{"id":58004,"date":"2020-01-27T15:32:46","date_gmt":"2020-01-27T14:32:46","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=58004"},"modified":"2020-01-27T16:10:58","modified_gmt":"2020-01-27T15:10:58","slug":"leserbriefe-zur-rente-und-zu-davos","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=58004","title":{"rendered":"Leserbriefe zur Rente und zu Davos"},"content":{"rendered":"<p>Nachfolgend finden sich einige der Zuschriften, die die NachDenkSeiten zu den Artikeln: a) <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57822\">Die Sackgasse private Altersvorsorge wird immer deutlicher<\/a> und b) <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57839\">Davos &ndash; Willkommen im Paralleluniversum der &bdquo;Eliten&ldquo;<\/a> erreichten. Vielen Dank f&uuml;r die Zuschriften. Zusammengestellt von <strong>Moritz M&uuml;ller<\/strong>.<br>\n<!--more--><br>\n<strong>1. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Berger,<\/p><p>Vielen Dank f&uuml;r Ihren aufschlussreichen Artikel. Ein wesentlicher Aspekt der &bdquo;Privaten Rentenvorsorge&ldquo; wird leider h&auml;ufig vergessen: Dieses private Modell wird im Gegensatz zur staatlichen Rente nicht mehr parit&auml;tisch zu 50% vom Arbeitgeber finanziert. Bei Abschaffung der staatlichen Rente sparen die Arbeitgeber j&auml;hrlich rund 118 Milliarden Euro, die sie ab dann f&uuml;r sich in die eigene Tasche stecken k&ouml;nnen.<\/p><p>Eine eindrucksvolle Ma&szlig;nahme der Umverteilung von unten nach oben. <\/p><p>Beste Gr&uuml;&szlig;e, S. H. <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>2. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Herr Berger,<\/p><p>zu Ihrem im Betreff genannten Beitrag m&ouml;chte ich Ihnen noch einen ganz anderen Aspekt zu diesem Thema aufzeigen. Au&szlig;er der grunds&auml;tzlichen Ablehnung einer untauglichen privaten Altersvorsorge aufgrund der Abh&auml;ngigkeit von den sog. Finanzm&auml;rkten steht n&auml;mlich noch die Frage im Raum, inwiefern die Finanzindustrie sich &uuml;berhaupt seri&ouml;s bem&uuml;ht, zugunsten der Kunden zu wirtschaften, wenn es um eigene Ertragsinteressen geht. Gestatten Sie mir, dass ich dazu ein wenig aushole:<\/p><p>2002 hatte ich einen Riester-Vertrag (Dresdner Bank\/DIT) in Form eines Wertpapiersparvertrages abgeschlossen. Darin war vereinbart, dass 50% des Anlagevolumens im Aktienmarkt investiert werden k&ouml;nnen. Auf niedrigem Niveau (wegen der anf&auml;nglich geringen Einzahlungen) lief das sogar recht ordentlich. Als die Dresdner Bank von der Allianz &uuml;bernommen wurde, wurde der Vertrag in das Portfolio von AGIS &uuml;bertragen (nebenbei gesagt, ohne Einverst&auml;ndniserkl&auml;rung des Kunden). Ich habe meine Einzahlungen bis zum Erreichen des Vorruhestandes vertragstreu weiter laufen lassen und dann festgestellt, dass au&szlig;er den staatlichen Zulagen kein Wertzuwachs nachgewiesen werden konnte. Ich wollte dann doch einmal genauer wissen, wie dieser &ldquo;Erfolg&rdquo; zustande kam. Dabei stellte sich heraus, dass AGIS den gesamten Fonds auf Basis niedrigst verzinster Anleihen gemanagt hat, also ertragslos und ganz klar entgegen dem Prospektversprechen. Dies monierend, lie&szlig; mich AGIS Folgendes wissen<\/p><blockquote><p>\n&ldquo;Grunds&auml;tzlich ist es das Ziel des Fonds, den Anlegern eine Teilhabe an positiven Entwicklungen an den Aktien- und Anleihem&auml;rkten zu erm&ouml;glichen. Bei s&auml;mtlichen Dispositionen des Fondsmanagements ist aber ein weiteres Ziel vorrangig, n&auml;mlich f&uuml;r alle investierten Anleger sicherzustellen, dass bis zum Rentenbeginn mindestens das jeweilige nominal investierte Kapital (Beitr&auml;ge und Zulagen) erhalten bleibt. Dieses prim&auml;re Ziel ist der Eignung des Fonds als staatlich anerkanntes &ldquo;Riester-Produkt&rdquo; geschuldet.&rdquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Das muss man sich erst einmal auf der Zunge zergehen lassen. Man entbl&ouml;det sich nicht, mit dem abgedroschenen Verkaufsargument &ldquo;an positiven Entwicklungen des Aktien- und Anleihemarktes teilzuhaben&rdquo; Kunden zu &uuml;berzeugen, um dann eben diesen Hebel gar nicht anzuwenden. Die positive Wertentwicklung des Aktienmarktes seit der Finanzkrise und dem Jahr 2018 ist bekannt, aber davon wurde gar kein Gebrauch gemacht. F&uuml;r dieses professionelle Management wurde f&uuml;r jede Einzahlung aber eine Abschlussgeb&uuml;hr kassiert und obendrauf eine j&auml;hrliche Depotgeb&uuml;hr. Wof&uuml;r, und was lernen wir daraus? <\/p><p>F&uuml;r private Finanzdienstleister ist das Kundenwohl nachrangig. Die eigenen Interessen stehen im Vordergrund. Der Kunde kann sich nicht darauf verlassen, dass prim&auml;r in seinem Interesse gewirtschaftet wird, zumal im Hintergrund auch noch der Vertriebsdruck auf die Berater steht, solchen Schrott zu verkaufen. Insbesondere f&uuml;r die&nbsp; Altersvorsorge ist das private Anlagemodell vollkommen untauglich. Misstrauen gegen&uuml;ber den Marktakteuren vom Vertrieb bis zum Finanz-Management ist angebracht.<\/p><p>Da in meinem Falle noch andere Vertragsbedingungen verletzt wurden, beschwerte ich mich beim Ombudsmann,&nbsp; bei der Bafin und beim Finanzministerium, dies insbesondere vor dem Hintergrund, dass es sich bei einem Riester-Vertrag um ein sog. zertifiziertes Produkt handelt. Von allen drei Institutionen erhielt ich abschl&auml;gigen Bescheid mit dem Verweis, dass es sich letztendlich um eine zivilrechtliche Angelegenheit handelt, die ggf. vor Gerichten auszutragen ist. Etwaigen Erwartungen an staatliche oder Aufsichtsinstitutionen im Rahmen der Produktzertifizierung m&uuml;sse aus Gr&uuml;nden der Nicht-Zust&auml;ndigkeit eine Absage erteilt werden. So sieht es aus mit staatlich gef&ouml;rderter Altersvorsorge.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nBj&ouml;rn Ehrlich<\/p><p>P.S. Zu Ihrer Kenntnis: ich war selbst einmal Mitarbeiter einer Bank und kenne demzufolge bestimmte Anforderungen. Den Riester-Vertrag habe ich letztendlich gek&uuml;ndigt. <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>3. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Berger,<\/p><p>f&uuml;r alle Leser der Nachdenkseiten ist ihr Artikel nicht neu und ein nachwievor absolut richtiger Beitrag!<\/p><p>Ich m&ouml;chte nur erneut daran erinnern und somit vielen Menschen nochmals deutlich vor Augen f&uuml;hren, wie existenziell falsch die politischen Reaktionen auf die Finanzkrise 2007 ff. waren, insbesondere die Ma&szlig;nahmen der deutschen EU.<\/p><p>Man denke an die Diskussionen zur damaligen Zeit um einen Eurobond. Es war damals schon klar und wird heute r&uuml;ckblickend immer deutlicher, wie richtig ein klug organisierter Eurobond gewesen w&auml;re, der eine garantierte Verzinsung (3-5%) geboten h&auml;tte. Ich m&ouml;chte die Einzelheiten hier nicht erneut ausbreiten, man kann dies alles&nbsp; nachlesen (z.B. Varoufakis). Die chauvinistische Regierungspropaganda gegen kluge, solidarische Massnahmen klingen heute noch schmerzhaft in meinen Ohren.<br>\n&nbsp;<br>\nNebenbei bemerkt: Ich frage immer gern Menschen, mit denen ich ins Gespr&auml;ch komme, ob sie mir aus all den Jahren eine gute, politische Entscheidung Merkels (Bundeskanzlerin) nennen k&ouml;nnen? Au&szlig;er identit&auml;tspolitischen Punktgewinnen ist da nichts &ndash; Leere. Die einzige Kritik, die es in den Mainstream geschafft hat, war die Nacht der Fl&uuml;chtlinge. Aber gerade diese &lsquo;Nachtentscheidung&rsquo; war aus meiner Sicht die einzig lobenswerte Tat. Sowohl davor als auch danach, sowohl zum diesem Thema als auch zu allen anderen Themen, waren die Entscheidungen alle zum Nachteil der 99 in D wie auch in der EU. Es herrscht die Mythologie der M&auml;chtigen, ausgesprochen durch ihre jeweiligen P&uuml;ppchen (Merkel) und propagiert durch verstrickte und dienliche MSM.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Leserbriefe zu: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57839%20\">Davos &ndash; Willkommen im Paralleluniversum der &bdquo;Eliten&ldquo;<\/a><\/strong><\/p><p><strong>4. Leserbrief<\/strong><\/p><p>lange schon und mit anhaltendem Interesse, Bewunderung und Erkenntnisgewinn (will ich doch hoffen) verfolge ich die NDS und auch Ihre wertvollen Beitr&auml;ge. Danke! <\/p><p>Was ich mich immer frage, auch angesichts Ihres heutigen Beitrags: Die Benannten haben doch auch Kinder, Enkel, Freundinnen und Freunde. Und sie sind m.E. auch nicht dumm, religions- und kulturlos, ohne ethisch-spirituellen Kompass &hellip; <\/p><p>Sie sehen doch auch die Folgen ihrer Entscheidungen f&uuml;r die Welt als Ganzes, f&uuml;r ihre Nachkommen, deren Lebensr&auml;ume sie einschr&auml;nken oder gar vernichten &hellip; &ndash; WARUM? Haben Sie eine Theorie &ndash; oder Erkenntnis? <\/p><p>Herzlicher Gru&szlig;!<br>\nBernd Ebener <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>5. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Kaum hat Habeck den d&uuml;mmsten US-Pr&auml;sidenten seit 1945ff wegen seines blamablen Davos-Auftritts kritisiert (Desaster-Rede) melden sich eilfertig  und emp&ouml;rt alle transatlantischen Vasallen und Trump-Versteher: zuerst R&ouml;ttgen, cdu, jetzt Kramp-Karrenbauer und allen voran die Medien des Springer-Konzerns, wobei die WELT zu  Habeck kommentiert, er werde zunehmend zu &bdquo;einem Problem&ldquo; und ank&uuml;ndigt (dpa-Meldung von heute), das werde man ihm im anstehenden  Bundestagswahlkampf noch sp&uuml;ren lassen. Interessant auch, dass die anwesenden &bdquo;Stakeholder&ldquo;, sprich Konzern- und Finanzchefs gebannt an den Lippen des Donald hingen, was alles &uuml;ber das politische Bewusstsein dieser selbsternannten &bdquo;Elite&ldquo; aussagt. Kein einziger wagte zu widersprechen. Alles angepasste,  kapitalistische und neoliberale  Ego-Fanatiker! Und von denen soll die Welt gerettet werden, die die Menschheit und die Sch&ouml;pfung  erst in diesen Klimazustand gebracht haben.<\/p><p>Mit entsprechenden Gr&uuml;&szlig;en<br>\nR.Lang<br>\nKarlsruhe<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Anmerkung zur Korrespondenz mit den NachDenkSeiten<\/strong><\/p><p>Die NachDenkSeiten freuen sich &uuml;ber Ihre Zuschriften, am besten in einer angemessenen L&auml;nge und mit einem eindeutigen Betreff.<\/p><p>Es gibt die folgenden Emailadressen:<\/p><ul>\n<li><a href=\"mailto:leserbriefe@nachdenkseiten.de\">leserbriefe(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Kommentare zum Inhalt von Beitr&auml;gen.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:hinweise@nachdenkseiten.de\">hinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> wenn Sie Links zu Beitr&auml;gen in anderen Medien haben.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:videohinweise@nachdenkseiten.de\">videohinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r die Verlinkung von interessanten Videos.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:redaktion@nachdenkseiten.de\">redaktion(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Organisatorisches und Fragen an die Redaktion.<\/li>\n<\/ul><p>Weitere Details zu diesem Thema finden Sie in unserer &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?page_id=47939\">Gebrauchsanleitung<\/a>&ldquo;.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nachfolgend finden sich einige der Zuschriften, die die NachDenkSeiten zu den Artikeln: a) <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57822\">Die Sackgasse private Altersvorsorge wird immer deutlicher<\/a> und b) <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57839\">Davos &ndash; Willkommen im Paralleluniversum der &bdquo;Eliten&ldquo;<\/a> erreichten. 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