{"id":57788,"date":"2020-01-17T16:54:50","date_gmt":"2020-01-17T15:54:50","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57788"},"modified":"2020-01-17T16:54:50","modified_gmt":"2020-01-17T15:54:50","slug":"hinweise-des-tages-ii-427","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57788","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57788#h01\">Die Berliner Libyen-Konferenz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57788#h02\">Streit um Iran-Atomabkommen Bundesregierung best&auml;tigt US-Drohung mit Z&ouml;llen gegen Europa<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57788#h03\">USA und China im HRW &ldquo;World Report 2020&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57788#h04\">&Uuml;bersch&uuml;sse rechtfertigen keine Senkung der Unternehmenssteuern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57788#h05\">Arbeitslosengeld-Ausgaben 2019 (SGB III): &Uuml;ber 15 Milliarden Euro &ndash; 1,25 Milliarden Euro mehr als im Vorjahr<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57788#h06\">Arbeit im Gastgewerbe: Wenn prek&auml;r normal ist<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57788#h07\">WEF-Gr&uuml;nder Klaus Schwab schm&uuml;ckt sich mit fremden Federn<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57788#h08\">EuGH-Generalanwalt: Nationale Gesetze zur Vorratsdatenspeicherung rechtswidrig<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57788#h09\">Mobilfunk: Wie gesundheitssch&auml;dlich ist 5G wirklich?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57788#h10\">Social Scoring: Wie der digitale Fu&szlig;abdruck zum Verh&auml;ngnis werden kann<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57788#h11\">Schwarze P&auml;dagogik: Die Spielarten neoliberaler Erziehung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57788#h12\">Schwarze Null: Scholz geht auf Kollisionskurs zur neuen SPD-F&uuml;hrung<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Die Berliner Libyen-Konferenz<\/strong><br>\nMit Hilfe starker russischer Unterst&uuml;tzung k&uuml;ndigt die Bundesregierung f&uuml;r diesen Sonntag eine internationale Libyen-Konferenz in Berlin an. Offizielles Ziel ist es, den Krieg in Libyen zu beenden und ausw&auml;rtige Milit&auml;rhilfen f&uuml;r die beiden gro&szlig;en Kriegsparteien zu beenden. Faktisch sucht sich Berlin in dem Konflikt als vorgeblich nicht interessegeleiteter Mittler Einfluss auf die weitere Entwicklung in dem Land zu sichern. Weil die Bundesrepublik nicht &uuml;ber gen&uuml;gend Einfluss vor Ort verf&uuml;gt, muss sie sich bei ihren Bem&uuml;hungen auf Russland und indirekt auf die T&uuml;rkei st&uuml;tzen, die jeweils eine der Kriegsparteien f&ouml;rdern. Libyen ist traditionell einer der wichtigsten Erd&ouml;llieferanten der Bundesrepublik; es lag 2018 in der deutschen Importstatistik auf Rang drei hinter Russland und knapp hinter Norwegen. Die BASF-Tochtergesellschaft Wintershall f&ouml;rdert seit 1958 Erd&ouml;l in dem Land und geh&ouml;rt zu Libyens gr&ouml;&szlig;ten &Ouml;lproduzenten. Sie klagt bereits seit Jahren, dass sie kriegsbedingt auf ihren Erd&ouml;llfeldern in der ostlibyschen W&uuml;ste Verluste schreibt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/8157\/\">German Foreign Policy<\/a>\n<p><strong>dazu: Diplomatischer Affront gef&auml;hrdet Erfolg von Libyen-Konferenz<\/strong><br>\n&bdquo;Die Nichteinladung wichtiger Anrainerstaaten wie Griechenland, Zypern und Tunesien zur Libyen-Konferenz durch die Bundesregierung ist ein diplomatischer Affront und gef&auml;hrdet einen Erfolg der Konferenz. Die Bundesregierung darf dem Druck des t&uuml;rkischen Staatspr&auml;sidenten Erdogan nicht nachgeben und diese L&auml;nder von den Verhandlungen zur Beilegung des Konflikts ausschlie&szlig;en&ldquo;, erkl&auml;rt Sevim Dagdelen, Au&szlig;enexpertin der Fraktion DIE LINKE und Mitglied des Ausw&auml;rtigen Ausschusses, anl&auml;sslich der geplanten Libyen-Konferenz in Berlin. Dagdelen weiter:<br>\n&bdquo;Es muss als Alarmzeichen gewertet werden, dass die tunesische Botschaft gegen den Ausschluss Tunesiens als &sbquo;unfreundliche Handlung&lsquo; der Bundesregierung protestiert und die guten deutsch-tunesischen Beziehungen infrage stellt. Auch die griechischen und zyprischen Bef&uuml;rchtungen, dass die T&uuml;rkei als Garantiemacht in Libyen agiert und das v&ouml;lkerrechtswidrige Abkommen zwischen der T&uuml;rkei und der Muslimbruderregierung in Tripolis in einer Berliner Vereinbarung &uuml;ber die Beilegung des Konflikts in Libyen erw&auml;hnt wird, sind nicht von der Hand zu weisen.<br>\nDie Bundesregierung muss alles f&uuml;r ein Gelingen der Konferenz in Berlin tun. Wenn auch sp&auml;t, ist es richtig, dass Bundesau&szlig;enminister Heiko Maas alles unternimmt, die innerlibyschen Konfliktparteien f&uuml;r eine Teilnahme zur Konferenz in Berlin zu gewinnen. Auch Griechenland, Zypern und Tunesien m&uuml;ssen eingeladen werden.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/diplomatischer-affront-gefaehrdet-erfolg-von-libyen-konferenz\/\">DIE LINKE. im Bundestag<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu auch: Libyen: L&auml;sst sich Merkel von Erdogan erpressen?<\/strong><br>\nSie soll ein Zeichen der St&auml;rke der europ&auml;ischen Au&szlig;enpolitik aussenden &ndash; und ist doch ein Ausdruck ihrer Schw&auml;che. Das gilt nicht nur f&uuml;r die G&auml;steliste, sondern auch f&uuml;r die Tagesordnung. Es gibt n&auml;mlich auch noch eine &ldquo;Hidden Agenda&rdquo; &ndash; &Ouml;l und Gas in Libyen und im Mittelmeer.<br>\nErdogan hat gerade erst angek&uuml;ndigt, demn&auml;chst neue Bohrungen im &ouml;stlichen Mittelmeer zu starten, wom&ouml;glich direkt vor der K&uuml;ste Kretas. Das geht zulasten Griechenlands, das sich von der EU allein gelassen f&uuml;hlt und nun Unterst&uuml;tzung beim Nato-Partner USA sucht.<br>\nAm Ende k&ouml;nnte Trump zwischen Merkel und Erdogan vermitteln, &uuml;ber die K&ouml;pfe Griechenlands und der andern EU-Staaten hinweg. Sch&ouml;ne Aussichten&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/lostineu.eu\/libyen-laesst-sich-merkel-von-erdogan-erpressen\/\">Lost in Europe<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Streit um Iran-Atomabkommen Bundesregierung best&auml;tigt US-Drohung mit Z&ouml;llen gegen Europa<\/strong><br>\nDie Europ&auml;er haben im Atomstreit den Druck auf Iran erh&ouml;ht. Nun best&auml;tigt Berlin, dass die USA zuvor damit drohten, Z&ouml;lle auf europ&auml;ische Autos zu erheben. Die Opposition spricht von &ldquo;Erpressbarkeit auf offener B&uuml;hne&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/iran-atomabkommen-bundesregierung-bestaetigt-us-drohung-mit-autozoellen-gegen-europa-a-6fa6bf6d-6812-4521-97f5-c46a0de4bc34\">DER SPIEGEL<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Ob es nun eine Drohung seitens der Amerikaner gegeben hat oder nicht, spielt keine Rolle. Die USA begr&uuml;&szlig;en den sog. Schlichtungsprozess, weil sie dadurch eben das bekommen, was sie schon immer wollten. Ein endg&uuml;ltig totes Abkommen, da kann der deutsche Au&szlig;enminister noch so verlogen argumentieren, das Verfahren sei dazu da, die Vereinbarung mit Iran zu retten. Unterm Strich haben die Bundesregierung sowie die Regierungen Frankreichs und Gro&szlig;britanniens es nicht einmal mehr geschafft, ihr blasses Gesicht in diesem traurigen Spiel zu wahren. Das zeigt letztlich auch das &bdquo;Update&ldquo; unter dem Spiegel-Artikel, in dem ein Sprecher von Minister Maas einen letzten j&auml;mmerlichen Versuch der kosmetischen Korrektur unternimmt, um es so aussehen zu lassen, als tr&auml;fe die Bundesregierung doch noch souver&auml;ne Entscheidungen. <\/em><\/p>\n<blockquote><p>\n&bdquo;Update: Nach dem Erscheinen dieses Beitrags meldete sich ein Sprecher von Minister Maas beim SPIEGEL und erg&auml;nzte, es habe &ldquo;keine Einflussnahme der USA auf die Entscheidung der Ausl&ouml;sung des Streitbeilegungsmechanismus&rdquo; gegeben. Aus dem Ministerium hie&szlig; es dazu, das Votum zum Start des Schlichtungsmechanismus sei schon vor der US-Drohung im Kreis der Minister der sogenannten E3-Staaten gefallen.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote>\n<p><em>Nur, ob souver&auml;n oder nicht. Das Ausl&ouml;sen des Schlichtungsverfahrens suggeriert etwas, das es einfach nicht gibt. N&auml;mlich die Chance auf eine Beilegung des Streits. Der kann aber nur dann beigelegt werden, wenn sich die europ&auml;ischen Staaten an ihren Teil der Vereinbarung halten, also pl&ouml;tzlich das tun w&uuml;rden, was sie seit dem v&ouml;lkerrechtswidrigen Ausstieg der USA aus dem Abkommen unterlassen. Folglich dient der Schlichtungsmechanismus nur der Verschleierung. Wenn er, wie zu erwarten ist, scheitert, k&ouml;nnen Herr Maas und Co. dem Iran die Schuld zuweisen und die USA die volle Bandbreite der Sanktionen reaktivieren. Der amerikanische Botschafter in Deutschland m&uuml;sste dann auch keine Twitter-Nachrichten mehr absetzen, in denen er deutschen Unternehmen Anweisungen gib, mit wem sie Gesch&auml;fte machen d&uuml;rfen und mit wem nicht. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>USA und China im HRW &ldquo;World Report 2020&rdquo;<\/strong><br>\nHuman Rights Watch schie&szlig;t gegen China. Kritik an den USA findet kaum Beachtung. Dabei wiegt sie schwerer<br>\nAm Dienstag ver&ouml;ffentlichte die Nichtregierungsorganisation Human Rights Watch ihren diesj&auml;hrigen Bericht zur Lage der Menschenrechte in &uuml;ber 90 L&auml;ndern. Auf rund 650 Seiten beklagen die Autoren ein breites Spektrum an Diskriminierungen, Menschenrechtsverletzungen, und Bedrohungen der Zivilgesellschaft. Technologische Massen&uuml;berwachung, Internetsperren, extreme Polizeigewalt, institutioneller Rassismus, rechtsextremistische Angriffe auf Asylunterk&uuml;nfte, Homophobie, politische Morde, Massenexekutionen, you name it.<br>\nBreites Medienecho findet allerdings nicht der Bericht selbst, sondern dessen Vorwort. HRW-Direktor Ken Roth erhebt darin schwere Vorw&uuml;rfe gegen China. Bereits im Vorfeld der Ver&ouml;ffentlichung hatte Roth Chinas Umgang mit Regimekritikern performativ entbl&ouml;&szlig;t. Wohlwissend, dass China seit Dezember als Reaktion auf das US-Gesetz &ldquo;Hong Kong Human Rights and Democracy Act&rdquo; Besuche von amerikanischen NGOs, insbesondere von Human Rights Watch, in Hongkong verbietet, hatte Roth die Pressekonferenz in Hongkong abhalten wollen. Seine Rechnung ging auf: China wies ihn unverz&uuml;glich wieder aus. [&hellip;]<br>\nDer im Gegensatz zu China-Kritik ausf&uuml;hrlichere L&auml;nderbericht zu den USA findet medial kaum Beachtung. F&uuml;r den moralischen Standard der westlichen Welt ist er schwerwiegender. Darin listet HRW unter anderem die unmenschliche Einwanderungspolitik, die fortw&auml;hrende Rassendiskriminierung, gesundheitsgef&auml;hrdende Deregulierungen unter Trump, als auch die US-Aussenpolitik, die internationale Menschenrechts- und humanit&auml;re V&ouml;lkerrecht missachtet.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/USA-und-China-im-HRW-World-Report-2020-4638812.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>&Uuml;bersch&uuml;sse rechtfertigen keine Senkung der Unternehmenssteuern<\/strong><br>\nKaum meldet der Bund einen Haushalts&uuml;berschuss, fordern Union und FDP Steuerk&uuml;rzungen f&uuml;r Unternehmen. Dabei wurden wurden die Unternehmen seit 1998 massiv steuerlich entlastet &ndash; auf Kosten der &ouml;ffentlichen Hand. Nun sollten mit den &Uuml;bersch&uuml;ssen die verschuldeten Kommunen unterst&uuml;tzt und die Sozialversicherungen entlastet werden, fordert der DGB-klartext.<br>\nMit einem &Uuml;berschuss von mindestens 13,5 Millarden Euro hat der Bund sein Haushaltsjahr 2019 abgeschlossen. Das vermeldete der Bundesfinanzminister diese Woche. Und noch bevor die Zahlen offiziell verk&uuml;ndet waren, wurde erneut bei CDU\/CSU und der FDP die altbekannte Leier runtergebetet, dass endlich die Unternehmenssteuern gesenkt und auch Topverdiener von der Zahlung des Solidarit&auml;tszuschlags befreit werden m&uuml;ssten. Wodurch die &Uuml;bersch&uuml;sse zustande gekommen sind, und ob sie woanders eine sinnvollere Verwendung finden k&ouml;nnten, interessiert die F&uuml;rsprecher der Steuersenkungen nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++92ef7f48-3797-11ea-b83d-52540088cada\">DGB klartext<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Arbeitslosengeld-Ausgaben 2019 (SGB III): &Uuml;ber 15 Milliarden Euro &ndash; 1,25 Milliarden Euro mehr als im Vorjahr<\/strong><br>\nIm Haushaltsjahr 2019 wurden von der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit (BA) f&uuml;r das beitragsfinanzierte Arbeitslosengeld bei Arbeitslosigkeit* erstmals seit 2014 mehr als 15 Milliarden Euro ausgegeben &ndash; 15,009 Milliarden Euro, 1,252 Milliarden Euro (9,1 Prozent) mehr als im Vorjahr 2018. (siehe BIAJ-Abbildung)<br>\nF&uuml;r 2020 erwartet die BA in ihrem am 11. Dezember 2019 von der Bundesregierung genehmigten Haushalt Arbeitslosengeld-Ausgaben in H&ouml;he von 16,520 Milliarden Euro.* Der Beitragssatz (&ldquo;Beitrag zur Arbeitsf&ouml;rderung&rdquo; &sect; 340 SGB III &ndash; umgangssprachlich: &ldquo;Arbeitslosenversicherung&rdquo;) wurde zum 1. Januar 2020 erneut gek&uuml;rzt &ndash; auf 2,4 Prozent &ndash; nach 6,5 Prozent von 1992 bis 2006, 4,2 Prozent in 2007, 3,3 Prozent in 2008, 2,8 Prozent in 2009 und 2010, 3,0 Prozent von 2011 bis 2018 und 2,5 Prozent in 2019.** 0,1 Beitragspunkte entsprechen z.Zt. nahezu 1,2 Milliarden Euro)<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/biaj.de\/archiv-kurzmitteilungen\/1334-arbeitslosengeld-ausgaben-2019-sgb-iii-ueber-15-milliarden-euro-1-25-milliarden-euro-mehr-als-im-vorjahr.html\">BIAJ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Kurz gesagt, die Ausgaben der Bundesagentur nehmen aufgrund der Konjunkturschw&auml;che wie zu erwarten zu, doch die Bundesregierung hat nichts Besseres zu tun, als der Arbeitslosenversicherung die Einnahmen zu entziehen. Folglich werden die Leistungen abermals gek&uuml;rzt werden m&uuml;ssen, damit die Rechnung aufgeht.  <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Arbeit im Gastgewerbe: Wenn prek&auml;r normal ist<\/strong><br>\nWer in Kneipen, Restaurants oder Hotels besch&auml;ftigt ist, arbeitet h&auml;ufig prek&auml;r. Minijobs sind hier auf dem Vormarsch. Doch f&uuml;r viele Besch&auml;ftigte &ndash; vor allem Frauen &ndash; ist das der direkte Weg in die Armut &ndash; jetzt und auch sp&auml;ter im Alter. Arbeitgeber glauben, so das Fachkr&auml;fteproblem in Niedersachsen l&ouml;sen zu k&ouml;nnen.  Das #schlaglicht Nummer 02\/2020 pr&auml;sentiert eine erfolgreichere Strategie.<br>\nManche Dinge &auml;ndern sich nicht &ndash; Jahreswechsel hin oder her: Als k&uuml;rzlich im politischen Raum &uuml;ber eine strikte Eingrenzung der geringf&uuml;gigen Besch&auml;ftigung (Minijobs) diskutiert wurde, war der Deutsche Hotel- und Gastst&auml;ttenverband (DEHOGA) mal wieder zur Stelle, um gegenzuhalten. Der Minijob sei ein wichtiges Instrument gegen den Mangel an Fachkr&auml;ften. Statt m&ouml;glicher Einschr&auml;nkungen w&auml;re vielmehr eine Anhebung der Verdienstgrenzen geboten. Mit Minijobs gegen Fachkr&auml;ftemangel? Absurder geht&rsquo;s nimmer!<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/niedersachsen.dgb.de\/themen\/++co++c46cd8ae-3832-11ea-ba78-52540088cada\">DGB Niedersachsen #schlaglicht<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>WEF-Gr&uuml;nder Klaus Schwab schm&uuml;ckt sich mit fremden Federn<\/strong><br>\nDas Thema am diesj&auml;hrigen Davos WEF ist der Einbezug der &laquo;Stakeholder&raquo;. Schwab behauptet, er habe diese Theorie erfunden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/Artikel\/Wirtschaft\/WEF-Thema-2020-Stakeholder-Wer-hats-erfunden\">Infosperber<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>EuGH-Generalanwalt: Nationale Gesetze zur Vorratsdatenspeicherung rechtswidrig<\/strong><br>\nVorschriften in Belgien, Frankreich und Gro&szlig;britannien zum anlasslosen Protokollieren von Nutzerspuren verletzten das EU-Recht, erkl&auml;rt ein Topjurist vom EuGH.<br>\nEine anlasslose und gegen alle gerichtete Vorratsdatenspeicherung ist und bleibt in der EU verboten. Daran hat der Generalanwalt beim Europ&auml;ischen Gerichtshof (EuGH), Campos S&aacute;nchez-Bordona, die Gesetzgeber in Belgien, Frankreich und Gro&szlig;britannien erinnert. Laut seinen am Mittwoch vorgelegten Schlussantr&auml;gen in mehreren viel beachteten F&auml;llen versto&szlig;en die dortigen nationalen Bestimmungen zum anlasslosen Protokollieren von Verbindungs- und Standortdaten inklusive IP-Adressen gegen die in der EU verbrieften Grundrechte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/newsticker\/meldung\/EuGH-Generalanwalt-Nationale-Gesetze-zur-Vorratsdatenspeicherung-rechtswidrig-4638596.html\">Heise Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Mobilfunk: Wie gesundheitssch&auml;dlich ist 5G wirklich?<\/strong><br>\n5G soll riesige Datenmengen schnell &uuml;bertragen. Doch es k&ouml;nnte auch der Gesundheit schaden. Europas Regierungen ignorieren die Gefahr.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/gesellschaft\/mobilfunk-wie-gesundheitsschaedlich-ist-5g-wirklich\/23852384-all.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Social Scoring: Wie der digitale Fu&szlig;abdruck zum Verh&auml;ngnis werden kann<\/strong><br>\nWas sich anh&ouml;rt wie die Storyline einer Science &ndash; Fiction &ndash; Serie, ist nun Realit&auml;t: Die Plattform f&uuml;r Zimmervermittlungen Airbnb m&ouml;chte anhand des intelligenten Online &ndash; Screenings eine soziale Bonit&auml;t des Kunden erstellen, um St&ouml;renfriede fernzuhalten. [&hellip;]<br>\nDer Zimmervermittler Airbnb hat ein Patent auf ein KI-System angemeldet, das Kunden vor der Buchung einem Online-Screening unterzieht. Wie die englische Zeitung Evening Standard berichtete, soll die Software Internetseiten wie etwa soziale Netzwerke scannen, um daraus Verhaltens- und Pers&ouml;nlichkeitsmerkmale abzuleiten. Auf dieser Grundlage soll dann ein Vertrauensw&uuml;rdigkeitsscore errechnet werden, eine Art soziale Bonit&auml;t, die Auskunft dar&uuml;ber gibt, ob der Gast rechtschaffen ist.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/zukunft-technologie\/wie-der-digitale-fussabdruck-zum-verhaengnis-werden-kann-li.4997\">Berliner Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Schwarze P&auml;dagogik: Die Spielarten neoliberaler Erziehung<\/strong><br>\nVermutlich gebe es keine p&auml;dagogischen Institutionen, wenn man nicht erwarten w&uuml;rde, dass ein Kind f&uuml;r den zuk&uuml;nftigen Arbeitsmarkt erzogen und ausgebildet werden m&uuml;sse. &bdquo;Die Schule wurde eingerichtet im 18. Jahrhundert, um das Kind f&uuml;r den sp&auml;teren Arbeitsmarkt vorzubereiten.&ldquo; Heutzutage erlebe man im &bdquo;Humankapital&ldquo; vermutlich &bdquo;die kaptalistischste Ausgeburt&ldquo; dieser Entwicklung.<br>\nMedizinische Fortschritte und Gentechnik k&ouml;nnten diesen Trend in Zukunft noch beschleunigen, sagt Seichter. Sie verweist auf die M&ouml;glichkeit eines &bdquo;Designerkindes&ldquo;, das bereits gentechnisch erzeugt werden k&ouml;nne und &bdquo;normal&ldquo; zur Welt komme. &bdquo;Der genetisch perfekte Embryo wird erzeugt und der hat keine Abweichungen, ansonsten w&uuml;rde er schon vorher aussortiert.&ldquo; Das k&ouml;nnte p&auml;dagogische Eingriffe vielleicht eines Tages &uuml;berfl&uuml;ssig machen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/schwarze-paedagogik-die-spielarten-neoliberaler-erziehung.1008.de.html?dram:article_id=468114\">Deutschlandfunk Kultur<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Schwarze Null: Scholz geht auf Kollisionskurs zur neuen SPD-F&uuml;hrung<\/strong><br>\nFinanzminister Scholz will nach SPIEGEL-Informationen auch im n&auml;chsten Jahr eisern an der schwarzen Null festhalten &ndash; entgegen den ausdr&uuml;cklichen W&uuml;nschen seiner neuen Parteichefs.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/olaf-scholz-bei-schwarzer-null-auf-kollisionskurs-zur-neuen-spd-fuehrung-a-655e5f2d-2e74-4aac-9c2d-6df40ad3fb13\">DER SPIEGEL<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Ist das &uuml;berraschend? Erinnert sei an <a href=\"https:\/\/www.bundesfinanzministerium.de\/Content\/DE\/Reden\/2018\/2018-03-22-Aussprache-Regierungserklaerung.html\">die erste Bundestagsrede<\/a> des Finanzministers Scholz. Er sagte: &bdquo;Ich habe &uuml;berall in Europa gesagt: Ein deutscher Finanzminister ist ein deutscher Finanzminister, egal welches Parteibuch er hat. Ich glaube, die Botschaft ist gut angekommen.&ldquo;<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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