{"id":5806,"date":"2010-06-07T08:50:22","date_gmt":"2010-06-07T06:50:22","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=5806"},"modified":"2010-06-07T09:02:25","modified_gmt":"2010-06-07T07:02:25","slug":"hinweise-des-tages-1154","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=5806","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Heute u.a. zu folgenden Themen: Gewerkschaften wollen Krach machen, Gauck for President?, Vorbereitung auf soziale Einschnitte, Gemeinschaftsdiagnose-Institute gleichgeschaltet, Der Staat als Statist, Korruption im Gesundheitswesen<br>\n<!--more--><\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">Gewerkschaftschef Vassiliadis: &ldquo;Dann gibt es richtig Krach&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">Hartz 4-Plattform: Gauck for President!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">Vorbereitung auf soziale Einschnitte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">Spardebatte: Der Wert der Wahrheit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">Wenn alle das gleiche denken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">Der Staat als Statist<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">Thomas Fricke: Kultur des stabilen Kriselns<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">Automarkt: Pkw-Absatz im Inland stark im Minus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">Bankenregulierung: Ein Gespenst geht um<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">Die ber&uuml;hmten 25 % Rendite<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">Kopfpauschale: R&ouml;sler knickt bei Arbeitgeber-Kassenbeitr&auml;gen ein<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">Verfassungswidriger Atomdeal<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">Umweltbundesamt: Umweltsch&auml;dliche Subventionen kosten 48 Milliarden Euro<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h14\">Bezahlte Pharmaindustrie f&uuml;r Panik vor Schweinegrippe?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h15\">Interessenkonflikte im Gesundheitswesen: Fehlende Transparenz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h16\">Der Abgeordnete, der nur noch gegen Bezahlung redet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h17\">Estland soll Euro bekommen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h18\">Portugal: Fatima und Vaterland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h19\">USA: Ein Mann gegen die Maschine<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h20\">Verhinderung der arabischen Demokratie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h21\">T&uuml;rkei: Ein Land in schwerer See<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h22\">Adidas verst&ouml;&szlig;t gegen seine Standards<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind.<br>\nWenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"\/?p=5806&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/a><\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Gewerkschaftschef Vassiliadis: &ldquo;Dann gibt es richtig Krach&rdquo;<\/strong><br>\nGewerkschaftschef Michael Vassiliadis warnt im <em>FR-Interview<\/em> die Regierung, bei den Sparpl&auml;nen eine rote Linie zu &uuml;berschreiten: Finger weg von Schichtarbeitern: &bdquo;Das Thema mobilisiert die Leute von allein. Denn die Schichtarbeiter empfinden solche Einschnitte als zutiefst ungerecht. Die Regierung m&uuml;sste sich also auf heftige Proteste gefasst machen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/2719513_Gewerkschaftschef-Vassiliadis-Dann-gibt-es-richtig-Krach.html\">FR<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Hartz 4-Plattform: Gauck for President!<\/strong><br>\nNach Auffassung der Hartz4-Plattform k&ouml;nnte der Pr&auml;sidentschaftskandidat Joachim Gauck eine hoffnungsvolle Weichenstellung zum Stopp der galoppierenden Spaltung unserer Gesellschaft bedeuten, die Arme von Reichen sowie Regierende von Regierten trennt und schlie&szlig;lich zur Nichtw&auml;hlerpartei als gr&ouml;&szlig;ter Volkspartei f&uuml;hrt. &bdquo;Wir teilen die Einsch&auml;tzung, dass jetzt die Wahl-Alternative lautet: Bekommt Bellevue einen mainstreamigen Jung-Zweit-Ehemann und -Vater mit dort v&ouml;llig deplatzierter Partei-Karriere oder einen Hausherren mit der f&uuml;r&rsquo;s Amt unerl&auml;sslichen Erfahrung aus einem reichen Leben?&ldquo; so Brigitte Vallenthin, Hartz4-Plattform Sprecherin\t.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sozialticker.com\/hartz4plattform-gauck-for-president_20100604.html\">Der Sozialticker<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung KR:<\/strong> Hintergrundinformationen &uuml;ber Joachim Gauck: &ldquo;Er ist Mitglied des Verbandes Atlantik-Br&uuml;cke und Mitglied im Senat der von Helmut Schmidt, Kurt Biedenkopf u. a. gegr&uuml;ndeten Deutschen Nationalstiftung.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Joachim_Gauck%20\">Wikipedia<\/a><\/em><\/p>\n<p>Welche Ziele verfolgt diese Stiftung? Siehe dazu ein Papier vom November 1996: &ldquo;Wir brauchen in Deutschland politische Schritte mit einer l&auml;ngeren Perspektive. Folgende wichtige Komponenten sind f&uuml;r die Gesundung Deutschlands n&ouml;tig:<\/p>\n<ul>\n<li>Umbau der Sozialversicherung;<\/li>\n<li>Renovierung der &ouml;ffentlichen Finanzwirtschaft;<\/li>\n<li>l&auml;ngeres Anhalten der Realeinkommen;<\/li>\n<li>Verzicht auf weitere DM-Aufwertungen;<\/li>\n<li>eine umfassende Deregulierung auf allen Gebieten.&rdquo; <\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.nationalstiftung.de\/pdf\/Thesen.pdf\">Deutsche Nationalstiftung [PDF &ndash; 79,8KB]<\/a> <\/p>\n<p>In anderen Worten: Der Kandidat, zu dessen Wahl die Hartz IV-Plattform aufruft, ist Mitglied einer Stiftung, deren politische Intentionen in Hartz IV kulminierten (angemessen zynische Kommentare m&ouml;gen unsere Leser sich jetzt bitte selbst dazu denken).<br>\nAn der politischen Ausrichtung der Stiftung hat sich seither nichts ge&auml;ndert, im Gegenteil: 2009 meinte sie sich gar gegen <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/RubD3A1C56FC2F14794AA21336F72054101\/Doc~E57B16E0C051C40BC804B4DE62EB0ECD3~ATpl~Ecommon~Scontent.html%20\">Angriffe der FAZ<\/a>&nbsp;<a href=\"http:\/\/www.nationalstiftung.de\/pdf\/DNP2009_Leserbrief.pdf\">wehren zu m&uuml;ssen<\/a>: &ldquo;In seinem Artikel bezichtigt Herr Weidermann Uwe Tellkamp rechtskonservativer, demokratieverachtender und nationalistischer Tendenzen und r&uuml;ckt die Deutsche Nationalstiftung wegen der Verleihung des Nationalpreises 2009 gleich mit in diese Ecke.&rdquo; <\/p>\n<p>Diese Gesellschaft scheint Gauck zu suchen.<\/p>\n<p>Die politischen Kr&auml;fte, denen Gauck seine Dienste anbietet, haben <a href=\"http:\/\/zettelsraum.blogspot.com\/2010\/06\/wahl-des-bundesprasidenten-die-vater.html\">verstanden<\/a>:<br>\n&bdquo;Zumindest die FDP h&auml;tte sich, wenn sie schon nicht einen eigenen Kandidaten durchsetzen konnte, f&uuml;r Joachim Gauck entscheiden k&ouml;nnen; f&uuml;r einen Mann, den man, sofern man ihn einer politischen Richtung zuordnen m&ouml;chte, einen Liberalen wird nennen d&uuml;rfen.<br>\nWenn Sie Zeit haben, h&ouml;ren Sie einmal diese Rede und diese Rede von Gauck an; beide gehalten auf Veranstaltungen der FDP-nahen Friedrich-Naumann-Stiftung f&uuml;r die Freiheit. Besser kann man liberale Grunds&auml;tze kaum formulieren. &ldquo;<br>\nDass die LINKE Joachim Gauck trotz des zu erwartenden Medienechos nicht w&auml;hlen will, verdient Respekt.<\/p>\n<p>Die Hartz IV-Plattform steht mit ihrer Fehleinsch&auml;tzung allerdings nicht allein. Auch die Frankfurter Rundschau trommelt kr&auml;ftig f&uuml;r Gauck:<\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/politik\/meinung\/2718274_Stephan-Hebel-bloggt-Linke-zeigt-es-dem-Gauck.html\">Linke, zeigt es dem Gauck!<\/a>\n<\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/politik\/meinung\/2720022_Kommentar-Projekt-Gauck.html\">Projekt Gauck<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/politik\/meinung\/?em_cnt=2725198&amp;em_loc=1775\">Die Freiheit, Gauck zu sagen<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p>Dabei macht Gauck <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/politik\/aktuell\/2723480_Joachim-Gauck-Differenzen-mit-dem-linken-Spektrum.html\">keinen Hehl daraus<\/a>, wes Geistes Kind er ist: &bdquo;F&uuml;r ihn sei der Wert der Freiheit von allergr&ouml;&szlig;ter Bedeutung. Das sehe man im linken Spektrum zuweilen ganz anders, weil dort Werte wie Solidarit&auml;t und staatliche F&uuml;rsorglichkeit vertreten w&uuml;rden. Gauck sagte, Freiheit sei anstrengend und schwierig. Er kritisierte, f&uuml;r viele bestehe Gl&uuml;ck darin, dass es ihnen morgen materiell besser gehe als heute. Diese Reduzierung des Lebensgl&uuml;cks auf Wohlfahrt und Wohlstand halte er f&uuml;r kindisch.&ldquo;<\/p>\n<p><strong>Nachtrag I:<\/strong> AM regt an, die Genossinnen\/en von der SPD sollten sich von Joachim Gauck doch einmal die Liste seiner Vortrags- und Gespr&auml;chsauftritte bei Arbeitnehmern und Gewerkschaften zeigen lassen.<br>\n<strong>Nachtrag II:<\/strong> Zu Christian Wulff ist bereits alles gesagt worden.<br>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Vorbereitung auf soziale Einschnitte<\/strong><br>\nDie &Auml;ngste bez&uuml;glich des Kursverfalls des Euro und der Staatsverschuldung sind aus &ouml;konomischer Sicht unbegr&uuml;ndet, meint Fritz Helmedag. Der Professor f&uuml;r Volkswirtschaftslehre (Mikro&ouml;konomie) an der Technischen Universit&auml;t Chemnitz (geb. 1953) sieht vor allem politische Interessen hinter der fast schon hysterischen Debatte. Mit dem &Ouml;konomen sprach Dieter Janke.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/172381.vorbereitung-auf-soziale-einschnitte.html\">ND<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Spardebatte: Der Wert der Wahrheit<\/strong><br>\nNein, wir f&uuml;hren nicht die hundertste Spardebatte. Wir haben in der Krise die Chance, uns &uuml;ber den Staat zu verst&auml;ndigen. Dar&uuml;ber, wie viel Geld er wof&uuml;r braucht und wie er es verteilt.<br>\nSeit Jahren, auch schon unter Rot-Gr&uuml;n, bestand die herrschende Debatte aus halben Wahrheiten. &ldquo;Wir k&ouml;nnen nicht mehr ausgeben, als wir einnehmen&rdquo; oder &ldquo;Wir k&ouml;nnen nur verteilen, was wir erwirtschaften&rdquo;, hei&szlig;t es. Richtig; aber verschwiegen wird, was den Staat von der schw&auml;bischen Hausfrau unterscheidet: Wie viel er einnimmt und von wem, das bestimmt er selbst.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/top_news\/2718566_Leitartikel-zur-Spardebatte-Der-Wert-der-Wahrheit.html\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung AM:<\/strong> Es ist eine hoffnungslose Fehleinsch&auml;tzung, dass die Krise genutzt w&uuml;rde, um eine solch vern&uuml;nftige Debatte zu f&uuml;hren. <\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Wenn alle das gleiche denken<\/strong><br>\nDie Gemeinschaftsdiagnose wird bis einschlie&szlig;lich Fr&uuml;hjahr 2013 von vier Bietergemeinschaften um Ifo, RWI, Kieler Institut und IWH erstellt**, man k&ouml;nnte auch sagen: von vier neoklassischen&nbsp;Denkgemeinschaften mit gelegentlichen nuancierten Ausfl&uuml;gen in verbotene Welten. Das ist f&uuml;r den gro&szlig;en diagnostischen Part der Gemeinschaftsgutachten kein gr&ouml;&szlig;eres Problem. Da halten sich die Institute ohnehin an das, was bei Konjunkturanalysen und -prognosen am besten funktioniert und die Wirklichkeit einfach am besten erkl&auml;rt: solide empirische Rechnungen auf Basis nachfrageorientierter Modelle mit starker keynesianischer Intuition. Problematisch wird es immer dann, wenn die Institute in den dogmatischen Teil wechseln und Empfehlungen geben: da wird dann aus der gerade noch als Konjunkturst&uuml;tze identifizierten Lohnsteigerung gern mal der Ursprung vom Ende des Abendlands. Und das d&uuml;rfte k&uuml;nftig eher schlimmer als besser werden, zumindest der Wahl der Institute zufolge.<br>\nWas n&ouml;tig w&auml;re, l&auml;sst die Resonanz vermuten, die das Institute for New Economic Thinking weltweit bekommt &ndash; au&szlig;er von deutschen &Ouml;konomen. Zum Selbstverst&auml;ndnis des Netzwerks, das im Oktober 2009 gegr&uuml;ndet wurde und von etlichen Nobelpreistr&auml;gern unterst&uuml;tzt wird, z&auml;hlt, m&ouml;glichst viele Denkrichtungen zusammen zu bringen, m&ouml;glichst viele neue Forschungen und Ideen einzubringen &ndash; weil die Zunft gerade im Umbruch ist und neue Impulse dringend braucht.<br>\nDeutschland schl&auml;ft. Besten Dank, Herr Br&uuml;derle.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/wirtschaftswunder\/index.php?op=ViewArticle&amp;articleId=2418&amp;blogId=10\">FTD-Blog Wirtschaftswunder<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Der Staat als Statist<\/strong><br>\nDas Gesetz soll den Euro retten &ndash; ungewollte Folge: Die Selbstentmachtung des Parlamentes. Staatliches Handeln, hei&szlig;t es auf einer Website des Bundestags, m&uuml;sse legitimiert sein, das gelte &ldquo;in ganz besonderer Weise&rdquo; f&uuml;r die Verwendung der finanziellen Mittel: &ldquo;Aber das war nicht immer so.&rdquo; Und so wird es auch nicht mehr sein. Denn der Haushaltsausschuss des Parlaments hat die ihm verfassungsrechtlich zugewiesene Hauptrolle im Staatsschauspiel abgelegt und begn&uuml;gt sich mit dem Auftritt als Statist. Die Finanzkrise bedroht nicht nur die europ&auml;ische Wirtschaft. Mindestens so gro&szlig; ist die Gefahr f&uuml;r die Demokratie in Europa. Wenn ein Volk seine Vertreter nur mehr als Dienstleister der Wirtschaft erlebt, wenn ihm der Glaube an den Gestaltungswillen und die Gestaltungskraft der Politik verloren geht, wenn es das Parlament nur noch als Absender von den Finanzm&auml;rkten bestellter Rettungspakete betrachtet, dann steht die Demokratie vor dem Ruin. Und kein Rettungspaket wird sie retten k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=2708943&amp;em_loc=1231&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/politik\/aktuell\/&amp;em_ivw=fr_poltop\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Jenseits der Frage, ob das j&uuml;ngste Rettungspaket f&uuml;r den Bestand des Euro oder, unter anderer Perspektive, den europ&auml;ischen Banken eine nachhaltige Probleml&ouml;sung bietet, hinterl&auml;sst die ganze Aktion einen bitteren Geschmack. In der Tat haben nicht einmal die Fachleute innerhalb des Bundestages &uuml;berpr&uuml;fen und diskutieren k&ouml;nnen, ob die Ma&szlig;nahmen alternativlos (Merkel) waren. Wahrscheinlich waren sie alternativlos, aber die Frage ist doch, ob es &uuml;berhaupt soweit kommen musste. Frau Merkel, aber auch alle bisherigen Regierungen, haben sich kaum dar&uuml;ber Gedanken gemacht, was geschehen k&ouml;nnte, wenn die Sch&ouml;nwetterperiode des Euro zu Ende ginge bzw. sie haben sich gar nicht vorstellen k&ouml;nnen (wollen), das eine Schlechtwetterperiode aufziehen k&ouml;nne.<br>\nNun behauptet niemand, da&szlig; Politiker Fachleute in Fragen optimaler W&auml;hrungsr&auml;ume sein m&uuml;ssten, aber externes Fachwissen war immer vorhanden. So hat z. B. der weltweit anerkannte Finanzwissenschaftler und fr&uuml;here Chefvolkswirt der Bank of England, Charles Goodhart, bereits 1997 auf einer Tagung in Konstanz die heutige Situation beschrieben. In einer W&auml;hrungsunion w&uuml;rden f&uuml;r die Volkswirtschaften lediglich die Risiken vom den dann abgeschafften Devisenm&auml;rkten auf die nationalen Wertpapierm&auml;rkte &uuml;bertragen werden. Staatsbankrottrisiken w&uuml;rden die M&auml;rkte mit einer Ausweitung der Zinsdifferenz etwa zwischen deutschen und den Staatspapieren des betroffenen Landes beantworten (Two Concepts of Money, and the Future of Europe). W&auml;ren solche Hinweise damals zur Kenntnis genommen worden, h&auml;tte man alle Zeit der Welt gehabt, um L&ouml;sungen f&uuml;r in den Augen der Finanzm&auml;rkte vom Staatsbankrott bedrohte Euromitglieder zu diskutieren und letztlich dem Parlament vorstellen k&ouml;nnen. Man h&auml;tte sich f&uuml;r die zu erwartende Spekulation wappnen k&ouml;nnen. Aber in der Politik werden, erst recht in der Europapolitik, Konsequenzen wohl immer erst gezogen, wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Thomas Fricke: Kultur des stabilen Kriselns<\/strong><br>\nDie Deutschen stauchen andere gern zusammen, die angeblich keine Stabilit&auml;tskultur haben. Dabei ist die Frage, was man darunter versteht &ndash; und ob wir im Ergebnis so viel stabiler sind. F&uuml;r die Kanzlerin ist klar: Europa braucht dringend Deutschlands Stabilit&auml;tskultur. Dann w&auml;re der Euro gerettet. Wer kann da widersprechen? Nieder mit der Instabilit&auml;t. Genau hier beginnt allerdings das deutsche Dilemma. (&hellip;)<br>\nWenn deutsche Kulturtr&auml;ger verbal so vor sich hin stabilisieren, klingt das immer ein bisschen so, als habe der Rest der Welt leider nicht verstanden, dass steigende Preise und Staatsschulden nicht gut sind. Wom&ouml;glich freut der S&uuml;dl&auml;nder sich sogar, wenn ihm Verm&ouml;gen und Kaufkraft verloren gehen. So ist er eben. Absurd. Frankreichs Inflation lag w&auml;hrend der gesamten 90er-Jahre niedriger als unsere. Und egal scheint den Franzosen ihre Kaufkraft auch nicht zu sein. Ende 2009 stuften laut Eurobarometer mehr von ihnen die Inflation als gro&szlig;es Problem ein als Deutsche, 2008 immerhin 68 Prozent gegen&uuml;ber 51 bei uns. Frankreichs<br>\nStaatspr&auml;sident beauftragte Nobelpreistr&auml;ger, um zu kl&auml;ren, warum die Menschen mehr Inflation f&uuml;hlen als ausgewiesen. Gelebte Stabilit&auml;tskultur. Da kam keine deutsche Kanzlerin drauf. (&hellip;)<br>\nDie Spanier haben ihre Staatsschuldenquote im Boom abgebaut &ndash; was den Deutschen nie gelang &ndash;, statt klischeetreu vor sich hin zu schludern. In keinem EU-Land stieg die Schuldenquote zwischen 2002 und 2007, au&szlig;er in Deutschland. Komische Stabilit&auml;tskultur.<br>\nJetzt droht das n&auml;chste Desaster. Es ist absurd, die Spanier erst zu drastischsten K&uuml;rzungen zu dr&auml;ngen &ndash; und sich dann zu wundern, wenn Ratingagenturen das Land herabstufen, weil sie bef&uuml;rchten, dass vor lauter K&uuml;rzen und Steuernerh&ouml;hen das Wachstum ausbleibt und die Schulden wieder steigen. Noch heikler ist, wenn gerade die Bundesregierung sich jetzt selbst beruft, Vorbild beim Defizitabbau zu sein. Als oberste Instanz f&uuml;r Stabilit&auml;tskultur. Es w&auml;re um einiges vorausschauender, den Eifer f&uuml;r sp&auml;ter aufzusparen und Konjunktur wie Nachfrage vorerst noch zu st&uuml;tzen. Sonst fehlt den wirklichen Krisenl&auml;ndern die M&ouml;glichkeit, sich plangem&auml;&szlig; &uuml;ber h&ouml;here Exporte aus der Krise zu hieven und ihre hohen Au&szlig;endefizite abzubauen. Das geht eben nur, wenn das weltgr&ouml;&szlig;te &Uuml;berschussland seine tr&uuml;gerischen &Uuml;bersch&uuml;sse abbaut. Aus eigenem Interesse: Die Alternative ist, dass die Krise irgendwann auf Deutschlands bisher robuste Konjunktur &uuml;berspringt. Dann w&auml;ren alle Klausurergebnisse Makulatur. Und Deutschland h&auml;tte trotz selbst gelobter Stabilit&auml;tskultur schon wieder h&ouml;here Staatsschulden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/wirtschaftswunder\/index.php?op=ViewArticle&amp;articleId=2417&amp;blogId=10\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers G.K.:<\/strong><br>\nThomas Fricke spricht von &ldquo;Deutschlands bisher robuster Konjunktur&rdquo;. F&uuml;r das Krisenjahr 2009 kann man diese Aussage nicht unterschreiben: Der Wachstumseinbruch in Deutschland betrug 4,9%, w&auml;hrend sich das Bruttoinlandsprodukt im EU-Durchschnitt (einschlie&szlig;lich Deutschland) um lediglich 4,2% reduzierte.<br>\nZustimmung zu Thomas Frickes These, da&szlig; die extreme Exportlastigkeit der deutschen Wirtschaft kein zukunftstr&auml;chtiges Modell ist. So zeigt der Vergleich mit Frankreich, da&szlig; ein ausgewogeneres Verh&auml;ltnis von Binnenmarkt und Exportorientierung zu bessren Resultaten f&uuml;hrt. Dies wurde k&uuml;rzlich vom Institut f&uuml;r Makro&ouml;konomie und Konjunkturforschung (IMK) in der Studie <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/pdf\/p_imk_pb_1_2010.pdf\">&ldquo;Einseitige Exportorientierung belastet Wachstum &ndash; Frankreich besser als Deutschland&rdquo; [PDF &ndash; 104KB]<\/a> eindrucksvoll aufgezeigt.<\/em><\/p>\n<p>Das deutsche Lohndumping stellt jedoch f&uuml;r die Wettbewerbsf&auml;higkeit selbst jener Staaten der Eurozone eine ernsthafte Bedrohung dar, die sich seit der Euro-Einf&uuml;hrung strikt an der stabilit&auml;tspolitischen Vorgabe der EZB orientiert haben. So z.B. Frankreich: Dort stiegen die Lohnst&uuml;ckkosten im Jahresdurchschnitt um 2%, und damit im Rahmen der von der EZB vorgegebenen Zielinflationsrate. Ein von Deutschland angezetteltes europaweites Lohndumping droht nun, in Verbindung mit drastischen Einschnitten bei den Staatshaushalten, in einer europ&auml;ischen deflation&auml;ren Abw&auml;rtsspirale zu m&uuml;nden. Den Schaden h&auml;tten vor allem die Arbeitnehmer in Deutschland sowie in den &uuml;brigen Staaten der Eurozone zu tragen.<br>\nSelbst der Internationale W&auml;hrungsfonds (IWF) zeigte k&uuml;rzlich <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/blogs\/8\/147478\">in einer Studie<\/a>, dass ein ausgewogeneres Verh&auml;ltnis von Binnen- und Exportwirtschaft ein erfolgversprechendes &ouml;konomisches Entwicklungsmodell ist. Siehe hierzu den Telepolis-Beitrag &ldquo;&Uuml;berschussl&auml;nder wie Deutschland profitieren vom Abbau der Ungleichgewichte&rdquo;.<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Automarkt: Pkw-Absatz im Inland stark im Minus<\/strong><br>\nDas ist mehr, als selbst Pessimisten bef&uuml;rchtet hatten. Die Zahl der Kfz-Neuzulassungen ist im Mai im Vergleich zum Vorjahr um 34 Prozent eingebrochen. Nur noch knapp 253.000 Autos wurden angemeldet. Ein Negativtrend verst&auml;rkt sich, im April ging es nur um 31 Prozent nach unten. (&hellip;) Branchenkenner halten es l&auml;ngst nicht mehr f&uuml;r abwegig, dass inzwischen ein weiterer Faktor zum Tragen kommt, der die Zulassungszahlen nach unten zieht: Dass n&auml;mlich potenzielle Kunden, die sich in diesem Fr&uuml;hjahr ein Auto kaufen wollten, nun doch einen gro&szlig;en Bogen um die Autoh&auml;user machen, weil sie ihr Geld zusammenhalten wollen &ndash; angesichts von Euro- und Schuldenkrise, staatlichen Sparprogrammen und der aufkeimenden Inflationsangst.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/?em_cnt=2711811&amp;\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers G.K.:<\/strong><br>\nDer schwache PKW-Absatz auf dem deutschen Binnenmarkt l&auml;&szlig;t sich auch mit der vom Verband der Automobilindustrie (VDA) betriebenen haneb&uuml;chenen Rechenakrobatik nicht sch&ouml;nrechnen. Auch die von zahlreichen Medien gesch&uuml;rte Inflationsangst sowie die auch weiterhin nur schwache Entwicklung der L&ouml;hne und Geh&auml;lter sind Gift f&uuml;r den hiesigen Binnenmarkt.<br>\nWieder einmal soll der Export die chronische Schw&auml;che des deutschen Binnenmarktes ausb&uuml;geln.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Bankenregulierung: Ein Gespenst geht um<\/strong><br>\nDer Bankensektor soll krisensicherer werden &ndash; mit neuen Regeln f&uuml;r Kreditinstitute. Doch viele machen jetzt mobil gegen solche Pl&auml;ne. Schlie&szlig;lich m&uuml;ssen sie um ihre Pfr&uuml;nde f&uuml;rchten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/2715067_Bankenregulierung-Ein-Gespenst-geht-um.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Die ber&uuml;hmten 25 % Rendite<\/strong><br>\nHeiner Flassbeck, Chef-Volkswirt der UNCTAD, findet, dass endlich auch &uuml;ber systemirrelevante Banken sowie das verh&auml;ngnisvolle Markt- und Export-Mantra zu reden w&auml;re.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/politik\/1021-die-ber-hmten-25-prozent-rendite\">Freitag<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Kopfpauschale: R&ouml;sler knickt bei Arbeitgeber-Kassenbeitr&auml;gen ein<\/strong><br>\nDie Kritik von Wirtschaft und CSU zeigt Wirkung: Gesundheitsminister R&ouml;sler ist von seinem Vorhaben abger&uuml;ckt, den Arbeitgeberbeitrag in der gesetzlichen Krankenversicherung zu erh&ouml;hen.<br>\n&bdquo;H&ouml;here Lohnzusatzkosten k&ouml;nnen die Betriebe nicht gebrauchen in einer Phase, in der doch nach der Krise die Rahmenbedingungen f&uuml;r den wirtschaftlichen Aufschwung richtig gestellt werden m&uuml;ssen&ldquo;, sagte der stellvertretende DIHK-Hauptgesch&auml;ftsf&uuml;hrer, Achim Dercks, der &bdquo;Berliner Zeitung&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.focus.de\/finanzen\/versicherungen\/krankenversicherung\/kopfpauschale-roesler-knickt-bei-arbeitgeber-kassenbeitraegen-ein_aid_515497.html\">FOCUS<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung KR:<\/strong> Vom FOCUS war nat&uuml;rlich kein Hinweis darauf zu erwarten, dass DIHK-Hauptgesch&auml;ftsf&uuml;hrer Achim Dercks nur f&uuml;r die Interessen der Exportindustrie spricht. Denn allen anderen Unternehmen, die auf Binnennachfrage angewiesen sind, werden die kommenden Nettolohnsenkungen Umsatzeinbu&szlig;en bringen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Verfassungswidriger Atomdeal<\/strong><br>\nDie Bundesregierung will l&auml;ngere Laufzeiten gegen den Rat prominenter Juristen ohne Bundesrat auf den Weg bringen &ndash; und dabei wohl auf Sicherheitsauflagen verzichten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=wu&amp;dig=2010%2F06%2F04%2Fa0080&amp;cHash=8dffd1b80a\">TAZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Umweltbundesamt: Umweltsch&auml;dliche Subventionen kosten 48 Milliarden Euro<\/strong><br>\nUmweltsch&auml;dliche Subventionen kosten den Fiskus gut 48 Milliarden Euro pro Jahr; das entspricht rund einem F&uuml;nftel des Bundeshaushaltes. Und die Tendenz ist leider steigend. Fast die H&auml;lfte der Subventionen beg&uuml;nstigt direkt den Verbrauch fossiler Energietr&auml;ger und macht so Anstrengungen im Klimaschutz teilweise zunichte. &bdquo;In Zeiten der Rekordverschuldung m&uuml;ssen alle Subventionen auf den Pr&uuml;fstand. Der Abbau sollte allerdings nicht nach dem Rasenm&auml;herprinzip erfolgen, sondern gezielt bei umweltsch&auml;dlichen Subventionen ansetzen&ldquo;, sagt Jochen Flasbarth, Pr&auml;sident des Umweltbundesamtes (UBA).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/idw-online.de\/pages\/de\/news372681\">Informationsdienst Wissenschaft e. V.<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Bezahlte Pharmaindustrie f&uuml;r Panik vor Schweinegrippe?<\/strong><br>\nWas f&uuml;r ein Skandal: WHO-Autoren stehen auf der Gehaltsliste der Pharmakonzerne. War die Schweinegrippe nur Panikmache?<br>\nWas Britische Journalisten herausgefunden haben, k&ouml;nnte sich zu einem der gr&ouml;&szlig;ten Pharmaskandale der vergangenen Jahre entwickeln. 2004 ver&ouml;ffentlichte die Weltgesundheitsorganisation WHO Richtlinien, wie L&auml;nder einer Pandemie vorbeugen k&ouml;nnen. Diese Richtlinien f&uuml;hrten unter anderem dazu, dass Milliarden von Steuergeldern zur vermeintlichen Bek&auml;mpfung der Schweinegrippe mit Medikamenten verschwendet wurden.<br>\nEine Untersuchung des &bdquo;British Medical Journal&ldquo; und der englischen Journalisten-Initiative Bureau of Investigative Journalism (BIJ) kommt zu dem Schluss, dass die Autoren der WHO-Richtlinie von der Pharmaindustrie bezahlt wurden. Mindestens drei der beteiligten Wissenschaftler standen gleichzeitig auf der Gehaltsliste GlaxoSmithKline (GSK) und Roche. Beide Hersteller profitierten mit Relenza und Tamiflu ma&szlig;geblich von der Angst vor der Schweinegrippe.<br>\nDie deutschen Steuerzahler hat die Angst vor der Grippe rund eine Mrd. Euro gekostet, sch&auml;tzt der M&uuml;nchner Epidemiologe Ulrich Keil. Unter anderem bestellte die deutsche Regierung 50 Mio. Dosen des Schweinegrippen-Impfstoffs, von denen nur ein Bruchteil genutzt wurde.<br>\n&Auml;hnlich &uuml;bervorsichtig zeigte sich auch die britische Regierung, die Medizin-Reserven im Wert von rund 1,2 Mrd. Euro f&uuml;r die gro&szlig;e Pandemie bunkerte, die nie kam. Andere L&auml;nder wie Polen verhielten sich dagegen cleverer. Die polnische Regierung bezeichnete Hamsterk&auml;ufe als Panikmache.<br>\nInsgesamt reservierte die Pharmaindustrie im Auftrag von Regierungen Medikamente im Wert von 5,8 Mrd. Euro. Millionen Impfdosen lagern nun ungenutzt in den Depots. Die heraufbeschworene Katastrophe mit Millionen Toten blieb aus, letztlich starben am H1N1-Virus 18000 Menschen. Gesundheitsexperten warfen der WHO-Chefin Margaret Chan bereits in den vergangenen Monaten vor, die Lage falsch eingesch&auml;tzt zu haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/channels-extern\/ipad\/titelseite_ipad\/article7915286\/Bezahlte-die-Pharmaindustrie-fuer-Schweinegrippe-Panik.html\">WELT<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Interessenkonflikte im Gesundheitswesen: Fehlende Transparenz<\/strong><br>\nZunehmend verlangen Fachzeitschriften, dass ihre Autoren offenlegen, ob gesch&auml;ftliche Verbindungen zu Pharmafirmen bestehen.<br>\nEs gibt hierzulande immer noch keine Studie, die VerfasserInnen medizinischer Leitlinien und ihre &ouml;konomischen Vernetzungen systematisch beleuchtet; &ouml;ffentliche Interessenregister &agrave; la Klemperer, die solche Forschungsprojekte unterst&uuml;tzen k&ouml;nnten, fehlen weitgehend.<br>\nUm Transparenzforderungen abzuwehren, wird mitunter vorgebracht, Zeit und Geld f&uuml;r einschl&auml;gige Recherchen k&ouml;nne man sich sparen, da es in vielen Bereichen der Medizin sowieso kaum noch unabh&auml;ngige Sachverst&auml;ndige gebe. Das w&auml;re &ndash; sollte es wirklich stimmen &ndash; ein Armutszeugnis medizinischer Wissenschaften.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/zukunft\/wissen\/artikel\/1\/fehlende-transparenz-1\/\">TAZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Der Abgeordnete, der nur noch gegen Bezahlung redet<\/strong><br>\nMan sollte gehen, wenn&rsquo;s am sch&ouml;nsten ist, sagt der Volksmund. H&auml;tten sie doch blo&szlig; auf den Volksmund geh&ouml;rt, die M&uuml;nteferings und Schmidts, die Steinbr&uuml;cks und Glos&rsquo;!<br>\nSaft- und kraftlos, so scheint es, sitzen sie statt dessen die aktuelle Wahlperiode auf den hinteren Parlamentsb&auml;nken ab. &Ouml;ffentliche Antworten auf B&uuml;rgerfragen &ndash; Fehlanzeige. Reden im Bundestag &ndash; selten. Abwesenheit bei wichtigen Abstimmungen &ndash; h&auml;ufig.<br>\nDies trifft weitgehend auf die ehemalige Gesundheitsministerin Ulla Schmidt (4 Fragen\/keine Antwort, eine Parlamentsrede) und auf Ex-Arbeitsminister Franz M&uuml;nterfering (2 Fragen\/keine Antwort, keine Parlamentsrede, abwesend bei drei von elf wichtigen Abstimmungen) zu. Zum Vergleich: Ein &ldquo;ganz normaler&rdquo; Abgeordneter wie z.B. Norbert Barthle beantwortete im selben Zeitraum elf von 13 B&uuml;rgerfragen, hielt elf Reden und fehlte bei keiner einzigen wichtigen Abstimmung. M&uuml;ntefering und Schmidt dagegen treten im Bundestag so gut wie gar nicht mehr in Erscheinung. Und auch au&szlig;erhalb des Parlaments ist nicht mehr viel von ihnen zu h&ouml;ren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.abgeordnetenwatch.de\/2010\/05\/26\/der-abgeordnete-der-nur-noch-gegen-bezahlung-redet\/\">Blog Abgeordnetenwatch<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Estland soll Euro bekommen<\/strong><br>\nDie EU-Finanzminister halten Estland f&uuml;r Euro-tauglich. Die Ressortchefs wollen deshalb an diesem Dienstag in Luxemburg gr&uuml;nes Licht f&uuml;r den Beitritt des Baltikums-Staat in die Eurozone geben<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/2715909_EU-Finanzminister-Estland-soll-Euro-bekommen.html\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Es ist schon erstaunlich, mit welcher Unbeirrbarkeit die EU die Erweiterung der Eurozone betreibt, obwohl in Europa angesichts der Griechenlandkrise durchaus die Frage aufgeworfen wird, ob bei der Aufnahme Griechenlands, Portugals oder auch Spaniens in die W&auml;hrungsunion nicht vers&auml;umt wurde, die realwirtschaftliche Konvergenz mit dem europ&auml;ischen Zentrum zu ber&uuml;cksichtigen und z.B. nach die anhaltenden Handelsbilanzdefiziten dieser L&auml;nder zu fragen. Aber nein, Estlands gesamtstaatliche Verschuldung betr&auml;gt wunderbare 7,5 Prozent (EU 75 Prozent), auch das Haushaltsdefizit von 1,7 Prozent des BIP liegt weit unter dem Maastrichter Referenzwert von drei Prozent und die Inflationsrate liegt bei Null, basta. Dabei ist bereits hinter die Nachhaltigkeit der abgesunkenen Teuerungsrate ein Fragezeichen zu setzen, sie betrug 2008 noch 10,4 Prozent und ist vor allem auf den Wirtschaftseinbruch von ca. 14 Prozent (2009) zur&uuml;ckzuf&uuml;hren. Realwirtschaftlich kommt mit Estland eine weitere Volkswirtschaft in die Eurozone, deren Handelsbilanz anhaltend negativ ist. Ab 2015 wird wohl die eigene Energieversorgung (&Ouml;lschiefer) wegfallen und dauerhaft weitere Importe nach sich ziehen. Eine Vielzahl estnischer Firmen ist als verl&auml;ngerte Werkbank vor allem von finnischen und schwedischen Unternehmen abh&auml;ngig. &ndash; Die realwirtschaftliche Entwicklung ist also bei weitem nicht gekl&auml;rt, von einer Konvergenz kann m.E. bei einem Pro-Kopf-Einkommen, das 2008 nicht einmal 50 Prozent desjenigen Deutschlands erreichte, kaum gesprochen werden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Portugal: Fatima und Vaterland<\/strong><br>\nWegen seiner hohen Verschuldung droht Portugal unmittelbar in den Sog der Griechenlandkrise zu geraten. Mit einem drastischen Sparprogramm will die sozialistische Regierung in Lissabon nun die Schulden abbauen und riskiert damit eine langwierige Rezession. &Auml;hnlich wie in den anderen s&uuml;deurop&auml;ischen L&auml;ndern hat die Konjunktur auf Pump eine fatale Wirkung erzeugt. Das Staatsdefizit liegt heute zwar nur leicht &uuml;ber dem von Deutschland und ist bei weitem nicht so hoch wie in Griechenland. Allerdings ist das Land auch im privaten Sektor stark verschuldet. Die Regierung kann daher kaum Kapital im Inland aufnehmen und ist fast vollst&auml;ndig auf die Finanzm&auml;rkte angewiesen, um sich neues Geld zu leihen. Deutsche Kreditinstitute halten zwar nur rund 40 Milliarden Euro an portugiesischen Schuldentiteln, w&auml;hrend spanische Banken eine doppelt so hohe Summe aufgenommen haben. Schwankt die Finanzierung Portugals, dann hat auch der gro&szlig;e Nachbar ein Problem. Weil aber deutsche Investoren wiederum f&uuml;r rund 240 Milliarden Euro und franz&ouml;sische Banken f&uuml;r 220 Milliarden Euro spanische Staatsanleihen halten, k&ouml;nnte es schnell zu einem Domino-Effekt kommen.<br>\nDie sozialistische Minderheitsregierung unter Ministerpr&auml;sident Jos&eacute; S&oacute;crates versch&auml;rfte vergangene Woche bereits beschlossene Sparma&szlig;nahmen und will nun entgegen ihren eigenen Versprechen auch die Einkommens- und Mehrwertsteuer jeweils um mindestens ein Prozent erh&ouml;hen. Unternehmen mit Gewinnen von mehr als zwei Millionen Euro sollen eine zus&auml;tzliche &raquo;Krisensteuer&laquo; zahlen, die Bez&uuml;ge der Politiker und der Verwalter &ouml;ffentlicher Unternehmen werden um f&uuml;nf Prozent gesenkt. Au&szlig;erdem will die Regierung die Geh&auml;lter im &ouml;ffentlichen Dienst einfrieren und die Personalausgaben deutlich reduzieren. Prestigetr&auml;chtige Projekte wie die Hochgeschwindigkeitsbahn nach Spanien werden um zwei Jahre verschoben. Durch Privatisierung von Staatseigentum erhofft man sich in Lissabon zus&auml;tzliche Einnahmen von sechs Milliarden Euro. Die Portugiesen m&uuml;ssten zus&auml;tzliche &raquo;patriotische Opfer&laquo; bringen, damit das Vertrauen in die Wirtschaft des Landes gest&auml;rkt und der Euro gest&uuml;tzt werde, sagte S&oacute;crates.<br>\nTats&auml;chlich bedeuten die Sparpl&auml;ne f&uuml;r die meisten Portugiesen drastische Einschnitte. L&ouml;hne und Geh&auml;lter sind bereits deutlich niedriger als in den meisten anderen EU-Staaten, w&auml;hrend die Lebenshaltungskosten mitteleurop&auml;isches Niveau erreichen. Mittlerweile ist Portugal in der Wirtschaftsleistung hinter Tschechien, Malta und Slowenien zur&uuml;ckgefallen. Die Regierung steht vor einem Dilemma. Sie muss das Staatsdefizit senken, um ihre Kreditw&uuml;rdigkeit zu erhalten. Sparen und gleichzeitig die Staatseinnahmen erh&ouml;hen, um Schulden abzubauen. Sollte kein kleines Wunder geschehen, dann bleibt vielleicht auch S&oacute;crates bald nichts mehr anders &uuml;brig, als nach Fatima zu pilgern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/jungle-world.com\/artikel\/2010\/21\/41006.html\">Jungle World<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>USA: Ein Mann gegen die Maschine<\/strong><br>\nAmerikas Finanzsektor hat in den letzten Monaten wieder St&auml;rke gezeigt, zumindest politische St&auml;rke, indem er die meisten vern&uuml;nftigen Vorschl&auml;ge, die f&uuml;r die Reform des Bankwesens zur Debatte stehen, untergraben hat. Wenn wir &uuml;berhaupt noch Fortschritte machen, dann dank der edlen Bem&uuml;hungen einer kleinen Anzahl von US-Senatoren. Besonders bemerkenswert ist die Arbeit von Senator Ted Kaufman, einem Demokraten aus Delaware (ja, einem wirtschaftsfreundlichen Staat), der unerm&uuml;dlich darauf hingewirkt hat, die ungeheuerlichsten Probleme im US-Finanzsektor zu beheben. Der tiefere und vorrangige Zweck von Kaufmans Kritik an unserem System ist die Notwendigkeit strenger Gesetze. Wir k&ouml;nnen uns nicht einfach darauf verlassen, dass die Aufsichtsbeh&ouml;rden das Richtige tun werden. Insbesondere haben die Aufsichtsbeh&ouml;rden keine Chance, vorausschauend zu sein und pr&auml;ventiv zu handeln, wenn die M&auml;rkte undurchsichtig sind und m&auml;chtige Interessengruppen an der Wall Street (und ihre Verb&uuml;ndeten vom Capitol Hill) sich hinter der Behauptung verschanzen, es gebe kein Problem.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.project-syndicate.org\/commentary\/johnson8\/German\">Project Syndicate<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>Verhinderung der arabischen Demokratie<\/strong><br>\nDas Demokratiedefizit in der arabischen Welt beruht auf einer unheilvollen Allianz zwischen westlichen Interessen und lokalen Autokraten; gerechtfertigt wird diese, indem beide Seiten sich auf die &bdquo;besondere kulturelle Pr&auml;gung&ldquo; der Region berufen. Auf den Punkt gebracht war es f&uuml;r den Westen wesentlich einfacher, ihre Gesch&auml;fte im postkolonialen Nahen Osten mit undemokratischen Regimes zu t&auml;tigen, die ihrerseits die westliche Unterst&uuml;tzung und Anerkennung bei der Marginalisierung der liberalen und demokratischen Kr&auml;fte vor Ort hilfreich fanden, auch wenn dies der zunehmenden islamistischen Radikalisierung den Weg ebnete.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.project-syndicate.org\/commentary\/hroub1\/German\">Projekt Syndicate<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h21\"><\/a><strong>T&uuml;rkei: Ein Land in schwerer See<\/strong><br>\nIm Konflikt mit Israel zeigt sich die tiefe Entfremdung der T&uuml;rkei. Dass der Westen die Regeln bestimmt, wird hier immer weniger akzeptiert. Die Kritik am Westen kann in der offenen Ablehnung westlicher Lebensweisen und liberaler Normen gipfeln. So fragt man nicht nur in der T&uuml;rkei: Warum soll Homosexualit&auml;t staatlich toleriert und gesch&uuml;tzt werden? Weshalb nicht Ehebruch gesetzlich bestrafen, um die Familienordnung zu bewahren? Weshalb soll eine westliche Lebensweise als modern und eine andere als unmodern gelten? Die Liste kann beliebig verl&auml;ngert werden, hat man sich erst vom vorherrschenden westlichen Paradigma gel&ouml;st.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=me&amp;dig=2010%2F06%2F05%2Fa0182&amp;cHash=2a77e0fa95\">TAZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h22\"><\/a><strong>Adidas verst&ouml;&szlig;t gegen seine Standards<\/strong><br>\nWie fair produziert der WM-Ausr&uuml;ster Adidas? ArbeiterInnen eines Zulieferers in S&uuml;dchina sagen, sie leisteten viel mehr &Uuml;berstunden als der Konzern eigentlich zulassen m&ouml;chte. Die ArbeiterInnen bei Tien Sung, &uuml;berwiegend junge Frauen, werden auf der Basis des staatlich festgesetzten Mindestlohns bezahlt. Dieser betr&auml;gt umgerechnet rund 130 Euro pro Monat. Die Adidas-Vorschriften f&uuml;r &bdquo;angemessene L&ouml;hne&ldquo; sehen dagegen &bdquo;ein den &ouml;rtlichen Mindestlohn &uuml;bersteigendes Grundgehalt&ldquo; vor. Wie ArbeiterInnen, die aus Angst vor Konsequenzen nicht namentlich genannt werden wollen, der sonntaz erkl&auml;rten, &uuml;berschreitet au&szlig;erdem die Arbeitszeit inklusive &Uuml;berstunden oft 70 Stunden pro Woche und Person. In seinem Arbeitsplatz-Standard legt Adidas dagegen fest, dass &bdquo;die regelm&auml;&szlig;ige Arbeitszeit, mit Ausnahme au&szlig;ergew&ouml;hnlicher Umst&auml;nde, 60 Wochenstunden nicht &uuml;berschreiten&ldquo; darf.<br>\nAdidas weist die Vorw&uuml;rfe zur&uuml;ck. Zus&auml;tzlich zum Mindestlohn w&uuml;rden die ArbeiterInnen Akkordzuschl&auml;ge und &Uuml;berstundenbezahlung erhalten. &bdquo;Die Mindestbedarfe der Besch&auml;ftigten in China sind durch den Lohn abgedeckt&ldquo;, sagte Frank Henke, oberster adidas-Manager f&uuml;r soziale und &ouml;kologische Fragen. Mehr Lohn k&ouml;nne man den ArbeiterInnen in den Zulieferfirmen nicht zahlen, weil adidas seinen &bdquo;Aktion&auml;ren gegen&uuml;ber verpflichtet&ldquo; sei, &bdquo;eine Wertsch&ouml;pfung zu erzielen&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/zukunft\/konsum\/artikel\/1\/adidas-verstoesst-gegen-eigene-standards\/\">TAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Damit hat Adidas best&auml;tgt, dass kein den &ldquo;Mindestlohn &uuml;bersteigendes Grundgehalt&rdquo; gezahlt wird.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute u.a. zu folgenden Themen: Gewerkschaften wollen Krach machen, Gauck for President?, Vorbereitung auf soziale Einschnitte, Gemeinschaftsdiagnose-Institute gleichgeschaltet, Der Staat als Statist, Korruption im Gesundheitswesen<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-5806","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5806","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=5806"}],"version-history":[{"count":10,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5806\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":5818,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5806\/revisions\/5818"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=5806"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=5806"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=5806"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}