{"id":5798,"date":"2010-06-04T09:14:13","date_gmt":"2010-06-04T07:14:13","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=5798"},"modified":"2010-06-06T14:53:49","modified_gmt":"2010-06-06T12:53:49","slug":"hinweise-des-tages-1153","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=5798","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Wulff, der Mann f&uuml;r die Ebene; zwei von der Sparstelle; Wirtschaftsrat fordert harte Einschnitte; Leerverkaufs-Verbot; Debatte &uuml;ber die Arbeitszeit; kalkulierte Katastrophen; AKW-Verl&auml;ngerung nicht ohne die L&auml;nder; Verlust der Privatsph&auml;re; das R&ouml;sler-Modell; Spardebatten; Elterngeld nur f&uuml;r Reiche; Amnesty-Report; Bilderberg-Konferenz; Barbaren vor den Toren der EU; Griechenland privatisiert; Japan vor dem Bankrott; die Angst des Dollars f&uuml;r dem Yuan; Demonstrationen. (MB\/WL)<br>\n<!--more--><\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">Der Mann f&uuml;r die Ebene<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">Die zwei von der Sparstelle<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">Wirtschaftsrat der CDU fordert harte Einschnitte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">Kabinett verabschiedet Leerverkaufs-Verbot <\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">IG Metall: Die Zeit ist reif f&uuml;r eine neue Debatte &uuml;ber die Arbeitszeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">Kalkulierte Katastrophen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">AKW-Verl&auml;ngerung &ndash; Bundesl&auml;nder sind gefragt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">Britischer Atomm&uuml;ll sorgt f&uuml;r Milliardenloch im Energieministerium<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">Ohne Privatsph&auml;re sind wir nie v&ouml;llig sicher<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#010\">Das R&ouml;sler-Modell einer Kopfpauschale<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">Marketing der Pharmaindustrie: &Auml;rzte nur vermeintlich immun<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">R&uuml;ckschau: Durch sparen aus der Krise?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">Sparpolitik der hessischen Regierung <\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h14\">Elterngeld nur noch f&uuml;r Reiche?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h15\">Amnesty International Report 2010<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h16\">Zur Bilderberg-Konferenz 2010: Re-Feudalisierung und Privatisierung der Macht?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h17\">Barbaren vor den Toren der EU?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h18\">Griechenland verkauft Staatseigentum<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h19\">Bl&uuml;ht Japan das Schicksal Griechenlands?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h20\"> Die Angst des Dollars vor dem Yuan<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h21\">Demonstrationsaufrufe<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin. <\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Der Mann f&uuml;r die Ebene<\/strong><br>\nEine schnelle L&ouml;sung sollte nach dem K&ouml;hler-R&uuml;cktritt her: Ursula von der Leyen galt zwei Tage als Bundespr&auml;sidentin. Doch dann kam Christian Wulff. Und so wurde die Kandidatenk&uuml;r unversehens, was sie nicht sein sollte: ein R&auml;nkespiel. Der einstmalige Merkel-J&uuml;nger und F&ouml;rderer der Wunderkarriere von der Leyens hat vor einiger Zeit bekannt, dass ihm der unbedingte Wille zur Macht fehle, weshalb er nicht ins Kanzleramt strebe. Aber sein Ehrgeiz in Niedersachsen hat sich l&auml;ngst ersch&ouml;pft. Der Mann steht, ohne sie selbst zu haben, f&uuml;r alle Vorbehalte, die es in der christlichen Volkspartei gegen die Personalie von der Leyen &uuml;berhaupt nur geben kann. In der Mitte dieser Partei rumort es heftig. Zwei Frauen in den h&ouml;chsten Staats&auml;mtern? Wer glaubt, dass es dagegen in CDU und CSU keine Skepsis gibt, irrt. Und zumal diese, die Familienministerin, die vermeintlich alle Kinder in die Krippe und alle M&uuml;tter in den Beruf zwingen will? Was hat die Modernisierung a La Merkel oder von der Leyen den Unionsparteien denn gebracht? Den Beifall der linksliberalen &Ouml;ffentlichkeit und schlechte Wahlergebnisse. Und nun w&auml;re es vielleicht eine zus&auml;tzliche Pikanterie zu viel gewesen, wenn am altgedienten Parteivize Wulff vorbei eine Frau in das Amt ziehen sollte, das ihm als einziger Ausstieg in der Politik noch offen steht &ndash; und noch dazu eine, die er aus ihrem Burgdorfer Stadtr&auml;tinnendasein geholt und in die Bundespolitik entlassen hat. Solche Vorstellungen gehen unter die Haut aller treuen Parteidiener, unter die der m&auml;nnlichen aber ganz besonders.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/zeitung\/der-mann-fuer-die-ebene\/1851426.html?view=print\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Die zwei von der Sparstelle<\/strong><br>\nWehrpflichtsende und Steuererh&ouml;hung: Guttenberg und Sch&auml;uble lassen tief blicken. Sch&auml;uble wie Guttenberg bedienen sich eines kleinen Tricks: Wenn du von Hindus eine Schale Reis ergaunern willst, drohe ihnen mit der Schlachtung ihrer heiligen K&uuml;he. CDU, CSU und FDP sind, was das angeht, sogar noch hinduistischer. Guttenberg durfte deshalb ganz sicher sein, dass das Kabinett und der Finanzminister ihm eher die Spar-Last erleichtern als mal eben &uuml;bers Wochenende die Wehrpflicht einsparen. Und Sch&auml;uble kann jedes Mal, wenn einer sich in Sachen Sparen bockig zeigt, mit sanfter Stimme vorschlagen, dass es dann eben leider dieser oder jener Kuh ans Leder gehen m&uuml;sse. Man tut infolgedessen als B&uuml;rger gut daran, die Zwischenmeldungen aus den Sparklausuren nur begrenzt ernst zu nehmen. Etliches, was da als fester Plan verbreitet wird, ist blo&szlig; Verhandlungsmasse. Andererseits tut man als B&uuml;rger gut daran, sich diese Verhandlungsmasse sehr genau anzusehen. Man kann n&auml;mlich daraus lernen, was im politischen Kosmos der schwarz-gelben Koalition inzwischen immerhin als denkbar gilt. Das Wehrpflicht-Beispiel zeigt das besonders klar. Guttenberg hat ja nicht blo&szlig; ein Reizwort und eine Millionensumme in die Diskussion geworfen. Der CSU-Minister hat einen kompletten Grundriss f&uuml;r eine drastisch verkleinerte Berufsarmee vorgelegt: 150 000 Mann und Frau, die schlanke Profi-Truppe f&uuml;r den Einsatz auch der h&auml;rteren Art.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/meinung\/die-zwei-von-der-sparstelle\/1851372.html?view=print\">Tagesspiegel<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Wirtschaftsrat der CDU fordert harte Einschnitte<\/strong><br>\nSparen bei Gesundheit, Familien und Hartz IV &ndash; Unternehmen und Reiche sollen ungeschoren bleiben<br>\nLauk lobte die j&uuml;ngsten Vorschl&auml;ge der Finanzminister der L&auml;nder und schlug zudem eine Abschaffung des erm&auml;&szlig;igten Mehrwertsteuersatzes vor. In eine &auml;hnliche Kerbe schlug bereits die von den Arbeitgeberverb&auml;nden der Metall- und Elektroindustrie kontrollierte Initiative neue Marktwirtschaft (INSM), die einen einheitlichen Mehrwertsteuersatz von 16 Prozent auf alles fordert (Steuern rauf!). Im Unterschied zu dieser will der Wirtschaftsrat jedoch f&uuml;r Grundnahrungsmittel weiterhin den erm&auml;&szlig;igten Satz gelten lassen, jedoch ist von einer Ausnahme f&uuml;r Mieten wie bei der INSM keine Rede.<br>\nAuch bei den Sozialausgaben pl&auml;diert der Wirtschaftsrat der Wirtschaftsrat f&uuml;r Streichungen. Die 2007 beschlossene verl&auml;ngere Bezugsdauer des Arbeitslosengeld I soll nach seinen Vorstellungen wieder zur&uuml;ckgenommen werden. Nach der bisher geltenden Regelung k&ouml;nnen &auml;ltere Arbeitslose bis zu 24 Monate lang Arbeitslosengeld I beziehen &ndash; die Bezugsdauer soll aber f&uuml;r alle auf 12 Monate begrenzt werden. Dies w&uuml;rde in erster Linie &auml;ltere Arbeitslose treffen, die es derzeit am Arbeitsmarkt besonders schwer haben.<br>\nAuch Rentner hat der CDU-Wirtschaftsrat im Visier: Durch die R&uuml;cknahme der Rentengarantie, Nachholung ausgesetzter Rentend&auml;mpfungen und der R&uuml;cknahme au&szlig;erplanm&auml;&szlig;iger Rentenerh&ouml;hungen sollen sieben Milliarden Euro gespart werden, weitere 7,5 Milliarden sollen der Abbau &ldquo;versicherungsfremder Leistungen&rdquo;, beispielsweise bei der Witwenrente bringen. Um das tats&auml;chliche Renteneintrittsalter zu erh&ouml;hen, soll der Abschlag bei Fr&uuml;hverrentung auf 4,8 Prozent pro Jahr erh&ouml;ht werden.<br>\nDie Vorschl&auml;ge zur Reform des Gesundheitssystems, die der Wirtschaftsrat unterbreitet, lesen sich wie R&ouml;slers Kopfpauschale. Die Gesundheitskosten sollen von den L&ouml;hnen abgekoppelt, pauschale &ldquo;Gesundheitspr&auml;mien&rdquo; eingef&uuml;hrt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/r4\/artikel\/32\/32751\/1.html\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Man darf gespannt sein, welche dieser Vorschl&auml;ge in der Kabinettsklausur aufgegriffen werden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Kabinett verabschiedet Leerverkaufs-Verbot<\/strong><br>\nMit einem neuen Gesetz will die Regierung den Handel mit Kreditausfallversicherungen stark einschr&auml;nken. Sogenannte ungedeckte Leerverk&auml;ufe sollen bald verboten sein.<br>\nDas Bundeskabinett hat den umstrittenen Gesetzentwurf gegen riskante Spekulationen an den Finanzm&auml;rkten auf den Weg gebracht. Mit dem &ldquo;Gesetz zur Vorbeugung gegen missbr&auml;uchliche Wertpapier- und Derivategesch&auml;fte&rdquo; sollen ungedeckte Leerverk&auml;ufe deutscher Aktien sowie von Staatsanleihen der Eurol&auml;nder verboten werden<br>\nBei solchen Gesch&auml;ften wetten Investoren wie Hedgefonds mit hohem Risiko auf fallende Kurse. Mit dem Gesetz zieht die Regierung Konsequenzen aus Finanzspekulationen gegen Eurol&auml;nder wie Griechenland in Folge der Schuldenkrise.<br>\nK&uuml;nftig nicht mehr erlaubt sein soll auch der Erwerb von Kreditausfallversicherungen (CDS), wenn der K&auml;ufer die zu versichernde Staatsanleihe gar nicht in seinem Besitz hat. Die Regierung sieht in solchen ungedeckten Gesch&auml;ften Gefahren f&uuml;r die Stabilit&auml;t der Euro-Zone.<br>\nEine Absicherung eigener Risiken durch CDS bleibt aber erlaubt. Au&szlig;erdem bekommen das Bundesfinanzministerium und die B&ouml;rsenaufsicht BaFin die M&ouml;glichkeit, W&auml;hrungsderivate auf den Euro zu verbieten, bei denen kein eigener Absicherungszweck besteht.<br>\nAu&szlig;erdem werden das Bundesfinanzministerium und die B&ouml;rsenaufsicht erm&auml;chtigt, Rechtsverordnungen zu erlassen, mit der sogenannte W&auml;hrungsderivate auf den Euro verboten werden, bei denen kein eigener Absicherungszweck gegen Kursschwankungen besteht. In einem vorherigen Entwurf sollten diese Gesch&auml;fte durch das Gesetz komplett verboten worden. In einer Expertenanh&ouml;rung hatte es daran breite Kritik gegeben.<br>\n&Uuml;ber den Gesetzentwurf ber&auml;t nun der Bundestag und Bundesrat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/geldanlage\/2010-06\/leerverkaeufe-anti-spekulations-gesetz\">Zeit<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>IG Metall: Die Zeit ist reif f&uuml;r eine neue Debatte &uuml;ber die Arbeitszeit<\/strong><br>\nWir m&uuml;ssen die 35-Stunden-Woche als tats&auml;chliche Arbeitszeit durchsetzen &ndash; sie muss der Ma&szlig;stab bleiben. Wir m&uuml;ssen den Verfall von Arbeitszeiten und Zeitguthaben stoppen. Wenn Besch&auml;ftigte individuell k&uuml;rzere Arbeitszeiten w&uuml;nschen, muss auch das m&ouml;glich sein. Wir m&uuml;ssen Arbeitszeiten so organisieren, dass sie zu den Bed&uuml;rfnissen der Menschen passen. Die meisten wollen mehr Zeit f&uuml;r die Familie, Freizeit oder Weiterbildung haben. Voraussetzung ist nat&uuml;rlich, dass trotzdem das Einkommen stimmt. Au&szlig;erdem m&uuml;ssen wir auch die Leistungsbedingungen thematisieren. Denn wenn die abgeforderte Leistung in der &ldquo;normalen&rdquo; Arbeitszeit nicht zu schaffen ist, ufern die Arbeitszeiten aus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.igmetall.de\/cps\/rde\/xchg\/SID-0A456501-490643E7\/internet\/style.xsl\/view_4663.htm\">IG Metall<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Kalkulierte Katastrophen<\/strong><br>\nVon den Parallelen zwischen &Ouml;lleck und Finanzkrise und wie Barack Obama dem Katastrophenkapitalismus Herr werden will:\n<ul>\n<li>Sowohl die &Ouml;lkonzerne wie die Hochfinanz traten mit ihren hochkomplexen Methoden und Instrumenten dann in Aktion, als die leichter zug&auml;nglichen Ressourcen ausgesch&ouml;pft waren. Um die Profitmaximierung weiterhin zu garantieren, mussten die Unternehmen immer abenteuerlichere und riskantere Arten der Extraktion w&auml;hlen.\n<\/li>\n<li>Bei der Ausbeutung der Rohstoffe (Erd&ouml;l beziehungsweise Kapital) triumphierten Rentabilit&auml;t &uuml;ber Sicherheit, kurzfristige Vorteile &uuml;ber langfristige Auswirkungen und der riesige Gewinn von wenigen Akteuren &uuml;ber den Verlust von vielen Menschen und der Natur.\n<\/li>\n<li>Krisenszenarien sind Bestandteil des unternehmerischen Denkens. Die Schweizer Firma Transocean zum Beispiel hat die &Ouml;lplattform im Golf von Mexiko f&uuml;r den mehrfachen Wert versichert, macht also theoretisch Gewinn, wenn diese sinkt. Goldman Sachs hat an der B&ouml;rse so auf risikoreiche Hypotheken gesetzt, dass sich ihr Profit mit der unbezahlten Schuld von HausbesitzerInnen erh&ouml;hte.\n<\/li>\n<li>F&uuml;r die externen Sch&auml;den von &laquo;Betriebsunf&auml;llen&raquo; besteht im Gegensatz dazu kein Plan B. Niemand weiss wirklich, was zu tun ist, wenn der GAU tats&auml;chlich eintritt. Die &Ouml;lfirma BP experimentiert seit dem 20. April mit immer neuen Methoden, vor Ende August ist kaum eine L&ouml;sung in Sicht. Die US-Finanzkrise l&ouml;ste eine weltweite Rezession aus. Niemand wei&szlig;, wie und wann die Arbeitslosigkeit in den USA wieder unter zehn Prozent sinken wird.\n<\/li>\n<li>Die Unternehmer selbst &ndash; &Ouml;lbarone wie Banker &ndash; sind offenbar die Einzigen, die wenigstens &uuml;ber ein minimales Know-how zur Krisenbew&auml;ltigung verf&uuml;gen. Die &ouml;ffentliche Hand hat bei der Entwicklung der risikoreichen Ausbeutungsmethoden nicht mithalten k&ouml;nnen und ist heute auf das Fachwissen der Unfallverursacher angewiesen &ndash; die gewohnheitsm&auml;&szlig;ig l&uuml;gen.\n<\/li>\n<li>Die Aufsicht der &ouml;ffentlichen Hand &uuml;ber die privaten Risikounternehmen ist mangelhaft. Wo es &uuml;berhaupt Kontrollgremien gibt, stecken deren Beamte unter einer Decke mit dem betreffenden Wirtschaftszweig. Nach acht Jahren forcierter Deregulation unter der Regierung Bush gehen die &laquo;ExpertInnen&raquo; durch die Dreht&uuml;r zwischen Wall Street oder der &Ouml;lindustrie und dem Weisen Haus hin und her.\n<\/li>\n<li>Solange es keine prinzipielle Umorientierung von Wirtschaft und Politik gibt, wird es wieder passieren: Die n&auml;chste &Ouml;lkatastrophe kommt bestimmt, vielleicht schon in der kommenden Hurrikansaison. Und auch vor einer n&auml;chsten Finanzkatastrophe sind wir nicht gefeit, solange der Kasino- und Katastrophenkapitalismus nicht wirkungsvoll einged&auml;mmt werden kann.\n<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.woz.ch\/artikel\/2010\/nr22\/wirtschaft\/19385.html\">Wochenzeitung<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>AKW-Verl&auml;ngerung &ndash; Bundesl&auml;nder sind gefragt<\/strong><br>\nIm Auftrag von Bundesumweltminister Norbert R&ouml;ttgen hat der ehemalige Pr&auml;sident des Bundesverfassungsgerichts Hans-J&uuml;rgen Papier eine &ldquo;Rechtsgutachtliche Stellungnahme&rdquo; vorgelegt. Gekl&auml;rt werden sollte, ob bei einem m&ouml;glichen Beschlu&szlig;, die Laufzeiten der Atomkraftwerke zu verl&auml;ngern oder diese ganz freizugeben, die Zustimmung auch der L&auml;nder im Bundesrat erforderlich ist. Oder ob die aktuelle Regierungskoalition mit ihrer Mehrheit im Bundestag allein entscheiden kann. Relevant ist dies, weil die Koalition nach der NRW-Wahl ihre Mehrheit in der L&auml;nderkammer verlieren k&ouml;nnte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/blogs\/2\/147748\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Britischer Atomm&uuml;ll sorgt f&uuml;r Milliardenloch im Energieministerium<\/strong><br>\nDie Liberaldemokraten sind gegen neue Atomkraftwerke, die Konservativen daf&uuml;r. Energieminister ist der Liberaldemokrat Chris Huhne, der schon zu Beginn seiner Amtszeit &uuml;ber ein 4-Milliarden-Pfund-Loch gestolpert ist, das sich ab 2011 aufgrund von Kosten zur Atomm&uuml;llentsorgung und dem Abbau von Kraftwerken auftut. Die Labour-Regierung, die auf Atomenergie setzte, scheint die Kosten in die Zukunft verschoben zu haben. In diesem Haushaltsjahr ist das Budget der zust&auml;ndigen Nuclear Decommissioning Authority (NDA) noch ausgeglichen, berichtet der Guardian, 2011 klafft bereits ein Defizit von 850 Millionen, 2012 von 950 Millionen und 2013 sowie 2014 von jeweils 1,1 Milliarden.<br>\nBislang sind die Kosten f&uuml;r die Entsorgung des Atomm&uuml;lls immer deutlich h&ouml;her als geplant gewesen. Es kann also noch weitaus schlimmer kommen.<br>\nDie Labour-Regierung hatte eine Renaissance der Atomenergie angestrebt. Man beabsichtigte, dass mindestens 10 neue Atomkraftwerke, die bislang von franz&ouml;sischen Konzernen Areva und EDF, dem US-Konzern Westinghouse und den deutschen Konzerne RWE und E.On gebaut werden sollen, keine staatlichen Gelder beanspruchen d&uuml;rfen. Aufgrund von Sicherheitsm&auml;ngeln bei den neuen Reaktortypen ist die Entwicklung aber ins Stottern geraten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/blogs\/2\/147745\">heise.de<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Ohne Privatsph&auml;re sind wir nie v&ouml;llig sicher<\/strong><br>\nDer EU-Datenschutzbeauftragte Peter Hustinx &uuml;ber Terrorabwehr in den USA, europ&auml;ische Werte und und naive Internetnutzer:<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/ohne-privatsphaere-sind-wir-nie-voellig-sicher\/1851348.html\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Das R&ouml;sler-Modell einer Kopfpauschale<\/strong><br>\n<a href=\"upload\/pdf\/100604_hinweise_kopfpauschale.pdf\">Hier das Original [PDF &ndash; 188 KB]<\/a>\n<p><em>Dazu: <\/em><\/p>\n<p><strong>CSU: Schicksalstage der Regierung Merkel<\/strong><br>\n<em>&ldquo;Entscheidend ist nicht der Koalitionsfrieden&rdquo;<\/em>: Die CSU zerpfl&uuml;ckt die Gesundheitsreform von FDP-Minister R&ouml;sler &ndash; und erntet Widerspruch aus der Unionsfraktion im Bundestag.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/2.220\/kopfpauschale-gestoppt-csu-schicksalstage-der-regierung-merkel-1.953512\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Marketing der Pharmaindustrie: &Auml;rzte nur vermeintlich immun<\/strong><br>\n16.000 Pharmareferenten kreuzen t&auml;glich durch Deutschland und suchen die &Auml;rzte in ihren Praxen auf, das sch&auml;tzt der Bremer Arzneimittelexperte Gerd Glaeske. Ihr Ziel: Eine pers&ouml;nliche Beziehung zum Arzt aufbauen, Geschenke, Einladungen und Arzneimittelmuster &uuml;bergeben und die Verschreibungsgewohnheiten des Arztes auskundschaften. 65 Prozent der &Auml;rzte erhalten der nun vorliegenden Studie zufolge mehrmals pro Woche Besuch von einem Pharmavertreter. Die Industrie wendet daf&uuml;r laut Glaeske etwa drei bis 3,5 Milliarden Euro pro Jahr auf. Allein dies l&auml;sst darauf schlie&szlig;en, dass sich der Aufwand lohnt.<br>\nStudien haben gezeigt, dass das Marketing der Industrie keineswegs wirkungslos bleibt. Wissenschaftliche Symposien und Kurse, die in Hotels auf Kosten von Herstellern angeboten werden, f&uuml;hren in der Regel zu einer deutlichen Erh&ouml;hung der Zahl der Verschreibungen der beworbenen Substanzen. Das gleiche gilt, wenn &Auml;rzte engen Kontakt zur Pharmaindustrie pflegen. Das sei bei einem bedeutenden Teil der Industrie der Fall.<br>\nJeder zweite der befragten &Auml;rzte stand 2007 auf der Honorarliste der Pharmaindustrie. Ein Drittel der &Auml;rzte gab an, 1000 Euro erhalten zu haben, elf Prozent erhielten zwischen 1000 und 5000 Euro, ein Prozent zwischen 5000 und 10.000 Euro Honorar. Sie f&uuml;hren daf&uuml;r Anwendungsbeobachtungen (43 Prozent) durch, gehen Beratert&auml;tigkeiten (11 Prozent) nach, halten Vortr&auml;ge (8 Prozent) oder schreiben in Fachzeitschriften (3 Prozent). Von den &Auml;rzten, die an Anwendungsbeobachtungen teilnehmen, sind die meisten &uuml;berzeugt, dass diese wissenschaftlich von geringem Wert seien.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/top_news\/2708683_Marketing-der-Pharmaindustrie-aerzte-nur-vermeintlich-immun.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>R&uuml;ckschau: Durch sparen aus der Krise?<\/strong><br>\n&bdquo;Wir haben &uuml;ber unsere Verh&auml;ltnisse gelebt&ldquo;, so schwur die Kanzlerin unl&auml;ngst Abgeordnete und B&uuml;rger auf einen harten Sparkurs ein. Aber wer hat denn da eigentlich &uuml;ber wessen Verh&auml;ltnisse gelebt? Von dem Aufschwung vor der Krise haben die meisten Arbeitnehmer und Rentner so gut wie gar nicht profitiert: Trotz Wirtschaftswachstum sind Einkommen und Renten real sogar gesunken. So wurden Exporte ins Ausland billiger. Aber kann man sich mit Sparpaketen wirklich aus der Krise heraus sparen?<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.daserste.de\/plusminus\/beitrag_dyn~uid,shk5ruw6tdenncck~cm.asp\">ARD PlusMinus (Text)<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/mediathek.daserste.de\/daserste\/servlet\/content\/4606522?pageId=&amp;moduleId=432744&amp;categoryId=&amp;goto=&amp;show=\">ARD PlusMinus (Video)<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J.L.:<\/strong> Kommt wenigstens die ARD endlich zur Besinnung? Die Ausstrahlung dieses Beitrags l&auml;sst ein kleines bisschen Hoffnung aufkeimen. Erg&auml;nzende Anmerkung: Bei PlusMinus kommt es sehr darauf an, von welchem Sender die Sendung produziert wird. Diese Sendung kam vom Saarl&auml;ndischen Rundfunkund hier sind sie oft erfreulich kritisch, s. z.B. die <a href=\"wp-print.php?p=3198\">Dokumentation &bdquo;Rentenangst&ldquo;<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Sparpolitik der hessischen Regierung <\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>B&uuml;rgermeister gehen auf die Barrikaden<\/strong><br>\nDie Kommunen in Hessen wollen sich die Sparpolitik der Landesregierung nicht l&auml;nger gefallen lassen. Rund 250 B&uuml;rgermeister und Landr&auml;te haben am Mittwoch beim Hessentag in Stadtallendorf ihrem &Auml;rger Luft gemacht und mit einer Klage vor dem Staatsgerichtshof in Wiesbaden gedroht, sollte die f&uuml;r 2011 geplante K&uuml;rzung im kommunalen Finanzausgleich um bis zu 400 Millionen Euro nicht zur&uuml;ckgenommen werden. St&auml;dtetag, Landkreistag und der St&auml;dte- und Gemeindebund hatten gemeinsam zu dieser Aktion aufgerufen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/top_news\/2711699_Sparpolitik-der-hessischen-Regierung-Buergermeister-gehen-auf-die-Barrikaden.html\">FR<\/a>\n<p><em>Dazu:<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><strong>Main-Taunus-Kreis: Kinder in der Hartz-IV-Falle<\/strong><br>\nDie Wirtschaftskrise macht auch vor dem wohlhabenden Main-Taunus-Kreis nicht Halt. Die Zahl der Hartz-IV-Empf&auml;nger steigt deutlich an, darunter sind immer mehr Kinder.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/top_news\/2708336_Main-Taunus-Kreis-Kinder-in-der-Hartz-IV-Falle.html\">FR<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n<p><em><strong>Anmerkung von Orlando Pascheit zu den beiden Artikeln:<\/strong> Wenn man sich die beiden Artikel zu Gem&uuml;te f&uuml;hrt, und sie schildern l&auml;ngst nicht alle Probleme in Hessen, kommt einem die Begr&uuml;ndung Kochs f&uuml;r seinen R&uuml;ckzug, in Hessen sei ja alles stabil, milde formuliert merkw&uuml;rdig vor. Viel eher h&auml;tte er seine an K&ouml;hler gerichtete Kritik, &ldquo;in so krisenhafter Zeit&rdquo; zu gehen sei etwas, das &ldquo;auch nicht hilft&rdquo;, auf seine Person beziehen sollen. <\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Elterngeld nur noch f&uuml;r Reiche?<\/strong><br>\nJetzt r&auml;cht es sich, dass Kristina Schr&ouml;der ein so wichtiges Amt wie das der Familienministerin bekleidet. Sp&auml;testens am Wochenende werden die Spardebatten konkret werden. Kristina Schr&ouml;der spricht davon, dass man &ldquo;intelligent&rdquo; sparen muss. Doch ihre Sparideen sind das Gegenteil. Mit ihren Sparvorschl&auml;gen droht Kristina Schr&ouml;der, die Erfolge ihrer Amtsvorg&auml;ngerin Ursula von der Leyen zu zertr&uuml;mmern und bestehende Ungerechtigkeiten zu verst&auml;rken.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=me&amp;dig=2010%2F06%2F02%2Fa0110&amp;cHash=6e67653e70\">TAZ<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=in&amp;dig=2010%2F06%2F02%2Fa0068&amp;cHash=0bfd2c09ad\">TAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung MB:<\/strong> Bitte welche Erfolge der Amtsvorg&auml;ngerin Ursula von der Leyen? Das Elterngeld bevorzugt seit der Einf&uuml;hrung Besserverdienende.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"15\"><\/a><strong>Amnesty International Report 2010<\/strong><br>\n&bdquo;Der Amnesty-Jahresreport dokumentiert f&uuml;r 2009 Menschenrechtsverletzungen in 159 L&auml;ndern. Amnesty International beleuchtet dabei unter anderem folgende Fragen: In welchen L&auml;ndern wurden die Verantwortlichen f&uuml;r Menschenrechtsverletzungen bestraft? Welche Staaten verweigerten den Opfern von Menschenrechtsverletzungen ihre Rechte?..&ldquo; Siehe den Bericht Europa und Zentralasien<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.amnesty.de\/2010\/5\/27\/europa-und-zentralasien\">Amnesty International<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Zur Bilderberg-Konferenz 2010: Re-Feudalisierung und Privatisierung der Macht?<\/strong><br>\nDie sogenannten Bilderberg-Konferenzen finden seit 1954 j&auml;hrlich an wechselnden, m&ouml;glichst geheim gehaltenen Orten statt. Angeblich sind die Treffen rein privater Natur, doch wenn die M&auml;chtigen aus Wirtschaft und Adel Politiker zum geheimen Gespr&auml;ch laden, wundern sich auch Menschen, die keinen Verschw&ouml;rungstheorien anh&auml;ngen.<br>\nWir erleben derzeit&hellip;&rdquo;Tendenzen der Re-Feudalisierung. Das hei&szlig;t, dass neben den offiziellen Strukturen, neben den demokratischen Strukturen, dass die inoffiziellen Strukturen zunehmend wieder an Gewicht gewinnen. Und diese Eliten, diese selbst ernannten Eliten, die oben sitzen, die schotten sich zunehmend ab.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/hintergrundpolitik\/1195261\/\">DLF<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Barbaren vor den Toren der EU?<\/strong><br>\nDie f&uuml;hrenden europ&auml;ischen Politiker stehen nun vor der Wahl: Entweder einen radikalen Schritt in Richtung einer politischen Integration zu unternehmen oder ein klares Rahmenwerk f&uuml;r den Umgang mit den Folgen eines Staatsbankrotts eines Mitglieds zu erarbeiten, um so an den grundlegenden Regeln der W&auml;hrungsunion festzuhalten. Diese Entscheidung werden die europ&auml;ischen Spitzenpolitiker um keine Summe der Welt umgehen k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.project-syndicate.org\/commentary\/gros8\/German\">Project Syndicate<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Griechenland verkauft Staatseigentum<\/strong><br>\nAngesichts leerer Kassen muss Griechenland Beteiligungen an diversen Staatsunternehmen ver&auml;u&szlig;ern. Die Regierung hat nun die Teilprivatisierung der staatlichen Eisenbahn, der Post und mehrerer Wasserwerke angek&uuml;ndigt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/Rub3ADB8A210E754E748F42960CC7349BDF\/Doc~EAF7D26DFC4B94F759E6A17673ABF6D61~ATpl~Ecommon~Scontent.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung MB:<\/strong> Das wird die finanziellen Probleme erfahrungsgem&auml;&szlig; nicht l&ouml;sen. Aber es gibt ja noch so viele unbewohnte Inseln &hellip;<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Bl&uuml;ht Japan das Schicksal Griechenlands?<\/strong><br>\nWas jetzt am dringendsten gebraucht wird, ist eine Wiederaufnahme der umfassenden Konjunktursteuerung seitens der DPJ-Regierung. Eine Anhebung der Steuern ist nur ein Teil davon. Ohne Wachstumsstrategie, ohne den Versuch, die Staatsausgaben zu senken, und ohne politische Ma&szlig;nahmen, um die Deflation aufzuhalten, wird eine Steuererh&ouml;hung die Probleme nicht l&ouml;sen. Tats&auml;chlich bef&uuml;rchten manche &Ouml;konomen, dass eine Haushaltskrise selbst dann noch eintreten k&ouml;nnte, wenn eine Steuererh&ouml;hung beschlossen wird. Sobald das passiert, werden die Auswirkungen auf benachbarte L&auml;nder &ndash; und auf die Weltwirtschaft &ndash; verglichen mit dem aktuellen europ&auml;ischen Problem gewaltig sein. Schlie&szlig;lich ist Japan nach wie vor die zweitgr&ouml;&szlig;te Volkswirtschaft der Welt, auf die etwa ein Drittel des asiatischen BIP und 8 % der globalen Produktion entfallen, w&auml;hrend der BIP-Anteil Griechenlands in der EU bei ca. 3 % liegt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.project-syndicate.org\/commentary\/takenaka1\/German\">Projekt Syndicate<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>Die Angst des Dollars vor dem Yuan<\/strong><br>\nSeit einem Jahr wird in den USA die Mutter aller Gefahren beschworen: China k&ouml;nnte irgendwann beschlie&szlig;en, dass man als Antwort auf die unfreundliche China-Politik Washingtons einfach keine US-Staatsanleihen mehr kauft. Mit Hilfe dieser Bonds &ndash; zu guten Zinsen &ndash; finanzieren die USA ihr Haushaltsdefizit. Eine Situation, in der sie keine K&auml;ufer mehr finden, gilt als Super-GAU der &ouml;ffentlichen Finanzen, der einen Crash der Realwirtschaft zur Folge h&auml;tte. Diese China-Angst benutzen jetzt viele Kr&auml;fte innerhalb der USA als Instrument, um einige politische Grundentscheidungen der Obama-Regierung auszuhebeln, darunter auch die neuen Konjunkturprogramme und eine gewollt inflation&auml;re Geldpolitik. Dieselbe Angst muss auch als Erkl&auml;rung daf&uuml;r herhalten, dass Barack Obama die Chinesen nicht heftiger unter Druck setzt, um sie zur Aufwertung des Yuan gegen&uuml;ber dem Dollar zu bewegen. Und sie dient sogar als Argument daf&uuml;r, dass man die Sozialausgaben senken m&uuml;sse, um das Haushaltsdefizit zu verringern. Kurzum: Binnen eines Jahres ist das Schreckgespenst China in den USA zu einem politischen Faktor geworden, der eine &auml;hnliche Wirkung hat wie die Angst vor der atomaren Vernichtung in den hei&szlig;esten Zeiten des Kalten Krieges.<br>\nNun wurde die Gefahr einer atomaren Vernichtung damals zwar arg &uuml;bertrieben (im Kalten Krieg war das Konzept der Vergeltung nicht irrsinnig, sondern tats&auml;chlich recht vorsichtig), lag aber nicht jenseits der realen M&ouml;glichkeiten. Die heutige China-Angst hingegen ist komplett erfunden. Denn der unmittelbare Schaden f&uuml;r die US-Wirtschaft w&auml;re sehr begrenzt, wenn China schlichtweg keine Staatsanleihen mehr kaufen w&uuml;rde. Im Gegenteil: Unter dem Strich w&uuml;rde sich wahrscheinlich ein enormer Vorteil f&uuml;r die USA ergeben, wie eine kurze volkswirtschaftliche Betrachtung zeigt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.monde-diplomatique.de\/pm\/2010\/04\/09.mondeText.artikel,a0064.idx,22\">monde-diplomatique.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Kommt uns, Euro-Europ&auml;ern , doch sehr vertraut vor.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h21\"><\/a><strong>Demonstrationsaufrufe<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Aufruf zum Bildungsstreik 2010 &ndash; 9. Juni bundesweit  dezentrale Demonstrationen <\/strong><br>\nTrotz gro&szlig;er Aufmerksamkeit und kleiner Zugest&auml;ndnisse hat sich nichts ge&auml;ndert &ndash; unsere zentralen Forderungen und Ziele wurden nicht erreicht. Im Gegenteil: Das Bildungssystem wird genau wie andere gesellschaftliche Bereiche weiter nach wettbewerbsorientierten Kriterien ausgerichtet und immer st&auml;rker &ouml;konomisiert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bildungsstreik.net\/aufruf\/aufruf-2010\/%20\">Bildungsstreik<\/a>\n<p><em>Dazu: <\/em><\/p>\n<p><strong>Gegen Pinkwart, Schavan und Co. <\/strong><br>\n&ldquo;Pinkwart, Schavan und Co. br&uuml;sten sich mit nationalen Stipendienprogrammen f&uuml;r eine ausgesuchte Minderheit. Deren L&ouml;sungsvorschl&auml;ge werden den Problemen im Bildungssystem nicht gerecht und sind reine Luftschl&ouml;sser, in denen nur eine kleine Elite wohnen kann&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nrhz.de\/flyer\/beitrag.php?id=15232\">Neue Rheinische Zeitung<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><strong>Bundesweiter Aufruf zu Demonstrationen am 12. Juni 2010 in Berlin und Stuttgart<\/strong><br>\n<strong>Wir zahlen nicht f&uuml;r eure Krise! <\/strong><br>\nGemeinsam gegen Erwerbslosigkeit,<br>\nKopfpauschale und Bildungsabbau!<br>\nSamstag | 12. Juni 2010<br>\nBerlin | Rotes Rathaus | 12 Uhr<br>\nStuttgart | Innenstadt | 11 Uhr<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.kapitalismuskrise.org\/aktuelles\/bundesweiter-aufruf-12-06-10\/\">Wir zahlen nicht f&uuml;r Eure Krise <\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Wulff, der Mann f&uuml;r die Ebene; zwei von der Sparstelle; Wirtschaftsrat fordert harte Einschnitte; Leerverkaufs-Verbot; Debatte &uuml;ber die Arbeitszeit; kalkulierte Katastrophen; AKW-Verl&auml;ngerung nicht ohne die L&auml;nder; Verlust der Privatsph&auml;re; das R&ouml;sler-Modell; Spardebatten; Elterngeld nur f&uuml;r Reiche; Amnesty-Report; Bilderberg-Konferenz; Barbaren vor den Toren der EU; Griechenland privatisiert; Japan vor dem<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=5798\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-5798","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5798","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=5798"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5798\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":5805,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5798\/revisions\/5805"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=5798"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=5798"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=5798"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}