{"id":57801,"date":"2020-01-20T08:05:08","date_gmt":"2020-01-20T07:05:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57801"},"modified":"2020-01-20T09:59:28","modified_gmt":"2020-01-20T08:59:28","slug":"hinweise-des-tages-3532","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57801","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57801#h01\">B&uuml;rgerkrieg in Libyen &ndash; &ldquo;Deutschland darf sich nicht wegducken&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57801#h02\">Deutschlands bl&uuml;hender Antiamerikanismus ist eine Schande<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57801#h03\">USA wollen &uuml;ber eine Milliarde US-Dollar zur Bek&auml;mpfung der chinesischen Dominanz in 5G investieren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57801#h04\">Doppelte Standards<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57801#h05\">Bundesentwicklungsminister M&uuml;ller gegen Bundeswehreinsatz in Mali<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57801#h06\">Sahra Wagenknecht &uuml;ber ihren R&uuml;ckzug &ndash; &bdquo;Mehr geistige Freiheit&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57801#h07\">Soleimanis &ldquo;untold facts&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57801#h08\">Bundeswehreinsatz in Libyen m&ouml;glich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57801#h09\">Merz will radikale Steuerreform: &bdquo;Bierdeckel kommt beidseitig beschrieben&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57801#h10\">SPD-Chefin Esken: &bdquo;Die schwarze Null muss weg&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57801#h11\">CO2-Grenzwerte &ndash; Diesen Autoherstellern drohen die h&ouml;chsten Strafen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57801#h12\">Kein Land zahlt derart hohe Kohle-Entsch&auml;digungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57801#h13\">Der Klimawandel vor unserer Haust&uuml;r<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57801#h14\">Staatliche Schulden und L&ouml;hne &ndash; bricht die Vernunft sich Bahn?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57801#h15\">Teures Gutachten soll Scheuer entlasten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57801#h16\">Werbung ohne Evidenz &ndash; Der Professor und das &ldquo;gute&rdquo; Wasser<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57801#h17\">Einladender G20-Gastgeber: 2019 hat Saudi-Arabien 184 Menschen hinrichten lassen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57801#h18\">Die Spielarten neoliberaler Erziehung<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>B&uuml;rgerkrieg in Libyen &ndash; &ldquo;Deutschland darf sich nicht wegducken&rdquo;<\/strong><br>\nMit der Einigung, wie in Libyen auf einen Frieden hingearbeitet werden soll, hat Deutschland einen wichtigen Schritt mit auf den Weg gebracht. Nun kommt es darauf an, dass die Kanzlerin alte Fehler nicht wiederholt.<br>\nDie Kanzlerin hat es geschafft, dass in Libyen vielleicht bald zumindest die Waffen schweigen. Chapeau. Dass zehn Staaten, die im Hintergrund die Strippen ziehen und mit Geld, Waffen oder S&ouml;ldnern das T&ouml;ten in Libyen am Laufen halten, heute sagen: Damit h&ouml;ren wir auf &ndash; das h&auml;tten vor Kurzem wenige f&uuml;r m&ouml;glich gehalten.<br>\n2011 hielt sich Deutschland aus Milit&auml;raktion raus<br>\nDie Kanzlerin und Libyen &ndash; das ist eine lange Geschichte. 2011 beschloss Angela Merkel, sich einer internationalen Milit&auml;raktion gegen Libyens Diktator Muammar al-Gaddafi nicht anzuschlie&szlig;en. Wir sa&szlig;en damals in Benghasi, mit vielen anderen Journalisten, und sahen Gaddafis Panzer immer n&auml;her kommen.<br>\nEs waren franz&ouml;sische, britische und amerikanische Kampfflugzeuge, die Gaddafi damals kampfunf&auml;hig machten und schlie&szlig;lich st&uuml;rzten. Den Aufst&auml;ndischen in Benghasi war 2011 nur schwer zu erkl&auml;ren, warum Deutschland sich weggeduckt hat.<br>\nDass Libyen danach im Chaos versank, lag &uuml;brigens nicht an der Milit&auml;rmission. Der Fehler war, dass die westliche Allianz die bestehende Ordnung zerst&ouml;rte und Libyen dann verga&szlig;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/kommentar\/libyen-konferenz-kommentar-101.html\">Tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Dieser Kommentar in dem deutschen Hauptmedium ist eine wirkliche Zumutung. Da wird der Regime Change gerechtfertigt und behauptet, nach der Milit&auml;rintervention habe man Libyen vergessen. Und deshalb sei der Fall eingetreten, was wir seit Jahren beobachten: Ein gescheiterter Staat, schreckliche Verh&auml;ltnisse, Mord und Totschlag. Und das ganze w&auml;re nach Meinung des Kommentators der Tagesschau besser gelaufen, wenn die Bundeswehr damals schon beteiligt gewesen w&auml;re. Unglaublich.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Deutschlands bl&uuml;hender Antiamerikanismus ist eine Schande<\/strong><br>\nNur noch vier von zehn Bundesb&uuml;rgern haben eine positive Meinung von den USA. Dabei handelt es sich um Deutschlands wichtigsten Partner in der Welt. Wie konnte das passieren? F&uuml;r den FDP-Politiker Frank M&uuml;ller-Rosentritt ist die deutsche Regierung mitverantwortlich. (&hellip;)<br>\nDie Bundesregierung darf das antiamerikanische Ressentiment nicht nur hier und da in d&uuml;rren Worten bedauern. Sie muss ihm aktiv entgegenarbeiten. Hier ist auch der Koordinator der Bundesregierung f&uuml;r die transatlantische Zusammenarbeit gefragt. Er und das Ausw&auml;rtige Amt m&uuml;ssen immer wieder daran erinnern, wie tief die Gesellschaften unserer beiden L&auml;nder miteinander verbunden sind.<br>\nUnd auch die Unionsparteien sind gefragt. Ihre Aussenpolitiker m&uuml;ssen endlich den R&uuml;cken gerade machen und dem irrlichternden Koalitionspartner Paroli bieten. Seit 70 Jahren behaupten CDU und CSU, das transatlantische Verh&auml;ltnis geh&ouml;re fest zur ihrer politischen DNA. Wenn dem wirklich so ist, dann m&uuml;ssen sie diese Haltung auch gegen&uuml;ber der SPD vertreten. Ohne Wenn und Aber.<br>\nEine deutsche Regierung darf nie auch nur den Anschein von Antiamerikanismus erwecken.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/international\/deutschlands-antiamerikanismus-ist-eine-schande-ein-gastbeitrag-ld.1534449?rflmnt=adnz%3B%3B%3Bbc\">Frank M&uuml;ller-Rosentritt in Neue Z&uuml;rcher Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Soso, diese Bundesregierung sei &bdquo;mitverantwortlich&ldquo; f&uuml;r antiamerikanische Ressentiments. Dabei folgt diese Merkel-Regierung ebenso wie ihre Vorg&auml;nger den USA in fast allen Belangen &ndash; auch zum Schaden deutscher Interessen. Selbst das Aussp&auml;hen des Kanzlerin-Handy ist faktisch folgenlos geblieben. Und sind es nicht die USA, die Konflikte mit China (Handelskrieg und Aufr&uuml;stung in asiatischen Regionen), Iran (Austritt aus dem Atom-Abkommen) und Russland (mit der Folge, dass die Gefahren von atomarer Aufr&uuml;stung und Krieg in Europa und Deutschland ernorm zunehmen) begonnen haben? Bitte lesen Sie dazu auch <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57612\">Die Gewinner von Trumps Kriegspolitik sind BlackRock und Co.<\/a>.<\/em><\/p>\n<p><em>Aber ebenso in der t&auml;glichen Arbeitswelt machen sich auch hierzulande insbesondere US-amerikanische Finanzkonzerne wie eben Blackrock immer breiter. Bitte lesen Sie dazu &ldquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57642\">Fr&uuml;hst&uuml;ck mit BlackRock und Co.<\/a>&ldquo;. Das sp&uuml;ren vermutlich auch in Deuschland immer mehr B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger. Im &Uuml;brigen d&uuml;rfte sich eine kritische Positionierung der hiesigen Bev&ouml;lkerung nicht gegen die USA und ihre Bev&ouml;lkerung generell, sondern vielmehr gegen die US-Regierung und die sie unterst&uuml;tzenden herrschenden Eliten richten. Aber ob Herr M&uuml;ller-Rosentritt den qualitativen Unterschied kennt, ist fraglich.<\/em><\/p>\n<p><em>Offensichtlich haben ein Aufenthalt in New York im Jahr 2005 <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Frank_M%C3%BCller-Rosentritt#Studium_und_Beruf\">(f&uuml;r die Deutsche Bank)<\/a> und u.a. <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Frank_M%C3%BCller-Rosentritt#Mitgliedschaften_und_gesellschaftliches_Engagement\">die Mitgliedschaft bei der Deutschen Gesellschaft f&uuml;r Ausw&auml;rtige Politik (DGAP)<\/a> ein zu optimistisches, ja geradezu unterw&uuml;rfiges Bild der USA bei Herrn M&uuml;ller-Rosentritt hinterlassen. Die DGAP versteht sich als Think Tank\/Politikberater und <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Deutsche_Gesellschaft_f%C3%BCr_Ausw%C3%A4rtige_Politik#Geschichte\">&bdquo;eine Verzahnung von Entscheidungstr&auml;gern aus Finanzwesen, Industrie, Medien, Politik und Justiz&ldquo;<\/a>. Demnach d&uuml;rfte sie weniger an den Interessen der Bev&ouml;lkerungsmehrheit, sondern am obersten 1 Prozent und ihrer Umgebung orientiert sein. Ein &bdquo;bl&uuml;hender Antiamerikanismus&ldquo; d&uuml;rfte hier &ndash; vor allem vor dem Hintergrund einer zunehmend aggressiven US-Au&szlig;enpoliitk &ndash; als st&ouml;rend empfunden werden.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>USA wollen &uuml;ber eine Milliarde US-Dollar zur Bek&auml;mpfung der chinesischen Dominanz in 5G investieren<\/strong><br>\nIn den USA wurde ein Gesetzentwurf eingebracht, der eine Subventionierung von Unternehmen zur Entwicklung der schnellen 5G-Technologie vorsieht. F&uuml;r die Bek&auml;mpfung der chinesischen Dominanz in dieser Richtung soll &uuml;ber eine Milliarde US-Dollar ausgegeben werden.<br>\nEine Gruppe von US-Gesetzgebern hat ein Gesetz zur Subventionierung von Unternehmen, die an der 5G-Technologie arbeiten, eingebracht, um dem chinesischen Marktf&uuml;hrer Huawei entgegenzuwirken. Der Schritt erfolgt zu einer Zeit, in der Washington seinen Druck auf seine Verb&uuml;ndeten erh&ouml;ht, sich von der chinesischen Technologie abzuwenden.<br>\nDas Gesetz mit dem Titel &ldquo;Utilizing Strategic Allied Telecommunications Act&rdquo; (zu Deutsch: Gesetz &uuml;ber die Nutzung der strategischen Telekommunikation durch Alliierte) w&uuml;rde mindestens 750 Millionen US-Dollar oder bis zu f&uuml;nf Prozent der j&auml;hrlichen Auktionserl&ouml;se f&uuml;r Unternehmen bereitstellen, die die Technologie der n&auml;chsten Generation f&uuml;r den US-Markt f&uuml;r mobiles Breitband entwickeln. Zus&auml;tzlich sieht es die Schaffung eines separaten Fonds mit dem Wert von 500 Millionen US-Dollar (Multilateral Telecommunications Security Fund) f&uuml;r Entwickler von &ldquo;vertrauensw&uuml;rdigen und sicheren&rdquo; Ger&auml;ten auf der ganzen Welt vor.<br>\nDer &uuml;berparteiliche Gesetzentwurf wurde von sechs US-Senatoren eingebracht, unter anderem von den Vorsitzenden des Senate Select Committee on Intelligence, dem Vorsitzenden Richard Burr und dem stellvertretenden Vorsitzenden Mark Warner.<br>\nIn dem Entwurf wird weder direkt auf bestimmte Unternehmen hingewiesen, noch werden bestimmte &ldquo;alliierte&rdquo; L&auml;nder genannt. Die Verfasser der Ma&szlig;nahme sagen jedoch offen, dass sie darauf abzielen, chinesische Telekommunikationsanbieter wie Huawei und ZTE, die aufgrund ihrer angeblichen Verbindungen zur chinesischen Regierung &ldquo;inakzeptable Risiken&rdquo; f&uuml;r die nationale Sicherheit der USA darstellen, abzuschrecken.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/nordamerika\/96963-usa-wollen-uber-milliarde-us-dollar-investieren-5g-wettlauf\/\">RT Deutsch<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Lesenswert,Einschlie&szlig;lich der Beitr&auml;ge &uuml;ber Italien und Portugal.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: Deutschland schadet sich mit Huawei-Ausschluss selbst<\/strong><br>\nDie Bundesregierung wird sp&auml;ter in diesem Monat einen Gesetzesentwurf ver&ouml;ffentlichen, der die Sicherheitskriterien f&uuml;r das Mobilfunknetz versch&auml;rfen soll und Huawei m&ouml;glicherweise aus dem 5G-Netz in Deutschland ausschlie&szlig;t. China wirft Deutschland in der Folge Diskriminierung gegen&uuml;ber dem chinesischen Unternehmen vor und weist darauf hin, dass Deutschland sich mit dem Huawei-Bann selbst schadet. (&hellip;)<br>\nDie Fraktionen von Union und SPD arbeiten derzeit an einem Gesetzesentwurf, der die Sicherheitskriterien f&uuml;r den 5G-Aufbau versch&auml;rfen soll. Das RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) zitierte aus dem Entwurf, der von der Regierung festgelegte Sicherheitskatalog f&uuml;r Netzbetreiber, der einen Zertifizierungsprozess und eine Vertrauensw&uuml;rdigkeitserkl&auml;rung beinhaltet, w&uuml;rde der strategischen Bedeutung von 5G f&uuml;r die nationale Sicherheit nicht gerecht. &bdquo;Dieser verfolgt einen herstellerneutralen und rein technischen Ansatz.&rdquo; Jedoch m&uuml;ssten die politischen und rechtlichen Rahmenbedingungen im Herkunftsland eines Anbieters ebenfalls ber&uuml;cksichtigt werden. &bdquo;Unsere Haltung zu den Sicherheitsfragen beim Aufbau des 5G-Netzes ist von der Notwendigkeit getrieben, Sicherheit herzustellen, und nicht von wirtschaftspolitischen Erw&auml;gungen&rdquo;, erkl&auml;rte Regierungssprecher Steffen Seibert in Berlin. Der &bdquo;nicht-vertrauensw&uuml;rdige&rdquo; 5G-Ger&auml;tehersteller ist laut dem Entwurf sowohl im &bdquo;Kern- als auch im peripheren Netz auszuschlie&szlig;en&ldquo;. Dabei wird Huawei zwar nicht explizit genannt, aber die Formulierung ist auf das chinesische Unternehmen zugeschnitten. Der Grund soll daran liegen, dass Huawei enge Beziehungen zur chinesischen Regierung unterhalte und verpflichtet sei, &uuml;ber eine &bdquo;Hintert&uuml;r&ldquo; Daten an diese weiterzuleiten. Huawei hat alle Vorw&uuml;rfe wegen Spionage und Sabotage zur&uuml;ckgewiesen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/german.china.org.cn\/txt\/2020-01\/16\/content_75619979.htm\">German.China.org.cn<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Auch wenn aktuell die Unterzeichnung des Handelsabkommens der ersten Phase freudig zur Kenntnis genommen wird, scheint der Konflikt zwischen den USA und China nicht beendet. Und die diese Bundesregierung tragenden Fraktionen\/Parteien stellen sich offenbar bedingungslos auf die Seite der USA. Am Beispiel des f&uuml;r Deutschland geplanten 5G-Ausbaus k&ouml;nnte der Eindruck entstehen, dass dieses auch zum Schaden der hiesigen Bev&ouml;lkerung geschieht. Denn: Ein Ausschluss von Huawei, dem Marktf&uuml;hrer dieser Technologie, bedeutet Mehrkosten (Huawei ist auch am g&uuml;nstigsten) oder gar Verzicht. Die vorgetragenen Sicherheitsbedenken gegen den chinesischen Konzern wirken &ndash; wenn nicht frei erfunden &ndash; wie eine Rhetorik aus dem Kalten Krieg und zum Wohle des US-Imperiums.<\/em><\/p>\n<p><em>Bitte lesen Sie dazu auch bzw. erneut <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56740#h13\">Boah dieser Huawei-Bullshit h&ouml;rt und h&ouml;rt nicht auf. Ist mal gut langsam?<\/a><\/em><\/p>\n<p><em>Wichtigste Voraussetzung f&uuml;r die Einf&uuml;hrung dieser Technologie sollte\/muss der Ausschluss von gesundheitlichen Gefahren sein, &uuml;ber die k&uuml;rzlich <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57788#h09\">im &bdquo;Tagesspiegel&ldquo; berichtet wurde<\/a>. Es d&uuml;rfte hierbei auch von Interesse sein, ob die chinesische Wissenschaft hierzu geforscht hat und zu welchen Ergebnissen sie gekommen ist.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Doppelte Standards<\/strong><br>\nDie Reaktion der Linken auf den US-Angriff auf den iranischen General ist erwartbar. Ihr antiimperialistisches Narrativ ist kurzsichtig. (&hellip;)<br>\nWenn Linke das milit&auml;rische Vorgehen der USA anprangern, zu Iran aber schweigen, dann sind das doppelte Standards. Als 2018 iranische Revolutionsgarden einen Raketenangriff auf eine Veranstaltung der Demokratischen Partei Kurdistan-Iran (DPKI) in der irakisch-kurdischen Stadt Koya ver&uuml;bten und 17 Menschen starben, war das Teilen der Linken keinen Hashtag, keinen Aufschrei wert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Linke-und-die-Ermordung-von-Soleimani\/!5652548\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Verstehe ich das richtig: wer den Drohnen-Mord an Soleimani verurteilt (z. B. als extralegal und v&ouml;lkerrechtswidrig, oder weil man das T&ouml;ten von Menschen generell ablehnt) und die USA daf&uuml;r anklagt, ist ein Antiimperialist (anscheinend was ganz Schlimmes) und nicht in der Lage zu sehen, da&szlig; der Iran im Allgemeinen und Soleimani im Besonderen gleichfalls milit&auml;rische Interessen vertreten, kriegsf&uuml;hrende Parteien und Menschen ermorden? Mit anderen Worten findet es Othmann v&ouml;llig gerechtfertigt, Gener&auml;le und (vermutliche) M&ouml;rder einfach so ohne Anklage und Gerichtsverfahren umzubringen? Und, noch unglaublicher, &ldquo;Gegen den Irak-Krieg zu sein, wie es viele Linke damals waren, ist einfach, wenn man nicht unter der Herrschaft Saddam Husseins leben muss.&rdquo; Ernsthaft? Kann man nicht gleichzeitig anerkennen, da&szlig; Saddam Hussein ein grausamer Diktator war, aber die USA auf der Basis von L&uuml;gen einen Krieg vom Zaun gebrochen haben, der das Mehrfache von Saddam Husseins Opfern gefordert und das Land in einem ganz f&uuml;rchterlichen Zustand zur&uuml;ckgelassen hat, zerbombt, verarmt, zerrissen zwischen Machtinteressen und Konfessionen und gepeinigt von terroristischen Attacken? Da&szlig; der IS das direkte Ergebnis des Irak-Kriegs ist? Hat Othmann sein derma&szlig;en eindimensionales Weltbild, das sie anderen &ldquo;Linken&rdquo; unterstellt? V&ouml;lkerrechtswidrige Hinrichtungen und Angrifffskriege bef&uuml;rworten, ist das neuerdings links? Was frage ich &ndash; die taz unterst&uuml;tzt ja die Gr&uuml;nen und hat schon lange nichts mehr mit Links zu tun.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Bundesentwicklungsminister M&uuml;ller gegen Bundeswehreinsatz in Mali<\/strong><br>\nBundesentwicklungsminister Gerd M&uuml;ller (CSU) hat die Pl&auml;ne von Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) kritisiert, zus&auml;tzliche Truppen zum Kampf gegen den Terror nach Mali zu entsenden. &ldquo;Einer Ausweitung des Bundeswehreinsatzes stehe ich skeptisch gegen&uuml;ber&rdquo;, sagte M&uuml;ller im Interview mit der &ldquo;Neuen Osnabr&uuml;cker Zeitung&rdquo; (NOZ). &ldquo;Nur wenn die Menschen eine Lebensperspektive haben, k&ouml;nnen wir Radikalisierung, Terror, Flucht und Schleppertum wirksam begegnen&rdquo;, sagte M&uuml;ller.<br>\nHinter der Krise in Mali und in der gesamten Tschad-Region st&uuml;nden Konflikte zwischen Bauern und Tuareg um immer weniger Wasser und immer weniger Weideland f&uuml;rs Vieh. Er bereite daher eine Verst&auml;rkung der Initiative in der Sahel-Region vor. Schwerpunkt daf&uuml;r seien die Modernisierung der Landwirtschaft, eine bessere Versorgung mit Wasser und die Schaffung von Ausbildungspl&auml;tzen und Jobs. &ldquo;Die Radikalisierung ist die Folge der Ressourcenknappheit. Wenn nichts mehr bleibt, schlie&szlig;en sich die Menschen den Terrorgruppen Boko Haram und IS an, die ihnen einen Dollar Sold und ein Gewehr versprechen&rdquo;, erkl&auml;rte der Minister.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/pm\/58964\/4495441\">Presseportal<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Wenigstens einer im Merkel-Kabinett, der nicht dem Glauben erlegen ist, die Bundeswehr werde die Situation in Mali verbessern k&ouml;nnen. Noch besser w&auml;re jedoch, die Bundeswehr aus dem Gebiet abzuziehen<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Sahra Wagenknecht &uuml;ber ihren R&uuml;ckzug &ndash; &bdquo;Mehr geistige Freiheit&ldquo;<\/strong><br>\nDen Vorsitz der Linkspartei-Bundestagsfraktion hat Sahra Wagenknecht abgegeben. Jetzt m&ouml;chte sie sich mehr Zeit zum Lesen und Publizieren nehmen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Sahra-Wagenknecht-ueber-ihren-Rueckzug\/!5654403\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Erstaunlich, einmal keine direkten Angriffe auf Sahra Wagenknecht in der taz . Aber man ist ja mit Wagenknechts R&uuml;ckzug aus der Fraktionsspitze am Ziel.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Soleimanis &ldquo;untold facts&rdquo;<\/strong><br>\nSoleimani gab der Webseite des iranischen Staatsoberhaupts im letzten Herbst ein Interview. Heute kann es als sein politisches Testament gelesen werden<br>\nIm Iran-Konflikt habe die &ldquo;Stunde der Amateure&rdquo; geschlagen, findet Klaus Brinkb&auml;umer in einem Leitartikel f&uuml;r Die Zeit. Damit meint der Autor US-amerikanische und iranische Politiker, die in der j&uuml;ngsten Vergangenheit gravierende Fehler begangen h&auml;tten. Leider ist die Amateurliga auch in den Medien, speziell den deutschen, stark vertreten. Das ist beunruhigend, weil die Artikel &uuml;berwiegend den Ton trafen, der den iranischen Machthabern gef&auml;llt. Mindestens galt das f&uuml;r die umfangreiche Berichterstattung in der ersten Januarwoche, die wegen ihrer Aktualit&auml;t den spin-off des Ereignisses gepr&auml;gt hat.<br>\nDemnach habe der US-Pr&auml;sident seine Entscheidung, den Revolutionsgardisten Soleimani t&ouml;ten zu lassen, impulsiv getroffen, ohne Abw&auml;gung der Folgen, ohne Konsultation vernunftbegabter Berater und ohne eine erkennbare Strategie. Auf der anderen Seite wurde Soleimani zum zweitm&auml;chtigsten Mann des Iran und staatlichen Repr&auml;sentanten (Rolf M&uuml;tzenich, SPD) im Rang eines Vizepr&auml;sidenten (J&uuml;rgen Trittin, Gr&uuml;ne) stilisiert. Folglich h&auml;tten die USA dem Iran faktisch den Krieg erkl&auml;rt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Soleimanis-untold-facts-4638348.html\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Zu diesem Hinweis erreichte uns von Herr Wolff folgende Zuschrift &hellip;<\/em><\/p>\n<blockquote><p>Guten Tag.<br>\nMich interessiert, warum die NDS kommentarlos(!) auf einen Artikel verweisen, in dem zwar zun&auml;chst zugegeben wird, dass der Anschlag auf Soleimani v&ouml;lkerrechts- und menschenrechtswidrig war, der aber anschlie&szlig;end nur darin besteht, diesen Mord zu rechtfertigen und dem Iran die alleinige Schuld an der Situation in nahen Osten zuzuweisen, ohne auch nur im geringsten auf die Position des Iran einzugehen.<br>\nDabei werden die &uuml;blichen Mittel verwendet. Erstens die Antisemitismuskeule (ja &ndash; das ist jetzt polemisch) und zweitens die vom Wertewesten immer herangezogene Begr&uuml;ndung: &bdquo;Er war ein B&ouml;ser und f&uuml;r einen b&ouml;sen Staat unterwegs, deshalb war die Ermordung gerechtfertigt&ldquo;<br>\nJa &ndash; der Artikel ist interessant und eine Verlinkung in den NDS sinnvoll: aber als Beispiel f&uuml;r Propaganda. Deshalb w&auml;re ein Kommentar gut gewesen.<br>\nMfG<br>\nHelmut Wolff<\/p><\/blockquote>\n<p><em>Herr Wolff hat Recht. Im redaktionellen Trubel haben wir es leider vers&auml;umt, diesen Artikel, der uns von einem anderen Leser empfohlen wurde, ausreichend zu pr&uuml;fen. Dieser Fehler tut uns leid.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Bundeswehreinsatz in Libyen m&ouml;glich<\/strong><br>\nDie Bundesregierung stellt sich darauf ein, zur Absicherung eines Waffenstillstands in Libyen m&ouml;glicherweise auch einen milit&auml;rischen Beitrag zu leisten. Das sagte Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer am Rande einer CDU-Vorstandsklausur in Hamburg.<br>\nSollte auf der Libyen-Konferenz in Berlin morgen ein Waffenstillstand vereinbart werden, stelle sich die Frage, wer diesen absichere. Deutschland werde sich damit auseinandersetzen m&uuml;ssen, wie der Beitrag aussehen k&ouml;nne. Zugleich bezeichnete Kramp-Karrenbauer bereits das Zustandekommen der Konferenz als Erfolg.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/kramp-karrenbauer-bundeswehreinsatz-in-libyen-moeglich.1939.de.html?drn:news_id=1092144\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><strong>Dazu: Stellungnahme zu Moskau-Gespr&auml;chen<\/strong><br>\n&bdquo;Die Allianz der libyschen Nationalversammlungen, zu der Organisationen der Zivilgesellschaft, nationale Parteien, Menschenrechtsverb&auml;nde, Schriftsteller, Wissenschaftler, Diplomaten und Akademiker geh&ouml;ren, hat die j&uuml;ngsten Bem&uuml;hungen in Moskau, die zur Beendigung des Krieges und zu einer friedlichen L&ouml;sung der Libyenkrise f&uuml;hren sollten, aufmerksam verfolgt.<br>\nWir begr&uuml;&szlig;en die aufrichtigen Bem&uuml;hungen neutraler Parteien, die Libyer dabei zu unterst&uuml;tzen, den Krieg zu beenden und ihre Probleme zu l&ouml;sen. Jedoch richten wir unsere Erkl&auml;rung an die Teilnehmer der Berlin-Konferenz zu Libyen und bekr&auml;ftigen Folgendes:<\/p>\n<ol>\n<li>Die T&uuml;rkei kann kein ehrlicher und erstrebenswerter Vermittler zwischen den libyschen Gegnern sein. Sie verst&ouml;&szlig;t systematisch gegen Resolutionen des Sicherheitsrats in Bezug auf das Waffenembargo und erschwert die Bek&auml;mpfung des Terrorismus in Libyen. Die T&uuml;rkei ist untrennbar mit der sogenannten Regierung des Nationalen Abkommens (GNA) [&sbquo;Einheitsregierung&lsquo;] verb&uuml;ndet, die den politischen Arm der kriminellen und terroristischen Milizen, die die Hauptstadt kontrollieren, bildet. Damit die T&uuml;rkei gegen&uuml;ber den Libyern glaubw&uuml;rdig wird und um ihren guten Willen zu beweisen, muss sich die t&uuml;rkische Regierung &ouml;ffentlich verpflichten, die Lieferung von Waffen an die Milizen einzustellen und die syrischen S&ouml;ldner abzuziehen, die sie nach Libyen gebracht hat.<\/li>\n<li>Die Hauptursachen des Konflikts in Libyen sind Gewaltt&auml;tigkeit und die schlechte Sicherheitslage sowie die bewaffneten Milizen. Diese Milizen sollten nach einem bestimmten Zeitplan entwaffnet und aufgel&ouml;st werden.<\/li>\n<li>Die von ihrem Oberbefehlshaber, Feldmarschall Khalifa Haftar, gef&uuml;hrte Libysche Nationalarmee (LNA) ist der einzige Garant f&uuml;r die Einheit, Unabh&auml;ngigkeit, Souver&auml;nit&auml;t und territoriale Integrit&auml;t Libyens und die Bewahrung seiner Ressourcen. Dies wurde deutlich bei der Befreiung der &Ouml;lterminals aus dem Griff des international sanktionierten Ibrahim al-Dschadran und seiner Miliz; die LNA sicherte alle &Ouml;lfelder und konnte die Treibstoffschmuggelbanden und Schleuserbanden ausschalten sowie die illegale Einwanderung in den von ihr kontrollierten Gebieten beenden. Die internationale Gemeinschaft hat die Pflicht, der LNA dabei zu helfen, die Camps von den Milizen zur&uuml;ckzugewinnen und ihre Streitkr&auml;fte innerhalb des ganzen Landes sowie an den Grenzen im Dienste der Sicherheit und des Friedens in Libyen und der Region einzusetzen.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/gela\/stellungnahme-zu-moskau-gespraechen\">der Freitag<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Merz will radikale Steuerreform: &bdquo;Bierdeckel kommt beidseitig beschrieben&ldquo;<\/strong><br>\nFriedrich Merz fordert eine radikale Reform des Steuersystems und eine General&uuml;berholung der Altersvorsorge in Deutschland. Der Aktienbesitz m&uuml;sse gef&ouml;rdert werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/app.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/cdu-finanzexperte-merz-will-radikale-steuerreform-bierdeckel-kommt-beidseitig-beschrieben\/25431448.html?utm_source=pocket-newtab&amp;ticket=ST-847064-UCZdCujhsmd0loMlyID3-ap6\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J.K.:<\/strong> Merz entt&auml;uscht nicht. Immer im Dienst der Finanzindustrie unterwegs.<\/em><\/p>\n<p><em>Verpflichtende betriebliche Altervorsorge, die gesetzliche Rentenversicherung soll also entg&uuml;ltig demontiert werden und Blackrock &amp; Co d&uuml;rfen sich auf riesige Mittelzufl&uuml;sse freuen wenn das Geld in den entsprechenden Fonds landet.<\/em><\/p>\n<p><em>Ob die Gr&uuml;nen einen Kanzler Merz mittragen? Man wird sehen.<\/em><\/p>\n<p><em>Was man jetzt leider schon sagen kann, dass es gegen das endg&uuml;ltige geplante aus der gesetzlichen Rentenversicherung nicht einmal ansatzweise einen Widerstand geben wird wie wir in Frankreich aktuell erleben.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> &Uuml;ber Herrn Merz ist <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Friedrich_Merz#T%C3%A4tigkeiten_in_der_Wirtschaft_und_als_Berater_(ab_2002)\">auf Wikipedia<\/a> u.a. zu lesen: &ldquo;Seit M&auml;rz 2016 ist er als Aufsichtsratsvorsitzender (active chairman) und Lobbyist f&uuml;r den deutschen Ableger des weltweit gr&ouml;&szlig;ten Verm&ouml;gensverwalters BlackRock t&auml;tig, was im Zusammenhang mit seiner Kandidatur zum Parteivorsitzenden der CDU 2018 in &uuml;berregionalen Tageszeitungen unter anderem wegen eines m&ouml;glichen Interessenkonfliktes aufgegriffen wurde.&rdquo; Sein Engagement f&uuml;r Blackrock k&ouml;nnte Herrn Merz auch im Rahmen seiner oftmals diskutierten Kanzlerkandidatur zum Verh&auml;ngnis werden.<\/em><\/p>\n<p><em>Bitte lesen Sie dazu auch <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57642\">Fr&uuml;hst&uuml;ck mit BlackRock und Co.<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57612\">Die Gewinner von Trumps Kriegspolitik sind BlackRock und Co.<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52419#h14\">Merz: &ldquo;Gro&szlig;e Koalition h&auml;lt nicht &uuml;ber den Jahreswechsel 2019\/2020 hinaus&rdquo;<\/a> mit einer Anmerkung.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>SPD-Chefin Esken: &bdquo;Die schwarze Null muss weg&ldquo;<\/strong><br>\nDie SPD-Vorsitzende Saskia Esken dringt auf umfangreiche Investitionen in Wohnungsbau, Bildung und Infrastruktur. &Uuml;ber ein solches Zukunftsprogramm wolle sie in der gro&szlig;en Koalition mit CDU und CSU verhandeln, und dar&uuml;ber d&uuml;rfe nicht nach Kassenlage entschieden werden, sagte Esken. Sie lehnte erneut Forderungen ab, den jetzigen Rekord&uuml;berschuss des Bundes f&uuml;r Steuersenkungen zu nutzen. Im Gegenteil sollten f&uuml;r Zukunftsinvestitionen notfalls auch Schulden gemacht werden. &bdquo;Die schwarze Null muss weg&ldquo;, sagte sie.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.schwaebische.de\/ueberregional\/panorama_artikel,-spd-chefin-esken-die-schwarze-null-muss-weg-_arid,11172892.html\">Schw&auml;bische<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Mitte Dezember 2019 war zu lesen: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/spd-will-mehr-investitionen-olaf-scholz-stellt-schwarze-null-infrage\/25322838.html\">Olaf Scholz stellt schwarze Null infrage<\/a>. Das war wohl dem innerparteilichen Wahlkampf um den SPD-Parteivorsitz geschuldet. Wenn der derzeit amtierende Bundesfinanzminster aber nun auf <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57788#h12\">&bdquo;Kollisionskurs zur neuen SPD-F&uuml;hrung&ldquo;<\/a> geht, so ist das ein glatter Affront nicht lediglich gegen das neue Spitzendu, sondern gegen die W&auml;hlerschaft von Frau Esken und Herrn Walter-Borjans. Schlie&szlig;lich haben sie sich im Wahlkampf f&uuml;r mehr Investitionen ausgesprochen. Herr Scholz handelt mit seinem Festhalten an der &bdquo;schwarzen Null&ldquo; ausdr&uuml;cklich auch gegen Beschluss Nr. 1 vom letzten SPD-Parteitag im Dezember 2019, in dem u.a. der Satz steht:<\/em><\/p>\n<p><em>&bdquo;<a href=\"https:\/\/indieneuezeit.spd.de\/fileadmin\/pv\/Dokumente\/BPT2019\/Beschluesse\/B1_Beschluss_Aufbruch_in_die_neue_Zeit.pdf\">In diesem Sinne d&uuml;rfen stetige Investitionen nicht an dogmatischen Positionen wie Sch&auml;ubles schwarzer Null scheitern.<\/a>&ldquo;. V&ouml;llig zurecht &ndash; als ob er Probleme durch den derzeitigen Bundesfinanzminister ahnen k&ouml;nnte &ndash; schrieb Albrecht M&uuml;ller bereits Anfang Dezember 2019: &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56779\">Scholz will die neue SPD-F&uuml;hrung unterst&uuml;tzen. Gut so. Die Konsequenz w&auml;re, das Amt des Finanzministers und Vizekanzlers zur Verf&uuml;gung zu stellen.<\/a>&ldquo;.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>CO2-Grenzwerte &ndash; Diesen Autoherstellern drohen die h&ouml;chsten Strafen<\/strong>\n<ul>\n<li>Eine aktuelle Analyse zeigt, dass die 13 f&uuml;hrenden Automobilhersteller Europas vermutlich die gesetzlichen CO&#8322;-Vorgaben f&uuml;r 2021 verfehlen werden.<\/li>\n<li>Nach den Berechnungen eines Beratungsunternehmens k&auml;men auf manche Autobauer deshalb Strafen in Milliarden-H&ouml;he zu.<\/li>\n<li>Besonders teuer k&ouml;nnte es f&uuml;r VW werden. [&hellip;]<\/li>\n<\/ul>\n<p>Laut PA Consulting werden alle 13 f&uuml;hrenden Automobilhersteller Europas ihre Ziele f&uuml;r 2021 voraussichtlich verfehlen und mit Strafzahlungen von insgesamt 14,5 Milliarden Euro rechnen m&uuml;ssen.<br>\nBesonders hart k&ouml;nnte es trotz eines klaren Bekenntnisses zur Elektromobilit&auml;t Volkswagen treffen. Das liegt vor allem daran, dass die Wolfsburger vergleichsweise viele Autos verkaufen. Die VW-Flotte d&uuml;rfte 2021 im Schnitt nur noch 96 Gramm CO&#8322;\/km aussto&szlig;en, 2018 kamen die Fahrzeuge jedoch noch auf 121 Gramm. Laut der Analyse von PA Consulting wird sich dieser Wert bis zum n&auml;chsten Jahr nur auf 109 Gramm verringern &ndash; auch, weil Volkswagen es bis dahin wohl nicht schaffen wird, genug Elektroautos auf die Stra&szlig;e zu bringen. Da sich die H&ouml;he der Strafzahlungen auch nach der Zahl der verkauften Autos richtet, drohen VW Strafen von 4,5 Milliarden Euro.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/auto\/autohersteller-strafe-grenzwerte-eu-2021-1.4760346\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Diese Zahlen muss man nat&uuml;rlich ins Verh&auml;ltnis setzen. VW hat im letzten Jahr ein Betriebsergebnis von <a href=\"https:\/\/www.manager-magazin.de\/unternehmen\/autoindustrie\/volkswagen-gewinn-steigt-rasant-aber-absatzprognose-gesenkt-a-1294012.html\">14,8 Milliarden Euro erwirtschaftet<\/a> &ndash; und dies vor allem mit schweren, leistungsstarken Autos, die zu viel CO2 aussto&szlig;en. Unter dem Strich lohnt sich die Produktion von verbrauchsstarken Autos also immer noch.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Kein Land zahlt derart hohe Kohle-Entsch&auml;digungen<\/strong><br>\nKlimareporter&deg;: Herr Ott, die Kohleverstromer sollen eine Entsch&auml;digung von 4,35 Milliarden Euro vom Staat erhalten, weil sie ihre Kraftwerke stilllegen sollen. Das sieht die jetzt getroffene Einigung von Bund und L&auml;ndern zum Kohleausstieg vor. Ist das angemessen?<br>\nHermann Ott: Die EU-Kommission wird eine sehr sorgf&auml;ltige Pr&uuml;fung einleiten, ob diese Zahlungen mit den europ&auml;ischen Beihilfevorschriften im Einklang sind &ndash; es ist also noch nichts wirklich entschieden. In einem ersten Schritt wird untersucht werden, ob diese Zahlungen als Beihilfe gewertet werden m&uuml;ssen &ndash; das ist h&ouml;chst wahrscheinlich.<br>\nIn einem zweiten Schritt wird &uuml;berpr&uuml;ft, ob diese Beihilfen &ldquo;angemessen&rdquo; sind. Das ist h&ouml;chst zweifelhaft angesichts der schon jetzt bestehenden Marktbedingungen. Die Energieproduktion aus Kohle ist ein zunehmend weniger profitables Gesch&auml;ft. Und die Bedingungen werden sich durch steigende CO2-Preise im EU-Emissionshandel weiter verschlechtern.<br>\nDiese Zahlungen sind ein vergiftetes Geschenk an die Kohleindustrie. Vergiftet deshalb, weil sie vermutlich zur&uuml;ckgezahlt werden m&uuml;ssen.<br>\nBis wann wird klar sein, ob der Deal so &uuml;berhaupt funktioniert?<br>\nDie &Uuml;berpr&uuml;fung durch die EU-Wettbewerbskommissarin wird bis zu zwei Monaten dauern. Wenn Probleme festgestellt werden, gibt es eine formellere Untersuchung, die bis zu 18 Monaten dauern kann. Dann folgt die Entscheidung, die auch unter Auflagen erfolgen kann. Je nach Ausgang der Pr&uuml;fung sind die schon gezahlten Beihilfen zur&uuml;ckzuzahlen.<br>\nIm Gegensatz zu dem, was die Bundesregierung behauptet, gibt es also keine Rechtssicherheit.<br>\nWie verfahren andere L&auml;nder, die ebenfalls aus der Kohle aussteigen? Viele wollen ja schon fr&uuml;her als Deutschland kohlefrei sein, wo 2038 das Enddatum ist.<br>\nEs gibt in keinem anderen Land Vorschl&auml;ge f&uuml;r derartig massive Entsch&auml;digungszahlungen, wie sie von der Bundesregierung angepeilt werden, und die EU-Kommission wird das bei ihrer Entscheidung ber&uuml;cksichtigen. Das ist umso erstaunlicher, als tats&auml;chlich in vielen L&auml;ndern angesichts der Klimakrise sehr viel fr&uuml;here Ausstiegsdaten gelten.<br>\nGriechenland zum Beispiel, das in hohem Ma&szlig;e von Braunkohle abh&auml;ngig ist, plant, schon bis 2028 auszusteigen. Gro&szlig;britannien verbraucht schon jetzt 40 Prozent weniger Kohle als vor zehn Jahren und will bis 2025 komplett aussteigen. Die Niederlande haben vor Kurzem 2029 als Ausstiegsdatum gesetzlich festgelegt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.klimareporter.de\/deutschland\/kein-land-zahlt-derart-hohe-kohle-entschaedigungen\">klimareporter<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Der Klimawandel vor unserer Haust&uuml;r<\/strong><br>\nDichter, Maler und Musiker haben dem Wald unz&auml;hlige Werke gewidmet. Seit einigen Jahren wird er durch Hitze und Trockenheit gef&auml;hrdet. Oder? Wetterextreme hat es doch schon immer gegeben? Unser Autor Harald Grill wollte es genauer wissen und hat sich mit Baumexperten im Bayerischen Wald getroffen. (&hellip;)<br>\nDie Waldbr&auml;nde, Hochwasser und St&uuml;rme der letzten Jahre zeigen, dass der Klimawandel auch in Bayern angekommen ist. Er gef&auml;hrdet nicht nur einzelne Baumarten, wie die bei uns am meisten verbreitete Fichte, sondern das gesamte &ouml;kologische Gleichgewicht. Die Folge: B&auml;ume werden geschw&auml;cht und der Sch&auml;dlingsbefall nimmt zu.<br>\nNoch werden in weiten Teilen der Bev&ouml;lkerung die alarmierenden Meldungen nicht ernst genug genommen. Wetterschwankungen habe es seit eh und je gegeben, hei&szlig;t es immer wieder. Und auch, dass Ma&szlig;nahmen f&uuml;r den Klimaschutz Arbeitspl&auml;tze gef&auml;hrden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.br.de\/radio\/bayern2\/sos-im-bayerischen-waldmeer-der-klimawandel-vor-unserer-haustuer-100.html\">BR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers M.H.:<\/strong> nicht nur in Brasilien und Australien sind die W&auml;lder u.a. durch menschliche Eingriffe bedroht!<\/em><\/p>\n<p><em>Vor unserer Haust&uuml;r sieht es fast genauso aus, dank ungebremstem Kfz-Verkehr, und politischen Entscheidungen, die von der CSU unter dem damaligen Ministerpr&auml;sidenten Stoiber eingeleitet wurden, unter dem Motto: dem Borkenk&auml;fer eine Heimat in Bayern!<\/em><\/p>\n<p><em>Die Nationalparkverwaltung ist nat&uuml;rlich gehalten die Dinge sch&ouml;nzureden; die angrenzenden Privatw&auml;lder, deren Besitzer bei Borkenk&auml;ferbefall verpflichtet sind abzuholzen,  sprechen aber eine andere Sprache.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Auch im Harz ist die Waldbrandgefahr dramatisch gestiegen, wie G&ouml;ttinger Experten erst letzte Woche <a href=\"https:\/\/live.goslarsche.de\/post\/view\/5e218ee243f89b03cd908a27\/Region-\/Waldbrandgefahr-dramatisch-gestiegen\">noch einmal unterstrichen<\/a>?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Staatliche Schulden und L&ouml;hne &ndash; bricht die Vernunft sich Bahn?<\/strong><br>\nEs ist meistens nur eine Frage der Zeit, bis Ideen, f&uuml;r die es eine klare empirische Evidenz gibt, auch in den Kreisen nicht mehr verleugnet werden k&ouml;nnen, die ihnen aus ideologischen Gr&uuml;nden zun&auml;chst schroff ablehnend gegen&uuml;ber stehen. Das war bei den staatlichen Schulden so und jetzt gilt es allm&auml;hlich f&uuml;r den Zusammenhang von L&ouml;hnen und Preisen. (&hellip;)<br>\nNoch einen Schritt weiter geht jetzt, man h&ouml;re und staune, ein weiteres Flaggschiff des &ouml;konomischen Konservatismus, die Neue Z&uuml;rcher Zeitung (NZZ). Sie versteigt sich zu der Schlagzeile &bdquo;Wenn Sozialpartner zu Geldpolitikern werden&ldquo; und fragt, ob man wirklich mit Lohnerh&ouml;hungen die Inflation ankurbeln kann und sollte. Basis des Artikels in der NZZ ist nat&uuml;rlich nicht eigene Einsicht, sondern eine Ausarbeitung von Mitarbeitern der Bank f&uuml;r Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ, das Original in Englisch kann man hier herunterladen).<br>\nDort wird in der Tat argumentiert, es sei eine &Uuml;berlegung wert, die Inflation mit Hilfe eines sozialen Konsensus &uuml;ber angemessene Lohnsteigerungen wieder auf normale Bahnen zu bringen, weil sich empirisch zeigen lasse, dass der Zusammenhang von Inflation und Lohnst&uuml;ckkosten ganz eng ist. Man f&uuml;hrt verschiedene L&auml;nder &ndash; wie Frankreich und Italien &ndash; vor, in denen sich in der Vergangenheit eine Verringerung der Inflationsrate unter Mitarbeit der Sozialpartner ohne allzu gro&szlig;e soziale Kosten bewerkstelligen lie&szlig;. Das ist beeindruckend f&uuml;r eine Institution (selbst wenn die Autoren nicht die BIZ repr&auml;sentieren), die sich als Bank der Zentralbanken f&uuml;hlt und von daher in der Regel auch Notenbankpositionen repr&auml;sentiert. (&hellip;)<br>\nBemerkenswert an dem Papier aus der BIZ sind aus meiner Sicht neben dem Thema an sich vor allem zwei Dinge: Erstens, die beiden &Ouml;konomen bemerken an einer Stelle (S. 15) ganz lapidar, wie bedeutend das &bdquo;&ouml;ffentliche Wissen&ldquo; der Unternehmen &uuml;ber die Tatsache ist, dass sich nicht nur die eigene Lohnsumme erh&ouml;ht, wenn auf Branchenebene Lohnerh&ouml;hungen durchgesetzt werden, sondern auch die der Konkurrenten, weil die Unternehmen dann keine Verluste von Marktanteilen f&uuml;rchten. Das aber steht in striktem Gegensatz zum mikro&ouml;konomisch fundierten Gleichgewichtsmodell, weil dort der anonyme Markt die Preise bestimmt und f&uuml;r &ouml;ffentlich verf&uuml;gbare Informationen kein Platz ist. Die Tatsache, dass die Unternehmen sich anders verhalten, wenn sie dieses Wissen haben, belegt gerade, dass die Tarifverhandlungen den Charakter eines &ouml;ffentlichen Gutes haben, das der Einzelne nur nachfragt, wenn er wei&szlig;, dass es alle nachfragen (m&uuml;ssen).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.flassbeck-economics.com\/staatliche-schulden-und-lohne-bricht-die-vernunft-sich-bahn\/\">flassbeck economics<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Teures Gutachten soll Scheuer entlasten<\/strong><br>\nNun r&uuml;ckt auch die Verteidigungsstrategie Scheuers ins Blickfeld. Ein Rechtsgutachten, das Scheuer in der Aff&auml;re um die Pkw-Maut entlasten soll, kommt den Steuerzahler nach SPIEGEL-Informationen teuer zu stehen. F&uuml;r die knapp 90 Seiten lange Untersuchung, die das Verkehrsministerium in Auftrag gab, stellten Anw&auml;lte der Kanzlei Linklaters &uuml;ber 240.000 Euro in Rechnung, auf Basis eines Stundensatzes von 410 Euro.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/pkw-maut-andreas-scheuer-bestellte-gefaelligkeitsgutachten-fuer-ueber-200000-euro-a-00000000-0002-0001-0000-000169006273\">Spiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.M.:<\/strong> Es wird immer absurder!<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Mehrfach haben die NachDenkSeiten auf die Unf&auml;higkeiten des Bundesministers Scheuer hingewiesen. Aber er h&ouml;rte offenbar nicht einmal auf die Mitarbeiter seines Hauses &ndash; bitte lesen Sie dazu erneut <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55912#h15\">Beh&ouml;rde warnte vor Maut-Risiken<\/a>. Dieser Bundesminister genie&szlig;t offensichtlich &bdquo;Narrenfreiheit&ldquo; &ndash; <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57248#h14\">zumindest wohl bis zum Erreichen des Zeitpunktes seiner Pensionsanspr&uuml;che<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Werbung ohne Evidenz &ndash; Der Professor und das &ldquo;gute&rdquo; Wasser<\/strong><br>\nEine Firma verkauft Wasserfilter f&uuml;r Tausende Euro. Experten sprechen von Betrug. Doch ein Hochschulprofessor wirbt daf&uuml;r &ndash; ohne Belege. Ein Lehrst&uuml;ck, wie freie Wissenschaft f&uuml;r Geldmacherei missbraucht wird. [&hellip;]<br>\nIm Video spricht er &uuml;ber die Nachteile und Gefahren, die Wasser angeblich hat, wenn es aus dem Wasserhahn kommt. Es geht um Mineralstoffe im Leitungswasser, die angeblich die Funktion des K&ouml;rpers beeintr&auml;chtigen und der Gesundheit schaden, um Medikamentenreste, Arsen und Blei. Dann pr&auml;sentiert Frob&ouml;se die vermeintliche L&ouml;sung: den Wasserfilter von Wassertankstelle e.V. Das Ger&auml;t befreie das Wasser von Schadstoffen, sodass es endlich bedenkenlos genossen werden k&ouml;nne.<br>\n&ldquo;Wir arbeiten hier mit der Champions League zusammen, genau wie wir es auch selber sind&rdquo;, sagt Frob&ouml;se. Die Botschaft ist klar, hier wird ein Spitzenprodukt verkauft. Allein: Der Professor kann seine Behauptungen auf SPIEGEL-Nachfrage mit keiner einzigen wissenschaftlichen Studie untermauern. Ein Forscher der Berliner Charit&eacute; bezeichnet die Aussagen als &ldquo;wissenschaftlich und medizinisch v&ouml;llig unhaltbar&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wissenschaft\/medizin\/wasserfilter-ein-professor-bewirbt-das-gute-wasser-ohne-belege-a-21e317e3-b9fc-4942-85f6-d0793c2fe260\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Der Betrug mit mal mehr mal weniger teuren Wasserfiltersystemen geht nun schon seit Jahrzehnten und die Verbraucherschutzzentralen stehen mit ihren Warnungen hilflos da. Es ist unverst&auml;ndlich, dass der Gesetzgeber hier noch nicht aktiv geworden ist. Dabei darf man nicht vergessen, dass nicht fachgerecht installierte und nicht regelm&auml;&szlig;ig fachm&auml;nnisch gewartete Filter durch die Gefahr einer Verkeimung sogar massive Gesundheitssch&auml;den ausl&ouml;sen k&ouml;nnen.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Leser H.M.:<\/strong> Der auf SPON kritisierte Prof. Ingo Frob&ouml;se ist h&auml;ufig Gast im ARD-Morgenmagazin, meist interviewt von Sportmoderator und Reporter Peter Grossmann, mit dem Frob&ouml;se offentlich beruflich enger verbunden ist. Frob&ouml;se und Grossmann haben mindestens zwei Bucher zusammen herausgebracht. Dass diese N&auml;he von Frob&ouml;se und Grossmann, die gemeinsamen beruflichen Interessen im &ouml;ffentlich-rechtlichen Fernsehen keinen verantwortlichen Redakteur, keinem Kollegen oder F&uuml;hrungskraft aufgefallen sein will, nur nur schwer vorzustellen.<\/em><\/p>\n<p><em>Zumal Grossmann offenbar ein Faible f&uuml;r umstrittene Gesch&auml;ftspartner hat. Mit dem umstrittenen Haldemar Bankhofer (&ldquo;Mister Schleichwerbung&rdquo;), der fr&uuml;her ebenfalls Dauergast im ARD-Morgenmagazin war, hat Peter Grossmann das Buch &ldquo;Naturdoping&rdquo; herausgebracht. 2008 warf die ARD den &ldquo;Gesundheitsguru&rdquo; Bankhofer aus dem ARD Morgenmagazin &ndash; <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/kultur\/verdacht-auf-schleichwerbung-ard-feuert-tv-star-bankhofer-1.584641\">wg. des Verdachts der Schleichwerbung<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Einladender G20-Gastgeber: 2019 hat Saudi-Arabien 184 Menschen hinrichten lassen<\/strong><br>\nWarum kann Riad in nur einem Jahr 184 Menschen hinrichten und viele foltern lassen und trotzdem den prestigetr&auml;chtigen G20-Gipfel ausrichten? Das fragt die Menschenrechtsgruppe Reprieve und nennt Saudi-Arabien einen Pariastaat.<br>\nMit Initiativen, die f&uuml;r andere L&auml;nder auch im Mittleren Osten seit Langem Alltag sind, aber f&uuml;r Saudi-Arabien fortschrittlich erscheinen, poliert Mohammed bin Salman (bisweilen auch kurz MBS genannt) das Image des Golfstaats auf.<br>\nVor allem setzt er auf die Frauenkarte. Dank ihm d&uuml;rfen Frauen seit Sommer 2019 Auto fahren, und nach der Ernennung einer der ersten weibliche Botschafterin in den USA, Prinzessin Rima bint Bandar, vor rund einem Jahr ist am Dienstag Prinzessin Haifa al-Mogrin zur st&auml;ndigen Vertreterin Saudi-Arabiens bei der vergleichsweise einflusslosen Organisation der Vereinten Nationen f&uuml;r Erziehung, Wissenschaft und Kultur (UNESCO) ernannt worden. (&hellip;)<br>\nDoch sogar f&uuml;r saudische Ma&szlig;st&auml;be hat der Golfstaat im Jahr 2019 eine Art H&ouml;chststand erreicht und 184 Menschen hingerichtet, darunter 88 saudische Staatsb&uuml;rger, 90 Ausl&auml;nder und sechs Personen unbekannter Nationalit&auml;t, hie&szlig; es in einer von der britischen Menschenrechtsorganisation Reprieve ver&ouml;ffentlichten Erkl&auml;rung unter Berufung auf die Nachrichtenagentur Saudi Press Agency. Am 23. April 2019 hat das K&ouml;nigreich 37 Personen hingerichtet, darunter mindestens drei, die zum Zeitpunkt ihrer angeblichen Straftaten Kinder waren. Angeh&ouml;rige der Toten wurden laut Reprieve erst nach deren Hinrichtungen informiert, aber von den Beh&ouml;rden angewiesen, keine Trauerfeiern abzuhalten.<br>\nDies ist ein weiterer d&uuml;sterer Meilenstein f&uuml;r Mohammed bin Salmans Saudi-Arabien. Die Herrscher des K&ouml;nigreichs glauben eindeutig, dass sie v&ouml;llig ungestraft das internationale Recht missachten k&ouml;nnen, wenn es ihnen passt&rdquo;, so die Direktorin von Reprieve Maya Foa.<br>\nDie Organisation, die auch die Menschenrechtsverst&ouml;&szlig;e in Guantanamo anprangert, beschreibt, wie Angeklagte in Saudi-Arabien durch Folter zu Gest&auml;ndnissen gebracht und dann beispielsweise als &ldquo;Terroristen&rdquo; hingerichtet werden, wenn sie sich f&uuml;r mehr Freiheiten in dem ultrakonservativen Land eingesetzt haben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/international\/96915-einladender-g20-gastgeber-saudi-arabien-184-hinrichtungen\/\">RT Deutsch<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Die Spielarten neoliberaler Erziehung<\/strong><br>\nSabine Seichter im Gespr&auml;ch mit Ute Welty<br>\nSchwarze P&auml;dagogik ist immer noch Teil der Lebensrealit&auml;t, sagt die P&auml;dagogin Sabine Seichter. Sie trage heute neoliberale Z&uuml;ge. In Verbindung mit Gentechnik k&ouml;nne in Zukunft ein Designerkind geschaffen werden, schreibt Seichter in ihrem Buch &bdquo;Das normale Kind&ldquo;.<br>\nIn ihrem neuen Buch &bdquo;Das normale Kind&ldquo; wirft die Salzburger P&auml;dagogik-Professorin Sabine Seichter einen neuen Blick auf die Geschichte der schwarzen P&auml;dagogik. Darin zeigt sie auf, wie das Kind im Verlauf seiner Entwicklung zur standardisierten Ware wurde und bis heute zu wenig als autonomes, m&uuml;ndiges Wesen gef&ouml;rdert werde.<br>\nEs sei ihre Absicht gewesen, einmal in die dunklen und tabuisierten Ecken p&auml;dagogischen Handelns zu blicken, in die man eigentlich nicht hinsehe, sagt Seichter. &bdquo;Was ich zur Sprache bringen m&ouml;chte, sind alle Spielarten des missbrauchten Kindes an dessen K&ouml;rper, Seele und vor allem an dessen W&uuml;rde.&ldquo; Es lohne sich genauer hinzuschauen, denn die &bdquo;schwarze P&auml;dagogik&ldquo; sei nicht verschwunden. &bdquo;Denn in der Tat zeigt sich die schwarze Dimension des P&auml;dagogischen heute eher versteckter als noch vor Jahrzehnten, was aber nicht hei&szlig;t, dass sie nicht genauso da ist,&ldquo; so die Buchautorin.Schwarze P&auml;dagogik ist immer noch Teil der Lebensrealit&auml;t, sagt die P&auml;dagogin Sabine Seichter. Sie trage heute neoliberale Z&uuml;ge. In Verbindung mit Gentechnik k&ouml;nne in Zukunft ein Designerkind geschaffen werden, schreibt Seichter in ihrem Buch &bdquo;Das normale Kind&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/schwarze-paedagogik-die-spielarten-neoliberaler-erziehung.1008.de.html?dram:article_id=468114\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-57801","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/57801","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=57801"}],"version-history":[{"count":7,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/57801\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":57816,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/57801\/revisions\/57816"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=57801"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=57801"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=57801"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}