{"id":57756,"date":"2020-01-19T09:00:58","date_gmt":"2020-01-19T08:00:58","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57756"},"modified":"2020-01-20T07:28:42","modified_gmt":"2020-01-20T06:28:42","slug":"hinweise-der-woche-143","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57756","title":{"rendered":"Hinweise der Woche"},"content":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lesenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?cat=19\">Hinweise des Tages<\/a> anzuschauen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CW)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57756#h01\">Klima<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57756#h02\">Julian Assanges Hinrichtung auf Raten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57756#h03\">Iran<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57756#h04\">USA mauern beim Irak-Abzug &ndash; Versto&szlig; gegen V&ouml;lkerrecht?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57756#h05\">Bundeswehr stellt minderj&auml;hrige Soldaten ein<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57756#h06\">Deutschlands Kampf gegen internationale Geldw&auml;sche<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57756#h07\">Kohleausstieg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57756#h08\">Sch&auml;uble zur Anonymit&auml;t im Netz: Klarnamenpflicht hilft nicht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57756#h09\">Buchempfehlung: Die &Uuml;bernahme<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57756#h10\">Zu guter Letzt&hellip;<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Urspr&uuml;nglich hatten wir geplant, in unserer Wochen&uuml;bersicht auch auf die lohnendsten redaktionellen Beitr&auml;ge der NachDenkSeiten zu verweisen. Wir haben jedoch schnell festgestellt, dass eine daf&uuml;r n&ouml;tige Vorauswahl immer damit verbunden ist, Ihnen wichtige Beitr&auml;ge vorzuenthalten. Daher m&ouml;chten wir Ihnen raten, am Wochenende doch einfach die Zeit zu nutzen, um sich unsere Beitr&auml;ge der letzten Wochen (noch einmal) anzuschauen. Vielleicht finden Sie dabei ja noch den einen oder anderen Artikel, den es sich zu lesen lohnt. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Klima<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Die D&uuml;rre, die nicht enden mag<\/strong><br>\nViel Regen hat das neue Jahr noch nicht gebracht, und Schneeflocken sind vom Bodensee bis nach R&uuml;gen bislang keine gesichtet worden. Glaubt man den Wettermodellen, wird sich daran in absehbarer Zeit nur wenig &auml;ndern: Ein kr&auml;ftiges Hoch hat sich &uuml;ber Mitteleuropa gelegt; es versorgt den Kontinent mit subtropischer Luft, sogar von Westrussland bis nach Sibirien ist es au&szlig;ergew&ouml;hnlich warm. Atlantiktiefs ziehen &uuml;ber Gro&szlig;britannien und Skandinavien &ndash; nur im Norden und Westen ist es hin und wieder nass. Gro&szlig;e Mengen Regen kommen jedoch nicht vom Himmel.<br>\nEin kalter, feuchter Winter l&auml;sst also auf sich warten. Die Trockenheit, die den B&ouml;den schon 2018 und im Jahr 2019 zusetzte, dauert vielerorts an. Schon jetzt sorgen sich Landwirte um Ernten. Zu f&uuml;rchten ist aber vor allem um die Zukunft der W&auml;lder.<br>\nIn den gro&szlig;en D&uuml;rregebieten der vergangenen beiden Jahre f&auml;llt erneut nur wenig Regen, besonders in Sachsen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Th&uuml;ringen und Bayern fehlt es an N&auml;sse. Dort zeigt die Deutschlandkarte des D&uuml;rremonitors vom Helmholtz-Zentrum f&uuml;r Umweltforschung in Leipzig immer noch tiefrote Fl&auml;chen, es herrscht nach wie vor die h&ouml;chste von f&uuml;nf Trockenstufen, Forscher sprechen von einer au&szlig;ergew&ouml;hnlichen D&uuml;rre. Bis in eine Tiefe von 1,8 Metern ist kaum noch Wasser vorhanden, die B&ouml;den haben sich von der D&uuml;rre nicht erholt. Daran konnte auch der einigerma&szlig;en nasse Herbst nichts &auml;ndern. &hellip;<br>\nWas in Mitteleuropa genau passiert, ist unklar. Voraussichtlich steigt auch hier zu Lande die D&uuml;rregefahr, ist Marx&rsquo; Kollege Michael Peichl vom UFZ &uuml;berzeugt. Das Wetter wird unberechenbarer. In einer 1,5 bis zwei Grad w&auml;rmeren Welt k&ouml;nnten Trockenphasen um ein Drittel h&auml;ufiger werden, bei drei Grad schon um die H&auml;lfte, sagt er. Im S&uuml;dwesten k&ouml;nnte sich die Zeit, in denen D&uuml;rren auftreten, sogar verdoppeln.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spektrum.de\/wissen\/die-duerre-die-nicht-enden-mag\/1697924\">Spektrum<\/a><\/li>\n<li><strong>Wissenschaftlerin &uuml;ber Insektensterben: &bdquo;Wir m&uuml;ssen umdenken&ldquo;<\/strong><br>\nUm die Insekten zu retten, fordert Viola Clausnitzer eine Kehrtwende in der Landwirtschaft. Kleinere Betriebe sollen gef&ouml;rdert werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Wissenschaftlerin-ueber-Insektensterben\/!5654667\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><strong>Ozeane so warm wie nie seit Beginn der Erfassung<\/strong><br>\nDie Weltmeere sind im vergangenen Jahr so warm gewesen wie nie zuvor seit Beginn der globalen Erfassung.<br>\nAu&szlig;erdem beschleunige sich die Erw&auml;rmung der Ozeane durch den Klimawandel weiter, warnt ein Team von 14 Wissenschaftlern aus elf Instituten verschiedener L&auml;nder.<br>\nDas geht aus der Untersuchung hervor, die im Fachmagazin Advances in Atmospheric Sciences vorgestellt wird.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/wissen\/klimawandel-ozeane-1.4755901\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/li>\n<li><strong>Warum Australiens Br&auml;nde diesmal anders sind<\/strong><br>\nFeuer pr&auml;gt Australiens Landschaft seit Jahrmillionen. Doch die verheerenden Waldbr&auml;nde vom Jahreswechsel sind in mancher Hinsicht ungew&ouml;hnlich &ndash; und alarmierend.<br>\nAustraliens W&auml;lder brennen. Immer wieder. Das ist normal. Allein von 2011 bis 2016 gingen insgesamt 55 Millionen Hektar Wald in Flammen auf, mehr als die anderthalbfache Fl&auml;che Deutschlands. Doch die Feuersbr&uuml;nste, die derzeit zehntausende Menschen aus ihrer Heimat vertreiben und in denen Millionen Tiere sterben, unterscheiden sich von fr&uuml;heren Fl&auml;chenbr&auml;nden. Und sie belegen einen Besorgnis erregenden Trend, den der Mensch mit zu verantworten hat.<br>\nLaut einer Analyse aus dem Jahr 2016 zum Beispiel gab es innerhalb von f&uuml;nf Jahren 40 Prozent mehr Buschfeuer auf dem Kontinent. Aber nicht nur die Zahl der Br&auml;nde in Australien ist auffallend gestiegen &ndash; selten zuvor waren die Voraussetzungen f&uuml;r Feuer auch so g&uuml;nstig. Das geht aus dem Klimajahresbericht der australischen Beh&ouml;rde f&uuml;r Meteorologie (BOM) hervor. Demnach &uuml;bertrafen sowohl die mittleren Temperaturen als auch die H&ouml;chstwerte ihre jeweiligen Rekordmarken.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spektrum.de\/wissen\/warum-australiens-braende-diesmal-anders-sind\/1697494\">Spektrum<\/a><\/li>\n<li><strong>&raquo;F&uuml;r die &Uuml;berlebenden bleibt es gef&auml;hrlich&laquo;<\/strong><br>\n&Uuml;ber eine Milliarde Tiere fiel dem Feuer zum Opfer. &raquo;Selbst wenn ein Tier es schafft, sich an einen intakten Ort zu retten, wird es schwierig&laquo;, erkl&auml;rt Michael Clarke im Interview.<br>\nAustralien befindet sich in der schlimmsten Waldbrandsaison seiner Geschichte. Die Zahl der menschlichen Todesopfer liegt bei 27. Die Feuer zerst&ouml;rten etwa 2000 H&auml;user &ndash; auf einer Fl&auml;che von mehr als zehn Millionen Hektar, also gr&ouml;&szlig;er als Portugal. Sch&auml;tzungsweise eine Milliarde wildlebende S&auml;ugetiere, V&ouml;gel und Reptilien lie&szlig;en ihr Leben. Seit sich ein Feuer vor 15 Jahren durch sein Studienareal fra&szlig;, untersucht Michael Clarke, &Ouml;kologe an der La Trobe University in Bundoora, Melbourne, wie sich Br&auml;nde auf einheimische &Ouml;kosysteme auswirken &ndash; und wie sie sich davon erholen. Im Interview spricht er dar&uuml;ber, wie es Tieren nach einem Fl&auml;chenbrand ergeht und warum die Br&auml;nde dieses Mal besonders verheerend sein k&ouml;nnten.<br>\nWas passiert nach einem Waldbrand?<br>\nWenn man nach einem Feuer in den Wald geht, ist es dort totenstill. Abgesehen von &raquo;Bestattern&laquo; &ndash; Aasfressern wie W&uuml;rgerkr&auml;hen, Raben und W&uuml;rgerdrosseln, die die Kadaver abholen &ndash; ist im Wald nicht mehr viel los. Es ist eine gruselige Erfahrung.<br>\nF&uuml;r die &Uuml;berlebenden bleibt es auch in den n&auml;chsten Monaten gef&auml;hrlich. Jedes Tier, das es unverletzt durch das Feuer schafft, steht vor drei gro&szlig;en Herausforderungen. Eine besteht darin, Schutz vor den extremen Bedingungen zu finden, einen Ort, an dem es sich vor schlechtem Wetter verstecken kann, wie etwa einen hohlen Baum oder ein Loch im Boden. Als Zweites muss es ausreichend zu fressen finden. Drittens muss es sich vor Raubtieren wie Wildkatzen und F&uuml;chsen verstecken, was in einer kargen Landschaft schwer ist.<br>\nSelbst wenn es ein Tier schafft, sich an einen intakten Ort zu retten, wird es schwierig: Die Dichte der Lebewesen, die sich dort durchzuschlagen versuchen, geht weit &uuml;ber die Tragf&auml;higkeit des Gebiets hinaus. 2007 habe ich ein vom Feuer verschontes Fleckchen in der Mallee, einer Region im Norden Victorias, besucht. Es wimmelte dort f&ouml;rmlich von V&ouml;geln, die sich alle gegenseitig zu verjagen versuchten. Es war definitiv zu wenig Platz f&uuml;r alle&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spektrum.de\/news\/fuer-die-ueberlebenden-bleibt-es-gefaehrlich\/1698092\">Spektrum<\/a><\/li>\n<li><strong>Anstieg um 85 Prozent: Brasilien vernichtet viel mehr Amazonas-Wald<\/strong><br>\nDass der ultrarechte brasilianische Pr&auml;sident Bolsonaro eng mit der Agrarlobby verbandelt ist und wenig von Klimaschutz h&auml;lt, ist kein Geheimnis. Dementsprechend drastisch nimmt in seinem ersten Amtsjahr die Vernichtung des brasilianischen Regenwalds zu.<br>\nDie Vernichtung des Amazonas-Regenwaldes in Brasilien hat im vergangenen Jahr drastisch zugenommen. Laut am Dienstag ver&ouml;ffentlichten Daten des brasilianischen Instituts f&uuml;r Weltraumforschung (Inpe) stieg die Entwaldung in dem Gebiet um 85 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Insgesamt wurden demnach 9166 Quadratkilometer Amazonaswald vernichtet. Das war die gr&ouml;&szlig;te vernichtete Waldfl&auml;che in dem Gebiet seit f&uuml;nf Jahren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Brasilien-vernichtet-viel-mehr-Amazonas-Wald-article21510182.html\">n-tv<\/a><\/li>\n<li><strong>Das M&auml;rchen von Greta und seine Grenzen<\/strong><br>\nDie wahren Umweltsch&uuml;tzer dieser Welt sind die V&ouml;lker, die gegen die Pl&uuml;nderung durch die multinationalen Konzerne k&auml;mpfen: Diejenigen, die ihre Leben f&uuml;r ihre Gemeinschaften einsetzen, f&uuml;r die Berge und die Fl&uuml;sse. Jeden Monat werden Dutzende dieser wahren Umweltsch&uuml;tzer in ihren L&auml;ndern ermordet: Die Kugeln der Auftragsm&ouml;rder des transnationalen Kapitalismus zerfetzen ihre w&uuml;rdigen und aufrichtigen K&ouml;pfe. Und sie sterben mit sauberen H&auml;nden, die niemals die niedertr&auml;chtigen H&auml;nde des IWF gesch&uuml;ttelt haben oder die der &uuml;brigen Vampire des Planeten. Die ausbeutende Klasse und ihr kapitalistisches System k&ouml;nnen sich auf der Basis von Vernichtung und Entfremdung aufrechterhalten: Auf Grundlage von Gewalt und auch der L&uuml;ge, die sie mittels ihrer Massenmedien verbreiten.<br>\nGreta Thunberg, die durch den Kulturapparat des Kapitalismus hypermedialisierte neue Kultfigur, und die damalige Direktorin des IWF (jener IWF, jene Institution des transnationalen Kapitalismus, der die Natur pl&uuml;ndert und ganze V&ouml;lker aushungert), Christine Lagarde, sind gemeinsam auf Fotos zu sehen1 &#8210; bei einem H&auml;ndedruck, der sehr gut veranschaulicht, welche Freude es den Besitzern der Welt bereitet, jene zu gr&uuml;&szlig;en, die ihnen f&uuml;r die wichtige Aufgabe von Nutzen sind, alle K&auml;mpfe mithilfe von trojanischen Pferden zu unterwandern. Sie lenken die Kr&auml;fte in Sackgassen, sie manipulieren die Mehrheiten in Scheink&auml;mpfen, die niemals die Wurzel der Probleme ber&uuml;hren und sie daher auch nicht l&ouml;sen. Der Kapitalismus, der die Umwelt zugrunde richtet, wird durch das M&auml;rchen von Greta nicht infrage gestellt. Das Fernsehen, die Presse und die Kulturindustrie sind im Kapitalismus in den H&auml;nden der Privatmonopole, die &uuml;blicherweise ebenfalls Kapital im milit&auml;risch-industriellen Komplex, in der Agrarindustrie, in der Chemie- und Pharmaindustrie etc. besitzen. Das erkl&auml;rt, warum die Massenmedien niemanden ins Fernsehen bringen, der ihre Interessen wirklich hinterfragt: Niemand, der die Aufrechterhaltung dieses Systems und den Kapitalismus infrage stellt, wird eine derartige Hypermedialisierung erhalten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/amerika21.de\/analyse\/236227\/das-maerchen-von-greta-und-seine-grenzen\">amerika21<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Die Kritik an der Klimadebatte im &bdquo;Westen&ldquo; ist berechtigt. Klimawandel und soziale Frage k&ouml;nnen nur zusammen diskutiert werden im globalen wie im nationalen Kontext.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Julian Assanges Hinrichtung auf Raten<\/strong><br>\nDer Fall Assange wird immer mehr zu einer grotesken Mischung aus Justiz- und Medienversagen. Sagen wir es, wie es ist: W&auml;re Julian Assange in einem Keller &uuml;ber Monate eingesperrter, gequ&auml;lter Hund &ndash; wir h&auml;tten vermutlich l&auml;ngst einen Prozess gegen die Tierqu&auml;ler, eine Versch&auml;rfung des Tierschutzgesetzes und &bdquo;Donnerstage f&uuml;r Doggen&ldquo;-Demos gesehen. Doch Assange ist &ndash; zu seinem Pech &ndash; leider ein Mensch. Und zwar einer, der sich bei M&auml;chtigen nicht beliebt gemacht hat.<br>\nDer Gr&uuml;nder der Enth&uuml;llungsplattform Wikileaks wird gerade vor den Augen der Welt&ouml;ffentlichkeit in einem britischen Hochsicherheitsgef&auml;ngnis psychologisch gefoltert &ndash; wie der UN-Folterbeauftragte Nils Melzer immer wieder betont hat.<br>\n&bdquo;Psychologische&ldquo; beziehungsweise &bdquo;wei&szlig;e Folter&ldquo; ist die Bezeichnung f&uuml;r Verletzungen, die man nicht sehen soll, die aber h&ouml;chst real und auch gef&auml;hrlich sind. Assange schwebt in Lebensgefahr, ihm drohen durch die Isolationshaft irreparable k&ouml;rperliche und seelische Sch&auml;den.<br>\nDer Fall Assange ist ein Offenbarungseid des Rechtsstaats und der Medien&ouml;ffentlichkeit. Auch in Gro&szlig;britannien &ndash; immerhin das Mutterland der Menschenrechte &ndash; gilt die Europ&auml;ische Menschenrechtskonvention, welche jede Form von Folter und erniedrigender, herabsetzender Behandlung verbietet. Die Menschenw&uuml;rde ist nun wieder antastbar.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/inhaftierter-wikileaks-gruender-julian-assanges-hinrichtung.1005.de.html?dram:article_id=467578\">Deutschlandfunk Kultur<\/a>\n<p><strong>dazu: <a href=\"https:\/\/www.change.org\/p\/verhindert-die-auslieferung-von-julian-assange-an-die-usa\">Verhindert die Auslieferung von Julian Assange an die USA!<\/a><\/strong>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Iran<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>V&ouml;lkerrechtliche Aspekte des Konflikts zwischen Iran und den USA<\/strong><br>\nNach den Einlassungen der US-Administration ist nicht deutlich erkennbar, warum die T&ouml;tung Soleimanis im Irak unbedingt notwendig gewesen sein soll, um eine akute Gefahr f&uuml;r das Leben von US-Amerikanern ultima ratio abzuwehren. Die gezielte T&ouml;tung Soleimanis erf&uuml;llt offensichtlich nicht die Kriterien eines &bdquo;finalen Rettungsschusses&ldquo; und erscheint insoweit als Versto&szlig; gegen das Recht auf Leben aus Art. 6 VN-Zivilpakt.<br>\nIm Hinblick auf den US-Drohneneinsatz vom 3. Januar l&auml;sst sich das Vorliegen einer Selbstverteidigungslage i.S.v. Art. 51 VN-Charta stark bezweifeln. Gemessen an den Kriterien des sog. &bdquo;Caroline-Falls&ldquo;, wonach ein Staat, der sich auf Selbstverteidigung beruft, nachweisen muss, dass der Angriff &bdquo;unmittelbar bevorstand, &uuml;berw&auml;ltigend war und keine Wahl der Mittel und keine Zeit f&uuml;r weitere Beratungen lie&szlig;, hat die US-Administration die Voraussetzungen f&uuml;r eine v&ouml;lkerrechtskonforme Selbstverteidigung nicht substantiiert dargelegt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.bundestag.de\/resource\/blob\/677272\/ba6f4e61c1f5b534f3a2ef59db1e721e\/WD-2-001-20-pdf-data.pdf\">Wissenschaftlicher Dienst des Bundestages [PDF]<\/a><\/li>\n<li><strong>Soleimani: &laquo;Tot&raquo; und &laquo;T&ouml;tung&raquo; oder &laquo;Mord&raquo; und &laquo;ermordet&raquo;<\/strong><br>\nDer Sprachgebrauch deckt auf, welche Medien nicht im Klartext informieren, wenn es um die befreundeten USA geht.<br>\nDer Anschlag auf Kassem Soleimani war zweifelsfrei geplant und gewollt und ist deshalb ein Mord oder eine Hinrichtung. Die &laquo;Sonntags-Zeitung&raquo; nannte es in einem Kommentar eine &laquo;Exekution&raquo;.<br>\nDer Mord als &laquo;Pr&auml;ventivmassnahme&raquo; verst&ouml;sst gegen das V&ouml;lkerrecht, weil die USA nicht unmittelbar bedroht waren.<br>\nKlar, dass die PR-Maschinerie der Trump-Administration von einer mehr als nur gerechtfertigten T&ouml;tung redet. Das sollen Medien auch so im Originaltext zitieren. Aber wenn sie selber diese Terminologie &uuml;bernehmen und zur eigenen machen, m&uuml;ssen sie sich den Vorwurf der einseitigen Stellungnahme gefallen lassen.<br>\nMedien, welche den Tatbestand klar als &laquo;Mord&raquo; und &laquo;Ermordung&raquo; bezeichnen, verhalten sich weder feindlich gegen&uuml;ber den USA noch bef&uuml;rworten sie die Politik Irans. Vielmehr nennen sie Ereignisse ungeschminkt beim Namen. Und das ist ihre Aufgabe &ndash; ohne R&uuml;cksichten gegen&uuml;ber irgendwelchen Seiten.<br>\nDie Wortwahl sollte auch nicht davon abh&auml;ngen, ob man den Mord &ndash; trotz Verletzung des V&ouml;lkerrechts &ndash; f&uuml;r gerechtfertigt h&auml;lt. Zum Beispiel, weil die USA Soleimani als Terroristen einstuften.<br>\nMan darf das Ereignis auch drastisch kommentieren, wie es Nick Ramseyer tat, ohne ein Gegner der USA zu sein: &laquo;Der US-Anschlag aus der Luft mit mehreren Opfern kommt einem &laquo;Auftragsmord&raquo; (per &laquo;hired gun&raquo;) gleich, wie er in Amerika im Mafia-Milieu &uuml;blich ist.&raquo;<br>\nAls erster kommentierte Erich Gysling die &laquo;Ermordung des iranischen Generals Soleimani&raquo;. Eine ausgezeichnete Analyse machte Iran-Experte Ervand Abrahamian in der &laquo;NZZ am Sonntag&raquo; vom 5. Januar und erkl&auml;rte unter anderem: &laquo;Ich kenne in der Geschichte keinen Fall, bei dem eine Grossmacht eine Pers&ouml;nlichkeit vom Rang Soleimanis ermordet hat.&raquo; Abrahamian unterrichtete vier Jahrzehnte an der City University in New York und schrieb das Buch &laquo;A History of Modern Iran&raquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/Artikel\/Medien\/Soleimani-Tot-und-Totung-oder-Mord-und-Ermordung\">Infosperber<\/a><\/li>\n<li><strong>Der Abschuss des ukrainischen Flugzeugs und der Unverstand der Regierenden<\/strong><br>\nAm 8. Januar wurde Flug 752 der Ukraine Airlines &uuml;ber Teheran abgeschossen. Ein Offizier der iranischen Revolutionsgarden sagte, das Flugzeug sei versehentlich als feindlicher Marschflugk&ouml;rper eingestuft worden und es habe einen Defekt im Kommunikationssystem gegeben. Technisches und menschliches Versagen haben zum Tod von 176 Menschen gef&uuml;hrt.<br>\nWeil ein Mensch nicht versagte, der sowjetische Oberst Stanislaw Petrow, wurde die Welt 1983 vor einem atomaren Inferno gerettet. Petrow wurde der Anflug mehrerer US-Atomraketen gemeldet, er ging aber von einem Computerfehler aus und l&ouml;ste den atomaren Gegenschlag nicht aus. Weder aus diesem einmaligen Vorfall noch aus dem tragischen Abschuss der ukrainischen Maschine ziehen die Regierungen der Welt, allen voran die USA und die &uuml;brigen Atomm&auml;chte, die richtigen Schl&uuml;sse. Das best&auml;tigt wieder einmal Papst Julius III: &bdquo;Wenn Ihr w&uuml;sstet, mit wie wenig Aufwand von Verstand die Welt regiert wird, so w&uuml;rdet Ihr Euch wundern.&ldquo;<br>\nWeil es immer wieder technisches und menschliches Versagen geben wird, m&uuml;ssen die Atomwaffen vernichtet und die weltweite Abr&uuml;stung endlich begonnen werden.<br>\nDie Welt wird von verantwortungslosen Politikern regiert, die in ihrem Unverstand in einer atomar hochger&uuml;steten Welt technisches und menschliches Versagen ausblenden. Sie r&uuml;sten weiter auf und stationieren neue Raketen, allen voran die USA an der russischen Grenze. Das f&uuml;hrt zu einer gef&auml;hrlichen De-Stabilisierung, weil es f&uuml;r Moskau keine Vorwarnzeit mehr gibt. Die Absicht, das Gro&szlig;man&ouml;ver &bdquo;Nato Defender&ldquo; mit 37.000 Soldaten an der russischen Grenze zu inszenieren, tut ein &Uuml;briges.<br>\nIn dieser Situation k&ouml;nnen die russischen Raketen nur auf die wichtigsten milit&auml;rischen Einrichtungen des Gegners programmiert sein, also auch auf alle US-Flugpl&auml;tze und -Kommandozentralen in Deutschland. Diese gef&auml;hrliche Lage l&auml;sst nur einen Schluss zu: Wer Deutschland sicherer machen will, muss die US-Einrichtungen in Deutschland schlie&szlig;en. Der Abschuss des ukrainischen Flugzeugs in Teheran ist ein Menetekel. Wie lange wollen wir noch eine Politik dulden, die nicht wahrhaben will, dass es technisches und menschliches Versagen gibt?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/oskarlafontaine\/posts\/2780899121971537\">Oskar Lafontaine via Facebook<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>USA mauern beim Irak-Abzug &ndash; Versto&szlig; gegen V&ouml;lkerrecht?<\/strong><br>\nIraks Pr&auml;sident Abdel Mahdi hat die USA aufgefordert, einen &ldquo;sicheren Abzug&rdquo; ihrer Truppen zu veranlassen. In Washington will man davon nichts wissen. Doch ein Verbleib w&auml;re ein Versto&szlig; gegen V&ouml;lkerrecht. (&hellip;)<br>\nWashington reagierte darauf mit einer umgehenden Absage. Eine von Abdel Mahdi geforderte US-Delegation w&uuml;rde &ldquo;zum jetzigen Zeitpunkt&rdquo; nicht &uuml;ber einen Abzug der 5.200 US-Soldaten sprechen, sagte die Sprecherin des US-Au&szlig;enministeriums. Gesandte der USA w&uuml;rden mit der irakischen Regierung lediglich &uuml;ber eine Verbesserung der &ldquo;strategischen Partnerschaft&rdquo; beraten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.t-online.de\/nachrichten\/id_87130332\/iran-konflikt-usa-mauern-beim-irak-abzug-verstoss-gegen-voelkerrecht-.html\">t-online.de<\/a>\n<p><strong>dazu: Alexander Neu &uuml;ber den Verbleib ausl&auml;ndischer Streitkr&auml;fte im Irak<\/strong><br>\nHier der entscheidende Auszug aus dem von mir in Auftrag gegebenen #Gutachten des Wissenschaftlichen Dienstes des Deutschen Bundestages zum Verbleib ausl&auml;ndischer Streitkr&auml;fte auf dem Territorium des #Irak gegen den erkl&auml;rten Willen der irakischen Regierung. (&hellip;)<br>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/200113_hdt_01.png\" alt=\"\" title=\"\"><br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/photo.php?fbid=10157922443974350&amp;set=a.10151731967204350&amp;type=3&amp;theater\">Alexander Neu via Facebook<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Bundeswehr stellt minderj&auml;hrige Soldaten ein<\/strong><br>\n150 L&auml;nder weltweit haben die Rekrutierung Minderj&auml;hriger f&uuml;r ihre Armeen gestoppt &ndash; anders als Deutschland. Mehr als 1500 waren es 2019. Kritiker sagen: Das Milit&auml;r ist &ldquo;kein Platz f&uuml;r Kinder&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/panorama\/gesellschaft\/kritik-an-der-zahl-der-minderjaehrigen-soldaten-in-bundeswehr-a-c870f67f-e437-4380-9677-5a2b96bb68df\">DER SPIEGEL<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Deutschlands Kampf gegen internationale Geldw&auml;sche<\/strong><br>\nDas Geldw&auml;scherisiko in Deutschland sei &bdquo;mittel bis hoch&ldquo;, war das Ergebnis der &bdquo;Nationalen Risikoanalyse&ldquo;, besondere Risikofelder seien der Immobiliensektor sowie Finanztransfergesch&auml;fte mit hoher Bargeldintensit&auml;t. Personalaufstockung, Public Private Partnerships und Gesetzesnovellen sollen jetzt im Eiltempo aufholen, was Deutschland &uuml;ber Jahre vers&auml;umt hat. Allein das neue Geldw&auml;schegesetz setzt ein ganzes Ma&szlig;nahmenb&uuml;ndel in Kraft: Erweiterung des geldw&auml;scherechtlichen Verpflichtetenkreises, verst&auml;rkte Sorgfaltspflichten bei Hochrisikol&auml;ndern, &ouml;ffentlicher Zugang zum Transparenzregister und Vernetzung und eine neue Verdachtsmeldepflicht freier Berufe bei Immobilientransaktionen sind nur einige Beispiele. Und auch auf europ&auml;ischer Ebene will Bundesfinanzminister Scholz den Kampf gegen die Geldw&auml;sche st&auml;rken. (&hellip;)<br>\nIm Deutschen Bundestag ist die Fraktion der Linken im Fall Moldau besonders engagiert. W&auml;hrend Petrencos Gef&auml;ngnisaufenthalt setzten sich Abgeordnete pers&ouml;nlich f&uuml;r seine Entlassung ein. Im Jahr 2016 forderten sie die Bundesregierung mit einer Kleinen Anfrage zu einer Stellungnahme auf. Diese antwortete, an Ermittlungen zum moldauischen Bankenskandal seien deutsche Beh&ouml;rden nach ihrem Kenntnisstand nicht beteiligt. Von den moldauischen Beh&ouml;rden erwarte man jedoch eine gr&uuml;ndliche und unparteiische Untersuchung. (&hellip;)<br>\nDas ist symptomatisch, glaubt Fabio de Masi. Der Linken-Abgeordnete f&uuml;rchtet: Solange sich Deutschlands Ermittler auf den Aufkl&auml;rungswillen anderer Staaten verlassen m&uuml;ssen, haben Geldw&auml;scher leichtes Spiel.<br>\n&bdquo;Sobald ich eine L&auml;ndergrenze physisch &uuml;berschritten habe, kann schon nicht mehr weiter was gemacht werden. Und das hei&szlig;t, dann wei&szlig; jeder: Ich muss sozusagen nur Gelder nach Deutschland bringen, oder so. Und die deutschen Beh&ouml;rden haben keine Zust&auml;ndigkeit in meinem Herkunftsland, und schon sind sie dem Zugriff entzogen. Und das ist nat&uuml;rlich ein massives Problem.&ldquo; (&hellip;)<br>\nDer Linke Abgeordnete de Masi glaubt: Deutschland braucht eine andere Rechtsstrategie, die staatsanwaltlichen Ermittlungen mehr Spielraum l&auml;sst.<br>\n&bdquo;Das eine Modell, das wir eben f&uuml;r gut f&auml;nden, auch hier in Deutschland, w&auml;re der All Crimes-Ansatz. Das hei&szlig;t, da w&uuml;rde man nicht sich drauf st&uuml;tzen m&uuml;ssen, bereits eine klar abgegrenzte Vortat im Ausland identifiziert zu haben, sondern wir machen es nach Beweislastumkehr. Wenn die uns nicht nachweisen, woher sie den Ferrari erworben haben, dann nehmen wir ihnen das Spielzeug weg.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/kriminelle-finanztransaktionen-deutschlands-kampf-gegen.724.de.html?dram:article_id=467455\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Kohleausstieg<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Fehler 2.0<\/strong><br>\nDer Kohle-Ausstiegspfad der Bundesregierung verl&auml;uft nicht wie in der Kohlekommission vereinbart kontinuierlich, sondern gedr&auml;ngt in den 2030er Jahren. Damit wiederholt die Regierung den Fehler vom Atomausstieg und verschiebt die Energiewende teuer in die Zukunft.<br>\nDoch, es gibt etwas Gutes zu sagen &uuml;ber die Bund-L&auml;nder-Einigung zur Kohle: dass es auf dem Weg zu einem Ausstiegsgesetz &uuml;berhaupt vorangeht. Bisher hat die Bundesregierung das Jahrhundertprojekt in der Dauer-Warteschleife gehalten. Ein Jahr ist vergangen, seit die Kohlekommission ihren Kompromiss vorgelegte. Man dachte schon, der Gesetzentwurf ist bei Minister Altmaier hinters Bett gerutscht und dort vergessen worden. Damit ist das Lob aber auch schon alle. Die Kommissionsvorlage war ja schon schwer ertr&auml;glich, weil 2038 als Enddatum f&uuml;r ernsthaften Klimaschutz zu sp&auml;t liegt. Doch die nun geplante Umsetzung ist es noch mehr.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.klimareporter.de\/deutschland\/fehler-2-0\">Klimareporter<\/a><\/li>\n<li><strong>Kohleausstieg: Am Ende gewinnen immer die Konzerne<\/strong><br>\nDer neue Kohlekompromiss ist kein guter, nur weil er da ist. Die harten Entscheidungen verschiebt die Regierung mal wieder. Und die B&uuml;rger zahlen viel f&uuml;r wenig Wirkung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2020-01\/kohleausstieg-bundesregierung-kompromiss-energiewende-klimaschutz-co2\">Zeit Online<\/a><\/li>\n<li><strong>Braunkohle-Ausstieg: Zukunftsverweigerung<\/strong><br>\nDie Vereinbarung der Kanzlerin mit den Bundesl&auml;ndern zementiert den Abschied von den Pariser Klimaschutzzielen<br>\nBundeskanzlerin Angela Merkel hat sich mit den Ministerpr&auml;sidenten der Kohlel&auml;nder Sachsen, Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Nordrhein-Westfalen auf Modalit&auml;ten zum Ausstieg aus der Braunkohle geeinigt. Kehrt nun endlich Ruhe an dieser Baustelle der Energiewende und des Klimaschutzes ein?<br>\nWohl kaum. Was da in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag verabredet wurde birgt gewaltiges Konfliktpotenzial in sich. Mit Klimaschutz hat der Beschluss sehr wenig und mit verantwortungsvoller Haushaltspolitik noch weniger zu tun.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Braunkohle-Ausstieg-Zukunftsverweigerung-4640303.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><strong>Stilllegung von Kohlekraftwerken<\/strong><br>\nDer finanzielle Ausgleich durch Entsch&auml;digung soll jedoch als Ausgleichma&szlig;nahme die Ausnahme sein. Es m&uuml;ssen gewichtige Gr&uuml;nde vorliegen, um eine Entsch&auml;digungspflicht auszul&ouml;sen. Ein Recht darauf, von Neuregelungen verschont zu bleiben, bis einmal get&auml;tigte Investitionen sich vollst&auml;ndig amortisiert haben, besteht nicht. Inhalts- und Schrankenbestimmungen im Sinne von Art. 14 Abs. 1 Satz 2 GG sind grunds&auml;tzlich entsch&auml;digungslos hinzunehmen. Ein Grundsatz, nach dem Anlagenbetreibern einger&auml;umte Rechtspositionen trotz Rechts&auml;nderungen generell zu belassen seien und nur gegen Entsch&auml;digung entzogen werden d&uuml;rften, ist auch nicht dem Immissionsschutzrecht nicht zu entnehmen. Die immissionsrechtliche Genehmigung erstreckt sich nicht auf den Schutz vor &Auml;nderungen auf der Ebene energierechtlicher Systementscheidungen. Insbesondere bei &auml;lteren, bereits abgeschriebenen Anlagen kann eine Stilllegung ohne Entsch&auml;digungszahlung daher m&ouml;glich sein. Eine Entsch&auml;digungsregelung m&uuml;sste jedoch insbesondere f&uuml;r solche Einzelf&auml;lle vorgesehen werden, in denen trotz der vorrangig gebotenen &Uuml;bergangs- und Ausnahmeregelungen unzumutbare wirtschaftliche Belastungen verbleiben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.bundestag.de\/resource\/blob\/579426\/-\/WD-3-360-18-pdf-data.pdf\">Wissenschaftlicher Dienst des Bundestages [PDF]<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Sch&auml;uble zur Anonymit&auml;t im Netz: Klarnamenpflicht hilft nicht<\/strong><br>\nMord- und Vergewaltigungsdrohungen im Netz braucht niemand &ndash; au&szlig;er Nazis. Was dagegen zu tun ist, glaubt Wolfgang Sch&auml;uble zu wissen. &hellip; Immer wieder schwimmt die Forderung nach einer Klarnamenpflicht an die Oberfl&auml;che der Debatte, gerade erst durch Wolfgang Sch&auml;uble, der schon seit Jahren immer wieder mal f&uuml;r ein &bdquo;digitales Vermummungsverbot&ldquo; eintritt. &hellip; &Uuml;brigens l&auml;sst sich auch f&uuml;r den deutschsprachigen Raum belegen, dass Hassposts unter Klarnamen sogar h&auml;ufiger als unter Pseudonymen abgegeben werden. Eine konsequente Strafverfolgung, die schon heute m&ouml;glich ist, w&auml;re hier vielleicht angebrachter.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Schaeuble-zur-Anonymitaet-im-Netz\/!5652364\/\">taz<\/a>\n<p><strong>dazu: 16 Beispiele, warum Pseudonymit&auml;t im Netz unverzichtbar ist<\/strong><br>\nWer eine Klarnamenpflicht im Internet einf&uuml;hren will, verschlechtert das Leben vieler Menschen. Wir zeigen anschaulich, warum das so ist.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/netzpolitik.org\/2018\/16-beispiele-warum-pseudonymitaet-im-netz-unverzichtbar-ist\/\">Netzpolitik.org<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Buchempfehlung: Die &Uuml;bernahme<\/strong><br>\nDie Revolution in der DDR kam v&ouml;llig &uuml;berraschend. Als die Mauer fiel, hatte niemand damit gerechnet. Die Herstellung der deutschen Einheit erfolgte in einem rasanten Tempo. Fast nichts blieb im Osten so, wie es war. Die Menschen mussten ihren Alltag, ihr Leben von heute auf morgen komplett neu einrichten. Die sozialen Folgen waren enorm und sind im Westen bis heute meist unbekannt. Ilko-Sascha Kowalczuk erkl&auml;rt in seinem kurzweiligen Essay, wie sich die Umwandlung Ostdeutschlands vollzog, welche Gewinne und Verluste die Menschen dort verbuchten und wie die ostdeutsche Gegenwart mit der Vergangenheit von vor und nach 1989 zusammenh&auml;ngt. Er entfaltet dabei ein breites politisches, &ouml;konomisches und gesellschaftliches Panorama &ndash; mit Ecken und Kanten, voller &Uuml;berraschungen und Zuspitzungen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.chbeck.de\/kowalczuk-sascha-uebernahme\/product\/27704284?pt_ref=buchlink&amp;utm_campaign=9783406740206&amp;utm_medium=buchlink&amp;utm_source=perlentaucher.de\">Verlag C.H.Beck<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Die Lekt&uuml;re dieses Buches ist sehr zu empfehlen. Kowalczuk reproduziert dabei nicht das gew&uuml;nschte Narrativ der gegl&uuml;ckten und gl&uuml;cklichen Wiedervereinigung, sondern beschreibt die &ouml;konomischen, sozialen, kulturellen und auch seelischen Verw&uuml;stungen, die die neoliberale Schocktherapie nach der Wiedervereinigung angerichtet hat. Andere Quellen schreiben sogar davon, dass die Wirtschaft der DDR der radikalsten &ouml;konomischen Schocktherapie aller postkommunistischen L&auml;nder unterzogen wurde. Er verweist dabei als ein besonders trauriges Beispiel auch auf die Zerst&ouml;rung des Buch- und Verlagswesens der DDR durch die Privatisierungen der Treuhand im Interesse der westdeutschen Oligarchie. So gingen im Buch- und Verlagswesen der ehemaligen DDR 90 Prozent aller Arbeitspl&auml;tze verloren. Dazu findet sich ein Zitat des ehemaligen Verlegers Christoph Links im Buch: &bdquo;Der Osten war als Absatzmarkt f&uuml;r Westwaren interessant, nicht als konkurrierender Produktionsstandort.&ldquo;<\/em><\/p>\n<p><em>Auch auf die zentrale Bedeutung der gro&szlig;en DDR-Industriebetriebe f&uuml;r das soziale und kulturelle Leben in der DDR geht Kowalczuk ein. So verf&uuml;gten viele der DDR-Gro&szlig;betriebe nicht nur &uuml;ber eigene Polikliniken, Apotheken, Kinderg&auml;rten und Kindertagesst&auml;tten, sondern auch &uuml;ber Kultur- und Freizeiteinrichtungen bis hin zu eigenen Ferienlagern. Mit der Deindustrialisierung des Gebietes der ehemaligen DDR, die Industrieproduktion brach innerhalb weniger Jahre nach der Wiedervereinigung auf 27 Prozent des Wertes von 1989 ein, wurde den Menschen nicht nur die Existenzgrundlage durch Arbeitslosigkeit entzogen sondern auch deren gesamter sozialer und kultureller Kontext zerst&ouml;rt. Nur wer diesen Hintergrund ausblendet oder gar leugnet, kann sich &uuml;ber die Wahlerfolge der AfD in Ostdeutschland wundern und daran zeigt sich auch wie oberfl&auml;chlich der von den Linksliberalen propagierte &ldquo;Kampf gegen Rechts&rdquo; daherkommt. Dazu ist noch anzumerken, dass f&uuml;r diese Entwicklung die damalige schwarz-gelbe Koalition unter Kohl die Verantwortung tr&auml;gt, die das Gebiet der ehemaligen DDR als Freiluftlabor f&uuml;r die Umsetzung einer neoliberalen Wirtschaftspolitik des Deregulierens, Entb&uuml;rokratisierens und Privatisierens betrachtete. Dies gilt es bei kommenden politischen Konstellationen zu bedenken. Die CDU ist und bleibt eine neoliberale Partei.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Ostdeutschland und die &bdquo;Treu&ldquo;hand &ndash; Eine Geschichte einer Annexion, die den Deutschen wohl nicht zugemutet werden sollte!<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/josopon.wordpress.com\/2020\/01\/13\/ostdeutschland-und-die-treuhand-eine-geschichte-einer-annexion-die-den-deutschen-wohl-nicht-zugemutet-werden-sollte\/\">Jochens SOZIALPOLITISCHE NACHRICHTEN<\/a><\/p>\n<p><em>Lesen Sie dazu auch noch einmal: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=54522\">Gl&uuml;ckliche Menschen w&auml;hlen nicht die AfD<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Zu guter Letzt&hellip;<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>&ldquo;Russische Nachhilfe f&uuml;r Alice Weidel&rdquo; &hellip;<\/strong>\n<div class=\"imagewrap\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/200117-hdt-01.png\" alt=\"\" title=\"\"><span><\/span><\/div>\n<\/li>\n<li><strong>NSA erkl&auml;rt sich bereit, von der Leyens gel&ouml;schte Handydaten wiederherzustellen<\/strong><br>\nFreundliches Angebot aus den Vereinigten Staaten: Der US-Geheimdienst NSA hat sich bereit erkl&auml;rt, s&auml;mtliche SMS von Ursula von der Leyen wiederherzustellen. Die Nachrichten waren vor dem Hintergrund der Bundeswehr-Berateraff&auml;re zusammen mit anderen Daten vom Mobiltelefon der ehemaligen Verteidigungsministerin gel&ouml;scht worden.<br>\n&ldquo;Gl&uuml;cklicherweise machen wir regelm&auml;&szlig;ig Backups von den Handys s&auml;mtlicher Mitglieder der Bundesregierung&rdquo;, so NSA-Chef Paul Nakasone. &ldquo;Welches der Diensthandys von der Leyens brauchen Sie denn? Das alte, das Monate, nachdem der Untersuchungsausschuss es sehen wollte, unter mysteri&ouml;sen Umst&auml;nden von einem Fahrer des Ministeriums gel&ouml;scht wurde? Oder das neue abh&ouml;rsichere Kryptohandy, das von der Leyen pers&ouml;nlich gel&ouml;scht hat, obwohl sie wusste, dass der Untersuchungsausschuss die Daten ben&ouml;tigt? Ach, wir schicken einfach die Daten von beiden.&rdquo;&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.der-postillon.com\/2020\/01\/von-der-leyen-diensthandy.html\">Der Postillon<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lesenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?cat=19\">Hinweise des Tages<\/a> anzuschauen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57756\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-57756","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/57756","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=57756"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/57756\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":57795,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/57756\/revisions\/57795"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=57756"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=57756"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=57756"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}