{"id":57959,"date":"2020-01-26T11:45:36","date_gmt":"2020-01-26T10:45:36","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57959"},"modified":"2020-01-27T07:49:57","modified_gmt":"2020-01-27T06:49:57","slug":"der-iran-deal-ein-abschiedsbrief","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57959","title":{"rendered":"Der Iran-Deal \u2013 ein Abschiedsbrief"},"content":{"rendered":"<p>Das Atomabkommen mit dem Iran h&auml;tte als Meilenstein einer l&ouml;sungsorientierten Diplomatie den Weg in eine friedlichere Zukunft weisen k&ouml;nnen. Mit seinem Ausstieg aus dem Iran-Deal im Mai 2018 setzte Donald Trump eine Eskalationsspirale in Gang, die die Welt so nahe an einen US-Iran-Krieg brachte wie zu keinem anderen Zeitpunkt in den 41 Jahren Spannungen beider L&auml;nder zuvor. Die europ&auml;ischen Vertragsparteien genau wie China und Russland duckten sich weg und waren entweder nicht willens oder nicht in der Lage, dem Trumpschen Sanktionsregime etwas entgegenzusetzen. Vergangene Woche beschuldigten Deutschland, Gro&szlig;britannien und Frankreich unter Artikel 36 des Deals den Iran offiziell des Vertragsbruchs und dr&auml;ngten Teheran so weiter in die Ecke &ndash; ein Schritt, der als letzter Sargnagel des so wichtigen Abkommens betrachtet werden sollte. Von <strong>Jakob Reimann<\/strong>.<br>\n<!--more--><br>\nIn der chaotischen Trump-&Auml;ra wird eines gerne vergessen: Barack Obama hatte eine katastrophale Au&szlig;enpolitik- und Menschenrechtsbilanz. Seinen <a href=\"http:\/\/justicenow.de\/2016-07-13\/president-obama-geben-sie-den-friedensnobelpreis-zurueck\/\">Friedensnobelpreis<\/a> sollte er umgehend nach Oslo zur&uuml;ckschicken. Neben all dem Unheil, das Obama &uuml;ber die Welt brachte, gab es jedoch eine kleine Handvoll positiver Errungenschaften, die er hinterlie&szlig;: Nach fast 90 Jahren Konfrontation beider L&auml;nder die <a href=\"https:\/\/www.alternet.org\/2016\/03\/5-reasons-why-obama-radically-changed-us-policy-toward-cuba\/\">Normalisierung der Beziehungen zu Kuba<\/a> etwa, oder seinen Anteil an der Erreichung des Pariser Klimaabkommens, doch allen voran ist das historische Nuklearabkommen mit dem Iran zu nennen. In seiner Obama-Obsession &ndash; die Jahre zur&uuml;ckreicht; Stichwort &bdquo;<a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Barack_Obama_citizenship_conspiracy_theories\">Birther Movement<\/a>&ldquo; &ndash; begann Donald Trumps Pr&auml;sidentschaft mit Tag 1, die wenigen positiven Errungenschaften seines Vorg&auml;ngers in St&uuml;cke zu rei&szlig;en.<\/p><p><strong>Trump zerrei&szlig;t den Iran-Deal<\/strong><\/p><p>Am 8. Mai 2018 trat Donald Trump aus dem JCPOA (Joint Comprehensive Plan of Action, &bdquo;Iran-Nukleardeal&ldquo;) aus. Der 2015 zwischen China, Frankreich, Gro&szlig;britannien, Russland, USA (P5-M&auml;chte), sowie Deutschland, der EU und dem Iran geschlossene Deal sollte eine potentielle iranische Atombombe unm&ouml;glich machen, wof&uuml;r Irans ziviles Atomprogramm maximal beschnitten, reglementiert und &uuml;berwacht wurde. Im Gegenzug sollten die harschen Sanktionen und in diesem Zuge die weltweite Isolation des Landes enden. Der Deal funktionierte, die zust&auml;ndige Internationale Atomenergiebeh&ouml;rde verifizierte <a href=\"https:\/\/www.iaea.org\/newscenter\/focus\/iran\/iaea-and-iran-iaea-reports\">in s&auml;mtlichen Quartalsberichten<\/a> Irans l&uuml;ckenlose Einhaltung des Deals. Das Abkommen ist sicher nicht perfekt &ndash; in der internationalen Politik gibt es so etwas nun mal nicht &ndash; doch bewies es, dass selbst jahrzehntelange Feinde, die sich maximal misstrauten und aus ihrer Wahrnehmung jeweils einer untragbaren Situation gegen&uuml;bersahen, ein konkretes Problem anstatt auf dem Schlachtfeld am Verhandlungstisch l&ouml;sen konnten. An anderer Stelle <a href=\"http:\/\/justicenow.de\/2017-10-12\/am-sonntag-koennte-donald-trump-den-krieg-gegen-den-iran-lostreten\/\">bezeichnete<\/a> ich den Deal daher als &bdquo;Blaupause f&uuml;r friedliche, l&ouml;sungsorientierte Diplomatie im 21. Jahrhundert&ldquo;: Mehr Diplomatie wagen &ndash; was auch sonst?<\/p><p>Trump hat das JCPOA-Dokument nat&uuml;rlich nie gelesen, sondern hat den Rechtsau&szlig;en-Einfl&uuml;sterern auf FOX News, in kriegstreiberischen Thinktanks und in seinem Stab deren L&uuml;gen &uuml;ber den Deal geglaubt und bezeichnete ihn wiederholt als &bdquo;schlechtesten Deal aller Zeiten&ldquo;. Einige Male unterschrieb auch Trump noch den Quartalsbericht und best&auml;tigte so widerwillig Irans Einhaltung aller Vorgaben, bis er im Mai 2018 schlie&szlig;lich als Medienzirkus inszeniert aus dem Deal ausstieg. Die moderaten Reformer um Pr&auml;sident Hassan Rouhani und Au&szlig;enminister Javad Zarif wurden durch Trumps fatale Entscheidung massiv geschw&auml;cht. Die einzigen Profiteure im Iran waren anti-amerikanische Hardliner wie Revolutionsf&uuml;hrer Ali Khamenei und der j&uuml;ngst <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57451\">durch eine US-Drohne get&ouml;tete General Soleimani<\/a>, die von Beginn an gegen Verhandlungen mit Obama waren. Khamenei einen Tag nach Trumps Austritt aus dem Deal: &bdquo;Ich sagte es vom ersten Tag an: <a href=\"https:\/\/www.bbc.com\/news\/world-us-canada-44057306\">Ihr k&ouml;nnt Amerika nicht trauen<\/a>&ldquo;.<\/p><p>Trumps Ausstieg folgte das Wiedereinsetzen der US-Sanktionen gegen den Iran und unter dem Label &bdquo;maximum pressure&ldquo; schlie&szlig;lich eine Eskalationskaskade aus neuen Sanktionen, milit&auml;rischem S&auml;belrasseln bis hin zu offenen Kriegshandlungen und Washingtons Dr&auml;ngen aller anderen L&auml;nder dieser Welt, ihre Wirtschaftsbeziehungen zum Iran ebenfalls einzustellen, wollten sie nicht mit drakonischen US-Sekund&auml;rsanktionen bestraft werden. Diese Eskalationsspirale brachte die Welt zu Beginn des neuen Jahrzehnts so nahe an den Abgrund eines m&ouml;glichen US-Iran-Kriegs wie zu keinem anderen Zeitpunkt in 41 Jahren Spannungen beider L&auml;nder zuvor (wie ich ausf&uuml;hrlich <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57451\">auf den NachDenkSeiten<\/a> analysierte). Zentral in dieser &bdquo;maximum pressure&ldquo;-Strategie war das Ziel, Irans &Ouml;lexporte auf Null herunterzufahren und so Teherans mit Abstand wichtigste Einnahmequelle auszuschalten. Ein Land nach dem anderen f&uuml;gte sich der Vorgabe aus Washington.<\/p><p>Ende September 2019 sanktionierte die Trump-Regierung erneut speziell chinesische Firmen, die weiterhin geringe &Ouml;lgesch&auml;fte mit dem Iran abwickelten, mit dem Ergebnis, dass <a href=\"https:\/\/www.atlanticcouncil.org\/blogs\/iransource\/despite-sanctions-china-is-still-doing-some-business-with-iran\/\">iranische &Ouml;lexporte Richtung China<\/a> vom Peak im April 2019 (fast 900.000 Barrel pro Tag\/bpd) auf <a href=\"https:\/\/en.radiofarda.com\/a\/china-s-trade-with-iran-declines-by-close-to-40-percent-in-2019\/30301702.html\">140.000<\/a> bpd einbrachen. China kauft damit etwa die H&auml;lfte der <a href=\"#b3cff3364d57\">300.000 bpd<\/a>, die Iran aktuell noch absetzen kann (&uuml;ber Trucks oder kleinere Schiffe geschmuggelt, durch Ausschalten der Tracker, umetikettiert als irakisches &Ouml;l oder an ebenfalls sanktionierte Paria wie Assad). Angesichts von Exporten von weit &uuml;ber 2,5 Millionen bpd vor Trumps Austritt aus dem Deal &ndash; einem Einbruch um fast 90 Prozent also &ndash; muss konstatiert werden, dass Trumps Politik des Herunterfahrens iranischer Exporte auf Null ihr Ziel nahezu erreicht hat. Dass US-Satelliten (Japan, S&uuml;dkorea) oder unterw&uuml;rfige Partner (die L&auml;nder Europas) ihre Importe einstellten, mag nicht sonderlich &uuml;berraschen, dass jedoch vor Selbstbewusstsein strotzende (Erdo&#287;ans T&uuml;rkei) oder schier riesige L&auml;nder (Indien, China) dasselbe taten, dann schon etwas mehr. <\/p><p><a href=\"https:\/\/www.bbc.com\/news\/world-middle-east-48119109\">Die Folgen der &bdquo;maximum pressure&ldquo;-Politik sind katastrophal<\/a>. 2018 schrumpfte die iranische Wirtschaft um 4,8 Prozent und 2019 schlie&szlig;lich um rund 9,5 Prozent, der Iranische Rial verlor in den letzten zwei Jahren gut zwei Drittel an Wert, Inflationsraten von je &uuml;ber 30 Prozent wurden gemessen. Benzinpreise stiegen um die H&auml;lfte, Nahrungsmittelpreise um knapp zwei Drittel, Kosten f&uuml;r lebensnotwendige Medikamente schossen in die H&ouml;he genau wie jene f&uuml;r medizinische Behandlungen: Die Sanktionen zerst&ouml;ren nicht nur die iranische Volkswirtschaft, sondern haben auch fatale Folgen f&uuml;r die humanit&auml;re Lage im Land. Die &bdquo;umfassenden Sanktionen der Trump-Regierung&ldquo;, schreibt Human Rights Watch <a href=\"https:\/\/www.hrw.org\/news\/2019\/10\/29\/iran-sanctions-threatening-health\">in seinem j&uuml;ngsten Bericht<\/a>, hatten &bdquo;negative Auswirkungen auf die humanit&auml;re Not und das Recht auf Gesundheit von Millionen von Iranern&ldquo;.<\/p><p>Eine Woche nach Unterzeichnung des JCPOA in Wien wurde der Iran-Deal am 20. Juli 2015 einstimmig auch in <a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/United_Nations_Security_Council_Resolution_2231\">Resolution 2231 des UN-Sicherheitsrats<\/a> verbrieft und ist nach <a href=\"https:\/\/unric.org\/de\/charta\/\">Artikel 25 der UN-Charta<\/a> damit v&ouml;lkerrechtlich bindend f&uuml;r alle 193 UN-Mitgliedsstaaten (plus der Heilige Stuhl und Pal&auml;stina). Es ist zentral, sich diesen Umstand zu vergegenw&auml;rtigen: Unabh&auml;ngig von Trumps Aussteigen aus dem JCPOA selbst war jeder seiner im Mai 2018 folgenden Eskalationsschritte v&ouml;lkerrechtswidrig &ndash; alle US-Sanktionen gegen den Iran sind illegal. Als Reaktion auf diesen V&ouml;lkerrechtsbruch seitens der USA &ndash; sowie Europas, Chinas und Russlands, die ebenfalls vertragsbr&uuml;chig wurden, da sie nicht willens oder im Stande waren, dem Iran die zugesicherten wirtschaftlichen Vorteile zu verschaffen (siehe unten) &ndash; begann der Iran im Mai 2019 in f&uuml;nf Schritten, seine technischen Verpflichtungen unter dem JCPOA ebenfalls auszusetzen (etwa im Anreicherungsgrad des Urans oder der Anzahl erlaubter Zentrifugen). Nach jeder weiteren Stufe lie&szlig; Teheran den verbleibenden Vertragsparteien, insbesondere den europ&auml;ischen, jeweils 60 Tage Zeit, entsprechende abfedernde Ma&szlig;nahmen zu implementieren und versicherte korrekt, alle Schritte seien problemlos reversibel (h&ouml;her angereichertes Uran kann umgehend mit schwach angereichertem verd&uuml;nnt werden, &uuml;bersch&uuml;ssige Kilogramm k&ouml;nnen nach Russland oder Europa exportiert werden usw.), doch wurde jedes Mal im Stich gelassen, da nichts passierte. Die iranische F&uuml;hrung berief sich in ihrem Handeln stets auf <a href=\"#page=17\">Artikel 36 des JCPOA<\/a>, der jeder Vertragspartei das Recht einr&auml;umt, &bdquo;ihre Verpflichtungen ganz oder teilweise auszusetzen&ldquo;, wenn sich die anderen Parteien einer &bdquo;signifikanten Nichterf&uuml;llung&ldquo; ihrer Vertragsverpflichtungen schuldig machen &ndash; handelte also stets im Einklang mit dem V&ouml;lkerrecht.<\/p><p>Es mag westliche Beobachter verwirren, doch: China, Deutschland, die EU, Frankreich, Gro&szlig;britannien, Russland und die USA haben den Iran-Deal und damit UN-Resolution 2231 verletzt, nicht der Iran. Erneut <a href=\"https:\/\/twitter.com\/JZarif\/status\/1213900666164432900\">unter Berufung auf Artikel 36<\/a> verk&uuml;ndete Teheran am 5. Januar schlie&szlig;lich die Implementierung der f&uuml;nften und letzten Stufe und hat damit wie vor 2015 ein ziviles Nuklearprogramm, das keinerlei JCPOA-Restriktionen mehr unterliegt &ndash; Donald Trump kann sich auf die Schulter klopfen.<\/p><p><strong>Europa dr&auml;ngt Iran in die Ecke<\/strong><\/p><p>Vermeintlich als Reaktion auf diese f&uuml;nfte und letzte Abkehr Teherans von den JCPOA-Auflagen verk&uuml;ndeten die Au&szlig;enminister Deutschlands, Frankreichs und Gro&szlig;britanniens in einer gemeinsamen Erkl&auml;rung am 14. Januar schlie&szlig;lich unter Berufung auf denselben Artikel 36 des JCPOA, <a href=\"https:\/\/www.auswaertiges-amt.de\/de\/newsroom\/wiener-nuklearvereinbarung\/2292566?isLocal=false&amp;isPreview=false\">den Streitschlichtungsmechanismus auszul&ouml;sen<\/a> und Teheran so weiter in die Ecke, weiter in die Handlungsunf&auml;higkeit zu dr&auml;ngen. Die iranische Argumentation, aufgrund der unterstellten europ&auml;ischen Nicht-Erf&uuml;llung des Deals seinerseits Artikel 36 zu bem&uuml;hen, &bdquo;akzeptieren wir nicht&ldquo;, so die drei Au&szlig;enminister, die weiter erkl&auml;ren, sie h&auml;tten &bdquo;unerm&uuml;dlich auf eine F&ouml;rderung des legitimen Handels mit Iran hingearbeitet, auch durch die Zweckgesellschaft INSTEX&ldquo;. (INSTEX ist ein Tauschmechanismus, der am Dollar vorbei den iranisch-europ&auml;ischen Handel abwickeln sollte.) Allein der letzte Satz ist eine derart massive Irref&uuml;hrung der &Ouml;ffentlichkeit, dass es schwerf&auml;llt, ihn nicht als offene L&uuml;ge zu bezeichnen.<\/p><p>Hier die Zahlen: Hat sich <a href=\"https:\/\/madb.europa.eu\/madb\/statistical_form.htm\">der beiderseitige Handel zwischen EU und Iran<\/a> von 2015 &ndash; dem Jahr vor Inkrafttreten des Deals &ndash; von 7,7 Milliarden US-Dollar auf 21,0 Milliarden im Jahr 2017 fast verdreifacht, so fiel er 2018 &ndash; dem Jahr von Trumps Ausstieg aus dem Deal &ndash; bereits leicht auf 18,4 Milliarden, um 2019 schlie&szlig;lich vollkommen einzubrechen. Bis Oktober 2019 st&uuml;rzte der EU-Iran-Handel <a href=\"https:\/\/www.euractiv.com\/section\/global-europe\/news\/instex-fails-to-support-eu-iran-trade-as-nuclear-accord-falters\/\">um 75 Prozent<\/a> ins Bodenlose, so die Zahlen der Deutsch-Iranischen Industrie- und Handelskammer. Die iranischen Exporte Richtung EU l&ouml;sten sich gar um 94 Prozent nahezu in Luft auf und beliefen sich auf 586 Millionen Dollar &ndash; Peanuts im Vergleich zu den fast 11 Milliarden in die EU exportierter Waren in 2017. Das pan-europ&auml;ische Nachrichtenportal Euractiv berichtet unter Berufung auf verschiedene Quellen in der EU gar, dass entgegen der blumigen Worte aus Europa bislang <a href=\"https:\/\/www.euractiv.com\/section\/global-europe\/news\/instex-fails-to-support-eu-iran-trade-as-nuclear-accord-falters\/\">keine einzige Transaktion &uuml;ber INSTEX<\/a> abgewickelt wurde &ndash; zu gro&szlig; ist die Angst vor Trumps Sekund&auml;rsanktionen. INSTEX existiert also nur auf dem Papier, ist ein Hirngespinst. Wenn diese katastrophalen Handelsbilanzen und ein impotentes INSTEX-Phantom das Ergebnis &bdquo;unerm&uuml;dlicher Arbeit&ldquo; seitens der drei Au&szlig;enminister sind, so sind Heiko Maas, Jean-Yves Le Drian und Dominic Raab (beziehungsweise Hunt und Johnson vor ihm) ganz offensichtlich maximal unf&auml;hig und sollten umgehend von ihren Posten als Vorzeigediplomaten Europas zur&uuml;cktreten.<\/p><p>Entgegen dem in der gemeinsamen Erkl&auml;rung der drei wiederholt vorgetragenen Commitment zum Iran-Deal und der Bekr&auml;ftigung, &bdquo;durch konstruktiven diplomatischen Dialog einen Weg aus dieser Sackgasse zu finden&ldquo;, sollte die Initiierung des Streitschlichtungsmechanismus als Todessto&szlig; des JCPOA insgesamt betrachtet werden, da es f&uuml;r Teheran nun kaum ein m&ouml;gliches Szenario mehr gibt, an den vielfach beschworenen Verhandlungstisch zur&uuml;ckzukehren, ohne vollst&auml;ndig das Gesicht zu verlieren. Durch ein selbstbewusstes Auftreten und ein forciertes Eintreten f&uuml;r die eigenen Positionen h&auml;tte Europa diese &bdquo;Sackgasse&ldquo; verhindern k&ouml;nnen &ndash; doch es entschied sich einmal mehr f&uuml;r das Unterwerfen unter Washingtons Diktat.<\/p><p><strong>Auch Russland und China lassen den Iran im Stich<\/strong><\/p><p>Doch auch Russland und China d&uuml;rfen von ihrer Verantwortung f&uuml;r das Scheitern des Deals nicht entbunden werden, da auch diese zwei Verb&uuml;ndeten des Iran sich dem Druck Washingtons unterwarfen und die im JCPOA zugesicherten wirtschaftlichen Vorteile nicht liefern konnten. Russland ist traditionell zwar politisch eng mit dem Iran verbunden, doch spielt als Handelspartner eine eher untergeordnete Rolle &ndash; der Anteil von Importen aus Russland in den Iran liegt im unteren Prozentbereich aller iranischen Importe, und der Anteil iranischer Exporte Richtung Russland gar im unteren Promillebereich. In den ersten sieben Monaten 2019 stieg der Handel zwischen beiden L&auml;ndern im Vergleich zum Vorjahr zwar um ein Viertel auf 1,33 Milliarden US-Dollar, wie die iranische Financial Tribune <a href=\"https:\/\/financialtribune.com\/articles\/domestic-economy\/99838\/iran-russia-record-24-growth-in-bilateral-trade\">berichtete<\/a>, doch ist dieses Plus ausschlie&szlig;lich auf gestiegene Exporte aus Russland zur&uuml;ckzuf&uuml;hren &ndash; Ausfuhren aus dem Iran sanken gar um &uuml;ber 6 Prozent. Besonders ist das Einstellen einiger Prestigeprojekte schmerzhaft f&uuml;r den Iran. So zog sich der zweitgr&ouml;&szlig;te russische &Ouml;lproduzent Lukoil bereits im Mai 2018 <a href=\"https:\/\/www.reuters.com\/article\/us-russia-lukoil-iran\/lukoil-puts-iran-plans-on-hold-due-to-threat-of-u-s-sanctions-idUSKCN1IU1M7\">aus seinen Iran-Gesch&auml;ften zur&uuml;ck<\/a>, w&auml;hrend der Energieriese Gazprom zwar mehrere nichtbindende Absichtserkl&auml;rungen mit dem Iran unterzeichnete, doch wurden auch daraus bislang keinerlei Kooperationen geschlossen. Dem konkreten Projekt des Baus einer iranisch-omanischen Gaspipeline <a href=\"https:\/\/www.tehrantimes.com\/news\/436457\/Russia-s-Gazprom-still-considering-participation-in-Iran-s-energy\">erteilte die Gazprom-F&uuml;hrung eine Abfuhr<\/a>.<\/p><p>Bereits oben wurde erw&auml;hnt, dass China zwar weiterhin geringe Mengen iranischen &Ouml;ls abnimmt (rund 140.000 bpd), dass dieser Wert im Vergleich zur Zeit vor Trumps Sanktionen jedoch um &uuml;ber f&uuml;nf Sechstel eingebrochen ist. Auch bezahlt China den Iran nicht direkt, sondern nutzt die &Ouml;llieferungen zur <a href=\"https:\/\/en.radiofarda.com\/a\/china-s-trade-with-iran-declines-by-close-to-40-percent-in-2019\/30301702.html\">Bedienung von Kreditlinien<\/a>. China ist weiterhin der mit Abstand <a href=\"https:\/\/oec.world\/en\/profile\/country\/irn\/\">wichtigste Handelspartner f&uuml;r den Iran<\/a>, doch brach auch der <a href=\"https:\/\/en.radiofarda.com\/a\/china-s-trade-with-iran-declines-by-close-to-40-percent-in-2019\/30301702.html\">sino-iranische Handel 2019<\/a> massiv ein: In den ersten zehn Monaten fielen chinesische Exporte in den Iran um 39 Prozent, w&auml;hrend iranische Exporte nach China um 36 Prozent zur&uuml;ckgingen; im Oktober 2019 fiel das Handelsvolumen beider L&auml;nder auf den schlechtesten Wert seit &uuml;ber zehn Jahren. <\/p><p>Laut den <a href=\"#download\">Datenbanken des IWF<\/a> gingen iranische Exporte insgesamt nach beeindruckenden zweistelligen Wachstumsraten 2015 und 2016 im Jahr 2018 um 17 Prozent zur&uuml;ck und brachen 2019 um 37 Prozent ein (IWF-Prognose), w&auml;hrend die iranische Volkswirtschaft insgesamt massiv schrumpfte. Statt dem im JCPOA zugesagten &ouml;konomischen Bergauf trat also das genaue Gegenteil ein. Nat&uuml;rlich wurde dieser Wirtschaftskrieg gegen den Iran im Wei&szlig;en Haus initiiert, doch m&uuml;ssen auch alle anderen Vertragsparteien f&uuml;r das Scheitern des Deals zur Rechenschaft gezogen werden. Wie aus den anderen Hauptst&auml;dten sind auch aus Moskau und Peking stets blumige Worte des Commitments zum Iran-Deal zu vernehmen, doch &uuml;bersetzen sich diese nicht in konkretes Handeln und sind f&uuml;r den Iran damit wertlos: Auch Russland und China haben den Iran im Stich gelassen.<\/p><p><strong>Die Dem&uuml;tigung Europas<\/strong><\/p><p>Am Mittwoch vergangener Woche <a href=\"https:\/\/www.washingtonpost.com\/world\/national-security\/days-before-europeans-warned-iran-of-nuclear-deal-violations-trump-secretly-threatened-to-impose-25percent-tariff-on-european-autos-if-they-didnt\/2020\/01\/15\/0a3ea8ce-37a9-11ea-a01d-b7cc8ec1a85d_story.html\">enth&uuml;llte die Washington Post eine Geschichte<\/a>, die f&uuml;r Europa nicht nur &auml;u&szlig;erst peinlich, sondern &ndash; mal wieder &ndash; eine regelrechte Dem&uuml;tigung war. &bdquo;Eine Woche bevor Deutschland, Frankreich und Gro&szlig;britannien den Iran offiziell der Verletzung des Atomabkommens von 2015 beschuldigten&ldquo;, so die Washington Post unter Berufung auf anonyme europ&auml;ische Funktion&auml;re, &bdquo;&auml;u&szlig;erte die Trump-Regierung eine private Drohung an die Europ&auml;er, die die Funktion&auml;re in allen drei L&auml;ndern schockierte&ldquo;. Wenn Europa &bdquo;sich weigern sollte, Teheran anzuprangern und einen geheimen Streitmechanismus zu initiieren, w&uuml;rden die USA europ&auml;ische Automobile mit Z&ouml;llen in H&ouml;he von 25 Prozent belasten&ldquo;. Entgegen den diplomatischen Protokollen wurde die Drohung nicht &uuml;ber die jeweiligen Botschaften in Washington &uuml;bermittelt, sondern direkt nach Berlin, London und Paris gefunkt. &bdquo;Die Zolldrohungen sind eine Mafia-artige Taktik&ldquo;, zitiert die Washington Post Jeremy Shapiro vom European Council on Foreign Relations, und weiter einen der anonymen europ&auml;ischen Funktion&auml;re: &bdquo;Wir wollten nicht schwach wirken und entschieden uns daher, die Existenz der Drohungen geheim zu halten&ldquo;.<\/p><p>Zwar sind Sanktionen und Strafz&ouml;lle in der Tat das einzige Tool im diplomatischen Werkzeugkasten des US-Pr&auml;sidenten, auch w&uuml;rde eine derart anma&szlig;ende Dreistigkeit ins Trumpsche Profil passen, doch m&uuml;ssen wir aus langer Erfahrung h&ouml;chst wachsam sein, wenn US-Medien etwas derart Brenzliges ausschlie&szlig;lich auf Angaben &bdquo;anonymer Quellen&ldquo; gr&uuml;nden. Auch US-Botschafter Richard Grenell bem&uuml;hte eben diese Argumentation und diffamierte auf Twitter die Enth&uuml;llungen der Washington Post reflexartig als &bdquo;<a href=\"https:\/\/twitter.com\/RichardGrenell\/status\/1217539473627435009\">Fake News<\/a>&ldquo;. Doch dann kam AKK. Die nicht unbedingt f&uuml;r ihre diplomatische Finesse bekannte Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) best&auml;tigte nach einem Besuch bei ihrem britischen Amtskollegen in London die Vorw&uuml;rfe der Washington Post: &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.afp.com\/de\/nachrichten\/18\/kramp-karrenbauer-london-wird-sich-kuenftig-staerker-auf-die-seite-der-usa-stellen-doc-1nr8vg2\">Die Drohung stand im Raum<\/a>&ldquo;. Dieser diplomatische Fauxpas der Verteidigungsministerin &ndash; schlie&szlig;lich sollte &bdquo;die Existenz der Drohungen geheim&ldquo; bleiben &ndash; f&uuml;hrte schlie&szlig;lich zu einem <a href=\"https:\/\/youtu.be\/P_7_cDceGOA?t=2415\">zehnmin&uuml;tigen Rumdrucksen und Ausweichen<\/a> im Duett zweier Ministeriumssprecher auf der Bundespressekonferenz am vergangenen Freitag. Arne Collatz (Verteidigung) best&auml;tigte zun&auml;chst die Aussage seiner Chefin in London, w&auml;hrend Rainer Breul (Ausw&auml;rtiges) widerspr&uuml;chlich erkl&auml;rt: &bdquo;Ich kann ihnen versichern, es gab keine Einflussnahme der USA auf die Ausl&ouml;sung des Streitbeilegungsmechanismus&ldquo;. Die Drohung, einen multimilliardenschweren Angriff auf die europ&auml;ische Autoindustrie zu fahren, hatte also keinerlei Einfluss &ndash; anstatt die Machtspielchen aus Washington offen zu kritisieren, verspielt die Bundesregierung den letzten Funken an Glaubw&uuml;rdigkeit, den sie im Kontext des Iran-Deals noch hatte.<\/p><p>Nach der Ank&uuml;ndigung der Europ&auml;er vom 14. Januar bezeichnete Irans Revolutionsf&uuml;hrer Ajatollah Khamenei in seinem ersten <a href=\"https:\/\/www.telegraph.co.uk\/news\/2020\/01\/17\/irans-supreme-leader-says-europe-cannot-trusted-rare-friday\/\">Freitagsgebet in Teheran seit acht Jahren<\/a> Donald Trump als &bdquo;Clown&ldquo;. Deutschland, Frankreich und Gro&szlig;britannien seien &bdquo;schwach&ldquo; und w&uuml;rden &bdquo;nur Lippenbekenntnisse abgeben und L&uuml;gen erz&auml;hlen&ldquo;, sie seien die &bdquo;Bauern der USA&ldquo; und &bdquo;Lakaien der Amerikaner&ldquo;, denen &bdquo;nicht getraut werden kann&ldquo;. Irans Au&szlig;enminister Javad Zarif <a href=\"https:\/\/www.afp.com\/de\/nachrichten\/18\/iran-europaeer-haben-reste-des-atomabkommens-wirtschaftsinteressen-geopfert-doc-1nr6cs3\">kommentierte<\/a> die R&uuml;ckgratlosigkeit Europas weniger polternd, doch so bitter wie zutreffend: &bdquo;Wenn Ihr Euch Eure Integrit&auml;t abkaufen lassen wollt, nur zu. Aber beruft Euch nicht auf gro&szlig;artige moralische oder rechtliche Prinzipien&ldquo;.<\/p><p><strong>Selbstgew&auml;hlte Unterw&uuml;rfigkeit &ndash; oder: der Tod auf Raten des JCPOA<\/strong><\/p><p>Gebetsm&uuml;hlenartig fordern die europ&auml;ischen Vertragsparteien Teheran auf, zu den Vorgaben des Deals zur&uuml;ckzukehren, da nur so eine positive Entwicklung m&ouml;glich sei. Im Sinne dieses Arguments folgendes Gedankenspiel: Angenommen, Teheran w&uuml;rde morgen fr&uuml;h beginnen, seine f&uuml;nf Schritte umzukehren und so wieder vollumf&auml;nglich alle JCPOA-Statuten zu implementieren: Nichts w&uuml;rde sich f&uuml;r die &ouml;konomische Lage im Iran &auml;ndern. Dank des aggressiv-&uuml;bergriffigen US-amerikanischen Wirtschaftsimperialismus gepaart mit einer kriecherischen Unterw&uuml;rfigkeit aller anderen L&auml;nder, die &ndash; als h&auml;tten die letzten drei&szlig;ig Jahre &bdquo;Oligopolisierung&ldquo; der Welt schlicht und ergreifend nicht stattgefunden &ndash; sich noch immer ohne jedes Aufbegehren unter der imperialistischen Drohgeb&auml;rde hinwegducken, w&uuml;rde sich f&uuml;r den Iran nicht das Geringste &auml;ndern: Es blieben die angedrohten Sekund&auml;rsanktionen eines wild um sich schlagenden Wei&szlig;en Hauses gegen jede Entit&auml;t, die es wagt, mit dem Iran Gesch&auml;fte zu machen. Es bliebe ein impotenter INSTEX-Mechanismus gepaart mit den ewig gleichen Phrasen aus Berlin, London, Paris und Br&uuml;ssel, die gebetsm&uuml;hlenartig das Commitment zum Deal bekr&auml;ftigen sollen, mittlerweile jedoch so hohl klingen, dass sie in der Wahrnehmung der internationalen Politik wie ein messbedingtes Grundrauschen einfach weggeschnitten werden. Es bleibt der Fakt, dass sich s&auml;mtliche L&auml;nder (au&szlig;er ein klein wenig China und der Paria Assad) Trumps Diktat unterwerfen, null Barrel iranischen &Ouml;ls zu importieren. Ob sich der Iran weiter vom Deal verabschiedet oder zur Rolle des Mustersch&uuml;lers, die er dreieinhalb Jahre innehatte, zur&uuml;ckkehren w&uuml;rde &ndash; es macht keinen Unterschied f&uuml;r die durch US-Sanktionen bedingte Misere im Land.<\/p><p>Die <a href=\"https:\/\/ec.europa.eu\/trade\/policy\/eu-position-in-world-trade\/\">EU ist die gr&ouml;&szlig;te Wirtschaftsmacht<\/a> und der gr&ouml;&szlig;te Handelsblock der Welt sowie Nummer Eins sowohl bei weltweiten Inbound- genau wie Outbound-Investitionen. Sie ist der Top-Handelspartner f&uuml;r 80 L&auml;nder, die USA nur f&uuml;r knapp &uuml;ber 20 L&auml;nder. China hat die USA bereits vor Jahren als gr&ouml;&szlig;te Handelsnation abgel&ouml;st, ist gleichauf mit Japan Gl&auml;ubiger an &uuml;ber 1,1 Billionen Dollar US-amerikanischer Schulden und h&auml;lt 25 Mal so viele <a href=\"https:\/\/tradingeconomics.com\/united-states\/foreign-exchange-reserves\">ausl&auml;ndische W&auml;hrungsreserven<\/a> wie die USA. Russland ist der mit Abstand gr&ouml;&szlig;te Exporteur fossiler Brennstoffe der Welt (&Ouml;l + Gas + Kohle), hat weit mehr als doppelt so gro&szlig;e &Ouml;l- und mehr als dreimal so gro&szlig;e Gasvorkommen wie die USA. Vereint sowieso, doch auch einzeln sind Europa, China und Russland m&auml;chtige globale Player, doch sind sie faktisch entweder nicht willens oder nicht f&auml;hig, diese &ouml;konomische Macht in diplomatische Verhandlungsmacht gegen&uuml;ber den USA zu &uuml;bersetzen. <\/p><p>Die Gr&uuml;nde f&uuml;r diese selbstgew&auml;hlte Unterw&uuml;rfigkeit unter die USA &ndash; &Uuml;bermacht des US-Milit&auml;rs, weiterhin &Uuml;bermacht des US-Dollars, im Falle Europas die historisch gewachsene transatlantische Beziehung und Abh&auml;ngigkeit &ndash; m&ouml;gen von au&szlig;en betrachtet auch weiterhin wirkm&auml;chtig sein, doch sind sie keinesfalls derart omnipotent, um in einer l&auml;ngst oligopolaren Welt das Duckm&auml;usertum all dieser m&auml;chtigen Akteure zu erkl&auml;ren. Der Iran-Deal ist nicht &bdquo;nur&ldquo; ein v&ouml;lkerrechtlich bindender Vertrag, er ist nicht nur ein historischer Meilenstein auf dem Weg zu einem nachhaltigen Frieden in Nahost und nicht nur ein Lehrbuchbeispiel, an dessen Entstehungsgeschichte junge Studierende der internationalen Beziehungen in den Universit&auml;ten dieser Welt ihre sp&auml;teren Jobs in der Diplomatie gelehrt bekommen sollten, auch ist er entgegen der Darstellung der US-Falken rund um den Pr&auml;sidenten kein Almosen an die Mullahs in Teheran &ndash; nein, der Iran-Deal ist im ureigenen Interesse der europ&auml;ischen Signataren genau wie Russlands und Chinas, da er mit einem aus der Isolation befreiten Iran dazu beitragen kann, die Integration des eurafrasischen Wirtschaftsraums ma&szlig;geblich voranzutreiben.<\/p><p>Der Fakt, dass sich Europa wieder und wieder von der Trump-Regierung dem&uuml;tigen l&auml;sst, ohne auch nur zu erw&auml;gen, seine faktische Verhandlungsmacht auszuspielen (dasselbe gilt geringf&uuml;gig abgestuft f&uuml;r Russland und China), l&auml;sst nicht nur tief in die Seele s&auml;mtlicher Akteure blicken, sondern war jedes Mal der Tod auf Raten vom JCPOA. Die kurzsichtige Entscheidung der europ&auml;ischen Vertragsparteien, nun den Sanktionsmechanismus zu initiieren, war der letzte Sargnagel des Abkommens. Lieber Iran-Deal, wir werden dich schmerzlich vermissen.<\/p><p>Titelbild: Anton Watman\/shutterstock.com<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Atomabkommen mit dem Iran h&auml;tte als Meilenstein einer l&ouml;sungsorientierten Diplomatie den Weg in eine friedlichere Zukunft weisen k&ouml;nnen. Mit seinem Ausstieg aus dem Iran-Deal im Mai 2018 setzte Donald Trump eine Eskalationsspirale in Gang, die die Welt so nahe an einen US-Iran-Krieg brachte wie zu keinem anderen Zeitpunkt in den 41 Jahren Spannungen beider<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57959\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":57960,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[169,126,30],"tags":[1519,379,1334,380,1043,469,2575,1426,365,951,2277,458,259,1800,1556,1703,1019],"class_list":["post-57959","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-aussen-und-sicherheitspolitik","category-erosion-der-demokratie","category-wirtschaftspoliik-und-konjunktur","tag-atomwaffen","tag-china","tag-erdoel","tag-export","tag-frankreich","tag-grossbritannien","tag-handelskrieg","tag-hegemonie","tag-inflation","tag-iran","tag-kramp-karrenbauer-annegret","tag-maas-heiko","tag-russland","tag-trump-donald","tag-usa","tag-voelkerrecht","tag-wirtschaftssanktionen"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/shutterstock_287963438.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/57959","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=57959"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/57959\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":57981,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/57959\/revisions\/57981"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/57960"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=57959"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=57959"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=57959"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}