{"id":58060,"date":"2020-01-29T08:21:02","date_gmt":"2020-01-29T07:21:02","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=58060"},"modified":"2020-01-29T08:21:02","modified_gmt":"2020-01-29T07:21:02","slug":"hinweise-des-tages-3539","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=58060","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WM\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=58060#h01\">Trumps Friedensplan<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=58060#h02\">Julian Assange<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=58060#h03\">Totengr&auml;ber des Wohlstands &ndash; Jens Berger zeigt, wie Finanzkonzerne unsere Entwicklung bestimmen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=58060#h04\">&ldquo;Fridays gegen Altersarmut&rdquo;? &ndash; die Alarmglocken werden lauter<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=58060#h05\">Wut &uuml;ber irre Anklageschrift gegen Journalisten Glenn Greenwald in Brasilien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=58060#h06\">Cum-Fake-Skandal &ndash; Vertuschte Warnungen?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=58060#h07\">BGH: Sozialleistungstr&auml;ger m&uuml;ssen umfassend &uuml;ber alle in Frage kommenden Leistungsanspr&uuml;che beraten &ndash; wenn nicht droht Amtshaftung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=58060#h08\">Arbeitslosengeld statt Lohn: Wie Unternehmen das AMS ausnutzen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=58060#h09\">Korrektur zu unserem gestrigen Hinweis #3<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=58060#h10\">Dreht&uuml;r zwischen Politik und Lobby schlie&szlig;en!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=58060#h11\">Frankreich: Schlechte Karten f&uuml;r die &Ouml;ffentlichkeitsarbeit der Regierung und ihren Gesetzentwurf zur Renten&bdquo;reform&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=58060#h12\">MAD ermittelt gegen Extremismus in der Bundeswehr &ndash; Aber wer kontrolliert den MAD?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=58060#h13\">Exporte in den Krieg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=58060#h14\">Bombe im Krankenhaus: Will Hongkonger Protestbewegung Schlie&szlig;ung der Grenze zu China erzwingen?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=58060#h15\">Die V&ouml;lkerrechtsbrecher<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=58060#h16\">Die De-facto-Regierung in Bolivien und ihre Verbrechen gegen die Menschheit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=58060#h17\">Save the Date: 30.5.2020 &ndash; Erste Demonstration  in Berlin gegen die Air Base Ramstein<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Trumps Friedensplan<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>&ldquo;Deal des Jahrhunderts&rdquo;: Trump pr&auml;sentiert Nahost-Friedensplan und will Zwei-Staaten-L&ouml;sung<\/strong><br>\nJerusalem soll die &ldquo;ungeteilte Hauptstadt Israels&rdquo; sein. Den Pal&auml;stinensern verspricht US-Pr&auml;sident Donald Trump einen eigenen Staat mit einer Hauptstadt in Ost-Jerusalem<br>\n(&hellip;) Markierte Grenze<br>\nEs ist das erste Mal, dass eine amerikanische Regierung auf Landkarten markiert, wo im Falle einer Friedensregelung die Grenze verlaufen soll. Demnach unterst&uuml;tzt das Wei&szlig;e Haus den israelischen Anspruch auf Teile des besetzten Westjordanlands. De facto bekommt Israel gr&uuml;nes Licht, sowohl das gesamte Jordantal zu annektieren als auch andere Gebiete der West Bank, auf denen seit dem Sechstagekrieg von 1967 j&uuml;dische Siedlungen gebaut worden sind, vor allem die Region rund um Jerusalem. An die Pal&auml;stinenser soll es daf&uuml;r zwei Sektoren an der &auml;gyptischen Grenze abtreten, s&uuml;dlich des Gazastreifens am Rande der Negev-W&uuml;ste gelegen. Trumps Amtsvorg&auml;nger hatten noch darauf beharrt, dass sich israelisches Staatsgebiet &ndash; im Zuge eines potenziellen Gebietsaustauschs hier und da mit Korrekturen &ndash; auf jene Grenzen beschr&auml;nken muss, wie sie vor der Eroberung des Westjordanlands vor gut einem halben Jahrhundert bestanden.<br>\nOstjerusalem f&uuml;r Pal&auml;stinenser<br>\nJerusalem soll weiterhin komplett unter israelischer Hoheit bleiben, w&auml;hrend den Pal&auml;stinensern eine symbolische Pr&auml;senz im arabischen Ostteil der Stadt zugestanden wird.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.derstandard.at\/story\/2000113840476\/nahost-friedensplan-soll-am-dienstag-praesentiert-werden\">Der Standard<\/a><\/li>\n<li><strong>Trumps Friedensplan: Konstruktion eines Gef&auml;ngnisstaats<\/strong><br>\nMit der angestrebten Legitimierung der v&ouml;lkerrechtswidrigen Annexion von gro&szlig;en Teilen des Westjordanlands, die Netanjahu schnellstens umsetzen will, soll sich das Recht des St&auml;rkeren durchsetzen. [&hellip;]<br>\nUnwahrscheinlich ist, dass die Pal&auml;stinenser Trumps Plan annehmen werden, die internationale Gemeinschaft wird es wohl auch mehrheitlich nicht. UN-Generalsekret&auml;r Antonio Guterres sagte, man sei der Zwei-Staaten-L&ouml;sung verpflichtet, aber nur mit den anerkannten Grenzen vor 1967. Aber schon der Plan wird Auswirkungen haben, beispielsweise auf die Ukraine, wo die USA die &Uuml;bernahme der Krim durch Russland kaum mehr beanstanden kann, zumal sie nach einem Referendum zustandekam. Alles wird davon abh&auml;ngen, ob die arabischen Staaten &ndash; und m&ouml;glichen Geldgeber &ndash; den Plan unterst&uuml;tzen werden.<br>\nBegeistert sind neben der Israel-Lobby vor allem die evangelikalen Christen in den USA von Trumps &ldquo;Vision&rdquo;. Sie sehen die Bibel in Kraft gesetzt, nach der das Westjordanland den Juden geh&ouml;ren soll. Vizepr&auml;sident Mike Pence ist ihr Vertreter im Wei&szlig;en Haus, Trump gilt manchen als von Gott gesandt. In einer grotesken Inszenierung hatten evangelikale Priester und Trump k&uuml;rzlich das B&uuml;ndnis demonstriert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Trumps-Friedensplan-Konstruktion-eines-Gefaengnisstaats-4647771.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><strong>Trump schl&auml;gt Zwei-Staaten-L&ouml;sung vor &ndash; Abbas sagt &bdquo;tausendmal Nein&ldquo;<\/strong><br>\nDer Nahost-Friedensplan von US-Pr&auml;sident Trump beruht auf einer Zwei-Staaten-L&ouml;sung. Er ist ambitionierter, als von vielen im Vorfeld erwartet. Die Antwort von Pal&auml;stinenserpr&auml;sident Abbas aber ist niederschmetternd.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/article205423387\/Trump-schlaegt-Zwei-Staaten-Loesung-vor-Abbas-sagt-tausendmal-Nein.html\">WELT.de<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Julian Assange<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>H&auml;ftlinge sollen sich im Hochsicherheitsgef&auml;ngnis Belmarsh f&uuml;r Assange eingesetzt haben <\/strong><br>\nJulian Assange soll aus der Isolationshaft im britischen Hochsicherheitsgef&auml;ngnis Belmarsh in die medizinische Abteilung verlegt worden sein. Im n&auml;chsten Monat beginnt der Prozess, in dem entschieden wird, ob er in die USA ausgeliefert wird, die ihn der Spionage bezichtigt. Seit der Festnahme in der Botschaft, die koordiniert zwischen Gro&szlig;britannien, Ecuador und USA stattgefunden hat, wird der britischen Regierung psychologische Folter gegen Assange vorgeworfen. Insbesondere hat UN-Sonderberichterstatter Nils Melzer die britische Regierung massiv wegen Verletzungen Antifolterkonvention kritisiert und vor einer gef&auml;hrlichen Verschlechterung der Gesundheit von Assange gewarnt&hellip;<br>\nWikiLeaks meldet nun, dass die britische Regierung bzw. die Gef&auml;ngnisf&uuml;hrung eingelenkt habe und Assange in die Krankenabteilung in einen Bereich verlegt haben, in dem er Kontakt mit anderen Gefangenen haben kann.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Haeftlinge-sollen-sich-im-Hochsicherheitsgefaengnis-Belmarsh-fuer-Assange-eingesetzt-haben-4646031.html\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Moritz M&uuml;ller:<\/strong> Ein begr&uuml;&szlig;enswerter, kleiner Schritt in die richtige Richtung. Julian Assange sollte sofort freigelassen werden, da seine Rechte w&auml;hrend der letzten 10 Jahre massiv verletzt worden sind und er in den USA kein faires Verfahren zu erwarten hat. Wenn dieser Schritt allerdings damit einhergeht, dass Julian Assange sich von nun an ausreichend mit seinem Rechtsbeistand beraten kann und dass das Auslieferungsverfahren nach den Regeln des Gesetzes gef&uuml;hrt wird, dann w&uuml;rde man meinen, dass Julian Assange in den n&auml;chsten Monaten wieder ein freier Mann sein m&uuml;sste. Bemerkenswert ist die Begr&uuml;ndung dieser Hafterleichterung. Schenken die britischen Beh&ouml;rden tats&auml;chlich ihren Hochsicherheitsh&auml;ftlingen Geh&ouml;r? Oder haben die auch die zunehmenden Proteste in aller Welt dazu beigetragen? Seine Unterst&uuml;tzer in London sehen seine Unterbringung gemeinsam mit nicht ganz einfachen Zeitgenossen allerdings auch mit gemischten Gef&uuml;hlen, und hoffen dass die postulierte Solidarit&auml;t der anderen H&auml;ftlinge mit Assange tats&auml;chlich gen&uuml;gend existiert, und zu seiner Sicherheit hinter diesen massiven Mauern beitr&auml;gt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Mitglieder des Europarates rufen zu Hilfe f&uuml;r Julian Assange auf<\/strong><br>\nParlamentarische Versammlung will Auslieferung an die USA verhindern. Bundesregierung bislang unt&auml;tig<br>\nDie Parlamentarische Versammlung des Europarates (PACE) hat die Mitgliedsstaaten heute dazu aufgefordert, sich der Auslieferung des WikiLeaks-Gr&uuml;nders Julian Assange an die USA zu widersetzen und sich f&uuml;r die &ldquo;unverz&uuml;gliche Freilassung&rdquo; des australischen Journalisten einzusetzen.<br>\nAssange k&auml;mpft gegen die Auslieferung an die Vereinigten Staaten, wo er nach einem Antispionagegesetz aus dem Jahr 1917 angeklagt ist. Ihm droht in den USA eine lebenslange Haftstrafe oder sogar die Todesstrafe. Die Anh&ouml;rung im Auslieferungsverfahren wird am 24. Februar vor dem Woolwich Crown Court in London stattfinden. Zahlreiche Journalisten und Parlamentarier wollen dieses Verfahren als Beobachter verfolgen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Mitglieder-des-Europarates-rufen-zu-Hilfe-fuer-Julian-Assange-auf-4647779.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><strong>Der Journalist als Staatsfeind<\/strong><br>\nDie Rolle der Medien ist im Umbruch, wie die Anklage gegen Julian Assange zeigt, der nicht nur in London oder Washington als Staatsfeind gilt. Kaum eine Regierung hat gegen seine Inhaftierung protestiert oder ihn gar unterst&uuml;tzt. Auch gro&szlig;e Teile der Presse &auml;u&szlig;ern sich distanziert. Die durch WikiLeaks geschaffene Transparenz missf&auml;llt vielen.<br>\nDass Assange Journalismus betreibt, wird zugleich von vielen bestritten, zuallererst vom US-Justizministerium, das im Mai 2019 klarstellte: &bdquo;Assange ist kein Journalist&ldquo;. Diese Beurteilung ist aus Sicht der Regierung zwingend, da man schlecht die eigene Pressefreiheit feiern und zugleich die Inhaftierung eines Reporters guthei&szlig;en kann.<br>\nDer Einsch&auml;tzung haben sich inzwischen aber auch viele Medienschaffende angeschlossen. Ein prominentes Beispiel ist das angesehene &bdquo;Committee to Protect Journalists&ldquo; (CPJ), eine Organisation, die sich seit vielen Jahrzehnten f&uuml;r Pressefreiheit und inhaftierte Journalisten einsetzt. Im Dezember 2019 ver&ouml;ffentlichte sie einen ausf&uuml;hrlichen Report, der 250 Journalisten namentlich auff&uuml;hrt, die &uuml;berall auf der Welt aus politischen Gr&uuml;nden inhaftiert werden. Assanges Name fehlt.<br>\n(&hellip;) Die Einteilung in Journalisten auf der einen und Assange auf der anderen Seite wirkt wie ein rhetorischer Kniff, der es erm&ouml;glicht, sich von WikiLeaks zu distanzieren und zugleich als Verteidiger der Pressefreiheit aufzutreten &ndash; eine Position, die vielen Journalisten offenbar zweckm&auml;&szlig;ig erscheint. In ihrer Logik ist Assange &bdquo;keiner von uns&ldquo;, wird zwar zu Unrecht verfolgt, aber eben nur insoweit, wie auch Snowden, Manning und andere Whistleblower verfolgt werden<br>\n(&hellip;) &Auml;hnlichen Sinnes betont auch der Reporter Glenn Greenwald, dass die Einteilung in Journalisten und Nicht-Journalisten der Regierung und deren Angriff auf die Verfassung in die H&auml;nde spiele:<br>\n&bdquo;Die Pressefreiheit betrifft alle, nicht blo&szlig; eine ausgew&auml;hlte, privilegierte Gruppe von B&uuml;rgern, die, Journalisten&lsquo; genannt werden. Wenn Ankl&auml;ger selbst entscheiden k&ouml;nnen, wer unter den Schutz der Presse f&auml;llt und wer nicht, dann schrumpft die Pressefreiheit zur Freiheit einer kleinen, abgeschlossenen Priesterklasse privilegierter B&uuml;rger, die von der Regierung zu Journalisten ernannt werden.&ldquo;&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/multipolar-magazin.de\/artikel\/der-journalist-als-staatsfeind\"> Multipolar<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Totengr&auml;ber des Wohlstands &ndash; Jens Berger zeigt, wie Finanzkonzerne unsere Entwicklung bestimmen<\/strong><br>\nJens Bergers Buch &ldquo;Wer sch&uuml;tzt die Welt vor den Finanzkonzernen&rdquo; liest sich wie ein Wirtschaftskrimi. Spannend geschrieben, voller Thrill, eine Geschichte, in der die Motive aller Akteure miteinander verstrickt sind. Aber im Gegensatz zum fiktionalen Krimi v&ouml;llig real &ndash; leider. [&hellip;]<br>\nAllerdings wird bei der Lekt&uuml;re auch klar, dass wir aus der angerichteten Misere nicht so einfach wieder herauskommen. Die Verflechtungen zwischen Politik, Industrie und Finanzinstitutionen sind weit fortgeschritten. Das ganze System basiert darauf, dass praktisch jeder darin eingebunden ist, allerdings auf h&ouml;chst ungleiche Weise davon profitiert &ndash; wenn &uuml;berhaupt.<br>\nDer Verdienst Jens Bergers ist, eine Zustandsbeschreibung des aktuellen Wirtschaftssystems im Westen gezeichnet zu haben. Das macht sein Buch in besonderer Weise lesenswert. Was er dabei auch zeigt, ist die Notwendigkeit eines politisch initiierten und moderierten Wandels, denn der vom Finanzmarkt getriebene Kapitalismus wird weder einen Wandel zu nachhaltigem Wirtschaften unterst&uuml;tzen, noch hat er mit seiner Unterst&uuml;tzung der gro&szlig;en R&uuml;stungskonzerne irgendein Interesse am Frieden und er wird auch keinen Beitrag zur &Uuml;berwindung von Armut und dem Zerfall westlicher Gesellschaften leisten. Im Gegenteil werden durch ihn die gesellschaftlichen Unterschiede noch gr&ouml;&szlig;er werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/meinung\/97217-totengraber-wohlstands-jens-berger-zeigt\/\">RT Deutsch<\/a>\n<p><strong>dazu: Eine kurze Geschichte der neuen Weltmacht<\/strong><br>\nWer sch&uuml;tzt die Welt vor den Finanzkonzernen? Das fragt Jens Berger im Titel seines neuen Buches und bleibt uns eine Antwort schuldig. Sein Buch aber zeigt eindrucksvoll, warum es dringend einer Antwort auf diese Frage bedarf. Anmerkung<br>\nNat&uuml;rlich erz&auml;hlt Jens Berger &uuml;ber mehr als nur &uuml;ber BlackRock. Allerdings geraten die Abschnitte zu Vanguard und State Street etwas k&uuml;rzer. Daf&uuml;r komprimiert er nochmal das Gesch&auml;ft der Finanzbranche, gibt einen &Uuml;berblick &uuml;ber deren Toxizit&auml;t und bietet seinen Lesern quasi eine kurze Geschichte einer neuen Weltmacht an. Das Thema ist nicht zu untersch&auml;tzen, denn zu BlackRock selbst findet man wenig Literatur, zu Vanguard und State Street eigentlich gar keine. Heimliche Herrscher. Sie aus der Heimlichkeit, ja dieser Heimeligkeit herauszuholen, das ist der Anspruch des neuen Buches von Jens Berger &ndash; und den erf&uuml;llt er mit Bravour.<br>\n&raquo;Wie sch&uuml;tzen wir uns vor den Finanzkonzernen?&laquo; Der Autor gibt auf diese selbst eine sehr kurze Antwort in Form von sechs stichpunktartig  aufgelisteten politischen Forderungen. Schiebt aber direkt nach, dass diese Vorschl&auml;ge nicht realistisch seien. Es rettet uns kein h&ouml;heres Wesen &ndash; und schon gar nicht das niedere Wesen der Politik.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2020\/01\/eine-kurze-geschichte-der-neuen-weltmacht\/\">Makroskop<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>&ldquo;Fridays gegen Altersarmut&rdquo;? &ndash; die Alarmglocken werden lauter<\/strong><br>\n&bdquo;Fridays gegen Altersarmut&ldquo; ist ein weiteres deutliches Signal daf&uuml;r, dass die Rechten und Neo-Nazis versuchen, mit &bdquo;Sozialpolitik&ldquo; Menschen zu fangen (*). Die Antworten der sozialreformerischen und linken Kr&auml;fte darauf sind w&uuml;tend bis hilflos, auf jeden Fall aber unzureichend.<br>\nAufmerksamkeit und Verunsicherung sind gro&szlig;: &Uuml;ber 300.000 &bdquo;Mitglieder&ldquo; soll die Bewegung nach einem halben Jahr schon haben. Dabei wird der Unterschied zwischen facebook-&bdquo;Freunden&ldquo; und &bdquo;Mitgliedern&ldquo; eingeebnet. &bdquo;Follower&ldquo; bzw. &bdquo;Freunde&ldquo; werden zu Gruppenmitgliedern, ganze &bdquo;Freundesgruppen&ldquo; k&ouml;nnen zur Gruppe &bdquo;Fridays gegen Altersarmut&ldquo; zugeschlagen werden. Alles mit einem einfachen Mausklick. Mit &bdquo;Mitglied&ldquo; im Sinne von Bekenntnis zu Zielen, bewusstem Beitreten, verbindlicher Aufnahme oder gar Mitgliedsrechten hat das nichts zu tun.<br>\n(&hellip;) Es gibt auch genug Gr&uuml;nde, gegen die Rentensenkungspolitik der letzten 30 Jahre zu protestieren. Der Rechtsau&szlig;en-&bdquo;Fl&uuml;gel&ldquo; der AfD in Th&uuml;ringen versucht seit 2018 mit dem Konzept &bdquo;Die Produktivit&auml;tsrente&ldquo; zu punkten. Ein Konzept, das viel gef&auml;hrlicher ist, als die neoliberalen Vorstellungen von Meuthen\/Weidel.<br>\nAuch betriebspolitisch gibt die AfD sich sozial. Sie hat bereits vor ein paar Jahren begonnen, Betriebsorganisationen aufzubauen, die bei den Betriebsratswahlen im vergangenen Jahr besonders in der Automobilindustrie Erfolge erzielen konnte&hellip;<br>\nDas Umfeld, in dem die Rechten sich als &bdquo;K&uuml;mmerer&ldquo; oder &bdquo;Interessenvertreter&ldquo; in Szene setzen k&ouml;nnen, wurde durch die Sozialabbaupolitik der letzten 20 Jahre regelrecht befeuert. Agenda 2010 mit Hartz IV und die Rentensenkungsprogramme von Riester und R&uuml;rup haben zu zunehmender Armut und die Aussicht auf ein katastrophales Millionenschicksal von Altersarmut gef&uuml;hrt. Die Angst vor dem Absturz ins soziale Elend geht bis weit in die Mittelschichten.<br>\nDie Bedrohung, dass Rechte und Neo-Nazis mit &bdquo;Sozialpolitik&ldquo; diese Lage ausnutzen, w&auml;chst sp&uuml;rbar.<br>\nWas ist dagegen zu tun?<br>\nEs ist zwar notwendig, sich den Rechten entgegenzustellen und den wahren nationalistischen und rassistischen Kern ihrer Politik zu enth&uuml;llen. Es ist auch richtig deutlich zu machen, dass sie teilweise unsere Inhalte klauen, um sich als W&ouml;lfe im Schafspelz zu tarnen.<br>\nDas reicht aber bei weitem nicht aus. Entscheidend wird sein, dass die sozialreformerischen und linken Kr&auml;fte in diesem Land entschlossener, &uuml;berzeugender und lauter Sozialpolitik betreiben&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.seniorenaufstand.de\/fridays-gegen-altersarmut-die-alarmglocken-werden-lauter\/\">Seniorenaufstand<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Wut &uuml;ber irre Anklageschrift gegen Journalisten Glenn Greenwald in Brasilien<\/strong><br>\nBetroffener beklagt Machtmissbrauch der Staatsanwaltschaft. Ex-Justizminister sieht Freiheit der Presse und Funktionieren der Institutionen in Gefahr<br>\nBras&iacute;lia\/Rio de Janeiro. Nach der Anklage gegen den Investigativ-Journalisten Glenn Greenwald wegen &ldquo;Cyber-Kriminalit&auml;t&rdquo; und Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung haben Richter und internationale Presseorganisationen die brasilianische Staatsanwaltschaft aufgefordert, die Anklage fallen zu lassen. Greenwald sowie namhafte Juristen sprechen von politischer Vergeltung f&uuml;r kritische Berichterstattung und zweifeln an der Unparteilichkeit der brasilianischen Justiz&hellip;<br>\nGreenwald bezeichnete die Anklage als &ldquo;Machtmissbrauch&rdquo; der Staatsanwaltschaft. Er verurteilte die Anklage auf seinem Twitter-Kanal mit Blick auf den Juristen S&eacute;rgio Moro als &ldquo;Angriff auf die freie Presse, angeschoben durch einen ultrarechten Richter&rdquo;. Moro hatte einst die Verfolgung von Lula da Silva f&uuml;hrend vorangetrieben und wurde unter dem amtierenden Pr&auml;sidenten Jair Bolsonaro zum Justizminister ernannt&hellip;.<br>\nMehr als 40 internationale Organisationen haben nun die brasilianische Beh&ouml;rde aufgefordert, die Anklage gegen ihren Kollegen fallen zu lassen. Die Anschuldigungen seien die Reaktion auf die kritische Berichterstattung von Greenwald und The Intercept Brasil, hei&szlig;t es in der Erkl&auml;rung, die von der Freedom of the Press Foundation, Human Rights Watch, Pen International und Reporter ohne Grenzen getragen wird.<br>\nDie Auffassung des Machtmissbrauchs durch die Staatsanwaltschaft unterst&uuml;tzen auch fr&uuml;here und amtierende Bundesrichter sowie ehemalige Justizminister.<br>\n(&hellip;) F&uuml;r den fr&uuml;heren, liberalen Justizminister Jos&eacute; Carlos Dias (1999-2000) hat die Anklage eindeutig &ldquo;politischen Charakter&rdquo;&hellip;.Dias beklagte eine &ldquo;Durchdringung brasilianischer Institutionen durch konservative und [rechte] radikale Kreise&rdquo;. Die Staatsanwaltschaft &ndash; genauso wie der Justizapparat &ndash; zeigten sich in Bezug auf die Regierung keinesfalls unparteiisch. &ldquo;Da laufen verschiedene Interessen des Justizministers Moro und des Pr&auml;sidenten Bolsonaro zusammen&rdquo;, so Dias gegen&uuml;ber der Tageszeitung El Pa&iacute;s Brasil&hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/amerika21.de\/2020\/01\/236874\/anklage-greenwald-vergeltung-bolsonaro\">Amerika 21<\/a>\n<p><em>Siehe dazu auch: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57941\">Der Druck auf Glenn Greenwald und die Heuchelei vieler Medien<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Cum-Fake-Skandal &ndash; Vertuschte Warnungen?<\/strong><br>\nDas Bundesfinanzministerium wurde nach dem &ldquo;Cum-Ex&rdquo;-Skandal offenbar fr&uuml;her vor der neuen Betrugsmasche &ldquo;Cum-Fake&rdquo; gewarnt als bislang bekannt. Entsprechende Dokumente hat das Ministerium WDR und SZ verheimlicht.<br>\nIm November 2018 zeigte sich Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) alarmiert: WDR und SZ hatten sein Haus mit Recherchen konfrontiert, nach denen Banker und Aktienh&auml;ndler auch nach Ende des Cum-Ex-Steuerraubes, in die Staatskasse greifen konnten. Im Fokus standen sogenannte American Depositary Receipts (ADRs). Mit den US-Papieren, so der Verdacht, k&ouml;nnten sich Finanzjongleure wom&ouml;glich Steuererstattungen in Millionenh&ouml;he gesichert haben, die ihnen gar nicht zustanden.<br>\nScholz sprach von einem &ldquo;ernsten Vorgang&rdquo; und k&uuml;ndigte eine Task Force an, um den Sachverhalt aufzukl&auml;ren. Erst durch die Presseanfrage, so die Darstellung des Bundesfinanzministerium (BMF), habe man von den m&ouml;glichen missbr&auml;uchlichen Steuergestaltungen mit ADRs erfahren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/investigativ\/wdr\/cumex-119.html\">Tagesschau<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>BGH: Sozialleistungstr&auml;ger m&uuml;ssen umfassend &uuml;ber alle in Frage kommenden Leistungsanspr&uuml;che beraten &ndash; wenn nicht droht Amtshaftung<\/strong><br>\nImmer wieder berichten Sozialberatungsstellen dar&uuml;ber, dass ihre Klienten von den Sozialleistungstr&auml;ger weggeschickt werden, dort Unterlagen angeblich nicht angekommen sind und Antr&auml;ge auf Leistungen ohne Begr&uuml;ndung m&uuml;ndlich abgelehnt werden.<br>\nViele ratsuchende Menschen wissen gar nicht, dass fast alle Sozialleistungstr&auml;ger mit ihren Verb&auml;nden und Stellen sowie die Anbieter von sozialen Leistungen auch eine Auskunfts- und Beratungspflicht haben. Wenn ihr Anliegen schroff abgewiesen wird, f&uuml;hlen sie sich noch mehr als Bittsteller und entwickeln eine ohnm&auml;chtige Wut oder resignieren ganz.<br>\nDie Auskunfts- und Beratungspflicht dient dazu, die Betroffenen auf ihre Rechte und Pflichten hinzuweisen, dabei sollen die Tr&auml;ger dem Gebot der Sachlichkeit Rechnung tragen und sachangemessen und zutreffend informieren. Die betroffenen Ratsuchenden m&uuml;ssen davon ausgehen k&ouml;nnen, dass die jeweiligen &ouml;ffentlichen Stellen sie rechts- und sachkundig informieren und beraten und sie deren Ausf&uuml;hrungen vertrauen k&ouml;nnen. Deshalb sind die jeweiligen Stellen verpflichtet, zutreffende Ausk&uuml;nfte zu geben und ausf&uuml;hrlich zu beraten, ungeachtet eines ggf. anderen eigenen Standpunkts.<br>\nDer Bundesgerichtshof (BGH) hat in einem bedeutsamen Urteil deutlich auf die Beratungspflicht von Sozialleistungstr&auml;gern hingewiesen und festgelegt, welche Anforderungen an die Beratungspflicht des Tr&auml;gers zu stellen sind.<br>\nDie Auskunftspflicht bezieht sich insbesondere darauf, den f&uuml;r die Sozialleistung zust&auml;ndigen Tr&auml;ger zu benennen sowie Sach- und Rechtsfragen im Einzelfall ersch&ouml;pfend zu beantworten. Die Institutionen sind verpflichtet, &uuml;ber alle sozialen Angelegenheiten nach dem Sozialgesetzbuch Ausk&uuml;nfte zu erteilen, dabei m&uuml;ssen sie sogar untereinander zusammenarbeiten, um eine m&ouml;glichst umfassende Auskunftserteilung durch eine Stelle sicherzustellen.<br>\nIn der Praxis m&uuml;ssten diese Stellen von sich aus Vorg&auml;nge weiterleiten, als Lotse im System fungieren und den Rat- und Hilfesuchenden unterrichten, wo und von wem was derzeit bearbeitet wird und an wen die Vorg&auml;nge weitergegeben wurden.<br>\nDie zunehmende &bdquo;Verbetriebswirtschaftlichung des Sozialen&ldquo; hat mit dazu beigetragen, dass bei den Stellen oftmals die Auskunft und der Rat in der Art gegeben werden, um die Menschen davon abzubringen ihre Sozialleistung zu beantragen und beim Sparen des Tr&auml;gers mitzuhelfen.<br>\nDie Ausk&uuml;nfte und Beratung gibt es in der allt&auml;glichen Praxis f&uuml;r die Ratsuchenden gar nicht mehr. Die Rechte der Betroffenen werden verletzt, Unterlagen erreichen die Institutionen angeblich nicht und den Menschen wird mangelnde Mitwirkung unterstellt, wie die nachfolgenden Beispiele aus Dortmund verdeutlichen&hellip;<br>\n(&hellip;) Dieses Urteil vom obersten Gericht ist sehr bedeutsam, auch weil es klar und eindeutig ist. Die betroffenen Menschen sollten es gegen&uuml;ber den Sozialleistungstr&auml;gern immer wieder zitieren und darauf verweisen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/gewerkschaftsforum.de\/bgh-sozialleistungstraeger-muessen-umfassend-ueber-alle-in-frage-kommenden-leistungsansprueche-beraten-wenn-nicht-droht-amtshaftung\/\">Gewerkschaftsforum<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Arbeitslosengeld statt Lohn: Wie Unternehmen das AMS ausnutzen<\/strong><br>\nEin gutfunktionierender Arbeitsmarkt ist f&uuml;r eine Gesellschaft essentiell. Haben die Menschen gute Arbeit, hat das nicht nur Auswirkungen auf ihre eigene Lebensqualit&auml;t&ndash; stabile und gerecht bezahlte Jobs sorgen auch daf&uuml;r, dass der Staat die &ouml;ffentlichen Infrastruktur ausbauen, den Sozialstaat erhalten, Armut bek&auml;mpfen und f&uuml;r Integration und Sicherheit sorgen kann. Denn wenn alle gut verdienen, nimmt auch der Staat mehr ein. Doch die Arbeitsmarktpolitik der letzten Jahre hat das Leben f&uuml;r die Besch&auml;ftigten und ihre Angeh&ouml;rigen schwerer gemacht. Und statt Arbeitspl&auml;tze zu schaffen, schikaniert man Arbeitslose lieber.<br>\nEs ist Jahre her, dass die Regierung auch nur eine einzige sinnvolle Ma&szlig;nahme zur Verbesserung der Situation am &ouml;sterreichischen Arbeitsmarkt getroffen hat. W&auml;hrend die Politik es verabs&auml;umt, ihre Arbeit zu machen, geht es f&uuml;r die Besch&auml;ftigten, ihre Angeh&ouml;rigen und den Arbeitsmarkt bergab.<br>\nJetzt hat die Industriellen Vereinigung sch&auml;rfere Zumutbarkeitsbestimmungen f&uuml;r Arbeitslose verlangt. Die Wiener K&ouml;chin soll einen Job in Tirol annehmen m&uuml;ssen. Manager t&auml;ten das schlie&szlig;lich auch, meint der Industriellen-Chef Kapsch. Dass die K&ouml;chin 1.500 Euro bekommt, und die Manager das 50-fache, verschweigt er. Und trotzdem: die Wirtschaftsministerin Schramb&ouml;ck und Kanzler Kurz folgen sofort. Sie beschimpfen Arbeitssuchende als leistungsunwillig, und drohen mit h&auml;rteren Strafen. Dabei ist mehrfach bewiesener Fakt, dass erweiterte Sanktionen und erh&ouml;hter Druck nicht zu weniger Erwerbslosen und neuen Arbeitspl&auml;tzen f&uuml;hren. Stattdessen setzt die Regierung nicht nur Arbeitslose, sondern alle L&ouml;hne unter Druck.<br>\n(&hellip;) Unsichere Arbeitsverh&auml;ltnisse kosten uns alle<br>\nUnsere Arbeitsverh&auml;ltnisse werden immer unsicherer &ndash; und die Kosten daf&uuml;r sind massiv. Das wird oft untersch&auml;tzt. Unser gesamtes Steuer- und Abgabesystem, sowie der Sozialstaat fu&szlig;en auf dauerhaften, langj&auml;hrigen und stabilen Arbeitsverh&auml;ltnissen. Die H&ouml;he der Geh&auml;lter bestimmt die H&ouml;he der Sozialversicherungs- und Lohnsteuerbeitr&auml;ge. Umso l&auml;nger wir in einem Unternehmen arbeiten, desto h&ouml;her wird unser Gehalt.<br>\n(&hellip;) K&uuml;rzer Arbeiten: Wie wir Arbeit neu verteilen k&ouml;nnen<br>\n&hellip;W&uuml;rde man dazu nach &uuml;ber drei&szlig;ig Jahren zum ersten Mal die gesetzliche Arbeitszeit reduzieren, k&ouml;nnte man die vorhandene Nachfrage nach Arbeitskr&auml;ften sinnvoller und gerechter auf die Menschen verteilen&hellip;<br>\nUnd wir brauchen Einkommen, von denen es sich gut leben l&auml;sst &ndash; und nicht nur &uuml;berleben l&auml;sst. Wer sich erwartet, dass ein Koch oder eine Hotelfachfrau die Familie und Freunde verl&auml;sst, um f&uuml;r die Arbeit in ein anderes Bundesland zu ziehen &ndash; der sollte zumindest dazu bereit sein, ihnen daf&uuml;r ein gutes Gehalt zu zahlen. Etwa so viel wie es braucht, um sich das Essen im Restaurant, in dem er arbeitet oder ein Zimmer in dem Hotel auch selbst leisten zu k&ouml;nnen. Schlie&szlig;lich muss die Allgemeinheit ja auch konsumieren k&ouml;nnen, was sie erzeugt. Sonst arbeiten wir nur f&uuml;r Andere.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/kontrast.at\/arbeitslosengeld-lohn-unternehen-nuetzen-ams-aus\/\">kontrast.at<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Korrektur zu unserem gestrigen Hinweis #3<\/strong><br>\n<em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> In einer Anmerkung zu dem gestern verlinkten Text &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=58013#h03\">Bericht zum Stand der Auseinandersetzung &uuml;ber die Rentenreform in Frankreich<\/a>&ldquo; bedauerten wir, dass es keine Solidarit&auml;tsbekundungen deutscher Gewerkschaften mit ihren franz&ouml;sischen Kollegen g&auml;be. Wie wir mittlerweile erfahren haben, ist das so nicht korrekt. Es gab beispielsweise <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/200129-19_12_02_France_Declaration-Solidarite_verdi_de_endg.pdf\">eine Solidarit&auml;tserkl&auml;rung von ver.di an die franz&ouml;sischen Kolleg*innen<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/200129-19_12_Solierklaerungen.pdf\">auch weitere Solidarit&auml;tserkl&auml;rungen<\/a> deutscher Gewerkschaften. Wir bitten den Fehler zu entschuldigen. <\/em>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Dreht&uuml;r zwischen Politik und Lobby schlie&szlig;en!<\/strong><br>\nSigmar Gabriel warf Banken einmal die Erpressung von Staaten vor, jetzt nimmt er einen hoch bezahlten Aufsichtsratsposten bei der Deutschen Bank an. Und das nicht einmal ein Jahr nach seinem R&uuml;cktritt als Vizekanzler und Wirtschaftsminister. Der Postillon nimmt es mit Humor:<br>\nDer Postillon: <a href=\"https:\/\/www.der-postillon.com\/2020\/01\/putzfrau-deutsche-bank-gabriel.html?utm_campaign=Team%20Sahra&amp;utm_medium=email&amp;utm_source=Revue%20newsletter\">&ldquo;Hey, den habe ich immer gew&auml;hlt!&rdquo;: Putzfrau begeistert, als Sigmar Gabriel Deutsche-Bank-Zentrale betritt&hellip;<\/a><br>\n(&hellip;) Lobbyisten gehen in vielen Ministerien t&auml;glich ein und aus. Sie schreiben an Gesetzesentw&uuml;rfen mit, beeinflussen &uuml;ber Hinterzimmertreffen, Sponsoring und Parteispenden die politische Agenda. Das Ergebnis ist eine k&auml;ufliche Politik, die sich nach den Interessen von Superreichen und Konzernen richtet. Anti-Korruptions-Regeln sind zu lasch und werden zu wenig kontrolliert. Mit nur vier Ma&szlig;nahmen k&ouml;nnte die Unabh&auml;ngigkeit der Politik zumindest gest&auml;rkt werden: \n<ul>\n<li>Ein verpflichtendes Lobbyregister beim Bundestag und den Ministerien<\/li>\n<li>Transparenz &uuml;ber die Einflussnahme von Interessenvertretern bei Gesetzesinitiativen (&ldquo;Legislative Fu&szlig;spur&rdquo;)<\/li>\n<li>Ein Verbot von Unternehmensspenden an Parteien<\/li>\n<li>Verl&auml;ngerte Karenzzeiten f&uuml;r ausscheidende Politiker, die direkte Wechsel aus politischen Spitzen&auml;mtern an Konzernspitzen und in Lobbyverb&auml;nde verbieten<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/aktionsmail.team-sahra.de\/issues\/demokratie-statt-lobbykratie-222014\">Team Sahra<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Frankreich: Schlechte Karten f&uuml;r die &Ouml;ffentlichkeitsarbeit der Regierung und ihren Gesetzentwurf zur Renten&bdquo;reform&ldquo;<\/strong><br>\n(&hellip;) Schelte von Richter\/inne\/n<br>\nUnterdessen kommt auf die Regierung neues Ungemach zur&uuml;ck. Der &bdquo;Staatsrat&ldquo; (Conseil d&rsquo;Etat), so lautet in Frankreich die Bezeichnung des h&ouml;chsten Verwaltungsgerichts, hat im Laufe des Freitages, 24.01.20 eine Stellungnahme zum Gesetzentwurf der Regierung bei der Renten-Konterreform abgegeben&hellip;<br>\nIn diesem Falle erteilte das oberste Verwaltungsgericht, d.h. der &bdquo;Staatsrat&ldquo;, der Regierung jedoch ausdr&uuml;cklich miserable Zensuren. Er monierte das Verfahren, einen &bdquo;L&ouml;chertext&ldquo; zu pr&auml;sentieren; denn der Gesetzentwurf zur Renten&bdquo;reform&ldquo; (in Wirklichkeit ein doppelter Text: ein einfaches Gesetz zum Inhalt der Reform und ein zus&auml;tzliches &bdquo;Organgesetz&ldquo;, also ein Gesetz, das eine neue Institution schafft, ein die Regierung beratendes Technokratengremium zur Rentenentwicklung) enth&auml;lt an vielen Stellen gar keine Bestimmungen, sondern verweist auf sp&auml;ter zu verabschiedende ordonnances. Solche sind Verordnungen mit Gesetzeskraft, d.h. durch die Exekutive und nicht nur das Parlament verabschiedete Regelwerke, die jedoch denselben Rang &amp; Stellenwert wie ein Parlamentsgesetz aufweisen. (&hellip;Das Verfahren l&auml;uft daraus heraus, Regeln durch die Exekutive, doch am Parlament vorbei verabschieden zu k&ouml;nnen. Eine gewisse Komplizenschaft der Parlamentsmehrheit ist dabei jedoch Voraussetzung, es geht vor allem darum, die Opposition in der Sache nicht mit debattieren zu lassen.)<br>\nIm konkreten Falle sieht der Entwurf zur Renten&bdquo;reform&ldquo; nicht weniger als 29 k&uuml;nftige ordonnances vor. An diesem Prozedere macht nun also auch das h&ouml;chste Gericht im &ouml;ffentlichen Recht Bedenken geltend, die nat&uuml;rlich Wasser auf die M&uuml;hlen der Kritiker\/innen darstellen. Hinzu kommt, dass der &bdquo;Staatsrat&ldquo; es als mutma&szlig;lich verfassungswidrig betrachtet, wenn derselbe Gesetzentwurf an anderer Stelle &ndash; zum Auff&uuml;llen inhaltlicher Leerstellen &ndash; schlicht auf die Absicht der Regierung hinweist, k&uuml;nftig (irgendwann einmal) zu den offen gelassenen Fragen auch noch mal die Gesetzesinitiative zu ergreifen. Dies tut der &bdquo;Reform&ldquo;entwurf konkret bei der Frage des zu erwartenden, besonders starken Kaufkraftverlusts f&uuml;r Lehrkr&auml;fte an &ouml;ffentlichen Schulen infolge der Rentenreform: Hier verweist der Text darauf, man erteile der Regierung den Auftrag, entsprechende Ma&szlig;nahmen zum Auffangen der Verluste (und zur Aufwertung der Lehrer\/innen\/einkommen) durch sp&auml;tere Gesetzesvorhaben zu ergreifen&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.labournet.de\/internationales\/frankreich\/gewerkschaften-frankreich\/frankreich-schlechte-karten-fuer-die-oeffentlichkeitsarbeit-der-regierung-und-ihren-gesetzentwurf-zur-rentenreform\/\">Labournet<\/a>\n<p><strong>dazu: Die Fritten der Freiheit<\/strong><br>\nFrankreich In Marseille ist eine McDonald&rsquo;s-Filiale besetzt. Die Mitarbeiter verteidigen damit nicht nur ihre Arbeitspl&auml;tze<br>\n(&hellip;) Dieser McDo war nie wie die anderen. Marseille-Nord ist eine &bdquo;Freihandelszone&ldquo;, die Investoren mit Steuernachl&auml;ssen lockt. Zur McDo-Er&ouml;ffnung erschien 1992 die sozialistische Sozialministerin Martine Aubry pers&ouml;nlich, denn dieser McDo bot kaum Nebenjobs, sondern Vollanstellungen f&uuml;r Saint-Barther, die hier alt wurden. Sie organisierten sich gewerkschaftlich und handelten bessere Konditionen aus, etwa den 13. Monatslohn. Der Name ihres Betriebsrats: Kamel Gu&eacute;mari. Nur ist McDonald&rsquo;s Gewerkschaften nicht gewohnt. Seit Jahren will deshalb der Weltkonzern mit f&uuml;nf Milliarden Dollar Gewinn das angeblich Verluste schreibende gallische Dorf absto&szlig;en&hellip;<br>\nSeit 2018 betrieben die Mitarbeiter das Fast-Food-Lokal auf eigene Faust weiter. McDonald&rsquo;s drehte ihnen das W-Lan ab und nahm sie von der Homepage. Daraufhin senkten sie die Preise und gingen Kinder im Ghetto-Spital aufmuntern. Seit 20. Dezember 2019 ist Schluss, der Konzern hat die Linie gekappt, Saint-Barth wird nicht mehr beliefert. Alle 77 Angestellten besetzen dennoch weiter ihren Arbeitsplatz, auch bei Nacht schieben acht von ihnen Schicht, um Vandalismus zu verhindern. Sie kriegen keinen Lohn mehr und &ndash; da offiziell noch angestellt &ndash; auch keine St&uuml;tze. Emmanuel Macron lie&szlig; ihnen ausrichten: &bdquo;Der Pr&auml;sident verfolgt eure Geschichte mit Aufmerksamkeit und Interesse.&ldquo; Kommunalwahlen stehen an, Politiker aller Parteien wollen mit ihnen gesehen werden&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/der-freitag\/die-fritten-der-freiheit\">der Freitag<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> zur Frage der Gewalt in Frankreich haben wir gestern einen Beitrag eingestellt. <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=58044\">Siehe hier<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>MAD ermittelt gegen Extremismus in der Bundeswehr &ndash; Aber wer kontrolliert den MAD?<\/strong><br>\nDer deutsche Milit&auml;rgeheimdienst MAD soll extremistische Tendenzen in der Bundeswehr aufdecken. Laut MAD-Chef Christof Gramm gibt es aktuell hunderte rechtsextreme Verdachtsf&auml;lle. RT wollte auf der BPK wissen, wer denn eigentlich den MAD diesbez&uuml;glich kontrolliert.<br>\nDer Milit&auml;rgeheimdienst geht nach eigenen Angaben derzeit rund 550 rechtsextremen Verdachtsf&auml;llen in der Bundeswehr nach. Im vergangenen Jahr w&auml;ren 360 neue hinzugekommen, erkl&auml;rte der Pr&auml;sident des Milit&auml;rischen Abschirmdienstes (MAD), Christof Gramm, in einem Interview am Sonntag.<br>\nDie Eliteeinheit Kommando Spezialkr&auml;fte (KSK) sei dabei besonders betroffen. Hier bearbeite man aktuell rund 20 Verdachtsf&auml;lle. Diese rechtsextremen Vorf&auml;lle und Verdachtsmomente waren auch Thema auf der aktuellen Bundespressekonferenz.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/inland\/97366-mad-ermittelt-gegen-extremismus-wer-kontrolliert-mad\/\">RT<\/a>\n<p><strong>Dazu: Mehr als Einzelf&auml;lle &ndash; Rechtsextremismus in der Bundeswehr nicht bagatellisieren, sondern entschlossen bek&auml;mpfen<\/strong><br>\n&bdquo;Der Bericht des Wehrbeauftragten liefert erneut anschauliche Beispiele f&uuml;r verrohte Umgangsformen und Rassismus. Er illustriert das Versagen der Bundesregierung beim Kampf gegen den Rechtsextremismus in der Bundeswehr, vers&auml;umt es aber, die Bagatellisierung des Problems durch die Bundesregierung zu kritisieren&ldquo;, erkl&auml;rt Christine Buchholz, Mitglied der Fraktion DIE LINKE im Verteidigungsausschuss, anl&auml;sslich der Ver&ouml;ffentlichung des Jahresberichts 2019 des Wehrbeauftragten. Buchholz weiter:<br>\n&bdquo;Die Zahl der rechtsextremen Verdachtsf&auml;lle bei der Bundeswehr hat sich binnen eines Jahres nahezu verdreifacht. Es ist ermutigend, dass viele Soldatinnen und Soldaten es nicht mehr hinnehmen, wenn Vorgesetzte oder Kameraden den Hitlergru&szlig; zeigen oder rassistische Spr&uuml;che klopfen. Umso wichtiger ist es, dass die Politik der Bagatellisierung des Problems durch die Bundesregierung ein Ende hat.<br>\nDenn das explosionsartige Ansteigen der Verdachtsf&auml;lle l&auml;sst sich nicht nur auf eine gestiegene Sensibilit&auml;t zur&uuml;ckf&uuml;hren. Es dr&uuml;ckt in dramatischer Weise das Anwachsen der Gefahr von rechts aus. Doch nicht nur die Bundesregierung, auch der Wehrbeauftragte tut immer noch so, als ob es sich um eine Ansammlung von Einzelf&auml;llen handelt. Diese Taktik des Besch&ouml;nigens und Verschleierns erleichtert es Nazis, innerhalb der Bundeswehr Netzwerke aufzubauen.<br>\nDas Problem l&auml;sst sich nicht durch die Erh&ouml;hung der Planstellen f&uuml;r den MAD beseitigen. Denn der MAD ist selbst Teil des Problems. Und auch mehr Veranstaltungen zur historischen und politischen Bildung allein werden das Problem beim KSK nicht l&ouml;sen. Die Geheimniskr&auml;merei um diese faktisch straffrei agierende Kommandotruppe hat das Eindringen rechtsextremer Kr&auml;fte beg&uuml;nstigt.<br>\nDIE LINKE kritisiert, dass im Wehrbeauftragten-Bericht 2019 abermals die Sorge um das schleppende Beschaffungswesen und eine Orientierung auf mehr Auslandseins&auml;tze der Bundeswehr im Zentrum stehen. Mehr Auslandseins&auml;tze f&uuml;hren zu einer weiteren &Uuml;berdehnung der Bundeswehr, zu mehr Belastungen f&uuml;r Soldatinnen und Soldaten.<br>\nAn der Personaldebatte um den Wehrbeauftragten beteiligt sich DIE LINKE nicht, vielmehr fordern wir die Bundesregierung auf, nicht immer neue Bundeswehreins&auml;tze zu beschlie&szlig;en und den R&uuml;stungshaushalt nicht weiter zu erh&ouml;hen. Stattdessen muss sie sich endlich konsequent dem Kampf gegen rechts in und au&szlig;erhalb der Bundeswehr widmen &ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/mehr-als-einzelfaelle-rechtsextremismus-in-der-bundeswehr-nicht-bagatellisieren-sondern-entschloss\/\">Die Linke<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Exporte in den Krieg<\/strong><br>\nTragen R&uuml;stungskonzerne eine Mitschuld an Kriegsverbrechen? Miriam Saage-Maa&szlig; zur Verantwortung privater Lieferanten und staatlicher Kontrolleure.<br>\nDas European Center for Constitutional and Human Rights (ECCHR) hat eine Strafanzeige beim Internationalen Strafgerichtshof unter anderem gegen Rheinmetall und Airbus wegen Beihilfe zu Kriegsverbrechen im Jemen erhoben. Was genau werfen Sie den Unternehmen vor?<br>\nDie Vorst&auml;nde und Top-Manager von mindestens acht europ&auml;ischen Waffenfirmen haben sich m&ouml;glicherweise strafbar gemacht, denn sie k&ouml;nnten durch die Lieferung von Kampfflugzeugen und Bomben Beihilfe zu Kriegsverbrechen im Jemen geleistet haben. Es ist allenthalben bekannt, dass im Jemen-Konflikt die Luftflotte der von Saudi-Arabien gef&uuml;hrten Milit&auml;rkoalition f&uuml;r v&ouml;lkerrechtswidrige Angriffe auf die Zivilbev&ouml;lkerung verantwortlich ist. Am Tatort eines solchen Luftangriffs, bei dem eine sechsk&ouml;pfige Familie get&ouml;tet wurde, fanden sich beispielsweise Waffenteile, die darauf schlie&szlig;en lassen, dass eine Lenkbombe der Firma RWM Italia S.p.A. &ndash; einer Tochterfirma des deutschen R&uuml;stungsunternehmens Rheinmetall AG &ndash; zum Einsatz kam. Diese Bomben wiederum k&ouml;nnen offenbar nur von Flugzeugen abgeworfen werden, wie sie unter anderem Airbus baut und nach Saudi-Arabien liefert.<br>\nNun gilt im V&ouml;lkerstrafrecht der Grundsatz, dass man sich auch strafbar macht, wenn man andere Personen bei der Begehung von V&ouml;lkerrechtsverbrechen unterst&uuml;tzt, indem man die Werkzeuge hierf&uuml;r zur Verf&uuml;gung stellt. Dieses Konzept muss auch auf die Verantwortlichen in gro&szlig;en Waffenkonzernen angewendet werden.<br>\nSind privatwirtschaftliche Unternehmen wie Rheinmetall &uuml;berhaupt die richtigen Adressaten f&uuml;r solche Klagen? Immerhin berufen sich die Unternehmen darauf, dass ihre Lieferungen von Waffen und Flugzeugen im Einklang mit geltendem Recht erfolgen.<br>\nDie Analyse, dass bewaffnete Konflikte nicht nur von Politikern und Milit&auml;rs angezettelt und gef&uuml;hrt werden, sondern dass auch m&auml;chtige Wirtschaftsunternehmen eine wichtige Rolle spielen, ist nicht neu. Schon bei den N&uuml;rnberger Prozessen ab 1945 war klar, dass beispielsweise die Industriellen der Krupp AG die Verbrechen des Nazi-Regimes erm&ouml;glicht und unterst&uuml;tzt hatten. Deswegen wurden Manager und Eigent&uuml;mer gro&szlig;er deutscher Konzerne (Flick, Krupp, IG Farben) unter anderem wegen der Produktion von Waffen f&uuml;r die Angriffskriege Deutschlands angeklagt&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.ipg-journal.de\/interviews\/artikel\/exporte-in-den-krieg-4017\/\">IPG<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Bombe im Krankenhaus: Will Hongkonger Protestbewegung Schlie&szlig;ung der Grenze zu China erzwingen?<\/strong><br>\nDie Polizei in Hongkong untersucht die Hintergr&uuml;nde eines Bombenanschlags auf ein Krankenhaus. Zwar wurde durch den Sprengsatz niemand verletzt, doch die Sicherheitsbeh&ouml;rden bef&uuml;rchten weitere Anschl&auml;ge und einen Zusammenhang mit dem Ausbruch des Coronavirus in China.<br>\nDer Sprengsatz explodierte am Montag im Caritas-Medizinzentrum in Cheung Sha Wan. Bei der Explosion wurde niemand verletzt. Allerdings ist es nicht der erste Vorfall mit einer selbstgebastelten Bombe in Hongkong. Nachdem die Polizei in den letzten Monaten &auml;hnliche F&auml;lle aufgedeckt hatte, warnte Sicherheitsminister John Lee Ka-chiu Mitte Januar davor, dass ein &ldquo;hohes Risiko von selbstgebauten Bomben&rdquo; bestehe.<br>\nEinige Stunden nach der Explosion vom Montag wurde auf Telegram, einer verschl&uuml;sselten Nachrichten-App, eine Nachricht verschickt, in der es hie&szlig;, der j&uuml;ngste Angriff sei &ldquo;nur eine Warnung&rdquo; und &ldquo;es werden noch mehr echte Bomben kommen&rdquo;. Die Schlie&szlig;ung der Grenzen Hongkongs zum Festland sei die einzige M&ouml;glichkeit, eine Verschlimmerung des Coronavirus-Ausbruchs in der Stadt zu verhindern.<br>\n&ldquo;Wir werden Wort halten. Treten Sie sofort in einen Streik, wenn sie nicht sterben wollen. Wir werden weitere Ma&szlig;nahmen ergreifen, um die Schlie&szlig;ung der Grenzen zu fordern&rdquo;, hie&szlig; es in der Telegram-Nachricht weiter, die sich anscheinend an die Krankenhausmitarbeiter richtete. Eine hochrangige Polizeiquelle erkl&auml;rte, die Beamten gingen davon aus, dass der Angriff auf den medizinischen Sektor und die Regierung abziele, und dass die Bombe mit einem Zeitz&uuml;nder versehen war&hellip;<br>\nEs ist nicht das erste Mal, dass in den letzten Monaten eine selbstgebaute Bombe an einem &ouml;ffentlichen Ort gez&uuml;ndet wurde. Am 13. Oktober kam es an einer Kreuzung in Mong Kok zu einer Explosion in einem Blumentopf auf dem B&uuml;rgersteig, als Polizeibeamte Stra&szlig;ensperren r&auml;umten, die zuvor von Demonstranten errichtet worden waren. Niemand wurde verletzt&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/asien\/97379-krankenhaus-bombe-will-hongkonger-protestbewegung-schliessung-der-grenze-zu-china-erzwingen\/\">RT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> &bdquo;Hongkong-the revolution of our times&ldquo;: &uuml;ber die Protestbewegung in HK und ihre &bdquo;Revolution&auml;re&ldquo; braucht man sich wirklich keine Illusionen mehr zu machen. Das Ziel ist klar: Abspaltung von China. Jetzt wird eine Bombe wird in einem Krankenhaus gez&uuml;ndet, um die Schlie&szlig;ung der Grenze zu China zu fordern. Dabei muss das Coronavirus als willkommene Gelegenheit herhalten. Nebenbei: von HK bis nach Wuhan sind es mehr als tausend Kilometer, Luftlinie. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Die V&ouml;lkerrechtsbrecher<\/strong><br>\nRegierungsberater warnen vor zunehmenden US-V&ouml;lkerrechtsbr&uuml;chen. Berlin soll Stellung beziehen<br>\nBerlin\/Washington (Eigener Bericht) &ndash; Deutsche Regierungsberater warnen mit Blick auf den US-Drohnenmord an Irans General Qassem Soleimani vor zunehmenden V&ouml;lkerrechtsbr&uuml;chen durch die Vereinigten Staaten. Schon seit Jahren zeige sich, dass &ldquo;die Au&szlig;enpolitik der Trump-Administration das V&ouml;lkerrecht in besonderer Weise strapaziert&rdquo;, hei&szlig;t es in einer Analyse der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) in Berlin. Der Mord an Soleimani deute allerdings darauf hin, dass Washington jetzt auch dazu &uuml;bergehe, Praktiken aus dem &ldquo;Anti-Terror-Kampf&rdquo;, die schon unter US-Pr&auml;sident Barack Obama &uuml;blich gewesen seien &ndash; so etwa Drohnenmorde -, auf f&uuml;hrende Vertreter fremder Staaten auszuweiten, die &ldquo;als Bedrohung&rdquo; g&auml;lten. M&uuml;ssten in Zukunft &ldquo;Staatsvertreter au&szlig;erhalb ihres Landes um ihr Leben f&uuml;rchten&rdquo;, dann seien &ldquo;die Folgen f&uuml;r die internationale Diplomatie kaum abzusehen&rdquo;. Die SWP r&auml;t der Bundesregierung, offen Position zu beziehen. Freilich hat auch Berlin in den vergangenen Jahrzehnten beim Versuch, seine Weltpolitik zum Erfolg zu f&uuml;hren, immer wieder das V&ouml;lkerrecht gebrochen, oft an der Seite der USA.<br>\nMorde an Staatsvertretern<br>\nDie SWP ordnet die aktuell drohende Ausweitung der Drohnenmorde auf Spitzenvertreter fremder Staaten in eine generelle Abkehr Washingtons vom V&ouml;lkerrecht ein. Bereits Ende vergangenen Jahres, also vor dem Mord an Soleimani, hatte der Think-Tank konstatiert, dass &ldquo;die Au&szlig;enpolitik der Trump-Administration das V&ouml;lkerrecht in besonderer Weise strapaziert&rdquo;.[5] So sei &ldquo;der Eindruck entstanden, dass v&ouml;lkerrechtliche Erw&auml;gungen f&uuml;r Pr&auml;sident Trump bei vielen wichtigen au&szlig;enpolitischen Entscheidungen vollkommen ohne Belang sind&rdquo;&hellip;<br>\n(&hellip;) Wer im Glashaus sitzt&hellip;<br>\nDie SWP r&auml;t, die Bundesregierung solle sich f&uuml;r die Wahrung v&ouml;lkerrechtlicher Normen stark machen und dazu k&uuml;nftig stets &ldquo;etwaige V&ouml;lkerrechtsverletzungen direkt ansprechen, auch wenn es dadurch im Verh&auml;ltnis zu den daf&uuml;r verantwortlichen Staaten zu politischen Unstimmigkeiten kommt&rdquo;.[8] Allerdings ignoriert die SWP, dass die Bundesrepublik selbst zu den M&auml;chten geh&ouml;rt, die im Zuge ihrer globalen Einflussma&szlig;nahmen das V&ouml;lkerrecht brechen&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/news\/detail\/8168\/\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Die De-facto-Regierung in Bolivien und ihre Verbrechen gegen die Menschheit<\/strong><br>\nStellungnahme und Aufruf des Schweizer B&uuml;ndnisses Alba Suiza zu den Ereignissen in Bolivien<br>\n(&hellip;) Aus diesen Gr&uuml;nden\n<ul>\n<li>verurteilen wir den Staatsstreich, der von der antidemokratischen bolivianischen Rechten und anderen fremden Kr&auml;ften durchgef&uuml;hrt wurde, um die Kontrolle &uuml;ber die wichtigen Bodensch&auml;tze des Landes wie Lithium und Gas zur&uuml;ckzugewinnen.<\/li>\n<li>Verurteilen wir energisch die Botschaften des Hasses und des Rassismus sowie die extreme Gewalt, die von den Anh&auml;ngern der antidemokratischen radikalen Rechten gegen die Bauern und indigenen V&ouml;lker ver&uuml;bt wurde.<\/li>\n<li>Verurteilen wir umfassend das &raquo;Lawfare&laquo; der De-facto-Regierung, die eine perverse Maschinerie zur politischen Verfolgung durch mediales Lynchen, das Erfinden justiziabler F&auml;lle und die st&auml;ndige Verletzung jeder internationalen und verfassungsm&auml;&szlig;igen Konvention und Norm in Bolivien entwickelt hat.<\/li>\n<li>Fordern wir die Streitkr&auml;fte und die Nationale Polizei Boliviens auf, vor allem das Leben und die W&uuml;rde jedes Menschen zu sch&uuml;tzen und zu bewachen, der sich auf bolivianischem Territorium aufh&auml;lt, unabh&auml;ngig von seiner politischen &Uuml;berzeugung oder Nationalit&auml;t, sowie die Immunit&auml;t der diplomatischen Vertretungen zu respektieren und ihre Funktion&auml;re, Asylsuchende und Einrichtungen zu sch&uuml;tzen.<\/li>\n<li>Rufen wir alle demokratischen Kr&auml;fte auf, diesen gewaltsamen Putsch sowie die t&auml;glichen Verletzungen aller individuellen, sozialen, rechtlichen, kulturellen und politischen Freiheiten der gro&szlig;en Mehrheiten zu verurteilen.<\/li>\n<li>Fordern wir den UN-Menschenrechtsrat auf, entsprechend der Berichte, Untersuchungen und Aussagen der CIDH, der Beh&ouml;rde des Ombudsmanns von Bolivien und anderen Menschenrechtsorganisationen unmissverst&auml;ndlich die systematischen Verletzung der B&uuml;rgerrechte, die brutale Repression, die Morde und alle weiteren &Uuml;bergriffe der De-facto-Regierung zu verurteilen und &uuml;ber diese Tatsachen dringend einen Bericht zur Menschenrechtslage in Bolivien zu verfassen.<\/li>\n<li>Rufen wir auch dazu auf, vor allen internationalen Organisationen, der Presse und den Beh&ouml;rden aller Staaten der Welt den ver&uuml;bten Putsch weiter anzuprangern.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Nein zum Staatsstreich in Bolivien!<br>\nNein zur Militarisierung in Bolivien!<br>\nSchweiz, 19. Januar 2020<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/amerika21.de\/dokument\/236868\/bolivien-verbrechen-gegen-die-menschheit\">Amerika  21<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Save the Date: 30.5.2020 &ndash; Erste Demonstration  in Berlin gegen die Air Base Ramstein<\/strong><br>\nF&uuml;r den 30.5.2020 ist in Berlin eine Demonstration gegen die Air Base Ramstein im Berliner Regierungsviertel geplant. Unter dem Motto &bdquo;K&uuml;ndigt Ramstein Air Base&ldquo; wollen Aktivisten aus der deutschen Friedensbewegung gemeinsam mit K&uuml;nstlern und friedensbewegten Menschen aus der ganzen Bundesrepublik ein deutliches Zeichen gegen diesen strategischen St&uuml;tzpunkt der USA setzen. Die Air Base Ramstein ist aufgrund ihrer Bedeutung die gr&ouml;&szlig;te Gefahr f&uuml;r Russland und den Nahen Osten und stellt damit im Falle einer Krise ein prim&auml;res Ziel eines m&ouml;glichen russischen Angriffs dar.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/200129-2020-01-13-Presse-Information-Kuendigt-Airbase-Ramstein.pdf\">K&uuml;ndigt Ramstein Air Base<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WM\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-58060","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/58060","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=58060"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/58060\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":58063,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/58060\/revisions\/58063"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=58060"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=58060"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=58060"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}