{"id":57983,"date":"2020-01-27T08:28:04","date_gmt":"2020-01-27T07:28:04","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57983"},"modified":"2020-01-27T08:28:04","modified_gmt":"2020-01-27T07:28:04","slug":"hinweise-des-tages-3537","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57983","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57983#h01\">Offener Brief an die Regierenden und alle Menschen, die aus der Geschichte lernen wollen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57983#h02\">Habeck und Trump<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57983#h03\">Putins Reformvorschl&auml;ge &ndash; die Kommentare verraten die Schreiber<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57983#h04\">Mann im Ausnahmezustand: warum Julian Assange ein Freiheitsheld ist<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57983#h05\">Die Geheimnisse des EU-Rates<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57983#h06\">Gr&uuml;ne europ&auml;ische Zentralbank: Kann die Geldpolitik die Klimarettung einer Niedrigzinspolitik unterst&uuml;tzen?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57983#h07\">IG Metall bef&uuml;rchtet Aushebelung von Arbeitnehmerrechten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57983#h08\">Warum das Projekt Grundrente wackelt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57983#h09\">195 Seiten Z&uuml;ndstoff<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57983#h10\">Koalition der Klimawandelleugner<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57983#h11\">Tempolimit: Scheuer kritisiert neue Haltung des ADAC<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57983#h12\">Dem S&uuml;den Afrikas droht eine Katastrophe<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57983#h13\">Polen, Russland und der Streit &uuml;ber Schuld<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57983#h14\">T&uuml;rkei: Merkels zivilisatorischer Tabubruch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57983#h15\">Aleksandar Vu&#269;i&#263;: Unsere Beziehungen zu Russland und China sind unsere Sache<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57983#h16\">Bolivien: De-facto-Regierung schmei&szlig;t Deutschland aus dem Lithium-Gesch&auml;ft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57983#h17\">&bdquo;Rund 550 rechtsextreme Verdachtsf&auml;lle in der Bundeswehr&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57983#h18\">Bundespolizeigesetz: Seehofer opfert Gesichtserkennung f&uuml;r Staatstrojaner<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Offener Brief an die Regierenden und alle Menschen, die aus der Geschichte lernen wollen<\/strong><br>\nEsther Bejarano, &Uuml;berlebende der KZ Auschwitz und Ravensbr&uuml;ck zum 27. Januar 2020: Dass Auschwitz nie wieder sei &ndash; und dieses Land sich &auml;ndern muss (&hellip;)<br>\nSonntagsreden, die Betroffenheit zeigen, reichen aber nicht. Diese Betroffenheit muss zum Handeln f&uuml;hren, es muss gefragt werde, wie es so weit hat kommen k&ouml;nnen. Es muss gestritten werden f&uuml;r eine andere, bessere Gesellschaft ohne Diskriminierung, Verfolgung, Antisemitismus, Antiziganis-mus, ohne Ausl&auml;nderhass! Nicht nur an Gedenktagen!<br>\nSie, Frau Bundeskanzlerin Merkel haben am 6. Dezember 2019 in der Gedenkst&auml;tte KZ Auschwitz-Birkenau gesagt: &ldquo;Umso klarer und deutlicher m&uuml;ssen wir bekunden: Wir dulden keinen Antisemitismus. [&hellip;] Alle Menschen m&uuml;ssen sich bei uns in Deutschland, in Europa, sicher und zu Hause f&uuml;hlen. [&hellip;] Einen Schlussstrich kann es nicht geben &ndash; und auch keine Relativierung.&rdquo; Diese Aufgabe ist noch nicht erledigt! Und ich f&uuml;ge hinzu: Das sind wir den Millionen Opfern der faschistischen Verbrechen schuldig! (&hellip;)<br>\nIch will, dass wir alle aufstehen, wenn J&uuml;dinnen und Juden, wenn Roma oder Sinti, wenn Gefl&uuml;chtete, wenn Menschen rassistisch beleidigt oder angegriffen werden!<br>\nIch will, dass ein lautes &ldquo;Nein&rdquo; gesagt wird zu Kriegen, zum Waffenhandel. Wer den letzten Krieg vergisst, der bereitet schon den n&auml;chsten vor.<br>\nIch will, dass wir gegen die Ausbeutung der Menschen und unseres Planeten k&auml;mpfen, Hilfesu-chende solidarisch unterst&uuml;tzen und Gefl&uuml;chtete aus Seenot retten. Eine Gesellschaft muss sich messen lassen an ihrem Umgang mit den Schw&auml;chsten.<br>\nIch fordere entschlossenes Handeln gegen das Treiben der Neonazis, denn trotz Grundgesetz und alledem konnten Abgeordnete einer neurechten Partei vom NS als &ldquo;Vogelschiss in deutscher Geschichte&rdquo; und vom Holocaust-Gedenkort in Berlin als &ldquo;Denkmal der Schande&rdquo; sprechen, konnte der NSU ein Jahrzehnt lang ungest&ouml;rt morden und die Neonazi-Gruppe &ldquo;Combat 18&rdquo; frei agieren. (&hellip;)<br>\nUnd dann k&ouml;nnen wir, dann kann ein Bundespr&auml;sident vielleicht irgendwann sagen: Wir haben aus der Geschichte gelernt. Die Deutschen haben die entscheidende Lektion gelernt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.auschwitz-komitee.de\/offener-brief-an-die-regierenden-und-alle-menschen-die-aus-der-geschichte-lernen-wollen\/\">Auschwitz-Komitee in der Bundesrepublik Deutschland e.V.<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers M.B.:<\/strong> Ist es &uuml;berraschend, dass <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/esther-bejarano-der-8-mai-muss-ein-feiertag-werden-a-5f1a98b2-3465-43eb-9987-6780fc6b0e5b\">DER SPIEGEL zwar &uuml;ber Frau Bejaranos Brief berichtet<\/a>, den pazifistischen Appell darin aber unerw&auml;hnt l&auml;sst? &ldquo;Ich will, dass ein lautes &ldquo;Nein&rdquo; gesagt wird zu Kriegen, zum Waffenhandel. Wer den letzten Krieg vergisst, der bereitet schon den n&auml;chsten vor.&rdquo;<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Habeck und Trump<\/strong><br>\nDer Gr&uuml;nen-Vorsitzende Robert Habeck war, wie Donald Trump, bei den Reichen und M&auml;chtigen in Davos. Dort hat er den US-amerikanischen Pr&auml;sidenten kritisiert. In den deutschen Medien gab es ein gro&szlig;es Bohei. Dann reiste Habeck in die USA. Die Trump-Administration zeigte ihm die kalte Schulter. So weit, so gut.<br>\nJetzt, etwas gel&auml;utert, betont Habeck die Bedeutung guter transatlantischer Beziehungen. Europa und die USA m&uuml;ssten sich &bdquo;weiter als Wertegemeinschaft verstehen&ldquo;, die in Institutionen zusammenarbeite und ein gemeinsames politisches Vorgehen gegen&uuml;ber der Klimakrise finde.<br>\nWie nett. Welche Werte f&uuml;hren denn zu Raub, Erpressung, Pl&uuml;nderung und Mord? George W. Bush war verantwortlich f&uuml;r das Morden im Irak, Obama f&uuml;r das Morden in Syrien und in Libyen und Trump f&uuml;r das Morden seiner saudi-arabischen Waffenbr&uuml;der im Jemen und f&uuml;r die Handelskriege mit der halben Welt. Allein in Venezuela starben deshalb in einem Jahr 40.000 Menschen.<br>\nWas Robert Habeck noch lernen muss: Mit der verbrecherischen US-Oligarchie gibt es keinen Frieden und keinen &bdquo;Klimaschutz&ldquo;. Wenn die Gr&uuml;nen wirklich Frieden und Klimaschutz wollen, dann m&uuml;ssen sie der skrupellosen US-Oligarchie, die die halbe Welt terrorisiert, die kalte Schulter zeigen. Europa muss sich aus der Bevormundung der USA l&ouml;sen und durch eine eigenst&auml;ndige Politik zum Frieden in der Welt beitragen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/oskarlafontaine\/photos\/a.198567656871376\/2801319669929482\/?type=3&amp;theater\">Oskar Lafontaine via Facebook<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Putins Reformvorschl&auml;ge &ndash; die Kommentare verraten die Schreiber<\/strong><br>\nNeben fast durchwegs ein&auml;ugigen Kommentaren gab es auch echt informative &ndash; einen besonders lesenswerten auch aus den USA.<br>\nWladimir Putins Ank&uuml;ndigung vom 15. Januar, wie Russland k&uuml;nftig gef&uuml;hrt werden soll, dass n&auml;mlich dem Pr&auml;sidenten weniger Kompetenzen und dem Parlament mehr Kompetenzen zufallen sollen, kam in Russland in weiten Bev&ouml;lkerungskreisen gut an. Wie aber reagierte das westliche Ausland, wie wurde Putins Plan f&uuml;r die Zeit nach 2024 kommentiert?<br>\nDie Psychologen kennen es aus dem Alltag: In der Beurteilung anderer Menschen projizieren wir unsere eigene Lebenseinstellung oft auch in unsere Umgebung. Der gutgl&auml;ubige und ehrliche kleine Mann geht davon aus, dass auch alle anderen gutgl&auml;ubig und ehrlich sind, &ndash; und macht dabei oft Fehler, weil er &ndash; als Naivling &ndash; auf die Tricks der Trickser dann eben reinf&auml;llt. Trickser dagegen gehen davon aus, dass auch alle anderen unehrliche Trickser sind, und leben entsprechend misstrauisch. Geldgierige Leute wiederum vermuten auch in ihrem Freundeskreis vor allem geldgierige Leute und haben deshalb schon gar keine Hemmungen, diesen ein paar Pennies oder Dollars abzukn&ouml;pfen. (&hellip;)<br>\nAlle Spekulationen, Putin wolle vor allem seine eigene Macht &uuml;ber 2024 hinaus festigen, gehen an den Besonderheiten des nachsowjetisch-russischen Vielv&ouml;lkerorganismus, der vom Konsens lebt, vorbei.<br>\nPutins Vorschl&auml;ge m&ouml;gen vor&uuml;bergehend auch seine Position st&auml;rken, zugleich stellen sie aber Weichen f&uuml;r die Einbeziehung neuer Kr&auml;fte in den bisherigen Konsens. Die Vorschl&auml;ge haben eindeutig das Ziel, den Zusammenhalt dieses russl&auml;ndischen Organismus auch nach Putins Abgang zu wahren. Putin will keinen Zerfall der m&uuml;hsam errungenen Stabilit&auml;t hinterlassen. Ob das gelingt, wird die Zeit zeigen.<br>\nRichtig ist sicher auch, dass Putin nach seinem Abgang als &lsaquo;guter Zar&rsaquo; in der Erinnerung seiner Landsleute weiterleben m&ouml;chte. Aber wer wollte ihm das verdenken.&raquo;<br>\nSo weit der Kommentar von Kai Ehlers.<br>\n&hellip; und eine kluge Stimme aus den USA<br>\nEine interessante und vor allem auch sehr informative Stimme kommt aus den USA. Natyline Baldwin schrieb auf Natylie&rsquo;s Place (deutsche &Uuml;bersetzung anschliessend an das englische Original, siehe unten): (&hellip;)<br>\nNachdem ich Putins Regierungsf&uuml;hrung und die Entwicklung Russlands in den zwei Jahrzehnten, in denen er regiert hat, genauer angeschaut habe, ist es f&uuml;r mich klar, dass er f&uuml;r Russland drei Hauptpriorit&auml;ten in der folgenden Reihenfolge hatte:\n<ol>\n<li>Gew&auml;hrleistung der nationalen Sicherheit und Souver&auml;nit&auml;t Russlands als unabh&auml;ngige Nation. In fr&uuml;heren Schriften habe ich die Bedeutung der nationalen Sicherheit f&uuml;r die Russen aufgrund ihrer Geschichte und Geographie erl&auml;utert.<\/li>\n<li>Die Verbesserung der Wirtschaft und des Lebensstandards der Russen.<\/li>\n<li>Die allm&auml;hliche Demokratisierung des Landes.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Diese drei Priorit&auml;ten spiegeln sich in der Rede dieser Woche vor der Bundesversammlung wider, die der j&auml;hrlichen Bilanz des US-Pr&auml;sidenten entspricht, wider. Putin bekr&auml;ftigte vor seinen Zuh&ouml;rern, dass die erste Priorit&auml;t der nationalen Sicherheit und der staatlichen Souver&auml;nit&auml;t geh&ouml;rt:<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/Artikel\/Politik\/Russland-Putin-Nachfolge-Verfassung\">Infosperber<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Mann im Ausnahmezustand: warum Julian Assange ein Freiheitsheld ist<\/strong><br>\nDer Fall Assange offenbart ein Justiz- und Medienversagen ersten Ranges. Dabei geht es nicht nur um Assanges Leben, sondern auch um den Freiheitsbegriff der westlichen Welt. (&hellip;)<br>\nEs ist keine gute Idee, Assange &ouml;ffentlich sterben und alle Welt dabei zusehen zu lassen. Die &Ouml;ffentlichkeit ist alarmiert, immer mehr Journalisten berichten und solidarisieren sich. Immer mehr Politiker stellen Fragen zu dem Fall, zahlreiche Prominente wie Roger Waters von Pink Floyd, Vivienne Westwood, Pamela Anderson oder Lady Gaga stehen hinter Assange.<br>\nDer Schuss d&uuml;rfte darum nach hinten losgehen: die gegenw&auml;rtige Mischung aus Justiz- und Medienversagen desavouiert den Rechtsstaat und besch&auml;digt staatliche Autorit&auml;ten. Assange erweist sich als ein Fieberthermometer der Freiheit und der Fall Assange als Kristallisationspunkt eines demokratietheoretischen Paradoxons: In einer echten Demokratie kann es keine Dissidenten geben. Denn die Offenbarung der Wahrheit ist entweder Teil der demokratischen Grundrechte, oder Letztere sind ausgesetzt. Dann aber ist Demokratie nur noch Fassade. (&hellip;)<br>\nAssange wurde oft als paranoid bezeichnet. Dabei sollte man beachten, dass er seit Jahren in einer kafkaesken Situation ist, in der alles unterhalb der Schwelle von Paranoia wohl dem Reich der Naivit&auml;t zuzuordnen w&auml;re.<br>\nDie neuesten Entwicklungen geben ihm recht: Unl&auml;ngst wurde bekannt, dass die CIA &uuml;ber eine spanische Sicherheitsfirma Assange (und damit alle seine Besucher, Anw&auml;lte, Journalisten) in der ecuadorianischen Botschaft rund um die Uhr bespitzelt hat, mit einer Wanze selbst auf dem WC. Der eingesperrte, private Wahrheits&uuml;berbringer wurde von einem staatlichen Nachrichtendienst verfassungswidrig &uuml;berwacht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/feuilleton\/julian-assange-freiheitsheld-und-mann-im-ausnahmezustand-ld.1533798?mktcid\">Milosz Matuschek in Neue Z&uuml;rcher Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Die NachDenkSeiten solidarisieren sich mit Julian Assange. Bitte lesen dazu auch <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57964\">Assange auf der Mattscheibe<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Die Geheimnisse des EU-Rates<\/strong><br>\nDer EU-Rat als Demokratiedefizit: Investigate Europe will Licht bringen in die Gesetzgebungsarbeit des Europ&auml;ischen Rates. Ein Gespr&auml;ch mit Harald Schumann zu dem Projekt &bdquo;Secrets Of The Council&ldquo;.<br>\nDass die EU Demokratiedefizite habe, ist ein immer wieder zu h&ouml;render Vorwurf. Falsch ist dieser Vorwurf nicht. Immerhin ist die EU nach wie vor in einem Prozess der Entwicklung, wenngleich ein vorl&auml;ufiger Abschlusspunkt dieser Entwicklung nicht klar definiert ist. Unklar hingegen ist, wo und worin genau die Demokratiedefizite der EU bestehen.<br>\nAus historischen Gr&uuml;nden entspricht die politische Architektur der EU mit den drei Entscheidungsgremien EU-Kommission, EU-Parlament und EU-Rat nicht der parlamentarisch-demokratischen Struktur der meisten EU-Mitgliedsl&auml;nder. Sachlich lehnt sich die Struktur der EU an das Modell der Schweizer Konsens-Demokratie an (vergl. dazu auch: Die Wahl der EU-Kommission &ndash; ein undemokratisches Mysterium?). Das f&uuml;hrt gelegentlich zu eigenwilligen Einsch&auml;tzungen von Demokratiedefiziten der EU, beispielsweise in der Form, dass die Wahl der EU-Kommissions-Pr&auml;sidentin nicht ausschlie&szlig;lich durch das Europ&auml;ische Parlament (EP) erfolge bzw. dass nicht der Spitzenkandidat bzw. die Spitzenkandidatin der gr&ouml;&szlig;ten Fraktion im EP die Pr&auml;sidentschaft der EU-Kommission zugesprochen bekommt.<br>\nDer Blick, aus dem diese Art von Kritik resultiert, ist der aus der auf der Ebene der EU-Mitgliedsl&auml;nder vorherrschenden Perspektive der Konkurrenzdemokratie. Diese Perspektive kann man einnehmen. Dann aber geht es eher um die Frage, ob eine Konsens- bzw. Konkordanz-Demokratie oder eine Konkurrenzdemokratie das sinnvollere Konzept ist. Mit Demokratiedefiziten hat eine solche Debatte unmittelbar nichts zu tun.<br>\nBei genauerem Hinsehen fallen demokratische Problemzonen ganz anderer Art auf. Eine ganz besondere Problemzone, so Harald Schumann von Investigate Europe gegen&uuml;ber Europa.blog, ist der Rat der Europ&auml;ischen Union &ndash; also das Gremium, in dem die Regierungen der EU-Mitgliedsl&auml;nder vertreten sind, und das gemeinsam mit dem Europ&auml;ischen Parlament als Co-Gesetzgeber &uuml;ber die von der EU-Kommission vorgelegten EU-Gesetzesinitiativen entscheidet. Dort liegt derzeit das zentrale und f&uuml;r die Zukunft der EU entscheidende Demokratie-Defizit.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/europa.blog\/die-geheimnisse-des-eu-rates\/\">europa.blog<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Gr&uuml;ne europ&auml;ische Zentralbank: Kann die Geldpolitik die Klimarettung einer Niedrigzinspolitik unterst&uuml;tzen?<\/strong><br>\nBeschrieben werden die Erfolge aber auch Kollateralsch&auml;den der jetzt schon &uuml;ber mehrere Jahre anhaltenden Minus&#8208; Nullzins&#8208;Politik der EZB. Da es eindeutige Gr&uuml;nde daf&uuml;r gibt, wird die Niedrigzinspolitik noch lange fortgesetzt werden. Die Gr&uuml;nde sind: Liquidit&auml;ts&uuml;bersch&uuml;sse im Finanzsystem auch durch das &bdquo;&Uuml;bersparen&ldquo; als Folge der Verm&ouml;genskonzentration; die anhaltend stagnative Wirtschaftsentwicklung; der Ausfall der expansiven Finanzpolitik durch die Politik der Schuldenbremse (&bdquo;schwarze Null&ldquo;).<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.alternative-wirtschaftspolitik.de\/de\/article\/10656322.gr%C3%BCne-europ%C3%A4ische-zentralbank-kann-die-geldpolitik-die-klimarettung-einer-niedrigzinspolitik-unterst%C3%BCtzen.html\">Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik e.V.<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Die von Rudolf Hickel f&uuml;r seinen Vortrag verwendeten Folien (15 Seiten) <a href=\"https:\/\/www.alternative-wirtschaftspolitik.de\/kontext\/controllers\/document.php\/737.3\/f\/88207a.pdf\">finden Sie hier<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>IG Metall bef&uuml;rchtet Aushebelung von Arbeitnehmerrechten<\/strong><br>\nHebelt Tesla f&uuml;r seine Gigafactory in Brandenburg das deutsche Arbeitsrecht aus? Die IG Metall bef&uuml;rchtet Tricks des US-Konzerns, mit denen Mitbestimmungsrechte umgangen werden k&ouml;nnten. Der Gewerkschaftschef rechnet mit &ldquo;ordentlich Krach&rdquo;. (&hellip;)<br>\nEr sprach von einem &ldquo;klaren Missbrauch der Rechtsform Europ&auml;ische Aktiengesellschaft&rdquo;. Dabei gelte das sogenannte Vorher-Nachher-Prinzip. Da die Gesellschaft offensichtlich im Voraus in D&uuml;sseldorf ohne Mitbestimmungsstrukturen gegr&uuml;ndet worden sei, bestehe auch zuk&uuml;nftig keine M&ouml;glichkeit, eine Beteiligung der Arbeitnehmerseite &ndash; zum Beispiel durch Betriebsr&auml;te &ndash; im Aufsichtsrat des Brandenburger Standorts juristisch durchzusetzen, so Luz. Die IG Metall fordere Tesla deshalb auf, die deutsche Mitbestimmung zu respektieren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.rbb24.de\/wirtschaft\/thema\/tesla\/beitraege\/berlin-tesla-ig-metall-gesellschaftsform-arbeitnehmerrechte.html\">rbb<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.M.:<\/strong> Im Nov. 2019 war die IG Metall noch ganz euphorisch&hellip;.<\/em><\/p>\n<p><em><a href=\"https:\/\/www.businessinsider.de\/wirtschaft\/ig-metall-tesla-gigafactory-reaktion-berlin-brandenburg-2019-11\/\">IG Metall wertet Tesla-Entscheidung als Best&auml;tigung f&uuml;r das deutsche Wirtschafts- und Sozialmodell<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Warum das Projekt Grundrente wackelt<\/strong><br>\nDie Union hadert mit dem Entwurf von Minister Heil zur Grundrente. Geradezu vernichtend ist jedoch die Kritik ausgerechnet der Beh&ouml;rde, die die Pl&auml;ne umsetzen muss. Wackelt das SPD-Projekt?<br>\nNach der Kritik von Unionspolitikern und Verb&auml;nden wird die Bundesregierung den Gesetzentwurf zur Grundrente sp&auml;ter als geplant auf den Weg bringen. Bundesarbeitsminister Hubertus Heil verschiebt offenbar die bisher f&uuml;r kommenden Mittwoch geplante Kabinettsentscheidung um mindestens zwei Wochen. &ldquo;Wir rechnen damit, dass wir f&uuml;r die Ressortabstimmung noch ein paar Tage brauchen&rdquo;, sagte eine Ministeriumssprecherin. &ldquo;Wir streben eine Kabinettsbefassung am 12. Februar an.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/grundrente-kritik-101.html\">tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers C.C.:<\/strong> Ein b&uuml;rokratischer Irrsinn und auch sonst unausgegoren. <\/em><\/p>\n<p><em>Warum macht man nicht eine Grundrente nach &ouml;sterreichischem oder niederl&auml;ndischem Vorbild?<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bitte lesen Sie dazu auch Wochenr&uuml;ckblick: Referentenentwurf zur Grundrente liegt jetzt in einer neuen Fassung vor. Daran gibt es massive Kritik. <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57955\">Mit Recht<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>195 Seiten Z&uuml;ndstoff<\/strong><br>\nVertrauliche Unterlagen zum Kohleausstieg zeigen, dass Wirtschaftsminister Peter Altmaier einem ostdeutschen Energiekonzern eine Entsch&auml;digung in Milliardenh&ouml;he zahlen will &ndash; praktisch ohne Gegenleistung. (&hellip;)<br>\nAltmaiers Strategie war eine des Scheckbuchs. Er gab etliche Milliarden Euro f&uuml;r die Entsch&auml;digung der Energiekonzerne, f&uuml;r Kraftwerke und Kohlegruben, die ohnehin geschlossen werden sollten. Gro&szlig;z&uuml;gig war er bei den Strukturhilfen vor allem f&uuml;r Braunkohlereviere im Osten. Insgesamt 50 Milliarden Euro l&auml;sst sich die Regierung den Versuch kosten, einen gesellschaftlichen Konsens zu erkaufen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/peter-altmaier-will-milliarden-entschaedigung-zahlen-praktisch-ohne-gegenleistung-a-00000000-0002-0001-0000-000169122952\">Spiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.M.:<\/strong> Altmaiers Scheckbuch: Die Bundesregierung wirft mit Milliarden um sich &ndash; nicht nur bei der Energie: &ldquo;Kohle&rdquo; gibt es auch an vielen anderen Stellen, die Ruhigstellung der  Thomas-Cook Kunden mit knapp 300 Millionen Euro geh&ouml;rt zu den eher kleinen Posten aus Altmaiers Scheckbuch.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Eine Politik des &bdquo;Scheckbuchs&ldquo; &ndash; da ist wohl immer noch Helmut Kohl das Vorbild f&uuml;r den derzeitigen Bundeswirtschaftsminister Altmaier.<\/em><\/p>\n<p><em>Zum Thema an sich lesen Sie bitte auch <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57801#h12\">Kein Land zahlt derart hohe Kohle-Entsch&auml;digungen<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57752#h02\">Kohleausstieg<\/a>. Interessant ist auch z.B. die Stellungnahme des BUND: Kommentar: <a href=\"https:\/\/www.bund.net\/service\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/news\/kommentar-bundesregierung-gefaehrdet-mit-kohle-politik-gesellschaftlichen-frieden\/\">Bundesregierung gef&auml;hrdet mit Kohle-Politik gesellschaftlichen Frieden<\/a>. Daraus zitiert:<\/em><\/p>\n<blockquote><p>\n&bdquo;Aus unserer gesellschaftlichen Verantwortung heraus haben wir in der Kohle-Kommission mitverhandelt und den Minimalkonsens schweren Herzens mitgetragen: mit dem Ziel einer klimapolitischen Verbesserung und eines sozialvertr&auml;glichen Strukturwandels. Die Bundesregierung hat diesen Kompromiss einseitig aufgek&uuml;ndigt und setzt damit den gesellschaftlichen Frieden aufs Spiel. Sie verschiebt die dr&auml;ngenden Abschaltungen auf den sp&auml;testm&ouml;glichen Zeitpunkt, Datteln 4 soll ans Netz gehen, an Kraftwerks-Betreiber sollen unn&ouml;tige hohe Entsch&auml;digungen flie&szlig;en und im Bundesgesetz soll zementiert werden, dass auch heute noch D&ouml;rfer der Kohle geopfert werden.<\/p>\n<p>Das ist eine schallende Ohrfeige f&uuml;r alle Menschen, die bereit waren gesellschaftliche Kompromisse einzugehen. So versch&auml;rft die Bundesregierung erneut den gesellschaftlichen Streit und handelt gegen nationale und internationale selbst gesetzte Klimaziele. Wir werden dieses klimapolitische Versagen nicht akzeptieren. Wir werden den gesellschaftlichen Protest zum Kraftwerk Datteln fortsetzen und in die D&ouml;rfer tragen. Wir werden f&uuml;r einen klimavertr&auml;glichen Kohleausstieg bis sp&auml;testens 2030 k&auml;mpfen.&ldquo;<\/p><\/blockquote>\n<p><em>Die vier-seitige Stellungnahme der ehemaligen Mitglieder der Kommission Wachstum, Strukturwandel und Besch&auml;ftigung k&ouml;nnen Sie <a href=\"https:\/\/www.bund.net\/fileadmin\/user_upload_bund\/publikationen\/kohle\/kohle_kommission_stellungnahme_ehemalige.pdf\">hier nachlesen<\/a>.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: Datteln 4: das neue Symbol der Klimabewegung<\/strong><br>\nEs klingt absurd: Der Kohleausstieg beginnt damit, dass ein neues Steinkohlekraftwerk in Betrieb genommen wird. Noch 2020 soll der vierte Block des Kraftwerks Datteln ans Netz gehen &ndash; zumindest, wenn die Einigung zwischen Bundesregierung und Ministerpr&auml;sidenten &uuml;ber den Ausstiegspfad so zum Gesetz wird, wie derzeit geplant. &ldquo;Ein v&ouml;llig falsches Signal&rdquo; nannte das Barbara Praetorius, die fr&uuml;here Vorsitzende der Kohlekommission. (&hellip;)<br>\nProteste dagegen sind angek&uuml;ndigt und absehbar. Die taz war am vergangenen Freitag in Datteln, um sich anzusehen, wie die Stimmung am Ort so ist. Die Kollegen schreiben, das Kraftwerk werde zu einem<br>\nm&ouml;glichen Kristallisationspunkt f&uuml;r Proteste, &auml;hnlich wie Brokdorf und Gorleben f&uuml;r die alte Anti-Atom-Szene oder der Hambacher Forst f&uuml;r die junge Klimabewegung.<br>\nUnd das nicht nur wegen des Kohleausstiegs: Datteln 4 ist schon lange umstritten. Der BUND klagte 2005 gegen den Neubau, der damalige Betreiber E.on baute trotzdem und schuf Fakten. Ein Gericht entschied im Sinne der Kl&auml;ger, die Beh&ouml;rden verh&auml;ngten einen Baustopp &ndash; und dann &auml;nderte die Landesregierung in NRW den ma&szlig;geblichen Landesentwicklungsplan einfach im Sinne der Kraftwerksbetreiber und erteilte sp&auml;ter eine Ausnahmegenehmigung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.piqd.de\/klimawandel\/datteln-4-das-neue-symbol-der-klimabewegung\">piqd<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Koalition der Klimawandelleugner<\/strong><br>\nIn einem neuen Aufruf stellen Politiker mehrerer Parteien die Klimapolitik der Bundesregierung infrage. Mittendrin: die Werteunion, selbsternannter konservativer Fl&uuml;gel der CDU\/CSU.<br>\nEin Raubvogel liegt mit weit abgespreiztem Fl&uuml;gel am Boden und blickt am Betrachter vorbei mit leeren Augen gen Himmel. Hinter dem Kadaver ragen dicht an dicht Windr&auml;der in die H&ouml;he, bis zum Horizont. Ein stolzes Tier, zur Strecke gebracht von der Energiewende &ndash; das ist die Botschaft des Titelbildes auf der Seite Klimafragen.org, einer Initiative gegen mehr Klimaschutz in Deutschland. &ldquo;Aufgrund eines behaupteten Klimanotstandes sollen neue Gesetze erlassen werden&rdquo;, hei&szlig;t es. Klimagesetze schrieben uns unsere Art zu leben vor und k&ouml;nnten &ldquo;zur Deindustrialisierung Deutschlands f&uuml;hren&rdquo;. Unterst&uuml;tzer dieser Kampagne: die Werteunion Bayern, der rechtslastige Arbeitgeberverband DAV, AfD-, CDU- und FDP-Mitglieder sowie ehemalige Abgeordnete.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wissenschaft\/mensch\/koalition-der-klimawandelleugner-a-c1a03be4-8921-4898-a4f3-a11a1c814008-amp?__twitter_impression=true\">Spiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Auch solche Vorg&auml;nge und das Nichtkommentieren der CDU-Spitze k&ouml;nnte die SPD zum Anlass nehmen, die Koalition mit den Unionsparteien zu beenden. &Uuml;ber viele Jahre mussten die Mitglieder der SPD die &bdquo;Rote Socken&ldquo;-Kampagne der Union ertragen. Nun sollten insbesondere die Unionsparteien ihr Verh&auml;ltnis vor allem zur AfD kl&auml;ren, in der ein Spitzenvertreter gerichtlich abgesichert als &bdquo;Faschist&ldquo; bezeichnet werden darf.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Tempolimit: Scheuer kritisiert neue Haltung des ADAC<\/strong><br>\nNach der Neutralit&auml;tsbekundung des ADAC in der Tempolimit-Debatte hat Verkehrsminister Andreas Scheuer den Automobilclub scharf kritisiert. &ldquo;Ein &lsquo;neutrales&rsquo; Durchlavieren bei diesem Thema gibt es definitiv nicht&rdquo;, sagte Scheuer der &ldquo;Bild am Sonntag&rdquo;. Die &ldquo;vielen ADAC-Mitglieder&rdquo;, die bei der jetzigen bew&auml;hrten Regelung bleiben wollen, w&uuml;rden das dem Vorstand &ldquo;deutlich machen&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.br.de\/nachrichten\/deutschland-welt\/tempolimit-scheuer-kritisiert-neue-haltung-des-adac,Rof0QFr\">BR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Ein durch und durch von der Ideologie der Individualisierung und Privatisierung getriebener Bundesminister, der offenbar bis zu seinen Pensionsanspr&uuml;chen &bdquo;Narrenfreiheit&ldquo; genie&szlig;en darf\/kann. Seine Vorgsetzte, Kanzlerin Merkel lobte ihn ja sogar k&uuml;rzlich noch. Was muss eigentlich noch passieren, damit Herr Scheuer seinen Platz im Kabinett aufgibt oder aufgeben muss?<\/em><\/p>\n<p><em>Bitte lesen Sie dazu auch <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55679\">Beraten und verkauft: Scheuers Mautdebakel ist der Musterfall eines ferngesteuerten Politikbetriebs<\/a>. und <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57444#h12\">Rasen hat mit Freiheit nichts zu tun!<\/a> mit einer Anmerkung.<\/em><\/p>\n<p><em>Der &bdquo;Postillon&ldquo; hatte es &ndash; zwar satirisch, aber dennoch treffend &ndash; auf den Punkt gebracht: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57110#h13\">Andreas Scheuer in Wahrheit Experiment der Regierung, wie viel Inkompetenz B&uuml;rger zu ertragen bereit sind<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Dem S&uuml;den Afrikas droht eine Katastrophe<\/strong><br>\nVerwitterte Felder, versiegende B&auml;che, schrumpfende Vorr&auml;te: Im s&uuml;dlichen Afrika schrillen die Alarmglocken immer lauter. Im Vorjahr haben D&uuml;rre, Wirbelst&uuml;rme, Sch&auml;dlingsbefall und Missmanagement eine der schlimmsten Hungerkatastrophen seit 35 Jahren heraufbeschworen. (&hellip;)<br>\nAllein im Krisenstaat Simbabwe ist etwa die H&auml;lfte der Bev&ouml;lkerung von einer Hungersnot bedroht. In dem Land mit der weltweit zweith&ouml;chsten Inflationsrate f&auml;llt bis zu 19 Stunden am Tag der Strom aus, Wasser ist ebenso knapp wie das Hauptnahrungsmittel Mais. &ldquo;So, wie die Dinge stehen, werden wir Ende Februar keine Nahrung mehr vorhalten, was mit dem H&ouml;hepunkt der Hungersaison zusammenf&auml;llt, wenn die Not am gr&ouml;&szlig;ten ist&rdquo;, erkl&auml;rte der WFP-Mitarbeiter Niels Balzer.<br>\nF&uuml;r diesen Fall bef&uuml;rchtet die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) die Flucht Hunderttausender Simbabwer in die Nachbarl&auml;nder. &ldquo;Das ist eine stille Krise, eine tickende Zeitbombe&rdquo;, warnte diese Woche HRW-Regionaldirektor Dewa Mavhinga. Gefl&uuml;chtete k&ouml;nnten etwa im benachbarten S&uuml;dafrika den Druck auf dem Arbeitsmarkt erh&ouml;hen.<br>\nDort entwickelt sich die offizielle Arbeitslosenquote gerade Richtung 30 Prozent, jeder zweite Jugendliche ist arbeitslos. Arme Ausl&auml;nder im &Uuml;berlebenskampf werden daher bei der Suche nach Jobs oft als l&auml;stige Konkurrenten um die wenigen Jobs in dem Kap-Staat gesehen. Die Folge waren in der Vergangenheit wiederholt gewaltt&auml;tige &Uuml;bergriffe gegen Ausl&auml;nder, bei denen es auch Tote gab. Mavhinga bef&uuml;rchtet daher bereits eine Zunahme der Spannungen.<br>\nAls besonders betroffen gelten zudem die Staaten Sambia, Lesotho, Mosambik, Malawi, Madagaskar und Eswatini (fr&uuml;her: Swasiland). F&uuml;r viele Subsistenzfarmer kommt dort der Regen zunehmend zu sp&auml;t. Auch im W&uuml;stenstaat Namibia wissen viele Einwohner nicht mehr, wo die n&auml;chste Mahlzeit herkommt. Grundnahrungsmittel werden Mangelware und verteuern sich dadurch f&uuml;r viele arme Namibier in unerschwingliche H&ouml;hen. Im Mai hatte die Regierung in Windhuk daher bereits den Notstand ausgerufen, weil rund 500.000 Namibier &ndash; ein F&uuml;nftel der Bev&ouml;lkerung &ndash; von Nahrungsmittelknappheit bedroht sind.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/afrika\/96982-dem-sueden-afrikas-droht-eine-katastrophe\/\">RT Deutsch<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Polen, Russland und der Streit &uuml;ber Schuld<\/strong><br>\nAm 75. Jahrestag der Auschwitz-Befreiung zeigt sich einmal mehr, wie Gedenken zur eigenen Legitimation herangezogen wird<br>\nDie Regierungen in Warschau und Moskau gehen sich entschlossen aus dem Weg, wird die Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz vor 75 Jahren erinnert. Pr&auml;sident Putin reist nicht zur Gedenkfeier in Polen, weil die dortige F&uuml;hrung der Sowjetunion vorwirft, durch den Hitler-Stalin-Pakt vom August 1939 den Zweiten Weltkrieg (und so den Massenmord an den Juden?) mit verschuldet zu haben. Pr&auml;sident Duda verweigert den gemeinsamen Auftritt im israelischen Yad Vashem, weil ihm keine Redezeit zugestanden ist &ndash; Wladimir Putin dagegen schon. [&hellip;]<br>\nJahrestage wie der gerade begangene sind leider keine Gew&auml;hr daf&uuml;r, sich eines historischen Geschehens vorbehaltlos anzunehmen. Sie scheinen stattdessen als Anlass willkommen, sich des Gedenkens zu bedienen, um eigener Legitimation zu dienen. Dazu wird Deutung von Geschichte der Deutung von Ereignissen ausgeliefert, deren Kontext kaum mehr verbindlich zu kl&auml;ren ist. Man denke an die im Sommer 1939 praktizierte Geheimdiplomatie, das verwirrende Wechselspiel der Allianzen, die Kluft zwischen bekundeten und tats&auml;chlichen Absichten damaliger Akteure. Das beg&uuml;nstigt den fatalen Hang, historische Vorg&auml;nge vom Ende her zu erz&auml;hlen. Der deutsch-sowjetische Nichtangriffspakt l&auml;sst sich nun einmal &uuml;berzeugender verurteilen, wird seine Vorgeschichte ausgeblendet und mit ihr die Angst Stalins, isoliert und schlecht vorbereitet in einen Krieg mit Deutschland zu geraten.<br>\nAnstatt die Sowjetunion zu schm&auml;hen, k&ouml;nnten polnische Politiker ausnahmsweise Frankreich und Gro&szlig;britannien vorwerfen, 1939 trotz Beistandspflicht milit&auml;risch nicht wirksam eingegriffen zu haben. Die polnische Armee w&auml;re erheblich entlastet worden, h&auml;tten die Westm&auml;chte eine zweite Front riskiert, statt zu hoffen, dass Hitler nach der Eroberung Polens zun&auml;chst einmal satt ist.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/lutz-herden\/polen-russland-und-der-streit-ueber-schuld\">Der Freitag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>T&uuml;rkei: Merkels zivilisatorischer Tabubruch<\/strong><br>\nDie Bundesregierung scheint bereit, das t&uuml;rkische Regime und die ethnischen &ldquo;S&auml;uberungen&rdquo; im nordsyrischen Rojava zu finanzieren. Ein Kommentar<br>\nNun weilte Frau Merkel beim t&uuml;rkischen Machthaber und F&ouml;rderer des Islamischen Staates, um sich mit ihm vor allem in Sachen &ldquo;Fl&uuml;chtlingspolitik&rdquo; abzustimmen. Die sechs Milliarden Euro, die Berlin via Br&uuml;ssel dem &ouml;konomisch hart bedr&auml;ngtem Regime als Fl&uuml;chtlingshilfe zusagte, sind wohl erst der Anfang. Letztendlich sind dies europ&auml;ische Reparationszahlungen f&uuml;r einen verlorenen Krieg Erdogans. Erdogan beklagte sich, dass die Gelder nur NGOs zuk&auml;men, er dringt offenbar auf Direktzahlungen. (&hellip;)<br>\nMerkels Staatsvisite bei dem t&uuml;rkischen Staatsislamisten machte vor allem eins klar: Die Bundesrepublik agiert in diesem Zusammenhang gegen&uuml;ber der T&uuml;rkei als ein politischer Unterst&uuml;tzer und Finanzier dieser neoimperialistischen Politik blanken Landraubes, der mit einer als faschistisch zu bezeichnenden Politik ethnischer &ldquo;S&auml;uberung&rdquo;, politischem Terror und Islamisierung einhergeht. Der Skandal von Ankara besteht darin, dass Merkel dem t&uuml;rkischen Sultan im Pr&auml;sidentenamt in Aussicht stellte, weitere &ldquo;Hilfen&rdquo; zur Verf&uuml;gung zu stellen. Und diese Hilfen k&ouml;nnten eben auch in die t&uuml;rkische Besatzungszone in Nordsyrien flie&szlig;en (siehe dazu auch die Pressemitteilung von medico). Und es ist keine alternativlose Zwangslage, in der sich Merkel befindet: Wozu Berlin gegen&uuml;ber &ouml;konomisch angeschlagenen L&auml;ndern f&auml;hig ist, machten Merkel und Sch&auml;uble 2015 gegen&uuml;ber Griechenland klar.<br>\nEs ist inzwischen unzutreffend, vom Appeasement gegen&uuml;ber Erdogan zu sprechen. Berlin entschied sich zur offenen Kollaboration mit dem t&uuml;rkischen Regime.<br>\nAuf Nachfrage von Journalisten erkl&auml;rte Merkel, die Bundesregierung ziehe es in Erw&auml;gung, t&uuml;rkische Ma&szlig;nahmen in den besetzten Gebieten Rojavas &uuml;ber den Umweg des UNHCR zu finanzieren. Damit scheint Berlin bereit, Angriffskriege, ethnische Vertreibungen, den Ethnozid an den Kurden Rojavas zu unterst&uuml;tzen, der im Aufbau eines gigantischen Fl&uuml;chtlingsghettos m&uuml;nden soll. Merkel exekutiert somit genau die Politik der Neuen Rechten in Europa, die auf eine Allianz mit den wesensverwandten Islamisten in Ankara setzt. Ungarns rechtspopulistischer Staatschef Orban forderte schon bei Kriegsausbruch eben jene Unterst&uuml;tzung f&uuml;r den Ethnozid der T&uuml;rkei in Rojava, die Merkel dem Terror-Regime in Ankara zu gew&auml;hren bereit scheint.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Tuerkei-Merkels-zivilisatorischer-Tabubruch-4645780.html\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Der t&uuml;rkische Pr&auml;sident Erdogan scheint ein fragw&uuml;rdiges Verst&auml;ndnis &uuml;ber Menschenrechte bzw. ein bedenkliches Verh&auml;ltnis zum V&ouml;lkerrecht zu haben. Im Verh&auml;ltnis zu den Kurden lesen Sie bitte auch <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33476\">Von Dersim 1938 bis Sur 2016 &ndash; Die Kurden und das V&ouml;lkerrecht<\/a>. Und bez&uuml;glich des osmanischen V&ouml;lkermordes an die Armenier, den Herr Erdogan bis heute leugnet, lesen Sie bitte <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33612\">Kotau vor dem Despoten vom Bosporus &ndash; so langsam wird es peinlich, Frau Kanzlerin!<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36296#h12\">&laquo;Erdogan geh&ouml;rt nach Den Haag&raquo;<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Aleksandar Vu&#269;i&#263;: Unsere Beziehungen zu Russland und China sind unsere Sache<\/strong><br>\nDie T&uuml;r zur EU bleibt Serbien verschlossen. Es bleibt unklar, wann sie sich auftun k&ouml;nnte. Belgrad hofft weiter auf eine EU-Mitgliedschaft, st&auml;rkt aber auch die Beziehungen zu Russland. Zu Hause muss sich Pr&auml;sident Aleksandar Vu&#269;i&#263; mit Protesten gegen Korruption und f&uuml;r Medienfreiheit auseinandersetzen. (&hellip;)<br>\nAleksandar Vu&#269;i&#263;: Serbien ist nicht sehr optimistisch. Aber wir blicken immer noch Richtung EU, weil wir keine wirkliche Alternative zu diesem Weg sehen. Und das ist viel wichtiger f&uuml;r das serbische Volk, f&uuml;r den serbischen Staat. Aber, wissen Sie, wir sind bereits seit 20 Jahren auf diesem Weg. Ich glaube, abgesehen von der T&uuml;rkei hat kein einziges Land so viele Jahre gewartet.<br>\nEuronews: Was meinen Sie, warum dauert das so lange?<br>\nAleksandar Vu&#269;i&#263;: Manche Leute sagen, es gab eine Menge au&szlig;enpolitische Fehler. Aber ich w&uuml;rde Ihnen zustimmen, dass es vorallem an der Beziehungen zwischen Belgrad und Pistina liegt. Aber ich habe dieses Thema &ndash; auch heute &ndash; nicht nur mit Vertretern der EU, sondern auch mit Mike Pompeo besprochen. Und ich habe ihn gefragt: Ok, selbst wenn wir ein Abkommen mit Pristina aushandeln, wenn wir eine L&ouml;sung finden. W&uuml;rde das f&uuml;r einen Beitritt zur Europ&auml;ischen Union ausreichen oder nicht? Und keiner &ndash; weder die Vertreter der EU noch aus den USA &ndash; denn sie kooperieren sehr eng miteinander &ndash; konnten uns versichern, dass das f&uuml;r einen EU-Beitritt ausreichend w&auml;re. Das bedeutet, dass wir die Entscheidung der Europ&auml;ischen Union abwarten m&uuml;ssen, ob sie Serbien als Teil der Europ&auml;ischen Union sehen wollen oder nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/de.euronews.com\/2020\/01\/23\/aleksandar-vucic-unsere-beziehungen-zu-russland-und-china-sind-unsere-sache\">euronews<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unserer Leserin J.P.:<\/strong> Warum muss er Mike Pompeo fragen, ob es f&uuml;r einen Beitritt zur EU ausreicht? Das ist f&uuml;r mich ein sicherer Beweis, dass die Amerikaner in der EU ganz sch&ouml;n mitmischen.<\/em><\/p>\n<p><em>Auch weitere Aspekte sind interessant. Die Serben m&uuml;ssen sich- wie die Ukrainer &ndash; zwischen der EU und Russland entscheiden.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Bolivien: De-facto-Regierung schmei&szlig;t Deutschland aus dem Lithium-Gesch&auml;ft<\/strong><br>\nDeal mit Firma aus Baden-W&uuml;rttemberg soll &ldquo;freundschaftlich&rdquo; beendet werden. Deutscher Botschafter sieht Schaden f&uuml;r Glaubw&uuml;rdigkeit<br>\nDie De-facto-Regierung in Bolivien hat angek&uuml;ndigt, ein Abkommen mit dem deutschen Unternehmen ACI Systems zur Industrialisierung von Lithium definitiv zu k&uuml;ndigen. Nach Angaben des rechtsgerichteten Politikers Humberto Leigue, soll eine &ldquo;einvernehmliche L&ouml;sung&rdquo; gefunden werden, um eine Unternehmensstruktur aufzul&ouml;sen, die von der gest&uuml;rzten Regierung von Pr&auml;sident Evo Morales und ACI Systems gegr&uuml;ndet wurde, um das Lithium im Salar de Uyuni in Potosi auszubeuten. Leigue bezeichnet sich in der De-facto-Regierung von Senatorin Jeanine &Aacute;&ntilde;ez als stellvertretender Minister f&uuml;r Elektrizit&auml;t und alternative Energien.<br>\nDamit vollzieht die nicht gew&auml;hlte Staatsf&uuml;hrung einen offenen Bruch mit den deutschen Gesch&auml;ftspartnern und provoziert bilaterale Spannungen. Der Vertrag zwischen ACI Systems und Partnern sowie Bolivien war Ende 2018 in der baden-w&uuml;rttembergischen Landesvertretung in Berlin unter anderem im Beisein von Wirtschaftsminister Peter Altmeier (CDU) und Boliviens Au&szlig;enminister Diego Pary unterzeichnet worden.<br>\nAls Proteste in der F&ouml;rderregion die inzwischen gest&uuml;rzte Morales-Regierung im November 2019 zwangen, die Lithium-F&ouml;rderung des deutsch-bolivianischen Mischunternehmens vorl&auml;ufig zu stoppen, rief ACI Systems mit Sitz im baden-w&uuml;rttembergischen Zimmern ob Rottweil erneut Altmeier zu Hilfe. Die damalige bolivianische Regierung beteuerte hinter den Kulissen, dass das Projekt nach Erarbeitung eines neuen Verteilungsschl&uuml;ssels f&uuml;r die Eink&uuml;nfte aus der Lithium-F&ouml;rderung wieder aufgenommen werden k&ouml;nne. Davon will die nun amtierende De-facto-Regierung nicht mehr wissen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/amerika21.de\/2020\/01\/236832\/bolivien-deutschland-lithium-aci-systems\">amerika21<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>&bdquo;Rund 550 rechtsextreme Verdachtsf&auml;lle in der Bundeswehr&ldquo;<\/strong><br>\nIn der Bundeswehr wird zur Zeit gegen rund 550 Soldaten wegen des Verdachts auf rechtsextreme Bestrebungen ermittelt.<br>\nDer Pr&auml;sident des Milit&auml;rischen Abschirmdienstes, Gramm, sagte der &ldquo;Welt am Sonntag&bdquo;, das Kommando Spezialkr&auml;fte &ndash; KSK &ndash; sei besonders stark betroffen. Im Verh&auml;ltnis zur Personalst&auml;rke gebe es dort etwa f&uuml;nfmal so viele Verdachtsf&auml;lle wie in der gesamten Truppe.<br>\nNachgewiesen habe man eine extremistische Haltung im vergangenen Jahr bei 14 Personen, darunter acht Rechtsextremisten. Sie seien entlassen worden, ebenso wie 40 weitere Personen, bei denen man eine &bdquo;fehlende Verfassungstreue&ldquo; festgestellt habe. Gramm betonte zugleich, auch Soldaten h&auml;tten eine Meinungsfreiheit. Wenn ein Soldat die Linke oder die AfD w&auml;hle, gehe das den Nachrichtendienst nichts an.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/militaerischer-abschirmdienst-rund-550-rechtsextreme.1939.de.html?drn:news_id=1094703\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers S.N.:<\/strong> Es war &uuml;berf&auml;llig, diese Vorg&auml;nge bei der Bundeswehr endlich zu &uuml;berwachen und aufzuarbeiten.<\/em><\/p>\n<p><em>Allerdings bleiben Fragen, <a href=\"https:\/\/www.focus.de\/politik\/deutschland\/oberstleutnant-soll-dienstgeheimnisse-weitergegeben-haben-kein-geheimnisverrat-mad-offizier-im-fall-franco-a-freigesprochen_id_10513563.html\">ob der MAD immer der richtige Ansprechpartner ist<\/a>.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Die NachDenkSeiten haben mehrfach auf diese Problematik hingewiesen. Bitte lesen dazu erneut z.B. <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57110#h10\">Problemfall KSK<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Bundespolizeigesetz: Seehofer opfert Gesichtserkennung f&uuml;r Staatstrojaner<\/strong><br>\n&Uuml;berraschend hat Bundesinnenminister Horst Seehofer einen besonders umstrittenen Passus aus seinem j&uuml;ngsten Entwurf zur Reform des Bundespolizeigesetzes gestrichen, der den Beamten etwa an 135 Bahnh&ouml;fen den Einsatz von Video&uuml;berwachung mit automatisierter Gesichtserkennung erlaubt h&auml;tte. Es seien noch &ldquo;einige Fragen&rdquo; vor allem rund um die gesellschaftliche Akzeptanz der Fahndungstechnik offen geblieben, lie&szlig;en der CSU-Politiker und das von ihm gef&uuml;hrte Haus am Freitag durchblicken. Doch im Kern geht es bei dem Schachzug vor allem darum, den Ermittlern zumindest andere neue &Uuml;berwachungsinstrumente rasch an die Hand zu geben. (&hellip;)<br>\nDem Minister lag insbesondere daran, die geplante Novelle nach langen internen Debatten in das Abstimmungsverfahren mit den anderen Ressorts zu geben, um die Initiative zeitnah durchs Bundeskabinett und anschlie&szlig;end durch den Bundestag zu bringen. &ldquo;Ich muss jetzt endlich mal das parlamentarische Gesetzgebungsverfahren er&ouml;ffnen&rdquo;, betonte Seehofer bei einem informellen Treffen mit Kollegen aus der EU in Zagreb. Biometrische Gesichtserkennung sei zwar &ldquo;keine ganz nebens&auml;chliche Angelegenheit&rdquo;. Andere Punkte des Vorhabens scheinen dem Bayern derzeit aber dringlicher.<br>\nMit dem Entwurf wolle Seehofer unter anderem die Kompetenzen der Bundespolizei ausweiten, damit diese verschl&uuml;sselte Kommunikation belauschen k&ouml;nne, schreibt die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Die Ermittler sollen also den Bundestrojaner einsetzen d&uuml;rfen, um die Quellen-Telekommunikations&uuml;berwachung durchf&uuml;hren zu k&ouml;nnen. Dabei geht es um den Zugriff auf die laufende Kommunikation etwa &uuml;ber Messenger wie WhatsApp vor einer Ver- beziehungsweise nach einer Entschl&uuml;sselung auf dem Endger&auml;t.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/newsticker\/meldung\/Bundespolizeigesetz-Seehofer-opfert-Gesichtserkennung-fuer-Staatstrojaner-4645734.html?wt_mc=nl.red.ho.ho-nl-daily.2020-01-26.link.link\">heise online<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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