinbarung: Sie sah vor, dass der Betriebsratschef im Februar 2019 sein Amt niederlege und noch bis Ende des Jahres sein regul&auml;res Gehalt von rund 400.000 Euro j&auml;hrlich beziehe, anschlie&szlig;end aus dem Unternehmen ausscheide. Aufgrund eines vertraulichen Vertrags erhalte H&uuml;ck nun eine regelm&auml;&szlig;ige Zahlung &ndash; und zwar so lange, bis er in Rente geht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/auto-verkehr\/porsche-soll-frueheren-betriebsratsvorsitzenden-weiter-bezahlen-16577677.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Einen Angestellten, den sein Arbeitgeber zum Multimillion&auml;r gemacht hat und noch im Ruhestand mit mehreren hunderttausend Euro j&auml;hrlich alimentiert, kann man nur ironisch &ldquo;Arbeiterf&uuml;hrer&rdquo; oder &ldquo;Arbeitnehmervertreter&rdquo; nennen &ndash; aber gut. Wir leben ja im Zeitalter des Uneigentlichen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Korruption und Wohnungsbau<\/strong><br>\nBis 1982 war die Neue Heimat der gr&ouml;&szlig;te Baukonzern Europas mit Sitz in Hamburg und Filialen in allen gr&ouml;&szlig;eren St&auml;dten. Der Konzern hat entscheidend dazu beigetragen, das Wohnungselend im Nachkriegsdeutschland zu lindern. Er gab entscheidende Impulse f&uuml;r den St&auml;dtebau der 1960er und 1970er Jahre. Die Neue Vahr in Bremen, Neuperlach in M&uuml;nchen, Kongresszentren in Berlin und Hamburg, das Klinikum in Aachen, die Uni in G&ouml;ttingen. Die Liste der Bauwerke und Trabantenst&auml;dte der Neuen Heimat ist endlos. Oder wie es der Historiker Peter Kramper formuliert: &ldquo;Sie haben in Deutschland alles gebaut, was gro&szlig; und sichtbar ist, um nicht zu sagen: h&auml;sslich.&rdquo; Allein in M&uuml;nchen Neuperlach baute die Neue Heimat auf einen Schlag Wohnungen f&uuml;r 70.000 Menschen &ndash; eine ganze Stadt!<br>\nDie Neue Heimat kassierte viele Millionen Mark Steuergelder von St&auml;dten und Gemeinden, weil der Konzern gemeinn&uuml;tzig war. Am Ende besa&szlig; der Konzern fast 400.000 Wohnungen. Die Neue Heimat machte in den besten Zeiten einen Jahresumsatz von &uuml;ber f&uuml;nf Milliarden Mark. Trotzdem war die Neue Heimat 1982 nahezu pleite, denn die Manager waren nicht nur korrupt, sie hatten sich auch noch gr&uuml;ndlich verspekuliert. Sie hatten &uuml;bersehen, dass der deutsche Wohnungsmarkt ab Mitte der 1970er ges&auml;ttigt war und bauten jahrelang am Bedarf vorbei. Etliche ihrer gigantischen Siedlungsprojekte endeten als vergammelte soziale Brennpunkte, die sp&auml;ter sogar abgerissen wurden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.daserste.de\/programm\/index.html#korruption-und-wohnungsbau-100\">Das Erste<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Die Pleite der Neue Heimat war dann f&uuml;r die neoliberale Kohl-Regierung die willkommene Gelegenheit das Thema Gemeinn&uuml;tzigkeit zu desavouieren, die Privatisierung &ouml;ffentlichen Eigentums zu propagieren und voranzutreiben und letztendlich die Gemeinn&uuml;tzigkeit im Wohnungsbau abzuschaffen. Die Folgen treffen die Menschen aktuell mit voller Wucht. Dennoch treibt der neoliberale Privatisierungswahn in Politikerk&ouml;pfen immer noch sein Unwesen wie an der geplanten Privatisierung der Berliner S-Bahn durch den rot-rot-gr&uuml;nen Senat zu sehen ist.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Mordfall L&uuml;bcke &ndash; Verbindungen zu Terrorgruppe NSU weiten sich aus<\/strong><br>\nDie Verbindungen zwischen der rechtsextremen Terrorgruppe Nationalsozialistischer Untergrund (NSU) und dem Mord am Kasseler Regierungspr&auml;sidenten Walter L&uuml;bcke (CDU) waren offenbar enger als gedacht. Im Mittelpunkt steht der ehemalige Mitarbeiter des hessischen Landesamtes f&uuml;r Verfassungsschutz, Andreas Temme.<br>\nErmittlungsunterlagen des Polizeipr&auml;sidiums Mittelfranken belasten den fr&uuml;heren Verfassungssch&uuml;tzer. In einem Vermerk vom Juni 2006, der dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) vorliegt, gibt der Mitarbeiter einer Kasseler Sicherheitsfirma zehn Wochen nach dem NSU-Mord in Kassel zu Protokoll, Temme seit etwa 1990 zu kennen. Beide h&auml;tten in Rockerkreisen verkehrt mit Beziehungen zu einem Motorradclub namens &bdquo;Wheels of Steel&ldquo;. Beide h&auml;tten gemeinsam an Schie&szlig;&uuml;bungen teilgenommen.<br>\nGeschossen wurde nach Aussage des Zeugen J&uuml;rgen S. in zwei Kasseler Sch&uuml;tzenvereinen, zun&auml;chst in Vellmar, sp&auml;ter in Waldau, jeweils nur wenige Kilometer Luftlinie vom sp&auml;teren NSU-Tatort im Norden Kassels entfernt. Ge&uuml;bt wurde mit der Dienstwaffe des Sicherheitsmannes &ndash; einem Revolver der Marke &bdquo;Rossi&ldquo;, Modell 27, Kaliber 38 Spezial. Mit einer Waffe dieses Typs wurde dreizehn Jahre sp&auml;ter L&uuml;bcke erschossen. Ob auch Temme mit der &bdquo;Rossi&ldquo; &uuml;bte, bleibt in dem Vermerk unklar. &hellip;<br>\nSeit dem Mord an L&uuml;bcke r&uuml;cken die Ermittler alte Vermerke und Spuren von damals in ein neues Licht. Sie halten es f&uuml;r m&ouml;glich, dass der Kasseler Geldtransporter genutzt wurde, um T&auml;ter und Tatwaffen unbemerkt an m&ouml;glichen Polizeikontrollen vorbei zu schleusen. Und sie untersuchen, welche Rolle die Rocker- und Sch&uuml;tzenbekanntschaft zwischen J&uuml;rgen S. und Temme gespielt haben k&ouml;nnte.<br>\nSeit 2007 ist der Landesbeamte Temme nicht mehr f&uuml;r den Verfassungsschutz t&auml;tig. Als Sachbearbeiter wechselte er ins Regierungspr&auml;sidium Kassel, in die Beh&ouml;rde, deren Chef Walter L&uuml;bcke war.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.ksta.de\/politik\/rnd\/mordfall-luebcke-verbindungen-zu-terrorgruppe-nsu-weiten-sich-aus-33725034\">K&ouml;lner Stadt Anzeiger<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Labour&rsquo;s heartlands may be gone for ever<\/strong><br>\nA month after Labour&rsquo;s dizzying defeat, there is unsurprisingly not much agreement, yet, about what the party should do next. But there is one thing on which the leadership candidates, many party activists, and political journalists and commentators of all persuasions seem to agree: Labour needs to reconnect with its heartlands.<br>\nAs a political term, &ldquo;heartlands&rdquo; is vague but potent. Heartlands can be electoral, emotional, historical, geographical, or a combination of all these. Yet in the current conversation about Labour, the word is fast acquiring a particular meaning. That meaning is politically loaded. It could also lead the party up a dead end.<br>\nIn speeches and newspaper articles these days, Labour&rsquo;s heartlands are almost always characterised as &ldquo;traditional&rdquo; or &ldquo;working class&rdquo;, &ldquo;industrial&rdquo; or &ldquo;ex-industrial&rdquo;, &ldquo;northern&rdquo; or &ldquo;in the Midlands&rdquo;. When specific places are cited, they are often former mining villages, or left-behind towns &ndash; places where Labour voters can be quite socially conservative, culturally and racially homogeneous, and suspicious of dramatic shifts in the party&rsquo;s direction. The implication is that these are the voters the party should rebuild itself around.<br>\nMeanwhile, all this talk rarely mentions urban Britain. Even in December&rsquo;s grim election, the party performed well in cities as different from each other &ndash; in their degrees of wealth and poverty, their positions in the country, and their sense of identity &ndash; as Liverpool and London, Birmingham and Newcastle, Leicester and Bristol. In recent decades, these and other English cities have become Labour strongholds &ndash; often more so than the party&rsquo;s &ldquo;traditional&rdquo; heartlands. Yet in the debate about the party&rsquo;s future so far, the cities have barely figured.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.theguardian.com\/commentisfree\/2020\/jan\/11\/labour-heartlands-gone-away-northern-towns\">The Guardian<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Wir k&ouml;nnen uns auf unser Erl&ouml;schen einstellen &ndash; oder gegensteuern<\/strong><br>\nDer demografische Wandel stellt die fr&uuml;h industrialisierten L&auml;nder vor immense Schwierigkeiten. Sich hinter verschlossenen Toren einzuigeln und das eigene Erl&ouml;schen hinzunehmen ist deutlich riskanter, als die Herausforderung der Migration anzunehmen.<br>\nDie Rechnung ist einfach. Wenn, wie in Deutschland, &uuml;ber viele Jahrzehnte hinweg etwa jede f&uuml;nfte Frau &ndash; gewollt oder ungewollt &ndash; kein Kind bekommt, dann bleibt &uuml;ber kurz oder lang ein Drittel der Bev&ouml;lkerung ohne Enkel und die H&auml;lfte ohne Urenkel. Die zwangsl&auml;ufige Folge: Ohne st&auml;ndig wachsende Zuwanderung nimmt die Zahl der Menschen mit immer gr&ouml;&szlig;erer Geschwindigkeit ab, und ihr Altenanteil steigt rapide an. Sie schrumpft und vergreist.<br>\nEine Gesellschaft kann das hinnehmen und sich auf ihr allm&auml;hliches Erl&ouml;schen einstellen. Oder sie kann versuchen, dem gegenzusteuern. Eine M&ouml;glichkeit: wieder mehr eigene Kinder. Das aber ist leichter gesagt als verwirklicht. Schon im antiken Griechenland und Rom halfen zum Teil drakonische Ma&szlig;nahmen nur wenig, den periodisch extremen Kindermangel zu &uuml;berwinden. Und in der Neuzeit vermochten hierzulande weder Kaiser noch F&uuml;hrer, noch Demokraten, die Geburtenrate auf einem bestandserhaltenden Niveau zu halten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/debatte\/kommentare\/article204904042\/Bevoelkerungsschwund-Wir-koennen-uns-auf-unser-Erloeschen-einstellen-oder-gegensteuern.html\">WELT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Wir alle m&uuml;ssen uns aus unser Erl&ouml;schen einstellen &ndash; jeder Einzelne von uns wird sterben. Aber auf die Bev&ouml;lkerung in Deutschland bezogen ist dieser Aufguss vom &ldquo;Untergang des Abendlandes&rdquo; einfach nur zusammenphantasiert. Aktuell leben in Deutschland ca. 83 Millionen Menschen und damit drei Millionen mehr als 1990, als auch zum x-ten Mal Deutschlands Bev&ouml;lkerung vor der Schrumpfung und dem endg&uuml;ltigen Aussterben stand. F&uuml;r 2060 (also in immerhin 40 Jahren) sagen <a href=\"https:\/\/www.destatis.de\/DE\/Themen\/Gesellschaft-Umwelt\/Bevoelkerung\/Bevoelkerungsvorausberechnung\/_inhalt.html\">die Projektionen von destatis<\/a> etwa <a href=\"https:\/\/www.destatis.de\/DE\/Themen\/Gesellschaft-Umwelt\/Bevoelkerung\/_Grafik\/_Statisch\/vorausberechnung-bevoelkerungszahl-varianten.svg?__blob=poster\">75 bis 83 Millionen Menschen vorher<\/a>, also selbst im (f&uuml;r die Bev&ouml;lkerungshorrorspezialisten) negativsten Fall gerade einmal 10% weniger als heute &ndash; und immer noch viel zu viele Menschen f&uuml;r dieses dichtbesiedelte Land. Aber f&uuml;r diese Horrorgeschichten vom Bev&ouml;lkerungsschwund bekommt der Apokalyptiker Miegel wahrscheinlich ein ordentliches Zeilenhonorar, weil er wieder mal eine Erz&auml;hlung zur n&auml;chsten unumg&auml;nglichen Rentenk&uuml;rzung bzw. Erh&ouml;hung des Renteneintrittsalters geliefert hat &ndash; &ldquo;es geht ja nicht anders&rdquo;, auch wenn drei Millionen weniger Menschen im erwerbsf&auml;higen Alter vor allem drei Millionen weniger Arbeitslose sind.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Schlechte Perspektiven: Brennpunktschulen in Deutschland<\/strong><br>\nKinder aus sozial benachteiligten Familien haben es im deutschen Schulsystem schwer. Sie schaffen es seltener aufs Gymnasium und brechen h&auml;ufiger die Schule ab als andere Kinder. Das zeigen Studien seit Jahren immer wieder, zuletzt die aktuelle PISA-Studie. An einer Brennpunktschule in Essen zeigen Lehrer*innen, was man dagegen unternehmen kann &ndash; und wie schwer es ihnen die Bildungspolitik macht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www1.wdr.de\/daserste\/monitor\/sendungen\/brennpunktschulen-100.html\">monitor<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Vermutlich haben noch viele Leserinnen und Leser z.B. die Wahlkampfreden von Kanzler Gerhard Schr&ouml;der in Erinnerung. Dieser redete oftmals von Bildungschancen bzw. Bildungsgerechtigkeit f&uuml;r Kinder der Arbeitnehmerschaft. Dabei war es u.a. Herr Schr&ouml;der, der als Ministerpr&auml;sident von Niedersachsen jahreland unt&auml;tig in Sachen Schulbildung war. H&auml;tte er mal blo&szlig; auf die Bildungsgewerkschaft GEW geh&ouml;rt, die seit vielen Jahrzehnten das Ende des dreigliedrigen Schulsystems anmahnt &ndash; u.a. hier:  UN-Menschenrechtsinspektor &uuml;bt <a href=\"https:\/\/www.gew.de\/aktuelles\/detailseite\/neuigkeiten\/un-menschenrechtsinspektor-uebt-harsche-kritik-am-deutschen-schulsystem\/\">harsche Kritik am deutschen Schulsystem<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Sch&auml;uble zur Anonymit&auml;t im Netz: Klarnamenpflicht hilft nicht<\/strong><br>\nMord- und Vergewaltigungsdrohungen im Netz braucht niemand &ndash; au&szlig;er Nazis. Was dagegen zu tun ist, glaubt Wolfgang Sch&auml;uble zu wissen. &hellip; Immer wieder schwimmt die Forderung nach einer Klarnamenpflicht an die Oberfl&auml;che der Debatte, gerade erst durch Wolfgang Sch&auml;uble, der schon seit Jahren immer wieder mal f&uuml;r ein &bdquo;digitales Vermummungsverbot&ldquo; eintritt. &hellip; &Uuml;brigens l&auml;sst sich auch f&uuml;r den deutschsprachigen Raum belegen, dass Hassposts unter Klarnamen sogar h&auml;ufiger als unter Pseudonymen abgegeben werden. Eine konsequente Strafverfolgung, die schon heute m&ouml;glich ist, w&auml;re hier vielleicht angebrachter.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Schaeuble-zur-Anonymitaet-im-Netz\/!5652364\/\">taz<\/a>\n<p><strong>dazu: 16 Beispiele, warum Pseudonymit&auml;t im Netz unverzichtbar ist<\/strong><br>\nWer eine Klarnamenpflicht im Internet einf&uuml;hren will, verschlechtert das Leben vieler Menschen. Wir zeigen anschaulich, warum das so ist.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/netzpolitik.org\/2018\/16-beispiele-warum-pseudonymitaet-im-netz-unverzichtbar-ist\/\">Netzpolitik.org<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Buchempfehlung: Die &Uuml;bernahme<\/strong><br>\nDie Revolution in der DDR kam v&ouml;llig &uuml;berraschend. Als die Mauer fiel, hatte niemand damit gerechnet. Die Herstellung der deutschen Einheit erfolgte in einem rasanten Tempo. Fast nichts blieb im Osten so, wie es war. Die Menschen mussten ihren Alltag, ihr Leben von heute auf morgen komplett neu einrichten. Die sozialen Folgen waren enorm und sind im Westen bis heute meist unbekannt. Ilko-Sascha Kowalczuk erkl&auml;rt in seinem kurzweiligen Essay, wie sich die Umwandlung Ostdeutschlands vollzog, welche Gewinne und Verluste die Menschen dort verbuchten und wie die ostdeutsche Gegenwart mit der Vergangenheit von vor und nach 1989 zusammenh&auml;ngt. Er entfaltet dabei ein breites politisches, &ouml;konomisches und gesellschaftliches Panorama &ndash; mit Ecken und Kanten, voller &Uuml;berraschungen und Zuspitzungen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.chbeck.de\/kowalczuk-sascha-uebernahme\/product\/27704284?pt_ref=buchlink&amp;utm_campaign=9783406740206&amp;utm_medium=buchlink&amp;utm_source=perlentaucher.de\">Verlag C.H.Beck<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Die Lekt&uuml;re dieses Buches ist sehr zu empfehlen. Kowalczuk reproduziert dabei nicht das gew&uuml;nschte Narrativ der gegl&uuml;ckten und gl&uuml;cklichen Wiedervereinigung, sondern beschreibt die &ouml;konomischen, sozialen, kulturellen und auch seelischen Verw&uuml;stungen, die die neoliberale Schocktherapie nach der Wiedervereinigung angerichtet hat. Andere Quellen schreiben sogar davon, dass die Wirtschaft der DDR der radikalsten &ouml;konomischen Schocktherapie aller postkommunistischen L&auml;nder unterzogen wurde. Er verweist dabei als ein besonders trauriges Beispiel auch auf die Zerst&ouml;rung des Buch- und Verlagswesens der DDR durch die Privatisierungen der Treuhand im Interesse der westdeutschen Oligarchie. So gingen im Buch- und Verlagswesen der ehemaligen DDR 90 Prozent aller Arbeitspl&auml;tze verloren. Dazu findet sich ein Zitat des ehemaligen Verlegers Christoph Links im Buch: &bdquo;Der Osten war als Absatzmarkt f&uuml;r Westwaren interessant, nicht als konkurrierender Produktionsstandort.&ldquo;  <\/em><br>\nAuch auf die zentrale Bedeutung der gro&szlig;en DDR-Industriebetriebe f&uuml;r das soziale und kulturelle Leben in der DDR geht Kowalczuk ein. So verf&uuml;gten viele der DDR-Gro&szlig;betriebe nicht nur &uuml;ber eigene Polikliniken, Apotheken, Kinderg&auml;rten und Kindertagesst&auml;tten, sondern auch &uuml;ber Kultur- und Freizeiteinrichtungen bis hin zu eigenen Ferienlagern. Mit der Deindustrialisierung des Gebietes der ehemaligen DDR, die Industrieproduktion brach innerhalb weniger Jahre nach der Wiedervereinigung auf 27 Prozent des Wertes von 1989 ein, wurde den Menschen nicht nur die Existenzgrundlage durch Arbeitslosigkeit entzogen sondern auch deren gesamter sozialer und kultureller Kontext zerst&ouml;rt. Nur wer diesen Hintergrund ausblendet oder gar leugnet, kann sich &uuml;ber die Wahlerfolge der AfD in Ostdeutschland wundern und daran zeigt sich auch wie oberfl&auml;chlich der von den Linksliberalen propagierte &ldquo;Kampf gegen Rechts&rdquo; daherkommt. Dazu ist noch anzumerken, dass f&uuml;r diese Entwicklung die damalige schwarz-gelbe Koalition unter Kohl die Verantwortung tr&auml;gt, die das Gebiet der ehemaligen DDR als Freiluftlabor f&uuml;r die Umsetzung einer neoliberalen Wirtschaftspolitik des Deregulierens, Entb&uuml;rokratisierens und Privatisierens betrachtete. Dies gilt es bei kommenden politischen Konstellationen zu bedenken. Die CDU ist und bleibt eine neoliberale Partei.<\/p>\n<p><strong>dazu: Ostdeutschland und die &bdquo;Treu&ldquo;hand &ndash; Eine Geschichte einer Annexion, die den Deutschen wohl nicht zugemutet werden sollte!<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/josopon.wordpress.com\/2020\/01\/13\/ostdeutschland-und-die-treuhand-eine-geschichte-einer-annexion-die-den-deutschen-wohl-nicht-zugemutet-werden-sollte\/\">Jochens SOZIALPOLITISCHE NACHRICHTEN<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu auch: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54522\">Gl&uuml;ckliche Menschen w&auml;hlen nicht die AfD<\/a><\/strong>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Das Letzte: Schr&ouml;ders &bdquo;f&ouml;rdern und fordern&ldquo; muss wieder gelten<\/strong><br>\nWeil die m&uuml;hselige Erntearbeit kaum mehr einbringt als Sozialleistungen, will kaum jemand mehr auf dem Feld arbeiten. Doch statt neue Gastarbeiter zu holen, sollten wir erst einmal die aktivieren, die schon im Land sind.<br>\nDas Problem: Der Nettoverdienst des Spargelstechers liegt nicht allzu weit &uuml;ber den Sozialleistungen. Da ziehen viele Geringqualifizierte die bequeme Unt&auml;tigkeit der Arbeit auf Feldern oder Weinbergen vor. Also h&ouml;here L&ouml;hne? Dann w&uuml;rden Importe aus L&auml;ndern mit geringeren Stundenl&ouml;hnen die im Sinne des Klimaschutzes doch stets geforderte regionale Lebensmittelproduktion zerst&ouml;ren.<br>\nSo bleibt das Prinzip des &bdquo;F&ouml;rderns und Forderns&ldquo; aus dem Agenda-2010-Instrumentarium von Gerhard Schr&ouml;der. Wenn Geringqualifizierte, darunter auch Migranten, zumutbare Arbeiten ablehnen, sollte der Gesetzgeber die Zuwendungen reduzieren. In &Ouml;sterreich &uuml;brigens fordert Bundeskanzler Sebastian Kurz genau das.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/debatte\/kommentare\/article204968956\/Gastarbeiterdebatte-Schroeders-foerdern-und-fordern-muss-wieder-gelten.html\">Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers S.D.:<\/strong> Dieser &ldquo;Meinungsbeitrag&rdquo; spottet eigentlich jeglicher Kommentierung. Dennoch: die WELT fordert die Einf&uuml;hrung der Zwangsarbeit und damit einhergehend die Etablierung Deutschlands als Niedriglohnland (weil: Wettbewerb). Bemerkenswert ist auch das flexible, um nicht zu sagen willk&uuml;rliche Verst&auml;ndnis von Marktwirtschaft: bleibt die Nachfrage nach der angebotenen Arbeit aus, bedeutet dies nicht etwa, dass folgerichtig die L&ouml;hne angehoben werden m&uuml;ssten, um das Angebot attraktiver zu machen &ndash; wie sich das so auf einem freien (Arbeits-)Markt geh&ouml;ren w&uuml;rde. Nein! Stattdessen soll durch Zwang die gew&uuml;nschte &ldquo;Nachfrage&rdquo; geschaffen werden. Mehr Zynismus und Heuchelei gehen eigentlich kaum. Au&szlig;erdem darf einem beim Durchlesen der &uuml;berwiegend zustimmenden Leserkommentare Angst und Bange werden. Sollte alsbald eine &ldquo;alternative&rdquo; Partei die politische Macht im Lande erlangen, d&uuml;rfte es nur eine Frage der Zeit sein, bis erste Arbeitslager f&uuml;r Hart-IV-Empf&auml;nger eingerichtet werden &hellip;<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Das ist immer wieder das Interessante an der neoliberalen Ideologie: Der freie Markt gilt nur solange als er der herrschenden Oligarchie Vorteile verspricht. Und &bdquo;in &Ouml;sterreich &hellip; fordert Bundeskanzler Sebastian Kurz genau das&ldquo; und genau das hat die Gr&uuml;nen nicht davon abgehalten mit der &Ouml;VP zu koalieren.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-57638","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/57638","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=57638"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/57638\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":57641,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/57638\/revisions\/57641"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=57638"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=57638"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=57638"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}